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Ich, der Bestarbeiter vom Schacht Nr. 9,
gelobe zum Ende diesen Jahres ...
28.000 Tonnen �ber der Norm zu liefern!
lch, die Bestarbeiterin vom Schacht Nr. 9,
gelobe zum Ende diesen Jahres ...
28.000 Tonnen �ber der Norm zu liefern!
Keiner kann acht Stunden am Tag essen,
keiner acht Stunden lang trinken,
keiner acht Stunden lang lieben -
aber acht Stunden lang arbeiten, das kann man.
Kein Wunder, dass die Menschen sich selbst ...
und alle anderen auf diese Weise kaputtmachen.
Wie ich Kohle von Gestein unterscheide?
Seht ihr, dieser Brocken hier.
Wir machen gleich die Probe.
Da sieht man, dass es Gestein ist.
Dieser rostfarbene Brocken ist Kohle, seht ihr?
Kohle!
Und dann gibt es noch solche Brocken,
die sind ganz braun, sehen wie Kohle aus, so kleine Brocken.
Ich untersuche den lnhalt jeder Schaufel nach Kohle, und nehme jedes St�ck,
egal, wie klein es auch ist.
Hier gibt es sicher Kohle.
Wenn man in dieses Loch hier tiefer hineingr�bt,
dann gibt es dort sicher Kohle, gute Kohle.
Gro�e Brocken.
Jetzt friert es, jetzt geht es schlechter.
Derzeit bekomme ich einen Sack am Tag voll.
Aber im Sommer, da bekomme ich 2 bis 3 S�cke heraus.
Ehrlich, 2 bis 3 S�cke.
Aleksej Stachanow
31. August 1935
Eine historische Nacht
102 Tonnen Kohle in einer Schicht
Es lebe die Stachanow-Volksbewegung!
Die Arbeit hat Land und Zeit gro� gemacht,
durch das weit erschlossene Land
zieht das Volk der Stachanow-Helden vorw�rts,
ziehen Grubenarbeiter in den Kampf um Kohle,
zieht das Volk der Stachanow-Helden vorw�rts,
ziehen Grubenarbeiter in den Kampf um Kohle.
ln Friedens- wie in Kriegszeiten ...
lieben die Grubenarbeiter ihr Land.
Das Volk der Stachanow-Helden zieht vorw�rts
und ist bereit f�r den Kampf gegen den Feind.
Also, mit Stachanow kann man uns nicht vergleichen, das war etwas ganz anderes.
Wir werden nicht von Enthusiasmus vorangetrieben.
Bei uns gibt es das nicht: lmmer mehr abbauen, immer schneller.
Das war alIes nur Schau.
Genau, das war alles nur Schau, im Grunde war das nichts als Schau.
Nein, Stachanow - das war keine Schau.
Das war eine Bewegung, um die Kohlenindustrie anzukurbeln.
Nein, Wolodja, wir kommen ohne Enthusiasmus aus.
Ja, schon, aber unsere Motivation ist eine andere.
Unser Enthusiasmus kommt vom Willen zu �berleben.
Wir arbeiten, um zu �berleben.
Wenn du nicht arbeitest, dann wirst du einfach erfrieren.
Dann ist es aus.
Wenn Petrowitsch in die Grube steigt, sagt er:
''Gr�� dich, Grube.''
Das ist so eine Art Gebetsersatz oder so.
Kommst rein, sagst ''Gr�� dich, Grube'',
gehst weiter, sagst ''Gr�� dich, Ort'', und so weiter.
''Oder: Erzittere, Stollen! -
Hier kommt der besoffene Kohlenhauer!''
Wir haben heute die Kuh geschlachtet. Es gibt wieder Fleisch.
Der verfickte Schei� macht mich fertig. Komm her, Witja.
Pickel? -Brauchst du nicht.
Packen wir es, Kumpel!
Fr�her arbeiteten wir in staatlichen Gruben.
Die wurden jetzt stillgelegt.
Wir mussten Arbeit suchen, aber es gab keine Arbeit.
Wie wir das hier gefunden haben? Da wurde schon wer wei� wann abgebaut.
Das waren schon erschlossene L�cher.
Wir gingen rein, sahen, dass es hier Kohle gibt,
und so haben wir mit dem Abbau begonnen.
So einfach war das.
Nicht nur manchmal, wir haben hier st�ndig Angst.
Wenn die Decke nur um 10 cm einsinkt, dann auf Wiedersehen, das war's.
Dann gibt es keine Chance, uns herauszuholen.
lst da noch was? - Ja.
