All language subtitles for Black.Mambas.2022-ger

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Original subtitles

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GEFAHR – WILDE TIERE ABSTAND HALTEN

Nehmen wir an, du hast einen Hund.

Wenn du ihm nichts zu fressen gibst,

verlierst du ihn in dem Augenblick, da jemand anders ihn füttert.

Wenn du am Verhungern bist,

und jemand mit viel Geld sagt dir:

"Dort lässt sich mit Wildern was verdienen", dann gehst du dorthin.

ANONYMER WILDERER

KRUGER-NATIONALPARK SÜDAFRIKA

2013, auf dem Höhepunkt der Nashorn-Wilderei,

wurde eine rein weibliche Anti-Wilderei-Einheit gegründet.

Seither sind 45 Frauen aus den umliegenden Gemeinden

rekrutiert worden.

Sie heißen...

Links. Links. Links, rechts, links...

Achtung!

Rührt euch.

Vorwärts, Mädels.

Bewegt euch.

Bewegt euch! - Macht weiter!

Komm schon, vorwärts!

Wie sorgen wir in diesem Land für Recht und Ordnung?

Die wichtigsten Methoden sind:

Durchsuchen, Beschlagnahmen und Verhaften.

Wenn ihr diese Uniform tragt, seid ihr

anders als alle in eurer Gemeinde.

Ihr seid immer Black Mambas, sogar in der Kirche.

Die Wildtier-Ökonomie schafft mehr Arbeit

und bringt mehr Geld in diese Region

als jede andere Branche.

Wenn ihr die Wildtiere schützt,

bringt das Touristen hierher.

Die Touristen zahlen für Flugtickets, für Taxis, Benzin,

für das Essen im La Bamba, Lebensmittel im Supermarkt und so weiter.

Ich bin eine Mamba, hört meinen Ruf.

Wilderer, seid gewarnt, ich habe keine Angst.

Ich schwöre, Fauna und Flora zu schützen.

Wir wollen immer ehrlich und unbescholten sein,

wenn wir unser Erbe bewahren.

Ich bin eine Mamba, damit das klar ist.

Vielen Dank. - Gut gemacht.

Wunderbar. - Das war sehr schön.

Ich weiß noch nicht, aber...

Ich will eine dieser Frauen werden,

die das alles hier beschützen.

Den Nationalpark und die Tiere.

Heute trage ich zum ersten Mal diese Uniform.

Ich bin so stolz auf mich.

Das motiviert mich sehr.

EIN JAHR SPÄTER

Den Ring, den sie trägt, hat sie nicht von ihrem Mann.

Er sagt: "Ich liebe dich, aber der Ring ist nicht von mir."

"Das geht nicht, dass du dir selbst einen Ring kaufst."

So ein Ring muss von ihrem Mann kommen.

Genau. - Wen will sie damit beeindrucken?

Wir reden wieder was zusammen!

Sieben Kilometer ist zu viel. - Ja, das ist eine lange Strecke.

Wenn wir uns unterhalten, vergeht die Zeit schneller.

Schau, ein Loch. Das kommt von einem Tier.

Ja, das war ein Tier.

Da ist noch Fell.

Siehst du?

So, das hätten wir gestopft.

Elefanten!

Das ist aber nur ein kleiner.

Ich hoffe, der lässt uns in Ruhe. - Sieht nach einem kleinen aus.

Wenn er uns entdeckt, könnte er herkommen.

Noch ist er da drüben.

Er rührt sich nicht vom Fleck.

So was von respektlos. - Typisch Teenager. Hat keine Manieren.

Vielleicht ist er ja gerade auf Brautschau.

Gehen wir.

Wir beide haben einfach Pech. Jedes Mal treffen wir auf Elefanten.

HAUPTQUARTIER DER BLACK MAMBAS

Vorwärts, Marsch! Links, rechts, links...

Abteilung, halt! - Check, eins, zwei.

Macht kehrt! - Eins, zwei, drei, eins.

Von den Black Mambas habe ich übers Internet erfahren.

Ich suchte Informationen über unabhängige Frauen.

Womit sie so ihr Geld verdienen.

Diese Frauen sahen stark aus.

Wie sie in ihren Uniformen die wilden Tiere schützten

und eine Arbeit machten, die eigentlich Männerarbeit ist.

PHALABORWA

PHALABORWA, AM RAND DES KRUGER-NATIONALPARKS

Naledi, komm doch mal und mach das Feuer aus.

Ich brauche Wasser. - Nimm dir ruhig.

Meine Mutter hat mir gezeigt, wie wichtig es ist,

dass Frauen ihr eigenes Geld verdienen.

Mama arbeitet für die Mine,

wie die meisten Leute hier in Phalaborwa.

Aber ich will nicht so sein wie alle.

Ich will meinen eigenen Weg gehen.

Nachdem ich eine Black Mamba geworden war,

habe ich es meiner Familie erzählt.

Sie haben sich nicht gerade gefreut!

Sie waren ziemlich besorgt um meine Sicherheit.

In aller Frühe

machen wir den Rundgang, etwa sieben Kilometer.

Dabei treffen wir manchmal auf Elefanten und andere Tiere.

Wir gehen den ganzen Park ab

und suchen nach Einbruchsspuren der Wilderer.

Wenn du ein Licht bemerkst oder ein Loch im Zaun, musst du das melden.

Wenn wir Spuren entdecken, die nicht von uns stammen,

erstatten wir sofort Bericht.

Und wenn ihr auf Wilderer trefft,

was macht ihr dann?

Wir sind so ausgebildet,

dass wir sie entdecken, bevor sie uns sehen.

Deswegen halten wir immer Ausschau nach verdächtigen Spuren

und melden das dann sofort.

Ich selbst bin noch nie Wilderern begegnet.

Du hast dich zuletzt ziemlich rar gemacht.

