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Fester!
Alex.
Ich komme noch zu spät, Thierry.
TURIN, ITALIEN
Grazie, Signora. Sie sind gleich dran.
LESUNG "ALLEIN AN MEINER SEITE" HEUTE ABEND UM 21:30 UHR
"Ich gab mich den Fremden vollkommen hemmungslos hin.
Jede Zurückhaltung, jede Forderung,
jeder Atemzug wurde zu einer Herausforderung.
Ich öffnete meine Augen und sah meinen Geist unter den Lebenden wandeln.
Ich empfand den Blick meines Liebhabers zugleich als gefährlich und aufregend.
Der Reiz, in die Tiefe gezogen zu werden
und für immer in dieser Illusion zu verweilen, war...
...war überwältigend für mich.
Und ich entdeckte,
dass Schmerz und Lust nur oberflächlich sind.
Aber die Liebe durchbricht all das.
Er kannte die Liebe nicht.
Doch ich wollte sie unbedingt finden."
Danke.
Kompliment, das war wunderbar. - Danke.
Bravo, mein Kompliment. - Oh, danke. Entschuldigung.
Sehr erfreut. Ein wundervolles Buch! - Danke, danke.
Du bist es tatsächlich.
Ich hoffte, es war nur Einbildung.
Wie ein Geist aus deinem Buch.
Was willst du in Italien?
Hast du mich nicht eingeladen?
Ich habe dein Buch gelesen.
Es war sehr gut.
Natürlich ist meine Erinnerung anders.
Gefällt dir deine Darstellung nicht? - Ich spiele nicht gern den Bösen.
Ich hätte dich nicht geliebt.
Was willst du?
Ich wollte dich sehen. - Das hast du ja jetzt.
Hast du mich vermisst?
Wir waren erbärmlich zusammen.
Wir waren perfekt.
Vielleicht 'n bisschen heavy.
Ich werde heute zu einer Villa fahren. Komm mit.
Zu einer Villa? Wirklich?
Das kannst du vergessen. - Da sind 'n paar interessante Leute.
Ich muss Dienstag in Rom sein.
Ist kein Problem.
Ich soll in Paris Thierrys Eltern kennenlernen.
Meine Idee ist amüsanter, versprochen.
Ein Geschenk für heute Abend.
Ich weiß, du liebst Theater.
Ein Wagen wird auf dich warten,
für alle Fälle.
Chérie, was machst du alleine hier draußen?
Ich muss dich etwas fragen.
Liebst du mich mehr, wenn ich dich so behandle wie er?
Wie eine Hure?
Oh, du haust also ab.
Sadie, warte!
Sadie, hör auf, dich selber zu quälen.
Lass mich dir helfen... - Ich bin nicht gestört!
Ohne mich bist du völlig allein!
Also, wann genau musst du in Paris sein?
Lass es.
Lass uns Hallo sagen.
Das war eine super Performance. - Danke, Mr. Zarr.
Das hier ist meine Freundin Sadie Glass. Sadie, Francesca.
Sie ist auf Lesereise. Ich will sie von der Villa überzeugen.
Haben Sie was Besseres vor? - Es ist etwas kompliziert.
Meine Sachen sind im Hotel und da kann ich momentan nicht zurück.
Mein Fahrer holt sie. - Du hast echt immer eine Lösung.
Und dir gehen die Ausreden aus.
Na gut, wenn sie mitkommt.
Da ist genug Platz für alle.
Dankeschön. Ich hole meine Sachen.
Ich wusste, ihr versteht euch.
Hattest du etwa romantische Pläne?
Ich werde nicht mit dir ficken.
Auf einen Neuanfang.
Auf Material für mein nächstes Buch.
Ein nettes Plätzchen.
Eigentlich nicht. Die Leute hier glauben, die ganze Region ist verflucht.
Und dann noch ihre katholischen Schuldgefühle.
Echt eine tödliche Kombination. - Klingt sehr anstrengend.
Unter dem Ort verlaufen diverse Tunnel. Fluchtmöglichkeiten für Unschuldige.
