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Original subtitles

(Zuggeräusche)

(vorbeifahrender Zug bimmelt)

Gute Nacht.

(Zugpfeifen)

(lautes Zugpfeifen)

(friedvolle Musik)

AM RANDE DES ABGRUNDS

IM JAHR 1932

(friedvolle Musik)

(mit schweizerischem Akzent) Ja, ist schon drin. Die 6.

Danke.

Sehr bedauerlich, Herr Doktor. Aber der Bus hat einen Schuh verloren.

- Der Bus hat einen Schuh verloren? - Ein Hufeisen. Sie müssen noch warten.

- Keine andere Möglichkeit? - Nein.

- Tja, danke. - Wiedersehen.

Herr Doktor? Hoffe, Sie haben eine schöne Zeit in der Schweiz.

Das hoffe ich auch.

Wir haben Glück. Er ist da.

- Jetzt habe ich Sie warten lassen. - Schon gut. Macht nichts.

(mit starkem Akzent) Den hat's umgehauen.

Er ist eingeschlafen.

(spricht Schweizerdeutsch)

- Ich verstehe leider nichts. - Er will wissen, ob ich müde bin.

(heitere Musik)

- Schöner Blick. - (lacht) Ja.

(Pferde schnauben)

- (Doktor) Gehen wir zu Fuß weiter? - Ja, gern.

Kutscher. Kutscher!

- Bleiben Sie stehen! - Brr!

Wir gehen zu Fuß weiter.

Dort oben geht's lang.

Bringen Sie das Gepäck ins Hotel.

(Kutscher treibt die Pferde an)

(Vögel zwitschern)

(leise Musik aus der Ferne)

- Auf Wiedersehen. - Danke schön.

(beschwingte Musik)

(Musik beginnt zu leiern)

Dr. Meredith, ich bin der Besitzer, Brendel.

- Ich hoffe, Ihre Reise war angenehm. - Ja, danke. Das ist meine Frau.

- Mrs. Meredith. - Herr Brendel.

Ich dachte mir, dass Sie es sind, weil Sie nach englischer Art zu Fuß sind.

Wir sind zu spät, da meine Frau nach englischer Art getanzt hat.

Möchten Sie jetzt auf Ihr Zimmer oder lieber noch tanzen?

- Wir gehen lieber aufs Zimmer. - Gut, dann folgen Sie mir.

Willst du denn nicht tanzen?

Herr Brendel, meine Meinung wurde geändert.

Hm.

Ja, ja.

Ihr Gepäck ist bereits oben. Darf ich?

(Frau summt eine Melodie)

(Frau erschrickt)

Was für ein herrlicher Blick.

Unser Land ist auch berühmt dafür.

- Bekommen Sie das nie über? - Doch, das kommt auch vor.

- Sind Sie mit dem Zimmer zufrieden? - (Kate) Es ist reizend.

Ich hoffe, Sie haben einen schönen Aufenthalt bei uns.

- Haben Sie einen Bergführer? - Ja, er kommt heute Abend her.

Gut.

(es klopft)

Abendessen um 19:30 Uhr.

(beide lachen vergnügt)

(lautes Ticken)

Ich brauch jetzt ein Bad. Wie steht's mit dir?

Ich bade nach dir.

Kate, bist du froh hier?

An diesem Tag, in dieser Stunde bin ich glücklich.

Danke, dass du mich hergebracht hast.

(leises Stimmengewirr)

Hatten Sie vor, Klettertouren zu machen, Herr Doktor?

Ja, das habe ich vor, wenn das Wetter hält.

Meine Schwester und ich lieben Wanderungen.

Ja, ich auch.

Ich heiße Jennifer Pierce, das ist meine Schwester Gillian.

Wir wissen aus der Ankunftsliste, dass Sie Arzt sind.

Wir wissen immer gern, wer neu im Hotel ist.

- Möchten Sie sich nicht zu uns setzen? - Danke, meine Frau kommt gleich.

Trotzdem vielen Dank.

Vielleicht ein anderes Mal.

- Grüezi zusammen. - (alle) Grüezi.

Komm Johann, ich wollte dich den Gästen vorstellen.

Hoffentlich dauert es nicht so lang.