Du weißt, dass ich kaum Zeit habe.

So zerstörst du unsere Freundschaft.

Du kommst nie vorbei.

Aber wenigstens reden wir miteinander.

Miteinander reden ist etwas anderes als sich treffen.

Schon klar.

Lass uns mal ein Eis essen gehen. Einen schönen Eisbecher.

Das bringt uns wieder zusammen.

Ist das Thato?

Ich bin mir nicht sicher.

Seit wann spielt Kevin Fußball?

Der gibt doch bloß an.

Hallo.

GRENZZAUN GREATER KRUGER NATIONALPARK

Das ist das kleinste Kaliber der hiesigen Nashorn-Wilderer.

Wir verwenden es,

um die Erkennungsgenauigkeit der Mambas zu testen.

Da kommt auch schon die Reaktion.

Sie haben die Schüsse richtig identifiziert.

Anzahl der Schüsse: drei. - Ja, das stimmt. Ich kann sie hören.

CRAIG SPENCER GRÜNDER DER BLACK MAMBAS

Sehr gut. Wir machen diese Übung regelmäßig.

Das ist wichtig, weil wir manchmal wochenlang keine Wilderei verzeichnen.

Dann werden sie ein wenig faul,

spielen im Dienst mit ihren Telefonen oder hören Musik über Kopfhörer.

Es ist also unabdingbar, dass wir sie testen. Immer wieder.

Ich sage Bescheid, dass das eine Übung war.

Sonst trifft hier im Nu eine bewaffnete Einheit ein.

Danke, das war nur eine Übung.

Die Richtung war ziemlich exakt, die Entfernung ebenso.

Ich bin auf der Marula Road, dort, wo sie auf den Grenzzaun trifft.

Eure Ortung war also recht genau.

Dies ist das neunte Jahr unseres Krieges gegen die Wilderei.

Wir haben eine Menge Tricks entwickelt.

Am wirkungsvollsten sind aber die Patrouillengänge.

Wir durchkreuzen ihre Routen.

Ein Wilderer will ja unbemerkt rein und wieder raus.

Damit man ihn nicht erwischt.

Sobald Patrouillen vor Ort sind, die die Nashörner bewachen,

wird es kein Wilderer wagen, seinem Geschäft nachzugehen.

Aufgabe der Mambas ist es nicht,

Wilderer zu fangen und Leichensäcke zu füllen.

Wir sind hier, um ihre Routen zu durchkreuzen

und Nashörner zu retten.

Unser Erfolg bemisst sich nicht danach, wie viele Festnahmen wir machen,

sondern wie viele Tage vergehen, ohne dass wir ein Nashorn verlieren.

Ich sage mit Stolz, dass hier seit fast einem Jahr

kein Nashorn mehr gewildert wurde.

Wohl zum ersten Mal in neun Jahren.

Das ist ein enormer Erfolg.

Gut gemacht. Genau so eine schnelle Reaktion will ich sehen.

Kurz nach dem ersten Schuss kam euer Bericht,

noch während der anderen Schüsse.

Ihr habt alle drei Schüsse erfasst, sehr gut.

Aber denkt daran, was ich eben per Funk sagte.

Wir wissen ja, wie es meistens abläuft:

Nach dem ersten Schuss gibt es immer eine Pause.

Das verletzte Nashorn ergreift ja die Flucht.

Die Wilderer verfolgen es, dann schießen sie wieder

und dann noch ein drittes Mal.

Das war ein großes Kaliber, stimmt's? - Richtig.

Das habt ihr gut gemacht. - Danke.

Wo sind eure Dienstausweise?

An meinem Hemd.

Wenn ihr eure Jacken tragt, bringt die Ausweise außen an.

Wir wollen stolze Mambas sein, oder? - Ja.

NÖRDLICHE BASIS DER BLACK MAMBAS

Ich verstehe nicht, warum die Nachbarn stehlen.

Das macht man nicht.

Versucht herauszufinden, wer hier all die Tiere tötet.

Ich traue den Viehhaltern nicht.

Sie wissen, wer Löcher in unsere Zäune schneidet.

Um sie auszuschalten, brauchen wir Informationen,

was genau passiert.

Informationen sind von entscheidender Bedeutung.

Dank unserer Informanten konnten wir Nashorn-Wilderer und andere fangen.

Wisst ihr, es geht hier nicht um Weiß oder Schwarz.

Das hat nichts damit zu tun.

Dein Herz bestimmt, ob du ein Verbrecher bist oder nicht.

Wir müssen ihnen erklären,

welche Regeln hier gelten, was man tun darf und was nicht.

Die Buschfleisch-Wilderer tun mir leid.

Die Jobs, die sie mal hatten, haben sie inzwischen verloren,

und jetzt geht es mit ihnen bergab.

Sie dringen in den Nationalpark ein und töten Wildtiere als Nahrungsquelle,

nur um ihre Kinder durchzubringen.

Es schmerzt mit anzusehen, dass sie ihre Kinder anders nicht versorgen können.

Sie müssen dazu im Nationalpark wildern,

und das ist natürlich falsch.

Wir können nichts tun.

Corona hat viel durcheinander gebracht.

Die Menschen haben alles verloren.

Jetzt sind sie in Not

und haben nichts zu essen.

Letzte Nacht haben sie sich hier etwas zu essen gemacht.

Hier war wohl ein Elefant. Siehst du das?

Gehen wir da rüber.

Sollen wir nachsehen? - Ja, sehen wir nach.

Hier sind überall Elefantenspuren.

Ich hab die Falle. Hier.

Schau, wo sie die Falle angebracht haben. Meist sehen wir hier gar nicht nach.

Gut, bau die Falle ab, damit wir von hier wegkommen.

Ja, gehen wir.

Hätte der Elefant das hier berührt, wäre sein Bein in die Falle geraten.

