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Zulu
Ich danke euch,
dass ihr versucht, unser komplexes Ding zu erklären,
denn bei uns erfuhr man nur etwas darüber, wenn es unbedingt sein musste.
Daher entschuldigt bitte,
wenn ich nicht alle unsere Branchengeheimnisse verrate.
Recherchiert, macht eure Hausaufgaben und respektiert das Spiel.
Ohne eure Vorgänger liefe für euch heute nichts.
Hip-Hop ist eng mit der Straße verbunden, dort liegen seine Wurzeln.
Er nahm seinen Weg von den Parks in die Vorstandsetagen,
von Millionen zu Milliarden.
Alles stammt von einem authentischen Ort, den nur wenige kennen.
RAP-KÜNSTLER
Und nur wenige kommen von dort.
Ich bin seit über 33 Jahren dabei,
und ich durfte mit Künstlern aus der ganzen Welt arbeiten.
Viele haben nach einem Fehltritt Schwierigkeiten.
MUSIKMANAGER
Sie stolpern, übertreten die Regeln.
Also werden sie Beute.
Diese Typen kommen zu den Preisverleihungen,
denken, das wäre Baywatch, und landen bei Menace II Society.
Hip-Hop-Produzenten und -Künstler
rufen nicht sofort die Polizei.
Taylor Swift kommt nicht von der Straße.
MUSIKPRODUZENT
Wo sie herkommt, ruft man die Polizei.
In der Hip-Hop-Szene ruft man nicht die Polizei.
Man kann keinen Erfolg im Musikgeschäft haben,
ohne in der "Unterwelt"…
EHEM. CHEFREDAKTEUR
… den Machern die Hand zu schütteln.
Big U,
Bimmy,
Deb Antney,
Trick Trick,
Haitian Jack.
Die OGs wissen, was abgeht.
Jeder Rapper
hatte mal ein paar Probleme, über die er nicht redet,
die er aber gelöst hat.
PRODUZENT
Beim Hip-Hop geht es ohne diese Leute nicht.
Was geht, Leute?
-Was geht? -Wen haben wir denn da?
Was geht, Mann?
Wie geht's dir, Kumpel? Schön, dich zu sehen.
Großer. Was geht, Bruder?
Ich habe gehört, dass Big U
ein echt korrekter Typ ist.
RAP-KÜNSTLER
Das ist klar.
Big Us Name wurde bekannt, weil er das Sagen hatte.
HIP-HOP-LEGENDE
Ich respektiere sein Werk, seine Leute.
Er gehört für mich zur Familie.
Hey! Spiel etwas von Wiz. Noch ein Stück.
Sie soll bei einem anderen Stück mitspielen. Etwas anderes.
Ich halte Big U für den Paten des Rap.
Er hat den Vorsitz und entscheidet ruhig und cool.
Nichts geht ohne Rücksprache mit ihm.
Er ist der, der alles bewegt.
RAP-KÜNSTLER
Er hat viele auf Tour geschickt.
Er hat vielen zu Geld verholfen.
Er hat uns geholfen weiterzukommen.
RAP-KÜNSTLER
Mann…
Zahlt für Videos…
RAP-KÜNSTLER
Big U ist berühmt. Man kennt ihn von der Straße.
RAP-KÜNSTLER
Er ist schon ewig dabei.
Ich kenne keinen,
der so viele Superstars beeinflusst hat wie er.
Gut gemacht, Alter!
Big U, das ist der Mann in LA.
Er hatte mit Nipsey tun.
Wenn du Musik klaust…
Du bist fällig.
Er hatte Verbindungen zu Death Row.
Sein Name taucht bei Hollywood-Produktionen auf.
Er hat Konflikte zwischen Gangs beendet.
OG.
Big U war in den 80er Jahren berüchtigt.
STRASSEN-LEGENDE
Sein Bild tauchte überall auf.
Leute aus manchen Vierteln wurden stadtbekannt…
RAP-KÜNSTLER
… und seinen Namen kannten viele.
Man legte sich besser nicht mit ihm an.
Sein Ruf eilte ihm voraus.
Wir sind auf Sendung.
-G Money! -Yo.
-Was geht? -Wie geht's dir?
Folge 121.
-Wir haben's geschafft. -Wir haben's geschafft.
Wir haben einen besonderen Gast. Wir legen direkt los.
Sprechen wir darüber, wie Queens damals war.
Erzähle uns, wer Aunt Deb war, bevor das Management
und alles andere kamen.
Bei mir fing es nicht mit der Musik an.
Ich komme von der Straße. Ich stamme aus der Hip-Hop-Welt.
-Ja. -Das verstehen die Leute nicht.
Sie verstehen die Kultur, die den Hip-Hop ausmacht, nicht.
Deb Antney. Gangster.
Bei mir ist "Gangster" positiv besetzt. Anstand, Loyalität.
Sie hat French und Nicki zum Erfolg verholfen.
Nicki und Gucci und Juice,
ich habe alles in diese Leute gesteckt.
Sogar ihrem Sohn.
Waka wollte gar nicht rappen.
Waka wollte sich nur prügeln.
MUSIKBOSS
Die Leute, denen sie half, sahen ihre Schusswunden wohl nicht.
BRUDER VON DEB & BIMMY
Sie verstehen nicht, welche Opfer diese Frau gebracht hat,
damit sie aufsteigen konnten.
Sie wurde wohl nie gewürdigt, weil sie aggressiv ist,
sagt, was sie denkt, und eine Frau ist.
In dieser von Männern dominierten Branche
eine einflussreiche Frau zu sehen…
RAP-KÜNSTLERIN
… die ihnen die Stirn bietet, gefiel mir.
Sie brachte etwas Männliches mit, denn nur das wird respektiert.
KÜNSTLERIN, EHEM. KUNDIN VON DEB
Ich ordne mich niemandem unter. So etwas mache ich nicht.
Man musste eine Leitwölfin sein.
Ich wusste, dass ich mich mit jedem Mann messen konnte.
Ich war bereit für Konflikte, und das war ok.
Bimmy, mein jüngster Bruder…
Bimmy wurde zur Musik-Legende, weil er eine Straßen-Legende war.