Unsere Gro�v�ter nannten solche Fl�tze wie diesen ''Mausefalle''.
Geh, mach ein bisschen langsamer! -Schei� dich nicht an!
Schieb weiter, dann geht es schneller.
Meine Tochter hat mir erz�hlt, in ihrer verdammten Schule ist alles feucht.
Es hei�t, von oben sickert das Wasser durch.
Alle sitzen in M�nteln im Unterricht.
Schei�e, sie ziehen nur ihre Schals und F�ustlinge aus.
Diese Schei�trottel.
Die Teigtaschen sind gut, nur schon etwas zu kalt.
Ah, die sind mit �l gemacht, darum werden sie schneller kalt.
Wir h�tten fr�her aufh�ren sollen.
Wir h�tten schneller arbeiten sollen.
Und, geht es deiner Ziege wieder besser?
Ja, es geht ihr wieder besser. Sie hat Vitamine verschrieben bekommen.
Tanja f�ttert sie mit der Spritze. Sie ist gesund und isst auch wieder.
Bei mir ist einer dahin.
Wer? Ein Zicklein? -Ja.
Was war los? -Keine Ahnung. Er a� nichts mehr.
Borislawa f�tterte und f�tterte ihn, und er kratzte ab.
Wir machen es richtig. Meine Frau sagt: ''lch werde sie nicht f�ttern, wie fr�her.
Ich mache es so, wie es in den B�chern steht. Auch, wenn sie mager sind.
Sollen sie ruhig mager sein. Wenn sie dann gr��er sind, werde ich sie f�ttern.''
Wer wei�, vielIeicht ist es richtig.
Nur nicht steckenbleiben.
Halt! Langsam!
Warte, bis er auf den Beinen ist.
Los geht's!
Wie unser gemeinsames Leben so war bis jetzt?
Es war gut, stimmt's? -Ja, sehr gut.
Das Leben an sich ist voller Freude.
Ja, besonders als wir noch jung waren. Das war wundersch�n.
Wir sind im Urlaub viel herumgefahren, waren �berall.
Ja, wir hatten ein Auto, konnten damit ans Meer.
lm Urlaub fuhren wir immer irgendwohin. Damals hatten wir alIes.
Auch heute noch fahren wir oft ins Gr�ne mit den Jungen. Wir begehen alle Feiertage.
Und �berhaupt sind die Feiern bei uns sehr fr�hlich.
Nur - wir leben schon seit 21 Jahren zusammen ...
und haben noch nie unseren Hochzeitstag gefeiert.
Wir haben eigentlich keine richtige Hochzeit gefeiert.
Ich kam damals in den Ferien her, ich studierte in Perm im Ural.
lch war im dritten Studienjahr und nachher h�tte ich dort bleiben sollen, um zu arbeiten.
Er meinte: ''Willst du wirklich dort bleiben?''
Wir feierten Silvester bei Freunden.
Am 2. Januar wacht er am Morgen auf und sagt zu mir:
''Wei�t du, wir sollten heiraten. Dann wei� ich, dass du zur�ckkommst.''
lch habe sie eingefangen.
Gr�� dich!
Wer ist denn das? -Das ist unsere kleine Knopotschka.
Warum tr�gst du sie auf den H�nden? Hast du sie gerade gef�ttert?
So klein ist sie, unsere Knopotschka!
Sag ''Guten Tag!''
Geht es ihr gut? Alles in Ordnung mit ihr?
Ja, sie ist gesund.
Gibt es etwas zu essen?
Ja, ich habe Pelmeni gemacht. Soll ich Wasser einlassen?
Ja, lass Wasser ein.
Bist fix und fertig?
Bin m�de.
Willst dich hinlegen?
Schlafen m�chte ich.
Bist eh den ganzen Tag gelegen!
Hunger habe ich.
Kriegst gleich was zu essen.
Lass inzwischen das Wasser ein.
Mach ich gleich.
Nat�rlich ist unsere Grube laut Gesetz illegal.
Aber wir sehen das anders.
Wir bekommen vom Staat weder Arbeit noch Lohn.
Aber irgendwie m�ssen wir doch �berleben.
Ja, und die Familie, die Kinder durchf�ttern.
lch bereichere mich ja nicht daran. Ich mache damit keinen Profit.
Ich mache das, um zu �berleben, nicht mehr und nicht weniger.
Wenigstens die n�chsten acht Monate k�nntest du noch arbeiten.
Ich sag eh nix, aber ich glaube, ich bin krank.
Morgen bleibe ich jedenfalls zu Hause.
