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IST JA IRRE - LAUTER LIEBENSWERTE LEHRER
Herein.
- Miss Short hat mich hergeschickt. - Ja, Stevens. Setzen Sie sich.
- Worum geht es denn? - Also, ich habe in Mathe rumgeblödelt,
und Miss Short sagte, noch einmal und ich muss zu Ihnen. Hier bin ich.
Verstehe. Und was meinst du, sollte ich jetzt tun?
- Stockhiebe? - Und eine gute Zeitschrift ruinieren?
Raus mit der Polsterung. Sie knistern wie eine Pfanne voll brutzelnden Specks.
Stockhiebe verraten mir nicht, warum Sie es für wichtiger halten,
- rumzublödeln als im Unterricht zuzuhören. - Nein.
Ich wüsste es gern. Schreiben Sie's auf.
Lehrerkonferenz am Freitagabend.
Na klar, wenn unser Widerstand am schwächsten ist.
Warum hängen Sie hier herum?
- Nur so, Miss Short. - Dann ab mit Ihnen.
Es ist Zeit, Mr. Adams, haben Sie es vergessen?
Vergessen, ich?
- Was vergessen? - Mr. Wakefields Konferenz.
- Was glauben Sie, worum es geht? - Disziplin, hoffe ich.
Es ist höchste Zeit, dass Wakefield den Mund ausruht und die Hand einsetzt.
Tut mir Leid, ich bin zu spät.
Ladys, Gentlemen, wie Sie wissen,
kam ich direkt vom College hier an die Maudlin Street.
Ich bin jetzt seit 20 Jahren hier.
Sieben Jahre als Konrektor und ein Semester, dieses Semester,
als kommissarischer Rektor, solange Mr. Carson krank ist.
Ich finde, es ist Zeit für Veränderungen.
Ganz in der Nähe meines Geburtsorts, auf dem Lande,
wird nächstes Schuljahr eine neue Schule eröffnet.
Sie suchen einen neuen Schulleiter.
Wenn ich diesen Posten bekäme, wäre das mehr als perfekt für mich.
Ich plane, mich zu bewerben.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.
Moment noch, bitte. Ich brauche Ihre Hilfe. Darum habe ich Sie zusammengerufen.
Hören Sie sich das an. Vom Kultusministerium.
"Das Ministerium unterstützt die Forschung von Mr. Alistair Grigg,
dem berühmten Kinderpsychiater, in Verbindung mit seinem neuen Buch
Verhaltensmuster der Jugend von heute.
Auf seiner Schul-Rundreise
begleitet ihn die offizielle Inspektorin Felicity Wheeler,
die uns direkt über den Standard
des Schülerverhaltens und der Lehrerkontrolle berichten wird.
Wir informieren Sie hiermit, dass Mr. Grigg und Ms. Wheeler
die letzte Woche dieses Schuljahrs an Ihrer Schule verbringen
und ihren Aufgaben nachgehen werden."
Er darf nicht herkommen. Dieser Grigg, er ist ein Irrer.
Ich habe sein Buch Selbstentfaltung mal gelesen.
Wissen Sie, was das bedeutet?
- Sex im Fahrradschuppen. - Wirklich?
- Wie abstoßend. - Was für ein reaktionärer Haufen Sie sind.
Der psychologische Ansatz hat doch etwas für sich.
Stellen Sie sich vor, ein freilaufender Psychiater unter den Kindern,
der ihnen erzählt, Unfug sei eine Form der Selbstentfaltung
und Verbrechen ein Komplex.
Und bei ihm eine Ministerialinspektorin, diese Wheeler,
die aus ganz anderer Sicht über ihr Fehlverhalten berichtet.
Genau. Es wird sich in der Fachwelt wie ein Lauffeuer verbreiten,
dass die Lehrer hier keinerlei Kontrolle haben.
Und Mr. Wakefields neuer Job ist dahin.
Ganz genau. Indem es zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt,
zerschlägt das Ministerium vielleicht auch endgültig meine Karrierechancen.
- Ja, da könnte was dran sein. - Das wäre eine Schande.
Sie können nur eins tun, um sich selbst zu retten.
- Zuschlagen. Außergewöhnliche Theorie.
Ein Kind muss sich beugen, um eine aufrechte Person zu werden.
Haben Sie nie ein Kind zum verprügeln zum Rektor geschickt?
Aber nie ohne das Gefühl, versagt zu haben.
Lassen Sie mich das klarstellen.
Ich bin nicht für die Prügelstrafe, außer als letztes Mittel.
- Mr. Grigg ist absolut dagegen. - Er ist also dagegen? Ei, ei, ei!
Offensichtlich hat er noch keine unserer Klassen erlebt, der Volltrottel.
Nichtsdestoweniger bleibt der Stock im Schrank, während er hier ist.
Dann gehen Sie unter.
- Untergehen? Nicht zwingend. - Ich dachte, Sie schlafen.
Nur, weil ich nicht so viel rede wie andere, heißt das nicht, dass ich nicht...
Dass ich...
Schließlich ist Reden Silber und Geigen Schwold.
In dieser Schule schaffen wir es nicht, Ärger zu vermeiden,
also versuchen wir, ihn soweit möglich von den Besuchern fernzuhalten.
Wie machen wir das? Indem wir wachsam sind und uns hinter Mr. Wakefield stellen.
Darf ich jetzt bitte gehen? Ich habe den Bunsenbrenner angelassen.
Wenn ich diesen Posten bekäme, wäre das mehr als perfekt für mich.
Ich plane, mich zu bewerben.
Der Plan ist, wenn sie ankommen, folgen wir ihnen nach oben.
Alf wird vielleicht misstrauisch.
Mehr brauche ich euch nicht zu sagen. Macht einfach mit.
Auseinander. Verteilt euch.
Ist das eine Streikversammlung?
Wir reden über das miese Spiel unseres Teams am Samstag, Alf.
Mies? Teuflisch nenne ich das. Der Stürmer hat jeden Pass vermurkst.
Die zwei müssen wir loswerden.
Miss Wheeler, schön, Sie wiederzusehen.
Hallo, Mr. Wakefield. Das ist Mr. Grigg, Kinderpsychiater.
- Sehr erfreut. - Willkommen, Mr. Grigg.
Gehen wir hinein?
- Eine Woche, mehr verlange ich nicht. - Mehr haben wir auch nicht.
Bis zum Ende des Schuljahres. Kommt, Leute.
Man sagt, den Tag beginnt man am besten mit einem Lied.
Also beginnen wir unsere Tour in Mr. Beans Klasse. Hier entlang.
- Wer ist das? - Miss Allcock.
Mr. Bean unterrichtet Französisch und Musik
und organisiert und dirigiert auch unser Schulorchester.
Wir nennen ihn den Malcolm Sargent von Maudlin Street.
Hält sie das nicht von ihren Schularbeiten ab?
