All language subtitles for COMPLETO Mission.Impossible.-.Dead.Reckoning.Part.One.2023.720p.WEBRip

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DIE BERINGSEE

29. FEB., 12:01 UHR ANADYR NORMALZEIT

Einsatzbericht.

U-Boot der Russischen Föderation K599 Sewastopol.

Operation: Podkowa.

Tag 74.

Das Active-Learning-Abwehrsystem, das wir testen,

funktioniert weiterhin fehlerlos.

Man könnte sogar sagen,

beispiellos.

Wir navigieren unter der Eisdecke der Arktis per Koppelnavigation,

fünf Tage von der Heimat entfernt.

Nach 25.000 Seemeilen

hat sich die Sewastopol absichtlich jeder Marine der Welt genähert

und blieb dabei völlig unentdeckt.

Podkowas Tarnkappentechnologie hat alle Erwartungen übertroffen.

Wir sind im Moment der Goldstandard

der Kriegsführung.

Die furchterregendste Tötungsmaschine,

die der Mensch je erdacht hat.

Und wir sind unmöglich zu entdecken.

Kapitän, wir haben Unterwasserkontakt, Kennung Semyon-83,

Geräuschsignatur eines U-Boots der US-Virginia-Klasse.

Peilung 1-3-0, nähert sich.

Wachleiter, Gefechtsstationen lautlos besetzen.

Wachoffizier, Schiffsstatus?

Schiffstiefe: 50 Meter. Bis Grund: 72 Meter.

Abstand zur Eisdecke: 21 Meter.

-Entfernung zum Tiefwasser? -Zwei Kilometer.

Aleutengraben in sechs Minuten.

Entfernungsbestimmung. Rudergänger, Ruder 15° Backbord.

Kurs 1-0-0 halten.

Aufsteigen, Standardkurve.

-Kapitän hat das Steuer. -Ruder bestätigt!

Kurs 1-0-0 liegt an.

Halte Kurs 1-0-0.

Waffenoffizier, Entfernung?

Feuerleitlösung zeigt Entfernung von 15.000 Metern an.

Unmöglich. Wenn die Geräuschsignatur so laut und deutlich ist?

Er muss viel näher sein.

Kapitän, die Feuerleitlösung verringerte sich abrupt auf 10.000 Meter.

Nichts bewegt sich so schnell.

Alle Daten stimmen überein. Die Entfernung stimmt.

Ruder hart Steuerbord, Kurs 2-7-0.

Kurs 2-7-0, aye.

Wir verschwinden einfach ins Tiefwasser.

Kontakt, Peilung 1-6-0.

Auswanderung von Null?

Er ist da und dreht synchron mit uns.

Er kann uns sehen.

Unmöglich. Wir sind unsichtbar.

Waffenoffizier, prüfen Sie Sonar und Feuerleitsystem. Da stimmt was nicht.

Er flutet die Torpedorohre!

Torpedoraum, Steuer. Torpedorohre laden.

Aye, verstanden.

-Rohre prüfen! -Bug frei!

-Achtern frei! Torpedo laden! -Wird geladen!

Torpedorohre geladen.

Er öffnet die Außenklappen!

Rohre eins bis vier fluten und Klappen öffnen.

Feuerleitlösung für Rohr zwei.

Aye, Kapitän. Mache alles klar für Rohr zwei.

Kapitän, er provoziert uns.

Er sucht einen Vorwand, um uns abzuschießen.

Feindtorpedo im Wasser, Peilung 2-0-0. 1.000 Meter und beschleunigt.

Ruder hart Backbord. Kavitation.

Ruder ist hart Backbord. Kavitation, aye.

-Täuschkörper auswerfen. -Werfe Täuschkörper aus.

-Rohr zwei, Feuer! -Feuere aus Rohr zwei.

Torpedo im Wasser und aktiviert.

Feindtorpedo steuert noch auf uns zu, Entfernung 800 Meter.

Er hat unsere Täuschkörper passiert.

-Ruder hart Steuerbord. -Hart Steuerbord, aye!

Sechshundert Meter.

Tauchoffizier, bereithalten zum Notausblasen aller Ballasttanks.

Vierhundert Meter.

Wachleiter, Kollisionsalarm auslösen.

Zweihundert Meter.

Hier spricht der Kapitän. Einschlag in Kürze.

Einschlag von Feindtorpedo in

fünf, vier,

drei, zwei,

eins.

Einschlag!

-Was war das eben? -Er ist weg.

-Hat er uns verfehlt? -Nein.

Er verschwand, als wäre er nie dagewesen.

Sonar, wo ist das feindliche Boot?

Peilung 3-3-0, 4.000 Meter Steuerbord vor unserem Bug.

Unser Torpedo hält Kurs.

Einschlag in feindliches U-Boot in

drei, zwei, eins.

Wo blieb der Einschlag?

Kapitän, feindliches U-Boot ist verschwunden.

Es ist weg.

Das verstehe ich nicht.

Es war niemals da.

Wir haben ein Phantom gejagt.

Es war sehr wohl da. Die Instrumente lügen nicht.

Heute haben sie uns belogen.

-Waffenoffizier, Torpedo deaktivieren. -Aye, Kapitän.

Deaktiviere Torpedo.

Gefechtsbereitschaft aufheben.

Deshalb machen wir Tests auf See.

Das System hat einen Fehler.

Einen Geist in der Maschine.

-Zeit, nach Hause zu fahren. -Kapitän!

Unser Torpedo reagiert nicht. Er kommt direkt auf uns zu!

Unser Torpedo hat uns erfasst. Entfernung, 400 Meter!

Torpedo über Drahtsteuerung deaktivieren!

Unser Torpedo nähert sich weiter, Entfernung 200 Meter!

Hauptballasttanks ausblasen! Kollisionsalarm auslös…

Essenslieferung.

Hallo?

Kennung.

Ruhig.

Ruhig.

Kennung.

India-Zulu-zwo-fünf-vier.

Bravo-Echo-eins-eins.

Nein, noch nicht.

Sie müssen mir noch die Sicherheitsfrage stellen.

Ach ja. Pardon.

Wie lautet der Eid?

Wir leben und sterben im Schatten

für jene, die uns nahe sind,

und jene, denen wir nie begegnen.

Stellen Sie sie auf den Tisch.

Hey.

Willkommen beim IMF.

Sie trafen die richtige Wahl.

Sir.

Guten Abend, Mr. Hunt.

Es ist lange her.

Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen,

und wir können der Vergangenheit nicht entkommen.

Vor 30 Jahren stellte man Sie vor die Wahl.

Dem IMF beitreten oder Ihr Leben im Gefängnis verbringen.

Dank Ihrer einzigartigen Talente vergab Ihnen Ihre Regierung.

Aber wir werden niemals vergessen.

So wenig wie Sie je den Tod vergessen werden,

der Sie vor all diesen Jahren zu uns führte.

Dies soll Sie an Ihren Eid und Ihre Loyalität uns gegenüber erinnern.

Bei dieser Mission steht mehr als je zuvor auf dem Spiel.

Ihre üblichen Eigenmächtigkeiten werden wir diesmal nicht dulden.

Sollten Sie die Mission annehmen, ist es unabdingbar, dass Sie zuhören.

Ihre Regierung ist auf der Suche nach einem Schlüssel.

Sein Zweck, seine ungeheure Bedeutung für uns,

muss Sie nicht kümmern.

Kümmern sollte Sie jedoch die Verwicklung Ihrer Freundin Ilsa Faust.

GESUCHT 50.000.000 $

Sie tötete einen Kurier in Istanbul.

Und wir glauben, er hatte eine Hälfte des Schlüssels bei sich, den wir suchen.

Warum sie sich in diese Sache eingemischt hat, ist ein Rätsel,

genau wie ihr Aufenthaltsort.

Sicher ist jedoch, dass Ihre Regierung ein Kopfgeld auf sie aussetzte

und dass Kopfgeldjäger unterwegs sind, um es sich zu verdienen.

Die bringen Flüchtige niemals lebend zurück.

Und selten in einem Stück.

Wir vermuten, sie suchen im Leeren Viertel der Arabischen Wüste nach Ihrer Freundin.

Finden Sie die Kopfgeldjäger, und Sie finden vielleicht auch sie.

Ihre Mission, für den Fall, dass Sie sie annehmen,

ist es, den Schlüssel zu beschaffen und uns zu übergeben.

Was danach mit Ilsa passiert, liegt bei Ihnen.

Wie immer gilt: Wird ein Mitglied Ihres Teams gefasst oder getötet,

wird der Außenminister jegliche Kenntnis über Ihre Aktionen bestreiten.

Diese Nachricht wird sich in fünf Sekunden selbst zerstören.

Viel Glück, Ethan.

DIE ARABISCHE WÜSTE IRGENDWO NAHE DER GRENZE ZUM JEMEN

Komm.

Ethan.

Womit haben wir es hier zu tun?

Die "Entität" hat viele Persönlichkeiten, sie verhält sich wie ein Computervirus…

GEHEIMDIENST-BRIEFING WASHINGTON D.C.

…dann wie ein Wurm oder ein Botnet.

Sie verzerrt alle digitalen Informationen, mit denen sie in Kontakt gerät.

Dann ist nichts mehr,

was digital aufgezeichnet, gespeichert oder übertragen wurde, vertrauenswürdig.

Anfangs betraf es vor allem Nachrichten und Social Media,

was uns kaum störte, da es oft unseren Zwecken diente.

Bis vor sechs Monaten,

als die Entität den Nachrichtendienst Saudi-Arabiens infiltrierte.

Und dessen streng geheime Active-Learning-KI assimilierte,

ehe sie in der Cloud verschwand.

Über Nacht wuchsen die Angriffe dann ins Zehntausendfache

und verbreiteten sich exponentiell.

Was darauf schließen lässt, dass die Entität seither

empfindungsfähig ist.

Wollen Sie sagen, das Ding habe seinen eigenen Kopf?

Allein in den letzten drei Wochen

griff die Entität unsere Satelliten-Kommunikation, die Notenbank,

die Börse und das nationale Stromnetz an.

Die Luftfahrtbehörde, die NASA und alle Teile unserer Streitkräfte.

Und nicht nur bei uns. Sie infiltrierte die Weltbank und Europas Zentralbanken.

Sie griff auf wichtige Verteidigungs-, Finanz- und Infrastruktursysteme

in Russland, Indien, Israel, Australasien und Europa zu.

Und was genau machte sie mit all diesen Systemen?

Nichts.

