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Original subtitles

(Bedrohliche elektronische Musik)

(Bedrohliche elektronische Musik)

(Leiser, dumpfer Ton)

(Schweres Atmen)

(Heller, kurzer Klang)

(Schweres Atmen)

Hallo?

(U-Bahn rattert)

Scheiße.

(Schweres Atmen)

(Bedrohliche Klänge)

(Schrille, hohe Töne)

(Die Atmung wird schwerer)

Sieben.

(Schweres Atmen)

(Schräge Töne)

Hallo?

Hallo.

Ich weiß nicht, wo ich hier bin.

Ich bin da eben, ich... - Hey!

Drehen Sie sich um, legen Sie die Hände an die Wand. - Was?

Umdrehen und Hände an die Wand!

Ich kann mich gar nicht... - Quatsch nicht! Hände an die Wand!

56 hier. Ich hab die gesuchte Person.

Was meinen Sie? - Täterbeschreibung passt genau.

Ah! (Laute Schreie)

(Dynamische Musik)

Mann, du Idiot!

(Dynamische elektronische Musik)

(Polizeisirenen)

(Polizeisirenen und dynamische elektronische Musik)

(Langsame elektronische Musik)

(Spannungsvolle Elektromusik)

(Langsame 60er-Jahre-Musik)

Hi, was geht? - Hi.

Kennen Sie mich vielleicht? - Was?

Kann es sein, dass wir uns mal begegnet sind oder so?

War ich hier mal essen? - Vor ein paar Stunden, wieso?

War ich alleine hier? - Mit 'n paar Freunden.

Ist alles fresh bei dir? - Ja, ich...

Ich hatte einen Unfall. - Soll ich 'nen Krankenwagen ...?

Nein, bloß nicht. Ist hier was Komisches passiert?

Du hast bestellt, gegessen, nach der Toilette gefragt, bezahlt.

Können Sie mir sagen, wo die Toilette ist?

Immer noch geradeaus und rechts.

Okay, danke.

(Leise 60er-Jahre-Musik im Hintergrund)

(Leises Wasserplätschern)

(Spannungsgeladene Musik)

(Spannungsgeladene Musik)

"Ich schreibe das,

falls ich mich wie die anderen nicht mehr erinnern kann.

Dann hoffe ich, dass du der Richtige bist.

Fühl dein rechtes Jochbein - fühlst du das was?

Wenn ja, dann bist du der Richtige.

Das ist eine Metallplatte, die hast du seit 'nem Unfall.

Besser gesagt, die hab ich seit 'nem Unfall.

Denn ich bin du."

(Spannungsgeladene Musik)

"Alles, was du tun musst: Die Beweise zur Polizei bringen.

Tust du es nicht, wirst du Lara nie wiedersehen.

Verstehst du nichts von dem, was du gerade liest, lies alles.

Von Anfang bis Ende. Jetzt.

Mein Name ist Samuel Lubota.

In der Schule hieß ich nur Sam für alle.

Vielleicht ist Schule das richtige Stichwort,

um irgendwo anzusetzen - genau da hat alles angefangen.

Ich war bekannt - als Opfer, als Mongo oder Psycho.

Wenn man in der Schule so einer war, hatte man keine Freunde.

Wenn man was Besonderes war, dann schon.

Und ich war was Besonderes.

Ich hatte ein Talent, mit dem ich mir Freunde machen konnte.

Es war ganz einfach.

Jeder kam zu mir, der ein Anliegen hatte,

ich kümmerte mich darum.

Ich konnte Viren verbreiten, Webcams hacken, Daten manipulieren

oder Mathe-Klausuren zocken.

(Schulklingel läutet)

Obwohl alle mein Talent mochten,

gingen die Freundschaften bald wieder zu Ende.

Was soll's?

Ich hatte mich daran gewöhnt, dass sich alle schnell verdrückten.

So wie meine Tante jeden Abend.

Immer wenn sie auf dem Sofa eingeschlafen war,

hatte ich ganz viel Zeit.

Für sie.

Ich war seit der 7. Klasse in sie verknallt.

Das Gute an unserer Beziehung war, dass sie mich nie enttäuschte.

Der Nachteil aber war, dass sie mich nie beachtete."

Carla... - Ja?

Was ist in der Lage, Funkwellen zu reflektieren? - Ähm...

Guten Morgen, Carla.

Sam? - Metall? - Genau, Metall kann Funkwellen reflektieren.

Schreiben wir mal auf:

Metall.

Funkwellen.

Reflektieren.

Ich hatte mich in ihr getäuscht. Sie wusste, wer ich war.

Und was ich für sie empfand.

(Schulklingel läutet)

(Treibende elektronische Musik)

Hey.

Hi.

Ich hab 'n Problem.

Kann sein, dass ich mein Abi nicht pack.

Hilfst du mir?

Die Klausuren sind durch. Wie soll ich dir helfen?

Du fakest meine Noten. Alle sagen, du bist gut in so was.

Ich würd das total gerne machen.

Ich würde dir total gerne helfen, aber ich glaub, das ist zu riskant.

Die sind in der Schuldatenbank.

Wenn das rauskommt, dann flieg ich sofort.

Äh!

(Elektronische Musik)

Okay, dann sag an.

Was willst du in Englisch haben? - Ich hab 'ne Fünf, gib mir 'ne Drei.

Und in Mathe? - Auch 'ne Fünf, auch 'ne Drei.

Französisch?

Ist 'ne Vier, mach 'ne Drei minus draus.

Okay.

Chemie?

Ich hatte immer Scheißnoten, das wusste jeder.

Ich wollte mein Abi schaffen.

Sam wusste das alles auch.

Er wollte seit der 7. Klasse was von mir, ich aber nichts von ihm.

Er kam nicht mehr drauf klar.

Er fing an mir zu drohen, dass er mein Leben zerstören will.

Was redest du da?

Du hast die Scheiße abgezogen, damit alle denken, ich war's.

Sie wollte, dass ich ihr helfe. - Das stimmt doch gar nicht.

Schluss jetzt, Ruhe! Wir sind nicht im Kindergarten.

Wie gesagt:

Ich war dran gewöhnt, dass sich alle verdrücken.

Nur dieses Mal sollte es Konsequenzen haben,

denn damit hat die ganze Scheiße angefangen.

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil:

Der Angeklagte Samuel Lubota wird des Datenklaus nach Paragraf 202a SGB

für schuldig befunden.

Er wird verurteilt zu einem Resozialisierungsprogramm

im Institut der Kooperation X.

(Echo "Kooperation X")

(Eine Tür wird geöffnet)

(Die Tür schließt sich wieder)

(Schritte nähern sich)

(Spannungsgeladene Musik baut sich auf)

(Lauter Knall)

Wer bist du? Wie heißt du?

Sam. Samuel Lubota. Mehr weiß ich nicht.

Okay, zeig mir deine Hand. Los! - Welche? - Die linke!

Hier, hier.

Was...

Was ist das? - Keine Ahnung. Lass weg hier.

Komm! - Was?

Wohin willst du?

Ich weiß nicht, was hier los ist.

Ich bin aufgewacht in dem Tunnel. Die Polizei wollte mich festnehmen.

Fuck! Jetzt komm. Wir müssen weg.