Ganz im Gegenteil. Meine Theorie des Musikunterrichts...
Wie bitte?
- Mr. Bean, wollen Sie beginnen? - Aber natürlich. Setzen Sie sich.
Also, Jungs und Mädchen, Ten Green Bottles.
Aufstehen. auf. auf, auf.
Ich muss eine Diät machen.
Monica, Liebes, los, weiter.
Halt.
Beine breit, Sprung. Und locker.
- Guten Tag. - Sehr erfreut.
Sind Sie zufrieden mit Ihren Geräten, Miss Allcock?
Bis jetzt hat sich niemand beschwert.
Ach, Geräte? Ja. Ich habe alles, was ich brauche, danke.
Finden Sie, dass körperliche Aktivität geistige Entspannung bewirkt?
Immer.
Großartig. Das ist alles, danke.
Ich habe noch eine Frage. Bevorzugen Sie die schwedische Methode?
Das ist doch auf der ganzen Welt gleich.
- Würden Sie uns etwas vorführen? - Klar doch.
Hände auf die Hüften, bitte.
Stillstehen.
Monica, Liebes, nicht kratzen.
Und...
Nach links, zwei, drei. Nach rechts, zwei, drei.
Nach vorn, zwei, drei. Und hoch.
Ihr seid ein bisschen verschlafen heute Morgen, was?
Monica, wenn der Gummi kaputt ist, geh raus. Wenn nicht, halt dich ruhig.
Und nochmal. Hände auf die Hüften!
Beine breit, Sprung.
Hände über den Kopf, bitte.
Schnell nach vorne beugen.
Da sind wir. Mr. Milton produziert das Schultheaterstück
Romeo und Julia. Die Bühnenmusik komponiert Mr. Bean.
Sie kommen in einem besonders interessanten Moment,
und das nicht ganz zufällig.
Wir haben gleich Fragestunde. Fragen, die das Stück aufwirft.
Sie werden feststellen, dass Shakespeare die jungen Geister so sehr veredelt.
Setzen Sie sich doch.
Ich hoffe, Miss Allcocks Hose ist zu reparieren.
Also, Jungs und Mädchen. Wer will zuerst?
Robin Stevens, er spielt den Romeo. Und?
Wir arbeiten mit der Schulausgabe des Stücks.
Völlig richtig. Kluger Junge.
- Was ist Ihre Frage? - Warum?
- Warum was? - Warum gibt es eine Schulausgabe?
Nun, das ist so.
Es gibt einiges bei Shakespeare, was junge Leute nicht verstehen würden.
- Zum Beispiel? - Nicht unterbrechen. Bin noch nicht fertig.
In der Schulausgabe werden diese Dinge ausgespart,
damit junge Leute sich auf die Schönheit der englischen Sprache konzentrieren,
was Shakespeares Hauptverdienst ist.
Beantwortet das die Frage? - Nein.
Geben Sie uns ein Beispiel, damit wir es verstehen.
Nein! Setzen!
- Aber, Sir... - Setzen!
Eine Frage von jemand anderem.
- Wir sollten zur Klasse von Mr. Adams. - Nein, das ist faszinierend.
Penelope Lee. Sie spielt die Julia.
Möchten Sie schon gehen, Miss Wheeler? Mr. Grigg kann ja nachkommen.
- Akt 1, Szene 5, Sir. - Ihre nette kleine Szene mit der Amme, ja.
"Geh, frage, wie er heißt. Ist er vermählt, so ist das Grab zum Brautbett mir erwählt."
Wie lautet die Frage?
- Was ist ein Brautbett? - Was heißt: "Was ist ein Brautbett?"
Wie sieht das aus? Was ist so besonders an einem Brautbett?
Ich weiß nicht, was das mit Romeo und Julia zu tun hat.
Viel, wenn Sie mich fragen.
Niemand fragt Sie, Atkins. Ruhe.
Ich glaube nicht, dass das ein wichtiger Punkt ist.
Aber, Sir, ich muss verstehen, was ich auf der Bühne sage.
- Ich kürze den Text. - Dann bleibt nicht viel vom Stück übrig.
- Umso besser. - Pat, Atkins! Ruhe!
- Das Bett? - Brautbetten sind größer.
- Warum? - Das ist so Brauch.
Nein! Wirklich? Mein Vater hat ein Buch, Ehebräuche im Lauf der Geschichte.
Ich bin nicht an den Ehebräuchen Ihres Vaters interessiert.
An seinem Buch, meine ich.
Muss man ledig nicht in einem großen Bett schlafen?
- Oder verheiratet in einem kleinen? - Genug von Betten. Nächste Frage.
- Ja, Irene? - Es heißt, im Stück war Julia 14.
- Richtig. Nächste Frage. - Sie hatte es faustdick hinter den Ohren.
Das ist keine Frage.
Geben Sie uns eine Chance. Meine Frage ist...
Warum sind wir nicht zu Shakespeares Zeiten geboren?
- Warum kam sie nicht ins Kittchen? - "Ins Kittchen"?
Vor Gericht. Ins Gefängnis. Sie wissen schon.
Ich meine, bei allem, was sie getan hat, und das mit 14.
Das geschah alles vor langer Zeit.
- Und in Italien. - Genau.
Was meinen Sie?
Wussten Sie das nicht, Sir? Mädels in Italien sind früher dran.
Das hat mit dem Klima zu tun.
Nicht nur in Italien, auch das Mädel von nebenan.
Das Mädel von nebenan interessiert mich nicht.
Da sind Sie einer von wenigen. Erst letzten Samstagabend...
Ruhe. Das hat nichts mit Romeo und Julia zu tun.
- Doch, Sir. Sie ist 14. - Wer?
- Das Mädel von nebenan. - Hört auf jetzt.
Ich glaube, ich kenne die auch.
- Das war ja klar. - Ruhe! Ich beantworte keine Fragen mehr.
- Bitte, Sir, bitte. - Seid still! Ihr alle.
Haben Sie gehört, was ich sagte?
Warum ist dann Ihre Hand oben?
Na gut, raus mit Ihnen.
Alle anderen öffnen ihre Grammatikbücher.
Miss Wheeler, tut mir sehr Leid, ich weiß nicht, was in sie gefahren ist.
Ich schon. Jugendliche Neugier, logisch fokussiert. Grandioses Forschungsmaterial.
- Ich bin hochzufrieden. - Mr. Milton, hänseln sie Sie öfter so?
- Nein. Das war ganz ungewöhnlich. - Verstehe.
Nichts Persönliches,
aber in Abwesenheit des echten Rektors scheinen die Kinder oft zu spüren...
Nein, überhaupt nicht. Ich verstehe das nicht.
Also, Stevens.
- Es passt. - Hoffentlich funktioniert es.
Natürlich funktioniert es.
Entschuldigung.
- Aber nicht heute. - Wir haben es uns nur angesehen.
