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Die schwarzen Ritter von Borgoforte (1958) dTV - MDR - 9. Oktober 2013
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Anfang des 16. Jahrhunderts.
Die Liga der italienischen Adligen bekämpft den französischen König.
Zeitgleich fürchten beide Seiten den Angriff des deutschen Kaisers.
Unter den Italienern kämpfte ein berühmter, furchtloser Hauptmann.
Weiter so, Hauptmann! Macht ihn fertig!
He, du Narr!
Das ist kein faires Duell, sondern eine Hinrichtung.
Aber Giovanni ließ ihm die Wahl zwischen Hinrichtung und Duell.
Was ist da unfair, Salvatore?
Es hat noch niemand gegen Giovanni gewonnen.
Ja! Der Hund widersetzte sich dem Befehl und verließ seinen Posten.
Deserteur! - Und Giovanni hat ihn herausgefordert, um ihn zu ...
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja, Giovanni! Gebt es dem Hund. Ja! Ja!
Ja! Ja! Er hat uns verraten.
Ja! Auf ihn!
Ihr steht bereit mit Eurem Werkzeug.
Damit Ihr Euch wie ein Geier auf den Toten stürzen könnt.
Ich muss seine Seele retten!
Ich will den Verlierer vor der Hölle und der ewigen Verdammnis bewahren.
Gelingt Euch das nicht, darf sich der Teufel freuen.
Er bekommt ein feines Verrätersüppchen serviert.
Wo ist denn Anna hin? He!
Die hält ein Auge auf ihren Vater.
Gott möge ihn schützen!
Wenn jemand himmlischen Beistand braucht, dann sein Gegner.
Der Verräter verdient den Tod.
Wer zu den Soldaten geht, weiß, dass er nicht in seinem Bett sterben wird.
Eine Kompanie von Nichtsnutzen.
Ich bin Arzt und mehr wert als zehn von ihnen.
Die gingen nur zur Armee, weil sie nicht die Erstgeborenen sind.
Sonst wären sie alle daheim. Hätten eine Frau und zehn Kinder.
Genau wie Ihr, mein lieber Stefano, fanden sie Zuflucht bei den Söldnern
Außerhalb der Armee ist ein Arzt, dem Patienten sterben, unbeliebt.
Sie sollten dankbar sein.
Denn wenn ich sie heilen würde, sterben sie dann doch nur im Krieg.
Giovanni, hinter Euch!
Habt keine Furcht. Ich bin Soldat und kein Henker.
Nehmt Euer Schwert wieder.
Es besteht nicht die geringste Gefahr, Anna.
Er wäre längst tot.
Doch Giovanni liebt es Katz und Maus zu spielen.
Sprecht Ihr aus Neid, Gaspar?
Mag sein. Doch ich verliere niemals mein Ziel aus den Augen.
Das ist viel wichtiger.
Jaaa!
Das ist kein Spielzeug!
Hauptmann, Ihr habt dem Verräter gegeben, was er verdient hat.
Dürfen wir seine Habe aufteilen?
Er war ein Feigling, starb aber ehrenhaft.
Er erhält militärische Ehren.
Ist bereits befohlen.
Giovanni!
Bitte begebt Euch nie wieder in so eine Gefahr.
Die Gefahr ist mein Leben.
Doch du hältst dich davon fern. Das ist nichts für Mädchen.
Anna!
Hier, trinkt.
Was macht Ihr? Ein Feind verdient kein Mitleid.
Wäre ich ein Gefangener der Franzosen ...
Wieso ist er ein Feind? Er kam mit einem Friedensangebot.
Dieses Angebot kann nur ein Trick sein.
Nein, das Angebot meines Kommandanten war an die Liga gerichtet.
Ihr solltet es überbringen.
Im Krieg entscheiden Soldaten.
Seid froh, dass ich die Hunde nicht losließ.
Das wäre unehrenhaft von Euch, Hauptmann.
Ich bin ohne Waffen. Ich werd Euch ...
Dann fordere ich Euch heraus. Gebt Ihm ein Schwert!
Wenn ich sterbe, scheitert meine Mission.
Töte ich Euch, spreche ich dem Frieden hohn.
Ein Feigling findet immer eine Ausrede, um nicht zu kämpfen.
Gehen wir Bruder, soll er in der Sonne verrotten.
Vielleicht wird er dann vernünftig.
Fang auf, Lumaca. Fang!
Eure unnötige Härte macht Euch zu einem blutgierigen Tier.
Ich weiß, du willst gern kämpfen.
Tröste dich, die Armee braucht auch solche wie dich.
Jeder dient auf seine eigene Weise, klar?
Hier, kauf dir Wein. Gott segne Euch, Hauptmann.
Seht Ihr, Lumaca ist anderer Meinung.
Ihr seid von Eiferern und Schmeichlern umgeben.
Niemand wagt, Euch zu widersprechen.
Nur ich sage Euch die Wahrheit.
Wahr ist, dass Ihr nur durch Schrecken herrscht.
Ihr habt keinen wahren Freund.
Mit Gebeten kann man keine Armee führen.
Ein weiches Herz ist unnütz.
Soll ich den Arzt holen? Ach!
Durch den Trunkenbold würde ich meinen Arm verlieren.
Das ist nur ein Kratzer.
Erstaunt Euch das?
Ihr wolltet wohl Geld verdienen, indem Ihr für mich betet?
Ich brauche keine Gebete, weder hier noch im Himmel.
Kaum zu glauben, dass Ihr damals demütig nach Canossa kamt.
Ihr glaubt nicht an Gott.
Und doch lasst Ihr die Messe für die Seele der Caterina Sforza lesen.
Meine Mutter war gläubig.
Denkt Ihr nicht, dass Eure Grausamkeit ihr Andenken beleidigt?
Beleidigen? Sie war eine starke Frau.
Fähig, ein Königreich zu führen.
Ich wuchs nach Ihrem Willen auf.
Andere Knaben spielten, ich lebte inmitten einer Armee.
Das Schwert war mein einziger Gefährte.
Es scheint ewig her zu sein, dass ich mein erstes Kommando übernahm.
Seitdem galt nur eine Regel: Töte oder werde getötet!
Was sagst du dazu, Anna?
Ich sage, Ihr habt recht.
So verhalten sich wilde Tiere.
Der Priester vor Euch sprach anders.
Er starb mit dem Schwert kämpfend, neben Giovanni.
