All language subtitles for Der Fall des Lemming 2009.deu

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Original subtitles

*

* Disco-Musik *

* Kreischen *

Untertitel: IMS im Auftrag des ORF, 2011

(Lautsprecher:) "Hoppala und nieder, immer wieder!"

* Ein Kind schreit begeistert. *

Ha ha!

Gleich da vorne an der Ecke.

Aaahhh ... ja!

Den noch!

* Lachen * Oh!

Ja, komm dann da raus!

He, was ist los?

* Tuten *

"So, das war es ..." - Fahr noch einmal!

Wer ist das? - Und warte auf mich!

"Es sind wieder Wagen frei, auf geht's, dabei sein ..."

* Schuss *

(Budenbesitzerin:) Bitte schön! - Danke schön!

Wen haben wir denn da? - Scheißerle, geht's gut?

Da!

(Mann:) Geht schon, gemma! Machen wir einen kleinen Spaziergang!

He, hoppla!

He!

Ich mach das. - Was?

Halt dich im Hintergrund!

Scheiße, weg sind sie.

* Sie lacht. *

(schreit:) René!

René!

René!

(Mann:) Wo ist die Kohle? Willst du uns verarschen?

He, he, he. Was ist das? - (René:) Das ist mein Anteil.

* Schreien, Kampfgeräusche *

* Schrei * Scheiße, die Bullen! - Scheiße!

René!

Du bist doch der René? - Bleib stehen!

Ganz ruhig! Jetzt mach keinen Blödsinn!

Von dir will ich nichts. Nur von den zwei Arschlöchern,

die dich beschissen haben.

(Kind:) René!

Du sollst stehen bleiben!

Willst den Kopf hinhalten für die?

* Kreischen, Rattern der Achterbahn *

Na komm!

Gib mir die Waffe!

Komm schon!

* bedrohliche Musik *

Es passiert dir nichts.

Ich verspreche dir es.

Komm!

(Kind:) Nicht! * Schuss, Schrei, Klirren *

* Poltern *

René!

Komm her, komm her!

Sch! - René!

Sch, sch, sch, sch!

Sch, sch! - René!

Ist schon gut, ist schon gut.

Kannst du Gedanken lesen?

* Sie lacht. *

Wer weiß?

Bei dir würde ich gern was anderes lesen als "noch ein Viertel Rot".

* Gelächter im Hintergrund *

Die Lektüre würde dir nicht gefallen.

* lautes Gelächter *

Ich weiß nicht, was in deinem Kopf vorgeht, aber

ich weiß, es ist besser, du gehst nach Haus.

Gedanken lesen und hellsehen.

Wie viel Uhr haben wir? Willst du deinem Lebensretter etwas spendieren?

* Gelächter *

Geh jetzt, geh nach Haus!

Prinzessin! Ich nehme noch eine Runde!

Komm her, hock dich her, du Wappler!

Wir haben eh geredet von dir.

Ich hab ihm erzählt von deiner Heldentat.

* Gelächter *

Ja?

Hat euch der Krotznig was erzählt?

Dass er einen harmlosen 18-Jährigen erschossen hat,

der sich ergeben wollte?

Weißt du was? Das nächste Mal lasse ich dich krepieren.

Wenn du dich erschießen lassen willst, ist mir das wurscht.

Du bist genauso wie die Viecher, wie heißen die? Die Klippenspringer ...

Ein Lemming, genau, ein Lemming bist du.

Lemming gefällt mir eh viel besser als Wappler.

* Gelächter *

Geht es gut? Na, komm her, hock dich her zu mir!

Lass sie los! - Wieso?

Sie sitzt doch gern beim Onkel, oder?

Du sollst sie loslassen!

Sag mal, was ist los mit dir, ha?

Du hast ja keine Eier.

Weiß ich gar nicht ... Haben Lemminge Eier?

* Gelächter *

Dass gerade du von Eiern redest!

Der Bezirksinspektor hat Fußball gespielt.

Das interessiert keinen.

Und einmal verfehlt der gegnerische Stürmer den Ball.

Und trifft Krotznigs Eier.

* Gelächter *

Drum fehlt ihm was da unten.

* Gelächter *

Der Herr Bezirksinspektor ...

.. ist eine arme Sau.

* langsames Klatschen *

A.D. Lemming.

A.D. Außer Dienst.

Dann schreiben wir keinen Bericht, sondern einen Nachruf auf dich:

"Ohne Waffe im Dienst."

"Behinderung der Ermittlungen."

"Befehlsverweigerung."

Weißt du was, Krotznig?

Spar dir die Arbeit!

Das Schreiben ist eh nicht so deins.

Wenn wir gerade dabei sind ...

Hat dich jetzt der Blitz getroffen oder was?

* Gelächter *

Im Gegensatz zu dir habe ich Eier.

Zwei.

*

* mysteriöse Musik *

*

* Musik wird spannend. *

*

* Er keucht. *

* Bellen *

* drohendes Knurren *

* Knurren *

* Knurren * Sch ...

* Bellen *

Sch ... Oh, oh, oh ...

Oh! * Bellen, Knurren *

* Knurren, Heulen *

* Jaulen, Bellen *

* Heulen *

(verzweifelt:) Scheiße!

*

Keine Bewegung!

Hände in die Höhe!

(schreit:) Hände hoch!

Langsam umdrehen!

Geht es? Alles okay? Hm?

Ich war es nicht.

Ihr Name?

Na, geht es wieder besser?

Danke.

Sagen Sie einmal ...

Also ... Name!

Ich war es nicht!

Also gut, Wallisch, Leopold.

Und das da drüben ist ...

Das war der Friedrich Grinzinger. Dr. Grinzinger.

Er ist tot, und ich bin es nicht gewesen. Noch mal?

* Autotür schlägt zu. *

Das ist aber jetzt nicht wahr.

Hallo, Servus!

* gemeines Lachen *

Mhm. Lemming. Lemming. Lemming.

Bist du jetzt ein Messermörder im zweiten Bildungsweg?

Ich war es nicht. - Er sagt nur, er war es nicht.

Jetzt weiß ich nicht, bin ich taub, oder bist du ein Papagei?

