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Okay, klar. Mache ich. Es sind 1800 im Monat.
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Ja, es ist M�nchen. Da zahlst du den Blick mit.
Nebenkosten kommen noch dazu.
Huch!
Sag mal!
Den Blick zahle ich mit, hast du selber gesagt.
Ich meld mich die Tage noch mal. Wir sind gleich da.
Bremse!
O Gott!
Jackie, da ist ein Sperrm�ll!
*Ein Handy klingelt.*
Ich mach schon.
Gisela! Es f�ngt wieder an: Sie schleppt Sperrm�ll in die Wohnung.
Ja, es ist noch nix drinnen, aber sie hat schon wieder ...
Ich geb sie dir.
Hallo Oma!
Jacky, hast du mich umgemeldet?
Martin muss zur Holz- messe nach Rosenheim.
Ich mach das morgen.
Ich muss los.
Komm her!
Die Heimleiterin sagt, ich bin noch in Dortmund gemeldet, ne.
Denk an den Spediteur!
Ja, mach ich.
Jacky, die braucht dat heute! Seit gestern liegt die mir in den Ohren.
Sie sind jetzt schon da?
Sie haben einen Zweitschl�ssel.
Genau, 1. Stock links.
Stellen Sie den Schrank einfach in den Flur!
Okay, ich beeil mich einfach.
Entschuldigung! K�nnen wir Nummern tauschen?
Solange kennen wir uns noch nicht, aber ...
Nein, ich meine eigentlich ...
War ein Witz.
Gehen Sie!
Danke!
Danke noch mal!
Merci!
Hoppla!
Nein!
Darf ich? Ja.
Ich bin Serge.
Ich bin Jackie.
Voila!
Wie kann ich mich revangieren?
Wenn du willst, heute Abend.
Meine Serveuse hat Grippe.
Was muss ich da serveusen?
Galette. Galette?
Wie sagt ihr? Salzige Crepes.
Salzig?
Herzhaft.
Wieso eigentlich "Herz"? Hab ich nie verstanden.
Ich gebe dir meine Nummer.
18 Uhr?
Okay.
Oui.
Hallo! Entschuldigung! Es hat l�nger gedauert.
Einmal unten links, bitte!
Geld hab ich dabei.
Bitte sch�n!
Danke! Und die Schl�ssel!
Hallo! Salut!
Das ist kuschelig hier!
Ich hab den Laden erst seit sechs Wochen.
Zwei mal Cidre f�r Tisch 2. Ist im K�hlschrank!
Nimm bitte die Keramiktassen!
Die? Oui!
Allez!
No!
'Tschuldigung!
Guten Appetit!
Wo warst du vorher?
Douarnenez, Bretagne.
Dann hast du einfach deinen Seesack gepackt,
und bist von Douarne- dings nach M�nchen?
Douarnenez. Das ist an der Westk�ste.
Douarn-ne-ne.
Und da ...?
Da war grad nicht viel los.
Allez! Jetzt du!
Keine Angst!
Vorsicht!
Juhuu!
Heirate mich! Was?
Bei uns muss die Braut am Hochzeitstag einen Crepe backen.
Wenn ihr das gelingt, dann ...
... wird die Ehe gl�cklich.
Hallo! Kann ich bezahlen?
Ja.
Schneiderin?
Lederschneiderin.
War dein Vater Rocker?
Was hat das damit zu tun?
Komisch! Dar�ber habe ich �berhaupt nicht nachgedacht.
Prost!
Schade!
Was?
Dass ich keine Kellnerin brauche.
Du hast doch ...
F�r die paar Tische am Abend?
Und jetzt?
Was mache ich, um dich wiederzusehen?
Also heiraten kannst du mich schon mal nicht.
Nein?
Ich bin schon.
Wer so die Crepes wendet, kann nicht frei sein.
Ich mach mal Feierabend.
Merci!
Gerne!
A bientot?
Au revoir!
Ah! Bist du bescheuert?
Entschuldige bitte! Hast du mich erschreckt!
Gib mir das Handtuch!
Hier, hab ich dir mitgebracht.
Danke!
Wie war es?
Wie war's?
Super! Echt gut!
Der Messestand war halb aufgebaut.
Die M�nchnerinnen, eine andere Liga als in Dortmund.
Dann war es ja die richtige Entscheidung.
Ja.
Und du?
Nicht schwanger.
Wir probieren es einfach weiter.
Er war f�nf Jahre lang Fischer auf Martinique.
Und was macht er hier in M�nchen?
Er hat den Laden von seinem Gro�vater geerbt.
Echt abgefahren!