Ich bin sehr erfreut, dass Sie das so interessiert.
Gut, dann auf Ihre Plätze.
Die Form ist so gestaltet,
um den Atmosphärendruck und andere Schwierigkeiten
zu überstehen, über die ich schon sprach. Hier...
Machen Sie ruhig weiter, Mr. Adams.
Wie ich schon sagte, die Rakete ist ein funktionierendes Modell.
Und in ein oder zwei Tagen möchte ich mit Ihnen einen Ausflug
zu einem passenden Ort im Freien machen, von wo wir sie starten lassen.
Jetzt bitte wieder Ruhe.
Ich kann diesen Moment kaum erwarten.
Wenn ich die letzte Komponente einsetze, die die Rakete elektronisch aktiviert...
Hier hinein.
Dann überprüfe ich die Seitenruder, den absprengbaren Antrieb,
die stromlinienförmige Eichelspitze. Und dann berühre ich diesen Knopf,
und los.
Ist es nicht außergewöhnlich, Jungs und Mädchen,
dass dieser kleine Knopf hier, jetzt völlig harmlos...
Wer war das? Wer hat das getan?
Englische Literatur, veredelnd?
In etwa so veredelnd wie ein Frühlingsabend in Port Said.
Und ich trug nichts drunter.
Mein Klavier. Oh, mein Klavier!
Sie haben Glück, dass sie nicht in Ihrer Klasse waren!
Sollen sie nur kommen. Ich habe sehr wenig Ärger.
- Verlassen Sie sich nicht drauf. - Worauf?
Auf den Stock. Sie können sie nicht mehr raufschicken.
Dann nehmen Sie also endlich Vernunft an.
- Ein paar ordentliche Hiebe... - Also wirklich, Grace.
Das ist nicht nur zielloser Unfug. Das ist geplant, koordiniert, zeitlich abgestimmt.
Sicher ist es abgestimmt. Auf die Sekunde, als ich mich bückte...
Um Himmels willen, Sarah, hören Sie auf mit Ihrer dummen Hose.
- Sie haben das Loch darin nicht gesehen. - Das möchte ich auch nicht, danke.
Was sind ein Paar Hosen im Vergleich zu meinem Klavier?
Mein schönes, zerstörtes Klavier.
Heißt das, Sie können die Musik für das Stück nicht fertig komponieren?
Wahre Komponisten brauchen kein Klavier. Die haben alles im Kopf.
- Da sollte es auch bleiben. - Sie wollten meine Musik nie, oder?
Tschaikowski hätte mir genügt, wenn überhaupt Musik.
Persönlich... - Was haben Sie dagegen? Sagen Sie es nur.
- Los, sagen Sie es. - Na gut.
Es ist schon eine Herkulesaufgabe, Hörbarkeit aus den Kindern rauszukriegen.
Zusätzlich kämpfe ich gegen ein Orchester an, das ein Schlaflied
wie den Höhepunkt der Ouvertüre 1812 klingen lässt.
In den ruhigen Passagen hört man eine Stecknadel fallen.
Das klänge schöner.
Eine Nadel hätte auch nichts geholfen. Sie wäre doch gerissen.
Sarah, ständiges Reden über die Hose kann diese Art Ärger auch nicht verhintern.
Hören Sie mal!
- Ich verlange eine Entschuldigung. - Na gut. Tut mir Leid.
Dass ich überhaupt zustimmte, Ihre elende Musik zu nehmen.
Ich hab's. Ich glaube, ich hab's.
- Was? - Die Antwort. Den Grund für den Unfug.
Durch wissenschaftliche Analyse, nehme ich an?
Es ist ganz einfach.
Erstens: Die Kinder fühlen sich wie Versuchskaninchen für Whigg und Greeler.
Grigg und Wheeler.
Zweitens: Sie hassen es. Folglich, drittens: Sie wollen sie verjagen.
Das würden sie nicht wagen, wenn der Stock noch genutzt würde.
Verstehen Sie nicht? Das ist nur ihr Glück. Es ist nicht ihr Motiv.
- Das ergibt für mich Sinn. - Und ich stimme den Kindern zu.
Je früher dieser psychiatrische Einfaltspinsel verschwindet, desto besser.
Er kann nicht verschwinden. Er darf nicht.
Ich meine, wenn Mr. Adams recht hat,
wäre das fatal für das bisschen Disziplin, das noch herrscht,
wenn die Kinder Erfolg hätten, oder?
Absolut. Sie dürfen nicht damit durchkommen.
Denken wir an das nächste Schuljahr.
Grigg und Wheeler müssen bleiben, aber wie überleben wir den Rest der Woche?
Sie müssen sich nicht entschuldigen, Mr. Wakefield, nein.
Was ich heute Morgen sah, ist die Bestätigung meiner Theorie,
dass Streiche wertvolle Hinweise auf innere Konflikte der Kindheit sind.
Was Sie nicht sagen.
Ein Beispiel. Die Gymnastikhosen. Steht alles in meinem letzten Buch.
Ihr letztes Buch? Das würde ich gern lesen.
Man sagt, es ist das englische Gegenstück
zu dem berühmten Essay meines lieben Wiener Professors.
"Mit dem Ausziehen der Kleider stellt sich das Kind einen Pass zum Glück aus."
Der gute Professor Schmarl.
Seine Augen hätten geleuchtet, hätte er die Hose reißen sehen.
Scheinbar stimmen Sie dem nicht ganz zu, Miss Wheeler.
Mr. Grigg und ich sind übereingekommen, nicht übereinzustimmen.
Vielleicht können wir uns alle einigen, dass es schlimm für den Lehrberuf wäre,
wenn Lehrer Streiche nicht mehr mit Humor nehmen?
- Gewiss. - Sollen wir unsere Tour fortsetzen?
Zum Schreien komisch, was?
Was ist los?
Wie lief das Mittagessen?
Es ging, aber die Aufsicht ist immer anstrengend.
Ich würde gern die Füße hochlegen.
Ich habe darüber nachgedacht, was Mr. Bean sagte.
Sie wissen schon: "Die Anführer finden."
Wie wäre es, wenn wir die Augen offen halten, quasi Patrouillengänge machen?
Was für ein Triumph wäre es, wenn zwei Frauen die Anführer aufspüren!
Ungemein gute Idee.
Na dann los. Ganz beiläufig.
Dieser Atkins-Junge. Ich hatte ihn von Anfang an im Verdacht.
Sehen Sie genau hin. Dort, bei der Heizung.
Vielleicht manipulieren sie das Heizungssystem.
Da lang, schnell.
Was macht ihr da?
Ich kenne die Karten der anderen nicht,
aber Atkins wird mit diesem Blatt nicht bluffen können.
Hudson!
- Entblättern Sie die Tafel. - Die Tafel...
Entblättern.
Ich glaube es nicht.
Gut, setzen.
