Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Bin ich eigentlich scharf?
Also.
Was vermisst du an Weihnachten heute?
Was ich schon mal gar nicht vermisse: Den Weihnachtstee bei meinem Onkel.
Da müssen wir immer 1000 Jahre
meiner Streber-Cousine beim Geigenspiel zuhören.
Und alle sagen danach, wie toll sie doch ist, und wie schön sie spielt.
Und meine Eltern gucken immer ganz traurig.
Weil sie auch so gerne eine Tochter hätten, die so schön Geige spielt.
Dabei find ich ganz ehrlich, dass es einfach beschissen klingt.
Und was vermisst du an Weihnachten?
Gar nichts.
(Türklingel)
Hallo, Papa.
Ja, ich komme gleich.
Ich bin doch in ein paar Tagen wieder da.
Frau Peters kommt auch vorbei.
Hallo.
Können wir gleich los?
Hallo. - Hallo.
Ist das deine Tasche?
Komm.
Oh nee. Ich wusste es doch.
Musstest du es ihr wieder schwermachen, ja?
Sie feiert jedes Jahr bei dir, Susanne.
Kannst du dich nicht einmal zusammenreißen?
Ich hab überhaupt nichts gesagt.
Oder ich komm einfach nächstes Jahr zu euch?
Nein, nein, das kommt nicht in Frage.
Es kann doch nicht immer nur um dich gehen.
Das geht nicht.
Das sind unsere Tage. Wir gehen jetzt, komm.
(Lied)
"Alle haben einen Job, ich hab lange Beine."
"Keiner hat mehr Bock auf Kiffen Saufen, Feiern."
"So ist das hier im Block tagein, tagaus."
Na super, schon wieder 'ne Zwanghafte.
Was hast denn du da gemacht?
Wie ist denn das passiert?
(Musik)
Lara, setze dich bitte da rüber.
Haben wir jetzt 'nen Schwerverbrecher hier?
Los.
Kann ich? - Klar.
Wie geht's dir?
Deine Zimmernachbarin ist gestern abgereist, oder?
Zum Glück. - Warum?
Ich dachte schon, dass die mich bald anritzt,
weil bei ihr kein Platz mehr ist.
Und nun?
Womit beschäftigst du dich?
Keine Ahnung.
Du hast letztes Mal gesagt,
dass du hier öfter von deinem Bruder träumst.
Ich hab gewusst, ich hätte Ihnen das nicht sagen sollen.
Wieso?
Weil Sie mir einreden wollen, dass ich verrückt bin.
Bin ich aber nicht.
Ich bin nur hier, weil ich auf'm scheiß Trip hängengeblieben bin.
Wer redet von verrückt sein?
Mein Bruder war drei Jahre alt, ich kann mich kaum an ihn erinnern.
Ich hab heute Nacht auch von Ihnen geträumt.
Hat das auch was zu bedeuten?
Wie heißt du noch mal?
Fedja. - Ach ja, stimmt.
Du bist Russe, oder?
Georgier.
Du hast gar nix russische Akzent.
Fühlst du dich denn mehr als Russe oder als Deutscher?
Hier, willst du was?
Wie alt bist du eigentlich?
Und warum bist du hier?
Fedja.
Der Typ kommt aus der Geschlossenen.
Der hat seine Mutter mit dem Kopf über die Herdplatte gehalten.
Krasser Typ, oder?
Hey.
Hier, schenk ich dir.
Hallo.
Lass uns mal gleich weiter.
Kann ich in ein anderes Zimmer?
Das geht leider nicht. Wir sind im Moment voll belegt.
Ich guck mal, was morgen ist. Über Weihnachten fahren einige nach Hause.
Ich bin auch nicht gerade glücklich, dass der hier ist.
Warum?
Das muss nicht deine Sorge sein.
Sie müssen Timo wenigstens in ein anderes Zimmer verlegen.
Muss ich?
Das geht nicht gut mit dem Georgier. - Fedja.
Ich will Timo hier nicht gleich isolieren.
Aber Fedja hat Angst vor ihm. - Dann rede ich mit Fedja darüber.
