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Die Farbe der Milch (2004) dTV - BR - 28. Mai 2012
Selma und Erz�hlstimme Selma Elin, Freundin von Selma
Nora, Stieftante von Selma Rikard, Verlobter von Nora
Ich war die pers�nliche Naturkatastrophe meiner Mutter.
Sie starb bei meiner Geburt.
Ich kann mich vielleicht deshalb so gut tot stellen.
Das ist nicht schwer. Man muss nur die Augen nach oben drehen.
Sie bleiben so, wenn man die richtige Stelle findet.
Man wird ganz ruhig. Man sieht aus, als ist man wirklich tot.
Ich kann unendlich lange so liegen.
In diesem Sommer passierte viel.
Es begann, bevor Elin, Ingun und ich zum letzten Mal "tot sein" spielten.
Das war, bevor wir Andy und die anderen Nackten in der Garage sahen.
Das war, bevor Andy mich unter Wasser zog und dort festhielt.
(alle) Hallo, aufstehen!
Schluss damit!
Was ist los?
Was ist?
Nichts.
Ich bin die Beste. Beim "Sich-tot-stellen".
Du kriegst daf�r keinen Nobelpreis.
Niemals. Wer will schon den Nobelpreis?
Ich wei� nicht. Ich aber.
Nein!
Wartet! Ich zeige euch etwas.
Lass den Quatsch! Kommt!
Wir �berraschen die Nackten. Nein!
Komm schon. Nein, lasst das!
Komm!
Wirklich witzig.
Ja. Willst du sie nicht nackt sehen? Nein.
Warum nicht?
Wir sehen es sowieso irgendwann. Es geh�rt zur nat�rlichen Entwicklung
Man erwartet das. Das soll nat�rlich sein?
Wir sagen: Die Natur ist uns egal. Du hast recht.
Hoffentlich sind wir der Natur auch egal.
Blutet es? - Hm.
Cool.
O nein! Die Jungs holen sich jetzt den Ball.
Selma! Hol ihn raus!
Los, Selma! Streng dich an! Du bist schneller!
(Jungs) Los, Andy! Schneller!
Beeil dich! Beeil dich! Schwimm!
Hol den Ball raus! Schwimm!
Andy ist ein Verlierer!
Ja! - Juhu!
Du hast ihn mit Absicht reingeworfen! Er ist mir weggerutscht. Wirklich!
Nachricht f�r dich.
Was? - Wir haben beschlossen, uns f�r Jungs zu interessieren.
Wenn du Andy nicht willst... Dann will Elin ihn.
Was ist passiert? Wir hatten eine Abmachung.
(Stimme) Die Abmachung war, dass wir keine Jungs bei uns wollten.
Ich meine: niemals.
Annelise!
Komm, Otto!
Was ist los? M�nner sind keine Menschen.
Er kann das nicht machen! Das ist auch mein Auto!
Autos geh�ren nicht nur M�nnern.
Unglaublich, dass Kinder entstehen, wenn man sich mit ihnen paart.
Verstehst du, was hier los ist?
Meine Hochzeit mit Rikard findet nicht statt.
(weint) Ich werde nie heiraten.
(Stimme) Mein Vater war genervt. Die Hochzeit wurde oft abgesagt.
In jeder Familie gibt es eine "tickende Zeitbombe".
Bei uns ist es Nora.
Sie hat ein Kind mit Rikard, dem Feuerwehrmann. Er ist sehr geduldig.
Rikard! Sie soll zur H�lle fahren!
Meistens ist er geduldig.
Ein platonisches Verh�ltnis zum anderen Geschlecht ist von Vorteil.
Nora und Rikard sind das beste Beispiel.
Verheiratet sein oder nur zusammenwohnen: egal.
Diese Menschen sind in gro�er Not.
Sie sind sogar in Lebensgefahr! Das ist keine sch�ne Zukunftsaussicht.
Sie interessieren uns nicht. Richtig?
Elin!
Kannst du dich beherrschen? Ja!
Okay. Tsch�s. (beide ) Tsch�s.
Wer hat die Cremeproben rausgenommen? Ich.
Na, Selma? Ich schaffe das.
Oh. Nein!
Ich hatte alles im Griff. Anfangs. Quatsch! Hol einen nassen Lappen.
Hallo, Rikard! Hallo, Selma.
Selma!
M�chtest du Kaffee? Nein, danke.
Vielleicht Kuchen? Ich probiere das.
Orangensaft? Nat�rlich. Bitte.
Hallo, Liebling.
Hallo.
(genervt) Hallo! Ich will dich ja heiraten.
Okay...