Heute Morgen hat es Ärger gegeben.
In meinem Unterricht gibt es keinen Ärger.
Der Erste von euch, der unaufgefordert spricht oder sich bewegt,
oder auf irgendeine Weise stört...
- Was ist das? - Ihre Hand.
- Richtig. Wie groß ist sie? - Zu groß?
Ohrfeigengroß.
- Drücke ich mich klar aus? - Ja, Miss.
Gut.
Wir werden jetzt eine ruhige, angenehme Stunde damit verbringen,
einige der verzwickteren Probleme von Brüchen und Dezimalzahlen zu betrachten.
Sonst...
Seite 45.
Miss Short. Entschuldigen Sie mich bitte.
Ich würde gern ein kleines Logikexperiment durchführen.
Natürlich.
Hören Sie Mr. Grigg zu.
Also, Kinder. Ich möchte, dass ihr zweistellige Zahlen ruft.
Wer will als Erstes?
27.
49.
Sie sind verwirrt.
- Ich auch. - Warten Sie ab.
Das Experiment funktioniert immer. Einer stellt mein Tun immer in Frage,
und dieser eine ist das logische Element in der Gruppe.
81.
65.
33.
Los doch. Drehen Sie das mal um.
Herein.
Adams, so schnell. Sehr froh, Sie zu sehen. Machen Sie es sich bequem.
Setzen Sie sich. Die Stühle sind jetzt recht sicher.
Sicher, Sir?
Sprechen Sie leise, seien Sie so gut.
Nach dem heutigen Morgen zweifle ich, ob ich einen Job als Verkehrshelfer bekäme,
geschweige denn einen als Rektor.
Ich muss sagen, Sir, das scheint Sie nicht zu bekümmern.
Warum sollte es? Die Lösung befindet sich in diesem Zimmer.
- Ich fürchte, ich verstehe nicht... - Leise.
Analysieren wir das wissenschaftlich.
- Ja. - Wenn am Ende dieser Woche
Miss Wheeler ihren Bericht abliefert
und ich keine Hoffnung auf den Job habe, den ich will,
- ist das das Problem, richtig? - Richtig, ja.
Die Lösung ist einfach. Miss Wheeler muss besänftigt werden.
- Besänftigt? - Was stimmt eine Frau mild?
Was lenkt sie von der Arbeit ab? Liebe, Mr. Adams.
Warum erzählen Sie mir das alles?
Weil die Lösung sich in diesem Zimmer befindet.
Sie sind die Lösung.
- Ich, Sir? - Bitte, sprechen Sie leise!
Um Himmels willen.
- Sie benutzt das Zimmer nebenan als Büro. - Aber ich...
Miss Wheeler ist in Sie verliebt.
- Nein, bitte. - Doch.
- Ich bemerkte es heute Morgen im Labor. - Nein, bitte.
Die Anzeichen waren untrüglich. Sie verzehrt sich nach Ihnen.
Nein, Sir, bitte.
Das ist micht nöglich.
Nicht nur nöglich, es ist möglich. Sogar ganz sicher.
Hören Sie, Sir.
Woher wissen Sie das? Immerhin sind Sie Junggeselle.
Aber ich bin nicht tot.
Gregory, ich denke nicht nur an mich selbst.
Haben Sie Mitleid mit der armen, frustrierten Frau dort.
Zeigen Sie eine Reaktion, etwas Zärtlichkeit, etwas Liebe.
Das ist schlicht Ihre Pflicht als menschliches Wesen.
Sie kennen mich. Ich würde alles tun, um Ihnen zu helfen.
- Ich wüsste nicht, was ich tun soll. - Nicht.
In dieser neuen Schule gibt es drei Labore. Alle auf dem allerneusten Stand.
Ich werde einen erfahrenen, loyalen Naturkundelehrer brauchen.
- Drei? - Drei.
Ich muss noch etwas darüber nachdenken.
Wir haben keine Zeit zum Nachdenken. Nur zum Handeln.
- Drei? - Drei.
Für Sie, Sir, und für die Wissenschaft.
- Ich tue mein Bestes. - Guter Mann.
Sehr schön, Adams, Ich wusste, ich kann mich auf Sie verlassen.
Shakespeares Sonette.
"Dem Mund, auf dem die Liebe blühte."
Oh weh.
"Der kleine Liebesgott lag einst im Schlaf."
"Der Liebsten Aug' ist nicht wie Sonnenschein."
Lassen Sie sich nicht ablenken, ich will nur etwas nachschlagen.
Ich auch.
Ich inspiziere die Schulbibliothek immer gründlich.
Sicherlich sehr aufschlussreich.
Nichts, nichts.
Miss Wheeler, ich habe Ihnen etwas zu sagen.
In diesem Licht wirken Ihre Haare wie poliertes Gold.
Ihre Augen glänzen wie die Steine in Ihren Augen...
Die Kerne.
Warum sagen Sie plötzlich so etwas?
Ich bin Wissenschaftler.
Ich nehme diese Dinge wahr, und ich hoffe, das stört Sie nicht.
Warum sollte es das?
Nicht, dass Sie denken, ich würde persönlich werden.
Werden Sie das nicht?
Nur wissenschaftlich.
In diesem Fall stört es mich natürlich gar nicht.
Es gibt etwas, was ich Ihnen sagen muss.
- Sie sind gefallen. - Ja, Miss Wheeler, das stimmt.
Miss Wheeler, in bin Ihnen verf...
Durch das Loch in einem Stuhl gefallen.
Und?
Irgendwann würde ich mich gern ausführlich mit Ihnen unterhalten.
- Worüber? - Körperertüchtigung.
Aber natürlich, Sir. Wir wurden angewiesen, Sie nach Kräften zu unterstützen.
Und ich verlange nichts Unmögliches.
Irgendwann heute?
Gut.
Fast hätte ich es vergessen. Ich habe etwas für Sie.
- Ach ja, Mr. Grigg? - Ja, mein neustes.
Es interessiert Sie vielleicht.
DAS KIND HAT IMMER RECHT
- Recht fortschrittlich. - Das überrascht mich nicht,
Sie sind ja in allen Dingen ein recht fortschrittlicher Mann.
Ich bin dagegen, natürliche Instinkte zu leugnen.
- Das ist sehr ungesund. - Es macht einen krank, finde ich auch.
Dann freue ich mich auf unser kleines Gespräch.
Bis später.
Danke für das Buch.
Die haben die Kugel geklaut.
Mach das besser voll.
Lassen Sie mich das klarstellen, Johann Sebastian Bean.
Sie wollen den Vortrag des Prologs unterbrechen,
während Sie fünf Minuten lang Musik spielen?
Das "Glücklose Liebe" -Thema ist zentral für meine musikalische Interpretation.
Und was tut der Schauspieler währenddessen? Stepptanzen?
- Er kann mit seinem Dolch spielen. - Oder ihn nach Ihnen werfen.