Ganz der alte Bezirksinspektor! - Ha ...

Irrtum!

Abteilungsinspektor.

Hat deine Arschkriecherei Früchte getragen?

Die süßesten Früchte fressen nur die großen Tiere.

Weil die Bäume hoch sind und diese Tiere groß sind.

Was haben wir für ein Motiv, ha?

Geld ... Drogen ... Sex?

Wenn ich so sehe, wie du daherkommst, würde ich sagen: Geld!

Sag...

Was verdient man so als Privatdetektiv?

Mit Bart hast du mir besser gefallen.

Da hat man das depperte Grinsen nicht so gesehen.

Na, Servus, Kaiser, der schaut aus!

Mindestens 20 Stiche. Danke!

* Klicken einer Kamera *

Das ist also euer Mörder, na bravo!

Eigentlich schon, Herr Doktor. - Servus, Wallisch!

Ah ... darf ich?

So ...

Der Fall ist eh eindeutig, nicht? - Ihren Schatten kenne ich schon.

Kann mir wer aufhelfen?

(Krotznig:) Komm, Wappler!

Danke ...

Nehmen Sie ihm die Handschellen ab! - Das kann es jetzt nicht sein!

Schauen Sie, Krotznig:

"Blut ist ein ganz besonderer Saft."

Goethe.

Faust. - Ich hab keinen Fernseher.

Und Blut ist flüssig. Und wenn es flüssig ist, spritzt es.

Und dann spritzt es nicht links und rechts am Mörder vorbei.

Der Wallisch ist sauber, glauben Sie mir.

Außer, ... - Außer was?

.. der Wallisch ist selbstreinigend.

Also quasi ein sanitäres Wunder.

* kauzige Musik *

* Lachen und Plaudern *

Und? Gehen wir! Der Fleckerl ist da.

Es war ein normaler Überwachungsauftrag.

Das Übliche: eifersüchtige Ehefrau, die es ganz genau wissen will.

Und Sie sind der neue Wappler?

(Krotznig schreit:) Huber! Schweinsgalopp!

Entschuldigung!

Darf ich Sie noch was fragen? - Bitte!

Warum waren Sie sofort am Tatort?

Ein Anruf, jemand hat es gemeldet.

Ich war gerade in der Nähe auf Streife.

Und der Jemand? - Keine Ahnung, der Anruf war anonym.

* Winseln * Sagen Sie, ist das Ihrer da oben?

* Der Motor springt an. *

He, hallo!

Danke!

* tiefes Atmen *

* Winseln *

* melancholische Melodie mit Saxofon *

*

*

Guten Abend! - Hallo!

* Türklingel *

* Klingel *

* Klingel *

He, he, he! Das ist ein Irrtum! Du musst mich verwechseln!

Hund!

* Eine Tür schlägt zu. *

Servus, Wallisch!

Ich komme doch nicht ungelegen?

Wo ist denn der Herr ... - Der Wappler ist daheim.

Das ist ein Privatbesuch.

Jetzt tu wenigstens so, als wenn du dich freust!

Das hast du alles geerbt von der Oma?

Muss ich die Schuhe ausziehen?

Was willst du?

Da ist ja die Oma!

Na heast!

So eine fesche Katze!

Finger weg!

* Aufprall *

* Klirren, Stöhnen *

Horch einmal, Lemming:

Das ist MEIN Fall.

Ja?

Die Leiche vom Grinzinger gehört mir.

Da wird er sich aber freuen.

Was, wer? Der Grinzinger? - Nein, Krotznig.

Der Mörder.

* Stöhnen *

Steck deine Nase nicht in Sachen, die dich nichts angehen, ja?

Weil sonst scheppert es!

Ist das klar?

Danke fürs Gespräch.

Ich finde selber raus.

* Die Tür fällt zu. *

Hund?

Bitte, gerne, keine Ursache!

* Klingeln *

* Klingeln *

* Klingeln *

* Bellen *

He, he!

* Klingeln *

"Detektei Wallisch, Nachrichten nach dem Signalton."

* Bellen *

Weg! Jetzt ist Schluss! Jetzt reicht es!

* Bellen *

Verschwinde! Schau, dass du wegkommst!

Raus!

* Die Tür schlägt zu. *

* leises Winseln *

* Er atmet aus. *

* Rülpsen *

*

* Er schmatzt. *

(Huber:) Das ist ja der Wallisch!

(Krotznig:) Aber geh! Auf geht's.

Ist er jetzt doch verdächtig?

Aber überfahr ihn nicht, wenn's irgendwie geht.

* Türglocke *

* Glocke * (Frau:) Offen!

Hallo?

Frau Grinzinger?

Vielleicht lass ich mir einen Kurzhaarschnitt machen.

Das steht Ihnen sicher.

Setzen!

Wollen Sie sich jetzt entschuldigen?

Ich weiß, dass das nicht geht.

Aber ich möchte den Mörder Ihres Mannes finden.

Ja?

Hm ... Wenn Sie meinen ...

Mein Mann war militanter Nichtraucher.

Darf ich? * Scheppern *

Entschuldigung.

Warum haben Sie das gemacht? - Was gemacht?

Mich engagiert.

Das wissen Sie nicht mehr, Herr Wallisch?

Ihr Mann hat gewusst, dass er beschattet wird.

Er hat sogar auf mich gewartet.

Gut beobachtet.

Es gibt gar keine Geliebte, oder?

Na so was!

Bravo Wallisch, römisch eins.

Die einzige Geliebte meines Mannes war die lateinische Sprache.

Seine Leidenschaft: das Römische Imperium.

Und sein Vorbild: Julius Caesar, Tyrann im eigenen Reich.

Also keine Geliebte. - Nein.

Nur ein ehemaliger Schüler.

Ein ... wieso?

Ah, war Ihr Mann vielleicht ... - Blödsinn!

Nur ein Treffen.

Irgendwelche alten Differenzen, die er klären wollte.

Etwas, was ihn offenbar belastet hat.

Und da hat er mich gebeten, ...

.. einen Leibwächter zu engagieren.

Wer war der Schüler?

Glauben Sie, mein Mann hat mir so was gesagt?

