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Original subtitles

Wohin fahren wir jetzt?

Los, steig ein.

Wir passen doch alle vorne rein.

Du willst doch nur in meine Cousine rein.

- Nein. - Gefällt sie dir nicht?

- Doch, aber... - Steig ein.

Na los.

Mach schon.

He! He, ich bin hier drin!

RICKWAERTS TRUMPFKARTE

"Premierminister Mirmont und der Erste Sekretär, Chistera,..."

Sozialisten erreichen die absolute Mehrheit

Da ist immer noch zu viel Rot.

323 Sitze für die Sozialisten. Mehr als '81.

Warst du da schon auf der Welt?

Ich habe in der Vorschule für Mitterrand geworben.

Herr Direktor, Sie wissen aber schon,

dass wir eine neue Regierung haben?

Ich meine nur, falls Sie es noch nicht gemerkt haben.

Genau.

Also, unser Finanzminister unterstützt

den Vorschlag Italiens im Europäischen Rat.

Moment, ich rufe zurück. Alain, alles okay?

Ja, es geht schon. Ich bin gleich zurück.

Seit dem Unfall hat er Tinnitus.

Das Schlimmste ist, dieses Pfeifen hört nie auf.

Ich helfe ihm lieber.

Warte, Alain. Wir kommen.

Danke.

Arthur!

Scheiße!

- Wir sind da! Wir sind da! - Verdammt.

- Die Schlüssel! - Hol die Schlüssel!

Arthur, wir sind da!

Arthur!

- Bruce, beeil dich, verdammt! - Ich finde sie nicht.

Los!

Ich finde die Schlüssel nicht!

Sie sind weg!

Los, zieh.

Los! Los doch!

Arthur, tritt dagegen, verdammt!

Los!

Das Kulturzentrum ist ein Großprojekt. Bauzeit sechs Monate.

Du könntest dich um die Sicherheit kümmern.

Wachleute, Hunde... Was meinst du?

Weißt du, wie lange ich nicht mehr verhaftet worden bin?

- Na, Herr Bürgermeister? - Was willst du?

- Dass du mir einen bläst. - Gérard.

Das ist doch das Mindeste. Blas mir ordentlich einen, Philippe.

Es geht um Asbestsanierung, die müssen wir ausschreiben.

Du brauchst eine Partnerfirma als Garantie.

Wenn es umsonst ist.

Nichts ist umsonst, Gérard.

Ich weiß, aber es sind immer dieselben, die bezahlen.

- Wir finden schon noch eine Lösung. - "Schon noch".

Aber wann, Philippe? Das will ich wissen.

In spätestens einer Woche.

Das wird schon wieder.

Wie geht es dir?

Na, wird euch wieder warm?

Warum war er im Kofferraum? Er könnte tot sein.

Das Wasser war noch niedrig.

- Red keinen Mist. - Hör mal, sie...

- Sei still. - Ich bin schuld.

- Sie wusste es nicht wirklich. - Wusstest du es? Ja oder nein?

- Nein, ich habe geschlafen. - Ja, geschlafen.

Ihr habt euch ja schön abgesprochen.

Sie wusste es nicht, Philippe. Diese Trottel haben sie da reingezogen.

Das Auto bezahlst du mir.

Er war wie ein Hund in den Kofferraum gesperrt.

Wen interessiert deine blöde Karre?

Du bist so ein Idiot.

- Cyril, ich kann jetzt nicht. - Chistera gibt den Parteivorsitz ab.

Er liegt im Krankenhaus.

Mist, ich dachte, es geht ihm besser.

Und jetzt hör zu.

Laugier sucht schon einen Nachfolger.

Philippe?

Ich nehme den Zug um 10:06 Uhr. Ich melde mich.

Philippe, kandidiere für den Vorsitz.

Nein, es ist zu früh dafür.

Ich hätte keine Chance.

Laugier hat noch "Schonfrist".

Er würde auch mit einem Pavian gewinnen.

Ich muss los.

Lässt du mir das Passwort da?

- Für das WLAN. - Das brauchst du nicht. Und kein TV.

- TV-Verbot, wie für ein Kind? - Du wirst beschäftigt sein.

