All language subtitles for 11-Die Bergretter- Mit letzter Kraft (1)

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Original subtitles

Wir wandern, wir klettern.

Wir lernen die Ausr�stung kennen, und nat�rlich die Berge.

In den n�chsten drei Tagen sind wir ein Team, okay?

Ja, und wenn wir wieder unten sind, geben alle bei mir die Handys ab.

Die brauchen wir n�mlich nur im Notfall.

Und f�rs Geocaching habt ihr die GPS-Empf�nger ja schon bekommen.

Also, los geht's.

Ja, was soll ich denn machen?

Sie will uns die Emma nicht anvertrauen.

Hast ja geh�rt, was sie gesagt hat.

Albert, sie ist nicht mehr ganz bei Sinnen.

Du bist Emmas n�chster Verwandter.

Du bist der Mann, das Familienoberhaupt.

Sag mir, dass du alles im Griff hast. - Ja.

Dass du die Familie besch�tzt und das Richtige tust.

Ja.

Deine Schwester ist nicht zuf�llig hier.

Sie hat einen Plan, untersch�tz sie nicht.

Es tut mir leid, ich k�nnte euch schnell einen Obstsalat machen.

Mir geht's weniger ums Fr�hst�ck.

Franz hatte sich nur angeboten, Emma zum Treffpunkt zu fahren.

Ich wollt mich ja eigentlich wieder hinlegen.

Mir geht's nicht so gut.

War gestern einfach 'ne lange Anreise.

Viel Verkehr, viel Stau, es ist alles gut.

Ich kann Emma doch fahren, ist doch kein Problem. - Ja?

- Wo und wann geht die Tour los? - Um 10 Uhr, am Baumgartner-Hof.

In der Brosch�re steht, dass es von dort direkt in die Berge geht.

Dann wird es h�chste Zeit.

Der Hof ist doch in der N�he.

Der alte Passweg, wie du ihn noch kennst,

da kann man nicht mehr langfahren.

Muss immer so 'nen Umweg fahren.

Okay, du, dann bitte beeil dich.

Das sind die Semmeln frisch vom B�cker.

Da bist du ja endlich.

Ob man die Semmeln noch frisch nennen kann, das frag ich mich

Wer hat das Backen eingestellt? Du oder ich?

Emma hat's ziemlich eilig. Leistest du Sarah Gesellschaft?

Dann fahr ich Emma schnell zu ihrer Tour.

Aber gern.

Entschuldigt mich.

Sarah.

Ihr habt mir nachspioniert.

Du... Es tut mir leid.

Aber du verschwindest, tauchst unter, bist ned zu erreichen.

Wir m�ssen doch reden. - Wor�ber?

Dar�ber, dass ihr meine Tochter ins Internat stecken wollt?

Nein, es ... Wir machen uns blo� Gedanken,

was das Beste f�r die Emma sein k�nnte.

Emma abzuschieben ist ihre Idee, oder?

Du, die Emma, das ist unsere Nichte.

Und das Allerwichtigste f�r die Ulrike und mich ist, dass es ihr gut geht.

Ich will nicht, dass ihr euch um Emma k�mmert. Verstanden?

Ich vertrau euch nicht mehr. - Ja, aber, �h...

Wem dann? - Du hast ihn ruiniert.

Jetzt mach aber einen Punkt, ja?

Die Zukunft meiner Tochter wirst du nicht ruinieren.

Hast du ihr endlich gesagt, dass du sterben wirst?

Das ist unsere letzte gemeinsame Zeit.

Ich will, dass sie unbeschwert wird. F�r Emma.

Eine sch�ne Erinnerung.

Ist das zu viel verlangt?

Herrgott noch mal, Albert, das ist das Letzte, worum ich dich bitte.

Kennst du die beiden?

Das ist Sarahs Bruder Albert.

Den habe ich auch so lange nicht mehr gesehen.

- Die sind schon wieder weg? - Ja, war was Gesch�ftliches.

