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Original subtitles

EIN NETFLIX ORIGINAL FILM

Blondschopf! Was soll das, komm zurück!

Kommt zurück, Kinder!

Guten Tag, Sir.

Verzeihen Sie die Kinder.

Wir sind nur auf der Durchreise.

Keine Sorge.

Die Kinder sollten sich etwas ausruhen.

Und Sie...

...machen Sie uns einen Kaffee.

Na los.

Haben Sie nicht gehört?

Setzt euch auf den Baumstumpf dort drüben.

Mist!

Ich kann das nicht besonders gut.

Ich bin ein besserer Geschichtenerzähler.

Dann mache ich den Kaffee.

Setzen Sie sich dorthin

und erzählen uns was.

Vor langer Zeit, nördlich dieses Gebietes, lebten üble Burschen.

Alles und jeden, den sie nicht mochten, brachten sie einfach um.

Das Leben war dort nicht viel wert.

Üble Männer gibt es überall.

Ebenso wie Weicheier.

Ja.

Aber dort war es anders.

Inwiefern?

Damals überlebten nur diejenigen, die es verdient hatten zu leben.

Damals?

Ja...

Zur Zeit der Cangaço.

Erzählen Sie es uns endlich!

Na los.

Trag deine Poesie vor.

Herrgott noch mal, Corisco.

Sing doch was!

Es wird uns gefallen. Nicht wahr?

Ja!

Die Affen haben viele getötet, und es werden immer mehr

Die Stärke der Cangaço nimmt langsam ab

Die Affen der umherstreifenden Patrouille machen nur ihre Arbeit

Die Leiche eines jeden Cangaceiro wird wie eine Trophäe zur Schau gestellt

Und der Cangaço schmeckt endlich die saure Bitterkeit

Ich bewundere die Vagabunden und ihre Einstellung

Sie bringen die Cangaço zu Fall und Frieden ins trockene Ödland

Sie töteten bereits Maria und den gefürchteten Lampião

Diesmal wird kein schlechtes Omen auf die Vagabunden warten

Sie werden Corisco schnappen, den blonden Teufel

Und seinen Kopf zusammen mit dem gefiederten Hut präsentieren

Ich rezitierte...

Ziehen wir weiter.

Mist.

Das Ödland ist trocken,

hart

und grausam.

Die Büsche sind spärlich

und stachelig,

und der Boden ist ausgedörrt.

Was dort gedeiht, ist tapfer und stark genug, um zu überleben.

Aber dort findet man auch einen der kostbarsten Halbedelsteine,

den Paraíba-Turmalin.

Er ist sogar wertvoller als Diamanten.

Er war blau und sehr machtvoll.

Angeblich war er sogar verflucht.

Jeder, dessen Blut den Stein befleckte,

würde verflucht und seine Seele an den Teufel verkauft werden.

Manche Familien verloren alles und mussten wegen des Steins verhungern.

Daher wurden auch oft Babys im Wald ausgesetzt.

Die Familien konnten sie nicht ernähren und überließen sie den wilden Tieren.

Man konnte den Babys nicht in die Augen sehen,

da es einen so einnehmen konnte, dass man sich kaum je davon erholte.

Dieser Kerl

war einer der berüchtigtesten Mörder im gesamten Ödland.

Bis er auf Gringos Liste landete. Der Mörder der Mörder.

Heute stirbst du, du Mistkerl!

Er wurde von Sieben Ohren aufgezogen,

dessen richtiger Name Januário war.

Sieben Männer hatten einst Januários Bruder an einen Baum gefesselt

und ihn bei lebendigem Leibe gehäutet.

Januário tötete alle sieben.

Dann riss er jedem ein Ohr ab,

konservierte sie mit Salz und machte aus ihnen eine Halskette.

Bald wurde er Sieben Ohren genannt.

Sieben Ohren brachte ihm die wichtigsten Dinge im Leben bei.

