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-Wo willst du es haben? -Hier.
-War der Kaffee gut so? -Der hat widerlich geschmeckt.
C-MAX STAVANGER - TAUCHERGESLLESCHAFT
Komm und sieh es dir an. Es ist fertig.
Oh...
-Stimmt was nicht? -Nein, alles in Ordnung.
-Ein eigenes Boot ist was Feines. -Ja, genau.
Ich konnte den letzten Eimer Farbe nicht finden. Magst du mal nachsehen?
Danke.
Wusstest du, dass die Glocke von FX gerade zur Reparatur in Dusavik ist?
-Wir können uns selbst eine bauen. -Wie bitte?
Das sind nur ein paar Platten, die zusammengeschweißt sind.
Von wegen! Das muss ordentlich gemacht werden.
Hast du keine Lust mehr?
Darum geht es nicht. Ich habe nur noch 700 Kronen auf der Bank.
In drei Wochen muss ich die Miete zahlen, und ich habe das Geld nicht.
-Ich kann deine nächste Miete übernehmen. -Das ist nett von dir, aber...
Wenn wir eine Glocke bauen wollen...
Werden wir nicht. Wir haben keine Skizzen, und wir wissen nicht, wie man das macht.
Und das wäre auch nicht gratis. Wir verdienen kein Geld, wenn wir sparen.
Wir brauchen Gasflaschen, Nabelschnur, Monitor, Tank, Kran!
-Was sollen wir denn dann machen? -Oberflächen-Tauchen.
Oder wir gehen zurück zu FX.
Hast du mit FX gesprochen? Hast du aufgegeben?
Ich verkaufe meine Aktien.
Aber das ist doch deine Absicherung.
Aber ich befinde mich doch schon im freien Fall.
Manchmal bist du echt ein bisschen verrückt.
Angenommen, wir würden diese Taucherglocke bauen.
Wie würdest du vorgehen?
Wir brauchen gute Skizzen, einen Ingenieur, der die Statik berechnet,-
-und einen Schweißer.
Das mit den Skizzen habe ich überprüft. Die kann man nicht kaufen.
-Die wären teurer als die Glocke. -Das sagte ich doch schon:
Die Glocke von FX ist zur Überholung in Dusavik.
-25. Hast du das? -Ja.
-Und das Glas? -36.
Sind das hier die Originalzeichnungen?
-Sind die nicht detailliert genug? -Doch, die sind ziemlich gut.
Hier muss es Durchmesser heißen, nicht Umfang.
Was braucht ihr? Statische Berechnung, Berechnung des Materialbedarfs?
-Beides, wenn das möglich ist. -Das ist möglich.
Das wird teuer werden, auch wenn ihr euch noch so viel Mühe gebt.
Okay, wir legen sofort los.
Aber wir müssen das zwischendurch machen, weil wir mit dem Tank beschäftigt sind.
Was die Bezahlung angeht...
Ich schulde Anna wohl einen Gefallen. Ich würde sagen, dann sind wir quitt.
Und ihr solltet besser nicht sagen, wo ihr die Zeichnungen her habt.
Dann müssen wir jetzt nur noch das Geld holen?
Warte hier. Ich komme gleich wieder.
-Deine Aktien sind nicht so viel wert. -Was soll das heißen?
Die Konservenfabrik kommt gerade so über die Runden. Das Gebäude ist beliehen.
Was ist mit Supply? Ich habe gelesen, dass ihr ein neues Schiff gekauft habt.
-Und dass ihr so ausgelastet seid... -Du hast keine Aktien von Supply.
-Was? -Supply ist eine eigenständige Firma.
Wenn die Konservenfabrik pleite geht, wirkt sich das nicht auf Supply aus.
Habe ich deshalb nur Aktien der Konservenfabrik bekommen?
Du hast die Aktien zu deiner Taufe bekommen.
Supply ist eine neue Firma.
Wenn Supply sich selbst trägt, können wir darüber nachdenken,-
-die Eigentümerstruktur zu ändern.
Wir befinden uns noch in der Investitionsphase.
Wir brauchen keinen Eigentümer, der der Familie droht.