- Wieso haben sie nicht angerufen? - Keine Ahnung.

Ich fahr die Emma gleich selbst.

Packst du deine Sachen hinten rein? - Ja.

- Beeilt euch und denkt an den Umweg. - Ja, danke.

Ich hab ja gesagt, mit dem Franz kommt immer was dazwischen.

Fahrt ruhig.

Und wie schaut's aus? Passt?

Die Hose ist ziemlich eng.

Also passt.

Schaut gut aus.

Jetzt noch der Helm. Andreas, auf geht's, Inspektion.

Sag mal, hast du irgendwelche pathologischen Fantasien,

von denen ich noch nichts wei�? Oder 'n Fetisch mit der Ausr�stung?

Michael freut sich �ber jedes neue Gesicht in seinem Flitzer.

Das ist nur vor�bergehend. Dass das klar ist.

Mir wird schon schlecht vom Mitfliegen.

Ich brauch keinen Beweis, dass es da oben toll ist, ist es n�mlich nicht.

Es ist gar nicht so einfach 'ne neue Rettungsassistentin zu finden.

Beeindruckt? Gut. Respekt? Umso besser.

Angst braucht ihr keine haben.

An dieser Stelle lernt ihr etwas sehr Wichtiges f�rs Bergsteigen.

Nicht jede H�rde ist gef�hrlich, nur weil sie gef�hrlich aussieht.

Aber genauso gilt das Gegenteil. Was harmlos wirkt, kann t�dlich sein.

Der Klettersteig erm�glicht es uns,

ohne gro�e Vorkenntnisse diese H�rde zu erklettern.

Wichtig ist, dass ihr jederzeit gesichert seid.

Deshalb: Jeweils immer nur einen Karabiner umsetzen!

Wir bewegen uns nacheinander vorsichtig

bis zum ersten gro�en Vorsprung dort oben.

Irgendwelche Fragen?

Du zuerst?

Ich?

Gut.

Mein Mann hat sein Handy in den Bergen nicht an,

solange alles in Ordnung ist. Meist ist eh kein Netz.

Da kann man wirklich nichts machen?

Ich hab mich so gefreut. Und ich hab an der Kletterwand ge�bt.

In vier Wochen gibt's wieder eine Anf�ngertour.

Vielleicht kann Ihre Tochter... - Nein, das ist zu sp�t.

Das muss wirklich jetzt sein.

- Haben Sie Kinder, Lisa? - Leider nein.

Aber ich versteh Sie. Sie haben es Ihrer Tochter versprochen.

Das allein z�hlt.

Sie kennen doch bestimmt die Route, die Ihr Mann gew�hlt hat, oder?

Ja, nat�rlich.

Haben Sie eine Ausr�stung f�r mich,

die ich mir leihen k�nnte f�r einen Aufstieg?

Schon, aber ich wei� nicht, ob das 'ne gute Idee w�re.

Na ja, die Gruppe kann ja noch nicht so weit sein, oder?

Ohne Erfahrung ist jede H�rde gef�hrlich.

Ich hab Erfahrung, keine Sorge. Wirklich.

Ich muss da hoch.

(Lisa) Okay.

Du bringst mich da hoch? Im Ernst? - Ja, klar.

Danke, Mama. Du bist die beste Mutter der Welt.

Wei�t du, in deinem Alter war ich jeden Sommer in Ramsau.

Und jeden Tag in den Bergen. Ich kenn mich also aus.

Und die Gruppe haben wir gleich eingeholt. Da kann uns gar nichts passieren.

Denk dran, immer erst einen Karabiner umsetzen.

Ganz ruhig, du hast alle Zeit.

Genau so, lass dir alle Zeit.

Genau so ist es richtig.

(Lucas) Gut so!

(Lucas) Noch ein kleines St�ck!

(schreit) Steinschlag, Oliver! An die Wand.

Schei�e!

(schreit) Schei�e!

Was machst du?

(Lucas) Bleib ruhig! Einen Schritt nach dem anderen!

