All language subtitles for Baron.Noir.S01E01.Jupiter.German.DL.1080p.BluRay.x264-RSG

af Afrikaans
ak Akan
sq Albanian
am Amharic
ar Arabic Download
hy Armenian
az Azerbaijani
eu Basque
be Belarusian
bem Bemba
bn Bengali
bh Bihari
bs Bosnian
br Breton
bg Bulgarian
km Cambodian
ca Catalan
ceb Cebuano
chr Cherokee
ny Chichewa
zh-CN Chinese (Simplified)
zh-TW Chinese (Traditional)
co Corsican
hr Croatian
cs Czech
da Danish
en English Download
eo Esperanto
et Estonian
ee Ewe
fo Faroese
tl Filipino
fi Finnish
fr French Download
fy Frisian
gaa Ga
gl Galician
ka Georgian
de German
el Greek
gn Guarani
gu Gujarati
ht Haitian Creole
ha Hausa
haw Hawaiian
iw Hebrew
hi Hindi
hmn Hmong
hu Hungarian
is Icelandic
ig Igbo
id Indonesian
ia Interlingua
ga Irish
it Italian
ja Japanese
jw Javanese
kn Kannada
kk Kazakh
rw Kinyarwanda
rn Kirundi
kg Kongo
ko Korean
kri Krio (Sierra Leone)
ku Kurdish
ckb Kurdish (Soranî)
ky Kyrgyz
lo Laothian
la Latin
lv Latvian
ln Lingala
lt Lithuanian
loz Lozi
lg Luganda
ach Luo
lb Luxembourgish
mk Macedonian
mg Malagasy
ms Malay
ml Malayalam
mt Maltese
mi Maori
mr Marathi
mfe Mauritian Creole
mo Moldavian
mn Mongolian
my Myanmar (Burmese)
sr-ME Montenegrin
ne Nepali
pcm Nigerian Pidgin
nso Northern Sotho
no Norwegian
nn Norwegian (Nynorsk)
oc Occitan
or Oriya
om Oromo
ps Pashto
fa Persian
pl Polish
pt-BR Portuguese (Brazil)
pt Portuguese (Portugal) Download
pa Punjabi
qu Quechua
ro Romanian
rm Romansh
nyn Runyakitara
ru Russian
sm Samoan
gd Scots Gaelic
sr Serbian
sh Serbo-Croatian
st Sesotho
tn Setswana
crs Seychellois Creole
sn Shona
sd Sindhi
si Sinhalese
sk Slovak
sl Slovenian
so Somali
es Spanish Download
es-419 Spanish (Latin American)
su Sundanese
sw Swahili
sv Swedish
tg Tajik
ta Tamil
tt Tatar
te Telugu
th Thai
ti Tigrinya
to Tonga
lua Tshiluba
tum Tumbuka
tr Turkish
tk Turkmen
tw Twi
ug Uighur
uk Ukrainian
ur Urdu
uz Uzbek
vi Vietnamese
cy Welsh
wo Wolof
xh Xhosa
yi Yiddish
yo Yoruba
zu Zulu

Original subtitles

Na?

Hunderttausende Kilometer in Flugzeugen, Zügen und Autos.

Und jetzt sind wir hier

und setzen alles auf eine Karte.

Die Optionen sind begrenzt, Francis.

Du kannst unnahbar wie eine Sphinx sein.

Oder du machst ihn so richtig fertig.

- Man hält mich so oder so für arrogant. - Und?

Na ja, das Übliche: arrogant, verächtlich, eingebildet.

- Das ist doch wunderbar. - Ach ja?

Niemand kann der Beste und gleichzeitig bescheiden sein.

Die Leute wollen einen Anführer.

- Was steht für morgen an? - Dein letzter Termin ist in Rouen.

- Bleibe ich da über Nacht? - Rouen ist doch schön.

Ja, klar.

Das Hotel Le Bas-Bréau, drei Sterne.

50 Meter von der Autobahn entfernt, aber ruhig und im Grünen.

2004 renoviert und seit 1971 geleitet von Ginette Ladoucette.

Ginette Ladoucette? Du erzählst doch nur Quatsch.

Es kommt der Wahrheit sicher nahe.

Na gut, es wird schon gehen.

- Na dann, mein Freund. - Auf geht's.

JUPITER

- Noch zwei Minuten. - Hier entlang.

- Da kommt er. - Hallo, Francis.

Guten Abend.

Sie sind immer noch der Präsident. Auch während der Debatte.

Lassen Sie ihn ruhig angreifen.

Noch mal die Großaufnahme.

Nein, er ist gerade angekommen. Ich kann jetzt nicht reden.

- Ich rufe zurück. - Alles klar, Cyril?

Ja, und bei dir?