Und das tust du doch gerade?
-Komm, wir gehen ein Bier trinken. -Okay. Was...?
Er ist so ein Arschloch!
Alle finden ihn so nett, aber er ist ein kaltes, hartherziges Arschloch!
-Wo willst du hin? -Ins "Esso".
-Was machen wir jetzt? -Was weiß ich.
Denk du dir mal was aus. Soll ich mich um alles kümmern?
-Ich gehe lieber nach Hause. -Ja, toll.
Alle ziehen sich zurück und sind gleichgültig.
Er ist auf sich gestellt. Seine Eltern taugen nichts. So ist es halt.
Darauf trinke ich.
Wer ist das?
Wir fangen einfach an mit dem Essen. Er kommt, wenn er kommt. -Hallo.
-Alles in Ordnung? -Auf jeden Fall.
Sieh mal einer an...
-Bedien dich, Anna. -Danke.
Ja, ja... Danke.
Ich habe mit dem Atlantic gesprochen. Wir bekommen das gesamte Obergeschoss.
Wenn die Trauung um 11 Uhr stattfindet, werden wir mit einem Boot abgeholt,-
-bekommen dort Canapés und Champagner und das Essen dann im Hotel.
Mit Familien, Freunden und Angestellten werden wir etwa 80 Personen sein.
Ja, ich weiß ja nicht, was ihr euch gedacht hattet, Anna.
Also... Ich dachte nur an meine Eltern und Geschwister.
Wir machen es so, wie du es wünschst.
Es gibt ja in jeder Familie eine verrückte Tante...
Wenn es doch nur eine wäre.
Wir brauchen von deinen Eltern nur ein Datum.
Wir sind über Pfingsten und in den ersten drei Juli-Wochen verreist.
Und in der ersten August-Woche. Oder war es die zweite?
Ich werde sie fragen.
Und sie brauchen sich keine Gedanken über die Kosten zu machen.
Es gib nur eine Hochzeit in der Familie, und da wollen wir an nichts sparen.
-Der Vater von Torilds Kind ist zurück! -Aha.
-Bist du betrunken? -Ja.
Hast du Angst, dass ich mich auf den Tisch erbreche?
Nein, dazu hat man Toiletten.
Wo willst du jetzt hin?
Geh doch nicht jetzt, wo es gerade so gemütlich ist. Mama!
-Magst du nicht was essen? -Ja, aber....
Ich überlege auch, wieder nach Hause zu ziehen.
Ich wollte heute meine Aktien verkaufen, um mir selbst etwas aufzubauen.
Aber die waren gar nichts wert!
Mama! Wie viel kostet die Hochzeit?
Man kommt nicht einfach zu Reichtum. Man muss dafür arbeiten.
So wie du? Firmenbesitzer in dritter Generation!
Was ist los, Christian?
Ich habe meinen Teil dazu beigetragen, unser Familienvermögen zu erhalten.
-Das wirst du auch einmal tun. -Alles, was ich anpacke, geht schief.
Falls du es dir noch anders überlegst, wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt, Anna.
Denn ich bleibe hier.
-Nachtisch? -Ich will keinen Nachtisch.
Doch. Und du wirst ihn bei dir zuhause essen. Ich habe dir ein Taxi gerufen.
-Jetzt hör aber mal auf. -Los jetzt.
Sprich mit deinen Eltern. Dann finden wir einen Termin.
Um viel ging es bei dem Vertrag mit Hastings & Son?
War das nicht über ein Drittel der jährlichen Produktion, fünf Jahre lang?
Das war ein reines Verlustgeschäft.
-Aber wenn Norwegen in die EG eintritt... -Ja, "wenn"...
Manchmal muss man etwas progressiv sein. Sogar die Arbeiterpartei will in die EG.
Willst du die etwa wählen?
Ich würde sogar die Kommunisten wählen,-
-wenn es Christian hilft, seine Aktien zu verkaufen, um eine Firma zu gründen.
Fahr nach England.
Das bringt große Verluste. Wir können Aktien nicht mit Verlust verkaufen.
-Du weißt nicht, was passieren wird. -Nein, aber Ulriksen weiß es.