Sichern, Oliver! Sichern!

Sichern!

Mann, was war das? Niemals ohne Sicherung!

Keine Ahnung, du hast gesagt, da oben ist es nicht gef�hrlich.

Was hab ich euch zum Thema Sicherheit gesagt?

Was darf man niemals tun?

Du hast auch gesagt, dass es nicht gef�hrlich ist.

Angst ist etwas anderes als Panik, Oliver.

Den Unterschied muss man kennen.

Mit Angst kann man alles meistern. In der Panik alles verlieren.

Der Weg da oben ist doch jetzt eh viel zu gef�hrlich, oder?

Meinst du, wir k�nnen nicht einfach umkehren und wieder zur�ckgehen? Bitte.

Willst du das wirklich?

Lisa hat gesagt, dass du dich ver- sp�tet f�r die Tour angemeldet hast.

Du wolltest unbedingt mit.

Und jetzt soll alles anders sein? Wieso?

Weil... weil ich gar nicht wusste,

dass da irgendwelche Steine runterfallen.

Deshalb? Du wolltest, dass wir auf Emma Lehner warten, richtig?

Steinschlag kann man nicht vorhersagen.

Das h�ngt von den Steinen, der Region, der Witterung ab.

Das ist eine wichtige Lektion, die ihr euch merken k�nnt:

Wo ein paar Steine fallen, fallen vielleicht noch mehr.

Darum nehmen wir eine andere Route.

Na komm.

Was wird das denn?

Ich bin die Bestandsliste rauf und runter.

Jetzt zimmerst du dir eine Intensivstation in den Helikopter?

Allzeit bereit, oder? F�r jeden Notfall vorbereitet.

Wir nehmen immer nur das mit, was wir akut brauchen.

Du hast vorhin so heldenhaft gesagt: Du wei�t nie, was einen erwartet.

Das liegt aber mehr an der dubiosen Informationspolitik unserer Kollegen hier.

Also ich schau mir das jetzt schon eine ganze Weile an.

Sag du's ihr.

Er findet dich ganz sympathisch.

Ich wei�, aber das beruht nicht auf Gegenseitigkeit.

Wei�t du, wir fliegen in gro�er H�he und d�nner Luft.

Und bei dem Gewicht, da geht uns die Puste aus.

Also muss alles Schwere unten bleiben.

Deshalb sitzt Toni auch so oft im Office. Verstehst?

Glaubst du, die Gruppe hat noch 'n gro�en Vorsprung?

Wir sind zu zweit, also deutlich schneller als die Gruppe.

Wir haben sie bestimmt bald eingeholt. Ganz sicher.

Es ist schon was anderes als in der Halle.

Ach, das sieht schlimmer aus, als es ist.

Mach mir einfach alles nach.

Du warst fr�her wirklich jeden Sommer in den Bergen?

Als ich so alt war wie du? Ja.

In den gro�en Ferien mit der Familie.

Es gab nichts Sch�neres f�r mich und meinen Bruder.

Und dann, weil ich da war, nie wieder?

Wollen wir?

Also, der Klettersteig ist hier zu Ende.

Die Wand da dr�ben werden wir queren.

Sieht aber schlimmer aus als es ist. Ich geh voran, ja?

Es gibt mehrere fixe Sicherungen.

Dazwischen werden wir uns anseilen.

So, und nicht vergessen: So wie du's ge�bt hast, Schritt f�r Schritt.

Zuerst sichern, dann losmachen, okay?

Ja.

Ich geh voran.

Was ist das?

Oh Gott, Emma, dr�ck dich an die Seite, dr�ck dich an die Seite!

Alles gut?

Ja, war's das?

Es ist weg.

Alles in Ordnung mit dir, Mama?

Du musst... Du musst... Du musst den Bergf�hrer...

(schreiend) Mama!

Mama!

Mama!

(schreit) Hilfe!

Mama, sag doch was, bitte!

Und?

