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Glaubst du, das hat eine Bedeutung?
Eine Menge bedeutet was.
Was denn, zum Beispiel?
Wir,
Dreizehn. Vierzehn.
Erwachsen. Tot.
Es war total abgefuckt.
Wir hatten gerade mit der achten Klasse angefangen,
und wussten, dass wir es zu etwas bringen mussten.
Denn es war von Bedeutung.
NACH EINEM ROMAN VON JANNE TELLER
EIN FILM VON TRINE PIIL
- Wie geht's, Agnes? - Danke, ganz gut.
Hallo.
Die ganzen Sommerferien. Aber es ist, wie es ist,
Hi Hans.
- Nice Schuhe. - Danke.
Um ein bisschen in Schwung zu kommen,
habe ich den Fragebogen "Was will ich mal werden?" hochgeladen.
Und Softball? Wir haben sonst immer mit Softball spielen angefangen.
Das war mal. Heute geht's direkt ans Eingemachte.
Die Berufsberaterin hat ja schon mit euch ?ber das Thema gesprochen.
Der Fragebogen hilft euch herauszufinden, welchen Weg ihr einschlagen wollt.
Vielleicht bringt euch das ja auf ein paar Ideen?
Also, ich kann ehrlich gesagt nicht sehr viel damit anfangen.
- Unsere starken Seiten und so... - Was ist deine St?rke?
Was soll denn das bedeuten?
- Denk nach! - Und wenn man keine St?rken hat?
Aber woher wei? ich, ob ich nicht ein eigenes Business haben will?
Das wei?t du nat?rlich nicht. Aber das spielt keine Rolle.
- Warum sollen wir's dann ausf?llen? - Weil das im Unterrichtsplan steht.
- Sie sagten, das spielt keine Rolle. - Das war nicht so gemeint.
Und es ist auch nur halb so schlimm. Jetzt fangt an.
Damit sollen wir Teil des Systems werden.
- Jetzt lass doch den Schei?. - Alle sollen das Gleiche denken,
damit keiner aus der Reihe tanzt.
F?llt den Fragebogen aus, damit wir etwas machen k?nnen, das von Bedeutung ist.
Hier ist nichts von Bedeutung.
Und wenn das hier keine Rolle spielt, dann m?ssen wir's ja auch nicht machen.
He, Pierre-Anthon!
Was soll denn der Schei??
- Spinnt der? Das war wieder mal typisch.
So ein Idiot.
Alles begann an dem Tag, an dem Pierre-Anthon die Schule verlie?.
Er hatte etwas in Gang gesetzt.
Und wenn unsere Eltern mit uns dar?ber gesprochen h?tten,
dann h?tte das alles vielleicht nicht so ein schlimmes Ende gefunden.
Was machst du da?
Gar nichts.
Du sitzt nur da rum und starrst in die Luft?
Ja.
Glaubst du wirklich, dass da nichts ist, das was bedeutet?
N?.
Also, wann kommst du da runter?
Versteht ihr denn nicht? Wir sind alle blo? Marionetten in einem gro?en Spiel.
Wir sind Kopien von Kopien.
- Also, ich bin keine Kopie. - Doch, das sind wir alle.
Und ihr hasst es, weil ihr es wisst.
Ihr glaubt, ihr w?rt was Besonderes, aber das seid ihr nicht.
Alles klar.
He, Sophie. In ein paar Jahren sind wir sowieso alle tot.
Tot und vergessen, ein Teil des Nichts!
Wissen Sie, dass Pierre-Anthon von der Schule abgehauen ist?
- Er sitzt da oben im Baum. - Tats?chlich.
Ich habe mich schon gefragt, wo er bleibt.
- Das kann doch nicht sein Ernst sein. - Nein, nat?rlich nicht
Er kommt schon wieder runter, so wie immer.
MAMA
Sophie, ich schaffe es leider nicht nach Hause.
Das Yoga wurde verlegt.
- Wollten wir nicht zusammen essen? - Komm doch mit.
Dann gehen wir danach essen. Ist das nicht eine gute Idee?
Wie oft soll ich dir das noch sagen? Ich hasse Yoga!
Sophie, warte!
Schatz, zieh das bitte an.
Gleich kommt ein Journalist, um mich zu meiner Kampagne zu interviewen.
- Du siehst bestimmt toll darin... - Das kannst du vergessen.
Ich stelle mir unsere Stadt immer gern vor als Familie,
Das sind dieselben Fundamente, dieselben Werte.
So wie bei uns.
Man h?rt einander zu und sorgt daf?r, dass jeder eine Stimme hat.
- Lass das, bitte. - Ja.
- Ich glaube, das war's. - Ja.
Gut, Schatz.
