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-Mm. Lecker. -Der schmeckt gut.
Einfach perfekt. Den nehmen wir.
Es gibt nur eine Hochzeit in dieser Familie. Der passt sehr gut dazu.
Das ist noch nicht durch.
Das müsste viel länger gebraten werden.
Das ist alles von der Konditorei des Atlantic.
Ich finde auch, dass der Staat das Öl verwalten sollte. Das ist seine Aufgabe.
Und ich finde die Idee einer Ölbehörde gut.
Dass alle Unternehmen die gleichen Regeln befolgen müssen.
Aber eine staatliche Ölgesellschaft, die Geschäfte mit unseren Ressourcen macht?
-Daran glaube ich nicht. -Wieso nicht?
-Die haben keine Ahnung davon. -Sie können es lernen.
Wir brauchen kompetente Direktoren,-
-Führungskräfte und eine Beschäftigungspolitik mit Traditionen...
Mit Wein schmeckt es besser.
Wieso sollte der Staat Geld investieren dürfen, das er nicht hat?
Wer hat denn das Geld? Wer würde denn so investieren,-
-wenn er vielleicht nichts davon zurück bekommt?
Die großen Reeder-Familien. Hydro.
Es ist also wegen des Vertrags mit Hydro?
Die Reedereien sind Norwegens Rückgrat.
Der Staat ist im Vergleich mit einigen der Reeder-Familien noch ziemlich neu.
Es geht aber um Öl. Nicht um Fisch oder Amerika-Schiffe oder Kunstdünger.
Und der Gewinn ist gewaltig!
Gerade deshalb braucht es jemanden, der es gewöhnt ist, Reichtum zu verwalten.
-"Scheich Nyman & Co"? -Es geht hier nicht um Familie Nyman.
Natürlich tut es das! "Anna Nyman" ist ein schöner Name.
Ich hätte vielleicht meine Tochter so genannt, wenn ich eine bekommen hätte.
Ihr habt genug Käse probiert. Kaviar?
Mm. Beluga.
-Nein. Schmeckst du einen Unterschied? -Nein. Ich tu nur so.
Seht euch mal diese winzigen Spiegeleier an. Das sind Wachteleier.
Sind die nicht festlich?
Probier mal, Fredrik. Doch, probier jetzt.
Nur weil du der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort bist,-
-sollen deine Nachkommen über Generationen zu den Reichsten der Welt gehören?
Davon hättest du doch auch etwas, "Anna Nyman".
Es ist schön, dass du so engagiert bist.
Aber hier geht es nicht um Gerechtigkeit oder Politik.
Das ist eine Ressource, die verwaltet werden muss.
Wir müssen den Kuchen probieren, bevor nichts mehr übrig ist. Komm.
Diese kleinen Karotten da sind wirklich sehr festlich.
Was in aller Welt ist los mit dir?!
Das ist das Probeessen für die Hochzeit und keine politische Sitzung.
Nein. Das schmeckt richtig lecker!
Vielleicht kann ich heute Abend mit nach Hellevik kommen.
Wieso gibt es keine Hochzeitsfotos von euch beiden?
-Fotografen waren damals teuer. -Und ich war ja schwanger.
Das hätte auch nichts geändert. Es war die richtige Wahl.
Wart ihr überhaupt schon mal außerhalb von Dirdal, als ihr euch kennenlerntet?
-Ich wohnte damals ja in Gjesdal. -Ja, aber...
Das hätte nichts geändert. Niemand macht mich so glücklich wie dein Vater.
-Immer? Jeden Tag? -Nein, natürlich nicht.
Manchmal würde ich lieber mit dem Schwein des Nachbarn im Bett aufwachen.
Aber solange du dir jetzt sicher bist, wo ihr noch jung seid-
-und noch nicht schmatzt beim Essen, dann wird das schon gutgehen.
Freust du dich nicht?
Ich erinnere mich an damals. Wir mussten alles verbergen, aber ich freute mich.
