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Original subtitles

Danke.

Vorsicht, heiß.

Ich glaub, du musst los, Evi.

Ich will nicht raus.

Was ist mit der Narkose?

Ich warte bloß auf Ihr Zeichen, Doktor.

Also los.

Schön atmen.

- Na! - Ja...

Sie haben früher weniger geschwitzt.

So...

Da auf dem Bildschirm alles unsinnlich wirkt...

habe ich Ihnen eine Duftprobe von den Pflanzen mitgebracht.

Das hier ist...

Mittelmeer-Zypresse,

die ich am Telefon erwähnte.

Ähm, oder Pinie...

wäre auch eine schöne Alternative.

Unser Investor aus Taiwan ist ausgestiegen.

Mir fehlen 23 Millionen.

Oh.

Ja... Wir stehen auf einem Luftschloss.

Es ist ein Wunder, dass der Boden trägt.

Gehen Sie vor, ich komme gleich nach.

Ah!

Nein, nein. Hör mal zu...

Ich weiß nicht, wann sie ins Büro kann.

Jetzt braucht sie vor allem eins, und zwar Ruhe.

Ja, ich richte es ihr aus. Danke, Karlotta.

- Ah! - Ja!

Uh!

Willkommen auf meiner Party!

Verdammte Scheiße, yeah!

♪ I'm a Cowboy ♪

♪ On a steel horse I ride ♪

♪ And I'm wanted, wanted... ♪

♪ Dead or alive ♪

Hallo? Wer ist denn da?

Wir kommen wegen der Anzeige.

- Was für eine Anzeige? - Die Sie aufgegeben haben.

- Ist Ihr Hund angeleint? - Und ob.

Mach Sitz. Mach Sitz!

Aus jetzt, stures Biest. Aus jetzt, sag ich.

Laut Ihrer Anzeige suchen Sie einen Sklaven.

Gib Pfötchen.

- Entschuldigung, darf ich mal? - Claus!

- Ich komme, Eumelchen! - Claus!

Ja, ich komme!

- Was hast du dir dabei gedacht? - Evi...

Den ganzen Tag geht das schon so!

Du verstehst das falsch,

ich wollte nur eine Putzfrau suchen.

Ja, meine Damen und Herren...

Ich muss mich leider verabschieden

und entschuldige mich bei Ihnen

für meine irreführend formulierte Anzeige.

Was heißt das jetzt?

Meine Frau und ich suchen nur

eine ganz gewöhnliche Putzfrau.

Tut mir leid, dass Sie umsonst da sind.

"Umsonst"? Schickt ihr uns einfach weg?

Ach, nee.

So ein Scheiß hier, du.

Probieren Sie es damit.

Ach, danke. Ich tu nur so, als könnte ich es reparieren,

um vor meiner Frau nicht unfähig zu wirken.

- Erlauben Sie mir? - Na, wenn Sie möchten, gerne.

- Haha! - "Und es ward Licht." Hä.

Ja... Danke schön.

- Gestatten Sie mir eine Frage? - Ja, sicher.

Kann ich mich noch bei Ihnen bewerben?

- Bewerben? Ach so, Sie... - Nur keine Angst.

Ich trage keine Peitsche am Gürtel.

Ich hatte das Gefühl,

Ihre Anzeige war eher... augenzwinkernd gemeint.

Oder nicht?

Sie sind der Erste, der es versteht.

Ja, den Menschen heutzutage... fehlt das Gespür für Ironie.

Das Gleiche sagte ich zu meiner Frau.

Ja, sagen Sie, möchten Sie nicht reinkommen?

- Das wäre sehr freundlich. - Kommen Sie.

Schönes Heim.

Evi, ich hab jemand mitgebracht!

- Ich hatte ein Wellnesshotel. - Ah.

Im Bergischen Land, am Ufer des Bensberger Sees.

- Mhm. - "Schlosshotel Vathek".

Ja... Es gehört inzwischen der Bank.

- Ha. - Hm.

Die Schulden sind in diesem Leben nicht mehr zu tilgen.

Aber der Bankrott hatte auch etwas Befreiendes.

Geld bedeutet mir seitdem nichts.

Egal ob ich viel oder wenig verdiene, spielt keine Rolle.

Die Bank kriegt alles.

Sie ertragen es ganz philosophisch.

Ja, ich musste lernen, das Leben anders zu betrachten.

Ist das so leicht?

Sonst hätte ich mich nicht bei Ihnen gemeldet.

Für mich steht das Wort "Sklave"...

für ein Arbeitsverhältnis,

bei dem nicht Geld, sondern Vertrauen zählt.

Wir sollen Sie "Sklave" nennen?

Evi.

Ich wünsche mir eine würdevolle Arbeit...

der ich mich mit voller Hingabe widmen kann.

Ich möchte dem dienen, der wert ist,

von alltäglichen Mühen, kleinlichen Sorgen

und geistloser Routine entlastet zu werden,

die das Leben freudlos macht.

Ja, das klingt sehr verlockend, Herr Bartos,

aber wir suchen bloß eine Putzfrau.

Und haben weder Geld

noch Bedarf für einen Diener...

Butler oder wie auch immer Sie sich nennen möchten.

Ja.

Ja, dann danke ich für Ihre Zeit.

Gut.

Wie gesagt, ich lege keinen Wert auf Bezahlung.

- Mir genügen Kost und Logis. - Aha.

Eine menschenwürdige Arbeit... ein nützliches Leben...

Danach sehne ich mich.

Und dafür... wünsche ich Ihnen viel Glück.

Wir melden uns.

Wie geht's dir? Hä?

Besser? Gut?

- Hm! - Ja?

Tag hat nicht geholfen?

Tut mir leid, ich hab's doch nur gut gemeint.

- Hm, ich weiß. - Evi, ich hatte so Angst...

Gestern... wie du da völlig erstarrt im Auto saßest...

Ich hatte Angst, dich wieder zu verlieren.

- Ich bin so schwach. - Nein, du bist stark, Evi.

- Ganz schwach... - Du bist heute viel stärker.

Würdest du dich mit jemand im Haus sicherer fühlen?

Hm? Etwa mit Bartos, aber es muss nicht Bartos sein.

