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Lieber Gott. Ich vermisse dich.
Nein, das ist nicht richtig.
Ich habe dich ja. Du bist immer da, aber...
Ich vermisse meine Mutter, und ich vermisse die Gemeinde.
Ich vermisse es, irgendwo dazuzugehören.
Und ich vermisse Vater ganz schrecklich doll.
Wäre ich doch damals nicht weggelaufen.
Ich bereue so vieles.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Wir müssen sicher sein, dass das britische und das norwegische Feld getrennt sind,-
-damit wir norwegisches Öl fördern.
Wir haben es etwas eilig, weil sie uns im britischen Sektor weit voraus sind.
Shell ist bereits auf Brent etabliert.
Genau. Deshalb hat Norwegen uns diesen Block angeboten.
Glückwunsch. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit.
Ich auch. Endlich.
Aber wenn man von beiden Seiten bohrt...
Wäre es nicht verlockend, norwegisches Öl zu fördern und es britisch zu nennen?
Wieso sollten wir das tun?
Weil ihr das Gas nicht mehr verbrennen dürft.
Und in Großbritannien gibt es keine solchen Restriktionen.
Ja, darüber haben wir gesprochen. Ausführlich.
Die Nordsee ist eine verdammte Goldgrube. Man muss das Gas nicht nutzen.
Man muss es nicht verkaufen. Es ist billiger, es zu verbrennen.
Für euch schon.
Aber hier geht es um Norwegen. Es geht um die Zukunft.
Woher habt ihr diese Idee?
Von einem irakischen Geologen in der Öl-Behörde.
Ging im Frühling durchs Parlament.
Hört ihr jetzt etwa auf Araber?
Ja, sicher, wenn es nötig ist.
Ich möchte Arve Johnsen bitten, uns den norwegischen Teil von Brent zu geben.
Wir sind bereit. Und das sollten sie auch sein.
Wo wird das Testbohrungs-Büro sein?
Die gesamte Operation wird von Norwegen aus organisiert werden.
Arbeiter, Versorgungsschiffe, Taucher?
-So viele lokale Ressourcen wie möglich. -Stavanger?
-Es stimmt also, was man hört. -Was denn?
Der Staat überlegt, das Unternehmen nach Bergen zu verlegen?
Das stimmt.
Das ist das Problem mit eurem politischen System.
Die Entscheidungen basieren auf Gleichheit, nicht auf der Realität.
Wie können wir sie davon überzeugen, dass Stavanger am besten geeignet ist?
Es ist ja so. Es ist alles hier.
Die Öl-Büros, Raffinerien, Heliports, Taucher, Expertise.
Eine Verlegung wäre riskant und außerdem dumm.
Überleg doch mal, was ihr erreicht habt.
Anna? Wie bekommen wir sie dazu, sich für Stavanger zu entscheiden?
Hier hat man am meisten Spaß. Also...
Wir brauchen die Präsentation für den Industrieausschuss des Parlaments.
-Hallo, Oma. -Hallo, mein kleiner Schatz. Hallo.
-Seid ihr euch schon begegnet? -Nur zufällig.
-Ich glaube dir kein Wort. -Nein...
Frau Nyman lud mich ein. Daher habe ich ihn ein paarmal besucht.
Hättest du mich dann nicht auch besuchen können?
Das ist alles nicht Marius' Schuld.
Nein. Aber jetzt ist er nun mal da. Bist du nicht froh darüber?
Doch...
Ich vermisse euch. Dich und das Bethaus, mein ganzes Leben.
Ja... Das tue ich auch, Toril.
Und ich vermisse meinen Mann.
Wie oft soll ich dafür noch um Vergebung bitten?
Ich habe mit Bengt gesprochen.
Es ist traurig, dass du seine Chance auf ein gutes Leben zerstört hast.
-Er wünscht dir nur das Beste. -Er hatte doch auch eigene Interessen?
Ja. Er mochte dich. Das kann man doch wohl verzeihen?
Du willst also, dass ich wieder bei Bengt einziehe?
Du verstehst die Lage nicht, Toril.
Ich rede nicht von dir oder Marius. Oder von Vater oder mir.
Es geht um einen Mann, der vor all seinen Bekannten lächerlich gemacht wurde.