Hier zu wohnen, Kinder zu kriegen, jeden Tag mit Hardon zusammenzusein.
Das Haus aufräumen, Essen kochen, die Bettwäsche in Sonne und Wind hängen.
Das wirkte alles so schön.
Ich möchte aber weiter arbeiten.
Natürlich wirst du das. Ingrid kann doch auf die Enkelkinder aufpassen.
Oder du bringst sie hierher, wenn du das möchtest.
Ja... Das möchte ich.
Eine Entzündung am Euter? Es fühlt sich da etwas hart an.
Ja, da ist was.
Du könntest auch gut einen Bauern heiraten.
Glaubst du, das wäre gut?
Nein. Ich habe immer gewusst, dass aus dir etwas Großes wird.
-Ich bin Sekretärin, Papa. -Ja.
Ja. Prima. Danke.
GRÜNDUNG EINER STAATLICHEN ÖLGESELLSCHAFT
Es wäre dann alles vorbereitet.
-Arne Rettedal erwartet Sie. -Das hoffe ich doch.
Hallo...
"1.: Der Staat steuert sämtliche Aktivitäten auf dem norwegischen Sockel."
"2., 3. und 4.: Norwegen, Norwegen, Norwegen."
"5.: Abfackeln von unbrauchbarem Gas wird nicht toleriert."
Der teuerste Satz, der je geschrieben wurde.
Und dann das neunte Gebot:
"Nördlich des 62. Breitengrades muss ein Aktivitätsmuster gewählt werden,-
-das die besonderen soziopolitischen Verhältnisse dieses Gebiets reflektiert."
Jonathan, du hast eine gute Interpretation dieses Gebots.
Dass der nördliche Sockel norwegischen Ölgesellschaften vorbehalten ist,-
-oder genauer gesagt: der staatlichen Ölgesellschaft.
Eine staatliche Ölgesellschaft wird nicht der einzige Betreiber sein.
Kooperierenden Firmen sollen Vertrags- optionen über 10 Jahre angeboten werden!
Da wissen Sie mehr als ich.
Kurz: Internationale Firmen investieren erneut, und ihr streicht die Ernte ein.
-Es zwingt euch niemand, hier zu bohren. -Arne!
Glaubst du, eure Parlamentarier haben eine Ahnung davon, worüber sie abstimmen?
Sie werden über zwei wichtige Dinge abstimmen:
Über die staatliche Ölgesellschaft und darüber, wo diese angesiedelt wird.
Das sollte offensichtlich in Stavanger sein,-
-aber da in Norwegen Gerechtigkeit wichtiger ist als Intelligenz: Wer weiß?!
Stavanger war uns gegenüber immer sehr entgegenkommend.
Ihr habt uns Wohnungen organisiert, Schulen, Geschäfte, Bürogebäude.
Wir würden also für euch stimmen.
Phillips war von Anfang an bestrebt, mit Norwegen zusammenzuarbeiten.
Aber wenn Norwegens Gastfreundschaft nun endet, tut unsere das auch.
Das heißt...?
Wir verlegen unsere gesamten Aktivitäten nach Aberdeen.
Wir zahlen weiterhin Steuern in Norwegen,
-aber alle anderen Geschäfte werden schottisch sein.
Versorgungsschiffe, Helikopterdienste, Tauchergesellschaften, Plattformpersonal.
Catering, Hotels, Schulen, Bars, Immobilien. Kaianlagen und Docks.
Sie sind also für ein Nein zur staatlichen Ölgesellschaft und ein Ja zu Stavanger?
Alle scheinen für eine staatliche Ölgesellschaft zu sein.
Weil niemand weiß, dass es darum geht, die internationalen Firmen zu schröpfen.
Unter der Gefahr, dass ihr nicht dazu in der Lage seid, das Öl zu fördern.
Große Worte.
Es gefällt uns hier. Stimmt doch, Jonathan?
Mit Wind und Regen, Schafsfleisch und Bismarckhering, dem Weinmonopol,-
-der Sprache und den schönen Frauen.
