All language subtitles for Du hast es versprochen - Forgotten (2012)

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Original subtitles

(Clarissa) Zehn.

Neun.

Acht.

Sieben.

Sechs.

Fünf.

Vier.

Drei.

Zwei.

Eins. - Hoch soll sie leben!

Herzlichen Glückwunsch, Hanna!

Aber keine Dummheiten machen!

Und geht nicht so weit vom Haus weg!

(Lachen)

(Düstere Musik)

Guck mal, da können wir rein!

Komm schon, Hanna Bannana! Sei kein Angsthase.

Du hast ja keine Ahnung, was hier passiert ist.

Aber du?

Es ist ein Fluch!

Keiner, der da runterging, kam je wieder raus.

Was denn? Hast du Angst? - Quatsch!

(Geheimnisvolle Musik)

Es ist 100.000 Jahre her!

Da lebte auf der Insel hier ein Mädchen.

Sie war stumm.

Sagte nie ein Wort.

Summte nur leise vor sich hin.

Und das Gruseligste war: Sie wurde einfach nicht älter.

Egal, wie viele Geburtstage sie hatte.

Die Leute im Dorf fürchteten sich.

Und eines Nachts brachten sie das Mädchen in den Wald

und sperrten sie hier unten ein.

(Knall)

Für immer.

Aber sie ist nie gestorben.

Mit jedem Jahr wurde das eingesperrte Mädchen wütender.

Und sie schwor sich, aus Rache so lange zu warten,

bis jemand kommt, der sie befreit.

Der muss dann ihren Platz einnehmen.

Verdammt in alle Ewigkeit.

Bis auch er jemanden findet, der mit ihm tauscht.

Und wenn man ganz, ganz leise ist, kann man noch ihr Summen hören.

Als würde sie nach einem rufen.

Du bist die echt beste Geschichtenerfinderin...

(Knacken)

(Gruselige Musik)

(Donner)

(Lea schreit.)

Nein.

Alles ist gut, mein Schatz.

Alles ist gut. Du hast nur schlecht geträumt.

Da ist ein Monster unter meinem Bett.

Ein Monster?

Böses Monster.

Weiß deine Mama, dass du nachts Mädchen erschreckst? Geh nach Hause.

Da ist ja gar kein Monster.

Ist gerade weg.

Komm, kuschel dich ein.

Ich bleib hier, bis du eingeschlafen bist.

Hanna?

Bist du fertig?

Vielleicht sollte ich lieber hierbleiben.

Lea schläft schlecht und ich...

Jen ist in zehn Minuten da. Mach dir keine Sorgen.

Ich weiß, du hasst diesen Teil. Aber es wird dir gefallen.

(Musik)

Es ist noch nicht 12.

Ich weiß.

Das ist kein Geburtstagsgeschenk.

Es ist ein Geschenk für die Frau, die ich liebe.

Ich weiß es.

Was?

Ich hatte früher Schluss, ich wollte dich überraschen.

Sie ist hübsch,

jung, blond.

Herzlichen Glückwunsch.

Hanna, ich...

(Musik)

Zehn,

neun,

acht,

sieben,

sechs,

fünf,

vier,

drei,

zwei,

eins.

(Klatschen und Lachen)

(Kinderlachen)

Hanna, es tut mir so leid.

Es hat nichts bedeutet. (Handy)

Hast du Bereitschaft?

Heute?

Mir war nicht nach feiern.

Wissen wir, wer sie ist?

Irgend so eine reiche Modetussi aus London. Hatte Glück.

Hätte der Zimmerservice sie nicht gefunden,

hättest du in Ruhe feiern können. - Ist schon okay.

(Musik)

Komm weiter. Komm weiter, Hanna. Komm schon.

Komm schon. Schneller!

(Musik, Lachen)

Ist ewig her, dass jemand an meinem Bett Wache gehalten hat.

Stand es so schlimm um mich?

Zwei, drei Stunden später und wir hätten nichts mehr tun können.

Die Tabletten...

Ich wollte nicht...

Ich konnte einfach nicht schlafen, wissen Sie?

Ich bin froh, dass es dir besser geht, Clarissa.

Ich hätte dich auch nicht erkannt. Dein Name stand in der Akte.

Ich bin Hanna.

Hanna Merton. Erinnerst du dich?

