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Wenn ich Revue passieren lassen müsste, wieso ich hier bin,
würde diese Geschichte, wie jede andere, mit einem Mädchen beginnen.
ZWEI JAHRE ZUVOR MIAMI
Bestellung fertig!
Jeder, der dunkle Seiten kennt,
weiß, es hat keinen Sinn, Versprechungen zu machen.
Danke.
Sie sitzen schon eine Weile hier.
Möchten Sie, dass ich Ihnen einen Irish Coffee bringe?
Nein, danke. Ich trinke nicht.
Im Leben ist zu Vieles ungewiss.
Nur ein Idiot macht Versprechungen,
und glaubt, sie tatsächlich halten zu können.
Esther. Wo warst du?
Ich habe dich gesucht.
Esther, hast du Probleme? Dann musst du es mir sagen.
Das ist mein Job. Wir bringen dich in Sicherheit.
Es geht um meinen Sohn, Jayden.
Ich will einfach nicht, dass er so lebt.
Ich mache das nur für ihn.
Sie treffen sich morgen. An diesem Ort.
Wenn ich es richtig verstanden habe, kommt er mit dem Fisch,
und sie bringen ihn in diese Lagerhalle.
Egal, was passiert,
versprich mir, dass du für Jaydens Sicherheit sorgst.
Wenn mir etwas zustößt, dann pass auf ihn auf.
Aber es wird dir nichts passieren.
Versprich es mir.
Ich verspreche es.
Du bist der Beste, Russ.
Das Leben hat für uns alle einen Plan, auch wenn wir nicht einverstanden sind.
Es donnert. Und kurz darauf folgt der Blitz.
Der Himmel weint, so wie ich geweint habe.
Die Information, die Esther uns gegeben hatte, war gut.
Was wir nicht wussten, war, in welcher Gefahr sie sich befand.
Als wir in jener Nacht das Gelände kontrollierten,
gerieten wir in einen Hinterhalt.
Geh ran.
Geh ran.
VAN DAMME: BORN TO KILL
Ein weiteres tragisches Ereignis
unsere Gemeinde erschüttert: Die Suche nach Su Min Kim,
die ihre Freunde als Esther Martin kannten,
und von ihrem 13-jährigen Sohn als vermisst gemeldet wurde,
hat mit dem Fund ihrer Leiche heute Morgen
leider ein trauriges Ende genommen.
2 JAHRE SPÄTER LOS ANGELES
Das Problem bei einem Versprechen ist:
man kann durchaus die Absicht haben, es zu halten.
Möglicherweise aber fährt ein LKW über eine rote Ampel,
und lässt dich tot auf dem Bürgersteig zurück.
Ja?
Okay.
Okay.
Ich hole ihn ab.
Zieh mich nur schnell an.
-Scheiße. -"Dies ist die Mailbox von Jayden Martin."
Ach, Jayden. Du Hosenscheißer.
"Ja?"
Jayden?
"Was?"
"Was willst du?"
Hatte gerade deinen Großvater am Ohr.
Er meinte, ich soll dich abholen, von deinem Fußballtraining.
"Ist was dazwischengekommen."
"Ist das Claire?"
Hey, mein Freund.
"Hi, Claire."
Ja, die Abmachung war,
dass du in den Laden fährst,
direkt nach der Schule. Ich mache mich auf den Weg.
Schick mir einfach deinen Standort, und bleib, wo du bist.
Hörst du? Dann erzähle ich Mr. Kim auch nichts von dem Vaper.
Deal?
"Deal."
Gut.
Habe ich dich etwa in Schwierigkeiten gebracht?
Verschwinde, bevor ich zurückkomme.
-Ich will keinen Übernachtungsbesuch. -Ich will keinen Übernachtungsbesuch.
Und sag Jayden, ich bedanke mich.
Ja?
Na und, dann hat er es halt ein bisschen vergeigt.
Vergiss nicht abzuschließen, wenn du Gus behandelt hast.
Russell, bin ich nur hier, weil ich die Tierärztin deiner Katze bin?
Ich meine, wenn Gus nicht wäre, würdest du dich dann überhaupt melden?
Jayden hast du noch nie erlaubt zu kommen.
Ich mag es nicht, wenn irgendwer hier ist.
Und vergiss nicht, Gus trägt eine Kamera am Halsband.
Bis dann.
Gus.
Komm her.
Du verrätst mich nicht, habe ich recht, Gus?
Ja.
Mich magst du lieber als diesen grummeligen Russell Hatch,
ist doch so, oder? Ja.
Langzeitmotels.
An solche Orte verschlägt es einen nur, wenn man eine schwere Zeit durchmacht,
oder das Leben aufgegeben hat. Ich bewege mich irgendwo dazwischen.
L.A. ist voll von verlorenen Seelen, alle in Eile, auf dem Weg nach Nirgendwo.
Jeder, der hierherkommt, ist auf der Suche nach sich selbst.
Dabei ist jeder verloren,
schon bevor er diese Reise antritt. Genau wie ich.
Hey, Junge! Steig ein.
Oh, Scheiße!
Mein Fahrer ist hier.
Was zum Teufel soll das?
Was?
Du schwänzt die Schule, und deine Noten werden schlechter.
Ich war nur bei einem Freund.
Ich sage dir was.
Du solltest dir bessere Freunde suchen.
Was geht dich das an?
Du bist nur mein Fahrer, okay?
Keine Sorge, ich bringe mich schon nicht um, wie meine Mom.
Jayden, es war nicht einfach für dich,
klar. Aber sie wollte immer nur,
dass du dein eigenes Leben führen kannst.
Dann sagst du es mir jetzt?
Ich bitte dich, fang nicht so an.
Oh, doch. Genau so.
Sag es mir. Ich meine, deshalb sitzt du doch hier, oder?
Der Zeugenschutz, habe ich recht?
Jayden, heute nicht. Nicht schon wieder.
Ja.
Dachte ich mir schon.
Hey!
Wenn ich dein Fahrer bin,
kannst du das nächste Mal auch gerne hinten sitzen, okay?
Toller Junge, Esther. Toller Junge.
Mr. Kim?
Hallo?
Kim ist hinten.
Tut mir leid, ich will nicht stören.
Du hast anscheinend viel zu tun.
Fick dich, ich habe viel zu tun. Und du bist ein Alkoholiker.
Ist grad ziemlich chaotisch hier.
Die Arschlöcher rauben zurzeit jeden aus.