Guten Morgen.
Wir sind heute hier in einer neuen Konstellation.
Seit gestern sind jetzt Timo und Alexandra auch bei uns.
Vielleicht stellt sich jeder kurz selber vor. Timo.
Alexandra.
Oder fang doch du einfach an, Lara.
Der Gong. Erst will ich den Gong.
Eine andere Patientin hat sich gewünscht,
dass wir vor jeder Stunde den Gong schlagen.
Seli, die Strebersau.
(Gongschlag)
Spürt ihr es nicht?
Wie euer Inneres sich öffnet, und ihr bereit werdet, zu sprechen.
Tust du den Gong bitte wieder zurück?
Und auch die Schalmay, oder wie das Ding heißt?
Wir fünf werden über Weihnachten zusammen hier sein.
Das ist 'ne spezielle Situation.
Ich finde auch nicht, dass wir so tun müssen, als wäre das nicht so.
Ich würde in den nächsten Tage gerne möglichst viel in der Gruppe
zusammen sein und weniger Einzelgespräche machen.
Ist das okay für euch? - Ja.
Und für die anderen?
Wenn ihr mich alleine sprechen wollt, kommt ihr einfach zu mir. Okay?
Warum sind Sie an Weihnachten hier?
Sie zwingt doch keiner.
Zwingt euch einer?
Natürlich sind wir gezwungen.
Letztendlich ist es eure Entscheidung.
Zwingen kann euch keiner.
(Er atmet ängstlich.)
Hm.
Manchmal ist es auch ganz gut, wenn man einfach mal einen Punkt setzt.
Und dann von da aus sich etwas entwickelt.
Kannst auch was ganz Kleines zeichnen.
Musst es auch nicht fertig zeichnen.
Ich hol dir mal ein paar größere Pinsel.
Hallo.
Kannst auch was machen, wenn du willst.
Möchtest du dich vielleicht ein bisschen an der Werkbank austoben?
Hast du ein Problem?
Das ist mir zu nah, Timo.
Ich finde das unangenehm, ja.
Einer der Jungs hat 'ne Panikattacke in der Wäschekammer.
Ich bin gleich zurück.
Tadah!
He?
Ein Weihnachtspimmel.
Für den Baum.
Willst du auch mitmachen, Timo?
Kannst du nicht einfach mal die Fresse halten?
Nein, kann ich nicht.
Aber vielleicht musst du dich ja mal ein bisschen austoben.
Haben Sie Schiss?
Wieso?
Weil die anderen nicht wollten, dass ich herkomme.
Und weil Sie jetzt alle hassen. - Hast du denn Schiss?
Wovor soll ich Schiss haben?
Dann hab ich auch keinen.
Wenn du willst, kannst du hier laufen gehen.
Ohne Überwachung?
Haben Sie das abgesprochen?
Ich verlasse mich drauf, dass du keinen Unsinn machst.
Wo ist das?
Argentinien.
Sieht ein bisschen aus wie in Georgien.
Ja?
Hast du manchmal Heimweh nach Georgien?
Ich weiß nicht.
Oder ist Deutschland mehr dein Zuhause?
Beides nicht so richtig.
Ich beneide dich um deine georgischen Wurzeln.
Ich hab mir immer gewünscht, Teil von einer anderen Kultur zu sein
Ich find das aufregend.
Da sind Sie aber der Einzige.
Fedja.
Oft sind die Sachen, die Leute an einem befremdlich finden,
wenn man jung ist, genau dieselben, die einen interessant machen,
wenn man älter ist.
Das ist letztendlich auch eine Sache von Durchhalten.
Woher wollen Sie das wissen?
Hab ich selbst erlebt.
Kommst du zurecht mit Timo?
Ich verlass mich drauf, dass du mir Bescheid sagst,
wenn das nicht geht für dich.
Wolfi!
Was machst du hier? Ist dir nicht kalt?
Was ist da drin?
Kleid für meine Tochter.
Darf ich mal sehen?
Ich wusste gar nicht, dass Sie 'ne Tochter haben.
Sie haben gar kein Bild in Ihrem Büro.