(lautes Stimmengewirr)

Herr Doktor Meredith.

- Das ist Ihr Bergführer, Johann Biari. - Grüezi.

- Meine Frau. - Guten Abend.

- (Doktor) Werden wir uns verstehen? - Natürlich.

Sie werden sich gut verstehen und er ist ein guter Führer.

Nun, glauben Sie, dass das Wetter hält?

- Wenn wir Glück haben. - Ich möchte eine leichte Tour.

Für den 1. Tag. Dann täglich etwas schwerer.

Besprechen wir das später.

- Können Sie warten? - Aber sicher, Sir.

Danke.

Hätte man ihn nicht zu uns bitten sollen?

Das ist hier nicht üblich.

Wir nehmen nachher einen Drink mit ihm.

- Was hältst du von ihm? - Was meinst du?

Ob du ihn nett findest.

Wie kann man das wissen?

Morgen wird es schön. Der Himmel ist klar.

- Das ist für Sie. - Danke.

- Ich gehe hinauf. Gute Nacht. - Ich komme gleich.

Gute Nacht.

Klettert Ihre Frau gut?

Am Felsen ausgezeichnet, aber Eis ist etwas Neues für sie.

- Sie ist zum 1. Mal in den Alpen. - Aha. Und Sie?

Als Student habe ich viele Touren am Mont Blanc gemacht.

- Aber ohne Führer. - Also...

Hier ist das Hotel.

Morgen können wir hinaufgehen und hier hinunter zu dieser Hütte.

Das ist eine leichte Tour.

- Guten Abend, Johann. - Guten Abend, Sir.

- Peter Van Royen, Amsterdam. - Douglas Meredith, Glasgow.

- Mögen Sie Johann engagieren? - Ja, wir besprechen unsere Tour.

Ein vorzüglicher Führer. Einen besseren gibt es nicht.

Nie im Leben.

- Sind Sie schon mit ihm geklettert? - Mehr als 1-mal.

Letztes Jahr einen ganzen Monat. Er bricht alle Rekorde.

Er klettert wie eine Stoppuhr.

- Ich musste rauf- und runterrasen. - Das ist doch kein Bergsteigen mehr.

Dafür zahlt er doppelten Tarif.

(sie schluchzt)

Was hast du denn?

Einen Augenblick bin ich der glücklichste Mensch.

Vollkommen glücklich.

Dann vergesse ich, dass ich todunglücklich bin.

Und das ertrage ich manchmal nicht.

Ich wünschte zu Gott, man könnte dir helfen.

(laute Fabrikgeräusche)

(Möwen kreischen)

(ein Auto hupt)

Douglas!

Wer ist denn das?

- Das ist Kate. - Kate?

Das ist ja nicht zu glauben.

(sie gluckst)

- Hättest du mich erkannt? - Nein, es ist ja 10 Jahre her.

- Du bist ein anderer Mensch. - Nein, ich bin genau dieselbe.

- Das ist Sarah, meine Frau. - Mein Darling.

Was denn? Bin ich so eine Überraschung für dich?

Bin ich das?

- Werden Sie nach Indien zurückgehen? - Nein, keineswegs.

Hier werde ich ja nicht gebraucht.

In den 3 Jahren seit mein Bruder starb seid ihr doch gut zurechtgekommen.

Das ist eine der wenigen Werften, die noch Profit macht.

Und das nur dank Ihnen, Maclean.

Du sollst ja nicht die Werft leiten, aber zeig doch etwas mehr Interesse.

Es ist immerhin ein Familienunternehmen.

Und es wäre auch rentabler, für euch beide.

Ich bin Arzt. Das ist alles, was ich kann.

Und deshalb mache ich eine Praxis auf und mische mich hier nicht ein.

- Das ist doch vernünftig, oder? - Sicher nicht.

Du tust eh, was du willst.

Dir gehört die Hälfte der Werft.

- Du solltest dich darum kümmern. - Kümmert Kate sich um ihre Hälfte?

- Ja, das tut sie. - Stimmt das, Kate?

Ist es wahr, was deine Mutter sagt?

Ich bin Lehrling im Konstruktionsbüro. Das ist alles.