Seine erste Lektion war:

Alles, was kriecht, läuft oder fliegt, ist essbar,

aber töte nur das, was du auch isst.

Alles, was er über Waffen wusste, hatte er von Sieben Ohren gelernt.

Er lehrte ihn etwa,

dass die Patronenspitze wichtiger ist als das Kaliber,

und dass jede unterschiedlichen Schaden zufügt.

Sieben Ohren lehrte ihn, Fallen zu bauen und nachts zu jagen.

Und das Wichtigste:

Sieben Ohren brachte ihm das Töten bei.

Jedes Detail zählt.

Die Kleider müssen unsichtbar sein,

und man muss lautlos atmen,

und am wichtigsten ist,

dass der Kopf völlig leer ist.

Wenn man an die Jungen des Wildschweins denkt,

tötet man es nicht.

Sieben Ohren erlaubte ihm nie, das Ödland zu verlassen.

Sie hatten alles, was sie brauchten.

Das Einzige, was er aus Men's Town kannte,

waren die Groschenhefte, die Sieben Ohren mitbrachte.

Men's Town war das nächstgelegene Dorf,

das sehr weit entfernt lag.

Er träumte davon, eines Tages diesen Ort kennenzulernen.

Als Sieben Ohren nach Men's Town ritt,

machte er eine Sieben-Ohren-Puppe,

damit dieser sicher zurückkäme.

Sieben Ohren hatte gesagt, wenn es der Puppe gutgehe,

dann ihm auch.

Im Laufe der Jahre wuchs er heran, und Sieben Ohren kam nie zurück.

Manchmal wollte er Sieben Ohren folgen,

aber er bekam immer Angst,

als er an das letzte Mal dachte, wie er durch das Ödland gewandert war.

Schließlich nahm er seinen ganzen Mut zusammen

und entschied, nicht ohne Sieben Ohren zurückzukehren.

Er kannte alle Tierbauten im Ödland,

aber er hatte nie gesehen, wo Menschen sich verstecken.

Er kannte die kleinen bunten Steine

und wusste, dass Sieben Ohren sie mochte.

Bist du lebensmüde, du Idiot?

Wenn jemand Übles im Sinn hat, sieht man es in seinen Augen.

So ist es mit jedem Tier.

Er hatte zum ersten Mal einen Menschen getötet.

Es war ein erfolgreicher Anfang.

Schlitzer,

Trockener-Mund

und der Peruaner.

Die drei meistgesuchten Auftragsmörder in Pernambuco.

Er war die ganze Nacht unterwegs und suchte Sieben Ohren.

POLIZEI

Als Belohnung für die Ermordung der Männer bekam er drei Paraíba-Turmaline.

Er konnte nicht verstehen, wieso ein kleiner Stein

mehr wert war als das Leben eines Menschen.

Er stillte weder seinen Durst,

noch ernährte er ihn

oder ließ einen Toten wiederauferstehen.

Warum liebten die Menschen diese Steine so sehr?

Er sah den Leuten aus der Ferne bei ihrem Treiben zu.

Es war, als würde er die Tiere im Ödland beobachten.

Jeder war anders.

Er sah, dass die Dorfbewohner auch eine Puppe hatten,

um die sie sich versammelten und auf seine Rückkehr warteten.

In jener Nacht

blieb er wach und überlegte, dass Sieben Ohren wohl auch zu einem Stein wurde.

Es verstörte ihn, und er wollte sich Klarheit verschaffen

und fragte den Kerl, der ihn belohnt hatte, ob er Sieben Ohren kannte.

Er riet ihm, mit einem Franzosen zu sprechen:

Monsieur Blanchard,

der Besitzer jener Stadt.

Maria.

War Pierre brav?

Oui, Monsieur.

Parfait.

Mein Sohn ist perfekt.

Aber...

...es ist nicht so einfach.

Diese Kerle sind so dumm.

Bonjour, Messieurs.