Was du so alles bemerkst.
Ich kenne sie kaum.
Warum?
Ach kommen Sie, Sie stellen mir auch den ganzen Tag irgendwelche Fragen
zu irgendwelchen Sachen, die Sie nix angehen.
Und du antwortest meistens nicht. - Okay, wir spielen'n Spiel.
Jeder darf dem anderen jetzt 'ne Frage stellen.
Und der andere muss ehrlich antworten.
Sie dürfen auch anfangen.
Wie geht's dir?
Blöde Frage.
Jeden Tag ein bisschen anders.
War deine Idee.
Ich fühl' eigentlich nichts.
Und jetzt gerade?
Eigentlich die ganze Zeit.
Jetzt bin ich dran.
Wenn eines Tages Ihre Tochter hier ankommt, völlig drauf,
zugeballert mit Drogen.
Und dann sagt sie:
Du versuchst, die ganzen Mongos hier zu retten, die du gar nicht kennst.
Aber ich bin total abgefuckt, weil du dich nie um mich gekümmert hast.
Was sagen Sie ihr dann?
Ich würde ihr vielleicht sagen, dass man gleichzeitig ein guter Psychiater
und ein schlechter Vater sein kann.
Und dass ich hoffe, dass sie mir verzeiht.
Bis morgen.
Sie wird sich freuen.
Ist ein cooles Kleid.
Geh ins Bett, es ist kalt.
(Fedja atmet ängstlich und zittert.)
Was kommt euch als erstes in den Sinn,
wenn ihr über Weihnachten nachdenkt?
Wieso?
Einfach so.
Geschenke.
Keine Geschenke.
Scheiß Geschenke.
Druck. - Mega-Druck.
Kekse, die nach Scheiße schmecken.
Gar nichts Schönes?
Nee.
(Musik)
Letztes Jahr hab ich Heiligabend zum ersten Mal gearbeitet.
Und bin beim Spaziergang hier gelandet.
Als ich hier so stand, da hab ich bemerkt,
wie befreiend ich das finde, so ein Weihnachten.
Ohne Druck, ohne Geschenke, ohne Erwartungen.
Kekse, die nach Scheiße schmecken, gibt's hier auch in der Klinik.
Es ist 8 Uhr. Das ist eklig, Wolfi.
Kennt ihr Wichteln? - Ja, ganz schlimm.
Jeder von euch zieht einen der anderen.
Und demjenigen erzählt ihr dann in den nächsten Tagen,
was ihr an Weihnachten zu Hause vermisst.
Und was ihr daran befreiend findet, hier zu sein.
Könnt euch auch filmen dabei.
Ist manchmal einfacher, als sich direkt anzusprechen.
Wenn wir filmen sollen, brauch ich mein Handy wieder.
Ich leg 'ne Kamera in mein Büro.
Die könnt ihr euch holen, wenn ihr sie braucht.
Fedja?
Mama?
Du, ich höre dich nicht.
Ja.
Okay.
Ich muss nach Hause.
Meine Mutter braucht mich. - Willst du denn nach Hause?
Sie haben gesagt, ich kann jederzeit nach Hause.
Kannst du auch. - Was ist überhaupt los mit der?
Du verstehst das nicht.
Warum kümmert sich dein Vater nicht?
Warum lassen Sie das zu? Sie will doch gar nicht nach Hause.
Das muss sie selbst entscheiden.
(Sie atmet erregt.)
Alex, wie kann ich dir helfen?
Ich will nicht nach Hause.
Dann komm mal mit.
Los, hoch mit dir, komm mit.
(Musik)
Ja, los.
Ja.
Und jetzt komm, beweg dich.
Hüpf, weiter bewegen. Yeah. Los.
Und jetzt kannst du deiner Mutter mal sagen,
wie sehr sie mit ihren beschissenen Ängsten auf die Nerven geht.
"Ich liebe dich, aber du machst mich kaputt."
Los, spring rum. Los.
"Ich liebe dich, aber du machst mich kaputt!"
"Kümmere dich um deinen eigenen Dreck!"