Viel Glück, Monsieur Auzanet.

Gleichfalls.

- Guten Abend, Monsieur Laugier. - Hallo.

Hast du mit Francis geredet?

- Über die Kalkulation für Antrag 17? - Nein.

Was ich sage, ist dir egal.

Vor einem Wahlduell spricht man keine Zahlen an.

- Was dann? - Nichts. Man atmet tief durch.

Amélie, das ist nicht nur Politik.

Einer der beiden siegt, der andere verliert.

- Wie bei Darwin. - Genau.

Sechs, fünf,

vier, drei, zwei...

Willkommen zum großen TV-Duell vor dem zweiten Wahlgang,

einer festen Institution und einem Höhepunkt im Wahlkampf.

- Guten Abend, Romain. - Wendy.

Ich begrüße unsere Zuschauer und Gäste.

Bei uns sind Francis Laugier und Jean-Marc Auzanet.

Bevor wir zum ersten Thema kommen,

möchte ich Sie beide nach Ihrer Stimmung fragen.

Monsieur Laugier, wie fühlen Sie sich fünf Tage vor der Wahl?

SERPICO: Wir müssen reden.

Ich bin gelassen und freue mich auf die Debatte mit Monsieur Auzanet,

die den Bürgern unsere Wahlprogramme näher bringen soll.

- Was ist los? - Geh raus, und leih dir ein Handy.

- Was? - Sag, dass deine Oma stirbt.

Ruf diese Nummer an, und sag, dass ich unterwegs bin.

- Er wird es verstehen. Schnell! - In Ordnung.

Ich habe immer kritisiert, dass Sie Arbeitsplätze abgebaut haben.

Wie viele?

- Wie bitte? - Wie viele Arbeitsplätze?

Belegen Sie die Kritik mit Zahlen.

Sie haben viele Stellen abgebaut.

- Das weiß jeder. - Ich habe aber nach der Zahl gefragt.

Geben Sie zu, dass Sie die Zahlen nicht kennen.

Ich gebe zu, dass ich Zahlen nicht mag, Monsieur Auzanet.

Man kann nicht nur auf der Basis von Zahlen regieren.

Die Franzosen wollen einen Präsidenten wählen,

keinen Buchhalter.

Hätten Sie mal nicht fünf Jahre lang die Nase in Zahlen gesteckt,

sondern sich um die Bürger gekümmert.

Wie wollen Sie eine Nation leiten, ohne die Zahlen zu kennen?

43.000.

43.000 abgebaute Stellen.

So etwas hat es seit 1945 nicht mehr gegeben.

Sie wollten Zahlen.

- Ich warne dich... - Dein Telefon.

Verdammt, hör auf!

- Du bist verrückt! - Was gibt's?

Die Finanzpolizei stellt Haftantrag gegen dich.

Verdammt.

- Warum? - Das Wohnungsbauamt von Dünkirchen.

Sechs Wagen sind morgen früh um sechs zur Durchsuchung dort.

Deine Immunität soll aufgehoben werden. Man will dich verhören.

- Nur mich? - Du bist das Hauptziel.

- Und der Schatzmeister. - Joël Domfront?

- Ein junger Gewerkschaftler. - Das ist er.

- Wie kam das? - Es ist nicht mein Fall.

Man hat mich nur hinzugezogen.

Verdammt!

Ich danke Ihnen.

Ich habe sieben Stunden,

um im Wohnungsbauamt aufzuräumen.

Ich muss das Finanzloch stopfen. Der Wahlkampf war teuer.

Wer ist der Typ, der dich vorgewarnt hat?

Ein befreundeter Polizist. Er ist in Ordnung.

- Ein Sozialist. - Und dafür riskiert er seine Karriere?

Sieh dir Auzanet an.

Es ging 20 Minuten um die Wirtschaft.

Was für ein Arschloch.

- Wer könnte uns heute Nacht helfen? - Die Kassen sind leer, das weißt du.

- Du hast Firmenchefs auf deiner Seite. - Das wäre zu riskant.

Also gut. Was schlägst du vor?

Ich treibe das Geld selbst auf, das ist sicherer.

Ich hätte still sein sollen.

Du sollst dich darauf konzentrieren, das Land zu verändern.

Mit dir. Ich werde Präsident, du leitest die Partei.

- Vergiss das alles. - Danke.

Vergiss es.

Abgeordneter Département Nord

Der Kandidat der Sozialisten rügte Auzanets Sozial- und Wirtschaftspolitik,

die er dreimal als "doppeltes Scheitern" bezeichnete.

Dünkirchen

Clamex streikt

Es muss sich was tun.

- Der ist leer. - Ich habe gesagt, es gab Verzögerungen.

- Wie viel fehlt? - Ich weiß nicht genau. Viel.