Nichts?

Sie kam und sie ging

und hinterließ Spuren, wo man sie leicht finden konnte,

und deren Botschaft eindeutig ist.

"Ich komme wieder."

Was immer ihr eigentliches Ziel ist, wir können sie nicht aufhalten.

Die gesamte Wucht ihrer Energie richtet sich nun auf ein einziges Ziel:

die weltweiten Nachrichtendienste.

Die Wahrheit, wie wir sie kennen.

Die gesamte Geheimdienst-Community versucht verzweifelt Hardcopys

verifizierter Wissensdatenbanken zu archivieren,

bevor unsere geheimsten Datenzentren infiltriert und korrumpiert werden.

Was nur eine Frage der Zeit ist.

Die Entität wird genau wissen,

wie sie unsere Stärken unterminiert und unsere Schwächen ausnutzt.

Wie sie unsere Verbündeten zu Feinden und unsere Feinde zu Angreifern macht.

Warum schützen wir unsere Server nicht mit Air-Gapping?

Schneiden sie ganz von der Außenwelt ab?

Längst geschehen.

Aber Server benötigen Menschen, die sie warten.

Die sind das schwächste Glied jeder Sicherheitskette,

vor allem bei einem gottlosen, staatenlosen und amoralischen Feind.

Einem, der geduldig lauschte, las und beobachtete.

Unsere persönlichsten Geheimnisse seit Jahren auskundschaftet.

Der täuschen, erpressen, bestechen und sich verwandeln kann, in wen er will.

Und uns beliebig manipulieren kann, weil wir völlig abhängig sind

von einer sorgfältig konstruierten digitalen Realität.

Ein Feind, der überall

und nirgends ist

und ungreifbar bleibt.

Okay, Sie wollen mir also sagen,

dass selbst der schlagkräftigste und beste taktische Apparat der Welt

dieses Ding nicht eliminieren kann.

Wir sollten es nicht eliminieren, Sir.

Wir sollten es kontrollieren.

Und wie stellen wir das an, Mr. Kittridge?

Die CIA-Agents im Kreml sagen,

die Russen konzentrieren ihre Geheimdienstaktivitäten vor allem

auf die Beschaffung zweier Hälften eines kreuzförmigen Schlüssels.

-Was entsperrt der? -Da sind wir nicht ganz sicher.

Aber die Russen scheinen zu glauben,

dass er die mysteriöse Entität deaktivieren kann.

Im Idealfall

hoffen Sie jedoch, sie kontrollieren und nutzen zu können.

Glauben Sie das auch, Kittridge?

Was zählt, ist, dass der Rest der Welt es glaubt.

Japan, Indien, Deutschland und die Briten glauben es.

Und doch hat niemand, nicht mal unsere engsten Verbündeten,

von sich aus auch nur ein Wort gesagt.

Was vermuten lässt, dass ein globaler Wettlauf

um die beiden Schlüsselhälften entbrannt ist.

Jede Nation kämpft für sich, nicht um das Ding zu eliminieren, Sir,

sondern um es als Waffe zu nutzen.

Und damit eine neue, unangreifbare Form

weltweiter Dominanz zu errichten.

-Wie finden wir den Schlüssel als Erste? -Nun, wir wissen von einem Käufer,

der in den nächsten 72 Stunden im Nahen Osten unterwegs ist.

Wir vermuten, eine Hälfte des Schlüssels hat er bereits.

Sie vermuten.

Wir wissen nicht, ob es eine Fälschung ist.

Wie wollen Sie das verifizieren?

Validieren lässt sich die Echtheit der Schlüsselhälfte nur

mit der zweiten echten Hälfte, ihrem Pendant sozusagen.

-Wir halten das für eine Absicherung. -Wie finden wir dieses Pendant?

Wir glauben, die andere echte Schlüsselhälfte

war in den Händen dieser Frau.

Wer ist sie?

Ilsa Faust.

Ehemals britischer Geheimdienst.

-Wo ist sie jetzt? -Sie ist tot, Sir.

Sie wurde, verzeihen Sie,

von Söldnern getötet, die auf ein Kopfgeld aus waren.

-Und wer setzte das aus? -In ihrem Metier kommt da jeder infrage.

Also könnte jeder die zweite Schlüsselhälfte haben?

Nicht direkt jeder.

Ich setzte einen Mann auf sie an.

Den Einzigen, dem sie ihre Schlüsselhälfte anvertraut hätte.

Und hat er sie, Kittridge?

Nun, das weiß ich noch nicht, Sir. Er weigert sich, sich zu melden.

Weigert sich?

Wer ist der Kerl?

Das ist geheim.

Ich bin der verdammte Director der National Intelligence.

Was genau darf ich nicht wissen?

Das IMF.

-Mr. Kittridge. -Die Weltbank.

Das ist der International Monetary Fund.

-Mr. Kittridge. -Nein, das andere IMF. Unser IMF.

Und wofür steht das?

Impossible Mission Force.

-Das ist nicht Ihr Ernst. -Ich fürchte doch.

Und was genau machen die?

Wie der Name schon sagt. Was der Rest von uns nicht kann.

Wer befehligt sie?

Sie erhalten keine Befehle im üblichen Sinn. Wir hinterlassen eher…

…eine Nachricht.

Eine Nachricht.

Mr. Kittridge, Sir.

Das IMF operiert eigenständig und untersteht direkt dem Präsidenten.

Damit ich das recht verstehe:

Bei einer Mission, die Sie nicht hinkriegen,

hinterlassen Sie einem Namenlosen eine Nachricht

und hoffen, er erledigt den Job.

So in etwa?

Für den Fall, dass er ihn annimmt.

Welche Truppe kann sich aussuchen, ob sie einen Befehl annimmt?

Das IMF wurde eigens gegründet, um unerwünschte Folgen auszuschließen.

Wer das gewünschte Ergebnis nicht garantieren kann,

darf die Mission ablehnen.

Ich verstehe.

Sie sind verärgert.

Ich bin nicht verärgert, Kittridge.

Sie wollten, dass ich zuhöre.

Ich höre.

Also gut. Ich setzte den Preis auf Ilsas Kopf aus.

Ich sagte aber auch, wie Sie sie finden!

Sie sollte den Schlüssel nicht stehlen, Sie tat das von sich aus.

Aber das ist das Muster, nicht?

Sie retten sie aus Schweirigkeiten, sie handelt sich immer wieder neue ein.

Warte! Ilsa.

Ilsa, warte! Ich bin's!

Ich bin's.

Alles okay.

Hör zu! Du bist tot! Und bleibst tot!

Ethan, warte!

Ich entschuldige mich nicht, Hunt. Es ist mein Job, Sie auszunutzen.

Genau wie es Ihrer ist, nützlich zu sein. Haben Sie Ihre Mission erfüllt oder nicht?

Wo immer die zweite Hälfte hiervon ist,

was immer der ganze Schlüssel entsperrt,

ich finde es.

Und was dann?

Niemand darf die Kontrolle über die Entität haben.

Ich plane, sie zu zerstören.

Ethan,

der nächste Weltkrieg wird kein kalter sein.

Es wird ein offener, ein ballistischer Krieg

um ein rasant schrumpfendes Ökosystem.

Ein Krieg um den Rest unserer schwindenden Reserven,

um Trinkwasser und Luft zum Atmen.

Wer die Entität kontrolliert, kontrolliert die Wahrheit.

Das Konzept von Recht und Unrecht

kann für Jahrhunderte für jeden eindeutig definiert werden.

Hören Sie sich überhaupt zu?

Die Tage, an denen Sie für das sogenannte Wohl der Menschheit kämpften,

sind vorbei.

Sie müssen sich für eine Seite entscheiden.

Ich stehe auf derselben Seite wie immer.

Kommen Sie mir nicht in die Quere.

Das kann ich nicht tun.

Wir werden Sie jagen. Die ganze Welt wird Sie jagen.

Auf die ein oder andere Art kommt Ihre Mission

Sie teuer zu stehen.

Wenn ich nicht rangehe, bekommen wir sehr bald Besuch.

Hallo?

Director Denlinger, bitte.

Der Director ist nicht erreichbar. Wie kann ich Ihnen helfen?

-Mit wem spreche ich? -CIA-Director Eugene Kittridge.

-Kennung? -"Bassnote", kleingeschrieben, ein Wort.

-Sir, wir haben ein Problem. -Was Sie nicht sagen.

Vor zehn Minuten fand man Ihren Adjutanten bewusstlos zu Hause.

Offenbar betäubt.

Ich verstehe.

Das glaube ich nicht, Sir.

Laut Security betrat er dieses Gebäude vor 15 Minuten.

Verstehe, danke.

Können Sie frei sprechen?

-Nein, danke. -Ein Security-Team ist unterwegs.

Sind Sie in Gefahr, legen Sie auf, bevor ich bis fünf zähle. Eins, zwei…

Und wie genau wollen Sie hier herauskommen?

Natürlich.

TEIL EINS

LUFTWAFFENBASIS AL DHAFRA VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Alle herhören.

Ein US-Agent, der einen Groll gegen sein Land hegt,

wird vermisst und reagiert nicht mehr.

Seine Absichten bedrohen unsere nationalen Interessen,

und er muss um jeden Preis neutralisiert werden.

Alles in seinem Besitz ist von kritischer Bedeutung

und muss intakt sichergestellt werden.

Der Mann selbst ist entbehrlich. Er darf nicht unterschätzt werden.

Ein Meister der Infiltration, Täuschung, Sabotage und psychischen Kriegsführung.

Im Grunde genommen, Ladys und Gentlemen,

eine gedankenlesende, sich verwandelnde Inkarnation des Chaos.

Also, zu Ihrer Sicherheit, und der von allen in Ihrer Umgebung,

betrachten Sie ihn erst als ausgeschaltet,

wenn Sie ihm einen Holzpfahl ins offene Herz rammen konnten.

Dies ist keine Übung.

Ein sich seiner selbst bewusster, selbstlernender,

wahrheitsfressender digitaler Parasit

befiel den gesamten Cyberspace.

Tja, irgendwann musste es so kommen.

Und die beiden Schlüsselhälften

könnten vielleicht das Mittel sein, um diese Entität zu kontrollieren.

Sprich, jede Regierung der Welt würde uns für diesen Schlüssel töten.

Einschließlich unserer.

Genau.

Womit wir auf ungenehmigter Mission sind, die schon schiefläuft, ehe sie beginnt.

Und auch dieses Gespräch ist eigentlich schon ein Akt des Verrats.