Eine feste Haushaltshilfe, die putzt und für dich da ist.

Mhm.

Hä? Hast du deine Tablette genommen?

- Mhm. - Ja?

- Kleine Fußmassage? - Mhm.

- Damit sie schneller wirkt? - Ja.

- So? - Mhm.

- Wirkt schon? - Ja.

Ah!

- Bin ich erschrocken. - Alles in Ordnung?

Ein Rabe flog gegen die Scheibe.

Guckst du mal, ob er noch da ist, bitte?

Er ist weg.

- Alles gut jetzt? - Ja.

Warum bist du schon so früh da?

Ach... Ich war früher mit dem Patienten fertig, weißt du.

Gott sei Dank bist du da.

Schau mal... Das ist Bartos' Bewerbungsmappe.

Die hat er offenbar vergessen.

Wir sehen sie mal an, ja?

- Was? - Er scheint in festen Händen.

"Certification" als Souschef.

Gartenbau: "Verwendung von Pflanzen,

pflanzlichen Produkten,

unter Beachtung von Qualität, Wirtschaftlichkeit..."

- Der Mann kann alles. - Mhm.

"Einrichten und Abwickeln von Baustellen,

Erdarbeiten sowie Be- und Entwässerungsmaßnahmen...

Vegetationsarbeiten", der ist ein Hexer.

Und hier, 29 Jahre Erfahrung als Koch.

"Inhaber Schlosshotel Vathek".

Prächtige Gardenien. Nehmen Sie Kunstdünger?

- Gemüseabfälle. - Das merke ich mir.

- Hm. - Äh...

Bevor ich endgültig zusage...

würde ich gerne eine Woche auf Probe arbeiten.

Wären Sie damit einverstanden?

Ich wollte Ihnen etwas Ähnliches vorschlagen.

Mein Bauch hat mich nie getäuscht,

aber manchmal passt man nicht zueinander.

Das reinste Paradies, Frau Müller-Todt.

Danke.

Ein Pool wäre echter Kontrast zur Urwüchsigkeit:

Wasserspiegelungen...

- "Pool" ist Reizthema hier. - Keine Kritik.

Nein, Evi wollte immer einen unter der Buche.

Ein sehr schöner Ort.

Ja, aber wir haben schon so viel in das Haus gesteckt.

Sie meint manchmal, sie ist arm.

Wäre ich doch auch sparsamer gewesen... damals.

Was ist schon vergänglicher als ein paar Milliönchen?

So kommst du nie zu einem Pool.

Es ist nicht gerade groß.

- Unsere Wohnung in Seeberg... - In der Banlieue?

- Dagegen ist das hier... - ein Palast.

Ihre Frau kann Sie jeder Zeit besuchen.

- Klar. - Sehr freundlich, danke.

- An einem... freien Tag? - Mhm.

- Was is? - Er weint.

- Warum? - Weiß nicht.

Verzeihung...

Ich fühlte mich lange... nicht mehr so zu Hause.

Ich hätte einen Anzug anziehen sollen.

Ich dachte, er schmiert Stullen.

- Aha... Du sollst hier sitzen? - Mhm.

- Und ich da? - Mhm.

- Und das? - Die Speisekarte.

Das sehe ich auch, Evi. Ich meinte den Text:

"Konfierte Abate mit Espuma"?

Ja...

Die Vorspeise kann serviert werden.

Bitte... Nehmen Sie Platz.

Vielen Dank.

Die Vorspeise...

Konfierte Abate-Birne mit Roquefort-Espuma...

- Und Karamell-Walnusskuchen. - Vielen Dank.

Essen Sie nicht mit, Herr Bartos?

- Der Mann arbeitet. - Ach so.

Vielen Dank.

Danke.

- Du musst nicht Danke sagen. - Ich fühle mich komisch.

Dem Kellner kann ich Trinkgeld geben.

Es war ausgezeichnet, da...

Entschuldigung... Ich bin nicht gewohnt, bedient zu werden.

Herr Bartos... Stelle ich mich sehr dumm an?

- Geben Sie sich Zeit. - Mhm.

Eine herrschaftliche Haltung muss man erst erlernen.

Sie mögen es altmodisch, nicht wahr?

Die Menschen heute können weder dienen noch befehlen.

Zum Gehorsam sind sie zu groß, zum Herrschen zu klein.

Darf ich den Hauptgang servieren?

Ähm... Ich würde sogar sagen,

Sie dürfen ihn sehr gerne servieren.

Hauptgang...

Rosa gebratenes US-Flank Steak mit Blutwurst-Apfeljus

an Chili-Süßkartoffel-Stampf mit Speck-Rucola.

Variation: Karibik-Paprika mit Tomaten-Bulgur-Timbale

und geminzter Joghurt.

Evi... Guten Appetit.

- Essen wir jetzt immer so? - Hoffentlich.

- Ist das lecker. - Mmm.

Das ist was anderes als bestelltes Sushi.

Claus...

- Wehe. - Das ist seine Aufgabe...

Ich will ihn nicht beleidigen.

Bartos!

Dessert... "Mousse de noix de coco" mit Zitronengras

und "Cerises en menthe".

- Einen Espresso? - Nein, danke.

- Unbedingt. - Oder doch!

Könnte ich einen Latte macchiato haben?

Jawohl, Herrin.

Hast du das gehört?

- Was? - Er sagte "Herrin".

- Unsinn. - Doch, laut und deutlich.

Du hast dich verhört.

Könnte ich den braunen Zucker haben?

Sofort, Frau Müller-Todt.

Wahnsinn.

Er stellt sogar den Wecker.

Weißt du noch, wie das hier mal aussah?

Der Mann ist ein Hexer. So gehen echte Profis ans Werk.

Der Hahn tropft nicht mehr. Den hat er auch repariert.

"Lady Evelyn"...

"Sir Claus"?

Ich bin heute wohl etwas gewachsen.

Ich auch.

Evi, nicht so laut! Nicht so laut.

Er kann uns nicht hören.

- Das Fenster ist auf. - Scheiß drauf.

Evi! Evi...

Wie du leuchtest, wenn du glücklich bist...

Mein Lieblingslicht.