Nix. - Das gibt's doch nicht.

Das kommt davon, wenn ihr mich zum Saugen verurteilt.

Es ist eben alles empfindlich hier unten.

Du bist eben einfach nur schlampert, Toni.

Schlampert? Kreativ und dem Etat angemessen, mein Freund.

Ein typischer Chaot, und sonst gar nichts.

Aha.

Immerhin, das Telefon geht wieder.

- Bergrettung Ramsau? - (Emma) "Hallo?"

Wir brauchen unbedingt Hilfe.

Okay, ganz ruhig. Kannst du mir sagen, wo ihr seid?

Andreas?

Einsatz, wir fliegen.

Ja, okay.

In zehn Minuten sind wir da. - Ja, bis gleich.

Auf. Oh! - Geht schon, komm.

- Fliegt Andreas nicht mit? - Der fliegt schon mit.

Nur nicht hier drinnen, sondern drau�en.

Hilfe ist unterwegs! Bitte halt durch!

Michi, langsam, ruhig. A bissl mehr G'f�hl.

Der Andreas schwingt zu viel.

So was macht der jeden Tag?

Ich sehe zwei Personen, ist das korrekt?

(Funk) "Ja, Mutter und Tochter." "Bring mich n�her ran."

"Bisschen mehr nach links, Michi."

Hallo?

Achtung, Steinschlag!

Ich brauch noch zehn Sekunden.

Abbruch, Abbruch, Andreas. Abbruch.

Auf einmal, wir m�ssen doch erst die Frau rausholen! Ich dachte, jede Sekunde z�hlt.

Jeder verdammte Treffer auch. Das kannst du mir glauben.

Verflixte Schei�e!

Verflixte Schei�e!

Okay, noch zehn Sekunden. Zehn, neun, acht...

Verena, die Frau ist bewusstlos. Ganz flacher Puls.

Schlechtes Zeichen. Das ist gar nicht gut.

Andreas, Abbruch. Abbruch!

Zwei Sekunden noch.

(Funk) "Vier, drei, zwei..."

- Michael. - Abbruch mit Last. Abbruch mit Last.

- Okay, die Frau ist fixiert. - Okay, Abflug.

Abflug, festhalten.

Oh Gott, werden wir sterben?

Und wie immer musste Andreas das letzte Wort haben.

Michael, Landepunkt elf Uhr. Die Ebene da.

Verena, wie schaut's aus? Bist du noch bei Bewusstsein?

Kannst du die T�r zumachen? Bitte.

Okay, okay.

Deine Mutter wird versorgt. Alles wird gut.

Wir zwei, wir gehen jetzt da zur�ck. Das schaffst du.

Mach dir keine Sorgen. Du schaffst das schon. Vertrau mir.

Okay, geringe �u�ere Verletzungen. Sie ist stabil. Rest in der Klinik.

- Okay. Was machst du denn da? - Mach doch du.

Mama?

- Bist du die Tochter? - Ja.

Ich muss mit dir reden, ja?

Ihr habt's gleich. Dann machen wir Pause.

- Hunger? - Nee.

Mach mir nichts vor. Du hast wenigstens Durst, oder?

Ich hab mir die ganze Sache hier

einfach ein bisschen anders vorgestellt.

Was ist los?

Gibt's da vielleicht 'ne Abk�rzung? Einfach wieder zur�ck ins Tal?

Was ist denn los?

Ist zu Hause irgendwas nicht in Ordnung?

Zu Hause. Ich hab einfach keinen Bock auf das ganze Zeug hier.

Wir k�nnen nicht umkehren, das ist unfair den anderen gegen�ber.

Eine Abk�rzung von hier ist f�r einen Anf�nger viel zu gef�hrlich.

Komm, iss was.

Na? Alle zusammen sind wir halt zu schwer.

Ja, wer's glaubt. Michael macht's nur Spa�, uns zu verarschen.

Komm, ein bisschen Bewegung schadet nicht.

Ja, jeder Gang ein Gramm.

