All language subtitles for Sams.im.Glueck.2012.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Sams im Glück (2012) dTV - ZDF - 18. April 2014

(Lustige Musik)

(Rattern)

Hallo! Schön, euch zu sehen.

(Beiß- und Kaugeräusche)

(genüsslich) Mmh.

Oh!

(Klackern)

(Gummiartiges Geräusch)

(Klacken)

(Musik verklingt.)

(Sams seufzt zufrieden.)

(Unverständliches Murmeln)

(Gläsernes Klingeln)

Liebe Freunde, ich freue mich, dass meine Frau Mara und ich

euch alle zu diesem kleinen Picknick begrüßen dürfen.

Besonders unsere Nachbarn

und Freunde Anton Mon und seine Frau Annemarie.

Aus Australien soll ich euch Grüße von unserem Sohn Martin bestellen.

Und ja, heute gibt es zwei Gründe zu feiern.

Zwei? Wieso zwei? - (kichernd) Ja...

Erzähl du doch den ersten.

Liebes Sams. (Schmatzen)

Bitte hör jetzt auf zu essen, denn jetzt ist von dir die Rede.

Weißt du, wie lang du schon bei uns bist?

Keine Ahnung. Weißt du es? - Ja, ich weiß es.

Genauestens genau, wenn nicht sogar exakt.

(Wind rauscht.)

Zehn Jahre bist du jetzt hier. Bei Mama und Papa Taschenbier.

(Gelächter und Klatschen)

Den zweiten Grund zum Feiern will ich euch erklären.

Unsere Haus-Renovierung verschlingt viel Geld,

wie ihr wisst. Das Dach hat mehr gekostet als veranschlagt.

Jetzt ist die Fassade dran. Nicht, dass ich den Kauf

dieses doch recht baufälligen Gemäuers bedaure.

Aber ich muss mich auf die neuen Umstände einstellen.

(Frau Mon) Mach doch was, Bärchen!

Ja, das tu ich ja, Täubchen. Ja, das tue ich.

Seit langer Zeit trage ich mich mit dem Gedanken...

Es gab gute Gründe, die dagegen sprechen...

Aber irgendwann muss man der Wahrheit ins Gesicht schauen...

...und ... na ja...

...und Köpfe mit Nägeln machen. - Mhm.

(Sie schreit.)

Ich hasse Picknicks!

Das schlimme Wetter wird gleich vorbei sein.

Willst du diskutieren und den Tag versauen? Nein, das willst du nicht!

Aber Täubchen.

(Sie quiekt.) Mein Täubchen.

Liebe Freunde, ja dann äh... (Sie quietscht.)

(Sie schreit.) Äh.

(Heitere Musik)

Wenn Knackwürstchen am Boden liegen,

sind die Würstchen leicht zu kriegen.

Unsere schöne Feier!

Hättest du auf den Wetterbericht gehört!

Ach, Wetterbericht. Unsere Feier ist schön. Passt mal auf.

Ich wünsche... - Vorsicht, Papa!

Das ist der letzte Wunschpunkt. - Das ist mir egal.

Ich wünsche, dass es so ist wie vorher

und unsere Feier ungestört weitergeht.

(Helles Klingeln)

(Unverständliches Gemurmel)

(Gläsernes Klingeln) Haha!

Nach dieser amüsanten Unterbrechung

möchte ich euch sagen, was zu sagen ist.

Ich habe mich entschlossen ...

... bei Oberstein zu kündigen.

Ich mache mich mit meiner neuen Erfindung selbstständig.

Ist das eine Überraschung?

(lachend) Ja, das ist es. (Applaus)

Ja. Und noch was.

Das Büfett ist eröffnet. (Zustimmende Laute)

(Heitere Musik)

(Hupen)

Hallo, Herr Nachbar!

(Tierlaute) (Mann) Aussteigen.

Na, komm.

So, raus mit dir. (Papagei krächzt.)

Ja. (Grunzen)

Einen schönen Einzug, Annemarie. - Danke.