Er hat diesen ziemlich s��en franz�sischen Akzent.
So so.
*Er spricht mit Akzent:* Muss ich mir Sorgen machen?
Franzosen haben schon immer so was ... Was?
Was Charmantes. Charmant?
Es gibt Vitaminentzug bei solchen Spr�chen.
Vitaminentzug!
Dann wei� ich, wer hier gleich die ganzen Kartons auspackt.
Das ist nat�rlich ein Argument. Danke sch�n!
Zwei Angebote in Teilzeit. Beides Lederreparaturen.
Das klingt nicht prickelnd.
Aber so eine Boutique wie bei Jenny finde ich nicht noch mal.
Ich muss los.
Warte mal!
Heute Abend bei Oma?
Klar!
Viel Gl�ck!
Ich will nicht meckern, aber in Dortmund war Stimmung in der Bude.
Hast du es mit Mau Mau probiert?
Oma, du bist jetzt offiziell M�nchnerin.
Wir sind alle drei umgemeldet.
Gro�artig!
Ja, das brauche ich jetzt.
Du?
St��chen!
Sicher?
Sicher. Neben dat Bett!
Martin, dat bist du mir schuldig.
Ich komme mit, hab ich gesagt, aber nur mit meinen M�beln.
*Ein Handy klingelt.*
Hallo!
Hallo Serge!
Ja.
Martin!
Ein bisschen mehr nach rechts! Und ein bisschen nach unten!
Ja, so ist dat sch�n!
Cool! Mache ich.
Salut!
Bei Serge gegen�ber suchen die einen Lederschneider.
Da ist eine Modeboutique.
Die haben ein Schild im Fenster.
A, wer ist Serge?
B, wieso glitzern deine Augen da so?
Das ist der Franzosen-Effekt.
Das ist der Eierlik�r.
N�chstes Mal l�nger. Tsch�s!
Martin, warte!
Das Waffeleisen reparierst du mir. Dann gibt es auch wieder Herzchen.
Und Jackie, toi, toi, toi f�r die Modeboutique!
Danke, Oma! Tsch�s!
Tsch�s, ihr Lieben!
Herzinfarkt, unser Lederschneider. Ausgerechnet jetzt vor der Wiesn!
Ich hoffe, Sie sind robuster!
Sie hatten recht. Das Dirndl ist wirklich viel zu gro�.
Das ist kein Problem!
Das arrangieren wir.
Links hei�t "ich bin noch zu vergeben", oder?
Ja, genau. Und rechts, dass man verheiratet ist.
Wissen Sie was? Machen Sie die Schleife wieder links!
Mein Mann kommt erst n�chste Woche zur�ck.
Hallo!
Serge!
Hallo!
Jackie! Salut!
Hey!
Du wohnst hier?
Oui. Bis jetzt hat mir kein Vermieter Vertrauen geschenkt.
Ausl�nder!
Kein festes Gehalt. Akzent.
*Ihr Handy klingelt.*
Hallo!
Hat geklappt. So 'ne richtige Modeboutique ist es nicht.
Aber 'ne echte Herausforderung.
Was h�ltst du davon, wenn ich dich heute Abend zum Essen einlade?
Mit Blick auf meinen neuen Arbeitsplatz.
Das macht 32,50 Euro.
Salut!
36. Ich brauchat zwoa Zwickel, geht des?
Diridari, verstehst?
Pardon, k�nnten Sie mir kurz helfen?
Was sagt die Dame?
Zwoa Zwickel brauchat i.
Keine Ahnung, tut mir leid!
Menschen mit Migra- tionshintergrund ...
geh�ren mittlerweile dazu.
Lass bleiben!
Hey!
Habt ihr euch schon vorgestellt?
Martin. Serge.
Alors, kommt rein!
Et voila!
A la Bretonne.
A la was?
Nicht reden, Aus- l�nder, probieren!
Bon appetit!
Mein Vater war Fischer.
Goute! Gut?
Koste!
Gut!
Auch eine?
Nee, danke!
Schmeckt nach Meer.
Wo spielt ihr Fu�ball?
Mit 'ner Gurkentruppe in Giesing.
N�chsten Mittwoch geh ich mit.
Das ist ein guter Typ, ich mag ihn.
Ja? Du nicht?
Doch.
Guten Morgen! Morgen!
Was ist los? Aslan hat 'ne Neue!
Ich hab's in seinem Handy gesehen. Was machst du in seinem Handy?
Es lag rum, okay?
Ihr m�sst mir helfen, mit den Islamisten!
It's perfect!
One moment, please!
Hey!
Salut!