Deshalb habe ich bei mir Kameras installiert.
Und dazu fällt mir übrigens grad ein...
Ach, Claire.
Nun reg dich nicht gleich auf.
Entspann dich.
NUR FÜR MITARBEITER Entspannen? Wie soll ich mich entspannen?
Du hast keine Ahnung, was hier auf dem Spiel steht.
-Aber trotzdem bist gerade du es, -Ich weiß, was hier auf dem Spiel steht.
der immer wieder damit anfängt.
Immer wieder kommst du mir mit diesen Argumenten.
Als ich den Kerl das letzte Mal gesehen habe,
hatte er noch keine Narbe am linken Auge.
Aber das ist auch schon viele Jahre her.
Narben sind Zeugnis all der Fehler, die wir im Leben machen.
Und das Leben wird immer rauer.
Russell, Augenblick noch.
-Tut mir leid. -Dann lass mich in Ruhe.
Und hau endlich ab.
-Mr. Kim. -Hallo, Russell.
Ich habe Sie nicht erwartet.
-Ist alles in Ordnung? -Ja. Ja, natürlich.
Er ist mein Sohn.
Aber dumm wie Brot. Und eine echte Nervensäge.
SPENDEN
Jayden ist jetzt zuhause.
Danke.
Ich wüsste nicht, wer sonst auf ihn Acht geben sollte?
Meine Familie? Die konnte seinen Vater nie leiden.
Schade.
Sie konnten es meiner Su Min nie verzeihen.
Aber Sie nennen Sie vermutlich Esther, oder?
Sie sind ein wahrer Freund, Mr. Hatch.
Sowas findet man heutzutage nur selten.
Freut mich, zu hören.
Danke.
Fahren Sie jetzt lieber.
Damit es in der Kirche noch ankommt,
bevor sie abgeschlossen wird?
Bo kann mir sicher helfen, das Chaos hier zu beseitigen.
Okay, Mr. Kim.
L.A. K-Town.
Nachts, kalt und dunkel.
POOLHALLE
Die Santa-Ana-Winde nehmen zu,
brechen heiß und zerstörerisch über die Stadt herein.
Ich halte mir eine Flasche Whiskey an den Kopf.
Tu so, als drücke ich den Abzug.
Dabei höre ich das Pfeifen des Windes.
Wieder eine Nacht, in der man sich jederzeit verlieren kann.
Und wenn du dann nicht aufpasst,
wer weiß, wie man dich auffindet.
Möchten Sie noch einen?
Lassen Sie einfach die Flasche stehen.
War wohl eine harte Nacht?
Die Flasche, bitte.
Alles klar.
Du bist schwer zu finden.
Ja. Und ich habe vor, dass es so bleibt.
Du bist ein verdammt sturer Hund, weißt du das?
Und bist immer noch hier,
obwohl du weißt, du solltest in Europa sein.
Ich finde, du könntest mir einen Gefallen tun.
Auf sowas habe ich keinen Bock.
Komm schon, Mann. Es ist gegen die Regeln eine Informantin zu vögeln.
Aber das habe ich nicht einmal erwähnt.
Sprich nicht so über Esther.
Gut, tut mir leid, alles klar, okay?
Wir brauchen dich.
Oder denkst du im Ernst, ich wäre hier, wenn es nicht so wäre.
-Verpiss dich. -Hör mir zu.
Erinnerst du dich an dieses Flakka?
Diesen miesen Badesalzverschnitt? 2015 war die Sache gegessen.
Diese Zombie-Droge?
Ja. Diese Ich-fress-dein-Gesicht-auf-Droge.
Wir dachten, das Zeug wäre längst durch.
Bis sie letztes Jahr wieder aufgetaucht ist.
Wie gesagt,
das geht mich alles nichts mehr an.
Ich bin raus.
Ja.
Das letzte Mal lief es beschissen.
Und wir wissen nichts, über die koreanische Mafia.
Oder wer sie anführt, den Mord an Esther.
Willst du keine Gerechtigkeit?
Für sie?
Gute Nacht, Yates.
Komm schon.
Wenn du irgendwas weißt, sag es mir, Hatch.
Verpiss dich!
Schon gut, schon gut.
Dann muss ich den Killer von Esther
wohl ganz allein suchen, was?
Verpiss dich, Yates.
Das muss ich nicht.
Du kommst sowieso zurück.
Du kannst gar nicht anders.
Genauso tickst du.
Es liegt in deiner Natur.
So bist du einfach.
Esther, die Schlinge zieht sich zu.
Sie hatten mich im Auge.
Und ich wusste, es ist nur eine Frage der Zeit ist,
bis sie versuchen, mich zurückzuholen.
-Ey, du musst drücken. -Klappe.
Was soll denn das?
Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Das ist mein Wagen!
Hey, wir wollten...
Wir wollten gerade gehen.
Nimm das!
-Was? -Lass uns verschwinden.
Wohin? Nach Hause, oder was?
Scheiß Weiber.
Weißt du, wer ich bin?
Kennst du dieses Symbol?
Die Brigada Boys. Paranis Brigade.
Scheiße.
Schluss!
Scheiße!
Verpisst euch!
Ja, Sir! Geht klar.
Dieser alte Wichser.
Lässt diesen Fuzzi von Interpol um sich herumlungern, als wäre es sein Schoßhund.
Soll er doch gleich mit dem Chef der DEA Essen gehen.
Der ist doch verrückt.
Und sowieso zu alt.
Er hängt auch dauernd mit dem Jungen ab.
Irgendwie genauso idiotisch.
Ich warne dich, dämliches Arschloch.
Das ist mein Neffe.
Aber diesen Hatch musst du loswerden.
Auch deinen Vater.
Hier wimmelt es inzwischen von Russen.
Wenn wir noch mehr an sie verlieren,
können wir dieses Viertel bald Klein-Moskau nennen.
Dein Vater ist zu feige, der macht doch nichts.
Mein Vater ist zu schwach geworden.
Er denkt, es wäre alles noch wie früher,
vor Miami, und wir uns alle vertragen.
Dabei ist es einzig und allein Su Mins Schuld,
dass wir in der Scheiße sitzen.
Aber das kriegt er nicht in seinen Schädel.
Eigentlich müsstest du für den Jungen da sein,
nicht ich.
Was soll das denn jetzt?
Ja, Sekunde!
Hey, Mann, was gibt es?
Was ist los, Mann?
Hör zu, ich möchte kein Spielverderber sein,
aber ich habe Kopfschmerzen, okay?