Bei Bedarf täte ich das auch. Doch warum mischst du dich ein?
Eine wahre Frau billigt niemals Gewalt gegen Schwache und Hilflose.
Er glaubt, du bist keine richtige Frau.
Ihr auch?
Manchmal muss selbst ich auf den Ratgeber Salvatore hören.
Eine weitere Grausamkeit wäre es, diesen Truthahn warten zu lassen.
Euer Gerede sollte mich ablenken, damit Ihr den Braten allein habt.
Ihr müsst ihn Euch verdienen.
Mit welchen Waffen? Wollen wir Äxte werfen?
Nein, darauf falle ich nicht wieder herein.
Und auch keine gezinkten Karten oder Würfel.
Nein, hier Bruder.
Bei diesem Spiel nützt Euch Eure Gewieftheit nichts.
Und nicht schwindeln.
Legt los, Bruder.
Da hilft Euch kein Beten, was?
Diesmal siegt Ihr nicht.
Aaah! Seht Ihr!
Der Geist besiegt die Gewalt.
Betrug, nicht der Geist!
Der Geist ist der Vater des Betruges.
Er lässt Euch Hindernisse umgehen, die unüberwindbar sind.
Alles verläuft nach Plan.
Nur durch die Verbindung von Geist und Kraft könnt Ihr gewinnen.
Die Franzosen wollen sich mit uns verbünden, während wir uns bekriegen.
Und die deutschen Lutheraner hofieren den Papst. Ach, Politik.
Ich warte nur auf den Angriffsbefehl von Camillo de Sermoneta.
Camillo ist klug. Ich lasse ihn für mich denken.
In unserem Interesse dürfen wir keine Vorurteile hegen.
Deshalb frage ich: Sind die Franzosen noch die größte Gefahr?
Er hat recht. Franz I. ist durch den langen Krieg geschwächt.
Und Karl V. wird mit jedem Tag stärker.
Richtig! Franz ist keine Bedrohung mehr.
Ich fürchte die deutschen Truppen.
Man sagt, dass ihre Söldner wie wilde Bestien kämpfen.
Seine Heiligkeit ist besorgt.
Die lutherische Irrlehre findet immer mehr Anhänger beim deutschen Adel.
Der Papst gäbe seinen Segen für eine neue Koalition gegen Karl V.
Mit der Hilfe von Franz I.
Seine Heiligkeit wird nicht den ersten Schritt tun.
Aber er würde es unterstützen, wenn andere diese Absprache treffen.
Ich sehe, unsere Besprechung trägt Früchte.
Doch möchte ich gern Camillo de Sermonetas Gedanken dazu hören.
Ich habe noch keine Meinung, was der richtige Weg ist.
Im Gegensatz zu Euch widerstrebt es mir, eine neue Allianz einzugehen.
Eine Allianz geht man wegen der Vorteile ein, mein Freund.
Nicht, weil es die Ehre gebietet.
Das gegebene Wort zu halten, ist für Euch also gegenstandslos?
Wen kümmert ein Versprechen, wenn es geboten ist, die Seite zu wechseln!
Freunde, wir wollen nicht streiten.
Ich würde nicht zögern, eine Allianz gegen die Deutschen zu bilden.
Denn es wäre ein großer Fehler, den Kampf gegen Franz fortzuführen.
Überzeugt Euch unsere Einstimmigkeit nicht, uns beizutreten?
Ich möchte nicht länger über Moral reden.
Aber ich spreche auch aus eigenem Interesse.
Ich muss weiter gegen Franz kämpfen, um geraubtes Land zurückzuerobern.
Das ist Grund genug, den Krieg weiterzuführen.
Dazu müsstet Ihr Euch Geld leihen, Camillo de Sermoneta.
Und wenn Ihr das tut, verliert Ihr auch noch den Rest Eurer Ländereien.
Mein Sohn, im Namen Seiner Heiligkeit bitte ich Euch, uns zu verstehen.
Ich verstehe sehr wohl, Eure Eminenz.
Unter diesen Umständen ist es dumm, den Krieg gegen Franz fortzuführen.
Vorzüglich Camillo, ich bin entzückt.
Jetzt sind alle einer Meinung. - Alle?
Da habe ich meine Zweifel.
Aber wer fehlt noch? - Giovanni dalle Bande Nere.
Er ist nur Hauptmann und wird jeden Eurer Befehle befolgen.
Er ist wie ein Bruder für mich. Auch er will die Franzosen besiegen.
Er will das Land von Caterina Sforza zurück.
Seine Heiligkeit wünscht, dass Ihr mit ihm sprecht und ihn überzeugt.
Ich versuche es.
Aber das wird kein leichtes Unterfangen.
Giovanni de Medici darf sich nicht mit Camillo de Sermoneta treffen.
Hm, ich verstehe.
Soll Giovanni glauben, dass Camillo weiter die Franzosen bekämpfen will.
Und wird getötet. Natürlich.
Und wer hätte mehr Vorteile von seinem Tod als die Liga?
Die Frieden mit Franz I. schließen will.
Euer Plan verdient mein Kompliment.
Wann sollen wir losschlagen?
Wir wissen, dass Camillo morgen im Lager von Giovanni sein will. Gut.
Überlasst das mir. Euer Herr braucht sich nicht zu sorgen.
Italiener und Franzosen werden weiterkämpfen.
Und wenn ihre Stärke nachlässt, könnt ihr sie mühelos überrollen.
Der deutsche Kaiser vergisst nicht, wer seine Freunde sind.
Wenn er die Herrschaft über ganz Italien erlangt hat.
Daran zweifle ich keineswegs.
Doch ich erwarte eine noch größere Freude, und zwar vorher.
Davon sprach ich eigentlich nicht.
Ich verfolge ein ganz bestimmtes Ziel.
Ich will den Untergang von Giovanni sehen.
Ich hasse diesen Mann. Sein Stern strahlt heller als meiner.
Die Ehre eines jeden Sieges beansprucht er allein.
Ich finde keinen Frieden, bis ich ihn vernichtet habe.
Tut nichts Unüberlegtes!
Ihr dürft beruhigt sein.
Sehr gut. Brechen wir auf.
Vorsicht!
Camillo hatte es eiliger, als wir dachten.
Man darf uns nicht zusammen sehen. Ich nehme den Hintereingang.
Ich danke Euch, werte Herren.
Euer Geschäft läuft gut.
Noch besser liefe es, wenn der Krieg nicht wäre.