Kein Grund, beleidigend zu werden.
Darf ich Sie erinnern, dass die Musik begleiten, nicht dominieren soll?
Still, Adams, das ist eine Krise.
- Ja, ich weiß. - Ruhe!
Bitte, Gentlemen, ich mache doch das Licht.
Sie müssen nur sein unmusikalisches, sogenanntes Orchester blenden,
damit sie ihre völlig überflüssigen, sogenannten Noten nicht lesen können.
Überflüssig?
- Das wird den Erfolg des Stücks ausmachen. - Blödsinn. Das Stück ist die Hauptsache.
Ich gebe keine Note auf.
Und ich opfere Ihrem farblosen Gedudel nicht
die begnadete verbale Musik Shakespeares.
- Gedudel? - Farbloses Gedudel!
- Nehmen Sie das zurück! - Niemals.
- Ich bin gezwungen, Sie zu schlagen. - Dann zerbreche ich Ihren Dirigentenstab.
Na, na, Sie beide, setzen Sie sich und trinken Sie Ihren Tee.
Ja, er wird kalt, während Sie sich erhitzen.
Trinken Sie schon, um Himmels willen.
Erwachsene Männer, die eine Freistunde mit Streiten verschwenden!
Ach, Sarah, könnte ich wohl noch eine Tasse bekommen?
Wollen Sie in dieselbe Richtung?
Möglich. Ich möchte ein paar Fakten überprüfen.
- Mit Mr. Adams? - Ja, zufälligerweise.
- Verstehe. - Es gibt nichts zu verstehen.
- Ich bin Psychiater, wissen Sie. - Sie vergessen sich, Mr. Grigg.
Sie sind betrunken.
Nehmen Sie Ihre Hände hoch.
Oder ich mach Sie platt wie eine Flunder, Sie beleidigende Ziege.
Ich träume.
Wie schade, dass es nur ein Traum ist.
Er wirkt so real.
Es ist kein Traum.
Im Tee war Alkohol.
Was tun Sie hier?
- Sie haben von mir geträumt. - Ich kann nichts für meine Träume.
Ich kann etwas dafür tun, dass sie wahr werden.
Das ist ein regressiver Schritt. Gerade nannten Sie mich Alistair.
Ich bin nicht ich selbst. Verwirren Sie mich nicht.
Es gibt keine Verwirrung. Auch ich habe davon geträumt.
Als unsere Blicke sich trafen, wusste ich, dass Sie die Frau für mich sind.
- Flammen schlugen hoch. - Oh, Sie verrückter Narr!
- Immer langsam. - Keine Sorge, Liebling.
Ich kann Judo. Ich kenne jeden Muskel des menschlichen Körpers.
- Nein, halt! - Hab ich dir weh getan, Liebling?
Wir müssen uns heute Abend treffen.
Geht nicht. Dienstag ist Frauenliga für Gesundheit und Schönheit.
- Morgen Abend. - Bis dann.
Oh, mein Liebling.
Oh, mein Liebster!
Schau mal, William Wakefield. Jammern und Zetern bringen dich nirgendwo hin.
Sei hart mit ihr.
Mein Lehrkörper, Miss Wheeler, ist gewöhnlich nicht im Dienst betrunken.
Die Erklärung ist ganz einfach.
Alkohol aus dem Labor geriet in den Teekessel des Lehrerzimmers.
Das passiert ständig.
So etwas passiert.
Zufrieden?
Nein. Ich nehme es Ihnen nicht übel.
Was soll ich ihr sagen?
Mr. Adams, mein Guter. Sie haben Neuigkeiten für mich.
Sie hat mich zu sich gerufen.
Dem Himmel sei Dank. Sie haben sie beeindruckt.
Ich verstehe schon.
Sie nimmt die Lehrerbefragung nur als Vorwand, während sie...
Nein, Sir, tut mir Leid. Ich kann das einfach nicht.
Verstehen Sie nicht, was mir das abverlangt?
Sie stehen an der Schwelle zu drei Laboren.
Tut mir Leid, es geht nicht. Nicht mal, wenn Sie mir Harwell gäben.
Sie müssen da reingehen. Erfinden Sie eine Ausrede für mich.
Ich schaffe das nicht. Holen Sie mich da raus.
Wie kann ich ihr das nach diesem Gelage heute Morgen erklären?
Ich stecke fest. Ihr Ball ist noch im Spiel.
Aber das ist Verpressung... Erbung... Brech... Erbrechung.
Ganz ehrlich, Adams. Das ist schlichte, offene Erpressung.
- Drei Labore. - Rein mit Ihnen.
Na los, Mann. Braver Junge.
Setzen Sie sich, bitte.
Mr. Adams, nur ein paar Fragen.
- Sie haben diese Rakete also allein gebaut? - Ja.
Und Sie haben auch das Beleuchtungspult für das Theaterstück konstruiert?
Ja. Das habe ich eben so zusammengeschustert.
Sie widmen Schulprojekten offenbar einen Großteil Ihrer Freizeit.
- Dann habe ich abends etwas zu tun. - Sonst tun Sie nichts?
Sonst nichts.
Tut mir so Leid. Habe ich Sie erschreckt?
Inspektoren schüchtern Sie doch nicht ein? Wir sind doch keine Ungeheuer.
Jedenfalls hoffe ich, dass ich keines bin.
Vielen Dank.
Möchten Sie noch weitere Fragen stellen?
Einen Moment noch.
Ich gebe den Lehrern immer Gelegenheit, mich zur Schulpolitik zu befragen.
Oder zu anderen Themen.
Zu jedem Thema.
Miss Wheeler, ich wollte Sie nichts fragen,
sondern Ihnen etwas sagen. Etwas, das an mir nagt. Und nagt und nagt.
So sehr sogar, dass ich mich kaum auf das konzentrieren konnte, was Sie sagten.
Ich kann den Blick kaum von Ihnen wenden.
Ich hoffe, Sie denken nicht, ich werde persönlich
oder nehme mir zu viel heraus.
Ich möchte Ihnen etwas sagen.
Sie haben eine Nase im Gesicht. Auf Ihrem Fleck, Ihrem Fleck!
Und, Milton, wie war Ihr Morgen so?
Wenn Sie mich so fragen, außergewöhnlich ruhig.
Meinen Rat befolgt, was? Kein Zweifel, Strenge zahlt sich aus.
Miss Short, Milton, etwas Wunderbares ist passiert!
- Was? - Nichts.
Nichts! Gar nichts. Ist das nicht toll? In meinen zwei Stunden ist nichts passiert.
Schlicht und einfach nur Unterricht.
- Ich war noch nie so glücklich. - Heute Morgen sind wir alle glücklich.
Die Mädchen arbeiten so gut mit! Ich habe so etwas noch nie erlebt.
Die Kinder sind wie ausgewechselt. Es ist wie ein Wunder.