(Heitere Musik)

(Tierlaute)

Der südamerikanische Weißbär verträgt keine Sonne.

Den also bitte an die Nordwand.

Der Procyon lotor, der Waschbär,

der liebt die Sonne. Ja, die liebt er.

Den ... da ans Fenster.

So.

(Frau Mon) Die Tiere kommen in den Garten!

Annemarie, Täubchen, aber doch nicht der Procyon lotor.

Den hätte ich gerne im Wohnbereich. - Gerade der Procyon lotor, Bärchen.

Gerade der!

Hast du dir das gut überlegt mit der Kündigung?

Pass mal auf.

(Leises Surren) Na?

Volle Kraft voraus! (Klingeln)

(Getriebe wird gestartet.)

(Die Maschine stampft, rattert und klingelt.)

(Hohes Surren, tiefes Rumpeln)

(Glöckchen)

(Sams gluckst.)

Oh. (Sams lacht.)

Hm? (Herr Mon lacht.)

Toll, Papa! - Der ist für dich.

(stotternd) Ist sie großartig, diese Maschine?

(lachend) Ja, das ist sie. - Das Ergebnis von 20 Jahren Praxis.

Die erste existierende vollautomatische

Regenschirmproduktionsmaschine auf der ganzen Welt.

Bisher kann sie nur Kinderschirme. Aber...

Das ist nur eine Frage von Tagen.

Aber du kannst deine Firma nicht in diesem Speicher...

Nein, das kannst du nicht.

Über die Frage habe ich nie nachgedacht.

Ich äh ... wüsste da was.

(Kirchenglocke ertönt.)

Anton, war das nicht euer Hundesalon?

Ja. Steht er deswegen leer?

(lachend) Ja, das steht er.

Da ... Nein, da steht deine Maschine.

Und hier ist die Auslage für die Schirme.

Und da ... wäre die Kasse.

Ja, ich weiß nicht.

Ich will nicht gleich so viel investieren.

Ein eigener Laden, Bruno.

Das war doch immer dein Traum.

Tatsächlich?

Und ich darf an der Kasse stehen? - Darfst du.

Heißt das ...

... du sagst Ja? - Ja, das heißt es.

(Es seufzt zufrieden.)

So. Du bist jetzt Herr Oberstein.

(empört) Nein! Ich bin das Sams.

Du sollst ja Herrn Oberstein nur spielen.

Ich muss Kündigen üben. - Aha, wir spielen kündigen.

Ich bin Oberstein. - Ich bin ich.

(mit tiefer Stimme) Ah, Herr Taschenbier.

(kichernd) Ja.

Was kann ich für Sie tun? - Ja, Herr Oberstein.

Ich müsste da was mit Ihnen besprechen.

Ich wollte nämlich... - Sehr ungünstig.

Im Moment habe ich überhaupt keine Zeit.

(stotternd) Nein, so geht das nicht.

Du musst schon Zeit haben. - Na, hören Sie mal!

Wie reden Sie denn mit mir?

(brüllt) Seit wann duzen wir uns, Taschenbier?

Gut. Herr Oberstein, es ist ... sehr wichtig.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie etwas Zeit hätten.

(verächtlich) Schleimer.

Ich gebe Ihnen zwei Minuten.

Herr Oberstein, 20 Jahre sind eine lange Zeit.

Ich habe mir den Entschluss nicht leicht gemacht.

(Uhr tickt.)

Ich dachte lange darüber nach. - Eine Minute ist um.

Es war immer mein Traum. Und...

Mein Freund Mon kann den Laden... - Mon? Komischer Name.

Ist das der Erfinder des Mohnkuchens?

Nein. (Sams lacht mit tiefer Stimme.)

Zurück zu meinem Anliegen... - Auf Wiedersehen, Herr Taschenbier.

Zwei Minuten sind um.

Ach.

(mit normaler Stimme) Du hast nicht gekündigt!

Jetzt bin ich du und du bist er.