Aberdeen hat nur Steaks, Pommes und Pubs. Und alle sprechen Englisch.
Wir hoffen, dass wir uns weiterhin sehen werden.
Wir müssen zurück zur Zentrale. Wir fliegen noch heute, via London.
Wir müssen alle Verträge durchgehen, alle juristischen Aspekte.
Die Straße macht doch bei Slåtthaug einen Bogen, wo man das Meer sehen kann...
Jedes Mal, wenn ich da lang fahre, denke ich: "Das haben wir erschaffen."
"Wir haben die Schatzkiste gefunden."
Du willst also nicht wegziehen?
Die Nordsee ist voll von Öl und Gas. Aber wenn wir kein Geld verdienen,-
-wenn wir beschissen werden, dann ist das alles nichts für uns.
Hallo. Können wir einen Runde drehen? Bitte. Nur kurz.
Ich...
Ich kann nicht.
Warte...
Es hat dir also nichts bedeutet? Habe ich mich geirrt?
Hallo, Anna! Wir sollen auf der Ocean Viking tauchen.
Ein riesiger Auftrag! In zwei Tagen geht's los.
Und das feiert ihr, indem ihr am ersten Tag auf der Arbeit einen Kater habt?
Ja.
Was meinen die eigentlich mit "operativ"?
Ich habe versucht, die Klausel unter Paragraph 8 zu verstehen,-
-aber die ist echt kompliziert.
Eine Holding verdient Geld, eine operative Gesellschaft investiert.
Derzeit verpachten wir die Nordsee.
Mit einer operativen Gesellschaft können wir die Ressourcen selbst abbauen.
Aber die Suche nach Öl kostet Geld. Es ist teuer.
Norwegen hat hohe Auslandsschulden und kein Investitionskapital.
Können wir jetzt für eine reine Holding abstimmen?
Ja, wenn du dir sicher bist, dass das die richtige Lösung ist.
Alles in allem geht es hier um eine Sache:
Norwegen. Schaffen wir das?
Haben wir genug Kapital und Wissen, um eine operative Ölgesellschaft zu betreiben?
Oder übernehmen wir uns?
Das Wichtigste ist doch, dass Stavanger Norwegens Ölhauptstadt wird?
Ja. Für uns.
Aber was für eine Ölhauptstadt sind wir, wenn die internationalen Firmen abziehen?
-Wieso sollten sie abziehen? -Weil wir nicht genug anbieten.
Weil der Verdacht nahe liegt, dass der Staat die potentiell lohnenden Blöcke-
-einer staatlichen Gesellschaft zuteilen wird.
-Bist du jetzt gegen staatlichen Besitz? -Nein.
Bei einer 100 % staatlichen Gesellschaft besteht eine komplette Kontrolle.
In einem Wellental kann sich dann keine Firma einkaufen.
Eine vermeintliche "Hilfsaktion", die Norwegen das Öl wegnimmt.
Aber verfügen wir über genug Wissen? Übernehmen wir zu früh?
Als die Amerikaner vor sieben Jahren hierher kamen, konnten wir gar nichts.
Wir lernen schnell, und das werden wir sicher auch weiterhin.
Und wenn sich die Amerikaner zurückziehen?
Der Staat muss ein akzeptables Angebot vorlegen. Es geht hier um Erdöl!
Wir sollen also darauf setzen, dass die schon wissen, was sie tun?
So lange die Arbeiterpartei regiert, mache ich mir keine Sorgen.
Heißt das, die Rogalandgruppe ist sich einig?
Dass wir uns für eine komplett staatliche, operative Ölgesellschaft einsetzen?
In Stavanger.
Dann reden wir im Parlament weiter.
Das Geheimnis besteht darin, Zweifel an der eigenen Überzeugung zu sehen.
Dann glauben sie, sie hätten gewonnen.
Bist du dir sicher, dass du keine Referentin im Parlament brauchst?
Danke. Aber nein, danke.