Nimmt deine Mutter regelm��ig irgendwelche Medikamente?

Wei�t du was davon? - Keine Ahnung, vielleicht.

Ging's ihr in letzter Zeit vielleicht schlecht?

Sie hat immer Stress in der Arbeit. Aber das ist normal.

Sie arbeitet viel zu viel und viel zu lang.

Okay, sie kommt zu sich.

Frau Lehner? - Mama?

Es ist alles in Ordnung. Ihrer Tochter geht's auch gut.

Ich geb Ihnen jetzt erst mal was gegen die Schmerzen.

Alles in Ordnung, Mama. Wir sind in Sicherheit.

Mama?

Kein Puls. Michi! Michi, wir m�ssen runter!

Michi, sofort Notlandung!

Schei�e, ich versteh das gar nicht.

Achtung, zur�ck und Schuss.

Puls.

(Verena) Okay, und weiter.

(Verena) Danke, Jungs. Das war knapp.

Sarah ging es nicht gut. Aber...

Aber?

Ich dachte dann, dass es vielleicht doch nichts K�rperliches ist.

Sondern?

Ich mein, die war jetzt Ewigkeiten nicht mehr hier.

Und dann taucht sie pl�tzlich hier auf.

Urlaub, Auszeit, der Tochter zeigen, wo sie ihre Ferien verbracht hat?

Nein, ich durfte ja niemandem sagen, dass sie hier ist.

Nicht mal wenn jemand fragt. Ich sollte l�gen.

Und als sie dann Emma nicht zum Baumgartner-Hof fahren wollte,

das kam mir vorgeschoben vor. - Seltsam.

Und dann taucht pl�tzlich ihr Bruder und seine Frau hier auf.

Die haben gestritten.

Ich hab nicht mitbekommen, was. Es ging wohl um Emma.

Kannst du mal umr�hren?

Gern.

Verena, was gibt's?

Gut. Also, deiner Sarah geht's schon wieder besser.

Und die will reden. Guten Appetit.

- Ein Schw�cheanfall? - Warum nicht?

Fehlendes Training von mir aus.

Ich hab mich einfach �bernommen.

Frau Lehner, so was endet aber nicht mit einer Ohnmacht

oder mit einem Herzstillstand. Das m�ssen wir unbedingt untersuchen.

Das ist wirklich nicht notwendig. Ich m�chte hier einfach nur raus.

Mama, echt jetzt. Du hast mir einen Riesenschrecken eingejagt.

H�r doch bitte auf die �rztin und lass dich untersuchen.

Schau mal, Emma, du hast so hart trainiert.

Ich m�chte, dass du deine Ferien genie�t.

Mir geht es gut, wirklich.

Mach dir keine Sorgen, hm?

Hey, guten Abend.

- Ah. Herr Marthaler, richtig? - Genau.

Sie haben uns gerettet.

Na ja, das war Teamwork.

Sie haben den Flug ja nicht mitbekommen, war zum Abgew�hnen.

Sie sind Bergretter, aber auch Bergf�hrer, oder?

Ja, das eine bedingt das andere. Ich kenn mich da oben ganz gut aus.

Sehr gut. Ich bezahl Sie.

Wof�r?

Ach so, in Ihrem Fall ist die Bergrettung kostenlos.

Ach so, nein, das meinte ich nicht. Ich mein...

K�nnen Sie meine Tochter zu der Jugendgruppe f�hren?

Sie hat jetzt den ersten Tag verpasst, aber Emma geht es gut.

Aber Mama, du bist im Krankenhaus.

Du willst, dass ich mich untersuchen lasse.

Und ich will, dass du nichts vers�umst.

Ist das ein Deal, hm?

Du meinst es wirklich ernst?

Ja.

Du bist die beste Mama der Welt.

Wissen Sie, wir waren zu sp�t am Treffpunkt.

Ach so, und deshalb sind Sie alleine los.

Wissen Sie denn auch, warum wir zu sp�t am Treffpunkt waren? - Nein.