RAP-KÜNSTLER
Bimmy war beim Supreme Team…
RADIO- UND TV-PERSÖNLICHKEIT
Eine legendäre Gang aus New York.
Der Ruf des Supreme Teams war ähnlich wie der der Mafia.
Das Supreme Team war eine der größten Organisationen
in der Stadt zu jener Zeit.
Das lag an den Drogen.
MEDIENBOSS
Drogen und Geld waren Bimmys Sache.
Bim hatte immer etwas von Hollywood.
Bim ist größer als die größten Stars.
Aber er war immer so.
Er war Manager von LL Cool J und einer der größten A&Rs bei Def Jam.
MUSIKBOSS
Bimmy war zur Zeit von Run-DMC dabei.
Er war einfach einer von uns.
Alle hielten mich für einen Dealer, weil ich mit ihm rumhing.
Hip-Hop passte gut zu Bimmy, denn damit wuchsen wir auf.
Er hatte Beziehungen.
Er arbeitete mit der größten Rap-Band.
POLIZIST A. D., EHEM. MITGLIED SUPREME TEAM
Wer ist denn Haitian Jack? Gibt es ihn wirklich?
Haitian Jack? Klar gibt es den. Sicher.
Er wurde deportiert. Er ist inzwischen Dominikaner, seit…
FREUND VON JACK
… zehn Jahren.
Niemand kannte je die Wahrheit darüber, wer er ist,
oder was für ein Typ er ist.
Man sieht ihn mit Leuten wie Mike Tyson und Madonna.
Fragte man Tupac, war er der, der auf ihn schießen ließ.
Jack hatte Einfluss in der Musikindustrie,
denn er kam von der Straße.
MUSIKBOSS
Jack kannte die DJs und die Club-Betreiber.
Er war der Typ, an den man sich wendete.
Er war A&R-Berater bei Relativity Records. Er arbeitete mit den Fugees.
Haitian Jack hatte den Ruf, einen nicht nur auszurauben,
sondern auszurauben und zu töten.
Ich habe auf einige Leute geschossen
und nicht nur auf einen.
Ich habe sie reihenweise umgelegt.
Meiner Mutter gefällt das alles nicht.
Verstehst du?
Sie meint, dass ich ein paar Sachen für mich behalten sollte
und sie nicht jedem erzählen sollte.
Aber ich sagte ihr:
"Wenn ich nicht darüber rede, macht es ein anderer.
Und ich stehe schlechter da."
'Haitian Jack' verklagt toten Rapper
Wenn ich ruhig bleibe, bringt mir das auch nichts.
Also sollte ich den Leuten sagen:
"Bringt die Geschichte nicht durcheinander.
Ich achte darauf, dass ihr nicht übertreibt."
Was geht ab?
Detroit wurde seit der Motown-Ära nicht mehr wahrgenommen.
Trick hatte Erfahrung auf beiden Seiten.
TRICK TRICKS BRUDER
Einen Fuß auf der Straße, einen im Geschäft.
Trick Trick ist der Chef in Detroit.
RAP-KÜNSTLER
Klär alles mit Trick Trick ab. Oder geh nicht hin.
Wir gingen für einen Gig nach Detroit.
Der Veranstaltungsort war zu.
RAP-KÜNSTLER
Trick Trick ließ von 100 Leuten ein Rick-Ross-Konzert verhindern?
Wie hat er das gemacht?
MUSIKJOURNALIST
Rick Ross ist hier draußen.
Er fürchtet um sein Leben und tritt heute Abend nicht hier auf.
Vielleicht kehrt er nie nach Detroit zurück.
Man sollte sich besser nicht mit ihm anlegen. Aber das schockte uns.
Ich meine es wirklich ernst.
Schickt eure Leute nicht her.
Ich schicke sie nackt nach Hause, ohne Schmuck,
ohne Geld, und ich behalte ihre Brieftaschen.
Trick Trick war ein angesehener Künstler aus Detroit,
der Vollstrecker und Pate von Detroit,
aber durch Eminem wurde er landesweit bekannt.
Ich wusste seit meiner Geburt, dass ich zu etwas Besonderem bestimmt war.
Ich wusste, dass es ein Roadtrip werden würde.
Hip-Hop ist die Musik der Straße.
Diese Leute sind die Seele des Hip-Hops,
weil sie die Straße verkörpern.
Wer die Straße nicht kennt,
hat beim Rap nichts verloren.
Niemand, der keinerlei Erfahrung auf der Straße hat.
Man muss die Methode hinter dem Wahnsinn verstehen.
Auch wenn ich schlimme Sachen getan habe,
habe ich sie aus Liebe getan.
Ich möchte zeigen, wie diese Zeit damals wirklich war.
Wie ich mich fühlte und überlebte.
Unser Lebensstil ist Hip-Hop.
Hip-Hop ist für mich mehr als Musik, er ist eine Kultur.
Wir waren Straßen-Legenden.
Egal, was ich mache, es bleibt immer mein Ding.
Die Leute rappten über unser Leben.
Es gibt keinen Hip-Hop ohne die Straße.
Die Musik lebte von Anfang an durch die Konflikte.
RAP-KÜNSTLER
Sie kommt vom Hunger, vom Verhungern.
Sie kommt vom Schmerz.
Hip-Hop begann in den Slums.
Big U, Deb, Trick Trick, Bimmy, Haitian Jack.
Hip-Hop wurde das Mittel zum Zweck.
Um soziale Veränderung voranzutreiben. Um Geld in Politik zu stecken.
Um in andere Kreise zu gelangen, die uns traditionell bislang
verschlossen waren.
PROFESSIONELLER SIEGER
Hip-Hop ist die Stimme der Straße.
Er ist die Stimme der Straße und wird es bleiben.
Ganz egal, was passiert.
GOTT VERGEBE MIR MEINE DIREKTEN WORTE
DOCH ICH ERINNERE MICH LEBHAFT DARAN
WAS MIR DIESE STRASSEN ANGETAN HABEN
-JAY Z
VERS 1
Meine Damen und Herren, Ronald Reagan.
Guten Abend.
Ich möchte heute meine Absicht erklären,
mich zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner nominieren zu lassen.
Jeder von uns hat sicher unser Land aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen,
je nachdem, wo er lebt, und was er tut.
