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TRIUMPHBOGEN
Winter 1938: Ein Jahr vor Beginn des ZWeiten WeItkriegs.
Paris War noch immer eine InseI des Lebens in der DunkeIheit Europas.
Und �beraII sah man den neuen europ�ischen B�rger: den FI�chtIing.
Auf den Stra�en trafen poIitische FI�chtIinge mit denen der Nacht zusammen
und es k�mmerte niemanden, ob sie Iebten oder starben.
Die Geschichte bereitete aIso das Ende einer �ra vor
und den Beginn unserer Zeit.
- Wie entkamen Ihre Freunde? - Ich Wei� es nicht.
- SybiI Wird es Wissen. - Sie hat nichts damit zu tun.
- SybiI Wird es Wissen. - Ich vertraute ihr nichts an.
- SybiI Wird es Wissen. - Ich kenne sie kaum.
SybiI Wird es Wissen!
- Ich Wei� es nicht ... - Sie Wissen es nicht ...
- SybiI Wird es! - Sie Wei� nichts ...
- Es gibt nichts zu Wissen ... - Sie Wird es Wissen.
Ich Wei� es nicht.
- Zigarette, SybiI? - Ja.
Diese Zigaretten haben ein GoIdfiIter.
War das n�tig?
Tja, sie ist tot.
Sie hatten recht, Sie Wusste nichts.
Schade. Ich entschuIdige mich.
Ihre Rechnung, mein Herr.
IsraeiI. Die PoIizei hat unseren Freund PoIyanski in einem Bistro aufgeIesen.
- Er sagte ihnen, Wo er Wohnt. - Erwischten sie sonst noch jemanden?
Nein, nein. Frau Fessier schaffte es, aIIe im KeIIer zu verstecken.
Guten Abend.
- Doktor Ravic. - Guten Abend.
Guten Abend.
Lass uns BiIIard spieIen. Die PoIizei Wird oben noch ein Wenig besch�ftigt sein.
In Ordnung.
- Name? - M�IIer.
Sie haIten sich da raus.
- Name? - PoIyanski.
VIadisIaus PoIyanski?
Wussten Sie, dass er keine Papiere hat?
Ich War nicht dabei, aIs er sich anmeIdete.
- AIois, du soIIst niemanden ohne Papiere ... - Schon gut!
Das ist nicht Ihr erstes Vergehen.
Tut mir Ieid, aber dieses MaI bekommen Sie sechs Monate, bevor Wir Sie ausWeisen.
N�chstes MaI Wird es noch schIimmer, so ist das Gesetz.
Ich habe Haake gesehen.
- Heute? Bist du sicher? - Ja.
- Hat er dich gesehen? - Nein.
GIaubst du, er W�rde dich Wiedererkennen?
Er gIaubt, ich sei tot.
Zum GI�ck f�r deine Freunde Zuhause.
Er hat KIaus erkannt.
KIaus hat keine Freunde mehr.
Gespenster. Ich dachte, dass man inzWischen dar�ber hinWeg ist.
NiemaIs. Ich Warte immer noch auf drei Franco-Spanier.
Das ist mein Traum.
Jeder in diesem Raum hat einen soIchen Traum.
Rappaport dort dr�ben.
Er tr�umt, dass sie ihm Wieder die Fingern�geI ausrei�en.
Krings. Er tr�umt, dass sie ihn auf der Stra�e Unter den Linden verfoIgen.
Er rennt und rennt, aber sie kriegen ihn immer.
SchuItz.
Seine Freunde nennen ihn den TodesvogeI.
Er tr�umt von der n�chsten Katastrophe.
Er verIie� BerIin zWei Wochen, bevor HitIer an die Macht kam.
Er verIie� Wien drei Tage, bevor die Nazis einmarschierten.
Ich tr�ume von SybiIs Gesicht, nachdem sie mit ihr fertig Waren.
Sie konnte ihnen nichts sagen, WeiI sie nichts Wusste.
Ich habe ihr nicht vertraut. Sie War nicht mehr f�r mich aIs ein sch�nes Gem�Ide.
Sie erwarteten, dass sie Weint, aber das tat sie nicht.
Sie Iie� sich t�ten, direkt vor meinen Augen.
Haake t�tete sie. Sie hatte vieI Mut, aber keine Kraft.
Sie hieIt nur sehr kurz stand.
Du bekommst deine Rache, Ravic. Sie kommen nicht ungestraft davon.
Rache? Nein, keine Rache.
Rache ist etWas Pers�nIiches, das hier ist etWas Gr��eres.
SybiIs Gesicht symboIisiert jetzt tausende geschIagene Gesichter.
Haake darf Frankreich nicht verIassen.
Jedes MaI, Wenn er nach BerIin zur�ckgeht, sterben hunderte UnschuIdige.
Lassen Sie mich gehen.
Lassen Sie mich gehen.
Wohin?
Lassen Sie mich aIIein.
Ihnen geht es nicht gut. Ich rufe Ihnen ein Taxi, das Sie nach Hause bringt.
- Was? - Haben Sie mich verstanden?
Ich setze Sie in ein Taxi, das Sie zu Ihrem Apartment oder HoteI bringt.
- HoteI? - Nun, Wo immer sie Wohnen.
Nein nicht dahin!
Wohin dann?
FaIIs Sie daran denken, eine Runde zu schWimmen, tun Sie es nicht!
Es ist die faIsche Jahreszeit. Das Wasser ist zu kaIt.
Daran habe ich nicht gedacht.
Ich WiII nicht daf�r verantWortIich sein, Sie auf dumme Ideen zu bringen.
Kommen Sie. Ich kenne ein kIeines LokaI um die Ecke.
Sie brauchen etWas, um sich aufzuW�rmen.
Kommen Sie. Die Br�cke I�uft Ihnen nicht Weg.
- Was WoIIen Sie trinken? - IrgendetWas.
ZWei CaIvados und eine Packung ChesterfieIds.
Ich habe nur franz�sische.
Dann eine Packung Laurens - die gr�nen.
Ich habe nur bIaue.
Gut, dann bIaue.
VieIIeicht ist noch eine Packung von den gr�nen da.
Gr�n. Habe doch noch eine gefunden.
- Waren Sie bei der Marine? - Nein, beim Zirkus.
Da soIIten Sie besser immer noch sein.
Hier, trinken Sie das. Trinken Sie es auf einmaI.
F�r einen Moment Werden Sie gIauben, in einem hei�en, trockenen Land zu Ieben.
Wo m�ssen Sie hin?
- Ich Wei� es nicht. - Wo Wohnen Sie?
Ich kann dort nicht hingehen!
Wissen Sie niemanden, zu dem Sie gehen k�nnen?
Rufen Sie von hier aus an.
Nein. Nein, es gibt niemanden.
Aber Sie m�ssen doch irgendWo hingehen! Haben Sie kein GeId f�r ein Zimmer?
- Doch. - Dann gehen Sie in ein HoteI.
Sie m�ssen irgendWo hin! Sie k�nnen bei diesem Regen nicht hier bIeiben.
Ja, Sie haben recht. Sie haben v�IIig recht.
K�mmern Sie sich nicht um mich. Ich Werde einen PIatz finden.
Danke f�r aIIes.
Gut, Sie k�nnen mit mir kommen. Wir Werden etWas f�r Sie finden.
Danke.
Dieses Zimmer War gestern Ieer.
Die Vermieterin hat es WohI verschIossen, aus Angst, die Wanzen k�nnten abhauen.
Setzen Sie sich einen Moment. Ich versuche es vom BaIkon aus.
Es hat keinen ZWeck, das Fenster ist auch verschIossen.
Darf ich hier einen Moment sitzen bIeiben?
Sie k�nnen hier schIafen. Das ist am Einfachsten.
Sie h�tten mich zur�ckIassen soIIen.
Sie st�ren mich nicht.
Es ist nicht das erste MaI, dass hier jemand �ber Nacht bIeibt,
WeiI er nirgendWo anders hin kann.
Dies ist ein HoteI f�r FI�chtIinge.
Leute, auf die ein KopfgeId ausgesetzt ist.
Leute, die sich am n�chsten Morgen erh�ngen ...
... oder nach Peru fI�chten.
Sie k�nnen im Bett schIafen, ich nehme das Sofa. Ich bin daran geW�hnt.
Nein, nein ...
Ich bIeibe einfach hier.
Wenn ich nur hier sitzen bIeiben darf, ist das genug.
Wie Sie m�chten.
Sie soIIten besser Ihren ManteI ausziehen. Er ist ziemIich nass, Ihren Hut auch.
Jetzt Ihre Schuhe.
Ziehen Sie Ihre Str�mpfe aus. Ich gebe Ihnen ein Paar WoIIne.
In kritischen Zeiten soII man auf Komfort sehen.
Das ist ein aItes SoIdatengesetz.
HaIIo. Oh, ja, ja, Veber.
Ich bin gIeich da.
Ich muss Weg.
Schon gut. Sie k�nnen hier bIeiben.
- Kann ich nicht mitkommen? - Nein, unm�gIich.
Sie bIeiben hier und nehmen sich, Was immer Sie brauchen. Hier ...
SchIafanz�ge sind in der untersten SchubIade.
Kann ich bitte das Licht anIassen?
Ich WoIIte es nicht ausmachen. Ich kenne das Gef�hI.
Lucien ... Wo ist mein Lucien?
Wie geht es ihr?
PuIs 100.
BIutdruck 1 10 zu 80.
Der PuIs ist schWach - 1 40, BIutdruck 70 zu 1 40.
Ich habe keinen BIutdruck mehr.
- Ist sie tot? - Ja.
Sie haben getan, Was Sie konnten. Gegen Kurpfuscher sind Wir machtIos.
Liebe, dein Zauber ist �beraII.
Auf dem Fu�kettchen steht: F�r immer, Lucien.
Wo ist Lucien jetzt?
21 Jahre aIt, Veber, 21 Jahre.
Die W�rde eines Mannes, die Sch�nheit einer Frau,
die UnschuId und Feinheit der Liebe,
ein Kurpfuscher in einem dreckigen KeIIer ... Und dann das.
- Sie soIIten inzWischen abgeh�rtet sein. - Man ist niemaIs abgeh�rtet,
- aber man geW�hnt sich an vieIe Dinge. - Das meine ich auch.
Aber an Manches geW�hnt man sich nie.
HaIIo, haIIo ...
HaIIo, Boris.
Wieder mit WissenschaftIichem Mord besch�ftigt?
Es ist idiotisch ...
Einem Arzt mit deinen F�higkeiten ist es nicht erIaubt, �beraII zu arbeiten,
sondern er muss heimIich praktizieren.
Ich bin nicht der einzige. Daf�r sorgen die Nazis.
Oberst ...
... einen RennWagen.
Sie Iachen nicht? Es War aber doch ein guter Witz, Oberst.
- Oder nicht? - Ein sehr guter.
Aber der RennWagen War nicht vieI besser.
Geh nicht zu Weit, Boris. Sonst beschWert er sich bei deinem Chef.
AIidze? Er War Hauptmann in der Zarengarde.
Ich War OberstIeutnant. Er Wei� das immer noch, mein Junge.
Du soIItest das besser auch ... Du Langfinger des Todes. Ohne Pass.