Los.
Kümmere dich um deinen eigenen Dreck!
Kümmere dich um deinen eigenen Dreck! Ich hab ein eigenes Leben!
(Alex schluchzt.) Kümmere dich um...
Deinen eigenen Dreck! Ich hab ein eigenes Leben!
Ich hab ein eigenes Leben!
Ich bin nicht deine Telefon-Seelsorge!
Los, hört dich keiner.
Erzähl's den Bäumen, wie sehr sie dich nervt!
Los!
Los. Du nervst. Ja, du nervst!
Du nervst!
Du nervst! - Sag's laut.
Sag's ihr, sie hört's.
Du nervst! - Du nervst mich!
Du nervst mich! - Du nervst!
Du nervst!
Ja.
Ja, okay, gut.
Warte, ich hol mir noch 'nen Kaffee.
Ich find das ganz toll, dass du so was machst, Lara.
Ganz klasse.
Schön.
Ich bin ein bisschen aufgeregt. Gut, was soll ich sagen?
Ich frag dich einfach.
Also, magst du Weihnachten?
Natürlich mag ich Weihnachten.
Was magst du daran?
Das Übliche.
Den Baum.
Die Lichter. Die Stimmung.
Ich krieg auch gerne Geschenke.
Warum bist du dann an Weihnachten hier?
Ähm, irgendjemand muss ja für euch da sein.
Hast du keinen, der zu Hause auf dich wartet?
Ich glaub nicht, dass dich das was angeht.
Sag doch mal.
Was machst du denn,
wenn du nicht hier bist in deinem ganz normalen Leben am liebsten?
Ich bin am liebsten hier. - Ach, so ein Quatsch.
Nee, das ist so.
Gehst du gerne mit Freundinnen aus, dich betrinken?
Oder machst du dir gerne einen gemütlichen Abend mit deinem Freund?
Hast du Kinder?
Nein.
Und warum nicht?
Ich dachte, du wolltest Sachen zu Weihnachten fragen.
Was war dein schönstes Weihnachtsfest,
was du jemals hattest im Leben?
Mein schönstes Weihnachtsfest war...
Da...
Hallo, Timo.
Wie geht's?
Setz dich mal gerade hin, Mann.
Was willst du hier?
Morgen ist doch Weihnachten.
Na und?
Ich wollte dich besuchen.
Hast du Muttern gesagt, dass du kommst?
Ich muss ja nicht alles mit ihr besprechen.
Dann warst du mal wieder zu feige, hm?
Komm, ist gut. - Was ist denn gut?
Was ist denn gut?
Ich hab dir was mitgebracht.
Hab ich für dich gemacht.
Was soll das sein?
Ich dachte, kannst du hier vielleicht aufhängen oder...
Oder aufstellen.
Ist schön, oder?
Das war wohl nichts.
Lass es doch, Timo.
Komm, hau ab.
Verpiss dich und nimm dein Geschenk mit.
Hau ab, Mann!
Weichei!
Fröhliche Weihnachten.
Was machst du morgen Abend?
Ich mache eine Party mit ein paar Freunden und meiner Familie.
Du lädst Freunde ein?
Das ist ja geil. - Ja.
Ich kenne viele Leute, die Weihnachten traurig sind,
weil sie da blöde Sachen erlebt haben. Oder warum auch immer.
Und die sammeln wir ein und füllen die ab.
Bis sie fröhlich sind.
Kann ich auch kommen?
Auf keinen Fall.
Sonst kommt noch mein Mann auf die dummen Gedanken.
Und jetzt aus dem Weg!
Ich muss putzen.
Sonst werde ich bis morgen nicht fertig.
Ah!
Spionierst du mir nach?
(Die Frau lacht.)
Nein, nicht!
Hilfe!
Wir brauchen hier Hilfe! Oh Gott!
(Es wird nichts gesagt.)
Warum weinst du?
Manchmal muss man eben ein bisschen weinen. Ist nicht schlimm.
Wird das ein König?
König Alfons, der Schauderliche.
Den gibt es doch gar nicht.
Es waren Caspar, Balthasar und Melchior.