Für mich ist unser Land ein lebendes, atmendes Wesen,
dem es egal ist, was andere für unmöglich halten.
Das auf seinen Erfolg stolz ist, manchmal irrt, nie niederträchtig ist.
Das immer danach drängt, seinem Volk ein besseres Leben zu bieten.
In einem Rahmen, der Fairness und Freiheit bietet.
Die beste Musik entsteht durch Konflikte.
Wenn man sich mit einer Geschichte identifizieren kann,
einer "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Geschichte.
Die erste Rap-Platte, die ich hörte, war Rapper's Delight.
WELTMEISTER SCHWERGEWICHT
Sie wurde im Park vorgestellt.
Ich war bei der Armee.
In der Jugendstrafanstalt Spofford.
Und jeder zitierte die Worte.
"Rapper's Delight" ist Rap.
In der Schule fragte jeder:
"Kennst du den neuen Song?" Ich wollte ihn auswendig lernen.
Im Viertel wollten wir alle diesen Gesang nachmachen.
Die B-Seite von Rapper's Delight war ohne Gesang.
Ich versuchte zu rappen.
Es packte mich, und seitdem bin ich drangeblieben.
Als es erfolgreich wurde, sagten wir: "Was zum Teufel?
Was war das? Wer war das?" Und wir machten es nach.
"Was sagt er da? The hip, the hip. The hop.
Was zum Teufel." Es war einfach…
Es war wie Kinder, die herumtobten
und auf Süßigkeiten warteten. Es war toll.
Es hat uns berührt.
Weil Hip-Hop aus einen bestimmten urbanen Konflikt geboren wurde.
Schon mit dem ersten Song wollte er grundsätzlich hoch hinaus.
The Sugarhill Gang gab den Ton an, womit er Grenzen überwand
und sich weltweit verbreitete.
Es wirkte sich auf die Hip-Hop-Kultur aus,
dass man einflussreich sein konnte.
Rapper's Delight wurde von Sylvia Robinson und ihrem Mann Joe veröffentlicht,
der zweifellos ein Gangster war.
Ein echter Gangster aus Harlem mit Verbindungen zur italienischen Mafia.
Die Musikindustrie ist ihm komplett egal.
Er macht schmutzige Geschäfte.
Und Sylvia sagt zu ihm:
"Das hier wird unser Leben verändern."
Eigentümer
Wenn man den Hintergrund der Mogule des Musikgeschäfts ansieht:
alles Gangster.
Die Musikindustrie und die Unterwelt sind untrennbar verbunden,
immer schon.
Das ist unser altes Haus. Hier wuchsen wir auf.
Das ist ein wichtiger Teil des Viertels.
Mein Onkel D lebte in diesem Haus und meine Tante Sue in diesem.
Brüder. Brüder und Schwestern.
Wir machten im Garten Picknicks.
Wir kannten alle in dieser Straße.
Damals hörte ich immer meinen Dad.
Man sagte mir, er arbeite auf dem Bau.
Natürlich möchte man dann machen, was er getan hat.
Also kaufte uns meine Mutter Spielzeugbaukästen.
Nicht nur ich hatte einen.
Mein Cousin hatte einen. Wir alle. Wir bauten Modelle.
Sonst gab es nichts. Es gab keine Videogames.
Wir bauten Sachen mit unseren Händen.
Ich wusste, wie man das Wasser anstellt, wenn sie es abdrehten.
Wenn sie uns das Wasser abdrehten,
stellte ich es wieder an.
Ich hatte nur Schwestern.
Sie hatten Freundinnen, es waren immer Mädels im Haus.
Wenn lauter Mädels im Haus waren, ließ mich meine Mom rausgehen.
Es gab eine Menge Liebe in diesem Block.
Da drüben ist mein Cousin.
Mann.
Was machst du in meinem Block?
Sein Vater hat dieses Haus gekauft.
Das ist unser Leben.
Das ist für uns das wertvollste Haus der Welt.
Wir würden dafür sofort eine Million Dollar zahlen.
Hier sind wir erstmals zur A.G. gezogen.
Das macht uns zu A.Gs.
Woher kommt ihr? Wo wohnt ihr?
-West Side. -Nummer eins.
-Von welcher Straße? -Fünf-Neun.
"Fünf-Neun"?
Ich wuchs mit zehn anderen auf, seit wir fünf oder sechs Jahre alt waren.
Wir wurden beste Freunde und machten in Arlington alles gemeinsam.
Wir gründeten, was später zur Arlington Gang wurde.
Mein großer Cousin Chilly Capone.
Er hatte das Sagen bei den A.Gs.
Die Gruppe der A.Gs war auf unserer Seite.
Er war zwei Jahre älter als ich,
aber zehn Jahre schlauer als wir alle.
Die Arlington Gang
ging irgendwann in unserer Abteilung auf, das waren die Rollin' 60s.
-Ich dachte, das wäre ok. -Falsch gedacht.
Filme niemand, ohne zu fragen.
RAP-KÜNSTLER
-Aber du bist berühmt. -Ich bin zuerst ein 60 Crip.
-Ok. -Klar.
Merk dir das. Leg dich nicht mit mir an.
Willkommen auf der 63rd Street, Heimat der Rolling 60s.
Teil der größten Straßengang von ganz Los Angeles.
Einer Gang namens Crips.
Was es für die Community bedeutet? Es bedeutet Terrorismus.
Ich habe im Laufe der Zeit viel getan.
All der Scheiß, bei dem ich mit dabei war…
Ich kämpfe für Erlösung.
Es waren viele bei den 60s.
Es gab viele Top-Leute vor meiner Zeit…
MODERATOR
… die für Kämpfe, Karate, bekannt waren.
Sie verängstigten die Zivilisten.
Was machst du, dass Leute Angst bekommen?
Wenn wir irgendwo reinkommen, haben die Leute Angst,
nur weil wir Rollin' 60s sind.
Als Gangmitglied hat man einen schlechten Ruf.
Dabei setzt du dich nur für deine Freunde ein.
In so einem Dschungel geht es um Gebiete…
RAP-KÜNSTLER
… man kämpft um knappe Ressourcen.
Es fehlt an Ressourcen.
