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MEGÈVE (FRANKREICH)
3 - So, ich hab was gefunden. - Ich auch.
- Ach ja? Aber ich bin zuerst da. - Nein, nein, ich.
Nein, ich bin vor dir da. Das kommt hierhin.
- So. Und was tun wir auf den Kopf? - Deinen Hut.
- Oh nein, nein, Nicole. - Dein Hut.
- Nicht mein Hut. Nein, Nicole. - Dein Hut! Dein Hut!
Oh nein.
Nein! Hör auf, Nicole.
- Wo willst du hin, Nicole? - Ich gehe.
Wollen wir doch sehen, ob du mir folgen kannst.
- Oh, nein, Nicole. Komm zurück! - Wieso denn?
Nicole, komm zurück!
Nicole! Nicole!
Nicole! Komm zurück!
Ich verstecke mich. Ich verstecke mich.
Nicole!
Nicole!
Ach, Nicole...
Da ist der Schlitten. So, jetzt werde ich dich finden.
Nicole?
Nicole, wo bist du?
FALL EINGESTELLT MORD VON UNBEKANNT VERÜBT
VENEDIG 1972
- Papa! - Hallo Schatz.
Hier ist ja die fliegende Holländerin.
- Wie war die Reise? Gut? - Ja, ja.
- Hast du Spaß gehabt? - Ja.
Tauben! Tauben!
Tauben, Tauben! Ich bin zurück!
Kommt essen!
Ja?
Stellen Sie mich durch.
- Roberta! - Wieso kommt ihr nicht?
- Roberta! Mama ist am Telefon! - Ich komme!
Hallo?
Wie geht's dir, Elizabeth?
Ja, sie ist schon da.
Und zwar ganz unversehrt, sei also unbesorgt.
Ja, sie ist gewachsen. Beim nächsten Mal trägt sie einen BH.
Sag mal, bist du der Liebe oder des Berufs wegen nicht gekommen?
Gib her!
Mama, weißt du, hier scheint die Sonne wunderbar.
Und weißt du, Papa hat mir einen schönen Strauß Rosen geschenkt.
Der ist so groß wie ich.
Und weißt du, Papa ist beleidigt, weil du mich nicht begleitet hast.
Er hat die Tür zugeschlagen und ist gegangen.
Das ist aber nun mal meine Art, journalistische Kampagnen aufzuziehen.
Verstehst du? In Venedig ist keiner mehr.
Dabei könnte es das italienische Las Vegas sein.
Mit weiteren Kasinos, Theatern, Kinos, Kunstausstellungen.
Wenn man das Ganze vervielfachen würde, könnte man unendlich viel Spaß haben.
Wenn es aber so weitergeht, wird es zu einer toten Stadt.
Ach, es wird wundervoll werden.
Ich sehe sie schon vor mir: Vollkommen überflutet.
Die Türme ragen aus dem Wasser heraus und ein weißes, geschwelltes Segel...
...bewegt ein Boot vorwärts: mein Boot. Es ist ein Traum von einer Stadt.
Das wäre nicht schlecht, als Bildmotiv selbstredend.
Arbeitest du etwa nicht mehr? Du hast mir nichts mehr von dir gezeigt.
Ich habe nichts mehr da. Ich habe alles zu einer Ausstellung geschickt.
- Guten Tag. - Hallo Venier.
Ah, Serafian hat dich also in die Zange genommen.
Ich wusste, dass du früher oder später nachgeben würdest.
Was hast du da? Hat dich eine Frau gekratzt?
Nein, i wo. Das ist nicht der Rede wert.
Ich habe wie üblich trainiert und wollte die Maske nicht aufziehen.
Roberta, was ist das für eine Musik?
Möchtest du mal eine Druckmaschine sehen?
- Nein. - Wieso nicht?
Ich ziehe Musik vor.
Ich kann nicht behaupten, großen Erfolg bei Frauen zu haben.
- Lässt du mich fliegen? - Wieso nicht?
- Na los! - Bereit?
Das reicht, das reicht...
Majestät...
Pater James!
- Hey, wie geht's? - Nicht schlecht.
- Sie haben tolle Kritiken erhalten, was? - Ja, geht so.
- Jetzt traue ich mich nicht mehr, zu fragen. - Das müssen Sie nicht.
Ich habe Zeichnungen für Sie für die Wohltätigkeitsversteigerung.
- Das werden meine Zugpferde sein. - Das ist meine Tochter.
Ihre Tochter? Ich wusste nicht, dass Sie eine Tochter haben.
Ich wohne nicht hier. Ich wohne in Amsterdam.
Du bist sehr hübsch.
- Ganz der Vater, was? - Na, ich sehe meiner Mama ähnlich.
- Hallo. - Hallo Roberta.
Verrätst du mir, wo ihr gestern wart?
Auf Burano. Um zu sehen, wie Spitzen hergestellt werden.
Kennst du meine Mama?
Na, und ob!
- Meine Mama ist sehr hübsch, stimmt's? - Ja, sie ist wunderschön.
- Hallo. - Hallo.
Es ist beeindruckend.
Sie ähnelt Elizabeth von Tag zu Tag immer mehr.
Ja...