Was, womit denn?

Du siehst die Kartei meiner Unterstützer durch. 6.000 Namen.

Aber es sind Ferien, verdammt.

Wusstest du von dem Kerl im Kofferraum?

Ich sage, was du willst. Auch wenn es falsch ist.

- Was ist falsch? - Dass ich von Arthur wusste.

- Lüg mich nicht an. Das mag ich nicht. - Ich lüge nicht, Papa.

Ruf Cyril an. Er erklärt dir das mit der Kartei.

Es gibt vier Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs.

Auf der Liste A stehen: Chambolle und Barthélémy.

Auf Liste B: Plisson und Irvane.

- Und Bardon? - Die Innenministerin?

Sie ist jung, aufstrebend...

Sie ist Innenministerin. Meine Regierung ist tabu.

- Meine Wahl wäre Barthélémy. - Er ist 68.

- Und Irvane... - Irvane sollte gar nicht auf die Liste.

Nur wegen des Arbeitsgesetzes?

Nationalversammlung

- Monsieur Kalhenberg. - Ach.

- Wie geht's? - Gut, danke, Bernard.

Glückwunsch zu den 54 %. Das ist toll.

- Ich habe dieses Büro seit 15 Jahren. - Ich rede mit dem Amtsdiener.

Das mache ich selbst. Wo ist dieser Hochstapler?

In Ihrem Büro.

- Nein. - Doch.

Vor 100 Jahren hätte ich dich jetzt gefordert.

- Das ist seit Jahren mein Büro. - Dein Büro ist mir egal, Daniel.

Du rufst nicht zurück. Du hast mehr zu tun als Obama.

Wie soll ich dich sonst erreichen?

Ich weiß etwas, das dich interessieren wird.

- Und was? - Wie wir zwei Laugier aufs Kreuz legen.

Kalhenberg.

Was ist mit Kalhenberg?

Kalhenberg wird antreten wollen.

Erster Sekretär?

Sagst du mir, wie ich gewinne?

Wer hat von einer Wahl geredet? Hör auf mich, und du trittst allein an.

Warum sollte Laugier einem Rivalen den Vorsitz geben?

- Du bist nicht mehr sein Rivale. - Was?

Du bist jetzt für Laugier. Sogar sehr für Laugier.

Jeder wird vorgeben, dir zu glauben, auch Francis.

Für dich zählt nur eins:

der Erfolg der Regierung.

Also bietest du nach Chisteras Unfall deine Dienste an,

für den Übergang.

Den Übergang?

Lass mich raten:

Am Ende dieses Übergangs bist du Erster Sekretär.

Ich soll dir die Partei geben.

Damit du das Land führen kannst, aber nicht erst in zehn oder 15 Jahren.

Sondern in fünf.

Ich sage dir, was ich tun werde:

Ich werde gar nichts tun.

Ich bin nicht für Laugier und messe mich nicht mit ihm.

Ich bin nur Daniel Kalhenberg. Punkt.

Ich will den Vorsitz nicht.

Meine Strategie ist bekannt. Ich bin der Ausweg.

Willst du Präsident werden?

Das geht nur über die Vorwahlen.

Die Vorwahlen.

Kalhenberg ist der Parteivorsitz egal.

Er will diesen Stuhl.

Treten Sie wieder an, gibt es keine Vorwahlen.

Du weißt, die Partei kann anders entscheiden.

Dank des Nordens hat Rickwaert Chancen.

Er hat die Stimmen und die Ideen dafür.

Er will den Vorsitz schon seit zehn Jahren.

Er hätte damals aus dem Parlament fliegen müssen.

Amélie, Sie haben hart gekämpft. Aber jetzt muss es schnell gehen.

Wer als Erster kandidiert, gewinnt.

Man will keinen Machtkampf. Der Zweite wird als Spalter gelten.

Dann halten wir uns an den Plan

und lassen im Nationalrat abstimmen.

In vier Tagen.

Bestellen Sie die fünf Kandidaten her.

Ich überlege es mir.

Und genau deshalb habe ich vor 15 Jahren Francis dir vorgezogen.

Dabei hätten wir beide viel mehr gemeinsam.

