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(liebliche Melodie)
(liebliche Spieluhrmelodie)
(Vogel zwitschert)
(Frau summt zur Spieluhr)
(dunkles Krächzen)
(Trommelwirbel)
(dramatische Musik)
(liebliche Spieluhrmelodie)
(nuschelnd) Was haben wir denn da?
Kaffeemühle.
Her mit dem Ding!
Bitte?
Die Mühle. Her damit!
Erlauben Sie mal.
Was fällt Ihnen ein, mich so anzuschreien?
Wer sind Sie überhaupt?
(düsterer Trommelwirbel)
Der Räuber Hotzenplotz.
Genau der.
Und jetzt her mit der Kaffeemühle.
Und bitte keine Faxen, das mag ich nämlich nicht.
Bitte, Herr Hotzenplotz, die Mühle dürfen Sie nicht nehmen.
Wenn man daran kurbelt, spielt sie mein Lieblingslied.
Eben deswegen.
(liebliche Melodie)
Ich will auch so eine Mühle haben.
(liebliche Spieluhrmelodie)
(blechernes Klopfen)
(Junge) Du meinst, die fliegt bis zum Mond?
(Junge 2) Na klar, und vielleicht noch viel weiter.
Aber jemand muss sie lenken, jemand, der mutig ist.
Und schlau.
Ich?
- Meinst du, ich kann das? - Na klar.
(bedeutungsvolle Musik)
So.
Du schaffst das.
(spannungsvolle Musik)
- Her damit! - Nein!
- Doch! - Nein!
- Doch! - Nein!
Doch.
Na also.
Warum nicht gleich so?
Und jetzt zählen Sie bis 999.
Und wenn Sie bis 999 gezählt haben,
dürfen Sie um Hilfe rufen.
Aber keinen Augenblick früher.
Kapiert?
Schönen Tag noch.
(er knurrt)
Was mache ich denn jetzt?
Ach ja, zählen hat er gesagt.
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7...
(spannungsvolle Musik)
326, 329...
523, 524...
633, 712, 905,
906, 910, 920...
(lautes Zischen)
(Pfeifen)
(Pfeifen bricht ab)
Muss am Treibstoff liegen.
(Großmutter) 994, 998, 999.
Hilfe!
(Hilfeschrei hallt nach)
Hilfe!
Die Großmutter!
(abenteuerliche Musik)
Spring rein!
Beeil dich. Komm, du schaffst das.
Das ist für den lieben Wasti.
Den haben wir schon so lange nicht mehr gesehen.
Auf Wiedersehen, Frau Schlotterbeck.
Entschuldigung, Frau Blotterschleck, äh, Schlotterbeck.
Aber das ist ein Notfall.
(Mann pfeift)
(abenteuerliche Musik)
- Äh, Chef... - Was?
Chef! Woah!
Sauerbier, was machen Sie denn?
Halten Sie doch die Leiter fest.
(er schreit)
(Scheppern, Hühnergackern)
Chef?
Na wartet, euch knöpfe ich mir vor.
- Machen Sie das fertig, Sauerbier. - Jawoll, Chef.
(er nuschelt)
(abenteuerliche Musik)
(Musik verklingt)
Oh nein, oh nein. Ist es schlimm?
Sie ist nur ohnmächtig.
Wir bringen sie lieber ins Haus.
Was zum Henker fällt euch eigentlich ein?
Um Himmels willen. Was ist passiert? Schlimm?
Nein, Herr Mimpfeldoser, äh, Dimpfelmoser, sie ist nur ohnmächtig.
Gott sei Dank.
- Und was ist das? - Melissengeist.
Ah, Respekt.
(Großmutter niest)
Stellt euch vor, was passiert ist.
Ich bin beraubt worden.
(stammelt) Von wem?
Vom Räuber Hotzenplotz.
Moment, das muss ich zu Protokoll nehmen.
Er hat mir meine Kaffeemühle gestohlen.
(beide) Die wir dir zum Geburtstag gebastelt haben?
Moment. Der Reihe nach. Und bitte nur Tatsachen.
Und ihr seid mucksmäuschenstill, bis wir damit fertig sind, klar?
- Bekomme ich meine Mühle wieder? - Selbstverständlich.
Wie lange wird das dauern?
Schwer zu sagen. Der Kerl ist sehr gerissen.
Seit 2,5 Jahren suchen wir schon den Wald nach seinem Versteck ab.
Und noch mal ganz langsam.
Zum Mitschreiben.
So taucht der auf.
Ich sitze hier auf der Bank.
Da kommt der auf mich zu.
Und fuchtelt mir mit der Pistole so ins Gesicht.
Und in dem Augenblick...
Schnappt sich Dimpfelmoser den Hotzenplotz?
Wenn der das könnte, hätte der das längst gemacht.
Der Hotzenplotz ist schlau. Der lässt sich nicht fangen.
(verträumte Musik)
Ich hab's.
- Was? - Einen Plan. Komm mit!
Warte.
- Meine Güte. Furchtbar. - Ganz furchtbar.
(spannungsvolle Musik)
(Hotzenplotz pfeift fröhliche Melodie)
Ja.
(er stöhnt)
(düstere dramatische Musik)
Na warte, jetzt geht es dir an den Kragen.
Zwickelzwackel, Teufelskraut.
Knollen brauchen keine Haut.
Zwickelzwackel, schnipp und schnapp, Schale soll jetzt endlich ab.
Pech und Schwefel, Kröteneier und Cholera!
Das kann doch nicht wahr sein.
- (lautes Surren) - Was denn?
(verzerrt) Huhu, Zwackelmann.
Jetzt mach doch mal auf.
(er stöhnt)
- Was willst du? - Ich habe was für dich.
Komm rein.
Jetzt bin ich aber gespannt, was du mir anzubieten hast.
(spannungsvolle Musik)
Setz dich.
(er stöhnt)
- Prise? - Da sage ich nicht Nein.
Greif zu.
(er niest sehr laut)
Teufel, das nenne ich einen Schnupftabak.
Wo kriegt man den her?
Eigenbau. Marke Nasentrost. Komm, nimm noch eine Prise.