Also verteidigen die Leute ihre Ressourcen mit allen Mitteln.
Sie haben keine Perspektive.
Unser Viertel ist so groß, dass es sich über beide Seiten der Crenshaw
und der Slauson ausdehnt.
Es geht von der La Brea bis zur Arlington.
Es ist also mehr als eine Community innerhalb einer großen Community.
Ich hab sie nicht gegründet oder sie benannt.
Ich gehöre nur zur ersten Generation, als sie zur Rollin' 60s wurde.
Wir sind frühe Mitglieder.
Wenn jemand Hilfe braucht, dann helfen wir.
Wir sind nicht fies.
Man ist füreinander da.
Gang-Gewalt heißt, dass Schwarze etwas erreichen wollen.
Gang-Gewalt spielte bei uns eine große Rolle.
Wir verprügelten alle.
Wir lernten Kampfsport.
Wir trainierten im Vorgarten.
Treten, Kämpfen, hinten wurde trainiert…
Als Cousins kämpften wir laufend.
Weg da!
Das war nur geschubst!
Wir brachten das ins Viertel. Jeder wusste es.
Die Typen vom Block sind gefährlich.
Sag besser, wo du herkommst, A.G.!
Einen Ruf als Kämpfer zu haben, war damals essenziell.
Das war, bevor Schusswaffen ins Spiel kamen.
Dein Ruf eilte dir voraus.
Damals haute Big U den Leuten auf die Fresse.
Er genoss schon damals Ansehen. Er war ungefähr 17.
Ich dachte, er wollte angreifen.
Bei der Gang-Gewalt will man nicht zeigen, wie hart man ist.
Man will damit Vorkehrungen für die Zukunft treffen.
Damit jeder weiß, was auf den zukommt, der sich mit dir anlegt.
Den Respekt verdiente ich mir als guter Kämpfer.
Wenn man nicht kämpfen kann, folgt einem niemand.
Ich kämpfte jeden Tag.
Im Klassenzimmer und außerhalb, in der Schulkantine…
Schule war in Amerika härter als Gefängnis.
Ich konnte die Sprache nicht.
Die Kids hackten immer auf mir herum.
Sie sagten "Kokosnuss", "Frenchy", "Geh nach Hause", die ganze Palette.
Ich wurde nicht in Amerika geboren, sondern in Haiti.
Wir kamen nach Amerika, weil Papa Doc, der Diktator, gestorben war.
In Haiti gab es Unruhen.
Die Leute kämpften um Rang und Macht.
Dass mich meine Mutter nach Brooklyn brachte,
war das Schlimmste und das Beste für mich.
Mir war klar, dass der Bezirk besonders ist.
Dort ging es härter als hart zu.
Ich komme aus Brownsville, Brooklyn, New York.
Brownsville steckte voller Kriminalität,
voller Gangs.
In meiner Kindheit in den 70ern war es sehr gewalttätig.
Ich war mit Mike Tyson gut befreundet.
Wir wuchsen 15 Minuten voneinander entfernt auf.
Die Gegend, in die wir zogen, hieß 90s.
Sie ist jetzt noch eine der gefährlichsten Gegenden Brooklyns.
Kids, die dich ausrauben. Sonst nichts.
In diesem Song,
"Wurdest zum Verbrecher, schau, was du getan hast,
kamst acht Jahre in den Knast",
sprechen sie von Brooklyn.
Das World Trade Center in New York City.
Es wird das höchste Gebäude der Welt,
mit einer Höhe von mehr als 400 Metern.
Als wir hier ankamen, dachte ich, es wäre ein Besuch.
Ich wusste nicht, dass wir blieben.
Erst als ich auf eine neue Schule kam,
erkannte ich, dass ich hier leben würde.
In unserem Viertel
kamen massenhaft Jamaikaner an, gleich nach den Haitianern.
Doch im Unterschied zu den Haitianern
ließen sich die Jamaikaner nichts gefallen.
Verstehst du?
Sie schossen auf einen, verprügelten oder erstachen einen.
Daher schloss ich mich den Jamaikanern an.
Sie bekamen den Respekt, den ich auch haben wollte.
Ich wurde also von Wölfen aufgezogen.
In meinem Viertel gab es einen Fiesling.
Er war an die 1,90 Meter groß.
Ich bin nicht mal 1,80 Meter groß, damals waren es wohl eher 1,65.
Er hatte im Viertel nur mit mir ein Problem,
weil ich Haitianer war.
Er hatte etwas gegen Haitianer.
Jeden Tag nahm er mir mein Geld ab,
warf meinen Basketball aufs Dach…
Irgendwann sagte ich mir: "Ich hab die Schnauze voll davon."
"Ich bin keiner, der Prügel kriegt. Wie lange mache ich das noch mit?"
Wenn man täglich seinen Pudel schlägt, beißt er irgendwann.
-Wirkt der Block jetzt nicht lang? -Ja.
-Und wirkt das nicht klein? -Ja.
Hier wohnten wir zu vielen.
-Fünfundzwanzig. -Viele.
-Fünfundzwanzig? -Viele Kids.
Wir hatten Einkaufswagen, um zum Waschsalon zu gehen.
-Stimmt. -Die großen Taschen…
MUTTER, DEB & BIMMY
Ich war echt genervt.
Ich zog den Einkaufswagen zum Waschsalon.
-Und alle sahen dich. -Und dann…
-Sie sagten: "Millie mit den Kindern." -Den Kindern.
Wir mussten zum Waschsalon und waren genervt.
-Saßen im Waschsalon rum. -Saßen im Waschsalon rum.
Da ich das älteste Kind war,
lastete auf mir eine Menge Verantwortung,
ich musste wie eine zweite Mutter sein.
Ich hatte keine Wahl.
Ich bin die Älteste von acht.
Im Haushalt lebten meine Brüder, Schwestern, meine Mutter und mein Vater.
Es kamen Cousins und Freunde dazu,
alle kamen in dieses Haus.
Manchmal schliefen wir zu viert im Doppelbett.
Man hoffte nur, dass niemand ins Bett pinkelte.
Ich hatte nie eine richtige Kindheit.
Die Träume, die ich anfangs hatte, lösten sich schnell auf.
