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Hast du mal eine Zigarette f�r mich?
Ist das deine letzte? - Ich hab' noch mehr.
Wie hei�t du?
Jeanne.
Franz�sisch. - Und du?
Heinrich. - Deutsch.
Die Wellen sind nicht gut heute.
Surfst du auch?
Alles in Ordnung?
Und? - Was denn?
Ob du auch surfst?
Ich muss jetzt los.
Wo kommst du her? - Ich war in der Bar.
Hast du geraucht?
Hast du die CD bekommen?
Was habt ihr gemacht?
Grenzwertberechnung und Lyrik. Heine.
Und, wie war's? - Klara hat's nicht gefallen.
Was hat ihr nicht gefallen? - Die Betonung.
Irgendwas passiert? - Jorge war wieder nicht da.
Und jetzt?
Am Mittwoch, am Leuchtturm. Er wird da sein. Ganz bestimmt.
Was hast du mit dem Geld gemacht?
In einem Schlie�fach im Bahnhof.
Wir m�ssen hier weg, Clara.
Ich glaube, Lagos ist gut. Also da ist 'ne Stadt in der N�he, drumherum Tourismus,
die typischen Aussteiger: Kiffer, Rumh�nger und Pauschal-Touristen.
Hier ist das Apartment.
Drei Zufahrtsstra�en, Tiefgarage
und gro�e Fluktuation. Das ist perfekt.
Und wann? - Am Sonntag.
Warum m�ssen wir eigentlich schon wieder umziehen?
Du fandest es doch schei�e hier?
Ihr wollt mir doch nicht erz�hlen, dass wir umziehen, nur weil ich es hier schei�e gefunden hab'!
Was ist los, Jeanne? - Was soll los sein?
Warum ist es pl�tzlich nicht mehr schei�e hier?
Ich hab' mich halt an die Schei�e gew�hnt!
Ich geh' auf mein Zimmer. - Jeanne?
Was ist denn los? - Nichts!
Hast du deine �bersetzung schon fertig? - Mach' ich noch!
Die Gezeiten? - As mar�s.
Dachfirst? - Um cume.
Albtraum? - Um pesadelo.
Brustschwimmen? - Nata��o de bru�os.
Nata��o de bru�os. Das 's' scharf!
Was ist los mit dir?
Ich geh' ein Eis essen. - Und die �bersetzung?
Hier.
North Shore oder Sunset Beach. Mal sehen.
Vorher vielleicht noch nach Malibu.
Mit den Wellen reisen.
Und du? Gehst du noch zur Schule?
Sind aber gar keine Ferien jetzt.
Ich geh' auf ein Internat.
Haben die nicht auch normale Schulferien?
Mh, das ist in England. - Wieso das denn?
Ja, auf einer deutschen Schule lernt man ja nichts mehr. Die sind total fertig.
Ich muss jetzt los. - Wieso?
Ich muss lernen.
Sollen wir uns heute Abend nicht treffen?
Mal sehen.
Okay. Um 11 an der alten Piazza.
Du bist deutsch? Das ist mein Restaurant.
Gute �bersetzung?
Gef�hlte Auberginen? Gef�llte Auberginen!
Wer war der Mann?
Ein Restaurantbesitzer. - Was wollte er von dir?
Ich hab' ihm die deutsche �bersetzung seiner Speisekarte korrigiert. - Ein Portugiese?
Was ist denn los? - Wir sind fotografiert worden.
Von wem? - Clara ist hinter ihnen her.
Touristen.
Bist du sicher? - Ja, Waliser.
Deine �bersetzung ist toll.
Nicht einfach Wort f�r Wort. Du hast eine Nachdichtung geschrieben. Ganz gro�artig.
Sie macht ja jetzt auch �bersetzungen f�r Restaurantbesitzer.
Mann, der Typ hat mich angesprochen. Gef�hlte Auberginen und so!
Ich hab' das korrigiert! - Morgen fahren wir.