Und was wäre dann passiert, mit dem Bein in der Falle?

Der Elefant hätte versucht, das gefangene Bein zu bewegen.

Aber die Falle ist stabil. Der Elefant wäre nicht rausgekommen.

Oder er hätte versucht, den Baum mitsamt der Falle umzustoßen.

Aber selbst dann wäre er immer noch mit dem Ding herumgelaufen.

Vor lauter Schmerz wäre er aggressiv geworden.

Das wäre sehr gefährlich.

Das reine Chaos.

Als Mitglied der Mambas

arbeite ich seit fast sieben Jahren in der Wildnis des Nationalparks,

aber mir fehlt die Qualifikation als Tourguide.

Das ist mein Traum.

Leider kann ich mir die Ausbildung nicht leisten.

Mein Gehalt benötige ich für den Unterhalt meiner Familie.

Als mein Vater starb, war ich noch sehr jung.

Dadurch, dass ich jetzt als Black Mamba arbeite,

habe ich die Rolle meines Vaters übernommen

und bin das Vorbild für die ganze Familie.

Als Kind wusste ich

nicht das Geringste über die Tierwelt.

Man hat uns nur gesagt,

dass Tiere gefährlich sind

und dass sie uns töten.

Man hat uns damals falsch informiert,

aber wir konnten ja nichts dafür.

Also hatte ich als Kind

ständig Angst vor Tieren,

weil sie für uns eine tödliche Gefahr darstellten.

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal unter lauter Tieren arbeiten würde,

die als tödliche Gefahr gelten.

Nkateko!

Halt mal an.

HLUVUKANI, AM RAND DES KRUGER-NATIONALPARKS

Was ist das?

Das sind Wildhunde.

Die machen so...

Sie sind nachts unterwegs. - Schau mal da!

Was ist das?

Ist das ein Frosch?

Ich wünschte,

ich könnte mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen.

Aber als Black Mamba

bin ich jeden Monat

21 Tage am Stück im Dienst.

Was ist das?

Das ist was zum Essen. - Also wirklich!

Das ist doch nicht essbar!

Das da?

Das kann man nicht essen.

Ich habe keine andere Wahl.

Ich brauche diesen Job.

Mein Freund ist arbeitslos, wie die meisten hier im Dorf.

ABTREIBUNG IST EIN VERBRECHEN

Qolile, Qolile, bitte kommen.

Bin auf Empfang.

Was ist deine Position? Herrje...

Was ist deine Position?

Bin schon unterwegs.

Sorry, ich war eben nur kurz etwas essen.

Bleib!

HESC – HOEDSPRUIT-ZENTRUM FÜR GEFÄHRDETE ARTEN

Braves Mädchen! Gut gemacht!

Komm, sitz! Guten Morgen.

Bist du fertig?

Nimm dein Baby mit.

Fass, Ella!

Braves Mädchen.

Komm schon, Ella!

Fass, Ella!

Braves Mädchen! Komm schon!

Ich gebe ihr nur ein paar leichte Schläge.

Los, Ella! Nimm sie ein bisschen zurück.

Komm, Ella, komm.

Fass, Ella! Ja!

Fass!

Braves Mädchen!

Das HESC hat die Black Mambas als Sicherheitsdienst angeheuert.

Wir sollen die Tiere beschützen, die hier gehalten werden.

Wir gehen jetzt zu Esme rein.

Du meinst Esme? - Ja. Esme ist da drüben.

Wo ist sie? - Da drüben.

Ach ja, da ist sie. Sie bewegt sich.

Sie wird uns wahrscheinlich verfolgen.

Du meine Güte!

Ihr solltet besser hinten herumgehen.

Sonst greift Esme sie noch an.

Esme mag sie nicht, stimmt's?

Wenn ihr das Nashorn seht, lauft weg.

Wer legt die Spuren? - Ich.

In Ordnung.

Sie ist ein großartiger Hund. Das läuft wirklich sehr gut.

Diese Rasse wird beim Militär eingesetzt.

Und die anderen sind... Ah, da kommt sie schon.

Die müssen jetzt mit Ella loslaufen.

Esme mag sie nämlich gar nicht.

Wenn Esme im Anmarsch ist, laufen sie lieber gleich los.

Sitz, Ella, sitz.

Such, Ella, such.

Was für ein braves Mädchen!

Gut gemacht, Ella!

HAUPTQUARTIER DER BLACK MAMBAS

Die Nashörner haben international viel Sympathie erhalten.

Nicht jede gewilderte Art ruft dasselbe Mitgefühl hervor.

Damals war Social Media gerade groß im Kommen

und Wildtier-Dokumentationen hatten hohe Einschaltquoten.

Wir konnten uns also leicht die öffentliche Meinung zunutze machen.

Nur so konnten wir die Black Mambas starten.

Ich hätte damit gern schon früher angefangen.

Aber niemand hatte Mitleid mit den Impalas,

die in den Fallen landeten.

Deshalb bekamen wir kaum Unterstützung, weder lokal, noch international,

bis die Nashörner auszusterben begannen.

Die Nashörner wurden beinahe

zu einer Art Symbol der Anti-Wilderei-Bewegung

für sämtliche Arten der Welt.

Schuppentier-Wilderei ist nichts Neues.

Aber erst das Nashorn brachte das Wilderei-Problem in die Wohnzimmer,

die Zeitungen, die Nachrichtensendungen.

Es brachte die damit verbundene Korruption und die Geldströme ans Licht.

Wir müssten den Nashorn-Wilderern eigentlich fast dankbar sein.

Wegen ihnen sind die Menschen aufgewacht und haben erkannt, worum es geht.

Ich will keine Soldatinnen.

Ich will, dass sie Lippenstift und schöne Ohrringe tragen.

Sie sollen nicht mit Gewehren herumlaufen oder so.