1970 konnte man das Ende des Krieges sehen.
Nach dem Ende des Vietnamkriegs
kehrten eine Menge Leute in ihre Viertel zurück.
KULTURKRITIKER/ EXPERTE FÜR ÖFFENTLICHE ORDNUNG
Sie wurden nicht bejubelt. Es gab keine Paraden für sie.
Es erwartete sie Arbeitslosigkeit. Sie waren drogensüchtig.
Starker Anstieg des Heroinkonsums
Mit Heroin ging meine Angst weg.
Um einen Tag im Gefecht zu überstehen, nahm ich Drogen.
Ich spürte keine Angst.
In den 70ern war Heroin angesagt. Und es gab viel Armut.
Also in Queens, New York.
Die Drogen trafen die Community massiv und dezimierten sie.
Meinen Vater
habe ich sehr bewundert, er war mein Ein und Alles.
Als ich erwachsen war, merkte ich, dass er mich reingelegt hatte.
Ich erfuhr, dass man mir Sachen erzählt hatte, die nicht stimmten.
Ich ging ins obere Stockwerk,
und Dad und Onkel Dennis hatten einen Berg Heroin.
Es war in der Dachkammer.
Mom kam herunter und fragte:
"James, was ist das für ein weißes Pulver?"
Er antwortete: "Babypuder." Sie sagte: "Ach so."
Meine Cousine Sharon und ich gingen hinauf.
Und ich puderte mich mit dem Babypuder ein.
Ich sagte: "Mach das drauf. Riechst du es?
Lass mich mal an dir schnuppern."
Aber es roch nicht.
Weißt du noch, Mom? Ich musste ins Krankenhaus,
wegen einer Überdosis.
Das sind junge Teenager, 13 bis 15 Jahre alt.
Tod durch Überdosis.
Und wir sehen das zu oft.
Es gab kein Jugendamt, das bei uns vorbeikam,
um wegen des Kinds mit der Überdosis nachzuhaken.
Das passierte nie.
Ich verließ das Krankenhaus durch die Hintertür,
und es wurde nie darüber gesprochen.
Das war in meiner Kindheit normal,
als die Drogenepidemie so stark um sich griff.
Als ich aufwuchs, liebte ich Basketball.
Ich wollte immer NBA-Spieler werden.
Ich spielte Basketball. Trainierte hart.
Wenn ich Basketball spielte, waren all meine Probleme wie weggefegt.
Doch meine Mutter
hatte kein Geld, um mir Schuhe für Basketball zu kaufen.
Sie kaufte mir ein Paar chinesische Latschen.
Alle hatten Basketballschuhe und ich Latschen.
Ich versuche mich zu bewegen
und rutsche, wegen der chinesischen Latschen.
Aber ich habe es ihnen gezeigt, während ich rutschte
und fiel.
Ich hatte nichts zum Anziehen. Ich trug die Klamotten meiner Schwester.
Gloria-Vanderbilt-Jeans mit der Taube an der Seite.
Von meiner Schwester.
Ich zog ein langes T-Shirt an, damit man die Taube nicht sah.
Ich hatte keinen Wintermantel, und New York City ist kalt.
Ich zog Pullis übereinander.
Wenn man etwas Hartes durchmacht,
braucht man einen Ausgleich,
damit man sich gut fühlt
und entspannen kann.
Ich höre zum Ausgleich Musik.
Im Laufe der Zeit kam diese neue Sache.
Es entstand mit dem DJ-Battle.
Es gab eine Party-Szene in den Parks.
Wir nannten sie "Park Jams" in Queens, Jamaica Park.
Hier fanden viele der Park Jams statt.
Musikgeschichte.
Dort stand die Anlage.
Die Boxen standen ringsherum.
Die Boxen und die DJs. Und dort legten sie auf.
Hört man deine Boxen zehn Blocks weit, bist du der beste DJ im Viertel.
Die Jungs legen auf, es geht nicht um die Texte.
Es geht um die Wattzahl.
Wer die meisten Watt und die meisten Boxen hat,
haut das ganze Viertel um.
Man kann es noch weit hören.
Das war das Beste. Genau hier. Park Jams.
Wir hatten eine Platte von Freedom.
Beim Groove dieser Platte
wusste man, dass Sommer war. Wir spielten sie jeden Sommer.
Man hörte nur das. Und dann so: "Yo."
"Freedom, yo." Alle strömten in den Park.
Unsere Musik. Wir hatten die besten Partys.
Alle aus dem Viertel kamen.
Wir tanzten, warfen den Körper herum, den Schmuck, die Pistolen.
So sind wir eben.
Meine Liebe zur Musik war unvermeidlich.
Mein Vater war DJ, meine Mutter Sängerin.
Was die Musik angeht… Sie war von Geburt an da.
Das war 1972.
Ich hörte die Musik aus der Sesamstraße
und das, was mein Dad oder meine Großmutter spielten,
wie Mighty Clouds of Joy.
Ich habe immer alles aufgesogen.
Mein Dad spielte "Flashlight" von Parliament, Roger Troutman und Zapp,
es ging in der Musik darum, cool zu sein.
Damals wollte ich auch so werden.
Mein Dad war der coolste Typ, den ich kannte.
Meine Schwester und ich machten gerade Hausaufgaben,
als mein Vater sagte: "Ich gehe gleich."
Ich fragte: "Nur vorübergehend, oder?"
Er darauf: "Es war lange genug vorübergehend."
Ich dachte nur: "Oh, Scheiße."
Ich hatte Sommerjobs.
Ich half mit, die laufenden Kosten zu zahlen.
Meine Mutter brauchte Hilfe. Papa war weg.
Der Mindestlohn betrug etwa drei Dollar.
Mit temporären Jobs
in Lebensmittelläden oder bei Kentucky Fried Chicken und so
waren wir immer noch schlecht dran.
Der Scheiß musste aufhören.
Es kam zum Industrieabbau.
Amerika wurde von einer fertigenden Wirtschaft
zu einer Service-Wirtschaft.
Das wirkte sich auf die Städte im ganzen Land aus.
Ich musste also etwas tun.