Aber du arbeitest nicht hart genug, Daniel.

Du denkst zu viel an dich.

"Der Ausweg", "der, der sich raushält". So reden faule Leute.

Glaub mir, wer sich raushält, überlebt nicht.

Du stirbst ganz allein auf deiner Wolke, wo du dich raushältst.

Morgen um 7:45 Uhr bin ich bei RTL Radio.

Reicht dir das?

Ruf sie an.

Es klingelt.

- Ja, Cyril? - Hier ist Philippe.

Geht es dir besser?

Nein, kein bisschen.

Du glaubst gar nicht, wie krank ich bin.

Ich muss Bettruhe halten.

- Ich verlängere den Krankenstand. - Das reicht, Véro.

Ich brauche dich im Rathaus.

- Allein geht es nicht. - Du brauchst mich nicht.

Du kannst alles allein.

- Am Wahltag hast du es auch so gemacht. - Es ging nur so.

Jetzt, nach dem Sieg, hast du leicht reden.

Hätte Laugiers Mann geführt, wärst du froh gewesen.

- Dass ich einen Plan B hatte. - Mistkerl.

Sind das die Sachen?

- Hast du Quittungen? - Nein, ich habe keine Quittungen.

Keine Quittungen, keinen Verkäufer,

keine Belege, woher ich es habe.

Ich habe keine Ahnung.

Keine Ahnung.

Das ist sie! Das ist die Frau.

Auf dem Plakat mit dem Bürgermeister. Sie hat mir das Zeug verkauft.

- Beruhige dich. Ganz ruhig. - Oh nein.

Ich lasse mich doch nicht zu Unrecht verhaften.

Sie verkauft mir das Zeug, und ich bin dran?

Meinst du Véronique Bosso?

Na, die Frau auf dem Plakat.

- Hallo? - Der Präsident will Sie sprechen.

Amélie, kommen Sie bitte sofort her.

Ich bin gleich da, Herr Präsident.

- Ja? - Du musst es twittern.

Erkläre, dass du antrittst.

Schlag eine Übergangs-Doppelspitze vor.

Mit einem Tweet um 2:30 Uhr?

Das ist stillos. In fünf Stunden bin ich bei RTL.

Francis weiß, dass die Zeit läuft.

Hat Chambolle vielleicht getwittert? Also, komm wieder runter.

Ich weiß, wie er tickt.

Und er weiß genau, wie ich ticke.

Philippe, wenn du mit mir arbeiten willst,

denk weniger an Laugier und mehr an mich.

Also, bis später. Schlaf jetzt.

Scheiße.

Was ist los?

Whisky?

Nein, danke.

Sie müssen den Parteivorsitz übernehmen.

Was?

Nein, das geht nicht.

Dafür bin ich nicht qualifiziert.

Und es ist kein Posten, den ich will oder mag.

Man mag das, was man gut kann. Und Sie sind gut.

Ich möchte sehr gern weiter mit Ihnen arbeiten,

aber auf meinem jetzigen Posten.

Als ich in die Partei eintrat, lag das Durchschnittsalter bei 20.

Niedriger als heute. Es war unglaublich lebendig.

Alle sprühten vor Ideen und Energie.

Das war meine Generation. Aber jetzt sind die Leute alt und müde.

Der Erfolg ist ihnen zu Kopf gestiegen.

Sie wollen die Dinge eher verwalten als verändern.

Rickwaert sollte die Partei verjüngen und einige Leute loswerden.

- Warum sagen Sie mir das? - Weil das jetzt Ihr Job ist.

Jetzt verstehe ich noch weniger.

Ich bin nicht wie Rickwaert.

Amélie, Ihr Präsident braucht Sie jetzt.

Es geht nicht, ich wurde nicht gewählt.

In acht Monaten ist die Teilwahl des Senats.

Sie treten für das Val-de-Marne an.

Aber Sie kennen doch meine Familie und meine Herkunft.

Man muss nicht arm sein, um die Armen zu verteidigen, Amélie.

- Sie entscheiden wohl alles? - Nein, aber viel.

Ich bin nun mal der Präsident.

Ich würde Ihnen gern sagen: "Überlegen Sie es sich in Ruhe."