(friedliche Musik)

(schaudert kurz auf)

Sie würde gern einen Apfel mitnehmen.

- Jetzt hilf mir doch mal. - Ja, ist ja gut.

Glaubst du, die sind auf Hochzeitsreise?

Die ist ja noch so jung. Die sind sicher frisch verheiratet.

- Findest du das richtig, Johann? - Was denn?

Dass so ein alter Mann so ein junges Mädchen heiratet.

Die Arme. Er hat gar kein Recht dazu.

- Guten Morgen, Herr Doktor. - Guten Morgen.

Zahlen Sie Ihrem Bergführer nicht zu viel.

Wir halten uns strikt an den Tarif.

Diese Frage hat Herr Brendel für mich geregelt. Ich kenne mich nicht aus.

Hoffentlich war er nicht zu großzügig. Bergführer sollen nicht zu teuer sein.

- Stimmt's? - Unbedingt.

- Also dann, schöne Ferien! - Wünsch ich Ihnen auch.

Guten Morgen, Johann, ich habe das Seil mitgebracht.

Oh, das brauchen wir heute nicht. Ich prüfe es nachher.

Bitte bringen Sie das auf mein Zimmer. Danke.

- Der ist für Sie. - Danke.

Wir wandern 3, 4 Stunden. Dann gibt's was zu essen.

Am Nachmittag können wir wieder zurück sein.

Unterwegs können wir an einem kleinen Felsen üben.

An einem kleinen Felsen?

(Douglas Stimme) Kate?

Kate?

Kate?

Kate?

(Sarah) Kate, wo bist du?

Sag Douglas "Auf Wiedersehen". Er versäumt noch seinen Zug.

Komm, Kate, sonst fährt das Schiff noch ohne mich ab.

Was soll denn das, Kate?

Das ist doch dumm von dir.

Ich fahr doch nicht für immer weg.

Fahr nicht weg nach Indien.

Das soll ein kleiner Felsen sein?

Auf der anderen Seite ist es viel leichter. Es ist nicht schwer.

Möchten Sie hinauf?

Ja, warum nicht?

Hier.

Frau Meredith?

Ich wär soweit.

- Geht das so? - Ja, danke.

Hier.

Also los, Frau Meredith.

Vorsicht!

(sie schreit auf) Douglas!

Nur Ruhe!

- Hat's Ihnen gefallen? - Nicht besonders.

Los, Herr Doktor.

- Gefällt dir das? - Ja, sehr.

Es ist ein Vergnügen mit Ihnen, Sir.

- Sie sind ein erfahrener Bergsteiger. - Danke.

Mit Ihnen ist es auch ein Vergnügen.

- Ist es so schön wie im Himalaya? - Es ist anders.

- Sie waren dort? - Ja, 1924 bei der Everest-Expedition.

Ich dachte, Sie hätten nur in Europa geklettert.

Ich war vorrangig Arzt, erst dann Alpinist.

Schon, aber ehrenvoll war es trotzdem.

Der Herr Doktor ist sehr bescheiden.

(lautes Rauschen)

- Was ist denn das? - Es braut sich was zusammen.

Elektrizität. Gehen wir.

- (Kate) Und mein Pickel? - Der bleibt als Blitzableiter.

(Donnergrollen und Rauschen)

(starker Regen setzt ein)

(Donner)

Ich hole die Pickel.

Sobald Ihr Mann hier ist, klettern wir hinunter.

Nein, vielen Dank.

Wir sind wohl die letzten Gäste dieses Jahr.

Wer weiß?

Was machen Sie hier im Winter?

Nicht viel. Ich lehre die Kinder Lesen und Schreiben.

- Sie gehen nie von hier fort? - Nein, hier bin ich doch geboren.

- Ich bin noch nie weg gewesen. - Wollen Sie nichts von der Welt sehen?

Ich bin hier zu Hause. Hier bin ich zufrieden.

(Schritte)

Da sind sie.

(Kate lacht)

- Grüezi. - Guten Morgen.

Johann, 3 Schnäpse!

(Mann) Johann! Salut.

- Hallo, Johann. - Grüß dich, Johann.

Das ist auch Johann. Er betreut die Hütte.