Und was machen deine Eltern?
Meine Eltern ficken.
Beruflich?
Nee. Jetzt gerade.
Erz�hl doch was von dir.
Was denn?
Hast du Geschwister? Wie warst du in der Schule?
Was machst du abends? Gehst du da tanzen? Deine Lieblingsb�cher?
Wie viele CDs hast du? Und wie sieht dein Zimmer aus?
Okay, Jeanne. Schlie� die Augen und stell dir vor, da ist eine Villa in Hamburg.
An der Elbe. Sie hei�t "die Villa Stahl".
Als Kind ging mein Vater da immer vorbei.
Und als er dann reich war,
da hat er sie f�r uns gekauft.
Hier sollten wir gl�cklich werden.
Die B�den sind warm.
Fu�bodenheizung. Im ganzen Haus.
Im ersten Stock ist mein Zimmer.
Aber jetzt ist es leer.
Wenn ich aus dem Fenster schaue, da sehe ich den Pool.
Da hat sich meine Mutter umgebracht.
Hat Tabletten genommen.
Mein Vater fand sie.
Sie trieb hinten, an der Umw�lzpumpe.
Wir sind dann sofort ausgezogen.
Seitdem steht das Haus leer.
Versteck dich!
Wo warst du denn?
Du hast jemand getroffen. - Ich? Ich?
Mensch, Jeanne. Jetzt spiel doch bitte nicht dieses kleine bl�de Spie�erm�dchen!
Ja, ich? Ich, wie soll ich denn jemanden treffen? Ich kenn' ja keinen. Wie denn?
Und ihr k�nnt bitte beim n�chsten Mal eure T�r zumachen. Bei dem Geficke kann man ja nicht schlafen!
Pol�cia! Polizei! Polizei! Komm, komm, schnell, komm!
Schei�e!
Einbrecher. Alles weg. Sogar das Versteck haben sie gefunden. - Und der Schlie�fachschl�ssel?
Auch weg. Wir m�ssen sofort nach Lissabon.
Gef�hlte Auberginen, so 'n Schwachsinn!
Wir h�tten sofort abhauen m�ssen!
Jetzt links.
Vorsicht!
Wieder rechts.
Geht's wieder?
Mir ist total kalt.
Das sieht ja bescheuert aus. - Jeanne, wir haben kaum noch Geld.
Das zieh' ich auf keinen Fall an! - Die Dinger sind billig und halten warm. Das ist das Wichtigste.
Das ist total bescheuert! - Das ist nicht bescheuert! Du ziehst die Schei�e an! Verdammt noch mal!
Du gehst hier nicht auf Party!
Wir fahren nach Deutschland.
Zwei Tage, dann sind wir durch.
Das Geld wird reichen f�r Benzin und Proviant.
Wir m�ssen vorsichtig sein.
Der Wagen wird halten.
Tut mir leid, Jeanne. Mir sind die Nerven durchgegangen.
Lasst uns fahren.
Haben wir deutsches Geld?
Ein bisschen.
Kaffee w�r' nicht schlecht.
Was is' 'n das?
'n Shake.
Erdbeer? - Mhm.
Meinst du, wir erkennen ihn wieder?
Uns erkennt man ja auch wieder.
Wie viel Geld haben wir noch?
Paar Mark, 40 Dollar und 'n paar Escudos.
Wenn er heute nicht kommt, probieren wir's morgen noch mal.
Er wird schon 'n Grund haben.
Ich geh' mal auf Toilette.
Wir treffen uns am Wagen.
Und wie hei�t sie?
Fragen Sie mich das selbst!
Als gut. Wie hei�t du?
Ist das dein Wagen da drau�en?
Nein, der ist geleast.
Warum?
Ach, deswegen seid ihr hier. Kleiner Crashkurs in Betriebsf�hrung?
Man kann ihn absetzen. - Von der Steuer?
Was soll die Schei�e?
Du l�sst dir deinen Wagen vom Staat bezahlen?