Er hat auch nicht erzählt, worum es geht bei diesem Treffen.

In den letzten Wochen, da hat er sich verändert.

Als hätte er gespürt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt.

War er krank? - Aber woher!

Wenn die Prostata sie sekkiert, werden wohl alle Männer rührselig.

Gehört die Ihrem Mann?

Eine Brille? Nie im Leben!

Der hat Augen gehabt wie ein Luchs.

* peitschendes Geräusch *

(Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,)

(sponte nes... sponte sua)

(sponte sua, sine lege fidem ...) - (Neumann?)

(Der liebe Gott und ich, ...)

(.. wir sehen alles.)

(Grinzinger:) (Merk dir das!)

(Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo,)

(sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat.)

(Schüler:) Poena metusque aberant, nec verba minantia fixo

aere legebantur, nec supplex turba timebat ...

* Pausenklingel *

(Krotznig:) Hast keine Augen im Schädel?

(Frau:) Auch einen kleinen Absinth?

* mysteriöse Musik *

Sie schauen mir aus, als könnten Sie dringend was vertragen.

Keine Angst, es ist nicht immer drin, was draufsteht.

Haberl, Magistra der Künste.

Also nennen Sie mich nie "Zeichenlehrerin".

Wallisch.

Und ... der Rest ist nicht so leicht zu erklären.

Aber mir würde es reichen zu wissen, was bei mir hier herinnen machen.

Kennen Sie den Dr. Grinzinger?

Perfekt in diesem Fall: Ich habe ihn gekannt.

Ein zweifelhafte Ehre.

Wegen dem Perfekt bin ich da.

Sie schauen mir aber nicht wie ein Bulle aus.

Privatinvestigationsspezialist. Also nennen Sie mich nie "Schnüffler".

Und jetzt suchen Sie den Mörder vom Grinzinger.

In meinem Zeichenkammerl.

Ich nehme doch einen Kleinen.

Der Grinzinger war ein Arschloch.

Die Schüler sind immer vollkommen fertig gewesen nach seinen Stunden.

Seelische Grausamkeit nennt man das wohl.

* Prusten *

(heiser:) Ja.

* Pausenklingel *

Kann es einer von den Schülern gewesen sein?

Tja, gemocht hat ihn keiner.

Ah ... danke.

Ist aber strengstens verboten da. Gell? Alkohol sowieso.

Es war sogar mal die Rede ...

.. von einer ganzen Klasse, die sich am Grinzinger rächen wollte.

"Die Freunde des Brutus".

Brutus ...

"Auch du, mein Sohn."

Darf ich?

Wissen Sie, wem der Grinzinger nachgeeifert hat?

Hm?

Dem alten Julius.

Caesar?

Oh-oh.

Wann war das mit den Brutus-Freunden?

Da fragen Sie mich zu viel, das war vor meiner Zeit.

Ich weiß nur, dass der Grinzinger bei denen Klassenvorstand war.

* geheimnisvolle Musik *

Mei, das gibt's ja nicht!

Ach ...

Wo kann das sein?

Sauhaufen!

Lassen Sie mich raten! Was wir hier machen, ...

.. ist selbstverständlich verboten.

Da schau her! - Was?

Ah!

Klassenvorstand Dr. Friedrich Grinzinger.

"Tief erschüttert vom plötzlichen Tod unseres Mitschülers."

"Wir werden David Neumann, der von uns gegangen ist, nie vergessen."

Kann ich das mitnehmen? - Selbstverständlich nicht.

Grüß Gott! - Tag!

Scheiße!

* Prasseln *

Lemming, heast! Überall ist er dort!

Grüß Gott, Herr Huber!

He, he, he!

Waren wir in der Schule, ha?

Wieso? ICH habe die Matura.

Ah so? Komm her!

Du Gescheiter weißt doch auch, wo die Brieftasche von der Leiche ist!

Keine Ahnung. - Aha.

Wir haben sie auch nicht gefunden. - Nein.

Aber sie hat die Buskarte gezahlt, die Leiche, ha?

Was ist mit einem Raubmord? Ist eine Möglichkeit.

Ein Raubmord! Da schau her! Super Idee, ha?

Danke für den Tipp. Komm, her mit dem Mantel!

Was? - Den Mantel sollst du mir geben!

Runter mit der Hose!

Was ist? Runter mit der Hose!

Zeig uns den Lemming-Strip, ha?

Den kennst du noch nicht. Da hast du was versäumt.

Da kannst du was lernen.

Das Hemd auch?

Unbedingt.

* Donnern *

Ah, ha ha!

Das ist meines. - Ah so.

Ha ha, du bist ja neger (= pleite)!

* Er lacht. *

Ein nackerter Neger!

Ich steh auf nackerte Neger!

(zu "Guantanamera":) # Nackerte Neger! Ich steh auf nackerte Neger!

# Ich steh auf nackerte Neger!

# Ich steh auf nackerte Neger!

# Ich steh auf nackerte ...

Darf man fragen, was Sie da machen, meine Herren?

Nein!

Dürfte ich kurz in Ihren Computer?

Für schulfremde Personen ist das natürlich strengstens ...

Selbstverständlich.

Ihr Vater ist 96, Frau Sedlak? Entschuldigen Sie, falsch verbunden.

Es ist ein Wahnsinn, wie viele Hans Sedlak es gibt in Wien.

Sedlaks, Oberkellner und Wellensittiche.

Dafür habe ich den Söhnlein. - Ja?

"100 Jahre Eleganz nach der Façon der Belle Epoche."

"Albert Söhnlein und Sohn heißen Sie herzlich willkommen."

Ist das ein Herrenfriseur? - Das Hotel Kaiser in Hietzing.

* Freizeichen * Der Nächste, bitte?

"Hallo, Sedlak." - Max Breitner.

"Bitte sprechen Sie nach dem Signalton."

Ja, Wallisch mein Name.

Ich bin auf der Suche nach Hans Sedlak.

Jahrgang 1967.

Ein früherer Schüler von Friedrich Grinzinger.

Es geht um ... ahm ...

Der ist umgebracht worden.

Und wenn Sie das zufällig waren, also ...