Und deine Musik ist einfach viel zu laut.
Das tut mir echt leid, Mann.
Ich wusste nicht, dass du zuhause bist, Bro. Tut mir leid.
Macht nichts.
Hey! Wer ist da?
Ist das endlich die Pizza?
Scheiße! Das ist doch ein Bulle. Jede Wette ist das ein Bulle.
Also, geht's auch leiser?
Ja, klar.
Mädels, könnt ihr die Scheiße ein bisschen leiser machen, ja?
Ich weiß nicht, ob du morgen früh aufstehen musst,
aber bei mir gibt es heute noch bisschen was zum...
Dann hier die netten Ladys. Die kenne ich von der Bibelstunde.
Komm doch herein?
Seid einfach leise.
In Ordnung.
Falls du was gegen die Kopfschmerzen brauchst.
Ich kann dir alles besorgen. Egal was. Melde dich.
Alles klar, mach es gut, Mann. Gute Nacht.
Ja.
Du kannst wieder herauskommen. Das ist kein Bulle.
Dein Ernst?
Sorry!
Dumme Sau.
Ist das dein Ernst, das haben sie gepostet?
Mal ehrlich, sie sollte sich was anziehen.
Bin gleich wieder da.
Hier darf nicht geraucht werden.
Schulgelände. Verstehen Sie?
Rauchen.
Oh, sorry.
Wen holen Sie hier ab?
Jayden. Jayden Kim.
Jayden.
Ich dachte immer, sein Vater sei...
Tot.
Asiat.
Seine Mutter war
Koreanisch.
Aber ich bin nicht sein Vater,
ich bin sein Vormund.
Sein Vormund?
Ich bin Vivian.
Russell Hatch.
Es ist schön, dass Sie da sind.
Ich mein, Sie wissen schon, für Jayden.
Es ist schön, dass ihn mal jemand abholt.
Das ist mein Job.
Alles klar, bin fertig.
Wir können los.
Hey, Jayden.
Und wiedersehen, Russell Hatch.
Bis dann, ja.
Wiedersehen, Jayden.
Ich mache das nur ungern, aber vielleicht weiß der Junge was.
Hör zu, ich habe nachgedacht.
Dein Onkel, der mit der Narbe im Gesicht. Am Auge?
Dae Hyun?
Ich habe den Eindruck, er und dein Großvater verstehen sich nicht besonders.
Irgendein Familienscheiß.
Ich halt mich da raus. Und er ist immerhin Moms Bruder.
Und wo ist der Rest der Familie?
Keine Ahnung.
Miami, vielleicht auch Korea, ist doch scheißegal.
Ich meine, von denen hat es keiner für nötig gehalten,
zu Moms Beerdigung zu kommen. Also ist es mir egal.
Danke.
Hey, Jayden.
Das nächste Mal musst du nicht hinten sitzen.
Wieso? War deine Idee.
Ja.
Wie geht es, mein Kleiner.
Können wir los?
Mr. Hatch.
Gut! Schön, dass Sie da sind.
Ich habe hier wieder eine Kiste mit Spenden.
Könnten Sie die vielleicht in die Kirche bringen. Wären Sie so nett?
-Kein Problem. -Vielen Dank.
Sie sind eine echte Hilfe.
Leider macht mein Rücken nicht mehr so mit, wie ich es gernhätte.
Okay.
Danke!
Ich mache jetzt auch zu.
Guten Abend, mein Freund.
GEÖFFNET
Wir haben geschlossen. Bitte gehen Sie.
Halt die Schnauze, einen Teufel werde ich! Rück die Kohle raus!
Nein, bitte. Wir haben kein Geld.
Du weißt genau, wieso wir hier sind.
-Ich weiß gar nichts, sagen Sie... -Lazar lässt schön grüßen.
Du sollst jetzt allmählich zahlen.
Mann, jetzt komm schon, alter Sack. Willst du uns verarschen, oder was?
Hey! Heben Sie das auf!
Oh, tut mir leid.
Dann habe ich mich wohl nicht klar ausgedrückt, wie?
Ey, ganz ruhig. Bleiben Sie ganz ruhig.
Wir sollen ruhig bleiben, und du sackst weiter die Kohle ein?
Fick dich!
Du willst uns doch verarschen, Opa.
Manchmal ist es klug, sich dumm zu stellen...
Verschwinde lieber, alter Mann!
Und auf seine Chance zu warten.
Ich brauche nur ein Feuerzeug.
Russell, die gehen gleich wieder.
Halt dein Maul, Opa!
Ich sagte, hau ab, Mann!
-Scheiße! -Waffe runter!
Du hattest Glück.
Ich möchte dich um etwas bitten.
Beweis mir, dass du nicht so schwach bist,
wie deine drogensüchtige Mutter.
Ganz einfach.
Du gehst da um die Ecke, holst ein paar Sachen
und ich warte hier.
Ich weiß doch gar nicht, wer da wohnt.
Kann doch sein, dass da einer zu Hause ist und dann?
Du musst dir keine Sorgen machen.
Du hast mich.
Sei stark!
Hab keine Angst.
Vertrau mir.
Wir sind eine Familie, okay?
Und ich zeige dir, was das bedeutet.
Geh jetzt.
Ja, gut, Officer.
Vielen Dank.
Der Krankenwagen ist unterwegs.
Vielen Dank, Russell.
Und wo steckt Bo?
Gestern Abend hatte irgendwer seinen Wagen geknackt.
Er musste in die Werkstatt fahren, und das Fenster reparieren zu lassen.
Dann wussten sie, dass Bo nicht hier ist.
Das mit dem Wagen war Absicht. Es war eine Falle.
Ich bleibe hier, und sag es der Polizei.
Nein, Unsinn, Mister Hatch.
Machen Sie sich bitte nicht so viele Umstände. Das ist nicht nötig.
Sicher?
Ach, bitte. Wir sind in Korea Town.
Dauert sicher, bis die Polizei endlich kommt.
Was hier passiert, interessiert sowieso keinen.
Ist Ihnen sicher nicht neu?
Okay. Seien Sie vorsichtig.
Okay.
Du Verräter!
Fick dich, alter Sack!
Kein Stress. Ist hier sowieso immer dasselbe.
Wo Rauch ist, ist auch ein Feuer.
Wir gehen hinten herum. Ich glaube, da ist irgendwo Viktor.
Hier ist was faul.