Hier ist kein Durchgang, okay? Setzt euch doch. - Lass uns durch!

Wir haben nichts gemacht. Die Polizei verfolgt uns.

Die wollen nur helfen. Würdest du dich hin...?

Okay, lass uns abhauen. Komm!

(Dynamische elektronische Musik)

(Dynamische elektronische Musik)

(Polizeisirenen) - Runter da. Duck dich!

Wo sind wir hier?

Keine Ahnung, in 'ner Bar. Bis morgen sind wir hier save.

Nur nicht an die Fenster ran.

Wie heißt du? - Keine Ahnung. - Was? Kannst du dich auch nicht erinnern?

An gar nichts.

Ich weiß nicht, wie ich heiß, wo ich wohn, wie ich herkam.

Ich wachte auf und hatte nur das.

Dann bin ich raus, hab dich gesehen und bin dir hinterher.

Was soll das alles?

Die Zeichnung, die Brandwunden, gleiche Klamotten, keine Erinnerung.

Ich dachte, du kannst mir sagen,

ob ich was mit der Fredersen-Scheiße zu tun hab?

Was für 'ne Fredersen-Scheiße?

Meine Fresse, ey.

Das läuft den ganzen Tag.

In einer Villa auf der Hamburger Elbchaussee

kam es gestern zu einem Überfall mit tödlichem Ausgang.

Alarmiert durch die Schreie des Opfers riefen Nachbarn die Polizei.

Diese fand dann die Leiche des 44-jährigen Thomas Fredersen,

dem Leiter des Instituts Kooperation X.

Er wurde tödlich verletzt mit mehreren Messerstichen.

Ob es sich um einen Raubmord handelt, ist unklar.

Die Kamera auf dem Grundstück

konnte Aufnahmen des vermeintlichen Täters festhalten.

Es handelt sich dabei um den vorbestraften Samuel Lubota.

Wenn Sie Hinweise haben, melden Sie sich bei der Polizei.

Oder bei unserer Redaktion, bei Netnews 24/7.

(Spannungsgeladene Musik)

Hey.

Ist das deins?

Komm, ich will dir was zeigen.

Komm mal her!

Schau dir das an, sieht aus, als wäre es rausgerissen worden.

Dreh mal um.

"Habe die Aufnahmen. Ich bringe die zur Polizei.

Hole dich hier raus."

Das ist meine Schrift.

Was sollen das für Aufnahmen sein?

Wahrscheinlich Beweise...

Da steht, ich soll die Beweise zur Polizei bringen.

Wahrscheinlich sind die Aufnahmen gemeint.

Steht da nicht drin, wo die sein sollen?

(Leise, spannungsgeladene Musik)

"Zwei Wochen nach Urteilsverkündung sollte ich resozialisiert werden.

Wenn man so was vor sich hat, will man nur man selbst bleiben.

Die sollen keine Kontrolle über einen bekommen,

aber die haben da so ihre Tricks."

Mein Gott, das ist ja der Wahnsinn hier.

(Spannungsgeladene Musik)

(Dynamische elektronische Musik)

Also, mach's gut.

Einen schönen guten Tag.

Herzlich willkommen in der Kooperation X.

Mein Name ist Luna. Bitte folgt mir einmal.

Ihr kommt in Zweiergruppen in ein Zimmer.

Um 7 Uhr gibt's Frühstück in der Mensa,

um 12 Uhr Mittag, um 18 Uhr Abendbrot.

Nachtruhe haben wir ab 21 Uhr.

Hat man hier nicht mal Empfang? - Nein, das Gebiet ist abgeschirmt.

Nach Absprache könnt ihr aber ein Videogespräch mit den Eltern führen.

Wir machen jeden Tag einen 30-minütigen Persönlichkeitstest.

Ziel ist es, euch möglichst gut zu fördern.

Wir bitten euch, jede Frage ehrlich zu beantworten.

Viel Spaß!

Frage 1: Was ist deine Lieblingszahl?

Hast du ein Haustier? Wenn ja, welches? Kein Haustier.

Welche Milchsorte bevorzugst du?

(Stimmengewirr)

Hi, ich bin Sam.

Hallo, schönen guten Tag.

Mein Name ist Fredersen, ich bin der Direktor des Instituts.

Ich möchte, dass Sie wissen, wie glücklich es mich macht,

hier oben zu stehen vor so vielen jungen Menschen.

Sie verbinden allesamt zwei Dinge:

Eine bestimmte Fähigkeit und eine bestimmte Straftat.

Über das zweite freue ich mich besonders.

Freunde, ich sage Ihnen warum:

Jede Straftat ist der Beweis dafür, dass Sie die Fähigkeit besitzen,

Mut aufzubringen und strategisch zu sein.

Wir nennen das hier Talent.

Sie alle haben ein Talent,

das Sie bisher aber negativ genutzt haben.

Sie sollen lernen, es positiv zu nutzen.

Schauen Sie, hier bei uns sind Sie keine Straftäter.

Hier...

...sind Sie die Zukunft...

...unserer Gesellschaft.

Deswegen werden wir nummeriert wie Kühe, oder was?

Nummer 8, das finde ich nicht nett,

wie herablassend Sie hier über Kühe sprechen.

Immerhin ernähren die Kühe Sie mit Milch und Fleisch, aber eine Frage:

Was für einen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nutzen hatten SIE?

(Gelächter und Applaus)

Das ist dein Zimmer.

Willst du auf die Fresse haben? Das ist mein Zimmer.

'tschuldigung, ich wurde hier hergebracht.

Das war 'n Spaß, was geht ab? Louis, dein Zimmergenosse. - Hi.

Alles gut? - Ja, ich bin Sam. - Ja, geil, ey.

Ich hab schon mit der letzten 7 das Zimmer geteilt. - Ist der raus?

Der ist abgekratzt, an Hirnschlag, aber war eh 'n Spacken.

Das ist dein Bett, dein Schrank. Ich muss kurz kacken, bis gleich.

Sam?

Ich hab noch nicht gefragt, wofür du hier bist. - Ach so...

Ich hab mich eingehackt in die Schuldatenbank.

Anonymous-mäßig? - Ich kenn mich aus, hab früh angefangen.

Mit zehn hatte ich einen Unfall, musste zu Hause bleiben, hatte Zeit.

So hat es angefangen.

Krass. Sei froh, dass du hier gelandet bist.

Wenn du keine Scheiße baust, biste nach 'n paar Wochen draußen.

Du musst nur die Tests bestehen. - Was sind das für Tests?

Besteh einfach, sammel deine Punkte, siehste morgen.

Gute Nacht.

Warum bist du hier?

Was?

Warum bist du hier? - Ich bin hier, weil ich zaubern kann.

Weil du zaubern kannst?! - Ja. - Jetzt sag, warum biste hier?

Nee, ist mein Ernst. Willste sehen?

Ja, gerne. - Okay.

Boah, was für ein Billigkram, kriegste für 'n Fünfer bei Ebay.

Kannste zurückhaben.

Wäre es echt, hätt ich's nicht zurückzaubern können.

Gute Nacht.

So, hallo.

Für alle, die mich noch nicht kennen:

Ich bin der Isaak. Hallo.

Ich bin Leiter vom Reso-Programm.