.. als ehemaliger Grinzinger- Schüler, rufen Sie mich an

unter 313 70 20. Danke.

Wer ist das gewesen?

Wer "wer"? Der Max Breiter jedenfalls nicht.

Den gibt es nicht im Netz.

Da auf dem Foto. - Die Tierärztin?

Ja, kann ich noch mal sehen?

Klara Breitner.

Was?

Ich brauche eine Tierärztin.

Selbstverständlich.

* Hupen * Scheiße!

Taxi gefällig?

* Das Getriebe knirscht. *

Das ist nett. Aber ich müsste zu einer Fleischerei.

Selbstverständlich.

Ja, da schau her, ha?

* Hecheln *

* Winseln *

Du musst was fressen.

Hund! * Winseln *

* Er seufzt. *

Morgen gehen wir zur Frau Doktor. * Klingeln *

Zu einer sehr schönen Frau Doktor.

* Klingeln *

"Detektei Wallisch, Nachrichten nach dem Signalton."

* Piepsen, Schrei *

* Bellen, Stöhnen *

(Huber vom AB:) "Huber spricht. Ich wollte nur sagen,

das vor der Schule, das tut mir sehr leid."

"Ich wollte das nicht." - Hund!

"Und das mit Ihrem Fahrrad auch."

"Also ..."

* Seufzen * "Ja ..."

"Auf Wiederhören!"

* Bellen, Heulen *

* jämmerliches Miauen, Bellen und Krächzen *

Guten Tag!

* Räuspern *

(räuspert sich:) Bitte!

Also?

Ich bin da.

Ja, das sehe ich.

Aber ich bin Tierärztin. - Ja, ich weiß.

Und Ihr Tier ist nicht da. - Nein.

Nein. Ahm ... um welche Art von Tier handelt es sich denn?

Hund, also, es handelt sich um einen Hund.

Der wollte mich nicht begleiten. Machen Sie keine Hausbesuche?

Leider ... Sie müssen sich schon mit ihm herbemühen.

Es ist nicht leicht. Er ist schwer und groß.

Welche Rasse denn? - Welche Rasse?

Ja.

Welche Rasse ...

Ahm ... hören Sie ... ahm ...

So kommen wir nicht weiter.

So einer ist es.

Ja ...

Genau so schaut er aus.

Französischer Hirtenhund also. - Ja...

Ein Hirtenhund.

Und? Was hat er?

Zustände hat er.

Was für Zustände?

Zustände halt.

Hören Sie ... ahm ...

Kommen Sie einfach morgen wieder mit Ihrem Hund.

Falls es ihm schlecht geht, rufen Sie mich an.

In Ordnung? - Ja.

Darf ich Sie noch was fragen? - Bitte?

Sie sind nicht vielleicht verwandt mit einem Max Breitner?

Wieso? - Weil ich den suche.

Breitners gibt es wie Sand am Meer.

Ja.

Bis morgen?

Aber nur MIT Hund.

Ja.

* mysteriöse Musik *

*

* Man hört nicht, was sie sagt. *

* Musik wird spannungsvoll. *

Ihm nach, nicht?

* Der Motor springt an. *

* Der Motor verstummt wieder. *

*

Mahlzeit.

Die Ordination ist geschlossen. - Wir sind eh keine Viecher.

Obwohl ... Von Ihnen würde ich mich gern untersuchen lassen.

Da sind Sie bei mir an der falschen Adresse.

M-m. Ich glaube, dass ich bei Ihnen goldrichtig bin.

Sie sind doch die Schwester vom Breitner Max.

Gestatten ...

(Huber:) Kriminalpolizei.

Wir sind nämlich die Guten.

Ich habe mit Max nichts mehr zu tun. Seit Jahren nicht. Worum geht es?

Haben Sie schon mal was von den "Freunden des Brutus" gehört?

Was?

Guten Tag!

Grüß Gott!

Was hätte man denn gern, der Herr? - Am liebsten eine Auskunft.

Man könnte ja glauben, man ist ein Auskunftsbüro.

Der gerade hat auch eine gewollt.

Frechheit!

Was wollte er denn wissen?

Glauben Sie, das verrate ich Ihnen?

Warum denn nicht?

* Eine Fliege summt. *

Wo er den Chef finden kann, hat er gefragt.

Und? Was haben Sie gesagt?

Dass ich keine Ahnung habe.

Und wenn ICH fragen würde?

Die Adresse von seinem Schatzi. - Hm!

Der Herr Pribil will nicht, dass man drüber spricht, aber alle wissen es.

Da können Sie es mal probieren.

Danke. - Von mir haben Sie es nicht.

Türkei.

Vorigen Sommer.

Aha. - Das ist unser Pool.

Schön!

Und das ist er.

Der Peter.

Mein Petzi.

Ah ja. - Süß, gell?

Die waren da noch ganz frisch.

Drei hat er jetzt schon.

Das Dritte, das darf aber nur ich sehen.

Ein kleiner, putziger Silberfisch.

Eigentlich wollte er schon früher kommen.

Ich mache mir Sorgen.

Es wird schon nichts passiert sein.

Es ist nicht nur wegen heute.

Es geht ihm gar nicht gut in letzter Zeit.

Probleme? - Geschäftlich.

Jessas, jetzt habe ich Ihnen gar nichts zu trinken angeboten!

Setzen Sie sich, hm?

* Krächzen eines Vogels *

* ruhige klassische Musik *

Ah, da waren sie in Triest auf Betriebsausflug.

Wasser, Zitrone und ein Spritzer Ahornsirup.

Danke. - Setzen Sie sich doch!

Der da ... Wer ist der? - Das weiß ich nicht.

Wahrscheinlich der Wirt.

Darf ich mir das ausborgen? - Sicher.

Wenn Sie es mir zurückbringen.

* spannende Musik *

*

Herr Direktor Söhnlein?

Herr Direktor?

Bitte, die Herren.

Guten Tag!

Sag jetzt bloß, du tust jetzt anklopfen, oder was?

Da sind wir daheim, Wappler. - Bitte, hier.

(Krotznig:) Danke!

* leiser Schrei *

* Er stöhnt. *

(Mann:) Da entlang. - (Krotznig:) Danke.