Aber das geht nicht.

Kalhenberg ist um 7:45 Uhr bei RTL.

Sie sind vorher bei France Inter. Die sind informiert.

Falls der Nationalrat mich zur Vorsitzenden der Sozialisten wählt,

werde ich dafür sorgen, dass die Aktivisten stets gehört werden.

Unsere Debatten werden transparent sein.

Ich werde für klare Ideen, kohärente Vorhaben

und vor allem transparentes Handeln einstehen.

Es wurde genug vom Wechsel geredet. Wir müssen handeln.

Wir brauchen eine Partei, die das Tun unserer Regierung unterstützt.

Unfassbar, diese Schlampe.

Aber als Regierungspartei müssen wir auch Ideen bringen,

antreiben und die Exekutive informieren.

- Hallo? - Hier ist Kommissar Ménadier.

Ja, Herr Kommissar?

Ja, gut.

Okay.

Guten Tag. Sie ist hier.

- Madame Bosso? - Guten Tag.

Am 2. Mai halfen Sie Philippe Rickwaert, Geld aufzutreiben,

um das Minus auf dem Konto des Wohnungsbauamts

vor der Polizei zu vertuschen.

Dazu haben Sie Hi-Fi-Geräte an Eddy Deloir verkauft,

der Sie auf mehreren Fotos wiedererkannt hat.

Sie haben zudem 900 Euro vom Konto Ihres Mannes abgehoben.

Ich weiß nicht, wovon Sie reden.

Wer sind Sie eigentlich?

Ich arbeite im Innenministerium.

Sie sind extra aus Paris gekommen?

Rickwaert wurde vor der Durchsuchung gewarnt.

Wir denken, wir kennen seinen Informanten.

Sylvain Buisine. Seine Mutter hat hier gearbeitet.

Daher kennt ihn Rickwaert wohl.

Erklären Sie mir bitte noch mal,

was dieser Buisine mit Philippe zu tun hat?

Kennen Sie die Aufgaben der Finanzpolizei?

Der Kampf gegen kriminelle Firmenchefs, Konkursbetrug, Bankbetrug,

zwielichtige Bauträger.

Die Opfer sind immer dieselben.

- Arbeiter, Rentner, kleine Firmen. - Wie kann ich Ihnen helfen?

- Bestätigen Sie Buisine als Informant. - Informant wofür?

Der 15. Bezirk in Bewegung

Ja, Philippe?

Hast du die Parteisatzung da?

- Es ist gerade schlecht. - Ja oder nein?

Ich glaube, ich habe ein PDF.

Als die Dorendeu nach Straßburg zur EU ging,

wechselte sie zur Sektion Brüssel.

Ja, möglich.

Nein, sicher. Das weiß ich von ihr.

Und sie verließ die Kommission

nach der Europawahl.

Moment...

- Hast du sie jetzt? - Gleich.

Sieh unter "Erster Sekretär" nach. Danke.

Ja, ich habe es.

"Der Erste Sekretär überwacht die Arbeit der Instanzen."

- Parteizugehörigkeit? - Hier.

"Jedes Mitglied der Parteiführung

muss drei Jahre in Folge Mitglied gewesen sein."

"In Folge", das ist hier entscheidend.

Hat sie die nicht?

Nach Brüssel war sie in Paris im 15. Bezirk.

Dem Foto ihrer Begrüßung nach war das im Oktober.

Prüfen wir das.

Diese Sache ist streng geheim.

Wir müssen es prüfen, ohne dass jemand davon erfährt.

Also, viel Glück.

Was wirft dieser Schnösel aus Paris dir vor?

Dass du nachts vom Konto deines Mannes Geld abhebst?

- Nicht in irgendeiner Nacht. - Oh doch.

- Sie glauben, dass du dabei warst. - Ich?

Ich war daheim, im Bett. Ich brauche viel Schlaf.

Die wissen gar nichts. Sie spekulieren nur.

Sie haben Eddys Aussage.

In zwei Tagen ist die vergessen.

Rechtlich gesehen muss Laugier mich schützen, und dich auch.

Komm schon, Véro.

Der Ministerialmitarbeiter spielt Polizei.