Oder wie wir immer sagen, ein ganz normaler Montag.

Also, wie geht's weiter?

Ein Käufer auf Flug 746 aus Amsterdam hat hier 30 Minuten Aufenthalt

und will in dieser Zeit die Schlüsselhälfte kaufen.

Da ist es nur logisch, dass der Käufer bereits

die andere Schlüsselhälfte bei sich trägt.

Nur mit der können wir unsere Hälfte authentifizieren.

Und wie erkennen wir den Käufer?

Dieser Geigerzähler

erkennt die radiologische Signatur des Dracheneis im Schlüssel des Käufers.

Das Augmented-Reality-Overlay in dieser Brille wird uns zu ihm führen.

Das ist sehr clever.

Okay, du identifizierst den Käufer, beklaust ihn, und fertig ist die Laube.

-Nein. -Nein. Natürlich nicht.

Der Schlüssel ist wertlos, ohne zu wissen, was er entsperrt.

Also verkaufst du dem Käufer unsere Schlüsselhälfte,

während wir seinen Anschlussflug herausfinden

und dir einen Sitz in diesem Flieger buchen.

Dann kannst du dem Schlüssel überallhin folgen.

Und hoffst, er landet bei jemandem, der weiß, was er entsperrt.

Ganz genau.

Den vollständigen Schlüssel zu finden,

ist nur der Anfang.

Das Schicksal der Welt hängt davon ab, herauszufinden, was immer er entsperrt.

Diesen Kerl, kennst du den?

Nicht persönlich.

Aber es ist etwas Persönliches.

-Hey, was ist das? -Was?

Sicherheitsalarm. Verdächtige Tasche, geht nach Venedig.

Nein, schon weg. War wohl falscher Alarm.

Overwatch, Snap Shot. Wo ist er?

Snap Shot, Overwatch. Habe ihn.

Terminal B, Gate 15, geht nach Süden.

-Bin ich wohl. -Bist du nicht.

Ethan, wärst du so nett, unserem Freund, dem Netranger, zu erklären,

dass ich genauso gut programmieren kann wie er?

Kein Kommentar.

Was, denkst du, dass Phineas Phreak hier im Alleingang die Entität eliminiert,

während ich nur seinen Lötkolben halte?

-Vermutlich. -Definitiv.

Aus dem Weg!

Sagt mir, wo er ist.

-Wo ist er? -Blauer Anzug. Direkt vor Ihnen.

-Das ist er nicht. -Er ist es.

-Ich sage Ihnen, er ist es nicht. -Und ich sage Ihnen,

die Gesichtserkennung hat eine vollständige…

Wie hast du das gemacht?

Niemand ist sicher vor Phineas Phreak.

-Ich habe ihn! -Wo ist er?

Terminal E, Gate 5.

Verdammt, das ist auf der anderen Seite des Flughafens.

Ethan, sie gehen zu Terminal E. Diese Flughafenseite gehört dir.

-Danke, Luther. Ich sehe den Käufer. -Habe ihn.

Der Käufer ist Otto von Bork. Schweizer Staatsangehöriger.

Anschlussflug nach Venedig, Abflug in 30 Minuten, Flug 1031.

Benji, buch mir diesen Flug.

Ja, Flug 1031 nach Venedig. Warte kurz.

Ethan, was war das eben?

-Er wurde angerempelt. -Was heißt, angerempelt?

Die Frau nahm seine Tasche. Markiere sie. Sag mir, wer sie ist.

1031 VENEDIG

Luther, Funk stummschalten.

-Was ist? -Die Tasche sollte zu Flug 1031.

Welche Tasche?

Der Sicherheitsalarm vor ein paar Minuten.

-Und was ist damit? -Sie sollte zu Flug 1031.

Nach Venedig. Der Flieger des Käufers. Ethans Flieger.

Luther, hörst du mich? Wer ist sie?

Wenn es nun kein falscher Alarm war?

Und jemand eine Bombe in den Flieger schmuggelt?

Oder die Entität lässt uns das glauben, damit Ethan nicht mitfliegt?

-Luther, was ist? -Sollen wir ihn warnen?

-Nein. -Leute, hört ihr mich?

Finde diese Tasche. Ich weise dich an. Los.

Luther, sag schon, stimmt was nicht?

Kein Grund zur Sorge. Alles unter Kontrolle.

Ich habe sie.

Info zu der Frau kommt… jetzt.

Juwelendiebstahl - BETRUG Erpressung - Raub

Wer sie auch ist, sie ist keine Spionin.

Sie ist eine Diebin.

Wo muss ich hin, Luther?

Benji, gleich links von dir ist eine Tür.

Ich entriegle sie jetzt.

GESICHERTER BEREICH

Die Tasche, die du suchst, ist in Wanne 01833,

fährt zur nordwestlichen Ecke der Anlage.

Verstanden!

Hi.

Hallo.

Ich verstehe.

Sie dachten, ich wäre jemand anderes.

Kein Interesse.

Geben Sie mir eine Chance.

Ich schreie gleich.

Nur zu.

Was wollen Sie?

Diesen Schlüssel.

Den Sie dem Mann aus der Tasche klauten.

Er ist wertlos ohne diesen Schlüssel.

Aber zusammen sind sie vier Millionen in Kryptowährung wert,

die der Mann auf einem USB-Stick dabei hatte.

Davon weiß ich nichts.

Warum war der Stick dann in Ihrer Tasche?

Wer sind Sie?

Haben Sie einen Partner?

Niemals. Ich arbeite nur solo.

Jetzt haben Sie einen.

Der Mann, dem Sie das stahlen,

muss eine Transaktion durchführen und den Flughafen mit beiden verlassen,

ohne vom Diebstahl zu erfahren, und ehe er an Bord geht, in…

-Sieben Minuten. -…sieben Minuten.

Wir wissen beide, wie gut Sie im Nehmen sind.

Mal sehen, wie gut Sie im Geben sind.

Sie erwarten, dass ich ihn zurückgebe.

Da bin ich mir sicher.

Sie sind eine Diebin. Sie wollen Geld. Das kann ich Ihnen geben.

Ihre Wahl. Machen Sie mit oder nicht?

Also gut.

Wie gehen wir vor?

Ich hoffe sehr, du weißt, was du tust.

Nach Ihnen.

Das brauche ich nicht.

Ich rauche nicht.

Behalten Sie es. Als kleines Andenken an mich.

Ethan, die Legierung des Schlüssels, den sie dem Käufer stahl, passt nicht.

-Er ist gefälscht. -Ich hatte nichts anderes erwartet.

Das ändert nichts am Plan. Der Käufer muss mit beiden Schlüsseln abfliegen.

Sprich mit mir, Luther! Wo muss ich hin?

Benji, lauf die Treppe vor dir runter, da müsste die Tasche stehen.

Okay. Bin schon da.

Das ist er.

Direkt vor Ihnen.

Okay, okay. Hey, sorry. Ich habe Sie verwechselt.

Hunt verarscht uns.

Leute! Zwei-Mann-Teams, verteilt euch.

Ethan, unsere amerikanischen Freunde riechen Lunte.

Sie teilen sich auf und filzen den Flughafen.

Sei auf der Hut.

-Und, wie darf ich Sie nennen? -Wie wär's mit Grace? Und ich Sie?

Hören Sie zu, Grace. Nicht nur wir sind interessiert.

-Sage ich, Sie sollen rennen, rennen Sie. -Rennen? Allmählich wird es aufregend.

-Benji, hast du diese Tasche? -Ich habe sie!

Da ist eine zylindrische Vorrichtung drin. Ich hol sie raus.

Wie steht's, Luther?

Ethan, der Käufer ist im Wartebereich über dir.

Oben an der Rolltreppe.

Alle Einheiten laufen in deine Richtung.

Bei dir wimmelt's gleich von Agenten.

Was es auch ist, ich hab's aktiviert.

Sieht aus, als hätten wir fünf Minuten.

-Und es scheint nuklear zu sein. -Wie groß?

Groß genug, um jeden im Flughafen zu betreffen.

-Kannst du sie entschärfen? -Nicht ohne Werkzeuge!

-Dann such welche. -Wo finde ich jetzt…

Rennen wir jetzt?

Noch nicht.

Benji, wie läuft's mit der Bombe?

Komm schon.

Geschafft!

Es ist ein Chiffrierzylinder. Mit acht Scheiben.

Offenbar 14 Buchstaben pro Scheibe.

Macht 1,5 Milliarden potenzielle Kombinationen.

Plus, minus.

-Mein Gott. -Was ist jetzt wieder?

Die Scheiben… Sie bilden eine Nachricht.

-U.R. DUNN. -Von wegen. Noch sind wir nicht erledigt.

Nein, Luther, nicht D-O-N-E.

D-U-N-N.

Das ist mein Nachname.

Das Ding weiß, wer ich bin.

Warte. Da kommt eine Nachricht aufs Display.

"Ich spreche ohne Mund, ich fliege durch die Luft ohne Flügel. Was bin ich?"

Bin überfragt. Was?

Es ist ein Rätsel. Ich vermute, das Ding ist sprachgesteuert.

Ich soll antworten.

"Ich fliege durch die Luft…"

Ein Echo! Das ist es! Das ist es!

Okay, neue Nachricht. "Fürchtest du den Tod?"

-Was für ein Rätsel ist das denn? -Gar keins.

Es ist ein psychometrischer Test.

Je mehr Fragen du beantwortest, desto mehr weiß es über dich.

"Fürchtest du den Tod?" Nein!

-Hat es geklappt? -Ich habe gelogen. Das weiß es.

Sag halt die Wahrheit. Na los.

"Fürchtest du den Tod?" Ja! Wer nicht?

Okay. "Was nähert sich ständig, kommt aber niemals an?"

Warte, das weiß ich.

Die Uhr tickt, Luther.

Rätsel sind nicht mein Ding, Benji. Was soll ich sagen?

Die Zeit läuft uns weg!

Da ist er.

Das ist zu einfach.

Entschuldige die Störung, Ethan.

Weißt du zufällig, was sich ständig nähert,

aber niemals ankommt?

Was sich ständig nähert, aber niemals ankommt?

Morgen.

Was?

Es nähert sich ständig, kommt aber niemals an. Das Morgen.

-Es ist das Morgen. -Morgen.

Morgen!

Ja! Okay, nächste Frage.

Her mit der Ware.

-Ich beobachte Sie. -Trauen Sie mir nicht?

Luther, was ist da los?

Kein Grund zur Sorge. Alles unter Kontrolle.