Ich werde die Neuen mit dem Gebrauch unserer tollen GX14 vertraut machen.

Das ist sie.

Eine klassische Paintball-Waffe, die für unsere Zwecke umgebaut wurde.

Schaut sie euch an, das ist sie.

Hier ist der Lauf.

Hier gibt's Typen, mit denen hängst du besser nicht ab.

Siehst du die 55?

Er wollte zur Bundeswehr.

Die haben ihn nicht genommen, da ist er durchgedreht.

Er ballerte mit Farbpatronen auf Autos.

Er wollte zeigen, wie gut er schießen kann. - Nummer 6. Hallo.

Sind Sie bei mir? - Klar. - Ja, schön.

Wichtig ist bei so 'ner Waffe:

Die darf man nie ungesichert übergeben. - Und die 35? Der Driver.

Der hat 'ne Spielhalle überfallen und 17 Streifenwagen abgehängt.

Die bekamen ihn nur, da das Benzin alle ging. - Nummer 6.

Ist das ein Privatgespräch, oder haben Sie eine Frage an mich?

Ich hätte mal 'ne Frage.

Wieso müssen wir hier schießen?

Wir sind doch nicht bei der Bundeswehr.

Was ist mit der? Wer ist das? - Nee, vergiss die mal, Alter.

Die war in der Klapse, voll die kranke Psycho-Bitch.

(Knall)

Das ist der "Toxin-Pfeil".

Er beinhaltet ein Pseudoalkaloid.

Wenn man das richtig dosiert,

führt es zur wunderbaren Lähmung in er gesamten Körpermuskulatur.

Wie wir ja gerade sehen.

Was ist los?

(Er schreit auf)

Wir merken, selbst das hält Nummer 6 nicht davon ab,

weitersabbeln zu wollen.

Wenn man den Pfeil entfernt, verkürzt das die Dauer der Lähmung.

In zehn Minuten wird Nummer 6 leider wieder mit Reden anfangen.

So, meine Lieben.

Teilen wir uns auf.

Zwei Teams, Waffen verteilen, dann geht's los, ich freu mich.

Los geht's! Komm!

(Vogelgezwitscher und schwungvolle elektronische Musik)

(Dynamische Musik)

Bleib da! Nicht bewegen.

Schmeiß die Waffe weg.

Komm hoch!

(Spannungsvolle Musik)

(Knall)

Ja!!

Du sicherst da, ich übernehm hier!

(Psychedelische Musik)

Das tut mir leid, dass Sie das alles abgeschreckt hat.

Isaak hat eine Grenze überschritten.

Wenn Sie sich unwohl fühlen,

werden Sie an dem Test nicht mehr teilnehmen müssen.

Da befrei ich Sie von.

Ich zähl sehr auf Sie. Sie sind ein großes Talent.

Daran soll's nicht scheitern.

Aber was mir wirklich wichtig ist,

ist, dass Sie es schaffen, zum Mentor ernannt zu werden.

Damit ich die Chance hab, Sie zu vermitteln. - Zu vermitteln?

(Klopfen)

Ja?

Perfektes Timing. Kommen Sie rein.

Sam, das ist Safira,

die beste Computerspezialistin, die wir je hatten.

Falls wir sie...

...irgendwann mal zum Mentor ernennen sollten:

Dann vermitteln wir sie an eine Bank als Programmiererin.

Verstehen Sie, was ich Ihnen sagen will?

Wir vermitteln unsere Mentoren

binnen weniger Wochen an bestimmte Arbeitgeber.

Nach der Resozialisierung steigen sie direkt in die Berufswelt ein.

Sie würde ich gerne an eine IT-Firma vermitteln,

z.B. als Software-Entwickler.

Wenn Sie das interessiert? Wäre das was für Sie?

Ja.

Gut. Safira, Sie können ihn mitnehmen.

Wohin? - Zum Training. - Ich bin deine Trainingspartnerin.

Euer Thema ist das strategische Denken.

Trainiert euch gegenseitig, unter Zeitdruck taktisch vorzugehen.

Dafür werdet ihr nun gegeneinander antreten.

Ich bin rot, ist das okay? - Mhm.

Ihr müsst den Code knacken, um ans Waffenarsenal zu gelangen

und euren Gegner zu eliminieren - ist klar soweit, oder?

Eine Frage noch: Warum bist du hier? Hast du einen Laptop geklaut?

Hast du verstanden, was ich vorgelesen hab?

Code knacken, Waffe holen und den anderen fertigmachen.

Mhm.

Okay.

Okay...

...und los!

(Trommelnde elektronische Musik)

Jetzt bin ich drin.

Mit welchen Waffen darf ich dich nun killen?

Mit welchen du magst.

Dann nehm ich mal... Irgendwas stimmt hier nicht.

Bei mir geht gar nichts mehr.

Ich kann meinen Soldat nicht mehr steuern.

Was macht er denn jetzt?

Was macht er denn?

Der geht alleine hier rum, was soll das denn?

Wieso fliegt er in die Luft?

Hit. - Was? Das zählt nicht, bei mir ist alles abgestürzt.

Da ist nichts abgestürzt.

Ich hab mich bei dir eingehackt und hab deine Figur manipuliert.

Was bist du denn für 'n Cheater?

Talent positiv nutzen, darum geht es hier doch.

Bist du angepisst?

Du bist angepisst.

Ich geb dir was.

Das ist mein Glücksbringer.

Damit du mich nächstes Mal fertigmachen kannst - wenn du willst.

Es gibt Momente, wo man spürt, dass es keine Zufälle gibt.

Das war so ein Moment.

Ich war nicht hier, weil ich Scheiße gebaut hatte.

Ich war hier, um zu lernen.

Zu lernen, mein Leben neu aufzubauen.

Positiv.

Hi.

Ach so, nimmste die kurz raus?

Hi, ich bin Sam.

Ich wollt mal fragen, wer du bist.

Nummer 8. Noch was?

Danke wegen der Sache heute im Wald.

Wegen dem Rausziehen.

Schön. Wollen wir jetzt Freunde sein?

Ich wollte nur nett sein.

Kriegst nix für bei mir. - Wer sagt, dass ich was kriegen will?

Okay, pass mal auf, ja?

Du bist doch so 'n Typ, der Leuten in den Arsch kriecht,

damit sie nett sind - ich lass mir nicht in den Arsch kriechen.

Also verpiss dich jetzt.

Welchen Teil haste nicht verstanden? Verpiss dich jetzt.

Lieber 'n Arschkriecher als jemand aus der Klapse.

(Dynamische elektronische Musik)

(Dynamische elektronische Musik)

(Dynamische elektronische Musik)

(Lauter Pfiff)

(Dynamische elektronische Musik)

(Dynamische elektronische Musik)

(Erregte Stimmen)

(Erregter Wortwechsel)

(Schuss)

( Die Tür wird geöffnet)

(Wimmern)

(Rhythmisches Rascheln der Bettdecke)

(Stöhnen einer Frau)

Bist du schwul? Wieso spannerst du hier rum?

Ich dachte, wir dürfen keine Handys haben.

Dürfen wir nicht, hier ist kein Empfang.

Das ist 'n Video mit meiner Freundin.

Erzähl keinem was. Ich hab nur noch 'n paar Wochen.