(Hotzenplotz setzt zum Niesen an)
Herrlich. Da können wir ein Geschäft machen.
- Ein Geschäft? - Die hier.
Gegen zwei,
nein,
drei Sack Nasentrost.
Was ist das?
Eine Kaffeemühle.
- Kaffeemühle? - Kaffeemühle.
(beschwingte Musik)
Ja.
Aber die...
macht Musik.
Hör mal.
(liebliche Melodie)
(alle Mühlen spielen dieselbe Melodie)
Also wirklich, Hotzenplotz, hast du nichts, was ich brauchen kann?
Ich weiß es nicht. Was brauchst du denn?
- Einen Dienstboten. - Dienstboten?
Einen, der Kartoffeln schälen kann, denn ich liebe Kartoffeln.
Aber dumm muss er sein. Dumm wie Bohnenstroh.
Dumm wie Bohnenstroh?
Ja, das Schloss birgt Geheimnisse, und ich kann es nicht haben,
wenn jeder seine Nase in alle Dinge reinsteckt.
Hast du so was?
Ich glaube nicht.
Zu dumm.
- Fertig. - Ich verstehe gar nichts mehr.
Na, dann pass mal auf.
Trägt der Hotzenplotz die Kiste weg, folgen wir der Sandspur.
Schon wissen wir, wo er sich versteckt.
Warum sollte er die Kiste wegschleppen?
Darum.
"Vorsicht, Gold!"
Das glaubt der uns nie.
Dass wir so viel Gold haben, meine ich.
Moment.
"Vorsicht...
kein... Gold!"
- Und wenn es schiefgeht? - Was soll schiefgehen?
- Das ist ein super Plan. - Wenn du das Streichholz vergisst?
Ich mache mir einen Knoten ins Taschentuch.
Siehst du?
Woher soll ich denn einen Dienstboten nehmen?
Wenn das so weitergeht, muss ich mir einen neuen Beruf suchen.
(Klappern)
Sieh mal einer an.
Der Kasperl. Dann muss das wohl der Seppel sein.
Was steht denn da auf der Kiste?
"Vorsicht...
Gold!"
"Vorsicht, kein Gold!"
Na, was denn nun?
Und wenn er uns nicht findet?
Vielleicht macht er heute eine Pause von der Räuberei.
Der findet uns schon. Warte es ab.
Hände hoch und keine Faxen.
Das mag ich nämlich nicht.
- Was ist denn da drin? - Gar nichts.
Da steht aber: "Vorsicht, kein Gold!"
Ja, eben. Kein Gold. Sicher kein Gold.
(bedrohliche Musik)
Ihr wollt mich auf den Arm nehmen.
Bitte, Herr Hotzenplotz. Sie haben schon die Kaffeemühle.
Wozu brauchen Sie noch eine Kiste voller Gold?
Das lass mal meine Sorge sein.
Und jetzt haut ab.
Aber plötzlich!
(Knall)
- Was macht er? Was macht er? - Er guckt sich die Kiste an.
Zugenagelt.
Und schwer.
Sehr schwer sogar.
Und was macht er jetzt?
(Hotzenplotz stöhnt)
Er nimmt die Kiste mit.
Jetzt warten wir ein bisschen. Dann folgen wir der Spur.
Oh nein. Und jetzt?
(spannungsvolle Musik)
(spannungsvolle Musik)
(Trommelwirbel)
(er keucht)
So, Kiste ab.
Guck mal, Papa. Papa?
Eine ganze Kiste voller Gold.
Was ist hier los?
Sand.
Verflixt, verdammt und zugenäht!
Was glaubt ihr eigentlich?
Na wartet, ihr Rotzlöffel.
Auf den Arm wollt ihr mich nehmen.
Aber nicht mit mir.
(brüllt) Nicht mit mir!
(Echo hallt)
Was war das?
Bestimmt ein Tier. Komm weiter.
Was ihr könnt, kann ich schon lange.
- Er kann einem leidtun. - Wer?
- Na, der Hotzenplotz. - Wieso das denn?
Er freut sich auf das Gold, und dann ist nur Sand in der Kiste.
Da ist er bestimmt traurig.
Der kann traurig sein, wie er will.
Er hat der Großmutter die Kaffeemühle geklaut.
- Was ist das? - Was?
Hä? Kann man in zwei Richtungen gleichzeitig gehen?
Ich glaube nicht.
Vielleicht ist er im Kreis gegangen.
Wir müssen uns aufteilen.
- Du gehst rechts, ich links. - Im Ernst?
- Hast du eine bessere Idee? - Aber wenn er uns erwischt?
- Dann erkennt er uns. - Wir verkleiden uns.
Wo kriegen wir eine Verkleidung her?
Ich leihe dir meine Mütze, du mir deinen Hut.
Dann denkt er, du bist ich und ich bin du.
- Ach so. - Also, her mit dem Deckel.
- Wie fühlt sich das an? - Irgendwie komisch.
Ich fühle mich so... wie du.
Sehr gut, dann wird uns der Lotzenhotz, also, Protzenrotz,
also der Motzen...
du weißt schon wer, sicher nicht erkennen.
Du gehst rechts, ich gehe links.
- Kasperl? - Ja?
Wenn ich du bin, dann müsste ich doch nach links
und du nach rechts, oder?
Einverstanden.
- Kasperl? - Was denn?
Mach's gut.
Du auch, Seppel.
(düstere Musik)
Hä?
(Hotzenplotz) Wen haben wir denn da?
Der Räuber Hotzenplotz?
Genau der.
(Knall)
(er niest)
So ein Schuss aus der Pfefferpistole hat noch keinem geschadet.
(lacht hämisch) Ja, mein lieber Kasperl.
Das hat man davon, wenn man die Nase in Dinge steckt,
die einen nichts angehen.
Aber ich bin nicht der Kasperl, ich bin der Seppel.
Und ich bin der Wachtmeister Dimpfelmoser.
Der war gut, der Scherz.
(spannungsvolle Musik)
(er schreit)
(Glocke bimmelt)
Hörst du das?
Weißt du, was das heißt?