- Dr. Meredith und Frau Meredith. - (lacht)

(Kate) Freut mich.

(lacht) Schon wieder ein Doktor.

Was ist denn da so komisch?

Letztes Jahr kletterte ich mit einem anderen Arzt.

Der konnte nicht klettern.

Ich musste ihn bis auf den Gipfel hinauftragen.

Sie können einen Mann doch nicht auf einen Berg tragen.

- Das müssen wir manchmal tun. - Stimmt das?

Johann wollte gleich wissen, ob er dich tragen muss.

- Ach, Unsinn. - Es ist aber so. Das ist üblich.

Ja, Douglas.

Das ist eine ganz einfache Technik. Komm mal her.

(Kate) Douglas!

- (lacht) Douglas! - Wir überschreiten den Pass.

Lass mich runter.

Douglas, ich will runter.

Douglas, ich bin nicht mehr 10 Jahre alt.

Vielen Dank, Johann. Wir haben es genossen. Sogar das Wetter.

- (Kate) Danke. - Wir gehen um 4:00 Uhr los, ja?

Wir brauchen die Karabiner und die Steigeisen. Gute Nacht.

(Kinder schreien wild durcheinander)

- Hatten Sie einen schönen Tag? - Es war wunderbar.

- Sind Sie mit allem zufrieden? - Der Bergsteiger ist gut und nett.

- Möchten Sie noch etwas essen? - Nein, vielen Dank.

(Sarah) Kate?

Kate?

(Kate) Ja?

Weißt du, ob Douglas ins Dorf gegangen ist?

Nein.

Nein, du weißt es nicht oder nein, er ist nicht gegangen?

Nein, ich weiß es nicht und nein, es ist mir egal.

Es tut mir Leid, Sarah. Vielleicht ist er in der Bibliothek.

(unbehagliche Musik)

Sehen Sie das?

Der Gletscher schmilzt.

Jedes Jahr ein bisschen mehr.

Hier ist er schmal.

Das ist die beste Stelle, um rüberzukommen.

Wir sollten springen. Es ist nicht breit.

Falls einer von uns abstürzt... Stellen Sie sich drauf.

- Gut. - Sie springen als zweite.

- Werden Sie es schaffen? - Ich denke schon.

Fertig.

Das war sehr gut.

Mrs. Meredith.

Nur nicht runterschauen.

Es kann gar nichts passieren.

Ausgezeichnet.

Bravo!

Sehr gut!

- Sind Sie verletzt? - (Echo) Nein!

Aber ich hab den Pickel fallen lassen.

Können Sie raufklettern?

Ja, kann ich!

Geht's?

(stöhnt)

(Eis rieselt hinab)

(Johann) Nein!

Mein Steigeisen ist zerbrochen.

- (Kate) Ist wirklich alles in Ordnung? - Ja.

Ich suche nach dem Pickel.

Wir können ihn kriegen. So tief ist es nicht.

Können Sie ihn sehen?

Nein, aber wir müssen ihn finden, sonst können wir nicht weiter gehen.

- Nehmen Sie doch den Rucksack ab. - Ja, natürlich.

Herr Doktor, lockern Sie mich!

In Ordnung!

(spannende Musik)

Herr Doktor, ich komme hinauf!

Alles bereit!

(spannende Musik)

Sie haben ihn nicht gefunden, was?

- Nein, ich konnte ihn nicht finden. - Was ist denn los?

Unter uns liegt ein Mann begraben.

Ich brauche noch ein paar Leute. Wir müssen ihn rausholen.

- Wird jemand vermisst? - Ja.

Seit langer Zeit.

Ich muss zurück.

- Warum jetzt? - Wir können ihn nicht allein bergen.

Warum müssen Sie das heute machen?

Ich muss zurück. Wenn Sie wollen, kommen Sie mit.

Willst du mit zurück?

Lass uns bleiben. Vielleicht können wir helfen.

Ich bin so schnell wie möglich zurück.

(dramatische Musik)

- Grüezi. - Grüezi zusammen.

- Hallo, ist die Maria da? - Ja, komm herein.

- Wie tief ist es? - 20, 25 Meter.

Geh und hol den Ernst und den Franz.

Ist Georg noch da?