Ich will wegen so was nicht in den Knast. Okay? - Okay.

Ist dir hier mal was Komisches aufgefallen?

Außer Typen, die einen beim Wichsen beobachten? - Nee, jetzt mal ehrlich.

Fredersen hat sich mit Nummer 35 gestritten.

Die haben ihn betäubt und weggeschleppt. - Pfff.

Findest du das normal?

Was meinst du, wo wir hier sind. Das ist ein Institut für Kriminelle.

Wenn einer tilt, musste da durch.

Nee, das war schon heftig. Die haben ihm... - Entspann dich.

Kümmer dich um dich selber.

35 scheißt auf dich, als scheiß auf den.

Ist eh 'n Vollpfosten.

Okay?

Gute Nacht.

Licht aus!

(Verzerrtes Kinderlachen und Wassergluckern)

(Rauschen und Gluckern)

Hab keine Angst.

(Rauschen und Gluckern)

Sam, ich halt dich.

Ich bin bei dir.

(Knall und Schreie)

(Er atmet schnell)

(Er atmet langsamer)

Guten Tag.

Und ich muss Ihnen sagen, ich bin wirklich sehr stolz...

...stolz auf Sie, auf Sie alle.

Auf einige ganz besonders, ich habe eine Liste mitgebracht.

Und auf dieser Liste stehen die Namen derjenigen,

die ich jetzt zum Mentor ernennen werde.

Allen anderen möchte ich sagen:

Seien Sie nicht enttäuscht, sondern fühlen Sie sich motiviert.

Nehmen Sie sich das Engagement dieser Leute zum Vorbild.

Und machen Sie weiter so. - Hey.

Alles okay?

Ja, klar.

Was is 'n da passiert? Hattest du Stress mit denen?

Stress mit wem?

Mit Fredersen und so. Wegen gestern, ich hab's gesehen.

Ich weiß nicht, was du meinst. - Dann wollen wir mal schauen.

Du hast dich mit Fredersen und den anderen gestritten.

Die Sache im Flur.

Sah schlimm aus, weißte das nicht mehr? - Nein.

Die 43.

Die 55. - Ja!

Und last but not least:

Die Nummer 35.

(Applaus) - Herzlichen Glückwunsch...

...an alle frischgebackenen Mentoren.

(Spannungsgeladene Musik)

(Rascheln)

(Spannungsgeladene Musik)

(Spannungsgeladene Musik)

Was willst du von mir, Mann? - Ich wollt gucken, wo du hin bist.

Ich dachte, du wärst abgehauen. - Wollte ich auch.

Aber der Scheißzaun geht einmal komplett rum.

Es ist Strom drauf. (Surren)

Warte mal!

Weiß du, was mit der 35 ist?

Er hat sich mit Fredersen gestritten.

Die haben ihn betäubt und dann weggebracht.

Ich hab ihn gefragt, er kann sich nicht erinnern.

Irgend 'ne kranke Scheiße geht hier ab, so war's auch bei der 7.

Die machen ihn zum Mentor, schon kann er sich nicht erinnern.

Welche 7? Der vor mir mit dem Hirnschlag?

Das war keiner und wenn, dann haben die was damit zu tun.

Was? Warte mal.

Was meinst du damit?

Was hat das Institut damit zu tun? Das war 'n Hirnschlag.

Sie meinte nur, dass die was gemacht haben.

Der Typ hat die Betreuer angegriffen. - Er konnte sich an nichts erinnern.

Und die 35 nicht mehr an den Streit. Beide, nachdem sie Mentoren wurden.

Woher wollen wir wissen, dass es bei der 7 so war?

Nur weil die 8 das sagt? Die war in der Klapse. - Na und?

Vielleicht hast du deine Eltern zerbombt.

Soll ich dir nun nichts glauben? - Pass mal auf, ich hab keine Eltern.

Meine Stiefmutter hat meinen Vater abgezogen.

Sie ist mit 'nem anderen abgehauen, darum hat sich mein Vater erhängt.

Ich hab das Konto von der Schlampe gehackt

und sie abgezogen.

Schachmatt.

Sorry.

Warte mal. Setz dich noch mal.

Ich mach auf undercover und hör mich um, okay?

Okay.

(Donner und Regenprasseln)

(Leise unheilvolle Musik)

(Donnern)

Hi.

Was ist das?

Ich will mich an alles erinnern können.

Was?

Wenn die mich zum Mentor machen,

will ich mich an jeden Scheiß erinnern können.

Du glaubst, man kann Erinnerungen zurückholen?

Vielleicht.

Mit Düften zum Beispiel.

Ich hab gehört, dass Düfte Erinnerungen hochholen können.

Und du schreibst Düfte auf? - Nee, ich kann nicht riechen.

Aber schreib du dir mal alles auf.

Wie heißt du überhaupt?

Lara.

Ich war heute im System drin. Jeder von uns hat sein Profil.

Ich war auch bei der 35 und der 7 vor dir drin.

Bei beiden steht was von einer Mikro-ID. - Was? Mikro-ID?

Keine Ahnung.

Bei der 7 steht, dass die einen Kurzschluss hatte.

Hat das was mit dem Hirnschlag zu tun?

Bei der Todesursache steht nichts davon.

Da steht nur: "Kurzschluss der Mikro-ID".

Hat ein Kurzschluss ihn umgebracht?

Wir müssen das prüfen lassen, am besten von der Polizei. - Nur wie?

Ich hau die Daten auf einen Stick.

Wir schicken die Daten jemandem, dem wir vertrauen können.

Ich hab draußen niemanden. Du? - Meine Tante.

Wir haben aber keinen Zugang ins Netz.

Doch, beim Videogespräch.

Wenn du mit ihr verbunden bist, musst du ihr die Daten schicken.

Kriegste das hin?

Hallo? Tante? Hörst du mich? - Ich hör dich, aber wo bist du?

Du musst die Kamera auf dein Gesicht richten.

Ha! Da bist du ja. Mensch, siehst du gut aus!

Wir haben wenig Zeit, ich wollte dich um was bitten.

Ich ruf dich morgen noch mal an.

Ich wollt dir was schicken. - Morgen ist schlecht.

Es ist wichtig. - Es fängt früh an... - Hör zu!

Ich schick dir was, was du zur Polizei bringen musst.

Du ziehst das auf 'nen Stick und gehst damit zur Polizei.

Aber Stick, was ... - Für 'nen Computer.

Ich hab dir so was mal zu Weihnachten gegeben.

Och, das weiß ich nicht mehr. - Es ist wichtig, schau mal nach.

Hallo?

Hörst du mich?

Meine Verbindung ist abgebrochen.

Es ist nur ein Gespräch pro Talent erlaubt.

Aber es ist abgebrochen mitten im Gespräch.

Tut mir leid. Ich kann nichts machen.

(Langsame elektronische Musik)

"Ich schreibe das,

falls ich mich wie die anderen nicht mehr erinnern kann.

Dann hoffe ich, dass du der Richtige bist.

Fühl dein rechtes Jochbein - fühlst du was?

Wenn ja, dann bist du der Richtige.

Das ist eine Metallplatte, die hast du seit 'nem Unfall.

Die hab ich seit 'nem Unfall. Denn ich bin du."

(Wassergluckern und Rauschen)

(Verzerrte Frauenstimme) Hab keine Angst.

