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Wer wird gewinnen, Durchlaucht? - Der Erste.
Ich habe auf Ottokar gesetzt.
Hannibal gewinnt!
Hannibal! Hannibal!
Ottokar! Ottokar!
Hannibal!
Hannibal!!!
Hannib...
...bal.
Verloren, Tante.
Du hast doch gar nicht gewettet!
Zum Glück! Sonst hätte ich verloren.
Ich bin neugierig, was Ottokar bezahlt.
Die brauchen aber lange, um die Quote auszurechnen.
Tatsächlich: Das ist sie. - Von wem sprechen Durchlaucht?
Von Sonja Kowarowska. Eine Schauspielerin aus Petersburg.
Die Freundin des Großfürsten Alexej.
Gestatten, Durchlaucht?
Aber das ist doch Rosalinde! - Rosalinde?
Eine sehr gute Bekannte von mir. - Sie müssen sich irren!
Jetzt seh ich die beiden nicht mehr. - Aber ich habe mich nicht geirrt.
Ich kenne doch Sonja! - Und ich kenne Rosalinde!
Sie hat den Eisenstein geheiratet.
- Wen?
Doktor Eisenstein, so ein kleiner Rechtsanwalt.
Ah, der Mann von der Fledermaus!
Durchlaucht kennen diese Geschichte? Ganz Petersburg hat darüber gelacht!
Wie war die Sache eigentlich? - Das war ein übler Scherz.
Ich hab mich für einen Ball als Fledermaus verkleidet.
Sie müssen sehr komisch ausgesehen haben.
Alle hübschen Mädchen haben sich vor mir gefürchtet.
Aus Kummer hab ich mich betrunken.
Der Eisenstein sollte mich nach Hause bringen.
Aber er hat mich im Stadtpark auf einer Bank liegen lassen!
Und erst um 9 Uhr Früh haben mich Schulkinder aufgeweckt!
Das haben Sie sich gefallen lassen? - Nein! Die Fledermaus rächt sich.
Und zwar heute, bei Ihrem Abschiedsfest!
Da ist sie!
Folgen Sie ihr unauffällig! - Überflüssig. Ich weiß, wo sie wohnt.
Ja, in Petersburg.
Wetten wir, dass es Rosalinde ist? Ich wette ungern: Ich gewinne immer.
Was mach ich mit all dem Geld?
Wenn ich gewinne, zahlen mir Durchlaucht 10 Gulden.
Und wenn ich verliere, brauche ich nicht zu bezahlen.
Rosalinde ist jetzt beim Demel und bestellt einen Eiskaffee...
Bitteschön: Eiskaffee.
Was soll das bedeuten? - Dass ich 10 Gulden gewonnen habe.
Worum ging die Wette? - Um Sie!
Darf ich vorstellen? Prinz Orlofsky. Rosalinde Eisenstein. Baronin Martens.
Wollen die Herren nicht Platz nehmen?
Liebend gern.
Ich habe etwas Unverzeihliches getan:
Ich habe eine so schöne Frau wie Sie mit einer anderen verwechselt.
Mit Sonja Kowarowska. - Sonja?!
Sie kennen sie?
Ja, allerdings. Ich kenne sie gut.
Ich möchte nicht neugierig wirken - - Aber ich!
Dass Sie neugierig sind, weiß ich.
Aber... sind Sie auch diskret? - Jetzt müsste ich beleidigt sein!
Aber meine Neugierde ist größer als mein Ehrgefühl.
Wer ist diese Sonja? - Schauen Sie sich das an!
Sonja ist meine Zwillingsschwester. - Ihre Zwillingsschwester?!
Und das hab ich nicht gewusst?! - Das wissen nur engste Verwandte.
Sonjas Name darf nicht genannt werden.
Sie ist mit 17 Jahren durchgebrannt. - Mit wem?
Mit einem wunderschönen russischen Violinkünstler.
Rosalinde! Denk an den Gabriel! - Wer ist dieser Gabriel?
Mein Mann. Doktor Gabriel Eisenstein.
♪ Servus Doktor!
♪ Servus Doktor!
♪ Servus Doktor Eisenstein!
♪ Servus Doktor!
♪ Servus Doktor!
♪ Servus Doktor Eisenstein!
"Bin ver-eist"?!
Dieser Josef! So ein Trottel!
Josef!!!
Ja?
Sind Sie wahnsinnig geworden?! - Was?
Sie sollen aufpassen! - Ja, ja.
Jessas! Mein Gott!
Tsss! Dieser Josef!
Na...
Josef... - Ja bitte?
Verreist schreibt man mit zwei r. - Das weiß ich, Herr Doktor.
Warum haben Sie dann "ver-eist" geschrieben?
Es heißt "Ich bin verreist"! - Verreist sind Herr Doktor auch nicht
Leider! Ich brauche die Akte 11 und 12.
Wenn dieser Arabayam einen Auftrag für mich hat, bin ich geliefert!
Verschieben Sie Ihre Erholungsreise.
Diese "Erholungsreise" lässt sich nicht verschieben.
Das versteh ich nicht.
Josef... - Was is?
Es ist besser, wenn Sie die volle Wahrheit erfahren.
Das ist immer das Beste.
Ich hab gesagt, ich fahre nach Baden - Ja, die Frau Gemahlin will zur Kur.
Das haben wir nur so gesagt!
Meine Frau fährt ins Waldschlösschen - und ich gehe ins Gefängnis.
Was wollen Sie dort? - Sitzen will ich... äh, MUSS ich!
Wegen dieser blödsinnigen Ohrfeige!
Aber das ist schon zwei Jahre her.
Ich konnte den Strafantritt immer wieder hinauszögern.
Aber jetzt ist der Staatsanwalt unerbittlich.
Sie haben einen Kollegen von ihm geohrfeigt.
Und dafür schickt er mich ins Bezirksgefängnis von Grinzing.
Das ist ein fideles Gefängnis!
♪ Ein schönes großes Vogelhaus bewohnen wir jetzt hier.
♪ Die Vogerln fliegen ein und aus und haben freies Quartier.
♪ Die Polizei, die uns gefasst, die lud uns freundlich ein,...
♪ ...hier drinnen ein paar Wochen lang bei ihr zu Gast zu sein.
♪ Das Ass ist dran! Das Ass!
♪ Oh, oh! Der Kiebitz hat das Maul zu halten!
♪ Was erlauben Sie sich?! Lümmel!
Prosit!
Egeszegere. - Nasdrowje.
Es war reizend, Sie kennengelernt zu haben. Aber jetzt muss ich gehen.
Ich gebe heute Abend ein Abschiedsfest.
Ich würde mich freuen, Sie und Ihren Herrn Gemahl begrüßen zu dürfen.
Ich werde eine Einladung ausschreiben!
Es tut mir leid, Durchlaucht: Mein Mann ist für heute Abend verabredet.
Frosch!
Frosch!!!
Ui, der Tünnes kommt.
Warum nennen Sie den Herrn Direktor Tünnes, der heißt doch Frank.
Ja, aber im Rheinland ist Tünnes eine Witzfigur.
Meinen Sie, dass unser Direktor eine Witzfigur ist?!
'Tschuldigung.
Oje, hab ich Herrn Direktor wehgetan?
Dass es nur kein Dippel wird!
Sind Sie jeck? - Ich weiß nicht, was das heißt.
"Deppert" sagt man hier bei euch. - Ah, deppert! Das versteh ich.
Bei euch sagt man "jeck"? Mir g'fallt "deppert" besser.
Warum haben Sie sich eingesperrt?
Es kann ja ein Aufruhr ausbrechen. Und die nehmen mir die Schlüssel weg.
Frosch, Sie reden Blödsinn!
♪ Mein schönes großes Vogelhaus macht mir viel Plaisir.
♪ Die Vögel fliegen ein und aus und haben frei Quartier.
♪ Ich lade durch die Polizei die lockeren Vögel ein...
Frosch!!! Was ist das?! - Das ist die Zelle Nummer 7.
Das sehe ich! Was soll der Firlefanz?
Firlefanz?
Herr Direktor haben befohlen, ich soll Zelle 7 herrichten.
Ja, herrichten! Aber nicht Klopapier-Luftschlangen aufhängen!
Aber es macht sich doch nicht schlecht.
Kein Mensch kommt drauf, dass es ein Häusl... äh...
.. dass es ein so ein Papier ist.
Und wie soll ich den Papierverbrauch begründen?
Mit Gefängnis-Verpflegung.
Gabriel!
Gabriel!