-Nimm dir ein Stück Kuchen, Anna. -Der ist wirklich lecker.
-Feiern wir etwas? -Susanne hört auf.
Oh, wie schade. Wie lange bleibst du weg?
20 Jahre.
Dann hast du einen 20-Jährigen!
-Fühl mal! Er tritt gerade. -Nein, das muss nicht sein.
Das wird ein Fußballspieler.
-Er ist immer nachts aktiv. -Kannst du denn schlafen?
Wir senden aus dem Parlament, wo über die Zukunft von Norwegens Öl entschieden wird.
Gründen wir eine staatliche Ölgesellschaft? Und wo wird die Ölhauptstadt liegen?
Es haben sich 35 Redner für die Debatte angemeldet.
Wir beginnen mit Rolf Hellem:
Trondheim ist am besten als Standort für die Ölbehörde geeignet.
Die technische Fachschule bietet ein fachliches Umfeld,-
-außerdem liegt die Stadt geographisch günstig.
Bergen ist eine schöne Stadt mit ihrer Universität und der Erdbebenstation.
Und Trondheim hat die Hochschule. Beide Städte sind aber ungeeignet.
Dort wurde kein Öl gefunden. Auch nicht in der Umgebung.
In Bergen haben wir eine Universität, die Handelshochschule,-
-das Institut für Geophysik, das Christian-Michelsens-Institut-
-und das Institut für Meeresforschung.
Uns fehlen Wissen und Erfahrung. Wissen sammeln wir am besten...
"Am ersten Tag ging es um den Standort der Behörde."
"Das Parlament wird abends weiter tagen."
"Der Sprecher der Ölgesellschaft wird der letzte Redner sein."
"Die Sitzung könnte bis Mitternacht dauern."
Die haben Wolle vor den Augen in diesem verdammten Schafsland.
Machen die das etwa absichtlich?
Sie reden darüber, wo die Behörde sein soll,-
-um nicht darüber reden zu müssen, wer dort arbeiten wird?
-Schlau, oder? -Ja...
Heute ist der letzte Tag vor der parlamentarischen Sommerpause.
Daher muss heute viel entschieden werden.
Die Vertreter aus Rogaland sind jetzt zum dritten Mal dran...
Es ist fünf vor halb elf.
Arne hat die Rogalandgruppe hinter sich.
Die stimmen entgegen ihrer eigenen Politik für eine staatliche Gesellschaft.
Vielleicht bringt das ja Vorteile für norwegische Firmen.
In der Konkurrenz gegen die staatliche Ölgesellschaft?
Das klingt nicht gerade nach der Politik der Arbeiterpartei.
Und wenn im Herbst die Regierung wechselt?
Die Entscheidung fällt heute.
Danke.
"Keine Reaktionen auf die staatliche Ölgesellschaft. Nur noch ein Redner."
"Der Gesetzesvorschlag wird angenommen werden."
Idiot!
-Oh. Hallo. -Hallo.
Ich habe mit deiner Mutter geredet.
Sie möchte gern morgen mit uns an den Strand fahren.
Du hast mit meiner Mutter geredet?
Ja. Ich bin immerhin der Vater ihres Enkels.
-Hast sie dich reingelassen? -Natürlich. Ich hatte Kuchen dabei.
Den hätten wir ja nicht auf der Schwelle essen können. Sie mag mich.
Sie spricht kein Englisch.
Genau. Und deshalb wollte sie, dass wir uns treffen.
Wir sehen uns also morgen. Um fünf bei dir?
-Ja... -Schön. Bis dann.
Nun beginnt die Abstimmung darüber,-
-wo die staatliche Ölgesellschaft und die Ölbehörde angesiedelt werden.
Die Abgeordneten befinden sich nun auf dem Weg in den Saal.
Anna? Die anderen beschweren sich über das Radio. Es stört bei der Arbeit.
Aber die Abstimmung beginnt gleich.
Ja, aber wir haben auch zu tun. Wir werden das Ergebnis schon erfahren.
