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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Bisher bei "Babylon Berlin":
[Benda] 15 exekutierte Revolutionäre der "Roten Festung".
[Rath] Wir haben die Waffen beschlagnahmt.
In fast jeder dieser Leichen steckten Geschosse aus deren Pistolen.
[Benda] Ich will ein Geschäft vorschlagen.
Ich will die Namen der Verantwortlichen der Reichswehr,
die den Transport des Giftgases organisieren.
Sie wollen, dass ich Ihnen Ihre eigenen Landsleute liefere.
[Mann] Ihre Beschlagnahmung des Zuges erzeugt Spannungen.
[Zörgiebel] Dass ihr Sowjets munter dabei helft,
die Reichswehr illegal hochzuzüchten, das ist eine Sache für sich.
Aber dass selbst unser Staatsoberhaupt nicht davor zurückschreckt,
die Versailler Verträge zu ignorieren...
[Wolter] Bruno am Apparat.
Ihr könnt die Lieferung bringen. Weißt ja, wo der Schlüssel ist.
Ein Polier hat gestern Morgen einen menschlichen Fuß im Fundament entdeckt.
Und einen Toten geborgen, dessen Kleidung eine eindeutige Zuordnung ermöglicht.
Der Mann war offensichtlich Priester.
-[Gennat] Identifiziert? -[Böhm] Der heilige Josef.
[Armenier] Besorgen Sie sich ein Radio.
[Schüsse und Schreie]
[Greta] Kanntest du einen von denen?
Darum geht's nicht. Komm mit.
[Greta] Ich kann nicht, ich muss arbeiten.
[Fritz] Dann erzähl zu Hause bei den Mördern, was du gesehen hast. [Trochin] Kommissar Rath, ich habe die Papiere.
In einer Stunde S-Bahnhof Friedrichsstraße.
-[Czerwinski] Henning! -Was?
Alles in Ordnung?
-Ja. -[Czerwinski] Ich frag doch nur.
Oh, Mensch.
[Mann] Na, willst du was?
Geh weiter.
Auswringen 'ne Mark, Kanalwäsche zwei.
Verschwinde.
Komm schon, Schokostube 1,50.
[Rath] Hau ab, Junge.
[Mann] Der kann nichts. Bei mir dürfen Sie alles für 'ne Mark.
-Das ist meiner! -Halts Maul, Fatzke!
Wenn ihr nicht in 'n Knast einfahren wollt, seht zu, dass ihr Land gewinnt!
Bist du ein Bulle oder was?
-[Rath] Abmarsch jetzt. -[Mann] Bulle!
Sittenbulle!
-Bullen! -Komm, hau ab!
[Hupen]
[Rath] Was ist das?
[Trochin] Ein Visumsantrag. Nicht irgendein Visumsantrag.
Davon gibt es mehrere Dutzend. Allein für diesen Mann, Major Beck.
[Rath] Den kenn ich.
Dann kennen Sie diesen hier wahrscheinlich auch.
[Rath] Seegers.
Was geht hier vor?
Zuerst lassen Sie meine Männer gehen.
Dann bekommen Sie Beweise gegen Ihren Generalstab.
15 Stück.
Do ut des.
"Ich gebe, damit du gibst."
[Charlotte] Los geht's.
Aussteigen, die Herren.
[Fallin] Na endlich.
Mit diesen Unterlagen können Sie beweisen,
dass diese Offiziere seit 1925 mit großer Regelmäßigkeit
ein kleines Dorf 300 km südöstlich von Moskau besucht haben. Lipezk.
Den geheimen Stützpunkt der Deutschen Luftwaffe.
Seit dem Kriegsende gibt es keine Deutsche Luftwaffe mehr.
In Lipezk gibt es eine.
Ich verstehe Sie nicht.
Sie arbeiten gegen Ihr eigenes Land.
Ich arbeite für die Polizei.
[Dr. Schmidt] ...die Analyse eines Patienten vorstellen als etwas,
das ähnlichen Mechanismen folgt wie diese Radiosendung.
In beiden Fällen findet Übertragung und Gegenübertragung statt.
Im Falle unserer Arbeit mit traumatisierten Frontsoldaten
also eine Übertragung von Therapeut und Patient.
Sämtliche Vorgänge unseres Gehirns
funktionieren nach den Prinzipien der Elektrophysiologie.
Im Grunde sind sie nichts weiter als elektrische Ströme,
die dem menschlichen Hirn und damit dem,
was wir unser Bewusstsein nennen, eine Aktivität signalisieren.