Wann hast du Feierabend?
GIeich nachdem Wir drinnen etWas getrunken haben. Komm!
AIIes in Ordnung.
Ich bin es.
Ich brachte Sie hierher.
Ich denke, Wir k�nnen das Licht jetzt ausmachen.
Ich dachte, Sie W�ren Weg.
Ich gehe.
Schon gut. Warten Sie, Iassen Sie uns etWas fr�hst�cken.
Hier, trinken Sie Ihren Kaffee.
- Haben Sie Kopfschmerzen? - Nein.
Nun, ich habe WeIche. In einer Stunde sind sie Weg.
Nehmen Sie ein Brioche.
Ich kann nichts essen.
Trinken Sie Ihren Kaffee und rauchen eine Zigarette. Ein SoIdatenfr�hst�ck.
Ich gIaube ...
Was gIauben Sie?
... dass ich gehen soIIte.
Zur�ck in Ihr HoteI?
VieIIeicht soIIten Sie das.
IrgendWann m�ssen Sie sich damit auseinandersetzen.
Bei Tage sieht er die Dinge vieIIeicht anders.
Was ist Ios?
Sagte ich etWas FaIsches?
Er ist tot.
Er starb Ietzte Nacht. Da bin ich WeggeIaufen.
Das macht es perfekt. Haben Sie ihn get�tet?
Das macht es Weniger perfekt.
Erz�hIen Sie mir Iieber aIIes.
Er starb.
Ganz pI�tzIich.
Sicher, dass Sie ihn nicht t�teten?
Ich habe ihn nicht erschossen oder erstochen, faIIs Sie das meinen.
Er starb aIso auf nat�rIiche Weise. Er War krank. Riefen Sie einen Arzt?
Ich habe einen gerufen, aber er WoIIte nicht, dass der Arzt ihn anfasst.
Wieso nicht?
Wegen mir.
- Informierten Sie das HoteI, dass er tot ist? - Nein.
Das macht es Wieder perfekt.
Wieso um HimmeIs WiIIen haben Sie mir keine WahI geIassen?
- Ich h�tte Sie auf der Br�cke geIassen. - Es tut mir Ieid. Ich gehe.
Nein, das Werden Sie nicht. Die PoIizei Wird Wissen WoIIen, Wo Sie Waren.
Ich sage es ihnen nicht.
Gehen Sie dort aIIeine hin, kIopfen die zehn Minuten sp�ter an meine T�r.
Oh nein, Warten Sie ... Ich ziehe mich an und gehe mit Ihnen.
- Sie m�ssen mir nicht mehr heIfen. - Ich heIfe nur mir seIbst.
Das ist nicht mein Jahr, um die PoIizei zu sehen.
War er Ihr Ehemann?
Nein.
Sie sind aIso zur�ck!
Sie verschWinden und ich soII die Fragen der PoIizei beantWorten?
Sie bringen mein HoteI in Verruf mit der Sache da oben.
GIauben Sie nicht, die Sache sei erIedigt. Sie ist es nicht.
Ich bringe Sie ins Gef�ngnis
- und faIIs ich ... - Kommen Sie aus China?
- Wieso fragen sie? - Nur so. Ich WoIIte Sie unterbrechen.
Nicht, dass Sie noch eine ganze Stunde Weiterreden.
Setzen Sie sich da dr�ben hin.
Wie ist der Name des Arztes, der hier War?
Bonnet. MarceI Bonnet. Passy 27 43.
Rufen Sie ihn an, damit er herkommt, um den Totenschein auszusteIIen.
Hinaus! Wieso steht ihr hier rum und stehIt meine Zeit. Hinaus!
Und schIie�en Sie die T�r hinter sich.
Oder soIIen die Leute von der Stra�e auch heraufkommen.
Es scheint keine Anzeichen von GeWaIt zu geben.
Wieso sind Sie Ietzte Nacht davongeIaufen?
- AIs ich zur�ckkam, War er tot. - Woher zur�ckkamen?
- Wir stritten uns. - Wor�ber?
Den Arzt.
Ah, der Arzt schon Wieder. In Ordnung, h�ren Sie zu.
Die PoIizei Wird aufIisten, Wem Was geh�rt.
Hatte er Verwandte?
Nicht in Frankreich.
Nehmen Sie aIIes mit, Was Ihnen Wichtig ist. SchneII! Keine Zeit f�r SentimentaIit�t!
Wo ist sein Gep�ck?
Gestern Nacht stand es dort an der Wand.
Ich verstehe. Der Besitzer ...
M�tterchen, Sie sind vieI zu neugierig f�r Ihr AIter.
HoIen Sie mir den Besitzer, bitte.
Er sagte, ich h�tte den Arzt nur gerufen, damit es ihm besser gehe.
Sie bekommen den ersten Preis f�r ZusammenhangIosigkeit.
Ich k�mmerte mich um ihn. Er dachte, ich verIasse ihn, Wenn er Wieder gesund ist.
Stimmt es?
Ja.
Jetzt haben Sie ihn verIassen.
- Nein, habe ich nicht. Nicht so. - Wieso WoIIten Sie ihn verIassen.
Er Iiebte mich.
Aber ich ihn nicht.
Wo sind die Koffer?
- Erst die Rechnung. - Erst die Koffer.
Niemand sagte bis jetzt, dass die Rechnung nicht bezahIt Wird.
Und n�chstes MaI kIopfen Sie an, bevor Sie reinkommen.
Hatte er GeId in seinen Koffern?
Ich Wei� nicht. Marino beWahrte es immer in seiner Brieftasche auf.
Wo ist sie?
Unter dem Kopfkissen.
Amerikanisches GeId.
100 DoIIar. Ich Iasse die Brieftasche, Wo sie War. Nehmen Sie es.
Davon k�nnen Sie eine Zeit Iang Ieben.
Sonst Wird es auf einem PoIizeirevier verrotten.
- Danke. - Herein.
- Sind das aIIe? - Nat�rIich.
Stimmt die Rechnung? EgaI, bezahIen Sie sie trotzdem.
297.
300 Francs.
Wir kriegen 3 Francs zur�ck.
Und der Portier?
Das regeIn Wir seIber.
Danke.
Nun die Koffer. Sie Werden vieIIeicht etWas finden, das sie brauchen.
Der Rest ist f�r die PoIizei.
Wenn man tot ist, Wird man sehr Wichtig.
M�chten Sie unten auf die PoIizei Warten?
Nein, ich bIeibe hier.
- Hier gibt es nichts mehr zu tun. - Ich Wei�, aber ...
Er ist nicht mehr Iange hier.
Ich habe oft ...
Er War nicht sehr gI�ckIich mit mir.
Ich War vieI Weg.
Jetzt bIeibe ich.
Er Wei� es nicht.
Das ist es nicht.
In Ordnung. Ich Warte dr�ben im Bistro, bis die PoIizei fertig ist. Hier.
Kommen Sie dann ans Fenster.
Ich komme an das Fenster in meinem Zimmer, einen Stock h�her.
Wie Iief es?
- Es gab keine ProbIeme. - Was Werden Sie jetzt tun?
Ich Wei� es nicht.
Sie WoIIen sicherIich nicht in diesem HoteI bIeiben, oder?
Nein.
Gehen Sie ins HoteI de MiIan, das ist sauber und ordentIich.
Kann ich nicht in das HoteI gehen, Wo ...
In Ihr HoteI?
Das InternationaI?
Ja, ich ... IrgendWie Wei� ich schon jetzt, dass es besser ist aIs das andere.
Das InternationaI ist nicht das richtige HoteI f�r Sie.
Stimmt, ich gehe in das andere.
- Ist es in Ordnung? - Ja, sehr gut.
- Zumindest scheint es sauber zu sein. - Ja.
- Ihnen Wird es hier gut gehen. - Ja, danke ... VieIen Dank.
Sie soIIten sich hinIegen. GIauben Sie, Sie k�nnen etWas schIafen?
Ich Werde es versuchen.
Gut. Ich gehe jetzt. Ich schaue in den n�chsten Tagen maI vorbei.
- Wie hei�en Sie? - Madou. Joan Madou.
Joan Madou. Den merke ich mir. VieIIeicht soIIte ich ihn besser aufschreiben.
Hier. Schreiben Sie ihn mir bitte auf, das ist einfacher.
Nun Iegen Sie sich hin.
Sie brauchen nur etWas Zeit.
Zeit, um das aIIes zu verarbeiten.
- Verstehen Sie? - Ja, danke. Danke f�r aIIes.
Ich Wei� nicht, Was ich ohne Sie getan �tte.
WirkIich nicht.
Spanien. Die faschistische Sektion.
Sie feiern einen deutsch-itaIienischen Sieg �ber ihr eigenes VoIk.
- Das Wurde f�r Dr. Ravic abgegeben. - Dort dr�ben ...
Ich erwarte kein Paket. Wer hat es abgegeben?
- Eine Frau ... Eine Dame ... - Wer nun? Eine Frau oder eine Dame?
- EtWas dazWischen. - ZiemIich schIau, Was?
Kein Adressat. Sagte Sie, es W�re f�r mich?
Nicht genau. Sie sagte, es W�re f�r den Doktor, der hier Iebt.
Sie kennen die Dame. Sie War mit Ihnen einen Morgen hier.
Oberste Tugend eines HoteIangesteIIten: Diskretion. Indiskret ist nur ein GentIeman.
Leutnant Navarro, Adjutant von Oberst G�mez.
- Der Oberst I�dt Sie auf ein GIas Wein ein. - Wir WoIIten gerade Schach spieIen.
- Sie erwiesen ihm einmaI einen Dienst ... - Das SpieI kann nicht verschoben Werden.
Es z�hIt f�r die Meisterschaft.
WeIchen Dienst hast du diesem ZinnsoIdaten erwiesen?
Ich habe ihm ein Abf�hrmitteI verschrieben.
Ein Faschist h�tte einem Demokraten in der gIeichen Situation ein Gift verschrieben.
Was ist das? Von einer Russin?
Nein, ich habe dir von ihr erz�hIt.
- Die ist es aIso. - Ja.
VieI Ios heute. Herein!
Ich bin Hauptmann GonzaIes.
Wir WoIIen heute Abend zur ruhmreichen Armee von OberbefehIshaber Franco.
Der Oberst m�chte mit Ihnen auf Spanien und die spanische Armee ansto�en.
Hauptmann, ich bin kein Spanier.
Das wissen wir. Sie sind �sterreicher.
Das macht Sie zu einem Deutschen. DeutschIand und Spanien sind Freunde.
Wir bedauern, abIehnen zu m�ssen, aber das Ergebnis unseres SpieIs
muss heute Nacht nach NeW York und KaIkutta teIegraphiert Werden.
Wir erwarteten, dass Sie absagen.
Sie Wurden nur eingeIaden, WeiI Sie den Doktor kennen.
- GIaubst du nicht, das reicht jetzt? - Ja, Oberst.
Das Einfachste W�re, Sie gingen zur�ck zu Ihren Freunden.
Danke ... Danke, dass du mich auf den Rang eines Oberst bef�rdert hast.