Und König Alfons, der Schauderliche.
Es waren nämlich vier Könige. Hast du das gar nicht gewusst?
Und König Alfons war der Allercoolste.
Was hat er denn gemacht?
Na ja, weißt du, die anderen Könige
hatten immer nur so doofe Sachen in ihren Säcken.
Wie Myrrhe oder Weihrauch.
Also wirklich so Zeug, was kein Mensch braucht.
Aber König Alfons, der hatte richtig coole Sachen dabei.
Was denn?
Zum Beispiel Chucks für das Christuskind.
Und ein Radio. - Ganz genau.
Und Nutella und Schokolade.
Gummibärchen, all die leckeren Sachen, die man gerne isst,
aber nicht essen sollte.
Hallo, Lara.
Entschuldigung die Störung.
Kommst du?
Papi wartet in der Kantine.
Meinst du nicht, dass es die Kinder verwirrt,
wenn du ihnen so etwas erzählst?
Die sind eh schon verwirrt.
Hallo, mein Lärchen. - Hallo, Papa.
Hallo.
Das Licht ist schrecklich.
Lass doch mal das Licht an. Was soll das denn?
Sonst kann man doch gar nichts sehen.
Da, happy birthday.
Ich hab doch erst morgen Geburtstag.
Aber wir können morgen nicht kommen.
Vielleicht klappt's ja doch noch.
Ich bin ein wenig böse, die sagen, dass das nicht klappt.
Wir haben morgen Abend 15 Leute bei uns.
Und den Baum haben wir auch noch nicht abgeholt.
Der wird schon da sein. - Ist auch scheißegal.
Ich weiß, du hast dir die Uhr gewünscht.
Aber wir fanden das jetzt passender.
Ich hab das Buch in deinem Alter geliebt.
Lärchen, lies es mal, es ist ein wunderbares Buch.
Und wie läuft's denn so?
Super.
Heute ist jemand aus dem Fenster gesprungen.
Was?
Warum das denn?
Kennst du ihn?
Natürlich kenne ich ihn, er ist auf meiner Station.
Kannst du mal normal mit mir sprechen, bitte?
Ist ihm was passiert?
Keine Ahnung.
Tot ist er jedenfalls nicht.
Ich glaube, wir sollten jetzt langsam gehen.
Könnt ihr mich nicht mitnehmen? Bitte, nur für heute Abend.
Ich muss mal raus und normale Leute sehen.
Bitte, sonst werde ich verrückt hier. - Tickst du noch richtig?
Bitte, was ist denn schon dabei?
Dann kann ich dich morgen früh wieder halb nackt von der Straße einsammeln?
Bitte keinen Streit anfangen, ja?
Ich werde dir dein schönes Weihnachten schon nicht versauen.
Du hast dir das eingebrockt, und du ziehst das jetzt durch hier.
Komm.
Kinder, jetzt hört doch mal auf.
Ich bin das so leid. - Ja, und ich?
Ich find's toll?
Ich wollte dir nur sagen, dass es Fedja besser geht.
Das hab ich von Sibel gehört.
(Jemand schluchzt.)
Was ist los?
Ich kann nicht atmen.
Leg dich hin.
Leg dich hin, Lara.
Komm, atme hier rein.
Atme hier rein.
Das geht nicht. - Doch, das geht.
Ganz tief atmen.
Ganz tief einatmen.
Genau.
Noch mal ganz tief.
Genauso.
Hier rein.
Genau.
Das wird gleich besser.
Mir ist immer noch kalt.
Woher weißt du das mit dem Atmen?
Meine Mutter hat manchmal Panikattacken.
Versuchst du deshalb, andauernd sie anzurufen?
Sie geht nicht ans Telefon.
Hast du Angst, dass sie sich was antut?
Wie alt ist dein Bruder?
Das sind meine Halbgeschwister. Mein Bruder ist vier.
Hat er dich gern?
Ich glaub schon.
Ich hasse Weihnachten.
Lara.
Lara.
Lara.
Fedja ist wieder da.
Ich hab ihn gerade durchs Fenster gesehen.