Und,

haben Sie darüber nachgedacht?

Monsieur Blanchard, mein Klient ist mit seinem Bruder nicht einer Meinung

und hat beschlossen, die Ländereien in Petrolina nicht an Sie zu verkaufen.

Tatsächlich?

So ist es, Franzose.

Dieses Land gehört meinem Bruder und mir.

Und wenn er es dem Mörder unserer Eltern verkaufen will,

wird er sich vor dem Teufel für seine Sünden verantworten müssen.

Ich verkaufe Ihnen mein Land nicht.

Haben Sie verstanden?

Sie haben mir alles genommen.

Sie haben meine Familie getötet.

Jetzt können wir

mit seinem Bruder verhandeln,

der wahrscheinlich

etwas vernünftiger ist.

Monsieur Blanchard

war anders

und sprach eine Sprache, die niemand sonst verstand.

Der Taubstumme übersetzte für ihn.

Er musste aus seinem Land fliehen.

Als er in den Minen arbeitete, fand er

einen riesigen Paraíba-Turmalin,

der ihn mit dem Fluch belegte.

Er wurde reich

und baute sein Imperium auf, indem er die Stadtbewohner ausbeutete.

Haben Sie das achte Weltwunder gesehen?

Sehen Sie es sich an.

Monsieur Blanchard

holte die Liebe seines Lebens aus seinem Land hierher,

die Tochter des Bordellbesitzers, wo er gewohnt hatte.

Der Tod.

Mme. Blanchard.

Prachtvoll.

Eine Dame mit einer starken Persönlichkeit...

Wie lange dauert Ihr Orgasmus?

...mit einer anderen Sichtweise.

Wie lange dauert er?

Sie eröffnete ein Bordell, um die Steinkäufer ihres Mannes zu erfreuen,

Geschäftsleute, Politiker, Landbesitzer...

Pour l'orgasme!

Und jeden, der viel Geld hatte.

Die zwei hatten einen Sohn namens Pierre,

der alles Schlechte von beiden vereinte.

Dir auch, Vater.

Bon voyage!

Und benehmt euch.

Das werden wir ganz bestimmt nicht tun.

Den.

Was geht?

Nein!

Halt!

Schrei.

Sind Sie der Franzose?

Ja.

Und wer sind Sie?

Wo ist Sieben Ohren? Er ist nicht nach Hause gekommen.

Er lebt jetzt bei seiner Familie in Paraíba.

Ich habe meinen besten Auftragsmörder verloren.

Ich möchte seine Stelle einnehmen.

Was denkt ihr?

Ich bin ein guter Schütze. Erkundigen Sie sich.

Warum lacht ihr?

Du bist eingestellt.

Stummchen.

Zeig ihm alles, Stummchen. In Ordnung?

Um ihn willkommen zu heißen,

bereitete der Franzose ihm eine Überraschung.

Wie heißt du?

In jener Nacht

wählte er seinen eigenen Namen.

Cabeleira.

Der Name seines Groschenromanhelden.

Cabeleira...

Hallo...

Für das, was du mit mir getan hast,

musst du bezahlen.

Bezahlen?

Cabeleira erlag der Versuchung

und musste weitere Steine finden.

Also

bat der Franzose den Taubstummen, ihm alles zu erklären.

Er erzählte ihm von der Opfergabe, das Bild des Toten im Ziegenhorn

und die Steine, die er dafür bekäme.

Er tötete bald jeden, der dem Franzosen nicht sein Land verkaufen wollte.

Cabeleira verstand nicht, wie jemand Land besitzen konnte,

das bereits vor der Person existiert hatte.

Seiner Meinung nach gehört das Land nicht uns,

sondern wir gehören dem Land.

Aber er wollte die Steine so sehr,

dass er bald zum Lieblingsmörder des Franzosen wurde.

Mithilfe der Steine wurde er ein anderer Mann,

und er gab alles in Blanchards Bordell aus.