- Sie zwei beide auch? - Ts‚ ts, was für ein Ausdruck!
"Sie zwei beide." Ts, ts.
Es war unglaublich!
- Den ganzen Morgen kein Streich. - Der Ärger ist vorbei.
Warten Sie mal. Vielleicht wollen sie uns nur in Sicherheit wiegen.
Unsinn! Es liegt daran, dass wir streng waren! Das ist der Grund.
- Ich halte immer... - Danke und gute Nacht.
Ich arbeite an einer Idee für die Krypta-Szene.
Kriechen Sie von dannen!
Entschuldigen Sie mich. Ich muss teflon... telefonieren.
Ein wundervoller Gedanke, dass all unser Leid beendet ist.
Solche Streiche finde ich nicht witzig!
Leid beendet, was?
Ach was. Sehen Sie.
Hörcreme auf dem ganzen Schuhen. Creme... Oh nein!
Was ist das?
Er klebt fest!
Geh ab! Schmutzige kleine Zehntklässler!
Strenge macht sich bezahlt, was?
Das werde ich Mr. Wakefield berichten.
Hilfe!
Meine Güte! Kommen Sie.
Vorsicht!
Alles in Ordnung, Adams?
Lächerliche Streiche!
Ich gehe zu Mr. Wakefield.
Ich werde darauf bestehen.
Was ist da drin los?
Ich halte es nicht mehr aus!
- Was machen Sie hier? - Ich habe einen Auftrag.
Dann los.
Sehen Sie, Sir, diese sechs Kinder wollen nur in die Ausstellung gehen,
wenn sie wissen, dass Grigg und Wheeler auch da sind.
Verstehen Sie nicht? Das sind die Anführer.
Sie nutzen jede Gelegenheit, dort Ärger zu machen, wo Grigg und Wheeler sind.
Eine wachsame und geniale Schlussfolgerung. Aber kein Beweis.
Wir beobachten sie, finden einen Beweis, und dann Gnade ihnen Gott.
Ich mag die Prügelstrafe nicht. Das wissen Sie.
- Und spionieren mag ich noch weniger. - Das ist die einzige Möglichkeit.
Überlassen Sie das mir. Ich arrangiere alles.
Was hab ich euch gesagt? Sie sind uns auf der Spur.
Dieser verflixte Aushang.
Dann war's das. Alle Aktionen gestrichen?
Gute Generäle nutzen Rückschläge und verwandeln sie in Siege.
Genau das machen wir.
Ich möchte mich um den Posten
des Rektors bewerben...
Sarah, mein Liebling.
- Es ist vorbei. - Vorbei?
- Aber gestern Abend... - Ich möchte hinausgehen.
- Was habe ich getan? - Das!
Das? Das hat deine Gefühle für mich geändert?
Wie könnte ich, eine Lehrerin, mein Herz dem Autor
dieses perfiden Schunds, dieses Dolchstoßes
gegen den Berufsstand schenken?
- Ich habe in Wien studiert! - Und ich unterrichte hier!
Das ist gefühlsduselige Theorie. Ich kenne mich mit Kindern aus.
Du kennst... Was weißt du schon?
Dass es leichter ist, Fortschritt zu bremsen, als neue Ideen anzunehmen.
Du redest wie eine ignorante, viktorianische, Gouvernante.
Besser als ein verweichlichter, seelenklempnernder Heini.
Hör mir zu! Ich...
- Sarah, wir streiten. - Was für eine brillante Analyse!
- Wir dürfen nicht streiten. Lass uns... - Lass uns gar nichts.
- Es ist aus. - Aus?
Aber Liebling, ich liebe dich. Was soll ich denn machen?
Siehe Kapitel 5!
Kapitel 5?
Was ist los mit Miss Allcock? Sie war ganz aufgelöst.
Ich... Nein! Ich habe die in meiner Tasche gefunden.
- Ihr wisst, was ihr in der Pause tut? - Operation Nervenkrieg.
Ok. Achtet auf euer Timing. Auseinander.
- Sofort. Sie wissen alle, was zu tun ist. - Die Verdächtigen in der Pause beobachten.
Sie zu Wakefield bringen, wenn irgendwas verdächtig wirkt.
Sie könnten etwas motivierter klingen.
Die Suche ist eingeengt. Wir wissen, welche sechs wir beobachten müssen.
Eigentlich hatte ich etwas anderes vor.
Ich auch. Musik schreibt sich schließlich nicht von selbst.
Sie könnten wirklich kooperativer sein. Ich habe es Mr. Wakefield versprochen.
Ich kann nicht alle sechs Kinder allein beobachten.
Na schön, wir machen mit.
Toluen? Salpetersäure?
Das ergibt TNT.
Entschuldigung, Sir. Wir bräuchten ein Buch über Terrorismus.
Explosionen, die Geschichte schrieben.
Terrorismus? Diese beiden?
- Was ist los? - Eine Bombe.
- Sie bauen eine Bombe. - Ich weiß.
Tun sie so etwas nicht.
Ich hörte eben, dass Haig und Dale eine Explosion planen.
Lee und Gordon auch.
Alberne Idioten.
Ich verschwende meine Zeit nicht.
Es steht in meinem Heimwerker-Buch: "Wie man eine Bombe baut."
Man braucht einen Behälter, einen Zünder, Schwefel, Kaliumnitrat und Kohle.
- Jeder kann Schwarzpulver herstellen. - Ich kann's nicht erwarten.
Sie hat uns gesehen.
Mädchen, ihr wisst, dass ihr in der Pause nicht ins Klassenzimmer dürft.
Bomben?
Warum waren Sie unerlaubt im Lagerraum, Bird?
Fragen Sie Mr. Adams.
- Warum mich? - Sie wissen, Naturkunde interessiert mich.
Ich habe mich nur umgesehen.
- Und die Flaschen verschoben? - Habe nur die Aufschrift gelesen.
- Haben Sie etwas vom Inhalt genommen? - Warum sollte ich?
Um eine Bombe zu bauen!
- Geht es Mr. Adams gut? - Bird, sagen Sie die Wahrheit.
Das ist die Wahrheit. Lassen Sie doch Mr. Adams die Flaschen überprüfen.
- Überprüfen? - Sie werden sehen, dass nichts fehlt.
- Haben Sie das getan? - Nein. Ich...
Tun Sie das sofort.
Warten Sie nebenan, Bird.
EXPLOSIONEN, DIE GESCHICHTE SCHRIEBEN
- Warum liehen Sie dieses Buch aus? - Aus Privatinteresse.
Wir nehmen moderne Geschichte durch. Da knallt es oft.
Warum wart ihr in der Pause im Klassenzimmer?
Um ein bisschen Ruhe zu haben, um das Buch zu lesen.
Warum seid ihr ohne Erklärung weggelaufen?