Alles Gute zum Geburtstag.
Ja, danke.
(Anklopfen)
Hallo, Timo.
Fedja wollte noch seine Sachen holen.
Wollen wir uns kurz setzen?
Komm rein.
Setz dich doch.
Fedja hat im letzten Jahr schlimme Dinge erlebt.
Seine Mitschüler haben ihn sehr gequält.
Was hab ich damit zu tun?
Er braucht hier einen Schutzort, wo er in Ruhe heilen kann.
Was ist los?
Sie wollen doch, dass ich sage, es ist meine Schuld, ja.
Hab ich das gesagt, Timo?
Nein, aber Sie denken es.
Nein, das denke ich nicht.
Du hast Fedja Angst gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.
Aber du kannst dafür Verantwortung übernehmen, oder es sein lassen.
Du kannst hierbleiben.
Ich tu dir nix.
(Musik)
Wo gehst du hin?
Ich gehe laufen. - Kann ich vielleicht mitkommen?
Okay.
Ich hatte dich auf meinem Zettel.
Aber ich mach das nicht.
Okay.
Ich find Weihnachten scheiße. Mehr hab ich nicht zu sagen.
Ich fand Weihnachten als Kind ganz schön.
Du auch?
Was soll als Kind anders sein?
Ich weiß nicht, da...
Da kann man sich noch so über alles freuen.
Ich konnte immer nicht schlafen vor Aufregung.
Einmal war ich bei meiner Oma.
Es war okay.
Ich hab ihr so ein beschissenes Ding aus Holz gebastelt.
Hat sich gefreut.
Komm.
Fedja.
Fedja.
Also, ich hab mir was überlegt.
Du bist ja wieder zurück. Heute ist Weihnachten und mein Geburtstag.
Ja.
Tadah!
Mein Weihnachtsgeschenk für dich.
Gefällt's dir?
Geht's dir besser?
Tut mir leid, wenn ich manchmal fiese Sachen zu dir gesagt hab.
Aber das mach ich bei jedem.
Okay?
Hier kannst du scharf stellen.
So.
Bin ich richtig scharf?
Und was vermisst du an Weihnachten?
Eigentlich gar nichts.
Na ja, also...
Früher haben wir immer auf dem Land gefeiert.
Dann hat mein Papa den Baum aus dem Wald geholt.
Den Geruch mochte ich.
Und wenn wir nach dem Weihnachtsabend am Morgen
mit den Geschenken gespielt haben.
Ja.
Und hast du deine Eltern lieb?
Hast du deine Eltern lieb?
Ja, hab ich.
Entschuldige die Verspätung.
Sie haben da was.
Sie müssen mal aufpassen, wie Sie rumlaufen.
Wie ich rumlaufe geht dich gar nichts an.
Bist du okay?
Warum?
Weil es gestern ein heftiger Tag war.
Ich bin sehr stolz, wie du das vorhin mit Fedja gemacht hast.
Warum mögen Sie Weihnachten nicht?
Hat das was mit Ihrer Kindheit zu tun?
Kann sein.
Als Kind fand ich es auch nicht so schön.
Warum nicht?
Weil ich an Weihnachten immer das Gefühl hatte,
dass meine Eltern traurig sind, dass sie keine leiblichen Kinder haben.
Und waren die fies zu Ihnen?
Nein, überhaupt nicht.
Sie waren sehr liebe Menschen.
(Alle reden durcheinander.)
(Sie singen.)
"Oh, Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter?"
"Du grünst nicht nur zur Sommerzeit."
"Nein, auch im Winter, wenn es schneit."
"Oh, Tannenbaum, oh, Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter?"
"Oh, Tannenbaum, oh, Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren."
"Die Hoffnung und Beständigkeit gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit."
"Oh, Tannenbaum, oh, Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren."
(Applaus)
Ihr müsst die Könige sein.
Du bist König Alfons.
Der Schauderliche.
Traust du dich nicht?
Du bist der vierte König.
Kommt schon.
Ja, okay.
Eins zu Null für Lara, eins zu Null für Lara.
Schneller.