Sie haben den gleichen schwierigen Charakter, was?
Wieso ist sie nicht auch hergekommen?
Na ja, mit jedem Jahr, das vergeht, entfernen wir uns immer mehr voneinander.
Aber lassen wir das.
- Wieso bist du hier? Brauchst du etwas? - Nein, nein, danke.
Ich war gerade in der Gegend und wollte nur Bescheid geben...
...dass Serafian aus Beirut zurückgekehrt ist.
Danke.
Ach ja, ich habe Gabriella getroffen. Sie hat nach dir gefragt.
Sie war ganz down.
Momentan beschäftige ich mich nur mit einer Frau: Roberta.
- Sag ihr das, wenn du sie siehst. - Wir sehen uns dann morgen.
Wiedersehen.
Ein Eis, bitte.
- Ich habe dich überrascht, was? - Mein Gott, habe ich mich erschrocken!
Ach, das Fräulein geht alleine Eis essen und dann sagt sie, dass ich sie erschrecke?
- Die schöne Ginevra. - Guten Tag, Franco.
Geben Sie sie mir.
- Danke. - Serafian erwartet Sie.
- Und wer bist du? - Der Reiter. Siehst du das nicht?
Und Papa ist mein Wildpferd.
Filippo, was tust du hier? Du bist überall zugegen.
Tja, Unkraut vergeht nicht.
Wir haben gerade über dich geredet. Lass dich nicht übers Ohr hauen.
Heute ist er geiziger als sonst.
- Hallo Rothaarige. - Hallo.
Runter jetzt. Hoppla.
Die Künstler von heute nehmen an, dass ihr Schaffen...
...nichts mit den großen Werken der Vergangenheit gemein hat.
Aber da täuschen sie sich.
Sie realisieren nicht, dass sie der historische Ausdruck ihrer Zeit sind.
Deshalb sind ihre Werke nichts anderes als die logische Weiterentwicklung...
...jener bedeutsamen Vorläufer.
Die Geschichte ist eine Maschine, Serpieri.
Magische Fäden ziehen sich durch bereits vorgezeichnete Wege.
- Ich hoffe, dass Sie meinen gut vorzeichnen. - Machen Sie sich keine Sorgen.
Vor einigen Wochen hat man mir angeboten, an einer Kollektivschau in Paris teilzunehmen.
Tja, wenn ich eine persönliche bekommen könnte...
Ich könnte mich darum kümmern. Ich kenne viele Leute in Paris...
...und glaube, das organisieren zu können.
Schon gut.
Ich glaube, es ist nicht angebracht, dass du weitere Initiativen ergreifst.
Ich habe verstanden, Serafian.
Du änderst dich nie. Du bist stets dieselbe liebenswerte Person.
Beachten Sie das nicht, Serpieri.
Frauen sind immer etwas...
Werfen Sie einen Blick auf diese Zeichnungen und sagen Sie mir Ihre Meinung.
Gib doch zu, dass du nur mit mir schlafen kannst.
Ja, nur dank dir habe ich mein Gleichgewicht wiedererlangt.
Darum brauche ich dich.
- Hör zu, Filippo, das ist nur dein Problem. - Aber du und ich müssen weiter...
- Verstehst du nicht, dass Serafian... - Leise...
Hier ist Ihr Scheck.
Haben Sie etwa die ein oder andere Null angehängt?
Ich hoffe, Sie werden mich in Beirut als Gast beehren.
Es wäre mir wichtig, wenn Sie bei der Vernissage zugegen wären.
Es werden viele Persönlichkeiten da sein.
Roberta...
- In welchem Monat bist du geboren? - Im Februar.
Weißt du, dass du Wassermann vom Sternzeichen bist?
Ja. Was ist der Wassermann?
Das sind die Sterne, die man im Februar sieht.
- Meine Sterne also? - Ja, genau.
Das ist wirklich ein Glückstag für dich.
- Auf Wiedersehen, Serpieri. - Bis bald.
Du bist dran.
Egizia, lass uns nach Hause gehen.
- Noch ein bisschen. - Mach kein Theater, es ist schon spät.
- Wenn ich etwas sage, gehorche. - Ja, aber ich mache keine Hausaufgaben.
- Du machst das, was ich sage, klar? - Aber Mama, ich...
Roberta!
Ich komme ja schon.
- Nein, ich habe keinen Durst. - Na gut.
Ganz frisch. Ich habe sie heute früh gefangen.
Ach, das sagst du jedes Mal.
- Weißt du, was das ist? - Nein.
Ein Telefon. Sieh mal.
- Hallo? - Hallo?
- Fräulein, möchten Sie tanzen gehen? - Ja.
Schön, dann komme ich Sie heute Abend mit meiner goldenen Gondel abholen.
- Wirklich? - Klar.
Ich bin ein Magier und bekomme alles hin.
Du glaubst ja auch, dass das ein Telefon ist.
So, und jetzt sieh zu, wie man die isst. Weißt du, die sind köstlich.
- Aber das ist alles nur Schale. - Das stimmt doch gar nicht.
Sieh her, wie das kleine Biest herauskommt.
Hast du gesehen? Und jetzt iss sie.
Na los, komm schon.