Das hängt davon ab, wie viele Aktien du verkaufst, wenn der Vertrag bekannt wird.
-Wichtig sind die Signale, die du sendest. -Das klingt ziemlich optimistisch.
Ist Hoffnung in Unternehmen nicht genauso wichtig wie Mathematik und Effizienz?
Ich denke einfach, dass dein Vorschlag...
Dass er sich in einer Grauzone bewegt.
Familien müssen sich manchmal in Grauzonen bewegen.
Wir sind weiterhin interessiert, aber der Preis ist unverändert.
Ich hatte den Eindruck, dass ihr bei einem niedrigeren Preis Verlust macht?
-Dinge ändern sich. -Was hat sich geändert?
Nyman Supply. Die Erdölbranche.
Plötzlich verdienen wir viel Geld. Es war eine große Investition.
Wir hätten fast alles verloren, aber jetzt...
Die Konservenfabrik ist veraltet.
Bjellands produziert fünfmal so viel wie wir, bei gleicher Anzahl an Angestellten.
-Das Potential ist also riesig. -Wie schnell können Sie liefern?
Sofort. Unsere Lager sind voll.
Dieser Vertrag würde außerdem grünes Licht für weitere Investitionen geben.
Okay. Legen wir los! Mal sehen, was wir tun können.
Ja, legen wir los. Prima.
Ich habe nachgedacht.
Also...
Du hast zuhause so wenig bekommen, aber so viel erreicht.
Mein Problem ist, dass ich nicht an mich glaube. Alles, was ich habe und kann,-
-habe ich von zuhause. Und ich komme allein nicht zurecht.
Doch. Das Tauchen und die Wohnung...
Ich werde die Taucherglocke trotzdem in Auftrag geben.
Du hast doch kein Geld. Und die Bank gibt dir keins.
Darum geht es nicht. Solange man daran glaubt, dass es klappt, klappt es auch.
-Das tut es nicht, Christian. -Doch. Ich war nur faul.
Das habe ich jetzt verstanden. Davon habe ich genug.
Das hier muss mir gelingen.
Christian, es ist nicht so...
Glaubst du etwa nicht, dass ich das schaffe?
Nein, darum geht es nicht...
Martin? Wir erteilen heute den Auftrag zum Bau der Glocke.
Das wird klappen. Wir müssen uns einfach mehr Mühe geben.
Dann baue ich sie halt allein!
-Erwägst du, an Bjelland zu verkaufen? -Nicht unbedingt an Bjelland.
Aber du erwägst einen Verkauf?
Nyman ist mehr als ich und meine Familie.
Die Zukunft ist unsicher für ein so einseitig ausgerichtetes Unternehmen.
-Wieso beginnt ihr nicht mit Vertrieb? -Das könnten wir tun.
Aber dazu braucht es Zeit, Geld, Engagement und Wissen.
Wir müssen uns entscheiden: Sind wir sentimental oder pragmatisch?
Und du bist pragmatisch? Indem du die Konservenfabrik abgibst?
Nein, ich gebe nichts ab. Ich verkaufe.
Ich habe voll auf Supply gesetzt, und das werde ich weiterhin tun.
Aber die Konservenfabrik wird gut geführt.
Mein Geschäftsführer Ulriksen hat den Betrieb viel besser im Griff als ich.
Die Konservenfabrik ist also in guten Händen, egal, was geschieht.
Aber nicht in deinen?
Vielleicht nicht in meinen.
Aber das Wichtigste sind doch eh die Fabrik und die Angestellten, nicht ich.
Ich wurde dazu erzogen, ein Unternehmen zu übernehmen und die Familie abzusichern.
Aber auch dazu, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.
-Das geht nicht immer Hand in Hand. -Kann ich dich damit zitieren?
Ja, nun... Das mit der gesellschaftlichen Verantwortung ist wohl etwas schwülstig.
Aber du kannst gerne schreiben,-
-dass wir einen guten Vertrag mit Hastings & Son abgeschlossen haben,-
-und dass wir erwägen, den Vertriebsbereich zu schließen.