Fedja, steh nicht so komisch rum, mach auch mal was.
Schneller.
Treffer.
Alex, wir sind in der Endrunde.
Ach naja.
Egal, passiert.
Alex, jetzt hast du aber wirklich verloren.
Du musst den Schläger so halten. - Ein bisschen mehr konzentrieren.
So.
Kommt ihr bitte rein? Es ist schon nach 22 Uhr.
Es ist doch viel zu kalt.
Alles okay, Alex?
Hast du was getrunken?
Und?
Was, wenn wir nicht reingehen?
Hm.
(Anklopfen)
Hier bist du.
Wo sonst?
Tadah. Ich wollte noch einen Sekt mit dir trinken.
Musst du nicht nach Hause? - Ein paar Minuten hab ich noch.
So, auf unsere Zusammenarbeit.
Ja.
Sie haben den Alkohol aus meinem Geschenkkorb.
Einer von Ihnen war im Schwesternzimmer
und hat die ganzen Körbe umsortiert.
Finden Sie das komisch?
Timo war betrunken und hat mich bedroht.
Tut mir leid, wenn ich darüber nicht lachen kann.
Ich frag die Vier jetzt, wer das war.
Die machen einen Spaziergang. - Allein?
Na ja, zu Viert.
Sie haben Timo mit Fedja alleingelassen.
Wir brauchen das nicht weiter diskutieren.
Warum nicht?
Weil wir nie einer Meinung sein werden.
Sie meinen, die Jugendlichen brauchen Regeln.
Weil es an der Pflege hängenbleibt, wenn Sie die Zügel langlassen.
Es gibt keine Schnittmenge zwischen uns.
Jeder macht seine Arbeit, und wir gehen uns aus dem Weg.
Dann brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.
Ich rufe den Chefarzt an.
Oder Sie respektieren meine Entscheidung.
Ich hab Sie gewarnt, dass das nicht gut geht mit den beiden.
Ich habe kein Vertrauen in Ihre Entscheidung.
Wummerland?
Trinken.
Bitte trink ihn leer.
Trink.
Sag ja.
Mund auf.
Ah, ha ha.
Du hast gekleckert, du kleines Schweinchen.
Timo!
Fünf Schlucke, fünf.
Eins, zwei, zweieinhalb.
Geht es deinem Hals besser?
Bisschen.
Bei mir hat es auch 'ne Weile gedauert.
Aber jetzt ist es besser.
Ich hab mich aus dem Auto meines Vaters fallenlassen.
Beim Fahren.
Warum?
Ich wusste nichts anderes.
(Lara jauchzt im Hintergrund.)
Nicht so schnell.
Fedja, Alex.
Was war denn das für ein Geräusch?
(Sie lachen.)
Wer will, wer will, wer hat noch nicht?
Schaut mal, wie schön der See ist.
Der Vollmond.
Kommt, wir gehen ins Boot. Kommt.
Okay. - Vorsicht, Lara.
Du musst dahinten rein, damit es ein Gleichgewicht gibt.
Was haben die mit dir gemacht in der Schule?
Du bist so ein Opfer, wie du immer rumstehst, Mann.
Du musst dich wehren.
Stell dich gerade hin, mach die Brust raus.
Brust raus, stell dich gerade hin.
Dann tun die dir auch nix.
Ich wünsch mir von jedem von euch einen Kuss.
Auf keinen Fall.
Alex hat gesagt, ich darf mir was wünschen.
Der Nächste, bitte.
Der Nächste.
Fedja.
Komm ran, du georgisches Ferkel.
(Lara lacht.)
Ich hab einen Helm, Leute.
Juhu! Hallo!
Hey!
Hey!
Hallo, Timo.
Fröhliche Weihnachten, Wolfi.
Das war so klar.
Hast du sie?
Ich hab sie nicht.
Lara!
Hier ist sie nicht.
Lara!
Lara!
Lara.
(Fedja atmet aufgeregt.)
(Alex schluchzt.)
Wir müssen was machen!
Ich bin hier.
Bist du völlig bescheuert?!