Das schließt uns dann aus, oder?
Wir könnten sie aber trotzdem nutzen, um vor dir zu fliehen.
Es heißt, sie führen in die Hölle.
Du liebe Güte.
Das ist ja wunderschön.
Und wem gehört das hier?
Geschäftspartnern von mir.
Kann man seine Seele zweimal verkaufen?
Deutsche sind da nicht wählerisch.
Glückwunsch, jetzt hast du alles, was du wolltest.
Nein, noch nicht alles.
Wow!
Schaut euch etwas um, Minos bringt die Taschen in euer Zimmer.
Oh.
Sadie?
Sadie?
Hast du deine Sünden schon gebeichtet?
Hier lang!
Hey. Komm mit!
Willst du Schauspielerin werden?
Nein. Ich will ein Star in Amerika werden.
Ich habe mein Showreel rausgeschickt, aber ohne Kontakte geht nichts.
Was ist denn da drauf?
Ich habe Monologe aufgenommen.
Kannst du mir einen zeigen?
Ja. Okay...
Warte... warte.
Letzte Nacht habe ich geweint.
Ich habe geweint, weil ich die Prozedur,
die Art und Weise, wie ich zur Frau wurde, schmerzhaft fand.
Ich habe geweint, weil
ich die Wirklichkeit erkannt habe.
Ich habe geweint, weil ich nicht mehr glauben konnte.
Und ich liebte es zu glauben.
Ich kann sehen, dass du mich verstehst, und...
und ich habe Angst.
Ich habe so Angst, jemanden zu finden, der genauso fühlt wie ich.
Und genauso sehr sehne ich mich nach so jemandem.
Ich bin neurotisch, pervers, zerstörerisch, feurig,
gefährlich.
Schmerz will beherrscht werden. Man schwelgt nicht darin.
Danke für diese Vorstellung.
Das Planetarium ist etwas übertrieben. - Ja. Habt ihr die Schildkröten gesehen?
Danke.
Aspirin?
Ein bisschen stärker.
Salute.
So wunderschön!
Als ich klein war, fuhren wir zu unserer Familien-Villa.
Unser Haus war aber ein klein wenig größer.
Was? - Ja.
Nein. Nein, keine Angst.
So etwas habe ich noch nie gesehen.
Ach...
Weißt du noch, unsere Villa in Frankreich?
Sie war wunderschön. - Ja, das war sie.
Anschließend waren wir in Paris.
Ja.
Oh, was ist denn los?
Dieser Raum
ist komisch. Mit diesem Raum stimmt etwas nicht.
Alex?
Was war das?
Ich dachte, sie würde es besser vertragen.
Hast du O-Saft da, um sie runterzuholen? - Ja, in der Küche im Untergeschoss.
Kannst du auf sie aufpassen? - Entspann dich doch mal.
Okay, holen wir dich von diesem Stuhl.
Komm, ich helfe dir.
Was machst du hier? - Du brauchst Hilfe, oder?
Hilfe!
Hilfe!
Fester!
Gefährlich wie eh und je.
Sadie.
Wo bist du?
Da bist du ja.
Alles okay? - Nein. Du hast zu lange gebraucht.
Ich habe mich verlaufen.
Komm, Kleine. Komm zu mir.
Ich sehe, euch geht's besser.
Na dann, habt Spaß.
Sadie?
Stimmt irgendwas nicht?
Da ist noch jemand in Turin. Ich war ziemlich fies.
Willst du nicht hier sein?
Doch, schon.
Was ist in Paris passiert?
Alex steht auf gewisse Spiele.
Na ja, und ich bin zu weit gegangen.
Ist alles okay?
Ja. Es ist nur merkwürdig, wieder an Alex Seite zu sein.
Wie hast du geschlafen? - Ich hatte einen sehr lebhaften Traum.
Glaube ich sofort.
Et voilà.
Danke.
Ich war auf einer schönen Bühne
und spielte ein nur für mich geschriebenes Stück.
Es war so, als würde die ganze Welt zusehen.