Du musst nicht ausziehen. Wenn n�tig, ziehe ich aus.
H�rst du das? Er sitzt hier und droht mir mit Auszug!
Er meint das nicht so, Nora.
Wo sind die Autoschl�ssel?
Hab ich ins Klo geworfen.
Ins Klo?
Ich habe zum Gl�ck Reserveschl�ssel.
Gib sie her! - Nein!
(Stimme) Es ging wieder um das Auto.
Gib sofort die Schl�ssel her! Das ist auch mein Auto!
(Stimme) Sie stritten um das Auto und um andere Dinge.
Aber diese hatten keinen so gro�en Motor.
Das gefiel ihnen wohl so daran.
Soll ich dich fahren? Nein!
Geht rein! Ich schaffe das. Nora, Gaston f�hrt dich.
Rikard soll sehen, wie ich mich plage.
Wie kann man so durchdrehen? Du suchst dir...
Du suchst dir jemanden als Partner, den du nicht magst.
(Annelise) Oder einen, ohne den du nicht leben kannst.
(Stimme) Nora ist die Schwester von meiner Stiefmutter Annelise.
Sie hat meinen Vater und mich einfach �bernommen.
Ich versuche es morgen. Aber, Karsten...
Willst du zum "Mond", Papa? Darf ich mitkommen?
(englisch) Bitte.
(Stimme) Der "Mond" war Mamas Platz. Sie wuchs dort auf und starb dort.
�brigens: Ich war nicht die einzige Naturkatastrophe in Mamas Leben.
Ich habe sie nicht befruchtet.
Wie romantisch muss es unbedingt sein?
Wir sind nicht mehr sehr oft auf dem "Mond" seit Mamas Tod.
Nur mein Onkel hat im Sommer noch seine K�he dort.
Seine S�hne sind auch da. Karsten und der J�ngste.
Sie haben einen Kurzschluss in der Melkmaschine.
Hallo, Selma.
Kannst du unseren Abwasch machen? Tr�um weiter!
Ach, bitte! Ich habe daf�r kein Talent.
(Stimme) Die armen K�he...
Karsten hatte jemanden von der Universit�t mitgebracht.
Er war Schwede. Eigentlich f�r mich nichts Besonderes, aber er...
Er war irgendwie anders.
Hallo.
Wusstest du, dass die Milch innen schwarz ist?
Doch. Ganz schwarz.
Komm, sieh nach!
Trink!
Trink doch!
Hallo, Selma.
Deine H�nde sind dreckig. Warum hast du sie nicht gewaschen?
M�nnerstimmen summen romantisches Lied
(Lehrer) Die Natur ist wunderbar und geheimnisvoll.
Ist sie nicht! Sie ist gemein!
Elin, bitte! - Ich muss zum Arzt.
Wegen eines Bienenstiches? Am Mund!
Das vergeht. Setz dich hin! Heute reden wir �ber Knospen.
Sagten Sie "K�rper"? - Nein, Knospen!
Das fehlt uns: moderner Sexualkundeunterricht.
Ihr habt ihn im n�chsten Jahr. - Wie bl�d!
Dann ist es vielleicht schon zu sp�t. Ich wollte "es" in diesem Sommer tun.
(Lehrer) Du musst damit noch warten.
(fl�stert) Selma!
Ich nehme das. Nein!
(Sch�ler) Lies vor!
Nein, Herr Lehrer! Ich tue alles, was Sie verlangen!
Lies!
Von Elin.
Ich habe mit Andy ganz wild geknutscht.
Stimmt das? Hast du geknutscht?
Verr�terin. Wer ist hier die Verr�terin?
Du h�ltst dich nicht an die Abmachung!
Genau.
Mit Zunge?
Hattest du noch nie Lust zu knutschen? Noch nie? Noch nie?
Nein.
Okay. Zeig es uns! Nein.
Doch. Zur Strafe.
Nein.
Alles in Ordnung?
Du kannst sie mitnehmen. Wirklich interessante Dinge stehen darin.
Polterger�usche oben
Rikard!
Probier das auch mal, Selma. Oh Gott!
Er macht sich Gedanken. Extrem kluge.
Annelise! Es ist warm.
Komm zu Papa.
Milch ist innen wahrscheinlich schwarz. Das ist kein Witz.
Unsinn. Wer erz�hlte dir das? Milch ist ein wei�es Produkt.
Hast du schon dar�ber nachgedacht, wie deine Haare aussehen?
Nein. - So siehst du auch aus.
Bist du jetzt in der Pubert�t? Quatsch.
Selma, f�hle den Stoff an! Ja, er ist f�r dich.