- Ich glaub schon. - Schau, ob du ihn finden kannst.

- Soll sie es der Maria sagen? - Nein, das mache ich selbst.

(dramatische Musik)

Franz! Ernst! (unverständlich)

Da oben.

(Glocke läutet)

(unverständlich)

(stumme Szene)

(stumme Szene)

Sie hat sich aufgeregt. Jetzt geht es ihr besser.

(Kate) Kannst du was sehen?

- Was? Den Pickel oder die Leiche? - Die Leiche.

Nein.

- Hat sie sich wohl konserviert? - Möglich wäre es.

- (Gruppe) Grüezi zusammen. - (Douglas) Grüezi.

(Mann) Wie tief ist es denn?

30, 40 Meter.

(Johann) Herr Doktor, Sie helfen uns doch?

- Selbstverständlich. - Also, fangen wir an.

Wer mag das wohl sein?

Vor knapp 40 Jahren wurde hier ein Mann vermisst.

Am Tag vor seiner Hochzeit. Die Bergwacht hat ihn nie gefunden.

(Mann) Weiter!

Jetzt fangen wir von beiden Seiten an.

(spannende Musik)

(beide ächzen)

(Echo) Auf!

Auf!

(Mann) Da!

(Mann) Tante Maria kommt.

Wer ist das?

Sie ist seine Braut.

"Douglas, mit all meiner Liebe. Sarah."

Findest du Douglas einen charmanten Mann?

Wen fragst du das?

- Dich, meine Liebe. - Aber natürlich.

Ich finde das auch.

Sogar nach 10 Jahren finde ich es noch.

Ich habe manchmal Angst, ich könnte ihn verlieren.

Rede keinen Unsinn.

- Er vergöttert dich doch. - Ja, das mag schon wahr sein.

Mutter?

Ich muss das noch zu Maclean bringen.

Kate?

Wer sind diese Leute, mit denen du klettern gehst?

Freunde von Douglas aus Paris.

Ja, gut. Aber wer sind sie?

Freunde vor seiner Indienzeit. Ich habe sie nie gesehen.

- Ist da auch jemand in deinem Alter? - Nein, aber sicher im Hotel.

(dramatische Musik)

Frau Meredith.

Herr Brendel sagt, es war direkt vor der Hochzeit.

Ja, das stimmt.

Erzählen Sie mir davon.

Er war der Bruder meines Großvaters.

Die Hochzeit war vorbereitet, aber am Tag vorher ging er noch jagen.

Er rutschte aus und fiel in den Gletscher.

Sie heiratete niemals. Sie sah nie wieder einen Mann an.

Wie lange sind Sie verheiratet?

Der Doktor ist verheiratet, aber ich bin nicht seine Frau.

Ich war schon verliebt in ihn als Kind.

Aber natürlich wusste er es nicht.

Und dann war er eine lange Zeit fort.

Das ist traurig.

Ja, vielleicht.

Fräulein.

Fräulein!

Sie sollten nicht mit ihm sein.

(dramatische Musik)

Wo warst du denn?

Spazieren.

Brendel meint, dass es morgen regnen wird.

Douglas.

Ich will noch hier bleiben, wenn du gehst.

Wozu denn?

Ich weiß es nicht.

- Sei doch nicht lächerlich, Kate. - Lach mich nicht aus, Douglas.

- Ich lach dich doch nicht aus. - Sag nicht, ich mach mich lächerlich.

Ich bin nicht deine Frau, Douglas.

Ich kann nie deine Frau werden. Deine Frau ist in Schottland.

- Was geschieht, wenn sie's erfährt? - Sie erfährt es nicht.

Douglas, sie ist nicht blind. Sie ist nicht blind. Sie weiß es!

Sie will es nicht glauben, weil ich die Tochter deines Bruders bin.

Du musst wissen, dass wir nie glücklich sein würden.

Ich liebe dich mehr, als ich ertragen kann, Douglas.

Deshalb musst du mir bitte helfen.

Das kann ich nicht. Ich kann dir nicht helfen.

Weil ich dich nie fortlassen kann.

(flüstert) Aber ich bin schon fort.

Du hast mich schon fortgelassen.