Ah! Das hast du aber lange nicht mehr gesagt.

Mir fiel gleich beim ersten Besuch auf...

Ihr Heim ist gar nicht vor Eindringlingen geschützt.

Keine Kameras, keine Alarmanlage...

Nicht mal ein Hund.

Obwohl die Einbruchsraten in dieser Gegend steigen.

Claus sagt immer... "Je sicherer die Welt wird,

umso unsicherer fühlen wir uns."

Ich widerspreche Ihrem Gatten ungern:

Ich könnte aus Ihrem Heim mit wenig Aufwand

eine uneinnehmbare Festung machen.

Wäre das nicht am sichersten?

Ein Wort, und ich fahre mit dem Bus zum Baumarkt.

Fahren wir.

- War das die letzte? - Ja.

Selbstverständlich haben die Kameras Nachtsicht.

Dann können Sie die Maulwürfe auf frischer Tat ertappen.

Ich halte Ausschau.

Und man kann auch... noch näher ran.

Hi.

Versprich mir, Nachbar...

Lad mich zur nächsten SM-Party ein.

- Das war ja keine. - Verstell dich nicht vor mir.

Du und ich... wir scheißen darauf,

was die Welt von uns denkt, oder?

Richtig.

Dann bis bald!

Mann!

Warum geht das Scheißtor nicht auf? Mensch!

Zwei, zwei, eins, null!

Was soll das?

Ihre Frau hat mich darum gebeten.

- Was soll ich drücken? - Zwei, zwei, eins, null.

Evi! Die macht mich wahnsinnig. Wo ist die denn schon wieder?

Evi! Evi!

Du sollst doch am Nachmittag nicht in den Garten gehen!

Ich mache mir Sorgen wegen den vielen Viechern.

Ich hatte einen himmlischen Nachmittag.

Evi...

Ich möchte dir jemand vorstellen.

Lana!

- Lana. - Claus Müller-Todt.

Das ist Ihre Frau?

In guten wie in schlechten Zeiten.

Lana leitete in Bartos' Hotel den Wellnessbereich.

Und sie kann zaubern. Wirst du sehen.

Was hatten Sie noch mal vorhin mit mir gemacht?

Einen Stirnölguss zu Ihrer Dosha-Konstitution.

Genau, ich bin ein Vata-Typ.

- Wusstest du das? Claus! - Wat?

- Wusstest du das? - Was?

Ich neige zu unregelmäßigem Appetit und zu Verstopfung.

Kein Ayurveda, lieber das Skalpell.

Lana wird dich bekehren. Du musst sie ausprobieren.

Seien Sie doch einmal unser Gast.

Sie hatten von diesen heißen Steinen erzählt...

- Evi. - Helfen die gegen Stress?

- Evi, hör auf. - Ach, Claus...

Sei doch kein Spielverderber. Ich warte drinnen... auf dich.

- Noch einen Weizengrassaft? - Ja, für meinen Mann und mich!

Als meine Frau noch jung war, trug sie ihr Haar wie Sie.

Ich bin jung.

Wie zwei Moorleichen.

So ist das,

wenn man wieder im Schoß von Mutter Natur ist.

Jetzt mal ehrlich, Bartos. Haben Sie je

einen geschmackloseren Partykeller gesehen?

- Ich nehme an, die Vorbesitzer. - Ja, neureiche Proleten.

Und Sie kannten sie?

Nee, aber ihren... grauenhaften Geschmack.

Wir schossen das Haus bei einer Versteigerung.

Was wir alles rausreißen und renovieren mussten...

- Das hier kommt auch noch dran. - Richtig.

- Kaviar oder Parmaschinken? - Muss nicht immer Kaviar sein.

Oh, Gnade.

Jetzt kommen deine ganzen Verspannungen raus.

Ja...

Bin ich etwa zu schwer für Sie?

Sie zuerst, Frau Müller-Todt?

Oh! Oh...

Ja. Lach du nur, Claus.

Du bist ihr nächstes Opfer.

Ah! Ah.

- Wie spät mag es sein? - Welcher Tag ist heute?

- Frau Müller-Todt? - Ja?

Schnell, im Garten.

Ja.

Ich hatte so ein Gefühl, sie öffnen sich heute.

Meine "Königin der Nacht".

Herr Bartos? Schenken Sie bitte noch zwei Gläser ein?

Sie sollten mit Ihrer Frau anstoßen.

Stoßen Sie.

Mein lieber Bartos.

Sie haben Ihre Probewoche bestanden.

Mir fehlen die Worte.

Eines haben wir nicht besprochen,

aber Claus ist sicher einverstanden. Lana...

Ich will nicht mehr ohne Ihre Thalasso-Therapien

und Ihre Bali-Bora-Peelings leben.

Richtig.

Sie können öffnen, das ist Karlotta...

meine Geschäftspartnerin.

Danke.

- Karlotta. - Störe ich?

Ähm... Was gibt es denn?

Ich wollte dich besuchen... weil du krank bist, aber...

- Möchtest du reinkommen? - Mhm.

Ich war besorgt, es ginge dir nicht gut.

- Freu dich doch für Evi. - Tu ich ja.

- Kommst du Montag ins Büro? - Ähm...

Ich will aktuell gar nicht an Arbeit denken.

- Hm. Verstehe. Aber... - Ja.

Wird noch ein Aperitif gewünscht?

- Tu mir noch einen. - Karlotta...

- Bleibst du zum Essen? - Ich? Äh...

Nee. Nein. Nein, danke.

Ich glaube, ich bin einfach...

mental gerade noch nicht so... weit.

Für mich siehst du aus wie nach drei Wochen Urlaub.

Das täuscht.

Wir brauchen dich.

Er sprang vor ihren Augen in den Tod.

Stehst du unter Schock, hm?

- Trauma? Krankschreibung? - Nein.

- Also... - Was willst du?

Wie bitte?

Evi spannt aus, wird verwöhnt,

und wir haben Bedienstete. Stört dich das?

- Wer das nötig hat! - Wir gönnen es uns, ja!

Und wenn Evi will, bleibt sie noch zwei Monate zu Hause!

Ohne ihr Geld gäbe es euer Büro ja gar nicht!