(Huber:) Danke.

Hm? Nobel haben Sie es da, Herr Direktor Kaiser.

Söhnlein, Herr Kommissar.

Abteilungsinspektor.

Dann also Abteilungsinspektor.

(Söhnlein:) Warum kommen Sie gerade zu mir?

Der Herr Professor hat viele Schüler gehabt.

Ja, aber die waren alle nicht bei den "Freunden des Brutus".

* Söhnlein lacht abschätzig. * Aber das war doch eine Kinderei.

Wir waren dumme Buben! - Die sich an ihm rächen wollten.

So kann man das nicht sagen. - Ja, und wie kann man es dann sagen?

Na ja, ...

.. der Neumann vielleicht.

Der David. Der hat den Grinzinger gehasst.

Den können wir leider nicht mehr fragen.

Ja, natürlich.

Tragische Geschichte damals mit seinem Selbstmord.

(Söhnlein:) Trotzdem haben wir im Café Neumann nur groß dahergeredet.

(Huber:) Café Neumann? - Davids Vater hat ein Café gehabt.

Das war unser Treffpunkt.

(Krotznig:) Und der Breitner? - Keine Ahnung, was der macht.

Und ... Sedlak, Steinhauser und Pribil?

Haben Sie keinen Kontakt mehr? * Es nähern sich Schritte. *

(Söhnlein:) Das hat sich zerschlagen. Meine Arbeit lässt mir kaum Zeit.

Albert! Tag, die Herren!

Ich will dich sprechen, Albert. Sofort.

* Er atmet tief. *

(Söhnlein:) Die Herren sind ...

(Krotznig:) Wir sind schon am Sprung.

Wiederschauen!

Wiederschauen, Söhnlein.

Falls Ihnen doch noch was ... - Huber, Abgang!

Wiederschauen!

(Mann:) Ich frage mich, wer einmal das Hotel leiten soll,

wenn mein Herr Sohn ein derartiger Idiot und Versager ist!

Kannst du nicht EINMAL meinen Anweisungen folgen

und den Vertrag mit diesem Fleischer kündigen?

Ich wollte heute Morgen ... - Er war gerade bei mir.

Nur, weil der mit dir in der Schule war!

Seine Ware ist überteuert und ein Dreck!

Der Vertrag mit diesem Herrn Pribil ist bis morgen gekündigt!

Verstanden?

Scheiße!

*

Herr Pribil?

* melancholische Melodie mit Saxofon *

* Piepsen *

(AB:) "Sedlak Hans spricht."

"Zum Grinzinger hätte ich ein paar Geschichten für Sie."

"Das kostet aber."

"Zwei Fleck Minimum."

"Kommen Sie heute Abend um acht ins Café Kellermann."

"Im Zweiten."

* Bellen und Knurren *

* Knurren * Hund! Aus! Das ist ein Beweisstück!

* Bellen *

* Knurren *

"Janni Diodato".

"Trattoria Gatto Nero, Triest".

Trattoria Gatto Nero.

* Hupen *

Der pflanzt uns.

Dein Herr Wallisch.

* leise Tango-Musik *

Die Runde geht auf mich. Bitte sehr.

Hans Sedlak?

Das bin ich.

Und Sie sind der ... - Sie haben Verstärkung.

Steinhauser Walter. Und wer hat Ihnen da ...

Das?

Sagen wir, ich bin gegen eine Kastentür gerannt.

Und die Kastentür? - Intensivstation.

Respekt.

Und das Geld?

Haben Sie das mit?

Das kommt ganz auf Ihre Geschichte an.

Aber ich schlage vor, wir machen erst einen Ortswechsel.

Gibt es einen Hinterausgang?

Da. Bei der Küche. - Gut.

Alles zusammen, und dann geben Sie mir Proviant mit!

Und eine Flasche von dem Eh-schon-Wissen, die geht auf mich.

Ah ja, und draußen im Auto, da sitzt ein Herr.

Dem bringen Sie einen doppelten Cognac

und eine Zeitung. Dem ist nämlich fad.

Ave Grinzinger, morituri te salutant.

Die Todgeweihten grüßen dich.

So haben wir ihn jeden Tag grüßen müssen.

(schreit:) Grinzinger, du Sau!

Der Grinzinger hat uns am Gewissen.

Alle.

Hansi Sedlak, Leberschaden.

Walter Steinhauser, Hirnschaden.

Beide lebenslanges Totalversagen.

Das könnt ihr dem Grinzinger in die Schuhe schieben.

Das ist praktisch.

Du Trottel, du! - He, he!

He, Herr ... Privatdetektiv.

Und der Neumann?

Hat den auch der Grinzinger am Gewissen?

Das kannst du laut sagen.

Der war die Nummer eins auf seiner Abschussliste.

Hat er sich deswegen umgebracht? - Ah was!

Ins Wasser ist er wegen seinem Vater.

Seinem Vater?

Der ist auf einmal tot umgefallen. Bumm.

Herzinfarkt.

Den hat er gekriegt, weil ihn der Grinzinger schikaniert hat, die Sau!

Grinzinger, du Sau!

* Der Stein schlägt zweimal auf. *

(Was soll denn das? Das gibt es ja nicht!)

(Das ist ja blöd.)

(* Plaudern *)

(* Klirren *)

(Geh Papa, wieso hast du denn die Brille nicht auf?)

(Wenn ich sie nicht finde.) - (Warte, ich helfe dir suchen.)

(Scheiße, Tschick weg! Der Grinzinger!)

(* Stille *)

(Guten Tag, Herr Professor!)

(Grüß Gott, Herr Professor!)

(Grüß Gott!) -(Steh auf, wenn du sprichst!)

(Von dir hätte ich das nicht erwartet, Söhnlein.)

(Du stinkst!)

(Also geh mir aus der Sonne! Nimm deine Freunde gleich mit!)

(Steinhauser:) ("Der Söhnlein hat sich halb angepisst vor Angst.")

("Dann ist er davon.") - (Sedlak:) ("Und wir hintennach.")

("Wir feigen Schweine.")

("Nur der Breitner ist geblieben.")