Das heißt, wir haben Besuch.
(Glocke bimmelt)
(erwartungsvolle Musik)
Hallo?
Hallo?
Seppel?
Sieh mal einer an.
Der Seppel. Warum rufst denn du nach dir selbst?
(er schreit)
Aua!
- Kasperl? - Seppel?
Seid ihr blöde?
Zipfelmütze, Kasperl.
Seppelhut, Seppel.
- Kapiert? - Natürlich, Herr Potzenlotz.
Was? Wie hast du mich genannt?
Hotzenplotz heiße ich.
- Natürlich, Herr Lotzenpotz. - Donnerwetter!
Kannst du dir keine Namen merken?
Aber sicher, Herr Potzen...
Du willst mich wohl beleidigen.
Auf keinen Fall, Herr Schlotzenrotz.
Du bist ja wirklich wahnsinnig dumm.
Weißt du das?
Dumm wie Bohnenstroh.
Dumm wie Bohnenstroh.
Dumm wie Bohnenstroh.
Dumm wie Bohnenstroh.
(muntere Musik)
Alles nur, weil ich keinen Dienstboten habe.
(Surren)
(er grollt)
Petrosilius, willst du mich erstechen?
- Was willst du? - Steht dein Angebot noch?
Dienstbote gegen Schnupftabak?
Nun mach schon auf.
(Hotzenplotz) Immer mit der Ruhe, alter Knabe.
Und ist er auch so dumm, wie er aussieht?
So dumm, dass er sich nicht mal die einfachsten Namen merken kann.
Das ist gut, sehr gut.
Ich hatte mal jemanden, die war alles andere als dumm.
Die hat nur so getan.
Wie heißt du denn, mein Lieber?
Kas... äh, Seppel.
Aha.
Seppel.
Und kannst du auch Kartoffeln schälen, Seppel?
Kann er nicht sprechen, oder was?
Antworte dem Herrn Zwackelmann!
Kannst du Kartoffeln schälen?
Ja oder nein?
Natürlich, Herr Schnackelmann.
Was?
Zwackelmann heiße ich, und für dich
der große Zauberer Petrosilius Zwackelmann.
- Sehr wohl, großer Zauberer... - Ich höre.
Zeprodilius Wackelzahn?
Du willst dich wohl über mich lustig machen.
Zwickelzwackel, jetzt und hier,
in dem Sack ein Affentier.
Wo ist er hin?
Seppel?
Das kommt davon, wenn man keinen Respekt hat.
Petrosilius.
Alter Freund, das mit den Namen macht er doch nicht mit Absicht.
Das macht er doch nur, weil er so dumm ist.
Dumm?
Dumm wie Bohnenstroh.
- Ah! - Au!
Um Himmels willen.
Kasperl?
Seppel?
(Uhr tickt)
(Uhr schlägt)
Herr Dimpfelmoser, etwas Schreckliches ist geschehen.
Wie? Jetzt noch?
Der Kasperl und der Seppel, sie sind verschwunden.
Wie kommen Sie denn darauf?
Ein Taschentuch?
- Mit einem Knoten? - Vom Kasperl.
Mitten im Wald und ganz in der Nähe...
Das!
(er zieht die Luft ein)
(lacht) Ich liebe Kartoffeln.
Gekochte Kartoffeln.
Bratkartoffeln, Kartoffelklöße.
Ofenkartoffeln, Kartoffelbrei.
Pellkartoffeln, Kartoffel...
(Auge quietscht)
(Auge quietscht dauerhaft)
Lass das!
Das mag ich nicht. Wo bleibt der Nachschub?
Schon unterwegs.
- Mehr, viel mehr. - Ja, Herr Wackelzahn.
- Dürfte ich Sie mal was fragen? - Wenn es sein muss.
Sie sind doch ein großer Zauberer, oder?
Ja.
- Zweifelst du daran? - Auf keinen Fall.
Aber wieso brauchen Sie einen Dienstboten?
Ach ja?
Sie könnten die Kartoffelschalen wegzaubern.
Dann müsste ich die nicht schälen.
Ja.
Natürlich könnte ich das.
Aber...
Warum sollte ich?
(er lacht wahnsinnig)
Warum sollte ich?
Wie es wohl dem Seppel geht?
Hoffentlich besser als mir.
(lautes Niesen)
(Lachen)
Herrlich, das Zeug!
(er niest laut)
(Seppel) Gesundheit.
Was?
Ähm, Gesundheit.
Willst du auch mal?
Das Kraut knallt bis in die Fußzehen.
Nein, danke.
Was hast du denn?
Weinst du?
Das mag ich gar nicht, wenn einer weint.
Warte mal.
(er lacht irre)
Ich werde dich ein wenig aufmuntern.
(heitere Musik)
Ah!
Ah!
Lustig, was?
Oder?
(Treppe knarzt)
Hier kannst du schlafen.
- Auf dem leeren Bettgestell? - Geduld.
Ich begebe mich zu Bett.
Und keine Dummheiten. Ich habe meine Augen überall.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
(traurige Musik)
(Musik läuft weiter)
(Klappern)
Du musst nicht traurig sein.
Wer trägt denn heute noch eine rote Zipfelmütze?
Soll ich dir eine neue klauen? Das kann ich, wenn du willst.
Weiß nicht.
Jetzt...
lass dich nicht so hängen.
Das ist ja nicht auszuhalten.
Entschuldigung.
- Was ist denn los? - Ich bin müde.
- Dann schlaf doch. - Ich kann nicht.
- Warum nicht? - Mir ist kalt.
Kalt? Ach so.
Sag doch was.
(zarte Musik)
Besser?
(zarte Musik läuft weiter)
(Grummeln)
(er gähnt)
(er schnarcht)
Hallo?
(Fenster quietscht)
(Wind bläst)
(spannungsvolle Musik)
Nicht runterschauen. Bloß nicht runterschauen.
(Auge atmet ruhig)
(spannungsvolle Musik läuft weiter)
(Auge atmet ruhig)
Hä?
Was zum...
Das kann doch nicht sein.
(rasante Musik)
Was höre und was sehe ich?