Cabeleira war noch nie so gut behandelt worden.

Die Macht der Steine erfreute ihn.

Er konnte nicht genug kriegen.

Ich danke Ihnen.

Ich möchte die Gelegenheit ergreifen

und das nächste Lied

der Liebe meines Lebens widmen.

Alles Gute zum Geburtstag, meine Liebste.

Oh, wie gesegnet ich doch bin

Oh, Gott hat mich so reich beschenkt

Denn ich fand jemanden

Der ebenso grausam ist

Zwei Giftschlangen Lieben und hassen eng umschlungen

Das Messer und die Pistole Seite an Seite

Seelenverwandte in Grausamkeit Verbündete in der Zerstörung

Die Schreie unserer Opfer lassen unsere Leidenschaft entflammen

Oh, wie gesegnet ich doch bin

Oh, Gott hat mich so reich beschenkt

Denn ich liebe so ungestüm

So ungestüm

Einen Mann, der so gewalttätig ist wie ich

Die Folter, der Hinterhalt Mein Herz schlägt wie verrückt

Eine Hinrichtung um Mitternacht Er ist mein Prinz und ich seine Prinzessin

Eine Familie ermordet

Ein Haus niedergebrannt

Wir lieben uns hemmungslos Inmitten der rauchenden Überreste

Oh, wie gesegnet ich doch bin

Wie gesegnet ich bin

Oh, Gott hat mich so reich beschenkt

Denn ich habe jemanden gefunden

Der ebenso grausam ist wie ich

Was ist mit Sieben Ohren?

Cabeleira vergaß Sieben Ohren.

Warum?

Der Fluch hatte ihn bereits befallen.

Er hatte wegen der blauen Steine getötet.

Alle, deren Blut von den Steinen befleckt wurde, waren verflucht.

Habt ihr das vergessen?

Also tötete er bald wahllos?

Nein.

Cabeleira tötete nie Frauen und Kinder.

Das taten die Cangaceiros für den Franzosen.

Dieser befahl den Auftragsmördern Häuser zu überfallen,

die Häuser anzuzünden und die Familien umzubringen.

Nein... Mein Sohn!

Die Affen tauchten auf,

um die Cangaceiros zu erledigen.

Meiner Meinung nach waren sie ebenso grausam,

aber das durften sie auch sein,

weil sie Uniformen trugen.

Wovor hast du Angst?

Kriech nur weiter.

Wovor fürchtest du dich? Ich stecke dich in einen Sack.

Was ist hier los?

Ich werde auf dich pissen.

Aber sie waren auch verwundbar.

Sobral,

ein zäher Bursche mit leerem Herzen.

Ein gefährliches Tier,

das nichts zu verlieren hatte.

Er benutzte die Uniform des Leutnants,

köpfte die Leichen

und traf in der Stadt als Affe verkleidet ein.

Die Leute hörten bald von der Tapferkeit des Leutnants und seiner Ankunft.

Wem gehörten die?

Cangaceiros.

Aber in einer gesetzlosen Stadt nützen dem Polizeichef tote Cangaceiros nichts.

Polizeichef,

der Affe brachte die Köpfe.

Sagen Sie mir,

wer in dieser Stadt die Cangaceiros beschützt.

Es gibt hier keine Cangaceiros.

Tatsächlich?

Vier Augen zeichnete dem Franzosen die Gesichter der Toten auf.

Er zeichnete jeden, der verdächtig aussah.

Er musste nur auf das Zeichen des Franzosen warten, um zu töten.

Er war wie besessen und verehrte seit seiner Kindheit Egum.

Deshalb legte er die Zeichnungen und Steine zu den Opfergaben.

Es war der sicherste Ort, da niemand Opfergaben anfassen würde.

Vier Augen war Narbes Boss.

Ein befreiter Sklave, der alles tat, was Vier Augen ihm befahl.

