All language subtitles for S01E12 Kommissar Dupin - Bretonischer Ruhm – Kommissar Dupin (12)-0864192686

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Original subtitles

...

* unheilvolle Musik *

* spannende Musik *

* Rascheln *

Eins muss man dir lassen: Du hast echt Nerven.

* Schuss *

* langsame Akkordeon-Musik *

Ich weiß.

Claire, ma belle! (lacht)

Ach, das gibt es nicht. Ist das schön.

Ist das lange her. - Viel zu lang.

Toll siehst du aus. In Weiß. Hast du geheiratet?

(ironisch) Haha. (lacht) Das ist Georges.

Willkommen auf der Domaine Katell.

Schön, dich kennenzulernen. Oh, mein Hut.

Ich bin froh, dass eure Hochzeitsreise

bei uns anfängt. Kommt, wir gehen rein.

Das Château stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Dieser Trakt hier wurde übrigens 1795 angebaut,

von Brians Ur-Ur-Ur-Urgroßvater.

Wow. Gibt es das Weingut auch so lang?

Nein, die Domaine wurde erst 1859 gegründet.

Ursprünglich waren die Katells Kaufleute.

Und Jäger seid ihr auch?

Die muss von Brian sein.

Wahrscheinlich auf Entenjagd. - Entenjagd. Jagst du auch?

Ich? Nee. Aber ich esse die Enten ganz gerne.

Voilà.

Das hier ist das ehemalige "Königszimmer" von Brians Eltern.

Das Mindeste, was ich euch anbieten kann.

Wow. Wow.

Cilli.

Bis später. - Danke.

Vielen Dank. Danke.

Wir sollten öfter alte Freundinnen von dir besuchen.

Wir sollten öfter heiraten.

Ach.

Wir haben gerade unseren letzten Jahrgang abgefüllt.

Ihr könnt ihn zuerst probieren.

Gib uns zehn Minuten. Zwanzig.

* langsame Akkordeon-Musik *

Emily, hol ein paar Gläser. Für euch auch.

Jules, machen Sie eine Flasche auf. - (genervt) Ja.

(Claire) Oh, là, là. "Katell".

Das ist das Familienwappen der Katells.

Und das ist Brians Unterschrift.

So.

Voilà: unser Spitzenmuscadet.

Mmh. Ein Melon Blanc.

Pardon? Die Traube.

Ah. - Ein 100-prozentiger Melon Blanc.

Jules ist unser Verwalter. Die gute Seele der Domaine.

Emily ist Brians Assistentin.

Warten wir nicht auf Brian? - Der kommt gleich.

Ja, gut. - Auf euch.

Claire, Emily, Cecile.

* geheimnisvolle Musik *

(Cecile) Mhm, zeig mal deinen Ring.

Ey, der ist doch schön.

Ich habe meinen nicht an,

aber ein schlichtes Band ist am schönsten.

Total, oder?

* stummer Streit *

...drei Wochen vorher?

Stimmt das?

* geheimnisvolle Musik *

* lauter Schrei *

Emily? (atemlos) Brian.

* unheilvolle Musik *

Georges, was...

Bring sie nach oben. Und ruf Kadeg an.

Ich habe hier keinen Empfang. Ja.

Würden Sie nach oben gehen?

Komm, Cilli.

Monsieur Marchand?

Bitte.

* Dupin seufzt. *

So ein Scheiß.

Danke.

Nee, danke.

Mmh.

Man sieht sie gar nicht. Die Narbe.

Nee, haben die echt gut hingekriegt.

Schade. Hatte gehofft, verwegener auszusehen.

Kadeg, du siehst immer verwegen aus.

* Handyklingeln *

Ah, Claire. Na, vermisst ihr mich schon?

Ja, ist klar. Komme sofort. Der Chef hat eine Leiche.

(ungläubig) An seinem ersten Urlaubstag? Kadeg.

Hm?

* unheilvolle Musik *

* ruhige, andächtige Musik *

(sanft) Hier, nimm die mal. Das beruhigt dich.

Es tut mir so leid.

Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.

* angespannte Musik *

Heute Morgen dachten wir, das ist der schönste Tag unseres Lebens.

Brian hat immer gesagt: "Als Katell ist man unsterblich."

Weil der Name dich überlebt.

War das ein Unfall?

Was denkst du?

Schädeltrauma.

Genickbruch.

Er ist gestürzt und mit dem Kopf auf die Kante aufgeschlagen.

Aber dafür ist die Wunde zu tief.

Die kann er sich dabei nicht zugezogen haben.

Jagdstiefel, seine Hände riechen nach Kordit.

Er hat hier eine Waffe abgefeuert. Eine Schrotflinte.

Und wo ist die? Gute Frage.

Pack mich.

Fester.

Der Schuss löst sich.

Du schlägst mich damit.

Der Kopf fällt auf die Kante.

Da war noch jemand. Es gab einen Kampf.

Das war kein Unfall.

Ist schon ironisch, oder? Was?

Na, der Chef.

Fährt einmal in Urlaub und steht vor einer Leiche.

Vorsicht, Auto.

Ich wette, der ist mittendrin in den Ermittlungen.

Du hättest gern den Fall für dich allein?

Steht doch auch mal an, ne?

Abstand.

Also... (seufzt) Ein bisschen einfach.

Wie lange, bis du wieder fahren darfst?

Acht Wochen. Ein Jammer.

* Es klopft. *

Ja?

Cecile.

Es tut mir so leid. - Danke, Emily.

Nimm dir doch die nächsten paar Tage frei.

* langsame bedrückende Musik *

Ich sage es einfach.

Brian und ich... - Ihr hattet eine Affäre.