Soll ich mit 'ner Ente zu meinen Klienten kommen? Ihr habt doch wohl nicht mehr alle!
Dann zeig mir noch mal, was du noch alles von ihm kriegst! - Lass mich in Ruhe!
Hans, lass das!
Ihr kotzt mich an!
Warum bist du nicht gekommen, Achim?
Ich hab' mit der ganzen Schei�e nichts mehr zu tun!
Mit was f�r 'ner Schei�e?
Ich mach' euch einen Kontakt mit Benz.
Und dann? Was kriegen wir? 10 Jahre? 15?
Was wollt ihr denn sonst machen?
Wir brauchen Geld.
Wozu denn?
Wir m�ssen weg. - Wohin denn?
In den Jemen? Wollt ihr sie beschneiden lassen?
Jeanne, lass uns bitte allein.
Entschuldigung.
Ich hei�' Jeanne. - Paulina.
Ich hab' euch kommen sehen. Ist mein Daddy unten?
Krankes Shirt!
Was ist das f�r ein St�ck?
Keine Ahnung. Hat mein Freund aufgenommen.
Kann ich's noch mal h�ren?
Klar.
Rauchst du? - Ja.
Und wo fahren wir jetzt hin?
Wir suchen uns 'n Hotel und morgen sehen wir weiter.
Ja, aber wir haben gar kein Geld mehr!
Wohin f�hrst du?
Zur Br�cke.
Mist!
Hier, Geschichtsunterricht! Den alten D�rer will keiner mehr haben.
Und was ist mit den Dollars? - 'n paar hundert.
Und wann m�ssen wir hier wieder raus?
Oh, Mama!
Wenn der Morgen d�mmert,
kommt der Vater nach Haus.
Er nimmt seine Frau und die Kinder
mit in die Freiheit hinaus.
Was ist los mit dir?
Wie 'n schei� Gangster siehst du aus.
Das ist alles?
Und die Depots aus Wuppertal?
Das sind die Depots aus Wuppertal.
Wir machen 'ne Bank. - Du spinnst!
Wir haben die Papiere. Wir brauchen blo� noch Geld und die Passage.
Nicht mit Jeanne, Hans. Niemals!
Wir fahren zu Klaus. - Klaus!
Lass uns nicht wieder damit anfangen.
Was ist das?
Das sind Kleider. Aus dem Container.
Komm, lass uns schlafen gehen.
Desinfektionsmittel.
Kein Junge wird mir mehr hinterhergucken.
Das ist gut so. Wir k�nnen keinen gebrauchen, der uns hinterherguckt.
�berangepasstheit macht auch verd�chtig.
Lasst uns gehen.
Es geht um die Moby-Dick-�bersetzung. 16 Uhr w�r' uns recht.
Du bist Jeanne? - Ja.
Ist es noch weit? - Nein.
Hast du Moby Dick schon mal gelesen? - Mhm.
In der Originalausgabe? - In Englisch?
Nein, nein, ich meine die ungek�rzte Fassung. Ohne die p�dagogischen Bearbeitungen.
Was ist das?
Meistens fehlt da diese sch�ne Beschreibung,
wie er alles zum Wasser zieht,
dass, wenn die Menschen nicht mehr weiter wissen,
gehen sie ziellos und mutlos umher ihren...
Klaus?
Wie lang ist das her? - Sehr lang.
Er ist immer noch so.
Wenn man so im Nirgendwo lebt, bleibt man stehen mit seinen Erinnerungen.
Wir waren fast durch, Klaus.
Geld, P�sse, eine Identit�t in S�o Paulo...
Erz�hl mir nichts. Ich bin ein schwacher Mensch.
Man braucht mir blo� den Wein wegzunehmen und in drei Stunden red' ich wie ein Wasserfall.
Vier Stunden, wenn ich 'n guten Tag habe.
Es muss noch 'ne Menge Geld von dem Buch �brig sein.
Wahrscheinlich.