Also, zeig gefälligst ein wenig Respekt vor meiner Frau!

Du lässt zu, dass der so mit mir redet?

Er spricht mir aus der Seele.

Nee, bleibt sitzen... Strengt euch bloß nicht an.

Wie die guckte, als Bartos reinkam.

Das tat gut, ihr endlich mal die Meinung zu sagen.

- Evi... - Ja?

- Ich bin stolz auf dich. - Oh, danke.

Claus?

- Claus! - Evi, hier hinten!

Das ist meine Frau.

- Was tun die Männer im Garten? - Evi...

Die bauen dir den Pool dahin, wo du ihn immer wolltest.

Und ich muss aber gestehen, das war alleine Bartos' Idee.

Sie haben viel für mich und Lana getan.

- Ich revanchiere mich nur. - Das ist illegal.

- Ach... - Ich würde es Grauzone nennen.

Das sind doch Schwarzarbeiter, moderne Sklaven.

Wenn Sie sie so nennen wollen...

- Ihr beide mögt den Begriff. - Im ironischen Sinne.

- Das ist Ausbeutung. - Evi...

Weißt du, was Handwerker kosten?

- Die Männer wollen den Job. - Was wär dir lieber?

Sollen sie betteln gehen oder lieber

hier etwas Dauerhaftes schaffen?

Mit den zwei Euro Lohn... ernähren sie ihre Familien.

Zwei Euro?

Dann 2,50, wenn es dein Gewissen beruhigt.

- Ich muss nichts beruhigen. - Bitte, entscheide dich:

Entweder schickst du sie heim, oder du kriegst deinen Pool.

Wie, was? Was haben Sie jetzt gesagt?

Dass der weite Weg aus Bulgarien umsonst war.

- Ganz genau. Gut gemacht. - Ach so.

Ja, gut. Aber stellen Sie ihnen Mineralwasserkisten hin,

ich bestelle beim Catering belegte Brote.

Davon würde ich abraten.

Sie sind unmenschliche Verhältnisse gewöhnt.

- Richtig. - Das ist für sie ein Paradies.

Erleichterungen verwirren sie nur.

- Evi... - Was denn?

Ich muss in die Klinik.

Lass Bartos machen. Er weiß, was er tut.

Bis heute Abend, Eumelchen.

Guten Tag.

- Hallo. - Tag.

Tag. Dober Dan.

Frau Müller-Todt!

Es wäre Torf für ein weiteres Moorbad übrig.

Ah.

So, was ist mit der Narkose? Bitte wieder hinlegen, ja?

- Ich will was anderes. - Wie?

Schwester Ottla ist auch eher für Magenverkleinerung.

- Ach, ist sie das? - Ja.

Sie sagt auch, Chirurgen hier können das.

Jeder Medizinstudent im ersten Semester kann das.

Ich nehme den attraktiven Arzt von der Webseite.

- Das ist ein Modell. - Nein.

Ich mache dir einen Termin mit ihm.

- Dein Vater hat schon bezahlt. - Das kann man umbuchen.

Ich habe mir extra zwei Stunden freigeschaufelt, ja.

- Heute kommt keiner mehr. - Halten Sie jetzt den Mund!

Jetzt vergreifen Sie sich im Ton, Doktor Claus.

Für Sie "Doktor Müller-Todt", klar?

Ich bin Arzt und keine Scheißschwester!

Ich Arzt, du Schwester! Ich Chef, du Untergebene!

Ich oben, du unten! Verstanden?

Du legst dich hin, damit ich deine Wampe absaugen kann!

Nicht anfassen!

Schwänzchen!

- Eumelchen! - Schwänzchen! Schwänzchen!

Oh, ich kann nicht mehr!

Komm wieder ins Bett, Eumelchen.

Schwöre, du bist brav.

Okay...

Kann man sie nicht in einer Pension unterbringen?

Sei ehrlich: Je teurer der Pool,

umso weniger genießt du ihn.

Du hältst mich für geizig.

Außerdem ist es romantisch. Schau doch, Lagerfeuer am Zelt.

Ich würde mich am liebsten dazusetzen.

Keiner hält dich ab.

Nein! Schwänzchen...

Noch einmal kitzeln, und ich schreie.

Damit 20 ungewaschene Bulgaren hier hereinstürmen?

Der Nachtisch: "une tarte au chocolat

avec une Trilogie"... von der Quitte im Glas.

- Mmm. - Mmm, das ist lecker.

Lana, das Dessert ist fantastisch.

- Haben Sie das gemacht? - Ja. Das ist von mir, Herr.

Ach nee, Bartos... Weg damit.

Mohammed hat uns zum Geburtstag eingeladen.

Mohammed? Welcher von denen ist das denn?

- Unser Nachbar, der Ölscheich. - Oh.

- Wie kommen wir zu der Ehre? - Der ist gar nicht arrogant.

- Ich sprach paar Mal mit ihm. - Worüber?

Der will sich Arbeiter ausleihen...

- Für Snacks, Gläser und so. - Ich hoffe, du hast abgesagt.

- Er zahlt 20 Euro die Stunde... - Cl...!

Das sind keine Leibeigenen.

Für die wäre das ein super Nebenverdienst.

Ich werde den Service leiten...

- Wenn Sie gestatten? - Herr Bartos...

- Sie sind ein freier Mann. - Vielen Dank.

Bist du nicht neugierig, wie Ölscheichs feiern?

Nein. Wir reden mit Fremden über Immobilienpreise.

Schon wieder.

Sie sollen nicht beim Essen zusehen.

Äh...

Wir werden uns königlich amüsieren.

Und ich sehe dich endlich in dem Kostüm.

- Was für ein Kostüm? - Überraschung.

Wir sind...

- Müller-Todts von nebenan. - Ave.

Ave.

- Komm, Evi. - Mhm.

Au.

- Eine Nuttenparty. Doch. - Evi, stell dich nicht so an.

Der macht nur Spaß, das ist wie beim Karneval.

Hey, Claus!

- Mohammed. Grüß dich. - Mein Liebster!

- Meine Frau... - Evi, oder?

Sie sehen toll aus, Evi. Wie eine Kaiserin.