Bild dir nichts darauf ein. Du bist nicht die Erste.

Hat er dich geliebt?

Natürlich hat er das.

So wie er mich geliebt hat.

Du wirst drüber hinwegkommen. Ich auch.

Und jetzt wäre ich wirklich gern allein.

* unheilvolle Musik *

Was ist denn noch?

Raus! Hau bloß ab!

Georges, lass mich mal.

Cilli?

Hey.

Was war denn los?

Dieser Scheißkerl.

Sie ... sind ein Freund von Cecile? Meine Frau Claire.

Sie waren zusammen auf der Uni. Ich bin wegen des Weines hier.

Richtiger Ort, ... falsche Zeit.

Ich habe Brian hier aufwachsen sehen.

Er war wie ein Sohn für mich. Gehen wir ein Stück?

* geheimnisvolle Musik *

Riechen Sie ihn, den Atlantik? Ja.

Eigentlich sind es die Algen, die in den Fischernetzen verrotten.

Ich wusste nicht, dass das Weingut so groß ist.

Wie?

Die Domaine. Ziemlich beeindruckend.

Ja.

Richard Katell, ...

Brians Vater, hat das letzte Stück hier gekauft.

Richards Jahrgänge waren die letzten großen Weine,

die noch alle Preise gewonnen haben. Goldene Zeiten.

Die sind vorbei?

Brian, er hat die alten Stöcke rausgerissen

und es mit neuen Trauben versucht.

Cecile erbt eine Menge Sorgen.

Ist sie Alleinerbin? Die beiden haben keine Kinder.

Dabei ist der Name doch alles, was hier zählt.

Brian ist...

(traurig) Er war...

Er war...

Wir Marchands ...

arbeiten seit fünf Generationen für die Katells.

Verstehen Sie?

Diese Familie bedeutet mir alles.

Vielen Dank, Monsieur Marchand.

Falls ich noch Fragen habe, wo finde ich Sie?

Ich bin immer hier.

Danke.

* angespannte Musik *

Emily.

Zu Ihnen wollte ich gerade. Aha.

Sie haben vorhin mit Cecile gestritten.

Worüber? Sie hat mich rausgeschmissen.

Warum? Fragen Sie Cecile.

Ich frage Sie.

Okay. Wie war Ihr Verhältnis zu Monsieur Katell?

Er war mein Chef, ich war seine Angestellte.

Kann ich jetzt gehen? Nein.

Heute Morgen haben Sie vor dem Schloss wen getroffen.

Sie haben gestritten. Wer war das?

Mein Verlobter. Wie heißt Ihr Verlobter?

Alain Chevrier.

Er ist Architekt und hat mit Brian...

Monsieur Katell zusammengearbeitet.

Wo finde ich Monsieur Chevrier? In Pornic, Rue Bellier 8.

Da wohnen wir. Darf ich jetzt?

Ja.

Und bleiben Sie in der Stadt.

Ich habe noch nicht mal was Schwarzes.

Wahrscheinlich denkst du, ich müsste trauern.

Cecile? Oh.

Fühlst du dich in der Lage, Fragen zu beantworten?

Ich kann auch später kommen. Bitte.

Wann hast du Brian das letzte Mal gesehen?

Äh, gestern Nachmittag gegen fünf in der Küche.

Er hat sich einen Kaffee gemacht.

Und danach nicht mehr? War er nachts weg?

Keine Ahnung.

Ihr schlaft getrennt? Schon seit Jahren.

Er macht, was er will. Ich den Rest.

Gestern, wirkte er da anders als sonst? Vielleicht beunruhigt?

Er war furchtbar gereizt. Schon die letzten Tage.

Hat er erzählt, was ihn so beschäftigt?

(traurig) Mir nicht.

Es sieht aus, als wäre Brian von der Jagd gekommen.

Wo bewahrt er sein Gewehr auf? Im Arbeitszimmer.

Und du warst die ganze Nacht hier? Ja.

Und du hast nichts gehört?

Einen Schuss? Muss ziemlich laut gewesen sein.

Nein. Warum fragt er mich das?

Bin ich verdächtig? Ich schaffe nur einen Überblick.

Ich komme später noch mal.

Georges, ich weiß, was du denkst, aber...

Das macht sie doch noch lange nicht verdächtig.

Sie ist meine Freundin. Ich kenne sie seit über 20 Jahren.

Ich weiß.

Okay, Kadeg soll das ermitteln. Er hat Dienst, wir Flitterwochen.

Sobald er hier ist, reisen wir ab.

Für Cecile gilt die Unschuldsvermutung?

Ja, natürlich. Für jeden. Erst mal.

Dann mach du dich an die Arbeit. Finde du den, der das getan hat.

Sicher? Ganz sicher.

Okay. Aber hierbleiben können wir nicht.

Streng genommen ist das Schloss ein Tatort.

Dann fahre ich nach Pornic. Ich werde ein Zimmer für uns finden.

* schnelle geheimnisvolle Musik *

* unheilvolle Musik *

Chef, wir sind da. Kadeg. Das ging schnell.

Monsieur le Commissaire. Nevou.

Ist das die Mordwaffe? Nein.

Brian starb nach einem Schlag gegen den Kopf.

Zuvor hat er die Flinte abgefeuert.

Jemand hat sie zurückgestellt.

Der Täter? Vermutlich.

Ich lasse sie auf Fingerabdrücke untersuchen.

Sehr gut. Gibt es Schussspuren?

Im Keller. Nevou, Sie kommen mit.

Kadeg, Sie bleiben... Nein, ich gehe.

Aber da unten ist es sehr eng und die Luft ist schlecht.