Wahrscheinlich?
Was soll das hei�en? Willst du uns verschei�ern?
Ich hab's dir doch gesagt.
Der Verlag geh�rt mir nicht mehr.
Ich hab' noch nicht mal Prokura.
Ich bin 'n S�ufer.
Sie halten mich in ihrem Laden,
weil sich mit meinem Namen noch 'ne gewisse Legende verkn�pft.
Deswegen zahlen sie mir 7.800 DM vor Steuern. So sieht's aus.
Gib mir drei Wochen.
Wof�r?
S�o Paulo. Ich beschaff' euch das Geld.
Haltet durch!
Jeanne sieht ihm �berhaupt nicht �hnlich.
Wie viel?
1.200.
Drei Wochen. Wie soll das gehen?
Wir schaffen das schon. - Du traust ihm, was?
Ja.
Ist ja klar, warum er euch helfen will.
Was? Was hast du gesagt? - Du hast schon richtig geh�rt.
Halt bitte an.
Halt sofort an!
Ich kann nicht mehr.
Ich hab' keine Kraft mehr.
Jeanne, geh zur�ck zum Wagen. Wir fahren gleich weiter.
Ich wei�, wo wir unterkommen k�nnen.
Jeanne, gleich.
Ich wei�, wo wir unterkommen k�nnen.
Das war die 3.
Wenn jetzt die 4 ausgeht, dann gehen wir rein.
Das ist da unten links.
Die 4 wird ausgehen.
Komm schon. Komm, komm, komm!
Es ist kalt.
Komm schon, du Mistst�ck.
Pool gibt's hier auch. - Hab' ich ja gesagt.
Fu�bodenheizung!
Und?
Es ist, wie er es ihr erkl�rt hat. Scheint okay zu sein.
Ich geh' mal den Wagen verstecken.
Jeanne, komm zu mir.
Und Papa? - Der wird die erste Wache machen.
Das Haus hier ist unsere Rettung.
Jetzt wird alles gut werden.
Warum hast du geweint?
Alte Geschichten. - Ist Klaus mein Vater?
Nein.
Du hast dich richtig verliebt, nicht wahr?
Oder nur ein bisschen?
Aber auch 'n bisschen tut ganz sch�n weh.
Jeanne, hier ist die Einkaufsliste.
Hast du mal 'ne Zigarette f�r mich?
Ob du mal 'ne Zigarette f�r mich hast?
Gehst du auch in den Film?
Auf den Appellpl�tzen und rings um die Blocks
hat sich wieder das Gras angesiedelt.
Ein verlassenes Dorf, noch unheilschwanger.
Das Krematorium ist au�er Gebrauch,
die Nazimethoden sind aus der Mode.
Diese Landschaft,
die Landschaft von 9 Millionen Toten.
Wer von uns wacht hier und warnt uns,
wenn die neuen Henker kommen?
Haben sie wirklich ein anderes Gesicht als wir?
Irgendwo gibt es noch Kapos, die Gl�ck hatten,
Prominente, f�r die sich wieder Verwendung fand, Denunzianten, die unbekannt blieben,
gibt es noch alle jene, die nie daran glauben wollten,
oder nur von Zeit zu Zeit.
Und es gibt uns, die wir beim Anblick dieser Tr�mmer aufrichtig glauben,
der Rassenwahn sei f�r immer darunter begraben.
Uns, die wir tun, als sch�pften wir neue Hoffnung,
als glaubten wir wirklich, dass all das nur
einer Zeit und nur einem Lande angeh�rt.
Uns, die wir vorbeisehen an den Dingen neben uns,
und nicht h�ren, dass der Schrei nicht verstummt.
Deinen Namen m�cht' ich.
Und ich kann dir auch gleich sagen, dass ich morgen mit deinen Eltern sprechen m�chte.
Du brauchst gar nicht so zu gucken. Ich hab' wirklich die Schnauze voll!
Was hast du vorige Woche gemacht?