Willst du heute Mittag mit mir zum Gro�markt fahren?
Man kann da gut essen.
*Er spricht franz�sisch.*
Er fragt, ob es auch einen passenden Schleier dazu gibt.
Die packen hier schon alles ein.
Meinst du, wir kriegen noch was?
Ich glaub schon.
Salut!
Hey Serge! Salut ca va?
Merci, et toi?
Jackie. Joel.
Hey!
Hallo! Was hast du zu bieten?
Heute gibt es escargots.
Riech!
Das essen wir zum Apero. Riechst du es?
Das Meer? Schnecken.
Oui.
Wieso bist du in M�nchen?
Damit ich dich kennenlerne.
*Er spricht franz�sisch.*
Nur weil du es bist.
Schon mal probiert?
Das gibt Rache.
Zwei Mal Wei�w�rste, bitte!
Oh no! Oh doch!
Wir m�ssen uns den Gepflogenheiten der Eingeborenen anpassen!
Sonst kommen wir hier nie an.
Zwei Mal. Senf ist da.
Das w�rden nicht mal Franzosen bringen.
Sagt der Mann, der Muscheln aufbricht.
Aufschneiden und rausschaben geht auch.
Kein Schwein da.
Kenne ich von meinem Opa. Kein Schwein.
Bei uns hei�t es: Keine Katze da.
Komisch! In Deutschland haben wir total viel Schwein.
Schwein haben. Kein Schwein ruft mich an.
Es ist schweinekalt.
Entenkalt.
Armes Schwein!
Gibt's bei uns nicht. In Frank- reich sind wir alle gl�cklich.
Schweinepriester. Schweinefra�.
Mein Schwein pfeift. Den inneren Schweinehund.
Stop!
Brauchst du Hilfe?
Chauvinistenschwein!
Schei�e!
Was?
Nichts.
Ich w�rd' dich jetzt gern k�ssen.
Das geht nicht.
Ich wei�.
Ich glaub, ich bin beduselt.
Na dann. Bis dann!
Ich hab total die Zeit vergessen.
Tut mir leid! Es kommt nie wieder vor.
Na, dann ...
Kennen Sie den n�her?
Wen?
Den Franzosen.
Ist das eine �nderung?
Ja, flicken.
Da ist es hier ein- gerissen, am Schlitz.
Wer wei�, was da passiert ist.
Man darf ja nix sagen, aber diese ganze �berfremdung ...
Alle meckern �ber Deutschland. Ganz Europa ist gegen uns.
Alle wollen ein St�ck von unserem Kuchen.
Wissen Sie, dass in Berlin alle jungen Ausl�nder,
die eine Ausbildung machen, auch noch eine Wohnung gestellt kriegen?
Haben Sie Kinder?
Wir? Naa.
Sehen Sie.
Genau deswegen braucht Deutschland unsere Zuwanderer.
Als Vergreisungsbremse.
Na, jetzt aber!
Entschuldigung!
Ihre Bemerkung ist unfl�tig!
Aber Rassismus ist auch irgendwie unfl�tig.
Wenn es Ihnen bei uns nicht gef�llt, dann ...
Entschuldigung! Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten!
Tut mir leid!
Bisserl viel Leid an einem Tag.
Nora!
Nur weil die Dortmunder wieder keinen reingebracht haben ...
Du kannst dir nicht vorstellen, was f�r Spr�che ich h�ren muss.
(Ich w�rde dich jetzt gern k�ssen.)
(Das geht nicht.)
Jackie!
Was?
Sorry, hab grad nicht zugeh�rt.
Alles klar?
Wer ist noch mal Robert?
Mein Assistent.
Jacky, ich muss noch arbeiten.
Jetzt noch?
Ich bin Teamleiter.
Ich muss das alles noch vorbereiten.
Omas Waffeleisen hast du auch noch nicht repariert.
Ich kauf ihr ein neues. Das f�llt ihr nicht auf.
Kein Sex. Kein Waffeleisen. Gar nix!
Ich geh schlafen.
Martin, willst du Dortmund oben sehen, musst du die Tabelle drehen!
Wie hei�t die kleinste Brauerei Deutschlands?
BVB - 11 Flaschen.
Kannst du mal sehen, was in Leuten steckt mit Migrations-Dingens.
Ich lass nicht gerne den Autorit�ren raush�ngen.
Das merken die Leute und nutzen es aus.
Gestern hab ich prompt 'nen Anschiss bekomm.
Wer hat die Verantwortung? Ich.
Heute Morgen hatte ich so einen Hals.
Bist du gerne Teamleiter? Gibt mehr Geld.