Diese Typen, das sind Russen, und die waren viel zu schnell hier.
Wahrscheinlich werden sie von irgendwem geschmiert.
Aber ich muss vorsichtig sein.
Ich will ihre Freunde nicht alarmieren.
Ist das der Laden?
Viktor und Anton wollten, dass wir kommen, falls was schiefgeht.
-Entschuldigung? -Tut uns leid, Sir.
-Sie dürfen hier nicht sein. -Okay.
Ein paar Schmerztabletten, ein ordentlicher Drink,
und morgen geht es den beiden wieder gut.
Es ist nicht das, wonach es aussieht.
Schnappt ihn!
Killt diesen Wichser!
Na, los, kämpf weiter!
Wie denn?
Schwachkopf.
Los.
Es reicht.
Hey...
Du hast zwei Bullen hinter dem Laden meines Vaters geschlagen.
Lass uns irgendwo in Ruhe darüber reden.
Okay.
Hey, Mann, alles klar? Ich nehme zwei Tacos, ein paar Nachos,
und eine Quesadilla dazu.
Für mich ein Burrito, mit allem Drum und Dran.
Ich bin also quasi das schwarze Schaf der Familie.
Aber mein Vater weiß, was ich kann.
Deshalb hat er angerufen. Du denkst, du kennst meine Familie?
Hältst dich für einen Teil meiner Familie?
Nur weil meine Nuttenschwester
sich von einem weißen Arschloch hat ficken lassen?
Du hast doch wirklich gar keine Ahnung, oder?
Und weißt auch nichts von Lazar.
Lazar? Der ist in LA.
Du verarschst mich.
Ja. Und er expandiert. Restaurants, Bars, Cafés.
Sogar diese Bullen, die da waren.
Wer sich weigert, zu zahlen, verschwindet.
Die russische Mafia hat also zwei Jungs geschickt, um deinen Vater zu vertreiben?
Sie lungern hier seit Monaten herum.
Ich habe ihm zugeredet, einen Deal einzugehen.
Dieses Leben zu beenden.
Wir haben diesen Laden seit Jahren.
Ich bin da aufgewachsen.
Habe hinten Hausaufgaben gemacht.
Diese Typen kommen doch nicht mit gezogener Waffe,
um einen alten Mann zu überfallen, der mit Kaugummi und Zigaretten handelt.
Es geht um mehr als nur den Laden.
Meine Familie kontrolliert die besten Viertel dieser Stadt.
Das hat jahrelang keiner gemerkt. Und jetzt?
Seit letztem Jahr sind die Immobilienwerte monatlich
um sieben Prozent gestiegen,
31 Prozent seit April.
Wieso?
Weil wir hier was gemacht haben.
Es ist schöner geworden.
Meine Familie hat Jahrzehnte gebraucht, um es zu dem zu machen.
Denkst du, das geben wir jetzt auf,
und überlassen es diesen Wichsern?
Niemals.
Niemals. Ganz recht.
Ich muss alles wissen über ihre Geschäfte wissen.
Wer sie sind, wo ich sie finde.
Dann kann ich dieses kleine Problem aus der Welt schaffen.
Kleines Problem? Der hat sie nicht alle.
Versuch es als erstes in seinen Nachtclubs, und Lagerhäuser.
Wäre es so leicht, dann hätten wir ihn schon.
An Lazar kommt man nicht ran.
Was hast du vor?
Lass das meine Sorge sein.
Kriege ich meine Waffe zurück?
Du lässt ihn einfach gehen?
Wieso hast du ihn nicht umgelegt.
Er kann uns noch nützlich sein.
Und er bringt uns näher zu Lazar.
Dann töten wir ihn.
Und sollte er in der Zwischenzeit ein paar Russen umlegen,
umso besser.
Meiner Meinung nach sitzen wir alle
im selben, sinkenden Boot.
Und wir würden das Ufer sicher viel schneller erreichen,
wenn wir gemeinsam paddeln würden.
Ich habe versprochen, den Jungen zu beschützen.
Wenn ich nichts unternehme, verliert er wegen dieser Idioten sein Leben.
Wenn ich nichts unternehme.
Egal, ob Kiesel oder Felsblock, im Wasser gehen sie alle unter.
Du bist so ein Trottel, Jayden.
Mein Spiegelbild ist nur noch ein Schatten dessen, was ich einmal war.
Eine ferne Erinnerung, ein Flüstern im Wind.
Aber dennoch kann ich mich meiner Natur nicht entziehen.
Und wenn man einen Baum schüttelt,
weiß man nie, was herunterfällt.
Hallo, alter Freund. So sieht man sich wieder.
MENSCHLICHE WACHSTUMSHORMONE
Fick dich doch, du dämlicher Scheißkerl.
Scheißkerl.
Scheiße, Mann.
Scheiße. Sekunde!
Scheiße. Ich komme!
Scheiße.
Ich komme.
Hi, Russ. Was ist los, Mann?
Ja, komm rein. Komm rein.
Komm herein.
Alles in Ordnung, Mann?
Ja.
Und? Alles okay?
Oh Scheiße. Oh, okay.
Was gibt es, Mann?
Muss die da liegen?
Oder willst du sie nicht lieber wegstecken?
Nein? Okay. Okay, auch gut.
Warst du den ganzen Tag hier?
Ja, ich denke schon.
Oh, denkst du, ja?
Nein, ich mein, ich war kurz was zu essen holen.
Du kennst doch diese Scheiß-Taco-Bude.
Da gibt diese leckeren Shawar... Diese Tacos.
Ich bringe dir mal welche mit. Die sind gut. Leckere Saucen.
Du hast nichts Ungewöhnliches gehört?
Du meinst, was meinst du mit "ungewöhnlich"?
Sex? Also ungewöhnlich sexy oder...
Naja, drüben ist alles verwüstet, die Art von ungewöhnlich.
Oh, Scheiße.
Richtig, ganz genau, oh, Scheiße.
Ich meine, ja.
Ich habe gehört, da fliegt Zeug durch die Gegend.
Aber ich dachte...
Hör zu...
Gib mir einen Drink. Ich brauche was zu trinken.
Klar.
-Ist Wein okay? -Nein.
Ich hätte auch Taki Soju, oder...
-Ja. -Okay.
Hier, bitte, Mann. Bediene dich.
Weißt du, ich dachte an neulich Abend.
Da hattest du mir was, gegen Kopfschmerzen angeboten.
Ah, richtig, klar.