Wenn du von einer "staatlichen Ölgesellschaft" sprichst;
Meinst du damit rein staatlich?
-Ja, vorzugsweise schon. -Ist das realistisch?
Der Vorschlag befindet sich derzeit beim Industriekomitee der Arbeiterpartei.
Aber er könnte schnell Realität werden.
Das würde ja Norsk Hydro als bevorzugtes Ölunternehmen des Staates ausschließen.
Das ist richtig.
Wenn der Ball so liegt, darfst du ihn aus dem Bunker nehmen.
Leg ihn einfach ins Gras.
Was sagt Norsk Hydro dazu? Ist das nicht dein Arbeitgeber?
Die sind natürlich dagegen. Aber es steht nichts in der Satzung,-
-was einem politisches Engagement verbietet.
-Nimm einen Siebener. -Wieso?
Weil wie keine Scheich-Macht wollen.
Diejenigen, die es sich leisten können zu investieren,-
-sollen nicht mehrere Generationen lang den gesamten Reichtum anhäufen können.
Der Staat soll die Verantwortung tragen, damit er dem ganzen Volk zugute kommt.
Ja...
Aber es haben doch alle Staaten eine staatliche Ölgesellschaft, außer den USA.
Fast alle. Dänemark nicht.
Nein... Da wollten sich irgendwelche Idioten bei der Oberklasse einschleimen.
Ziemlich spitz formuliert.
Aber das ist doch die Öl-Politik der Arbeiterpartei.
So weit ich weiß, heißt unser Ministerpräsident Per Borten.
So wie du nächster Bürgermeister nach Larsen wirst,-
-werden wir nach der Wahl die Regierung übernehmen.
-Ziemlich spitz formuliert. -Keineswegs.
Du spielst auch nicht so oft, oder?
Wird Nyman heute aufgekauft?
Ich wusste es! Wenn man etwas unbedingt will, gelingt es auch.
Jetzt kann ich mich zurücklehnen und auf die Angebote warten.
-Willst du nicht deinen Vater anrufen? -Wieso? Das kriege ich doch hin.
Überprüf erstmal, ob es Kaufinteressenten gibt.
Es ist nicht sicher, dass der Vertrag so lukrativ ist, wie es hier steht.
-Hast du den Artikel gelesen? -Dann nimmt das Interesse schnell ab.
Du musst immer alles besser wissen. Aber das ist einfach nicht immer so.
Du kannst nicht alles. Es gibt auch Dinge, die ich kann.
Christian!
Christian!
Zieh dir etwas an. Wir treffen uns mit den Käufern.
Wir verkaufen die Konservenfabrik und brauchen dafür deine Unterschrift.
Und wenn später ein besseres Angebot kommt?
Ich würde gern noch ein bisschen abwarten.
Ja, aber das wirst du nicht tun.
Ich bin volljährig. Du kannst mir nicht vorschreiben, was ich zu tun habe.
Nein, aber ich kann dir Ratschläge geben.
Und jetzt rate ich dir, mit mir mitzukommen. Sofort.
Und wenn ich Nein sage?
Was ist, wenn du dich irrst, und ich später mehr verdienen könnte?
Wenn ich mir irre, bekommst du ein Drittel des Aktienkapitals von Nyman Supply.
-Dann gewinne ich ja so oder so. -Ganz genau.
Entweder als junger, bescheidener Geschäftsmann.
Oder als egoistischer Scheißkerl.
Also komm jetzt!
Ministerpräsident Borten steht unter großem Druck.
Die durchgesickerten Informationen über die Verhandlungen mit der EG-
-über die Subventionen von Bauern kamen direkt aus seinem Büro.
Im Parlament wurden Forderungen nach dem Rücktritt der Regierung laut.
Wir werden laufend über die weitere Entwicklung des Falls berichten.
Wenn man schummeln will, muss man doch aufpassen, dass man nicht erwischt wird.
Was für Chaoten.
Ziemlich viel Aufregung.
Ich finde aber, die Bauern sollten wissen, worüber sie abstimmen.
-Was denn? -Die EG. Das, was Per Borten gesagt hat.