Chef, ich bin wieder da. Jetzt sogar mit Titanplatte.

Wo ist der Keller? Hier entlang.

Vorsicht: Kabel.

Die Bretter wurden vom Täter davorgestellt.

Er wollte es wie einen Unfall aussehen lassen.

Also ist Brian bewaffnet hier runtergekommen?

Vielleicht ist er einem Einbrecher gefolgt?

Ich weiß nicht. (seufzt)

Für mich sieht das nach einer emotionalen Tat aus.

Aber klar, schauen wir nach Einbruchspuren.

* geheimnisvolle Musik *

Stufe.

Keine Hinweise auf gewaltsames Eindringen, Chef.

Ich brauche Aussagen von allen,

die die letzten Stunden hier waren.

Es gab Streit, weil Brian was mit Emily hatte.

Ihr Verlobter Alain, der war heute Morgen da.

Ich will wissen, was er wollte. Kadeg, Sie reden mit ihm.

Er wohnt in der Rue Bellier 8 in Pornic.

Nachname: Chevrier. Ich werde Cecile vernehmen.

Und Nevou: Marchand, der Verwalter,

der behauptet, Cecile ist Alleinerbin.

Finden Sie ein Testament.

Dafür brauchen wir eine Verfügung vom Staatsanwalt.

Nevou.

* spannende Musik *

Ich kann das immer noch nicht glauben.

Du hast ihn gefunden?

Für mich sah es eher aus wie ein Unfall.

Aber die Polizei, die ... stellt komische Fragen.

Was für komische Fragen?

Cecile hat heute Morgen Besuch bekommen von einer Freundin und...

Ihr Mann ist Bulle aus Concarneau.

Und der war auch da, als du Brian...

Sie hat mich gefeuert. - (ungläubig) Cecile?

Wieso?

Ich bin schwanger.

(überrascht) Was? Hey.

Hey.

Ich bin schwanger von Brian.

* lauter Schrei *

* angespannte Musik *

* entfernter Streit *

Hey, hey. Stopp, stopp. Was soll das?

Dupin, Kriminalpolizei. Wer sind Sie? Was soll das?

Wir sind vom Nachbargut. Ich bin Jérôme Joly.

Das ist mein Sohn Yves. Er ist unser Familienanwalt.

Habt ihr gar keinen Anstand?

Wirklich? Am Tag von Brians Tod?

Was?

Monsieur Katell ist vor wenigen Stunden verstorben.

Cecile.

Das tut mir leid.

Wie ist... - Was soll das sein?

Ähm... Unsere Schadensersatzforderungen.

Sie haben zehn Tage Zeit, sie zu begleichen.

Danach reichen wir Klage ein.

Und Sie wissen, was das bedeutet, Madame Katell?

Öffentlichkeit.

* unheilvolle Musik *

1,2 Millionen?

Cecile.

Du weißt, wie wir das lösen können.

Nur über meine Leiche.

Schadensersatz wofür?

Die beiden vergangenen Jahre waren eine Katastrophe.

Die Trockenheit.

Wir hatten Ernteverlust. Über 75 Prozent.

Wie kommen die Jolys da ins Spiel? Die hatten eine fantastische Ernte.

Aber nicht genug Fässer.

Und weil man sich hier bei uns hilft, trotz allem,

hat Cecile entschieden, ihnen unsere Fässer zu geben, aber...

Die Fässer waren mit Bakterien verseucht.

Oh.

Sie werfen uns vor, das absichtlich gemacht zu haben.

Wenn bekannt wird, dass die Fässer von Brian Katell...

Ah, dann ist das Gütesiegel weg und wir sind raus.

Die Jolys erpressen die Katells.

Sie wollen das Weingut.

Aber Cecile will nicht verkaufen. (lachend) Nein.

Sie ist stur, das muss man ihr lassen.

Und Brian?

Brian...

Ich glaube, er hat darüber nachgedacht.

* andächtige Musik *

Monsieur, wenn Sie nichts weiter von mir wissen wollen,

würde ich jetzt gerne Schluss machen.

Ich muss ein bisschen allein sein. Sicher.

Bis später. Ich rufe dich an, wenn ich hier durch bin.

Hm. Alain Chevrier?

Kadeg, Kriminalpolizei Concarneau.

Ja, wir kannten uns seit über 30 Jahren.

Verstehe ich nicht. Wer macht so was?

Sie haben für Brian gearbeitet? Nein.

Er wollte aus seinem Château ein Hotel machen,

ich habe die Pläne geliefert.

Klingt ganz schön lukrativ.

Ja. war es. * Ein Handy vibriert. *

Heute im Château hat Emily Sie weggeschickt.

Ja. Warum denn?

Sie fand es nicht gut, dass ich Streit mit Brian anfange.

Aha. Warum wollten Sie Streit mit Brian?

Weil er ein Verhältnis mit ihr hatte?

Weil er ... unsere gemeinsame Zusammenarbeit beendet hat.

Wegen Emily? Nein, ich weiß nicht, warum.

* Ein Handy vibriert. *

Sie verlieren Geld und Ihre Verlobte.

Ist das der Grund, warum Sie ihn umgebracht haben?

Ich habe ihn nicht umgebracht. Was soll das? Wir haben gestritten.

Er war aggressiv und hat mich angeschrien,

dass er keine Lust hat, über Estrichfugen

oder Wasserleitungen zu diskutieren.

Er hat Sie rausgeschmissen und heute sind Sie wieder da.

Ja. Ich dachte, wir können die Zusammenarbeit fortsetzen.

Genau das ist typisch. Was?

Der Täter kehrt zum Verbrechen zurück.