Aber warum,
das frage ich mich,
warum sollten nicht auch Gedanken zwischen zwei
voneinander getrennten Menschen dadurch übertragen werden,
dass der eine, im Denken, gleichsam Radiowellen überträgt und
der andere sie auf direktem Wege empfängt
und sie dann als seine eigenen identifiziert?
Bitte merken Sie sich dieses Verfahren als
suggestive Therapie.
-[Döhmann] So. Bitte schön. -[Rath] Danke.
Was bin ich Ihnen schuldig?
Ist was nicht in Ordnung?
Nö, alles gut.
Mir ist ein bisschen plümerant.
Na dann gute Besserung.
[Döhmann] Ja, Ihnen auch.
Wir können sofort die Haftbefehle beantragen.
Gegen wen?
Seegers, von Loitzing, Major Beck, der halbe Generalstab. -Weswegen? -Verfassungsbruch, Hochverrat.
Verschwörung gegen die Republik. Die Liste lässt sich fortsetzen.
Reicht das vor Gericht?
Schwer zu beurteilen.
[Zörgiebel] Wenn es jemand beurteilen kann, dann Sie, Herr Staatsanwalt.
Die bringen ganze 13 Waggons Phosgen nach Berlin,
und das nicht mal ein Jahr nach der Sauerei in Hamburg.
-Was war in Hamburg? -[Benda] Chemiewerke Stoltzenberg.
Da ist bei einem Kesselwagen ein Ventil geplatzt, und was quoll raus?
Giftgas. Phosgen.
Es gab zehn Tote, Hunderte Schwerverletzte.
Die Leute spazierten aus der Haustür und fielen einfach um.
Für wen war das Gas?
Na raten Sie mal.
-Die Reichswehr? -[Zörgiebel] Na ja.
-Nicht offiziell. -Das hatte keine Konsequenzen?
[Benda] Das Chemiewerk hat die übrigen Kessel im Meer versenkt.
Jetzt wollen die Schadensersatz.
Das zeigt, dass wir mehr brauchen, wenn wir gegen diese Leute vorgehen wollen.
Ich will nicht diesen Papierkram um die Ohren gehauen bekommen.
Diese Unterlagen sind der Beweis dafür,
dass es einen deutschen Stützpunkt in der Sowjetunion gibt.
Wo deutsche Piloten von deutschen Experten zu Kampfpiloten ausgebildet werden.
In deutschen Kampfflugzeugen.
-Wo soll das sein? -[Rath] Lipezk.
Das ist 300 km südöstlich von Moskau.
Was haben die Russen davon, uns beim Vertragsbruch zu helfen?
[Benda] Die Russen wollen selber Flugzeugmotoren bauen.
Und lernen das gerade von deutschen Ingenieuren.
Wie groß ist denn diese Sache da in Lipezk? Diese Fliegerstaffel?
Am Ende steht da nur 'ne Handvoll Maschinen rum.
Der Informant sagt, dass es sehr viel mehr sind als nur ein paar.
Die Unterlagen beweisen das aber nicht. Sie legen es nahe, aber...
Herr Staatsanwalt, bitte. Was brauchen Sie denn noch?
Zeugen. Akten. Fotografien.
-Ich mach's. -[Zörgiebel] Sie machen was?
[Rath] Ich fahr hin.
Unsinn. Da sind Sie 'ne Woche unterwegs, und keiner lässt sie rein.
Dann fliegt er eben.
Was?
Na ja, ist doch ganz einfach.
Ihr besorgt uns ein Flugzeug, und wir besorgen die Beweise.
-Doris. -Lottchen, du musst mich retten.
-Was ist denn? -Rechnungen.
Von 'ner Kleiderfabrik. Sklarek heißen die.
Da ist jeder einzelne Socken aufgelistet und jeder Tschako und jede Uniform.
Jede dienstliche Textilie der Polizei seit 1924.
Das soll ich jetzt alles überprüfen. Das sind mindestens 400 Seiten.
Aber das ist doch toll. Daran sitzt du doch Tage.
[Doris] Ich kann doch nicht rechnen.
Du musst mir helfen.
So wie ich dir. 80 Pfennig die Stunde.
-Was musst du denn genau machen? -Du machst es?
[Charlotte] Schon wieder.
Das gibt's doch gar nicht.
Schreib mal auf.
Lieferschein 219/27. An Rathaus Spandau.
46 Amtsstuben-Fenstergardinen Abnahme und Reinigung.
Und hier, vier Tage später. Rechnungsstellung.
460 Amtsstuben-Fenstergardinen, Abnahme und Reinigung
à neun Mark. Macht 4140 Mark.