Der Seppel will ausreißen?
Wer wird denn so dumm sein?
Aus meinem Schloss gibt es keinen Weg hinaus für dich.
(Zwackelmann lacht höhnisch)
(Tor quietscht)
(Klingeln)
(Bellen)
(Großmutter) Frau Schlotterbeck?
Ja?
Ich brauche dringend Ihre Hilfe.
Es handelt sich um einen Notfall.
(geheimnisvolle Musik)
Er war ein guter Mann.
Ja, das war er. Und so tierlieb.
(Bellen)
Wasti! Wir haben Besuch.
- Er ist so unruhig in letzter Zeit. - Aha.
Jetzt ist es schon ein halber Tag und eine Nacht,
dass die Kinder weg sind.
Können Sie nicht irgendwas machen?
Sie haben doch diese... Fähigkeiten.
Tut mir leid, das mache ich nicht mehr.
Sie wissen gar nicht, was da alles schieflaufen kann.
Wasti, bitte.
(Hund winselt)
Was hat er denn, Ihr Wasti?
- Was? - Ihr Wasti, was er hat.
Er ist gerade etwas unpässlich.
Noch Gebäck?
Frau Großmutter,
Wachtmeister Dimpfelmoser ist ein Fachmann.
Der weiß, was er tut, und tut, was er kann.
Sand? Mitten im Wald? Sehr verdächtig.
(er keucht)
Ist das heiß.
(heitere Musik)
Drei doppelte Knoten müssen reichen.
(er lacht genüsslich)
Hepp!
(er seufzt)
(düstere Musik)
Sieh mal einer an. Der Dimpfelmoser.
Wo sind denn meine Sachen?
Und mein Fahrrad?
(er kichert)
Die armen Kinder.
Ich hoffe, es geht ihnen gut.
(düsterer Trommelwirbel)
(Hotzenplotz pfeift fröhliche Melodie)
Was riecht denn da so gut?
Hallo?
Ist da wer?
(mit hoher Stimme) Ich bin's.
Der Dimpfelmoser.
Ach, Herr Dimpfelmoser.
Kommen Sie doch herein.
Haben Sie Neuigkeiten von Kasperl und Seppel?
Neuigkeiten? Nicht, dass ich wüsste.
- Ja, aber... - Darf ich?
Bratwurst mit Sauerkraut.
Respekt.
Aber es muss doch eine Spur geben.
Sie verschwinden doch nicht einfach.
- Oder, Herr Dimpfelmoser? - Was?
Nein, das können sie natürlich nicht.
Also, dieser Hotzenplotz ist ein Widerling, richtig abstoßend.
Na ja, Widerling würde ich ihn nicht nennen.
Doch, ein Unmensch ist das.
Was muss noch passieren, bis man ihm das Handwerk legt?
Muss er erst noch mich entführen, oder was?
Gar keine schlechte Idee.
Frau Großmutter? Ich ersuche Sie, mich zu begleiten.
- Wohin? - Auf die Wache.
- Jetzt? - Es geht um eine wichtige Bestellung.
Um eine wichtige was?
Eine wichtige...
Überstellung, eine Gegenüberstellung.
Mit einem Tatverdächtigen.
Einem sehr, sehr verdächtigen Tatverdächtigen.
Ah!
Natürlich.
Ich hole mir was zum Überziehen.
Ich wäre dann so weit.
(Großmutter kichert)
Sie pflegen einen rasanten Fahrstil, Herr Dimpfelmoser.
(mit hoher Stimme) Ja, ja, sehr rasant.
Vielleicht könnten Sie etwas langsamer fahren?
Tut mir leid, aber in der Sache ist Eile geboten.
Sagen Sie,
haben wir uns nicht verfahren?
Auf gar keinen Fall.
Vollkommen unmöglich.
- (er pupst) - Hören Sie mal!
Herr Dimpfelmoser!
'tschuldigung.
Sie sind ja gar nicht der Dimpfelmoser.
Gut erkannt, Frau Großmutter.
- Halten Sie sofort an. - Das kann ich leider nicht.
Schließlich bin ich ja ein Widerling.
Dann muss ich abspringen.
Das würde ich Ihnen nicht raten, oder wollen Sie sich alle Knochen brechen?
Bitte.
Dann sehe ich mich gezwungen, Ihnen die Pumpe über den Kopf zu hauen.
(er lacht)
Hauen Sie ruhig weiter zu, Frau Großmutter.
So ein Polizeihelm hält einiges aus.
(ulkige Musik)
- Also... - So was...
(Frau) War das ein Gebüsch?
Guck mal.
- Sauerbier! - Chef?
Ausziehen.
- Aber Herr Dimpfelmoser... - Machen Sie schon!
Jawoll.
(Fahrradklingel bimmelt)
So, hier hast du ein bisschen Gesellschaft.
Großmutter!
Seppel!
Ach, Gott sei Dank.
- Du lebst. - Jetzt fängt die auch schon damit an.
Das ist nicht der Seppel, das ist der Kasperl.
- Den Seppel habe ich verkauft. - Verkauft?
- Sie können doch kein Kind verkaufen. - Und ob ich das kann. Fuß hoch.
Fuß hoch. Fuß hoch.
Und an wen überhaupt?
Ja, das wüssten Sie gern.
(dramatische Musik)
Wenn wir uns noch mal alle Indizien vor Augen führen,
was fällt uns dann auf?
Äh, es fällt auf, dass alle Indizien im Zusammenhang stehen.
Mit einer Frage, nämlich:
Wo versteckt sich der Hotzenplotz?
(spannungsvolle Musik)
- Chef! - Was denn?
- Ein Brief. - Dann lesen Sie vor.
Jawoll.
"Achtunk. Achtunk! An Operwachtdmeisser Dimpfelmohser!
Deile mit, dass Grohsmudda und Kasperl in meiner Gewald sint."
- Können Sie denn nicht lesen? - Doch, aber...
Geben Sie her.
"Und wänn Sie sie läpent widersehn wolen...
5555 Daler in Gold,
aber blöd...
Aber blödzlich!
Und keine Fachsen! Das mak ich nemlich nich.