Hier, das ist für die Dame, die heute ankam.
Eine Dame allein, mitten im Krieg?
Sie reist mit Zofe und Gefolgsmann. Sie ist sicher eine Adelsfrau.
Sie will morgen nach Urbino. - Wo ich herkomme.
Herr Wirt, ich muss weiter. - Ich danke Euch, Herr.
Wie weit ist es bis zum Lager Giovanni de Medicis?
Nur wenige Meilen von hier.
Gute Nacht. - Gute Nacht, Herr.
Seid gegrüßt.
Giovanni sandte mich, um Euch zu eskortieren.
Welch Freude, einen Freund zu sehen.
Aber Giovannis Aufmerksamkeit war unnötig.
Er musste Euch nicht den Abend vergällen.
Er war besorgt um Eure Sicherheit.
Wann hört Giovanni wohl auf, überall Verschwörer zu fürchten.
Oh! Aaah!
Nimm die Lanze und greif mich richtig an.
Jetzt komm du, ziel auf meine Brust. Keine Angst, na los!
Hier, halt sie nächstes Mal besser fest.
Gegen den Hauptmann hat niemand eine Chance.
Hauptmann, ich fand diese Stute auf der Weide bei unseren Pferden.
Ich sah sie nie zuvor. Wem gehört sie?
Sie trägt die Insignien Sermonetas.
Etwas ist mit Camillo oder einem seiner Männer.
Gaspar, wir suchen die Umgebung ab. Falls es Mord war, erfahren wir es.
Es wird schwierig sein, einen Mörder zu finden.
Ich finde ihn. Gebt mir ein Pferd!
Man hört Klageschreie von verschiedenen Menschen.
Hilfe! Hilfe!
Ich frage dich zum letzten Mal. Sprich oder ich töte deine Familie.
Nenne mir die Namen der drei! Ich weiß die Namen nicht.
Ich frage Gäste nie nach dem Namen.
Lumaca! Hier bin ich.
Ich fand eine Kutsche. Darf ich sie behalten?
Nehmt, was ihr wollt, und lasst nur Ruinen zurück.
Nein, nein, ich flehe Euch an.
Hauptmann, hier oben sind keine Halunken.
Nur zwei junge Hühner. Wollt Ihr sie rupfen?
Sie gehören dir.
Giovanni, Ihr kennt die Männer.
Warum sollen Weiber und Unschuldige sühnen?
Ihr müsst Eure Männer aufhalten.
Wagt es nicht, mich anzurühren. Keinen Schritt weiter.
Lasst mich, ich bitte euch.
Nein!
Nein! Ah! Ah! Ah!
Hört auf! Hilfe!
Wenn Ihr ihr Hauptmann seid, befehlt ihnen, mich zu töten.
Zeigt wenigstens so viel Mitleid.
Lasst sie gehen und verschwindet.
Raus! Habt ihr nicht gehört?
Vergebt mir. Sagt, was ich tun kann, um das wiedergutzumachen.
Die Soldaten Giovanni de Medicis sind Tiere und gemeine Feiglinge.
Sie übertraten den Befehl und werden bestraft.
Von wem? Von Eurem Banditenhauptmann?
Ich fürchte, er wird Euch bestrafen für Eure Barmherzigkeit.
Ich bin bereit, die Konsequenzen zu erdulden.
Ich hoffe Giovanni de Medici straft mich nicht zu hart.
Das hoffe ich auch.
Und ich danke Euch.
Ich weiß jetzt, dass es unter den Bestien de Medicis auch das gibt:
Einen Edelmann.
Hauptmann, Hauptmann, da draußen, im Graben ...
... er ist tot. Wer?
Camillo de Sermoneta.
Mein alter Freund.
Feiglinge!
Mach ihn ruhig voll. Geizhals!
Ahhh! Hier.
Und du auch.
Ahhh! Dieser Vogel wär es wert, für ihn zu sterben.
Doch er ist bereits tot.
Wäre er noch am Leben, würdet Ihr Euch sogar ihm ergeben. - Natürlich!
Macht nicht solch ein betrübtes Gesicht.
Wir sind zum Feiern und Vergnügen hier.
Hier, trinken wir auf das Wohl von König Franz und den baldigen Frieden.
Giovanni!
Was bedeutet das? Was wollt Ihr hier?
Ihr jämmerlichen Feiglinge habt meinen Freund ermordet.
Nicola de Robo, Euch habe ich schon immer verachtet.
Aber ich hätte Euch abschlachten sollen wie einen räudigen Hund.
Zügelt Euch, Giovanni, Ihr begeht einen schrecklichen Fehler.
Ihr habt Camillo ermordet!
Zu meiner Verteidigung ... Konnte er sich verteidigen?
Er wurde von hinten ermordet. Nein!
Nein, die Adligen können es bezeugen:
Ich hatte absolut keinen Grund, Camillo de Sermoneta etwas anzutun.
Ich liebe den Frieden mehr als den Krieg.
Außerdem: Camillo sah ein, dass es töricht ist, den Krieg fortzuführen.
Wir haben keine Ressourcen mehr. Das soll ich glauben?
Was Nicola de Robo sagt, ist wahr. Ich verstehe Euren Schmerz.
Aber wenn Ihr uns nicht anhört, lassen wir uns nicht mehr beleidigen.
Wenn nur Blut Euch überzeugt, dürft Ihr mein Schwert ...
Überstürzt nichts. Erst muss er uns anhören.
Camillo wollte Euch treffen und überzeugen, den Krieg zu beenden.
Er wurde daraufhin ermordet.
Also war sein Mörder nicht für uns, sondern gegen uns.
Wer ihn tötete, will davon profitieren, dass wir uneins sind.
Das hilft nur den Franzosen.
Wenn ihr es nicht wart, waren sie es.
Ihr vergesst, dass Camillo de Sermoneta den Frieden wollte.
Bezichtigt Ihr Karl V. der Ermordung Camillos?
Ich stelle Vermutungen an.
Karl V. ist derzeit mehr zu fürchten als Franz I. von Frankreich.
Was meint Ihr? Überredet Ihr mich, zu den Franzosen zu wechseln?
Camillo und ich hatten das Ziel, das Land von Frankreich zu befreien.
Und das werde ich tun. Versammelt die Liga!
Mal sehen, ob sie mir folgen oder Euch.
Meine Argumente führen zum selben Ergebnis. Gut.
Camillo starb, ohne seine Heimat wiederzusehen.