Ich wäre nie wieder dahin, hätte ich von Emily und dem Baby gewusst.

Ah. Verstehe.

Vielen Dank.

* Ein Handy vibriert. *

Da sollten Sie rangehen. Sie haben eine Menge zu besprechen.

Franck, Dupin hier. Habt ihr den Toten schon untersucht?

Okay, das heißt, die Tatzeit war zwischen 6 und 7 Uhr morgens.

Gut. Gibt es irgendwas zur Tatwaffe?

Ein stumpfer Gegenstand. Ja, ich weiß.

Aber nicht der Gewehrkolben.

Vielleicht eine Flasche? Nein, es gibt keine Splitter.

Aber wenn es eine Flasche war, dann eine aus dickem Glas. Hm.

Noch was: Brian trug einen kleinen Schlüssel um den Hals.

Einen Tresorschlüssel? Genau den. Den brauche ich.

Ich lasse ihn gleich abholen, okay? Alles klar.

* Handyklingeln *

Ja, Chef? "Kadeg. Haben Sie Alain gefunden?"

Ja, der trägt sein Tatmotiv vor sich her wie eine Monstranz:

Ja. Brian hat ihn gestern aus dem Projekt rausgekickt.

Und er ist rasend eifersüchtig wegen der Affäre von Emily.

Die übrigens schwanger ist. Oh.

Mhm. Das gibt der Sache einen neuen Dreh, ne?

Allerdings. Sie müssten in der Forensik etwas abholen.

Aber ruhen Sie sich auf der Fahrt aus. Wir treffen uns da.

(angespannt) Alles klar.

Und?

Wir sollen erst in die Forensik und dann: Château.

Und ich soll ein Päuschen machen.

Ich habe ja nur extrem relevante Fakten ermittelt.

Er weiß doch, was er an dir hat, Kadeg.

Er hat nicht vergessen, wie schwer der Angriff auf dich war.

Keiner von uns hat das vergessen.

* geheimnisvolle Musik *

(Claire) Ja, 21 Kisten. Mhm, wunderbar.

Eins noch: Ich bräuchte diesmal Vorkasse.

Fünf Prozent Skonto?

Sagen wir drei?

In Ordnung, ich schicke die Bestätigung raus.

Und? Hatten sie ein Zimmer frei? - Ja. Die richten noch eins her.

Ich kann aber gerne hierbleiben. - Nee. Lass mal.

Ich habe für Sentimentalitäten keine Zeit.

Cecile...

Mein Mann war ein verlogener Scheißkerl,

der unser Weingut

zu einem beschissenen Wellness-Dings umbauen wollte.

Und du wolltest das nicht?

Was ich wollte, war Brian schon lange nicht wichtig.

Hier: Das sind alles Rechnungen.

Ich habe größere Probleme als Brians Affäre mit diesem Mädchen.

Ich könnte das nicht. - Ich bin eine Katell.

Dafür nimmt man eine Menge in Kauf.

Ist nicht ganz deine Vorstellung von Ehe und Romantik?

Du hast dich verändert, Cilli. - Du dich nicht, Claire.

Mmh.

Mmh. * Die Tür geht auf. *

Hey. Oh, ist das ein Pont-l'Évêque? Oh ja.

Willst du? Mmh. Nee.

Mmh.

Cecile ist so komisch.

Die ist eiskalt.

Die stürzt sich in ihre Arbeit, als wäre nichts.

Jeder reagiert anders in so einer Situation.

So ein Scheiß.

Ja, echt. So ein Scheiß.

Ich liebe dich.

Ich dich auch.

Hey, Cecile.

Wie geht es dir? Hast du mit Claire gesprochen?

Brian wollte das alles zu einem Ferienresort umbauen?

Wie wollte er das finanzieren? Ehrlich, keine Ahnung.

Vielleicht mit einer regionalen Förderung beim Département.

Er war in letzter Zeit ziemlich gereizt und verschwiegen.

Wegen Emily? Pff.

Komm schon, Cecile. (verärgert) Was?

Habe ich für alle ein Schild umhängen: "betrogene Ehefrau"?

Hat Brian überlegt zu verkaufen?

Sein Vater hätte sich jedenfalls im Grab umgedreht.

Erzähl mir was über ihn. Brians Vater.

Ist an einem Schlaganfall gestorben,

da waren wir drei Jahre verheiratet.

Ansonsten ein freundlicher und liebenswürdiger Mann.

Wie war Brians Verhältnis zu ihm?

Richard hat alles für Brian gemacht:

Privatschule, die Sorbonne, das Beste war gerade gut genug.

Brian war die Sonne in seinem Leben.

Entsprechend hat sich alles um ihn gedreht, also...

Er kannte es so. Und seine Mutter?

Wird das jetzt eine Familienaufstellung?

Ich dachte, du löst hier den Fall. Hintergrundinformationen. Wichtig.

* geheimnisvolles Glockenspiel *

Das ist Richard Katells erste Frau.

Seine zweite Frau.

Und das ist Bérénice, seine dritte Frau und Brians Mutter.

Sie wusste offenbar, was von ihr erwartet wurde.

Bérénice. Ich habe sie nie kennengelernt.

Sie ist gestorben, als er noch ein Kind war.

Kadeg. Haben Sie ihn?

Was ist das?

Woher wissen Sie das?

Nicht unser erster Tresor hinter einem Gemälde.

Würdest du?

* geheimnisvolle Musik *

(leise) Okay.

Aus Spanien. Vor einer Woche abgestempelt. Darf ich?

"Anonymer DNA-Test".

99,9 Prozent positiv. Ein Vaterschaftstest.

Gesendet an Brian Katell.