Ach, das wei�t du gar nicht mehr?
Aber ich wei�, was ich gemacht habe!
Chamberlains Appeasement-Trag�die von der Konferenz im Rheinhotel Dreesen bis zum M�nchener Abkommen.
Zwei Nasen hab' ich oben im Klassenzimmer gez�hlt!
Ist ja auch wahnsinnig anstrengend, vier Vertragsseiten lesen und zweieinhalb Fragen beantworten.
Aber wenn's 'n Filmchen gibt, da seid ihr pl�tzlich alle da.
Aber vielleicht kannst du ja zu dem Film mal was sagen.
War er in Farbe?
War's 'n Tonfilm?
Ich l�s' dich ab.
Du bist so komisch.
Komisch?
Verschlossen.
Liebt ihr euch wieder?
Ich hab' euch geh�rt. - Tut mir leid.
Ist billiger als euer Streit.
Ich habe es immer gehasst, meine Eltern zu h�ren.
Gibt Schlimmeres.
Bist du entt�uscht?
Nein. Wieso denn?
Deswegen hier. - Ach was!
Komm mit! - Ja, warte.
Alles gelogen? - Alles.
Die Villa Stahl? Und Malibu?
Gelogen.
Und deine Mutter? - Ich hab' gar keine Eltern.
Nie gesehen, nie gehabt.
Ich wohn' da unten, im Anne-Frank-Heim, hab' gerade die Heizungsbaulehre geschmissen.
Bin 'n McJobber, der vom Surfen tr�umt. Und Brian Wilson liebt.
So sieht's aus. - Ehm, wen liebst du?
Brian Wilson.
Sag blo�, du kennst den nicht?
Was ist eigentlich mit dir? Warum hast du dich verkleidet?
Das ist keine Verkleidung.
Verdammt, ich h�tte dich kaum erkannt!
Bist du jetzt bei den Zeugen Jehovas, oder was?
Sind da Wachtturm-Heftchen drinnen?
Ich hab' halt die Schnauze voll von der ganzen Outfit-Schei�e!
Die Supermodels, die Posen, die ganze Outfit-Kacke, das kotzt mich an!
Kotzt dich an.
Was ist eigentlich los mit dir, Jeanne?
So, das reicht jetzt. Kommen Sie rein, Heinrich.
Einen Moment, das ist meine Schwester. Ich hab' sie seit 45 Jahren nicht mehr gesehen!
Dann kommt's auf die paar Stunden ja auch nicht mehr an, oder? Na komm schon.
Wartest du?
Ich hab' in einer Stunde Pause.
Du warst lange fort. - Ich musste anstehen.
An einem Dienstagnachmittag?
Was ist los? Glaubst du mir nicht?
Wenn du drau�en rumflanierst, hast du bald die Bullen am Hals.
Ja, so, wie ich ausseh', ganz bestimmt.
Hast du jemanden getroffen?
Spinnst du?
Das ist ja wohl das Letzte!
Warum bel�gst du uns?
Ihr spioniert mir nach! Ich habt sie doch nicht mehr alle!
Du hast sie nicht mehr alle! Du hast das geklaut!
Na und? - Na und?
Irgend so ein Ladendetektiv, irgendein Wachschutzmann und alles ist vorbei!
Wer ist es? - Was soll das denn jetzt?
Na, du hast das doch geklaut, um jemandem zu gefallen!
Ich hab' das Zeug geklaut, um mir zu gefallen!
Ihr habt ja doch keine Ahnung!
Wovon haben wir keine Ahnung?
Ich habe es Hans schon gesagt.
Mit den Lumpen hier falle ich auf, nicht mit dem Zeugs da.
Damit seh' ich aus wie jeder andere auch.
Und das willst du? - Ja, das will ich.
Das kannst du ja auch. Du musst dich nur gedulden.
Das h�r' ich jetzt schon seit Jahren. Bald, bald, bald! Ich will das aber jetzt!