-Ja, aber... -Na!
Bergen...
20 Stimmen.
Trondheim ...
49 Stimmen.
Stavanger...
75 Stimmen.
Es gibt also eine Mehrheit dafür, dass Stavanger die Ölhauptstadt wird.
"Ausgehend vom Wunsch der Regierung nach der Entwicklung einer Ölpolitik,-
-die sicherstellt, dass die natürlichen Ressourcen auf dem norwegischen Sockel-
-so genutzt werden, dass die gesamte Gesellschaft davon profitiert,-
-möchte das Komitee dazu Folgendes mitteilen:"
"1.: Es muss eine staatliche Steuerung und Überwachung-
-aller Aktivitäten auf dem norwegischen Kontinentalsockeln sichergestellt werden."
"2.: Die Erdölfunde müssen so genutzt werden, dass Norwegen..."
"4.: Die Entwicklung der Ölindustrie muss mit der nötigen Berücksichtigung-
-bereits existierender unternehmerischer Tätigkeit geschehen."
"Das Abfackeln von unbrauchbarem Gas auf dem norwegischen Kontinentalsockel-
-wird bis auf temporäre Ausnahmen nicht hingenommen..."
"6.: Erdöl vom norwegischen Sockel wird in der Regel in Norwegen an Land gebracht."
"8. Es wird eine staatliche Ölgesellschaft errichtet,-
-die alle unternehmerischen Interessen des Staates wahrnehmen kann-
-und mit inländischen und ausländischen Ölinteressenten zusammenarbeitet."
Willkommen in Norwegen!
Du bekommst eine Beförderung.
Danke. In Stavanger?
In Bartlesville, in der Zentrale. Wäre dir Stavanger lieber?
Sag mal... Was war das für eine heftige Reaktion eben im Saal?
Shell ist sauer, weil sie nicht den Block bekommen, in dem sie Öl vermuten.
Den bekommt vermutlich die staatliche Ölgesellschaft.
Shell wird sich daher jetzt wahrscheinlich zurückziehen.
Schön, dich zu sehen.
-Ist Jonathan nicht hier? -Er ist wieder in der Zentrale.
-Für immer? -Er denkt darüber nach.
Leute... Glückwunsch!
Stellt euch mal vor: Es passiert hier, hier in Stavanger.
Lasst uns darauf anstoßen.
Prost, Leute!
Anna? Komm mal her.
Rettedal kann Ed Young gegenüber sitzen und gute Geschäfte machen. -Fredrik?
-Ja, das ist gut. -Der Anwalt kann Rein gegenüber sitzen.
Die sind sich bestimmt schon mal auf der Nordsee begegnet.
Und wenn nicht, dann sollten sie sich kennenlernen.
-Jonathan ist nach Amerika zurückgekehrt. -Wirklich?
Das wusste ich nicht. Er hätte Bescheid sagen sollen. Dann nehmen wir ihn raus.
Und dann wäre da noch meine Familie, und da sind viele schräge Typen dabei.
-Sie ist nur aufgeregt. -Ja.
-Fredrik! Wo willst du hin? -Ich will nur eben...
-Hast du mit Johansen über Montag geredet? -Ja.
-Was meinst du? -Ich mache den Supervisor.
Vielleicht solltest du mal zum Arzt gehen. Du hast keine Ohrenschmerzen.
Du hast einfach Angst.
Wir können keine Taucher gebrauchen, die Angst haben.
-Hey... Ist das Hochzeitspanik? -Es ist alles gut.
-Was ist los? -Ich mache mir Sorgen um Christian.
Er kommt doch immer zu spät. Und ist bestimmt angetrunken.
Er braucht stabile Strukturen. Das war schon immer so, aber...
-So ist er halt. Das weißt du doch. -Schon... Ja, das... Ja.
Worüber machst du dir Sorgen?
Ich bin mir nicht sicher, ob Christian mich überhaupt heiraten möchte.
Was?