Wir sollten uns darüber freuen,

dass sie Frauen sind.

Was hätte das sonst für einen Sinn?

Es ist Alibipolitik, Frauen beizubringen, wie Männer zu sein.

Dann nimm lieber gleich einen Mann.

Wenn ich auf meinen Land Rover einen Toyota-Aufkleber draufmache,

wird er dadurch kein Toyota.

Wir wollen positiv herausstreichen,

dass Frauen in dieses Spiel ganz bestimmte Werte einbringen.

Deshalb beschäftigen wir sie.

Craigs Fotos, Fotos von der Arbeit.

Bodenerosions-Zeug, langweilig!

Ich weiß nicht mehr, wo ich was gespeichert habe.

In dem PC herrscht dasselbe Chaos wie in meinem Kopf.

Ich wollte nur ein Beispiel zeigen.

Dieser PC ist heute extrem langsam.

So sieht zum Beispiel das Nachtlager eines Buschfleisch-Wilderers aus.

Die Lager sind gut versteckt, und sie schlafen wirklich dort.

Bevor die Mambas hier patrouillierten, hat man sechs solcher Lager gefunden.

Direkt vor unserer Nase, ohne dass wir etwas wussten.

Es ist kein hochgerüsteter, gefährlicher Verbrecher.

Er will nur unerkannt nach Tieren jagen. Er braucht das Fleisch zum Essen

und die Körperteile zu medizinischen Zwecken.

Betrachtet man dagegen die Nashorn-Wilderer,

so sieht man den Unterschied sofort.

Ein furchtbares Bild.

Diesem Spitzmaulnashorn wurden beide Hörner abgeschnitten.

Das ganze Blut deutet darauf hin, dass sein Herz dabei immer noch schlug.

Von all meinen Pflichten hier draußen ist dies wohl die schwerste.

So fanden wir den Kadaver, von Zweigen bedeckt.

Das ist Shaya. Ein Krokodil hat ihn gefressen.

Er hatte bereits ein Bein verloren,

eine Speikobra hatte ihm die Augen verätzt,

und am Ende hat ihn ein Krokodil am Fluss erwischt.

Es bricht dir das Herz. Fünf, sechs Jahre war das dein Partner.

Es ist mehr als ein Haustier, und dann schnappt ihn ein Krokodil.

Es ist sehr schwer, danach weiterzumachen. Du fragst dich, wozu das Ganze?

WILLKOMMEN IM BILDUNGSZENTRUM

Die Wilderei vernichtet nicht nur all diese Tiere,

sondern auch die Zukunft unseres Landes.

Lasst uns als Gemeinde aufstehen und sagen:

Stoppt die Nashorn-Wilderei!

Stoppt das Töten von Tieren!

Stoppt all diese Menschen,

die Waffen tragen und unsere Nashörner vernichten!

Das ist ein großes Unrecht.

Ein großes Unrecht in fetten Buchstaben.

Sind wir uns da einig?

Wir sind die Anti-Wilderei-Einheit der Black Mambas.

Wir arbeiten erfolgreich und unbewaffnet in einem Big-Five-Naturpark.

Denn wir engagieren uns für das,

was wir tun, als Frauen.

Wir kämpfen gegen diese Wilderei,

um unsere Tiere für künftige Generationen zu bewahren.

Wir kämpfen gegen die Weißen,

weil sie benutzen, was uns gehört.

Denn wir können ja sagen:

Alles in Afrika gehört uns, den Schwarzen.

Die Menschen, die diese Parks gründeten, dachten nicht an uns Schwarze.

Sie schützen Nashörner und Elefanten. Ob wir zu essen haben, kümmert sie nicht.

Sie denken an nichts anderes,

als zu verhindern, dass ich Tiere töte.

Ich dagegen lasse zu, dass sie diese Tiere jagen.

NÖRDLICHE BASIS DER BLACK MAMBAS

VÖGEL DES SÜDLICHEN AFRIKA

Es ist frustrierend.

Ich arbeite seit sieben Jahren hier, weiß aber nur wenig über den Busch.

Es tut weh, wenn du in der Wildnis stehst und nicht weißt, was das für ein Baum ist.

Ich will Tourguide werden.

Da muss ich all diese Dinge wissen.

GEFAHR ELEKTRISCHER ZAUN

WARNUNG FAHRZEUG NICHT VERLASSEN

So, hier gehen wir rein.

Achtet bitte auf Büffel und Elefanten.

Siehst du diese Spuren? Schau, hier.

In dieser Gegend ist eine Menge los.

Da ist eine, zwei... - Ja, zwei...

drei... - drei, vier...

Fünf... - Nummer fünf ist die hier.

Ich denke, das könnten zwischen fünf und sieben...

Genau. - ...fünf bis acht sein.

Das hier ist wieder eine Autobahn. - Genau.

Die Nashorn-Wilderer, die wir vor zwei Wochen gestellt haben,

sind auch immer hier durchgelaufen, und...

Ich war fast am Ende.

Ich bin zwei, drei Kilometer gelaufen, von den Gleisen bis zur R40

und über die R40, wo ich sie erwischte.

Diese Leute zögern nicht, in einer Nacht 40 km zu marschieren.

Kannst du in diesem Busch ein Nashorn erkennen?

Warum können die das? Weil sie informiert werden.

Irgendwer von hier hilft ihnen immer.

Sonst würden sie nichts fangen.

Sind diese Spuren weniger als sechs Stunden alt?

Ich würde sagen... - Sechs Stunden.

Ja, weniger als sechs Stunden. Das kann man erkennen.

Sie lädt die Spuren gerade in eine Online-Datenbank.

So sieht jeder in den Reservaten hier,

dass wir Spuren gefunden haben,

die so aussehen.

Bist du soweit? - Ja, ich bin fertig.

Bongani, deine Frisur sieht toll aus.

