All language subtitles for Babylon Berlin S02E01 Episode 9 1080p Netflix WEB-DL DD5.1 x264-TrollHD_deu

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Original subtitles

EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

Bisher bei "Babylon Berlin":

-Ich kann in' Schlachthof gehen. -[Charlotte] Der da sollte was finden.

Wieso geht nicht die Kleine, wenn ich nichts finde?

Seid ihr bekloppt?

Die Toni geht zur Schule. Dafür gehen wir arbeiten.

Mal halblang, noch bin ich ja da.

[Seegers] Sie müssen verhindern, dass um diesen Zug Öffentlichkeit entsteht.

Mein Name steht auf den Frachtpapieren.

In den Waggons befindet sich Phosgen. Ein verbotener chemischer Kampfstoff.

Mit dieser Menge könnten Sie in Berlin jegliches Leben vernichten.

[Benda] Dafür werden Sie sich verantworten müssen.

[auf Russisch] Mischa! Jurij!

[auf Russisch] Deinetwegen wurden sie alle umgebracht!

[auf Russisch] Sie sind alle tot!

In der Wormsstraße ist so 'n Kellerloch.

Darin ist die Zentrale der "Roten Festung".

[Charlotte] Das ist noch frisch.

[Jänicke] Blätter, die noch in der Presse hängen, nennt man Walzenkönig.

-[Charlotte] AB 3221. -Istanbul.

[Rath] "Liebste Helga.

In meinem Kopf wirbeln die Gedanken. Aber einer hat sich gefangen.

Ich kann unsere Heimlichkeit nicht mehr leben.

Du sagst, du kannst nicht so einfach neu anfangen in Berlin.

Aber ich kann nicht mehr nach Köln zurück.

Zurück in ein Leben, das die Wahrheit scheut. Verzeih mir. Gereon."

Verschwinde.

-Was ist mit Ihnen? -Hau ab.

[Musik]

[Telefonklingeln]

[Telefonklingeln]

[Klopfen]

[Behnke] Herr Rath? Für Sie.

Moment. Ja bitte?

[Frau] Regierungsrat Benda möchte Sie sprechen. Ich verbinde.

[Benda] Herr Rath?

Herr Regierungsrat?

Wir haben Kardakow. Er wurde gestern Abend gefunden.

Zusammen mit 14 anderen Toten.

[Benda] Der Leiter der Mordkommission ist vor Ort.

-[Rath] Der Buddha? -[Benda] In Person.

Das ist er.

[Benda] Nicht zu viele Fragen. Er kommt schon auf Sie zu.

[Musik]

Darf ich vorstellen, Kriminalrat Gennat.

-Leiter der Mordkommiss... -Kommen Sie mit.

Wie haben Sie ihn identifiziert?

[Gennat] Ein Telegramm, steckte in seiner Jackentasche.

Zeigen Sie mal her, Krüger.

-Das ist kodiert? -Ja.

Aber gucken Sie auf den Empfänger.

-[Rath] Kardakow. -[Gennat] Russisch.

Wer kann Russisch?

-Ich, Herr Kriminalrat. -Nur zu, Czerwinski.

Jawohl, Herr Kriminalrat.

Die Sitte macht jetzt auch in Mord, ja?

Dieser Fall ist auch für die Politische Polizei von Bedeutung.

Ihre Präsenz macht das unmissverständlich, Herr Regierungsrat. Kommen Sie.

Dem Augenschein nach wurden die 13 Männer und zwei Frauen

mit Maschinengewehren liquidiert.

Zuzüglich Genickschuss.

-[Benda] Alle? -Die wollten offenbar ganz sichergehen.

Wir haben Projektile im Nackenbereich gefunden.

Sehen aus wie 7,62er.

'n richtiges Exekutionskommando.

Welcher von denen ist Kardakow?

Hier, die sechs.

Sehen Sie?

Am Hinterkopf.

Einschuss aus direkter Nähe.

Trotz einem Dutzend Kugeln aus Maschinengewehren.