Ich mache bei der Hochzeit nicht mit. Quatsch!
Du heiratest niemals. Du wei�t das. 19 Meter Seide sind teuer.
Ich investiere nicht so viel Geld, wenn... W�chst dein Busen?
Sieht es so aus?
Warum bist du schlecht gelaunt? Bist du in der Pubert�t?
Niemand tut es, also muss ich mich offenbar selbst umbringen.
Warte! Selma!
(Stimme) Es war, als t�rmte sich etwas auf vor mir.
Ich hatte eigentlich keine Lust zu sterben.
Es gibt sowieso mehr Tote als Lebende auf der Welt.
Aber ganz schlecht kann der Tod nicht sein, im Vergleich zum Leben.
Gott! Du rettest mich vielleicht und schickst einen Engel.
Wenn du mich h�rst...
Stimmt es, dass du mit Elin geknutscht hast?
Warum?
Hast du?
Was ist, wenn es stimmt?
Kinderchor singt.
Wundersch�n! Wir singen das am Ende des Programms. Alle werden weinen.
Mein Vater heult nie. - Meiner auch nicht.
Ihr habt auch M�tter. Richtig?
Nein, ich nicht.
Luft raus. (Jungs lachen) Braucht ihr ein Taxi?
Er mag mich vielleicht. Man �rgert den, den man liebt. Das ist normal.
Willst du vorbei?
Ich dachte, das gef�llt dir.
Was soll ich damit?
Du kannst es behalten. Ich habe noch zwei.
Verpiss dich!
Rucksack kracht ans Fahrrad.
Du Arsch!
Selma, du solltest doch...
Schei�e. Bitte halte ihn kurz.
Warum? Er ist Noras Kind! Du kannst hier nicht nur faulenzen.
Es ist Mittsommer!
(Stimme) Das war der bl�deste Mitsommerabend, den ich je erlebte.
Alle wirkten irgendwie ver�ndert...
Bist du auf dem falschen Planeten geboren?
M�glich. Wenn der "Mond" als Planet gilt.
Du bist so weltfremd. Und etwas au�erirdisch.
Vielleicht w�re ich da nicht geboren. M�glich.
Du wei�t doch, wie sie ist. Ist das in Ordnung?
Sie fragt, ob es in Ordnung ist. (fleht) Bitte.
Sie muss sich beherrschen.
Sie verspricht es.
Jungs n�hern sich.
Ich wusste es! - Was?
Andy und ich hatten eine Verabredung. Ach ja?
Ist das die Tochter der Christensens? Ja.
Sie sah voriges Jahr ganz anders aus. Sie ist 18.
Denkst du, sie ist h�bsch? Selma? Ganz normal.
Die Tochter von Christensens ist ganz normal h�bsch.
(M�dchen) Tsch�s und danke! (Jungs) Tsch�s!
Frauen d�rfen nicht �lter sein als M�nner. - Auch nicht gr��er.
Gehen wir zu ihnen?
Wenn ihr verabredet seid, kommt er sicher zu dir.
(Jungs) Die M�dchen! Los, wir verschwinden.
Wir gehen ihnen nach.
Kommt!
Kommt schon!
Lege sieben Blumen unter dein Kopfkissen.
Dann tr�umst du von deinem Br�utigam.
Klappt das auch mit verwelkten Blumen?
Wir sind ihnen genug nachgerannt. Nachgerannt?
Das war eher eine Verfolgung. Stimmt nicht. Was du wieder sagst.
Wohin will sie jetzt?
Wir bleiben hier und tun so, als ob nichts ist. - Genau.
Darf ich mitspielen?
(Jungs) Nein.
(Stimme) Ich war fertig mit Ingun und vor allem mit Elin.
Sie konnte doch mit einem anderen knutschen als mit Andy!
Mit einem aus der Klasse: Das beweist wenig Fantasie.
Ich mochte sie nicht mehr. Ich mochte niemanden mehr.
(sp�ttisch) Das macht aber nichts, denn ich habe eine reizende Familie.
Hallo, Selma. Was sagt dir dein K�rper?
Er ist doch gerade in der Entwicklung.
Bringt jemand sie zum Schweigen? Ach, Selma.
(Stimme) Nora kann nicht schweigen.
Sie hat wahrscheinlich einen eingebauten Schalter.
Sie knipst ihn an und h�lt jedes Gespr�ch in Gang.
Wie sp�t ist es? Guck selbst.
Unsere Frauen warten. - Christensens Tochter ist auch da.
Die Kleine kommt auch. Ja. Allein.
Allein auf 400 Quadratmeter Strand. Ohne Aufpasser.