Es gab so viel schlechtes Benehmen in letzter Zeit,
wir dachten, an uns würde ein Exempel statuiert.
Wo ist die Bombe?
Die was, Miss?
Die Bombe!
Wartet nebenan.
Herein.
Worum geht es denn?
Sie beide redeten über das Herstellen von Schwarzpulver.
- Das stimmt. - Für den Guy-Fawkes-Tag.
- Bis dahin sind es noch Monate. - Wir sollen doch immer vorausplanen.
- Das funktioniert nicht, Haig. - Doch. Die ganze Anleitung steht im Buch.
- Ich spreche nicht von Feuerwerk. - Ich schon.
- Wir reden aneinander vorbei. - In der Tat. Seid jetzt still und hört zu.
Eure Ausrede ist extrem fadenscheinig, denn...
Wo kein Feuer ist, da kein Rauch.
Entschuldigung, Miss, das ist das blödeste Sprichwort überhaupt.
Manchmal gibt es riesige Rauchwolken ohne auch nur einen Funken.
- Es kommt nur darauf an, was man glaubt. - Nehmen Sie Propaganda...
Haig, Sheila, warten Sie nebenan.
- Also? - Könnten wir unrecht haben? Wir alle?
Warten Sie, bis wir Stevens erwischen. Er ist der wahre Anführer.
- Sie werden sehen! - Ach ja?
Oder wir lernen von Kindern, dass es ganz oft so ist, ich zitiere:
"Manchmal gibt es riesige Rauchwolken ohne auch nur einen Funken."
Anführungszeichen zu.
Eine Zeitbombe!
Sarah, wo sind die zusätzlichen Stühle?
Würde mich nicht überraschen, wenn unsere Kleinen die für Holzfeuer kleinhacken.
- Reizend. - Ich sehe besser nach.
Schneller! In dem Tempo kriegen wir den Vorhang nie hoch.
Gehen Sie weg. Ich hab's eilig.
Sie müssen mir zuhören. Ich habe alles analysiert.
Nehmen Sie Ihre Hände weg, Mr. Grigg. Sie wissen, ich kann Judo.
Ich liebe Sie, und Sie lieben mich.
Weil das so schnell ging, fühlen Sie sich um die Spannung des Flirtens betrogen.
- Loslassen! - Ihre Zurückweisung
ist nur eine kluge List, um das Ritual der Brautwerbung einzuleiten.
Es ist nicht zu spät. Unsere Liebe ist sicher.
Sie wissen das. Schieben Sie das nicht weg.
- Los, Kinder. Hört auf rumzublödeln. - Aber ich liebe Sie, Miss Allcock.
JUCKPULVER
Ich will mit Ihnen sprechen.
- Gleich jetzt? - Ja. Setzen Sie sich, bitte.
- Aber die Konferenz... - Setzen Sie sich.
Ich habe die Sache wissenschaftlich analysiert.
- Wovon sprechen Sie? - Von uns.
Uns?
- Ich liebe Sie. - Wirklich?
Seien Sie nicht unwissenschaftlich. Das ist ein Fakt.
Tut mir Leid.
Ich vermute, Sie möchten den Hintergrund dieses Fakts wissen.
- Wenn es Ihnen nichts ausmacht. - Natürlich.
In den letzten Tagen habe ich versucht, Sie zu umwerben.
Ich glaube, so nennt man das. Sie zu umwerben.
Diese Versuche waren aus Gründen, die ich noch erkläre, nicht aufrichtig.
Daher schlugen sie fehl.
Ich floh, verwirrt, entschlossen, das Experiment nie zu wiederholen.
Nach dem letzten Versuch jedoch setzte eine außergewöhnliche Reaktion ein.
Anstatt Sie nie mehr wiedersehen zu wollen,
wurde ich nach und nach von Panik ergriffen,
nie wieder mit Ihnen allein zu sein.
Und ich wollte mit Ihnen zusammen sein.
Ein herzzerreißendes Verlangen. Und hier bin ich nun.
Das ist der Hintergrund zu dem Fakt, von dem ich sprach.
Der Fakt, dass ich nach
einem unsicheren, falschen Start mich jetzt tatsächlich
in Sie verliebt habe, Miss Wheeler.
Es muss so sein, da ich mich jetzt so fühle.
Wie fühlen Sie sich?
Ihr Kragen ist ausgefranst,
an Ihrer Jacke fehlt ein Knopf und Sie brauchen einen neuen Haarschnitt.
Jemand muss sich um Sie kümmern.
Das würde ich gern tun.
Oh, Felicity.
Darf ich Sie in den Arm nehmen?
Das ist eine wissenschaftliche Notwendigkeit.
Heirate mich.
Ich habe keinen einzigen Satz verdreht.
Am letzten gibt es auch nicht viel zu verdrehen. Gott sei Dank.
Ich muss dir etwas sagen, erklären, muss beichten.
Später. Wir müssen jetzt wirklich zur Konferenz.
Diese Konferenz wurde auf dringliches Bitten von Mr. Grigg einberufen.
Wir haben nur noch wenig Zeit, bevor das Stück aufgeführt wird.
Also, ohne weitere Worte, Mr. Grigg.
Ich verlasse Maudlin Street morgen mit unvollständigen Forschungsergebnissen.
Ich denke, es ist klar, dass vier Tage viel zu kurz sind,
um das Phänomen der Verhaltensmuster an dieser Schule zu studieren.
Und da kommen Sie ins Spiel.
Sie fünf Lehrer, die im Mittelpunkt der Ereignisse dieser Woche standen.
Ich schlage vor, mich mit Ihnen in den Schulferien ausführlich zu unterhalten,
um von Ihren Erfahrungen und Meinungen zu profitieren.
Schließlich
kennen Sie die Kinder, sie sind ständig als aktive Lehrer hier.
Für den Anfang wäre ich dankbar für Ihre vorläufigen Gedanken hier und jetzt.
Das heißt natürlich nicht, ich hätte keine eigene Theorie.
Ihr unerschütterlicher...
Ihr unerschütterlicher kommissarischer Rektor stimmt mir nicht ganz zu,
aber ich glaube, wir sind Zeuge einer jugendlichen Massenhysterie,
die so seit den Kinderkreuzzügen des Mittelalters
nicht mehr vorkam.
Bevor wir das alle diskutieren, möchte ich meinen Standpunkt...
Meinen Standpunkt klarmachen.
Der zentrale Punkt bei Hysterie ist meines Erachtens, dass sie andauert.
Sie hält an.
Hier ist sie nur unregelmäßig.
Zum Beispiel ist seit dem Scherz mit der Bombe heute Morgen
alles ruhig geblieben, es gab keine Störung, bei keinem von uns.
Miss Allcock, sagen Sie uns Ihre Meinung?
Körperertüchtigung. Das ist die Antwort.
Das ist ideal, um potenziell gefährliche, überschüssige Energie abzubauen.