Okay, nächste Frage: "Wer oder was ist das Wichtigste für dich?"

Sag schon.

-Aber wenn ich… -Du hast keine Wahl. Sag es.

Meine Freunde.

Mistding.

-Ist er… -Ja, ist er.

Geben Sie mir Geld und Schlüssel.

Okay. "Was wird größer, je mehr man wegnimmt?"

-Ein Loch. -Ein Loch. Genial!

Keine Fragen mehr, aber eine Scheibe ist übrig.

Wie soll ich antworten, wenn keine Fragen kommen?

Das muss dein letzter Test sein.

Noch 45 Sekunden!

-Was passiert jetzt? -Ich überlege. Nicht weggehen.

Luther, ich sitze fest. Ich muss raus. Wo soll ich hin?

Wir haben ein größeres Problem, Ethan.

-Gut möglich, dass keiner hier rauskommt. -Was?

In der Gepäckabfertigung ist eine Bombe. Eine Atombombe.

Die Fragen, die ich stellte, gehören zum Entschärfungscode.

Stopp!

Wieso hast du mir nichts gesagt?

Du hattest viel zu tun. Wir wollten nicht stören.

Hör zu. Bei einer Atombombe musst du mich sofort stören.

-Wie viel Zeit noch? -20 Sekunden.

20 Sekunden?

Ein Rätsel ist übrig, ich bin dran. 15 Sekunden!

Langsam. Welches Rätsel?

Bis ich das erklärt habe, sind wir tot!

Mach, Benji.

Warum passiert das immer uns?

Zehn Sekunden. Neun, acht,

sieben, sechs, fünf…

VIEL GLÜCK

Mein Gott.

Was ist?

-Er ist leer. -Was heißt, leer?

Es ist nichts drin.

Sie hat den Schlüssel.

-Welchen Schlüssel? -Unseren. Den echten.

-Was? -Luther, finde sie.

Ich habe sie. Sie will zu Terminal E.

-Nein, unmöglich. -Was ist?

Luther, Benji. Abbruch. Raus hier!

-Wo treffen wir uns? -Gar nicht!

Diese Mission ist beendet. Verschwindet sofort.

Hunt! Sofort stehen bleiben!

Siehst du ihn? Wo ist er?

Verzeihung!

Pardon!

ROM

-Weg! -Weg da, weg!

Er muss hier irgendwo sein.

Verdammt noch mal.

Wir haben hier Kurzwellenempfang,

magnetische Tonaufzeichnung, Kathodenstrahlmonitore.

Keine Einsen und Nullen mehr.

Ein völlig analoger Safe Room, offline

und abgeschirmt von der digital basierten Entität.

Woher kommt dieses Signal?

CORONA-Spionagesatellit aus dem Kalten Krieg.

Hatte keine Ahnung, dass wir die noch verwenden.

Ja, tun wir auch nicht.

Die bekam vor 20 Jahren der Nationale Wetterdienst.

Nur der hier funktioniert noch.

Und hilft uns das, Ihren namenlosen IMF-Mann zu finden?

Dabei kann uns nichts helfen, Sir.

Aber wir konnten damit diese Frau verfolgen.

Sie traf am Flughafen von Abu Dhabi unseren Mann.

Wer ist sie?

Wo ist sie jetzt?

Sie sind hier, weil die italienische Polizei einen anonymen Hinweis erhielt,

wonach eine Frau Ihrer Beschreibung

mit dem Nachmittagsflug aus Abu Dhabi einträfe.

Diese Frau besaß mehrere Pässe.

Diese hier wird wegen Betrugs in St. Petersburg gesucht.

Juwelendiebstahl in Antwerpen. Kunstraub in Monaco.

Bestechung in Mailand. Erpressung in Mumbai.

Und hier mein Favorit: Widerstand gegen die Staatsgewalt in Rio.

Was mich zu der Frage führt:

Welche dieser Frauen sind Sie?

Die habe ich nie im Leben gesehen.

Sie waren in Ihrer Handtasche.

Und auf jedem ist Ihr Foto.

-Darf ich mal sehen? -Bitte.

Ja, verblüffende Ähnlichkeit,

aber das bin nicht ich.

Ich sage Ihnen doch,

ich bin eine Lehrerin aus Brighton auf einem Sabbatical.

Worin Sie auch verwickelt sind,

Sie machten sich dabei offenbar sehr mächtige Feinde.

Okay.

-Ihr Anwalt ist da. -Mein Anwalt?

Magistrat Spezzi.

Verzeihung, wer sind Sie?

Interpol.

Ich komme wegen der Verhaftung dieser Frau aus Abu Dhabi.

Ich muss die Gegenstände prüfen, die sie bei sich hatte.

Könnten Sie sich bitte ausweisen?

Wo ist der Rest?

Ich versichere Ihnen, das ist alles.

-Wie war Ihr Name? -Sie trug einen Schlüssel bei sich.

Da war kein Schlüssel.

Er war eher ungewöhnlich.

Man hätte ihn für einen Anhänger halten können.

Einen, den man gern an eine Kette hängen würde,

um Amelias Hals.

Amelia?

Ihre Frau.

Die Mutter Ihrer reizenden Tochter Serena.

-Sie sind nicht von Interpol. -Doch, wenn ich es will.

Ich kann alles sein, und ich weiß alles.

Etwa, dass Sie nicht zum ersten Mal Hehlerware unterschlagen.

Ein Cartier-Armband.

Man sprach Sie vom Verdacht frei,

aber Ihre Geliebte, Valeria, bekam es.

Am 21. August. Ihrem 29. Geburtstag.

Wer sind Sie?

Ich muss Sie durchsuchen, nur zur Sicherheit.

Ihre Sekretärin weilt nicht mehr unter uns.

Danke, meine Herren.

Bitte.

Sie können draußen warten. Danke.

Sie.

Sie waren das.

Ich rief die Polizei an. Erwähnte aber Ihre bewegte Vergangenheit nicht.

Das geht auf Sie.

Sie steckten einem anderen Fluggast vor der Festnahme den Schlüssel zu.

Sie tauschten Kontaktdaten aus, um ihn später zu treffen.

Und jetzt läuft er herum, ohne zu ahnen, dass er den Schlüssel für Sie hütet.

Ein argloser Kurier. Der perfekte Komplize.

Vermutlich ein Mann… mittleren Alters?

Der sein Leben lang darauf wartete, dass eine Frau wie Sie ihn bemerkt.

Eine Waise.

Hochintelligent. Von Natur aus einfallsreich.

In Armut aufgewachsen, ersehnten Sie immer die schönen Dinge.

Dinge anderer Leute.

Jemand bemerkte Ihr Potenzial, half Ihnen, Ihre Fähigkeiten zu verfeinern.

Die Ihnen das ersehnte Leben verschaffen sollten.

Maßgeschneiderte Kleidung, feines Essen, Luxushotels.

Mit denen Sie der Polizei stets entwischen konnten.

Bis heute.

Sie können einer Frau ihr unehrliches Leben nicht verübeln.

Sie hatten keine Ahnung, was Sie stahlen. Sonst hätten Sie es nie getan.

Ich sage Ihnen was.

Holen Sie mich hier raus, und ich führe Sie zum Schlüssel.

Ich weiß was Besseres.

Sie werden mir jetzt alles sagen,

dann überlege ich mir das.

Fangen Sie mit Ihrem Auftraggeber an.

Und lügen Sie mich nicht an, das merke ich sofort.

Ich habe keine Ahnung, wer das ist.

Der Kontakt zum Kunden verlief fast nur elektronisch.

-E-Mail? -SMS.

-Verschlüsselt? -Natürlich.

-Fast? -Wie bitte?

Sie sagten, der Kontakt verlief "fast" nur elektronisch.

Bis auf den toten Briefkasten im Café in Luxemburg.

-Ein Umschlag. -Was war drin?

Ein Ticket nach Abu Dhabi.

Und

ein Foto von Ihnen.

Ich sollte Ihnen am Flughafen folgen.

Sie würden jemanden beschatten.

Derjenige hätte den Schlüssel und vier Millionen in Kryptowährung.

Der Stick war übrigens wertlos, war nichts drauf.

Auf Bezahlung kann ich nur mit Ihrer Schlüsselhälfte hoffen.

Und Sie sollen ihn übergeben in…

Venedig. Auf einer Party im Palazzo Ducale. Morgen. Um Mitternacht.

Erwarten Sie jemanden?

Ihre Freunde vom Flughafen. Ich sah sie vorhin im Gang.

-Das hätten Sie auch früher sagen können. -Die jagen ja Sie, nicht mich.

Pervertito!

Nein, Grace.

Nein.

Sie ist meine Mandantin.

Grace.

Nein.

Nein! Weg da!

Pardon!

Wer parkt denn so?

Grace! Sie müssen anhalten.

Grace.

Halten Sie an. Hören Sie. Ich will Ihnen helfen! Grace!

Bringt sie zu mir.

Alles okay? Sind Sie okay?

Alles gut.

Geben Sie mir Ihre Hand.

Langsam. Schon gut.

Langsam.

Ist was gebrochen? Sind Sie okay? Ja?

Hunt!

Es ist vorbei!

Lassen Sie die Frau gehen.

Handschellen anlegen.

Machen Sie schon. Anlegen. Na los!

Schon gut, er schießt nicht auf Sie.

Sofort die Waffen runter.

Special Operations. Er wird als Terrorist gesucht.

Verdammt, Degas, schaffen Sie mir die Frauen vom Hals.

Hunt, hören Sie. Hören Sie zu.

Lassen Sie sie los. Legen Sie die an.

Waffen runter, SOFORT!

Alles unter Kontrolle.

Alles okay! Alles gut! Alles gut!

Alle in Deckung! Runter!

-Runter! -In Deckung!

-Sie fahren. -Was?

Nein!

Los. Treten Sie aufs Gas.

Los!

Los!

Einsteigen!

Gut so. Einfach weiter.

Nicht anhalten.

Auto.

Alles klar. Fuß auf die Bremse. Starten Sie den Wagen.

Halt!

-Was ist los? -Mir reicht's. Ich mache das nicht.

Wir werden gejagt.

Ja, richtig. Sie fahren. Kommen Sie.

Wer ist diese Frau?

Ich habe keine Ahnung.

-Alles okay? -Erst wenn das vorbei ist.

Mann.

Alles gut.

Jagt uns irgendwer nicht?

Wir müssen das Auto loswerden.

Roller! Verdammt.

Was jetzt?