Hotzenplotz."
Wenn Sie mich fragen, sollten Sie ihn lieber schnell schnappen.
Ja, aber wie, Sie Schlaumeier?
Ich kann schließlich nicht hellsehen.
Hellsehen!
Aber...
Chef?
(Zwackelmann) Seppel?
Ja?
Ich reise heute.
Zu einem Kollegen nach Buxtehude.
Wir haben wichtige Dinge zu besprechen.
Bis zu meiner Rückkehr tust du Folgendes:
Sechs Eimer Kartoffeln schälen und schnippeln.
Drei Klafter Holz zersägen, den Fußboden schrubben.
Im Kräutergarten die leeren Beete umgraben. Wiederhole es.
Ich soll erstens sechs Eimer Kartoffeln zersägen,
zweitens drei Klafter Holz schrubben.
Drittens den Fußboden in der Küche schälen...
(schreit) Aufhören!
Du bringst ja alles durcheinander. Nichts kannst du dir merken.
- Wollen Sie mich wegschicken? - Das hättest du wohl gerne.
Dass du ein Dummkopf bist, ist wirklich sehr ärgerlich,
aber es hat auch seine Vorteile.
Gut, es genügt, dass du sechs Eimer Kartoffeln schälst und schnippelst.
Denn ich wünsche nach meiner Rückkehr,
Bratkartoffeln mit Speck zu verspeisen.
Gut, jetzt muss ich aber los.
Auf bald, Seppel.
(dramatische Musik)
Hä?
(lacht höhnisch) Da staunst du, was?
Zwickelzwackel, das macht Spaß.
Zaubermantel, gib jetzt Gas.
Bring mich weg aus dieser Bude. Flieg direkt nach Buxtehude.
(magische Musik)
(Zwackelmann schreit begeistert)
(Frau) Kasperl!
Hallo?
(Wimmern)
(Tür quietscht)
(Frau) Kasperl!
Oh, das Feuerholz ist alle.
Ich sollte dringend neues holen.
(Auge quietscht)
(spannungsvolle Musik)
(Tür knarzt)
"Eintritt streng verboten!"
(spannungsvolle Musik läuft weiter)
(Tür fällt ins Schloss)
"Eintritt strengstens verboten!"
Wird ja immer verbotener.
"Eintritt allerstrengstens verboten!"
Vielleicht komme ich besser morgen wieder.
(Frau) Kasperl!
(Wimmern)
(Tropfen)
(Wind bläst)
(Frau) Halt, stehen bleiben. Keinen Schritt weiter.
- Hallo? - Hier bin ich.
Hier drüben. Hier!
- Was bist denn du? - Eine Unke.
- Eine Unke? - So eine Art Frosch.
- Und was machst du hier unten? - Warten. Auf meine Erlösung.
In Wirklichkeit bin ich gar keine Unke,
sondern eine Fee.
Eine Fee?
DerZwackelmann hat mich verzaubert und eingesperrt.
- Warum? - Weil er böse ist.
Er kann Feen nicht leiden, weil wir Gutes tun.
Außerdem habe ich ihm manchmal dazwischengezaubert.
Und jetzt sitze ich seit sieben Jahren in dem Loch.
Wenn du mir nicht hilfst, muss ich für immer hierbleiben.
Das würde ich ja gern, aber wie?
Du musst ein Kraut besorgen, das Feenkraut.
Berührst du mich damit, bin ich frei.
Aber wie soll ich das machen ohne Seppel?
Und überall sind diese Augen. Aus dem Schloss komme ich nicht raus.
Doch, kommst du.
Du musst nur ein Kleidungsstück im Schloss lassen.
- Das bricht den Bann. - Wirklich?
- Mach dich gleich auf den Weg. - Aber wo finde ich dieses Kraut?
Ich erkläre dir den Weg.
Nur Mut, Kasperl. Du schaffst das.
- Und jetzt? - (Fee) Leg deinen Hut ab.
Äh...
(spannungsvolle Musik)
Tut mir leid, Seppel.
(Fee) Und jetzt renn, so schnell du kannst.
Vertrau mir.
(rasante Musik)
Soll ich jetzt wirklich dieses Kraut holen?
Vielleicht gehe ich zum Dimpfelmoser, damit er Seppel befreit.
(Fee) Kasperl!
Wir haben eine Abmachung.
- Schon vergessen? - Nein, nein.
- Ich gehe ja schon. - Dann ist ja gut.
Die hat leicht reden.
Mit dem Seppel wäre alles viel einfacher.
(Hotzenplotz rülpst und schlürft)
(er lacht und pupst)
Das ist ja widerlich.
Was haben Sie gesagt?
Wie kann man sich so benehmen? Dauernd rülpsen und pupsen.
Und andere Menschen berauben und entführen.
Wollten Sie nie einer richtigen Arbeit nachgehen?
Richtige Arbeit?
Die Räuberei ist richtige Arbeit.
Schwere Arbeit sogar.
Da kann ich ja nur lachen.
Ein bisschen mehr Respekt, Sie.
Putzen Sie sich eigentlich nie die Zähne?
(er haucht und würgt)
Denken Sie ja nicht, die Räuberei ist leicht.
Die Leute glauben, das sei leicht.
Grimmig schauen, Messer am Gürtel, aber so läuft das nicht.
Die Räuberei ist ein hartes Geschäft.
Wollten Sie nie was anderes machen?
(zarte Musik)
Früher hatte ich schon andere Pläne.
Eine Wirtschaft im Wald zum Beispiel oder...
Goldsucher in Amerika.
- Aber na ja. - Was na ja?
Er hätte es nicht erlaubt.
- War Ihr Vater auch Räuber? - Und was für einer.
Er war bestimmt streng.
Oh ja, das war er.
Jetzt wollen Sie uns weismachen,
Ihr Vater sei schuld, dass Sie ein schlechter Mensch sind?
Aber...
ich bin doch kein schlechter Mensch, ich bin ein Räuber.
Ach, und das entschuldigt alles?
So ein Geschwätz muss ich mir nicht anhören.
Wirklich nicht. Da gehe ich lieber arbeiten.