Verdammt, wie viel ist "viel"?

- 100.000 oder 120.000. - Was denn nun?

- 120.000. - Wir müssen Kohle auftreiben.

Wie denn, mitten in der Nacht?

- Ist das dein PC? - Nein, der da.

Der?

Hast du Unterlagen zu Hause?

- Nein. - Du musst alle Akten verbrennen.

Du musst alles vernichten, bevor die Bullen kommen.

Ich habe dich mit einem Laptop gesehen.

- Geh nach Hause, und zerstöre ihn. - Okay.

- Was sage ich der Polizei? - Du hattest ein Spam-Problem.

Ein Virus?

Ein Freund hat ihn repariert. Dann wurde er geklaut.

Na los, an die Arbeit. Ich besorge das Geld.

- Hallo? - Véro, ich muss dich sehen.

Komm bei mir vorbei.

Gut, ich komme.

Was ist?

Streit mit Mama. Ich habe dir geschrieben.

Salomé, du kannst nicht immer zu mir abhauen.

Hättest du die Debatte mit einem rechten Typen angeschaut?

Mein Stiefvater ist ein Penner.

Nicht jetzt, es ist spät. Geh schlafen.

Ich rieche Zigaretten.

- Was ist los? - Wir müssen Geld auftreiben.

Fang bei 10.000 an, und geh nicht unter 4.000.

Eine Staatsdienerin vertickt Elektronik.

- Und ein Bürgermeister. - Ist Paris keine Hilfe?

Ich darf Francis nicht gefährden.

- Jemand muss dich verraten haben. - Véro, nicht jetzt.

Das bringt nicht viel. Was willst du tun?

Mein Bruder weiß, wen man fragen kann.

- Er wird seinen Chef fragen. - Es ist mir egal, ob es Balleroy ist.

- So einfach ist das nicht. - Wir haben nur noch drei Stunden.

Guten Abend.

Am besten rede ich zuerst mit ihm.

Nein, Bruno, lass mich das machen.

Hallo, Herr Bürgermeister.

Hallo, Gérard.

- Wie viel? - 120.000.

Dein Bruder steckt wohl in der Scheiße.

- Sag es ihm ruhig, Philippe. - Willst du was trinken?

Holst du mir was?

So ist die Politik, was?

Ein verdammtes Haifischbecken.

Kannst du mir helfen oder nicht?

Mal sehen, wie viel ich habe.

Du hast gesagt, es wäre politisch.

Erklär es mir. Denkst du, ich verstehe das nicht?

Es geht um das Amt für sozialen Wohnungsbau,

das über 16.000 Wohnungen in der Region verwaltet.

Die Partei kontrolliert es seit 30 Jahren.

Mietschulden werden geduldet, wenn man ein Buch hat.

- Ein Buch? - Ein Parteibuch.

Wir sagen, wen sie wählen sollen.

So hat Laugier die Vorwahl gewonnen.

Weil die Mieter aber so arm sind,

reißt es Löcher in die Kassen.

Wir füllen sie, indem wir die Bosse blechen lassen.

Bauwesen, Aufzüge, Sicherheit,

alle, die öffentliche Aufträge wollen.

Sie zahlen teilweise bar.

Wir füllen die Kasse und sagen, die Mieter zahlen bar.

Die Bosse zahlen für die Armen.

Das ist ja wie bei Robin Hood.

Mit dem Geld zahlen wir auch den Wahlkampf und Meetings.

Aus gegebenem Anlass haben wir zuletzt viel ausgegeben.

Sehr viel, und jetzt droht eine Prüfung.

- Ihr müsst also das Loch stopfen. - So sieht es aus.

Obwohl man Balleroy sonst aus dem Weg geht,

hast du dir gesagt:

"Gégé wird mir helfen, das Loch zu stopfen."

Na dann wollen wir mal stopfen.

- Danke. - Sie ist überzogen.

- Mist. - Warum brauchst du meine Karte?

Ich erkläre es dir später.

- Nein, jetzt! - Tut mir leid.

Véro!

Ich erkläre es dir morgen.

Hier sind 70.000.

Du fragst nicht, woher es kommt?

Dabei liegst du mir am Herzen.

Frag deinen Bruder.

Ich erkundige mich immer nach dir.

In einer Woche ist alles geregelt.

Das wollte ich nicht hören, Herr Bürgermeister.

Danke, Gérard.

Da ist Ginette Ladoucette.

Okay. 85.200.

Mit den 70.000 von Balleroy und 8.000 aus Paris?

- Es waren 7.000. - Zähl noch mal!

- Machst du Witze? - Na los, sie kommen in zwei Stunden!

Philippe, es fehlen doch fast noch 34.000.

- Es sind nur 3.000. - Besser als nichts.