Langsam verstanden wir,
dass es um mehr ging, als nur um den ?u?eren Schein.
Ein Tag war wie der andere.
Und auch, wenn wir uns auf die Wochenenden freuten,
war es am Ende doch immer eine Entt?uschung.
Und dann wurde es wieder Montag.
Pierre-Anthon sitzt in einem Baum.
- Was? - Er sitzt in einem Baum.
Warum macht er denn das?
Vielleicht ist er deprimiert.
Steckt wohl an, wie man sieht.
Genauso wie Massenpsychosen und Schulschie?ereien.
- Ernsthaft? - Der tickt doch nicht richtig.
Warum steinigen wir ihn nicht?
- Ja, ehrlich. - Hast du einen Knall?
Erschie?en wir ihn lieber.
Meine Mutter hat ein Jagdgewehr.
Kuckuck, wir kommen!
Klopf, klopf! Ist jemand zu Hause?
- Was ist los, Pierre? - Warum sitzt du da oben?
Solltet ihr mal ausprobieren.
Du kannst nicht einfach die Schule schw?nzen.
- Wovor hast du Angst? - Wovor hast du Angst?
Ich habe vor nichts Angst.
Das ist gelogen.
Jeder hat vor irgendwas Angst.
Ja, zum Beispiel vor der globalen Erw?rmung.
Ihr habt Angst vor gar nichts.
Wir sind damit besch?ftigt, f?r wichtig zu halten,
was unwichtig ist und umgekehrt.
Was willst du damit sagen?
Wir sind damit besch?ftigt zu beweisen, dass wir etwas sind.
Oder jemand.
Ist doch so, oder, Agnes?
Wir sind Kopien von Kopien.
Wir sind keine schei? Kopien von irgendwas!
Mehr als 99 Prozent unserer DNA haben wir mit Schimpansen gemeinsam.
Wir sind so was von d?mlich!
Halt die Klappe!
Ja, Mann!
F?r wen h?ltst du dich?
Lasst das! H?rt auf!
Pierre-Anthon war irgendwas auf der Spur.
WAS BEDEUTET NICHTS?
Er hatte etwas verstanden, das wir nicht verstanden.
Auch wenn wir es nicht eingestehen wollten,
weder uns noch den anderen gegen?ber,
fingen wir doch an, ?ber das, was er gesagt hatte, nachzudenken.
Ich verstehe sehr gut, dass das Leben manchmal nicht so einfach ist.
Du verstehst es nicht.
- Du verstehst gar nichts! - Na ja, ich war auch mal vierzehn.
Ich unterst?tze dich gerne dabei, wenn du wissen willst, was in dir vor sich geht.
Wenn ihr Pierre vom Baum runter holen wollt,
dann ist das genauso, als
wenn man von einem Drei-Meter-Brett in einen Pool springt,
in dem kein Wasser drin ist.
- Das ?berlebt man doch nicht. - Lasst ihn doch einfach in Ruhe.
Schon mal was von inneren Blutungen geh?rt?
War das nicht so bei deinem Bruder?
Der ist doch auf den Kopf gefallen.
Schei?e, wirklich?
Elise!
Ich habe auch mal einen Bruder verloren.
Er wurde nur vier Monate alt.
Das wissen nur wenige.
Guten Morgen.
H?rt mal alle her,
Pierre-Anthon wird in den n?chsten Tagen nicht zur Schule kommen.
- Er ist verr?ckt. - Lass das!
- Er hat voll den Dachschaden. - So reden wir hier nicht ?ber andere.
Du wei?t, dass sich das nicht geh?rt. Das lasse ich nicht zu.
Was ist los mit euch?
Gar nichts.
Was hast du gesagt, Agnes?
- Gar nichts. - Gar nichts?!
Was ist los?
Gar nichts! Das habe ich doch grade gesagt!
Wenn du 80 Jahre lang lebst,
dann hast du 30 Jahre damit verbracht zu schlafen.
Und sieben Jahre, um zu versuchen einzuschlafen.
Und 14 Jahre zu arbeiten.
Zw?lf Jahre hast du vor dem Bildschirm gehockt und vierzehn Jahre gegessen.
Essen kochen, auf Kinder aufpassen, das macht dann elf Jahre.
Es bleiben nur neun Jahre, um das Leben zu leben, das man leben m?chte.
Und in diesen neun Jahren tut man so,
als w?re man irgendjemand oder irgendetwas.
Es gibt immer jemanden,
der besser ist als man selbst. Oder kl?ger oder sch?ner.
Halt die Klappe! Ich werde der beste Fu?baller.
- Und ich eine ber?hmte Designerin. - Klar wirst du das.
- Du zerst?rst mir das nicht. - Nein, das tue ich nicht.
Du selbst zerst?rst dir das.