- Mir wird schlecht. - Wie kannst du ohne probieren das sagen?
Ich seh's doch.
- Was willst du dann haben? - Eine Torte.
- Lässt du mich spielen? - Ach komm.
- Und? - Also gut, geh schon.
Halt mal.
Ich spiele mit.
Habe ich dir gefehlt?
Sie ist hübsch, was? Bist du eifersüchtig auf sie?
Na komm, lass uns die verlorene Zeit nachholen.
- Du hättest zumindest anrufen können. - Ach Gabriella, fang nicht wieder damit an.
- Was für ein Spiel? - Stellt euch um mich herum auf.
Formt einen Kreis!
Es ist besser, wenn du jetzt gehst. Ich muss arbeiten.
- Du schämst dich wegen mir. - Ach was.
Du hältst mich deiner Tochter nicht würdig.
- Ist dem nicht so? - Red keinen Unfug.
Ich möchte nur nicht, dass es sie verstört, wenn sie uns zusammen sieht.
- Manchmal verstehe ich dich nicht. - Was gibt es da nicht zu verstehen?
Die Kinder haben heutzutage ein ganz anderes Verhältnis zu den Dingen des Lebens.
Ich versuche mich, einer Psychoanalyse unterziehen zu lassen, ich versprech's.
Ach, scher dich zum Teufel!
- Los! - Ich sagte, du sollst raufkommen.
- Na komm, mach schon. - Maria!
Maria!
Nein, das nicht.
Das gehört mir.
- Los, gib mir das wieder her. - Hier, fang.
Das ist mein Amulett.
Wirf her. Na los, hol's dir.
- Fang, Claudio. - Das gehört mir!
Ihr Diebe!
Roberta?
Roberta!
Roberta!
Roberta!
Signora Piera, haben Sie meine Tochter gesehen?
Egizia, wo ist Roberta hin?
Ich weiß nicht. Vor einer Stunde hat sie mit Claudio Zardin gespielt.
- Wo wohnt dieser Zardin? - Am Campiello dell'Orso.
- Danke und einen schönen Abend noch. - Auf Wiedersehen.
- Sag mal, wo wohnt Claudio Zardin? - Dort an der Ecke.
Danke.
- Wer ist da? - Ich suche Claudio Zardin.
- Ist er da? - Nein, ist er nicht.
- Er ist im Kino. - Nein, er ist nicht ins Kino gegangen.
Um diese Zeit geht er nie. Er ist in der Turnhalle.
In der Turnhalle hier in der Nähe. Die von Pater James.
- Ich sage, er ist ins Kino gegangen. - Ach du blöde Kuh...
Ist gut, ich habe verstanden.
Du bist doch besoffen.
- Na los, jetzt schieße ich. - Komm, gib ab.
Los, ich leg einen Korb.
Schieß!
- Dribbeln! - Ja, gut gemacht.
Los, dribble!
Los, spiel den Ball ab!
Jetzt versuch du es.
Ich habe getroffen. Habt ihr gesehen?
Sieh mal.
Was macht ihr denn da?
Versuch's nochmal.
So ist gut.
- Sachte. - Gib mir den Ball.
Korb!
Sieh mal, wie gut ich dribbeln kann.
Den Ball, bitte.
- Kennst du einen gewissen Claudio Zardin? - Das ist der da drüben.
Wer? Da drüben sind viele.
- Der auf dem Stuhl. - Danke.
- Was ist mit dem Ball? - Hier.
- Das ist meiner! - Nein, es ist meiner!
- Hol ihn dir doch, wenn du kannst. - Los, gib mir den Ball wieder.
- War Roberta Serpieri vorher bei dir? - Ich weiß nicht, wer das ist.
Die mit den Sommersprossen und den roten Haaren.
Ich kenne sie nicht.
Jetzt schieße ich.
- Und von wem hast du das? - Das gehört mir.
- Lass los! Aua, du tust mir weh! - Beruhig dich.
- Hör auf damit. Hör auf zu treten. - Ich sage es Pater James. Pater James!
- Ich wollte nur etwas fragen. - Tun Sie ihm nicht weh.
- Verschwinde! - Kein Grund, sich aufzuregen.
- Was ist los? - Ich habe ihn nach meiner Tochter gefragt.
Sie ist nicht nach Hause gekommen. Das ist ihr Medaillon.
Wo ist Roberta hin?
Wenn das die ist, von der ich das habe, sie sagte, sie wollte nach Hause gehen.
Gut, geh spielen.
Ich bin beunruhigt. Ich suche sie seit über einer halben Stunde vergebens.
Vielleicht ist sie mittlerweile da. Sie wissen, wie Kinder so sind.
Ich hoffe es. Und danke.
Hierher, Jungs. Alle um mich herum. Los, Beeilung, Ball her.
- Los, zu mir. - Schubst nicht.
Roberta!
Mörder! Verbrecher!
Sieh dir die Katze an. Sie ist ganz verbrannt und bewegt noch ihren Schwanz.
Sie brennt wie verrückt. Wir haben dich im Fernsehen gesehen.
Es riecht hier irgendwie nach Kohl.
Hallo?
Immer noch nichts?