Gef�llt dir diese Arbeit?
lch finde sie toll.
Um uns aufzuw�rmen, haben wir was zu trinken mit.
Und sonst...
Nat�rlich w�re uns ein guter Job Iieber,
eine Arbeit, wo wir nicht so verdreckt herum laufen m�ssten,
wo wir saubere Sachen tragen k�nnten.
Aber wir haben keine.
Studieren h�tten wir sollen.
Und was h�tten wir dann davon?
Wissen ist Macht. -Aber was h�tten wir davon?
Sowieso nichts. Studierst fertig ...
und findest dann keine Arbeit in den Betrieben.
Alles wird geschlossen. Alles zerf�llt.
So ist das.
Als Kind wollte ich T�nzerin werden, ich tanzte sehr gern, stimmt's?
lch tanzte gern.
Jetzt tanze ich mit den S�cken in der Grube.
Das sieht toll aus.
SchIeppst 1 ,5 bis 2 Tonnen hinauf und dann hat's sich ausgetanzt.
Was machen wir heute noch?
lch freu mich auf ein Bad. -Kommst du heute nicht zu uns?
Wei� noch nicht, ich bin m�de.
Wir k�nnten zusammen fernsehen.
Das ist mir zu weit, ich muss ja fr�h aufstehen.
ln der Sendung ''Das Wort zum Leben'' hei�t es immer:
''Du begehst eine S�nde, wenn du in die Grube arbeiten gehst.
''Bleib zu Hause und bete... und Gott wird dir geben.''
Genau, Gott wird mir geben...
Wird ein Brotlaib vom Himmel fallen, oder wie?
Alexej Stachanow
Jetzt brennt es.
Also, Slawa, auf dass du uns nicht vergisst ...
dass du deinen verdienten Ruhestand genie�t.
Lass die Sachen brennen, damit du sie nie wieder tragen musst!
Kommt, trinkt!
Da, Sergej, nimm. lmmerhin verabschieden wir ihn in den Ruhestand!
Ja, genie� deinen Ruhestand. Alles Gute! -Danke!
Ein Freund von mir tr�umte,
dass j�hrlich ein Ziegenkopf geopfert werden muss.
Den Kopf der Ziege muss man oben im Schwefel eingraben.
Wenn diese Opferung, die man j�hrlich vollziehen muss, vernachl�ssigt wird,
passiert mit Sicherheit ein Unfall.
Es gab eine Frau, die in den Vulkan st�rzte.
Wie es genau geschehen ist, wei� man nicht.
Sicher ist, dass sie hinunter fiel und starb.
Bei einem Freund wei� ich es genau.
Er arbeitete in Sari Enam.
W�hrend er Schwefel abklopfte,
rutschte er pl�tzlich aus ...
fiel in den kochenden Schwefel hinunter und verbrannte.
Was trinkst du, wenn du trinkst?
Unterschiedlich. Mal Johnnie Walker, mal etwas anderes.
Wichtig ist, dass man dadurch erhitzt wird ...
und dann geht man in ein Lokal, wo es SchI�gereien gibt.
Manchmal ist danach der eigene K�rper volIer Schwellungen.
Warum muss man sich eigentlich betrinken?
Damit man gelassen wird und keine Angst hat.
Ich konnte gegen 4 Leute k�mpfen.
Wenn es 6 waren, war es auch kein Problem f�r mich.
Ich schlug den Gr��ten der 6 ...
dann fl�chteten die anderen.
Auch bei 4 Leuten mache ich es so.
Den, den ich schlage, schmei�e ich auf die Wiese und lasse ihn dort liegen.
Dann gehe ich nach Hause.
Ist er dann tot?
Nein, nur bewusstlos - dann lasse ich ihn in Ruhe.
Wirst du nicht gesucht, wenn du die Menschen bewusstIos schl�gst?
Klar wird man gesucht, also versteckt man sich.
Kommst du deswegen hierher?
Ja, ich bin direkt hierher nach Banyuwangi geflohen.
Man sagte mir, es g�be hier auf dem Kawa Ijen Schwefelarbeit.
Ich bin hierher gekommen ...
weil es besser ist, als woanders in Schl�gereien verwickelt zu sein.
Sag, bist du Stammkunde bei ljo? Oder Enti? lst sie gut?
Die ist super! Sie ist schlank.
Aber wie hei�t eigentlich die Dicke? Tagiri?
Ja, Tagiri!
Die ist aber sehr dick.
Ihre Bewegungen sind aber sehr angenehm.
Aber es geht doch nicht nur um die Bewegungen.
Wichtig ist die Zufriedenheit.