Hanna?

Hanna Merton.

Das kann nicht sein.

Hanna. Wirklich?

Ja. - Komm.

(Musik)

Sie zog damals mit ihren Eltern nach London.

Ich glaub, dritte Klasse.

Seitdem sahen wir uns nicht mehr.

Hanna. - Unsere Eltern waren befreundet.

Wir fuhren oft zusammen in den Urlaub.

Hanna. Hanna, wir müssen miteinander reden. Bitte.

Mama.

Guten Morgen, mein Schatz.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Hm, vielen Dank. - Bist du alt geworden?

Uralt.

Papa? - Ja.

Hilfst du mir, das Geschenk einzupacken?

Geh schon mal vor. Ich komm gleich nach.

Ich kann meinen Eltern sagen, dass Lea heute bei Ihnen schläft.

Dann mache ich früher Schluss und wir gehen ins Maxime. Um sieben?

Okay.

Warum hast du es ihm nicht gleich gesagt?

Ich hätt ihm die Teller um die Ohren gehauen.

Willst du ihn verlassen?

Keine Ahnung.

Wieso erzähle ich dir das? Wir haben uns erst wiedergetroffen.

Aber wir kennen uns schon ewig.

Darf ich dich was fragen?

Warum hast du die Tabletten genommen?

Weißt du, wie es ist, wenn man wochenlang nicht schlafen kann?

Ich wollte mich nicht umbringen, falls du das denkst.

Ich wollte einfach nur Ruhe in meinem Kopf.

Nach dem Tod meiner Eltern arbeitete ich zu viel.

Verstehst du das?

(Handy)

Rede mit ihm. - Nee.

Okay, dann mache ich... - Ich warne dich.

Weißt du was?

Warum fahren wir nicht ein paar Tage weg?

Ich weiß auch schon genau, wohin.

Ich weiß nicht.

Aber du hast doch gesagt, du warst ewig nicht mehr da.

Ja, schon, aber...

Wir beide.

Wie früher. Auf die guten alten Zeiten.

(Beide lachen.)

(Rockmusik)

(Alle singen.)

(Düstere Musik)

Freust du dich?

Erkennst du es?

Ja.

Mal sehen, wer das größte Zimmer kriegt.

(Tür knarrt.)

Mama, ich muss mal.

Komm, Süße. Ich zeig dir das Klo.

(Lachen, Kinderstimmen)

(Düstere Musik)

Wer sind Sie?

Schön, hier zu sein, oder? - Der Mann stand in meinem Zimmer.

Seb. Weißt du nicht mehr?

Hielt früher schon das Haus in Schuss.

Nicht, dass wir heute Abend im Dunkeln sitzen.

(Hund bellt.)

(Seb pfeift.)

(Musik)

Guten Tag.

Guten Tag, die Dame. Was kann ich tun?

Wir würden gern einen Fisch kaufen.

Einen Fisch. Hm.

Dann mal los.

Einen schönen Fisch für die schönen Damen.

Welchen soll ich denn für dich fangen?

Kannst dich gar nicht entscheiden, was?

Ist egal. Wir nehmen einfach irgendeinen.

Die kleine Hanna.

Ungeduldig wie eh und je.

Den will ich.

Das ist eine gute Wahl, Prinzessin. Eine sehr gute Wahl.

So.

Tschüs.

(Düstere Musik)

Oh Gott, Entschuldigung.

Nein. Ist meine Schuld. - Das tut mir leid.

Nein. Lassen Sie. Ist gut. Wirklich.

Man sieht selten neue Gesichter. Macht ihr Urlaub hier?

Ja, wir wohnen... - Markus.

Hanna. Das ist meine Tochter Lea. - Hallo.

Wir wohnen in dem Ferienhaus oben am Waldrand.

Meine Freundin mietete es für ein paar Tage.

Wenn ihr kurz wartet, begleite ich euch ein Stück. - Ja, wohin?

(Kirchenglocken)

Du warst schon mal hier?

Ich war so acht oder neun, als wir das letzte Mal hier waren.

Warum seid ihr nicht mehr hergekommen?

Das weiß ich gar nicht.

Ich werd die Insel niemals verlassen.

Ist es auf Dauer nicht etwas einsam hier?

Wer am Meer geboren wird, will am Meer sterben.