Verdammte Schei�e. Noch 'n paar Tage und wir haben's geschafft.
Nur ein wenig Disziplin. Ein klein wenig!
Okay, okay.
Ihr habt recht.
Hier. Mach dich sch�n.
Sieht sch�n aus.
Du wei�t, ich verbiete dir nichts, aber...
Klamotten klauen und Jungs, das mach bitte jetzt nicht.
Sonst sind wir dran. Versprichst du es?
Ja, ich verspreche es.
Tut mir leid.
Nehmen Sie mich mit?
Das geht nicht.
Sie haben mich doch angel�chelt.
Sie haben mich an jemanden erinnert.
Ich steh' hier schon vier Stunden.
Bitte.
Das geht wirklich nicht. Tut mir leid.
Polizei! Keine Bewegung!
Polizei! Auf den Boden!
Auf den Boden hab' ich gesagt!
Etwas wird dazwischen gekommen sein.
Und was bitte?
Er hat die Sachen noch nicht zusammen, irgendsowas.
Und warum ist er nicht hier und sagt uns das? - Ich wei� es nicht.
Wir werden Jeanne zu ihm schicken.
Schei�e!
Was werden sie machen mit Klaus?
Sie werden ihn bearbeiten, monatelang.
Und dann?
Dann muss er einfach nur das Maul halten, schweigen. Einfach nur schweigen.
Ja, wei�t du, wenn du schweigst in den Verh�ren,
wenn du das durchh�ltst, das macht sie verr�ckt.
Sie brauchen den Dialog, daf�r tun sie alles. Sie schreien dich an, machen Witze, verw�hnen dich.
Sie brauchen irgendeine Reaktion, irgendetwas. Und wenn sie das nicht kriegen,
dann drehen sie durch, dann implodieren sie.
Es ist die einzige Waffe, die du dann noch hast.
Ich geh' Fr�hst�ck holen.
Nein.
Aber wir haben nichts mehr zu essen.
Wir haben kein Geld mehr.
Du sollst nicht rauchen.
Woher ist das?
Der Rest von irgendeinem Einkauf. Hatte ich vergessen.
Ich hab' fr�her auch immer das Wechselgeld behalten.
F�r B�cher.
War f�r eine CD.
Manchmal hab' ich auch Lippenstift gekauft.
Wo ist Papa?
In der Stadt.
Ohne Geld?
Er schaut sich was an. - Und was?
Sp�ter.
Hier stellen wir den Wagen ab. Das ist die beste Stelle daf�r.
Die Fu�g�ngerzone ist morgens ganz leer.
Um wie viel Uhr macht die Bank auf?
Neun.
Und wie sieht's drinnen aus?
Jeanne muss da noch mal reingehen vorher.
Die Fu�g�ngerzone ist nicht gut.
Ja, ich wei�, aber es gibt noch den Hinterausgang zum Parkplatz.
Der ist auf?
Muss Jeanne �berpr�fen.
Gut.
Gehen wir schlafen?
Ich mach' die erste Wache.
Ich hab' noch mal auf dich gewartet.
Warum bist du fortgegangen?
Du kommst und gehst und sagst nie etwas.
Was ist das?
Ich dachte, das w�r' Outfit-Schei�e?
Es war ein Fehler,
ein gedanklicher.
Und du hast schon mit vielen M�dchen geschlafen? - Nein.
Vier vielleicht.
Eigentlich nur drei.
Das mit den anderen M�dchen,
das ist einfach nur so passiert.
Und du?
Warum reden wir nicht �ber dich?
Wo gehst du eigentlich immer hin?
Ja, warum verkleidest du dich?
Warum hast du immer Angst?
Warum schaust du dich immer um?
Deine Eltern sind in einer Sekte.
Dann massiert ihr euch gegenseitig und indische Kotzmusik l�uft
und alle sto�en Befreiungsschreie aus.
Aber Brian Wilson, den kennt nat�rlich keiner.