Und dann hat der Grinzinger den alten Neumann fertiggemacht.

Der hat dann den Herzkasper gekriegt.

Hm!

Was ist denn aus dem Breitner geworden?

Der ...

.. hat Karriere gemacht.

Echt?

Drogenkarriere.

Kannst du dich noch an seine Schwester erinnern?

Die Klara? Die süße, kleine Klara?

Wie heißt die? - Klara.

Die war ein Hammer! - Mhm.

Hm ... ja.

* Klirren *

* Würgen *

* wiederholtes Knurren *

Ah ...

* Knurren *

* Brummen, Winseln *

Hund?

Hund? * leises Grunzen *

Hund ...

* leises Winseln *

Wiederschauen!

* melancholische Melodie mit Saxofon *

Was wollen Sie?

Mein Hund braucht eine Ärztin.

Ja?

Und wo ist er dann?

Ich glaub an keinen Hund mehr.

Und ich glaube, es ist Zeit für die Wahrheit, Frau Doktor.

Was haben Sie mit Janni Diodato zu tun?

Und was will der von Peter Pribil?

Ich weiß nicht, wovon Sie reden.

Ja. Und wissen Sie auch nicht, dass der Max Breitner Ihr Bruder ist?

Sind Sie von der Polizei?

Schau ich so aus?

Also gut, der Max ist wirklich mein Bruder.

Aber ich weiß weder, wo er ist,

noch habe ich mit seinen Machenschaften zu tun.

Das ist die Wahrheit.

Und bei Ihnen?

Die Wahrheit ist ...

Er ist nicht mein Hund.

Inzwischen schon, er ist mir zugelaufen.

Er ist Ihnen zugelaufen?

Ja. - Wo?

Am Kahlenberg. Und es geht ihm nicht gut.

Er braucht einen Arzt. - Ich will ihn sehen, bald.

Ahm ... sind Sie in zwei Stunden zu Hause?

Wenn Sie kommen, bin ich da.

Und was ist mit dem Rest?

Der Wahrheit?

Den kriegen Sie dann.

* spannungsvolle Musik *

Was will er vom Pribil?

Der weiß was, was wir nicht wissen.

Vielleicht weiß er, was man machen muss, damit du die Pappen hältst.

Kein Glück beim Schatzi? - Nein, ich wollte ...

Sagen Sie bloß, das ist passiert ... * Klingel *

Mahlzeit, Prinzessin!

Eine Semmel mit einem Fleischlaberl, bitte.

Und ... ah ... das Gleiche wie der Herr.

Eine Fleischlaberlsemmel mit nichts?

Hat der Herr nach dem Chef gefragt? - Gurkerl auch dazu?

Danke, Gurkerl hab ich selber.

Macht eins achtzig.

Ich hab eine Vorteilskarte.

Vorschlag in Güte:

Du sagst mir sofort, was du vom Pribil wolltest.

Braucht der Herr Abteilungsinspektor einen Tipp?

Jetzt hör einmal zu, du kleiner Unterpenner:

Das Einzige, was du kannst,

ist, deinen verschrumpelten Schwanz einziehen.

Und die Nase in Sachen reinstecken, die dich einen Scheißdreck angehen.

Weißt du, was du bist?

Nichts.

Eine Null.

Praktisch ein Lulu bist du.

* Er hustet. *

* Röcheln *

Na ja, ...

.. so ein Fleischlaberl kann sich auf den Magen schlagen.

Dabei war das dem Pribil sein bestes Stück.

Na, wenigstens wissen wir, wer das Laberl war.

Ein Faschiertes obduzieren ist in meinem Geschäft mit das Schwierigste.

Am Geschmack lässt er sich ja auch nicht erkennen, der Pribil.

Ah mei, Rudi!

Da, willst ein Stück? - Uahh!

* Rülpsen, Husten *

Jetzt geh mir nicht am Arsch mit dem!

* Husten *

Fuck, heast!

(schreit:) Ich brauche das nicht!

* Räuspern *

Können Sie sich erinnern, ob vor 20 Jahren ein Neumann

zu Ihren Kunden gezählt hat?

Du weißt, dass bei uns schon Wetten auf dich und den Krotznig laufen?

Und?

Deine Quote ist ziemlich geschissen.

Ist der Neumann jetzt über Ihren Tisch gewandert?

Weder der Alte noch der Junge.

Der Senior, weil er ein gläubiger Jude war.

Da gibt es selten eine Obduktion.

Und der Junior nicht, weil seine Leiche nie gefunden worden ist.

Und die schöne, blaue Donau ist ein tiefes Grab.

Vielen Dank für alles. - Keine Ursache.

Herr Diodato?

* jagende Musik *

* Er keucht. *

David Neumann?

Wer war das?

Wer war was?

Sagen Sie, halten Sie mich für deppert?

Nicht wirklich.

Aber um beim Krotznig zu punkten, suchen Sie sich wen anders.

Ich will halt nicht so enden wie Sie!

* melancholische Melodie *

*

"Ich lasse mich nicht gerne zum Narren halten."

Scheiße!

* Freizeichen *

"Praxis Klara Breitner. Hinterlassen Sie Namen und Telefonnummer!"

* Piepsen *

Ahm ... ja, hallo, Wallisch, hier.

Sie wissen, der mit dem Hund.

Es tut mir leid wegen heute.

Vielleicht wollen Sie mich ja ... * Piepsen *

"Vielleicht wollen Sie mich ja."

Na bravo, Wallisch, super!

Du bist so ein Lulu.

* Winseln *

Shit!

Hund?

* leises Winseln *

* Heulen *

Langsam wird mir klar, zu wem du gehörst, Hund!

* Wasserrauschen *

(Klara:) Verlier nicht die Nerven! - (Mann:) Die Kieberei weiß nichts.

* Bellen *

(Klara:) Das gibt es nicht!

Castro, wo warst du denn!

Sag mal, wo warst du denn! Komm mal her!

Behandeln Sie alle Tiere mit Rauschgift?

Oder ist das eine Spezialität Ihres Bruders?

Okay, ...

.. wie viel wollen Sie? - Was?

Wollen Sie mich bestechen?

Was vertuschen Sie? Drogen, Mord?