Und als die Ehe geschlossen und das Kind geboren war-
-wurde er erneut gedemütigt.
Von einem 17-jährigen Mädchen, das nur an sich selbst dachte.
-Es fällt mir schwer, dir zu vergeben. -Marius? Wir gehen.
Nein, geht nicht. Hey...
Wir heißen den Industrieausschuss des Parlaments willkommen in Stavanger.
Hier sehen wir Slåtthaug. Es gab keinen Flächennutzungsplan für dieses Gebiet.
Aber ein halbes Jahr nach Baubeginn konnten die ersten Familien einziehen.
Wir haben uns auch für den Import amerikanischer Waren geöffnet.
Hier sehen Sie die amerikanische Schule.
Hier ist unser Golfplatz. Dort wurden viele wichtige Verträge geschlossen.
Wir haben außerdem zahlreiche Lager- und Geschäftsgebäude.
Die Behörde und die Ölgesellschaft könnte man sehr gut unterbringen,-
-inklusive Wohnungen für die Familien der Angestellten.
Wir führen derzeit umfassende Baumaßnahmen durch.
Vor einem Jahr begann Norwegian Contractors damit,-
-einen Zwischenlagertank für Phillips Petroleum zu bauen.
Schicht um Schicht, Stunde um Stunde, Meter um Meter bauten sie dieses Koloss.
Der Damm wird geöffnet, das Wasser strömt herein, und der Tank schwimmt.
Stavanger ist eine moderne Stadt im Wachstum.
JESUS - DAS LICHT DER WELT
So, meine Herren, schnappen Sie sich bitte Hut und Mantel-
-und nehmen Sie auf dem Weg nach draußen gern einen Regenschirm von uns mit.
Wir machen einen Ausflug.
Wir sehen uns erst einige Immobilien an und beenden die Tour dann am Hinnavågen,-
-wo eine lokale Taucherfirma gerade Entfernungsmesser-
-an der Bodenplatte des Ekofisk-Tanks montiert. Danke.
Du hast dich mit Shell getroffen?
Es ging um Wohnungen, Schulen, Helikopterverträge und Abflugzeiten.
Anna, könntest du...?
Wir haben uns einige Strandgrundstücke und Versorgungsschiffe angesehen.
Sie haben den Block noch gar nicht zugeteilt bekommen.
-Das ist doch nur eine Formalität. -Formalitäten sind wichtig.
Sie haben uns 12,5 % Royalty und 30 % Carried Interest geboten.
-Die Regierung schlägt 50 % vor. -Das Feld hat ein enormes Potential.
Shell ist ja bereits im britischen Sektor vor Ort.
Es stehen hektische Monate bevor. Es muss viel entschieden werden.
Wo siedeln wir die Ölbehörde an? Wird es eine staatliche Ölgesellschaft geben?
Und sollte sie nicht Blöcke zugeteilt bekommen, in denen man Öl vermutet?
Das könnte als nicht ganz fair betrachtet werden.
Es ist auch nicht ganz gerecht, dass Shell vor der nächsten Konzessionsrunde-
-einen Block zugeteilt bekommt, in dem sich fast garantiert Öl befindet.
-Wollt ihr Shells Gebot blockieren? -Wir wollen es versuchen.
Ich bin bereit, wenn du es bist.
-Alles in Ordnung? -Ja. Ich komme raus.
Ich hätte nicht mit Ohrenschmerzen tauchen sollen.
Nein. Ihr wart nicht druckdicht.
Dauern die immer lange? Die Ohrenschmerzen?
-Nein, die gehen wieder weg. -Komm jetzt mit an Deck.
Bist du jetzt mein Chef?
Die Delegation vom Rathaus kommt gleich.
Entschuldigung.
-Ist es schön, wieder zu tauchen? -Ja.
C-Max ist die erste norwegische Firma, die in der Nordsee taucht.
Sie gehört Christian Nyman, einem ausgebildeten Marinetaucher.
Wir schicken nun einen Helmtaucher runter, der Entfernungsmesser am Tank montiert.
-Wie viele arbeiten bei euch? -Zehn, aber wir stellen zwei weitere ein.
Mit unserer Taucherglocken-Ausrüstung können wir auf den Plattformen arbeiten.