Wie im Himmel so auf Erden. Gib uns unser täglich Brot heute...

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

-Amen. -Amen.

Ich wasche mir die Hände.

Renata, du und deine Cousine, solltet das auch tun.

Meine Hände sind doch sauber.

Aber meine nicht.

Hast du sie nicht angefasst?

Wir essen mit Messer und Gabel.

Wir werden ja sehen.

Darf ich fragen, was hier so witzig ist?

Sag es mir, Bekloppter,

worüber hast du gelacht?

Oh Gott! Hör auf!

Was war so lustig?

Antworte mir!

Wer mit Affen spielt, fällt vom Ast und verletzt sich.

-Jetzt muss ich nochmal Hände waschen. -Was sollte das?

Ich weiß, dass er gestern mit einem Affen in die Stadt kam.

Er hat doch keine Ahnung.

Ihm gefiel sicher nur seine Uniform.

Er sollte es aber wissen!

Wer seine Zeit mit Affen verbringt, lebt nicht lang, Bekloppter.

Gar nicht lang.

Welches Zimmer hat der Leutnant?

Fernanda suchte Sobral auf, um Gerechtigkeit zu fordern.

Verzeihung, Leutnant...

Sie durfte nicht zögern.

Was willst du, Mädchen?

Der Franzose hat unser Land niedergebrannt und meine Familie getötet.

Nur ich und mein Bruder Bekloppter überlebten.

Sie kennen ihn bereits.

Geben Sie acht.

Cabeleira ist der Auftragsmörder des Franzosen. Der größte Mörder.

Sie scheinen ein guter Mann zu sein.

Fernanda sah in den Augen des Leutnants

die Gelegenheit, ihre Familie zu rächen.

Enttäuschen Sie mich nicht.

Ich flehe Sie an.

Du hast mich erschreckt!

Hast du mit bloßen Händen Fleisch angefasst?

Du hast doch mit dem Affen nichts zu schaffen, oder?

Ich habe bereits sein Gesicht gezeichnet. Die Zeichnung ist zu Hause.

Des Leutnants?

Du hast nichts gehört, verstanden?

Nein.

Ich behalte dich im Auge.

Ich bin hier das Gesetz.

Es ist schon spät, Cousin. Ich muss gehen.

Ja, nur zu. Geh schon.

Ich muss noch Besorgungen machen.

Da deine Cousine kein Fleisch kaufen kann.

Lass das, sonst bringt dich Vier Augen noch um.

-Wo ist die Zeichnung des Toten? -Wovon redest du?

Hat er den Leutnant gezeichnet?

-Beruhige dich doch. -Wo ist sie, Cousine?

-Du weißt nicht, was du tust. -Sag mir, wo sie ist.

Wenn Vier Augen heimkommt, bringt er dich um.

-Wo ist die Zeichnung? -Ich habe nur dich.

Tu das nicht.

-Renata? -Ja?

Wo ist deine Cousine?

Sie ist draußen.

Draußen ist niemand.

Vielleicht in der Scheune. Ich sagte ihr, die Kuh würde gebären.

Wo ist das Fleisch?

Ich habe keines mitgebracht.

Ich habe den Appetit verloren.

Verdammt!

Wer hat Egum umgeworfen?

Woher soll ich das wissen?

Du sollst Egum doch nicht anfassen, Renata.

Was habe ich gesagt, passiert, wenn du Egum anfasst?

Was habe ich dir gesagt?

Fass Egum nie wieder an. Hast du verstanden?

Mist! Ich muss meine Hände waschen.

An jenem Nachmittag gestattete der Franzose Vier Augen,

die Zeichnung des Affen zu den Opfergaben zu legen.

Verdammte Hure.

Bekloppter?

Ich werde ihn mir holen.

Ich werde ihn mir holen.

Hey, Bekloppter?

Kleine Ziege?

Wo bist du, kleine Ziege?

Hallo, Mädchen.