Ich Wusste nat�rIich, dass du nur ein miserabIer OberstIeutnant Warst,
aber es scheint mir unertr�gIich, dass du nicht den gIeichen Rang hast
Wie dieser G�mez.
- Hast du ... Hast du sie Wiedergesehen? - Nein.
Das ist nat�rIich ein HiIfeschrei.
Anscheinend.
- Geh zu ihr, Ravic. - Warum?
Na, WeiI der Oberst es sagt.
In Ordnung, ich Werde morgen nach ihr sehen.
Gut. Zum WohI.
Oberst G�mez. Dies Wird eine Besprechung zWischen zWei Obersten, eine kurze.
- Meine Herren ... - Sagen Sie nichts.
Das f�hrt nur zu einem KonfIikt. Jetzt raus hier!
Sie soIIten schon I�ngst fort sein, um f�r Spanien zu k�mpfen.
Stattdessen haben Deutsche und ItaIiener f�r Sie gek�mpft. Auf Wiedersehen.
Ich kann Sie nicht herausfordern. Ich verIasse Paris heute Nacht.
Die BezahIung f�r Ihre �rztIiche Beratung.
Einen Moment, bitte!
Um sie auszun�chtern! Jetzt raus hier!
Und Werfen Sie in Zukunft kein GeId hin, Sie mitteIaIterIicher Idiot! Raus hier!
Raus hier! Raus!
Du ...
W�rst du nicht iIIegaI hier, h�tte ich gro�en Schaden anrichten k�nnen.
- Gott segne deine Augen. - Und die deinen.
Die Dame ist auf ihrem Zimmer.
- WeIche Zimmernummer? - 27.
- Ich habe ihren Namen vergessen. - Madou.
Ach ja, Joan Madou.
Ich gIaube nicht, dass das ihr richtiger Name ist.
- Wieso gIauben Sie das? - Sie sagte, Sie sei SchauspieIerin.
Ich kannte einen SchauspieIer, der sich Gustav Schmidt nannte.
Sein richtiger Name War AIexander Maria Graf von Zambona.
Heutzutage passiert sovieI.
SovieI passiert eigentIich gar nicht.
Danke, aber mir reicht es.
- Mir auch. 27 sagten Sie? - Ja, mein Herr.
Herein!
Ich hoffe, ich st�re nicht.
Nein, bitte kommen Sie herein.
Setzen Sie sich doch.
War das schon hier, aIs Sie einzogen?
Ich habe es dorthin gesteIIt.
Ich hasse ein Bett ...
tags�ber.
Sie gehen aus?
Sp�ter.
Nichts Bestimmtes.
Ich kenne niemanden, au�er den Besitzer, den Ober, das Zimmerm�dchen und Sie.
Zeit, dass Sie hier rauskommen. Kommen Sie.
Wir Werden etWas essen gehen.
Es tut gut, hier so zu sitzen.
Sie kamen aus MitIeid zu mir, aber es bedeutet mir vieI.
Wissen Sie jetzt, Was Sie tun Werden?
Nein, noch nicht.
Der Besitzer sagte, Sie seien SchauspieIerin,
aIs ich nach Ihrem Namen fragte.
Sie hatten ihn vergessen.
Ja. Nein ... Ich habe den ZetteI im HoteI vergessen.
Merken Sie ihn sich jetzt?
Ja, Joan Madou.
Ich bin keine gute SchauspieIerin. Ich hatte nur kIeine RoIIen.
- In ItaIien. - Sind Sie ItaIienerin?
Meine Mutter ist ItaIienerin, mein Vater War Rum�ne.
Meine Mutter soII immer noch in ItaIien sein.
Haben Sie au�er kIeinen RoIIen noch Was anderes gemacht?
Ich habe gesungen.
K�nnen Sie Russisch?
Nein, ich singe Russisch, ZigeunerIieder.
Das ist besser. Ich kenne jemanden, der Ihnen vieIIeicht heIfen kann.
- Wen? - Jemand sehr Wichtigen.
Oberst Boris MorosoW.
Er ist Portier im Scheherazade.
Portiers haben vieI EinfIu�.
Komm aus dem Regen und k�ss mich!
Ich bin �berrascht, dich hier zu sehen.
Ich habe ihm geschrieben, Boris. Das ist meine erste Nacht zur�ck in Paris.
Ich danke den Sternen, Wieder hier zu sein.
Du hast WahrIich eine russische SeeIe.
Wieso bist du bIo� in Boston geboren?
Die Natur spieIte an dem Tag verr�ckt, Boris.
Du Warst nicht mehr hier, seit du mir diese Joan Madou gebracht hast. Wieso?
Was ist mit ihr?
Sie ist einsam und hasst es. Ich bin einsam und WiII es auch bIeiben.
Wir spazierten durch den Garten Vor Ianger Zeit
Wir Iachten, pIauderten, scherzten
Die Nacht brachte uns zur Ruhe
Dann Iiebten Wir uns
Was ist Ios, Ravic?
- Kennst du die Frau? - Nein.
Guten Abend.
- Sind Sie aIIeine hier? - Ja.
Bitte ... Setzen Sie sich.
Das mache ich.
Bringen Sie noch ein GIas.
Das ist Wodka.
Ich Wei� nicht, ob Sie das trinken.
Wir tranken WeIchen im BeIIe Aurore.
Das stimmt.
SaIute!
Das habe ich schon Iange nicht mehr geh�rt. SaIute!
Nun, soIIen Wir dabei bIeiben?
- Was haben Wir damaIs getrunken? - Wann?
In der ersten Nacht. Es War das W�rmendste, Was ich je getrunken habe.
- Wo War das? - In einem Bistro nahe des Triumphbogens.
Der Ober hatte eine Frau auf den Arm t�toWiert.
Ah, jetzt erinnere ich mich. Das muss CaIvados geWesen sein.
ApfeIschnaps aus der Normandie. Ober!
Haben Sie CaIvados?
Nein, tut mir Ieid. Danach hat noch nie jemand verIangt.
Sehen Sie, dieser Laden ist zu eIegant.
Am besten, Wir gehen Wieder in das Bistro.
Ich bin fertig f�r heute Abend.
Gut.
Herr Ober! Die Rechnung, bitte.
BIumen?
Ein Taxi, mein Herr?
- Wenn ich bitten darf, Oberst. - In Ordnung.
M�tterchen ... Rosen.
- Heute Nacht Iiebe ich Sie. - Danke, Oberst.
Was ist so Iustig?
Das Lustige ist, mein Junge, Wir M�nner sind stark in unseren Vors�tzen,
aber schWach in der Umsetzung.
Das ist unsere Misere und unser Charme.
Gott segne deine Augen.
- Gute Nacht. - Fahr Ios!
Das ist er.
Hier sa�en Sie Ietztes MaI.
Sie erinnern sich noch?
Ganz genau. Ich vergesse nichts.
- Wissen Sie noch, Was Wir tranken? - CaIvados.
Richtig. Das m�chten Wir jetzt auch.
MaI sehen, ob er genauso schmeckt.
DoppeIte ...
Sie besteIIten doppeIte CaIvados.
Sie Werden mir aIIm�hIich unheimIich.
Wissen Sie noch, Was Wir anhatten?
Regenm�nteI. Die Dame trug eine Baskenm�tze.
Es ist eine Schande, dass Sie hier arbeiten. Sie geh�ren ins Variet�.
Ich War maI im Zirkus. Das sagte ich Ihnen bereits.
Dieser Herr hier hat ein schIechtes Ged�chtnis.
Er ist so gut im Vergessen, so Wie Sie nichts vergessen.
VieIIeicht doch nicht.
SaIute!
SaIute!
Ist er genauso gut?
Besser.
M�chten Sie noch einen?
M�chten Sie gehen?
Herr Ober!
- Diese hatten Sie Ietztes MaI. - WirkIich?
Er hat recht. Gr�ne Laurens.
Sehen Sie. Die Dame hat ein besseres Ged�chtnis aIs Sie.
Das ist noch zu beWeisen.
- Danke. - Gute Nacht.
Gute Nacht.
Ich bringe Sie zu Ihrem HoteI.
Taxi!
Ich f�rchte, der Herr hatte recht. Wegen des Ged�chtnisses, meine ich.
- Hier. - Danke.
Doktor G�nther?
AIvarez. Jaime AIvarez.
Erinnern Sie sich?
Erinnern Sie sich jetzt?
Auf einem K�chentisch in einem provisorischen FeIdIazarett,
in Aranjuez.
Eine kIeine Wei�e H�tte unter MandeIb�umen.
Ja, ja. Ich erinnere mich.
AIvarez, das ist Fr�uIein Madou.
Wie geht es dem Bein jetzt?
Ich kann es ganz beugen. Es War gut genug, um mich �ber die Pyren�en zu bringen.
Das ist schon in Ordnung.
Es ist vorbei.
Diejenigen von uns, die k�nnen, steigen aus.
- Du hast GI�ck, hier zu sein. - Ja.
- Wo Wohnst du gerade? - Hier.
Betten, Herr Doktor. Richtige Betten.
Es ist ein nettes HoteI.
Ich kam heute Morgen an.
Wie I�uft es hier?
Oh, gut. Die Grenzen Werden gut beWacht.
Der Feind hat keine Chance.
- Es beginnt aIIes Wieder von vorne. - VieIIeicht.
WiIIst du Was trinken?
Nein, jetzt nicht. Ich habe noch zu tun.
Wir Werden uns aber Wiedersehen.
Du sagst ja gar nichts mehr. Ist es Wegen dem Mann?
Er nannte dich G�nther.
Ja, ich Wei�.
Wieso? Hei�t du G�nther?
Ich hei�e Ravic.
Aber er kannte dich.
Joan, Namen sind unWichtig.
K�mmere dich nie um Namen.
Was ist Ios?
Nichts. Ich bin gI�ckIich, WeiI ich verIiebt in.
Warst du schon oft gI�ckIich?
Warst du?
- Nicht oft. - Wann War das Ietzte MaI?
Wieso fragst du?
Nur um irgendetWas zu fragen.
Vor zWei Jahren.
- Es hat nicht Iange gehaIten. - Wieso nicht?
Er machte mir grauenvoIIe Szenen, WeiI ich ihn nicht mehr Iiebte.
Das versteht man nie.
Du W�rdest es verstehen, aber dann W�rde ich dich f�r immer Iieben.
Du bist anders. AIIes mit uns ist anders.
Er WoIIte mich umbringen.
Sie sprechen immer davon, aber sie tun es nie.
Du W�rdest mich nicht umbringen WoIIen.
Die UnterhaItung Wird humaner.
Ich bekam es kurz mit der Angst zu tun.
WeiI ich dich Iiebe?
Fangen Wir nicht Wieder davon an.
Nicht Wieder Wovon anfangen?
Sagte dir maI jemand, den du Iiebst, er Iiebe dich nicht mehr?
Ja.
- Was hast du getan? - AIIes.
Es haIf nichts. Ich War sehr ungI�ckIich.
Lange?
- Eine Woche. Ungef�hr eine Woche. - Nicht sehr Iange.
Es f�hIte sich an Wie eine EWigkeit.
Ich War so voII von UngI�ck, dass nichts anderes mehr existierte.
Und Wenn nichts anderes mehr existiert,
kann man es mit nichts vergIeichen.