Du hast es gewusst.

Du hast gewusst, dass Emily schwanger ist.

Hat sie es dir erzählt oder er?

Cecile muss Wut auf Brian gehabt haben.

Wir wissen... Vorsicht.

Es gab einen Kampf im Keller. Die Beweise sind eindeutig.

These: Verbrechen aus Leidenschaft.

Nur: Cecile geht es ums Geld und um die Zukunft der Domaine.

Wenn sie wusste, dass es ein Kind für Brian geben würde,

wusste sie auch, dass dieses Kind erben würde.

Ist die Einzige, die vom Tod profitieren würde, Emily?

Falls es kein Testament gibt. Was sagt der Notar?

Gar nichts. Er wartet auf die Verfügung vom Staatsanwalt.

Claire. Kannst du mal einen Blick hierdrauf werfen?

Das ist ein Gentest.

Entschuldigung.

Brians DNA wurde gegen eine anonyme Probe

auf Vaterschaft getestet: positiv.

Das sind "DNA-Mappings". Eine Übereinstimmung.

Hat so was vor Gericht Bestand? Ja.

Normalerweise brauchst du zwei Genproben.

Haare, Speichel, Blut oder sonst irgendwas.

Aber braucht man für einen Vaterschaftstest nicht ein Kind?

Nee. Das geht pränatal über das Blut der Mutter.

Die Probe ist anonym.

Ich meine, wie wollen wir beweisen, dass es von Emily ist?

Sie macht keinen Speicheltest, wenn sie sich dadurch belastet.

Wir haben alles, was wir brauchen.

Wir haben fünf Gläser mit DNA-Spuren.

Von mir und Claire,

von Marchand und Cecile

und von Emily.

Wenn eines mit der Probe vom Vaterschaftstest übereinstimmt,

dann wissen wir, dass sie von Emily war.

Nevou soll das in die Forensik bringen.

Was mache ich, Chef? Sie kommen mit nach Pornic.

Wir haben Zimmer reserviert. Machen Sie Feierabend.

* beschwingte Akkordeon-Musik *

So habe ich mir das schon eher vorgestellt.

Hm? Unsere Flitterwochen.

Ja.

Flitterwochen?

* unheilvolle Musik *

Die Miete ist für einen Monat noch bezahlt.

Wozu brauchst du einen Anwalt?

Wir sind nicht verheiratet und ich bin gleich weg.

Hast du es immer noch nicht verstanden?

Das Kind ist unser Weg raus aus diesem Kaff hier.

Es gibt jetzt einen Erben für die Domaine Katell.

Und er hat Anspruch auf drei Viertel des Besitzes.

"Er"?

Brian Katell bekommt einen Sohn.

Bist du dir ganz sicher, ...

dass es von ihm ist?

Er war ein Arsch. - Warum hast du...

Weil er ein Arsch mit Weingut war! Und er war scharf auf mich.

Er war mein bester Freund und ist jetzt tot!

Wenn du ehrlich bist, ist das das Beste für uns.

Warst du es?

Hast du ihn...

Warst du es?

Ich habe das für uns getan.

Nur für uns.

* langsame, drückende Musik *

Okay.

Ich versuche, damit klarzukommen.

Oh, wow.

Madame Dupin. (lachend) Georges. Okay.

Georges. (lacht)

Ach, Georges.

* Nachrichtenton *

(beide) Nein.

* Nachrichtenton *

* Nachrichtenton *

Gut, geh ran.

Gibt es was Wichtiges? Der Präfekt.

Er will, dass der Fall so schnell wie möglich gelöst wird.

Als hätte ich je einen Fall langsam gelöst.

Wahrscheinlich ist er ein Fan der Katell-Weine.

Georges, du könntest Kadeg mehr einbinden.

Und dann wäre mehr Zeit für uns.

Mache ich doch.

Okay.

Ich, ähm...

Ich glaube, ich muss mal um den Block, meine Gedanken sortieren.

Ja, mach das.

* langsame, andächtige Musik *

* trauriges Akkordeonspiel *

Jules. Was gibt es?

Hier.

Ein Bordeaux.

(überrascht) Ein '46er Premier Cru.

Woher? - Von meinem Vater.

War ein Geschenk zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum.

Aus der Sammlung von Richard Katell.

Der muss ein Vermögen wert sein.

So ... um die 20.000.

Verkaufen Sie ihn. Bitte.

Vielleicht hilft er Ihnen... der Domaine ein bisschen.

Jules, ich kann das nicht annehmen. - Doch. Das können Sie.

Das müssen Sie.

Jules. Danke.

Verzeihen Sie. Ähm...

Ich... Ich bin... Es ist gerade alles ein bisschen viel.

Ja.

* langsame geheimnisvolle Musik *

* Ein Handy vibriert. *

Cilli.

Nein. Das ist doch selbstverständlich.

Nein, nein, nein. Ich komme. Ich nehme ein Taxi. Bis gleich.

* getragene, traurige Musik *

* Dunkler Bass setzt ein. *

Wir sind in Pornic. Mordfall. "Wir? Der Chef auch und Nevou?"

Ja. Wusstest du, dass die geheiratet haben?

"Der Chef und Nevou?" Nein, der Chef und Claire.

"Ach so. Na, ist doch schön. Wurde auch Zeit."

Schön? Die heiraten, ohne einen Piep zu sagen.

Dann ein Mord auf seiner Hochzeitsreise.

Und er macht den Chef. "Aber er hat dich dazugeholt."

Ja, aber er behandelt mich, als hätte er Mitleid mit mir.

Der soll sich um seine Flitterwochen kümmern.