Haben Sie denn das Gebiet durchkämmt und in der Gegend herumtelefoniert?
Ja, ich habe überall gesucht.
Kommissar, Sie hatten mir versprochen, dass...
Ja, ja, ich bleibe zu Hause und warte auf Nachrichten von Ihnen.
Ich habe verstanden. Ich habe verstanden!
Scheiß Polizei...
Franco, jetzt hab dich nicht so.
Es bringt dir nichts, wenn du dich über sie aufregst.
Du wirst sehen, sie werden sie finden.
Venedig ist zwar groß, aber es ist noch nie jemand verschwunden.
GLASBLÄSEREI ZIEGELEI
Kommissar, was wollen Sie jetzt tun? Es scheint mir etwas spät zu sein.
Leider.
Aber es hat schon seinen Grund, wenn ich hier bin.
Ich weiß, wie ich meinen Beruf ausüben muss. Früher oder später spüren wir ihn schon auf.
Das interessiert uns nicht mehr.
- Ich bin am Ende! Ich bin am Ende! - Hör auf!
- Ich werde nichts mehr hinbekommen! - Hör auf!
- Das war alles meine Schuld! - Hör endlich auf damit!
- Wir werden noch wahnsinnig! - Ich muss ihn mit meinen Händen töten!
Was bringt es dir, wenn du dich so verhältst?
Ich hätte dich nicht verlassen dürfen. Es ist auch meine Schuld.
Ich habe euch hier zur Zeitung kommen lassen...
...weil ich seltsame Analogien zu Robertas Tod entdeckt habe.
Letztes Jahr verschwand auch ein Mädchen, das dann tot aufgefunden worden ist.
Sie hieß Marinella Marchesin.
Sie erlitt dasselbe Schicksal wie eure arme Roberta.
Mir ist die Tatsache aufgefallen, dass beide rothaarig waren.
Ein Fischer hat - hier steht es - etwas Seltsames erzählt.
Wenige Stunden vor der Tragödie hat Marinella auf der Piazzetta gespielt.
Eine alte, sonderbar gekleidete Dame war bei ihr und sagte etwas zu ihr.
Ich begreife nicht, wieso sie sich nicht gemeldet hat.
Eine weitere Analogie ist schließlich folgende:
Auch die kleine Marinella Marchesin wurde nicht vergewaltigt.
Lass mich mal lesen.
Die beiden hier haben nach dir gefragt, Ennio.
Was soll ich über den Tod meiner Tochter schon wissen?
Sie ist jetzt tot und der Fall abgeschlossen.
Abgesehen davon werde ich jetzt sicher nicht einen auf Polizist machen.
Lassen Sie mich in Ruhe.
Ich habe keine Absicht, Polizist zu spielen. Ich will nur den Mörder meiner Tochter finden.
Ich habe keine Kinder mehr und die der anderen gehen mich nichts an.
Entschuldigen Sie mich jetzt, aber das Teil wird kalt.
Nein, das ist die richtige Fährte, da bin ich mir sicher.
- Dieser Mann verbirgt etwas. - Mach dir nichts vor, Franco.
- Wie auch immer, ich komme mit dir mit. - Geh nach Hause.
- Ich komme später nach. - Lass mich nicht allein in diesem Haus.
- Du weißt, dass ich Angst habe. - Sei nicht albern.
Es ist besser, wenn ich alleine gehe. Warte dort auf mich, ich bitte dich.
Ich komme bald nach. Na los.
Verzeihen Sie. Haben die Marchesins hier gewohnt?
Hey, haben die Marchesins in diesem Haus gewohnt?
Zum Teufel, ich rede mit Ihnen. Sind Sie taub?
- Sie sind nicht da. Sie sind weggegangen. - Das weiß ich.
Ich will wissen, ob sie früher hier gewohnt haben.
Spielen wir Ping Pong.
- Ich habe keine Zeit zum Ping-Pong-Spielen. - Nur ein paar kurze Ballwechsel.
Schlimme Sache das mit den Marchesins.
Etwas lockerer im Arm, etwas lockerer.
Wieso sind sie umgezogen?
Die Mutter, die Ärmste, war in einem sehr erbärmlichen Zustand.
Nach dem Tod der Tochter fing sie an, wirres Zeug zu reden.
Und er hatte leider keine Arbeit.
Anwalt Bonaiuti hat ihm eine Stelle in der Glasbläserei besorgt...
...und sie behandeln lassen.
Welcher Bonaiuti? Der mit dem Skandal?
Man redet immer schlecht über ihn.
Was wissen Sie über den Tod des Mädchens?
Worauf wollen Sie hinaus? Ich war nicht da, als die Tat verübt wurde.
Ich war auf hoher See auf dem Weg nach China.
Wenn Sie nicht Ping Pong spielen können, dann befassen Sie sich nicht mit Politik.
- Danke für alles, Pater. Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
Wenn Sie etwas brauchen, Sie wissen, wo Sie mich finden.
Danke.
Ich will mit dir wegfahren.
- Wie kommt's zu dem Sinneswandel? - Das spielt keine Rolle.
Vielleicht liebe ich dich.
Ich will Serafian verlassen und verschwinden. Du kannst mir dabei helfen.