Du wirst alles daf?r tun, damit die Leute in deinen Kleidern rumlaufen.
?u?erlich wirst du ber?hmt sein. Aber innerlich bist du leer.
Er hat recht.
Das Leben stinkt.
Ja, das stimmt.
Habt ihr geh?rt, was mit D?nemark passiert, wenn die Pole schmelzen?
D?nemark wird v?llig verschwinden.
Lasst uns doch mal mit Eskildsen dar?ber reden.
Nein, der schickt uns blo? zum Schulpsychologen.
Wer will das schon?
- Und was ist mit unseren Eltern? - Wir reden mit niemandem dar?ber.
Wir sollten ihm zeigen, dass es was gibt, das etwas bedeutet.
Etwas Echtes,
- Was meinst du? - Woran denkst du, Agnes?
Wir stellen alles zusammen, was uns etwas bedeutet.
Und dann zeigen wir's ihm.
Ich glaube, dass du deine St?rken untersch?tzt, Agnes.
"Was sind deine St?rken? Kleidung entwerfen."
Du kannst doch auch so gut mit Zahlen umgehen.
Ich schreibe mal noch Mathematik dazu.
He, Elise!
Wo willst du damit hin?
Du wei?t, dass Mama es nicht ertr?gt, wenn du sein Spielzeug anfasst.
Was kann sie schon ertragen?
- Sie tut ihr Bestes. - Das tue ich auch!
Das geht jetzt schon seit sechs Monaten so.
- Krass! - Geschafft.
Verdammt, ist das cool.
- Wow, nicht schlecht. - Ein super Ort f?r Partys.
Nicht posten, okay?
Ups, sorry.
- D?rfen wir ?berhaupt hier sein? - Nat?rlich nicht.
Aber jetzt sind wir hier.
Pass auf, dass du dich nicht selbst aufh?ngst, Otto.
Das ist verdammt krank.
Das hier sollten wir geheim halten, okay?
Gut. Wir legen es hier hin.
Sophie, du f?ngst an.
Das z?hlt nicht. Damit hast du Nicht mehr gespielt, seit du f?nf warst.
Mein Vater hat's mir geschenkt.
- Marie! - Ist ein Brautstrau?.
Ja, und wie lange waren sie verheiratet?
Wie lange waren deine Eltern verheiratet?
Hatte dein Vater nicht ihre Mutter gebumst?
- Ist gelogen! - Jetzt komm mal wieder runter.
Schei?e.
Darauf hast du seit Jahren nicht gespielt.
Was hast du mitgebracht?
- Was hast du mitgebracht?! H?? - H?r auf damit.
- Was, h?? - Lass das, Hans!
Was ist mit dir, Otto?
Hier, eine Angel, nat?rlich.
Hussain?
Rose, was hast du?
Carl!
Hast du deine Bibel mitgebracht?
Ehrlich, das ist ein Haufen Schei?e, nichts weiter.
Sophie hat recht.
Es muss doch was geben, das mehr bedeutet als das hier.
Was hast du mitgebracht?
Das.,
Geh?rte mal Oma, dann meiner Mutter und jetzt mir.
Und warum tr?gst du es nicht?
Ich werde es tragen.
Wieso gibst du nicht deine gr?nen Sandalen?
Das ist 14-kar?tiges Gold.
Du solltest lieber deine Sandalen geben.
- Oder sind die auch von deiner Mutter? - Agnes, ausziehen.
Das war doch deine Idee,
Okay. Also, wir entscheiden f?reinander. Ist das eine neue Regel?
- Japp. - Ja, genau.
Okay.
Von mir aus.
Aber n?chstes Mal entscheide ich.
Agnes!
Agnes, warte!
WIR SIND KEINE KOPIEN VON IRGENDETWAS!
Die Konsequenz, wenn ich runterkomme, ist nicht,
den W?lfen zum Fra? vorgeworfen zu werden, sondern einer zu werden. Wie Sie.
Dann lasst bitte die Berufsberaterin einen Blick darauf werfen.
Sie wird sich mit euch zusammensetzen.
Sch?nen Dank auch.
Stimmt es, dass die Arbeit
von ?rzten und Anw?lten von Robotern ?bernommen werden soll?
Ja.
- Und was machen wir dann? - Stellt euch selbst diese Frage.
Wenn du mir dabei hilfst herauszufinden, was Gerda am Wichtigsten ist,
helfe ich dir auch, wenn du dran bist, okay?
Komm schon.
Hier,
- Das ist ein Einbruch, - Nein, ist es nicht.
Du hast mir gezeigt, wo der Schl?ssel liegt.
- Ich rufe die Polizei. - Was ist denn hier los?
Die sind hier einfach eingebrochen.