Das heißt, die rechnen das Zehnfache ab.
Ich würd mal sagen, die sind ganz schön frech, die Sklarek-Brüder.
Das würd ich auch mal sagen.
[Klopfen] Nein.
Was steht da draußen dran?
Oh, Herr Kommissar.
-Ist jetzt alles zerstört? -Nein.
Doch.
Entschuldigung.
Zwei Fragen, Herr Gräf.
-Erstens: Wo ist Jänicke? -Heute nicht erschienen.
Wir waren sogar verabredet, im Aschinger.
Und die zweite Frage?
Haben Sie schon mal in einem Flugzeug gesessen?
-[Sekretärin] Was gibt's denn? -Das sind Unterlagen...
[Sekretärin] Ich schau's mir später an.
-[Charlotte] Das müsste erklärt werden. -Von Ihnen etwa?
-[Charlotte] Da gibt es Zahlungen... -[Sekretärin] Lassen Sie sich auszahlen.
Ich seh's mir später an.
Sie können jetzt gehen.
Fritz, hast du mich erschreckt.
Tut mir leid.
Warum machst du das?
Ach komm.
[Greta] Warte mal.
-Was denn? -Was du gesagt hast, bei dem Trauerzug.
Der Herr Benda ist kein Mörder.
Ach, der Herr Benda.
Ist der so lieb zu dir, ja?
[Greta] Nein, aber er hat ein gutes Herz. Das weiß ich.
Vielleicht hat er das. Aber er ist auch der Chef der Politischen.
Und sein gutes Herz, egal wie groß,
muss er vor dem Büro in der Garderobe abgeben.
Abends holt er das immer ab.
In der Zwischenzeit lässt er uns Kommunisten abschlachten.
[Rath] Moritz!
Senior.
[Rath] Was machst du da?
Nichts.
[Rath] Woher hast du den Schlüssel?
Du kannst hier nicht einfach rumspionieren.
Hab ich auch nicht.
Du sperrst wieder zu und hängst den Schlüssel da hin, wo du ihn her hast.
Wo ist deine Mutter?
[Moritz] Einkaufen mit Frau Wolter.
[Rath] Abmarsch.
[Fritz] Vorne ist noch einer.
[Musik]
[Fritz flüstert] Kommunisten küssen Kammerzofen.
[Helga] Und in der nächsten Etage die Frisöre. Und vier Maßschneider.
-Stände mit Schönheitsberatung. -Kriege ich bitte die Wurst?
Das kostet nichts, das haben Emmi und ich alles ausprobiert.
Dann waren da zwei Juweliere, oder sogar drei, mit langen gläsernen Tresen.
Und dann, gerade als wir mit der Rolltreppe in die Zweite fahren,
beginnt da 'ne Modenschau, mitten in der Damenabteilung.
So schön. Dernier cri.
Das heißt "der letzte Schrei". Aus Paris für Madame.
Ach, wenn ich zwanzig wäre und Geld hätte...
Wie 50 und ohne Geld siehst du aber auch nicht aus, Helga.
-Prost. -Prost. [Wolter] Prost.
-[Emmi] Ach Gottchen, schon wieder leer. -[Helga] Zum Wohl.
[Helga] Ist es schlimmer geworden?
Anders.
-Schlechter? -Nein. Einfach nur anders.
[Anno] Gereon!
Kannst du mir helfen, bitte?
Gereon.
Er steht nicht mehr zwischen uns.
[Uhrenticken]
Moritz.
[Fahrer] Herr Regierungsrat.
[Schollen] Modernste Ding, das heutzutage fliegen kann.
Erstmodell. Haben Sie ein Glück, dass die gerade in Berlin steht.
Die sollte einen Testflug machen, von Hamburg nach Lissabon.
-[Gräf] Was kam denn dazwischen? -'ne Bruchlandung.
Na ja, 'ne Notlandung. Was neu ist, will getestet werden.
Sie kennen sich soweit aus?
[beide] Nein.
Noch nie 'n Fallschirm geöffnet?
Die Männer fliegen zum ersten Mal.
Der Polizeipräsident sagte, es kommen Professionelle.
Professionelle Polizisten.
-[Schollen] Noch nie geflogen? -[beide] Nein.
Meine Herren, Ihr Pilot:
Siegfried Stoltz, kampferfahrener Mann, langstreckenerprobt.
Und sein Navigator, Robert Sauer.
-Rath. -Sauer. -Stoltz. -Gräf.
-Sauer. -Gräf.
[Stoltz] Guten Tag.
-Sie sind orientiert, ja? -Wir haben die Koordinaten.