Gnädige Frau, der Herr Doktor ist nicht da.
Wo ist er denn?
Der gnädige Herr war schon hier. Und dann ist er wieder fortgegangen.
Es war so ein niedlicher Page da, vom Hotel Sacher. Blond! Blauäugig!
Was wollte der niedliche Page?
Er brachte ein Billet von Herrn Arabayam.
Der ist in Wien? - Ja, im Hotel Sacher.
Ausgerechnet heute! - Hat der Doktor auch gesagt.
(Klopfen)
Entrez.
Meine allertiefste Verehrung!
Seit wann verehren Sie mich? - Seit ich Ihr Bankkonto kenne.
Das kennen Sie nicht! Na, haben Sie die Einladung?
Prinz Orlofsky beehrt sich, Marquis und Marquise Renard einzuladen.
Gut. Sehr gut!
Und die Marquise haben Sie auch? - Natürlich. Bezaubernd!
Guten Tag, Herr Arabayam.
Pista, du bist auch da? - Wie du siehst.
Seit wann stehen Sie in meinen Diensten?
Seit ungefähr eineinhalb Jahren. - Seit genau 18 Monaten und 21 Tagen.
Sie erhalten ein Honorar in der Höhe von 375 Gulden pro Monat.
Worin bestand bis jetzt Ihre Tätigkeit?
Also... bis jetzt hatte ich nicht viel Gelegenheit...
Heute Abend können Sie Ihre Tüchtigkeit unter Beweis stellen.
H... h... heute Abend?
(Er äfft ihn nach:) Heute Abend!
Schauen Sie sich diese Einladung an!
M... marquis...
Für heute Abend sind Sie der Marquis Renard.
Ich?!
Du bist für eine Nacht in den Adelsstand erhoben worden. Von mir.
Wollen Sie nicht sitzen? - Ja... nein!
Wir können uns auch stehend unterhalten.
Sie gehen heute Abend auf die Soiree des Prinzen Orlofsky.
Und zwar mit Ihrer reizenden Gemahlin!
Du wirst begeistert sein!
Aber ich muss...
Kennen Sie Bakutin? - Ein neues Backpulver?
Nein, ein Dorf in Russland!
Und in der Umgebung von Bakutin... aber das geht Sie nichts an.
Darf ich ihm erklären? - Bitte!
Herr Arabayam möchte in Bakutin Land erwerben, das Orlofsky gehört.
Aha, und ich soll mit dem Prinzen verhandeln?
Nein! Der Prinz will kein Geld - und er verkauft nichts.
Er verschenkt!
Warum sollte mir der Prinz etwas... schenken?
Deiner Gemahlin! - Rosalinde?
Nein, Ihrer neuen Gemahlin, der reizenden Marquise Renard.
Ich muss mich doch setzen. - Na also! Warum nicht gleich?
Die Mutter deiner bezaubernden "Gemahlin" ist Russin...
.. und stammt aus der Gegend von Bakutin.
Das wird sie jedenfalls behaupten.
Sie wird im geeigneten Augenblick dem Prinzen ihre Seele offenbaren.
Ihren innigsten Wunsch preisgeben.
Sie wird von ihrem Traum erzählen, von einem kleinen Häuschen...
...oder Schlösschen inmitten der unendlichen Steppen von Bakutin.
Und der Prinz wird ihr Grund und Boden schenken.
Und was soll ich dabei?
Sie müssen dafür sorgen, dass die Schenkungsurkunde gültig ist!
Die Unterschrift des Prinzen muss einwandfrei leserlich sein.
Aber... - Es gibt kein Aber!
Darf ich Ihnen eine einzige Frage stellen?
Eine einzige.
Warum versteifen Sie sich so auf die Steppen von Bakutin?
Ein Wort, und Sie werden alles verstehen: Öl!
Öl? - Öl!
Darf ich die Herren bitten?
Wie schaust denn du aus?
Wie ein Autofahrer unterwegs eben aussieht.
Mein Wagen fährt in der Stunde 25 Kilometer!
Du hast mich in eine furchtbare Situation gebracht!
Was wir machen, ist Betrug.
Du siehst immer alles juristisch.
Ich soll unter falschem Namen beim Prinzen eindringen...
Er ist ein Snob und verdient es, hineingelegt zu werden.
So eine Einladung ist Goldes wert!
Und was soll ich Rosalinde sagen? - Versuch's einmal mit der Wahrheit.
Dass ich mit einer fremden Frau zum Ball gehe?
Außerdem wollten wir heute Abend verreisen.
WIR? Rosalinde muss auch sitzen? - Was? Du weißt es?
Pista weiß alles.
Ich verschaffe dir einen Strafaufschub bis morgen.
Der Gefängnisdirektor ist nämlich mein Freund.
Bitte, was wünschen Sie denn? - Was ich hier will?!
Ja... ich... ah so!
Also, was ein Frack aus einem Menschen machen kann!
Der Herr Direktor schau'n direkt aus wie ein Herr.
Was ist bei Ihnen größer? Die Dummheit oder die Frechheit?
Nach Belieben.
Ah, dass ich nicht vergess: Der Diener vom Herrn von Pisthasi...
Das heißt Pista von Bundassy! - Ja? So kann man auch sagen.
Der war da. Nämlich der Diener.
Und der hat was abgegeben. Er hat gesagt, es ist eine Einladung.
Und dabei hat er so hämisch gelacht. So unter der Nase... so:
So hat er gelacht.
Na, Gabriel?
Ja.
Warum bist du denn so erschrocken? - Ich?! Ich bin nicht erschrocken!
Nein? - Nein!
Bäh! - Was soll das?
Das hast du doch immer lustig gefunden!
Ha, ha, ha... ich muss ins Gefängnis - und da soll ich lachen?
Oh, mein armer Schnucki!
Ich werde in Baden keine frohe Minute ohne dich haben.
Das glaub ich dir.
Naja: Was sein muss, muss sein.
♪ Lieber Herr von Eisenstein, packen wir die Kleider ein!
♪ Nein, mein Liebling, lass das sein! Gib das her, ich pack allein!
Au, du hast mir wehgetan! - Entschuldige, Liebling.
Ich helf dir doch immer beim Packen! Aber heute packe ich fürs Gefängnis.
Das wirst du schnell vergessen. - Meinst du?
♪ Glücklich ist, wer vergisst,... ♪ Glücklich ist, wer vergisst,...
♪ ...was doch nicht zu ändern ist. ♪ ...was doch nicht zu ändern ist.
♪ Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist.
♪ Trinke, Liebster, das tut gut! Trinke, dann bekommst du Mut!
♪ Mut, den brauche ich fürwahr im Gefängnis - das ist klar.
♪ Sitz ich dort in Zelle 9, werd ich furchtbar einsam sein.
♪ Und die Pritschen drückt mich sehr - ach! Ich hab's halt schwer.
♪ Glücklich ist, wer vergisst,... ♪ Glücklich ist, wer vergisst,...
♪ ...was doch nicht zu ändern ist. ♪ ...was doch nicht zu ändern ist.
♪ Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu ändern ist.
Oh! Ha!
Gnädige Frau, hätten Sie eine Sekunde Zeit?
Die Anna will von dem Braten... - Ja, ja, ist gut. Ich komm ja schon.
Man kommt hier nicht zu Wort!
(Sie räuspert sich.)
Ich hab dir ein Brathuhn, Weißbrot und Butter einpacken lassen.
Danke. Aber das darf ich doch nicht mit ins Gefängnis nehmen!
Versuch es doch!
Hast du fertig gepackt? - Ja.
Ich lass die Sachen... - Danke! Das mach ich selbst!
Mach dich fertig! Der Fiaker kann jede Sekunde hier sein.
Prinz Orlofsky... die Ehre... Marquis und Marquise Renard?!
So ein Gauner!
Unterhalte dich gut, mein Schatz! - Du auch.
Ja.
Rosalinde, was soll das?! - Oh, entschuldige, Schnucki!
Und pass auf, dass du keine Bekannten triffst!
Du auch.
Wie meinst du das? Wo ich hingehe, verkehren keine Bekannten von uns.
Nein, ich meine: Wenn du das Gebäude betrittst.
Ich steige lieber hier aus. Kutscher! Bitte halten!
Bitte warten Sie einen Augenblick! - Bitte sehr, gnä' Frau.
Soll ich das Tor offen lassen? - Na, i werd' anläuten!
D'Ehre! Guten Tag, der Herr.
Na warte, du Schuft!