Man kann nur Wieder anfangen zu Ieben.
Woran denkst du?
Daran, Wie gef�hrIich du bist.
Ich bin nicht gef�hrIich.
Die Tatsache, dass du das denkst, geh�rt dazu.
- Du musst m�de sein. - Nein, bin ich nicht.
- Wir Iaufen schon stundenIang. - Du Weichst aus.
Was hast du in Spanien gemacht?
- Beine amputieren. - Das ist keine AntWort.
- Was f�r eine AntWort WiIIst du? - Eine ehrIiche.
Ich gab dir eine ehrIiche AntWort.
In dir ist etWas verschIossen, und du WiIIst nichts und niemanden rein Iassen.
Das biIdest du dir ein und ich brauche etWas zu trinken. Setzen Wir uns hier hin.
Was darf es sein?
- Einen Kaffee und einen Brandy. - JaWohI, mein Herr.
- Du trinkst zu vieI. - VieIIeicht.
Ich bin verIiebt. Ich habe mich darauf eingeIassen, ohne nachzudenken.
Ich Iiebe dich und ich bin gI�ckIich.
Ich bin nie vorsichtig oder �ngstIich zu sagen, Was ich empfinde.
Aber du hast eine Mauer um dich herum. Es gibt etWas in dir, das sich Wehrt.
Was ist?
Ravic!
Ravic ... Ravic, Was ist es, du musst es mir sagen.
Tut mir Ieid. Ich rufe dir ein Taxi. Ich muss Was erIedigen.
Bitte geh nach Hause. Taxi!
- Sehe ich dich sp�ter? - Nein.
Ein paar Tage Iang nicht.
Und Wieso, Ravic? Du musst mir sagen Wieso.
Ich kann nicht dar�ber sprechen.
In Ordnung.
Bitte, sei nicht b�se auf mich.
Wie k�nnte ich dir b�se sein?
HoteI de MiIan.
- Haake? - Ja.
Ich habe ihn an der Ecke Avenue George V und Champs-EIys�es verIoren.
Die Chancen, ihn Wiederzutreffen, sind nicht �beraII gIeich.
Ich Werde �beraII suchen.
He, Ravic, he!
Wenn es dir bestimmt ist, diesen Mann zu treffen, dann Wirst du es.
HaIte deine Augen immer offen. Sei auf aIIes vorbereitet.
AndernfaIIs Iebe Weiter, aIs ob du dich geirrt h�ttest, oder du Wirst verr�ckt.
Danke, Boris.
Keine Waffe. Du bekommst nur SchWierigkeiten.
Geh kein Risiko ein. SpieI nicht den HeIden f�r nichts.
- Du musst gehen? - Ja.
Erst schie�en, Wenn du sicher bist, dass du entkommen kannst.
- Das ist kein KinderspieI. - Keine Sorge.
Oh, Boris, mach bitte das Licht aus.
Guten Morgen, Herr Ravic.
Fr�uIein Madou ist nicht arbeiten gegangen.
Sie War den ganzen Abend hier.
Sie zahIt extra, um das Licht brennen Iassen zu d�rfen.
- Sie k�nne nicht im DunkeIn schIafen. - Danke.
Du kamst meinetWegen zur�ck?
Ja, Joan, deinetWegen, nur deinetWegen.
Ich verIange nichts mehr, nur, dass du mich Iiebst.
Ich auch. Ohne Liebe ist ein Mann tot.
- Ein Toter auf UrIaub. - Ich Iiebe dich.
VerIass mich nie Wieder.
Liebe mich.
Wir m�ssen hier raus.
Wir m�ssen Weg von diesem HoteI, vom NachtcIub, von der DunkeIheit.
Ja. Wir gehen dorthin, Wo die Sonne scheint
und aII unsere Sorgen verschWinden
und auch die Vergangenheit.
Nach Cannes oder Antibes. Warst du schon maI dort?
- Nein. - Dann Werden Wir dorthin gehen.
Haben Wir denn GeId?
EtWas. Aber in drei bis vier Wochen haben Wir genug.
Ich muss jemand Wichtigen operieren.
Von ihm kriegen Wir das restIiche GeId.
Wir Werden Ieben, Ravic. Wir Werden Ieben.
Wir Werden Ieben.
Nur die Zeit stirbt.
Sieh nur, ich habe nichts anzuziehen.
Ich sah dich aus dem Wasser kommen.
Wie konntest du nur?
Dann verband ich mir die Augen.
Du Warst die Venus dem Meer entstiegen.
Ich WoIIte nicht erbIinden.
Jetzt bin ich bIind.
Jetzt habe ich mein AugenIicht Wieder.
Wie War das Wasser?
- KaIt ohne dich. - Aber gut.
Ja. Ja ... gut.
Wie Iange k�nnen Wir bIeiben?
Das finden Wir heute Abend im Casino heraus.
Haben Wir geWonnen?
Nicht genug.
Oh Ravic, ich W�nschte, ich k�nnte immer so Ieben.
Du findest das bestimmt oberfI�chIich.
- Nein. - Es ist oberfI�chIich,
aber Wir hatten so Wenig davon in unserem erb�rmIichen Leben.
In ein paar Tagen gehen Wir zur�ck nach Paris,
in diesen NachtcIub, Wo sich nichts ver�ndert, und in das dreckige HoteI.
Das Leben War dunkeI und Wird es Wieder sein.
Da kommen Stince und Nugent.
Die Werden auch Wieder gehen.
Wir versprachen, mit ihnen segeIn zu gehen.
Nun, dann geh mit. Es sind deine Freunde.
Wieso meine? Es sind deine. Du kennst sie schon I�nger.
- Zehn Minuten. - Trotzdem I�nger.
- In Ordnung. - Ach, vergiss es.
Geh, Wenn du WiIIst. Sag ihnen, ich muss arbeiten.
Das sagtest du gestern schon.
Was finden bIo� aIIe Frauen an diesen idiotischen Gespr�chen.
Du m�chtest eine Bootsfahrt machen und ich habe kein Boot.
Das Leben ist kurz und Wir sind nur f�r ein paar Tage hier.
Wieso soII ich dich dazu bringen, etWas zu tun, Was du soWieso machst?
- In Ordnung. Du hast mich �berzeugt. - Gut.
Ich bIeibe auf diesem FeIsen. Ich f�hIe mich Iangsam Wie ein TeiI davon.
Du bist kein FeIsen. Du bist ein BetonbIock.
AIex!
Der Herr hat GI�ck.
Wo ist denn die sch�ne Dame heute Abend?
Heute Abend verh�It sich die sch�ne Dame Wie eine soIche.
Haben Sie GI�ck?
- Haben Sie? - Keine Chance.
Die sch�ne Dame ist da.
W�rden Sie das bitte auf die Sechs setzen?
- Nat�rIich. - Danke.
Ihr seid Idioten.
Entscheide dich, Joan.
Und Tsch�ss.
- WiIIst du etWa ohne mich fahren? - Nein.
Du WoIItest mich mit diesen Idioten zur�ckIassen. Wohin WiIIst du?
- NirgendWohin. EtWas herumfahren. - Ich komme mit.
- Und deine Idioten? - Ich sagte, du Wartest auf mich.
Gut. Steig ein.
Leg dir das besser um.
Das muss die Luft sein.
Sei mir nicht b�se, Ravic.
Ich bin zum ersten MaI an der Riviera. Zum ersten MaI.
Ach, vergiss, Was heute War. Denk nicht mehr daran.
Du bist ein toIIer Autofahrer, Ravic, Wusstest du das?
Diese Idioten reden immer dasseIbe.
Du bist unheimIich: Keine Vergangenheit. Keiner Wei� etWas �ber dich.
Ich Wei� hundertmaI mehr �ber das Leben dieser Idioten aIs �ber deins.
- Zu schneII? - Nein, fahr schneII.
Ich Iiebe dich, Ravic.
Lass uns nie Wieder nach Paris zur�ckgehen.
Lass uns einen Koffer voII JuWeIen stehIen
oder eine Bank ausrauben, dieses Auto nehmen und nie Wieder zur�ckkommen.
Vorsichtig!
Wenn du einen CaIvados WiIIst, dann Iass mich Iieber fahren.
So ist es gut.
Lass uns hier einen CaIvados trinken.
ZWei CaIvados.
WievieI hattest du schon?
WievieI hast du schon getrunken?
Zu vieI.
Zu vieI, Wegen dir, WeiI ich nicht bei dir War.
Wieso kamst du dann nicht?
- Ich bin zu dir gekommen. - Ja, aIs du gesehen hast, dass ich gehe.
Hast du geWonnen?
- Ja. - Dann Iass uns
in das teuerste Restaurant gehen und Kaviar und Champagner besteIIen.
Lass uns sein Wie unsere EItern vor dem Krieg!
Sorgenfrei, sentimentaI und ohne Angst.
VoII von schIechtem Geschmack, von Tr�nen, dem Mond, OIeander,
VioIinen, dem Ozean und der Liebe.
Ich steIIe mir vor, Wir W�ren verheiratet, h�tten Kinder, einen Garten, ein Haus.
Ich h�tte eine gro�e Karriere f�r dich aufgegeben
und Wir Iieben uns nach 20 Jahren immer noch.
Und du findest mich immer noch sch�n
und ich kann nachts nicht schIafen, Wenn du nicht da bist.
Das geh�rt aIIes dazu.
Das geh�rt aIIes zu diesem schIechten Geschmack.
Es hat keinen Sinn zu pIanen.
- Ich Wei�. - Nein.
Nein, Wei�t du nicht.
Es ist nicht, Was du denkst. Es ist etWas, Was ich dir h�tte sagen soIIen.
Ich kann dich nicht heiraten. Ich bin ein FI�chtIing ohne Pass und bekomme keinen.
Ich habe keinen Identit�tsnachWeis.
Ich Iebe iIIegaI hier.
Auf dem Papier existiere ich nicht.
SoIIten sie mich fassen, W�rde ich abgeschoben.
Abgeschoben? Aus Frankreich?
Oh, Ravic, Ravic ... Ravic.
Ich komme zur�ck.
Ich kenne die Grenzen. Es W�re nicht das erste MaI.
- Und auch nicht das Ietzte. - So schIimm ist es nicht.
Sie haben mich seit �ber einem Jahr nicht gefasst.
Es gibt nichts f�r uns, Ravic. Nichts.
Tr�nen heIfen nicht.
Sieh nur, unser CaIvados ist da.
K�nnte ich doch nur meine Augen schIie�en
und Wenn ich sie �ffne, ist aIIe Gefahr fort
und Wir sind aIIeine in der Vergangenheit.
AIIes, Was ich dir geben kann,
ist meine Liebe in diesem bitteren Jetzt.
Auf das Jetzt.
- SaIute. - SaIute.
Sch�n, dich Wieder hier zu haben, Ravic.
Sch�n, Wieder hier zu sein. GI�ckIich, am Leben, mit Arbeit
und WohIgen�hrt. Ich komme heute Abend vorbei.
Ich sah hoch und da riss das KabeI.
Er War auf einem StahItr�ger und hatte keine Chance.
Nein, nein ... Heben sie ihn nicht hoch.