Ich schwöre: Er wird in seinem eigenen Land zur Ruhe gebettet.
Und ich bekämpfe jeden, der mich daran hindern will.
Ob es französische oder deutsche Truppen sind oder Italiener.
Ich gehöre zu keinem Land.
Ist es wirklich nötig, noch länger zu warten?
Wir beide haben etwas Ruhe verdient.
Habt Geduld, die Beiden sahen sich lange nicht. Das versteht Ihr doch.
Ein Pferd wiehert.
Seht, Hauptmann, die Kutsche aus der Wirtschaft steht hier.
Wir suchen uns ein Nachtlager.
Ihr findet uns in einer der wenigen Tavernen hier, Giovanni.
Kommt, Männer! Ihr seid sicher durstig. Trinkt mit mir. Ich bezahle.
Wo ist eure Herrin? In der Krypta.
Das verdient einen Kuss.
Ich bin glücklich, dich zu sehen. Du bist so wundervoll.
Du bist sicher ein Genie.
Spar dir dein Lob, bis ich mit dem Fresko fertig bin.
Hauptmann!
Hauptmann!
Ich erwartete nicht, Euch so bald wiederzusehen.
Das habe ich auch nicht. Verzeiht mir.
Ich fürchte, meine Anwesenheit ist ungelegen.
Oh nein, mein Bruder würde Euch gern kennenlernen.
Euer Bruder? Ja.
Ich erzählte ihm von Euch und Eurer Herzensgüte mir gegenüber.
Tomaso, von diesem Hauptmann erzählte ich dir.
Verzeiht, ich weiß nicht mal Euren Namen.
Unschwer zu erkennen: Ihr gehört zu Giovanni de Medici.
Doch er ist anders, Tomaso.
Er hat sich mir gegenüber immer ...
Denkt Ihr, de Medicis Verhalten wäre anders gewesen?
Sicher!
Ein Mann ohne Herz und Religion respektiert niemals eine Frau.
Vielleicht weiß er nicht, dass Frauen wie Ihr existieren.
Die Beweise seiner Grausamkeit machen solche Überlegungen müßig.
Wegen Männern wie ihm ist noch Krieg.
Ihr sprecht über Dinge, die Ihr nicht versteht.
Mit dem Pinsel seid Ihr besser als mit dem Schwert.
Mag sein. Doch niemand nennt mich einen Feigling. Tomaso!
Beruhige dich! Der Hauptmann wollte dich nicht beleidigen.
Vergebt ihm.
Er ist verbittert, weil wir von unserer Mutter getrennt sind.
Unser Land und unser Heim in Caravaggio sind annektiert.
Es tut mir leid.
Mir auch. Und ich muss Euch recht geben.
Mit dem Schwert gäbe ich keine gute Figur gegen Euch ab.
Gibt es einen Ehrenmann bei de Medicis Truppen?
Dann müssen wir ihn gut behandeln, denn die sind rar.
Esst mit uns, wenn Ihr in Urbino seid.
Es ist nicht wie daheim, aber gut. Wär Euch morgen recht?
Bitte sagt ja.
Ihr würdet mich glücklich machen. Aber natürlich.
Selbst wenn mein Lager in Flammen stünde, hielte mich das nicht ab.
Ich saß seit Jahren an keiner Tafel. Aber nicht nur deswegen.
Auch weil ich Euch wiedersehen kann. Habt Dank.
Weißt du, wie man solches Verhalten nennt?
Nein. Liebe.
Er ist verliebt in dich.
Sei nicht töricht. Nein.
Dabei dachte ich, meine Emma wusste das schon.
Und es würde ihr gut gefallen.
Ach, was du jetzt wieder denkst. Ich weiß nicht einmal seinen Namen.
Militärische Musik
Muss das wirklich sein? - Natürlich, Väterchen.
Wer der Kompanie beitritt, hat weder wirres Haar noch einen Bart.
Glatt rasiert, wie die alten Römer. - Jaja.
Komm zurück, Alter. Stell dich zurück in die Reihe.
Es muss eine außergewöhnliche Frau sein, die Giovanni betört.
Erzähl mir von ihr.
Eine Schönheit mit Augen, die unbeschreiblich sind.
Tatsächlich.
Giovanni war noch nie verliebt, aber diesmal hat es ihn wohl erwischt.
Was soll's. Früher oder später musste das geschehen.
Freut Euch, bald sind Eure Qualen vorbei.
Rubaldo, nimm deine Armbrust und schick diesen Mann zum Teufel.
Gaspar!
Was tut Ihr da?
Ich befahl, den Schuft zu töten.
Lasst ihn frei. Er kann mit seinen Kameraden sterben.
Ich befahl, freilassen!
Kommt, Gaspar! Wir müssen den Feldzug vorbereiten.
Vater, was ist mit Giovanni?
Frag nicht nach dem Grund, wenn das Ergebnis stimmt.
Wo ist der Hauptmann? - Dort, in seinem Zelt.
Kümmere dich um mein Pferd.
Wenn wir von hier ...
Seid gegrüßt. Was wollt Ihr?
Wollt Ihr mich aufhalten?
Nein. Wir wollen Euch unseres Beistandes versichern.
Wir können Euch nicht offen helfen ...
Ich weiß, was Ihr denkt.
Ich riskiere meine Männer und Ihr wollt den Erfolg mit mir teilen.
Wann hört Ihr auf zu misstrauen?
Wenn die Welt frei von Politikern ist.
Dennoch nehme ich Euren sogenannten Beistand an.
Was ist da los?
(Eine Frau) Lasst mich durch. Ich muss ihn sehen. Lasst mich zu ihm.
Nein, nein, lasst mich durch!
Lasst sie los!
Im Namen der Barmherzigkeit, gebt mir meinen Sohn wieder.
Er ist zu jung für den Krieg.
Tötet mich, aber verschont meinen Sohn.
Wer ist dein Sohn?
Ein dummer Junge, der von zu Hause weglief.
Er will mit Euch in den Krieg ziehen.
Herr, ich habe nur ihn.
Ich flehe Euch an, gebt ihn mir wieder.
Er kämpft für Euch, wenn er ein Mann ist, aber nicht jetzt.
Habt Erbarmen und lasst ihn mir.
Lasst ihn suchen. Hm, wie Ihr wünscht, Hauptmann.
Geh ihn suchen, verstanden?
Sie schluchzt.
Mutter.
Lorenzo! Lorenzo, mein lieber Junge, komm her.