Solltest du nicht beim Handball sein?
Wie oft muss ich dir noch sagen,
dass du das Tuch vom K?fig nehmen sollst, bevor du zur Schule gehst?
- Dein Hamster, Gerda. - Was ist mit ihm?
- Der bedeutet dir wirklich was. - Der ?berlebt da drau?en nicht.
Klar tut er das,
Du h?ttest sie nicht nach den Sandalen fragen sollen.
Hey.
Ehrlich? Was bedeutet schon so ein bl?der Hamster?
Das ist ein Goldhamster.
- Agnes will, dass er stirbt. - Quatsch. Das will ich gar nicht.
Das ?berlebt er nicht. Willst du zur M?rderin werden?
Nein.
Pass doch auf! verdammt!
Mach schon, Otto.
- Ich hab' ihn! - Vorsichtig, Otto!
- Ich krieg' die Krise. - Sein Herz rast.
- V?llig verr?ckt. -So.
Der Hamster will nicht bei seiner Besitzerin bleiben.
Das ist nicht witzig. Ruhig, ganz ruhig.
Gerda, na komm!
Du bist dran!
Frederik.
Das war ja wohl klar.
Ist nicht meine Schuld, dass dein Vater abgehauen ist.
? Ich will die Schulflagge. - Das ist doch l?cherlich.
Wir k?nnen verlangen, was wir wollen, oder?
Fuck.
Frederik konnte sich aus allem rauswinden,
weil sein Vater der Schuldirektor war.
Und Gerda hatte genug davon.
Sowohl von Frederik, als auch von seinem Vater.
Frederik! Frederik!
Nein, das mache ich nicht. Das k?nnt ihr vergessen.
- Frederik! Frederik! - Das kommt gar nicht in Frage.
Das mache ich nicht. Jetzt lasst mich zufrieden!
Das will ich nicht machen! Ich klaue nicht die Flagge!
- Jetzt lasst mich schon in Ruhe! - Frederik! Frederik!
Hey, hey, hey!
Was ist hier los?
Was ist hier los? Hallo!
- Sch?n, euch zu sehen. - Gleichfalls,
Ich habe eure Portfolios dabei und m?chte,
dass ihr euch jeweils zu zweit zusammentut und euch austauscht.
Danach treffen wir uns wieder und besprechen eure Berufsvorschl?ge.
Meinen die das ernst? Versicherung und Rechnungswesen?
F?r mich schlagen die "Lehrer" vor.
Das kann ich meiner Mutter nicht vorlegen und meinem Vater auch nicht.
"Sollen wir Frederik nach Hause verfolgen?"
Wir kriegen dich, Frederik!
Hinterher!
- Alles okay? - Ich mache das nicht!
Und ob.
Wenn nicht, sage ich deiner Mutter, dass dein Vater dauernd zu uns kommt.
- Das macht er gar nicht. - Woher willst du das wissen?
Ich helfe dir, Frederik.
Aber dann musst du im Gegenzug mich w?hlen.
- Ich bin der Besch?tzer von D?nemark! - Otto, nicht!
Die haben versucht, mich runterzuholen.
Die Fahne ist alt, die ist empfindlich! Lass das!
- Wir sind D?nemark-Bros. - Nicht filmen!
Komm schon, Frederik! Du bist zu langsam!
Frederik wollte Otto dem?tigen
und verlangte, dass er ein Nacktvideo zu den Sachen legte.
Aber Otto fand das lustig.
Danke f?r die Herausforderung, Frederik.
Damit war Otto jetzt an der Reihe.
Und er entschied sich f?r Elise.
Zeig's noch mal. Zeig's noch mal.
Ist das wirklich sein Schwanz? Der ist gr??er, als ich dachte.
Damit macht er auf den Schwulenseiten Karriere.
- Okay. - Was?
Ich m?chte...
Elises kleinen Bruder,
Der ist doch tot.
- Wir graben ihn aus. - Bist du verr?ckt?
- Das geht nicht. Das macht man nicht. - Nein, das macht man nicht.
Aber wir tun es trotzdem.
Die Idee mit dem Haufen ist doch, dass man etwas opfert,
das einem was bedeutet,
Und er bedeutet dir was. Oder, Elise?
Ja, das tut er.
Otto hat recht.
Er bedeutet mir wirklich viel.
Wir brauchen vier,
Und Elise muss dabei sein.
Ich melde mich freiwillig.
Die anderen losen wir aus.
Mach schon.
Ich mache das nicht, Agnes.
Gut, die mit den kurzen Halmen kommen mit.
Johan und Agnes.
- Ich komme auch mit. - N?, du nicht.
H?ttest dich fr?her melden sollen. Dann h?tten wir nicht gelost.