Hier, Jeanne, das ist Brian Wilson.
Das schenk' ich dir.
Hab' ich was falsch gemacht?
War's ekelhaft mit mir?
Bei euch in der Elitesekte, da wird gefickt, davon kann ich nur tr�umen, stimmt's?
Stimmt?
Ich hab' recht?
Meine Eltern haben recht gehabt.
Was haben deine Eltern damit zu tun?
Wenn du schwach bist und verwirrt,
dann musst du schweigen und den anderen reden lassen.
Das mit deinen M�dchen, das hat mich eifers�chtig und schwach gemacht.
Aber du musst dann schweigen
und den anderen reden lassen, das macht ihn wahnsinnig.
Und dann l�st er sich irgendwann in seine Bestandteile auf.
Implosion.
Das hast du von deinen Eltern?
Das ist ja pisswarm!
Willste 'ne Cola haben? - Mhm.
Ich hol' dir eine aus dem Automaten.
Das ist sch�n, der Morgen im Wald.
Wenn das Licht eine bestimmte Lux-Zahl erreicht, fangen sie an.
5.600 Lux.
Oder 6.000. Ich hab's vergessen.
Macht doch nichts. - Schei�e!
Wie alt ist er?
Wer?
Spiel jetzt nicht das bl�de Kind, Jeanne! Wer, ich, wieso?
War es das erste Mal?
Was geht dich das an?
K�mmer dich um deinen eigenen Schei�!
Du hast �berhaupt nicht verstanden, worum's geht!
Woher kennst du ihn?
Andere Kinder k�nnen wenigstens abhauen, wenn sie geschlagen werden.
Woher du ihn kennst?
Aus Portugal.
Aus Portugal?
Und zuf�llig taucht er hier auf und du denkst dir nichts dabei?
Mein Gott! Ich bin ihm doch hinterher. Ich wollt' ihn wiedersehen.
Versteh' ich nicht.
Er hat mir von der Villa erz�hlt, Mama. Der wei� doch nichts.
'n arbeitsloser Heizungsmonteur.
Du liebst ihn?
Wieso willst du das wissen?
Wenn man sich liebt, erz�hlt man sich alles. Irgendwann.
Also denk genau nach.
Kann ich vielleicht 'n Glas Wasser haben? - Das ist kein Verh�r, Jeanne. - Doch.
Wir m�ssen wissen, wo wir stehen. - Doch, das ist ein Verh�r.
Ich hab' euch gesagt, dass er nichts wei� und dass ich ihm nichts gesagt habe,
aber ihr misstraut mir und deshalb werde ich jetzt gar nichts mehr sagen.
Das geht euch alles nichts an.
Sie hat sich verliebt und wir machen sie fertig.
Wir m�ssen sie zu Katharina bringen.
Wenn wir raus sind und sich alles beruhigt hat, dann holen wir dich nach.
Ihr l�gt doch!
Jeanne, das geht nicht.
Das ist kein Leben f�r dich.
Du kannst nicht lieben und im Untergrund sein.
Und ihr? Ihr liebt euch doch auch!
Wir sind beide im Untergrund. Das ist was anderes.
Ja, aber ihr habt 'n Kind gemacht. Ihr habt mich gemacht.
Geht das?
Das h�ttet ihr nicht machen d�rfen, Mama, aber ihr habt es gemacht!
Und jetzt wollt ihr alles wieder r�ckg�ngig machen, nach 15 Jahren!
Du sollst auf eine normale Schule gehen,
du sollst mit deinen Freundinnen Kleider tauschen, Unterricht schw�nzen.
Ach, Schei�e! Nach 15 Jahren?
Das d�rft ihr nicht!
Ich werd' ihn niemals wieder sehen.
Ich will bei euch bleiben, ich werd' mit euch fahren.
Ich liebe ihn nicht mehr.
Ich will ihn nie wieder sehen.
Ich will mit euch zusammen sein.
Ich liebe ihn nicht.