[Rath] Rote Festung.

[Gennat] Henning, helfen Sie.

Das ist nicht Kardakow.

[Benda] Wer könnte das gewesen sein, sowjetischer Geheimdienst?

[Rath] Ist meine Vermutung, ja.

-Gennat, was meinen Sie? -Stattliche Indizien.

In ein paar Stunden hören wir von der Ballistik.

Aber...

Außer den Russen benutzen nur die Schweden so großkalibrige Waffen.

Zum Elche schießen.

Gibt keine Elche in Berlin.

Die Sache ist heikel. Politisch gesehen.

Politik interessiert mich nicht.

Ich bin 'n einfacher Kriminaler.

Ich habe hier fünfzehnfachen Mord, das ist kein Pappenstiel.

Wie Sie meine Ergebnisse politisch einordnen, ist Ihre Sache.

Aber unser Ziel ist dasselbe:

Wir wollen die Täter.

Also,

Herr Rath.

Der Regierungsrat sagt, Sie sind drin in der Materie.

Dann stellen Sie mal 'ne Kommission zusammen.

An die Arbeit.

Danke.

[Rath] 15 Tote.

Nur einer hat gefehlt.

[Jänicke] Alexej Kardakow.

Sehen Sie, Sie kennen sich aus.

Deshalb hätte ich gerne Sie als meinen Assistenten.

Was ist, sind Sie dabei?

Kommissar, das ehrt mich. Aber...

Was?

Ich wüsste jemanden, der kennt sich um einiges besser aus in der Materie.

-Ich will aber Sie. -Ja, aber...

Aber alles was ich weiß, weiß ich von...

Wenn ich Charlotte dabeihaben wollte, hätte ich gefragt.

Also, kann ich auf Sie zählen?

Gut.

-Sie waren doch in dieser Druckerei. -Ja.

Irgendwas Auffälliges?

Na, der Walzenkönig.

Ein Frachtpapier. Steckte in einer der Walzen.

Für einen Waggon aus dem Gaszug, der wohl nach Istanbul geschickt werden sollte.

Aha. Und wo ist das?

Das weiß ich nicht. Vielleicht hat sie es behalten?

-Behalten? -Na ja, also...

Es war nicht ganz sauber, wie wir da reingekommen sind.

Die Frau weiß nicht, wie man das Wort "legal" buchstabiert.

[Frau] Halbe Stunde: 25 Pfennige.

-Zweites Handtuch, 'nen Sechser. -Ein Handtuch reicht, danke.

Dann kommt mal mit.

-Kopf oder Zahl? -Zahl.

Gut. Du zuerst. Und jetzt mal 'n bisschen Tempo.

Immer noch nichts?

Hm?

Von dem Kölner.

Der hat mich abgeschrieben, fürchte ich.

Und der andere?

-Der Kleine. -Stefan?

Ach. Der ist 'n Schwärmer.

Und Rudi?

Der lässt sich auch nicht blicken, die Pfeife.

Hast du was falsch gemacht? Ich?

-Nee, wie kommst 'n darauf? -Na ja...

Was?

Na ja, manchmal bist du vielleicht 'n bisschen... vorlaut?

Sag mal...

Drei Jungs am Kiel, aber alle futsch?

Ach du.

Bloß weil du jetzt frisch angebraten bist von deinem Willi.

Der heißt Fritz!

-So, raus jetzt. Ich bin dran. -He, das ist ungerecht.

-Wieso? -Viertelstunde jeder.

Nix da. Hier gilt "Hitze, Länge, Dreck".

-Was soll das sein? -Du hattest das heiße Wasser.

Deswegen krieg ich mehr Zeit in deiner Brühe.

Ja. Und jetzt raus da.

Für dich.

Na mach mal auf.

-Ich? -Wer denn sonst?

Er, oder was?

Alter Sack.

[Opa stöhnt]

Pst. Mutter schläft.

Na los.

Von ihm.

Danke.

Probier mal an.