Ehrlich jetzt, wenn ich mal heirate, Nolwenn,

sage ich dir, dann wird das anders.

"Na ja, dann bin ich ja gespannt, wer die Glückliche sein wird."

Was? Nein, ich meine natürlich... (seufzt)

* geheimnisvolle Musik *

Boah, der Geruch. Alle Forensiker stinken nach Formaldehyd.

Isopropanol. Hm?

Chirurgische Desinfektion.

Mit Formaldehyd präpariert man Leichen.

Aber in der Forensik wird nicht einbalsamiert.

Wenn man mit Titanplatte so ein Klugscheißer ist, will ich eine.

Nee, das willst du nicht.

Wann kommt das Ergebnis des DNA-Vergleichs?

Morgen. Gut.

Claire ist nicht runtergekommen? Nee.

Manchmal ist der Chef ein bisschen eigen.

"Cecile braucht mich. Bis nachher."

* anschwellende spannende Musik *

Claire. Komm rein. Ich muss dir was zeigen.

So, pass auf. Das ist Alains Plan.

Das ist der Weinkeller. Er wollte eine Saunalandschaft reinbauen.

Und das hier, ...

das ist ein alter Grundriss vom Schloss.

Die Grundmauern stimmen nicht.

Alain hat alles mit dem Laser ausgemessen,

aber wenn dieser alte Plan korrekt ist,

dann ist der Keller ein ganzes Stückchen größer, siehst du?

Du wolltest nicht alleine sein. Was ist...

Ich habe mich immer gefragt: Was hat Brian im Keller gemacht?

Der ist da sonst nie gewesen.

Was ist, wenn er das auch entdeckt hat?

* spannende Musik *

Komm, wir gehen wieder hoch. - Ich muss das jetzt prüfen.

* Es klopft. *

Ah, Kadeg. Kommen Sie rein. Chef, ich hätte eine Bitte.

Wir wissen, dass es viele Konflikte um Brian gab:

Seine Affäre mit Emily, die schwanger ist,

dann Geldsorgen,

den aggressiven Versuch der Jolys, das Gut zu übernehmen.

Das sind alles erstklassige Motive, aber eine Sache,

die macht keinen Sinn: Warum hier? Warum ausgerechnet im Keller?

Wen hat Brian getroffen, so früh am Morgen?

Vielleicht doch ein Eindringling. Jemand von außerhalb? Aber wer?

Wer ist mir entgangen? Uns.

Mit wem habe ich noch nicht gesprochen?

Wir. Yves. Yves Joly.

Er hat sich mit Emily getroffen.

Da fahre ich morgen gleich hin. Chef, ich war ein paar Monate weg.

Siebeneinhalb.

Ja, aber seit fünf Wochen bin ich wieder im Dienst.

Tun Sie nicht, als läge ich noch auf der Intensivstation.

Nein, nein, nein, nein. Das tut mir leid.

Ich hab mir nur Sorgen um Sie gemacht.

Streng genommen ist das mein Fall,

weil Sie offiziell ja im Urlaub sind.

Also, Flitterwochen.

Glückwunsch, übrigens. Danke.

So, und wenn "wir" morgen zu den Jolys fahren,

dann sollten "wir" Yves fragen,

ob er sich als Anwalt mit Erbrecht auskennt.

Weil wenn ich Emily wäre und ich würde mich mit Cecile anlegen,

würde ich mir einen Anwalt suchen aus einer Familie...

Die die Katells hasst. Ja.

Gut, dass Sie wieder da sind.

Ich habe Sie vermisst.

Danke.

Wenn der alte Plan stimmt, müsste es hier weitergehen.

Los, hilf mir doch mal. - Hier ist nichts.

(energisch) Doch.

Cecile. - Moment. Moment.

Cilli.

Hier muss aber irgendwo was sein! Es muss!

Er kann mich doch nicht mit dem ganzen Scheiß alleinlassen.

Wie soll ich denn das alles schaffen?

* geheimnisvolle Musik *

Cilli. Guck mal.

Komm. Du oben, ich unten.

Okay. Zieh!

* weiter geheimnisvolle Musik *

Das ist ein Saint-Émilion Premier Cru von 1938.

Der...

Der ist mindestens 60.000 Euro wert.

Hier sind noch mehr.

Clairchen? Das ist Wein für über eine Million.

Okay, ich muss sofort Georges dazuholen.

* Türknarzen *

Hey. Hey!

* langsame düstere Musik *

"Die Mailbox von Claire. Hinterlassen Sie Ihre Nachricht."

Nein.

Oh, nein, nein, nein. Scheiße.

(laut) Hallo?

Warst du laufen? - Ja.

Ich hatte gehofft, runterzukommen.

Wo warst du denn jetzt?

Ich habe mich mit Yves Joly getroffen.

Was? Mitten in der Nacht?

Er wird uns vor Cecile anwaltlich vertreten.

Morgen will er den Vertrag machen.

Wer bist du?

Ich bin die, die ich immer war.

Wir wollen die Domaine. Cecile wird sie nicht kampflos hergeben.

Morgens stehst du vor Brians Leiche und Stunden später

verhandelst du, wie du an sein Weingut kommst?

Alain, wir werden reich sein. Das wollten wir doch immer.

Hast du alles geplant?

Meine Familie hat in der Fabrik gearbeitet.

Glaubst du, ich will ewig Etiketten auf Weinflaschen kleben?

Und jetzt, jetzt haben wir eine Chance. Diese eine Chance.

Wir hatten einen Traum.

Bitte.

Ich schaffe das nicht allein.

Ich liebe dich.

Heirate mich.

* düstere Musik *

* Cecile zittert. *

Ein Vermögen.