- Danke. - Ich habe etwas mitgebracht.

- Ein Geschenk für dich. - Ein Geschenk von dir?

- Hier... - Ja.

So, jetzt hört mal alle her, ja!

Das... sind meine wunderbaren Nachbarn.

Guten Tag, ja.

Ohne sie wäre das hier nur ein üblicher Stehempfang.

Ich freue mich sehr, dass ihr da seid.

Das Motto lautet:

"Toll trieben es die alten Römer"!

Also haltet euch gefälligst daran.

Ave, Herr. Ave, Herrin.

Ave, Sklave.

- "Morituri te salutant". - Abend, Herr Bartos.

Schau, da wird gekämpft.

Das sehen wir uns an. Entschuldigung?

Komm schon!

Gib ihm! Gib ihm!

Hau drauf!

Schau mal.

Los, hau!

Hau drauf.

Claus.

Was für eine geile Party, hä?

So feierten wir früher vor dem Bürgerkrieg.

Ich fühle mich wie zu Hause.

- Das verdanke ich dir, Claus. - Ach... Nicht der Rede wert.

Wir ticken ähnlich, kann das sein?

Komisch. Ich habe euch Deutsche nie verstanden:

Mülltrennung... Tempo 30... UN-Resolution...

Lauter Schwuchteln, die von "Mutti" regiert werden.

- Aber vor dir habe ich Respekt. - Ja.

Wie du deinen Pool baust... deine Angestellten führst...

Du und ich...

sehen die Masse ohne Mitleid.

Wir haben keine Scham für Väter und Vatersväter,

die stolze... grausame... Eroberer waren.

Komm.

Ich zeige dir was, das dir gefallen wird.

Hier vergesse ich alle Sorgen, Claus.

Du bist immer willkommen.

Bravo! Du hast es gleich bemerkt.

Mach's dir bequem.

So einen Raum hatten wir früher im Innenministerium,

ich ließ ihn aus dem Kopf nachbauen.

Das Sofa hier... stammt auch noch von dort.

Ein Stückchen Heimat, weißt du?

Tust du deine Heimat sehr vermissen?

Ja.

Ich lebte im Paradies und wurde daraus vertrieben.

Was könnte schmerzhafter sein?

Ich brach mein Philosophiestudium in Paris ab,

um mit meinem Onkel die Rebellen zu bekämpfen.

An einem Tag hielt ich Nietzsche in der Hand,

am nächsten Tag eine SIG Sauer 716.

Oh Gott.

Oh mein Gott. Oh, das kann ich nicht sehen.

- Warum nicht? - Das ist schrecklich.

Ich hab das noch keinem gezeigt.

Ich dachte... ich könnte mich dir öffnen.

Ich kriege keine Luft hier, mir ist ein bisschen duselig.

- Geht's dir nicht gut? - Doch.

Ich muss mal nach Evi sehen, weißte?

Ah...

Sie gehört Ihnen, wenn Sie möchten.

- Bitte? - Sie können Lana haben, Herr.

- Reden Sie doch keinen Unsinn. - Es wäre mir eine Ehre.

- Sie bieten mir Ihre Frau an? - Sklaven kennen kein Eigentum.

Unsinn.

Ihre Meinung von sich ist immer noch viel zu gering.

Legen Sie es ab, uns als Menschen zu sehen...

Herr.

Claus?

Evi, wo warst du denn?

Ich glaube, ich möchte gerne gehen.

- Kommst du? - Ja.

Lana erwartet Sie, Herr.

Nein, ich wollte nur was fragen wegen des Betons für den Pool.

Aber das hat bis morgen Zeit.

Bitte treten Sie ein, Herr.

Wie?

- Kommen Sie nicht mit? - Dann wären wir zu dritt.

- Ist es das, was Sie wollen? - Nein...

Eigentlich nicht.

Ich wünsche viel Vergnügen, Herr.

Guten Abend, Herr.

Nenn mich bitte Claus.

Steht mir nicht zu.

Dann befehle ich es dir.

Claus.

Kannst du es nicht etwas... netter sagen?

So zärtlicher?

Liebevoller?

Claus.

Claus.

Clau...

Oh... Gott.

Evi?

E...

- Was machst du? - Ich suche meine Uhr.

- Du siehst so büromäßig aus. - Ja...

Ich finde, Karlotta hatte recht.

Ich... hab mich gehen lassen.

Der "Wellnessurlaub" ist vorbei.

Heute Abend reden wir über die Sklaven, ja?

Was?

Es gibt ein Problem.

Was für ein Problem?

Ihrer Frau wurde die Uhr gestohlen.

- Hat sie das gesagt? - Es ist das Wahrscheinlichste.

Evi ist schusselig und hat sie verloren.

Oder ein Arbeiter schlich sich in Ihr Schlafzimmer.

- Haben wir keine Alarmanlage? - Doch, sie ist nur nachts an.

Und was soll ich jetzt tun, Bartos?

Denen fehlt Disziplin und Ehrfurcht.

Legen Sie sie in Ketten.

Bestrafen gehört zu Ihren Aufgaben, Herr.

- Das war ein Witz, Bartos. - Natürlich.

Ich möchte mich natürlich

bei allen Beteiligten entschuldigen.

Mensch, Claus!

Das... wird nicht reichen.

Wie?

Wir haben ein kleines Grundstück am See und...

Hey!

Was macht Ihr Pool aus Marmor? Oder war es Gold?

Wer war das? Ich hab gefragt, wer das war!

Ja, ja. Ha, ha, ha. Sehr, sehr witzig.

Hey!

Was ist passiert?

Ach... nichts. Ich stand im Weg.

Sie dürfen das nicht ungestraft lassen.

Lassen Sie es gut sein.

Sie gehorchen nur, solange sie uns fürchten.

Was reden Sie für Unsinn?

Befürchten Sie einen Sklavenaufstand?

Plündern die uns etwa aus und spießen unsere Köpfe auf?

Das sind nur arme Schweine,

die vom dicken Auto und Eigenheim träumen.

Ich weiß, wer die Uhr stahl. Der Mann hat gestanden.

Aha. Und wer war es?

- Was tun Sie, wenn ich es sage? - Ich schmeiß ihn raus.