- Wie läuft's mit ihm? - Er schlägt sich tapfer.

Sicher?

- Soll ich nicht bleiben? - Nein, ruh dich aus.

Das ganze schmutzige Geld... Ich verstehe es nicht.

Was verstehst du nicht?

Was verstehst du nicht, Joël?

Ja, ich weiß: Vorwahl, Präsidentschafts- und Parlamentswahl.

- Also verstehst du es sehr wohl. - Ja.

Was verstehst du nicht?

Joël, ich habe dich gefragt, was du nicht verstehst.

Denkst du, dass ich es gestohlen habe?

Du willst über Moral reden? Na gut, setz dich.

Was willst du wissen?

Ich habe dir gar nichts vorgeworfen.

Du hast zeitweise bei mir gewohnt.

Du weißt, wer ich bin. Du kennst mich.

Du kennst mein Leben, meine Familie.

Bin ich etwa auf Geld aus?

Nein, entschuldige.

Wir haben nichts gestohlen. Wir sind Aktivisten.

Wir machen das nur, um anderen zu helfen.

Wir können uns im Spiegel ansehen.

- Was machen wir jetzt? - Das ist die Frage.

Warum passiert das kurz vor dem zweiten Wahlgang?

Die Rechte will uns diskreditieren, um aufzuholen.

Ja, es ist politisch. Reagieren wir nicht mit Politik.

Ziel der Durchsuchung sind Laugier und ich.

Er kämpft um das Präsidentenamt.

Ich muss jede Verbindung zwischen mir und dem Amt kappen.

Ich darf nicht erwähnt werden.

Aber du sitzt im Verwaltungsrat.

Das ist fern vom Tagesgeschäft.

Ich mache keine Buchhaltung.

Es könnte nur einen Schuldigen geben.

- Meinst du etwa... - Du bist der Schatzmeister.

Du hattest Zugang zu den Konten und zum Tresor.

Und wenn sie Zeugen haben?

Das ist egal, solange es keine Beweise gibt.

Dann hat die Polizei nichts in der Hand.

Du schaffst das. Du wirst sie irre machen.

Sie werden an ihrem Job verzweifeln.

Wir haben keine Wahl. Verliert die Linke, sind wir am Ende.

Du musst dich opfern.

Nimm es auf dich, dann geht es vorüber

und beeinflusst die Wahl nicht.

- Ich will nicht in den Knast. - Dazu kommt es nicht.

Bei 30.000 gehst du nicht in den Knast.

Vor allem nicht, wenn wir gewinnen

und an der Macht sind.

Es ist ein politischer Schachzug, um uns in den Schmutz zu ziehen.

Du bist ihnen völlig egal.

Benutz deinen Verstand. Hab keine Angst.

Was sage ich meinen Eltern?

Was hattest du morgen früh vor?

Ich muss wegen des Streiks ins Gewerkschaftsbüro.

Dann geh ganz normal hin.

Und wenn wir nicht gewinnen?

Im schlimmsten Fall wirst du verwarnt und musst Strafe zahlen.

Wir übernehmen die Kosten.

Warum sollte ich es gestohlen haben? Du weißt doch, wie ich lebe.

Weil du spielst.

- Was? - Ja, du leidest an Spielsucht.

Damit kommen wir nicht durch.

Ich habe doch nicht mal Spiele auf dem Handy.

Ja, damit du nicht in Versuchung gerätst.

Du spielst um Geld, das ist was anderes. Du schämst dich dafür.

Wie ein Mann, der allein im Auto trinkt,

bevor er nach Hause geht.

Ich weiß, was du denkst.

Das glaube ich nicht.

Du denkst an die Vergangenheit.

Du warst stark, überzeugt und mutig.

Und das bist du immer noch.

Na komm, mein Junge.

Es sind nur Bullen.

Wir sind Aktivisten.

Du musst morgen stark sein.

Na komm, das wird schon.

- Hallo, Herr Bürgermeister. - Hallo.

- Nehmen Sie das. - Ja, gut.

Ja, gut.

Joël Domfront ist nicht zu Hause.

Wir müssen ihn finden.

Fred, Tom, ihr kommt mit.

Die Leute merken das sofort.

Entschuldigen Sie mich.

Es ist wegen Joël.

Geht's?

Es geht schon.

Willst du wirklich ins Clamex-Werk fahren?

Die Presse ist sicher schon da.

Na und?

Joël war mein Freund. Soll ich mich dafür schämen?

Er sprang, bevor die Bullen kamen. Niemand wird ihn für unschuldig halten.

Willst du etwa sagen, dass du ihn um sechs Uhr früh heimgefahren hast?

Damit lenkst du die Aufmerksamkeit auf dich, Laugier und die Partei.

Vier Tage vor der Wahl? Denk daran, du bist das Ziel.