(Kinder schreien)

- Eva? - Du hast mich aber erschrocken.

- Ist der Doktor im Zimmer oben? - Soll ich nachsehen?

Ich gehe selber. Danke.

(Schritte)

(Klopfen)

- (Douglas) Wer ist da? - Johann, Sir.

Sag ihm, er soll unten warten.

Der Doktor kommt gleich hinunter.

(Glocke läutet)

Douglas, warum habe ich immer Angst?

Du hast doch gar keinen Grund dazu. Nein.

(Tür öffnet)

- Guten Morgen. - Morgen.

Das ist für Sie.

Danke.

(Schritte)

Entschuldigt die Verspätung.

(heitere Akkordeonmusik)

Martin!

Johann, es freut mich, dass du da bist.

- Herr Doktor und Frau Meredith. - Grüezi zusammen.

Guten Tag.

Möchten Sie noch den Berg sehen, den wir morgen besteigen werden?

Aber natürlich. Also, dann gehen wir.

Kate macht uns Kaffee.

- Wie lang dauert es? - Eine Stunde.

- Geht das? - Natürlich.

- Für Sie. - Danke. Was ist das?

Das sind Hausschuhe.

Die musst du hier drin anziehen.

- Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

Wiedersehen.

Die bleiben sicher länger.

Ob die wohl länger bleiben?

Das sind Franzosen.

- Wen hast du uns mitgebracht? - (Kate) Eine Engländerin.

(alle) Eine Engländerin!

Sie schlafen dort.

- Der Doktor schläft dort. - Danke.

(Koch) Es ist fast fertig.

(Gäste) Na, los. Wir haben Hunger.

Das ist sicher heiß.

- Hallo, Festmahl. - Der hat den Hund gekocht.

Möchten Sie das mal probieren?

Ja, warum nicht?

Hier, nimm die Schüssel.

Davon wird sie zunehmen.

Danke schön.

Die Stunde der Wahrheit.

Hm, es ist köstlich.

(alle lachen)

- Klettern Sie allein? - Mit einem Führer.

- Nur ein Führer? - Und mit meinem Mann.

- Ihr Mann kommt auch mit. - Ah, ihr Mann...

(Männer lachen)

Das ist ein interessanter Berg und nicht zu schwer.

Für den bin ich hierher gekommen.

Wir können ihn von der Westseite besteigen.

Dann haben wir 2 Wege hinunter.

Der Standard ist angenehm. Guter Felsen.

Der andere Weg ist kürzer, aber viel schwerer.

Man muss über den exponierten Grad.

Dann geht es über die hochinteressante Nadel hinunter.

Man nennt sie das Jungfräulein.

Das kostet 50 Franken mehr.

Aber für Frau Meredith ist es natürlich zu schwer.

(unverständliche Gespräche)

- Das ist wohl nicht genug. - Jetzt komm ich.

- Der ist schon vorbei. - Ass! Ass!

Das ist mein Stich. Gib her!

Ich hab das Ass doch gelegt.

Ich hab das Ass gelegt!

Ich hab das Ass gelegt. Das war mein Ass!

(Johann) Grüezi.

Ich finde die Dinger herrlich.

Wie sieht's aus für morgen?

Ich glaub, sehr interessant. Eigentlich toll.

- Ist es sehr schwer? - Leider ja.

- Zu schwer für mich? - Unbedingt.

Was meinen Sie, Johann?

Es ist sehr schwer. Es würde Ihnen nicht gefallen.

Also, auch gut. Dann gehst du alleine.

Wann werdet ihr zurück sein?

So um 14:00 Uhr nehme ich an.

Entschuldigen Sie mich, bitte.

- Das war dir gar nicht ähnlich. - Inwiefern?

So schnell aufzugeben. Wieso?

Dann kann ich mich in die Sonne setzen und viel nachdenken.

Du bist bestimmt nicht böse?

Nein.

(Tür öffnet)

Was hat er Ihnen gegeben?

- Er liebt mich. - Er stiehlt Ihnen Ihr Leben.

(Tür öffnet)

- Ein schöner Abend, nicht? - Ja, prima.

Verzeihung.

- Er hat kein Recht dazu. - Ich hab es ihm gegeben.