Lea.

Nicht so schnell.

Hallo. - Hallo, Clarissa.

Na, Hanna Merton?

Wir sind gerade angekommen und du schleppst den hübschesten Mann ab?

Wer war das?

Wir trafen ihn zufällig.

Hm! - Hm.

Ich will alles wissen.

Pinella ist weg.

Wann hattest du sie denn zuletzt? - Im Fischeladen.

Gleich morgen früh holen wir sie ab, okay?

Und jetzt schlaf und leg dich hin.

(Musik)

Bist du sicher, dass du alleine schlafen willst?

Papa hat gesagt, ich bin ein großes Mädchen.

Da hat er recht, aber wenn was ist, kommst du trotzdem rüber, ja?

Und wenn irgendwas bei dir ist, kommst du rüber.

Okay.

Wie süß!

Nein, guck mal.

Kannst du das noch? - Nee.

Die Tasche hattest du immer!

Guck mal da. Deine Mama. - Ja.

Schön, oder?

Oh, weißt du noch? Gott, ist das ewig her.

Das machen wir ab jetzt jedes Jahr. Freudinnenurlaub.

Auf uns. Für immer.

Für immer. - Ja.

Es gibt noch mehr.

Guck mal. Hier.

Warte mal.

Das Mädchen. Wer ist das?

Du machst Witze.

Nein. Keine Ahnung.

Das ist Maria.

Ja.

Das ist das Mädchen, mit dem wir fast jeden Tag spielten.

Sie hat immer Steine gegen dein Fenster geschmissen, damit wir...

Ich bin froh, dass du mich noch kennst.

Ich hol uns Nachschub, okay?

(Lachen, Kinderstimmen)

Du hättest nicht zurückkommen dürfen.

Geh weg von hier.

Hanna!

Das sollte reichen, oder?

Tim. Er war gerade noch da.

Was wollte er?

Er meinte, wir hätten nicht herkommen sollen. - Wie?

Keine Ahnung.

Na, komm. Lass uns reingehen.

(Mailbox) Hier ist der Anrufbeantworter von Johannes...

(Düstere Musik)

(Hanna hört Musik.)

(Weint)

(Musik)

Nein.

Nein.

(Fenster knackst.)

Mama! - Morgen, mein Schatz.

Ich bin schon viel länger wach als du.

Danke für dein Bild, meine Süße.

Das hab ich nicht gemalt.

Und? Was machen wir heute?

Bootfahren fände ich super.

Meinst du, dein neuer Freund meinte sein Angebot ernst?

Vorher holen wir beim Fischladen Pinella ab. - Pinella!

Ich zieh mir schnell Schuhe an.

Alles in Ordnung?

Ja. Ich hab nur schlecht geschlafen.

Okay. Bis gleich dann.

(Musik)

Wir warten schnell hier, okay?

Hallo?

Hallo, ist da jemand?

(Lachen)

Hallo?

(Düstere Musik)

"Mama! Ich bin hier oben!"

(Düstere Musik)

(Tür knarrt.)

(Kinderstimmen)

"Wunderschön!"

(Düstere Musik)

Und jetzt Augen auf!

Für dich.

Du bist die allerbeste Freundin der Welt. - Für immer.

Für immer.

Kann ich was für dich tun, Kindchen?

Entschuldigung.

Meine Tochter hat gestern ihre Puppe hier vergessen.

Siehst blass aus. Du solltest...

Oh, Entschuldigung.

Behalte es.

Es ist deins.

Boah.

Pinella! Pinella!

Das hat ewig gedauert! Alles okay? - Ja. Komm, lass uns gehen.

(Musik)

Italien.

Italien!

Herrlich, oder? - Hm.

Kann ich dich was fragen?

Ja, klar.

Ich kannte mal ein Mädchen hier. Die hieß Maria.

Vielleicht weißt du, was aus ihr geworden ist?

(Düstere Musik)

Guck mal, Mama. Ich bin ein Seemann.

Toll siehst du aus.

Komm. Pass auf.

Bleib ruhig sitzen. - Nein, nein.

Guck mal, wie toll da. Die Küste.

Ja, gut.

Komm.

Tschüs, Markus. - Tschüs. - Tschüs. - Tschüs, Lea. Macht's gut.