Wir fahren hier weg und nehmen dann die B5,
dann auf die Autobahn und direkt nach Le Havre.
Du wirst fahren, Jeanne neben dir.
Alles in Ordnung?
Schau es dir noch mal an.
Ist alles richtig?
Und hier ist der Seitenausgang zum Parkplatz, ja?
Ja.
Und der war auf?
Morgen Nacht sind wir in Le Havre.
Und zwei Tage sp�ter auf 'm Schiff.
So eine Schiffsreise ist ganz sch�n lang.
Dann k�nnen wir mit dem Lernen wieder anfangen.
Du kannst dir einen wundersch�nen Namen aussuchen.
Du wirst in 'ne richtige Schule gehen.
Und du wirst dich wieder verlieben. Ganz bestimmt.
Ja, Mama, ganz bestimmt.
Fass mich nicht an!
Bist du mit deinen Eltern hier? - Hast du es nicht geh�rt? Du sollst abhauen!
Hau ab! - Was ist denn los?
Du ekelst mich an, das ist los!
Hau ab, verschwinde! Und fass mich nicht immer an!
Verstehst du das nicht? Ich lieb' dich nicht! Hab' dich nie geliebt!
Dich und deinen schei� Brian Wilson, deine schei� Surfertr�ume!
Hau doch ab, du bist so eklig! - Jeanne, h�r auf, Mann.
Jeanne, Jeanne, ey. Mann, geh deine Bleche abkratzen.
Du bist so...
einf�ltig und so klein,
so 'n einfacher, dummer Mensch.
Es tut mir leid. Ist halt so.
Hau ab!
Warum bist du nicht im Wagen?
Fahr nicht so schnell.
Das ist der falsche Weg!
Wir fahren zur�ck ins Haus.
Gib mir den Alkohol. Jeanne!
Mach auf!
Der Seitenausgang war geschlossen.
Er war auf, ich schw�r'.
Wie viel ist es?
Ich wei� es nicht.
Wie geht's Papa?
Er wird kein Fieber bekommen.
Wir werden morgen fr�h fahren.
Mit dem Berufsverkehr.
Wenn wir l�nger warten, dann haben sie die Waffe analysiert
und dann ist das ganze Gebiet zu.
Mama, als ich da war, da war der Seitenausgang auf.
Jeanne, ich hab' 'n Mann erschossen.
Ich liebe dich.
Meine Eltern haben mich dazu gezwungen.
Bitte, glaub mir.
Ich denk' nur an dich.
An deine K�sse, an deinen Geruch und deine Geschichten.
Ich geh' auf kein Internat in England.
Du hattest recht. Wir m�ssen uns die Wahrheit sagen.
Meine Eltern und ich,
wir sind in einer Sekte.
Und die ist superstreng. Das ist wirklich sehr schwer f�r mich.
Du l�gst doch! - Nein.
Mann, h�r auf zu l�gen!
Nein, das stimmt. - Ich glaub' dir aber nicht! Du l�gst!
Ich wei� nicht, wer ihr seid, oder was.
Aber ihr habt die Bank �berfallen.
Ich hab' doch recht.
Wer seid ihr?
Also gut, dann verschwinde!
Geh.
Wir leben im Untergrund.
Was f�r ein Untergrund?
Warum bist du noch mal zu mir gekommen?
Meine Eltern, die fahren gleich weg.
Und du?
Die warten auf mich.
Wo habt ihr euch versteckt?
In dem Haus, von dem du mir erz�hlt hast.
Und wenn du zur�ckgehst,
dann sehen wir uns niemals wieder?
Willst du bei mir bleiben?
Das w�rden sie niemals zulassen?
Willst du was trinken?
Aber wenn ich zur�ckkomme, dann bist du noch hier?
Ja, ich bleib' bei dir. - Okay.
Ich war noch mal bei ihm, Mama.
Ich wollt' bleiben bei ihm, aber...
ich konnt' nicht.
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