Klopf, klopf. - Ah, der Herr Taschenbier.

(Er schreit.) (Poltern)

Uiuiuiuiui hui. (Sams seufzt.)

Entschuldigung.

(stottert) Was ... was ...

Was gibt es? - Guten Tag, Herr Oberstein.

Hm? - Ich habe eine gute Nachricht für Sie.

Ab morgen sparen Sie mein Gehalt.

Sie wollen auf den Lohn verzichten? - Nein. Ich kündige.

Aber... - Kein Aber und Gelaber.

Mein Entschluss steht. Da ist kein Rütteln und kein Schütteln.

Haha!

Tadaaa!

Ach ... Also ...

Ich kann das nicht so wie du. - Natürlich, Papa. Du kannst das.

Komm! Komm!

Klopf, klopf. - (tiefe Stimme) Herr Taschenbier.

Ja. Herr Oberstein, nach reiflichen Überlegungen

möchte ich Ihnen etwas sagen.

Ohne Rütteln und Schütteln. Ganz fest.

(Hoher Glockenklang)

Ich möchte Sie höflich bitten, ob ich vielleicht kündigen dürfte.

Sams? Sams!

Wo bist du denn? War ich denn so schlecht?

(Harfenklänge)

Hä?

Hä?

(Hohes Summen)

Oh. Hallo.

Die Kollegen.

Nett, dass ihr mich unaufgefordert zu euch geholt habt.

(Räuspern)

(überrascht) Oh! Das Übersams.

Was verschafft mir die Ehre?

Was sagt die Samsregel Nummer 418?

Samsregel Nummer 418 sagt ganz klar

und unmissverständlich, dass...

Äh ... darf ich noch mal sehen? (Missfallender Laut)

In dieses Buch sieht niemand außer mir.

Samsregel Nummer 12. - Ach.

Wie konnte ich Regel Nummer 12 nur vergessen?

(Klackern)

(Tür quietscht.) Samsregel Nummer 418.

Wenn ein Sams zehn Jahre, zehn Tage,

zehn Stunden und zehn Minuten ...

... bei einem Menschen lebt, geschieht etwas sehr Besonderes.

Ah ... interessant.

Um Unheil abzuwenden, befehle ich dir daher,

die Familie Taschenbier sofort zu verlassen.

(nach Luft schnappend) Was für eine strohdumme Idee!

Ich gehöre doch zur Familie Taschenbier! Seit zehn Jahren.

Das ist ja das Problem.

Ich erinnere mich an eine ganz andere Regel.

Tatsächlich? Du erinnerst dich an eine Regel?

Samsregel Nummer ... keine Ahnung:

Wenn man mit dem Po wackelt,

sich an die Nase fasst und an die Ohren ...

und sagt dreimal Smas, das ist Sams rückwärts gesprochen...

Nein! - ...geht man dahin, wo man herkam.

Wage es nicht! - Smas.

Smas. Smaaas!

Auf Wiedersehen. (Überraschte Laute)

Du willst es nicht anders!

Entschuldigung. Ich habe da mal 'ne Frage.

(Alle Samse) Nicht schon wieder!

Bitte. Frag.

Was ist denn dieses Besondere, was dann passiert?

Dieser Taschenbier ...

... wird sich allmählich in ein Sams verwandeln.

(Erschrockene Laute) Unaufhaltsam.

Jeden Tag ein bisschen mehr.

(alle, leise) Taschenbier wird Sams!

Taschenbier wird Sams!

Taschenbier wird Sams!

(laut) Taschenbier wird Sams!

Taschenbier wird Sams! Taschenbier wird Sams!

Taschenbier wird Sams! - Oberstein...

Taschenbier wird Sams! - Oberstein...

(leise murmelnd) Oberstein, ich kündige.

Oberstein...

(laut) Herr Oberstein! Ich kündige!

Ja.

(Mann) Solche Krisen kennen alle. Die Kündigung habe ich nicht gehört.