(Scheppern)
Ich glaube, jetzt ist er sauer.
Ist doch wahr.
(liebliche Melodie)
Was ist das denn?
Pilze?
Verehrte Frau Schlotterbeck.
Ich muss dringend den Unterschlupf des Hotzenplotz finden.
So schnell wie möglich.
Und wie kommen Sie auf mich?
Danke.
Na ja, Sie haben doch diese Fähigkeiten.
- Fähigkeiten? - Na...
Diese Fähigkeiten eben. Sie wissen schon.
Dieses...
Ah!
Das mache ich nicht mehr. Da können schlimme Dinge passieren.
Aber Frau Schlotterbeck, zwei Kinder wurden entführt und die Großmutter.
Was? Die Großmutter auch?
Es ist eine Katastrophe.
(Hund jault)
(Hund fiept und winselt)
Also gut.
Haben Sie ein Kleidungsstück von ihnen?
Ja, warten Sie.
(geheimnisvolle Musik)
Bitte.
- Respekt. Genau das brauchen wir. - Ruhe!
Ich muss mich konzentrieren. Es ist ja doch schon lange her.
Kugel, Kugel, Kugel...
rund.
Nein, nein, äh... Noch mal.
Kaltes Glas.
Klarer Blick.
Such den Kasperl, mach den Trick.
- Das ist der Kasperl! - Vorsicht.
Eine Erschütterung, und es dauert Tage,
bis man die Kugel wieder verwenden kann.
Entschuldigung.
Also, wenn Sie mich fragen,
so entführt sieht der Kasperl gar nicht aus.
Beobachten. Immer erst mal beobachten.
Keine Beute. Gar nichts.
Wenn das so weitergeht, muss ich mir wirklich einen neuen Beruf suchen.
Das darf doch alles nicht wahr sein.
Bin wieder da.
Was ist hier los?
(er schnüffelt)
Sie haben bestimmt Hunger nach so einem anstrengenden Räubertag.
Was ist das?
Schwammerlsuppe mit Speck und viel Knoblauch.
(Hotzenplotz schlürft)
Schmeckt es denn?
Das ist die beste Suppe, die ich in meinem Leben gegessen habe.
- Stimmt's, Kasperl? - Mhm.
(er schreit)
Oh Gott, Seppel, ich meine Kasperl.
Was hast du?
Bauchweh. Ich glaube, es zerreißt mich von innen.
- Knallpilze! - Was?
Unter den Rotkappen waren Knallpilze.
Die sind giftig. Es wird ihn von innen heraus in Stücke reißen.
Lässt sich da nichts machen?
Zusammenschnüren, damit er nicht platzt.
Ich bräuchte einen Strick.
Einen Strick! Einen Strick!
- Mein Gott! - Strick!
Danke. Sehr liebenswürdig.
(er schreit)
- Und? - Es ist besser.
Sehr gut. Dann ist es gleich überstanden.
(Pupslaut)
Geht es bei Ihnen auch los?
Bei mir hat es auch genau so angefangen.
(Pupslaut)
- Und jetzt? - Tja.
Wollen Sie mich etwa platzen lassen?
Das wäre wahrscheinlich das Beste.
Oder was meinst du, Seppel, äh, Kasperl?
Vielleicht sollten wir ein Auge zudrücken.
Ja, genau, Kasperl. Noch mal ein Auge zudrücken.
Wie Sie meinen.
(er seufzt erleichtert)
Das hast du wirklich gut gespielt.
Gespielt? Wieso gespielt?
Für einen Moment dachte ich, du hättest dich wirklich vergiftet.
Habt ihr mich etwa angeschmiert?
Und?
Hast du ihn?
Würden Sie uns bitte verraten,
wo die Schlüssel sind für die Fußfesseln?
Die Schlüssel?
Die Schlüssel, die habe ich hier in meiner Tasche.
Ein richtiger Räuber trägt nämlich wichtige Schlüssel immer bei sich.
So.
Und jetzt macht mich los.
Aber plötzlich!
Das muss es sein.
Jetzt muss ich nur noch warten, bis der Mond aufgeht.
(geheimnisvolle Musik)
(er schnarcht)
Ich brauche Bratkartoffeln.
Seppel?
Seppel?
Seppel?
Wo bist du denn?
Au!
Verdammt.
Was ist das?
Sein Hut.
Na warte, du Satansbraten.
So einfach kommst du mir nicht davon.
Weiter!
Der Boden muss blitzen.
Weiter!
Jawohl, Herr Hotzenplotz.
(er niest)
Wer andere reinlegen kann,
der kann auch schuften.
(Seppel schreit)
Mein Hut.
Wer zum Henker bist du?
Ich? Der Seppel.
Nein. Niemals.
Der Seppel sieht anders aus.
Das weiß ich, weil er mein Dienstbote ist.
Und dieser Hut da, das ist seiner.
- Ich bin der Seppel. - Unsinn!
Der Hotzenplotz hat uns auch immer verwechselt.
- Wieso das? - Wir haben getauscht.
Die Mützen, damit uns keiner erkennt.
Also...
Wenn ich glauben soll,
dass du der Seppel bist,
dann beweise es.
- Wie denn? - Gib mir Kasperls Mütze.
- Das geht nicht. - Wieso nicht?
Weil der Hotzenplotz sie ins Feuer geworfen hat.
- Wieso das denn? - Weiß ich nicht. Er wollte nett sein.
(stöhnt) Dieser Hotzenplotz!
Dieser verdammte Blödian!
- Dieser Stiefel, ist das seiner? - Ja.
Her damit!
Weg da!
Zwickelzwackel, wo immer er sei.
Des Stiefels Besitzer, er fliege herbei.
Au!
Zwackelmann. Boah, das nenne ich einen Zauberer.
Ah! Und der Kasperl ist auch hier.
Das ist der Seppel.
So ein Blödsinn. Sag ihm, dass du der Kasperl bist.
- Was soll das heißen? - Das werde ich dir sagen.
Der Bursche, den du verkauft hast, ist ausgerissen.
Er war gar nicht so dumm. Der hat nur so getan.