Mein Junge, ich dachte, ich würde dich niemals wiedersehen.
Bitte Herr, darf er gehen? Darf er mit mir nach Hause gehen?
Nimm ihn mit. Ich danke Euch, Hauptmann Giovanni.
Gott wird Eure Barmherzigkeit nie vergessen. Ihr bereut es nie.
Dieses Mahl wäre selbst eines Königs würdig.
Da bin ich sicher.
Hoffentlich mag er Blumen.
Da ist Tomaso. Hier!
Unsinn! Meister Tomaso kommt immer zu spät.
Himmel! Vielleicht ist er es und ich bin nicht fertig.
Nimm den Korb. Nein, öffne die Tür.
Oh, ich habe Euch noch nicht erwartet.
Ich weiß. Ich muss Eure Einladung absagen.
Ich will mich verabschieden.
Wieso? Meine Truppe zieht ab.
Ein Befehl?
Ja, ein Befehl.
Zum ersten Mal in meinem Leben würde ich gern einen Befehl missachten.
Doch Krieg zu führen, ist wohl mein Schicksal.
Was meint Ihr, gibt es wieder Krieg? Ja.
Dieses Wort klingt fürchterlich.
Wenn Eure schönen Lippen es aussprechen, Emma.
Ich fürchte den Krieg.
Denn meine Mutter lebt in französischem Gebiet.
Wo müsst Ihr hin? Ich weiß nicht.
Wo die Schlacht stattfindet.
Gütiger Gott, beschütze sie.
Bitte nicht weinen. Weinen hilft hier nicht.
Ja, ich weiß. Für euch Soldaten bedeuten Tränen ja nicht viel.
Das meinte ich nicht.
Vergebt mir. Ihr habt mir schon gezeigt, wie warmherzig Ihr seid.
Ich bin wie die anderen, vielleicht sogar schlechter.
Ihr wisst nicht, wie viele Tränen ich sah, ohne Mitleid zu empfinden.
Krieg, Trauer, Zerstörung war mein ganzes Leben.
Ohne einen Moment des Friedens.
Und ohne Liebe.
Tag für Tag ist mein Herz härter geworden.
Wie traurig Euer Leben ist. Nicht mehr.
Ihr könnt nicht erahnen, wie viel Wärme mir Eure Bekanntschaft gibt.
Sagt mir, dass wir uns wiedersehen.
Das entscheiden nicht wir.
Wichtig ist, ob Ihr es wollt.
Dann finde ich auch einen Weg. Meine Truppe kommt hier vorbei.
Erlaubt Ihr, dass ich Euch dann besuche?
Ihr bittet nicht um viel.
Das ist es für mich. Ich danke Euch.
Ich werde auf Euch warten.
Signal zum Halt.
Wäre es nicht besser weiterzuziehen?
Ich will nicht, dass die Männer vor dem Kampf schon erschöpft sind.
Signal zum Halt.
Das Trompetensignal wird geblasen.
Aber der Überraschungseffekt geht verloren. Sie erwarten uns nicht.
Ich nehme nie einen Befehl zurück. Beeilung!
Mein Schwert!
Ich brauche eine Stunde, vielleicht weniger.
Vielleicht möchtest du wissen, wo er hingeht?
Wieso? Wisst Ihr es?
Ja, und es dürfte mehr als interessant für dich sein.
Was meint Ihr?
Giovanni hat offenbar die Frau seiner Träume gefunden.
Das glaube ich nicht. Ihr lügt!
Meinst du? Komm.
Giovanni de Medici wird Euch für das Verlassen der Truppe bestrafen.
Emma, nichts von ihm. Giovanni de Medici existiert nicht.
Oder zumindest möchte ich glauben, es gibt ihn nicht.
Ich darf Euch hier zum ersten Mal wahrhaft nahe sein.
Vielleicht zum letzten Mal.
Lasst mich alles vergessen, was mich von Euch trennt.
Warum sucht Ihr nach den bittersten Worten, um Euch selbst zu quälen?
Ich glaubte, nur Unmögliches könnte mich jemals aufhalten.
Aber ich irrte.
Ich dachte, ich fände nie etwas, das mich glücklich macht.
Da ist ein Verlangen in mir nach dem Unerreichbaren.
Die Gier nach Macht lässt einen Mann seine wahren Fähigkeiten vergessen.
Bis er glaubt, Gott zu sein.
Und dieses Gefühl lässt mich Trost und alles Verzagen hassen.
Es zwingt mich, gegen alles und jeden zu kämpfen.
Als ich Euch erstmals sah, erschien mir alles an mir verabscheuenswert:
Meine Vergangenheit, mein Selbst und meine Gefühle.
Unwürdig.
So solltet Ihr nicht reden. Und Euch nicht so verachten.
Ich verachte mich erst, seit mir klar wurde, was ich fortwarf.
Ich wünschte, von vorn anfangen zu können.
Wirklich zu leben und wahrhaftig zu sein.
Ich fürchte, es ist zu spät.
Wie könnt Ihr das sagen!
Eure Großherzigkeit, Euer Zartgefühl zeigen, dass Ihr anders seid.
Wenn ich der Grund für Eure große Traurigkeit bin ...
Das könnte ich mir nie verzeihen.
Ich gäbe mein Leben für eine Stunde wie diese.
Aber ich fürchte, ich werde Euch nie wieder so nahe sein.
Als wäre die morgige Schlacht meine letzte.
Nein! Ich werde beten, dass wir uns wiedersehen. Ich habe nur eine Bitte
Würdet Ihr wenigstens Caravaggio verschonen?
Mein Mutter lebt dort.
Mein Bruder ist bei ihr.
Ich werde sie schützen, mit meinem eigenen Leben.
Adieu, Emma.
Egal, was passiert, was Ihr auch über mich hört:
Vergesst nie, ich habe niemanden als Euch geliebt.
Wie könnte ich das vergessen.
Seid bald zurück, um mich zu erinnern.
Wie ich dir sagte.
Die Franzosen haben einen fast uneinnehmbaren Standort.
Ihr Lager wird vom Fluss beschützt.
Es gibt nur eine Brücke. Das Wasser ist tief und gefährlich.
Sie haben 30 Kanonen am Ufer, um die hinteren Linien zu schützen.
Sie lernten von uns. - Aber Giovanni ist unser Kommandant.
Wir könnten über die Flanke angreifen, durch Caravaggio. Nein!