MAN SAGT, AUS MIR WIRD NICHTS, WENN ICH ERWACHSEN BIN
SIEH MICH AN, UND SAG MIR, WAS DU SIEHST
ICH BIN, WER ICH BIN, DAS BIN NUR ICH
EIN KLEINER GHETTO-JUNGE, DER AUF DER GHETTO-STRASSE SPIELT
-DAZ DILLINGER
VERS 2
Wut, Verzweiflung, Depression.
Das alles kommt vom Aufwachsen in Armut.
Wenn man sich arme Communitys ansieht, gibt es aus diesen
keinen Weg heraus.
Fast die Hälfte aller schwarzen Kinder Amerikas wächst in Armut auf.
Als 1965 die Civil Rights Bill in Kraft trat, kam es zur "weißen Flucht".
Und berufstätige Schwarze zogen aus den urbanen Vierteln
in die Vorstädte.
Daher hatten die Viertel weniger Steuergelder zu Verfügung.
Es gab also weniger Geld für Schulen,
für Sozialprogramme und für Jobs.
Es gibt also keine Jobs, keine Ausbildung,
keine Sozialprogramme,
keine Programme für die Bezirke. Das führt zu Armut.
Armut greift um sich.
Man lebte zum Schluss von Sozialhilfe.
Als ich jünger war und Erfahrung mit Armut machte,
bekamen wir Sozialleistungen
und Unterstützung durch Focus: HOPE,
bei dem man alle paar Wochen oder einmal im Monat
eine Kiste Lebensmittel bekam.
Meine Mutter hatte drei Jobs, wir hatten trotzdem nichts.
Ich ging mit Lebensmittelmarken zum Einkaufen.
Warum machten sie das? Es gab Schweine- und Rindfleisch in Dosen.
Und dieses fiese Spam-Dosenfleisch und Eipulver.
Anstehen für den Käse der Regierung.
Warum gaben die uns diese riesigen Käseblöcke?
Das ist nicht gesund. Es ist wirklich schlecht für einen.
Vielen Kindern, die arm aufwachsen, fehlt jegliche Hoffnung.
Und wer keine Hoffnung hat, geht Risiken ein.
Harvardstudenten überfallen keine Schnapsläden,
denn sie haben Hoffnung. Sie sehen eine Zukunft.
Ich weiß nur, wir erleiden Mangel.
Und das soll uns nie wieder so ergehen.
Dann siehst du eine Chance direkt auf der anderen Straßenseite:
Der glänzendste Typ im Viertel ist der Dealer.
Als Kind konnte ich sehen, dass Dealer Geld einnahmen.
RAP-KÜNSTLER
Es war greifbar.
Direkt vor dir. Geldbündel. Drogendealer.
Man lernt viel Wertvolles, wenn man erfolgreich mit Drogen dealt.
Deshalb machen so viele Dealer bei dem Spiel mit.
Sie kennen das Musikgeschäft nicht,
aber sie kennen die Grundlagen für Erfolg.
Sie wissen, welchen Wert sie verkörpern.
Das wurde ihnen auf der Straße anerzogen.
Drogen kamen ins Spiel.
Du kannst Drogen verkaufen, jeder kann selbst entscheiden.
Man musste irgendetwas tun.
Man musste versuchen zu überleben.
Heroin in seiner recht reinen Form
kommt über verschiedene Wege in die USA.
Üblicherweise führt der Weg über den Hafen von New York.
Mein Vater verübte Überfälle und dealte mit Drogen.
Er brachte mir all das bei.
Ich war eine Neunjährige auf der Straße
und wusste nicht, was ich tat.
Aber ich wusste, dass es lauter spannende Sachen waren,
aber für ein Mädchen in meinem Alter echt gefährlich.
Mein Spitzname war Rooster.
Wisst ihr, warum ich Rooster hieß?
Weißt du es?
Du warst dünn und hattest einen langen Hals.
-Stimmt nicht. -Doch.
Wegen des Red Rooster auf der 150th St.
Ich dachte, wegen des langen Halses.
Lügner.
DEBS SOHN
Red Rooster ist eine Bar auf der 150th St.
Ich war etwa neun oder zehn Jahre alt und auf der 150th Street.
Dad packte mich mit Heroinbriefchen voll.
Und um mich herum waren Briefchen gewickelt.
Ich wusste nicht, was vor sich ging.
-Du wusstest nichts von den Drogen? -Gar nichts.
Ich bin nicht stolz darauf, schäme mich aber nicht mehr.
Ich bin ein Produkt meiner Umgebung.
Es war so vorgesehen. Ich sollte das durchmachen.
Ich vergesse nie, wie mein Onkel an die Tür hämmerte.
Ich sah aus dem Fenster und sagte: "Hallo, Onkel Leonard."
Er fragte: "Wo ist deine Mutter?"
"Im Zimmer", sagte ich.
Er darauf: "Mach auf, dein Vater ist tot."
Was zum Teufel?
Als mein Vater ging und dann 1974 starb,
war das für mich das Ende der Welt.
Nicht er.
Deb hat ihn nie vergessen.
Die Jungs waren am jüngsten, als ihr Vater starb.
Deb war die Älteste, also traf es sie.
Ich musste für alle sorgen,
denn er wollte immer, dass ich auf meine Geschwister aufpasse.
"Pass als Älteste auf deine Mutter auf."
Ich trug viel Verantwortung.
Deb musste sich ums Haus kümmern.
Meine Mutter war wütend, denn sie wusste, dass ich was anderes kann,
aber ich machte, was ihr Mann, mein Vater, mir beigebracht hatte.
Armut an sich.
Wenn man in dieser Welt lebte, kam noch so vieles mit dazu.
Ich merkte, dass ich mehr und mehr Teil der Straße wurde.
Da wurden die Gangs auf mich aufmerksam,
und es waren die Lady Nomads.
Und das Drogengeschäft sah gut aus.
Eine ganze Zeit lang kam Geld herein.
Debbie musste auf der Straße zum Zug kommen.
Sie musste eine Undurchdringlichkeit ausstrahlen.
RADIO- UND TV-PERSÖNLICHKEIT
Die Antneys waren auf der Straße als Familie von Geschäftsleuten bekannt.
Als ich auf der Andrew Jackson High School aufhörte, Basketball zu spielen,
kam ich auf die Straße.