Der Kruger-Nationalpark liegt ganz in der Nähe unseres Dorfs,

aber unsere Gemeinschaft sollte mehr davon profitieren.

Wenn es dort mal freie Stellen gibt,

werden diese häufig an Menschen von anderswo vergeben.

Wenn mehr Menschen hier Arbeit bekämen,

würde auch die Wilderei in dieser Region zurückgehen.

Schau dir mein Arbeitszimmer an.

Ich bin dabei, meine Regale neu zu sortieren.

Wenn ich mit dem hier fertig bin,

muss ich weiter ausmisten und wegwerfen.

Bücher. Ich liebe Bücher.

Das bin ich.

Wie ein richtiger Junggeselle.

Aber ich schaue mich wieder nach einer Freundin um, deshalb...

Das ist mein Badezimmer.

Dort schläft Sammy, und hier schlafe ich.

Es ist eine sehr harte Matratze.

Sehr angenehm.

Wenn die Mambas ihre Ausbildung bei Protrack abschließen,

übernehme ich sie.

Anfangs sind sie voller Stolz, dass sie jetzt gegen Wilderei kämpfen.

Dann bringe ich sie zurück auf den Teppich.

Und ich sage: "Jetzt beginnt eure Ausbildung bei mir."

Ich beginne ihnen Fragen zu stellen.

Nicht um sie bloßzustellen, sondern um ihr Niveau zu testen.

Kindergarten oder was sonst.

Ob sie Landkarten lesen können und so.

Weiter geht es mit persönlichen Dingen.

Dass die Mädels nicht aus allem ein Drama machen müssen.

Wie man ein Bankkonto führt.

Nicht zu lügen.

Wie dies und jenes funktioniert.

Sie sollen unsere Denkweise übernehmen,

damit etwas aus ihnen wird, das ich im Busch gebrauchen kann.

Ich muss sie verwenden können. Deswegen...

Ich sage immer, dass meine Mambas besser sind als die anderen.

Weil ich dieses Händchen habe.

Alpha eins-vier, keine besonderen Vorkommnisse.

Es wäre fatal, wenn wir nicht langsam zur nächsten Art übergingen.

Wozu noch für die Nashörner kämpfen, wenn diese längst nicht mehr bedroht sind?

Wir sind damit jetzt durch.

Von den Waisen ist nur noch eines im HESC übrig.

Wenn das erledigt ist, ist die Nashorn-Geschichte für uns vorbei.

Dann brauchen wir das nächste Projekt, egal was.

Vielleicht die Schildkröte, derzeit wohl das Schuppentier. Also los.

Weisen wir Gebiete aus und... Ja.

Ja.

Du weißt, wenn ich das Geld nicht ausgebe, verliere ich es.

Nächstes Jahr heißt es dann, dass ich es nicht gebraucht habe.

Gut. Danke, Pit, alter Freund.

Tschüss, bis dann.

Momentan wenden sich die Wilderer anderen Arten zu.

Derzeit sind es Schuppentiere.

Wir orientieren uns also neu und versuchen den Schuppentieren zu helfen.

Wir wissen noch nicht wie. Das untersuchen wir gerade.

Wir suchen nach Land

zur Rehabilitierung beschlagnahmter Schuppentiere.

Wir organisieren die tierärztliche Betreuung

durch entsprechende Veterinäre.

Der Aufwand ist ziemlich groß.

Falsch geschrieben, aber das macht nichts.

Da ist es auch schon.

Das ist unser nächstes großes Projekt.

Das nächste große Problem ist die Schuppentier-Wilderei.

Dieser Schuh?

Das sind drei Leute, siehst du? - Drei Leute.

Der eine ist quer gestreift,

dann der mit der flachen Sohle und dann noch einer...

so ein billiger Stiefel.

Sind die gut zu sehen?

Sammy, geh weg. Sammy, halt!

Nein, Sammy.

Komm schon.

Er bringt alle Spuren durcheinander.

Ich muss doch Fotos machen und hochladen.

Sammy hätte nicht mitkommen sollen. Er hilft uns nicht weiter.

Sammy, bleib.

Das ist mein Hund.

Er ist gern unterwegs.

Der Kontakt zur Polizei ist abgebrochen.

Ihr wisst, meine beiden Freunde sind vor einem Monat gestorben.

Woopies, Chef der Abteilung für Aufklärung,

und Mike, mit dem ich viel gearbeitet habe.

Beide sind an Corona gestorben. - An der Pandemie, ja.

Also habe ich keine Kontakte mehr zur Aufklärung,

mit denen ich arbeiten kann.

Ich habe den Polizeioberst gebeten,

mir jemanden zu empfehlen, mit dem ich vertrauensvoll zusammenarbeiten kann.

Vertrauen ist hier ganz entscheidend.

Noch gibt es hier keine neuen Leute, mit denen ich arbeiten kann.

Die Alten stecken zu tief drin.

Die Korruption ist... - ...zu hoch.

Deshalb ist es wichtig, die Bibel zu lesen und ein guter Mensch zu sein.

Johan vertraut niemandem. Nicht einmal uns.

Er sagt, er will starke Frauen aus uns machen.

Aber er macht uns immer fertig.

Ständig sagt er: "Mambas, ihr tut überhaupt nichts.

Ihr sitzt nur herum und esst. Anstatt Informationen einzuholen,

gebt ihr sie nach draußen weiter!" An wen denn?

Wir fragen ihn nie: An wen denn?

Stattdessen sagen wir immer: "Er ist alt, lassen wir ihn in Ruhe."

Deswegen vertraut er uns nicht.

Weil wir keine Informationen einholen

oder nicht tun, was er von uns erwartet.

Für uns Frauen gilt aber: Sicherheit kommt zuerst.

Unsere Sicherheit ist ihm egal.

Es ist nichts. Ich mache hier so gut wie gar nichts.