Ernsthaft? Agnes...
Wir treffen uns heute Abend um Punkt zehn.
Willst du nicht runter kommen? Wir k?nnen zu mir gehen.
Dann verknallen wir uns ineinander.
Und dann werden wir ein Paar,
Dann haben wir unseren ersten gro?en Streit.
Und unsere Liebe schwindet langsam.
Und dann trennen wir uns.
- So muss es nicht laufen. - Aber so l?uft's.
Oh ja, andauernd, bis wir aufgeben und jemand anderes heiraten.
Elise, bist du sicher, dass du das machen willst?
Du musst das nicht tun. Gib uns einfach deine Kopfh?rer.
- Die bedeuten dir auch viel. - Nein.
Ist schon okay.
Gut, Agnes, du gehst da r?ber und h?ltst Wache.
- Wenn jemand kommt, dann pfeif, - Ich kann nicht pfeifen.
Dann rufst du einfach. Irgendwas.
Jetzt mach schon.
Ihr m?sst ganz vorsichtig sein, damit ihm nichts passiert,
Nat?rlich. Keine Sorge.
Das reicht.
- Vorsichtig! - Fuck, ist das eklig.
Hoch damit!
Los, los, macht schon!
Okay, das war's.
- Shit! - Was ist, Agnes?
Ich dachte, die haben uns entdeckt.
Das ist nur Cinderella, die treibt sich hier immer rum.
- Sophie, was machst du hier? - Machen wir weiter.
- Alles klar. - Passt doch auf!
Nein, Cinderella. Du kommst nicht mit.
Als ob einen Sarg auszugraben was bedeuten w?rde.
Das tut es. Es bedeutet etwas f?r Elise.
Das ist schwachsinnig und kindisch, und ich finde es echt zum kotzen.
Sophie, h?r auf.
Stopp, Sophie! Sophie, h?r auf!!
H?r auf!
Hier,
Die sind von meiner Mutter,
Danke.
Er ist wirklich sehr klein. Findet ihr nicht?
Willst du, dass wir was machen?
Wir k?nnten ein Lied singen.
Die Sonne ist so rot...
und dunkel ist der Wald...
Die Sonne ist schon l?ngst tot. Der Tag kommt nicht so bald.
Der Fuchs ist fortgegangen. Verschlie?en wir die T?r.
Komm, setz dich auf mein Kissen.
Und sing ein Lied f?r mich.
Was ist, wenn sie Elise entdeckt haben?
Das haben sie nicht, okay?
Sonst h?tte sie es uns geschrieben.
- Sie ist ganz bestimmt bald bei uns. - Ich versuch's noch mal.
Was ist hier los?
Also, falls euch Pierre-Anthon Flausen in eure K?pfe gesetzt hat,
das k?nnt ihr gleich vergessen.
Ich habe mit seinem Vater gesprochen. Er kommt bald wieder runter. Setzen!
Weist Elise?
Elise?
Elise...
Wir k?nnen verstehen, dass du deinen Eltern von dem Sarg erz?hlt hast.
Hab" ich nicht.
Meine Mutter wurde wieder eingewiesen.
Was ist, wenn Elise uns verpfiffen hat?
- Hat sie nicht. - Woher willst du das wissen?
Wei? ich einfach.
Sie wurde bestimmt verhaftet
und ist mit Handschellen gefesselt an einem Stuhl.
Wir sollten den Sarg wieder eingraben.
Ich will Maries Haare.
Du schneidest sie ab!
Elise und Marie waren fr?her die besten Freundinnen.
Seitdem Marie und Hussain zusammen waren,
hatten sie nicht mehr miteinander gesprochen.
Hussain!
Entschuldigung.
Rose!
Ich will deinen Gebetsteppich.
- Nein, Hussain! H?r auf! - Habt ihr sie nicht mehr alle?
- H?r auf, komm runter! - Lasst doch den Schei?!
Entschuldigung. Ist Hussain krank?
Seine Seele ist krank, ja. Seine Seele ist krank.
Wann kommt er wieder in die Schule?
Inschallah, Agnes. Inschallah.
Es gibt viele Versuchungen, die uns aus der Bahn werfen k?nnen.
Dadurch f?hlt sich unser Leben bedeutungslos an.
Und das fordert die Reinheit unserer Herzen heraus.
- Was schreibt er? - Hussain will dein Fahrrad.
Was denn? Elise hat gerade ihren Bruder gegeben.
Echt mal, ein Fahrrad?
? Ich finde, wir sollten aufh?ren. - Weil du jetzt dran bist?!
- Du hast auch noch nichts gegeben. - Weil mich noch niemand gefragt hat.
? Und warum ist das wohl so? - Warum bist du so kindisch?
Bl?de Kuh!