Laugier hat sie an der Kandare.

Du sorgst dich zu viel.

- Komm wieder ins Büro. - Laugier kontrolliert nicht alles.

Früher oder später will einer der Bullen den Helden spielen.

Wann sollst du den Kerl aus Paris zurückrufen?

- Heute Abend. - Dann liefere ihm Buisine.

Und wenn Buisine dich verpfeift?

Kaum. Er will doch adoptieren.

Na gut.

Wie geht es dir denn?

Richard ist sicher froh, dass du zu Hause bist.

- Du weißt, ich kann nerven. - Dann komm wieder ins Büro.

Ja, ich habe Mist gebaut.

Das mit Balleroy war großer Mist. Du hattest recht.

Ist das die Strafe?

Balleroy ist mir Strafe genug.

Geschieht dir recht.

Ich komme unter die Räder, und dich freut das?

Und wie.

Ich finde es klasse.

Der Nationalrat steht an.

Das wird ein harter Kampf.

Wir haben einen guten Ansatz gefunden.

Erzähl, was hast du vor?

Die Dorendeu als Erste Sekretärin?

Nicht mit mir.

- Kann ich etwas tun? - Du bist doch krankgeschrieben.

Ach, hör auf.

Wir müssen in die Mitgliederdatei der Partei.

Wir brauchen jemand, der Zugriff hat.

Ich kümmere mich darum.

Es fehlt an Präsenz im gegnerischen Strafraum.

Matuidi erobert den Ball zurück.

Und plötzlich ein ausgezeichneter Spielzug...

Vom Club bis zum Strand sind es gut 20 Minuten Fahrt.

Ihr wolltet einen Scherz mit Arthur treiben

und habt ihn in den Kofferraum gesteckt.

Aber Bruce hat es vor lauter Herumalbern vergessen.

Hat Arthur nichts gesagt, als er im Kofferraum lag?

Das Radio war an.

- Ihr habt ihn also nicht gehört? - Nein, er hat zum Glück geschlafen.

Ich kenne Arthur. Der kleine Leboeuf, oder?

Ein netter Kerl, etwas hässlich und langsam...

Wie nett, dass ihr ihn mitnahmt, wenn auch nur im Kofferraum.

Weißt du, was das ist?

Das ist pure Grausamkeit.

- Du und deine großen Worte und Politik. - Oh ja.

Grausamkeit ist Politik.

Das ist eine Weltanschauung. Die nackte Gewalt des Darwinismus.

Das ist greifbar. Kennst du Darwin?

- Ja. - Na also.

In der Grundschule habe ich dir erklärt, wie es auf dem Pausenhof läuft.

Du hast es wohl nicht kapiert. Also noch mal.

Schwache zu erniedrigen, das ist sehr greifbar.

Kleine zu verprügeln. Es ist erregend.

- Papa. - Das Gefühl der Macht.

Das gefällt einem.

- Salomé, zum letzten Mal... - Hör auf!

Buisine, du wirst uns verlassen.

Aber warum denn? Ich arbeite gern hier.

- Du gehst nach Marseille. - Warte...

Pack deine Sachen. Du hast eine Stunde.

Auch Themen wie dem Miteinander und der Bildung

wollen wir unseren Stempel aufdrücken.

Guten Tag. Hallo.

Ich sage Ihnen ganz klar:

Ja, wir wollen das Land verändern.

Man kann gesellschaftliche Reformen nicht vom sozialen Wandel trennen...

Was ist mit der Datei?

Patou ruft nicht zurück, und Benjamin redet von neuen Passwörtern.

Er hat wohl Anweisungen.

Und was ist mit Schaffler? Als Schatzmeister hat er sicher Zugang.

Vergiss es. Er würde für Laugier töten.

Oh, verdammt.

Ist das Elodie?

Seine neue Assistentin.

- Kennst du sie? - Ja, aber vergiss es.

Warum? Sie wird das Passwort haben.

- Nein, Philippe, sie ist meine Ex. - Das ist doch nicht schlimm.

Umso besser, du legst sie flach, und wir verzögern die Debatte.

- Du spinnst. - Sie ist nicht übel.