Was ist mit dieser Christensen? Du wei�t es, wenn du sie siehst.
Was?
Freut euch, dass der Schwede nicht mitkam.
Welcher Schwede?
Wenn er hier w�re, w�rde Fr�ulein Christensen euch gar nicht sehen.
Wer ist der Wunderknabe? Hast du ihn gesehen, Annelise?
Und du? - Was?
Sahst du ihn? - Er sagte, er studierte mit Karsten. Dasselbe Fach.
Fr�her w�re mir eine akademische Karriere wichtig gewesen.
Was? Was soll das?
O ja, ein Akademiker passt zu dir.
Wie hei�t er? Vergiss ihn lieber.
Muss das sein? Was ist los?
Ja, was? - Du fragst noch!
Was hast du mit diesem Typen?
Gar nichts! Nein?
Warum quatschst du von dem? Du fingst an mit der Christensen!
Entschuldige. Entschuldige.
O nein! Auf keinen Fall! Gib mir den Schl�ssel!
Komm!
Nora, mach auf! Nora!
Nein!
Gut, ich gehe.
Rikard!
Auto startet.
Wer erfand eigentlich das Auto? Henry Ford.
Das ist die H�lle. Alles f�ngt gut an. Aber dann kommt die Liebe.
Sie ist die H�lle, Selma.
Ich kann nicht mehr zur�ck. Das ist auch gut so.
Ich kann dir Schmerztabletten besorgen.
Telefon klingelt.
Telefon klingelt.
Telefon klingelt.
Was soll ich tun?
Ich spende mein Leben der Wissenschaft.
Was meinst du? Deinen K�rper?
Nein. Ich will den Nobelpreis gewinnen.
Du meinst "widmen". Spenden bedeutet weggeben.
Das ist fast dasselbe.
Hallo. - Nora, geh ran!
F�r Selma.
Elin ruft an. Ich bin nicht da.
Sie ist nicht da.
Warum muss ich telefonieren und sie nicht?
Handymelodie
Nora, geh bitte ran. Los, melde dich.
Geh jetzt ran!
Zweite Handymelodie
Das ist Ingun. Sag, wir sind im Urlaub!
Handy verstummt.
(liest) "Der Mann stirbt aus. Das Y-Chromosom verschwindet."
"Das ist ein Abschied vom Mann, wie wir ihn kennen."
"Die M�nnlichkeit wird eine besondere Eigenschaft weniger Frauen sein."
(Stimme) Ich habe es bef�rchtet. Etwas ist verkehrt am Mann.
Der arme Mann! Das hat er nicht vorausgesehen.
Vielleicht sind wenigstens ein paar M�nner zu retten.
Etwa jeder F�nfte. Der Schwede zum Beispiel. Er ist nett.
Vielleicht auch einer von der Band "Metallica". Orlando Bloom...
Der Rest kann dann verschrumpeln.
Andy zum Beispiel. Das ist kein Verlust f�r die Menschheit.
Hallo.
100 Kronen, wenn du sie anfasst und deiner Tante zeigst!
Die den Feuerwehrmann geheiratet hat. Sie sind nicht verheiratet.
150 Kronen. 170.
Okay.
Zweihundert.
Sie hat das Geld noch nicht verdient.
Nora?
Nora!
Schau her!
O Gott! Lass sie fallen! Lass sie los, Selma!
(hysterisch) Wo ist sie jetzt? Sie hat sich irgendwo verkrochen!
Rikard! Rette mich! Bring mich raus!
Sie kriegt bestimmt Junge! Sie muss da raus!
Die Wissenschaftler sagen, das Schlimmste kommt noch.
(Vater) Welches Gebiet interessiert dich?
Fortpflanzungslehre. Gibt es daf�r einen Nobelpreis?
Fortpflanzung im Reagenzglas. Alles andere wird unmodern.
Du meinst, dass... Sag es nicht!
Reagenzgl�ser sind die bessere L�sung.
Dein Baby schl�ft in einem Beh�lter, bis es fertig ist.
Du kannst es besuchen. Es kann da liegen, bis dein Leben geordnet ist.
F�r Nora und Rikard w�re das gut. Man gibt dem Kind damit Geborgenheit.
Und niemand stirbt mehr bei der Geburt.
(Andy) Hallo.
Hallo. Bring dir einen Stuhl mit!
(Vater) Wie geht es dir?
Etwas Melone? - Gern.
Ich m�chte dich loben. Du warst beim Schultheater sehr gut.
Er sagte ein Gedicht auf. Er ist sehr begabt.
Nicht auf Ferienreise? Sieht es so aus?