War ich auch da? - Natürlich.
Das war dein Stück.
Das hört sich gut an.
Wir beide könnten große Dinge erreichen.
Darf ich dich noch mal küssen?
Ein bisschen langsamer, ja?
Liebe mich.
Das war eine super Performance.
Da sind 'n paar interessante Leute.
Sorg dich nicht um sie.
Komm mit!
Ein Albtraum?
Hat Alex dir von heute Abend erzählt? - Hallo, Ladies.
Habt ihr euch gut erholt?
So, die Gäste werden in ein paar Stunden eintreffen.
Oh verdammt! Ich muss schlafen. - Und ich muss die Party vorbereiten.
Alex.
Was genau ist das für eine Party?
Komm schon, Sadie, das weißt du doch.
Weiß sie es auch? - Entspann dich,
ich habe alles unter Kontrolle. Du auch?
Ich überlege immer noch, ob ich überhaupt hier sein sollte.
Es ist nur eine Party. - Ja.
Wenn du gehen willst,
dann tu es jetzt.
Hast du das schon mal gemacht?
Ein oder zwei Mal.
Liebe Freunde, zunächst ein Toast
auf meine Freundin, Sadie Glass.
Auf den Erfolg ihrer Memoiren, und noch mehr Erfolg in der Zukunft.
Willkommen zu dieser privaten Gesellschaft.
An diesem Wochenende ist die Villa gewissermaßen ein Sklave.
Tun Sie mit ihr, was Sie wollen.
Sie kennen alle die Regeln:
Es gibt keine.
Salute!
Bist du froh, dass du geblieben bist? - Werde ich's noch bereuen?
Schon möglich.
Unsere Freundin verliert echt keine Zeit.
Was meinst du damit?
Hilfe!
Alex!
Guten Morgen.
Spielen wir eine Runde?
Jetzt wärst du an der Reihe.
Was war das? Alex, ich schwöre...
Wenn du keinen Zug machst, bin ich noch mal dran.
Gestern Nacht... - ...war einfach eine Party, so wie früher.
Diese Frau...
Da waren so viele Frauen.
Sieh das als Theaterstück an.
Spielst du denn jetzt mit?
Sag mir die Wahrheit!
Diese Party, dieses Wochenende - das ist alles nur für dich.
Hatte ich etwa darum gebeten?
Du lockst mich mit einem Trick... - Einem Trick? Du bist freiwillig hier.
Als du gehen konntest, bist du geblieben.
Und wenn ich jetzt gehen will?
Tu's nicht.
Lassen Sie sie durch.
Francesca, wach auf! Ich verschwinde von hier und du kommst mit.
Hey, was ist los mit dir?
Vielleicht war's die andere Pille von Alex.
Ich konnte nicht schlafen.
Ich hatte einen wunderschönen Traum.
Ich fühle mich wie neugeboren. - Wir sind hier nicht sicher.
Bleib auf jeden Fall hier drin.
Suchen Sie etwas?
Ich möchte in den nächsten Ort. - Tut mir leid, niemand darf hier weg.
Na gut, dann eben nicht.
Können Sie mich mitnehmen? - Klar, wohin denn?
Das ist mir egal. Weit weg.
Steigen Sie ein. - Danke.
Alex!
Aufhören!
Sie ist der Ehrengast. - Wir haben nur gespielt.
Schon gut. Schon gut, du bist in Sicherheit.
Du bist sicher.
Fuck, was war das?
Dir ist nichts passiert. Alles nur ein Spiel.
Versuch nicht mehr abzuhauen.
Komm, du solltest dich frischmachen. Komm.
So.
Viel besser.
Ich verliere den Verstand.
Vor ein paar Tagen war da noch eine Lesereise, und da war Thierry.
Und jetzt bin ich hier. Ich meine ständig, ich soll hier sein,
aber ich verstehe es nicht.
Diese Frau gestern hast du auch gesehen, oder?
Welche Frau?
Wovor hast du denn Angst?
Das letzte Mal, als du mit Alex Spiele gespielt hast, wurdest du zu...