Sam, ich halt dich.

Ich bin bei dir.

Mami! (Knall)

(Laute Schreie)

(Schnelles Atmen)

Hi.

Kennst du mich noch?

Okay, hör zu.

Hast du den Stick dabei?

Was für 'nen Stick? - Du müsstest 'nen Stick haben.

Ich hab keinen Stick dabei.

Erinnerst du dich, was wir besprochen haben?

Was haben die mit dir gemacht?

Kannst du dich woanders hinsetzen?

Das ist deins.

Das hast du mir gegeben. Kommt dir das bekannt vor?

Riech mal daran.

Vielleicht kommt dir der Duft bekannt vor. - Was? Bist du pervers?

Riech mal dran! - Nein. - Bitte!

Ich lass dich dann auch in Ruhe.

Riech einmal dran! Bitte!

(Psychedelische Musik und Stimmen)

Ist alles okay bei dir?

Hallo.

Hey.

Hallo.

Hey, alles okay bei dir?

(Sie flüstert was Unverständliches) - Was? Kannst du dich erinnern?

(Sie flüstert was Unverständliches)

Es muss raus.

Es muss raus. Es muss raus.

Hier, nimm das.

Halt das!

Es muss raus. - Du blutest.

Scheiße.

Es muss raus. - Was muss raus? - Wovon redest du?

Es muss raus.

Ich muss... Komm, raus.

Hey!

Lass mich, es muss raus. Es muss aus meinem Kopf.

Leg das Messer weg.

(Lautes Surren und Schreie)

Hey.

Hol jemanden. Hol Hilfe!

Holt jemanden!

Holt jemanden!

Hol Hilfe!

Ich wollte ihr gratulieren, weil sie Mentorin geworden ist.

Wir haben uns unterhalten.

Auf einmal flippte sie aus, wollte sich in den Kopf schneiden.

Sie meinte, es muss raus. Ich...

Einer unserer Leute hat Sie dabei beobachtet,

wie Sie vorher der 22 ein Tüchlein gegeben haben.

Ist das wahr?

Ja.

Das hatte sie mir geliehen.

Es war nicht meins.

Gut, also sind Sie zu ihr hin, um ihr das Tuch zurückzugeben...

...oder um ihr zu gratulieren? Ich versteh es nicht genau.

Ich wollte ihr erst das Tuch zurückgeben

und hab ihr dann noch gratuliert.

Das erscheint mir sinnlos, was Sie mir da erzählen.

Wie kommt das Mädchen so plötzlich darauf,

sich aufschneiden zu wollen, wenn sie keinen Anlass hatte?

Ist doch merkwürdig, oder?

Also...

Wenn Sie noch mal rekapitulieren:

Gibt es irgendwas, was Sie mir gern erzählen würden?

Oder was Sie vergessen haben?

Nein.

Ist doch gut.

Alles in Ordnung.

Nummer... 7.

Sie können jetzt gehen.

Wie geht's ihr überhaupt? - Sie hat's leider nicht geschafft.

Wieso? Was hatte sie? - Vermutlich war's 'n Hirnschlag.

(Pfiff)

Das war kein Hirnschlag, das war wie bei der 7.

Die haben was mit ihr gemacht.

Die sorgen dafür, dass man Dinge vergisst.

Das mit dem Tuch hat geklappt. - Ja. - Sie konnte sich erinnern.

Sie hat Nasenbluten bekommen und wollte sich was rausschneiden.

Entspann dich. - Willst du mich verarschen?

Findest du das normal?

Wir müssen rauskriegen, was hier los ist. - Wir müssen nix.

Willst du das durchziehen oder in den Knast?

Ich will zu meiner Freundin.

Bin wieder drin.

Ich muss mich nachts umgucken. - Du meinst, das kannste so machen?

Die Türen funktionieren über einen Fingerabdruck.

Mit einem registrierten. - Und woher kriege ich einen?

Schneide ich jemandem den Finger ab?

Du hilfst mir, einen klarzumachen, ich helf dir, ausm Zimmer zu kommen.

Würdest du das machen? - Klar, ich will ja nur nett sein.

Brauchst du nicht, bei mir kriegste nichts dafür.

Wer sagt, dass ich was will? Ich will nur hier raus.

Könnt ihr jetzt eure Fragen beantworten?

Wie machen wir den Fingerabdruck klar?

Nummer 44, was machen Sie da? Spielen Sie Saxophon unter Wasser?

Sie sollen hier die Luft anhalten.

Ich will Sie tauchen sehen.

Ich will Sie tauchen sehen.

Eins, zwei, los geht's.

Komm, los!

Zwei, drei, vier, fünf, sechs,

sieben, acht, neun, zehn, yo.

Zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn,

sechszehn, siebzehn, achtzehn,

neun.... Nicht schlecht für den Anfang.

Zwei Sekunden kürzer als beim letzten Mal.

Ist ja toll.

Raus aus dem Wasser.

Verschwinden Sie!

So, Nummer 7.

Ah!

Bitte. Jetzt sind Sie dran.

Äh, nein.

Ich möchte nicht.

Sie möchten nicht?

Nein.

Ich habe Angst vorm Tauchen.

Sie meinen das ernst?

Ja.

Ich sag's in aller Deutlichkeit: Gehen Sie ins Wasser, Nummer 7.

Wir können es zusammen versuchen, wenn das okay ist für dich?

Hey.

Schaut mal.

Da hängt ihr die Latte aber ganz schön hoch.

Geile Show. Habt ihr das abgesprochen?

Nein, ich wusste nichts davon.

Ich hab Schiss vorm Tauchen seit ich zehn bin. - Nee, ich meine das hier.

Wofür braucht ihr das?

Für heut Nacht. Biste dabei?

Wir holen dich heute Nacht gegen 23 Uhr aus dem Zimmer.

Und dann? - Gucken wir, wo wir reinkommen.

Und dann?

Wieso hauen wir nicht gleich ab?

Ich weiß nicht.

Das hab ich immer gemacht.

So wie vorm Tauchen? - Zum Beispiel, ja. - Zum Beispiel?

Wie kann man Angst vorm Tauchen haben?

Meine Mutter nahm mich mal mit zum See.

Ich war zehn und konnte nicht schwimmen.

Sie wollte mir meine Angst nehmen.

Als wir im Wasser waren,

kam ein Motorboot und hat uns beide erwischt.

Beide.

Am Kopf.

Ich bin fast ersoffen.

Meine Mutter hat's leider nicht geschafft.

Seitdem habe ich hier 'ne Metallplatte,

sonst wär mein Schädel zu instabil.

Ja, was ist mit deinen Eltern?

Die leben noch.

Sie haben mich mit 14 in die Klapse gesteckt,

weil sie meinten, ich wär kaputt.

Mit 15 bin ich abgehauen, weil ich keinen Bock mehr hatte.

Mit 16 war ich im Heim.

Mit 17 hab ich gelernt, wie man Türen knackt und...

Wie man Türen knackt? - Ja. Bist du deswegen hier? - Ja.

Zuletzt war's die Tür von 'nem Safe. - Vom Safe? - Von 'nem Safe.

Aber das Komische ist,

dass ich meine Eltern trotzdem manchmal vermiss.