Klar. Dass du dann guckst oder was?

Willst du es oder nicht?

Ab.

Gutes Geld.

Für gute Ware.

Entschuldigung, wo finde ich denn Fräulein Ritter?

Oben unterm Dach.

Danke.

Mutter?

Mutti?

[Klopfen]

Guten Tag, bin ich hier richtig bei Familie Ritter?

Kommt drauf an, was Sie wollen.

Ich suche Charlotte.

Kommen die Freier schon nach Hause gerannt, oder was?

Hauen Sie ab. Die ist nicht hier.

Lassen Sie sich nicht wieder blicken.

Sonst kriegen Sie Ärger. Und keinen kleinen.

Es ist dienstlich. Verstehen Sie?

[Erich] Ach so, vom Alex kommen Sie? Sagen Sie das doch gleich.

Was willst 'n du jetzt?

-Weißt du, wo Lotte steckt? -Heute ist Badetag.

Volksbad. Gerichtsstraße. Um die Ecke.

Reicht das oder soll ich 'ne Zeichnung anfertigen?

Mann, Mann, Mann.

Was hast 'n du schon wieder?

Das sieht doch gut aus.

Was ist 'n passiert mit deinem Kind?

Hab ich weggegeben.

-Aber es lebt? -Mhm.

Wo?

Hier in der Stadt irgendwo. Nehm ich an.

-Wie heißt es denn? -Namen hatte es noch nicht.

-Junge oder Mädchen? -'n Junge.

-Hajo. -Nein.

Warum? Hajo, ist doch schön.

Ich nenn ihn den kleinen Häwelmann. Für mich.

Hajo Häwelmann.

[Klingel]

[Klopfen]

Das kann ja wohl nicht wahr sein.

Ich mach das.

Keine Sekunde hier trocknen. Also ich glaub das nicht.

Wo ist das Papier, das Sie aus der Druckerei mitgenommen haben?

Erst schicken Sie mich zum Teufel, und dann wollen Sie noch was?

Ich will das Beweismaterial.

Ich hab versucht, Sie zu erreichen. Aber Sie haben sich verleugnen lassen.

Wenn ich mit Ihnen hätte sprechen wollen, hätte ich das getan.

Geben Sie mir das Dokument.

Hab ich weggeschmissen.

Sie können doch keine Beweismittel wegwerfen.

Sie haben gesagt, dass ich in den Beruf hineinwachsen könnte,

dass wir den Fall gemeinsam lösen können.

-Sie haben mich angelogen. -Hab ich nicht.

Sie haben mein Vertrauen missbraucht und mich ausspioniert.

Das Beweisstück ist an einem sicheren Ort.

Wo?

Ich gebe Ihnen die Waggonnummer, und Sie geben Sie mir 'ne Chance.

-Warum sollte ich? -Ich entschuldige mich auch.

Und wenn Sie drauf bestehen, erklär ich Ihnen auch die Umstände.

Ziehen Sie sich erst mal was über.

[Musik]

Können Sie mal kurz halten?

Danke.

Das ist aber merkwürdig.

Das muss hier aber sein.

Ah ja.

Überführungspapiere für einen Waggon. AB 3221.

[Gennat] Geben Sie das weiter.

Meine Herrn, das ist Kommissar Rath aus Köln.

-Guten Tag. -Tag.

Kollege Rath führt eine von Regierungsrat Benda persönlich angeordnete Ermittlung.

Die da wäre?

Ausgangspunkt ist eine nicht identifizierte Leiche,

die im Landwehrkanal gefunden wurde.

[Böhm] Der Russe?

-Warum nicht gleich 'ne Sonderkommission? -[Gennat] Genau die haben wir jetzt.

Kommissar Rath ist auf eine Spur gestoßen,

die vermutlich weit über das Exilanten-Milieu hinausweist.

-[Böhm] Und zwar? -Der Mann war Eisenbahner.

Und mit einer geheimen Mission betraut.

Er wurde vor seinem Tod gefoltert.