Oh, verstehe.

Sie wollen mich mit meinem alten, tr�delnden Herren erpressen.

Du willst da rauf?

Okay, also.

Geh mal zur �rztin und frag, ob's wirklich okay ist,

dass du gehen darfst. Dann f�hrst du mit zu Emilie.

Morgen fr�h steigen wir auf, ja? - Bin gleich wieder da.

Die Notfallpatientin aus der 14. Untersuchen Sie bitte.

- Auf was? - Alles, was sie verheimlichen will.

Ich will wissen, warum meine Medikation ihr Herz stilllegte.

- Frau Doktor Auerbach? - Ja?

D�rfte ich schon gehen? Au�er ein paar Kratzern fehlt mir ja nichts.

Klar.

Ich helfe Ihnen gerne. Aber Sie m�ssen mir sagen, wobei.

Ich bin sehr krank, Herr Marthaler. Nicht heilbar.

Krebs. Die Bauchspeicheldr�se.

Nichts mehr zu machen.

Das tut mir leid.

Und Ihre Tochter wei� nichts davon?

Es gibt f�r alles den richtigen Moment.

Bis dahin halte ich mit Schmerzmitteln durch.

Sie haben Ihre Tochter in die Berge geschickt.

Wie soll der richtige Moment da je zustande kommen?

Tun Sie mir bitte einfach den Gefallen. Begleiten Sie Emma.

Sie haben Ihren Bruder und seine Frau auch weggeschickt. Warum?

Wenn's ans Sterben geht, dann geht's ans Geld.

Ich traue meinem Bruder nicht mehr.

Wegen ihr, seiner Frau.

Er ist blind vor Liebe.

Es startet jeden Tag 'ne andere Gruppe in der Ramsau.

Es muss die vom Baumgartner sein, bitte.

Mir l�uft meine Zeit davon.

Helfen Sie mir. Helfen Sie Emma.

Es ist ein ganz anderer Weg hier rauf, oder?

Wir nehmen 'ne Abk�rzung.

Und die Anf�nger nehmen 'ne Route,bei der sie am meisten lernen.

- Woher wei�t du das so genau? - Ich hab das irgendwo gelesen.

Machst du das eigentlich freiwillig? - Klettern?

Ja. Ich mein, M�dels in deinem Alterstehen doch lieber vorm Spiegel

und k�mmen sich die Haare. - Normalerweise schon,

aber vor ein paar Wochen hat meine Mutter damit angefangen.

Mittlerweile macht's mir Spa�. - Dein Vater?

Den gibt's nicht.

Aber ich hab die beste Mutter, die ich mir vorstellen kann.

Es ist wundersch�n hier. Wie im Bilderbuch.

Hat deine Mutter die Ramsau ausgesucht?

Ja, sogar diesen Kurs.

Es war nicht unbedingt meine erste Wahl.

Zu viel Natur, zu wenig Disco?

Zu wenig Duschen, Toiletten, flie�endes Wasser.

Und das f�r drei Tage.

Aber wie du wei�t, kann meine Mutter sehr �berzeugend sein.

Ja, das kann sie.

Sie hat ein Geheimnis.

Deine Mutter meint's nur gut mit dir.

Sie verheimlicht mir irgendwas.

Und du?

Hattest einen Unfall und willst unbedingt bei der Gruppe dabei sein.

Was ist dein Geheimnis?

Ich mach's meiner Mutter zuliebe.

Wie im Bilderbuch? Ist wundersch�n hier?

Kein Geheimnis?

Ich will jemanden aus der Gruppe treffen. - Okay.

Aber du darfst es niemanden verraten.

Liebe?

Ich hab Olli beim Klettern kennengelernt, in M�nchen.

Und der wartet oben auf dich?

(leise) Ja.

Bleibt unter uns, komm.

Gr�� Gott, Franz.

War grad zuf�llig in der Gegend.

Ich h�re, ihr habt G�ste?