Und es war die ganze Zeit hier unten.

Verdammt, Cilli. Das sollten meine Flitterwochen werden.

Hier findet uns doch niemand.

Keiner weiß, dass es den Raum gibt und dass wir hier sind.

* spannende Musik *

"Die Mailbox von Claire. Hinterlassen Sie Ihre..."

"Die Mailbox von Cecile Katell. Hinterlassen Sie eine Nachricht."

Cecile, ich kann Claire nicht erreichen.

Sie ist doch bei dir, oder? Ruf bitte zurück, okay?

* Freizeichen *

Nevou, was gibt es? Morgen, Chef. Ich komme vom Notar.

"Der Staatsanwalt hat ihm seine Verfügung gemailt."

Und?

Die Katells hatten einen Ehevertrag.

Sie haben festgelegt, dass das Weingut

bei einer Scheidung bei Brian bleibt.

Cecile wird also nur dann Eigentümerin...

Wenn er vor ihr stirbt. Und wenn es keinen Erben gibt.

Wollen wir sie noch mal vernehmen? Auf jeden Fall.

Aber erst die Jolys. Wir treffen uns beim Château.

"Gut."

Wäre ich mal besser Winzer geworden.

Um dann tot im Keller zu enden?

Monsieur Joly? Besuch für Sie.

Ah, der Mann aus Concarneau. Monsieur Joly.

Inspektor Kadeg. Ist Ihr Sohn zu Hause?

Yves? Nein, der ist geschäftlich unterwegs.

Setzen Sie sich.

Wollen Sie auch?

Sie hatten Streit mit den Katells. Wegen der verseuchten Fässer, ja?

Cecile meint, Sie wollen sie in den Bankrott treiben.

Ich will Gerechtigkeit, sonst nichts.

Sie wollen die Domaine Katell.

Hören Sie, wir sind Winzer.

Wir sind seit Jahrhunderten im Geschäft.

Wir sind mehr als fit, eine weitere Domaine zu führen.

Wir sind die Jolys.

Der Name Joly genießt einen enorm guten Ruf in der Umgebung.

Aber die Katells sind durch, wissen Sie? Der Name ist verdorrt.

Schon Brians Vater, Richard,

war eine taube Nuss.

Wenn Sie wissen, was ich meine. Erklären Sie.

Der hat mit drei Ehefrauen keine Kinder hingekriegt.

Und Brians Mutter, sagen wir mal so:

Ich finde, der kleine Bastard hatte meine Kinnpartie.

Oder nicht?

In Ordnung.

Das war Yves Joly. Er will, dass ich noch mal zu den Katells gehe.

Wieso das denn?

Er meint, das Gericht wird auf einen Gentest bestehen.

Ich soll eine DNA-Probe von Brian besorgen.

Zahnbürste, Haare, irgendwas. - Cecile wird dir nicht aufmachen.

Das werden wir sehen.

Es ist wichtig. - (seufzend) Ich weiß.

Du fährst. - Ja.

Ah, Herr Anwalt.

Wir hätten da noch ein paar Fragen an Sie.

Wegen Brian?

Hören Sie, der war kein schlechter Kerl.

Es wäre schade, wenn die Marke Katell leiden würde.

Was meinen Sie? Sie wissen von Brian und Emily?

Und dass Emily ein Kind von ihm bekommt? Ja.

Ich habe Cecile ein gutes Angebot gemacht.

Wenn sie schlau ist, schafft sie das Geld ins Ausland.

So lange sie noch kann. "So lange sie noch kann"?

Emily versucht, über das Kind an die Domaine heranzukommen.

Ich sollte Ihnen das eigentlich nicht sagen.

Aber warum tun Sie es denn dann?

Weil Sie billiger die Domaine bekommen,

wenn Cecile unter Druck verkauft.

Ah.

Da wäre Ihr Vater sicher stolz auf Sie, wenn Sie das hinbekommen.

* dunkles Knarzen *

Oh, Jules. - Monsieur Marchand.

Wir müssen sofort meinen Mann...

Fesseln Sie sie. Da drüben am Regal.

Wozu das denn? - Tun Sie, was ich sage!

(Claire) Los, mach. Komm. - Los jetzt!

Setzen Sie sich hin.

Na, los jetzt! - Ja.

Fester anziehen. Ja, gut.

Und jetzt sich selber.

* Cecile schreit vor Schmerz. *

Haben Sie Brian umgebracht?

Warum?

Antworten Sie mir!

Sie sagen nicht, was ich tun soll. Nie wieder.

Warum machen Sie das? - Ich hole meinen Lohn.

Lohn, wofür? - Wofür?

Was sehen Sie?

Sehen Sie mich an! Was sehen Sie?

Nichts.

Das ist das, was Sie sehen.

40 Jahre lang habt ihr durch mich durchgesehen.

Habt immer geglaubt, ihr seid was Besseres.

Aber das seid ihr nicht.

Cecile weiß also, dass sie nur dann etwas bekommt,

wenn Brian stirbt.

Das ist ein erstklassiges Tatmotiv.

Mhm. Aber:

Emily ist schwanger von Brian,

was die Situation für Cecile grundlegend verändert.

Denn jetzt müsste sie ja auch Emily umbringen,

um alleinige Eigentümerin zu werden.

Richtig.

Ist Emily in Gefahr? Genau darüber denke ich nach.

Ah, da ist es wieder.

Wir beide, eine Wellenlänge.

Wir müssen zu Cecile. Claire ist seit gestern Abend bei ihr.

Ich habe sie noch nicht erreicht.

Jules.

Sie verdienen die Domaine nicht. Genauso wenig wie Brian.

Nein. Bitte!