Der Sommer hier ist sch�n. Man muss nicht ins Ausland.
Was ist mit dir? Nichts!
Du bist so... Warum kommt er hierher?
(Stimme) Die Menschen in zwei Geschlechter teilen:
Das war ein Fehler. Es funktioniert nicht.
Wir m�ssten wie einzellige Organismen geschaffen sein.
Sie teilen sich in der Mitte, wenn sie sich vermehren wollen.
Kein Sex! Nur Teilung.
Wenn ich ein geteilter Einzeller w�re, wie mag sich das anf�hlen?
Welche H�lfte bin ich? Wei� ich nicht.
Muss ich vielleicht sterben, wenn zwei neue geboren werden?
Zwei?
Ich wei� nicht, ob sie sich in drei neue teilen.
Wir wollen dich nicht gleich als Angriffsspieler einsetzen.
(Stimme) Ich spielte schon viel Fu�ball in meinem Leben. Ich war gut.
Ich verstand deshalb nicht, warum ich im Tor stehen musste.
Wollten sie mir den Mut nehmen? Das klappt nicht.
Andy, knalle ihr den Ball rein! - Er schie�t, bevor sie "piep" sagt.
Stadionatmosph�re und Jubelgeschrei aus dem Rekorder
Ja, ja, ja! Das war kein Tor!
Das ist Jubel, weil du den Ball gehalten hast.
Fu�ballkommentar aus dem Kassettenrekorder
Reporter beschreibt den Jubel nach einem Sieges-Tor.
Wer nimmt ihn aus? Ich.
Laute, mitrei�ende Musik
Andy schmollt...
Trond! Die versprochenen 200 Kronen: Das ist nicht genug.
Wir verkaufen den Fisch. Den ich gefangen habe?
Ja. Das ist mein Fisch!
Ich lasse mich als Andy klonen. Willst du dann mich?
Ja, mehr! Schlage mich! Ich kann mich allein verarschen.
Hallo.
Hallo.
Allgemeines "Hallo"
Verfolgen sie uns? Das ist typisch Frau!
Okay! Wir hauen ab!
Typisch Frau!
Wartet auf mich!
Selma...
Ja?
Was ist?
Sag das noch einmal.
Was meinst du?
Was du gesagt hast.
Andy!
Was ist? Meine G�te!
Was passiert, wenn du ein Glas Wasser ins Meer sch�ttest?
In den Stillen Ozean? Zum Beispiel.
Wie gro� ist die Chance, dass du auf ein Molek�l aus diesem Glas triffst?
Nicht gro�. Doch. Garantiert.
Dass du so ein Molek�l hast? Ja.
Interessant. Stimmt.
Die Wassermolek�le sind winzig und immer in Bewegung.
Dann trinke ich das Wasser, in dem ich mich gewaschen habe?
Du musst gr��er denken. Als Ganzes. Auch ich habe mich damit gewaschen.
Iiiih! Ich denke das auch manchmal.
Andy! (Annelise) Selma!
(w�tend) Los, Arm hoch! Lass mich! Es ist nicht meine Schuld.
Doch. Nora sah wegen der Schlange die Notwendigkeit, einen Mann zu haben.
Deine Schuld, Andy!
Du wehrst dich nicht, du Bl�dmann.
Zur Strafe gehst du zu dieser Schei�-Hochzeit!
Du musst mein doofes neues Kleid anziehen. Das ist nur fair.
Romantische Musik
(alle) Selma, Andy! Wir kommen!
Himmel, sie braten in der Sonne! Los, Jungs! Mir nach!
Okay, Jungs. Passt auf!
Ich fange an. Wir k�ssen sie einfach. Sie wollen das.
Sie liegen nicht nur zum Spa� da.
Ich probiere etwas.
(schreit) Trond!
Wenn Wissenschaftler unsere Gene zu den Affen zur�ckverfolgen,
dann bist du ein toller Fund!
Wie soll das "Erste Mal" klappen, wenn sie immer dabei ist?
Ich wei� es nicht.
Ich dachte, so etwas interessiert dich nicht.
Stimmt.
Ich meine... Eigentlich nicht.
Bist du jetzt entt�uscht?
Er hat abartige Gedanken in seinem Reptiliengehirn.
Es sagt ihm, er hat nur bei M�dchen mit geschlossenen Augen eine Chance.
Reptiliengehirn? Aus der Zeit der Kriechtiere.
Echsen, Schlangen und vielleicht Ratten.
Selma?
Wollen wir dorthin fahren?
Du?
Was willst du werden? H�?
Beruflich.