- Du legst sie flach. - Nein.

Du führst sie aus und alles. Wir machen die Dorendeu fertig.

- Rechne es als Spesen ab. - Klar, ich hebe die Quittung auf.

Ihr kotzt mich an.

Fanny, bist du drin? Wir kommen jetzt rein.

Ja.

Alles klar.

- Ich habe euch eingetragen. - Danke.

Philippe, du bist als letzter Redner gemeldet.

Aber sie wollen alles fix machen, verzögern wird schwer.

- Such noch mehr Redner. - Die Liste ist geschlossen.

Ich suche Veteranen, die sie nicht ablehnen können.

Sonst jagen sie es durch, und wir sind am Arsch.

Los.

- Hallo, Philippe. - Romain, hallo.

Hallo.

- Hallo. - Géraldine, wir reden später.

Hallo, wie geht's?

Na, die Politiker von morgen. Seid ihr neu?

- Ja, ich. - Willkommen. Viel Erfolg.

- Wirst du sprechen? - Oh ja.

- Ja, natürlich. - Schön.

- Hi. - Hallo, Philippe.

Wie geht's? Jean-Pierre.

Hallo, Jean-Pierre.

- Wie geht's? - Hallo, Philippe.

Wann kommt deine Rede für Chistera?

Es wollen wohl viele Leute reden, also...

Aber wir wollen dich hören. Chistera würde sich freuen.

Ich mag sie. Ich finde sie toll.

Sie ist effizient...

Gefällt es dir in Straßburg?

Straßburg ist okay. Aber die Wahlen in Drulingen...

Ich musste das Flugblatt ins Deutsche übersetzen.

Der Horror. Sachen wie "gegen der Kapitalismus".

Ja, das ist nicht zu beneiden.

Aber wirklich.

Zur Belohnung sitze ich jetzt im Nationalrat.

Wir sollten langsam gehen, oder?

- Klar. - Oder...

Oder wir trinken noch einen, als Mutmacher.

Na klar. Bedienung?

Zwei Nikka, bitte.

Alles gut? Du wirkst etwas gestresst.

- Ein wenig. - Warum?

Keine Sorge, du kannst es mir sagen.

Auch wenn du nicht immer nett warst.

Ich weiß, ich war ein Arsch.

- Es ging mir zu schnell. - Es ist lange her.

Also, ich bin ganz Ohr.

Also gut.

- Kennst du Marc Pisani? - Vom Nouvel Observateur?

Ja, ich kenne ihn von der Uni. Er rief mich vorhin an.

Es ist eine krasse Sache.

Danke.

- Du darfst es nicht weitersagen. - Ja, rede weiter.

- Sicher? - Ja.

Dorendeu erfüllt wohl die Kriterien für den Vorsitz nicht.

- Wie das? - Keine drei Jahre Mitglied in Folge.

- Mist. - Und keiner hat es bemerkt.

- Weiß der Journalist das sicher? - Nein.

Nein, darum rief er ja an. Ich bin fast vom Stuhl gefallen.

Aber ich kann es nicht prüfen.

Man müsste in die Mitgliederdatei.

Das kann ich.

Nicht von hier, aber ich kann jemanden in Colmar anrufen.

Sie kann mit meinem Passwort nachsehen.

Das würdest du tun? Wow.

Na dann, super.

Die Einheit

war sein Totem,

sein Talisman, sein Markenzeichen.

Wo ist diese Einheit heute?

Alain Chistera wusste, wie Blum und Jaurès,

dass den Sozialisten

ohne sie nur Niederlagen und Machtlosigkeit drohen.

Bravo. Bravo!

Er ist gut.

- Oh ja. - Ich wähle ihn.

- Bravo. - Alain.

Alain, mein Freund.

Mein lieber Freund.

Du musst auch diesen Kampf gewinnen

und schnell zurückkommen.

Wir brauchen dich!

Rickwaert verlängert die Rednerliste.

Er spricht als Letzter.

Rickwaert ist der letzte Redner?

Er wird quatschen, bis der Saal leer ist.

Wir stimmen jetzt ab.

Das geht nicht, Amélie, erst müssen alle reden.

So ist das in der Partei.