Sie wissen nicht, wovon Sie reden.

Sie verstecken einen Mörder und einen Komplizen!

Ich will David Neumann sprechen.

Moment einmal!

* Bellen *

Guten Abend?

Herr Neumann?

Ich heiße nicht Neumann.

Mein Name ist Janni Diodato.

Und Sie sind?

Und Sie waren auch nicht am Kahlenberg, oder?

(Diodato:) Doch.

Aber zu spät.

Der Grinzinger ist schon auf der Wiese gelegen.

Tot.

Ich habe sofort die Polizei angerufen. - Sie waren das!

Na, 'vielen Dank'!

Und Castro!

Was hat Ihr Hund da oben gemacht?

Auf den hätte eigentlich der Max aufpassen sollen.

Habe ich ja eh!

Ja, beim Drogenschmuggeln in Marokko.

Was, Marokko? Wir waren in Amsterdam!

Und Sie?

Was haben Sie da getan, Herr Neumann?

David Neumann ist tot.

Seit über 20 Jahren.

Sicher, sicher.

Den hat die Donau damals irgendwie nach Triest gespült.

Dort ist er auferstanden als Janni Diodato.

Nur dass heuer zufällig der Pribil auf Betriebsausflug dort war.

Und Sie gesehen hat.

Den totgeglaubten Schulfreund.

So war es doch, oder?

In Wien hat der Pribil alles ausposaunt.

David Neumann reinkarniert als Triestiner Wirt.

So muss er es seinem Lehrer Grinzinger serviert haben.

Als Beilage zur Wurstsemmel.

Oder war es was Faschiertes?

Sag es ihm halt!

Jetzt sag es ihm!

Von mir zu Hause.

* Castro winselt. *

Der Grinzinger ...

.. hat mir geschrieben vor zwei Wochen.

Dass er mich treffen will am Kahlenberg beim Römerstein.

Um sein Gewissen zu erleichtern.

Er wollte beweisen, dass er nicht schuld ist am ...

.. Tod meines Vaters.

Irgendwas wollte er mir zeigen.

Wahrscheinlich das da.

Das ist seine Brille.

Das ist Papas Brille.

(Ich habe sie!)

(Papa, ich habe sie!)

(Guten Tag!)

(Danke!)

(Ah, da ist ja auch der Junior!)

(David.)

(Du kannst doch deinem Vater erklären:)

(Pueris iuvenilibus

cervisiam offerre strictae interdictum esse.)

(Was? Was hat er gesagt?)

(Das Alkoholverbot für Jugendliche.)

(Sonst noch etwas, Herr Professor?)

Und dann hat der Grinzinger meinem Vater Angst gemacht.

Er hat gesagt, er wird dafür sorgen, dass ich nie bis zur Matura komme.

"Ihr Sohn wird froh sein, wenn er einen Job als Hilfsarbeiter kriegt."

Das hat ihn irrsinnig aufgeregt. Er hat eh ein schwaches Herz gehabt.

Ich bin raus, um den anderen zu sagen, was da gerade passiert.

Ich bin dem Grinzinger nach.

(Bleiben Sie stehen!)

(Bleib stehen, du Arschloch!)

(Was erlaubst du dir?)

(Ich bringe dich um, du Sau!)

(Wenn du noch einmal meinen Vater bedrohst, bringe ich dich um!)

(Hast du mich verstanden?)

(Ob du mich verstanden hast?)

(röchelnd:) (Ja ...) - (Steh auf!)

(Steh auf, wenn du mit mir sprichst!)

Als ich zurückgekommen bin, ...

.. ist mein Vater am Boden gelegen.

Er hat nicht mehr geatmet.

Und seine Brille war verschwunden.

Ich habe sie gesucht, überall gesucht wie ein Irrer, aber ...

.. ich habe sie nicht gefunden.

Dabei war er vollkommen hilflos ohne seine Brille.

Sag einmal, das ist jetzt nicht dein Ernst!

Wieso?

Der ...

Leopold ... Also, wir können uns duzen!

Der Poldi ist ja kein Kieberer.

Max.

Servus.

* Er hustet. *

Janni.

Ahm ... Klara.

Und was soll die jetzt beweisen?

Dein Vater ist nie obduziert worden. Vielleicht war das gar kein Infarkt.

Du glaubst, ... er wurde umgebracht?

Wovon, bitte, redet ihr?

Also, wenn man, sagen wir mal, mit einem Polster erstickt,

dann hinterlässt das keine sichtbaren Spuren.

Aber eine Brille kann zerbrechen.

Um sie mitzunehmen, hat er sie angegriffen.

Dann sind da die Fingerabdrücke des Mörders drauf.

Was sagst du?

Der ist nicht schlecht, der Poldi.

Die Frage ist, wie kommt die Brille zum Grinzinger?

* Schnarchen *

* lautes Schnarchen und Stöhnen *

Und jetzt?

Tja, ich werde jetzt auch ...

Straßenbahnen fahren keine mehr. - Soll ich Ihnen ein Taxi rufen?

DIR.

Soll ich dir ein Taxi rufen?

Ich gehe zu Fuß, da kann ich besser nachdenken.

Na du?

Castro, geh weg da!

* Castro winselt. *

Der will nicht, dass Sie gehen.

DU.

Dass du gehst.

* Winseln *

Castro, jetzt geh!

Tja, dann ...

Gute Nacht!

Du schuldest mir noch was. - Was?

Den Rest der Wahrheit.

Es gibt keinen Rest.

* ruhige Musik *

*

*

* Huber stöhnt. *

*

Morgen, Herr ...

.. Leopold.

Morgen, Leopold.

* eisige Klänge *

Stecken lassen, Lemming!

Einfach nur stecken lassen!

Damit die Prinzessin kein Neun-Millimeter-Klistier kriegt,

sagst du mir sofort, wo der Neumann und der Breitner sind!

Wie bitte? - Na, so geht es aber nicht!

* Schmerzensschrei *

Oh ja, genauso geht es, ja?

Nicht einmal dran denken!

* Knurren *

(schreit:) Ah, du ... * Knurren *

* Er stöhnt, Castro knurrt. *

Castro, komm her! Komm her!