Oh ja, die Zufriedenheit.
Ja genau, wichtig ist die Zufriedenheit.
Ja, also statt zu Tagiri zu gehen, oder wie sie hei�t,
gehe ich nach dem Wiegen nach Banyuwangi hinunter.
Dort bezahlt man 150 Tausend, h�chstens 200 Tausend.
Das Zimmer kostet 50-75 Tausend extra,
und nach dem Spa� kommt man wieder hierher zur�ck,
steigt den Berg hinauf und h�ngt seine Ladung auf die Waage.
Was haben sie dir sonst noch gegeben? -Kekse.
Kekse? Nur das, niemals einen Kuss?
Was? -Einen Kuss?
Ja doch, einmal schon.
Mir ist es auch schon mal passiert.
Vor 3 Monaten bin ich einer Frau begegnet und sprach sie an: ''Morning''.
''You come from?'' Sie antwortete: ''Frankreich.''
Und ich habe sie gefragt:
''What is name?'' Aha, dein Name ist Nofia.
Was ist das f�r eine Sprache? -Wir sch�ttelten die H�nde. Englisch.
Kannst du Englisch? -Ein wenig.
Es reicht f�r eine kleine Unterhaltung.
Nach dem H�ndesch�tteln sagte ich:
''l want to kiss you.''
''Please.'' Direkt habe ich sie gek�sst und empfand Freude.
Meine Nase war noch schmutzig von der Schwefelk�che.
Aber ich durfte sie k�ssen. Das war sehr genussvoll.
Schau da oben - die D�mpfe!
Wieviele Kilo tragen Sie da? -1 15 Kilogramm!
Wirklich? Das ist aber viel!
Ja, sicher.
Wenn wir uns von unseren Gef�hlen leiten lassen ...
und die H�nseleien, die unsere Ohren r�ten, zu ernst nehmen,
dann werden wir die Arbeit aufgeben und uns selbst schaden.
Wieviel kannst du eigentlich tragen?
70 kg, und du?
lch auch.
Aber 70 kg schaffen wir schon ganz gut.
Man muss es nicht �bertreiben.
Vergiss, was die Anderen �ber uns reden.
Und wer wei�, eines Tages werden wir uns von hier befreien.
Wir ziehen auf den Berg, wir ziehen auf den Berg ...
hoch, hoch, hoch, ganz hoch auf den Berg.
H�rst du gerne Dangdut?
Nein.
Ich auch nicht so, ich h�re lieber westliche Musik.
Was ist das?
Bon Jovi, Scorpions, so etwas.
Was ist Bon Jovi f�r ein Name?!
Das ist eine Band. Eines der Mitglieder hei�t Bon Jovi.
Er ist der S�nger, Texter und Regisseur.
Und kannst du sie verstehen?
Ja, ich verstehe sie. Aber ich kann mir die CDs nicht leisten, sie kosten viel.
Die Band besteht aus vier Personen:
Nicolas, Brian,
Adam und Bon Jovi.
So viele? Und nur einer von ihnen ist Bon Jovi?
Ja, wie Dangdut, er spielt Gitarre.
Das hei�t, die Gruppe nennt sich Bon Jovi?
Ja, aus seinem eigenen Namen macht man den Bandnamen.
Innereien! Haut! Kopf!
Haut! lnnereien!
Innereien! Haut! Kopf! Innereien! Haut! Kopf!
Mallam!
Hey, Kleiner! Halte kurz die Ziege f�r mich.
Mallam!
lch komme gleich!
Ich komme.
Liegt sie schon?
Liegt sie schon?
Pass auf deinen Fu� auf!
Das macht 40 Naira.
Wem geh�rt diese da? Bayo, bezahle bitte!
Ich habe das Geld.
Du mu�t gleich zahlen.
Ich wei�, dass ich Geld brauche!
Du brauchst es mir nicht extra zu sagen.
lch hab noch immer gezahlt.
Manchmal zierst du dich.
Ich bin lshaq Mohammed.
Mein Arbeitstag f�ngt zwischen 6 und 7 Uhr fr�h an.
Normalerweise muss ich um 5 aufstehen, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen.
Es ber�hrt mich nicht, Ziegen zu t�ten.
Bevor ich eine Ziege schlachte, rufe ich Gottes Namen.
Normalerweise schlachten wir 350 Ziegen am Tag.
Manchmal sind es auch nur 300.
An anderen Tagen sind es 150.
Aber es gibt auch Zeiten, wo die Ziegen knapp sind -
und dann haben wir nicht mehr als 10 oder 15.