Was? Die Einladung lautet auf Marquis und Marquise Renard?
Er geht also nicht allein hin. - Er betrügt mich!
Das hätt' ich dem Gabriel nie zugetraut! Nie!
Aber so ist es: Alle Männer sind gleich.
Aber nicht alle Frauen: ICH lass mir das nicht gefallen!
Ich werde die Einladung annehmen. - Was für eine Einladung?
Die Einladung seiner Durchlaucht, des Prinzen Orlofsky.
Ich hab meine Frackperlen vergessen. - Du kannst meine haben.
Ah, da sind sie ja! Ein Geschenk von Rosalinde.
Mit einem Gruß von der Frau Baronin. - Danke, Mizzi.
Gerne, gnädige Frau.
♪ Er ist wie alle anderen: Er geht zum Rendezvous!
♪ Das Fest gibt ihm Gelegenheit, da greift er freudig zu!
♪ Ich glaub, dass ich als Schwindler ein großer Stümper bin.
♪ Wenn Rosalinde das erfährt, ist unsere Ehe hin.
♪ Dann sagt sie bald zu mir:
♪ Adieu und vorbei! ♪ Es ist schade um uns zwei!
♪ Adieu und vorbei! ♪ Du kannst gehen, du bist frei!
♪ Ich sehe rot!
♪ Ich sehe grün!
♪ Und wenn ein anderer kommt... ♪ ...seh ich nur ihn.
♪ Adieu und vorbei! ♪ Es ist Schluss mit uns zwei!
♪ Er tut, als müsste er 'brummen', und springt im Frack umher.
♪ Doch ich versteh aufs Schwindeln mich genauso gut wie er!
♪ Was soll sie von mir denken, wenn sie davon erfährt?
♪ Wenn Rosalinde von dem Ball und der Marquise hört?!
♪ Adieu und vorbei! ♪ Es ist schade um uns zwei!
♪ Adieu und vorbei! ♪ Du kannst gehen, du bist frei!
♪ Ich sehe rot!
♪ Ich sehe grün!
♪ Und wenn ein anderer kommt seh ich nur ihn!
♪ Adieu und vorbei! ♪ Es ist Schluss mit uns zwei!
♪ Und die Rosen der Liebe verblüh'n. ♪ Bäh!
Gestatten, mein Name ist Chevalier... äh...
Mein Gott, wie heiß' ich denn?!
Chargrin. So ein blöder Name!
Sie gestatten?
♪ Da da da da! Dadidada!
Mademoiselle! Tres charmante!
♪ Dadadari, dadadari...
Au!
Au, au.
Was heißt "Au!" auf Französisch? Na, egal! Oh, Mademoiselle!
Baiser! La main! Merci bien!
Merci bien, Mademoiselle.
Wunderbar! Oh, Mademoiselle!
Was soll denn das?!
♪ La la la la la la!
Jessas, ist das Kleid eng!
♪ Wenn's aber so gut schmeckt... Ja! Ja! Ja!
Du bist schon wieder da?
Wie du siehst.
Was machst du da? - Mich gegen Überraschungen sichern.
Heute geht es nicht!
Wieso nicht? Deine Herrschaften sind doch abgereist.
Du hast mich auf ein Gansl eingeladen.
Mit Kastanien.
Ist das ein Kleid von der Gnädigen? - Natürlich.
Von wem denn sonst?
Was ist das für ein komischer Vogel? - Du hast einen Vogel!
Das ist meine eigene Kreation!
Kuckuck! - Ruhe!
Das sieht dir ähnlich: Flatterhaft.
Wozu hast du dich so aufgemascherlt? - Ich muss mich vorstellen.
Bei einem Theaterdirektor aus Budweis.
Vielleicht kann ich zur Bühne zurückkehren!
(Sie singt sehr hoch und falsch.)
Was ist? Wo bleibt der Applaus?
Fangst wieder an mit dem Blödsinn? - Das ist kein Blödsinn!
Glaubst du, ich will mein Leben als Küchenfee beenden?!
Na, egal. Ich will jetzt mein Gansl! - Komm in die Küche, Verfressener!
Ich will hier essen: Vornehm, wie es sich gehört.
Und bring mir einen Hausrock!
Pantoffel brauchst du nicht?
Sie stinken nach Fusel! - Nein, sind nur Magentropfen.
So? - Hick!
Was ist?
Ich bin so erschrocken, dass ich direkt Schnackerl kriegt hab. Hick!
Frosch!!!
Jetzt is es weg.
Was?
Das Schnackerlstoßen.
Und noch was ist weg. Im Kopf... - Was?!
Oben, im Kopf... ja! Ich weiß schon, was ich hab sagen wollen.
Der Eisenstein ist nicht erschienen.
Den will ich doch selber verhaften!
Ich habe schon zwei Schutzleute bestellt.
Ich muss gehen, sonst wird er böse. - Wer?
Der Theaterdirektor aus Budweis!
Vorher muss die Gans weg.
Schnell essen ist unfein!
Ich hole mir einen Fiaker. - Du bist heute so ungemütlich!
Hoffentlich hast du alles aufgegessen, bis ich zurückkomme.
Lass dir Zeit!
Kuckuck! Kuckuck!
Prost, Kuckucks-Uhr!
Na, der Doktor hätt' sich aber einen besseren Wein zulegen können!
(Es läutet.)
Die Adele? Schon?
Ah, du bist wieder zurück?
Im Namen des Gesetzes!
Aufmachen!!!
(Heftiges Klopfen)
Aufmachen!!!
Und so was nennt sich Rechtsanwalt!
Los! Das Haus wird umzingelt!
Aufmachen!!!
(Der Hund knurrt.)
(Der Hund bellt.)
Aus! Bestie!
Da ist er!
Lass mich aus!
Aha!
Verhaften!
Aber der Hund!
Anständige Hunde beißen keine Polizisten!
Weiß das auch der Hund?
Bestie, elendige!
Danke, mein Freund!
Sie sind verhaftet!
Abführen!
Zelle 7! - Jawohl!
Kommen Sie mal her! - Bitte, Herr Direktor?
Bitte schön. - Danke, Herr Direktor.
Ich bin heute Abend eingeladen.
Bei seiner Durchlaucht Prinz Alexander Orlofsky!
Ich lade gern mir Gäste ein, das ist nun mal mein Spleen.
♪ Mein Fest ist ein Stell-dich-ein der Haute-Volee von Wien.
♪ Mesdames, Messieurs, ich grüße Sie: Bonsoir. Merci.
♪ Der Glanz der Wiener Namen lockt mich oft hierher.
♪ Der Charme der Wiener Damen lockt mich noch viel mehr.
♪ Der Charme der Wiener Damen lockt ihn noch viel mehr.
♪ Und ich lad aus ihrer Mitte eine ein zum Rendezvous.
♪ Das ist bei mir so Sitte: Chacun a son gout!
♪ Chacun a son gout! (Jeder nach seinem Geschmack.)
♪ Ich bin zu allen Frauen nett, ich bin halt so charmant.
♪ Ob blond sie sind oder brünett, ich küsse ihre Hand.
♪ Madame oder Mademoiselle, ganz gleich aus welchem Land:
♪ Ich küss galant ihr die Hand!
♪ Oft find ich das Charmantsein blöd - jedoch was tut's? Ich bin's!
♪ Das kommt, weil's halt nicht anders geht, ich bin halt ein Prinz!
♪ Und fragen Sie, ich bitte, warum ich das denn tu.
♪ Das ist bei mir so Sitte. Chacun a son gout.
♪ Das ist bei mir so Sitte. Chacun a son gout!
Servus Pista! - Servus Joschi.
Wen suchst du? - Eine Frau.
Ich auch! Blond muss sie sein. - Ich suche eine bestimmte Frau.
A Bestimmte kenn ich nicht.
Pista! - Im Saal ist sie auch nicht!
Deine Marquise lässt auf sich warten.
Ist halt eine Marquise.
Wie heißt sie eigentlich? - Oh... Olga!
Ich begrüße Sie, Herr von Bundassy.
Darf ich die Herren bekannt machen? Sie sind übrigens Landsleute!
Lands... - .. Leute?!
Mhm! Marquis Renard - Chevalier de Chargrin!
J'ai l'honneur!
Oui. - Oui?
Kikeriki! - Si si!
Comment allez vous? - Wuwu!
Wussen Sie... äh ...wissen Sie, ich unterhalte mich gern französisch.
Aber Pista versteht uns nicht! - Oh non non!
Boulevard, Trottoir, Napoleon.