Nobelpreistr�gerin. Das wird sicher gut bezahlt.
Ja.
Ich werde dann vielleicht Hausmann. Das wirkt bei mir nicht.
Okay. Meinst du, ich bin zu klug daf�r?
Ich wei� nicht. Kann schon sein.
Wei�t du, dass du innerlich wie Gelee wirst?
So wie...
Ist das Quatsch? Mir passiert das nicht.
Dann stimmt das? - Was?
Du warst noch nie verliebt. Wer sagt das?
Elin und Ingun? Wei� nicht.
Die beiden sind nicht sehr schlau. Nein, aber... Stimmt es?
Ich habe mich unter Kontrolle. Sag das noch einmal!
Ich habe mich unter Kontrolle.
Kontrolle...
Ich kenne sonst keinen, der sich so unter Kontrolle hat.
(Schwede) Hallo. (Kassiererin) Wie geht es dir?
(Schwede) Gut. Sch�n auf dem "Mond". Hallo. Nett, dich zu sehen.
Selma!
Selma! Hast du die Semmelbr�sel?
(fl�stert) Nicht so laut. Brauchen wir denn Semmelbr�sel?
Ich denke, sie sind nicht unbedingt notwendig.
Wir zerbr�seln sie selbst.
Ich meine: die Semmeln.
(Kassiererin) Nora! Wo bekommt er Luft f�r seine Reifen?
An der Tankstelle am Ortseingang.
Der P�chter ist unfreundlich. Wir hatten gleich Streit, als ich ankam.
Hallo. Willst du mitfahren?
Nein. Wohin willst du?
Nirgendwohin. Dann komm!
Wir m�ssen f�r diese bl�de Hochzeit einkaufen.
Selma!
Warum bestellen wir nicht einfach einen Koch?
(Schwede) Tsch�s! Wolltest du nichts sonst?
Ich bin bescheiden. - Wer soll das glauben?
Was soll...
Hier ist es etwas k�hl. Aber ich entkam.
Fahren wir endlich? Ich muss noch bezahlen.
(Schwede) Willst du nicht "Hallo" sagen?
Ich hoffte dich zu treffen. Hast du das R�tsel mit der Milch gel�st?
Sie sieht wei� aus, aber sie ist innen schwarz.
Gab es Luft f�r deine Reifen? Ja.
Kennt ihr euch schon?
Selma! Mein Gott, ist sie niedlich.
Das wirkt, wenn sie so vertr�umt guckt. Aber sie wei� das nicht.
Sie lernt das bald. Eine Waffe im Krieg zwischen Mann und Frau.
Denk dar�ber nach, Selma! Vielleicht bist du n�chstes Mal kl�ger.
N�chstes Mal?
Was ist los? Wor�ber nachdenken?
Milch.
Hallo.
Hallo...
Du schliefst 17 Stunden! Vielleicht tue ich das gleich wieder.
Alles in Ordnung?
Papa, l�sst du dir die Haare schneiden?
Sie sehen total doof aus.
(englisch) Ich liebe dich. Das tun wohl alle.
(Andy) Was bekomme ich, wenn ich es herausfinde?
Die Sache mit der Milch. Ich wei� nicht.
Vielleicht die Prinzessin.
Das halbe K�nigreich und all den Schrott.
Das ist wie ein Wunder. Ja.
Ich wei�, �ber was wir heute diskutieren.
Sind D�fte eine Art von Gas? Haben sie eine Masse?
Keine Ahnung. Kann man sie wiegen?
Dann gibt es eine Folgerung.
Manche Gase k�nnen Menschen t�ten. Stimmt.
Dann k�nnen andere Gase vielleicht Tote zum Leben erwecken.
Knips die Lampe aus!
F�r mich ist sie schwarz. Sie ist gr�n.
Wir m�ssen �ber noch etwas diskutieren:
Ist die Geburt oder der Tod der entscheidende Augenblick im Leben?
Sag es, Andy!
Vielleicht keins von beiden, sonders etwas ganz anderes.
Ich m�chte �ber viele meiner Gedanken sprechen.
Du hilfst mir, Dinge zu verstehen.
Durch dich denke ich klarer. Darum mag ich mich selbst immer mehr.
Habe ich auf dich die gleiche Wirkung?
Habe ich keine Wirkung auf dich?
Das ist schade. Du wirkst auf meine intellektuelle Reife.
Intellektuelle Reife? Ja.
Auf nichts anderes? Was meinst du?
Ich wei� nicht. Ich dachte an ganz normale Reife.
Denkst du an meinen K�rper?
Tu das nicht.
Lass den Quatsch!
Tu das noch einmal!