Manchmal haben wir auch gar keine Ziegen.
Also gut, du r�stest Haut und ich r�ste Ziegen, also geh�ren wir zusammen.
Und er r�stet Kuhk�pfe. -Und was r�stet er?
Er r�stet auch Haut.
Du r�stest Haut?
Und du? Was r�stest du?
Ich r�ste alles.
Alles? R�stest du auch Menschen? -Alles au�er Menschen.
Nein, aber ich kann jedes Tier r�sten.
Da schau her. Das hab ich ger�stet. Das ist doch gut!
Zeig her!
Nur einweichen und es wird blendend wei�... -Das ist so schwarz wie du!
Das kannst du behalten!
Wo sind die Kunden? Kommt, kommt! lch r�ste Ziegen! lch bin verf�gbar!
Ich werde nicht m�de! Ich will immer zur�ck zu meinem Feuer.
Wir alle hier beten zu Gott ...
dass er unseren Politikern die Weisheit schenken m�ge ...
unsere Grenzen offen zu haIte ...
sodass wir weiterhin Ziegen importieren k�nnen.
Nur dann haben wir auch genug zu essen.
Wir schlachten und wir r�sten. Wir, die Armen, k�nnen nur arbeiten.
Das R�sten ist sehr wichtig.
Ohne R�sten w�rde es dem Schlachtgewerbe schlecht gehen.
Geh�utetes Fleisch mag nicht jeder.
Ein ger�stetes Tier ist einfach viel k�stlicher als ein geh�utetes.
Aufgepasst!
Was haben Sie zu sagen?
lch r�ste eine Ziege f�r Herrn Chinedu.
Aber er wilI nicht anst�ndig bezahlen.
Und die Regierung?
Die Regierung? Die Regierung bin ich! -Ach ja?
Jawohl. Die Regierung bin ich! Und mein Feuer ist das beste!
Gef�lIt lhnen diese Arbeit?
Diese Arbeit macht mich fertig.
Aber sie macht mich auch gl�cklich. Sie ern�hrt mich.
Und es gibt nichts W�rdevolleres als zu arbeiten, statt zu stehlen.
Das Stehlen ist eine Schande. Aber auf diese Arbeit bin ich stolz.
Ja, genau so ist es. Wenn du stiehlst,
dann schneiden sie dir den Kopf ab.
Deine Gurgel w�rde man aufschneiden, und man w�rde dich verbrennen.
Kauft sauberes Wasser!
Ich k�mmere mich nicht um den morgigen Tag, und man nennt mich A-Boy.
Man nennt mich ''den Besten''...
Wo ist der oberste Schl�chter in diesem Schlachthof von Port Harcourt?
lch, der Sohn eines L�wen, trete an deine Schwelle.
M�ge Gott dich sch�tzen, oberster Schl�chter!
Von allen ber�hmten Schl�chtern bist du der K�nig.
Gesegnet bist du mit reicher Kundschaft.
Die Armen genie�en deine Gro�z�gigkeit.
Die Regierung zollt deinem Schlachthof Anerkennung.
Jeder im Staate ''River State'' kauft bei dir sein Fleisch.
M�ge der allm�chtige Gott dich segnen.
Von allen ber�hmten Schl�chtern bist du der K�nig.
M�ge Gott euch alle segnen!
Von allen ber�hmten Schl�chtern bist du der K�nig.
Du bist der Reiche, dessen �berfIuss an die Armen fIie�t.
Haut! lnnereien! Kopf!
Haut! lnnereien! Kopf! Haut! lnnereien! Kopf!
Haut! lnnereien! Kopf!
Sind dir 4.500 nicht genug?!
Haut ist teuer im Moment.
Die Haut am Hals ist gut, aber an den Beinen ist nichts dran.
So ein Bl�dsinn!
Wenn ich es doch sage: der Hals ist gut, die Beine nicht.
Frag doch den Mallam, aber ich finde die Haut gut.
Okay, ich leg noch 100 Naira drauf, weil du's bist.
100 Naira. Was meinst du?
Sag ihm, 4.600 zahl ich, mehr nicht.
Komm, greif die Haut an.
Haut! lnnereien! Greif an!
Platz da! Platz da!
Normalerweise arbeiten wir drei Stunden am Tag.
Je nach Verf�gbarkeit waschen wir bis zu 70 Ziegen an einem Tag.
Ich wei� nicht, ob ich der Beste und Schnellste hier bin,
aber ich danke Gott f�r meine F�higkeiten.
Andere haben andere F�higkeiten, aber ich danke Gott f�r meine.