Wenn sie denn stimmen. Ist ein ganz schöner Riemen ohne Zwischenlandung.
Aber Sie schaffen das?
Wird schon werden.
Soldaten.
[Benda] Viel Glück.
[Sauer] Machen Sie's sich gemütlich.
[Sauer lacht] Das ist ein Transportflugzeug.
So über Nacht kann man hier keine Sitze einbauen. Bitte.
Da hinten die Klappvorrichtung gesehen?
Wird 'n 1A-Bomber, wenn wir wieder dürfen.
[Gräf] Ach ja?
Kleine Montage, und wir sind fertig zum Abwurf.
In welchem Flieger gibt's schon so viel Stauraum für Nachschub?
Ach ja.
Zwischen die Beine stellen. Und schön die Schanze runter zielen.
-[Stoltz] Brandhahn auf. -[Sauer] Jawohl.
[Stoltz] Gemisch gesetzt.
Teufel!
Mann!
Granatenstück.
[Sauer] Der Steuerknüppel klemmt manchmal 'n bisschen, nicht wundern.
[Benda] Herr Minister Stresemann, wir haben zuverlässige Informationen,
dass gewisse Kreise ein Attentat auf Sie planen.
-Sehr bald. -Kommunisten?
Nationale Kräfte. Wie viele Attentate auf mich
haben Sie und Ihre Männer in den letzten Jahren verhindert?
Zehn? 20?
Zwölf, um genau zu sein.
Dann machen Sie's wie immer.
Ihre Männer retten mein Leben,
ich rette den Frieden,
und eines Tages sterben wir, ganz gemütlich in der Badewanne.
Der Staatsbesuch zurzeit...
Außenminister Briand?
Wir haben Hinweise auf eine stark veränderte Sicherheitslage.
Eine veränderte Lage kann mich nicht aus der Fassung bringen, Benda.
Dazu liebe ich mein Leben einfach zu wenig.
Aber was mich beunruhigt ist das, was Sie mir hier mitgebracht haben.
Ich war mir nicht sicher, ob Sie darüber im Bilde sind.
Der gesamte Reichstag weiß Bescheid über Lipezk, aber diese Dimensionen...
Da drinnen sind genug Beweise, um den halben Generalstab vor Gericht zu bringen.
Um Gottes willen, das lassen Sie bitte.
Sie meinen, im Reichstag sind eigentlich alle ganz froh,
dass die Russen uns dabei helfen, eine moderne Luftstreitkraft aufzubauen?
Sie nicht?
Herr Außenminister, ich weiß,
dass Sie den Versailler Vertrag stets als Entehrung Deutschlands empfunden haben.
Aber den Nobelpreis haben Sie nicht für diese Haltung bekommen,
sondern für ein Friedensabkommen...
Meine Friedensvermittlung zielt darauf ab,
dass neue Vereinbarungen nicht mehr auf der moralischen Demütigung
und der wirtschaftlichen Unterwerfung unseres Vaterlandes fußen.
Es stört mich, dass Sie sich so sicher sind.
Die Dinge liegen komplex im Deutschen Reich. Immer schon.
[Benda] Das bezweifle ich nicht.
Aber was sagen Sie, wenn der Völkerbund davon erfährt,
dass Lipezk kein kleines Trainingscamp für eine Handvoll Heißsporne ist,
sondern dass dort eine neue Deutsche Luftwaffe entsteht?
[Klopfen]
[Dr. Koller] Entschuldigen Sie noch einmal kurz.
Wenn meine Käte jetzt reinkäme, dann Gnade uns der Bärtige.
Sprechen Sie weiter, Benda.
Vor Dr. Koller habe ich bedeutend weniger Geheimnisse als vor meiner Frau.
Wir haben einen Güterzug beschlagnahmt mit einer Giftgasmenge, aus der man
man gut und gerne 100.000 Granaten herstellen kann.
Neuere Schätzungen über die Truppenstärke des Schattenheeres der Reichswehr
liegen im sechsstelligen Bereich.
Ausgerechnet jetzt, wo die Franzosen zu Gast sind.
Wenn der französische Außenminister von diesen Dimensionen Wind bekommt,
steh ich da wie ein Betrüger.
[Dr. Koller] Empfehle mich fürs Erste.
-Hab Dank, Patachon. -[Dr. Koller] Hab Acht, Pat.
Zu Befehl.
Was schlagen Sie vor?
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Sache Wellen schlägt.
Dann sollten Sie nicht wie ein Betrüger, sondern wie ein Aufklärer dastehen.
Fahren Sie fort.
Ich besorge jetzt gerade aktuelles Beweismaterial. In Russland.