- Es steckt alles im Rückgrat. - Sie haben so recht.
Es gibt eine tolle neue Übung. Ich zeige sie Ihnen.
- Das sieht wunderbar aus. Darf ich auch? - Sehr gerne.
Setzen Sie sich, bitte.
Mr. Milton, haben Sie etwas zu sagen?
Wie ich es sehe, ist der traurige Mangel an außerschulischen,
intellektuellen Aktivitäten ursächlich dafür.
Ein Parlament-Spiel, Debattierklubs.
Intellektuelle Stimulation ist nötig, um jugendlichen Überschwang zu bremsen.
Seien Sie still, Sie Trottel!
Tut mir Leid, ich kann nichts dafür. Ich werde ganz...
Sie und Ihre Psychiatrie!
Die kleinen Lämmchen haben Ihr Zimmer mit Juckpulver überzogen!
Wie analysiert er das?
- Kratzen Sie mich bitte am Rücken! - Niemals! Sie sollen leiden!
Wenn Musik die Nahrung der Liebe ist, schweigt still.
Also, das ist die größte Operation bis jetzt. Macht eure Sache gut. Das ist alles.
Tut mir schrecklich Leid.
- Abgehen, abgehen! - Aber der Vorhang ist offen.
Das ist mein Part. Gehen Sie ab!
Sagen Sie mir nicht, was ich tun soll. Ich bin der Produzent.
"Zwei Häuser waren, gleich an Würdigkeit."
Ruhe. Ich bin dran.
"Hier in Verona, wo die Handlung steckt, wo Bürgerblut die Bürgerhand befleckt."
Können Sie keinem Einsatzblatt folgen? Das ist doch leicht genug. Was für ein Start!
So ist es besser.
"Aus dieser Feinde unheilvollem Schoß das Leben zweier Liebender entsprang."
- Ich habe den Hebel nicht berührt. - Und Sie?
- Sprechen Sie nicht so mit Felicity. - Jetzt ist es schon Felicity. Ich verstehe.
- Verstehen Sie was? - Was Sie zu der Zeit berührten!
- Es gibt gleich eins auf die Nase! - Das Stück!
- Ruhe jetzt! - Reden Sie nicht so mit mir!
- Ich sollte nicht hier sein, ich gehe. - Bleib, wo du bist.
Die Musik! Dieses grässliche Thema.
- Was? - Spielen Sie mit Ihrem Dolch.
Spielen Sie mit der Klinge.
Tut mir Leid, ich kann Sie nicht hören.
- Gehen Sie zurück! Entscheiden Sie sich mal.
"Doch still, was schimmert durch das Fenster dort?
Es ist der Ost, und Julia die Sonne!"
"O Romeo! Warum denn Romeo?"
Schon gut, weitermachen.
"Verleugne deinen Vater, deinen Namen!
Schwör dich zu meinem Liebsten, und ich bin länger keine Capulet!"
Kommt schon, hilft mir denn keiner?
- Steh still! - Wie denn? Ihr zieht an mir!
- Zu dir. Gut so. - Ihr reißt mir den Kopf ab!
Muss ich den ganzen Abend hier oben warten?
Das hat Julia auch, also haltet Eure Klappe!
Wasser! Brandy!
Nach allem, was ich sie lehrte.
- Alles in Ordnung. - Wir haben gern geholfen.
- Also, wo waren wir? - "Und ich bin länger keine Capulet!"
"Hör ich noch länger, oder soll ich reden?"
"Kommt, offenbart mir ferner, was verborgen.
Ich will dann strafen oder Gnad erteilen.
Denn nie verdarben Liebende noch so wie diese: Julia und ihr Romeo."
Vorsicht!
Senken Sie den Vorhang.
Die Kabel sind falsch angeschlossen!
Ziehen Sie ihn runter, brennen Sie ihn nieder! Nur runter damit!
Thompson! Ausschalten!
Thompson! Versuchen Sie, das auszuschalten!
Ich fürchte, wir haben eine kleine technische Störung.
Aber wenn Sie einen Augenblick Geduld haben...
Es scheint, zwei Kabel waren falsch angeschlossen.
Und ich wünschte, ich wäre tot. Bean!
Ihr werdet übermütig. Keiner steht Wache.
Mal sehen, was ihr für die Preisverleihung zum Schuljahresende geplant habt.
Derselbe Trick wie zuvor.
Euer Erfindungsgeist erlahmt.
Juckpulver? Schon wieder? Ihr wiederholt euch.
Das Klavier wird wohl während der Schulhymne zusammenbrechen?
Mehl, schon wieder?
Hättet ihr nicht zur Abwechslung Ruß besorgen können?
Sie bauen diese amüsanten Tricks sofort wieder ab.
In 20 Jahren habe ich noch nie jemanden am letzten Schultag bestraft.
Aber ihr Jungs meldet euch sofort nach der Preisverleihung bei mir.
Klar?
Baut sie ab. Los, räumen wir auf.
Habt ihr nichts zu eurer Verteidigung zu sagen?
Sir! Warten Sie!
- Das ist alles ein Irrtum. - Dir zeig ich's.
Da Penelope so vernünftig war, zu mir zu kommen...
- Hören Sie nicht auf sie. - Ruhe, Stevens!
Was hat Penelope gesagt, um diese Unterbrechung zu rechtfertigen?
Sie hat mir den Grund für die ungehörigen Ereignisse dieser Woche genannt.
Diese Kinder fanden heraus, dass Sie uns verlassen wollten.
Sie wollen nicht, dass Sie gehen. So einfach ist das.
Sie, wie auch die ganze Schule, haben das Gefühl,
dass Maudlin Street ohne Sie nicht dasselbe wäre.
Sie wollten eine Petition starten,
dachten aber, die Erfolgschancen wären zu unsicher.
Außerdem hielten sie so ein Vorgehen für zu weich.
Nicht die Art der Maudlin Street.
Da alle Umstände günstig für sie waren,
beschlossen sie sicherzustellen, dass Sie nie eine andere Stellung bekommen würden,
und starteten zu diesem Zweck ihre Kampagne,
hinter der die ganze Schule stand.
Vielleicht wollen Sie diese Jungs trotzdem bestrafen.
Ich persönlich
würde meine Jahre als Lehrerin als gut investiert betrachten,
wenn sie nur halb so viel täten, um mich hier zu halten.
Jetzt weiß ich, dass doch etwas an der Kinderpsychiatrie dran ist.
Ich liebe dich doch.
Aber wenn eins unserer Kinder eine Backpfeife verdient, bekommt es sie, ja?
Natürlich.
Nur unter uns, mir ist schon lange klar geworden,
dass Selbstentfaltung eher etwas für anderer Leute Kinder ist.
Da ist er.
Wir wollen Wakie!
Ich wünsche euch schöne Ferien. Euch allen.
Bis nächstes Schuljahr.
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