Ich fahre, du fragst deinen Polizisten, wie viel sie wissen.

- Alles wird gut. - Ja, das wird es.

Na los.

- Hallo? - Wir müssen reden.

Verdammter Bulle.

Stéphane, ich weiß noch nichts Neues.

- Hallo? Cyril? - Ja.

- Wann äußert sich Rickwaert? - Warte, ich rufe gleich zurück.

- Philippe Rickwaerts Büro. - Ich bin's.

- Wie läuft es? - Die Presse will eine Stellungnahme.

Sie lassen einfach nicht locker.

Sag, dass es eine Zeit der Trauer ist.

Sie fragen, wo du bist.

Du weißt es nicht. Es ist ein Trauerfall.

- Sie fragen, was Laugier sagt. - In Rouen?

- Sie sollen hinfahren. - Zum Bauamt.

Sein Team sagt, er wird es heute ansprechen.

Was? Was will er dazu sagen?

Genau das frage ich dich ja.

Na toll.

Gleichstand, oder?

Verzeihung.

- Hallo? - Ist Francis bei dir?

Ja, Philippe.

- Gib ihn mir. - Ich gebe ihn dir.

- Philippe, ich bin jetzt dran. - Wir müssen uns treffen.

Ich fahre jetzt los und bin in drei Stunden in Rouen.

Also nimm dir vor dem Meeting kurz Zeit.

- Du wirst das Wohnungsbauamt erwähnen? - Ich muss.

Nein, du musst stillhalten!

So sprichst du nicht mit mir, Philippe.

- Du lässt mich fallen? - Hör doch auf.

- Was wirst du sagen? - Nur Plattitüden.

Dass die Justiz ihrer Arbeit nachgeht und ich solange nichts sagen kann.

Damit gibst du aber zu, dass es einen Skandal im Amt gibt.

So wirkt die Durchsuchung rechtens und wir schuldig.

Greif lieber Auzanet an.

Was soll ich ihm denn vorwerfen?

Eine Durchsuchung kurz vor der Wahl müsste er begründen.

Das kommt ganz auf die Beweise an.

Es wird keine Beweise geben. Ich habe selbst dafür gesorgt.

Nach dem Tod des Kleinen rudert Auzanet bereits zurück.

Schau mich an. Bin ich etwa in Haft?

Er wartet doch nur darauf, dass wir ihm Wahlbetrug vorwerfen.

Dann liefert er uns mit Beweisen ans Messer.

Kennst du die schlechten Umfragewerte der Meinungsforschungsinstitute?

Es geht nur um ein paar Stunden. Ich treffe den Polizisten nachher.

- Wir brauchen erst die Akte. - Gibt er sie dir?

Er hat keine Wahl, er steckt doch selbst mit drin.

Wann triffst du ihn?

Um acht, wenn er in Paris ist.

Erst um acht? Weißt du, was das heißt?

Kann man mich irgendwie mit der Sache in Verbindung bringen?

- Nein, unmöglich. - Sicher?

- Keine Akten oder Aufzeichnungen? - Gar nichts.

- Und die Durchsuchung? - Ich habe gezählt.

- Wie viel fehlt? - Francis...

Tut mir leid, ich muss darauf bestehen.

- Es fällt mir schwer. - Es fehlt kein einziger Euro, okay?

Und wenn sie doch was finden, das dich mit dem Wohnungsamt verbindet?

Dann bin nur ich darin verwickelt, vertrau mir.

Ich weiß, was ich riskiere und warum.

Es wird nichts passieren.

Okay.

Gestern Abend feierten die Sozialisten

noch den Vorsprung ihres Kandidaten Francis Laugier.

Doch heute Morgen begann der Albtraum.

Die Lage verschärft sich weiter.

Joël Domfront, der sich das Leben nahm, stand Philippe Rickwaert nahe...

Nicht jetzt. Ich rufe später an.

Er war an Laugiers Sieg bei der Vorwahl beteiligt

und ist zweiter Wahlkampfleiter.

Die Rechte griff die Wohnungsaffäre sofort auf...

- Wer ist das? - Falsche Adresse.

Verdammt!

Die Polizeigewerkschaft, die traditionell rechts wählt,

erhöht den Druck auf Francis Laugier mit der Mitteilung,

dass Philippe Rickwaert, der Bürgermeister von Dünkirchen,

das eigentliche Ziel der Finanzdurchsuchung war.

Der sozialistische Kandidat hat bisher geschwiegen.

Man wartet auf die Rede in Rouen. Gérard...

Verdammt, warum sagt Francis nichts?

Er hat das Pressetreffen abgesagt. Spinnt er?

Sollen wir schweigend untergehen?

"Bis die Justiz die Ermittlungen abschließt"?