Ja, vielen Dank. - Ja, es war mir eine Ehre.

Warte mal.

Wegen deiner Frage vorhin. - Ja.

Es gab hier mal eine Maria.

Sie war die Tochter der Fischverkäuferin.

Sie ist damals als Kind ums Leben gekommen.

Tut mir leid.

Kanntest du sie gut?

(Düstere Musik)

Boah!

Noch mal! Noch mal!

Lea!

Okay. Es reicht. Hört auf damit.

Was lief dir denn über die Leber? - Clarissa, komm!

Ja! - Clarissa, können wir...

Lea!

Clarissa!

Es tut mir leid!

Lea!

Ich wollte das nicht!

(Stimmen)

"Es ist ein Fluch."

"Keiner der da runtergegangen ist, kam je wieder raus."

"Und eines Nachts brachten sie das Mädchen in den Wald."

"Und sperrten sie hier unten ein."

"Aber sie ist nie gestorben."

"Und der war wirklich hier?"

"Da unten."

"Da ist sie drin."

Mama. - Was machst du denn für Sachen?

Komm.

Lass uns nach Hause gehen, ja?

Lea schläft schon?

Tief und fest.

Ich hab was für dich.

Danke.

Boah, was ist da drin?

Kakao.

Und ein Schuss Whisky. - Eher Whisky und ein Schuss Kakao.

Geht es dir besser?

Was war los?

Die Ruine im Wald.

Da haben wir als Kinder immer gespielt. - Hm.

Ich hab dir eine Geschichte erzählt.

Erinnerst du dich?

Du hast dir ständig irgendwelche ausgedacht.

Ich konnte manchmal nächtelang nicht schlafen wegen dir.

Maria, das Mädchen, das ich gestern nicht erkannt hab... - Hm?

Die war auch dabei.

Ja, kann sein.

Sie ist tot.

Sie starb als Kind. Markus erzählte es mir.

Ja, schlimme Geschichte.

Du wusstest es?

Ich hörte es letztes Mal, als ich hier war, glaube ich.

Und warum hast du nichts gesagt?

Ich hab's überlegt, aber ich dachte...

Ich wollte uns den Urlaub nicht verderben.

Ich meine,

sie war deine beste Freundin, als du alleine hier warst.

Wie ist sie gestorben?

Keine Ahnung.

Ich hab nie an sie gedacht.

Ich hab kaum Erinnerungen an sie.

Mach dich nicht verrückt.

Das kommt wieder.

Keine Angst.

(Düstere Musik)

"Weiter! Weiter!"

"Mit jedem Jahr wird das eingesperrte Mädchen wütender."

"Und sie schwor sich, aus Rache so lange zu warten,"

"bis jemand kommt, der sie befreit."

"Der muss dann ihren Platz einnehmen,"

"bis auch er wieder jemanden findet, der mit ihm tauscht."

(Düstere Musik)

"Du hast es mir versprochen, Hanna."

(Düstere Musik)

Hey. - Nee, nee, nee.

Doch. - Nee!

Oh, Lea. Nicht mit dem großen Messer, komm.

(Musik)

Markus!

Hast du kurz Zeit?

Sie war wie vom Erdboden verschluckt.

Im Dorf dachten alle, sie wäre einfach nur weggelaufen.

Man hat sie nie gefunden? - Nein.

Einige glauben, sie ist im Meer ertrunken. Andere...

Tim. Der, der neben euch lebt. Man hat ihn lange verdächtigt.

Er lebt sehr zurückgezogen.

Ein gefundener Sündenbock für alles.

Kanntest du sie?

Ja.

Aber ich war damals viel zu klein, um alles genau mitzubekommen.

(Düstere Musik)

Gabriela kam nie darüber hinweg.

Sie wird erst ihre Ruhe finden, wenn man die Leiche gefunden hat.

(Musik)

"Für die allerbeste Freundin der Welt." - "Für immer."

"Für immer."

Hanna! Hanna, hallo!

Hanna! - Hier bin ich!

Hanna!

Lea?

(Düstere Musik)

(Schritte)

(Knall)

"Zehn,"

"neun, acht,"

"sieben, sechs,"

"fünf, vier,"

"drei, zwei,"

"eins."

"Der muss dann ihren Platz einnehmen."