Also... Ich weiß nicht, ob er darüber überhaupt groß nachgedacht hat.
Er ist ständig genervt von mir.
Er jammert immer, dass ich so viel kann, dass ich besser bin als er...
-Das wird vorübergehen. -Glaubst du?
Er hat jetzt etwas gefunden, was er kann.
Im letzten Monat hat er mehr als ich verdient.
Geld ist... Vielleicht liegt es daran, dass ich ihn schon so lange kenne,-
-dass er mir gegenüber immer der ist, der er immer gewesen ist.
Ist das denn nicht gut? Dass ich einander kennt?
Manchmal habe ich das Gefühl, dass er mich nur heiraten möchte,-
-um euch glücklich zu machen.
-Willst du denn nicht, Anna? -Nein! Es ist sicher nur Hochzeitspanik.
Wenn es Hochzeitspanik ist, dann schließ die Augen-
-und stell dir vor, dass Christian jetzt hier um die Ecke kommt...
Dass er betrunken ist...
Und dass er dir etwas sagen muss.
-Dass er eine andere hat. -Hat er?
Wir können die Feier immer noch absagen.
Du kannst das nicht nur aus Höflichkeit machen.
Aber ihr habt doch schon das Atlantic reserviert.
Und die Menschen kommen von weit her, und all die Einladungen und...
Entschuldigung!
Was ist los?
Was ist denn?
Ist jemand gestorben?
Was ist?
Ich kann dich nicht heiraten.
Es ist vorbei.
-Sei froh, dass es jetzt passiert ist. -Nein, ich bin nicht froh!
Anna ist das Beste, was Christian je passiert ist.
Bevor er sie kennengelernt hatte, fiel er in allen Fächern durch!
Man konnte ihn morgens nicht wecken. Er schlief bist weit in den Tag hinein.
Er ging am Wochenende nie aus und besuchte nie unsere Eltern.
-Er ist unerträglich! -Er ist dein Sohn!
Ich weiß. Und ich bin hier auch nicht ohne Schuld.
Er kommt viel mehr nach mir als nach dir.
Voller düsterer Gedanken, ausgelassen auf Feiern,-
-antriebslos, wenn es Probleme gibt.
Aber dann tut er das einzig Richtige. Er tut genau das, was ich getan hatte.
Er sucht sich einen vernünftigen Menschen.
Eine, an der er sich festhalten kann, wenn es um ihn herum stürmt.
Eine, die darauf achtet, dass sein Leben es wert ist, gelebt zu werden.
Erinnerst du dich an den Tag, an dem Christian Anna mit nach Hause brachte?
Natürlich. Der 25. November 1966. Ich feiere diesen Tag jedes Jahr.
Wieso tust du das? Wieso?
Weil jemand, der so gut ist wie sie, mit ihm glücklich sein konnte.
Dann gibt es noch Hoffnung, dachte ich. Dann steckt etwas Gutes in ihm.
Es steckt immer noch Gutes in ihm.
Es ist, als würde man seine Tochter verlieren.
Ich weiß.
Versteht sie denn, wie traurig wir sind?
Sie können doch nicht aus Nettigkeit zu uns heiraten.
Könntest du versuchen, das in deinen Dickschädel rein zu bekommen?
Toril?
Sag Frank, dass unser Pastor mit dem amerikanischen Pastor geredet hat.
Wollen wir ein Treffen arrangieren?
Soll ich Frank mit ins Bethaus nehmen?
Unter gewissen Umständen könnte sich das vielleicht machen lassen.
Toril möchte... -Du übersetzt, ja?
Sag ihm, was ich gesagt habe, und dass viele glauben, dass er gar nicht weg war.
-Und dass... -Wer ist "viele"?
Die Gemeinde, Toril.
Ihr wart ja beide noch so jung.
Außerdem geht es hier ja um ein kleines Kind und...
Sag es ihm.
Was denn? Dass die Gemeinde mir verziehen hat und uns beide willkommen heißt?
Unter gewissen Umständen.