Das vergessen wir wieder. - Ja.

Schön, dass Sie bis zu Ihrer Pensionierung

meinem Betrieb treu bleiben. - Ja.

In diesem Sinne... (Hohes Glöckchenklingeln)

Aha! Oh! Fli, fla, flung. Ah!

Schnick, Schnack, Schnuck? - Sching, schang, schong.

Schere schneidet Papier. Ah! Eins zu Null für mich.

Noch ein Spiel? - Nein, danke.

Na gut. Das mit der Pensionierung, das will ich nicht gehört haben.

Das vergessen wir wieder. - Wir hatten uns geeinigt.

Zum Einigen gehören zwei.

Mit Einigkeit ist's jetzt vorbei.

Ich kündige. Da gibt's kein Rütteln und kein Schütteln.

(lachend) Und jetzt ...

... verrate ich Ihnen, warum ich kündige.

Sie gestatten?

(hohe Stimme, lachend) Ah!

Hm?

(Heitere Musik)

(Stift quietscht.) (Er murmelt vor sich hin.)

(Taschenbier brummt.) Hm?

Ja. Ja, ja, ja, ja.

(Glucksendes Lachen) Die RFM 1.

Die erste vollautomatische

Schirmfabrikationsmaschine des Universums.

Tatsächlich? (triumphierend) Ja.

Oben Stoff, Metall, Holz. Unten ...

(Pupsgeräusch) ... Schirm! Ha!

Und damit mache ich mich selbstständig ...

... und Ihnen Konkurrenz.

Taschenbier! Konkurrenz? Das darf nicht wahr sein.

(singt) Das darf sein. Das darf sein, Herr Oberstein.

(lachend) Und jetzt werden Sie mir Geld geben,

um meinen kleinen Betrieb zu finanzieren.

Dann sind wir keine Konkurrenten mehr.

Sondern ... Partner.

(Taschenbier lacht glucksend.)

Wann kann ich Ihre Maschine sehen? - Oh ... sagen wir ...

... in einer Woche,

einer Stunde ... und einer Minute.

Aber bitte pünktlich. - Mhm.

Noch ein Spiel? - Nein.

(Lustige Musik) (singend) Ich bin ein Sams.

Rrrr! (lacht)

(singend) Ich bin ein Sams. Ich bin ein Sams.

(Er lacht glucksend.)

Ho-hop-pa!

Hop, hop, hop!

Nein! Au!

(Er stöhnt.)

Guten Tag. - (Frau) Guten Tag.

Hallo, Leute!

(Spitzbübisches Lachen)

Liebe Fahrgäste, wir lassen jetzt mal ...

... die Kuh fliegen!

(alte Frau) Sie sind neu auf der Linie, was?

Ja, haha, und wie!

Hey!

He, hallo!

(Lustige Musik)

Endlich mal einer, der weiß, wo das Gaspedal ist!

Ist das Gaspedal gedrückt, sind alte Damen hochbeglückt.

(Kupplung kracht.)

(Flotte Musik)

Oh! Oh!

(Alle schreien.)

(lachend) Und weiter geht die wilde Fahrt.

Sie ... Sie sind ein Künstler, junger Mann.

Ein Künstler!

(Beide lachen.)

44. Knapp. - Richtig.

(Schreie aus dem Bus)

Der ist nicht fahrplanmäßig. - Hier fährt überhaupt kein Bus!

Schon gar nicht auf zwei Rädern.

(Er lacht lautstark.)

Ho-hop! (Reifenquietschen)

Ho, ho, ho, ho. Ha!

(Leute stöhnen.)

Mit Ihnen, da fahr ich öfter. - Mit Vergnügen!

(Frau) Mir ist schlecht. - Ihr Weicheier!

(Er singt vor sich hin.)

Oh.

Ja!

Ja!

(Er feuert sich selbst an.)

Ja!

(Er lacht schelmisch.)

Hm? (Hoher Glockenklang, Blubbern)

(Taschenbier stöhnt.)