C'est fini. - C'est fini? Oh! Souvenir, souvenir!
Montblanc!
Chamonix!
Äh... Beaujolais!
Vous etes...
Chateauneuf du...
...Papp. Halt die Papp... Parfumerie!
Kretin! - Avec Plissee.
Jetzt sind Sie dran!
Messieurs, je ne planche pas... ich... werde dringend benötigt!
Au Reservoir!
Noch so eine Konversation - und ich bin erledigt.
Sind noch einige solche hier.
Wo bleibt nur die Marquise?
Ah, da frisst sie ja!
Äh... da ist sie ja.
Das ist doch die Adele!
Pista, was hat das zu bedeuten?! - Fledermaus!
Marquise!
Wir erwarten Sie schon sehnsüchtig.
Ich hatte noch so viele Schwierigkeiten!
Der französische Accent, Marquise!
Was für ein Käse? - Marquise!
Äh!
He, he, he!
Oui, oui, oui, Monsieur!
Ich musste Madame noch helfen -
Der Herr Doktor.
Nein, Sie irren sich: Das ist Ihr Gemahl, Marquis Renard.
Was? Der Marquis?
Lachen Sie nicht so dumm! - Gescheiter kann ich nicht.
Wo haben Sie dieses Kleid her? - Aus dem Schrank.
Aus dem Schrank der gnädigen Frau.
Sie ziehen das Kleid sofort aus! - Jawohl.
Halt! Doch nicht hier! - Wo denn?
Sie gehen sofort nach Hause! - Bitte, Herr Doktor.
Au!!!
Oh! So stürmisch?
Sie wollen uns hoffentlich nicht verlassen?
Ich muss!
Sie müssen hier bleiben. - Oh.
Wenn Sie es sagen...
Wer sind Sie überhaupt? - Der Hausherr.
Mit Hausherren hab ich nur Probleme! - Mit mir nicht.
Schau dir die Adele an! - Alles klappt wie vorgesehen.
Durchlaucht!
Durchlaucht?!
Oh!
Durchlaucht haben die Marquise also bereits kennengelernt!
Das ist der Gemahl: Marquis Renard.
(Leise:) Verbrecher!
Durchlaucht!
Ich freue mich, Sie kennenzulernen.
Pista hat mir von Ihnen erzählt. Sie stammen aus meiner Heimat?
Meine Mamuschka.
Accent! - Accent!
Wie bitte?
Accent... Accent!
Der Familienname meiner Frau.
Ihr Vater ist Franzose, ihre Mutter Russin.
Choroscho!
Ach so.
Ja. Sie stammt aus der Gegend von... Bakutin.
Bakutin.
Bakutin?
Der Name kommt mir bekannt vor. - Durchlaucht haben dort Ländereien.
Hab ich das?
Möglich.
Ich kann nicht jede Kleinigkeit im Kopf behalten. Darf ich bitten?
Bitte!
Komm bitte nach, Liebling!
Du du! Ich ...!
Pista!
Pista!
Bist du wahnsinnig geworden?!
Diese ungarische Puszta-Lisl gibst du als Marquise aus?
Ich nicht. Du!
Hast du keine andere gefunden?!
Ich hab gar nicht gesucht.
Mir erschien Adele goldrichtig.
Du hast mich in eine entsetzliche Situation gebracht!
Du mich auch: Denk an die Fledermaus auf der Parkbank.
Das ist die Rache!
Und dieser Arabayam hat mitgemacht? - Nein, der hat ja keinen Humor.
Die Sache mit Bakutin ist ernst.
Nur die Marquise ist ein Scherz von der Fledermaus.
Und wenn ich nicht mehr mitmache?
Dann musst du ins Gefängnis.
Gut, das ist mir lieber!
Oh!
Comment allez-vous?
Ca va bien?
Wo ist Ihre reizende Gemahlin? - Ja, sie ist sehr... aufreizend!
Oh lalala!
Das Opern-Ballett tritt auch auf!
Oh! Wie ich die alle beneide! - Sie, Marquise?
Ich vertraue Ihnen ein Geheimnis an:
Bitte!
Ich war Tänzerin, bevor ich im Haushalt... äh...
.. bevor ich den Haushalt meines Mannes übernommen habe.
Entzückend!
Mein Debut hatte ich in "Butterfly".
Im Grunde meines Herzens zieht es mich noch immer zu Ihnen zurück.
Ich meine: zum Theater zurück.
Würden Sie uns eine Probe Ihres Könnens...
Dort sitzt die Marquise. Zauberhaft!
Der gnädige Herr... äh... Marquis! Wir reden später darüber.
Marquise, der arme Marquis vergeht vor Sehnsucht nach seiner Frau.
Ich wollte die Marquise zum Tanzen auffordern.
Aber gern, Durchlaucht!
Als Ehemann haben Sie das Vorrecht. - Nein, Sie als Hausherr!
Tanzen!
Darf ich bitten?
Entschuldigen Sie mich!
Diese Marquise ist eine bezaubernde Person.
Das nennt ihr tanzen? Näher zusammen! Inniger!!
So, und jetzt verliebt lächeln!
Du Schuft!
Die Fledermaus!
Adele, ich bin empört! Sich als Marquise auszugeben ist Betrug!
Herr Pista hat gesagt, dass mein 'Gemahl' ein echter Marquis ist.
Dabei ist er auch ein Betrüger... - Werden Sie nicht frech!
Darf ich bitten? - Ah, Herr... Majoran.
Weitermachen!
Hat sie wirklich Petersburg gesagt? - Jawohl, Durchlaucht.
Sonja!
Sind Sie es denn wirklich? - Sehe ich so unwirklich aus?
Aber nein! Ich habe heute von Ihnen gesprochen.
Von mir? Mit wem? - Mit Ihrer Schwester.
Sie kennen Rosalinde? - Ich habe sie heute kennengelernt.
Ich habe sie mit Ihnen verwechselt. Sieht sie mir noch immer so ähnlich?
Ja! Das heißt... Sie sind doch ganz anders.
Wie geht es Alexej? - Es geht ihm sehr gut.
Aber ich möchte heute nicht von ihm sprechen.
Wundervoll. Sehr gut.
Erzählen Sie mir von meiner Schwester!
Oder ist sie hier? - Nein, sie wollte nicht kommen.
Wegen Ihres Mannes...
Schauen Sie, wie Pista Sie anstarrt! - Wer ist Pista?
Ein Freund von Doktor Eisenstein. - Und wer ist Doktor Eisenstein?
Das ist der Mann Ihrer Schwester. - Ach! Das hab ich nicht gewusst!
Also, Eisenklein heißt der... - Eisenstein.
Sind Sie's oder nicht? - Ich bin's nicht.
Wer sind Sie nicht? - Diejenige, für die Sie mich halten.
Madame kam heute aus Petersburg. - Ah! Dann sind Sie Sonja.
Und Sie sind ein Freund meines Schwagers.
Sein bester Freund!
Erzählen Sie mir von Herrn Kleineisen.
Eisenstein!
Er ist ein uninteressanter Mensch. - Und das sagt sein bester Freund?!
Ist er hier? - Nein!
♪ Sie, mein Herr Marquis, sind ein Mann,...
♪ Merci.
♪ Ich meine: Ein Mann von Esprit!
Nicht zu fassen!
♪ Wer Sie sieht, der spürt einen Klacks, und wird...
♪ ...merken, dass er sich irrt.
♪ Man hat, Herr Marquis, mir erzählt, lalalala!!!
♪ Dass irgendein Schwindel Sie quält, lalalala!!!
♪ Große Leute leben so. ♪ Kleine möchten's ebenso.
Doch den wahren Adel spürt man! Zwei, drei, vier!
♪ Große Leute zeigen sich. ♪ Kleine verneigen sich.
♪ Ja, man ist nicht ohne Grund so reich!
♪ So entzückt, Marquis, war ich nie! ♪ Merci.
♪ Das ist ein fürstliches Fest!
♪ Es ist wunderbar, dieses Fest,... ♪ Nicht wahr?
♪ Mein lieber Marquis Renard!
♪ Was steht noch auf Ihrem Programm? Lalalala!!!
♪ Mich plagt etwas Kopfweh, Madame.
♪ Lala... ah!
♪ Große Leute seh'n das nicht. ♪ Kleine versteh'n das nicht.
♪ Hier ist die Persönlichkeit atout. Zwei, drei, vier!
♪ Große Leute prahlen nicht. ♪ Kleine bezahlen nicht.