Du weißt, wie wichtig du für mich bist.
Nur wird es schwierig sein, uns von ihm loszueisen.
Man muss es nur wollen. Das ist alles.
Wir müssen uns gegenseitig helfen, Filippo, wenn wir weiter leben wollen.
Na los, zieh dich aus.
Ginevra, bleib ruhig. Es ist nur eine Frage der Zeit.
- Etwas Selbstbeherrschung. - Das tue ich seit Jahren.
Ich kann nicht mehr. Ich will weg.
Man würde dich sofort finden. Du steckst richtig tief mit drin.
Auch wenn es dir nicht mehr so wie früher zusagt.
Nein, es ist nicht möglich. Es reicht. Ich muss damit abschließen.
Serafian weiß sogar, dass du mit mir schläfst, und es interessiert ihn nicht.
Er würde dich niemals gehen lassen.
Aber ich habe Angst, Filippo.
Ich habe Angst. Ich kann nicht mehr. Ich ekle mich vor mir selbst.
Obacht, Ginevra. Angst zu haben, kann sehr gefährlich sein, das weißt du.
Ginevra kann tun, was sie will.
Ihr seid Schweine! Das werdet ihr mir büßen!
Mein werter Serpieri.
Ich bin heute Nacht zurückgekehrt.
Und Anwalt Bonaiuti hat es mir eben gesagt.
Kann ich etwas tun?
Nein, danke.
Wieso kommen Sie nicht mit mir nach Beirut?
Nein.
Mir ist wirklich noch nicht wieder danach, mich der Arbeit zu widmen.
Danke, Serafian.
Rufen Sie mich an, falls Sie es sich anders überlegen.
- Denken Sie darüber nach. - Ja.
- Es würde Ihnen gut tun. - Ich werde darüber nachdenken.
Herr Serpieri?
Anwalt Bonaiuti kann Sie jetzt empfangen.
Ich habe Sie erwartet, Serpieri. Ich weiß auch, weshalb Sie gekommen sind.
Sie sind auf der Suche nach den Gründen, wieso ich den Marchesins geholfen habe.
- Ist es nicht so? - Ja.
Ich finde es seltsam, dass man Sie vorab informiert hat...
...über den Anlass meines Besuchs.
Ich bin ein Menschenfreund, werter Serpieri.
Ich mag es, Leuten zu helfen, die es nötig haben.
Zu meinem Glück bin ich reich.
Und ich habe sehr viele Freunde unter den einflussreichsten Leuten der Stadt.
Filippo Venier hat mir von Ihnen erzählt.
Welch schreckliche Sache Ihnen da widerfahren ist.
Just gestern habe ich mit Kommissar De Donato darüber gesprochen.
Sie tappen noch im Dunkeln.
Das weiß ich nur zu gut.
Aber ich verfolge anderen Spuren:
Ähnlich gelagerte Fälle, verschwiegene Leute, Menschen mit sonderbaren Vorlieben.
Haben Sie, Herr Anwalt, jemals Kinder zu Ihren fragwürdigen Feiern eingeladen?
Das gestatte ich Ihnen nicht.
- Verlassen Sie mein Haus. - Meiner Tochter wurde umgebracht!
Der Mörder könnte unter den Leuten sein, mit denen Sie verkehren.
Ich kann Ihren Schmerz verstehen.
Darum verzeihe ich Ihnen Ihre unverantwortlichen Sätze.
Andrea.
Begleite diesen Herrn zur Tür.
Komm dann zurück, um sauber zu machen. Mir ist die Hirse heruntergefallen.
Ach, Serpieri...
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre Ausstellung in Beirut.
Danke.
Geben Sie mir bitte Kommissar De Donato.
Sind Sie es, Kommissar?
Er ist nicht da? Wann kann ich ihn antreffen?
Nein...
Nein, danke. Ich rufe wieder an.
Ich schieße sie ab. So...
Hallo Elizabeth. Ich bin's.
Ja, ich weiß.
Ja... Hör zu, hat sich Koeman gemeldet?
Nein? Und wieso nicht?
Ich muss sofort mit ihm reden. Ja, ja, ich verstehe.
Aber ich habe dich angerufen, um dir zu - Elizabeth, ich bin gleich bei dir!
Franco?
Franco!
- Signora... - Beruhig dich, Elizabeth. Was ist los?
Heilige Mutter Gottes, haben Sie mich erschrocken.
Getroffen.
Mariani, den Arm höher halten.
Getroffen.
Etwas lockerer im Handgelenk, Marcolin.
Angriff.
Getroffen.
Maniago, das ist keine Keule, das ist ein Florett.
- Ich habe ihn weggeschickt. - Das hast du gut gemacht, danke.
Getroffen.
Guten Tag, Franco. Wie kommt's, dass du hier bist?
Fechten war schon immer meine große Leidenschaft.
Kennt ihr beiden euch?
- Ja. - Ja.
Wir sind uns schon begegnet.
Es ist das zweite Mal, das wir uns heute sehen.
Getroffen.
Wechsel!
Kompliment.
- Du warst sehr gut. - Mach keine Witze.
- Du weißt genau, dass ich nicht in Form bin. - Die Paare Venier-Morion, Gucci-Tolentini...