Sie denken, wer zwei Euro pro Stunde verdient...

den schmerzt eine Entlassung?

Wir können schlecht die Polizei rufen.

Verzeihen Sie, Herr,

Sie sollten den Schwanz nicht einziehen.

- Das tu ich nicht. - Wirklich?

- Sie müssten das ja wissen. - Mhm...

Ja, Ihr Beischlaf mit meiner Frau war heldenhaft.

Ich hoffe, es hat Ihren Mut nicht aufgebraucht.

So.

Zeigen Sie mir den Kerl.

Hey!

Gib die Uhr zurück, und wir vergessen das Ganze.

Was?

Er denkt, du hast seine Frau bestohlen.

Was?

Er bezahlt dich, wenn er dich schlagen darf.

Sag ihm, er kann mich am Arsch lecken.

Was hat er gesagt?

- Ich stehle nicht. - Ich glaube dir.

Für wen hältst du dich? Hä?

Ich bin... Doktor... Müller-Todt!

Ich verdiene Respekt!

Respekt!

Wer ist jetzt der Herr?

Ha.

Claus!

Claus, ich bin's!

Danke.

Danke.

Und ich dachte, ich müsste dich mühsam überzeugen.

Wovon?

Du hast alle Sklaven weggeschickt.

Diese Party öffnete mir die Augen,

sie hatte was Menschenverachtendes.

- Findest du? - Mhm.

Ich möchte nicht so werden.

Wir werden nicht so, Evi.

Gut! Dann müssen wir es nur noch Lana und Bartos sagen.

- Kommst du? - Warte mal... Evi!

Wir warten unten auf dich!

So. Was ist hier los?

Herr Bartos und ich haben das Wichtigste besprochen.

- Was? - Also, lassen Sie das doch...

- Ach, das ist alte Gewohnheit. - Was?

Herr Müller-Todt... Ihre Hand ist ja verletzt.

- Claus! - Evi, das ist nicht schlimm.

Wir benutzen neue Kanülen, an die ich mich gewöhnen muss.

- Was! - Wo waren wir?

- Ja, wo? - Bei unserer Kündigung.

- Lana! - Was?

- Ist das wahr? - Wir waren uns doch einig.

Ohne vorher darüber zu reden?

Du hast alle Arbeiter entlassen.

Was haben die beiden mit illegalen Bulgaren zu tun?

- Es geht mehr ums Prinzip. - Wie? Die machen einen 1 -a-Job!

Ich will nicht verwöhnt werden,

obwohl es angenehm ist.

Aber mir gefällt nicht, was es aus mir macht.

"Ich, ich, ich"! Was ist mit mir?

Mir gefällt auch nicht, was es aus dir macht.

Was macht es aus mir? Was soll das heißen?

- Du veränderst dich. - Ach, überhaupt nicht. Unsinn.

Ich hab in der Klinik angerufen.

Wie... Das sagst du jetzt hier vor allen Leuten?

- Wann hättest du's mir gesagt? - Na dann.

Frau... Herr, bitte... Bitte, Herr Müller-Todt.

Ich möchte nicht, dass wir zum Anlass

eines Ehestreits werden.

Ich verstehe Ihr Bedenken. Vollkommen.

Manche sind nicht geschaffen... um bedient zu werden.

Es nährt die eigene Passivität...

- Selbst die Arroganz. - Was?

Ja. Und so ein sensibles Gewissen wie das Ihre...

leidet sicher darunter.

Jetzt übertreiben Sie, Herr Bartos.

- Gar nicht. - Doch.

Es spricht bloß für Ihre... gute Seele.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, sehr nett.

Wie, was ist jetzt?

Wenn Sie Empfehlungsschreiben brauchen,

selbstverständlich.

Das ist nicht nötig.

Herr Bartos!

Dürfen wir Ihnen wirklich kein Taxi rufen?

Nein, vielen Dank. Der Bus hält an der Ecke.

Bartos.

Damit Sie uns in guter Erinnerung haben.

Das können wir nicht annehmen.

Ach, bitte tun Sie uns den Gefallen.

Verzeihen Sie, aber auch ich habe meine Prinzipien.

Auf Wiedersehen.

- Auf Wiedersehen. - Lana.

Vielen Dank für alles, was Sie für uns getan haben.

- Lana, vielen Dank. - Bartos.

- Und viel Glück. - Auf Wiedersehen.

Es tut mir leid, Claus.

Vielleicht hast du ja recht.

Vielleicht ist es besser so.

Mach ich den Espresso in Zukunft selber.

Ich meine deine Entlassung.

Du findest im Nu was Besseres.

Ich hatte zuletzt kaum noch Patienten.

In Polen und Tschechien

saugen die Fett viel billiger ab.

Das sind Pfuscher. Du bist Chirurg.

Seien wir ehrlich... Ich habe den Gipfel längst hinter mir.

Von nun an stolpere ich nur noch zu Tal.

Aber niemand hetzt dich. Bleib zu Hause.

Lass dir Zeit, ruh dich aus.

Ich will mich in Zukunft mehr um meine Firma kümmern.

- Ich soll Hausmann werden? - Davon war keine Rede.

Aber...

Warum eigentlich nicht? Was wäre daran schlimm?

Wir hätten mehr Zeit für einander.

Das wollen wir doch.

Hm?

Ja?

Guten Abend, Herr. Verzeihen Sie die späte Störung.

Was ist?

Ich fürchte, ich ließ etwas in Ihrem Garten liegen.

Bartos, es ist mitten in der Nacht.

Das erleichtert Ihnen die Sache.

Wie, was...

Das war ich nicht.

Das war nicht ich.

♪ It's all the same ♪ ♪ Only the name will change ♪

♪ Everyday it seems ♪ ♪ We're wasting away ♪

♪ Cause I'm a cowboy ♪ ♪ On a steel horse I ride ♪

♪ And I'm wanted, wanted... ♪ ♪ Dead or alive ♪

♪ Dead or alive... ♪

Was tun Sie hier?

Wie lange spionieren Sie uns schon aus?

Vier Jahre... drei Monate und zwölf Tage!

Wie? Seit wir in der Villa wohnen?