♪ Nur wer etwas hat, kriegt was dazu ♪ Blöde Kuh!
♪ Mein Herr Marquis, was tanzen Sie denn da?
♪ In 50 Jahren heißt das Cha-Cha-Cha!
♪ Ja, sehr komisch, hahaha, ist die Sache, hahaha!
♪ Und ich lache, hahaha! Hahahahaha!
♪ Ja, sehr komisch, hahaha, ist die Sache, hahaha!
♪ Und ich lache! Hahahahaha!
Möchten Sie sich gern ein bisschen umsehen?
Ja, das wäre schön.
Vielleicht haben Sie Hunger? - Madame hat höchstens Appetit.
Ich habe ausgezeichneten Kaviar, aber den essen Sie sicher oft.
Kaviar? Ja, Tag und Nacht!
Wollen Sie ein Wiener Backhendl? - Ja!
Dass Sie in dieser Situation essen können!
Ich kann in jeder Situation essen.
Na ja... fast in jeder Situation.
Die gnädige Frau!
Ah!!!
Haben Sie was verloren? - Ja. Verloren.
Meine Perlenkette ist gerissen. - He, die ist gerissen. Die Kette!
Ich sehe aber keine Perlen. - Die sind unter den Tisch gekollert.
Endlich allein! Sie gestatten: Frank .. Frankreich ist meine Heimat.
Ich bin Marquise de Renard.
Aber nicht mehr lange.
Marquise, was machen Sie? Ist das ein neues Gesellschaftsspiel?
Non, wir suchen meine Perlen.
Ihre Kette ist gerissen. - Marquise?
Jawohl.
Darf ich Ihnen Sonja Kowarowska vorstellen?
Marquise Renard.
Renard?
Freut mich!
Ich freue mich auch.
Chevalier Chargrin.
Sie haben ein bezauberndes Kleid an!
Von wem?
Von der gnä - äh... gnä...
Von "Gnä und Gnä" - ein Modesalon in Wien.
Ich kenne die Firma nicht. - Hat keine Filiale in Petersburg.
Gibt es auch einen Marquis Renard? - Ja.
Unter dem Tisch.
Er sucht meine Perlen.
Iiih!
Mäuse!
Ein exquisites Buffet!
Ah!
Ui!
Ah!
Ah!!!
Wenn der Marquis nicht alle Perlen findet, ersetze ich die fehlenden.
Sie sind sehr charmant, Durchlaucht!
Einen Wodka? - Gern.
Lakai!
Bitte, Durchlaucht.
Da ist der Perlentaucher! - In der Tat.
Marquis!
Suchen Sie immer noch die Perlen? - Nein, ich gebe es auf.
Ich gebe alles auf. Die Gattin auch!
Die Herrschaften kennen sich? - Nein, ich kenne den Herrn nicht.
Ihre Gattin ist eine vornehme Erscheinung.
Sind Sie schon lange verheiratet? - Nein, nein!
Darf ich Madame in Ihrer Obhut lassen?
Hausherren-Pflichten... Aber ich komme bald zurück!
Geben Sie mir Ihren Arm, Marquis? - Was?
Ach so! Meinen Arm!
Sie sind so schweigsam.
Rosalinde, machen wir doch Schluss!
Ach, Sie verwechseln mich auch mit meiner Zwillingsschwester!
Das passiert vielen!
Ich bin Sonja Kowarowska.
Sie... Kowarow... Sie sind ...! - Ja, ich bin Sonja.
Ich nehme an, dass Sie Rosalinde nur flüchtig kennen.
Ja, ja, flüchtig.
Kennen Sie auch diesen... Meilenstein?
Meilenstein? - Ja, der Gatte von Rosalinde.
Der heißt Eisenstein!
Ich kenne ihn nicht. - Umso besser.
Warum?
Er soll ein unsympathischer und unbedeutender Mensch sein.
Das habe ich noch nie gehört!
Lassen wir diesen Doktor Eisenklein! - Eisenstein!
Ich werde ihn morgen kennenlernen und ihn ganz genau ansehen.
Wenn es stimmt, was ich über ihn gehört habe, nehm ich Rosalinde mit.
Aber Rosalinde liebt ihren Mann! - Woher wissen Sie das?
Ich hab was ganz anderes gehört! - Von wem?! Erklären Sie mir das!
Ist denn das für Sie so wichtig?
Sie haben offenbar großes Interesse an meiner Schwester!
Nein, so ist das nicht...
Sie machen ein Gesicht, als ob Sie ins Gefängnis müssten!
Möchten Sie tanzen? - Gerne!
Marquise!
Was ist nun mit Ihren Perlen?
Drei Stück, Durchlaucht... - Fehlen noch?
Nein, sind gefunden worden von 32 Stück.
Dann fehlen also noch... oh, rechnen kann ich nicht.
Zeigen Sie mir nachher die 3 Stück.
Woher soll ich die nehmen?
Eine hab ich schon!
Jetzt fehlen nur noch zwei!
Sie sind eine unmögliche Person! - Sagen Sie bitte Marquise zu mir!
Marquise!
Ist es nicht traurig, wie viel gelogen wird?
Wieso?!
Man sagt doch, dass die Franzosen temperamentvoll sind.
Ja, das hab ich auch schon gehört.
Sie sind doch Franzose! - Nein! Äh... doch!
Aber beim Walzer ist es schwer, temperamentvoll zu sein.
Stimmt. Wir hören lieber auf!
Ich möchte mich lieber setzen.
Oh! Pardon!
♪ Lalala! ♪ Lalala!
Schauen Sie! - Was?
Der da! - Lassen Sie das!
Ich habe eine Bitte an Sie: - Schon erfüllt!
Kommen Sie doch mit, wenn ich Rosalinde morgen besuche.
Morgen? Morgen wollte ich in aller Frühe verreisen...
Und wenn ich Sie sehr schön bitte?
Sie könnten dort Doktor Eisbein kennenlernen.
Eisenstein.
Wir könnten feststellen, ob er ein kleiner grauer Spießbürger ist.
Das wäre wahnsinnig interessant!
Pardon.
Haben Sie das gesehen? Eine Geheimtür!
Wo führt die hin? - Keine Ahnung.
Sicher in ein Liebesnest!
Fragen Sie doch den Prinzen Orlofsky!
Nein, das wäre viel zu direkt!
Ich möchte das Geheimnis der Tür lieber mit Ihnen ergründen.
Jetzt gehöre ich nur noch Ihnen! - Wie schön!
Der Marquis ist froh, dass er mich loswird.
Oh, ich...
Und wie!
Der gnädige Herr! Er hat auch eine Perle im Hemd.
Was hast du mir angetan?! - Was?
Sonja will in mein Haus kommen!
Na und? Deine Frau sitzt in Baden, du im Gefängnis -
Gefängnis?!
Doch nicht vor dieser dummen Gans!
Dumme Gans?! - Ja!
Also: 'Ganz dumm' geht zu weit! - Seien Sie ganz ruhig!
Deine Krawatte sitzt schief... - Bei mir ist alles schief.
So, und jetzt verschwinden Sie! - Ich brauch aber noch eine!
Was will sie? Noch eine?
Ist ja egal.
Pista, ich könnte aus der Haut fahren!
Weißt du, was Sonja gesagt hat? - Nein.
Sie hat gesagt, ich bin ein kleiner, grauer Spießbürger.
Du?!
Sie meinte diesen Doktor Eisbein.
Eisenstein!
Ich kenn mich überhaupt nicht mehr aus!
Und dann will sie mit mir das Geheimnis dieser Tür erforschen.
Na gut!
Na endlich! Wo waren Sie denn? - Ich suche...
Ah!
Ich suche... Sie!
Wo ist der Herr Gemahl? - Im Gedränge verloren.
Ich habe mit der Dame zu reden! - Sie wissen gar nicht, wer das ist!
Doch, ich weiß es ganz genau.
Entschuldigen Sie mich, Mister Chevalier.
Ich habe Sie engagiert, damit Sie - - Halten Sie ein, Rotkäppchen!
Der Herr Pista hat mich engagiert.
Und seine Durchlaucht hat nur Augen für diese Sonja.
Mir ist ein echter Chevalier lieber als ein falscher Marquis.
Ihren Arm!
Begreifst du denn noch immer nicht?
Sonja wird Rosalinde verraten, dass ich als Marquis Renard hier war!
Rosalinde ist doch in Baden. - Ja, ja.
Morgen Früh ist Rosalinde nicht da - und am Abend muss Sonja weg.