Ich glaube, dass durch diesen Job etwas Besonderes aus mir wird.
Wissen sie, warum wir die Kuhk�pfe markieren?
Das machen wir, um sie unterscheiden zu k�nnen.
Es kommen sehr viele Kuhk�pfe in die R�sterei.
Hier kann man es genau sehen. Das Zeichen: EA.
Am anderen Kopf das gleiche: EA.
Jeder hier hat seine eigenen Zeichen und Markierungen.
Wenn man das Zeichen eines anderen verwendet,
wird man als Dieb gebrandmarkt und hat allerlei Unannehmlichkeiten.
Gott wird dich bestrafen!
Im Namen Gottes, des Wohlt�tigen, des Gnadenreichen.
Ehre sei Gott in der H�he, dem Erhalter des Universums.
Ehre sei Gott in der H�he, dem Herrn des J�ngsten Gerichtes.
Du bist es, den wir verherrlichen und um Hilfe anflehen.
Zeige uns den richtigen Weg. Amen.
Wenn die Kuhk�pfe hierher kommen,
hacken wir erst einmal die H�rner herunter.
Danach Iegen wir die K�pfe auf den Rost.
Wenn die Haare abgebrannt sind,
nehmen wir den Kopf vom Feuer und putzen ihn.
Dann wird er ein zweites Mal ger�stet.
Dann muss man aufpassen, ob die andere Seite durch ist.
Wenn ja - umdrehen.
Wenn die zweite Seite durch ist, muss man die Schnittstelle zum Feuer drehen.
Wenn alle Seiten gut durch sind, nimmt man den Kopf vom Feuer.
Dann wird er ordentlich gewaschen.
Nach dem Reinigen kommt der Besitzer des Kopfes und nimmt ihn mit.
Wohin, das geht uns nichts mehr an.
Dann erst kommt der Besitzer zur�ck, um uns zu bezahlen.
Sie zahlen uns 100 Naira f�r die Reinigung eines Kuhkopfes.
Je nach Tagesgesch�ft ...
bekommt jeder ein bisschen mehr als 1000 Naira am Tag.
Und nach der Arbeit verdiene ich mir mit meinem Motorradtaxi etwas dazu.
So ist es.
5, 6, 7, 8, 9, 10, zehntausend Naira.
1 1, 12, 13 Dollar... Gib mir 14 DoIlar.
Hab ich nicht. -Sag mir das nicht.
Gib mir das Geld! Gib mir! Das gef�llt mir nicht!
Alhaja, komm her!
Wei�t du, wie viel du mir noch schuldest?!
Ich werde es dir gleich sagen!
Geh zur�ck und hol ein neues St�ck! Es gibt genug hinten in der Reihe.
Nein, das sind schon die zwei letzten. -Lass das jetzt!
Geh, setz dich nieder, Kumpel, und beruhige dich!
Das ist meines! Lass es aus!
Warum ziehst du? H�r auf damit!
Geh zur�ck und hol ein Neues! -Es gibt keines mehr.
Platz da! Platz da!
Platz da!
Platz da!
Wer mit dem Blut und durch das Blut geboren wurde ...
der wird alle Formen des Leidens durchschreiten.
Besonders, wenn er an einem Ort zur Welt kam ...
der die Zivilisation erst kennenlernen muss.
Wir sind in das Leiden geboren ...
denn in diesem Land ist nichts, wie es sein sollte.
Also machen wir hier alle ganz geduldig unsere Arbeit.
Und wenn Gott in seiner nicht enden wollenden Gnade ...
uns dabei ErfoIg gew�hrt -
so sei es.
Haut! lnnereien! Kopf! Haut! lnnereien! Kopf!
Mein Dorf ist ein wundersch�ner Garten, wo alle Blumen wachsen,
aber die Trennung von dir ist ein gro�er Schmerz f�r mich.
Mein reisender Freund hat w�hrend seines letzten Atemzuges ...
sein Gesicht in Richtung Dorf gedreht ...
damit er leichter Abschied vom Leben nehmen konnte.
Es sind schon so viele Reisende gekommen,
doch du warst nie dabei.
Oh, meine Liebste,
an diesem Ort voller Schrott und Dreck ...
hab ich solche Sehnsucht nach dir.
Ich habe einen Antrag gestellt an die Engl�nder,
dass sie keine Schiffe mehr schicken, und ich zu dir kann.
Ich komme von weit her, lass mich bei dir schlafen.
Wenn es in einem Garten keine Blumen gibt, ist es kein Garten.
Staatenlos bin ich hier,
habe leere H�nde.