So habe ich mir das nicht vorgestellt.

Ich will im Leben weiterkommen. Das ist nicht das Ende der Fahnenstange.

Mir fehlt das Geld, damit du studieren kannst.

Dieser Job passt nicht zu dir.

In dir steckt mehr als nur ein Ranger.

Du hast dein ganzes Leben noch vor dir

und hast auch noch keine Kinder.

Aus dir kann noch etwas werden.

Du weißt, dass wir die Weißen nicht filzen?

Keine Durchsuchung, wir schreiben sie nur auf.

Dieser Hund macht ständig Ärger,

wenn er nicht gefüttert wird.

Er hat der Hündin die Gebärmutter rausnehmen lassen.

Das hat 1.500 Rand gekostet.

Nur wegen einer Hündin, Leute! - Als wären es ihre eigenen Kinder.

Für ihn sind sie wie Menschen. - Genau.

Statt eigener Kinder halten sie sich Hunde.

Aber es wird doch kein Mensch daraus.

Für sie sind es ihre Kinder.

Das sind Frösche, die da quaken.

Ochsenfrösche.

Wir arbeiten ununterbrochen!

Sie brauchen eine andere Strategie. - Wer arbeitet überhaupt so wie wir?

21 Tage am Stück?

Wir könnten doch eine Woche Doppelschichten machen

und dafür ein Wochenende frei bekommen.

Immer noch ungerecht. - Das reicht noch nicht.

Es sollte höchstens eine Sieben-Tage-Woche sein.

Sieben Tagschichten, sieben Nachtschichten, eine Woche frei.

Nicht 21 Tage am Stück, drei Wochen von zu Hause weg.

Ich habe keine Lust mehr zu kämpfen.

Ich bin hier zum Arbeiten, also lasst uns arbeiten.

Ich brauche nur eine Katzenwäsche und eine Feuchtigkeitscreme. Mehr nicht.

Oskar eins, auf Empfang.

Derzeitige Position bei Delta eins-sechs, keine besonderen Vorkommnisse.

Weißt du, was mir fehlt? - Was?

Ich bin schlecht mit diesen Codes. - Ach ja, die Codes.

Solange du deinen Bericht nur selbstbewusst durchgibst,

glauben sie dir meistens, was du ihnen meldest.

Wenn ich so mache: "Delta, äh, Delta eins..."

Merken sie, dass du lügst. Garantiert.

Das Gras ist hier ziemlich hoch. Würdest du darin einen Löwen erkennen?

Wir sollten eine Pistole dabei haben.

Wahnsinn, dass wir keine Waffen haben. - Wir laufen hier umher mit leeren Händen.

Sehe ich da einen Elefanten oder was? - Elefanten.

Sie hat ihn entdeckt.

Da drüben.

Lassen wir sie vorbei oder nicht? - Halten wir Abstand und beobachten.

Ich sehe sie nicht mehr. - Sie sind jetzt da drüben. Bei dem Baum.

Die hat ja ein Junges. - Ja, sie ist nicht allein.

Die verliert gleich die Nerven. Wo sind wir jetzt?

Alpha... Bravo... - Bravo... Bravo irgendwas.

Lasst uns die beiden melden.

Bravo Mac Charlie, Bravo Mac Charlie.

Aktuelle Position bei Alpha eins-vier. Elefanten an der Umzäunung gesichtet.

Sie hat meinen Anruf bestätigt, aber nicht die Meldung. Ich geh da rüber.

Äh, und die Elefanten sind wo? - Was?

Wo sind die Elefanten? - Ich brauche Empfang.

Ich geh schon nicht zu nah ran. - Da drüben ist auch kein Empfang.

Schwester Lerato sollte ihr texten.

Wir machen uns auf den Weg.

Ich war da hinten.

Er sagt, dass da unten noch andere Tiere sind.

Da kommen wir nicht vorbei.

Schau! Da ist die mit dem Jungen. - Ja, das ist sie.

Diese Arbeit hat meine Erwartungen nicht erfüllt.

Wir marschieren ja nur am Zaun auf und ab.

Und das jeden Tag.

Ich vermisse meine Familie und meine Freunde

und sehe keinen Wert in dem, was ich hier mache.

Ich möchte mehr erreichen.

Komm mal her. Was isst du denn da?

Ich esse Fleisch. - Du isst Fleisch?

Hast du mich vermisst?

Wo ist das Baby? Wo ist die Nanny?

Hallo, mein Kleines!

Erkennst du deine Mama nicht mehr?

Erkennst du deine Mama nicht mehr?

Erinnerst du dich nicht mehr an mich?

Da ist Mama. Siehst du deine Mama?

Sie ist jetzt anders mit mir.

Wo ist Papa? - Dein Papa?

Ja. - Zu Hause.

Da, wo du wohnst.

Mama? Wo warst du?

Auf Arbeit. Aber jetzt bin ich wieder da.

Ich will mal mitkommen.

Gut, ich nehme dich mit. Einverstanden?

Ja.

Okay, kein Problem. Ich rufe ihn an.

Hallo?

Hey, bist du entspannt?

Es ist so heiß, was denkst du?

Das überleben wir doch, oder? Wie wär's, wenn wir was trinken?

Also dann, trinken wir später ein paar Bierchen.

Ich hatte nicht vor, ein zweites Mal schwanger zu werden.

Noch dazu so bald.

Das macht mir eine Menge Probleme.

Ein paar von den Mambas sagten: "Sie hat schon wieder ein Kind,

dabei ist das andere noch so klein.

Wie soll sie das nur schaffen,

wenn ihr Freund arbeitslos ist?"

Du willst mit Mbuqa-Mbuqa etwas trinken?

Er trinkt keinen Alkohol, aber ich rufe Valecia und Onkel Power an.

Wie viel hast du da? - 150 Rand.

150?