Warum kann ich es nicht vergessen?
Gott, was will ich denn vergessen?
Warum kann ich nur nicht...
Vielleicht willst du ja hier sein.
Und diese Wahrheit kann Angst machen.
Was auch geschieht, wir stehen es durch.
Zusammen.
Fester!
Ist alles okay?
Hey.
Hallo, Sadie.
Du... Warum bist du... Wie bist du...
Geht es dir gut?
Ihr Zimmer ist fertig.
Vielen Dank.
Wir reden trotzdem bald, ja?
Okay.
Hier entlang bitte.
Warum ist er hier?
Für heute Nacht.
Fluchtmöglichkeiten für Unschuldige.
Sadie, da bist du ja.
Ich war die ganze Zeit wütend auf mich. Es war falsch, das zu sagen. Entschuldige.
Lass uns von hier abhauen. - Ich kann nicht.
Aber du solltest gehen. - Nur wenn du mitkommst.
Du hast hier nichts verloren.
Ich liebe dich, Sadie.
Ich will nicht mit dir zusammen sein. - Was ist nur los?
Gar nichts, alles! Es ist auch egal.
Ich will nichts von dir und deinen Eltern. Und sag nicht, du liebst mich,
denn das ist eine Lüge.
Und es bedeutet mir nichts mehr.
Hi.
Guten Abend. - Francesca, freut mich.
Thierry, mich auch.
Sie sind also Thierry? - Ja.
Sind Sie wegen der Party hier?
Nett dass Sie gekommen sind, nachdem Sadie einfach davongerannt ist.
Es ist kompliziert. - Aber sicher doch.
Wir alle tun Verrücktes, das wir bedauern.
Ich gehe jetzt auf mein Zimmer.
Kommst du mit?
Hat mich gefreut.
Hey, Kleine. Du bist so angespannt.
Versuch runterzukommen, okay?
Okay.
Es wird Zeit.
Was ist, wenn ich Nein sage?
Bitte tu's nicht.
Dann tut es noch mehr weh.
Gut.
Wieso?
Du kannst nicht einfach leugnen, was passiert ist.
Ich helfe dir, dich zu entscheiden.
Aber Thierry gehört hier nicht her.
Lass ihn gehen, dann tue ich was du willst.
Und die Tänzerin?
Du weißt, du kannst nicht beide retten.
Hey.
Ein kleines Geschenk für dich.
Ich habe sie Alex geklaut.
Noch eine Nacht.
Morgen werden wir beide ein neues Kapitel aufschlagen.
Ich mache mich fertig. Wir sehen uns dann.
Bist du bereit?
Keine Spiele mehr nach heute Nacht, und keine Lügen.
Das ist deine Entscheidung.
Entweder er oder wir, Kleine.
Du kannst nicht davor weglaufen, vor dir selbst.
Du musst es tun. Sadie, du musst es tun.
Tu es. Tu es!
Es tut mir leid, es tut mir leid...
Signora,
kommen Sie.
Laufen Sie!
Sadie?
Hast du deine Sünden schon gebeichtet?
Sadie, hör auf, dich selber zu quälen.
Vielleicht willst du ja hier sein.
Und diese Wahrheit kann Angst machen.
Du kannst nicht einfach leugnen, was passiert ist.
NEW YORK
"Sie drückte fester zu.
Verloren in ihrer Lust hörte sie nicht, wie sein Herz aufhörte zu schlagen.
Zunächst nicht.
Dann war er tot.
In dieser Nacht hatte sie die Kontrolle verloren.
Und das hatte sie ihre große Liebe gekostet.
Kein Tag, an dem sie nicht diesen Schmerz spürte.
Er war nun ihre Identität.
Immer noch hatte sie Angst loszulassen,
also drückte sie fester zu.
Obwohl er sogar im Tod
sie immer noch verfolgte."
Schmerz will beherrscht werden.
Man schwelgt nicht darin.
Du wirst schon bald zu uns zurückkehren.
Das ist unausweichlich.
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