Deine Kopfschmerzen, wegen der Musik.
Ich sollte die Musik leiser drehen.
Ich weiß. Ich weiß.
Ich habe so gut wie alles da.
Und was ich nicht habe, das kann ich bestellen.
Das Zeug. Davon brauche ich noch mehr.
Okay.
Ja, ich meine, ich hätte jetzt nicht gedacht, dass du auf Gravel stehst, aber -
Gravel?
Ja, richtig. Gravel.
Bliss, Purple Funk, Badesalz, Smelly, Flakka?
Flakka. Ja. Flakka. Kriegst du das auch?
Ja, bestimmt.
Das ist superpreiswert,
und man kommt auch leicht dran.
Und große Mengen, was wäre dann?
Wo würde ich dann hingehen?
Okay, hör zu, Russ. Ich mag dich wirklich sehr.
Aber das ist überhaupt nicht mein Ding.
Dafür müsstest du nämlich Leute anhauen,
da stichst du wahrscheinlich in ein Wespennest,
verstehst du?
Ich mag dich, Chris.
Aber seien wir ehrlich,
irgendwie auch nicht genug, um meinen Freunden bei der DEA nicht zu stecken,
dass du Drogen vertickst.
Also tu mir einen Gefallen.
Dachte ich mir.
Ja.
Sicher, dass wir hier richtig sind?
Wenn du es genau wissen willst, ich habe keine Ahnung.
Mir wurde gesagt, komm hierher, also, da sind wir.
Und ich wollte mit den Dealern
auch nicht über Einzelheiten streiten.
Ich dachte, du kennst diese Leute.
Nein, naja, wir schreiben uns online.
Aber ich hole ja meine Sachen nie persönlich ab.
Für sowas habe ich eine Drohne.
Hältst du mich etwa für einen Amateur?
Schon wieder dieser alte Sack.
Hey, mein Junge. Steig in den Wagen.
Sofort!
Jetzt ist er tot.
Ja.
Scheiße!
Verdammt!
Was zum...
Scheiße.
Achtung!
Das war echt krass!
Fahr los!
Oh, Scheiße. Ich habe meinen Kopfhörer verloren.
Fahr! Los!
Ganz schönes Chaos hier! Oh, Mann!
Ja, und dieses Chaos wird jetzt beseitigt.
Richtig?
Du warst das?
Findest du witzig, Chris?
Nein.
Raus hier.
Ja, Sir. Sorry. Tut mir leid. Bin weg.
Bist du etwa wieder in der Kleinkindphase?
Und hattest einen Wutanfall?
Setz dich.
Na, los! Hinsetzen!
Erklär es mir.
Es tut mir leid.
Ehrlich, ich wusste nicht, dass du hier wohnst.
Sie, sie haben mir nichts dazu gesagt,
und ich bin ja nie hier gewesen. Daher...
Es spielt keine Rolle, ob ich hier wohne oder nicht.
Aber du hast Glück, dass es so ist.
Jayden, ist dir klar, wo du jetzt wärst,
wenn ich dich nicht beschützen würde?
Knast?
Tot.
Du wärst tot.
Genau wie dein Vater und deine Mutter. Scheiße.
Es war ein Fehler. Okay?
Es kommt nie wieder vor. Ich verspreche es.
Wer hat dich geschickt?
Kann es mir denken.
Dann willst du also werden wie die.
Drogen, Geld, das findest du cool, hä? Okay.
Nein.
Deine Mom und ich sind durch die Hölle gegangen, um da herauszukommen.
Aus diesem Familienbusiness.
Was deine Mom getan hat, war absolut richtig.
Sie kannte das Risiko.
Und hat es trotzdem für dich getan.
Dann sag es mir endlich.
Was genau war das? Anscheinend hat ja sonst
nie einer Lust mit mir darüber zu reden.
Also muss ich weiter glauben, dass sie sich umgebracht hat,
weil es eigentlich nichts wichtig genug war, um hier zu bleiben.
Ich war ihr nicht wichtig!
Und dann bist du aufgetaucht,
und mein Leben war verkackt.
Du willst wissen, was passiert ist?
Du willst wissen, wieso ich hier bin?
Ich habe deine Mutter kennengelernt in der schlimmsten Zeit ihres Lebens.
Für mich dagegen war es die beste Zeit, es gehörte ja zu meinem Job.
Aber ich habe deine Mutter geliebt.
Wir kamen uns näher,
und sie hat mir erzählt, dass dein Vater umgebracht wurde.
Vermutlich von jemandem aus dem näheren Umfeld.
RUSSEN / KOREANER
Das Geschäft eurer Großfamilie ist, es ist kompliziert.
Und hatte nichts mehr mit Familie zu tun.
Sie hat mich nicht um Hilfe gebeten. Anfangs jedenfalls nicht.
Erst, als sie ihr Augenmerk auf dich gerichtet haben.
Da dein Vater weg war,
brauchten sie jemanden, um das Familienunternehmen weiterzuführen.
Aber sie wurden sich nicht einig, wer.
Deine Mutter wollte aussteigen. Aber nicht ganz allein.
Sie wollte auch dich davor bewahren.
Deshalb kam sie zu mir, und hat alle verraten. Alle.
Du bist der Beste, Russ.
Um dich zu retten, hat sie damit das Schlimmste getan, was sie tun konnte.
Und jetzt wurde es schwierig.
Aber dann ist es deine Schuld!
Du bist schuld, dass sie tot ist!
Hör zu.
Ich bin nicht schuld an ihrem Tod.
Ich habe versucht, sie zu retten.
Nein! Niemand hat sie getötet!
Sie hat sich umgebracht.
Sie hat mich verlassen, und sich gegen ihre Familie gestellt.
Daran ist nichts heldenhaft. Sie war selbstsüchtig!
Sie hat sich nicht selbst umgebracht.
Sie hat mich angerufen, bevor es passiert ist.
Sie hat dich gerettet.
Was du heute erlebt hast, das war nur ein Vorgeschmack.
Du hast kaum noch Familie.
Ich bin für dich da, Junge.
Du bist nicht meine Familie.
Hey.
Jayden!
Das ist für Anton!
Lauf, mein Junge.
Lauf weit weg von hier.
Denn das wirst du nicht sehen wollen.
Jemand hat mich verraten.
Wie haben sie mich gefunden?
Alles wird plötzlich unscharf.
Russ?
Russ?
Okay. Gott sei Dank, du lebst.
Okay, bleib bei mir. Bleib bei mir.