Also kann ich mir morgen keine Zigaretten kaufen.

Du machst aber einen Plan.

Wie viele Flaschen soll ich kaufen?

Eigentlich solltest du diese Sachen selber kaufen gehen.

Okay, das ist kein Problem.

Ich habe mich mit meiner Lage abgefunden, damit ich meinen Lohn bekomme

und meine Kinder versorgen kann.

Auch wenn ich ihnen nicht immer alles bieten kann,

versuche ich auf jeden Fall alles zu tun,

damit sie sich eines Tages an mich erinnern werden.

Als eine Mutter, die in der Lage war, sie zu versorgen,

als sie noch jung waren.

HAUPTQUARTIER DER BLACK MAMBAS

Los, Leute! Zum Exerzierplatz, bitte.

Alle zum Appell!

Beeilt euch!

Social Media kann warten.

Wo sind alle? Warum bin ich der Einzige hier?

Warum liegt das Zeug hier herum? Sieht ja aus wie eine Müllhalde.

Mambas, ihr habt zwei Minuten,

um mich zu beeindrucken! Sonst macht ihr alle Liegestützen.

Und jetzt alle mal herhören!

Reißt euch zusammen und hört mir jetzt zu!

Team... Noch mal von vorn: Team!

Team, Achtung! - Angetreten.

Achtung! - Angetreten.

Heute habe ich zwei Ankündigungen zu machen.

Vor vier Jahren hat ein wichtiges Mitglied dieses Teams sein Bein verloren.

Und dann wurde er von einem Krokodil gefressen.

Heute vor vier Jahren war sein letzter Tag im Dienst, bevor das Krokodil ihn fraß.

Erinnert sich jemand an seinen Namen?

Shaya war ein Champ. Mein Hund aus Deutschland.

Ein echter Suchhund. Nachts um eins bekamen wir Anrufe:

"Wir brauchen euren Hund!" Angeblich hat jemand

eine Waffe im Dorf versteckt. Also los!

Erst macht er sämtliche Hühner kalt,

und ich muss jedem 50 Rand zahlen.

Aber dann sage ich: "Platz!"

Er fand Waffen, Nashorn-Hörner...

Ein besonderer Hund. Wir sollten unsere Partner nie vergessen.

Sie schuften in großer Hitze,

sitzen in unseren Autos und laufen mit uns durch den Busch.

Einmal täglich bekommen sie zu fressen.

Wir sollten sie nie vergessen.

So, und jetzt die letzte Ankündigung.

Jemand hat mir neulich zugeflüstert,

dass sie gern etwas tun möchte, was sie beruflich weiterbringt

und einen Mehrwert für ihre Arbeit schafft.

Deshalb möchte ich Nkateko bitten vorzutreten.

Eine besondere Ankündigung. Zwei Schritte nach vorn, bitte.

Nkateko, herzlichen Glückwunsch.

Du gehst zu EcoTraining für die Rangerausbildung bei der FGASA,

dem Verband der südafrikanischen Field Guides.

Leonie hat die Papiere, sie erzählt dir im Anschluss alles Weitere.

Aber dann, stellt euch vor... - Vielen Dank.

Während wir darüber nachdachten,

haben wir mit EcoTraining geredet.

Das war nicht schwer, denn sie wollten gern mit den Black Mambas kooperieren.

Und sie sagten: "Schickt uns doch zwei Leute!"

Damit du nicht allein bist. Deshalb:

Bongani!

Zwei Schritte nach vorn, bitte!

Bongani, herzlichen Glückwunsch.

Weißt du, warum die Wahl auf dich fiel? - Nein.

Du schickst uns immer Videos und Fotos.

Du zeigst unsere Arbeit auf Social Media. Dabei bist du gar keine Media Mamba.

Du machst das, ohne dazu verpflichtet zu sein.

Deswegen bist du genau die Richtige dafür.

Bongani, freust du dich?

Weinst du etwa? Du liebe Güte, das ist doch ein glücklicher Moment.

Ich bin aber wirklich sehr, sehr stolz auf dich.

Eine unserer Ersten in der neuen Mamba-Gruppe.

Also eine der Letzten, die uns beigetreten sind.

Herzlichen Glückwunsch. Du hast es wirklich verdient.

Sergeant Nocry, machen Sie weiter mit dem Exerzieren.

Es gibt sonst nichts zu sagen, und die Sonne bringt uns noch um.

HLUVUKANI, AM RAND DES KRUGER-NATIONALPARKS

Was für ein Glück, dass ich jetzt die Ausbildung machen darf.

Das bringt mich beruflich weiter.

Ich wollte schon immer Tourguide werden.

Davon habe ich ständig geredet.

Jetzt habe ich Glück gehabt.

Ich bekomme die Gelegenheit, mich weiterzubilden.

Ich fahre am Mittwoch, dem 10.

Ich will euch sagen, dass ich fortgehe, weil ich diese Chance bekommen habe,

meine berufliche Situation zu verbessern.

So komme ich von diesem auf das nächste Level.

Selbst wenn mein Vertrag irgendwann endet,

kann ich mich immer noch für eine andere Stelle bewerben und weiterkommen.

Gut, mein Kind, mach diese Ausbildung. Aber ich habe ein paar Fragen.

Wenn mein Kind wieder zur Schule geht,

wer wird mir dann

am Monatsende mein Maismehl kaufen?

Wirst du weiter Geld verdienen, wenn du dich weiterbildest?

Danach habe ich auch gefragt,

aber keine Antwort bekommen.

Sie werden mein Gehalt kürzen,

weil ich nicht mehr fahre und keine Medienarbeit mache.

Wirst du nach der Ausbildung mehr verdienen?

Ich weiß nicht, ob ich mehr bekomme. Ich kenne die Einzelheiten nicht.

Du bist dann also nur besser qualifiziert? - Und bekomme ein Zertifikat.