Caravaggio bleibt verschont!
Nur so könnten wir sie überfallen.
Ich kommandiere!
Wir queren hier den Fluss.
Ich möchte 50 Freiwillige, mit Schwert und Dolch bewaffnet.
Und ein wenig Glück.
Die beraten seit vier Stunden und wir stehen hier rum. Mir ist langweilig.
Ach, beschwer dich nicht.
Dienst du im Hauptquartier, bist du so sicher, wie im Bett.
Die da drin wissen, wo man bei einer Schlacht sein sollte.
Die Franzosen haben den idealen Standort.
Ich weiß nicht, wo er sie angreifen sollte.
Das wird ein Himmelfahrtskommando für diesen Wahnsinnigen.
Glaubt mir, Freunde.
Kriege sind viel zu wichtig, um sie Verrückten wie Giovanni zu überlassen
Ich befahl den Offizieren, sich neutral zu verhalten.
Verliert Giovanni, können wir die Verantwortung von uns weisen.
Gleichwohl, es ist unmöglich, den Fluss zu queren.
Das Genie Giovanni riskiert diesmal den Tod.
Und nach dem Fluss kommen feindliche Kanonen.
Wenn wir drüben sind, befeuern wir mit ihren Kanonen ihr eigenes Lager.
In dieser Verwirrung greifen wir sie an.
Wartet mit der Kavallerie, bis Ihr den ersten Schuss hört.
Kommt dann zu unserer Verstärkung.
Und wenn Ihr es nicht schafft?
Habt Ihr das Kommando. Giovanni de Medici starb dann im Kampf.
Lasst uns gehen. Zeigt, ob ihr wert seid, neben mir zu kämpfen.
Schnell, dreht die Kanonen um!
Kanonendonner
Männer, macht euch bereit.
Wo bleibt Gaspar?
Wieso kommt er nicht?
Vorwärts, Bande Nere! Lang lebe Giovanni!
Ihr Herren, gute Nachricht: Giovanni dalle Bande Nere hat gesiegt.
Dann haben wir gewonnen.
Hört, wir haben gesiegt. - Ja, Giovanni war überwältigend.
Er überraschte die Franzosen und siegte.
Habt ihr das gehört? Oh, ihr Kleingläubigen und Zweifler.
Wenn Giovanni gewonnen hat, müssen wir etwas verhindern.
Dass er die Verhandlungen führt! - Das ist wahr.
Fanfarenstöße
Der Comte de Lautrec verneigt sich vor Eurem Geschick als Kommandant.
Er bittet Euch, die Kapitulation im Namen Franz I. anzunehmen.
Sagt ihm, ich werde die Bedingungen gleichberechtigt mit ihm verhandeln.
Ihr wart beeindruckend, Giovanni.
Erlaubt mir, Euch meine Bewunderung und die der Liga auszusprechen.
Entgegen Eurer Erwartung muss sich Franz I. nun Eurem Willen beugen.
Seid versichert: Unsere Verhandlungen sichern Euch genug Kriegsbeute.
Ihr habt sie Euch auf dem Schlachtfeld verdient.
Ich teile die Beute allein.
Das Land meiner Mutter und Camillos befindet sich in meiner Hand.
Ich kehre zurück ins Lager.
Ihr kümmert Euch um den französischen Botschafter.
Ihr befehlt. Zügelt die Truppe.
Sie denken nur noch ans Plündern.
Haltet sie fern von Caravaggio. Was?
Das ist ein Befehl.
Giovanni opferte viele Männer wegen zweier Zivilisten in Caravaggio.
Der Mutter und dem Bruder seiner Geliebten.
Ihr müsst Giovannis Befehlen wohl gehorchen.
Nun, nur solange seine Befehle für mich von Vorteil sind.
Wenn es nun von Vorteil wäre, sie diesmal nicht zu befolgen?
Was meinst du?
Dann habt Ihr mich aufgegeben?
Das habe ich nie getan.
Nein, später.
Sie mögen plündern, was sie wollen.
Giovanni wird mir nie gehören. Aber diese Frau soll ihn auch nicht haben.
Die Frauen schreien.
Lasst mich. Aaah!
Nehmt eure schmutzigen Finger von ihr!
Seht, da möchte jemand den Helden spielen.
Das kann er haben. - Kommt!
Hier, nimm das! Was für ein großartiger Held das ist.
Ah!
Ah!
Die Soldaten lachen.
Schick den Hund zum Teufel.
Ah! - Tomaso! Tomaso!
Ihr Tiere! Was habt ihr mit meinem Sohn nur gemacht?
Sei still, alte Hexe. - Tomaso!
Geh aus dem Weg!
Tomaso, mein lieber Junge.
Wagt es nicht, ihn anzurühren! Aaah!
Die Frauen schluchzen.
Beruhigt euch.
Das waren die Soldaten Giovanni dalle Bande Neres.
Sie ertränkten die ganze Stadt in Blut.
Wie wilde Bestien.
Tomaso.
Tomaso.
Traurige Musik
Euer Kampf war ein Erfolg. Ihr habt Camillo gerächt.
Nun muss Franz I. mit uns verhandeln.
Wollt Ihr mit den Franzosen Frieden schließen?
Zum Wohl des Landes würde ich sogar die Deutschen bekämpfen.
Nur ...
Ich hoffe nur, das wird der letzte Krieg sein.
Amen.
Ihr? Ihr? Ihr seid Giovanni!
Emma.
Ich töte Euch. Ihr habt Mutter und Tomaso getötet. Was sagt Ihr da?
Emma, ich schwöre ...
Lasst mich los! Fasst mich nicht an! Ihr habt Blut an den Händen!
Möge Eure Seele Höllenqualen leiden!
Hört mich an, ich beschwöre Euch!
Emma! Wartet!
Lasst mich allein. Geht weg, ich brauche niemanden.
Wo ist Gaspar? Gaspar!
Gaspar!
Gaspar!
Ich gab Euch einen Befehl zu Caravaggio. Sprich! Erklär mir das.
Warum plünderten sie? Ich werde Euch töten.
Gaspar ist unschuldig.
Ich sah, wie er versuchte, sie aufzuhalten.
Tötet mich, wenn Ihr wollt. Aber ich schwöre, die Männer waren unbändig.
Warum durften sie nicht plündern?
Ich bin nicht Kommandant von Tieren.
Behandelt sie wie gewöhnliche Gauner. Plünderer vortreten!