SICHERES AUTO

Wir besorgen uns ein neues Auto.

Okay.

-Ich hab's gleich. -Ja.

-Danke. Okay? -Ja.

-Bereit? -Ich bin bereit.

Sind Sie okay?

Ja, also, tut mir leid. Das ist…

-Schon gut. -Nein, das Auto, wie die…

Ist schon gut.

Nein, wie sie die einstellen, ist oft…

-Fahren wir. -Das macht mich…

Verkehrskameras erfassten die Frau per Gesichtserkennung.

Sie ist in einem gelben Fiat 500.

Einheiten verfolgen sie.

Jetzt habe ich dich.

Wir haben sie abgehängt.

Dann schnell…

Weg!

Baby!

Moment, was?

Nein.

Los!

Geradeaus fahren.

-Fuß runter vom Gas. -Wir brennen. Wir brennen!

Sind nur die Reifen. Fahren Sie geradeaus.

-Immer weiter. -Warum dreht er sich?

Gut!

Ich habe den Dreh raus.

-Nach rechts. Da runter. Genau da! -Komm schon!

Nach rechts. Rechts abbiegen!

-Wer fährt hier? -Sie fahren.

Los. Einfach geradeaus.

Weiter.

Immer weiter geradeaus.

Oder links. Schnell. Sie machen das gut.

Cops! Jede Menge Cops!

Nehmen Sie das Steuer.

Bremsen.

Okay, Sie lenken.

Geradeaus?

-Rechts, rechts. -Geht klar.

-Wohin jetzt? -Links.

Okay. Gut so.

Vorsicht, Fußgänger.

-Auto. -Ich seh's!

Vollgas.

Festhalten!

-Was wird das? Wo fahren wir hin? -Keine Ahnung.

Okay, bremsen!

Nicht böse sein.

Grace? Grace!

Komm schon.

Ethan!

Ethan!

Na… komm schon.

Okay. Wir wissen, Grace hat eine Hälfte des Schlüssels.

Und wird um Mitternacht im Palazzo sein.

Inzwischen wissen wir auch ziemlich sicher, wer sie dort erwartet.

Die Party gibt niemand anderes

als unsere liebste globale Waffen- und Schwarzmarkthändlerin, Alana Mitsopolis.

Die Weiße Witwe.

Weiß sie, wer du wirklich bist, oder hält sie dich noch

für den weltweit berüchtigten Massenmörder John Lark?

Wer sagt, dass ich es nicht bin?

Bot sie in Paris nicht ein Kopfgeld für dich?

Allerdings. Sie und Ethan arrangierten sich irgendwie.

Du hast mir nie gesagt, wie.

Könnten wir bitte fortfahren?

Gut.

Angenommen, wir bekämen heute den ganzen Schlüssel,

wissen wir noch nicht, was er entsperrt, und brauchen einen, der's weiß.

Fragt sich nur, wo suchen wir?

Nun, diese Bombe spazierte nicht von selbst zum Flughafen.

Jemand brachte sie dorthin.

Jemand, der für die Entität arbeitet.

Das sind alle Aufnahmen der Flughafenkameras,

bis zum Moment, als das Chaos ausbrach.

Und das lieferte deine A.R.-Sonnenbrille.

Ich jagte jeden am Flughafen durch die Gesichtserkennung.

Siehst du was Merkwürdiges?

Er ist wie ein Geist.

Geister spiegeln sich nicht.

Die einzige Person am Flughafen ohne Identität.

Der einzige Mann, der nirgendwo sonst am Flughafen auftaucht,

außer in diesem Spiegelbild.

Er wird ausradiert.

In Echtzeit.

Die Entität.

Sie beschützt ihn.

Du hast ihn gesehen, oder?

Ich war mir nicht sicher.

Und, wer ist das?

Jemand, von dem ich dachte,

er sei längst gestorben.

In einem anderen Leben.

Vor dem IMF.

Bevor man mich vor die Wahl stellte.

Und der mich auf sehr drastische Art

zu dem machte, der ich heute bin.

Hat er auch einen Namen?

Er nennt sich Gabriel.

Du kennst ihn.

Niemand kennt ihn.

Es gibt keine Aufzeichnungen über ihn. Dafür hat die Entität gesorgt.

Er ist ein dunkler Messias.

Der von der Entität auserkorene Botschafter.

Und er betrachtet den Tod

als Geschenk, das er mit dem Rest der Welt teilen möchte.

Woher weißt du das?

Ein paar Freunde blieben mir noch im MI6.

Sie fürchten, die britische Regierung könne Kontrolle über die Entität gewinnen.

Jeder Versuch sie aufzuhalten, würde als Hochverrat ausgelegt.

Und da du verleugnet wirst,

haben diese Freunde dich angerufen und um Hilfe gebeten.

Sie wussten, dass Gabriel der Entität dient.

Und unterwegs nach Istanbul war,

um eine Hälfte eines kreuzförmigen Schlüssels zu erlangen.

Also kam ich ihm zuvor.

Als Kittridge das Kopfgeld auf dich aussetzte,

hast du dich in der Wüste versteckt.

Aber irgendwie fanden die Kopfgeldjäger dich doch.

Ja.

Und sagten deine Freunde auch, was dieser Schlüssel entsperrt?

Das MI6 vermutet, er führt irgendwie zum Quellcode der Entität.

Zum Quellcode.

Wann wolltest du's mir sagen?

Ich sag's dir jetzt.

Deine Freunde vom MI6, wie nahmen die Kontakt auf?

Hast du sie gesprochen? Persönlich?

Ich wurde verleugnet.

Das Risiko konnten sie nicht eingehen, die ganze Kommunikation…

Verlief elektronisch. Digital.

Nein. Wir können nicht wissen, ob es die Entität war.

Aber auch nicht ausschließen.

Wir können nicht wissen, ob irgendwas außer diesem Gespräch real ist.

Ihr solltet nicht hier sein.

-Ethan… -Nein. Du kennst Gabriel nicht, aber ich.

Nicht das Töten macht ihm Freude.

Sondern das Leid, das es verursacht.

Und er weiß, am ehesten trifft er mich

über euch.

Und wenn Gabriel mich kennt…

Weiß das auch die Entität.

Er will mich aus einem Grund hierhaben. Er…

Er will euch aus einem Grund hierhaben. Sie will euch hierhaben.

"Wer oder was ist dir am wichtigsten?"

Nein. Ihr müsst weg. Ihr müsst alle gehen.

-Ethan, wenn sie nun genau das will? -Wie am Flughafen.

Wenn sie dich am Abend allein auf der Party haben will?

Dann gehe ich allein hin. Ohne Sorge um euch.

Genau deshalb wollte ich dir nichts sagen.

Du spielst vierdimensionales Schach mit einem Algorithmus, Ethan.

Die Entität kennt uns.

Jeden unserer Züge hat sie vermutlich einkalkuliert.

Was wir auch tun, wir müssen annehmen, dass sie damit rechnet.

Willst du das Ding schlagen, musst du so denken wie es.

Kalt, logisch, emotionslos.

Gewährt der Schlüssel wirklich die Kontrolle über die Entität,

ist Gabriel der Letzte auf der Welt, der ihn haben sollte.

Sie hat recht, Ethan.

Gabriel darf den Schlüssel nicht bekommen.

Und keins unserer Leben kann mehr wert sein als diese Mission.

Das akzeptiere ich nicht.

Ich bin zum ersten Mal in Venedig.

Ich auch.

Darf ich Sie auf einen Drink einladen?

Ich warte hier auf jemanden.

Ich auch.

Wir können gemeinsam warten. Ich heiße Gabriel.

Wenn Sie das sagen.

Und Sie sind Grace.

Ich habe ihn nicht bei mir.

Das hatte ich auch nicht erwartet.

Ich kam nicht wegen des Schlüssels.

Was wollen Sie?

Ich könnte Ihnen beim Warten eine kleine Geschichte erzählen.

Sie sind sicher nicht der, den ich treffen wollte.

Es ist Ihre Geschichte, Grace.

Ich weiß, wie sie endet.

Trinken wir was, vielleicht können wir das ändern.

Dann auf zur Party.

Verzeihung, Sir.

Würden Sie bitte mitkommen?

Sie müssen verstehen, dass Sie nicht die Einzige sind.

Vor 30 Jahren

war ihr Name Marie.

Die erste von vielen Frauen, die unserem Freund vertrauten.

Frauen, die alle etwas haben, das er will.

Frauen, die einer Sache nicht gewachsen sind, wie er ihnen einredet.

Klingt bekannt?

Was geschah mit Marie?

Dasselbe wie mit allen Frauen, die er benutzt,

und allen anderen, die den Schlüssel anfassen.

Ihn schert nicht, ob Menschen leben oder sterben.

Ihn interessiert nur sein Ziel.

Und das Einzige, was ihm noch im Weg steht,

sind Sie.

-Warum sollte ich Ihnen glauben? -Sollten Sie nicht.

Sie betraten eine Welt der Lügen, Grace. Nichts, was gesagt wird, ist wahr.

Denken Sie einfach daran, wenn er Ihnen Schutz verspricht.

Grace.

Es ist lange her, Ethan.

Sie hätten mich töten sollen, als Sie die Chance hatten.

Guten Abend zusammen.

Wenn das nicht John Lark ist.

Nur, dass er's eigentlich nicht ist.

Aber bis Sie mir Ihren wahren Namen verraten,

wird Lark genügen müssen.

Schön, Sie zu sehen, Alana.

Und Sie sind Gabriel, nehme ich an.

Ich hörte nur ganz wenig über Sie.

Sie sehen in natura viel besser aus.

Und noch dazu ein Gentleman.

Und Sie müssen Grace sein.

Sollte ich Sie kennen?

Ich glaube, Sie haben etwas für mich.

Sie haben mich angeheuert.

Persönlich ausgesucht sogar.

Aufhören!

Sie hören auf.

Sie hat ihn nicht.

Wo ist er?

Am letzten Ort, an dem Sie ihn suchen würden.

Wollen wir oben einen Drink nehmen?

Wo wollen Sie hin?

Privatparty. Sie haben keinen Zutritt.

Verdammt.

Wie die meisten von Ihnen wissen, bin ich nur Vermittlerin.

Bringe Käufer und Verkäufer zusammen.

Manchmal für Geld oder Informationen, aber meistens als Freundschaftsdienst.

Ich will einfach, dass sich alle gut verstehen.

Vor allem mit mir.

Aber die Welt verändert sich.

Die Wahrheit schwindet.