Du hast mich verletzt, ich bin so verzweifelt.
Die meisten Arbeiter hier sind Paschtunen.
Die Paschtunen sind ein verarmtes Volk.
Deshalb sind sie hier.
Ich selbst arbeite seit 14 Jahren hier,
aber nur, weil ich keine andere Wahl habe.
Ich w�rde keine andere Arbeit finden.
Mit 16 bin ich hierher gekommen.
Hier habe ich zwei Jahre gearbeitet und bin in dieser Zeit Meister geworden.
Dann bin ich wieder zur�ck nach Hause gefahren.
Jetzt bin ich schon wieder seit 1991 hier ...
und wir schreiben nun das Jahr 2004.
ln all den Jahren hat sich �berhaupt nichts ge�ndert.
Alles ist gleich geblieben.
Mit dem GeId ist man eigentlich nie wirklich ausgekommen.
Damals nicht, und heute auch nicht.
Arbeiten, arbeiten, arbeiten.
Seit ich erwachsen bin, kenne ich nichts au�er dieser Arbeit.
Wir sind wie Br�der zueinander.
Und wir m�ssen einander vertrauen.
Wir haben schlie�lich nur uns.
Falls ein Kollege ein Problem hat,
kommen wir alle zusammen und schauen, was wir machen k�nnen ...
und ob wir das Problem aus der WeIt schaffen k�nnen.
Es gibt hier keine Streitereien unter den Arbeitern.
Streit w�rde uns nur schw�chen,
und das k�nnen wir nicht brauchen.
Nat�rlich ist diese Arbeit beschissen,
aber wir kommen trotzdem gut miteinander aus.
Gott hat uns diese Aufgabe erschaffen,
wir sind froh, dass wir wenigstens das machen k�nnen.
Diese Arbeit ist der Tod selbst.
Ein falscher Schritt, und du f�llst 80 Meter in die Tiefe.
Oder ein Stahlst�ck f�llt dir auf den Kopf.
Oder wenn die �lreste und Gase Feuer fangen.
Der Tod ist immer mit uns.
Wir m�ssen die Angst besiegen, sonst k�nnen wir diese Arbeit nicht machen.
Aber es bleibt einem nichts anderes �brig.
Wir bleiben ein ganzes Jahr hier.
Dann k�nnen wir vielleicht ein Monat oder 45 Tage nach Hause fahren.
Dann m�ssen wir wieder zur�ck. Da hilft nichts.
Die Zeit zu Hause kommt uns dann immer viel zu kurz vor.
Unseren Familien sagen wir, dass unsere Arbeit sehr gut ist.
Dass es Spa� macht, auf den Schiffen zu arbeiten.
In Wirklichkeit bekommst du hier nur Arbeit, wenn du dir alles gefallen l�sst.
Die Arbeiter sollen ein St�ck nach hinten gehen!
Jalabe! Jalabe, du auch!
Wollt ihr auch Tee?
Nein, danke.
Diese Kappe ist wie neu, schau.
Gib her, was steht da drauf?
Freund.
''Mein Freund'' steht drauf.
Na, wie schneiden wir das n�chste St�ck?
Gerade, oder?
Ist doch egal. Von dort hinten gerade runter.
Warum schwei�t du das Loch nicht gr��er?
Du passt ja kaum noch durch!
Gr�� euch! Wie geht's, Freunde?
Wieviel verlangst du f�r ein Foto? -20 Rupien.
lst das nicht teuer?
Bitte, das ist doch der normale Preis.
Mit Anzahlung, oder?
Na klar. 10 Rupien musst du mir jetzt geben ...
und 10 morgen, wenn du das Foto bekommst.
Nimm deine Kappe runter.
So ist es super.
Was gut ist und was schlecht ist ...
das wei� nur Allah.
Wir machen diese Arbeit, und der Rest liegt in Gottes H�nden.
Wenn wir uns verletzen, dann sind wir sogar froh,
oder es macht uns nichts aus, weil gut und schlecht von Gott kommt.
Wir haben weder vor Verletzungen, noch vor dem Tod Angst.
Wir sind geboren um zu sterben.
Beeile dich!
Du sitzt schon seit drei Stunden da unten!
Hier wohnt der Aufseher Nani Mrachman und der Schweisser Omar Khan.
Kein Eintritt ohne ausdr�ckliche Genehmigung.
''Wenn ich an dich denke, kommt dein Name auf meine Lippen.
''Du bist weit weg von mir.
''Du bist auch ein Reisender, so wie ich.