...Cardin-Verraschi auf die Planche.
Heute Abend dann.
- Ich muss mit Ihnen reden. - Worüber?
Sprechen Sie leise. Nicht hier.
Treffen wir uns heute Abend.
Ich warte um 10 im Kino "Progresso" auf Sie. Vierte Reihe, rechte Seite.
- Geht es etwa um Roberta? - Ich kann jetzt nicht...
Frau Storelli?
- Ja? - Entschuldigen Sie.
- Also, was gibt es so Dringliches? - Ich habe immer Angst, wenn ich alleine bin.
Du weißt, ich bin fertig mit den Nerven.
Dürfte ich erfahren wovor zum Teufel du dich fürchtest?
- Franco, sei auch du vernünftig. - Was ihr beiden nicht...
- Koeman, auf ein Wort. - Entschuldigt.
- Was ist? - Sie dürfen mit keinem darüber reden.
Wenn ich das Schwein nicht erwische, lande ich noch in der Irrenanstalt.
Wir hatten es geschafft, uns wieder zu finden, Franco. Und jetzt?
Lass uns aus Venedig weggehen und von vorne anfangen. Ich flehe dich an.
Nein. Nein, Elizabeth.
Glaub mir, weit weg von hier würde ich mich noch mehr quälen.
- Wieso verstehst du das nicht? - Aber Franco, ich...
Genug jetzt! Wir sehen uns zu Hause.
Ich muss schnell zur Zeitung. Entschuldige.
- Wer hätte das erwartet? So schnell? - Jemand hat sie wohl verständigt.
LIEBESSTELLUNGEN
Ginevra!
Halt!
Haltet ihn!
Mörder!
Haben Sie gesehen, was passiert ist? Wenn Sie etwas wissen, reden Sie, Serpieri.
Hören Sie auf, Polizist zu spielen.
Wieso haben Sie mir nichts von diesem Treffen erzählt?
Weil ich nicht geglaubt habe, dass sie mir was Wichtiges zu erzählen hätte.
Ginevra hat sich manchmal seltsam verhalten.
Sie muss stattdessen aber viel gewusst haben.
Und zwar derart viel, dass der Mörder nicht wollte, dass sie redet.
So weit war ich auch schon.
Zeig mal her.
Was weißt du über Ginevras Tod, hä?
Ginevra?
Tot?
- Verstehe. Was ist denn passiert? - Das gehört dir!
Das habe ich dir gestern Abend entrissen!
Ja, das ist derselbe, aber meiner müsste drüben sein.
Dann zeig ihn mir mal!
Einen Moment. Gerade eben war er noch da.
Hier ist er.
Ich bin überzeugt, du steckst bis zum Hals mit drin.
Es gibt zu viele seltsame Parallelen.
Du kanntest die Marchesins ebenso wie Ginevra, stimmt's?
Ich kannte die Marchesins nicht.
Ich habe Ginevra vor einigen Jahren kennengelernt.
Sie war gerade aus Paris gekommen.
Sie war es, die mir von ihnen erzählte, damit ich ihnen helfe.
Sie wusste, dass ich großmütig bin.
Ich weiß, dass Ginevra sofort reich wurde, als sie hergekommen ist.
Hat sie jemanden erpresst? Serafian vielleicht?
Ich weiß nicht.
Das geht mich nichts an.
Verschwinden Sie und lassen Sie mich in Ruhe.
Rede, andernfalls...
Sie war Serafians Geliebte.
Sie war diesem Mann hörig.
Er ist ein perfides, egoistisches und lasterhaftes Wesen...
...das zu allem fähig ist.
Du widerst mich an.
Auch fähig zu töten.
NACH MEINEM TOD ÖFFNEN
HAT MAN DEN MÖRDER DER KLEINEN NICOLE GEFUNDEN?
Du musst mir einen Gefallen tun.
Ich fahre in einer Stunde.
- Ich lasse dir den Hausschlüssel da. - Warum?
Franco ist mittlerweile völlig übergeschnappt.
Er denkt nicht mehr nach.
Er fühlt sich verantwortlich für Robertas Tod.
Und ich lebe in Angst.
Glaubst du nicht, dass Franco dich jetzt mehr braucht, als je zuvor?
Nein. Ich habe über das nachgedacht, was du mir gestern gesagt hast.
Dass schreckliche Dinge geschehen.
Meine Nerven halten das nicht mehr aus.
Bei einer weiteren Tragödie würde ich wahnsinnig werden.
Behalte du sie.
Man weiß nie.
Ich werde dir schreiben und dich über alles auf dem Laufenden halten.
Wenn du mich brauchst, hinterlasse eine Nachricht bei der Zeitung.
Ich werde dich sofort zurückrufen.
Es tut mir leid, Kommissar, aber ich weiß wirklich nicht, wie ich Ihnen helfen kann.
Ach, apropos. Sehen sich das mal an.
- Was ist das? - Zwei Flugtickets nach Caracas.
Ein Typ aus dem Reisebüro hat sie heute früh vorbeigebracht.
Eines ist auf Ginevra Storelli ausgestellt, das andere auf François Roussel.