Die Lehners, hm?

Sag mal klingelt da was? Lehner-Loden?

So ein kleines, aber feines Traditionsunternehmen aus M�nchen?

Herrgott.

Tobias hat mir erz�hlt, dass die Sarah Lehner bei euch wohnt.

Und jetzt sogar in der Klinik liegt, also.

Also was?

Franz, ich kenne die Familie, sehr gut sogar.

Schon den Vater kannte ich, sogar den Gro�vater, den Firmengr�nder.

Gratuliere.

Dem Albert Lehner, dem hatte ich Geld geliehen, und nicht wenig.

Lehner-Bergschuhe.

Ich hab gedacht, die feine Traditionsfirma macht Loden?

Ja, das auch. Der Albert, der hat die Schuhe geerbt,

und die Sarah die Lodenm�ntel, hm?

Und?

Ja, der hat's gegen die Wand gefahren, der Albert, dieser Depp.

Sein Firmenanteil ist dahin, mein Geld ist weg. -Hat's wehgetan?

Franz, ich muss wissen, ob Sarah Lehners Abtauchen hier was bedeutet.

Hast du ihr auch Geld geborgt?

Na ja, investiert hab ich in die Loden.

Prima Rendite, die Frau beherrscht ihr Handwerk.

Aber man munkelt, dass Albert in ihre Gesch�ftsf�hrung will.

Und dann w�r's vorbei.

Und was hat das alles mit mir zu tun?

(fl�stert) Franz, eine wie die Lehner...

Du musst nicht so leise reden, wir sind allein.

(laut) Ja, die macht keinen Urlaub.

Du willst in ihrem Zimmer herumschn�ffeln?

Peter, du willst spionieren.

Aber nein, du sollst spionieren.

Ich brauch ein Fahrrad.

Zum Semmeln holen.

- Was? - Hm.

Mountainbike, 30 Gang, Federgabel und

Scheibenbremse.

Na gut.

Pfiati.

Sie unterliegen der �rztlichen Schweigepflicht.

Sie hatten Ihre Tabletten nicht dabei.

Die hab ich verloren, kurz vor dem Sturz.

H�tte ich das gewusst, h�tte ich das Schmerzmittel nicht injiziert.

T�dliche Wechselwirkung.

Wie lange also?

Ein paar Tage, eine Woche?

Vielleicht mehr, vielleicht aber auch weniger.

Sie hat dich angerufen? - Ich bin der n�chste erwachsene Verwandte.

Sarah war also wirklich Bergsteigen? - Ja, mit Emma.

Warum tut sie das? Warum ist das so wichtig f�r sie?

Ich hab keine Ahnung.

Die beiden d�rfen auf keinen Fall erfahren, dass mir keine Zeit mehr bleibt.

Oliver, k�mmerst du dich ums Feuer? Die Glut ist am Ausgehen.

Servus, Lucas.

Servus, Andreas. Was machst du denn hier oben?

Ich bring dir noch einen Gast. Das ist die Emma. Emma Lehner.

Die geh�rt zu deiner Gruppe hier.

- Hallo. - Hallo.

Jetzt bist du vollst�ndig.

- Tut mir leid, wir waren zu sp�t. - Du zeigst Einsatz.

Buchst dir einen Bergf�hrer, um zu einer Bergf�hrung zu kommen.

Ihre Mutter Sarah hat f�r sie gebucht.

Die hat ganz sch�n was daf�r riskiert.

Emma und Sarah Lehner. Dank dir, Andreas.

Hast einen gut bei mir. - Alles klar, ich muss weiter.

- Andreas, noch mal danke f�r alles. - Jederzeit, pass auf dich auf, ja?

Ja.

Emma Lehner.

Leute, kommt von der Kante weg, das ist gef�hrlich.

- Bitte sehr. - Danke.

So, bitte sehr.

Kann ich Ihnen vielleicht irgendwas helfen?

Nein, vielen Dank.

�eviri: Harun Ko�a

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