"Verdammt in alle Ewigkeit."

(Düstere Musik)

"Du hast es versprochen!"

Was machst du hier im Keller?

(Düstere Musik)

Wollen wir Muscheln sammeln? Mama freut sich bestimmt.

Dahinten hab ich schöne gesehen.

(Handy)

Hanna, was ist los?

Was passierte, als wir das letzte Mal hier waren?

Wieso? Was soll denn passiert sein?

Bitte, Clarissa!

Was weißt du noch von damals?

"Wir dürfen es niemandem sagen."

"Wir müssen es vergessen. Hörst du?"

Beruhige dich. - Was dürfen wir niemanden sagen?

Was müssen wir vergessen? - Bitte, Hanna. Du machst mir Angst.

(Musik)

Mach dich bettfertig, Lea.

Scheiße.

Was wollten Sie mir sagen in der Nacht vor dem Haus?

Was wissen Sie über Maria?

Du hast sie zurückgebracht.

Das hättet ihr nicht tun dürfen!

(Düstere Musik)

Nein!

(Stimmen)

"Die Leute im Dorf fürchteten sich."

"Und eines Nachts brachten sie das Mädchen in den Wald."

"Und sperrten sie hier unten ein."

"Für immer."

"Einer von uns muss nachschauen." - "Was denn? Hast du Angst?"

(Knarren)

(Schreie)

(Schrei)

Sie holt dich!

"Hilf mir, Hanna! Komm her!"

Hilf mir, Hanna!

(Musik)

Was ist passiert?

Mit jedem Jahr wird sie wütender.

Sie wartet darauf, dass jemand kommt und sie befreit.

Ist meine Geschichte.

Ich hab sie mir nur ausgedacht.

Alles ist gut, Hanna.

Alles ist gut.

Maria war da unten.

Und dann...

Sie ist noch hier.

Lass uns morgen in Ruhe reden.

Wir haben doch versucht, ihr zu helfen.

Es war nicht unsere Schuld, oder?

Nein.

Es war nicht unsere Schuld.

Es war deine.

(Musik)

Da ist ein Monster.

Morgen.

Was ist los? - Wir müssen nach Hause.

Wir nehmen die nächste Fähre.

Warum?

Wenn du schnell packst, mach ich dir noch 'n Kaffee.

Ich fahr nirgendwohin.

Was ist los mit dir? - Was ist los mit dir?

Ich dachte, wir wären uns einig und Freundinnen.

Das sind wir. - Ach ja.

Und deswegen kannst du es jetzt kaum abwarten, abzuhauen.

Clarissa.

Irgendwas stimmt hier nicht.

Ich bleib mit meiner Tochter keinen Tag länger. Wir fahren.

Mit oder ohne dich.

Es ist so typisch.

Was meinst du damit? - Du hast dich kein bisschen geändert.

Hanna.

Wir sind schon einmal weggelaufen.

(Dramatische Musik)

Lea.

Warte mal.

Na, was kann ich denn heute für dich tun, Kindchen. Hm?

Ich muss Ihnen etwas sagen.

Nur zu.

Ihre Tochter...

Maria...

Sie ist...

Ja, sie ist tot.

Und...

ich glaube, ich weiß, wo ihre Leiche ist.

(Musik)

Im Wald, da ist...

eine alte Ruine.

Da haben wir als Kinder gespielt.

Ich weiß nicht, was passierte.

Wir versuchten, sie zu retten.

Habt ihr das?

Tut mir so leid.

(Musik)

Es war dein Spiel.

Aber jetzt ist es ihres.

Komm, Schatz, wir müssen gehen. Komm.

(Musik)

(Dramatische Musik)

Johannes, verdammt.

Warum gehst du nicht ran?

Die Fähre fährt nicht.

Wir kommen nicht weg.

Ich weiß nicht, was ich machen soll.

Bitte ruf mich an. Bitte.

Markus.

Scheiße.

Komm, wir gehen.

Hanna?

Beruhig dich erst mal.

Ich versteh nicht, was passiert ist. - Ich auch nicht.

Aber wir müssen hier weg! So schnell wie möglich.

Können wir los?

Aber das Boot!

Heute früh merkte ich, dass der Motor spinnt.

Ich wollte das nachher reparieren, aber... vor morgen...

Hanna!