- Wer ist François Roussel? - Ich habe nie etwas von ihm gehört.
Ich weiß auch nichts davon, dass Ginevra ihn kannte.
Ginevra Storelli war Ihre Geschäftspartnerin.
Wie kommt es, dass Sie nichts von ihrer Reise nach Caracas wussten?
Ich kenne ihr Privatleben nicht.
Und sie wissen auch nicht, dass sie ein dickes Bankkonto hatte?
Merkwürdig.
Sehr merkwürdig.
Mit unserer Tätigkeit verdient man nicht viel.
In der Stadt wird gesagt, sie wäre Ihre Geliebte gewesen.
Über mich wird viel erzählt.
- Wann kommen Sie aus Beirut zurück? - In drei Tagen.
Leider kann ich trotz der Umstände diese Reise absolut nicht verschieben.
Kommissar, Sie sind da.
Wenn Sie mich brauchen, wenden Sie sich an Anwalt Bonaiuti.
Er weiß stets, wo er mich finden kann.
Schön.
Ach, Serafian, wem gehört das Ihrer Meinung nach?
Ich verstehe nicht.
Wir haben sie im Kino gefunden, neben Ginevras Leiche.
Ich habe sie noch nie gesehen.
Dann bis bald.
Fahr los.
Herr Anwalt?
Schnapp dir diese Koffer und bring sie zum Bahnhof.
Und sprich mit niemandem.
Und denk daran, abzuschließen.
Hallo?
Hier bei Venier. Es spricht der automatische Anrufbeantworter.
Nein!
Leg da hinten an. Und dass dich ja keiner sieht.
Faustino?
Faustino!
Hier bin ich, Chef.
Du hast mich heute nicht gesehen, verstanden?
Keine Sorge.
Oh! Guten Tag, Herr Serpieri. Lange nicht mehr gesehen.
- Guten Tag. Wo ist Serafian? - Ich bedaure, heute ist er nicht da.
Ich muss ihn sofort sehen. Wo ist er?
Als er hier weg ist, wollte er zur alten Mühle und danach den Flieger nach Beirut nehmen.
- Und schicken Sie mir den Rest. - Natürlich.
Guten Tag. Wie geht's?
Haben Sie gesehen? Serafian war großzügig.
Er hat mir sehr schöne Dinge für die Wohltätigkeitsversteigerung geschenkt.
- Soll ich Ihre Zeichnungen holen kommen? - Nicht heute, ich habe viel um die Ohren.
Auf Wiedersehen, Herr Serpieri. Es wird eine großartige Ausstellung.
Sie werden viel Erfolg haben, da bin ich mir sicher.
- Notieren Sie die Stücke. - Gehen Sie nach drüben.
Kommen Sie, Pater, ich kümmere mich drum.
- Hey! Kennen Sie Serafian? - Wer, der Händler?
Ja. Man hat mir gesagt, er würde hier bei der Mühle Halt machen.
Ich habe ihn seit über einen Monat nicht mehr gesehen.
Ich verstehe...
Wenn ich nicht geschossen hätte, hätte man Sie getötet.
Stehen Sie auf, ich helfe Ihnen.
- Haben Sie meinen Angreifer erkannt? - Nein, das habe ich nicht.
ALITALIA BUS NACH VENEDIG
Elizabeth!
- Was tust du hier? - Ich habe ein paar Freunde begleitet.
Wie kommt's, dass du zurückgekehrt bist?
Eine Vorahnung.
Ich bin in Mailand angekommen und habe wieder kehrt gemacht.
Weißt du, du hattest Recht.
Vermutlich braucht Franco mich in diesem Moment mehr als je zuvor.
- Und er ist dich nicht abholen gekommen? - Nein, ich habe ihm nicht Bescheid gegeben.
- Ich wollte ihn überraschen. - Umso besser.
Ich dachte, es wäre ein verlassener Bahnhof.
Ich habe ihn gekauft.
Mir gefiel dieser abgeschiedene Ort.
Ich werde hier peu à peu aufräumen.
- Wie heißt du? - Francesco Storelli.
- Und wer ist dieser François Roussel? - Ich nenne mich so.
Roussel war der Mädchenname von Ginevra Storelli, meiner Mutter.
Das ist deins, stimmt's?
Ja, ich war es, der Sie gestern bei Serafian niedergestreckt hat.
Ich wollte einige Hinweise über den Tod meiner Mutter herausfinden.
Jedoch habe ich nur das hier gefunden.
- Was ist das? - Stellen Sie mir keine Fragen.
Schauen Sie.
Wer ist dieses sonderbare Individuum?
Das werden Sie gleich sehen. Und Sie werden auch sehen, was sie da taten.
Es ist schrecklich für mich zu erfahren, wie tief meine Mutter gesunken ist.
Aber ich bin überzeugt davon, dass sie dazu gezwungen wurde.
Ach du meine Güte, die hatten aber Einiges zu verheimlichen. Jetzt verstehe ich.
Weißt du, wer die anderen sind, die da involviert waren?
Nein.
Ich wollte Serafian töten.
Heute bei der Mühle.
Wenn ich ihn nur angetroffen hätte. Was für widerliche Menschen.
Und ich habe ihnen vertraut.