Typisch Hans.
Es ist etwas Schreckliches passiert.
Etwas ganz und gar Sinnloses,
Wer macht so was?
Wer klaut die Schulfahne?
Sie ist das Symbol unserer Nation.
Wir versammeln uns um sie in guten wie in schlechten Zeiten.
Das ist unser Land!
All das macht uns zu einer besseren Version von uns selbst.
Trink einen Schluck Wasser.
Gut so.
Was ist los, Frederik?
Ich habe auf euch gewartet.
Ich finde...
wir m?ssen sie zur?ckgeben.
Mein Vater und meine Mutter haben sich um die Fahne gestritten.
Meine Mom hat sich in der Toilette eingeschlossen und mein Vater ist fort.
Ich wei? nicht, ob er wiederkommt.
K?nnen wir es nicht einfach sein lassen? Ich will nicht, dass sie sich trennen.
Was glaubst du, was meine Mutter denkt, wo der Hamster ist?
Lass ihn los! Hans, lass ihn bitte los!
Verdammt, was macht ihr da?
Kommt mal runter!
Okay, wer ist jetzt dran?
Deine Unschuld.
- Das geht nicht. - Ich dachte, dass man alles fordern kann.
Aber nicht das!
Warum bedeutet Sophies Unschuld mehr als mein Fahrrad?
Und Maries Haare?
- Ja, meine sch?nen Haare. - Die wachsen wieder nach!
Ich finde, sie muss es tun.
Sophie...
Stopp! Stopp!
Wenn Sophie nicht ihre Unschuld gibt,
erz?hle ich das mit dem Sarg.
Dann bringe ich dich um.
Meine Mutter wurde gerade wieder eingewiesen.
Wenn sie das erf?hrt, wei? ich nicht, was sie macht.
Alle haben bekommen, was sie wollten. Wieso nicht auch Hans?
- H?r auf, Agnes! Verdammt! - H?rt auf damit!
Ich tue es! H?rt auf! Ich tue es!
Beruhige dich, Agnes!
H?r auf.
Du musst das nicht tun.
Also, was machst du jetzt?
- Wei?t du ?berhaupt, wie man... - Ja.
Das wei? ich.
- Komm, Johan! - Warum denn ich?
Ich dachte, du willst es.
Ich komme mit rein. Und jemand muss Sophie helfen.
Das mache ich. Ich werde dir helfen.
Sophie, das ist mein Ernst.
Lass es sein!
Bitte vergib mir.
- Jetzt komm schon, Mann. - Ganz ruhig.
Du hast gesagt, du willst es.
H?r auf.
Was jetzt? Mach schon.
H?r auf. Bitte nicht.
Bitte nicht.
Au!
Du musst runterkommen und Sophie helfen.
Johan, Hans und Elise, sie sind dabei, Sophies Unschuld zu nehmen!
Du bist der Einzige, der sie stoppen kann.
Ich werde gar nichts stoppen, klar?
Es bedeutet sowieso nichts.
Sophie!
- Geht's dir gut? - Warum sollte es mir nicht gut gehen?
Du kannst mich gern fragen, wie es war.
Gut. Wie war's?
Du solltest es auch probieren.
Irgendwie k?nnen wir nicht dar?ber reden,
bevor du es nicht gemacht hast.
Was denkst du, wen soll ich w?hlen?
Bitte nicht mich!
Jesus vom Kreuz, aus der Kirche.
Verstanden?
Leg ihn hin.
Mann, ist der schwer.
Vorsichtig hinlegen.
Schei?e!
- Hi, wisst ihr, wo Elise ist? - Nein.
Agnes, hast du eine Idee, wo sie sein kann?
Was habt ihr da auf dem Fahrrad?
Wie wissen, dass ist eine schwere Zeit f?r euch alle.
Wir tun unser Bestes, um zu helfen. Wir finden Elise.
- Stimmt's? - Ja.
Ihr geht's gut.
So gut wie schon lange nicht mehr.
- Ist doch so, oder? - Ja.
Das war aber knapp, ey.
Warum hat das so lange gedauert?
Hast du den Rum dabei?
- Ja, hast du? - Raus damit, Sophie.
Genau. Das m?ssen wir feiern.
- Runter da. - Ha, seht euch den Hund an.
Das gibt's nicht! Sie pisst auf Jesus!
Cinde-pissy!
Stopp! Das geht jetzt echt ein bisschen zu weit!
Das war abgefahren.
Jo! Prost! Cheers!
Fuck Jesus!
Jetzt mach schon, Hussain!
Hau rein, Agnes!
Wir sind die Besten! Schei? auf alle anderen!
Agnes?
- Sie sagt, dass du... - Alles gut?
Geht's Sophie gut?