Immer, wenn ich so 'n Scheißlied höre.

Welches Scheißlied?

"'74-'75"?

"'74-'75".

♪ I was the one who let you know ♪

♪ I was your sorry-ever-after ♪

♪ '74-'75 ♪

♪ Giving me more and I'll defy ♪

♪ 'Cause you're really only after ♪

♪ '74-'75 ♪

♪ Dadadada... ♪

(The Cornells: "'74-'75")

♪ Got no reason ♪

♪ For coming to me ♪ ♪ and the rain running down ♪

♪ There's no reason ♪

♪ I was the one who let you know ♪

♪ I was your sorry-ever-after ♪

♪ '74-'75 ♪

Okay, stopp mal. Können wir den Scheiß überspringen?

Louis, aufstehen!

Steh auf jetzt.

Es geht los.

Was?

Ich hab mir das mit dem Weggehen noch mal überlegt.

Ich würd sonst hierbleiben.

Wenn jemand kommt, erzähl ich, du bist Schlafwandler.

So was gibt's.

Meine Schwester...

Als wir umgezogen sind,

durfte sie auch nicht das Balkonzimmer haben.

Meine Mutter hatte Schiss, dass sie schlafwandelt. (Signal)

(Die Tür öffnet sich)

Kommst du?

Ach, komm schon...

(Pulsierende elektronische Musik)

Komm. - Ja, ich bin schon da. - Und wohin gehen wir jetzt?

Lara holen.

Wenn die uns erwischen, sagen wir, wir sind beide Schlafwandler. - Is gut.

Ich verarsch dich nicht... - Komm jetzt. - Penner.

Wo müssen wir lang? Wo sind wir überhaupt?

Das ist der Gammaflügel.

Was soll das heißen? - Hier sind die Mädchen.

Woher weißt du das?

Ich war heute hier. Das ist ihr Zimmer.

(Elektronisches Signal) Da läuft was! - Komm jetzt.

(Pulsierende elektronische Musik)

Scheiße!

Was denn?

Sie ist nicht da.

Check das andere Bett.

Aber ist schon das richtige Zimmer?

Lara?

Lara.

Lara!

Okay, das ist sie nicht. Wir gehen wieder, komm!

Sam! Sam!

(Pulsierende elektronische Musik)

Die war nicht in ihrem Zimmer.

Was, wenn Isaak uns erwischt? Lass uns morgen weitermachen.

Nein, hier stimmt was nicht.

Du hast doch keinen Plan. - Wir gehen nicht ohne sie.

(Eine Tür wird geöffnet)

(Pulsierende elektronische Musik)

(Elektronisches Signal)

Scheiße.

Ich geh da nicht runter.

Sam! Sam! Sam!!

Da dürfen wir nicht rein. - Komm jetzt!

(Spannungsgeladene Musik)

Was ist das denn?

Komm, lass weiter.

(Spannungsgeladene Musik)

Pennst du im Schrank? Fass den Computer nicht an.

Sam! Sam!

Hör auf, du hinterlässt Fingerabdrücke.

Lara ist hier bestimmt nicht. - Profile...

Wenn die uns hier erwischen, sind wir am Arsch, lass uns gehen. - Mikro-ID.

Maximale Dauer bis zum Exitus nach Kurzschluss der ID: 30 Sekunden.

(Lautes Poltern)

Scheiße, da kommt jemand.

Versteck dich. - Komm mit.

(Spannungsgeladene Musik)

(Spannungsgeladene Musik)

...das ermöglicht uns einen moderneren Eingriff,

als Nervenstränge im Gehirn zu durchtrennen.

Das gab's vor 40 Jahren. Wir sprechen von einer Implantation.

Ich möchte mich herzlich bei unserer Frau Richterin bedanken,

Frau Theresa Lang. (Applaus)

Sie vermittelt uns diese tollen Talente.

Vielen Dank. - Gerne.

Also fangen wir an.

Vom ersten Tag an erstellt jedes Talent seinen eigenen Chip,

ohne davon zu wissen - bei den Persönlichkeitstests.

Sie beantworten unsere Fragen, wir speichern das auf den Chips.

Am Ende haben wir einen Klon-Chip von jedem Talent.

Diese Mikro-ID ersetzt später die wahre Identität.

Alle Infos oder Erinnerungen, die nicht gespeichert wurden,

gehen verloren.

(Spannungsgeladene Musik)

Sam...

(Jemand spricht im Hintergrund)

Man zieht mich zur Rechenschaft.

Und der Senat lässt unser Institut abreißen.

Es wird nichts auffliegen.

Woher weiß ich, dass du keine Spuren hinterlassen hast?

Du hast Geldtransporter überfallen,

kistenweise Bündel ins Institut geschleppt.

Da muss ich widersprechen.

Nicht ich habe die überfallen, sondern die Nummer 35. - Oh, Gott.

Er ist ein exzellenter Fahrer. Es gab keine Schwierigkeiten.

Es war ein Experiment und es hat geklappt.

Um heilen zu können, muss die Mikro-ID eingesetzt werden.

Ich werde das demonstrieren.

Das Talent wird keine Erinnerung mehr an die letzten Stunden haben.

Wir können es dann zum Mentor erklären.

So, das war's schon.

Wir wollen mit diesem Institut dafür sorgen,

dass die Kriminalität zurückgeht.

Wir wollen aus den Kriminellen keine Schwerverbrecher machen.

Wir wollen sie heilen. - Überlass das der Medizin.

Als ich den Chip entwickelte, war mir das nicht klar:

Aber wir halten so eine Macht in den Händen.

Die Politiker und Militärs werden sich auf uns stürzen.

Was redest du da? - Ich?

Ich rede von 'ner technischen Revolution.

Und ich lass sie gerade vorführen.

Weißt du an wem?

Der kleinen Nummer 8.

Immer so rebellisch, immer dagegen, immer ein Widerwort.

Hallo.

Und jetzt... - Wie geht's Ihnen?

Okay. - ...ist sie so lieb.

Darf ich Ihnen 'ne Zigarette anbieten?

Obwohl sie uns immer noch hasst und es verabscheut...

Darf ich sie anzünden?

...muss sie alles machen, was ich befehlen lasse.

Passen Sie genau auf:

Drücken Sie die Zigarette aus.

In Ihre Hand.

Ah!

Das ist krank, völlig krank. - Das ist nicht krank.

Das ist Manipulation der menschlichen Motorik.

Hat das alles was zu tun mit dem Tod der 22 oder der ehemaligen 7?

Ich weiß nicht was, aber bei beiden hat irgendwas dazu geführt,

dass die sich wieder erinnern konnten.

22 ist in der Mensa durchgedreht, wollte sich den Chip rausschneiden.

Da musste ich doch einen Kurzschluss auslösen lassen, oder?

Wir können die Chips jederzeit manipulieren.

Befehle werden zu 100 % befolgt.

(Signalton)

(Signalton und Applaus)

(Flaschenklappern)

Gib sofort deinen Posten ab.

Hast du mich verstanden, Isaak?

(Bedrohliche Musik)

(Lautes Klirren)

Woher kommt das?

Woher?

Wie sind Sie aus Ihrem Zimmer gekommen?

Warum vor allem?

Ah, pfff!

Irgendwie kommen wir hier nicht weiter, oder?