Und ist das meine Schuld, wenn du ihn laufen lässt?
Warum zauberst du ihn nicht zurück, du großer Zauberer?
(schreit) Weil das nicht geht!
- Und warum nicht? - Weil du seine Mütze verbrannt hast.
Ja, das war lustig. Nicht wahr, Kasperl?
Das ist nicht... Boah, das ist der Seppel.
Den Kasperl kann ich jetzt nicht herzaubern, wegen dir.
Du... du... du Gimpel!
Das geht zu weit. Das nimmst du zurück.
Nein, ein hirnverbrannter Hinterwäldler bist du.
Zwickelzwackel,
das ist simpel.
Aus dem Räuber wird ein Gimpel.
(Vogel zwitschert)
So, du Idiot, jetzt kannst du darüber nachdenken,
ob das so eine gute Idee war, die Mütze vom Kasperl zu verbrennen.
Jetzt zu dir. Kannst du Kartoffeln schälen?
Dann ab mit dir in die Küche!
Nimm den Gimpel mit.
(er grollt)
Ah!
(Vogel zwitschert)
Halt den Schnabel, Hotzenplotz.
(ruhige Musik)
(er niest)
(Zwackelmann) Seppel?
Seppel?
Ich schnappe mir jetzt den Kasperl.
Und wenn ich wiederkomme, will ich Bratkartoffeln.
- Verstanden? - Ja, Herr Dackelzahn.
- Äh, Herr... - Schon gut. An die Arbeit.
Mensch, Kasperl, pass bloß auf.
(Fee) Kasperl.
Kasperl, schau, der Mond.
Da! Da ist es.
Das Feenkraut.
(zauberhaftes Flirren)
(Wasti bellt)
Herr Dimpfelmoser?
- Herr Dimpfelmoser? - Zu Befehl.
Sehen Sie doch, der Kasperl.
Was hat er da in der Hand?
Feenkraut.
- Feenkraut? Ist das gefährlich? - Mächtig. Sehr mächtig.
Respekt.
(abenteuerliche Musik)
Wo treibt der sich bloß rum?
So weit kann der doch gar nicht gekommen sein.
Nanu, was ist denn das?
Was hat er in der Hand?
Ist das etwa...
(erschrickt) Na warte!
(spannungsvolle Musik)
Ah!
- Potzblitz, wo ist er hin? - Vorsicht!
Hallo?
Ist da jemand?
Hallo?
Kasperl!
Kasperl!
(er grummelt)
Ich weiß, dass du hier bist.
Ich kann dich nicht sehen, aber...
ich kann dich riechen.
Ich kann dich riechen.
Ich bin hier.
Ha, ich kriege dich!
Hier bin ich, hinter dir.
Das ist ein blödes Spiel.
Du Mistkröte!
Selber Mistkröte.
Zwickelzwackel, das macht Spaß. Zaubermantel gib Gas.
Ich bin jetzt dein neuer Boss. Flieg schnell zurück zum Schloss.
Warte!
Komm zurück! Komm zurück!
Potzblitz und Schwefeldampf.
Das kann doch alles nicht wahr sein.
(mitreißende Musik)
(er juchzt)
Die Kugel ist kostbar.
Jetzt kann es Tage dauern, bis man sie wieder verwenden kann.
Wie sollen wir das Versteck von Hotzenplotz finden?
(Wasti bellt)
Ruhe!
Wasti ist doch bestimmt ein guter Spürhund.
- Auf keinen Fall. - Aber es ist ein Notfall.
Trotzdem.
Es tut mir leid, aber...
ich verpflichte Wasti zu einem Sondereinsatz.
Und zwar als Spürhund.
Komm, Wasti.
(er schreit)
Da... da... da ist...
- Da ist ein... - Ein Krokodil, ich weiß.
Das ist allein meine Schuld, weil ich mich beim Zaubern vertan habe.
- Jetzt ist es raus. - (Wasti bellt)
(Kasperl) Seppel?
Seppel, was machst du hier?
Kasperl?
Wo bist du?
Hier draußen.
- Ich kann dich nicht sehen. - Moment.
- Wahnsinn! Wie geht das? - Erzähle ich dir später.
Zieh mich mal hoch. Ich weiß nicht, wie man landet.
- Mensch, bin ich froh, dich zu sehen. - Und ich erst.
- Wir müssen in den Keller. - Aber...
Komm, wir müssen uns beeilen.
Komm!
Kasperl!
(dramatische Musik)
- Wo gehen wir hin? - Die Fee befreien.
- Fee? - Erkläre ich dir alles später.
(Zwackelmann schreit)
Der Zwackelmann.
Zusammen schaffen wir das. Los!
Kasperl!
(dramatische Musik läuft weiter)
Hallo, Fee?
Ich habe das Feenkraut. Was soll ich tun?
Zieh mich rüber. Schnell.
(Zwackelmann) Kasperl!
So, jetzt geht's dir an den Kragen.
Na gut, das wird dir auch nichts nützen.
Ich kann dich riechen.
(er schnüffelt)
(verheißungsvolle Musik)
Zwackelmann, du Kartoffelnase.
Bist du denn des Wahnsinns?
Hol dich der Teufel!
Kasperl!
- Spring. - Das kann ich nicht.
Versuch es!
(er schreit)
(dramatische Musik)
(sie schreit)
Die Unke.
Schnell, berühr mich mit dem Feenkraut.
(sie seufzt)
(zauberhafte Musik)
Potzblitz und Schwefeldampf!
Da staunst du, was? Gleich ist deine Herrschaft vorbei.
Du verlogenes, niederträchtiges Feenstück.
Ich werde dich in eine noch viel hässlichere Unke verwandeln.
Zwickelzwackel...
eins, zwei, dr...
Du...
- Nein. - Ups.
(er schreit)
(er kreischt)
Der ist weg.
Für immer.
Das war ein ziemlich guter Wurf.
Wer bist du?
Die Fee Amaryllis, und du bist der Seppel.
Woher weißt du das?
(Grollen)
- Oh nein. - Schnell, wir müssen hier raus.