Ach, das. Ich finde, er ist zu alt. Ein jüngerer Minister wäre toll.
Guck dir mal Schweden an: Olof Palme.
Ich stimme Anna zu. Borten wollte über etwas schwer verständliches aufklären.
Aber er kümmert sich nur um die Bauern.
Für die Fischer würde sich eine Mitgliedschaft sehr lohnen.
Weil in deiner Familie alle Fischer sind?
Denk nicht nur an dich, sondern ans ganze Land.
Meine Familie hat ja einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Und Christians Familie gehört die Konservenfabrik.
-Wofür wirst du stimmen? -Ich brauche mehr Informationen.
Du klingst schon wie ein Politiker. Du warst zu viel in Rettedals Büro.
Arne Rettedals Büro. Ja.
-Hallo. -Einen Moment.
Hast du morgen schon was vor? Wollen wir einen Ausflug machen?
Wie bitte?
-Okay, also... -Jonathan!
Falls du es dir anders überlegst: 10 Uhr vorm Esso Motorhotel.
Schönen Tag noch!
Entschuldigung. Hallo.
Ich mag diesen Stil mit Jeans und Cowboystiefeln.
Du guckst ihm einfach gern auf sein Hinterteil.
Du darfst mir gratulieren. Vor dir sitzt der neue Direktor von C-Max.
Wie viele wollt ihr denn einstellen?
Derzeit brauchen wir nur ein paar Schweißer und Mechaniker.
Taucher kommen erst später. Vielleicht hat Rein Lust auf den Job?
-Als Mechaniker? -Er kann ja schweißen.
Wir sind immerhin Familie. Und für die Familie muss man sich einsetzen.
Sag Rein, er hat den Job.
Vielen Dank, Christian.
VIEH ZU VERKAUFEN
-Papa? -Du hier?
-Wollt ihr die Tiere verkaufen? -Wenn sie jemanden kauft.
-Wollt ihr umziehen? -Nein.
-Wieso verkauft ihr dann die Tiere? -Weil keiner unsere Milch abholt.
Niemand grüßt uns, und niemand will etwas von uns kaufen.
Mutter und Svend wollen in den Süden.
Ihr verkauft die Tiere, weil ihr in den Süden wollt?
Was bleibt uns anderes übrig? Was sollen wir hier, wo uns alle hassen?
Christian fragt, ob du als Schweißer für ihn arbeiten möchtest.
-Auf keinen Fall. -Rein wird in der Nordsee arbeiten.
Hast du Arbeit auf der Plattform bekommen?
Ich hab mich beworben.
-Weißt du, wie viele sich da bewerben? -Ja.
Vielleicht solltest du auf etwas Sichereres setzen.
Wieso glaubst du nur dir selbst?
Christians Familie möchte sich gern um die Hochzeit kümmern.
Sie brauchen nur ein paar passende Termine von euch.
Die Hochzeit wird auf Hellevik stattfinden.
Die Eltern des Bräutigams können sich um die Getränke kümmern.
Es kommen ja ziemliche viele Leute. Ungefähr 80.
-Wir waren schon mal 80 im Stall. -Mit Essen für alle?
Wir haben Schaf und Kartoffeln. Oddfried kann Moltebeeren-Crème machen.
-Wo ist Mutter? -Sie hat Kopfschmerzen.
Es dauert noch, bis der Bus kommt.
Aber du wartest wahrscheinlich lieber an der Bushaltestelle.
Ich kann dir einen Termin bei Phillips Petroleum besorgen.
Ich habe mich auf alle Ausschreibungen seit 1967 beworben und lange gewartet.
Jetzt haben sie mich wiedererkannt und wollen mich noch einmal sehen. Allein.
-Gehen wir ganz nach oben? -Ja.
Christians Eltern haben angeboten, alles im Atlantic zu bezahlen,-
-aber mein Vater sagt Nein.
Er will auf dem Hof feiern. Im Stall.
Im Oktober. Schaf auf dem Menü. Und Kartoffeln.
Ist dir das peinlich?
Nein. Sie sind halt sehr nette und großzügige Menschen.
Er findet das nicht gut. Dabei sind sie zu allen so.