Sie werden hingerichtet. Es gibt keine Ausnahme!
Giovanni.
Geh weg! Ich brauch dich nicht.
Du hast mich verteidigt, danke.
Oh, lasst mich!
Nein, genug geredet. Ich bin mit meiner Geduld am Ende.
Ihr müsst noch warten.
Noch warten? Ich habe lange genug gewartet.
Du gehörst jetzt mir und ich will nicht warten.
Ich werde Euch niemals lieben. Ich liebe Giovanni.
Mich kümmern weder Giovanni noch dein Gefühl von Liebe.
Eins - zwei - drei - vier - fünf ...
Eins - zwei ...
Giovanni hört das Trommeln und die Geräusche der Hinrichtungen.
Nur weiter, nicht aufhören. Zeigt kein Erbarmen!
Zeigt kein Erbarmen, hört ihr!
Was wollt Ihr?
Wenn Ihr kamt, um zu predigen, solltet Ihr gehen, sonst ... Halt!
Welch Sünde wäre es, diesen edlen Wein so zu verschwenden.
Die Geräusche der Hinrichtungen sind weiter vernehmbar.
Ich weiß, was Ihr von mir denkt. Ich bin ein Mörder für Euch.
Kommt, sagt es mir ins Gesicht.
Genug! Hört jetzt auf!
Wie kann Emma so etwas von mir glauben?
Es ist, als hätte ich meine eigene Mutter getötet.
So tief ist mein Schmerz.
Beruhigt Euch, mein Sohn.
Unsere Treffen sind gefährlicher geworden seit der Allianz mit Franz.
Wir wissen bereits, was zu tun ist.
Unser Kommandant zieht mit 12.000 Söldnern Richtung Italien.
Uns fehlt nur das Wissen, wie viele Truppen der Allianz warten und wo.
Verstehe, Ihr wollt sie mit einem Überraschungsangriff schlagen.
So eine Information ist mehr wert als die Grausamkeiten Eurer Söldner.
Kriegerische Musik begleitet den Vormarsch der deutschen Truppen.
Wer ist da?
Verzeiht mir, aber ich habe gute Neuigkeiten für Euch.
Nur der Teufel hätte gute Neuigkeiten für mich.
Ich weiß, wo Emma Caldana ist.
Und wo?
In einem Kloster bei Monte Vento. Sie lebt dort bei den Schwestern.
Sie will den Schleier nehmen. Nein!
Das darf sie nicht.
Sie darf ihr Leben nicht wegen mir aufgeben.
Nicht wegen Euch Giovanni.
Wegen eines Missverständnisses, das nie geklärt wurde.
Sie glaubt mir doch nicht.
Für sie bin ich der Mörder ihrer Mutter.
Sie wird mich nicht anhören. Sie muss es, seid ruhig.
Emmas erster Schmerz ist vorüber. Ihr müsst zu ihr und sie sprechen.
Habt Mut Giovanni. Geht zu ihr.
Giovanni, der Comte de Lautrec will Euch sprechen.
Ich habe keine Zeit. Gebt die Befehle meinem Adjutanten.
Aber es ist wichtig!
Ich wartete lange auf Euch, jetzt wartet Ihr.
Das rüde Verhalten Eures Kommandanten beleidigt Frankreich und Franz I.
Nun, wir sind gewöhnt an die brüske Art unseres Kommandanten.
Doch seine unvergleichliche Tapferkeit entschuldigt alles.
Das hoffe ich. Wie ich hoffe, unsere Allianz zu zerstören ...
Comte, unser Wunsch ist es, Karl V. aufzuhalten.
Und seine Söldnerarmee, die sonst Italien verwüstet.
Wir müssen schnell und kraftvoll angreifen. Rumsberg steht vor Habila.
Ihr Italiener dramatisiert alles.
Für einen Angriff müssen wir stark sein.
Nun dann, was würdet Ihr vorschlagen?
Wir müssen die Deutschen aufhalten, während wir zum letzten Kampf rüsten.
Giovanni dalle Bande Nere wäre ideal, um die Söldner abzuwehren.
Das wäre ein Massaker.
Aber, Giovanni wird niemals Nein sagen.
Kirchenglocken läuten.
Wehmütige Musik
Giovanni de Medici wünscht Euch zu sehen.
Nein, nein, ich will ihn nicht sehen. Schickt ihn fort.
Sie will Euch nicht sehen.
Ich muss zu ihr! Sie verdammt mich, ohne mich auch nur anzuhören.
Das darf ich nicht zulassen! Halt, Ihr dürft dort nicht hinein!
Es ist nicht gestattet, Ihr begeht eine Sünde. Schwestern.
Emma, ich bitte Euch, hört mich an.
Kommt nicht näher. Ich will und ich werde Euch nicht anhören.
Ich bete, dass Eure Sünden ...
Welche Sünden? Ich brauche keine Gebete.
Ich büße für meine Verfehlungen.
Aber nicht für Untaten, die ich nicht beging. Bitte, Emma!
Wie könnt Ihr es leugnen! Geht sofort!
Ihr zerstörtet mein Leben. Habt Respekt vor meiner Trauer. Geht!
Vergesst mich und kommt niemals wieder!
Ich gehe nicht.
Nicht, bevor Ihr mich anhört. Emma, ich bitte Euch!
Und Ihr sagt, dass ich grausam sei.
Giovanni wird bei Borgoforte eine Blockade aufbauen.
Aber nur mit einer Kompanie.
Dann sind da Nicola de Robo, Gentile de Verano und Francesco Sforza.
Sie bereiten sich mit der Allianz auf den letzten Kampf vor.
Ihr müsst Giovanni vernichten.
Jawohl, wir sollten bald angreifen.
Ihr seid von Sinnen - sofort!
Martialische Musik
Diese Italiener werden den Namen Georg Rumsberg lange nicht vergessen.
Ha, aber es erwartet mich ein noch größerer Triumph in Rom!
Wo ich den Papst mit diesem goldenen Seil aufhängen werde.
Im Krieg heldenhaft zu kämpfen:
Das ist etwas anderes, als den Tod willentlich zu suchen.
Das weiß ich so gut wie Ihr, Salvatore.
Aber das ist Wahnsinn. Es wird ein Massaker. Ich weiß, was ihn bedrückt.
Giovanni weiß genau, was er tut. Diesmal macht er bewusst das Falsche.
Das ist Emmas Schuld. Wegen ihr ist Giovanni von Sinnen.