Was meinst du? Dreh dich zu mir um!
Spinner!
Lachen und Johlen
Schiffssirene
Tr�umerische Musik
Wei�t du was? Nein. Was?
Ich bin gl�cklich.
Du auch?
Hast du Lust, �ber den Urknall zu reden?
Selma! Ich wei� es jetzt. Was denn?
Ich gehe, wenn du es nicht sagst.
Es kommt kein Licht rein.
Die Milch ist innen schwarz, weil kein Licht reinkommt.
(Trond) Andy!
Andy!
Komm, ich muss dir etwas zeigen!
Was ist los?
Kommt schon!
Runter!
Etwas ist passiert. Ich habe Probleme mit meinem Pimmel.
Schei�e. Meine Cousine.
Hallo, Kleine.
Da oben sind noch mehr. Sie haben alles gesehen.
Na ja.
Wie armselig.
Selma!
(Karsten) He! Verschwindet! Ihr Schei�-G�ren!
Selma!
Nein!
Das ist ganz nat�rlich.
Erz�hl mir nicht, was nat�rlich ist.
Ich bin besser informiert als die meisten.
Was sie gemacht haben, war nicht nat�rlich.
Was war es dann? Das war Schei�e!
Ich dachte, wir sind zusammen!
Du hast das falsch verstanden.
Traurige Musik
Ich sagte, wir sind nicht zusammen.
Wir waren es nie und werden es nie sein.
Du hast es falsch verstanden. Oder h�rst du schlecht?
Gut. �brigens: Ich interessiere mich nicht f�r die Schei�-Wissenschaft.
Du hast das vorget�uscht! Gib zu: Ich war gut.
Telefon klingelt
Ist f�r mich. Hallo?
Gib her! Hallo?
Das ist Nora!
Du sollst ihr die Tischdecken bringen.
Hallo?
Seit der Sache mit der Schlange macht Rikard die W�sche.
Ich empfehle allen Frauen eine Schlange in der Waschk�che.
Sollen wir Andy zur Hochzeit einladen?
(st�hnt) Was soll das jetzt?
Ich habe einen anderen.
Einen anderen Freund. Und ich habe eine andere.
Was willst du dann hier?
Andy!
(Andy) Wen fahrt ihr da spazieren?
Annelise sagt, du hast Liebeskummer.
Nein. Doch.
Ich wei� nicht, was du meinst.
Du leidest.
Wahnsinnig, Papa.
Ich sagte schon immer, sie ist eine bl�de Kuh.
Leide ich wirklich?
Nimm lieber Hammer und Nagel, Selma. Fehlt ihr ein Gen?
Ist ein Fehler in ihren Chromosomen? N�hen braucht weibliche Chromosomen?
Hallo, Liebling.
Wohin willst du? Nirgendwohin.
Ich hatte von Anfang an recht.
Ich werde nie heiraten.
Oder "diese Sachen" machen. Ich bin f�r die Liebe nicht geschaffen.
Aber das st�rte mich nicht.
Hallo, Karsten. Danke f�rs Bringen. Bis sp�ter!
Du machst das Kleid schmutzig! Selma, hilf uns!
Laden wir ihn zum Kaffee ein? Wen?
Das ist doch nicht schlimm. Er ist so niedlich.
Niedlich! Wer?
Der Schwede, der auf dem "Mond" ist. Er reist morgen ab.
Er holt sein Gep�ck morgen nach der Hochzeit. Pass auf, Selma!
Er wird deinen Kuchen lieben.
(Stimme) Er will nach Schweden. Ich will das auch.
Das ist ein Zeichen. Darum stellte er sein Gep�ck bei uns ab.
Das ist ein Zeichen!
Du bist etwas dicker geworden.
(Stimme) Ich bin dann erl�st. Befreit von einer abscheulichen Welt.
Ich passte dort sowieso nie richtig hinein.
Die anderen bekommen ihre verdiente Strafe und bereuen alles.
Die Rettung ist nah. Die Rettung kommt immer zuletzt.
Sonst ist es keine richtige Rettung.
Man erkennt eine richtige Rettung daran, dass sie zuletzt kommt.
Noch etwas...
Hupen und Sirenengeheul
Wir sind verheiratet!
Selma!
Noch ein Foto, wenn er mich k�sst!
Hallo.
Wir haben unsere Meinung ge�ndert. Wir interessieren uns nicht f�r Jungs
Wir wollen wieder unsere Abmachung. In Ordnung?
Nein. Es ist zu sp�t. Ich wusste es.
Saht ihr schon einen nackten Mann?
Ich aber.
Tsch�s.