Ein Bier?
*Der Motor heult auf.*
Irgendwie f�hlt sich alles gerade nicht richtig an.
Ich dachte, der Umzug nach M�nchen, ein Neuanfang,
w�rde allem einen neuen Drive geben.
Ist aber nicht so.
Jackie... Darf ich? Klar!
Alle sind wegen mir nach M�nchen.
Wei� der Geier!
Geier? Mal was anderes als Schwein.
Nichts.
Eigentlich wollte ich mit Jackie nach Australien. Australien?
Warum dann M�nchen? Oma.
Jackies Oma.
Omas leben auch nicht ewig.
Habt ihr manchmal Material �ber?
F�r deinen Laden?
Klar, ich kann mal gucken.
Auf jeden Fall.
*Das Handy vibriert.*
Meins ist aus.
Wir sollten jetzt gehen.
Sch�ne Frauen sollte man nicht warten lassen.
Wo warst du so lange?
Ich war noch mit Serge was trinken.
Ich brauchat des Band moin.
Bitte? Moin! Ich brauchat's moin!
Entschuldigung, k�nnen Sie das auf Hochdeutsch sagen?
Frau Herzog, eana Madl is fei ausgschamt.
Freilich macht Ihnen die Jackie des bis morgen fertig.
Das ist klar.
Wir haben jetzt vier, das schaffe ich nie im Leben.
Dann bleiben'S halt l�nger!
Der denkt, ich sehe das nicht.
Der schaut st�ndig anderen Frauen hinterher. Das ist bei dem Reflex.
Wie lange wart ihr zusammen?
Drei Jahre. Aber so eine Be- ziehung hat ja ein Verfallsdatum.
Im Bett war's jetzt auch nicht mehr so prickelnd.
Wie machst du das eigentlich?
Was?
Wie lange seid ihr zusammen? 10 Jahre?
Wie macht ihr das?
Im Bett?
Zum Beispiel.
Wir wollen Kinder. Daf�r muss man was tun.
Schei�e!
Hallo Betti! Ich hab verschlafen, ich komme jetzt sofort.
Nee, du kannst dich wieder hinlegen.
Frau Herzog m�chte nicht, dass ...
Wollen Sie sich das nicht noch mal �berlegen?
(Wir brauchen eine zuverl�ssige Schneiderin)
und nicht so jemanden.
Was ist passiert?
Deine Naht war falsch, das Dirndl war zu eng.
(Frau Brechtscheid hat den ganzen Laden zusammengebr�llt.)
Es tut mir leid, aber du bist gefeuert.
Fuck!
Meine Enkelin Jackie. Sie ist bei mir aufgewachsen.
Seit dem Tod meiner Tochter.
Spielen Sie auch Mau Mau?
Das funktioniert sogar hier in der Wei�wurst-Diaspora.
Setz dich!
Alles klar, Sch�tzchen?
Job verloren.
Och n�!
Aber Dirndl war aber auch echt nicht meins.
Meine Tage hab ich auch.
Wie geht es Martin?
Ja.
Ist viel unterwegs?
Er spielt wieder Fu�ball. Mit Serge.
Dein Franzose?
Er ist nicht mein Franzose.
Ich hatte auch mal ein Auge...
...auf meinen Schwager.
N�! Udo?
Nix Ernstes.
Er hat mir den Hof gemacht und einmal haben wir ...
Oma!
Einmal!
Sonst war ich deinem Opa treu.
Und?
Es war ganz gut, dass wir das gemacht haben, dat eine Mal.
Dann war Ruhe im Karton.
Sich mal in wat anderes ver- lieben, dat geht schnell vorbei.
Meinst du mich?
Wer sagt, dass ich mich verliebt habe?
Salut!
Wo warst du? Du warst den ganzen Tag nicht dr�ben.
Merci! Leg es auf den Stuhl!
Entschuldigung! Wir hatten noch einen Crepe bestellt.
Bitte sch�n!
*Ein franz�sisches Lied erklingt.*
Du wirst schon was finden. Das w�re doch gelacht!
Hier, steck mal ein!
Super!
Ich hab Serge morgen Abend zum Essen eingeladen.
Okay.
Sch�n!
*Jemand klingelt.*
Hey! Salut!
Hier, f�r dich! Wow, danke!
Gem�tlich!
Noch ein bisschen Umzugschaos, aber es wird langsam.
Wein oder Bier? Bier.
Hey!
Wow! Salut!
Alles gut? Oui.
Hier, f�r dich! Dankesch�n!
Willkommen bei uns! Danke f�r die Einladung!