So. Wollen wir uns den Tank mal aus der Nähe ansehen?
Wenn Sie etwas...
So, genau.
Schön. Stellen Sie sich jetzt bitte hier hin.
Darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten?
Geht es allen gut?
Willkommen am Tank. Ziemlich beeindruckend, oder?
In wenigen Monaten werden wir ihn auf die Nordsee schleppen.
Das Öl soll in dem Tank gelagert werden,-
-damit die Tankschiffe es sicher aufnehmen können.
Wenn die Pipeline nach Teesside fertig ist, können wir ihn dazu verwenden,-
-das Öl vom Gas zu trennen, um das Gas nach Deutschland schicken zu können.
Das kostet uns das letzte Hemd.
Aber in Norwegen machen wir es auf norwegische Art:
Wir zahlen - Sie verdienen.
Sie möchten sicher wissen, wie wir das Öl vom Gas trennen werden.
Ich will es Ihnen erzählen:
Phillips hat dazu in Alaska Experimente durchgeführt.
Wir haben eine Methode gefunden, mit der wir das Gas nach unten-
-in das Reservoir pumpen können, um den Druck aufrechterhalten zu können.
Das Ekofisk-Reservoir ist also im Moment voller Gas.
Aber sobald wir den Tank dort haben, können wir es wieder hoch holen.
Dieser Tank hat eine Kapazität von 350.000 Barrels pro Tag.
Wollen wir mal einen Ausflug machen? Ich verbringe gerne Zeit mit dir.
Ja. Gern.
Was hältst du von heute Abend?
Ich arbeite heute Abend. Dinner im Atlantic.
Das ist echt eine lustige Truppe.
-Was hältst du von Stavanger? -Ich sehe, was ihr geschafft habt.
Norwegian Contractors baut weitere Konstruktionen nach dem gleichen Prinzip.
Bald wird eine Ölplattform aus Zement auf die Nordsee raus geschleppt.
-Ich wäre gern hier. -Aber...?
Viele von denen, die heute hier sind, werden in der Ölhauptstadt arbeiten.
Ja. Und...?
Arne... Stavanger ist eine Bethausstadt.
Du hattest recht, Anna: In Stavanger hat man mehr Spaß.
Die wissen es nur noch nicht.
Wieso sind diese Leute so wichtig?
Sie werden darüber entscheiden, welche Stadt die Ölhauptstadt wird.
Hallo, Erna. Hast du heute Abend Zeit?
Rum und Cola.
Sofort.
Es tut mir leid. Was hätte ich tun können?
Mich heiraten. Mich mitnehmen.
Du warst 17. Ich hatte Geld geschickt, aber es kam alles zurück.
Deine Mutter sagte, du hast einen anderen geheiratet.
Ja. Sie ließ mir keine Wahl.
Sie wollte sicher nur dein Bestes. Vergebung ist wichtig.
Wieso? Es steht zwar in der Bibel, aber wieso ist es wichtig? -Lise!
-Was bringt es? -Zwei Wodka Cola.
-Gehst du noch in die gleiche Kirche? -Katrine!
Ich verließ meinen Ehemann. Daher: Nein. Prost.
Wir haben ein Bethaus in Randaberg. Möchtest du mal mitkommen?
Ich habe den Jungen gesehen.
-Darf ich ihn mal treffen? -Nein.
-Toril... -Wir kommen gut zurecht.
Wir brauchen niemanden mehr.
-Er sieht aus wie ich als Kind. -Mag sein.
-Kennen Sie schon Arve Johnsen? -Hallo. Freut mich. Frank Wilson.
-Haben Sie keinen Drink? -Der steht noch an der Bar.
Ihr habt genug Öl für zwei Weltkriege.
Ihr könntet sogar zum Mond fliegen.
Wir sollten trotzdem keine Energie verschwenden.
Hör dir bitte mal an, was der Shell-Mann Johnsen erzählt.
Die Stimmung sollte angenehm bleiben.
Haben Sie eine Ahnung, wie viel das kostet?
Wir haben einige Berechnungen angestellt. Sie würden trotzdem noch Profit machen.
-Möchte jemand einen Drink? -Wenn Sie den Block denn bekommen.
-Möchten Sie einen Drink? -Nein, danke.