Sie verkauften sogar ihre Aktien, damit Christian eine eigene Firma gründen kann.
Mein Bruder braucht einen Job. Christian bietet ihm einen Job an.
Sie besorgten mir ein Zimmer bei Freunden.
Dank ihnen war ich auf einer guten Schule,-
-und wahrscheinlich haben sie mir auch den Job bei Rettedal besorgt.
Hunderte Frauen hatten sich beworben, und ich bekam den Job.
-Echt nett von ihnen. -Ja.
Mein Vater steht nicht gern in der Schuld anderer.
Das verstehe ich. Er würde es ihnen ja niemals zurückzahlen können.
-Woher willst du das wissen? -Ich weiß es.
-Du denkst also, er hat recht? -Weißt du was?
Du verdienst eine schöne Hochzeit, wenn es das ist, was du willst.
Aber ich verstehe auch, dass er nicht auf ewig Danke sagen möchte.
Das tue ich.
Immer, wenn ich sie treffe, sage ich Danke.
Es ist komisch, dass sich für sie immer alles zum Guten wendet.
Sie gewinnen immer dazu.
Das ist Kapitalismus. Wer reich ist, wird reicher; wer arm ist, wird armer.
-Ich mag den Kapitalismus nicht. -Hättest du lieber Kommunismus?
Nein. Ich will nur, dass jeder Chancen haben sollte.
Ich möchte für mich selbst sorgen können.
Mein Vater sollte mit seiner Familie einmal im Leben in Urlaub fahren können.
Und die Hochzeit seiner Tochter zahlen können, ohne dass man ihn auslacht.
Wenn du Geld hättest, würdest du doch auch gern etwas davon abgeben?
Ich mag diese Art von Wohltätigkeit nicht.
Ich wäre niemals Anwalt geworden, wenn niemand mein Studium finanziert hätte.
-Dein Land sollte das bezahlen. -Für alle, die studieren wollen?
-Du bist Kommunistin. -Ich meine das ernst.
Dafür sind Steuern da: Um den Menschen die gleichen Möglichkeiten zu eröffnen.
Es will nicht jeder Anwalt werden, aber alle sollen zahlen, falls es jemand will?
Genau. Wieso sollten reiche Menschen ihr eigenes Steuersystem haben?
Wieso sollten ihre Freunde ihnen immer Danke sagen?
Sie nehmen dich in teure Restaurants mit und sagen am Ende, dass sie zahlen.
Du hättest doppelt so viel essen können, musst aber Danke sagen.
Das erniedrigt Menschen.
Ich bin froh, eine kommunistische Freundin zu haben.
Ich bin undankbar.
Wir sollten besser zurückfahren.
Wollen wir sie von innen lackieren, damit es etwas gemütlicher wird?
Ich finde sie schön so. Bauern-Blau, wie in der Küche meiner Oma.
-Das ist echt düster. -Ich find's schön.
Hallo! Wie läuft's?
-Du baust dir etwas Eigenes auf? -Ganz genau.
Das war sicher nicht billig.
Nein, es ist schon riskant, alles auf eine Karte zu setzen.
-Gut, dass du diese Karte hattest. -Ja...
-Ich hatte Glück... -Wir machen Verluste.
Trotz eigener Vertriebsabteilung.
-Der Vertrag mit England bringt Verluste. -So etwas kann wohl mal passieren.
Das geht aus den Zahlen nicht hervor. Wir untersuchen das gerade.
-Wir? -Ja.
Zuerst ich, und dann die neuen Eigentümer.
Die Zahlen basieren auf einem völlig unrealistischen Produktionstempo.
Wann hast du deinen Vater informiert, dass du deine Anteile verkaufen willst?
Vor dem Vertragsabschluss in England oder danach?
Ich habe ihn über nichts informiert.
Ich bekam eine Chance, mit der ich nie gerechnet hätte, und die ergriff ich.
Was willst du mir eigentlich sagen? Du scheint völlig neben der Spur zu sein.
Ich habe immer gedacht, dass du ungeeignet bist, Nyman zu übernehmen.
Dass du ganz einfach zu dumm bist.