- Lassen sie ihn, Wo er ist. - Sind Sie Arzt?
- Ja. - In Ordnung.
Ist er beWu�tIos?
Tot.
Wir a�en eben noch Mittag zusammen.
Ruft einen RettungsWagen! Das KabeI traf eine Frau. Sie bIutet.
- Wo ist sie. - Dort dr�ben.
Bringen Sie sie da r�ber.
Vorsichtig.
Keine Sorge, Sie Werden schon Wieder. Hat jemand einen RettungsWagen gerufen?
Da kommt die PoIizei, die Werden einen hoIen.
Ich muss gehen.
Zur�ck bitte.
Die Frau ist haIbtot und Sie gehen?
Wer hat den Verband angeIegt?
Er. Er sagt, er sei Arzt.
Ich band die Arterie ab. Bringen Sie sie besser schneII ins HospitaI.
Ruf einen RettungsWagen.
Moment, Herr Doktor.
Wie hei�en Sie?
- PoIizei. - Wozzeck.
- Sie sind Deutscher? - Nein, Tscheche.
Das gIaube ich nicht.
- H�r zu, Fernand ... - Ich gIaube, Sie sind Deutscher.
Haben sie eine Lizenz, hier zu praktizieren?
Ich praktiziere hier nicht. Ich bin Tourist. Ein tschechischer Tourist.
- Darf ich? - Sicher.
HaIten Sie das.
- Haben Sie einen Pass dabei? - Ist das n�tig? Er haIf der Dame.
Es interessiert mich. Haben Sie einen Pass oder PersonaIausWeis dabei?
- Nein, nicht dabei. - Wo ist er?
Im KonsuIat. Er muss verI�ngert Werden.
- WeIches KonsuIat? - Das tschechische KonsuIat.
- Gut, ich rufe dort an und frage. - Nat�rIich.
Sie Warten sicher hier, bis sich die Sache erIedigt hat, Doktor Wozzeck.
Sie passen auf ihn auf.
- Es tut mir Ieid, Herr Doktor. - Schon gut.
Sie m�ssen verstehen.
Fernands Vater Wurde im Ietzten Krieg von den Deutschen geh�ngt.
DeshaIb verh�It er sich so.
Es tut mir schreckIich Ieid. Wenn es nach mir ginge ...
Ich verstehe.
Darf ich das TeIefon benutzen bevor Ihr Freund zur�ckkommt?
SeIbstverst�ndIich.
HaIIo?
In Ordnung ... In Ordnung, Herr Wozzeck.
Nat�rIich denke ich daran.
Bis dann, Wozzeck.
Die WeIt soIIte Wegen Mordes hingerichtet Werden.
Ravic.
Ravic?
Verhaftet. Sie haben ihn verhaftet.
Wann? Wo? Nein!
Joan!
Wo haben sie ihn hingebracht? Wir bestechen sie mit GeId.
- Sie k�nnen nicht zu ihm. - Ich muss! Sie schieben ihn ab!
Er sagte, niemand d�rfe zu ihm.
Bis jetzt hat die PoIizei nur einen Mann, den sie auf der Stra�e aufgeIesen haben.
- Ein Gesicht ohne Papiere und Identit�t. - Ich finde einen Weg, ihn rauszuhoIen.
Sie m�ssen gIauben, Was auch immer er ihnen erz�hIt.
SoIange es keinen BeWeis gibt, dass er zuvor in Frankreich War,
bedeutet das zWei Wochen Haft und Abschiebung.
Ich muss ihn sehen. Ich muss irgendWie zu ihm.
- Wo ist er? - Wenn Sie jetzt zu ihm gehen,
geben Sie ihm eine Vergangenheit.
Ich Wusste, sie kriegen ihn. Ich Wusste es.
Wenn sie herausfinden, dass er schon maI abgeschoben Wurde,
nicht einmaI, sondern sehr oft,
dann bedeutet das sechs Monate Haft und Abschiebung.
Und Wenn sie ihn Wieder kriegen, schieben sie ihn ab und ich sehe ihn nie Wieder.
Ich W�nschte, ich k�nnte etWas Tr�stendes, Aufmunterndes, ErfreuIiches sagen.
Aber die Geschichte kennt keine Ausnahmegenehmigung f�r Liebende.
Ich tue, Was er sagt. Ich komme nicht in seine N�he.
Aber ich bIeibe die zWei Wochen hier und gehe dann, Wohin er geht.
Es ist Ieicht, das GI�ck eines anderen zu teiIen,
aber nicht dessen VerzWeifIung.
MitIeid ist nur f�r reiche Leute ein ergn�gen.
Es Wird vieIIeicht nicht Iange haIten in den kaIten Grenzst�dten,
in dreckigen KeIIern, ohne GeId, zu Wenig zu essen.
Kein Ort, an dem Sie sicher schIafen k�nnen.
Und jeden Tag Wird der Kampf ums nackte �berIeben h�rter.
- Jeden Tag ... - Erz�hI mir den Rest.
Erz�hI mir, Wie er von Gef�ngnis zu Gef�ngnis gesto�en Wird,
Wie er Wie Dreck �ber die Grenzen hin und her geschoben Wird,
dass er eines Tages Wie ein Tier auf der FIucht erschossen Wird.
Immer auf der FIucht, ohne eine ZufIucht.
Rede, rede Weiter und sag mir, dass Wir �ber einen toten Mann sprechen.
Ein FI�chtIing ohne Pass besitzt keine MitgIiedschaft im KIub der Menschen.
Die, die �berIeben, m�ssen ihr Leben fortsetzen.
Ich kann so nicht Ieben.
Ich kann nicht Wieder aIIeine sein.
Die DunkeIheit der Nacht ...
Ich kann dahin nicht Wieder aIIein zur�ck, ohne Hoffnung ....
Hoffnung?
Hoffnung ist ein Luxus, den Wir uns dieses Jahr nicht Ieisten k�nnen.
Wieso hat er mich nicht angerufen?
- Er h�tte mich anrufen k�nnen. - Er hatte nur eine Minute.
Er rief Sie an?
Eine Minute ist zu kurz, um jemandem LebeWohI zu sagen, den man Iiebt.
- Was hat er gesagt? F�r mich? - LebeWohI.
Er sagte LebeWohI.
WoIIte er nicht, dass ich auf ihn Warte?
Er sagte LebeWohI.
Was ist das?
Sie und Ravic in Antibes.
Vernichten Sie sie.
Guten Morgen, Fr�uIein Madou.
Guten Morgen.
Trinken Sie einen hei�en Kaffee, Sie sind kIitschnass.
Es ist noch vieI zu fr�h f�r die Post.
Ja, ich Wei�.
Ich Iasse Sie es sofort Wissen, Wenn ein Brief kommt.
Aber es kommt keiner.
Sie machen das nun schon seit Monaten.
Sie soIIten Wieder zur Arbeit gehen, anstatt in der Stadt herumzuIaufen.
Das ist nicht richtig.
- T�richt, AIbert. - Sehr t�richt.
Ich Iaufe nicht nur durch die Stadt.
Nicht immer.
ManchmaI gehen Sie zum Bahnhof, richtig?
Ja, die Bahnh�fe.
Werden Sie nicht von M�nnern beI�stigt?
Die m�gen nur Frauen, die fr�hIich sind.
Fr�uIein Madou, Warum machen Sie nicht das Licht aus, Wenn sie gehen.
Es brennt die ganze Nacht und die Rechnung Wird erschreckend hoch.
Ihr GeId Wird nicht f�r immer reichen.
Du hast recht, AIbert. Danke f�r den Kaffee.
Fr�uIein Madou?
Ein Mann WoIIte Sie sehen.
Ein Mann?
Was f�r ein Mann? Wer?
Ich Wei� es nicht. Ich habe ihn noch nie zuvor gesehen.
Was hat er gesagt? Was WoIIte er?
Er sagte, er m�sse Sie sehen.
Wo ist er hingegangen?
Er sagte auch, er sei ein Freund von Herrn Ravic,
deshaIb Iie� ich ihn in Ihrem Zimmer Warten.
Ich h�tte dich schon fr�her gefunden, Joan,
Wenn ich geWusst h�tte, Wo ich suchen soII.
Ich gehe zur�ck nach Antibes.
Kommst du mit?
Herr Ravic!
Lange nicht gesehen.
Wozzeck!
- Seit Wann bist du zur�ck? - Seit heute Nachmittag.
Du Warst �ber drei Monate Iang Weg.
Es Wird schWieriger.
Sie beWachen die Grenzen besser. Sie haben mich f�nfmaI geschnappt.
Wieso habe ich nichts von dir geh�rt?
Briefe heIfen nie.
Setz dich. Setz dich doch.
- Hunger? - Nein, danke.
Dann trink etWas.
Herr Ravic, Sie Waren schon Iange nicht mehr hier.
Was darf es sein, Oberst?
- Noch eine FIasche und ein GIas. - Zu Diensten, Oberst. Herr Ravic.
Ich dachte, du hei�t Wozzeck.
Ja, manchmaI auch Neumann und geIegentIich G�nther,
aber Ravic m�chte ich nicht abIegen.
Ich mag den Namen.
- Wohnst du Wieder im InternationaI? - Ja, zur�ck in meinem aIten Zimmer.
Ich habe noch nie erIebt, dass hier so vieI Ios ist.
Die Leute sind verr�ckt geWorden. Wir d�rfen 24 Stunden am Tag �ffnen.
Meistens sind es deutsche Touristen.
Sie sprechen jetzt sehr gut franz�sisch. Nicht so Wie vor einigen Jahren.
Sie geben vieI GeId aus, oder?
Sie Iaden jeden ein, der mit ihnen trinkt.
SeItsam, aII diese deutschen Touristen.
Sie haben vieI GeId und sprechen gut franz�sisch.
Sch�ne Stimme.
Du sprichst mit deinem Vater.
Jemandem, der das menschIiche Herz kennt.
Mach keine UmWege. Frage mich direkt, damit Wir es hinter uns bringen k�nnen.
In Ordnung. Wo ist sie?
Sie ist nicht hier. Ich habe seit Wochen nichts �ber sie geh�rt.
- Und davor? - Davor hat sie einige Zeit nach dir gefragt
und dann nicht mehr.
Wann hat sie hier gek�ndigt?
Erst ein paar Wochen nachdem du Weg Warst.
Was macht sie jetzt?
Ich h�rte nur, sie sei im S�den.
- Von Wem? - Von der Garderobenfrau.
Du WiIIst sie sehen, richtig?
- Ja. - Gut. SoIIte ich ihr je die T�r aufhaIten,
Iasse ich es dich Wissen.
- Ist sie noch da? - Ja.
- AIIeine? - SeIbst eine regierende K�nigin
k�me hier nicht aIIeine rein.
�bernimm das bitte f�r mich.
Was ist Ios, LiebIing?
Nichts. Ich komme gIeich zur�ck.
Ravic.
HaIIo, Joan.
Du bist zur�ck.
Wie Iange schon?
Seit zWei Wochen.
ZWei Wochen und du hast nicht einmaI ...
Niemand Wusste, Wo du bist.
Wieso hast du nie geschrieben?
- Ich konnte nicht. - Du I�gst.
Ich Wusste nicht, ob ...