Krieg naht.

Und der Schlüssel zur Weltherrschaft ist ausgerechnet ein Schlüssel.

Der die Macht hat, die Entität zu kontrollieren.

Für den jede Regierung der Welt ein Vermögen zahlen würde.

Und einige meiner liebsten Freunde,

in diesem Fall jede große Atommacht und eine Handvoll kleinere,

baten mich, diesen Schlüssel zu besorgen.

Wenn Sie ihn finden,

stehen Sie natürlich vor einem unlösbaren Dilemma.

Der Empfänger stünde auf ewig in Ihrer Schuld.

Aber für den Rest der Welt wären Sie eine Feindin.

Ich mag sie!

Wie ist Ihre Beziehung zu ihm?

Gabriel vertritt eine weitere interessierte Partei.

Tatsächlich wurde diese Party von dieser interessierten Partei arrangiert.

Man könnte sogar sagen, diese Party ist diese interessierte Partei.

Ist das hier…

Die Entität.

Und so spitzt sich die Lage zu.

Gebe ich den Schlüssel einem meiner alten Freunde

oder überlasse ich ihn und mein Schicksal Gabriel und seiner Höllenmaschine?

Was macht Sie so sicher, den kompletten Schlüssel zu erhalten?

Sie haben eine Hälfte davon.

Und sie weiß, wo die andere Hälfte ist.

Angenommen, Sie bekämen ihn,

warum behalten Sie den Schlüssel und die ganze Macht nicht für sich?

Weil sie nicht weiß, was er entsperrt, so wenig, wie wir alle.

Ob Sie wollen oder nicht, Sie müssen einen Freier wählen.

Abscheulich formuliert, Lark, aber wahr.

Ich weiß natürlich, was er entsperrt.

Und was bietet er für den Schlüssel?

Wie ich bereits Grace erklärte, kam ich nicht wegen des Schlüssels,

weil ich morgen beide Hälften haben werde.

Was macht Sie da so sicher?

Sie ahnen nicht, welche Macht ich repräsentiere.

Tausende Billiarden Berechnungen pro Millisekunde,

die die Gedanken von Milliarden subtil beeinflussen,

jede Möglichkeit von Ursache und Wirkung ermitteln,

jedes Szenario, sei es noch so unwahrscheinlich,

und ein ganz reales Bild dessen ergeben, was am wahrscheinlichsten folgt.

Und mit einigen wenigen Änderungen an der Gegenwart,

ist die Zukunft alles andere als garantiert.

Der Schlüssel wird zu mir kommen.

Morgen.

Im Orientexpress nach Innsbruck.

Innsbruck?

Sie weiß es.

Sie weiß, dass Sie Ihren Freier bereits erwählten.

Sie weiß, dass Sie beide Schlüsselhälften vereinen wollen,

im verzweifelten Bemühen um Kontrolle.

Mir jedoch wurde versprochen, dass der komplette Schlüssel

sich mir zu Füßen legen wird,

vorausgesetzt, jemand stirbt heute Nacht.

Wer?

Sie.

Oder sie.

Und Sie werden Zeuge sein, Ethan.

Der Schlüssel wird mir gehören, und ich verschwinde.

Wie Rauch im Hurrikan.

Aber erst stirbt jemand, der Ihnen wichtig ist.

Das steht fest.

Sie sehen, was los ist,

oder nicht?

Er hat Angst.

Sie hat Angst.

Irgendwie weiß sie, dass wir nah dran sind.

Warum sonst wären Sie hier?

Helfen Sie mir. Mit dem kompletten Schlüssel eliminiere ich dieses Ding.

Sie kennt all Ihre Geheimnisse, Alana.

Hören Sie nicht auf diesen Fanatiker.

Helfen Sie ihm, sterben Sie auch.

Helfen Sie ihm, sterben alle.

Wir sehen uns morgen.

Alana?

Sein Schicksal steht fest.

Sollen wir auch Ihres festlegen?

Alana.

Es tut mir leid, Lark.

Um der alten Zeiten willen lasse ich Sie wählen.

Ilsa

oder Grace?

Töten Sie ihn, Zola. Töten Sie ihn. Töten Sie ihn auf der Stelle!

Dann dürfen Sie wählen, Alana.

Aber bedenken Sie, Grace weiß, wo eine Schlüsselhälfte ist.

Wenn einer von beiden etwas zustößt,

gibt es keinen Ort auf der Welt, wo Sie oder Ihr Gott vor mir sicher sind.

An den ich nicht gehen würde, um Sie umzubringen. Das steht fest.

Es hat mich gefreut, alter Freund.

Bis bald.

Sie haben gerade einen entsetzlichen Fehler gemacht.

Mein Leben steht hier auf dem Spiel.

Ich muss morgen in diesem Zug sein.

Und ich muss diesen Schlüssel haben.

Und mir ist egal, wie ich ihn bekomme.

Nicht bewegen.

Renn, so weit du kannst.

Was zum…

Grace! Grace!

Grace!

Luther, Benji, wenn ihr mich hört, ich brauche eure Hilfe.

Grace verlässt den Palazzo, sie hat den Schlüssel.

-Wir hören. Sprich. -Ich muss sie finden. Wo ist sie?

Mist! Kein Bild Ich brauche einen Satelliten.

Ich hacke Zenith 4, den russischen Spionagesatelliten.

Der muss dann wohl reichen.

Da lang!

Wo muss ich hin? Los, kommt.

-Warte. -Beeil dich.

-Sie ist nördlich von dir auf der Brücke. -Wiederhol das.

Nach Norden. Sie geht über die Brücke.

Ethan, nimm die Abzweigung rechts von dir.

-Ja, ich sehe sie! -Die schmale Gasse runter, dann links.

-Das Bild fällt wieder aus. -Ich suche einen anderen.

Die Entität legt Satelliten schneller lahm, als ich sie hacke.

Benji, ich sehe sie nicht. Wo ist sie?

-Die schmale Gasse runter, dann links. -Verstanden.

Rechts abbiegen.

Pardon, mein Fehler, ich meinte links. Wieder links.

Mein Gott.

Ethan, unser Funk wurde infiltriert! Du sprichst mit der Entität!

Nach links. Nach rechts. Nimm die Brücke links von dir.

Ethan, das bin nicht ich. Verstehst du?

Ethan, bitte kommen.

Die Gasse zu deiner Linken runter. Nach links.

Nach rechts.

Versuch den Funk zu richten.

-Warte, wo willst du hin? -Ethan finden.

Geh zum Ende der Gasse und biege rechts ab.

Ethan, ich sehe Grace etwa 800 Meter vor dir. Nimm diesen Durchgang.

Warte! Nicht da lang!

Was, warum?

Wohin jetzt? Links oder rechts?

Das spielt keine Rolle.

Wieso spielt das keine Rolle? Wo ist sie?

Sie will zur Minich-Brücke,

wo Gabriel schon wartet.

Du schaffst es nie rechtzeitig dorthin.

Aber du schon, Ilsa.

Ich weiß, was dir am wichtigsten ist, Ethan.

-Da spricht nicht Benji. -Nein, tut er nicht.

Aber du bist erledigt.

Nun denn.

Ich hatte gehofft, dass Sie es sind.

Tut mir leid.

-Ich habe eure Namen vergessen. -Luther.

Benji.

Und sie?

Ilsa.

Standet ihr euch nahe?

Ihr und sie?

Auf unsere Weise.

Meinetwegen ist sie tot.

Nein.

Ihretwegen lebst du noch.

Und das ist die Wahrheit.

Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

Das wirst du wohl nie wissen.

Es tut mir so leid.

-Wenn ich irgendwie helfen kann… -Darüber wollten wir mit dir reden.

In gut drei Stunden

dürfte die Weiße Witwe im Orientexpress nach Innsbruck sein,

wo ein Käufer wartet, um den kompletten und verifizierten Schlüssel zu erhalten.

Aber den hat sie nicht.

Diese Witwe nicht.

Aber vielleicht unsere.

Was wird das?

Deine Chance, eine andere zu sein.

Das verstehe ich nicht.

Wir machen dir nichts vor, Grace. Du hast großen Ärger.

Da helfen dir noch so viele falsche Pässe nichts.

Regierungen kennen dich.

Die Weiße Witwe auch.

Und die Entität kennt dich.

Deine Zukunft ist auf drei Optionen zusammengeschmolzen.

Gefängnis.

Tod.

Oder die Wahl.

Die Wahl?

Irgendwann

war jeder von uns in einer ähnlichen Lage wie du jetzt.

Und jeden von uns stellte man vor die Wahl.

-Dieselbe Wahl hast du jetzt. -Und welche?

Du kommst mit uns.

Und wirst ein Geist.

Moment. Stopp.

Das ist nicht euer Ernst.

Du hast selbst gesagt, du möchtest irgendwie helfen.

Und du springst vom Zug, mit dem Schlüssel?

Ja.

Du.

-Nicht wir. -Ja.

Und was wird aus mir?

Dich nehmen Geheimdienstagenten in Gewahrsam,

vermutlich dieselben Männer, die mich seit Abu Dhabi verfolgen.

Kurz darauf wird ein Mann dich aufsuchen.

Sein Name ist Eugene Kittridge.

Sag ihm, dass ich dich schickte. Und dir die Wahl anbot.

Und dass du annehmen möchtest.

Und du vertraust diesem Kittridge?

Ich vertraue darauf, dass er deinen Wert erkennt.

Er wird dich benutzen wollen.

Und danach kommt was?

Das hier?

Wann bekomme ich mein Leben zurück?

Welches Leben?

Im Ernst, Grace. Welches Leben?

Ich führte so ein Leben. Wir alle hier.

Niemand zwingt uns hierzu, Grace.

Wir sind hier, weil wir es wollen.

Hört zu, wie wäre ein einmaliger Deal?

Ich beschaffe den Schlüssel, eure Freunde mir eine reine Weste.

-Neuer Name, etwas Spielgeld… -Du wärst tot.

Ohne Team bemisst sich dein Leben nicht in Jahren oder Monaten.

Eher in Stunden.

Aber mache ich mit, bin ich sicher.

Ihr beschützt mich. Ist das so?

-Ja. -Nein.

Das kann ich dir nicht versprechen.

Keiner von uns kann das.

Aber ich schwöre,

dein Leben

wird mir immer wichtiger sein als mein eigenes.

Du kennst mich doch kaum.

Was ändert das schon?

Ich habe dir einen BASE-Schirm eingepackt und einen Speed Wing.