- Ja! - Warum?

Für wen hältst du dich! Ich bin Doktor...

Sie haben mich angestiftet. Die Bestrafung war Ihre Idee.

Mein Wort und das von 19 Zeugen steht gegen Ihres!

Aber er lebte noch, als ich ging!

Zehn Minuten später starb er! In den Armen seines Bruders!

Aber das stimmt nicht.

Hä?

- Was wollen Sie von mir? - Unsere Villa.

- Was glaubst du denn? - Wie, "Ihre" Villa?

"Mal ehrlich, Bartos, haben Sie

je so einen geschmacklosen Partykeller gesehen?"

Ich habe ihn selbst eingerichtet!

Herr Müller-Todt, zwei Möglichkeiten:

15 Jahre Gefängnis... Oder Sie überschreiben die Villa,

ziehen neben der Garage ein und werden uns bedienen.

Von dem toten Bulgaren erfährt keiner!

Und wir leben alle glücklich und zufrieden zusammen

von der Erbschaft Ihrer Frau.

Spinnen Sie? Evi gibt Ihnen keinen Pfennig.

Nein! Sie verstehen mich falsch!

Falsch! Falsch! Falsch!

Denn... mit "Frau Müller-Todts Erbe"

meine ich das Geld,

welches Sie von Ihrer Frau erben!

Was reden Sie denn da, Bartos! Sind Sie wahnsinnig geworden?

Sie kennen Ihre Frau viel besser als ich.

Glauben Sie, sie verzeiht Ihnen einen Mord?

Oder einen "Seitensprung"?

Sie wollen... dass ich meine Frau umbringe?

Endlich begreift er es.

Ich bin kein Mörder! Bin ich nicht.

Wir alle drei wissen ganz genau,

was Sie sind!

Bitte... Bartos.

Das habe ich nicht verdient.

Herr Müller-Todt.

Ihnen bleiben...

24 Stunden, um sich zu entscheiden.

Morgen Mitternacht... pünktlich um null Uhr

beziehen wir... wieder unsere Villa!

Du zitterst ja.

Wo warst du denn?

Ich war unten in der Küche, ich musste was trinken.

Du bist ganz kalt.

Ich hab Kaffee gemacht. Hier, probier mal.

- Ich weiß, Lanas ist besser. - Nein, deiner.

Lügner.

Claus?

Ich hatte... heute Morgen...

als ich aufwachte, zum ersten Mal seit Jahren...

kein Bedürfnis nach Tabletten.

Du setzt alle auf einmal ab?

Mit deiner Hilfe?

Ja, natürlich. Ach Evi, das ist ja großartig.

Ich freu mich für dich.

- Danke! Für uns. - Ja, klar... Für uns.

Hm.

- Evi? - Ja?

- Wann kommst du nach Hause? - Ich weiß noch nicht.

Machen wir einen gemütlichen Abend?

Sushi bestellen, Rotwein, "Downton Abbey"?

- Das hatten wir lange nicht. - Eben.

- Ich beeile mich. - Ich zähle die Stunden.

Ich die Minuten.

Ich liebe meine Frau, hörst du!

Widerlicher kleiner Pisser!

Ich liebe sie!

Tag.

Ähm... Ich wollte zu Mohammed.

- Your name? - Ich bin Claus.

Okay.

Come here. Hands up.

Hallo!

Nach meiner Party war ich sauer auf dich.

Was?

Ich ziehe mich aus, und du spielst Moralwächter?

Äh... Ich war betrunken. Und hatte bisschen Angst...

Bei zwei Gläsern zu viel kommt immer der Konfirmand raus.

Wirklich, das tut mir leid...

Also...

Claus mein Bester, setz dich. Setz dich hin.

Habe ich dich also endlich erwischt?

- Ja. - Hab ich das?

So.

Im Ernst, Claus, was kann ich für dich tun?

Ja, ich...

Schieß los.

Ja, also... Ich habe ein kleines Problem.

- Ein kleines Problem? - Ja, Leute drohen mir.

- Leute? - Richtig.

- Bedrohliche Leute? - Ich will nicht dramatisieren.

Kommst aber zum bösen Araber.

Nee, deshalb bin ich nicht hier.

Ich kenne einfach keinen, der...

Der was?

Bewaffnete Securitys um sich hat.

- Claus. - Ja?

Ich bin mögliches Anschlagsziel.

Klar.

Sie schützen mich vor Terroristen.

Ja, ist klar. Versteh ich.

Könnte ich eine Waffe leihen, kurzfristig?

Im Ernst.

- Claus. - Ja.

- Hier gibt es Gesetze, ja? - Klar.

Alle Pistolen, alle Gewehre,

alle verfickten Patronen sind registriert.

Kann ich einen Bodyguard ausleihen?

So wie ich dir meine Arbeiter für die Party.

Claus... Es gäbe eine diplomatische Krise,

wenn mein Leibwächter in deinem Haus einen erschießt.

Nicht erschießen. Es geht um Abschreckung.

Nur etwas Angst einjagen, mehr nicht.

Ich würde dir ja gerne helfen Claus, ja...

Aber dazu musst du mir erst vertrauen.

- Das tue ich 100-prozentig. - Ich meine, wie einem Freund.

Vertrauen wie... einem Bruder, Claus, ja.

Brüder töten füreinander, Claus.

Ja? Brüder sterben füreinander, Claus.

Zwischen Brüdern gibt es keine Grenzen oder Geheimnisse.

Warum erzählst du mir nicht die Wahrheit, Claus?

Also komm, schieß los!

Na!

Ach komm, vergiss es. Nee, ist blöd.

Nee, du wirst mich eh auslachen.

Entschuldige die Belästigung, Mohammed.

Nein...

- "Mohammed". - Mohammed.

- "Hä". - Ha.

- Nicht "ha", "hä". - Cha.

"Mo-ham-med".

- Mohammed. - Nein...

- "Hä". - Chä!

Nein... "hä".

- "Hä". - Chä.

- Ja, Mo... - Mo...

- ...hammed. - Kann ich einfach "Mo" sagen?

- Kannst du auch. - Gut, Mo...

Ich... will dich nicht mit Lappalien belästigen.