Gott, Scheiße. Hallo? Hilfe!
Scheiße! Komm, komm, schnell.
Heilige Scheiße!
Hey, Mann. Hey!
-Was ist passiert? -Keine Ahnung.
-Heb ihn hoch. -Okay.
Ich rufe ein Krankenwagen.
Nein, ich glaube nicht, dass er scharf auf die Polizei ist.
Wach auf!
Sie geben ihr Bestes, um mich zusammen zu flicken.
Aber das ist letztlich verschwendete Zeit.
Jayden. Ich muss zu Jayden.
Es tut mir leid, Esther.
Hey.
Hey.
Oh, mein Gott!
Hi.
Hatten wir nicht gesagt: Keine Übernachtungen.
Danke, dass du bei mir warst.
Russ, was ist passiert?
Ich weiß, es fällt dir schwer, dich zu öffnen, aber ehrlich,
du kannst mit mir reden.
Du bist mir wirklich wichtig.
Ich weiß.
Dein Handy, es hat geklingelt. Ständig.
Ich bin dran gegangen, Ich hoffe, das ist okay.
Und?
Mr. Kim.
Er hat gesagt, Jayden war gestern Nacht nicht zu Hause.
Auch das noch.
Nicht so schnell, Mister Hatch.
Zwei gebrochene Rippen, leichte Gehirnerschütterung,
jede Menge Prellungen.
Ihre Freundin sagt, es war ein Raubüberfall.
War es ein Raubüberfall, Mr. Hatch?
Ja. Ja. So kann man es sagen.
Ja.
Gut. Tja, bei solchen Verletzungen müssten wir Anzeige erstatten.
Hätten Sie also Zeit, kurz mit Officer Yates zu sprechen?
Das passt mir grade gar nicht.
Ich sage es doch, Jayden ist kurz vor mir gegangen.
Und der Russe aus dem Laden
muss mir gefolgt sein, um sich zu rächen.
Aber was wollen sie mit Jayden?
-Was hat er mit der Sache zu tun? -Halt.
Es waren also zwei von der Russen im Laden?
Gefunden haben wir nur einen.
Wieso einen? Was heißt das?
Tot. Es lag nur eine Leiche im Laden.
Oh, verdammt.
Was verschweigst du mir, Hatch?
Yates, ich will jetzt alles über diese Russen wissen.
Denn das letzte Mal, als sich deine Leute kümmern wollten,
ist Esther kurz danach gestorben.
Das war nicht meine Schuld.
-Hatch! -Warten Sie! Wer ist Esther?
Jaydens Mutter. Hatch, warte!
Eins im Leben ist klar, wir können unserem Schicksal nicht entkommen,
egal, welchen Weg wir auch einschlagen.
Ich habe mein Leben lang versucht, den Weg des Lichts zu gehen,
nur um von der Dunkelheit verschluckt zu werden.
Ich habe das Dunkle im Menschen gesehen.
Nun schlage ich selbst auch diesen Weg ein.
Es wird Zeit, Hatch.
Zeit, das Versprechen, dass du Esther gegeben hast, zu halten.
Zeit, zu zeigen, dass du nicht nur ein Alkoholiker bist.
Ein letzter Gang, alter Mann.
Du wirst das Unrecht vergelten.
Da fehlt doch noch was.
Du müsstest dein Gesicht sehen.
Gute Arbeit, die du da geleistet hast.
Lazar wird sich sicher freuen.
So und jetzt besorgst du noch mehr!
ALLES GELAUFEN?
Wie frage ich das...
WIE AM SCHNÜRCHEN.
Natasha, Kaffee mit mir.
Ja.
Fahr anständig!
Ist ja gut.
Scheiße!
Halt den Wagen an!
Halt endlich an!
Wer bist du, du Arschloch?
Wer zur Hölle bist du?
Wer bist du? Und was zum Henker willst du?
Russell Hatch.
Du bist ein toter Mann, Russell Hatch.
Wo ist der Junge?
Welcher Junge?
Der Junge aus meiner Wohnung.
Erinnerst du dich jetzt?
Meine Männer werden jeden Augenblick hier sein, und dich lebendig häuten.
Gut, dann machen wir es schnell.
Ich erinnere mich an dich.
Ich erinnere mich. Du gehörst zu Mr. Kim, und hast Anton getötet.
Die Koreaner wollten einen Deal, und wir sollen aufs Abstellgleis.
Du willst nur Zeit schinden.
Denkst du etwa Lazar interessiert sich für diesen alten Sack?
Wenn wir wollten, dass Kim tot ist, läge er längst unter der Erde.
Nein, Kim ist er ist gut fürs Geschäft.
Er weiß, wo er hingehört.
Nicht so wie Dae Hyun, dieser schlitzäugige Arsch.
Allerletzte Chance. Wo ist der Junge?
Ich kenne diesen Jungen nicht.
Meine Leute sollten dich fertig machen.
Und nicht irgendein Kind.
Und woher dieser Hass, Russell Hatch? Hm?
Fünf Tote in Miami.
Drei davon meine Freunde.
Jetzt stirbst du sowieso.
Du willst Rache.
Das kann ich respektieren.
Alexej ist tot.
Und jetzt zu Lazar. Wenn ich den kriegen will, darf ich kein Aufsehen erregen
damit es ihn kalt erwischt.
Jayden, ich komme, und rette dich.
Gewonnen.
Schon wieder?
Und, möchtest du das feiern?
Danke, Natalia.
Boss, der Wagen ist da.
Geh und hol mein Geld.
Svetlana. Siehst gut aus heute.
Wisst ihr inzwischen, wer Alexej getötet hat?
Ihr habt keine Ahnung?
Nein.
Fahr am Markt vorbei.
Vielleicht wissen die Koreaner was.
Obwohl ich bezweifele, dass sie die Eier hätten, die Nummer durchzuziehen.
Markov, hast du gestern auch das Spiel gesehen?
Vor allem diesen letzten Schuss!
Wer zur Hölle...
Keine Bewegung!
Schön weiterfahren!
Dann waren Sie das wohl, der Alexej getötet hat.
Clever, solange zu warten, bis wir in Aktion sind.
Für wen arbeiten Sie?
Nur für mich selbst.
Ein wahrer Rächer also.
Und Sie sind vermutlich hier, um mich zu töten.
Können Sie tun.
Und für kurze Zeit den Held spielen.
Aber ruhig schlafen werden Sie in dieser Stadt nie wieder.