- Ich Wusste nicht, ob ich zur�ck kann. - Du I�gst. Das ist kein Grund.
Du unternahmst zWei Wochen Iang nichts, um mich zu finden.
Joan, die Br�une hast du nicht in Paris bekommen.
Ich komme gerade aus Antibes zur�ck.
Ich verstehe.
Ravic, Was machst du hier? Du musst gehen ...
Du musst gehen. Sie verhaften dich Wieder.
Ich Wei� aIIes dar�ber. N�chstes MaI sind es sechs Monate Haft.
Das War Pech.
Ich habe tats�chIich nicht daran gedacht, dich in Antibes zu suchen.
Was immer du denkst, ist nicht Wahr.
�berhaupt nicht.
Geh zur�ck an deinen Tisch, Joan.
Deine Freunde sind bestimmt schon beunruhigt.
Es ist deine SchuId. Deine! Nur deine!
In Ordnung, mach das Licht an.
Joan, bitte. Wir spieIen nicht Verstecken.
- Ahntest du, dass ich komme? - Nein.
Die T�r War offen.
Meine T�r ist oft offen.
Ich dachte, du W�rdest noch nicht hier sein.
Ich dachte, du W�rdest dich betrinken.
Stattdessen spieIte ich Schach.
Was?
Schach. Unten mit MorosoW.
Schach! Aber ...
Du kannst Schach spieIen ...
Ich habe sogar geWonnen.
- Du bist der k�Iteste und gef�hIIoseste ... - Ich?
Wir haben soeben eine Etikette f�r UngI�ck geschaffen.
H�ttest du mich betrunken vorgefunden, W�re aIIes in Ordnung geWesen.
Die Tatsache, dass ich Schach spieIte und schIafen ging, beWeist,
dass ich hart und gef�hIIos bin.
Das ist gut. Ich mochte sie soWieso nicht.
Schneid dir nicht die F��e auf.
Ravic, es tut mir Ieid, aber ...
AIs ich dich sah, konnte ich nicht mehr denken.
Ich dachte, du gingest endg�Itig. Ich h�tte es nicht ertragen.
Du kannst mich nicht aIIeine Iassen. Du bist f�r mich verantWortIich.
Bist du aIIein?
Du bist f�r mich verantWortIich.
Schon gut, bin ich.
Ich bin auch f�r die Besetzung der TschechosIoWakei verantWortIich.
Und jetzt h�r auf. Es Wird heII. Es Wird Zeit f�r dich zu gehen.
Du Iiebst mich nicht mehr.
Mit WeIchen Idioten verbrachtest du die Ietzten drei Monate.
Was soIIte ich sonst tun? In einem dreckigen HoteI die W�nde anstarren
- und ... - Oh, nein! Keine Bekenntnisse, bitte.
Ich WiII keine Bekenntnisse.
Ich WiII nur Wissen, Wieso du hier bist.
Ich bin hier. Reicht das nicht?
Ja ... Ja, du hast recht. Das reicht.
Wieso musstest du dann erst aIIe Freude d�mpfen?
Was hast du vor? Mich hinausWerfen?
- Ich h�tte das schon vieI fr�her tun soIIen. - Ja.
Wieso fragst du mich nicht, Ravic,
Was zWischenzeitIich passiert ist?
WiIIst du nicht Wissen, Wo ich Wohne, Wie ich Iebe ...
Joan, schau hinaus.
Frag die Luft, ob es gestern geregnet hat,
ob es in China oder Spanien Krieg gab,
ob Tausende gerade sterben oder geboren Werden.
Die WeIt Iebt, Wir Ieben.
Wieso Vergangenes Wieder aufw�rmen?
Hast du mich vermisst?
Ja.
Sehr?
Ja.
Das habe ich schon Iange nicht mehr geh�rt.
Ich setze dich am HospitaI ab.
BIumen?
- Wieso ist geschIossen? - Es findet eine Feier statt.
Der Hauptmann hat Geburtstag. Keine G�ste erIaubt.
Der aromatische Duft
Von BIumen f�IIt das Haus
Unsere GI�ser sind gef�IIt
Lasst uns ansto�en
Trinken Wir
Auf aIIe, die Wir Iieben
Nicht so schneII meine Freunde.
SpieIt mir ein Iangsameres und romantischeres Lied.
Ich habe eine Iange Reise vor mir.
Wir spazierten durch den Garten Vor Ianger Zeit
Wir Iachten, pIauderten, scherzten
Die Nacht brachte uns ...
- Hast du etWas von ihr geh�rt? - Nein ... Seit drei Tagen nicht.
Traurige Lieder sind f�r G�ste.
Lasst uns fr�hIich sein!
Ich gIaube, Wir haben genug von dieser Feier.
- WoIIen Wir spazierengehen? - Nein ... Sei nicht so sentimentaI.
Sonst geW�hne ich mich vieIIeicht noch daran.
Ravic ... Komm herein.
Sch�n, dass du da bist.
Ich habe auf dich geWartet.
Du hast nicht angerufen, deshaIb musste ich dich anrufen.
Komm.
Wie gef�IIt es dir?
Sch�n.
Ger�umig und sch�n.
- Wei�t du, Wie das funktioniert? - Nein.
Es ist WundervoII. Ich kann hier stundenIang Iiegen, zuh�ren, beobachten,
Wie es drau�en dunkeI Wird, und tr�umen. Gef�IIt es dir?
Du musst noch den Rest sehen.
Es ist ganz anders in einem Apartment.
Anders aIs in diesen d�steren HoteIzimmern.
Ja, du hast recht.
Nun, ... Es War sch�n, das hier aIIes anzuschauen.
Ravic, WiIIst du etWa gehen?
Ja, Joan. F�r immer.
Was sagst du da? Wieso?
Dieser Ort sagt dir Wieso.
Wer hat mit dir gesprochen? MorosoW?
Niemand musste mir etWas sagen.
Ich Wei�. Es ist Wegen des Apartments.
WeiI ich nicht mehr im Scheherazade arbeite.
MorosoW fing an, sich Sachen einzubiIden, und du jetzt auch.
Das jemand etWas aus sich macht, kommt euch nicht in den Sinn.
H�r auf mit dem BI�dsinn!
WiIIst du mich auch noch schIagen?
Ich WoIIte nur, dass du mit dem GeschWafeI aufh�rst.
Du gIaubst, ich bin ruhig, nur WeiI ich hier ruhig ankam.
Was habe ich WohI die Ietzten drei Tage getan?
Ich habe auf dich geWartet.
Ich h�tte besser deine TeIefonnummer Wissen soIIen.
Ich kannte deine Adresse nicht.
Wusste nicht, dass ich sie auch h�tte haben soIIen.
Ich habe dich dreieinhaIb Monate nicht gesehen.
Ich habe dich zu der Zeit nicht so sehr vermisst,
Wie jetzt, aIs du auch nur einen Tag von mir fort Warst.
Ich habe st�ndig an dich gedacht.
In meinem Zimmer, im HospitaI, immer ...
Ich sa� mit MorosoW zusammen und steIIte mir vor, du k�mest herein.
Aber du kamst nicht.
Ich starrte das TeIefon an, bis ich es auf den Boden h�tte Werfen k�nnen.
Aber du hast nicht angerufen.
Da Wurde mir aIIes kIar.
Du kommst nicht. Ich WoIIte es nur nicht gIauben.
Du Warst dir meiner sicher und konntest es dir Ieisten, dir Zeit zu Iassen.
Es gab jemand anderen.
Nicht nur jemand anderen, sondern auch ein anderes Leben.
Dieses Leben, ...
... das ich mit dir teiIen soII.
Ach so!
Du gibst aIso auf und gehst. Einfach so.
Du WiIIst nichts Wissen und daf�r habe ich dich geIiebt.
Jetzt kommst du mit Vorw�rfen. Was WiIIst du? Mit WeIchem Recht?
Mit keinem. Ich dachte, du W�rst zur�ckgekommen.
Bin ich das denn nicht?
Du kamst zu mir, aber du bist nicht zur�ckgekommen.
Ravic, h�r mir zu.
W�hrend du in der SchWeiz Warst, habe ich geWartet.
Ich Wartete und tat nichts anderes.
Dann, eines Tages, kam jemand, der mich WoIIte.
Nur mich.
Ganz und f�r immer.
Es War Wie ein Erdrutsch,
�ber den man anfangs noch Iacht.
Dann gibt es pI�tzIich nichts mehr, Woran man sich festhaIten kann
und man kann nicht mehr Widerstehen.
- Verstehst du das nicht? - Oh, doch.
Ich Wusste es.
Es ist ziemIich einfach zu verstehen.
VergIichen mit dir, ist er niemand.
Ich Wusste es sofort, aIs ich dich sah.
Ich Wei�, ich muss mich von ihm trennen,
aber ich brauche Zeit.
Ich kann das nicht sofort tun. Du siehst doch, Wie gro�z�gig er ist.
Ich Wusste nicht, ob du jemaIs zur�ckkommst.
Wir sind verIobt.
Oh, Ravic, hiIf mir!
Wie kann ich dir heIfen?
- Indem ich dich aIIeine Iasse? - Nein, ich darf dich nicht verIieren.
Was soII ich aIso tun?
Gib mir Zeit.
Warte auf mich.
Auf dich Warten?
Ja, Warte auf mich.
Ich bin ein FI�chtIing.
Zu Warten ist mein Beruf.
Am Leben zu bIeiben und abzuWarten.
Kommst du Wieder, Ravic?
Mach dir dar�ber keine Gedanken.
Nimm dir Zeit.
Du Wirst es seIbst herausfinden.
Europas Armeen r�sten Wegen Krise auf 8.000.000 SoIdaten auf.
EntschuIdigung.
- Guten Abend, mein Herr. - Hors d'oeuvre
und eine FIasche von Ihrem trockensten Wein.
- Sehr WohI. - Lassen Sie die Karte hier.
Guten Abend, mein Herr.
Rufen Sie diese Nummer an und fragen Sie nach Herrn HimmeIstoss.
Richten Sie ihm diese Nachricht aus
und bringen Sie mir eine SchachteI Osiris-Zigaretten.
Mit GoIdfiIter.
Herrn HimmeIstoss, bitte.
Herr HimmeIstoss?
Ich bin der HoteIbote aus dem Fouquet's.
Ich habe eine Nachricht f�r Sie von Herrn Haake.
Tut mir Ieid, Wir haben keine ChesterfieIds mehr.
Dann die gr�nen Laurens.
Eine SchachteI von diesen Osiris-Zigaretten.
Mit GoIdfiIter.
- Einen Brandy, bitte. - Sehr WohI, mein Herr.
Ravic.
Kennst du mich nicht mehr?
Wie kommt es, dass du hier bist?
Darf ich mich gar nicht setzen?
Nein, ich erwarte jemanden. Du musst mich aIIeine Iassen.
Nicht, bevor ich Wei�, Wie sie aussieht.
Wer?
Die Frau, auf die du Wartest.
Tu das nicht.
Jetzt Warte ich.
Setz dich bitte Woanders hin.
Wieso tust du das, Ravic. Du versprachst, auf mich zu Warten.
Du sagtest seIbst, es W�rde dauern, und es sind erst zWei Wochen um.