Aber vielleicht ist das auch egal.
Sie sagt,
wir k?nnen nicht dar?ber reden, bevor ich es nicht auch gemacht habe.
Also...
Was meinst du?
Hej.
Hej.
Setz dich doch.
Willst du mich nicht in den Arm nehmen?
Was ist los, Carl? Jetzt bist du dran mit w?hlen.
- Das ist nicht witzig! - Was soll denn das, h??
- Jetzt komm mal wieder runter! - Beruhigt euch!
Ich will Cinderellas Kopf!
Ich will Cinderellas Kopf!
Wir m?ssen den Hund t?ten.
Ja, Rose kann kein Blut sehen.
Deshalb bedeutet das wirklich etwas f?r sie.
Willst du wirklich, dass Cinderella stirbt?
Rose?
Wir haben auch alles gegeben, oder?
Das ist ein Leben! Schei?e!
Das ist kein Mensch. Wir sprechen von einem Hund. Das ist nur ein Hund!
Ein alter Hund.
Elise! Johan!
Braves M?dchen! Na, komm schon.
Hol das St?ckchen! Na los doch! Lauf!
Mach, dass du wegkommst!
Wenn du hier bleibst, stirbst du!
Du wei?t, es gibt nichts, was du deinen Eltern nicht erz?hlen kannst.
Rose, komm raus, lass uns dar?ber reden.
Es ist bestimmt nur halb so wild,
- Hallo. ? Ich kann gern mit ihr sprechen.
- W?rdest du das tun? - Ja.
Aber ich glaube, es ist besser, wenn wir alleine sind.
Was? Ja, ja, selbstverst?ndlich.
Ja, danke.
Agnes?
Bist du auch hier, um Rose zu helfen?
Deswegen bin ich hier.
Jemand muss sie rausgelassen haben.
Na komm, Cinderella.
Komm.
Du hast versprochen, dass ich es nicht machen muss.
Musst du auch nicht. Ich tue es f?r dich.
Kann ich dann gehen?
Zieh das hier ?ber.
Das l?sst sich nicht ?ndern, Agnes.
Zieh das ?ber.
Sophie!
H?r auf! Bitte h?r auf!
- Sophie hat gesagt, wenn ich... - Was hat sie gesagt?
Was hat sie gesagt?
Sie hat gesagt, wenn sie mir hilft, muss ich Johans Finger verlangen.
Was?
Wenn du Rose hilfst, soll sie daf?r Johans Finger verlangen?
Stimmt das?
Wei?t du, was er mit seinem Finger gemacht hat?
Wei?t du das? Wei?t du das?
Agnes!
Weil alles belanglos ist. Alles ist v?llig belanglos.
Nein!
Nein! Nein!
- Du bist dran! - Lasst mich los!
- Los! - Nein!
- Nein! - Es n?tzt nichts, Johan.
- Nein! - Johan!
Bitte nicht! Bitte!
- Leg deinen Finger da hin. - Ein Finger w?chst nicht nach.
Viele Dinge tun das nicht. Leg ihn da hin!
Nein! Nein!
- Jetzt hab' dich nicht so. - Nein!
- Nein! - Nein, nicht! Halt!
- Verdammt, was ist denn? - Er braucht was zum drauf bei?en.
Bitte nicht. Bitte! Bitte!
Das hier. Bei? drauf.
- Nein! - Mach schon! Mach schon!
Los jetzt!
Fest draufdr?cken!
Ganz ruhig, ganz ruhig!
Warum steht ihr verdammt noch mal da rum? Macht was!
Steht da Versicherungen?
Ja, aber das ?ndert nichts daran, dass sie nicht wei?, was sie will.
Papa? Da ist die Polizei!
- Die Polizei? - Ja.
Verdammt.
Agnes!
Das ist deine letzte Chance, uns zu erz?hlen, was zum Teufel los ist.
Ihr habt ihn ausgegraben, ja?
Wir haben f?r ihn gesungen.
Das war meine Art, mich von ihm zu verabschieden
So wie du und Mama die Beerdigung hattet.
Seid ihr v?llig verr?ckt geworden?
Verdammt, was habt ihr gemacht?
Was habt ihr euch blo? dabei gedacht?!
Ich w?sste gern, ob du das warst?
- Hast du sie dazu gebracht? - Ich wei? nicht, was du meinst.
Diesen Haufen.
Warst du das?
Welchen Haufen?
Wovon redest du?
Hey, was meinst du?
Papa, wovon redest du?
Meine Mutter sagt,
ich habe ihr Leben ruiniert.
Meine Mutter hat nicht mal gefragt, was ich gegeben hab.
Wirklich nicht?
Schei?e!
Schei?e, Schei?e, Schei?e!
Ja.