Muss sie? Sag ihr das! - Ich hab schon einen Plan...
Schau dorthin!
Orlofsky ist verrückt nach ihr.
Der Prinz reist morgen nach Monte Carlo. Er muss Sonja mitnehmen!
Er muss?! Sag ihm das!
Leider ist er im entscheidenden Augenblick ausgesprochen schüchtern.
Was kann ich da für ihn tun? - Du kannst ihm helfen.
Ich habe auf das falsche Pferd gesetzt!
Meinen Sie mich? - Nein, Sie sind ein Esel.
Dafür verlange ich Genugtuung!!!
Mit mir können Sie sich nicht duellieren. Ich bin kein Gentleman!
Sorgen Sie dafür, dass die Russin den Prinzen aus ihren Klauen lässt!
Und Sie befreien die Marquise von diesem aufdringlichen Walross!
Sonst waren Sie die längste Zeit mein Syndikus!
Das ist ein Benehmen!
Wie eine echte Marquise!
Das ist also Ihre vornehme Marquise? - Von vornehm war nie die Rede.
Greifen Sie doch ein! - Ich greife ein. - Greif!
Adele! - Psst! Sie heißt Olga!
Olga!!!
Olga!
Olga!!!
Der Marquis verlangt nach Ihnen.
Der Marquis?!
(Lallend:) Oh, mein süßer Herr Gemahl! Was wünscht du dir?
Ich muss mit dir reden, Olga! - Wegen der Lohnerhöhung?
Meinetwegen. - Süß! Bussi!
Sind Sie wahnsinnig? - Er will nicht. Aber ich!
Muss Liebe schön sein!
Sie sind wirklich zu beneiden, Marquis.
Ja, aber... der Schein trügt. Manchmal.
Ja, der Schein betrügt. Manchmal.
Das Programm beginnt!
(Fledermaus-Walzer)
* Die Melodien von Johann Strauß werden nun ganz modern gespielt. *
(Applaus)
♪ Brüderlein, Brüderlein und Schwesterlein,...
♪ ...wollen alle wir sein.
♪ Stimmt mit mir ein:
♪ Brüderlein, Brüderlein und Schwesterlein,...
♪ ...lasst das traute Du uns schenken!
♪ Für die Ewigkeit,...
♪ ...immer so wie heut:
♪ Wenn wir morgen noch dran denken.
♪ Erst ein Kuss!
♪ Dann ein Du! Du, du, du... immerzu!
♪ Erst ein Kuss!
♪ Dann ein Du! Du, du, du, du!
♪ Du!
♪ Du!
♪ Duidu, duidu! Lalalala!
♪ Duidu, duidu, lalalalalala!
♪ Duidu!
♪ Duidu!
♪ Duidu!
♪ Duidu!
♪ Lalalalalalalala!
(Applaus)
Pista, wo kommst du her? - Aus dem roten Salon.
Roter Salon? Was ist das? - Ein Verführungs-Kabinett.
Raffinierte Beleuchtung, stimmungsvolle Musik,...
.. Spezial-Getränke...
Da kann keine Frau widerstehen!
Dort soll Adele mit Orlofsky die Probleme von Bakutin besprechen!
Bakutin interessiert mich nicht! - Nein?
Sonja muss in den roten Salon - mit dem Prinzen!
Meine Ehe ist mir wichtiger als Ölfelder.
Dann musst du Sonja sagen, dass du das Geheimnis der Tapetentür kennst.
Das Schlüsselloch befindet sich im Auge des Delfines.
Ich arrangiere alles!
Alles hübsch rot.
Die Farbe der Leidenschaft und der Liebe!
Bewährtes Hilfsmittelchen für verheiratete Männer.
Bitte, Madame! Setzen Sie sich! - Gern.
Oh! Wie raffiniert!
Bäh!
Was war das, Marquis? - Entschuldigung!
Sie haben mich an meine... ich meine, an Ihre Schwester erinnert.
Sie müssen sie aber sehr gut kennen. - Ja, ja...
Es war sehr schwer, für eine kleine schwache Stunde zu verschwinden.
Äh...
Für eine schwache Stunde?
Marquis!
Madame!
Vielen Dank, Marquis.
Viel Glück, Durchlaucht!
Gabriel!
Es klappt wunderbar! - Ausgezeichnet!
Jetzt bin ich beruhigt: Der rote Salon zeigt Wirkung!
Meine Herren!
Was wird hier gespielt? - Gespielt wird im gelben Salon.
Stellen Sie sich nicht dümmer, als Sie ohnehin sind!
Ich habe Ihr kupplerisches Spiel genau beobachtet!
Herr Doktor Eisenstein - - Einen Moment!
Bevor Sie weiterreden: Wissen Sie, was Sie können?
Ich ahne es - aber bitte sprechen Sie es nicht aus.
Sie können sich Ihre Ölfelder malen lassen - in Öl!
Das war der erste Ratschlag, den Sie mir seit 18 Monaten gegeben haben!
Und er war nicht juristischer Natur!
Sie sind nicht länger mein Syndikus! - Na, meine Stellung bin ich los.
Aber was!
Lakai!
Hier hilft nur eines: Trinken.
Das verstößt gegen meine Prinzipien - aber ein Gläschen schadet nicht.
Wie wär's mit dem?
Gin! Das klingt nicht scharf.
Wunderbar. Die Flasche bleibt da!
So. - Ahaha!
Gluckgluckgluck! - Bitteschön!
Prost!
Hick!
(Lallend:) Hier... isses so kalt! - Ja, hier zieht es.
Sie müssen jetzt eine Weile sitzen! - Sitzen?! Ich sitze nicht!
Bei mir wird gesessen!
Pista, du musst mir helfen! - Das tu ich ja dauernd.
(Lallend:) Dankeschön.
Du musst mich ins Kittchen begleiten.
Direktor Frank ist doch dein Freund! Aber der ist selbst noch nicht dort.
Weißt du das bestimmt? - Wenn ich alles so bestimmt wüsste!
Du musst früher dort sein und auf ihn warten.
Beamte haben das gern.
(Schnarchen)
Ich wusste gar nicht, dass Adelige auch schnarchen.
(Musik)
Tango!
Herr Doktor, darf ich bitten? - Wasssiss?
Tango! - Tango! Pista, meinen Mantel!
Bitteschön.
Doch nicht so!
Nein! Tanzi tanzi!
(Tango)
Sie können alles von mir haben!
Ich lege Ihnen die Welt zu Füßen! - So große Füße habe ich nicht!
Sie haben die kleinsten und reizendsten Füße, die ich je sah.
So.
Das hier ist erst die Ouvertüre. - Rubine?!
Meine Lieblingssteine... - Ich weiß.
Noch ein Glas Champagner, dann habe ich genügend Mut...
Durchlaucht, das ist das 10. Glas! - Macht nichts.
Ich fahre morgen nach Monte Carlo. Wollen Sie mitkommen?
Ich muss Ihnen ein Geständnis machen. - Geständnisse mache ich!
Liebesgeständnisse! - Njet!
Bitte nicht.
Sie haben meine Haare in Unordnung gebracht.
Tun Sie mir bitte einen Gefallen! - Bitte!
Ich brauche einen Kamm, und meine Tasche liegt am Buffet.
Bedienen Sie sich!
Ich brauche auch mein Rouge, ich bin ganz blass.
Sie brauchen kein Rouge, Sie brauchen mich!
Hat Alexej bereits einen Nachfolger? - Einen Nachfolger?
Wären Sie noch mit Alexej zusammen, könnten Sie nicht allein hier sein.
Er war doch so eifersüchtig! - Ja, ja, das stimmt.
Aber Alexej konnte nicht mitkommen. Er ist krank.
Was hat er denn? - Das kann ich nicht sagen.
Ist es so schlimm? - Nein, nichts Schlimmes.
Etwas Komisches. - Komisch?
Ja! Alexej hat Masern!
Masern?!
Warum schauen Sie so erschrocken?
Das ist nur eine Kinderkrankheit! - Ja, aber nicht bei Erwachsenen.
Diese furchtbare Krankheit raffte große Teile meiner Familie dahin.
Das waren aber andere Zeiten. - Masern sind Masern!
Ich hole lieber Ihre Handtasche. - Nicht mehr nötig!
Noch ein Glas Champagner, dann habe ich auch genug Mut...
Bitte.
Durchlaucht, ich habe mir das mit Monte Carlo schon überlegt:
Cyrill Alexander Alexandrovitsch!
Was haben Sie denn da? - Wo?
Da!