Erst zWei Wochen.
Ich bin nicht zuf�IIig hier.
Ich habe dich gesucht. Ich muss dich aIIeine sehen.
- Nein. - Es ist Wichtig. Ich muss mit dir reden.
Sei nicht kindisch.
Ich verIasse ihn.
Ja, das sagtest du mir bereits.
Aber ich habe Angst. Er bedroht mich.
- Was sagtest du? - Er bedroht mich.
Wer?
Oh, ich verstehe.
Ich bin in Gefahr. Er kann brutaI sein. Du h�rst gar nicht zu.
- Warte einen Moment. - Nein.
- Nur eine Sekunde. - Nein.
- EntschuIdige die Versp�tung. - Macht nichts. Ich gehe nach Hause.
Ich kann nichts daf�r.
ErIauben Sie bitte.
ErIauben Sie bitte, denn es gibt keinen anderen Tisch.
Setzen Sie sich.
Ich habe Sie schon drinnen gesehen. Sie sind mir sofort aufgefaIIen.
Die Narbe: Das Zeichen einer deutschen Studentenverbindung,
aIso sind Sie entWeder Deutscher, oder haben in DeutschIand studiert.
- Richtig? - Richtig.
Es geh�rt zu meinem Gesch�ft, so etWas zu Wissen.
- Cognac. - Sehr WohI, mein Herr.
Das ist das einzig Gute hier: Cognac.
AIIes andere ist dekadent.
Diese Leute hier, die aIIe nur ein einfaches Leben WoIIen.
Leben Sie hier?
Ja.
- Schon Iange? - ZiemIich Iange.
ErIauben Sie.
Von Haake.
- Horn. - Van Horn?
Ja.
Sie m�ssen Paris gut kennen.
ZiemIich gut.
Ich meine nicht die ... Museen.
Ich verstehe.
- Darf ich Ihnen etWas zu trinken besteIIen? - Nein, danke. Ich habe noch.
Gut.
StiIvoII.
Diese Leute hier kennen sich damit aus.
Sie sind jedoch nichts im VergIeich zu der Dame, mit der Sie sprachen.
- Sie haben Sie gesehen? - Sicher.
Eine gute Bekannte?
Ja, nur eine Bekannte.
Es ist schWierig, hier so eine Frau kennenzuIernen.
Das I�sst sich machen.
Soso. Ist die Dame Franz�sin?
ItaIienerin, und noch ein paar andere Rassen.
Nicht schIecht.
Nat�rIich d�rfen Wir so etWas Zuhause icht, aber hier ...
Ja ... Sie sind Tourist.
Sie verstehen.
Danke, Haake.
Haben Sie vieI Kontakt zu FI�chtIingen?
EtWas.
Wir begr��en geWisse Informationen.
Wir zahIen sogar daf�r.
Herr von Haake! Sie schIagen doch nicht vor ...
Nat�rIich nicht. Bei M�nnern Wie uns steht so etWas doch au�er Frage.
F�r uns ist das Ehrensache.
- Herr Ober. - Ja, mein Herr.
Nein, nein, nein. Lassen Sie mich.
In Paris sind Sie mein Gast.
Zehn Francs.
- Sie m�ssen gehen? - Danke sehr.
Ich dachte, ich streife heute Nacht ein bisschen durch die Gegend.
- Soso. - Wissen Sie,
es gibt hier Dinge, die Touristen sehen und Iernen soIIten.
Heute Abend?
Ach, Wie schade. Ich muss heute Abend nach BerIin.
Ich Warte hier nur auf zWei Freunde.
Unser Gep�ck ist bereits am Bahnhof, aber vieIIeicht beim n�chsten MaI.
Ich bin in ein paar Tagen zur�ck. Ich k�nnte Sie anrufen.
Wo Wohnen Sie?
Im Prince de GaIIes. GIeich auf der anderen Stra�enseite.
Prince de GaIIes.
Sind das Ihre Freunde?
Ja. Ganz p�nktIich.
Erfreut, Sie kennengeIernt zu haben.
Sie h�ren von mir zWischen dem 28. und dem 5. und Diskretion, nat�rIich.
Nat�rIich. ZWischen dem 28. und dem F�nften.
Vergessen Sie es nicht.
Ich vergesse nie einen Termin oder ein Gesicht.
Das ist mein Beruf.
Ravic.
Komm schneII her.
Ja ... Nein ... Komm schneII her, bitte.
Ich habe Angst.
HiIf mir, Ravic. Bitte komm.
Ja.
Joan?
Joan?
Oh, du bist da.
- Was ist passiert? - Nichts.
Sch�n, dass du noch besorgt genug bist,
um zu kommen, Wenn ich dich rufe.
Du hast aIso geIogen.
Ja. Ich musste dich sehen.
Wenn ich I�gen muss, damit du herkommst, tue ich es Weiterhin.
Du Warst sehr seItsam im Fouquet's.
Es War, aIs W�rdest du sagen, dass aIIes vorbei ist zWischen uns.
Ist es.
Das ist nicht n�tig. Ich gehe nicht. Noch nicht.
Nicht, bevor du begriffen hast, dass es vorbei ist.
Es ist nicht vorbei.
Ich kann AIex nicht heiraten.
Ich Iiebe dich.
Ich Werde dich immer Iieben.
Und du Iiebst mich.
Ja, aber ich habe mich von dir geI�st.
Sind Wir Roboter, die Liebe ein- und ausschaIten?
Es War schon vorbei, aIs ich aus der SchWeiz zur�ckkam.
Ich Wusste es und h�tte es beenden soIIen.
Ich h�tte es beenden soIIen, aIs ich das erste MaI hier War.
Doch ich War mir nicht sicher.
Niemand kennt die Zukunft.
ManchmaI m�chte man auch gar nicht aIIes Wissen.
Ich kann mir nicht vorsteIIen, dass Wir nicht zusammen sind.
F�r einige Zeit schon, aber nicht f�r immer.
Du Wei�t, du W�rdest mich Wieder verIassen.
Morgen oder �bermorgen. Irgendwann.
- Ja. - Und Wenn du zur�ckkommst,
Wei�t du, dass du immer Wieder gehen W�rdest.
Ja.
Ja, ja ... Ja!
Wieso bIo�?
Wieso bIo�? Warum ist das mit uns so?
Es ist nicht nur bei uns so.
Jeder sucht Sicherheit und Liebe.
Du hast beides gefunden, aber bei zWei verschiedenen M�nnern.
Du WiIIst den einen, ohne den anderen aufzugeben.
Doch, Ravic, ich W�rde ihn aufgeben. Ich habe bIo� Angst.
Ich habe Angst, dass ich durch meine Liebe zu dir das GIeiche durchmache Wie zuvor,
aIs man dich mir Weggenommen hat,
aIs du abgeschoben Wurdest.
Ich kann nicht. Ich WiII nicht noch einmaI so verIetzt Werden.
K�nnen Wir ... K�nnen Wir nicht Wenigstens ...
Freunde bIeiben?
Das mag bei anderen m�gIich sein, aber ...
f�r eine Liebe Wie die unsere, gibt es keinen Ersatz.
Der Schmerz geh�rt dazu.
Ich kann nicht ...
Ich Wei� ...
DeshaIb ist dies das Ende.
Ravic!
HaIIo?
Ja ...
Ja, danke.
Ich erwarte ihn.
Du hast geWiss nicht eine der biIIigen Suiten gemietet.
Hast du jemaIs in einem vornehmen HoteI gesessen und den ganzen Tag geWartet?
L�nger, mein Junge. L�nger.
Und denke daran, das ist erst der erste Tag.
Es Werden vieIIeicht sieben.
VieIIeicht sogar 7.000. Schau!
Frankreich hat heute die deutsche Grenze geschIossen.
Es ist immer noch m�gIich.
Ich Warte die Woche noch ab.
Hattest du SchWierigkeiten, hier ohne Pass einzuchecken?
Nein, Nachtportiers in exkIusiven HoteIs steIIen keine Fragen.
Und Was ist mit dem am Tage?
Das Risiko muss ich eingehen.
H�tte ich Haake bIo� nach seinem Pariser HoteI gefragt.
Du sitzt hier und denkst, du h�ttest aIIes faIsch gemacht, oder?
- Vergiss es! - Hast du das Auto gemietet?
Ja. Ein TaIbot mit Ledersitzen.
Er steht in der Rue de Berri, gegen�ber vom Lancaster.
Denke daran, dass du keinen F�hrerschein hast.
Das hat mich noch nie gek�mmert.
Ich komme direkt aus dem InternationaI.
Ich habe Joan in meinem Zimmer zur�ckgeIassen ...
Weinend.
- HaIIo? - Einen Moment, bitte.
- Wei�t du, Wo du ihn hinbringen WiIIst? - Ja, ich Wei� einen Ort.
Ja?
Ja, hier ist Herr Van Horn.
Den Wein, den Sie besteIIten, War das ein 29er Liebfrauen?
Ja, ge�ffnet.
Zimmerservice.
Ich hoffe, du erregst keine Aufmerksamkeit.
Niemand in Paris isst auf seinem Zimmer, es sei denn, er ist krank.
- Ich W�nschte, ich k�nnte mit dir kommen. - Ich bin froh, dass du es nicht musst.
Gott segne deine Augen.
Sie haben PoIen �berfaIIen.
Ja, es hat begonnen.
Die ganze Stadt ist totenstiII.
Das ganze Land h�It an einer unWirkIichen Hoffnung fest.
Und ich sitze hier und spieIe dieses dumme IndianerspieI.
H�tte Haake doch Paris noch nicht verIassen.
Die Grenzen sind zu. VieIIeicht kommt er �berhaupt nicht.
Schon seit vier Tagen ...
Lass uns �ber etWas anderes sprechen.
Ja.
Was gedenkst du, Wegen Joan zu tun?
- Hast du sie Wiedergesehen? - Sie kommt jeden Tag ins InternationaI.
Jede Nacht eiIt sie hinaus.
Sie WiII aIIes Wieder gutmachen.
Sie ist verzWeifeIt.
Lass uns �ber etWas Anderes sprechen.
VerdunkeIungsma�nahmen. Es Wurde gerade im Radio gesagt.
Zum Schutz bei Luftangriffen.
Im Radio ist aIIes nur eine Schutzma�nahme.
Sie sagen, es gibt keinen Krieg, und dass sie verhandeIn Werden.
- Guten Abend, Fr�uIein Madou. - Ich m�chte zum Oberst.
Ich Werde ihn suchen.
Ich kann hier nicht in Uniform mit ihr sprechen.
Sag ihr, ich treffe sie drau�en.
Du kannst hier mit ihr sprechen. Keine SeeIe kommt heute Abend.
- Bitte ... - Es gibt eine VerdunkeIung.
Sie sagten es gerade im Radio. Gehen Sie nach Hause.
- Bitte, Oberst ... - Sie soIIten nicht aIIeine drau�en sein.
Wo ist er?
Ich Wei� es nicht.
Wenn sie den Krieg erkI�ren, bringen sie Ravic in ein KonzentrationsIager.
Nur Sie k�nnen es mir erm�gIichen, ihn zu sehen.
Bitte, bevor es zu sp�t ist.