Nee.

Bringen Sie Nummer 6 in Iso 1 und holen Sie ihn erst wieder,

wenn er bereit ist, mit uns zu sprechen.

Und Nummer 7, ja...

(Tür fällt zu)

Sie...

...schicken wir in den Omega-Raum.

Was meinen Sie?

(Schuss)

(Bedrohliche Musik)

(Schweres Atmen)

(Schweres Atmen)

(Verzerrte Stimme)... soweit? - Ja, Sie können loslegen.

(Schweres Atmen)

(Verzerrte Stimme) So.

Los geht's. Tut nicht weh.

Ha!

(Schweres Atmen)

War das ein Traum?

Oder ist das wirklich passiert?

Ich hatte die Aufnahmen.

Ich konnte mich erinnern, wie sie Louis wegbrachten

und ich gefilmt hatte, als Lara zur Mentorin wurde.

Wie konnte es sein, dass ich mich daran erinnern konnte?

Ich hab nicht verstanden, warum der Chip auf mich keinen Einfluss hat.

Es gibt nur eine mögliche Erklärung dafür:

Was ist in der Lage, Funkwellen zu reflektieren? Sam? - Metall?

Genau, Metall kann Funkwellen reflektieren.

Funkwellen.

Der Chip arbeitet mit Funkwellen, um uns zu manipulieren.

Bei mir werden sie blockiert vom Metall, das meinen Schädel fixiert.

Ich muss also nur noch eins tun:

Die ESD-Karte mit den Aufnahmen zur Polizei bringen,

sobald ich es schaffe, hier rauszukommen.

Einen wunderschönen guten Tag.

Es gibt gute Nachrichten.

Die machen mich froh und stolz.

Ich habe diese Liste.

Auf der stehen auch heute wieder Namen derjenigen,

die zum Mentor ernannt werden.

Auch heute mein Appell an alle:

Bleiben Sie dran, glauben Sie an sich.

Seien Sie motiviert. - Hi.

Hi.

Kennst mich noch?

Wie bitte?

Die Mentoren von heute sind:

Nummer 31.

Hier, nimm das.

Die Nummer 2 und 65. - Bitte nimm das und versteck's.

Vielleicht kannst du dich irgendwann erinnern.

Die Nummer 13.

Die Nummer 8.

Und last but not least:

Die Nummer 7.

Herzlichen Glückwunsch an alle neuen Mentoren.

Ich danke Ihnen und weiter so.

Vielen Dank, tschüss.

Habe die Aufnahmen. Ich bringe die zur Polizei.

Hole dich hier raus.

(Spannungsvolle Musik)

(Elektronisches Signal und Türklappen)

(Spannungsvolle Musik)

Hier.

Halt durch.

Ich hol euch hier raus, versprochen.

Ich weiß nun, was die mit uns machen.

"Ich habe Louis alles erzählt.

Über die Aufnahmen, die SD-Karte und die Funkwellen.

Ich habe heute Freigang.

Das ist meine Chance, die Aufnahmen zur Polizei zu bringen.

Ich darf mir gleich nichts anmerken lassen."

Wie? Das war's? - Ja. - Mehr steht da nicht?

Das Buch ist zu Ende.

Da muss doch noch was stehen, wir müssen wissen, was geschah.

Das ist hiernach passiert.

Dann erklär ich dir mal, was danach geschah.

Du hast Fredersen abgestochen und dein Gedächtnis verloren.

Wir müssen nach der SD-Karte suchen.

Und wie? Vielleicht haben die die Karte.

Wir haben keine Spur.

Wo willst du hin? Ich rede mit dir!

Okay.

Du musst ihn ganz ruhig halten. - Was?

Was soll die Scheiße? - Ich kann mich nicht erinnern -

das muss am Chip liegen.

Der muss raus. - Was? Du willst dir das Ding rausschneiden? - Ja. - Nein!

Was wenn du verblutest und abkratzt?! - Doch, ich mach das jetzt!

Hilfst du mir?

(Spannungsvolle Musik)

(Spannungsvolle Musik)

(Ratschen) Hm!

(Schluchzen)

(Metallisches Ratschen)

(Schluchzen)

(Stöhnen)

(Schluchzen)

(Das Schluchzen geht über in Lachen)

(Verzerrte Stimme) Sam?

(Lautes Atmen)

(Massive Tür geht auf)

Zieh die an.

In fünf Minuten aufm Hof.

Hallo, Nummer 7.

Schön, dass Sie da sind.

Haben Sie auch Hunger?

Ja.

Steigen Sie bitte ein.

(Romantische Jazz-Musik)

Super lecker. Grandios, oder?

Was ist los mit der Soße? - Was soll da los sein, 35?

Tomaten-Hirse-Chutney, vegan. - Schmeckt gut.

Hier, merken Sie sich den Laden.

Das ist der Beste der Stadt.

So, Leudings.

Deine Cola.

Entschuldigung, wo ist die Toilette?

Da vorne, rechts runter.

Schmeckt's? Ich kann noch eine Soße empfehlen... - Es reicht.

Okay, weirdo.

(Schritte)

(Lauter werdende Schritte, die dann verstummen)

Nummer 7!

Ja?

Kommen Sie da mal raus?

Ei... Einen Moment, bitte.

(Spannungsvolle Musik)

Was machen Sie da? - Ich komm gleich.

(Es klopft) Aufmachen.

(Die Musik verstummt)

Alles in Ordnung bei Ihnen?

Ja.

Was haben Sie solange gemacht?

Ich musste mal.

In eine defekte Toilette.

Ich konnte eh nicht.

Darf ich Ihnen eine Zigarette anbieten?

Okay.

Sehr schön.

Darf ich sie anzünden?

Ja.

Jetzt drücken Sie die Zigarette aus.

In Ihre Hand.

(Stöhnen)

Ja.

Kommen Sie, los.

Ein bisschen was haben wir noch vor.

Hier sind die Fotos drauf, die Sie aufs Laufwerk übertragen werden.

Eine kleine Überraschung für den Kollegen.

Er ist nicht im Haus, Sie können in Ruhe arbeiten.

Ich erwarte aber, dass Sie spätestens in zehn Minuten wieder raus sind.

Lassen Sie es nicht zu Zwischenfällen kommen.

(Spannungsvolle Musik)

(Entferntes Bellen)

Und jetzt gehen Sie in das Büro im 1. OG.

Hey!

Komm hoch.

(Spannungsvolle Musik)

Wir haben den Rechner.

(Funk) Gut gemacht.

Dann an die Arbeit, Nummer 7.

(Spannungsvolle Musik)

(Funk) Passwort geknackt. - Toll.

Legen Sie den Stick ein und kopieren die Fotos auf den PC.

Wie weit sind Sie?

Wie weit?

Was ist los?

Lass uns raus hier. - Was?

Kommt mit mir, wir hauen ab. - Was ist da los? - Lass mich los.

Es ist die Chance. - Was ist dein Problem?

Hören Sie mich?

Was ist da los?

Fredersen ist da.

Sofort raus da!

Planänderung.

(Spannungsvolle Musik)

Wo ist die 7?

(Spannungsvolle Musik)

Was machst du hier?

(Stöhnen und Poltern)

(Spannungsvolle Musik)

Er ist weg. Wagen starten!