Das ist gut, falls mein Vertrag endet.

Dann kann ich immer noch als Tourguide arbeiten.

Meine beiden Brüder haben noch nie gearbeitet.

Als ich anfing zu arbeiten, war das wirklich schwierig.

Auch heute noch kann ich mein eigenes Gehalt nicht selbst genießen.

Für meine Mutter und meine Geschwister habe ich viele Opfer bringen müssen.

Das belastet mich. Ich selbst muss meistens zurückstecken.

Aktuell muss ich die Studiengebühren für meinen Bruder bezahlen.

Ich muss einen Kredit aufnehmen,

damit er weiter studieren kann.

Ich muss ihm helfen. Es ist sein Traum, das Studium abzuschließen.

Also erkundige ich mich, wo ich einen Kredit bekommen kann,

um seine Studiengebühren zu bezahlen.

Ich bin die alleinige Ernährerin der Familie, und das belastet mich sehr.

Das war's. Ich will wieder zurück in die Schule.

Es ist doch so:

Angenommen, ich bleibe hier in Phalaborwa,

dann dreht sich doch alles nur um die Minen oder irgendwelche Läden.

Wo arbeiten, wenn nicht im Krugerpark? - Oder im Krankenhaus.

Dabei gibt es so viel anderes, was man noch machen könnte.

Wir glauben einfach, dass das nicht geht. Das hängt mit dem Ort hier zusammen.

Es ist ja nur ein Dorf und entwickelt sich erst.

Wir alle sehen unsere Zukunft in den Minen.

Unsere Eltern arbeiten ja auch dort.

Also reden wir uns ein, dass wir auch in den Minen arbeiten wollen.

Total langweilig.

Delta eins-sechs. Keine besonderen Vorkommnisse.

Warum sitze ich hier und lutsche Eiswürfel?

Jay, habe ich noch Rum übrig?

Für die Mambas darf das keine Sackgasse sein.

Ich erwarte nicht, dass eine junge Frau ihr Leben lang

an einem Zaun patrouilliert, Nashörner bewacht

und nach Wildtierfallen sucht.

Es ist wie eine Gauß-Kurve:

Bei aller Begeisterung kommst du irgendwann an einen Punkt,

wo du dich langweilst,

dein Job überflüssig wird und so weiter.

Aber wie es aussieht,

steckt unser Übergangsmodell irgendwo fest.

Es bleibt alles, wie es ist. Wie kriegen wir nur Veränderung hin?

Die Black Mambas sind auch nicht ewig.

Die Nashorn-Wilderei hört irgendwann auf,

und das wird nicht mehr lange dauern.

Wer weiß, ob die Schuppentiere überhaupt jemanden interessieren.

Vielleicht heißt es dann: "Wir können die Mambas hier nicht mehr gebrauchen."

Was ist dann der nächste Schritt?

Solange es Nashorn-Wilderei gab, brauchten alle die Black Mambas.

Aber was bleibt danach?

Gehen sie wieder nach Hause? Um Kohl und Tomaten zu züchten?

Werden sie alle zu Hausfrauen? Was für eine Enttäuschung.

Der wahre Kampf findet jenseits dieses Grenzzauns statt,

gleich dort, hinter uns.

Dort muss sich etwas verändern.

Das ist mein größter Kampf,

nicht der Kampf gegen die Wilderer, das war er noch nie.

Mein größter Kampf ist es, die Sichtweise dieser Dinosaurier zu verändern,

die immer noch diese Naturparks führen.

Wo ist mein Rum?

Ich brauche Nachschub.

Entweder du arbeitest im Park, oder du wilderst darin.

Wir sagen, stoppt die Wilderei,

sonst verlieren die Parkangestellten ihre Arbeit.

Wir tun, was wir können,

um das zu schützen, was jenseits dieses Zauns ist.

Uns ist das Leben der Tiere wichtiger als das Leben der Menschen.

Wir sagen sogar: "Wir töten dich, wenn du die Tiere dort angreifst."

"Wir erschießen dich und stecken dich in einen Sack." So lautet die Botschaft.

Ich weiß, dass nicht nur ich so denke.

Aber die Menschen trauen sich nichts zu sagen, denn...

Der Park

ist die letzte Bastion der alten, weißen, kolonialen Mentalität.

Er ist die letzte Bastion.

Und hier sitze ich, trinke fremden Rum, rauche Tabak aus Deutschland,

spreche mit einem 2000 Rand teuren Funkgerät

und so weiter.

Die Ironie ist mit Händen zu greifen.

Ihr Weißen liebt die Tiere nicht mehr als wir.

Gott hat sie uns gegeben, weil wir mit ihnen zusammenleben.

Die Weißen behaupten, dass sie Tiere lieben. Sie lieben Geld!

Genau da läuft etwas falsch. Dabei geht eine Menge kaputt.

Die Weißen denken nicht an uns, sondern nur an ihre Dinge.

Sie sollten begreifen, dass wir Teil dieser Welt sind.

So, wie sie die Tiere lieben, sollten sie uns auch lieben.

Das ist eine Puppe. - Aber nein. Wie heißt er noch mal?

Der da? - Ja. Das ist Paul Kruger.

Also, wer ist das? - Toll Kruger.

Nein, Paul Kruger.

Cooler Kruger!

Hi, wie geht's? - Gut, und dir?

Das sind Weiße. - Ja, lauter Weiße.

Wir warten, bis alle angekommen sind,

dann machen wir das Camp-Briefing.

Also, erst mal alle herzlich willkommen! Ich heiße Richard.

Ihr alle werdet die nächsten Wochen bei uns sein...

Was ist das? - Das sind Impalas.

Schau dort!

Was siehst du?

Ein Esel! - Das ist kein Esel, das ist ein Zebra!

Untertitel: David Drevs www.jt-subtitling.com

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