*Etwas zischt.*
Soll ich was helfen?
Braucht ihr Hilfe?
Geht schon.
Du hast deinen Vater auch nie kennen gelernt?
Ich hab ihn aber auch nicht gesucht.
Und er mich auch nicht.
Wahrscheinlich mach ich genau deswegen in Leder.
Wegen deinem Vater?
Dachtest du wegen dir?
Ich dachte, du liebst mich.
Mach ich doch.
Wie lange kennt ihr euch schon?
Wir kennen uns l�nger, aber wir sind zusammen seit 10 Jahren.
Und f�nf Monate. Zehn Jahre und f�nf Monate.
Was soll man machen, wenn man die Liebe seines Lebens trifft?
Die gibt es also?
Die gro�e Liebe?
Entschuldigung!
Warte mal!
Wollen wir uns r�ber setzen? Das dauert ein bisschen.
Was ist das?
Ein Kugelmensch. Also Kugel-Mensch.
Laut Platon hatten Menschen fr�her die Gestalt einer gro�en Kugel.
Mit vier Armen, vier Beinen und zwei Gesichtern.
Und vor allem zwei Geschlechtern.
Wir waren also m�nnlich und weiblich zugleich.
Interessant!
Aber die Kugelmenschen wurden hochm�tig.
Weil das den G�ttern �berhaupt nicht gefiel,
haben sie die Kugelmenschen einfach in zwei H�lften geteilt.
Ai!
Frau Professor!
Seitdem versuchen beide H�lften verzweifelt einander zu finden.
Und da hilft Eros.
Eros!
Nur Eros kann den Menschen helfen, seine andere H�lfte zu finden.
Und vor allem sich erneut zu vereinigen.
Bei uns beiden hat das auf Anhieb geklappt.
Und die Kugel ist das, was wir wollen.
Ja. Warum denn nicht?
Weil sie das Ende der Liebesgeschichte ist.
Wenn die beiden H�lften sich wieder gefunden haben,
dann hat Eros nichts mehr zu tun.
Das ist doch irgendwie ...
... schade.
Oder nicht?
Wenn man das ... Le desir?
Das Begehren. Oui.
Wenn man das Begehren befriedigt,
t�tet man es.
Das kann man so nicht sagen.
Deswegen h�ren die Schnulzen am Ende mit einem Kuss auf.
Oui.
Den Rest will keiner sehen.
Was hat unser Philosoph f�r eine L�sung parat?
Professor Doktor Philosoph Serge sagt:
Im besten Falle kommt es nicht zur Vereinigung.
Da kann ich noch was lernen.
Im besten Fall ist der Geliebte einer, der nicht zu mir passt.
Der keine Kugel mit mir macht.
Er ist different.
Und genau das macht ihn oder sie so begehrenswert.
Die Franzosen mit ihren komplizierten Liebesgeschichten.
Jeder liebt jeden, betr�gt jeden. Eros macht und tut.
Ja und am�siert sich.
Ungleichgewicht. Da hat er Spa�.
Hei�t das, dass man auch mal mit jemand anderem ...?
Oui, warum nicht?
Das sagt er dir nur, um dich ins Bett zu kriegen.
Und auch dich.
Kaffee?
Voila.
Tout a compris.
Es war ein sch�ner und durchaus interessanter Abend.
Aber es gibt gewisse Konventionen und Regeln.
Absolument.
Wenn nicht, w�re es langweilig.
Ich habe das Gef�hl, dass wir gar nicht wirklich zusammen passen.
Das kenne ich gar nicht von dir.
Hey Serge, Martin hier.
Ich hab ein paar coole Sachen f�r dich in Salzburg gefunden.
Ich bin auf dem Weg in den Laden.
(Hallo, hier ist Jacky. Nachricht nach dem Piep!)
(Hey Jacky, du bist heute bei Oma, oder?)
(Bei mir wird es sp�ter, du brauchst nicht auf mich warten.)
(Sag ihr einen lieben Gru�!)
Hals �ber Kopf?
Ich find's super, dass du in M�nchen bist,
aber nur weil man 'ne Kneipe erbt, sein ganzes Leben �ndern?
Da steckt noch was anderes dahinter.
Wie hei�t sie?
Estelle.
Estelle.
Die gro�e Liebe also?
Zwei Jahre.
Wir haben ein Boot gebaut mit einem Freund.
Fast jeden Tag waren wir drei zusammen.
Und vor ungef�hr einem Jahr sind wir �ber den Atlantik.
Wow!
Wir waren gl�cklich.
Als wir angekommen sind, immerhin,
da haben Estelle und Bruno mir gesagt, dass sie sich lieben.