- Die Fascho-Gewerkschaft... - Armand!

Das Département Nord? Rickwaert? Ein Amt?

Das schreit geradezu nach Veruntreuung.

Amélie, sag mir bitte, dass er Stellung nimmt.

- Das entscheidet er. - Nein.

- Man muss ihn überreden. - Reg dich ab, das hilft nicht.

Ich habe vor Rickwaert gewarnt.

Außer mir sagt ja keiner was. Und du baust nur Mist, Amélie.

"Trauer", das ist seine Antwort? Verdammte Scheiße!

Der Wichser verarscht uns wie kleine Schlampen, die darum betteln!

Wer ist der Wichser, und wer sind die Schlampen?

Nur, damit ich verstehe, worum es geht.

- Du musst Stellung nehmen. - Ja, morgen Abend.

- Bis dahin lynchen sie uns. - Vertraut mir.

Konzentriert euch auf die Wahl. Am Sonntag seid ihr Helden.

- Das ist zu spät. - Habe ich was verpasst, Laurent?

Bist du der Präsidentschaftskandidat?

BOUDARD: Ich kann dir helfen. Komm zum Platz in La Défense.

Ich höre.

Ich kann dich vor dem Knast retten.

Hättet ihr was, wäre ich schon in Handschellen.

Die Akte ist so dick wie mein Schwanz. Aber du hast Schwein gehabt.

Anders als der Richter wollen wir nicht dich, sondern den Chef.

Sag Auzanet, das wird nie passieren.

Für dich immer noch "Herr Präsident".

Und ich habe das Gefühl, dass es noch fünf Jahre so bleibt.

Vergiss dein Schätzchen.

Er kann als Referent noch 100.000 pro Stunde kassieren.

Nein, das wäre der Tarif für einen Expräsidenten.

Aber ihr seid ja Linke. Geld ist euch nicht so wichtig.

Dich hat jemand verraten, der dich kennt und keine Skrupel hat.

Der Richter vertraut ihm. Wir haben dich in der Hand.

Wer ist es?

Du erfährst es, wenn wir uns einig sind, keine Sorge.

Was schlagt ihr vor?

Südostasien.

Thailand, Laos, Kambodscha.

Bleib ein paar Jahre dort, das Verfahren zieht sich hin,

dann endet es mit einem Freispruch oder wird eingestellt.

Als ehemaliger Abgeordneter kannst du leicht eine Anwaltskanzlei eröffnen.

Auf diesem Weg kommst du zurück in die Politik, wenn du willst.

Du wärst weder der Erste noch der Letzte, dem es so geht.

Was wollt ihr im Gegenzug?

Morgen ist eine hübsche Journalistin von "Paris Match" im Flugzeug.

Du erzählst ihr alles.

Laugier hat dich verraten,

nachdem du für seinen Wahlkampf Unternehmer erpresst hast.

- Morgen früh? - Um neun Uhr.

Den bekommst du vor dem Start.

Philippe, wir sind alle keine Chorknaben.

Aber das Gefängnis haben wir nicht verdient.

- Ja, Papa? - Wo bist du, mein Schatz?

Bei dir. Mama stresst mich total.

Ein Journalist hat vor der Schule gewartet.

Er hat mich über Francis ausgefragt. Er wusste, dass er mein Pate ist.

- Ich habe nichts gesagt, keine Sorge. - Nein, schon gut.

- Papa... - Ja, mein Schatz?

- Hast du mit Mama geredet? - Worüber?

Dass ich bei dir wohnen will.

Weißt du, im Moment...

Ja, ich weiß.

Hör zu, ich muss jetzt auflegen.

- Hast du genug zu essen? - Ja, keine Sorge.

Gut.

- Kommst du nicht nach Hause? - Ich weiß nicht genau, wann.

Okay?

Ich hab dich lieb.

Ein befreundeter Journalist hat mich angerufen.

Laut Polizei fehlten 30.000 Euro in der Kasse des Wohnungsamtes.

Rickwaert hat es nicht geschafft, das Loch ganz zu stopfen.

Und er hat mich nicht gewarnt, das mag ich nicht.

- Woher wusste er von der Durchsuchung? - Ich habe keine Ahnung.

Von einem Polizisten oder so. Wer weiß?

Es geht um ein Budget von 310 Millionen.

Was macht das für einen Unterschied, 30.000 oder 300.000?

- Sie fahren schweres Geschütz auf. - Wir müssen in die Offensive gehen.

Ihre Freundschaft ist eine Schwäche.

Machen Sie eine Stärke daraus. Sagen Sie es deutlich:

Wenn Rickwaert schuldig ist, muss er bezahlen.

Sie können sich keine Freunde leisten, wenn Sie ein Land regieren.

Das ist hart und unmenschlich, aber es wird Sie stärken.