In dem Moment...
(Stimme) Man kann erstaunlich lange �ber so etwas reden.
Karsten wurde inzwischen seinem Ruf gerecht.
Mit einer Verwandten von Rikard.
Nora sagte einmal, ich sehe aus wie ein griechischer Gott.
Lachen
O Gott!
Das ist sicher �bertrieben.
Frag einen Mann, was er sich w�nscht und er sagt: "eine Frau".
Aber wie soll sie sein?
Sie soll f�gsam und sanft sein. Ausgeglichen und gut gelaunt.
Sie soll ihren Mann mit offenen Armen empfangen, wenn er es braucht.
Danach soll sie ihm Kinder geb�ren.
Sie soll im Haus Ordnung halten und ein K�chenwunder sein.
Sie soll Angeln und Fu�ball lieben und Fr�hst�ck im Bett.
Sie soll wundersch�n sein.
Nora!
Du bist wundersch�n.
Die G�tter schenkten mir diese Frau.
Ansonsten bekam ich nichts von dem, was ich mir w�nschte.
Daf�r bin ich sehr dankbar.
Nur wer k�mpfen muss, lernt dazu.
Man hat die Chance, ein besserer und gro�z�giger Mensch zu werden.
Ohne Frieden kein Himmel. So ist es, meine S��e. Wir haben recht.
Gib mir Frieden, solange ich lebe.
Bleib so und liebe mich. Zeige mir die Liebe!
Die wahre Liebe, die voll Kummer und Sehnsucht ist.
Eine heftige Gem�tsbewegung f�r zwei.
Im Dunkeln.
Ich liebe dich.
Nora schluchzt heftig.
Ich bin v�llig fertig.
Ich nehme den Kleinen.
Gott, ist sie s��! Sie ist unglaublich niedlich...
Wann geht ihr? Keine Ahnung.
Tanzmusik
Komm tanzen, Selma!
(Stimme) Sie wei� nicht, was Karsten tat.
Oder was er mit der Christensen am Strand tun wollte.
Ich k�nnte es ihr sagen. Vielleicht setzt er sich dann in Bewegung.
Er muss sich um seine K�he k�mmern.
�berlege dir das gut mit Karsten. H�?
Er ist gar nicht so toll.
Er ist mein Cousin. - So?
Ja.
M�nnerstimmen summen eine gef�hlvolle Melodie.
(Schwede) Schl�fst du, Selma?
Sie schl�ft.
Ja.
Komm! Wir gehen.
Haben wir dich geweckt? - Bring bitte das Gep�ck raus.
Trag es zum Auto!
Der Kofferraum ist offen.
Die Sache mit deinem Cousin am Strand tut mir leid.
Das ist schwierig. Wann wei� man, wen man... wen man...
Erst ist es der eine, dann der andere...
Man muss sich entscheiden.
Ich konnte nicht mit beiden, zur gleichen Zeit... Verstehst du?
Nein.
Das sind meine Sachen.
Ach so.
Tsch�s.
Sie ist innen schwarz.
Weil kein Licht reinkommt.
Hast du es selbst herausgefunden? Nein.
Nein.
Zusammen mit jemand anderem.
Sehr gut.
Ich muss losfahren.
Ein wunderbarer Ort wartet auf dich: der "Mond".
Ich habe begriffen, dass er dir geh�rt. Er ist dein Erbe.
Ich fahre jetzt.
Dann...
Alles wird gut.
(Stimme) Er ist wie alle anderen. Keine lustige Erkenntnis.
Er ist sogar viel schlechter.
Warum hast du deine Haare so kurz schneiden lassen?
Rufe ihn an!
Willst du uns vielleicht etwas sagen?
Nein.
Kommst du zurecht? Ja.
Gut.
Ich denke, du kannst es tun.
Geh jetzt. - Gut.
Andy? Ja.
Hast du mit Elin geknutscht? Ja.
Okay.
Ich wollte dir nur sagen:
Man wei� nicht immer gleich, wer der Richtige ist.
Man wei� es erst sp�ter.
Sind wir also jetzt zusammen?
Soll ich es noch einmal sagen?
Ja, gern.
Aber, wenn du jetzt stirbst... H�?
Wenn ich jetzt sterbe...
Dann... Dann sterbe ich mit dir.
(Stimme) Das Wichtigste im Leben ist vielleicht nicht die Geburt.
Vielleicht auch nicht der Tod.
Es ist vielleicht die Liebe.
Die Liebe ist die gr��te Naturkatastrophe von allen.
Und die beste!
Untertitel: Claudia Streibig
Untertitelung: BR 2010
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