Ich weiß nicht.
Ich hab ja keinen Spiegel. - Ich werde Ihre Handtasche holen!
Ich bin gleich wieder da.
Aristoteles! - Durchlaucht?
Handschuhe verbrennen! - Sehr wohl, Durchlaucht.
Besorgen Sie mir die berühmtesten Ärzte von ganz Wien!
Durchlaucht!
Hier, die Perlen! Ich habe vier gefunden.
Sonderbar... sie haben alle nur ein Loch.
Wozu brauchen Perlen mehrere Löcher? - Um aufgefädelt zu werden.
Jessas, das hab ich vergessen!
Eine schöne Ausbeute! Darf ich Ihre Sammlung vergrößern?
Ich brauche sie in diesem Leben ohnehin nicht mehr.
Ach, Durchlaucht!
Sie sind wirklich ein echter Durchlaucht!
Ja, aber Marquise sind keine echte Marquise.
Aber ein echtes Weib! Danke!
Was haben Sie da? - Was hab ich?
Sie sind betupft: Lauter kleine rote Punkte!
Schon?!
Ich hab die Masern. - Nein.
Es sieht eher nach Rouge aus.
Schauen Sie!
Entschuldigen Sie mich, Marquise!
Schade.
An den hätte ich mich gewöhnen können.
Sonja!
(Er singt laut und lallend.)
Na, wo issn das Schnallerl?
Schnallebums!
Hallo!
Hicks!
♪ Glücklich ist...
♪ ...wer vergisst,...
Hallo! - Ja bitte?
Da können S' ned rein!
♪ Glücklich ist, wer vergisst,...
Also, da ist ein Lärm!
Das soll ein anständiges Gefängnis sein?!
Ruhe!!!
♪ ...was doch nicht zu ändern ist!
♪ Glücklich ist,...
Sie sind wahrscheinlich falsch gegangen. Sie gehören da ned her!
I kenn Sie ja gar ned.
Hoppla! Kommen S' her!
Mein Gott, was mach i mit dem?
Sind Sie vielleicht ein Gast vom Herrn Direktor?
Ja, ja.
So kann man auch sagen!
Bitte sehr, ist das... hicks... ist das hier das Gefängnis?
Ja.
Wo kann man denn hier... sitzen? - Bei uns kann man überall sitzen.
Hoppla! Nur schön langsam!
Hoppala!
Ujegerl!
Hahaha! - Geben S' Acht!
Da setzen S' Ihnen her, in den Schaukelstuhl!
Das is das Lieblingsplatzerl vom Herrn Direktor.
Warten S', i stemm mi dagegen!
I stemm mi dagegen!
Rutschen S' zruck, i hab ihn scho!
Wie issn das... wie issn das hier bitte sehr mit einem... hicks?
Was? - Mit einem... Frühstück!
Für die Insassen hab i a Einbrennsupp'n.
Aber für die Gäste, für die besonderen, hab i an Kaffee.
Bitte vielmals...
Und ein Ei. - Das... das is gut.
Drei Minuten? Vier?
(Schnarchen)
Bitte sehr... nur zehn Minuten!
Tss.
Die kann man dann aber nicht mehr... tunken.
(Schnarchen)
Jetzt schlaft er.
I koch ihm einen Kaffee... und ein Ei... und fertig.
Ob's ihm schmeckt oder ned...
(Schnarchen)
♪ Da da dadadada dada...
♪ ... dadi dadada...
♪ Das is bei uns so Sitte,...
♪ ...dadi dadada.
Nanu?
Ich bin ja schon da!
Schnarche ja schon.
Das ist doch nicht möglich!
Ah, der Herr Direktor!
Frosch!
Kommen Sie mal her, Frosch!
Frosch, hören Sie mal zu: Sie sind doch der Frosch?
Der bin ich, Herr Direktor.
Schaun Sie mir in meine Augen! - Ja.
Kornblumenblau.
Frosch, Sie schwanken ja!
Aber Herr Direktor seh'n doch: Ich schwanke nicht.
Sagen Sie mal, Frosch: Wer bin ich? - Herr Direktor sind Herr Direktor.
Und werden es immer bleiben, wenn nix dazwischen kummt.
Gut. Und wer ist das da? - Das weiß i ned.
Er will ein 10-Minuten-Ei.
Ein Gast, der zum Frühstück kommt? - Wahrscheinlich.
Kann schon sein. Hoppla!
Jetzt haben aber der Herr Direktor geschwunken!
Haha!
Marquis! - Ah! Ruhe!
Marquis!
Chevalier!
Aschanti, Monsieur!
Ich bin überglücklich, dass Sie mich besuchen!
Frosch!
Sämtliche Eier in die Pfanne! - Na servas.
Wir haben aber noch 20 Eier. - 20 Eier?!
Chevalier, mir is schlecht.
Ich hab so ein Schummwidibumm. - Ich hab ein Rumwidibum!
Rum!!!
♪ Mir geht ein Rumwidibumbum Schummwidibum im Kopf herum!
♪ Es gibt da Rumwidibumbum Schumwidibumbum noch einen Rum.
♪ Noch einen Rum!
♪ Und wer da steht, der sieht uns liegen, in unsren allerletzten Zügen
♪ Rumwidibumbum, Bumwidibumbum, Bum!
♪ Im Kopf herum!
♪ Ja unsre Stadt, die Stadt, die hat so viele Kneipen und Destillen.
♪ Ich geh die Bahn von Hahn zu Hahn, um meinen großen Durst zu stillen.
♪ Das ist die Welt!
♪ Die schöne Welt!
♪ In der die vollen Gläser steh'n.
♪ Bei jedem Schluck, den man nimmt, wird man fröhlicher gestimmt.
♪ Mir geht ein Bumwidibumbum Bumwidibumbum im Kopf herum!
♪ Es gibt hier Rumwidibumbum Rumwidibumbum noch einen Rum.
♪ Und wer da steht, der sieht uns liegen in den allerschönsten Zügen.
♪ Uns geht ein Bumwidibumbum Bumwidibumbum im Kopf herum.
♪ Und wer hier steht, der sieht uns liegen in den allerletzten Zügen.
♪ Uns geht ein Bumwidibumbum Bumwidibumbumbum im Kopf herum!
Bumm.
Warum musste ausgerechnet ich eines der Opfer der Fledermaus sein?
Sie, Durchlaucht?
Ja! Der Scherz mit der angeblichen Sonja gehörte zu Ihrem Plan!
Angeblich? Durchlaucht selbst haben sie mir vorgestellt!
Na und?
Durchlaucht! Bitte!
Nach fünf Minuten bat sie mich, ihre Tasche zu holen.
Was Durchlaucht nicht getan haben! - Natürlich nicht.
Dann bekam sie Masern. - Und Sie holten die Tasche.
Ja. Aber dann war Sonja weg. - Und das Collier?
Das lag im Suppenteller. Mit diesem Kärtchen.
"Verzeihen Sie mir! Einmal werde ich Ihnen das alles erklären."
"Rosalinde"?
Er hat mich lächerlich gemacht! Mit meiner eigenen Kammerzofe!
Wär dir eine Fremde lieber gewesen?
Ich habe Adele gesagt, dass sie das Haus sofort verlassen muss.
Perlen!
Aber die bedeuten Tränen. - Ja: Für die, die sie nicht haben.
So... die Koffer hol ich mir später.
Die Gnädige wollte meinen Lohn nicht bezahlen.
Ich kassiere bei Doktor Eisenstein. Ich weiß, wo er sitzt...
Meine beiden Perlen sind weg. - Ah!
Bei mir auch!
Meine waren eh unecht. - Aber meine nicht!
Sie nehmen mir meinen Schwindel nicht übel?
Ich bestimmt nicht!
Herr von Bundassy meinte, ich würde mich ohne Titel nicht wohlfühlen.
Ich wollte keine graue Maus sein! - Hahaha... ah!
Herr Direktor...
Noch ein Tässchen Kaffee? - Ja, das ist sehr lieb.
Herr Direktor, ich muss...
Herr Direktor! Der Gefangene von der 7er-Zelle macht Schwierigkeiten.
Er besteht unbedingt auf einen Rechtsanwalt.
Nummer 7?
Der Doktor Eisenstein.
Der Rechtsanwalt will einen Rechtsanwalt?!
Was sagen Sie dazu, Marquis? Haben Sie Doktor Eisenstein gesagt?!
Ja, ich habe Doktor Eisenstein gesagt.
Ich habe Doktor Gabriel Eisenstein gestern eigenhändig festgenommen.