Die Sache ist nicht schlimm, damit werde ich allein fertig.

Ich bin ja Schwuchtel, kein Mann. Nein...

Ich meine natürlich... Mann, keine Schwuchtel.

Claus, so gefällst du mir besser.

- Ja? - Ich mir auch.

Ja, gut.

Entschuldige die Störung, Mohammed.

Du störst nicht, Claus.

Na? "Moham-med".

- Genau. - "Mohammed"!

- Mohammed. - Ja.

Okay. Also gut.

Ich kann Ihren Anruf nicht entgegennehmen.

Hinterlassen Sie eine Nachricht.

Bartos, hören Sie zu... Ich steige aus.

Zeigen Sie der Polizei Ihre schmutzigen Videos.

Bringen Sie mich hinter Gitter:

Meine Villa und meine Frau kriegen Sie nicht.

Das verspreche ich Ihnen... Bartos.

Ja! Ja!

Evi? Evi!

Hm?

Du bist es.

Hast du "Downton Abbey"?

Ja. Natürlich, Evi.

Holst du... morgen früh Brötchen?

Ich möchte den ganzen Tag mit dir faulenzen.

Ich auch.

- Gute Nacht. - Gute Nacht, Evi.

- Guten Morgen! - Guten Morgen, Schatz.

- Ich wollte dich nicht wecken. - Das ist nett, danke.

Ei, ei, ei, ei, ei.

Das wird ein echt schöner Tag.

- Ja, das scheint so. - Klopf, klopf!

- Claus? - Ich hab geklingelt.

Wir... igeln uns am Wochenende immer ein.

Ja, schlechtes Timing.

Wann ist der Pool fertig?

Sind Sie deswegen hier... Herr Al Thani?

Ich will fragen: Kann ich Claus

für 10, maximal 15 Minuten ausleihen?

Ich finanziere eine Stiftung,

die Prothesen für Versehrte spendet.

Oh!

Ich würde Claus gern zu unserer Homepage

einige medizinische Fragen stellen.

Ich wusste nicht...

Dass ich nicht nur dekadente Partys feiern kann?

Gut, also...

- Das haben Sie gesagt. - Geben Sie mir eine Chance.

Gute Nachbarschaft ist mir wichtig.

Einverstanden.

Gehen wir zu mir? Sie erlauben?

Natürlich. Bringen Sie ihn schnell zurück.

Warum so ängstlich?

- Ginge das auch ein andermal? - Was, Claus?

Über deine Stiftung zu sprechen?

Keine Sorge, es dauert nicht lang.

Claus, komm schon!

Wie lange kennst du Bartos schon?

- Wie bitte? - Welche Rolle spielst du?

Du vertraust mir immer noch nicht.

Ich traf Bartos und seine Frau...

gestern... gegen Mitternacht,

als sie zu dir wollten.

Ich bat sie für einen Moment zu mir herein.

Sie haben mir alles erzählt.

Eines verstehe ich nicht.

Warum fragst du mich nicht um Hilfe?

Keiner erpresst Mohammed Al Thanis Freunde.

- Du, ich... - Du musst wegen der Sache...

keine einzige schlaflose Nacht mehr verbringen.

Das ist ein Geschenk von mir... an dich.

Was sagt man?

Danke.

Und der Laptop... Ist das auch ein Geschenk?

Wir beide... teilen inzwischen viele Geheimnisse.

Ob eins mehr oder weniger...

Hier, zieh das über.

Los! Ich versprach, Evi hat dich bald wieder.

Was hast du vor?

Nichts.

- Was hast du mit ihnen gemacht? - Nichts.

- Laufen lassen? - Sei nicht so albern.

Herr Müller-Todt...

Bitte. Herr Müller-Todt!

Ich bringe dich nicht um dein Vergnügen.

Ich flehe Sie an!

Bitte, lassen Sie uns gehen. Um Himmels willen, ich...

- Sie werden immer religiös. - Ich vermisse den Sex mit dir.

Viel war fake, mein Orgasmus war echt!

Wir zwei könnten zusammen sein!

Bartos... Ich kann jetzt leider nichts mehr für Sie tun.

Sie sagten doch selbst,

ich soll aufhören, Sie als Menschen zu betrachten.

Ha! Bravo. Bravo, Claus!

Nee, das nicht.

Die müssen eh zerkleinert werden!

- Nein! - Reiß dich zusammen!

- Erschieß sie vorher! - Ich?

Typisch, andere sollen eure Kriege führen.

- Nein. - Es ist nicht so schwer.

- Ich kann es nicht! - Ganz ruhig, mein Freund.

- Ich helfe dir ein wenig. Okay? - Ich kann das nicht.

Schau mich an, Claus!

Stell dir vor, was du alles zu verlieren hast.

Die wollten Evi töten.

Dir dein Haus wegnehmen... Dein Geld, dein Ansehen!

Dich stürzen, als könnte man die Welt auf den Kopf stellen.

Claus, zeig ihnen, wie man eine Revolution niederschlägt!

Ja! Bruder!

- Claus! Eins... - Ich kann das nicht!

- Zwei! - Nein!

- Drei! - Ich kann nicht!

- Ich kann nicht. - Claus!

Ich brauch ein Taschentuch!

Danke.

Evi! Wo bleibt das Geburtstagskind?

- Schön, dass ihr da seid. - Hallo!

- Karlotta. - Evi.

- Hast du Claus verloren? - Nicht, dass ich wüsste.

'N Abend. Mohammed.

Claus... Wo bleibst du? Wir warten alle.

Ich brauche kurz Ruhe.

Ist 50 so eine schlimme Zahl?

Hm?

Es gibt Schlimmeres.

Komm.

Guck, da ist er!

♪ Happy birthday to you ♪

♪ Happy birthday, lieber Claus ♪

♪ Happy birthday to you ♪

Auf das Geburtstagskind!

- Bravo! - Schau, wie schön.

Wir freuen uns, dass du wieder bei uns bist, lieber Claus.

Ja, bitte... Schneid die Torte an!

Vorher möchte ich mit euch allen anstoßen.

Auf uns!

Auf uns!

No Limits Media 2018 Untertitel: David Seyboth u. a.

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