Heute gehörst du mir ganz allein.

Wo steckst du?

Sag schon, Süße.

Bist du hier?

Kleine Ziege?

Heute gehörst du mir ganz allein.

Ich kann dich riechen.

Bist du das?

Ich breche die Tür ein, kleine Ziege.

Aufmachen! Da bist du ja.

Jetzt bist du dran, kleine Ziege.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen,

und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bete für uns Sünder

jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Frau Luziê?

Um Himmels willen, Frau Luziê?

Öffnen Sie die Tür, Frau Luziê.

Bitte, lassen Sie mich herein.

-Was ist geschehen? -Verriegeln Sie das Fenster.

Ein Mörder sucht nach mir.

Ein Mörder? Aber warum, Schatz?

Ich weiß es nicht.

Komm. Beruhige dich.

Gehen wir nach nebenan, komm.

-Keine Sorge, er ist weg. -Mein Bruder wurde ermordet.

Komm.

Setz dich doch.

Beruhige dich.

Ich hole dir etwas Wasser

mit Zucker.

Hey, kleine Ziege.

Narbe, mach mein Haus bitte nicht schmutzig.

Keine Sorge, Frau Luziê.

Ich werde ihr nichts tun.

Denn ich brauche sie später noch.

Ich sagte ihr doch, lass dich nicht mit den Affen ein.

Und du hast der kleinen Schlampe geholfen.

Wie soll ich dem Boss erklären,

dass der Affe weiß, dass er gesucht wird?

Vier Augen, du Mistkerl, wie konnte das passieren?

Also, Boss...

...meine Frau, ihre Cousine und der Bekloppte

fanden die Zeichnung des Toten und sagten es dem Affen.

Verdammt, Vier Augen,

wenn das wahr ist,

wird mich der Franzose lebend häuten.

Mein Ballenzeh tut heute ziemlich weh.

Das war Corisco,

besser bekannt als der Blonde Teufel,

einer der wenigen, die von Lampiãos Truppe noch übrig sind.

Der mutigste Cangaceiro weit und breit.

Die Truppe tauchte unangemeldet auf

und suchte nach jenen, die den Affen halfen.

Komm her.

Bist du schwerhörig? Du sollst herkommen!

Streck die Zunge heraus.

Damit keiner je wieder vergisst, sich auf die Zunge zu beißen.

Und die Frau, die sich mit dem Falschen einlässt, ist eine Hure.

Gebt sie dem Sohn des Franzosen und seinen Freunden als Zeitvertreib.

Danke, du Schlampe.

Und nun feiert weiter.

Ihr könnt mich benutzen, aber tötet mich bitte nicht.

Na los, Tião.

Um Himmels willen!

Tut mir nicht weh.

Ich werde dir nicht wehtun.

Ich sehe gern zu.

J'aime regarder.

Ist sie gestorben?

Ja.

Aber war Soraia nicht diejenige, die Cabeleira...

...entjungfert hatte?

Doch, das war sie.

Wo ist dieser Cabeleira, über den wir nichts mehr hörten?

Hier taucht er wieder in voller Pracht auf.

Will er etwa den Tod der Hure rächen?

Nein.

Aber Soraias Tod änderte sein Leben.

Kennst du Soraia?

Was ist mit ihr?

Sie wurde ermordet.

Ermordet?

Sie gab mir etwas, das für dich bestimmt war.

Etwas?

Was?

Warte kurz.

Ich komme gleich.

Antônio,

das ist dein Vater.

Welcher Vater?

Soraia sagte, er wäre dein Sohn.

Sie hat es geschworen.

Was willst du, Junge?

Sprich mit deinem Vater, Junge.

Ist er taub?

Die Geschehnisse haben ihn aufgewühlt, aber er ist klug.

Der Junge ist dumm.

Nein, er ist klug.

Er ist seit einem Tag hier und kennt schon alles.