Das ist bei denen ja gang und gäbe, ne?

Wir gehen davon aus, dass es sich um ein politisches Verbrechen handelt.

Der Tote gehörte zu einer Widerstands- organisation, der "Roten Festung".

Offenbar auch in Deutschland aktiv.

Deren Ziel ist es, den Sturz von Stalin in der Sowjetunion herbeizuführen.

Wer will das nicht? [Gelächter]

Die 15 Leichen aus dem Kiefernwald waren Mitglieder dieser "Roten Festung".

[Rath] Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Kopf der Gruppe,

einem gewissen Alexej Kardakow.

Was haben wir, was hat die "Mord" mit russischen Extremisten zu tun?

[Gennat] Kommissar Rath ist auf einen Frachtbrief gestoßen,

der diese Organisation in eine sehr brisante Schmuggelei verwickelt.

Der Polizeipräsident persönlich hat die Observierung des Zuges angeordnet,

mit dem der ermordete Eisenbahner nach Berlin gekommen ist.

Reicht Ihnen das?

So. Weiter. Was haben wir noch?

-Die Leiche im Zement. -Ah ja. Richtig.

Frische Details bitte.

Baustelle Ackerstraße.

-Ein Polier hat dort gestern Morgen... -Wann genau?

...um 6:45 Uhr einen menschlichen Fuß im Fundament entdeckt.

Der Zement war schon seit Tagen gegossen.

Aber der Block hatte einen Riss. Gestern Abend hat man ihn aufgestemmt

und einen Toten geborgen, dessen Kleidung, Sie sehen das ja,

eine eindeutige Zuordnung ermöglicht.

-[Gennat] Und zwar? -[Krüger] Eine Soutane.

Der Mann war offensichtlich Priester.

[Gennat] Schon identifiziert?

[Krüger] Die sind noch damit beschäftigt, den Leichnam von dem Zeug zu befreien.

Aber wir haben eine Schusswunde entdeckt.

Wo ist der Tote?

In diesem Moment unterwegs zur Obduktion.

-Zu Dr. Schwarz, ja? -Jawohl.

[Böhm] Da muss ich nicht hin. Den kenn ich.

Das ist der heilige Josef.

[Gennat] Henning?

Das ist er.

Das ist gar nicht gut.

Böhm, das ist Ihr Fall.

Soll sein.

[Gennat] Meine Herren, ich danke.

[Dr. Schwarz] Habe die Ehre.

Was führt die Kölner Sitte zu mir?

Ich bin jetzt Berlin und Mord.

Dieser Priester, wo liegt der denn? Der von heut Morgen.

-In der Konfektion. Grad fertig. -Kann ich ihn sehen?

Mir ist der Oberkommissar Böhm angekündigt.

Es geht um die Ballistik.

Aha.

Also... wie ein Geistlicher schaut der nicht grad aus.

Wie ist er gestorben?

Herzstillstand.

Nach vorsätzlicher Fremdeinwirkung.

Da.

Danke.

[Musik]

Ich nehm die Kugel mit.

[Dr. Schwarz] Um Gottes willen, bitte nicht anfassen.

Der Buddha bringt mich um.

Neue Regeln.

Absurd.

Aber der Erfolg gibt dem Gennat recht.

-Bitte. -Danke.

[Tür wird geöffnet]

Wegener.

Sie schickt der Himmel.

Hier ist der Geschäftsbericht.

Die Hauptversammlung ist vorverlegt worden auf heute Abend 18 Uhr.

Das sollte erst nächste Woche stattfinden.

Wunsch Ihrer Mutter.

[Wegener] Sie haben noch genug Zeit, sich aufzufrischen.

-Wer ist denn dieser heilige Josef? -Josef Wilczek.

Ganz schwerer Junge.

Macht die Drecksarbeit für die Unterwelt. Gehört zum Armenier.

Lokale Größe. Also Unterweltsgröße. Hier in Berlin.

Sagten Sie bereits: lokal. Nicht anderswo, hier.