Man fängt es an,
und es hört nie auf. Da haben Sie recht.
Und dennoch sind Sie hier.
Weil es was Persönliches ist.
Das tut mir leid.
Denn ich kenne nicht mal Ihren Namen.
Sagen Sie mir, wo der Junge ist. Dann lasse ich Sie leben.
Hätten Sie mir gesagt, wo Jayden ist,
hätte ich Sie leben lassen.
Sie fragen leider den Falschen.
Und was hätte ich mit ihm anfangen sollen?
Was hätte das gebracht?
Und Sie werden doch nur ausgenutzt.
Die verticken Drogen.
Und Sie arbeiten
für diese koreanische Mafia.
Sie sind zu blöd, und merken es nicht.
Wir wissen immer noch nicht, wer die Koreaner anführt.
Gut, ich bringe es bei Pastor Jim vorbei.
Ich bin wirklich froh über Ihre Hilfe.
Es sind so viele Spenden, die ausgeliefert werden müssen.
Sie sind ein wahrer Freund, Mr. Hatch.
Sowas findet man heutzutage nur selten.
Wenn ein Kind geboren wird,
entscheidet das Leben, wie viele Tage es aktiv ist,
und wie viele Nächte es schlafen wird.
Mir bleibt nicht mehr viel Zeit.
Das könnte mein letzter Schlaf werden.
Esther, wir sehen uns bald wieder.
Hey, hey, hey.
Alles wird gut.
Dieses Mal haben sie dich übel zugerichtet.
Aber ich konnte dich zusammenflicken.
Deine Schulter habe ich genäht,
habe die Nase an Ort und Stelle gerückt.
Und dir ordentlich Ketamine verabreicht.
Ich schätze, mein Job als Tierärztin hat seine Vorteile.
Oh, nicht. Fass da lieber nicht hin.
Das muss erst abheilen.
Russell, sei doch endlich ehrlich zu mir.
Und es ist wichtig, dass du mir sagst, was hier los ist.
Ich glaube nicht, dass das gut wäre.
Nicht gut für wen?
Für jede Frau,
die mir nahe steht.
Ich arbeite mit verletzten Tieren. Das ist mein Beruf.
Dabei sehe ich ihnen in die Augen, und darin erkenne ich so viel.
Und was ich in deinen Augen erkenne,
hinter dieser harten Schale,
das ist ein trauriger Teddybär,
der Angst hat, sich mir zu öffnen.
Ich weiß.
Aber irgendwann
wirst du dich entscheiden müssen.
Stell dich deiner Angst.
Öffne dein Herz.
Lass diesen traurigen und verängstigten Teddybären raus.
Ich möchte ihn knuddeln.
Bevor es zu spät ist.
Ich versuche es, Claire.
Ich versuche es wirklich.
Ey, verdammt! Ist die Schlafmütze endlich aufgewacht!
Du siehst ganz schön fertig aus, Alter.
Also gehe es ruhig an,
wenn du nicht wieder ins Krankenhaus willst, aber...
Ich freue mich, dass du wach bist. Habe seit einer Woche nicht geschlafen.
Oh, nein.
Wie lang war ich weg?
Ein paar Tage?
Oh, nein, Scheiße!
Hey, nein! Was hast du jetzt vor?
Ich muss sofort zu diesem Laden fahren.
Überrascht mich, dass Mr. Kim
nicht selbst aufgetaucht ist, um mich zu erledigen.
Du kannst kaum laufen.
Ich komme schon klar.
Je länger ich brauche, um Jayden zu finden,
umso wahrscheinlicher ist er tot.
Und dann
habe ich keinen Grund, weiterzuleben.
Aber erregst du nicht viel Aufsehen, wenn du da auftauchst?
So wie du aussiehst?
Ist irgendwas passiert in der Zwischenzeit?
Naja, es gab wohl ein paar tote Russen.
Irgendjemand hat einen Mafiaboss umgelegt.
Ihm das Hirn in irgend einem Vorgarten weggepustet.
Das Witzige ist, es passierte in derselben Nacht,
in der man dich so ramponiert hat.
Glaubt man gar nicht.
Ja, glaubt man gar nicht.
Scheiße, ist das scharf!
Na los, komm her, Junge!
Du sollst herkommen!
Warte noch ein paar Jahre.
Hier, trink lieber das.
Ich schenk ihm gleich nach!
Lass gut sein.
Hey!
Wo bleiben die Schlampen?
Los, holt sie herein!
Russell Hatch!
Komm herein! Na, los!
Helft mir!
Bitte, helft mir!
Wenn du ein Mädchen willst, hättest du einfach fragen können.
Mal im Ernst, Russ, ich muss mich bei dir bedanken.
Ich wollte, dass mein Vater endlich durchgreift,
aber er hatte nicht die Eier.
Aber du, Scheiße, du hast es durchgezogen!
Du tust alles, um den Kleinen zu schützen?
Versprich es mir.
Bravo.
Dank dir, sind wir jetzt konkurrenzlos.
Endlich ist alles so, wie es sein soll.
Jayden, geh raus.
Du sollst nicht noch mehr aus deiner Familie sterben sehen.
Er geht nirgendwohin.
Er möchte hier sein.
Ist es nicht so?
Jayden, ich habe deiner Mutter versprochen,
dich den Rest meines Lebens zu beschützen.
So ein Wichser.
Und? Glaubst du dem Kerl etwa?
Komm her, Junge.
Jetzt hör mir gut zu.
Dieses Arschloch hat deine Mutter flachgelegt.
Wusstest du das?
Aber er ist nicht dein Vater.
Er ist nur ein alter, armseliger, betrunkener Bastard.
Weißt du was?
Hier.
Ich beweise dir, dass er dich nicht braucht.
Dass du ihm nichts bedeutest.
Jayden.
Tu das nicht.
Nur zu!
Zeig ihm, was Loyalität in unserer Familie heißt.
Starke Worte.
Ausgerechnet von dem,
der Jaydens Vater umgebracht hat.
Fick dich!
Was weißt du denn schon?
Hör dir den Scheiß nicht an.
Na los, erschieß ihn!
Jayden, ich will immer nur dein Bestes.
Hör nicht auf sein Gelaber!
Mach schon, erschieß ihn!
Erschieß ihn!
Jayden.
Erschieß ihn!
Mach es nicht, nein.
Verdammt! Du Scheißkerl!
Nein, nein, nein.