Gib ihm was zu trinken.
-Kannst du mir einen Gefallen tun? -Ja, klar.
Sorg dafür, dass keine traurigen norwegischen Lieder mehr laufen.
Die verschlechtern unsere Chancen.
Ist Politik nicht toll?
-Was bekomme ich dafür? -Was?
-Bekomme ich einen Tanz? -Nein.
-Und was ist mit einem Line Dance? -Vielleicht.
Ich dachte, sie essen im Atlantic?
Sie essen hier. Rettedal wollte die Location nicht wechseln.
Das würde wohl eure Chancen verschlechtern, nehme ich an.
Versprich mir, dass du in der Reihe neben mir stehst.
-Ich arbeite gerade. -Ich auch. Ich habe Jukebox-Dienst.
-Ich heirate im Juni. -Ja, ich weiß.
-Ich bin eingeladen. -Was?
Wir denken darüber nach, unseren Vertrag mit Nyman Supply zu verlängern.
Deshalb... Ich wurde also eingeladen.
Ja, das ist... Ich sagte dir doch, dass ich mich mit Politik auskenne.
-Schließen sie jetzt? -Nein. Das nennt sich "Lock-In".
Sie schließen die Gardinen, damit wir unbeobachtet weiter feiern können.
Gute Idee.
Diese blöden Münzen...
-Läuft doch gut. -Findest du?
Es ist sehr wichtig für die Region, dass wir das bekommen, denn sonst...
Darf ich dich küssen?
Wir sind in der Öffentlichkeit, daher fand ich es angemessen, zu fragen.
Wieso?
Weil ich dich mag. Ich kenne dich jetzt schon lange.
Ich befürchte, dass du jemanden heiratest, den du nicht liebst,-
-nur weil du denkst, dass du es tun musst.
So viele Gründe.
Nein. Ich möchte es einfach tun.
Weil ich dich mag.
Alle werden uns sehen.
Man kann mehr als ein Lied auswählen. Suchen Sie sich jeder eins aus.
Und wenn Sie mehr wollen, als Platz haben, dann werfen Sie eine Münze.
Sie können Krone sein, und Sie Zahl.
Wir könnten ein paar Frauen im Industrieministerium gebrauchen.
Danke. Das war schön.
Du solltest jetzt besser wieder zu deiner Arbeit zurückkehren.
Ich bat nur um einen Kuss.
Hallo zusammen!
Es ist wichtig, eine gute Grundlage für den Heimflug zu schaffen.
Ich habe gehört, dass der Start ziemlich turbulent sein kann.
Seht her. -Susanne, hilfst du mir mal?
Und dann haben wir noch Cola... Ja, guckt. Das brauchen wir jetzt.
So. Bitte. Bedienen Sie sich.
Oreos?
Ich nehme einen.
Wo bist du gestern abgeblieben? Gut nach Hause gekommen?
Ja, ja...
Hat mich gefreut.
-Gut gemacht. -Ja. Lief gut.
Ich brauche das hier.
Schreib es ins Reine. Wir treffen uns dann um fünf im Motorhotel.
-Was ist das? -Eine Frühstücks-Sitzung.
Ich dachte, es sei informell. Daher habe ich es nicht von Anfang an aufgezeichnet.
Nimm es bitte mit nach Hause. Danke, Anna.
Das ist doch der Grundstein der Politik deiner Partei, Arne.
Und wenn sich die Konservativen irren? Ich kann der Partei nicht blind folgen.
Das Parlament soll also über eine 100% staatliche Ölgesellschaft abstimmen?
-Ja, genau. -Das ist ein großer Fehler!
Ich habe nichts dagegen, dass der Staat umfangreiche Regeln für Ölfirmen erstellt.
Wenn der Staat aber als heilige Dreifaltigkeit-
-mit Direktorat, Ministerium und eigener Gesellschaft agiert,-
-dann ist das fast schon unmoralisch.
Die Parlamentarier aus Rogaland sollten also gegen diese Gesellschaft stimmen?
Entschuldigung.
Du bist ein guter Mann mit einem guten Job und einem schönen Haus.
Ich bin mir sicher, dass viele es gut bei dir haben würden.
Es fällt den Leuten wohl jetzt nicht leicht, das so zu sehen.