Ich muss zu ihr.
Hört sie mich an, vermeiden wir vielleicht das Unheil.
Ah! - Schnell, beeil dich! Hol mir ein Pferd.
Giovanni und seine Helden kehren nie aus Borgoforte wieder.
Und ihr Opfer wird wertlos sein.
Ihres? Ganz recht.
Wir beide entkommen. Ich darf die deutschen Linien passieren.
Der Passierschein ist nur für mich und selbstverständlich für dich.
Lass mich los.
Wie kommst du durch die Linien?
Ich überrede Giovanni, mir das Kommando über Borgoforte zu geben.
Es ist nicht weit zu den deutschen Linien.
Und die Soldaten?
Sie befolgen die Befehle des Kommandierenden.
Und das bin ich, mein Schatz.
Ich gebe keine Order zum Angriff.
Feigling! Du schmutziger Judas! Mieser Verräter!
Das kannst du nicht tun. Was soll das?
Glaubtest du, ich wäre einverstanden?
Ich würde deine Komplizin?
Du hast ihn auch verraten.
Ich trachtete ihm nie nach dem Leben.
Deshalb werde ich jetzt ... zu ihm gehen und ihn warnen.
Du kannst mich nicht aufhalten.
Nein!
Aaah!
Stets habt ihr mit mir Freud und Leid geteilt.
Dieses Mal kann ich euch nur den Ruhm und den Tod bieten.
Ich zwinge niemanden zu bleiben.
Doch ich bin sicher:
Jeder Söldner will sein Leben für diesen hoffnungslosen Kampf geben.
Euer Schweigen spricht lauter als 1.000 Worte.
Habt Dank.
Ich brauche einen Offizier, der das Kommando übernimmt.
Für die Leute, die Borgoforte verteidigen.
Giovanni, durch meine Loyalität und Hingabe steht mir das Kommando zu.
Übergib mir diese Aufgabe. Danke, Gaspar.
Hör zu! Die Vorräte müssen hineingebracht werden.
Dort hinter die Küche und hier draußen vor die Mauer.
Ich habe verstanden.
Schnell, Stefano, beeilt Euch und kommt! Eure Tochter Anna stirbt.
Anna? Wo ist sie?
Schnell, Stefano, dort drin.
Anna!
Mein liebes Kind.
Sag, wer war das? - Vater.
Bring mich zu Giovanni.
Gaspar ist ein Verräter. Bitte beeilt Euch.
Aber sag mir: Wer war das?
Gaspar.
Es war Gaspar.
Wir müssen Giovanni retten.
Helft mir!
Giovanni versprach euch nur den Tod. Ich biete euch ein neues Leben.
Folgt mir und ihr habt einen neuen Kommandanten und bessere Bezahlung.
Und ihr quält euch nicht mehr unter der grausamen Zucht Giovannis.
Kommt schon, sprecht.
Ich möchte eure Entscheidung hören.
Ich bin dabei. - Wir sind dabei.
Wartet Männer und hört mich an.
Unsere Bestimmung ist zu dienen, und zwar dem, der am besten zahlt.
Es ist wahr, wir mussten viel erdulden als Bande Nere.
Doch Verrat an Giovanni ist unwürdig.
Ich denke ...
Ist noch jemand nicht einverstanden?
(Alle) Hurra, Gaspar!
Zu den Pferden! Wir überlassen den Engpass seinem Schicksal.
Gib das Signal an die Deutschen. Nichts wird sie aufhalten können.
Jawohl!
Gib mir das.
Giovanni, ich darf mein Leben für Euch geben.
Ihr müsst Euch retten, wenigstens dieses eine Mal.
Ja, das werde ich, Anna.
Ist sie ...?
Verräter!
Zu Pferde! Wir müssen den Engpass blockieren.
Vergib mir, mein geliebtes Kind.
Bedrohliche Musik
Spannende Musik
Die anstürmenden Söldner rufen und schreien.
Jetzt zeigt sich, wer ein wahrer Bande Nere ist. Auf sie!
Aaah!
Lumaca!
Da, schafft ihn da rüber!
Übernimm das Kommando!
Oh, mein Bein! Schmerzt es sehr, Hauptmann?
Ich muss aufstehen. Aber das dürft Ihr nicht!
Ich will aufrecht sterben.
Ich würde gern für Euch sterben, Giovanni.
Der Kampf ist bald zu Ende. Lasst mich für Euch sterben.
Es muss wundervoll sein, sich in die Schlacht zu werfen.
Gut Lumaca, nimm mein Pferd, es gehört dir.
Danke, Herr. Ich werde Euch keine Schande machen.
Er stöhnt immer wieder.
Dramatische Musik
Aaah!
Aaah!
Die Deutschen jubeln.
Aaah!
Die Söldner jubeln.
Ein Hund bellt.
Wasser! Wasser!
Wir werden Giovanni niemals hier finden.
Aber er muss hier irgendwo sein. Niemand kann Giovanni gefangen nehmen
Ihr seid mit dem Teufel im Bunde.
Und Ihr seid ein Verräter Gaspar, ein übler Halunke!
Ich kam, um Eure Leiche zu sehen.
Um sicher zu sein, Euch für immer los zu sein.
Nun werde ich Euch eigenhändig töten.
Ah!
Aaah!
Verräter bestrafe ich immer selbst. Die Waffe wähltet Ihr.
Uuuh!
Giovanni! Es ist vorüber.
Giovanni!
Ich dachte nicht, dass ich Euch je wiedersehe. Danke, Emma.
Nicht sprechen Liebster. Ihr müsst jetzt ausruhen.
Ich habe verloren.
Ich habe den Kampf leider verloren.
Aber nun verstehe ich endlich:
Es gibt Wichtigeres als einem Kampf zu gewinnen oder zu verlieren.
Was wollte ich nur, Emma? Was hat mich immer weitergetrieben?
Ich begreife es nicht.
War es das Blut meiner Mutter, das in mir weiterfließt?
Brutal und gefühllos.
Vermutlich ist es das, was mich zu diesem viehischen Leben trieb.
Bis zum heutigen Tag.
Nein, Giovanni. Ihr werdet gesund werden und vergessen.
Wir werden uns nie trennen. Ich liebe Euch.
Ich habe Euch immer geliebt.
Wir können glücklich werden.
Danke, lieber Gott.
Danke, lieber Freund.
Giovanni.
Untertitel: MDR TEXT / Steffen Büschel
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