Meine Mutter sagt, dass uns in meiner Kirche vergeben werden könnte.
Unter gewissen Umständen.
Und dass dein Pastor mit unserem Pastor reden wird.
Es gibt eine gegenseitiges Einvernehmen zwischen ihnen, und es wird wohl gehen.
Oh, das ist wundervoll.
Danke, Frau Torstensen.
-Danke, Frau Torstensen. -Das habe ich verstanden.
Toril...
Es tut mir wirklich leid, dass ich am Anfang nicht hiergewesen bin.
Ich hätte niemals weggehen sollen.
Und jetzt, wo ich wieder zurück bin bei dir und Marius,-
-möchte ich euch nicht wieder loslassen.
Was?
Nächste Woche fliege ich zum Golf von Mexiko.
Shell wird nicht mehr in Norwegen bohren.
Wirklich? Jetzt, wo Marius dich endlich kennengelernt hat?
Ja.
Daher... Toril...
Möchtest du mich heiraten?
-Und nach Mexiko ziehen? -Ja.
Nein!
-Wegen Mexiko? -Toril...
Das wird nicht für immer sein. Wir werden auch an andere Orte ziehen.
Vielleicht kommen wir sogar irgendwann hierher zurück.
Es tut mir leid.
-Du hast hier doch nichts. -Ich habe alles, was ich brauche.
Das ist doch nicht dein Ernst. Ich biete dir hier ein wirklich gutes Leben an.
Ich habe ein wirklich gutes Leben.
Es tut mir leid.
Du kannst meine Mutter nach Hause bringen.
Marius und ich bleiben noch eine Weile hier.
-Stopp! -Mann über Bord!
Schafft den Korb runter, verdammt!
Kommt in die Gänge, Leute!
Norwegische Handelshochschule
Ja!
Töffel sagte: "Das wird nicht leicht. Denn Morra ist ein böses Wesen.
Erst machte er sich Mut mit einem verrückten Kriegstanz.
Dann biss er mit seiner ganzen Kraft in Murras kalten Schwanz.
Da war Murra so verdattert, dass sie schreiend in den Wald lief.
Und auf einem Stein saß Miffel, beeindruckt und sehr blass.
Ein Miffel ist einfach zu erschrecken, denn sie sind winzig klein.
Aber sie sind im Nachhinein umso leichter zu trösten.
Hallo.
Kann ich ein Bier haben? Du feierst ja gerade.
-Danke. -Möchtest du auch eine Kippe?
Wusstest du, dass Shell sich zurückzieht?
Ja, ich habe davon gehört. Aber wir haben keine Verträge mit denen.
So lange Phillips bleibt, ist für mich alles gut.
Marius' Vater fragte mich, ob ich mit ihm an den Golf von Mexiko ziehen will.
-Was hast du geantwortet? -Ich sagte Nein, danke.
Ich mag dich mehr.
Das wusste ich nicht.
JESUS - DAS LICHT DER WELT
Hallo.
ÖLGESELLSCHAFT DES NORWEGISCHEN STAATES
Möchtest du nach Dirdal?
Bergen.
-Ich nehme die Fähre. -Soll ich dich fahren?
-Wann bist du zurückgekommen? -Heute früh.
Damit habe ich nicht gerechnet.
Ich dachte, du hast wohl deinen Traumjob bekommen.
Ja, das hatte ich auch.
Ich kaufte mir ein neues Auto und eine Wohnung.
Aber dann begann ich nachzudenken.
Und dann merkte ich, dass ich Stavanger mag.
Den Regen, den Bismarckhering, die seltsame Sprache...
Dieses schöne Mädchen.
-Was willst du denn in Bergen? -Wirtschaft studieren.
Vier Jahre lang.
Die Fähre legt am Fiskepirteminalen ab.
Fisken...pir...terminalum.
Gewöhn dich besser daran,-
-wenn du deine schlaue Freundin an den Wochenenden besuchen willst.
Übersetzung: filmtiger
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