- Der Blitz. - Ja.

Lassen Sie Blitze sprechen wie Jupiter.

Zeigen Sie keine Gefühle.

Beweisen Sie Ihre volle Autorität.

Was geht in deinem Kopf vor, du Idiot?

Hast du jetzt etwa Skrupel, du Depp?

Du gehst mit mir unter. Sag mir alles.

- Es war Joël. - Was?

Joël Domfront hat dich verraten.

Das kann nicht sein.

Er hat meinem Chef alles erzählt.

- Was alles? - Es war inoffiziell.

Es gibt kein Protokoll, nichts.

Er hatte Angst und gab uns Hinweise für die Untersuchung.

- Keine Beweise? - Die sollte die Durchsuchung bringen.

Wir wollten Joël in Gewahrsam nehmen und unter Druck setzen.

Er hätte uns alles Schwarz auf Weiß geben müssen.

Und da die Petze tot ist, habt ihr nichts.

Genau.

Idiot.

Ich muss dich sprechen. Es gibt Neuigkeiten.

Lassen Sie uns zwei Minuten allein?

Der Bulle sagt, sie haben nichts in der Hand.

Du hast gesagt, es fehlt kein einziger Euro.

- Wie bitte? - Bald weiß jeder, dass 30.000 fehlen.

Du hast mein Vertrauen missbraucht.

Bei einem Budget von 310 Millionen sind 30.000 kein Loch,

sondern nur ein Rückstand.

- Und noch was. - Ich bin gespannt.

- Komm mir nicht so. Ich riskiere alles. - Ich höre dir ja zu, na los.

Die Polizei hat auf Joël gebaut, aber er hat sich ja umgebracht.

Wer tötet sich vor einer Durchsuchung, wenn er sich nichts vorzuwerfen hat?

Genau, er hatte sich was vorzuwerfen.

Er hat 30.000 für die streikenden Arbeiter gestohlen.

Eine tragische Folge der Krise, die die Rechte schamlos ausnutzt.

Soll Ginette das erzählen?

Nein, die Gewerkschaftler von Clamex.

Joëls Freunde. Sie schulden mir was für meine Hilfe.

Werden sie für dich die Presse, die Polizei und die Richter anlügen?

Willst du gewinnen? Dann komm mit zur Beerdigung.

Du stellst einen Rettungsplan für Clamex vor

und tadelst Auzanets Manöver.

3.000 weinende Arbeiter werden dir zuhören.

Typen, deren Leben hart ist. Es sind die Wähler, mit denen du siegst.

Mit der totgeweihten Industrie, wie in "Good Bye, Lenin!"?

- Singen wir auch die Internationale? - Arbeiter widern dich an.

- Sie stinken. - Spar dir die Proletariernummer.

- Es gibt Wasser. - Ich bin gern bürgerlich.

Es reicht!

Sie haben nichts in der Hand. Sie hatten nur Joël!

Es tut mir leid, Philippe.

Und was wirst du jetzt tun?

Jupiter?

Liebe Freunde,

Joëls Tod war ein harter Schlag,

ein Schock und ein Aufschrei.

Ich hätte ihn hören müssen, bevor es zu spät war.

Aber die Wahrheit ist,

dass ich woanders war.

Er hat mir seit Monaten von diesem harten Streik erzählt,

und von der Verzweiflung seiner Kameraden.

Ich führte nur den Stabilitätspakt und EU-Wirtschaftshilfen an.

Hört zu, Freunde.

Was Joël getan hat, tat er mit bestem Gewissen.

Denn es ging darum, durchzuhalten,

trotz der 23 Wochen Kurzarbeit

für die sechs Millionen Arbeiter dieses Landes.

Joël hat durchgehalten und seine Ehre für uns geopfert.

Und ich habe ihn mit seinem Mut allein gelassen.

Durch seinen Tod hat Joël mir die Augen geöffnet.

Ich bin jetzt hier. Aber wo sind die anderen?

Wo sind die Sozialisten aus Paris

und meine Parlamentskollegen?

Aber vor allem:

Wo ist unser Kandidat?

Warum schweigt er?

Ich weiß, dass er zuhört.

Ich weiß, dass er zusieht.

Wird er durch uns

auch Joëls Aufruf hören?

Nach Philippe Rickwaerts Enthüllungen wurde im Recyclingzentrum Échirolles

die Arbeit eine Stunde lang niedergelegt.

An dem Streik beteiligen sich nun auch andere Fabriken im ganzen Land:

etwa in Rennes, Besançon, Juvisy und Saint-Nazaire.

Der Selbstmord des Gewerkschaftlers Joël Domfront

scheint die Arbeiter tief getroffen zu haben.

Bei spontanen Versammlungen riefen sie "Wir alle sind Joël".