Er weiß, wer kommt und geht.

Du solltest mit ihm jagen gehen.

Kannst du jagen, Antônio?

Nimm ihn mit.

Er hat sonst niemanden.

Bis dann.

Nimm ihn mit. Er ist dein Sohn.

Ich werde dich nicht hierbehalten.

Ich bin nicht deine Mama.

Deine Mutter ist tot.

Das ist dein Vater.

Du hast sonst niemanden.

Hast du verstanden? Folge ihm überallhin!

Nimm diese Steine, damit du etwas bei dir hast.

Geh schon, Junge.

Du bist so stur!

Junge!

Wo ist die Puppe?

Fass meine Sachen nicht an,

sonst bringe ich dich um!

Hast du verstanden?

Eins, zwei, drei, vier...

...sieben, acht, neun, zehn, 11, 12, 13, 14.

Mach die Hand auf.

Das gehört dir.

Kommst du mit oder nicht?

Wozu hast du das?

-Was? -Den Ring.

Er gehörte Sieben Ohren.

Wer ist Sieben Ohren?

Sieben Ohren hat mich großgezogen.

-Ist er dein Vater? -Nein.

Ich sagte, er hat mich großgezogen.

Wir sind nicht verwandt.

Wenn er dich aufzog, ist er dein Papa.

Wo ist er jetzt?

Um Fische zu fangen, musst du still sein.

Still jetzt.

Was ist das?

Diese Männer sollen getötet werden.

Woher weißt du das?

Ich weiß es eben.

Wohin gehst du?

Ich muss etwas erledigen.

Kann ich mitkommen?

Nein.

Lüge den Jungen nicht an.

Du wirst nicht kommen.

Wer zum Töten bestimmt ist, muss einen leeren Kopf haben.

Denkst du an die Jungen des Wildschweins,

tötest du es nicht.

Wo ist das Gesetz in dieser Stadt?

Es hält ein Nickerchen.

Sind Sie der Zeichner?

Ja, Sir.

Zeichnen Sie sich selbst.

Na los!

Verdammt.

Ich kenne den Kerl.

Nicht...

Hey, Sie da!

Er schrie wie am Spieß, Mama.

"Nicht!"

Was zum Teufel soll das?

Ich bin hier, um Sie zu töten.

Damit ich in Frieden sterben kann.

Wer sind Sie?

Nur ein weiterer Mann, dem Sie die Ehre raubten.

Bitte,

nehmen Sie Platz.

Denken Sie, ich mache Witze, Franzose?

Ich hatte eine Frau und einen Sohn,

aber Sie haben beide getötet.

Keine Bewegung, Taubstummer.

Die Geschichte kannst du später erzählen.

Ich schätze die Gerechtigkeit, das tue ich wirklich.

Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Wir waren zu dritt, zwei sind tot, jetzt gibt es nur einen.

Ihr seid zu dritt, und zwei werden sterben.

Der Junge kann gehen.

Danke.

Er dankte jenem, der die Familie entehrte,

und verdiente es nicht, zu leben.

Du, steh auf.

Umarme den Toten.

Aber schließe seine Augen.

Was ich mit deinem Mann tun werde, werden nicht mal die Toten verkraften.

Ich werde Sie...

...leiden lassen.

Die ist gut.

Zeigen Sie mir Ihre Schrotflinte.

Jedes Mal, wenn ihn einer seiner Mörder verärgerte,

weil dieser den Auftrag nicht erledigte,

ließ der Franzose Gringo kommen, den Mörder aller Mörder, um es zu regeln.

Die Nachricht traf einige Tage später ein.

Cabeleira musste weggehen, um nicht als Paraíba-Stein für M. Blanchard zu enden.

Der Franzose war wütend, weil er seinen Sohn verloren hatte,

und gab Gringo den Auftrag, Cabeleira zu töten.

Ich... muss gehen.

Ich kann nicht mehr bleiben.

Wohin gehen wir?