(Glöckchenklingeln) Seit wann machst du Sport, Papa?

Sport? Au!

Wieso Sport?

(Tierlaute)

(Mon ist außer Atem.)

Bärchen, hast du Verdauungsprobleme? - Nicht ich, Täubchen.

Nicht ich. Der Procyon lotor hat sich vor Schreck etwas eingekackt.

Vor Schreck? Ja. Der Taschenbier ist meterhoch

in seinen Garten gehüpft.

Seit wann hüpft Taschenbier meterhoch?

Au.

Du hast ja richtige blaue Flecken. Was ist denn passiert?

Ich muss irgendwie im Garten hingefallen sein.

Vermutlich sogar auf den Kopf. Ich kann mich an nichts erinnern.

Du bist über das Baukabel gesprungen. Sogar sehr elegant.

Bis auf die Landung. - Was redest du für einen Unsinn?

Au!

(Helles Glöckchenklingeln)

Mensch, hab ich einen Hunger!

Mmh!

Ha! (Schmatzen und Kauen)

(Heitere Musik)

(brüllt) Sams!

Sams!

(Er stöhnt.)

(Sein Magen blubbert.)

(stöhnend) Mein Bauch.

(empört) Ich war das nicht. - Pft.

Was ist denn passiert?

Schau mal, was es angerichtet hat.

(Verneinender Laut)

Rede du mit dem Sams. Mich lügt es nur an.

Ich bin wirklich enttäuscht von dir, Sams.

Wirklich enttäuscht. - (entrüstet) Ich war das nicht!

Na, wer denn dann? Ich vielleicht?

So eine ungerechte Ungerechtigkeit!

So eine gemeine Gemeinheit!

(Es schnaubt wütend.)

(Übersams, in Gedanken) Wenn ein Sams zehn Jahre,

zehn Stunden und zehn Minuten bei einem Menschen lebt,

geschieht etwas sehr Besonderes.

(Leise Musik setzt ein.)

Samsregel 418.

Kannst du mal bitte aufhören mit dieser blöden Samsregel 84?

418! - Ja und?

Ich suche etwas sehr Besonderes. - Nein.

(Helles Glöckchenklingeln)

Ich hab's geahnt! Du bist ein Sams! - Ja.

Das darf niemand wissen. Abgemacht? - Samsgeheimnis Nummer äh ... 512.

Mmh ... mmh...

Nicht schlecht. - Probier mal Mamas Zahnbürste.

Mmh, die blauen sind eindeutig besser!

(Sams lacht geckernd.)

Endlich habe ich einen Spielkameraden.

(Taschenbier kichert.) Und was machen wir jetzt?

Was ist das, wenn ein Sams so ein Brennen im Bauch hat?

Ein Jucken im Fuß und ein Kribbeln im Ohrläppchen?

Hunger! - Ich hab's gewusst!

(Beide lachen schelmisch.)

Ich sah nie so eine leere Leere. - Wo so überhaupt nichts drin ist.

Das reicht nicht mal für uns zwei.

Und wir sind wirklich keine starken Esser.

(singend) Ein kurzer Griff zum Telefon.

Und gleich darauf kommt's Essen schon.

(Freizeichen)

(Gelächter und Schmatzen)

Oh! Bist du der Mann mit den Würstchen?

No, mit der Pizza con Wurstel.

Wir wollen keine Conwurstel.

Sondern Knackwurstel. (Gelächter)

Her damit! - Knackwurstel! Ich denke doch,

ich habe hier mit Kennern zu tun.

Das sind original italienische Salsiccia.

Handverlesen, luftgetrocknet.

Wir sind die einzige Pizzeria, die die Wurstel

längs geteilt auf die Pizza legt.

Das erhöht das Aroma.

Ich esse die Wurstel, du die Pizza.

Gemein!

Du hattest 18 Mal Schinken. Ich will die Würste.

Dafür hattest du 16 Mal die Salami.