Fuck!

* Bellen *

* Krotznig ächzt. *

Na was, ha?

Schwächelst du, ha? Ha!

* Krotznig lacht hämisch. *

* Husten, Spucken *

* Lachen *

Weißt du, Krotznig ...

Ich hab immer geglaubt, du bist eine arme Sau.

Aber in Wirklichkeit ...

.. bist einfach NUR eine Sau!

* Schrei *

He, he, he, he, he, he!

* Krotznig stöhnt. *

Ich hab das noch nie gemocht.

Wappler!

* Stöhnen, Prusten *

So, wo ist er jetzt, der Neumann?

Der war es nicht.

Aber er hat ein Motiv! - Geh!

Der Neumann ist kein Mörder! - Er hat sich rächen wollen.

Und der Pribil hat von dem Treffen gewusst!

Aber noch jemand kann davon gewusst haben.

Ah ja? - Geben Sie mir Ihr Telefon!

Wollen Sie mir Befehle erteilen?

Damit haben Sie doch sonst kein Problem. Na los!

Und was wird das jetzt?

Pokern.

* Huber lacht zynisch. *

Herr Direktor?

Jemand, der etwas hat, was von großem Wert für Sie ist.

Eine Brille.

Ja ...

Eine alte, zerbrochene Nickelbrille mit Fingerabdrücken.

Über den Finderlohn reden wir später.

Beim Riesenrad?

Gut, Herr Söhnlein, ich bin schon unterwegs.

Was, der Söhnlein?

Wieso?

Der Pribil war der Fleischlieferant vom Hotel Kaiser,

bevor er verwurstet worden ist. - Ha?

Wurscht, ich erkläre es später. Wir nehmen Ihren Wagen.

Ich komme mit.

Und der Krotznig? - Der schläft wie ein Bär.

Ich habe ihm die Dosis dafür gegeben.

* spannungsvolle Musik *

Der Pribil hat alles gewusst:

Triest. Der Brief vom Grinzing an den David.

Das Treffen beim Römerstein. Hat er dem Söhnlein gesagt.

(Klara:) Leopold?

Pass auf auf dich!

Wir sollten nicht zu zweit kommen.

Na gut, dann geh ich. Wo ist die Brille?

Er weiß, dass Sie bei der Polizei sind.

Dann nehmen Sie die mit.

Ist hier noch frei? - Bitte sehr.

So was Blödes, ich habe meine Brille vergessen.

Ich habe zufällig eine dabei.

Kommen Sie! Wir genießen die Aussicht, ich lade Sie ein.

Ich bin Ihnen sehr dankbar.

Was haben Sie sich denn als Finderlohn gedacht?

Eine Antwort.

Eine Antwort.

Das mit dem Grinzinger verstehe ich, sonst wären Sie aufgeflogen.

Was? - Und der Pribil hat eins und eins zusammengezählt,

als er vom Grinzinger-Mord gehört hat.

Und wollte Sie erpressen.

Aber warum Davids Vater?

Warum der alte Neumann?

Er soll stolz auf mich sein.

Wer?

Der Grinzinger?

Der Herr Professor.

Ja ...

"Danke, Söhnlein, eins."

Mehr hat er nie zu mir sagen müssen.

Ich habe gewusst, jetzt ist er stolz auf mich.

Und dann greift ihn dieser Abschaum an!

Dieser David mit seinen dreckigen Fingern!

Stößt ihn nieder, demütigt ihn!

Das habe ich nicht auf uns sitzen lassen können!

Oder?

Ich habe gewusst, wie ich ihm wehtun kann.

Ich musste ihm nur seinen Vater wegmachen. Ist leicht gegangen.

Polster aufs Gesicht.

Schon hat er nicht mehr geatmet.

Dieser lächerliche alte Mann!

Der seinen Sohn so sehr geliebt hat.

Abgöttisch. Ja.

Unnatürlich und ekelhaft.

Wie Sie Ihr Vater nie geliebt hat.

Mein Vater hat damit nichts zu tun!

Geben Sie mir jetzt die Brille?

Warum haben Sie die mitgenommen und dem Grinzinger gebracht?

Als Beweis.

Ut videret quid pro eo fecissem.

Damit er sieht, ...

.. was ich für ihn getan habe.

(Max:) Das hat doch keinen Sinn!

Gehen wir. - Lass mich gehen!

Das gibt es doch nicht! Scheiße!

Das ist doch der ... Neumann!

Den haben Sie mitgebracht!

Sie Verräter!

Sie dreckiges Mistschwein!

* Schrei, Stöhnen *

Ah ...

* Würgelaute *

* Würgelaute *

(Huber:) Herr Neumann?

Machen Sie keinen Blödsinn! - Gehen Sie weg!

Der gehört mir!

Wollen Sie auch einen töten?

Messer weg! (schreit:) Messer weg!

* Klirren *

Servus! Söhnlein!

Zeig dich, du Abschaum!

Ich mach dich tot wie deinen miesen Vater!

Ich mache euch alle tot!

Au!

* Er keucht. *

Ist alles in Ordnung? - Ja, nur die Eier.

Und bei Ihnen? - Geht.

* spannungsgeladene Musik *

Jetzt krieg ich dich!

Du Arschloch!

Lauf!

(Söhnlein:) Geh weg, du Sau!

Geh weg!

* gellender Schrei *

*

Es war wie ein Unglück.

Wie ein Unglück!

Er ist ...

.. gestolpert.

Es war ein blöder Unfall.

Ein Unfall?

Ein Unfall.

Ich verstehe.

Werde ich mal die Formalitäten erledigen. Ja?

* Martinshorn *

Riechst du das?

Man kriegt wieder Luft.

Wie nach einem Gewitter.

Einem sehr langen Gewitter.

Und jetzt?

Jetzt fährt Janni Diodato zurück nach Triest.

Heute Abend noch.

Und David Neumann?

Mach's gut!

Und wenn du einmal einen Grappa magst ...

Servus, Janni.

* melancholische Melodie mit Saxofon *

* entferntes Bellen *

* Er stöhnt auf. *

Castro!

Bist du okay?

* Klara lacht laut. *

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