Erz?hlt das hier eine Geschichte?
Interessant.
Exhumiert. Abgeschnitten. Ausgestellt.
Jesus als gefallener Engel.
Die Stimme einer Generation, die ?bersehenen wurde.
Das hier muss ausgestellt werden.
Die ist doch verr?ckt.
- Sieh mal. Die wollen das kaufen. - Was?
Agnes!
LIEBE 8A, ICH W?RDE GERN EUREN "HAUFEN" F?R EINE AUSSTELLUNG KAUFEN.
Bist du der, der den Finger verloren hat?
- Ja - Tut es weh?
Ja.
Der "Black Sabbath"-Gitarrist hatte auch nur vier Finger und kam damit zurecht.
Ich bin neugierig zu erfahren, was euch dazu gebracht hat,
diesen "Haufen? zu bauen. Ihr nennt das doch so?
Unsere Eltern und Lehrer haben uns eigentlich nie wirklich beigebracht,
was im Leben von Bedeutung ist.
Und so haben wir versucht, es rauszufinden.
Das wirft nat?rlich die Frage auf,
handelt es sich hier um eine Gruppe verhaltensauff?lliger Jugendlicher,
oder ist das Kunst?
Das ist etwas, das uns was bedeutet.
Wir haben Kuratorin Louise Krabbelgaard gefragt, ist das Kunst?
- Das gibt's doch nicht. - Oder Provokation?
Das ist ganz klar Kunst.
Wir haben hier eine Gruppe mutiger junger Menschen.
Und ihr Werk, dieser "Haufen", hat gro?e Aufmerksamkeit in der Kunstwelt erregt.
So wie ich das sehe, repr?sentiert sich hier eine ?bersehene Generation.
DER HAUFEN DER BEDEUTUNG
Der Haufen breitet sich als Ph?nomen im ganzen Land aus.
Wir hier im Studio wollen euch da drau?en herausfordern:
Ruft uns an, wenn ihr auch mit einem Haufen beginnen wollt.
Wir sind die Besten, schei? auf alle anderen!
Wir hatten den Haufen verkauft und uns selbst
und den Rest der Welt davon ?berzeugt, dass das Ganze voller Bedeutung war.
Jetzt fehlte nur noch Pierre-Anthon.
He! Los, gib uns etwas, das f?r dich von Bedeutung ist.
Wir k?nnen es dir beweisen, wenn du runterkommst.
Na, los komm schon, Pierre.
Ihr wollt mir euren Haufen zeigen?
Ja.
- Ein Museum hat ihn gekauft. - Dann seid ihr jetzt ber?hmt?
Die haben ein Verm?gen bezahlt.
Dann k?nnt ihr mich ja jetzt zufrieden lassen.
- Du musst dir das ansehen. - Ich muss ?berhaupt nichts.
Du traust dich nicht.
Wenn das wirklich von Bedeutung w?re,
g?be es nichts, was ich lieber sehen w?rde.
Aber so ist es nicht.
Oder?
- Schei? auf ihn. - Der kann uns mal.
Wir haben ihn deinetwegen gemacht. Ist dir das klar?
Um dir zu helfen, einen Sinn zu finden.
Um dir zu beweisen, dass es etwas von Bedeutung gibt.
He, Agnes! Warte!
Sehr beeindruckend.
Johan?
Ist das dein Finger?
War das der Preis daf?r?
Ist das dein Hamster? Was hat dich das gekostet?
Das ist der Sarg von deinem Bruder, oder?
- H?r auf jetzt! - Ja, h?r auf damit!
Das sind doch deine Sandalen, Agnes.
Und das muss deine Unschuld sein, Sophie.
War es das wert?
Wieso habt ihr nicht dazu gestanden?
Wieso habt ihr es aufgegeben?
Was habt ihr behalten, nachdem ihr euch selbst verkauft habt?
Wenn euch das wirklich was bedeutet h?tte,
dann h?ttet ihr das niemals gemacht.
He, ganz ruhig.
Verdammt, was soll das?
Spinnt ihr?
Raus! Raus hier!
Weg hier!
Agnes!
Agnes! Agnes! Agnes, warte! Agnes!
Agnes! Agnes!
- Das war kein Unfall. - Nat?rlich war es das.
Agnes! Agnes!
Aber das war kein Unfall!
Glaub mir, du kannst nichts mehr tun.
Schatz. Agnes.
Ist ja gut.
Na, komm.
Es vergeht kein einziger Tag,
an dem ich nicht an Pierre-Anthon denke.
Auch wenn ich es nicht erkl?ren kann,
so wei? ich doch, dass es etwas gibt, das von Bedeutung ist.
Und mit Bedeutung sollte man nicht herumspielen.
Ist doch so.
Oder?
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