''Jetzt trennen sich unsere Wege,
''doch mein Herz ist mit dir.''
Omar Khan sagt: Auf der ganzen Welt gibt es gute Menschen.
Eine m�hevolle Arbeit ist wie eine Traglast, die vor uns steht,
und uns gleichsam herausfordert, sie zu schultern.
Manche Traglasten sind leicht, andere schwer.
Wenn die Menschen Erfolge in der Arbeit erzielen wollen,
das hei�t, die erwarteten Ergebnisse erreichen wollen,
m�ssen sie unbedingt ihre ldeen ...
in �bereinstimmung mit den Gesetzm��igkeiten ...
der objektiven Au�enwelt bringen.
Andernfalls erleiden sie in der Praxis Niederlagen.
Den Volksmassen wohnt eine unbegrenzte Schaffenskraft inne.
Sie k�nnen sich organisieren und k�nnen an jedem Ort und jeder Sparte,
wo es ihnen m�gIich ist, ihre Kr�fte zu entfalten, einen Fortschritt erzielen.
Sie k�nnen die Produktion in die Tiefe und in die Breite vorantreiben ...
und immer mehr Wohlstand f�r sich selbst schaffen.
Die Welt ist euer, wie sie auch unser ist,
doch letzten Endes ist sie eure Welt.
Ihr jungen Menschen, frisch und aufstrebend,
seid das erbl�hende Leben, gleichsam die Sonne ...
um acht oder neun Uhr morgens.
Unsere Hoffnungen ruhen auf euch.
Die Welt geh�rt euch.
Chinas Zukunft geh�rt euch.
Mao Tse-tung
Man kann das Heute nicht mit dem Gestern vergleichen.
Die Technik hat enorme Fortschritte gemacht.
Heute braucht man nicht mehr so viel Muskelkraft.
Heute reicht die Kraft allein nicht aus, um gut zu arbeiten.
Du brauchst auch Wissen.
Ich finde, wir sollten nicht wie fr�her nur kopflos dahinarbeiten.
Ja, aber arbeiten muss man trotzdem.
Klar m�ssen wir noch immer arbeiten.
Aber mit Hirn und Methode -
und gleichzeitig schauen, dass es leichter und effizienter geht.
Die Arbeit muss jedenfalls gemacht werden...
Ja, da hilft nichts.
Wir haben heute einen gro�en Konkurrenzkampf ...
denn heute z�hlt mehr die Technologie und das Arbeitsverfahren ...
und wir erneuern immer wieder unsere Maschinen.
Ich m�chte trotzdem, dass die alten �fen ...
als Museumsst�cke erhalten bleiben.
Sie stehen ja auch f�r die Geschichte Angangs.
Die vordere Reihe der Hoch�fen wurde uns noch von den Japanern hinterlassen.
Seit damals ist ein halbes Jahrhundert vergangen.
Das sind Geschichtsbeweise.
So hat man die M�glichkeit zu zeigen,
ob ein Land Fortschritte gemacht hat oder nicht.
China hat ja von Plan- auf Marktwirtschaft umgestellt ...
und die heutige Situation ist nicht mehr zu vergleichen mit der alten.
Wir geh�ren zu der �lteren Generation der Angang-Arbeiter ...
und wir wollen nat�rlich, dass unsere Kinder ...
sp�ter einmaI unseren Beruf �bernehmen.
Wir sind bereit, uns wie die Arbeitshelden der Vergangenheit ...
f�r die Stahlindustrie zu opfern.
Aber die Zeit hat sich ge�ndert, und wir m�ssen uns anpassen.
Ob unsere Kinder das einmal auch tun woIlen, k�nnen wir nicht entscheiden.
Wir k�nnen nicht mit Gewalt erzwingen ...
dass die Kinder unseren Beruf �bernehmen.
Jetzt werden noch die �fen Nummer 2 und Nummer 3 gebaut.
Der Fortschritt geht gut voran.
Auch auf dem internationalen Markt sind wir konkurrenzf�hig.
Wenn wir die letzten Jahre zur�ck schauen,
ist es immer besser und besser geworden.
Das Rundherum ist schon zu einer modernen Stadt geworden ...
und nur dieser Platz hier ...
hat das alte Gesicht bewahrt.
Hier kann man noch die Vergangenheit ...
und die eigene Kindheit sp�ren.
Manchmal komme ich mit Schulkollegen her, um Fotos zu machen.
Wir stellen dann die Figuren nach ...
und posieren wie die Soldaten und unsere Vorfahren da oben.
Wir finden, die Stellungen sind sehr Iustig und avantgardistisch.
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