Warte hier. - Okay.

Was machst du hier?

Ich habe noch Dinge im Büro. - Hä?

Cecile meinte, ich soll sie einfach holen.

(laut) Madame Katell?

Keiner da. - Nur einen Augenblick.

Ich richte ihr aus, dass du da warst.

* Er seufzt. *

* Hupen *

* Ein Handy vibriert. *

Nevou, wir sind gleich beim Château. Ist Claire da?

"Weiß ich nicht, ich bin auf dem Weg."

Ich war noch in der Forensik, Franck hat mich angerufen.

Wir haben einen Fehler gemacht. Was für einen Fehler?

Wir haben die Weingläser auf DNA getestet.

Wir wussten nicht, wer welches Glas hatte, nur welche DNA weiblich ist.

Ja, von Claire, Emily und Cecile.

"Ja, genau. Nur sind alle negativ." Was?

Brian hat nicht seine auf Vaterschaft testen lassen,

sondern die anonyme Gegenprobe, und die war positiv.

Und die stimmt überein mit der DNA auf dem Weinglas von Marchand.

"Schon Brians Vater, Richard,

war eine taube Nuss, wenn Sie wissen, was ich meine."

"Ich habe Brian hier aufwachsen sehen.

Er war wie ein Sohn für mich."

Marchand ist Brians Vater. Genau so ist es.

Nevou, Sie kommen zum Château. Ja, gut. Ich bin auf dem Weg.

* spannende Musik *

Claire! Cecile!

Kadeg, Waffe.

Kadeg!

Claire.

* weiter spannende Musik *

Ein Melon Blanc.

Pardon? Natürlich.

Kadeg, gerade eben, da wollten Sie das Schloss nicht aufschießen.

Tut mir leid, Chef. Wegen des Knalltraumas?

Bin seit der Verletzung sensibel. Marchand war mit Brian im Keller.

Er war taub von dem Schuss mit der Flinte. Wir müssen ihn finden.

Er hat Claire und Cecile. Großfahndung?

Sein Wagen ist hier. Ich denke eher, dass er...

"Riechen Sie ihn? Den Atlantik?

Eigentlich sind es die Algen,

die in den Fischnetzen verrotten."

Kommen Sie.

* hoch spannende Musik *

Bitte. Bitte. Sie ist schwanger.

Von dir?

Hm? - Von Brian, diesem Bastard.

Ist das wahr, Emily?

Du bekommst ein Kind von... von Brian?

Wirst du es behalten?

Du wirst gut auf sie aufpassen.

Und du kümmerst dich um das Kind, als wäre es dein eigenes.

Hast du das verstanden? - (stammelnd) Ja.

Sei ihm ein guter Vater.

Monsieur Marchand. Wir möchten mit Ihnen reden.

Über Ihren Sohn.

Wo sind Claire und Cecile? Wo ist meine Frau?

Titanplatte.

Wo sind sie? Was haben Sie mit ihnen gemacht?

Da.

Ich mache das, Chef.

Ich kümmere mich um Claire und Cecile.

Reden Sie.

(schwach) Ich... Ich wollte ihm doch nur helfen.

Wem? Brian?

Ich wollte ihm doch zeigen,

dass ich sein Vater bin.

Alles, was ich hatte...

ich wollte es ihm geben.

Weiter. Reden Sie, Marchand.

(Brian) Okay. Was willst du?

Gemeinsam können wir die Domaine retten, Brian.

Ich habe Geld.

Viel Geld. - Woher?

Ich habe zwei Dutzend Flaschen Bordeaux Premier Cru.

Legendäre Jahrgänge. - Wo?

Das Geld reicht, um die Jolys abzuwehren

und um neue Rebstöcke zu kaufen.

In zwei, drei Jahren sind wir wieder vorne dabei.

Katell und Marchand. Dein Name neben meinem.

Vater und Sohn.

Hau ab!

Brian. - Monsieur Katell.

Du bist nicht mein Vater.

Er hat Sie davongejagt.

Aber Sie mussten noch mal zurück. Gestern Morgen.

Und da hat er Sie überrascht.

Wie einen alten Hund wollte er mich...

* Poltern *

Eins muss man dir lassen:

Du hast Nerven. - Ich hole, was mir gehört.

Dir gehört nichts. Stell die weg.

Das ist ein Geschenk von Richard. Der Lohn für mein Schweigen.

Mein Vater war großzügig. - Ich bin dein Vater.

Aber das wird nie jemand erfahren.

Brian.

* Schuss und hohes Piepen *

Chef!

Chef!

Kadeg! Geht es den beiden gut?

Hat er ihnen was getan? Nein.

Das sind nur Emily und Alain. Claire ist nicht da.

Wo ist meine Frau? Was haben Sie mit ihr gemacht?

(schwach) Brian. Wo sind sie?

* hoch spannende Musik *

Claire. Georges.

(schwach) Marchand. Wir haben ihn.

* langsame hoffnungsvolle Musik *

Hey, Cilli.

Wir wollten uns verabschieden.

Danke.

Und was denkst du? Ist es das alles wert?

Soll ich weiter darum kämpfen?

Ist das... - Für euch.

Noch gehört die Domaine mir.

Aber versprecht mir, dass ihr ihn trinken werdet.

Danke.

Nevou. Kadeg.

Gute Arbeit. Danke, Chef.

Wenn Sie bei irgendetwas Hilfe brauchen,

rufen Sie mich an. Bestimmt nicht.

Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit, Chef. Und Claire.

(beide) Danke.

Komm jetzt. Wir haben noch was nachzuholen.

* beschwingte Musik *

Danke. Kadeg, Nevou.

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