Ja, früher. Alles verändert sich.

Nein, nicht alles.

Soll ich um vier Uhr morgens vor leeren Reihen eingesetzt werden?

Und was bringt die Presse dann?

Ein Foto von mir, todmüde und mit verlaufener Schminke.

- Ich will jetzt abstimmen. - So läuft das nicht.

"So läuft das nicht."

- Aber er darf mich erniedrigen? - Amélie, die Partei hat ihre Satzung.

Alle auf der Liste dürfen reden. Gewöhne dich daran.

Wir stimmen jetzt ab.

- Z-Z-45-E-D-J. - E-B-J.

- Nicht B, D-J. - Okay.

Okay, ich warte.

Gleich.

Keine drei Jahre.

- Bist du dir sicher? - Ja.

Sie hat keine drei Jahre.

Gut, schick es mir per Mail, und sag es niemandem.

Gehen wir?

Genossen, wir stimmen ab.

Kommt, es geht jetzt los.

Los.

Das ist die Mailbox von Cyril Balsan. Bitte sprechen Sie aufs Band.

Wir stimmen ab, kommt.

Ihr fehlen drei Monate.

Liebe Genossen, bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein.

Wir kommen nun zur Abstimmung.

Noch eine Erinnerung zum Prozedere:

Sie heben dazu Ihr Namensschild.

Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein.

Die Sitzung ist unterbrochen.

Auf keinen Fall. Wir unterbrechen nach der Abstimmung.

Nein, jetzt. So ist es Vorschrift.

Das ist unerhört.

Für wen hältst du dich?

Wir müssen reden.

Du nervst mich wegen drei Monaten zu wenig?

Du kannst die Satzung nicht ignorieren.

Wenn du wieder reingehst und dich wählen lässt,

lege ich morgen Einspruch ein.

Dann wird die Wahl automatisch annulliert.

Der Präsident war unvorsichtig.

Das freut dich, was?

- Nicht unbedingt. - Weißt du, was du da tust?

Die Presse? Die Opposition? Du spinnst ja.

Wenn das so wäre, wüssten jetzt schon alle davon.

Sag ab, und die Sache ist erledigt.

Sag Kalhenberg, dass du einer Doppelspitze zustimmst.

Fick dich, Philippe. Ein Einspruch wegen so eines Mists?

Alle werden dich hassen.

- Möglich. - Das tust du doch eh nicht.

Das weißt du nicht. Hör doch mal.

Frage dich nicht, was ich tue, sondern, was du willst.

Wovon träumst du eigentlich? Willst du den Parteivorsitz?

Willst du eine Bande Apparatschiks, Bürokraten und Gauner anführen?

Alles für den großen Chef?

- Du bist zu schön und zu klug dafür. - Du Arsch.

Ich habe viel nachgedacht.

- Ich lasse den Posten lieber Chambolle. - Sie haben viel nachgedacht?

Was bedeutet Nachdenken für Sie?

Aufgeben? Ausweichen? Sich drücken?

Nein, es ist kontraproduktiv.

Denken Sie, es geht hier nur um Sie, Amélie?

Sie repräsentieren mich.

Wenn Sie aufgeben, wird es heißen, ich hätte vor Rickwaert gekuscht.

Gibt es Schlimmeres als einen Präsidenten, der kuscht?

Es tut mir leid.

Das reicht jetzt, Amélie.

Lassen Sie dieses unerträgliche Gejammer.

Arbeiten Sie Ihre Rede aus. Ich kümmere mich um Rickwaert.

- Das war's. - Verstanden, Herr Präsident.

- Der Präsident empfängt Sie nicht. - Was mache ich dann hier?

Wenn Sie Amélies Wahl anfechten, ist das das Ende für Clamex.

- Sie streichen 2.300 Jobs? - Ja.

Wir sorgen dafür, dass die EU-Subventionen halbiert werden

und die Rettungspläne ins Wasser fallen.

Wissen Sie, wer bei Clamex arbeitet?

Geringverdiener, Leute über 50.

Arme gibt es überall. Nicht nur in Dünkirchen.

Die Beihilfen werden natürlich an andere Orte fließen.