Warum verschenken Sie sich so jung, obwohl er nicht mal zu Ihnen gehört?

Ich weiß es nicht.

Ich schummel nie.

Bloß weil du kochst, hast du nicht das Recht hier zu schummeln.

- Du schnarchst! - Du schnarchst sehr.

Könnte schlimmer sein.

- Ich kann so nicht schlafen. - Was ist denn?

- Du schnarchst halt! - Es könnte schlimmer sein.

Ich leg mich in die Mitte, ich höre eh nichts.

Seien Sie froh, dass Sie nicht hier schlafen.

- Eric kämpft im Traum. - Gegen wen?

- Gegen jeden. - (Mann) Gute Nacht zusammen.

(alle) Gute Nacht.

Gute Nacht.

- Die Seite ist für Frauen reserviert. - Die Franzosen schnarchen.

Das kannst du hier auch hören.

Aber nicht so laut.

(unheilvolle Musik)

(Johann) Es ist Zeit.

- Ist das Wetter noch gut? - Ja.

Geht ihr schon so früh?

Es ist noch nicht mal richtig hell. Bleib noch liegen.

Ich mach alles fertig.

Douglas.

Ich bleibe hier, wenn du wegfährst.

- Das tue ich, Douglas. Ich bleibe. - Nein, das tust du nicht.

(friedliche Musik)

Herr Doktor! Kommen Sie.

(Vogel schreit)

(Wind pfeift)

(Schlittergeräusch)

Frau Meredith.

Wollen Sie ein bisschen Suppe?

Danke.

(Mann) Martin!

- Grüezi! - (Martin) Kommt. Wollt ihr Suppe?

Ja, gut.

- Grüezi. - Ja.

- Wie geht's? - Gut, danke.

Das ist es. Das Jungfräulein.

Von hier sieht es nicht schwer aus, aber warten Sie die andere Seite ab.

Sie hatten Recht.

Meine Frau hätte das nie geschafft.

Hier.

- Mallory war hier. 1920. - Ja.

Es würde ihr bestimmt imponieren.

Sie hat mir gesagt, dass Sie nicht ihr Mann sind.

- Sie haben kein Recht dazu. - Was wollen Sie damit sagen?

- Sie werden sie nie glücklich machen. - Sagt sie das?

Hat sie gesagt, warum?

- Hat sie Ihnen den Grund gesagt? - Sie sind verheiratet.

- Sie werden Ihre Frau nie verlassen. - "Verlassen."

Glauben Sie, das ist eine kleine Liebschaft? Glauben Sie das?

Steigen wir ab.

Mein Seil ist fast zu Ende.

Da ist eine Felsbank, ungefähr 3 Meter tiefer.

- Ich hab mich abgeseilt. - In Ordnung. Aber Vorsicht!

Ich bin auf der Felsbank.

- Ist es guter Fels? - Ja, der Fels ist gut.

Ich komme runter.

Ich kann den Fels nicht erreichen.

(Johann) Jetzt noch das Seil.

(Steine reiben aneinander)

- Was ist los? - Es klemmt.

(große Geröllmenge setzt sich in Gang)

(Steine schmettern unaufhörlich hinab)

(dumpfer Aufprall)

(dumpfer Aufprall)

(reden Schweizerdeutsch)

Auf Wiedersehen, Martin.

Die müssten langsam unten sein.

Da hat er Recht. Jetzt sollten sie langsam unten sein.

Komm mal mit.

(spannungsvolle Musik)

Wir gehen mal nachsehen.

- Was ist los? Was ist los? - Nur einer kommt herunter.

(spannende Musik)

(spannende Musik)

(atmet schwer)

(Musik wird zunehmend bedrohlich)

(dramatische Musik)

(ächzt außer Atem)

(beide atmen schwer)

Kate.

Ein Unfall.

Er ist abgestürzt. Es war ein Steinschlag.

Er ist tot.

(Glocke läutet)

Ich komme nach dem Verhör nach Hause.

Wirst du da sein?

(flüstert) Hab Dank für alles.

(Kutscher treibt die Pferde an)

(traurige Musik)

Warner Bros. Entertainment GmbH Copyright © 2006 TITELBILD, Berlin

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