- Alles okay? - Ja.

Was hast du jetzt vor?

Ich will mehr Zeit in meiner Stadt verbringen.

Das war nicht die Frage.

Er meint Laugier.

Wie willst du das regeln?

Er wird dir das nie vergeben.

Selbst wenn er verliert, bleibt er Parteichef.

Viel Glück, wenn der Norden gegen ihn ist.

- Wir müssen einen Kandidaten finden. - Ja.

Genossen, was der Sonntag auch bringt, bald folgen die Parlamentswahlen.

- Zum Wohl. - Zum Wohl.

Eine Merguez, Herr Abgeordneter?

- Klar. Sind die halal? - Hundertprozentig.

- Zertifiziert. - Ja, von ganz oben.

Genau.

- Prost, Jungs. - Zum Wohl.

- Seht mal, wer da kommt. - Es ist Laugier.

- Es ist wirklich Laugier. - Guten Tag.

- Guten Tag. - Willkommen, Francis.

- Guten Tag, meine Damen und Herren. - Guten Tag.

- Es ist wohl bald Wahl. - Ja, bald.

Die Presse kommt nur für die Politiker.

Wir streiken seit 23 Wochen. Sie waren nie hier.

Haben Sie gehört? Kommen Sie auch, wenn ich nicht da bin.

- Geht es Ihnen gut? - Véro.

Guten Tag.

- Darf ich ein Foto machen? - Klar, ein Selfie.

- Danke. - Ja, danke.

Ich führe dich herum. Komm, Gilles.

Danke, meine Herren.

- Wie war die Reise? - Gut.

- Ja? Nicht zu viel Verkehr? - Nein.

Danke.

Guten Tag, die Herren.

- Ich will nicht stören. - Pascal, Kontrolleur.

- Yves arbeitet hier seit 37 Jahren. - 39.

- Jeannot ist im Betriebsrat. - Freut mich.

- Philippe ist Mechaniker. - Guten Tag.

Die Jungs nutzen die Werkstatt als Pausenraum.

Ja, Pausen der besonderen Art.

Hier entlang. Danke, Jungs.

Lasst ihr Sozialisten uns diesmal nicht im Stich?

Warum sollte ich sonst hier sein, wenn ich euch nicht unterstützen würde?

Dann nehmen Sie auch eine Plakette.

Nein, keine Plakette.

Aber ich werde mich für die Fabrik einsetzen.

Und ich nehme gern ein Picon-Bier.

- Auf Clamex! - Auf Clamex!

Du magst Präsident werden, aber ich werde nie dein Hund.

Hat Monsieur Domfront Ihnen tatsächlich Geld gegeben?

Ja, Joël hat uns geholfen.

Ohne die Umschläge am Monatsende hätten wir es nie geschafft,

unsere Rechnungen zu bezahlen.

Er war einer von uns.

Danke.

Wie Sie gehört haben, bestätigen die Angestellten von Clamex,

dass ihr Streik mit Schwarzgeld des Wohnungsamtes bezahlt wurde.

Es diente nicht zur Finanzierung der Sozialistischen Partei.

Die Staatsanwaltschaft unternimmt keine juristischen Schritte

vor dem zweiten Wahlgang am Sonntag.

Wie wir gerade gesehen haben,

war der spontane Besuch im Norden

ein gelungener Schachzug von Francis Laugier.

Der Kandidat der Sozialisten löst damit das heikle Problem Clamex,

gibt den Arbeitern Zuversicht und fördert den Dialog mit den Arbeitgebern.

- Hier. - Danke.

1.112.

Monsieur Rickwaert, Philippe.

Hat gewählt.

Die Wahlbeteiligung lag um 15 Uhr 2,3 % höher als letztes Mal.

Das ist gut.

Wisst ihr, woher ich Rickwaert kenne?

Vom Parteitag in Orléans vor 18 Jahren.

Er war ein kleiner Lokalpolitiker aus Dünkirchen,

aber man spürte, dass er hoch hinaus wollte.

Er redete mit allen und hatte zu allem eine Meinung.

Am zweiten Abend bekam ich einen Anruf,

dass man mich dringend in Paris braucht.

Als ich zum Parkplatz kam, waren zwei meiner Reifen platt.

Ich konnte sie erst am nächsten Tag wechseln.

Da kam zufällig Philippe vorbei,

dessen Auto genau neben meinem stand.

Er schlug vor, mich nach Paris zu fahren.

Wir haben von Orléans nach Paris zwei Stunden lang diskutiert.

Nach 14 Jahren hat er gestanden,

dass er mir selbst die Reifen aufgeschlitzt hat.

Verrückt, oder?

Er ist verrückt, das wusste ich immer.

Verrückt und gefährlich.

Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.