Nein, 17 Mal. - Mein Chef hat mich beauftragt,

alle von uns inzwischen angelieferten Pizzen zu kassieren.

Wer übernimmt die fälligen Kosten?

(abgehackt) Hier zahlt der Chef!

(Beide lachen.)

(Kauen und Schmatzen)

(Blubbern)

(Helles Glöckchenklingeln)

Hm?

Was ist denn hier los?

Wir essen Pizza, Papa. Das siehst du doch.

Und wer sind Sie? - Ich ... äh ... wir...

Die Kollegen und ich hatten die Ehre,

Ihnen einige Pizzas zu liefern.

Sie haben all diese ...

... diese Pizzas geliefert? - Mhm.

Ja, sind Sie denn wahnsinnig?

(Fahrradklingel)

Ihre Bestellung, Signora. - Guten Tag.

Ciao.

Guten Tag, gnädige Frau.

Hast du das alles bestellt, Sams? - Nicht ich! Er!

Was? Ich? Sag mal, spinnst du?

Mara, ich werde doch nicht Dutzende von Pizzas bestellen!

Also die Bestellung erfolgte telefonisch.

Persönlich durch Herrn Taschenbier.

(zornig) Das ist eine unverschämte Lüge!

Das werden wir sehen, wer die Wahrheit sagt. Sie ...

Sie ... Formaggio, Sie! - Hm?

Wer hat diese Bestellung aufgegeben?

(alle durcheinander) Taschenbier. Taschenbier.

(Sams kichert.)

(Mann) Sie können sich nicht erinnern, 123 Pizzas

bei 34 Anlieferern geordert zu haben?

Ich habe keine einzige Pizza bestellt.

Tut mir leid, du hast sie bestellt.

Nein! - Alle haben es bezeugt.

Auch das Sams.

Das Sams?

Sie sagten eben das Sams. Wer ist das?

Das Sams ist ein Wesen zwischen Junge und Mädchen,

mit dem man ... Wünsche...

Aber eigentlich ist das nichts. Gar nichts. Dieses Sams.

Das ist nichts. Gar nichts.

Aber Ihre Frau sagte eben: "Alle können es bezeugen, auch das Sams."

Sagte ich das? - Ich erinnere mich nicht. Du?

Ich? Nein, ich auch nicht.

Interessant.

Was bitte?

Wann sind diese ... Gedächtnislücken ...

... erstmals bei Ihnen aufgetreten?

Es geht hier nicht um mich, sondern um meinen Mann. - Zweifellos.

Nur um Ihren Mann. Wie war noch mal Ihr Name?

Mein Name ist Puh der Bär und ich bin nicht verrückt.

Das hat auch niemand behauptet. Oder?

Vielleicht nur ein bisschen vergesslich.

Essen Sie auch gerne Pizza? Frau ... ähm...

Taschenbier!

(abgehackt singend) Anne ... marie ...

... so schön ... wie nie. Sag das!

(Unverständliche Laute)

(überdeutlich, abgehackt) Anne ... marie ...

... so schön ... wie nie.

Kackspecht.

Du, sei still!

(Helles Glöckenklingeln)

(Leise Musik)

(Er summt vor sich hin.)

(Wütende Schreie)

Hab ich auch schon probiert. Den hat Mama gut verschlossen.

Mist. (Krachen)

Hast du auch ein Kribbeln im Ohrläppchen?

(Lautes Lachen) Hunger!

Hm?

Es ist Samstag.

Und es ist Vollmond.

Weißt du noch die Bedeutung des Wortes ...

... Gatsmas?

Das ist Samstag ... - ... rückwärts gesprochen.

Hm!

Dann kannst du neue Wunschpunkte kriegen? - Ja.

Dach, Vollmond, Samstag. Nach Vorschrift.

(Beide lachen und jubeln.)

Schnell!

Gleich Mitternacht! - Ja.

(singt) Jetzt wird gegatsmast! Jetzt wird gegatsmast!

Jetzt wird gegatsmast! Jetzt wird gegatsmast!