Nein. Es fällt mir selbst nicht leicht, das zu glauben.
-Wie läuft es denn im Bethaus? -Ich war nicht mehr dort seit...
Seit letztem Mal.
Entschuldigung.
-Du warst in einer schwierigen Lage. -Ich hätte auch an dich denken sollen.
Wenn diese staatliche Ölgesellschaft das Öl in Norwegen an Land bringt,-
-wird das unserer gesamten Region nützen.
Der Staat kann so eine Gesellschaft doch nicht leiten. Das ist zu groß.
Reichtum muss von denen verwaltet werden, die etwas davon verstehen.
Das kommt am Ende den meisten zugute. Wir sind die Einzigen, die das können.
Du wirst nicht ewig im Rathaus sitzen.
Ich kann deiner Firma einen sehr vorteilhaften Vertrag anbieten.
Wenn die Zeit vorbei ist. Sehr vorteilhaft.
Ich kann dir schon morgen einen Vorschuss geben.
Ja... Das wird nicht nötig sein.
Die gibt es überall.
Leute, die Geld verdienen wollen, sobald sich eine Gelegenheit ergibt.
Sie glauben an den richtigen Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
Das ganze Geld sollte nicht Menschen wie mir zufallen,-
-die zufällig zu einem einmaligen Zeitpunkt richtig platziert sind.
Aber ich brauchte eine Abschrift dieses Gesprächs. Diesmal nur für mich.
Falls irgendwann eine andere Version auftauchen sollte.
Das Problem mit dem Öl ist,-
-dass wir nicht wissen, was es bedeuten wird.
Nur wenige Menschen haben sich damit beschäftigt.
Und die wenigen, die es getan haben, wollen eine staatliche Ölgesellschaft.
Wir müssen natürlich ausarbeiten, wie das Geld verteilt und investiert werden soll.
Aber alles in allem: Die Ölpolitik der Arbeiterpartei,-
-das Erdölgesetz... Das ist ein Königreich. Prost.
Glaubst du, sie werden sich für Stavanger entscheiden?
Die Delegation will Stavanger, aber das Parlament entscheidet.
Das klingt nach einem spannenden Tag im Parlament.
Wenn du heute in die Politik gingst: Welche Partei würdest du wählen, Anna?
Es ist schwer, bürgerlich zu wählen, wenn man von da kommt, wo ich her komme.
-Möchtest du denn in die Politik gehen? -Manchmal.
Wenn ich sehe, wie schwer es manche haben, voranzukommen.
Nicht die Schlausten. Die kommen schon zurecht. Aber die anderen.
-Die anderen? -Die Zweitbesten.
Die Zweitbesten? Du hast absolut recht. Die sind es, für die wir arbeiten.
Aber wenn morgen Wahl wäre, würde ich "Rettedal für Rogaland" wählen.
Ich habe auch als Nummer zwei viel ausrichten können.
Und sonst so? Läuft es gut?
-Nicht ganz. -Tja...
Ich finde das einzigartig.
Alles, was passiert und passieren wird, in dieser kleinen, armen Bethausstadt.
Wir leben gerade am aufregendsten Ort-
-in der aufregendsten Zeit in der ganzen Welt.
Das dürfen wir nicht vergessen.
Nein.
Christian?
Christian?
Und ich bitte dich um Vergebung für gestern.
Die Mädchen hätten die Feier nicht auf den Hotelzimmern fortsetzen dürfen.
Auch wenn es gut für Stavanger gewesen sein könnte...
Das meine ich nicht so.
Es ist vor allem gut, dass Frank zurück ist,-
-und ich bin froh darüber, dass Marius' Vater Christ ist.
Ich würde ihn gern mit ins Bethaus nehmen, aber das geht nicht.
-Möchtest du ein Glas Wein? -Ja, gerne.
Oder vielleicht doch nicht.
-Bist du betrunken? -Ein bisschen.
-Ich mache gerade Kaffee. Möchtest du? -Nein. Ich bin gern betrunken.
Ich mache dir eine Tasse.
-Was hast du eigentlich gerade gemacht? -Ich habe gebetet.
-Wofür denn? -Vergebung.
-Vergebung? Wofür? -Ach, du weißt schon... Alles.