Fuck!
*Ein Handy vibriert.*
Was hast du gemacht?
Ich bin aufs n�chste Container- Boot und zur�ck nach Prest.
Verstehe ich.
Nur, vor 3 Monaten kamen die beiden wieder zur�ck,
weil Estelle schwanger war.
Sie wollte lieber in Frank- reich ihr Baby bekommen.
Da ist mir Douarnenez.
Zu eng geworden?
Oui.
Klar. Brutal!
Total lecker! Aber ich muss los.
Oui.
Merci!
Klar!
Hey! Hi!
Na? Wo warst du?
Spazieren. Um die Zeit?
Und du?
Ich war bei Serge.
Hab ihm Dekoelemente gebracht, gegessen, getrunken, geredet.
Ich muss morgen wieder nach Salzburg.
Ich bleibe �ber Nacht. Wir schaffen das alles nicht.
Du bist ganz sch�n oft weg.
Gute Nacht!
*Ihr Handy vibriert.*
Hey Serge, Martin hier.
Ich bin auf dem Weg nach Salzburg und schaff's nicht zum Training.
Wir sehen uns, wenn ich zur�ck bin.
Serge! Jackie!
Salut!
Hi!
Wie geht's?
Martin ist in Salzburg bis morgen.
Oui.
Na, dann ...
Nehmen wir etwas frische Luft?
Ich hab aber ein Problem.
Nur eins?
Ich meine mein Fahrrad.
Was mache ich hier eigentlich?
Ich liebe Martin.
Serge, ich will dich nicht wollen.
Wei�t du, warum das so ist?
Weil du nicht wei�t, wie ich mich anf�hle.
Wie ich dich ber�hre.
Ob ich zart bin oder wild.
Vielleicht streiche ich zuerst deine Beine hoch.
Deine H�fte.
Weiter zum Bauch.
Meine Finger z�hlen deine Rippen. Von unten nach oben.
Ich ber�hre deine Brust.
Sp�re dein Herz.
Und so weiter.
Wir sollten gehen, oder?
Jackie, ich werde dich nicht k�ssen.
Wenn du es willst, musst du es tun. Verstehst du?
Hey Jackie, ich bin wieder in M�nchen.
Teile des Materials wurden nicht geliefert. Ich gehe zum Training.
Entschuldige!
Wo ist Serge heute? Keine Ahnung!
Was ist, wenn du mit den Herzogs noch mal redest?
Betty meinte, dass sie totalen Engpass haben wegen der Wiesn.
Mensch, Jackie! Dann ...
Ich finde schon was.
Da oder woanders.
Mach dir keine Sorgen!
Ich f�nde es gut, wenn du auch ein bisschen Geld verdienen k�nntest!
Was soll das? Guck dir das mal an!
Wie, guck dir das mal an?
Es ist alles arschteuer hier.
Du wolltest nach M�nchen.
Jetzt wirfst du mir vor, dass ich hier keinen Job hab?
Nein. Ich glaub, ich spinn!
Es tut mir leid! Was?
Dass ich uns in diese Lage gebracht hab.
Ja. Schei�e!
Heute ist Eisprung.
Ich glaub, es ist keine gute Idee in den Laden zur�ckzugehen.
Wieso? Dir hat es doch gefallen. Und Serge ist gegen�ber.
Eben.
Was eben?
Es ist gerade alles aus dem Gleichgewicht.
Das ist doch gut laut Serge.
Hallo Herr Herzog! Jackie hier.
Aslan sagt, es ist nicht normal nur eine Frau zu haben. Steht im Islam.
Im Koran. Wurscht!
Es ist im Islam so, dass ein Moslem sogar vier Frauen heiraten darf.
Stell dir das vor! Dein Mann hat noch drei andere Frauen! Hammer!
Andere L�nder, andere Sitten.
Ich hab einen Artikel gelesen: Monogamie und Treue sind Humbug.
Der Mensch braucht das. Fantasien und das Geheimnisvolle.
Und auch, sich neu zu erfinden.
Aber bei vier Frauen hat es sich irgendwann auserfunden.
Dabei geht es nicht um die Lust,
sondern darum, dass bei vier Frauen die Nachfolge sicher ist.
Sie versuchen es wohl auch schon l�nger, was?
Die machen'S bitte bis morgen Fr�h fertig, gell!
Was hat Ihre Frau?
Das h�tte es nicht gebraucht.
Wie kann ich dir helfen?
Mit einer Lederhose.
Da h�tte ich das passende Angebot.
Das ist ja wie im Lummerland hier.
Lummerland?