Du kannst nicht mitkommen.

-Aber ich will bei dir bleiben. -Nein.

Keine Widerrede.

Lächeln.

Ich verstehe nicht.

Ich sagte: "Lächeln."

Komm her. Na los.

Ja.

Du redest zu viel.

Eine Fahrkarte zum entferntesten Ort, bitte.

Wie viele?

Nur eine.

Setz dich.

Ich sagte, setze dich hin, Junge.

Du bleibst hier.

Wenn der Zug kommt, springst du auf.

Verstanden?

Gut.

Das ist dein Vater. Du hast sonst niemanden.

Hast du verstanden? Folge ihm überallhin.

Ja?

Wer?

Der Sohn des Cabeleira?

Wo ist der Junge?

In der Toilette.

DAMENTOILETTE

Heute stirbst du, du Mistkerl.

Cabeleira sah, dass Gringo Sieben Ohrens Halskette trug, und wurde wütend.

Er belud seine Waffe mit hohlen Patronen

und ging, um die Rechnung mit dem Franzosen zu begleichen.

Cabeleira wollte wissen, was mit Sieben Ohren passiert war.

Der Franzose erzählte es ihm.

Sieben Ohren wollte kein Mörder mehr sein

und den Mann und seine Familie warnen, dass man sie töten will.

Es war aber zu spät. Der Landbesitzer, der ihn angeheuert hatte, hörte davon

und beauftragte nun Gringo.

Aber der Franzose ließ ein Detail aus,

dass er selbst dieser Landbesitzer war.

Hat Cabeleira den Franzosen getötet?

Immer mit der Ruhe.

Die Geschichte geht weiter.

Was passierte mit dem Jungen?

Ich war der Junge.

Wach auf, Kleiner.

Komm, wir müssen hier raus.

Ich hatte nie so viele gut gekleidete Leute gesehen.

Alles war so farbenfroh

und unbekannt.

Ich streifte lange Zeit ziellos in der Stadt umher

und lebte in den Tag hinein.

Im Gegensatz zum Ödland gab es hier alles im Übermaß,

und die Menschen waren viel freundlicher.

Wo ist deine Mutter?

Sie ist tot.

Oh je.

Und dein Vater?

Einige Monate lebte ich in einem Waisenhaus mit anderen Kindern,

die auch keine Eltern hatten.

Ich hoffte jeden Tag, dass Cabeleira plötzlich auftauchen würde.

Aber er kam nie.

Hol deine Sachen.

Gehen wir.

Cabeleira kam, um mich zu holen.

Obwohl er das als Auftragsmörder nicht hätte tun sollen.

Cabeleira war mein bester Freund...

...mein Vater...

...und mein Lehrer.

Aber er stand unter dem Fluch der Steine.

Die Steine hatten eine teuflische Macht.

Man konnte damit alles kaufen,

Land, Tiere, Menschen.

Sie stillten den Durst,

ernährten einen,

löschten Leben aus

und bereiteten einem großes Vergnügen.

Lange Zeit war das Ödland durch das Kostbarste, was es erschuf, verdammt:

den Paraíba-Turmalin.

Die blauen Steine des Ödlandes.

Cabeleira übernahm die Geschäfte des Franzosen

und war für immer verdammt,

bis in die kommende Generation.

Ebenso wie Cabeleira und Sieben Ohren

bin ich auch verdammt.

Seid ihr nicht die Miranda-Brüder,

die für den Tod des Mädchens in Rosário verantwortlich sind?

Ja, das sind wir.

Und sie starb wie diese Hure Soraia, Ihre Mutter.

Gehen wir.

Ihr müsst das nicht sehen. Sie haben schon gestanden.

Aber ich will es sehen.

Gehen wir, Moreno, wir müssen noch anderen die Geschichte erzählen.

Gehen wir, Galego.

Wartet auf mich!

Untertitel von: Andrea Lyman

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