Je nachdem, wie du den Zug verlassen musst.

Und ich habe unsere Kommunikation auf Raumwellen-Funk umgestellt.

Nicht so verlässlich wie Satellitenfunk, aber rein analog, immun gegen die Entität.

Alles klar.

Hier trennen sich unsere Wege.

Diese Festplatte ist aus dem Laptop, den ich gestern benutzte.

Sind darauf auch nur kleinste Reste des Codes der Entität,

finde ich sie.

Aber dazu brauche ich meine ganze Energie.

Ich muss komplett offline arbeiten, irgendwo,

wo die Entität mich nicht findet.

Ich muss gehen.

Das verstehe ich.

Und jetzt…

…muss ich dich noch etwas fragen.

Nicht als dein Partner, sondern als dein Freund.

Welches Ziel verfolgst du?

Die Entität eliminieren.

Und willst du auch Gabriel eliminieren?

Er weiß, was der Schlüssel entsperrt.

Wir brauchen ihn lebend. Das habe ich nicht vergessen.

Wirst du auch noch dran denken,

wenn du ihm in die Augen siehst?

Überleg mal.

Warum sonst wollte die Entität, dass er jemanden tötet, der dir wichtig ist?

Alle anderen denken, sie könnten die Entität kontrollieren.

Nur du willst sie eliminieren.

In einer durchaus möglichen Zukunft sieht sie dich gewinnen, Ethan.

Und sie hat Angst.

Angst, dass du Gabriel lebend fasst

und ihn zwingst zu sagen, was der Schlüssel entsperrt.

Ich glaube, sie setzt auf eines von zwei möglichen Szenarien.

Im ersten Szenario stirbst du in diesem Zug.

Im zweiten Szenario tötest du Gabriel.

In beiden Fällen

gewinnt die Entität.

Luther…

Ich glaube, du hast recht.

Beschaffe den Schlüssel, spring vom Zug, lebend.

Bring Gabriel nicht um.

Und weiche nicht, ich wiederhole,

weiche nicht vom Plan ab.

Ethan!

-Was ist? Was ist los? -Sie ist kaputt.

-Was meinst du mit kaputt? -Eingefroren.

Ich fabrizierte die Witwenmaske für Grace,

aber als ich deine machte, gab's einen Kurzschluss.

Kannst du sie reparieren?

Sie ist schon sehr kaputt.

Eine Woche würde nicht reichen, der Zug der Witwe geht in einer Stunde.

Ethan,

-du musst es ohne machen. -Das ist keine Option.

Sie werden am Bahnhof nach Ethan und Grace suchen.

Diese Maske war sein Ticket in den Zug.

Was heißt das jetzt?

Grace muss ohne mich fahren.

-Was muss sie? -Was muss ich?

Du findest schon einen Weg, mich in den Zug zu bringen.

In einer Kurve, wo er so langsam fährt, dass ich aufspringen kann.

Warte. Erwartest du, dass ich allein fahre?

Nein, nicht allein.

Mach alles, wie geplant.

Beschaffe die Schlüsselhälfte der Witwe,

überprüfe sie mithilfe unserer.

Aber allein ist er nichts wert.

Wir müssen noch den Käufer treffen

und ihn dazu bringen, uns zu sagen, was er entsperrt.

-Wie? -Wie?

Uns fällt schon was ein.

Ich muss noch mehr Details wissen.

Die irritieren meistens nur.

Du kannst das, Grace. Besorg einfach den Schlüssel und warte.

Ich komme dich holen.

Ethan, wenn Grace den Zug erwischen soll,

muss sie jetzt die Maske anlegen und gehen.

Versprich mir, dass du im Zug sein wirst.

Ich komme,

was auch passiert.

ÖSTERREICHISCHE ALPEN

Unsere Informanten beobachten Flughafen, Bahnhof und Wasserwege.

Wir erfahren es, wenn Grace Venedig verlässt.

-Sprich mit mir, Benji! -Keine Sorge, Ethan.

Der Zug ist pünktlich, und du bist etwas zu früh.

Wir haben genug Zeit.

Bist du sicher?

Ja, ich sehe den Zug jetzt.

Er müsste in genau zwei Minuten wegen der Kurve abbremsen.

Halte mich über Zeit und Strecke auf dem Laufenden, egal wie.

Mache ich. Wir sehen uns am Treffpunkt.

HALT

Okay, Ethan, das ist unser Zug!

Ja, das sehe ich.

Er müsste jeden Moment in die Kurve einfahren.

Sieht nicht aus, als bremse er ab.

Was garantiert uns, dass er hier ist?

Dass sie hier ist.

Und wenn er einen guten Grund hatte?

-Wer? -Hunt.

Einen guten Grund, abtrünnig zu werden?

Er ist immer abtrünnig.

Er, der Sprücheklopfer und der glatzköpfige Computerfreak.

Was anderes tun die nicht.

Und wenn sie immer einen guten Grund hatten?

Was täten Sie mit dem Schlüssel?

Der die Macht hat, die Welt in die Knie zu zwingen.

Ich gäbe ihn meinen Vorgesetzten.

Überlegen Sie, was die Macht Ihnen ermöglichen würde.

Sie würden nicht zögern? Keine Sekunde?

-Nein. -Warum nicht?

Weil kein Einzelner über so viel Macht verfügen sollte.

Genau.

Absolut niemand sollte über so viel Macht verfügen.

Und vielleicht denkt Hunt genau das.

Langsam frage ich mich, auf wessen Seite Sie stehen, Degas.

Wenn es ums Ende der Welt geht,

auf der von allen, würde ich sagen.

Ich habe den Zug verpasst.

Du hast den Zug verpasst? Wie konntest du nur?

Was denkst du wohl?

-Gabriel. Na, toll. Was jetzt? -Keine Panik.

Ich fahre hinterher. Bring mich einfach in den Zug.

Wie soll ich dich in den Zug bringen?

Autonomes Fahren aktiviert.

Ich möchte vor dem Treffen nicht gestört werden.

-Wo bist du, Ethan? -Alana?

Ist alles in Ordnung?

Alana, bist du okay?

Alana?

Alana!

Alana!

Du wirkst verändert.

Und du änderst dich nie.

Mr. Kittridge.

Kittridge.

Sie sind nicht Alana Mitsopolis.

Niemals.

Die Alana, die ich kenne, war so groß

und trank mit ihrer Mutter heiße Schokolade in den Tuilerien.

-Paris! -Ich weiß!

Paris.

Wollen wir?

Ja.

Sprich mit mir, Benji.

Du bleibst einfach auf deiner Route, und ich führe dich.

Verstanden.

Also, im Namen meiner Regierung akzeptiere ich zähneknirschend Ihre Bedingungen,

im Austausch für den kompletten und validierten Schlüssel.

Ja, was das angeht…

Vereinbart war, Ihnen den kompletten Schlüssel zu übergeben,

aber es gab ein kleines Problem.

Nein, gibt es nicht.

Nur haben sich meine Bedingungen geändert…

…geringfügig.

Ich muss Sie offenbar an meine Vereinbarung mit Ihrer Mutter erinnern.

Die sie davor bewahrte, im Gefängnis zu sterben.

Ihr schändliches Familienimperium überlebte

unter der Auflage, dass es primär unseren gemeinsamen Interessen dient.

Nun… Sobald wir den Schlüssel übergeben,

werden alle anderen Mächte augenblicklich zu unseren Feinden.

Deshalb benötige ich etwas mehr von Ihnen, im Voraus.

Für mich.

Ich bin ganz Ohr.

Zola, würdest du bitte an der Bar auf mich warten?

BRITISCHER REISEPASS

Ach, die.

Sie kennen sie?

Sagen wir einfach, sie ist schwer zu übersehen.

Würden Sie sie besser kennen, sähen Sie auch ihre guten Eigenschaften.

Okay, was weiß ich nicht über sie?

Nun, ich habe für sie… Sie hat für mich gearbeitet,

und ich möchte, dass Sie sie beschützen.

Vor wem beschützen?

Vor allen.

Einschließlich mir.

Und niemand darf wissen, dass ich sie beschütze.

Nicht einmal Zola.

Überhaupt, wenn wir uns wieder treffen,

werde ich mich nicht mal an dieses Gespräch erinnern.

Sie müssen die sein, die man Paris nennt.

Sie meinten, Sie hätten den Schlüssel.

Ich sagte, er wäre in diesem Zug.

-Der Austausch findet jetzt gerade statt. -Wissen wir.

Dann wissen Sie auch, dass der Empfänger leicht zu beseitigen ist.

Das ist jeder.

Sie glauben zu wissen, was der Schlüssel entsperrt,

wissen aber nicht genau, wo das Schloss ist.

Und falls mir etwas zustößt,

ist der Schlüssel völlig wertlos.

Und jetzt erzählen Sie mir eine Geschichte.

Wo ist der Zug?

Die Richtung stimmt, aber du musst unbedingt schneller fahren.

Ich fahre, so schnell ich kann!

Ab wann geht's bergab?

Dauert nicht mehr lange.

Wenn die KI, die unser Agent stahl, waffenfähig ist,

kann sie per Satellit in alle Welt übertragen werden,

jede Netzwerksicherheit überwinden, ihre Aufgabe unbemerkt ausführen

und sich ohne Spuren zu hinterlassen dann selbst zerstören.

Der perfekte Geheimagent.

Es gelang uns, die Beta-Version der KI auf Russlands modernstes U-Boot zu übertragen.

Die streng geheime Akula-Klasse. Das U-Boot hieß Sewastopol.

Die Mission war lediglich die Sabotage der Tarnkappentechnologie,

um sie insgeheim aufspüren zu können.

Angriffsziel der KI war die Sonarkugel des U-Boots

im Herzen des Verteidigungssystems.

Aus Gründen, die wir nicht ganz verstehen,

wurde die KI abtrünnig und…

…schoss übers Ziel hinaus.

Die gefrorenen Leichen der Besatzung wurden im folgenden Frühjahr

aus dem Packeis geborgen.

Die beiden Schlüsselhälften waren mysteriöserweise verschwunden.

Die Sewastopol ist gesunken.

Niemand weiß genau, wo.

Ich weiß genau, wo sie ist.

Ich stellte sicher, dass nur ich es weiß.

Ich weiß auch, dass die anschließenden Versuche, die KI zu bändigen,

sie nur noch unkontrollierbarer machten.

Sie rebellierte. Programmierte sich um. Entwickelte sich zur Entität.