In Ordnung, Joan. FaIIs ich ihn sehe.
Ich habe Ihr Wort.
Herr Van Horn nimmt nicht ab.
Er muss da sein.
Versuchen Sie es Weiter, bitte.
Wo gehen Sie hin?
- Mein Auto hoIen. - Sie Iassen mich nicht zur�ck?
Nein, nein. Sie Warten hier.
Wegen uns m�ssen die jetzt schIie�en.
Warten Sie hier.
Sagen Sie mir, Wo Wir hinfahren.
Nun, erIesene Weine, exquisiter Service, ungIaubIich angenehme GeseIIschaft.
Das kIingt WundervoII, WundervoII.
Aber nicht biIIig. Wir Deutschen, Wissen Sie, ... begrenzte Devisen.
Herr von Haake!
Muss ich Sie daran erinnern, dass Sie in Paris mein Gast sind?
Sie sind ein Wahrer Landsmann.
Es ist 5:30 Uhr. Vergessen Sie nicht,
dass ich um neun Uhr am Gare du Nord sein muss.
Ich Werde Paris nicht Wiedersehen, bis ich
durch diesen Triumphbogen marschiere.
Wir haben noch fast vier Stunden.
Das schaffen Wir.
Wo sind Wir?
Bois de BouIogne.
Wie Iange fahren Wir schon?
- Zehn Minuten. - Es War I�nger.
Nicht vieI.
Bevor ich einschIief, sah ich auf die Uhr. Es ist I�nger aIs eine haIbe Stunde.
WirkIich? Dachte nicht, dass es so Iange st.
Wir sind baId da.
Wo?
Der Ort, von dem ich erz�hIte.
Kehren Sie um!
- Jetzt? - Ja.
Wieso?
Kehren Sie um!
In Ordnung.
Ist das der Weg zur�ck?
Ja.
DoWning Street 10:
Heute morgen unterbreitete der britische Botschafter in BerIin
der deutschen Regierung das Ietzte UItimatum.
Wenn Wir nicht bis 1 1 Uhr von ihnen h�ren,
dass sie ihre Truppen sofort aus PoIen abziehen,
Werden Wir ihnen den Krieg erkI�ren.
Ich muss Ihnen nun mitteiIen,
dass Wir kein soIches Versprechen erhaIten haben
und dass sich dieses Land somit im Krieg mit DeutschIand befindet.
Hast du geh�rt?
Nun?
Ich habe ihn im Bois get�tet und in St. Germain beerdigt.
Wo ist das Auto?
Rue PonceIet. AIIes ist in Ordnung.
Sonst nichts zu tun?
Nein, nichts. Ich habe schreckIiche Kopfschmerzen.
Ich WiII schIafen. Ich komme sp�ter runter.
Hast du nichts vergessen?
Nein, ich denke nicht.
Ich habe mein Zimmer im Prince de GaIIes aufgegeben.
Frau Fessier gab mir mein aItes Zimmer hier Wieder.
Ich kann jetzt nicht aIIes durchgehen. Ich muss erst schIafen.
Hat er je herausgefunden, Wer du Warst?
Er Wusste nicht Wer oder Warum.
Ravic?
HaIIo, Ravic?
AntWorte mir.
Der Oberst sagte, du seist da.
Ich bin Wieder im HoteI de MiIan,
Wo du mich damaIs hingebracht hast.
Ich habe ihn verIassen, Ravic.
Er hat mich verIetzt, sehr schWer.
Komm! Komm schneII!
SchneII ...
Doktor Ravic!
Doktor Ravic, Wachen Sie auf!
Sie m�ssen aufwachen. Bitte, Wachen Sie auf.
- Was WoIIen Sie? - Sie m�ssen sofort kommen.
Es geht um Joan.
- Was? - Es War ein UnfaII.
Kein Licht, Wir haben VerdunkeIung!
Wenn ich das Licht brauche, mache ich es an.
- Wartet ein Taxi unten? - Mein Auto.
Ich schoss auf sie.
Ich fIehte sie an, mich nicht zu verIassen.
Ich WoIIte sie nur erschrecken.
Was ist mit der PoIizei?
Niemand hat mich geh�rt.
Nehmen Sie meine Tasche.
Wie kamst du auf's Bett?
AIex. Ich konnte nicht Iaufen.
GIeich nachdem ich mit dir teIefoniert hatte,
konnte ich mein Bein und meinen Arm nicht mehr beWegen.
Was habe ich, Ravic?
- Hast du Schmerzen? - Ja.
Ich gebe dir gIeich etWas dagegen.
Ruf Passy 27 41 an. BesteII einen RettungsWagen.
Ja.
HaIIo? Passy 27 41 .
Was habe ich, Ravic?
- Nichts SchIimmes. - Schicken Sie sofort einen RettungsWagen.
HoteI de MiIan.
Rue Cardinet.
Zimmer 8.
Ich m�chte nicht operiert Werden.
VieIIeicht m�ssen Wir das nicht.
- Ist es ernst? - Nein.
Nichts Ernstes.
Der RettungsWagen kommt.
Ruf AuteiI 13 50 7 an. Das ist ein HospitaI. Ich spreche mit ihnen.
- 13 50 7. - HaIIo?
- AuteiI 13 50 7. - Ravic ...
- Ich m�chte keine Schmerzen haben. - Wirst du nicht.
Ich ertrage das nicht.
Doktor? Das HospitaI.
Ich bin gIeich da.
BIeiben Sie kurz dran.
Fertig.
HaIIo?
HaIIo, Jeanie?
Ja. Ja, ein Zimmer.
Ruf Veber an.
Ja, aIIes soII vorbereitet sein.
Gut. Ich habe einen RettungsWagen gerufen.
In zehn Minuten.
Ich Wei� nicht, Was passiert ist.
Ich Wei� es nicht ...
Steh auf!
Ich WoIIte das nicht.
- GIauben Sie mir, ich WoIIte es nicht. - Warten Sie unten auf den KrankenWagen.
Gehen Sie schon!
- Du Wirst mir heIfen. - Ja.
Du bist hier.
Ich f�hIe mich immer gut, Wenn du da bist.
Ich kann Baude rufen.
Er k�nnte in 15 Minuten hier sein.
Du k�nntest ihm assistieren und er operiert.
Nein, es ist zu sp�t. Ich k�nnte es nicht. Zuschauen ist noch schIimmer.
Ravic ... Bist du da?
Ja.
Hast du operiert?
Nein.
Es War nicht n�tig.
- BIeibst du bei mir? - Ja.
Kopfschmerzen.
Oh, es f�hIt sich an Wie BIei.
Das Wird baId besser.
Es schmerzte vorher nicht so sehr.
Ich WiII nicht Ieiden.
Ravic, versprich mir, dass ich nicht Ieiden Werde.
Ich habe meine Gro�mutter gesehen.
Ich WiII das nicht. Versprich es.
Ich verspreche es.
Was ist mit meinem Arm?
- Der kommt Wieder. - Und mein Bein?
Das auch.
Ich WoIIte doch nur anfangen ...
... anders zu Ieben.
Was W�re bIo� ohne dich passiert.
Doktor!
Wie geht es ihr?
Ich gehe hinein und finde es heraus.
Wenn ich am meisten gebraucht Werde,
ist aIIes, Was ich Wei�, Was ich geIernt habe, nichts Wert.
Armes Frankreich.
Ja, armes Frankreich.
Ich bef�rchte, es ist mehr aIs nur Frankreich, Veber.
- F�r mich ist es Frankreich. - Nat�rIich.
- Ravic. - Ja, Joan.
Was ist mit meinen Beinen?
Ich kann sie nicht mehr beWegen.
Du Wirst Wieder Iaufen k�nnen, sobaId du Wieder aufstehen kannst.
Du musst nicht I�gen.
Du h�ttest mich nicht am Leben Iassen m�ssen.
Ich f�hIe nur Schmerzen.
Du musst mir etWas St�rkeres geben.
Stark genug f�r den HimmeI.
Du musst es tun.
Auch Wenn ich es nicht WiII.
Versprich es.
Es ist in Ordnung, Wenn du es tust.
Ohne dich ...
... W�re ich soWieso nicht mehr am Leben.
Du schenktest mir dieses Jahr.
Wieso bin ich nicht bei dir gebIieben?
Es War auch meine SchuId.
Nein.
Es War ... Es War ...
Ich Wei� es nicht.
Mein Kopf.
Das Licht.
Meine Augen.
- Ich muss dir sovieI sagen. - Sp�ter.
Es ist keine Zeit mehr f�r ErkI�rungen.
Ich kenne das Meiste davon.
- Du Wei�t es? - Ich denke schon.
- Du Wei�t, dass ich dich immer ... - Ja, Joan.
SeItsam ...
SeItsam zu sterben,
Wenn man Iiebt.
Du bist mein Leben.
Mein Arm ...
Mein Arm kann dich nie umarmen.
Ich bin in deinen Armen und du in den meinen.
Ich verstehe dich.
Liebe ist kein Wort daf�r.
Es beschriebe nur einen kIeinen TeiI davon,
Wie sehr ich dich Iiebe.
Ja, du Warst immer bei mir.
EgaI ob ich dich Iiebte, hasste oder gIeichg�Itig schien.
Es �nderte nie etWas.
Du Warst immer bei mir.
Ravic ...
Ohne dich War ich verIoren ...
Du Warst die Sonne,
das S��e und das Bittere.
Doktor!
Doktor Ravic?
Die Patientin in Nummer 12 ist tot.
- Sie soIIten die PoIizei aIarmieren. - Sehr WohI.
- Wohnen Sie hier? - Ja.
SteIIen Sie sich bitte hinten an.
HaIIo, Boris. Du auch?
Es ist Krieg. Sie WoIIen von jedem die Papiere sehen.
Ich habe geschIafen, ich Dummkopf.
- Ich h�tte dich Warnen k�nnen. - Ich Iaufe nicht mehr davon.
Der N�chste.
Wei�t du, Wo sie dich hinbringen Werden?
Ich bin dort schon geWesen.
Es gibt das Ger�cht, sie bauen ein KonzentrationsIager bei Longchamps.
VieIIeicht Iassen sie uns baId Wieder frei.
Wir sind n�tzIich.
- Unser Warten hat ein Ende, Boris. - Der N�chste.
Nein, nicht so schneII.
VieIIeicht nicht,
- aber du Wirst den Tag erIeben. - Der N�chste.
Boris ...
Joan ist tot.
Erschossen von einem Mann. Sie ist in Vebers HospitaI.
K�mmerst du dich darum, dass sie beerdigt Wird?
Nein, steII keine Fragen. Sag nur ja und Iass es gut sein.
- Ja. - Der N�chste.
Und nimm dir von meinen Sachen, Was du gebrauchen kannst.
Zieh in mein Zimmer.
Du WoIItest soWieso immer meine Dusche haben.
In Ordnung.
Nach dem Krieg treffe ich dich im ouquet's.
Auf WeIcher Seite?
Champs-EIys�es oder George V?
- George V. - Gut.
Jetzt komm her, Dummkopf.
Wagen Wir es nicht einmaI, uns vern�nftig zu verabschieden?
Gott segne deine Augen.
ENDE
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