Kleine, freundliche Insel.
Kennst du nicht?
No.
Das ist aus einem Puppenspiel.
Das Meer rund um die Insel wurde immer mit Folie dargestellt.
Es sah aus wie hier.
Ich hab mir als Kind immer vorgestellt, darin zu schwimmen.
War entt�uscht, als ich herausge- funden hab, dass das nicht geht.
Nur ein Kuss.
Oui.
*Wieder erklingt das franz�sische Lied.*
Mama!
Jackie! Sch�n, dass du dich mal wieder blicken l�sst!
Musst du nicht arbeiten?
Nee, ich hab den Vormittag frei.
Voila!
Was ist das?
Und dat alte?
War das nich mehr zu reparieren?
Martin hat so viel um die Ohren, der schafft das gerade nicht.
Schade!
Na, hat sie euch angesteckt?
Deine Oma sorgt daf�r, dass hier 'n bissken Leben in die Bude kommt.
Wir haben schon 12 Anmeldungen.
Dann k�nnen wir ein paar Herzchen backen zum Turnier.
Ja, wir fragen unseren jungen Betreuer.
Der Jochen backt f�r uns Herz- damen dann ein paar Herzken.
Was macht der Franzose?
Maria!
Was soll der machen?
Haben Sie ...?
Was hab ich?
Oma!
Habt ihr hier nix Besseres zu tun?
Ihr k�nnt zum Beispiel euer Turnier weiter organisieren.
Ist sonst nix los.
Mach dir keinen Kopf, Kind!
Einmal. Das tut keinem weh.
Keine Ahnung. Das Handy ist aus.
Es h�ngt ein Schild in der T�r.
Ich hab's vergessen.
Es tut mir leid!
Jedes Jahr, ich verstehe es nicht. Ich kann diesen Tag nie vergessen!
Es tut mir leid, Nora!
Bitte!
Sicher ist er in Frankreich, und hat sein Handy nicht dabei.
Okay, alles klar.
Bis sp�ter!
Hochzeitstag?
Nee, Jahrestag. Ich hab nicht gelauscht.
Frau Herzog hat wohl ihr Kind verloren im 7. Monat.
Ach du Schei�e!
Was denn?
Nichts.
Meinst du, er kommt wieder?
Heute w�re noch mal m�glich.
Na? Na?
Ich muss mit dir reden.
Ja.
Ja.
Martin ...
Ich wei�, ich war in letzter Zeit viel weg.
Salzburg und der Umzug.
Wir m�ssen mal wieder was zusammen unternehmen.
Findest du nicht, dass das ein bisschen affig aussieht?
Wie Herr Herzog immer sagt: Zugereiste m�ssen sich integrieren!
In pink?
Ja.
Ja.
Bei euch ist ja Hopfen und Malz verloren! Steht dazu!
Ihr steht da wie ... Wie denn?
Ist halt noch ein bisschen gew�hnungsbed�rftig.
Euch kann man ja echt nicht allein lassen! Serge!
Hey!
Wo warst du?
Ich hatte noch was zu erledigen.
No! Erbarmen!
Nix! Geh' ma!
Und, wie geht's?
Du hast uns gefehlt.
Ihr mich auch.
Ihr mir auch.
Das, bevor du weggefahren bist ...
Es war ganz sch�n, oder?
Ein bisschen Ungleich- gewicht tut euch ganz gut.
Was hast du gemacht in Douarne-Dings?
Nur ein paar Formalit�ten.
Auf unsere Vereinigung! A la votre!
Prost!
*Das franz�siche Lied erklingt im Disco-Sound.*
I mog di!
*Jemand klingelt an der T�r.*
Kannst du gehen?
Was ist das?
Hey Serge!
Kann ich bei euch duschen? Ich hab einen Wasserrohrbruch.
Was?
Oui.
Klar, komm rein!
Nur die Woche.
Wer m�chte Kiwi? Ich.
*Ein Telefon klingelt.*
Gisela, hey! Willst du Jackie sprechen?
Ach!
Heute?
Klar sind wir dabei.
Bis nachher!
Es ist soweit.
Kannst du Mau Mau?
No.
Bei dem w�re ich auch schwach geworden.
Wie geht's? Habt ihr den Franzmann jetzt schon bei euch in der H�tte?
Nur zum Duschen.
Zum Duschen ... So hei�t das heute.
Wei�t du ...
Ich w�re damals gerne mit dem Udo geblieben.
Dein Opa war mein erster und mein einziger Mann.
40 Jahre.
Tagaus, tagein.
Irgendwann ...
Irgendwann ist der Ofen aus.