Woher soll der Kollege wissen, dass ich Berlin meine?

Ich weiß, wer der Armenier ist. Ich hatte mit ihm zu tun, danke.

[Jänicke] Herr Kommissar?

Nur der Form halber: Wie verteilen sich denn die Aufgaben in Ihrer Kommission?

Damit wir loslegen können und...

Sie sind mein Assistent.

Czerwinski und Henning sind Sonderermittler.

Sie ist die Protokollantin.

-Sie kennen Fräulein Ritter, nehme ich an. -Ja.

Gut. Sagen Sie, das Telegramm, konnten Sie das denn entziffern?

Ach du liebe Güte, das hab ich ganz vergessen.

-Heidewitzka. -Aber stante pede!

-Ja. Ja. -[Jänicke] Herr Rath?

-[Charlotte] Soll ich mit? -[Jänicke] Oder ich?

-Nein, ich geh allein. -Herr Rath.

-Was ist? -Wir wussten nicht... Also, die warten da.

Wer?

Na, Ihre Verwandten.

Junior.

[Musik]

Herr Kommissar.

Ja, kommt rein.

Das... ist ja mal 'ne Überraschung.

Hättest du nicht gedacht, ne?

-Ist deine Idee? -Nee, Mamas.

Hast du meinen Brief nicht bekommen?

Doch. Moritz, lässt du deinen Onkel und mich kurz allein?

Dein Bruder, Anno, ist offiziell für tot erklärt wurden.

Die amtliche Bescheinigung, sie ist gekommen.

Er gilt nicht mehr als "vermisst". Er ist endgültig als "gefallen" eingestuft.

Und jetzt?

Sind wir hier, wenn du das willst.

Bruno. Ich brauch deine Hilfe.

Halt.

So. So ist es richtig. Madame.

Danke, Bruno.

[Wolter] So, jetzt geht's los. Bis heute Abend.

-[Charlotte] Ich will zur Mord. -[Frau] Du willst zur Mord?

Hier gibt's keine Frauen.

[Frau] Haben wir nicht rausgekriegt, den Zement. War zu festgetrocknet.

Danke. Wiedersehen.

[Musik]

[Wolter] Hier. Kleine Erinnerung an deine aufregende Zeit in der Hauptstadt.

-Ja? -Guten Tag.

Ich soll das hier für den Oberkommissar Böhm abgeben.

Der heilige Josef.

Hab schon gehört.

Wollen wir mal sehen, wer den aufm Kerbholz hat.

Moment.

Unterschreiben.

Natürlich.

Danke.

Morgen wissen wir mehr.

Na, Mädel, wo soll's denn hingehen?

Entschuldigung.

Ich suche meine Schwester.

Die arbeitet hier.

Charlotte Ritter.

Na, dann fragen wir mal nach.

[Ilse] Wie sollen wir das bezahlen? Die drei Mark haben wir schon nicht.

[Erich] Die kommen sie auch abholen. Das ist das Einfachste.

[Ilse] Das muss doch möglich sein, dass wir sie unter die Erde kriegen.

-[Erich] Ist es eben nicht. -[Ilse] Das sagst du.

Ist vom Amtsarzt.

Drei Mark will er.

Ruf in der Charité an, dass sie sie holen.

Warum?

Die nehmen sie geschenkt.

[Charlotte] Weißt du, was die da mit ihr machen?

[Erich] Ist egal, wenn sie tot ist.

Und tot ist sie.

[Ilse] Willst du Grieneisen mit seinem Krematorium bezahlen?

Weißt du, was das kostet?

Mutter kommt nicht in die Charité.

Das will ich nicht.

Ich will nicht, dass die an ihr rumschnippeln.

-[Erich] Na dann, kümmer dich. -[Ilse] Und zahlen tust du auch.

Mach ich.

Da wirst du ordentlich miauen müssen mit deiner Mieze,

bist du die 80 Märker zusammen hast.