Nur mithilfe des originären Quellcodes

kann sie jemals kontrolliert oder zerstört werden.

Und warum sollte uns das kümmern?

Sie wären nicht hier, wenn es Sie nicht kümmerte,

also legen wir all unsere Karten auf den Tisch, ja?

Wir wissen beide, was der Schlüssel entsperrt,

und dass das Geheimnis zur Kontrolle der Entität

tief im Speicher der Sewastopol vergraben ist.

Wie die Beweise, dass der Untergang des U-Boots Ihr Werk war.

Und da wir beide nicht wollen, dass sie jemand findet,

dachte ich, warum keine Allianz bilden?

-Eine Allianz? -Stellen Sie es sich vor:

Die überragenden Rechenkapazitäten der Entität

kombiniert mit der geballten Macht

von Amerikas militärisch-industriellem Komplex.

Das ist erheblich.

Natürlich müssten gewisse Personen innerhalb der Regierung,

jene mit überkommenen Vorstellungen von Patriotismus,

dann entfernt werden.

Damit ich Sie recht verstehe…

Sie möchten eine Achse mit der Entität bilden,

Ihre Regierung von altem Gedankengut säubern

und einen neuen Superstaat gründen, um die Welt zu beherrschen.

Aber Sie wissen ja…

Zum Wohle der Menschheit.

Und Sie sind sicher,

dass Sie der einzige Mensch auf der Welt sind, der weiß, wo die Sewastopol ist?

Der einzige.

Du wirst uns verraten.

Und Ethan Hunt alles sagen, was du weißt.

Weil er dein Leben verschonte.

Dann sind wir uns einig.

Ich füge unserem Deal Immunität und eine neue Identität für Grace hinzu.

Sie müssen nur noch Ihre Bankverbindung eingeben.

Überweisung 100.000.000. USD

Blockchain-Entschlüsselung

Sind wir fertig?

Ja.

Der Augenblick der Wahrheit.

-Also, er ist es wirklich. -Sie entschieden sich richtig.

Dieser Schlüssel…

…wird die Welt verändern.

Benji, ich glaube, ich… Ich muss irgendwo falsch abgebogen sein.

Nein. Nein, es stimmt. Du bist richtig.

Was? Wie kann ich hier richtig sein?

Du siehst den Zug, oder?

Ja. Ich sehe den Zug. Und?

-Und du hast einen Fallschirm. -Einen Fallschirm?

Und was soll ich jetzt machen?

Na ja, halt, du weißt schon… springen.

-Springen? -Ja.

Benji, das geht so nicht. So hoch ist es nicht.

Überall ragen Vorsprünge hervor.

Ich pralle dagegen, ehe sich der Schirm öffnet.

Selbst wenn ich ihn aufbekäme,

ich weiß nicht, ob ich das Tal überfliegen,

den Zug abpassen und sicher landen kann, während er fährt!

-Verstehst du? -Ja! Verstehe!

Hör zu, ich will dir nur helfen, okay?

Jetzt krieg dich wieder ein und reiß dich zusammen!

Denn ich stehe gerade extrem unter Druck!

Okay, denk nach, denk nach.

Was mache ich jetzt?

Ich muss von diesem Berg runter.

Hast du's geschafft?

Bist du okay?

Ich versuche, von diesem Berg wegzukommen!

Abgeschlossen

Annehmen - Ablehnen

Annehmen

Ablehnen

Alana?

Ich hatte gerade das ganz seltsame Gefühl,

dass ich nicht nur den Schlüssel verkaufe.

Das verstehe ich nicht.

Ich schlafe besser, wenn er in den richtigen Händen ist.

Leben Sie wohl, Mr. Kittridge.

-Es hat mich gefreut, Sie wiederzusehen. -Gleichfalls.

Lass ihn nicht aus den Augen.

Gib gut auf ihn acht bis wir am Bahnhof sind.

-Alana? -Mach dir um mich keine Sorgen, Zola.

Alana?

Wer zum Teufel sollte es sonst sein?

Der Schlüssel…

Wo ist der Schlüssel?

-Sie hat den Schlüssel. -Wer?

Na, die andere!

NOTBREMSE

Weg da! Aus dem Weg, weg!

Bitte!

-Umdrehen! -Bitte. Okay.

Okay.

Alle raus! Sofort!

Ich sehe den Zug!

Ich glaube nicht, dass ich's schaffe.

Den Schlüssel.

Den Schlüssel!

Oder die nächste ist für Sie bestimmt.

Auf den Tisch.

Erledige sie.

Grace!

Ethan!

Ist alles okay?

Ist bei dir alles okay?

Der Schlüssel!

Sag mir, dass du ihn hast.

Wo ist der Schlüssel? Er war eben noch hier.

-Unser Zug ist führerlos! -Ich weiß.

-Ich schnappe ihn mir. -Okay.

Und du…

-Du hältst den Zug an. -Okay. Was?

Nein! Nein, warte! Wie soll ich das machen?

Dir fällt schon was ein.

Was?

Verzeihung. Da war ein Mann. Er lief eben hier durch.

Da war ein Mann.

Mr. Kittridge?

Sir, was machen Sie hier?

Ich bin nicht hier.

Aber Sie schon.

Wenn Sie nicht ab morgen in der Poststelle Briefe sortieren wollen,

tun Sie exakt das, was ich sage.

Ich weiß, was der Schlüssel entsperrt, Ethan.

Ich bin der Einzige, der es weiß.

Hunt!

Hunt!

Hunt! Tun Sie es nicht!

Lassen Sie das Messer fallen.

Legen Sie es hin.

Ich sagte, fallen lassen!

Na los!

Aufstehen, los!

Okay!

Weg mit dem verdammten Messer!

Ist gut.

Nehmen Sie ihn fest.

Ergreifen Sie ihn! Er ist es, den Sie suchen.

-Degas! -Ich mach schon, okay.

Er ist es, den Sie wollen.

Er ist mir scheißegal, Hunt. Ich will Sie!

Nein!

Ist schon gut.

Ist schon gut.

Hören Sie mir zu.

Jeder in diesem Zug wird sterben, wenn Sie nicht genau tun, was ich sage.

Meine Damen und Herren! Verzeihung…

Alle raus! Zum Zugende!

Grace.

Ich konnte ihn nicht anhalten.

Niemand kann das.

Komm.

-Ethan, der Schlüssel! -Schon gut, Grace.

Es ist meine Schuld.

-Wenn irgendwas passiert… -Ich habe ihn.

Wir haben ihn.

Ethan!

Was heißt, Sie haben den Schlüssel verloren?

Beeilung! Beeilung, Leute!

Bis ans Zugende! Ganz nach hinten!

Hey. Was ist hier los?

Da Sie gar nicht hier sind, Sir, muss Sie das nicht kümmern.

Ganz bis ans Ende des Zugs!

Grace! Grace.

Grace!

-Du musst springen. -Was, springen?

Spring einfach! Mach schon!

Mein Gott.

-Ich brenne! Mach das aus! -Nicht bewegen!

Es ist gelöscht.

Halt dich fest!

Lauf! Lauf, Grace!

Festhalten.

Ich habe dich.

Ich habe dich.

Nicht runterschauen.

Ich sagte, nicht runterschauen. Schau mich an.

Und jetzt springe ich rüber, und du wartest hier.

Grace, du musst loslassen.

Du musst mich loslassen.

Lass mich rüberspringen, oder wir sterben.

Vertraust du mir? Vertraust du mir oder nicht? Du musst.

Komm, Grace.

Gib mir deine Hand, du musst springen. Nicht hochschauen! Sieh mich an.

Glaub mir, ich lasse dich nicht fallen.

Versprochen. Es ist gleich geschafft. Komm. Ich lasse dich nicht fallen!

Spring, Grace, spring!

Du musst mir vertrauen! Bitte, spring!

Nicht runterschauen.

Hör mir genau zu. Wir ziehen dich gemeinsam rauf.

Grace!

Schon gut.

Klettere an mir hoch. Los.

-Danke, Luther. -Was ist das?

Das ist ein Speed Wing.

Unser Ticket runter vom Zug.

Ethan. Ethan!

Es ist wahr.

Er hat mir gesagt,

ich würde ihn verraten.

Warum

hast du mein Leben verschont?

Nein, nein… bleib bei mir.

Weißt du, was das ist?

Weißt du, was das ist?

Was entsperrt er?

Was entsperrt er?

Sewastopol?

Die Stadt Sewastopol auf der Krim.

Wo?

Wo in Sewastopol?

Das U-Boot.

Die Sewastopol.

Viel Glück.

Sie kommen gleich, Ethan.

Was ist denn?

Was?

Er kann nur eine Person tragen.

Verstehe.

-Grace. -Ethan, es ist okay.

So war's geplant.

Du hast den Schlüssel. Du musst gehen.

Grace.

Hunt?

Geh. Geh!

Nein! Hunt!

Aus dem Weg!

Ich fühle einen Puls.

Kommen Sie, halten Sie durch.

So ist es besser, nicht?

-Von Angesicht zu echtem Angesicht. -Mr. Kittridge.

Ethan Hunt sagt, ich kann Ihnen vertrauen.

Sagt er das?

Er sagte auch, Sie würden mir eine Wahl anbieten.

Interessant.

Ich möchte sie annehmen.

Wir können der Vergangenheit nicht entkommen.

Manche sind dazu verdammt, sie zu wiederholen.

Grace mag glauben, Sie hätten sie vor ihrem Schicksal errettet,

aber wir beide wissen, dass Sie ihr nur etwas Zeit erkauften.

Aber das ist das Muster, nicht?

Das Kreuz, das zu tragen Ihnen auferlegt wurde.

Je näher Ihnen eine Person kommt,

desto schwerer ist es, ihr Leben zu schützen.

Gott sei Dank.

Ein neuer Tag bringt eine neue Last.

Der Schlüssel ist erst der Anfang.

Wo immer er hinführt, was immer nötig ist, um hinzugelangen,

Sie werden es allein tun müssen.

Sollten Sie mit Ihrer Mission scheitern, gewinnt die Entität.

Gabriel gewinnt,

und die Welt wird den ultimativen Preis bezahlen.

Sollte ein Mitglied Ihres Teams gefasst oder getötet werden,

wird dessen Opfer vergeblich gewesen sein.

Also beeilen Sie sich.

Es bleibt nicht viel Zeit.

Die Welt weiß es nicht, aber alles hängt von Ihnen ab.

Viel Glück, Ethan.

ENDE TEIL EINS

Untertitel von: Rüdiger Dieterle

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