(dramatische Musik)
- Wo gehst du hin? - Geht vor. Ich komme gleich nach.
Komm, komm, komm!
(abenteuerliche Musik)
(Gimpel zwitschert)
- Wo bleibt er denn? - Da kommt er.
Da bin ich.
- Was hast du da? - Einen besonderen Gimpel.
- Verstehe ich nicht. - Erkläre ich später.
(zarte Musik)
So, ihr beiden.
Ich kehre heim ins Feenreich.
Dieser Ring ist für euch.
Damit habt ihr drei Wünsche frei.
Dreht ihr an dem Ring, gehen sie in Erfüllung.
Aber überlegt euch eure Wünsche gut.
Lebt wohl, ihr beiden. Vielen, vielen Dank.
(friedliche Musik)
(Krachen)
Drei Wünsche. Toll.
Ich brauche eine neue Zipfelmütze.
Aber dann wäre schon ein Wunsch weg.
Na und? Wir haben ja noch zwei.
Stimmt.
Ich wünsche mir eine neue Zipfelmütze, so wie die alte.
Genial!
Da wird die Großmutter staunen.
Die Großmutter!
(rasante Musik)
Langsam! Langsam!
Er hat Witterung aufgenommen.
(Wasti bellt fröhlich)
- Verzeihung. - Entschuldigung.
(spannungsvolle Musik)
(Wasti bellt)
Da ist eine Sackgasse.
Wasti!
Wasti!
(Wasti bellt und winselt)
Was ist das denn?
Das ist der Wasti.
- Der Wasti? - Der Wasti.
Der Wasti.
Hotzenplotz, das Spiel ist aus.
Jeder Widerstand ist zwecklos.
Kommen Sie heraus, mit erhobenen Händen.
- Ja, wo ist er denn? - Keine Ahnung.
Aber viel wichtiger ist, wo Seppel und Kasperl sind.
Wir sind hier.
(Gimpel zwitschert)
Den Hotzenplotz haben wir auch mitgebracht.
Das soll der Räuber Hotzenplotz sein? Wofür haltet ihr mich?
Das ist wegen der Fee Amaryllis,
die vom Zauberer in eine Unke verzaubert wurde.
In eine Unke?
- So eine Art Frosch. - Und das soll ich glauben?
Ich sage euch mal, was ich glaube. Ihr seid nur wild auf die Belohnung.
Das ist nicht in Ordnung, was Sie da behaupten.
Mischen Sie sich nicht in Ermittlungen ein.
Die Kinder taten, was jeder tun würde.
Herr Dimpfelmoser ist Beamter.
Der weiß, was er tut.
Was machen wir jetzt? Die glauben uns nicht.
Wir könnten noch mal an dem Ring drehen.
Aber dann hätten wir nur noch einen Wunsch frei.
Reicht doch, oder?
- Meinst du? - Mhm.
Na gut.
Ich wünsche mir, dass aus dem Gimpel wieder der Räuber Hotzenplotz wird.
(Wasti bellt)
Was ist jetzt schon wieder los? Zwackelmann?
Ist das wieder einer von deinen dummen Späßen?
He, Sie da. Runter von meinem Tisch.
Wer sind Sie überhaupt?
Aber das ist doch der Räuber Hotzenplotz.
Unsinn.
- Räuber in Strumpfsocken? - Doch.
Ich erkenne ihn wieder. Sie müssen ihn festnehmen.
Aus dem Weg!
(er ächzt)
Sie sind verhaftet.
Von mir aus.
Aber nimmt mir mal jemand das Ding vom Kopf?
Auf keinen Fall. Der Käfig bleibt drauf.
(er seufzt)
(liebliche Melodie)
(liebliche Spieluhrmelodie)
Ich bin so froh, dass ich sie wiederhabe.
- Klingt sie nicht wunderschön? - Wunderbar, Frau Großmutter.
Was passiert mit dem Hotzenplotz?
Man wird ihm den Prozess machen.
Sehr gut. Dieser Mensch gehört hinter Gitter.
Und ihr bekommt eine Belohnung.
Genau wie Wasti, hm?
(Wasti winselt)
Ich werde Wasti nicht mehr verstecken.
Er kann ja nichts dafür, dass ich mich beim Hexen so blöd vertan habe.
Frau Schlotterbeck, nicht doch.
Hier, nehmen Sie noch ein Stück Pflaumenkuchen.
Was gäbe ich dafür, wenn mein Wasti wieder ein normaler Dackel wäre.
Das arme Tier. Das ist doch kein Leben.
(gefühlvolle Musik)
Wir haben doch alles. Wir brauchen keine Wünsche.
Uns geht es doch gut.
Du hast recht.
Mach du.
Ich?
Ich wünsche mir, dass der Wasti wieder so ist, wie er früher war.
(Wasti bellt)
Wasti!
Mein Wasti.
Wasti, Wasti, Wasti!
Habe ich was verpasst?
Aber nein, Herr Wachtmeister. Setzen Sie sich zu uns.
Etwas Pflaumenkuchen mit Sahne gefällig?
Respekt.
(muntere Musik)
Für mich?
Danke schön.
Der Wasti.
- Er ist ein Wachhund. - Na ja.
(muntere Musik läuft weiter)
Schnupftabak vom Zwackelmann.
Und damit soll sie jetzt fliegen?
Du hast gesagt, es liegt am Treibstoff.
Das ist doch die Uniform vom Dimpfelmoser.
(erwartungsvolle Musik)
(lautes Zischen)
(heitere Musik)
(düstere Musik)
(er grummelt)
Psch.
Und keine Faxen.
Das mag ich nämlich nicht.
So, jetzt schnell weg hier.
So, da lang. Hoppeldihopp.
(heitere Musik)
Ich geh lieber nach links. Ja.
(Hotzenplotz singt fröhliche Melodie)
Dudeldudeldumm.
Dudeldumm? Was heißt das eigentlich, dudeldumm?
Ich glaube, ich werde Komponist. Ich schreibe ein Lied.
Dudeldudeldumm, dumm, dumm, dumm.
(liebliche Spieluhrmelodie)
Untertitel: Anja Röger
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