Serafian war der Geschäftspartner meiner Mutter.
Er gab sich als Freund der Familie aus.
Er unterstützte mich. Er unterhielt mich in Paris.
Ich habe spät begriffen, wieso er mich aus Venedig fernhalten wollte.
- Und wer ist der Typ, der im Sessel sitzt? - Ich weiß nicht.
Meine Mutter sagte, dass Serafian jemanden deckte.
Entweder war es Serafian... oder Bonaiuti.
Tot, sage ich dir.
Er wurde vor zwei Stunden gefunden, abgeschlachtet wie ein Schwein.
Anstelle der Augen zwei leere Augenhöhlen.
Es scheint, als hätten die Vögel...
Hör zu, Franco: Lass es gut sein. Elizabeth wartet zu Hause auf dich.
Mach keine Dummheiten, sage ich dir!
Hallo? Hallo?
- Jetzt geben Sie schon Gas. - Ja, sobald wir den Kanal verlassen.
Ich wusste, ich würde dich hier finden.
Es reicht, ich bin es leid, dich zu decken.
Auch du bist dabei, mich zu verraten.
Heute bei der Mühle wolltest du mich daran hindern, Serpieri zu töten.
Ich habe dich stets als kranken Menschen gesehen.
Denn wenn du getötet hast, warst du nicht du selbst.
Aber diese kaltblütigen, berechnenden Morde, das geht nicht.
- Das kann ich nicht akzeptieren! - Ginevra wollte auspacken!
Und Bonaiuti wusste Bescheid.
Er hat Serpieri einen Brief geschickt, den er für Ginevra aufbewahrt hatte.
Wenn Serpieri ihn erhalten hätte, wäre er zur Polizei gegangen.
Aber wenn er ihn bekommt, ist es ein Beweis.
Ist es nicht. Die Beweise werde ich haben.
Für dich gibt es kein Entkommen. Du landest in der Irrenanstalt.
Nein!
Ginevra wollte auspacken! Und Bonaiuti wusste Bescheid.
Er hat Serpieri einen Brief geschickt, den er für Ginevra aufbewahrt hatte.
Wenn Serpieri ihn erhalten hätte, wäre er zur Polizei gegangen.
Aber wenn er ihn bekommt, ist es ein Beweis.
Ist es nicht. Die Beweise werde ich haben.
Für dich gibt es kein Entkommen. Du landest in der Irrenanstalt.
Nein! Nein!
Ich wollte diese Mädchen nicht töten. Aber...
Aber sie hatten rote Haare.
Wie Mutter.
Und sie wären Frauen geworden!
Und Huren! Wie Mutter!
Es ist stärker als ich, verstehst du?
Ich schlage ein, schlage ein, schlage ein!
Und der Stein wird rot vor lauter Blut.
Und das Blut vermischt sich mit den kupferblonden Haaren!
Ich hasse sie!
Ich hasse sie, so, wie ich sie gehasst habe.
Unsere Mutter!
- Du hast Roberta umgebracht. - Ich war es nicht.
Und du hast Ginevra umgebracht, weil sie euch erpresst hat!
Nein! Es war Serafians Bruder.
Wer?
Er hat Bonaiuti getötet, weil er einen Brief hatte!
- Was für einen Brief? - Ich weiß es nicht!
- Ich habe ihn zu dir nach Hause gebracht! - Was für ein Brief?
Lass mich los!
Hilfe! Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
Franco!
Franco!
Franco!
Pater James!
Pater James?
Pater James?
Pater James!
Wer ist da?
Ich suche Pater James. Ich brauche ihn.
Er ist nicht da.
Sie haben die Tür offen gelassen.
- Wo ist er hingegangen? - Er ist auf Hausbesuch.
Ein Mädchen ist gestorben. Meningitis, die Ärmste.
- Wann kommt er wieder? - Gleich, Signora, gleich.
Sie müssen nicht stehen, setzen Sie sich. Es wird Sie keiner belästigen.
Kommen Sie, setzen Sie sich. Hoffen wir, dass er gleich da ist.
Elizabeth wartet zu Hause auf dich.
Haben Sie gesehen? Serafian war großzügig.
GLÜCKLICH DIE TOTEN, DIE IM HERRN GESTORBEN SIND
Kommissar De Donato, könnten Sie uns etwas...
...zu diesem als Priester verkleideten Wahnsinnigen sagen?
Gewiss, gern.
Es war ein schwieriger Fall, aber wir haben ihn gelöst...
...auch dank des Fleißes unserer Mithelfer.
In diesem Ausschnitt aus einer französischen Zeitung...
...wurde über die Tötung eines Mädchens in Megève berichtet.
Erwähnt wird auch ein gewisser Pater James, den die französische Polizei damals befragte.
- Dadurch hat sich unser Verdacht bestätigt. - Machen Sie Platz.
Wir haben den wahren Täter in Pater James festgemacht.
Er ist ein falscher Priester und der Bruder des Händlers Serafian...
...der um Skandale zu vermeiden ihn jahrelang gedeckt hat.
Leider ist er schließlich selbst zum Opfer des Blutrauschs seines Bruders geworden.
All das hat unsere Aufgabe erschwert.
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