[Nyssen] Bestellzahlen im Bereich Bagger und Tiefkühlgeräte

haben sich konsolidiert.

Hoffnungsvoll sehen wir dem Ausbau des Schienennetzes

im Südwesten Deutschlands entgegen, wo sich plangerecht 450 Kilometer...

[Wegener] ...Finanzlage stabilisieren können, und das in schwierigen Zeiten,

in denen einige Partnergesellschaften und Mitbewerber im Deutschen Reich

aus unseren Kerngeschäften ausgestiegen sind.

Der Markt wiederum hat sich dadurch vergrößert,

und die neuen Möglichkeiten sind enorm.

Dies zu analysieren,

und einen gestalterisch forschen und zugleich ökonomisch konservativen Blick

in die Zukunft der Nyssen AG zu werfen,

soll das Ziel der heutigen Aktionärsversammlung sein.

Zur Vorstellung des Geschäftsberichts der Nyssen AG

bitte ich Sie um eine recht herzliche Begrüßung

von Frau Annemarie Nyssen.

[Applaus]

[Annemarie] Danke.

Wir haben heute Erfreuliches und Unerfreuliches in Einklang zu bringen.

Erfreulich ist unser Jahresabschluss.

Die Bilanz '28 kann sich entgegen aller düsteren Prophezeiungen sehen lassen.

Unerfreulich sind die Gerüchte,

die in diesen Tagen um unser Unternehmen kursieren,

und die selbstverständlich samt und sonders haltlos sind.

Um die Situation zu beruhigen, haben wir dennoch Konsequenzen gezogen

und meinen Sohn Alfred von sämtlichen Pflichten im Vorstand entbunden.

Der Aufsichtsrat folgt hiermit Alfreds eigenem Wunsch, sich künftig ausschließlich um unsere Stiftung zu kümmern.

Wir alle wünschen ihm dabei Kraft und Vision

und danken für die Energie und Kompetenz, mit der er sich

in den zurückliegenden Jahren eingebracht hat.

In unserem vorjährigen Geschäftsbericht

haben wir auf die günstige Konjunktur des Jahres 1927 hingewiesen,

mussten aber besonders darauf aufmerksam machen,

dass der Aufstieg hauptsächlich einen durch die damaligen

reichlichen Auslandsanleihen begünstigten Absatz

auf dem Inlandsmarkt zuzuschreiben sei.

Und hierdurch Gefahren für eine weitere Entwicklung entstehen könnten.

[Musik]

Dein Steppke, wie alt ist 'n der?

12.

Hast gar nichts gesagt, dass du 'nen Sohn hast.

Moritz ist ja auch nicht mein Sohn.

-Ach so? -Nein, er ist mein Neffe.

Ach, der Sohn deiner Schwester. Ist Helga deine Schwester?

Nein. Das ist meine Schwägerin.

Moritz ist der Sohn meines Bruders.

Meines gefallenen Bruders.

Und Helga ist die Witwe.

Jetzt hab ich es.

Mit Witwen, da kenn ich mich aus.

[Wolter] Na? Hat Emmi euch schon alles gezeigt?

Ja. Ich krieg die Dienstbotenkammer. Muss ihm nur noch das Bett hochbringen.

Geh.

Das ist wirklich sehr liebenswürdig von Ihnen, Herr Wolter.

Bruno. Am Sonntag sind Sie uns ja auch schon wieder los.

Was ist am Sonntag?

Ich sprech beim Bund für Veteranen und Kriegswitwen.

-Ach, hier in Berlin? -Ausnahmsweise, ja.

-Na? Ein bisschen eng da oben, was? -Nee. Gemütlich.

Du hast meine Handschuhe gefunden. Dann komm mal mit, du kleiner Schmeling.

[Moritz] Darf ich mal ausprobieren?

[Wolter] Komm mal her.

[Wolter] Zieh erst mal die Handschuhe an. Rein. Hier.

"Jeder einmal in Berlin".

Weißt du eigentlich, was das bedeutet?