Hey! Mach dich nicht verrückt.

Das ist es doch, was sie will.

Wenn sie wütend ist, dann...

Von wem redest du?

(Düstere Musik)

Warte kurz, ich hol dir 'n Wasser.

"Sie ist in der Ruine. Bitte sag es keinem."

Du bist ihr Bruder.

Es tut mir leid, Hanna.

Ich hab dir damals gesagt, wo Maria ist.

Warum hat man sie nie gefunden?

Warum?

Wenn sie rauskriegt, dass ich es gewusst habe, dann...

Du wirst es ihr niemals sagen, hörst du? Niemals.

Hanna!

(Musik)

Hanna!

Ich bin so froh, dass ihr wieder da seid.

Es tut mir so leid, was ich gesagt habe.

Mir auch.

Du bist sicher, dass er ihr Bruder ist?

Wenn er es erzählt hätte, würde sie wohl noch leben. - Wenn wir auch...

Wir hätten es jemanden sagen müssen.

Unseren Eltern oder ihrer Mutter.

Maria ist hier.

Seit wir auf der Insel sind, hab ich das Gefühl, sie verfolgt mich.

Ich hab mir das nicht eingebildet.

Wir müssen morgen einen Weg finden, von hier wegzukommen.

(Lachen)

"Ich kann nicht mehr."

"Komm schon. Sie sind gleich weg." - "Ich habe keine Lust!"

"Bitte, Markus. Sie sind zu Hanna." - "Mama sagte, sie ist dumm."

"Nein!"

"Ich hasse dich. Ich will dich nie wiedersehen."

(Musik)

(Knall)

Lea!

Was machst du denn hier?

(Unverständlich)

(Dramatische Musik)

Lea?

Was hast du da unten gesehen?

Was hast du da unten gesehen?

(Klopfen)

Hanna. Mach auf.

Was willst du hier? - Das Boot.

Es ist alles vorbereitet. Ich bring uns hier weg.

Warum sollte ich dir glauben? - Bitte.

Du musst mir vertrauen! Ich will dir helfen.

Das ist die einzige Chance, die wir haben!

(Dramatische Musik)

Ruhig.

Lea, hör auf. Bitte, du musst jetzt ganz leise sein.

Lauf.

Lass sie los oder du wirst es bitter bereuen.

Schläft sie?

Vielleicht hätten wir ihm zuhören sollen.

Vielleicht wollte er uns helfen.

Er ist ihr Bruder.

Was auch immer er wollte, es war sicher nichts Gutes.

Geh schlafen.

Geh zu Lea. Ich bleib hier und pass auf.

Danke.

(Handy)

Hallo, Johannes. Hier ist Clarissa.

Kann ich bitte Hanna sprechen? - Sie schläft.

Kann ich ihr was ausrichten? - Alles in Ordnung?

Sicher. Warum?

Sie rief mich an. Sie wollte wieder nach Hause.

Es ging ihr nicht so gut.

Ehrlich gesagt, macht sie mir ein Angst.

Sie nimmt Tabletten, sieht komische Dinge und redet wirr.

Ich bin froh, dass sie jetzt mal schläft.

Oh nein, nicht schon wieder.

Ich fahr sofort los. - Nein, das musst du nicht.

Sie hat sich beruhigt und wir nehmen morgen die erste Fähre.

Okay.

Kannst du ihr ausrichten, sie soll mich morgen bitte anrufen? - Ja.

Danke.

(Musik)

Ich kann mein Handy nicht finden. Hast du's gesehen? - Nee.

Wie geht es dir?

Kann ich mit deinem Johannes anrufen? - Mein Akku ist alle.

Und ich hab mein Ladegerät nicht mit.

(Musik)

Bitte nicht!

Mein Kind!

(Melancholische Musik)

(Düstere Musik)

Aufstehen, Prinzessin.

Heute ist ein wichtiger Tag.

(Musik)

(Clarissa summt.)

Lea, Clarissa!

Lea.

Er hat sie geholt!

Tim! Er kam einfach rein und hat Lea...

(Dramatische Musik)

Mann, mach auf! Sofort!

Lass meine Tochter in Ruhe!

Aufmachen!

Mama! - Lea!

Geh von meinem Kind weg!

Ich muss sie beschützen.

Gib uns das Kind.