Aber vielleicht habe ich mich geirrt.
-Wo ist Vater? -Da bist du ja. Fünf Minuten zu früh.
Was hast du getan? Ulriksen kam heute vorbei.
Er glaubt, dass wir mit meinen Anteilen geschummelt haben-
-und dass die Fabrik nichts wert ist.
Hat Ulriksen noch mehr gesagt?
Er sagte, er würde herausfinden, was geschehen ist.
Dass du bewusst einen Verlust akzeptiert und die Käufer nicht informiert hast.
Die Käufer sind selbst dafür verantwortlich, sich zu informieren.
-Welchen Grund sieht Ulriksen dafür? -Dass mir Geld für C-Max gefehlt hat.
Und was hast du ihm gesagt?
Dass ich eine Chance bekommen und ergriffen habe.
Ja. So war es ja auch.
Er fragte, ob der Verkauf meine Idee war, oder ob es umgekehrt war.
Und was hast du geantwortet?
Ich log.
Aha. Ja, ja. Ich werde mal mit Ulriksen reden.
Hoffnung und Lüge sind nicht das Gleiche.
Und es besteht immer noch Hoffnung für die Konservenfabrik.
Wieso arbeitet Ulriksen eigentlich nicht für Supply? Wir sehen ihn gar nicht mehr.
-Prost! -Prost.
Ach, übrigens: Ich habe mit deinen Eltern gesprochen.
Dein Vater hat sich umentschieden.
Die Hochzeit findet im Atlantic statt, in der letzten Juni-Woche.
Deine Eltern bringen Lamm mit und...
Wir kümmern uns um den Rest.
Vielen Dank.
Du musst dich nicht bedanken, Anna. Du bist doch eine von uns
Ich bin mal kurz weg.
Was zur Hölle macht der hier?
Der Kindsvater. Der kann nicht einfach hier reingetrampelt kommen.
-Entscheidest du, wer sie besuchen darf? -Du weißt, was ich meine.
Ich verstehe nicht, was dich das angeht.
Er meint wohl, dass er nicht für Toril da war.
Mach nicht auf!
Lass es einfach. Er ist ein Feigling, den du in deinem Leben nicht brauchst.
Ich nehme mir das Auto.
Da ist ja meine Kleine.
Ja...
Kann ich heute hier schlafen?
Aber sicher. Rein ist ja auf der Arbeit. Wir haben massig Platz.
Mama macht Kohlrouladen. Klingt das gut?
Das klingt gut.
-Du hast es nicht vergessen? -Nein.
-Darf er das? -Er hat am Sonnabend ein Spiel.
Er spielt dann mit den großen Jungs.
Sie haben heute wieder unsere Milch abgeholt.
-Das ist schön, Mutter. -Es läuft jetzt gut.
Liest du mir vor?
Ja. Natürlich. Hast du ein Buch?
-Das ist doch mein Tagebuch! -Ich lese jeden Tag darin.
Die Schrift ist manchmal schwer zu entziffern, daher...
Ja... Wie weit bist du gekommen?
Ihr fahrt zum Staffellauf nach Sirdal, und du glaubst, dass ihr verliert.
Dann hüpf mal rein ins Bett.
Du bist mir ja einer...
Du kleiner Bengel! Bist du immer noch kitzelig?
Mal sehen...
"Liebes Tagebuch. Der Staffellauf lief schlecht. Wir waren die letzten."
"Mit Nusse vom Bethaus im Team war das keine große Überraschung."
"Wir gewinnen nie irgendwas."
Lies weiter.
"Ich habe einen Jungen aus Stavanger kennengelernt."
"Christian Nyman."
"Seine Eltern sind reich, aber er ist trotzdem echt in Ordnung."
"Und schön."
"Viel schöner als alle in Dirdal."
"Er gab mir eine Coca Cola, als mir schwindelig wurde,-
-nachdem Nusse mit mir zusammengestoßen war."
"Er fragte mich, ob ich am Sonnabend mit ihm ins Kino gehen möchte."
"In Stavanger."
"Ich glaube, ich werde ihn heiraten."
Übersetzung: filmtiger
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