Es tut mir so leid. Es tut mir leid. Ich hätte auf dich hören sollen.
Das ist alles meine Schuld.
Los, bitte verschwinde.
Ich gehe aber nicht allein!
Ich geh nur mit dir. Nur mit dir.
Geh zu Claire!
Nein!
Ich lass dich hier nicht allein!
Ich bitte dich! Geh zu Claire.
Okay, es tut mir so leid.
Es tut mir so leid.
Esther, ich habe es geschafft.
Er ist in Sicherheit.
Damit habe ich mein Versprechen gehalten.
Jetzt darf ich schlafen.
Claire, pass auf ihn auf.
Ich hoffe, dir gefällt dein neues Zuhause, Gus.
Manche Menschen haben eine zweite Chance nicht verdient.
Und ich ganz bestimmt nicht.
Aber aus irgendeinem Grund
hat das Leben sie mir trotzdem gegeben.
Und ich muss ihr gerecht werden.
Aber jetzt eins nach dem anderen, Hatch.
Das ist ein neuer Tag.
Danke.
Und...
Wo fahrt ihr zwei hin?
Sobald ich es weiß, sage ich dir Bescheid.
Ruf an, wenn du dich eingelebt hast.
Ich habe schon immer einen Grund gesucht, diese Stadt zu verlassen.
Falls du nicht im Knast landest, für das, was du angestellt hast.
Russell Hatch ist tot und Mark Hale der ist sauber.
Dann vergessen Sie mich nicht, Mr. Hale.
Ruf mich an.
Mache ich.
Danke.
Ich hätte nie gedacht, dass ich hier noch mal herkomme.
Und ich hoffe, es ist das letzte Mal.
Russell. Ich bin überrascht. Sie sind wieder gesund?
Ich habe mit Ihrer Freundin gesprochen,
als Sie im Krankenhaus lagen.
Eigenartig, dass der Russe nicht überlebt hat.
Komisch, dass einer, der so jung und gesund ist,
an so einer kleinen Wunde stirbt.
Russell, wir sind wie lange befreundet? Zwei Jahre, oder?
Es ist besser, wenn es hier zu Ende ist, und sich unsere Wege trennen.
Was ist mit Jayden?
Ich passe gut auf ihn auf, keine Angst.
Meinen Sie so, wie auf Su Min?
Oder Sie auf meinen Sohn Dae Hyun?
Und das Schicksal meiner Tochter? Schuld ist nur sie selbst.
Sie hatte es verdient, zu sterben.
Sie wussten also die ganze Zeit, wo Jayden war?
Kinder! Sie wissen doch, wie die sind.
Sie sind wütend, und hauen ab.
Begehen irgendeine Dummheit.
Deshalb brauchen sie die richtige Erziehung,
um sich richtig zu entscheiden.
Nachdem mein Sohn versagt hat,
stelle ich Jayden einen anderen zur Seite.
Mich.
Er wird Sie also nicht mehr brauchen.
Aber Sie sind ein wichtiger Mensch für ihn.
Ich denke, es ist daher besser für alle Beteiligten,
wenn die ganze Geschichte hier friedlich endet.
Okay. Sie haben recht.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
Ihnen auch, Mr Hatch.
Ach, übrigens,
in diesen Kisten, für die Kirche, was war da drin?
Ich denke, das wissen Sie, Russell. Flakka.
Ja. Auf Wiedersehen.
Wir werden beobachtet.
Die wissen, wer ich bin.
Ich habe mit Yates einen Deal gemacht.
Und jetzt wird es Zeit, dass ich hier verschwinde, und irgendwo neu anfange.
Alle Fälle, die noch offen waren, sind inzwischen in trockenen Tüchern.
Der alte Mann sitzt bald im Gefängnis.
Unglaublich, was sich da vor deiner Nase abgespielt hat.
Keiner hat es mitgekriegt.
Tja.
Und der Opa hat das Zepter geschwungen.
Danke. Für den kleinen Vorsprung.
Und Danke dafür.
Nur eine Frage noch.
Wieso hast du es nicht getan?
Wieso hast du ihn nicht umgelegt?
Was würde dann Jayden von mir denken?
Und was hast du vor?
Es ist besser, wenn du es nicht weißt.
Hey.
Lebwohl, alter Freund.
Hey.
20 Dollar Benzin und Zigaretten.
Klar, Sir. Kein Problem.
Geht gleich los.
Und bitte.
Cooles Auto!
Danke.
-Jayden. -Bethany.
Und? Machen Sie eine Art Roadtrip, oder so?
So was in der Art.
Oh, Mann. Das klingt toll, Mann
Echt toll.
Sie kriegen noch Wechselgeld.
Hey, wenn ich wieder zurückkomme, hätte ich gern deine Nummer.
Okay.
Wissen Sie was? Das stimmt so.
-Ich darf es behalten? -Klar.
Sie sind ein cooler Typ.
Mann, das finde ich echt nett.
-Wiedersehen. -Bis bald!
Gut. Das nächste Mal, wenn du in der Stadt bist, fahren wir herum.
-Gerne. -Bis dann.
-Jayden. -Ja.
Du fährst.
Hey.
Denkst du, sie werden nach uns suchen?
Da mach dir keine Sorgen.
Das ist mein Problem.
Dann los!
Die dunkle Seite wird es in meinem Leben immer geben,
aber jetzt weiß ich, dass Licht am Ende des Tunnels ist.
Und ich bin nicht allein.
EIN JAHR SPÄTER NEW MEXICO
Einen Schokobecher für den Jungen.
-Und Sie wollen wirklich nichts? -Ja.
Danke.
Oh, hallo, Jungs.
Entschuldigt, ich bin zu spät.
Ich habe ein paar Ecken weiter noch eine Katze gefüttert.
Ça va?
Ça va.
-Hey, Jayden. -Hi.
Freut mich, dich zu sehen!
Russ, isst du denn gar nichts?
Nein, keinen Appetit.
Das ist so klar. Hatch lädt uns zu einem Eis ein,
und isst selbst gar keins.
Echt typisch.
Bin ich jetzt wieder der Muffel?
-Was? -Nein.
Nein, das würden wir sagen, nein, niemals.
-Nein. -Niemals.
Hey! Das habe ich gesehen.
Tja, ich, ich liebe Schokoeis.
Hey! Du hast gesagt, du willst nichts!
War gelogen.
Richtig lecker, oder?
Schaffst du doch sowieso nicht, oder?
Wir teilen einfach.
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