Nein.

Gib uns das Kind! - Nein!

Mama.

Ah!

(Spannende Musik)

Bitte!

(Sie schreit.)

(Musik)

(Lea weint im Nebenzimmer.)

(Musik)

(Dramatische Musik)

Lea?

Was hast du dir dabei gedacht? Hatten wir nicht klare Abmachungen?

Tut mir leid, Mama.

Sie hätte dich nie sehen dürfen, Tamara!

Wo ist sie jetzt?

Weg.

Lea?

Lea, meine Süße. Wo bist du?

Mama macht sich schreckliche Sorgen.

Sie weint, weil sie nicht weiß, wo du bist.

(Musik)

Wo ist Mama?

Ich mach uns noch schnell 'n Kakao und dann gehen wir zu ihr, ja?

Hat sie dem Mann doll wehgetan?

(Hanna schluchzt.)

Wie viele Leben willst du noch zerstören?

Wo ist meine Tochter?

Wo ist meine Tochter?

Als ob jemand dein Herz durchschneidet wie Butter.

Hm?

Ich hatte ihr verboten, dir auch nur zu nahe zu kommen.

Aber sie wollte ja nicht hören, das dumme Kind.

Sie hat dich vergöttert. Sie hat dir vertraut.

Sie war ein so liebes Mädchen.

Endlich.

(Spricht unverständlich.)

Sie war so herzensgut.

Du.

Du hast ein Monster aus ihr gemacht.

Hat ihren eigenen Bruder getötet.

Ich dachte, wir könnten ihr helfen.

Ich dachte, es würde ihr dann besser gehen.

Sie ist doch mein Mädchen.

All die Jahre...

hat sie das hier geplant.

Von der besten Freundin verraten.

Von Menschen, denen man vertraut, in den Tod getrieben.

Du solltest wissen, wie das ist, bevor...

Du hast den Tod verdient, Hanna.

Ich wollte nie, dass noch ein Kind leidet.

Wo ist sie?

Das weißt du doch.

(Musik)

Mein Mädchen.

Mein Mädchen.

Hör auf. Alles wird wieder gut.

Alles.

Es ist vorbei.

Es ist vorbei.

Komm. Komm, wir gehen nach Hause.

(Spannende Musik)

Von der besten Freundin verraten.

Von dem Menschen, dem man vertraut.

Du hast ein Monster aus ihr gemacht.

Warum fahren wir nicht weg zusammen? Wie früher auf die alten Zeiten?

Du hast sie zurückgebracht. Mach dich nicht verrückt.

Das ist es doch, was sie will.

Ich dachte, wir sind Freundinnen.

Du bist die allerbeste Freundin der Welt. - Für immer.

Für immer.

Hanna.

Wie bist du...

Ich dachte, du... - Ist Lea hier?

Ich dachte, sie wär hier. Die Luke ist zu und ich krieg sie nicht auf.

Wir sind Freunde, oder?

(Musik)

Für immer?

Ja.

Lass uns zum Haus zurückgehen. Wir holen Hilfe. Ja?

(Musik)

Lea!

Hanna!

Was machst du?

Was soll das?

Gib mir den Schlüssel.

Gib ihn mir! - Wovon redest du?

Ich weiß, wer du bist.

Warum tust du mir das an?

(Musik)

Weil du das Gleiche mit mir gemacht hast.

(Musik)

"Da unten. Da ist sie drin."

"Einer von uns muss nachschauen."

"Bitte sag nicht, dass ich das machen muss, Hanna."

"Du willst doch meine beste Freundin sein, oder?"

"Dann musst du. Sonst ist Clarissa meine beste Freundin."

Ich hatte solche Angst.

Aber für dich hätte ich alles getan.

"Ist der Geist wirklich da unten?"

"Ich zähl von zehn rückwärts. Dann ziehen wir dich wieder rauf."

"Versprochen?"

"Versprochen."

(Beide) "Zehn,"

"neun, acht,"

"sieben, sechs,"

"fünf, vier..." - Hanna, bist du da?

"drei,"

"zwei, eins."

Lasst mich raus.

Mama, ich hab Angst.

Du hast es versprochen!

Ich bin gestorben vor Angst.

Dann, in der Nacht, kamt ihr wieder und habt euer Spiel weitergespielt.