Keine Heimlichkeiten mehr.

[Wolter] Na, dann zeig mal deinen linken Haken.

Ich bin Delarge. Du Schmeling. Angriff! Und...

[Wolter] Ja, Deckung.

Schön auf die Deckung achten.

[Wolter stöhnt]

Zack. Und Delarge geht auf die Bretter.

[Moritz] Entschuldigen Sie, Herr Wolter.

-Ist das ein G 88? -Kennst dich aus, ja?

Ja.

Das ist das Gewehr 88.

Schon mal in der Hand gehabt?

Hat mir treue Dienste geleistet. Jetzt im wohlverdienten Ruhestand.

Und anlegen.

Oh!

-Ist gut. -Bruno. Herr Rath bleibt nun auch hier.

Wenn du nichts dagegen hast.

Fühlt euch wie zu Hause.

-Danke, Bruno. -Schön, dass ihr da seid.

-Gute Nacht. -Gute Nacht.

-Ich weck dich um sieben. -Mhm.

Jagt ihr einen Mörder?

Nicht einen. Eher ein ganzes Rudel. Aber du weißt ja...

Sonst... Ganz genau.

Schlaf gut.

[Klopfen]

Herr Nyssen?

-Herr Nyssen. -Ich brauche nichts! Danke.

Die Gräfin ist da.

Wer?

-Fräulein Sorokina. -Die lassen Sie erst gar nicht rein!

Sie ist schon drin.

Im Salon.

Hier? Jetzt?

Sie wartet seit drei Stunden. Ich konnte sie nicht aufhal...

Was willst du noch hier?

Mein Vater hat diesen Waggon bauen lassen.

Kurz vor der Revolution.

Und dann hat er ihn vor den Bolschewiki versteckt.

12 Jahre lang.

Seit Jahren versuche ich,

den Schatz meiner Familie aus den Klauen Stalins zu befreien.

Dein Zug war meine letzte Chance.

Und?

Seit der Kesselwagen in Berlin ist, hat niemand ihn geöffnet.

Hast du die Fracht gesehen?

Das Gold? Hast du das Gold gesehen?

Ja.

[Musik]

Noch geschlossen.

Gloria. Du bist die Nr. 12 auf meiner Liste,

und ich will so früh wie möglich Feierabend machen.

Wilczek. Der heilige Josef.

Kenn ich. Und?

Wann macht der seine Runde bei euch?

An welchem Tag meine ich.

Na, sonntags. Ist doch 'n Priester.

-Und der war auch diesen Sonntag hier? -Ja.

Und sonst? Wer war sonst noch da? Von uns, mein ich.

Na Bruno. Und so einer, den kannte ich noch nicht.

Sah gut aus, hat aber nicht viel gesagt.

Und wann sind die gegangen?

Na, Wolter blieb hier, bis wir geschlossen haben.

Und der andere?

Den? Den hab ich nicht mehr gesehen, nachdem der heilige Josef hier war.

Ups.

Jetzt hab ich was gesagt.

♪ Zu Asche, zu Staub ♪

♪ Dem Licht geraubt ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

♪ Wunder warten bis zuletzt ♪

♪ Zu Asche, zu Staub ♪

♪ Dem Licht geraubt ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

♪ Wunder warten ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

♪ Wunder warten bis zuletzt ♪

♪ Es ist wohl nur ein Traum ♪

♪ Das bloße Haschen nach dem Wind ♪

♪ Wer weiß es schon genau ♪

♪ Die Uhr an deiner Wand ♪

♪ Sie ist gefüllt mit Sand ♪

♪ Leg deine Hand in mein ♪

♪ Und lass uns ewig sein ♪

♪ Du triffst nun deine Wahl ♪

♪ Und wirfst uns zwischen Glück und Qual ♪

♪ Doch kann ich dir verzeihen ♪

♪ Du bist dem Tod so nah ♪

♪ Doch dein Blick so klar ♪

♪ Erkennt er mich, ich bin bereit ♪

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