Ich dachte an die Dealer vom nächsten Block.
Ich wollte wie sie sein.
Es ist dieselbe Geschichte.
Die Kids schauen wegen des Glamours zu den Dealern auf.
Man sieht die großen Autos, die Mädchen, den Schmuck, all das.
Wenn man als Kind keine anderen Vorbilder hat,
ist das ein Ideal.
Ohne zu wissen, womit das verbunden ist.
An jeder Ecke kann man angeheuert werden.
Du kannst noch in derselben Nacht arbeiten. Man kommt leicht rein.
Verliert man erst die Angst vor der Gesetzesübertretung,
wird man vom Geld berauscht, weil man jung ist.
Es ist schwer auszusteigen.
Ich sagte: "Wenn ich an der Ecke stehe und Drogen verkaufe
und all das bekommen kann, mache ich es."
Damals hatten die Jungs und ich Heroin,
das mit Abführmittel und Chinin gestreckt war.
Manche wollen ein Halbes und kriegen es.
Andere wollen ein Ganzes.
Ich war beeindruckt, wie viel Geld ich machte.
Wir waren jung, und es machte mich wahnsinnig,
dass der Typ mit so verrückten Klamotten nach Hause kam.
-Allem möglichen Kram. -Turnschuhe, Jacken.
Ich wollte mit und sagte: "Bring mich rein."
Er darauf: "Nein, du sollst nicht auf die Straße.
Es ist einfach zu gefährlich."
Ich darauf: "Und was machst du?"
Er sagte zu meiner Mutter: "Bimmy verkauft Drogen."
Sie fand Drogen in meiner Tasche.
Sie sagte: "Raus aus meinem Haus." Sie hatte einen Gürtel.
Sie wollte mich schlagen und dann rauswerfen.
Ich sagte: "Ich springe aus dem Fenster."
Sie daraufhin: "Mach doch."
Ich dachte nach und sagte: "Ich springe doch nicht."
Ich rannte an ihr vorbei.
Ich dachte daran, dass Gott mir vergibt,
aber nie daran, dass ich mir selber vergebe.
Auf der Arlington wuchsen wir auf.
Wir waren um die 15 Leute, die auf der Arlington unterwegs waren.
Jetzt sind wir auf der Arlington.
Wir nannten uns "A.G. Boys".
Wir wollten Gangster sein.
Das mit der Gang hatten wir drauf. Wir kämpften gut.
Es ging nicht nur um tiefsitzende Hosen und Erkennungszeichen.
Du weißt, woher ich komme. Deshalb habe ich keine Tattoos.
Jetzt weißt du, ich bin von den 60s, aber wo kriegen wir Geld her?
Welches Geld bekommen wir?
Wenn man an die Geschäfte, den Hustle, von Big U denkt,
hören wir das im Hip-Hop gefeierte Wort,
denn der amerikanische Traum heißt: Erfolg haben und aufsteigen.
Und während die anderen vom System unterstützt werden
und daraus Nutzen ziehen,
schafft es der "Hustler", obwohl das System gegen ihn ist.
Einer meiner Kollegen hatte mit den Persern etwas mit Autos am Laufen.
Man konnte nicht einfach ein Auto klauen.
Man brauchte den Autoschlüssel.
Wenn ich ihnen den Schlüssel besorgen konnte,
und es ein ausländisches Auto war, zahlten sie 1500 $ in bar.
Wir machten Überfälle.
Ich hatte ein Team.
Es war echt sehr erfolgreich.
Als ich schließlich gefasst wurde,
kam ich in Haft ins Central Juvenile Hall.
Ich wurde wegen vielem angeklagt, wo sie meine Schuld nicht feststellen konnten.
Dadurch wurde ich aus Kalifornien verwiesen.
Sie konnten meine Schuld nicht feststellen,
weil damals keine Zeugen kooperierten.
Aber sie weigerten sich, mich in die Obhut meiner Mutter zu entlassen.
Also sagte sie zu meinem Vater:
"Er kommt nur raus, wenn du ihn abholst."
Also flog mein Vater hierher,
um mich vom Gefängnis abzuholen.
Ich wurde nach Chicago geschickt.
Als mein Vater ging, war es, als ob mir Führung fehlte.
Mit elf braucht ein junger Mann seinen Vater.
Chris traf die Trennung meiner Eltern am meisten.
TRICK TRICKS SCHWESTER
Er liebte es, dass unsere Eltern zusammen waren.
Er wurde auffällig.
Bei mir kam im Kopf alles so durcheinander,
dass ich mich umbringen wollte.
Ich war zwölf und meinte es ernst.
Ich war fertig. "Scheiß drauf. Ich will nicht mehr."
So fühlte ich mich. "Scheiß drauf."
Ich nahm jede Pille, die ich finden konnte.
Ich wurde eingewiesen und war monatelang in einer Einrichtung.
Man wollte herausfinden, was bei mir nicht stimmte.
Und ich sagte mir damals:
"Mit euch stimmt etwas nicht,
denn mir ist sehr klar, was ich machen will.
Ihr habt mich dabei gestört.
Ich war bereit zu sterben."
Ich hatte genug. Das sagte ich deutlich.
Warum sollte etwas mit mir nicht stimmen, wenn mir klar war, dass ich weg wollte?
Später im Leben lernst du, dass sich nicht alles um dich dreht.
Jetzt weiß ich das. Aber damals…
Das Leben ging weiter, und ich fand etwas, das mir Spaß machte.
Etwas, wovon ich ein Teil wurde.
Hip-Hop war die Sache, die ich gefunden hatte.
Ich hatte etwas gefunden, das ich mehr liebte als mich selbst.
Wie seid ihr zusammengekommen?
Durch eine tolle Lady namens Sylvia Robinson.
Ich kenne sie von früher.
Sie hatte die Idee, eine Rap-Platte zu machen,
und wir machen Rap.
Und wir drei spielten im Haus vor,
und sie brachte uns drei zusammen.
LA veränderte sich, nachdem Rapper's Delight erschienen war.
Zwei, drei Monate später begann der Konflikt zwischen uns und Eight Tray.
1979 bekriegten sich die Eight Tray und Rollin' 60s Gangs.