Oma!
Alles in Ordnung.
Das war ein sch�ner Tag heute!
Sehr!
Machen wir wieder.
Ja.
Ich muss dich mal was fragen.
Was gibt's?
Mit Jackie und dir, l�uft da irgendwas?
Was ist mit dir los?
Spinnst du?
Merde!
*Ihr Handy klingelt.*
Hallo!
Ja, bin ich.
Oma!
Was ist los?
Oberschenkelhalsbruch. Schei�e!
Die m�ssen operieren.
*Sein Handy klingelt.*
(Oma ist gest�rzt. Sie wird operiert.)
(Ich fahre kurz zur Arbeit. Melde dich, bitte!)
Jackie!
Was ist los?
Mach dir keine Sorgen!
Alles wird gut!
Die Oma schafft das.
Hallo!
Ja.
Oma!
Was machst du f�r Sachen?
Die Maria und ich, wir haben zu viel Eierlik�r getrunken.
Mensch Oma!
Da l�sst man sich ein- mal ein bisschen gehen.
Schon ist das ganze Becken im Arsch.
Sch�n!
Martin!
Martin, lass uns reden!
Da gibt's nichts mehr zu reden.
*Der Motor heult auf.*
Ach du Schei�e!
Bist du Bi?
Und wenn ...?
Mit 19 hatte ich was mit einem Freund.
Das ist normal.
Wenn man neue Leute kennen lernt und sie wirklich mag,
dann verf�hrt man sie.
Man ist neugierig, inspiriert.
Man zeigt sich nur von seiner besten Seite.
Man freut sich auf das n�chste Rendezvous.
Man verliebt sich.
Ich habe mich in euch verliebt.
Wei�t du noch, wie du hier reingekommen bist?
Mit diesen Bayern, die wir nicht verstanden haben.
Hi!
Hey!
Ich muss dir was sagen.
Ich bin schwanger.
Und ich glaube, es ist von dir.
Was?
Was?
Martin!
Was f�llt dir ein, du ver- logenes Arschloch? Verliebt.
Ist das deine Rache f�r die Geschichte mit Estelle?
Was macht ihr hinter meinem R�cken?
Wie viele Kinder hast du schon gezeugt mit deiner Leichtigkeit?
Ich hab dir gesagt, es gibt Regeln und Konventionen.
Die haben einen Sinn. Es war...
Fass mich nicht an!
Verficktes Chaos hier!
Wie oft habt ihr es getrieben?
Und wo? Hier in der Wohnung?
Es war nur ein Mal.
Nur ein Mal ...
Nur ein Mal.
Und da bist du gleich schwanger geworden?
Da hast du nicht verh�tet?
Und dann hast du noch mal mit mir geschlafen?
Steh mal auf und guck mich an!
Liebst du ihn?
Wei�t du, Jackie, dein Opa hat das damals rausgekriegt.
Das mit dem Udo.
Das hat ihn verletzt.
Richtig verletzt.
Wir sind in der Zeit geboren,
wenn da was kaputt gegangen ist, dann hat man das repariert.
Nicht einfach weggeworfen.
Es war nicht alles schlecht damals.
Liebst du Martin?
Martin!
Warte noch!
Ich w�rde mir w�nschen, dass wir beide es noch mal schaffen!
Ich muss dir was sagen.
Wir haben uns fast ge- k�sst, Serge und ich.
K�nnen wir das nicht versuchen?
Was?
Zu dritt?
Vom fast k�ssen wird man nicht schwanger.
Salut!
Das ist mein Sohn.
Estelle hat es mir gerade erst gesagt.
Deswegen warst du in Douarnenez.
Ja.
Wir haben gesprochen. Auch mit Bruno.
Er ist gut mit dem Kleinen.
Er wird jetzt sein Vater sein.
Vom Gef�hl her ist es sein Kind.
Warum bist du nicht geblieben?
Ich habe abgeschlossen.
Ich wollte zur�ck nach M�nchen.
Zu euch.
Viel Gl�ck!
Martin, lass uns noch mal reden!
Zu dritt.
Ich glaub nicht.
Zum Flughafen, bitte!
Ich muss erstmal weg. Ich geh nach Australien.
(Meldest du dich, wenn du angekommen bist?)
Keine Ahnung.
Dr�cke!
*Jemand klingelt.*
Gehst du?
Martin!
Martin!
Das ist Oskar.
Sieht er mir �hnlich?
Das siehst du doch.
Du hast dich lange nicht zur�ck gemeldet.
Ja, ich konnte nicht.
Bleibst du?
Untertitel: TV Text International, 2016
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