Wo? - Na, in seiner Wohnung in Hietzing.
Wissen Sie das bestimmt? - Ja, ja!
Um diese Zeit war ja der Herr Direktor noch ganz nüchtern.
Frosch!!!
Diesen Doktor Eisenstein möchte ich mir ansehen!
Warum denn? Vielleicht könnte ich ihn vertreten.
Marquis ist nur ein Titel. Ich bin von Beruf Rechtsanwalt.
So ein vornehmer Rechtsanwalt!
Frosch, bringen Sie den Herrn Marquis zu dem Gefangenen.
Du mogelst! - Heast, wie redest du mit mir?!
Was willst?
Achtung! Es kommt jemand!
Bitte, Herr Marquis.
♪ Bummwidibummbumm...
Morgen. - Morgen.
Oh, der Herr von heute Früh! - Schon gut, schon gut.
Morgen!
Ah, der Herr Doktor ...! - Wie Sie sehen!
Was? Sie kennen mich? Umso besser.
Bitte, Herr Marquis! - Marquis?!
Schon gut, Frosch. Sie können geh'n!
Bitte, setzen Sie sich doch!
Was ist denn? Wollen Sie mich einsperren?!
Ah so! Das is die Macht der Gewohnheit.
Wer sind Sie eigentlich?
Wenn Sie Marquis sind, bin ich Doktor Eisenstein.
Woher haben Sie meinen Hausrock? - Der ist sehr bequem.
Adele und ich wollten uns einen gemütlichen Abend machen.
Ah, Sie sind der Bursche, der...
Der nette junge Mann, der mit Adele geht.
Wir sind so gut wie verlobt. Das ist besser als verheiratet.
Haben Sie es sehr eilig, hier rauszukommen?
Das kommt darauf an... Wenn man mir meine Verdienste ersetzt, dann...
Herr Marquis!
So!
Fertig!
Jetzt brauchen wir einen Fiaker. - Ja, und einen für die Koffer!
Vielleicht fahrt grad einer vorbei.
Rosalinde, komm schnell her!
Du, da wirst du dich wundern!
Gabriel?!
Ja.
Wieso läuft der frei herum?
Du hast doch gesagt, dass er sitzen muss!
Vielleicht war das auch gelogen. Der wollte mit Adele allein sein!
Du musst ihn zur Rede stellen! - Nein, ich will ihn nicht sehen!
Du musst mit ihm reden! Und zwar als Sonja.
Sag ihm, du willst deine Schwester abholen.
Und dann warte, wie er reagiert. - Ach, das...
Ja! Das ist eine gute Idee.
Und wenn er mein Kleid erkennt?
Unsinn! Kein Ehemann kennt die Kleider seiner Frau!
Anna!
Ja bitte?
Ich mach selber auf!
Danke, Anna.
Was lachen S' denn so bl....
Du, Tantchen?! - Wie du siehst.
Und die Rosalinde? Ist die noch in Baden?
Ja, ja.
Du wolltest doch auch länger in Baden bleiben.
Ja, ja. Aber was machst du eigentlich da?
Ich bin mit der Sonja gekommen. Mit deiner Schwägerin.
Marquis?
So eine Überraschung! Und noch im Frack?
Marquis?
Ja, wieso denn? Seit wann bist denn du Marquis?
Seit gestern Abend.
Bitte lass mich mit Sonja allein! - Kommt nicht in Frage!
Der Gatte meiner Nichte wird über Nacht Marquis?
Das ist mein Schwager?! - Ich bin der Doktor Eisbein.
Eisbein?!
Als Schwager darf ich doch Du sagen? - Aber bitte!
Ich muss mit dir sprechen. Unter vier Augen!
Wenn du unbedingt willst... Ich horch sowieso!
Bitte, Schwager: Ich höre!
Sonja, ich will dir die Wahrheit sagen.
Aber Rosalinde darf nie davon erfahren!
Von mir erfährt sie nichts!
Herr Direktor, eine Frauensperson will zum Gefangenen in Zelle 7.
Zum Herrn von Eisenstein. - Lassen Sie sie rein!
Kommen S'!
Hallo!
Kommen S' rein!
Jetzt warten S' da, bis der Herr Direktor Sie ansprechen wird.
Und ich hol den Gefangenen. - Danke, Herr Wachtmeister!
(Sie hüstelt.)
Marquise!
Jessas! Der Herr Chevalier!
Och, das hab ich ganz vergessen! Ich muss Ihnen etwas gestehen:
Das mit dem Chevalier war leider ein Faschingsscherz.
Ich bin der Gefängnisdirektor Siegfried Frank.
Also, da legst dich nieder!
Und ich bin das Stubenmädchen Adele. - Stubenmädchen?!
Oui oui... ach, ich sprech schon wieder französisch.
Das mit der Marquise war auch ein Faschingsscherz.
Der Gefangene von Nummer 7.
Alfred! - Alfred?!
Ich denke, Sie heißen Gabriel? - Doktor Gabriel Eisenstein.
Alfred Gabriel Eisenstein. Ich habe zwei Vornamen.
Das klingt auch nach Faschingsscherz.
Wenn Sie keine Marquise sind, ist Ihr Gemahl auch kein Marquis!
Das... war... Doktor Gabriel Eisenstein.
Ich wollte meine Stellung bei Arabayam nicht verlieren.
Aber es war alles umsonst.
Ich verstehe und verzeihe alles - als Schwägerin natürlich.
Aber warum soll Rosalinde nichts davon erfahren?
Rosalinde?
Sie würde mich nie verstehen.
Sie ist ganz anders als du.
Rosalinde ist eine gute und sanfte Ehefrau.
Aber kleinlich, spießbürgerlich und manchmal sogar dumm.
Sag das noch einmal!
Wiederhole das!
Manchmal sogar dumm.
Jetzt reicht's mir aber! - Mir aber auch!
Kleinlich, spießbürgerlich, dumm?!
Bäh!
Rosalinde!
Jawohl!
Die dumme, spießbürgerliche, sanfte Rosalinde!
Der Prinz Orlofsky die Welt zu Füßen legen will!
Er hat mich nach Monte Carlo eingeladen! Und ich fahre mit!
Nein! Du bist meine Frau! - Hahaha, deine Frau!
Die du für dumm hältst!
Zu der du kein Vertrauen hast!
Der du nie etwas erzählst!
Mit der du nie über deine Geschäfte sprichst!
Und für die du so viel Verständnis hast wie... für deinen Schuhlöffel!
Rosalinde!
Schatzi!
Oh Schnucki!
Ich hätte dir auch geholfen.
Ich hätte die Marquise besser gespielt als dieser Trampel!
Gnädige Frau: Das Wort Trampel höre ich sehr ungern.
Was machen Sie denn noch da?
Ich habe nur meine Koffer geholt. - Verschwinden Sie!
Halt!
Adele hat nicht mehr Schuld als du.
Sie bleibt!
Kommen Sie her, Adele!
Verzeihung!
Oh!
Küss die Hand, gnädige Frau!
Sie sind so lieb! Sie sind so gut!
Und schuld an allem ist...
Die Fledermaus!
Guten Morgen!
Sie sind zum Glück wieder gesund! - Du warst krank?
Wir hatten gemeinsam die Masern.
Sie haben gestern etwas vergessen.
Oh Durchlaucht!
Ihre Gattin ist wirklich eine vorzügliche Komödiantin.
Besser als Ihre Kammerzofe.
Ich will Ihnen alles erklären! - Nur das nicht!
Hier - damit nicht alles umsonst war.
Schenkungs-Urkunde?
"Ich, Prinz Cyrill Alexander Orlofsky, schenke unwiderruflich..."
"...aus meinem Besitz in Bakutin 1.000 Hektar ..."
1.000 Hektar?!
Aber Durchlaucht!
Die Felder und Wiesen gehören alle Ihnen.
Sie dürfen den Besitz auch verkaufen.
Aber: Was unter der Erde liegt, gehört mir. Das Öl!
Das ist bei mir so Sitte.
♪ Das ist bei uns so Sitte! Chacun a son gout.
♪ Jeder nach seinem Geschmack.
♪ Die Wiener sind an G'schichten ned arm.
♪ Die Wiener G'schichten ham ihren Charme.
♪ Und die hier bracht' mir Glück ins Haus.
♪ Ja, die G'schicht von der Fledermaus ist aus!
♪ Ja, die G'schicht von der Fledermaus ist aus!
UT: Ophelia Kletter, ORF 2001
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