Stadt geht Gang-Probleme an
Das veränderte LA.
Bis ungefähr 1979
gab es nicht so viele Morde zwischen Gangs. Punkt.
Die Gewalt verzehnfachte sich
durch Gangs, die von großen Egos zusammengehalten wurden.
Wir sahen so viele Tote. Gewalt zwischen den Crips.
Es betraf uns, weil die Gewalt und die Morde auf unsere Seite
herüberschwappten.
Chilly Capone war zwei Jahre älter als ich.
Er hatte etwas Besonderes.
Er konnte echt gut kämpfen.
Ich war in Chicago. Kurz vor meiner Rückreise nach LA
erfuhr ich, dass er getötet wurde.
Es war niederschmetternd. Er gehörte zur Familie.
Wenn ich über die Leute nachdenke, die ich verloren habe,
glaube ich, wenn ich nicht gegangen wäre, wären sie auch noch da.
Als Chilly Capone getötet wurde,
war das ein Wendepunkt in meinem Leben und für unser Leben in Arlington.
Als Big U zurückkam, nachdem Chilly Capone getötet wurde,
hegte er wirklich einen Groll.
Dadurch wurde seine Wut auf eine neue Ebene gehoben.
Wir haben jetzt die gleiche Haltung.
Wir jagen.
Inzwischen ging es also um Schusswaffen.
GLÜCK,
DAS LEBEN AUF DER STRASSE IST SELBSTTÄUSCHUNG
SELBST DER GESCHICKTESTE KRIMINELLE WIRD IRGENDWANN GEFASST
ANGESCHOSSEN ODER ERSCHOSSEN MIT DER KUGEL, DIE ER GEKAUFT HAT
-TUPAC
VERS 3
Ich sagte zu dem Typen, der mich mobbte:
"Ich hab die Schnauze voll von dir und den anderen, die mich mobben."
Ich besorgte mir eine Pistole,
denn körperlich wäre ich ihm unterlegen gewesen.
Welche Wahl hatte ich denn?
Ich dachte mir, mit einer Pistole kann ich alles erreichen.
Mit 14 machte ich meine erste Erfahrung mit Schusswaffen.
Ich ging zu diesem Typ aus dem Viertel, Dread, der eine Pistole hatte.
Ich sagte: "Gib mir eine Pistole."
Er darauf: "Nein.
Ich kenne deine Eltern. Du bekommst keine Pistole."
Dann sah er, wie mich dieser Typ verprügelte.
Es gefiel ihm nicht.
Damit dieser Typ auftauchte,
setzte ich das Gerücht in die Welt, dass ich Geld hätte. Er tauchte auf.
Und ich zog die Pistole.
Er so: "Was hast du denn damit vor?"
"Sieh mal, was ich damit mache."
Bumm! Ich traf ihn.
Er zuckte zusammen,
und ich sah Blut an seinen Armen runterfließen.
Er wich zurück, ging von mir weg.
Er drehte sich um und rannte davon.
Es war ein tolles Gefühl, ihn einmal wegrennen zu sehen.
Verstehst du?
Ich verfolgte ihn und schoss ihn in den Hintern und ins Bein.
Am nächsten Tag ging ich zu Dread.
Er so: "Du bist ein super Schütze.
Die Knarre ist jetzt echt heiß.
Du kannst sie mir nicht zurückgeben. Du brauchst mehr Kugeln.
Denn du hast diesen Typen nicht umgebracht."
Er sagte: "Hör zu, Jack.
Wenn er aus dem Krankenhaus kommt,
musst du noch mal auf ihn schießen."
Kurz darauf kam er aus dem Krankenhaus.
Ich so: "Was geht?"
Und er: "Was geht, Jack?"
Ich darauf: "Ich will keine Probleme.
Deshalb habe ich eine Schachtel Kugeln.
Verstehst du? Da steht dein Name drauf."
Er sagte lächelnd: "Ich sehe, du bist erwachsen.
Wir sind quitt."
"Mit dem Ding ist dein Weg vorgegeben."
Ich verstand das nicht.
Erst später, als ich Haftstrafen verbüßte,
wurde mir klar, dass man sich, wenn man eine Pistole benutzt
und einem die Macht dahinter gefällt,
auf einen finsteren Ort zubewegt.
Grandmaster Flash and the Furious Five, "The Message".
1982 erschien "The Message".
Ich weiß noch, als sich alles um Zeppelin und Kiss drehte.
Jetzt ist es Hip-Hop.
Etwas, das ich greifen kann.
Ich kann es anfassen.
Er sprach unsere Bevölkerungsschicht an.
Das war, als Hip-Hop eine Wende vollzog.
Das hat Spaß gemacht…
… und all das.
Jetzt erzählen sie davon, was wirklich auf der Straße abgeht.
"The Message" hat die Perspektive des Raps verändert.
Man konnte Wissen in die Musik stecken.
Ich dachte, es ginge nur um Party.
Und jetzt hatte ich das Gefühl, wenn man nicht auch etwas vermittelte,
machte man etwas falsch.
Dann nutzte man das Medium falsch.
Dieser Text gehört zum Besten, was ich je gehört habe. Ganz sicher.
Er beschreibt die Welt, nicht nur New York City.
Auf den Straßen passierte all das,
aber es war allen egal.
Die Verhältnisse verbesserten sich nicht,
bis wir mit Hip-Hop anfingen.
Man konnte damit alles, was als schlecht galt,
aus dem eigenen Gefühl heraus erklären.
"Er ist ein Dealer.
Er macht Überfälle.
Sie ist in einer Gang. Er kämpft gerne."
Wir konnten jetzt sagen: "Das ist der Grund dafür."
Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke,
sehe ich, dass ich dafür schon lange vorherbestimmt war.
Hip-Hop.
Diese beiden kurzen Wörter lebten schon von Beginn an in uns.
Hip-Hop veränderte das Leben vieler. Auch meines.
Jedes Wort, das wir im Rap hörten, wurde für uns etwas Persönliches.
Wir stützten uns darauf.
Hip-Hop wurde zu unserem Ausweg.
-Überfall. -Hey, Mann, sieh mal.
Da ist diese Bitch. Wo ist…
Untertitel von: Karsten Wolf
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