Und dann stellen wir die Bande vor Gericht in Deutschland.
Wen meinen Sie genau?
Seegers, Ludendorff...
Nur die Spitzen.
Sie lieben Ihr Leben offenbar noch weniger, als ich das meine.
A leyb hot nit moyre far keyn flig.
"Der Löwe fürchtet keine Fliege." Ich weiß, Benda.
Das sagt meine Frau auch immer.
[Engelbert Rath] Gereon.
Jetzt wollen sie uns weismachen, die Menschen seien alle gleich.
Noch so ein Großirrtum der Neuzeit.
Der Mensch ist unvollkommen.
Der Pöbel eine Gefahr.
Das Kapital voller Versuchungen.
Wir sind alle Sünder.
Nur darin sind wir gleich.
Körperlich und geistig sind wir ungleich.
Das ist gottgegeben.
Nimm deinen Bruder Anno.
Du darfst nie dem Irrtum erliegen, nach denselben Zielen zu streben wie er.
Die Menschen unterscheiden sich am deutlichsten
in ihrer Befähigung zur Führung.
Wer nicht die Demut hat, dies anzuerkennen,
sollte gar keine Machtansprüche stellen.
Im Staat finden wir
zu unserem wahren Menschsein.
Eine göttliche Weltordnung
schlägt sich nur in der Gesellschaft nieder, die einen gegliederten Staat erlaubt.
Die Hierarchie...
Warum hast du mich verlassen?
Helga?
Warum?
Sag es mir.
Warum hast du mich verlassen?
Sag es.
Warum?
Ich hab mich in deinen Bruder verliebt.
Und jetzt?
Du musst dich entscheiden.
[Helga] Ich hab mich entschieden.
[Rath] Helga. Helga!
[Engelbert Rath] Gott hat uns verlassen.
Schon lang.
Und was bleibt?
Ein Rumpf.
Ein Baum ohne Wurzeln.
Eine Welt ohne Licht.
Erst kehrt der falsche Sohn heim.
Dann lässt du mich mit ihm allein.
Vater.
[Sauer] Das fehlte gerade noch heute.
Wir sind ganz nah an den Koordinaten!
Aber das Sauwetter macht's schwierig.
-Was? -[Sauer] Das Navigieren. Wir gehen tiefer!
Unter die Wolken!
[Rath] Was ist passiert?
[Stoltz] Es hat uns erwischt.
Zünden.
[Motorstottern]
[Sauer] Wird nichts. Zünd noch mal.
[Motorstottern]
[Sauer] Wieder nichts.
[Stoltz] Steiler gehen. Die Propeller blockieren.
Okay, zünden.
Zünden.
[Motorgeräusche]
[Sauer] Da, direkt vor uns!
Das Ziel!
[Rath] Ja, das muss es sein.
Aber sollten wir nicht Abstand halten?
Ja, sicher. Aber wir wollen doch Bilder machen.
Jetzt, Mann. Gute Sicht!
[Sauer] Näher ran kommen wir nie wieder!
Na komm schon!
Du legst dich hin, und der Kollege hält dich!
Festhalten nicht vergessen!
Na los!
[Rath] Na los, keine Angst!
Ziehen Sie mich rein!
Ich muss den Film wechseln!
[Gräf schreit]
[Rath] Ihre Hand!
Na los!
Solang die Wolken dicht bleiben, sind wir sicher.
Ich ändere vorübergehend den Kurs.
Sicher ist sicher.
♪ Zu Asche, zu Staub ♪
♪ Dem Licht geraubt ♪
♪ Doch noch nicht jetzt ♪
♪ Wunder warten bis zuletzt ♪
♪ Zu Asche, zu Staub ♪
♪ Dem Licht geraubt ♪
♪ Doch noch nicht jetzt ♪
♪ Wunder warten ♪
♪ Doch noch nicht jetzt ♪
♪ Wunder warten bis zuletzt ♪
♪ Es ist wohl nur ein Traum ♪
♪ Das bloße Haschen nach dem Wind ♪
♪ Wer weiß es schon genau ♪
♪ Die Uhr an deiner Wand ♪
♪ Sie ist gefüllt mit Sand ♪
♪ Leg deine Hand in mein ♪
♪ Und lass uns ewig sein ♪
♪ Du triffst nun deine Wahl ♪
♪ Und wirfst uns zwischen Glück und Qual ♪
♪ Doch kann ich dir verzeihen ♪
♪ Du bist dem Tod so nah ♪
♪ Doch dein Blick so klar ♪
♪ Erkennt er mich, ich bin bereit ♪
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