Der Präsident steht genauso gut da.

Und wir können das ganze Fiasko der EU anlasten.

Das ist perfekt.

Außer für den lokalen Abgeordneten,

der nicht genug für Clamex gekämpft hat.

Ach so, wir haben Amélies Amtseinsetzung verschoben.

Ihre Anwesenheit morgen Abend ist natürlich Pflicht.

Nach einer Nacht wie heute braucht die Partei ein nettes Familienfoto.

Das wäre alles.

Was ist los, gibt es ein Problem?

Du hattest recht. Ich wusste von Arthur.

Papa, ich schäme mich so. Es tut mir leid.

Reden wir nicht mehr davon, Kleines.

Willst du etwas essen? Ein Croissant?

Ja.

Tolle Stimmung.

Dorendeu sollte eigentlich vor einer halben Stunde auftreten.

- Hallo. - Daniel.

- Philippe. - Meine Tochter Salomé.

Schöner Name. Er passt zu dir.

- Danke. - Hallo.

- Gibt es ein Problem? - Sie hat Angst.

Sie fürchtet, ausgebuht zu werden. Mir ist das egal.

Ich wurde für ein Familienfoto auf die Bühne geholt.

Das ist nicht mein Problem.

Laugier hat sie eingesetzt, soll er sich kümmern.

- Was willst du? - Darf ich?

Philippe.

- Philippe, mach die Tür auf, verdammt! - Schon gut, Armand.

Wie geht's? Geht es dir besser?

Geht so.

Ich brauche Kalhenberg an meiner Seite.

Ich habe ihn gesehen. Keine Sorge.

Wir müssen mal kurz reden.

Worüber willst du reden?

Deinen blöden Einspruch?

Ich wollte dich damit nur reizen. Ich bin nicht verrückt.

- Du weißt jetzt, wie es ist. - Was?

Wenn Francis zuschlägt. Es tut weh.

Also, wir tun jetzt Folgendes.

Wir gehen eine rauchen.

Hallo, Véro.

Hör zu. Du musst den Saal aufheizen.

Alle müssen brennen.

Warte mal, Philippe. Wovon sprichst du?

Laugier hat sie niedergemacht. Die Parteigrößen hassen sie.

Sie kann nicht gewinnen. Irgendwann wird sie mich brauchen.

Ist Kalhenberg sicher dabei?

Du gehst allein.

Aber das kann ich nicht.

Doch, du kannst.

- Du bist jetzt am Zug. - Aber was soll ich denn tun?

Du solltest an meiner Stelle die Köpfe rollen lassen.

Der Anfang ist schwer.

Wenn du ans Pult trittst.

Das Licht blendet dich.

Du kannst nichts sehen, nicht mal deine Notizen.

Aber das ist dir egal.

Du brauchst deine Notizen nicht.

Such dir ein Gesicht in der Menge aus.

Etwa in der zehnten Reihe.

Das fixierst du immerzu.

Zu ihm redest du. Vergiss die Kameras und alles andere.

Vergiss deine Notizen.

Mach das eine Minute, während sie noch rufen.

Eine Minute.

So lange brauchst du, bis du dich an das Licht gewöhnt hast.

Dann kannst du in deine Notizen schauen.

Und dann reißt du sie mit. Keine Rückzieher.

Keine Entschuldigungen.

Du stehst über ihnen allen.

Du wirst sie umhauen. Du bist die Chefin.

Mit deiner kleinen bösen Visage.

Sie sagt: "Keine Diskussionen". Ich mag diese Visage.

Ich mag deine Visage wirklich. Aber dich mag ich nicht.

Du hast Schiss, oder? Keine Sorge, du wirst gut sein.

- Ich weiß, warum du mir hilfst. - Ach ja?

Du willst die Partei in Trümmern sehen.

Du hoffst, dass Laugier und ich scheitern.

Dann bist du am Ziel.

Dann zeig mir, dass ich mich irre.

Amélie! Amélie!

Amélie! Amélie! Amélie!

Liebe Genossen,

was für ein Abenteuer.

Was für eine Geschichte und eine Ehre.

Ihr erweist mir euer Vertrauen mit dieser Wahl.

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