Wie gut, dass ich kein Christ bin. Dann könnte ich nichts anderes tun.
Du machst doch auch etwas Gutes, oder nicht?
Was hat Gott dir denn heute vergeben?
Heute hat Gott mir vergeben,-
-dass ich ein Kind bekommen habe, obwohl ich nicht verheiratet war.
Wie hast du das geschafft?
Ich habe das beste aus der Situation gemacht, und deshalb hat er mir vergeben.
-Wie hat er dir das gesagt? -So funktioniert das nicht...
Ich habe es gespürt.
Wofür würdest du beten, wenn du es tun würdest?
Dass alles wieder so wird wie früher. Dass ich keine Angst vorm Tauchen habe.
Gibt es etwas, was Gott nicht vergibt? Oder muss man nur genug beten?
Es gibt keine Vergebung dafür, dass ich aus der Kirche gelaufen bin-
-und mein Vater gestorben ist.
-Kannst du dir selbst vergeben? -Das ist unverzeihlich.
-Ich wusste nicht, dass du gern trinkst. -Aber sicher.
Ich mag alles, was ich nicht mögen sollte. Deshalb bete ich so viel.
Ich bete jeden Tag eine halbe Stunde, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme.
Aber ich kann es nicht lassen.
"Lieber Gott. Vergib mir, dass ich mich gestern betrunken habe."
"Und vergib mir, dass ich es mag, wenn ältere, verheirate Männer mich ansehen,-
-wenn ich mich an der Bar vorbeuge. Ich mache das immer extra lange."
"Ich wäre mit einem aufs Zimmer gegangen, wenn Ingrid nicht angerufen hätte..."
Ich war betrunken, als ich deinen Vater anfuhr.
Was?
Ich war betrunken, als ich deinen Vater anfuhr.
Hallo.
-Hallo. Du bist hier? -Wo bist du gewesen?
-War ein bisschen feiern. -Schön.
Setz dich doch.
Es ist schön, dass du zuhause bist.
Ich sehe dich ja nicht gerade oft.
Du bist so oft unterwegs, und wenn du zuhause bist, machst du andere Sachen.
Oder bist mit anderen unterwegs.
Ich dachte mir nur... Wollen wir, dass es so ist?
-Was denn? -Wir heiraten doch.
Es scheint dich nicht so sehr zu interessieren, daher...
Weil ich ein paar Bier mit den Jungs trinke? Ist das der Grund?
Nein.
-Wie läuft es mit dem Tauchen? -Es läuft gut.
Ich traf neulich Martin. Er sagte, dass du nur Supervisor bist.
Ja, ich habe da viel Geld reingesteckt. Einer muss ja aufpassen.
Er sagte, du hättest keine große Lust mehr aufs Tauchen.
Ich habe selten so was Dummes gehört.
Ich gehe ins Bett.
Ich fahre zu meinen Eltern.
Es könnte spät werden.
Gut.
Mr. Kay? Telefon für Sie.
-Jonathan Kay. --Ich bin's.
Hallo... Wie ist es gelaufen?
Ich habe es ihm nicht gesagt. Ich konnte es nicht.
Ich weiß nicht, wie er damit zurechtkäme.
-Was meinst du damit? -Ich mache mir Sorgen um ihn.
Ich kenne ihn, seit er 16 war.
Ich glaube nicht, dass er das verkraftet.
Du bleibst also bei ihm, weil er schwach ist?
Rede nicht so über ihn!
Das ist nicht in Ordnung!
Er war sieben Jahre lang mein bester Freund.
Habe ich also... Habe ich alles zerstört?
Lass uns später reden.
Lieber Christian. Das Leben ist ziemlich lang, und vielleicht sollten wir nicht...
Bitte entschuldige, dass ich so dumm war.
Willkommen im Klub.
Und der Herr lächelte seinem Sohn zu, denn er hatte sich richtig entschieden.
Willkommen im Haus des Herren,-
-ob es nun dein erstes Mal bei uns ist oder du ein alter Freund bist.
Vielleicht ist dein Glaube fest wie ein Berg, vielleicht wackelt er ein wenig.
Es ist in Ordnung. Ihr seid alle willkommen in unserer Kirche.
Jesus liebt euch!
Übersetzung: filmtiger
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