Habt ihr gedacht, ich kann nicht schwimmen, oder was?
Seid ihr okay?
Ich habe einen Scherz gemacht.
Aber die anderen fanden es nicht komisch.
(Alex schluchzt.)
Was hast du denn?
Du bist so bescheuert! Warum machen wir so einen Scheiß?!
Ist ja gut.
Ich will das nicht mehr!
Tut mir leid, Alex.
Was ist denn hier los?
Wir haben nur einen Spaziergang gemacht.
Dr. Wolf hat die Jugendlichen allein in den Wald gehen lassen.
Obwohl Timo betrunken war. - Warum war er betrunken?
Er hat sich Alkohol aus meinem Präsentkorb genommen.
Hä, das war ich.
Wieso sind denn die so nass?
Meine Familie sitzt jetzt alleine vor dem Weihnachtsbaum!
Es ist alles in Ordnung.
Nein, es ist nichts in Ordnung! - Es war nur ein Spaziergang.
Er setzt den Jugendlichen keine Grenzen.
Ich hab oft versucht, darüber zu reden.
Ihr zieht euch jetzt um und geht ins Bett!
Geht bitte in eure Zimmer.
Und wir sprechen uns morgen.
Doktor Wolff macht hier, was er will. Darunter zu leiden hat die Pflege.
Wir sprechen morgen.
Ich kann unter diesen Bedingungen nicht arbeiten!
Ich hab gesagt, dass Timo hier nicht hingehört!
(Sie schreit.)
Hey!
Timo?
Kannst du dich jetzt beruhigen?
(Er schreit.)
Ist gut, Timo.
Wir bringen dich jetzt aufs Zimmer, damit du zur Ruhe kommen kannst.
(Musik)
(Anklopfen)
Ja.
Komm ruhig rein.
Ich versuche, eine vertrauensvolle Beziehung zu dem Jungen aufzubauen.
Aber es wird mir unmöglich gemacht.
Sind also wir schuld, ja?
Er fängt gerade an, sich zu integrieren.
Wenn wir ihn in die Geschlossene zurückschicken,
scheitern wir mit ihm.
Sie haben die Situation aber nicht im Griff.
Und der Junge ist hier nicht tragbar mit seinen Gewaltausbrüchen.
Simone hatte ihn von Anfang an auf dem Kieker.
Und da finden Sie es angemessen, dass er ihr die Nase bricht?
Wie sollen traumatisierte Jugendliche schon angemessen reagieren?
Reißen Sie sich zusammen, Dr. Wolf!
Sie haben einfach Scheiße gebaut.
Es war keine gute Idee, den Jungen herzuholen.
Aber ich hab mich von Ihnen überreden lassen.
Deshalb bin ich jetzt mitverantwortlich.
Seien Sie froh, dass Sie Ihren Job noch haben.
Gibt's noch andere Sachen, die besprochen werden müssen?
Ich hab eine Postkarte für Simone vorbereitet.
Timo, ich möchte, dass du das nicht als Bestrafung
oder Niederlage ansiehst.
Und wollen Sie das auch?
Nein.
Ich möchte dich hierbehalten.
Aber ich hab unterschätzt, wie schwierig die Bedingungen
hier für dich sind.
Vielleicht haben wir da drüben wirklich ein bisschen mehr Ruhe.
Es ist nicht Timos Schuld, dass wir abgehauen sind.
Ja, das weiß ich.
(Anklopfen)
Die Kollegen sind da, um Timo abzuholen.
Ich brauch noch einen Augenblick.
Soll ich dich hinbringen?
Timo, siehst du, wie du hier in der Gruppe geschätzt wirst?
Und auch von mir?
(Klavierspiel)
Sieh doch mal, Alex.
Wird bei dir zu Hause an Weihnachten auch so viel geheuchelt?
Ich glaub nicht, dass das alles nur Heuchelei ist mit Weihnachten.
Warum?
Na ja, man wünscht sich das doch.
Was?
Dass alles einmal schön ist.
Für einen Tag.
Stimmt.
Und ist dieses Jahr ein schöner Tag für dich?
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2017
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.