(Düstere Musik)

(Lachen)

Wo bist du?

(Lachen, Kinderstimmen)

(Maria) Nein!

(Maria) Mama!

Maria. Es war nur Spaß! Wir holen dich wieder rauf.

Hanna!

(Dramatische Musik)

"Maria!"

"Hilf mir, Hanna!"

(Schreie)

"Sie ist tot."

Was habt ihr getan?

Wenn du was verrätst, sagen wir, du warst es.

"Wir haben sie umgebracht."

Du hast mich da verrecken lassen.

Du bist einfach weggelaufen und hast mich vergessen.

Wir waren Freunde, Hanna.

Echte Freunde.

Es hat Tage gedauert, bis man mich gefunden hat.

(Musik)

"Nein, nein!"

Doch es war zu spät.

Das Mädchen, dass ihr dort eingesperrt habt, ist tot.

(Schreie)

Die Angst hat mich verrückt gemacht.

Eingesperrt haben sie mich mein ganzes Leben lang.

Vollgepumpt mit Drogen von Pflegern, die sich einen Extrabonus gönnten.

Mama hat allen gesagt, ich wär gestorben.

So sehr hat sie sich geschämt.

Nur der Gedanke, dich wiederzusehen, hielt mich am Leben.

Es tut mir so leid.

Es tut mir so leid.

Komisch.

Das haben sie alle gesagt.

(Musik)

Auch deine bescheuerte Freundin.

Maria.

Aufhören!

(Dramatische Musik)

Sie ist jetzt so weit.

(Dramatische Musik)

Lass sie nicht für meine Fehler bezahlen, bitte.

Ich war es.

Ich hab dir das angetan. Bitte.

Sie ist noch ein Kind.

Sie ist genauso alt wie du damals.

Sie ist genauso unschuldig.

Bitte, Maria.

Lass sie gehen.

Bitte.

In deiner Jackentasche...

Lea!

Lea!

Zehn,

neun,

acht,

sieben, sechs,

fünf,

vier,

drei,

Tu es nicht! - zwei,

eins.

Leb wohl.

(Dramatische Musik)

(Schluchzen)

Lea?

Ja?

Lea!

Hanna!

Hanna!

Lea geht es gut.

Es ist vorbei?

Ja.

Warum hast du das getan?

Was meinst du?

Sie haben den Mann gefunden.

Du hast ihn mit einer Axt erschlagen.

Lea war vollgepumpt mit deinen Schlaftabletten.

Was? - Sie hätte sterben können.

Warum bist du mit ihr in den Schacht gesprungen?

Wo ist sie?

Ich will sie sehen.

Johannes!

Johannes!

Mama! - Mein Schatz!

Ja, mein Hase.

Es geht dir gut, ja? - Hm.

Und dir ist nichts passiert? - Nee.

Hallo, Hanna.

Wie schön, dass es dir besser geht.

Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht.

Geh von meiner Tochter weg.

Geh von meiner Tochter weg! - Hanna, bitte beruhig dich.

Das ist Clarissa.

Das ist nicht Clarissa.

Ohne ihre Hilfe hätte ich euch nicht gefunden.

Es tut mir so leid. Sie ist nicht bei sich. Sie hat einen Schock.

Lasst mich hier raus! - Du musst den Arzt rufen.

Lasst mich hier raus!

Ich hab dich lieb, Mama. - Ich dich auch.

Ich dich auch!

Ach, Hanna.

Dachtest du, es ist schon vorbei?

Tut mir leid. Was willst du noch von mir?

Es tut dir leid?

Weißt du was? Mir tut es auch leid.

Ich werd alles sagen. - Mach das.

Dir wird keiner glauben.

Sie werden dich wegsperren.

So wie mich damals.

Denn ihr müsst wissen,

mit jedem Jahr wurde das Mädchen wütender und sie schwor sich,

so lange zu warten,

bis jemand kommt, der sie befreit.

Dann muss er ihren Platz einnehmen.

Verdammt in alle Ewigkeit.

Du hast mir mein Leben genommen, Hanna.

Und jetzt nehme ich dir deines.

Damit kommst du nicht durch.

Damit kommst du nicht durch!

(Musik)

Lea!

Kommst du essen!

Lea! Clarissa ruft dich.

Hörst du bitte?

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