Hier. Er will Richtung Stadt.

(Spannungsvolle Musik)

(Isaak) Er läuft zum Bahnhof.

35, halten Sie gleich an.

(Reifenquietschen)

(Spannungsvolle Musik)

Nummer 7! Ich weiß, dass Sie da sind.

(Schlucken)

Wir ändern den Plan: Chip sofort kurzschließen! Jetzt!

(Lautes Atmen)

(Elektrischer Schlag)

(Langsamer Herzschlag und Pfeifton)

(Verzerrt) Sam? Sam!

Lara. Ich weiß, wo die SD-Karte ist.

Die ist in mir.

Ruf die Polizei!

(Wimmern)

(Schmerzensschreie)

(Isaak) Nummer 6, Nummer 6!

Ich brauche jedes Detail über Nummer 7!

Warum ist er weggelaufen?

Was wissen Sie?

(Wimmern)

Nein, nein! (Schreie)

Kennen Sie den?

Hm?

Wofür haben Sie den gebraucht?

(Unverständliches Flüstern)

Nein, nein, nein! Ich sag's! Ich sag's, ich sag's.

Wir, wir, wir...

Fi, Fi, Fingerabdrücke von dem Kamm für, für, für die Tür, Türöffner.

Unser Ortungsgerät zeigt an, dass er am Bahnhof ist.

Wir wissen nicht, was der Kurzschluss bei ihm ausgelöst hat.

Er hat wohl einen Schutzmechanismus, von dem ich nichts wusste.

Genau wie von den Aufnahmen, die jetzt höchste Priorität haben.

So.

Sie werden ihn vor der Polizei beschützen,

um sein Vertrauen zu gewinnen und um an die Aufnahmen zu kommen.

Wenn das passiert ist, schalten Sie mich sofort ein.

Ist das angekommen?

Ja.

Lara. Ich weiß, wo die SD-Karte ist.

Die ist in mir.

Ruf die Polizei!

Lara?

Lara!

(Reifenquietschen)

Lara!

Lara!

(Angestrengtes Atmen)

(Angestrengtes Atmen und Stöhnen)

Hallo, Nummer 7. - Was soll das?

Normalerweise führt ein Kurzschluss

in 30 Sekunden zum tödlichen Hirnschlag.

Aber Ihre Metallplatte hat das verhindert.

Der Kurzschluss hat eine Amnesie ausgelöst.

Wir können die SD-Karte entfernen. - Wunderbar.

Wenn das die richtigen Daten sind, bearbeiten wir Ihre Metallplatte...

...und implantieren eine neue Mikro-ID.

Okay.

Wo ist Lara? - Lara ist da, direkt neben Ihnen.

Lara, was soll der Scheiß?

Sind Sie so gut und bringen Nummer 7 in den Omega-Raum?

Der Arzt löst Sie ab.

Was machen wir mit Ihnen?

Wir werden Sie gehen lassen und Sie gehen zur Polizei

zeigen sich an und gestehen die Tat.

Tschüss, alles Gute.

Lara, guck mich an!

Du kennst mich doch.

Bitte mach mich los!

Wir müssen abhauen. Du weißt, wer ich bin, wer du bist!

Das Notizbuch: Du sagtest, ich soll alles aufschreiben.

Du kannst dich nur nicht erinnern!

Du hast einen Safe geknackt, du warst im Heim.

Deine Eltern steckten dich in die Psychiatrie.

♪ I was the one who let you know ♪

♪ I was your sorry-ever-after ♪

♪ '74-'75 ♪

♪ Nanana... ♪

♪ Giving me more and I'll defy ♪ ♪ 'Cause your really only after ♪

♪ '74-'75 ♪

♪ Nanana ♪

(Summt die Melodie weiter)

(Langsame elektronische Musik)

Lara?

Bitte mach mich los.

Sagten Sie nicht, er wär hier?

(Arzt) Ey!

Alarm einschalten!

(Alarmsirene)

Was da los?

Ich brauch Mentoren,

die sollen die beiden finden und den Chip kurzschließen.

(Spannungsvolle Musik)

(Elektrischer Schlag)

Lara! Lara!

Lara! Bleib ruhig! Bleib ruhig! Bleib ruhig!

Lara!

(Spannungsvolle Musik)

(Wimmern und Schluchzen)

Lara, bleib hier!

Bleib hier!

Ich hol Hilfe.

Polizei und Krankenwagen rufen! - Ruhig, Mann, ruhig. - Bitte! Hey.

(Türverriegelung rastet ein)

(Elektronisches Signal)

(Es hämmert an der Tür)

Tür auf oder wir machen dich fertig!

Mach die Tür auf!

Zugriff unmöglich, Tür versperrt.

Isaak hier, bleiben Sie da. Ich bin gleich da.

Mach die Tür auf, du bist eh am Arsch. (Klopfen)

Wir machen dich fertig.

(Klopfen)

Wo willst du hin, hä? Lara ist tot.

Ja.

Hast du gehört?

Du hast versagt, Freak!

(Dramatische Musik)

Arschloch, öffne die Tür oder ich tret die ein.

(Spannungsvolle Musik)

Zielperson ist am PC.

Das geht. (Klopfen) - Das klappt.

Es klappt.

Das klappt, das klappt.

Was machen Sie da? Sie sollen bei der Tür bleiben!

(Schuss)

(Schmerzensschreie)

(Schuss)

(Schmerzensschreie)

(Klopfen)

(Spannungsvolle Musik)

(Fahrstuhlsignal)

(Tür öffnet sich)

Fahrstuhl blockieren.

(Unheilvolle Musik)

(Pulsierende elektronische Musik)

(Keuchen)

(Pulsierende elektronische Musik)

(Knall)

(Gurgelnder Schrei)

(Knall und Schrei)

Ja! Hit!

(Hoffnungsvolle Musik)

Ich hab dich. Ich hab dich. Hab keine Angst, ich halt dich.

Sam.

Hey.

Hey.

Na.

Wie geht's dir?

Wie fühlst du dich?

Alles okay.

Darf ich? - Ja.

Wie geht's dir?

Auch okay.

Es tut noch weh, aber ist okay. Hier.

Kannst du dich an alles erinnern? - Noch nicht ganz.

Was haben die mit uns gemacht?

Sie haben uns resozialisiert.

(Cellar Kid feat. Camilla Daum: "Alive")

♪ Why are we breathing in ♪

♪ Why are we breathing out ♪

♪ Does it make any sense ♪ ♪ or is it only just a dream ♪

♪ Deep inside we know ♪

♪ 'Cause we are undeniable ♪

♪ Undisguisable ♪

♪ We are, we are, we are, we are ♪

♪ Irrefutable ♪

♪ Uncontrollable ♪

♪ Cause we are, we are, we are, we are ♪

♪ Irreplaceable ♪

♪ Incorruptable ♪

♪ Cause we are, we are ♪

♪ Alive ♪

♪ Why are we waking up ♪

♪ Why are we going out ♪

♪ To do something that we can't stand ♪ ♪ and make us feel unfree ♪

♪ Why are we holding back ♪

♪ What are we saving for ♪

♪ If only so we're falling in this ♪ ♪ place that we call home ♪

Copyright Untertitel: NDR 2017

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