(schreit) Jetzt wird gegatsmast!

Jetzt wird gegatsmast! Jetzt wird gegatsmast!

Schnell, sonst ist es zu spät. Hör auf, dieses Wort zu sagen!

Warum? Jetzt wird doch gegatsmast! - Pst!

Wir wollen doch Mama Taschenbier nicht wecken.

(leise singend) Jetzt wird gegatsmast!

(Kirchturmuhr schlägt.) Eins ...

... zwei ...

... drei ...

... vier ... - (leise) Jetzt wird gegatsmast!

... fünf ...

... sechs ... sieben ...

... acht ...

... neun ...

... zehn ... - (brüllt) Jetzt wird gegatsmast!

Du darfst es jetzt nicht sagen! Elf ...

... zwölf.

Hm? Jetzt! Ja, nun sag es doch. Nun sag es!

(brüllt) Gatsmas!

(Hohe Glockenklänge) Neue Wunschpunkte!

Neue Wunschpunkte! Neue Wunschpunkte!

Pst! Papa! Wünsch mir die Punkte doch auf den Bauch.

Mama muss von den Punkten nichts wissen.

Schon gut.

Ich wünsche, die Punkte auf deinen Bauch.

(Hoher Glockenklang) Na, bitte.

Hast du immer noch dieses Brennen im Magen?

Und ob.

Dann wünsche ich jetzt,

dass wir beide zusammen

in eine Schokoladenfabrik gehen. (Glöckchenklang)

(Beschwingte Musik)

(lacht) Genau!

(Taschenbier jubelt.)

Blöder Wunsch. Strohdoofer Wunsch. - Wieso denn?

Für ein Würstchen gut gebraten, da gäb ich 20 Schokoladen!

Ha!

(Er lacht.)

Ah! (Klingel)

Oh! Guck mal!

Vollmilchschokolade!

Oh! Mit Nuss!

(Sams stöhnt.)

Rosine! - Komm, Papa, lass uns gehen.

Ich will Würstchen!

(schreit vor Freude) Großartig!

Oh! Milchcreme!

Komm, Papa! - Oh! Mmh!

Mmh! Weiße Schokolade mit Krokant.

Oh! Ah!

Mmh!

Ah! Oh, da!

(Sirene ertönt.) Ha!

Was ist das denn? - Das ist die Alarmanlage.

Und was machen wir jetzt? - Na, rate mal.

Es wartet ja noch die dunkle Herrenschokolade!

Papa! Das ist die Alarmanlage.

Dann wünsch, dass sie ausgeht.

Ich vergeude nicht sinnlos einen Wunschpunkt.

Außerdem finde ich die Musik toll!

(imitiert Alarmanlage) Uauaua! - Komm. Wir müssen weg.

Wir müssen hier weg. - Na gut.

(schreit) Moment!

(Heitere Musik)

Papa!

(Hund knurrt und bellt.) Such!

(Nicht hörbar.) (Hundegebell)

Oh!

(Nicht hörbar.)

(Bellen)

Notieren Sie da unsere Telefonnummer drauf?

Sehr witzig. (Taschenbier lacht.)

(lachend) Pick, pick, pick, pick.

Wo ist Bruno?

Ich weiß es nicht. Zumindest nicht, wo er nun ist.

Was verheimlichst du?

Würde ich dir das sagen, wäre es kein Geheimnis mehr.

Ich mache mir Sorgen um ihn.

Ich habe den Verdacht, dass... - Was?

Dass er verrückt geworden ist. - Wieso verrückt?

Er bestellt Dutzende von Pizzen, er hüpft im Garten herum.

Er benimmt sich wie du. - Du meinst also, ich bin verrückt.

So war das nicht gemeint.

Ja. Was auch immer du gemeint hast...

Ich werde trotzdem morgen Papa wieder herbesorgen.

Gestehen Sie! - Ich kann gerne ge-stehen.

Aber bequemer finde ich ge-sitzen.

(Jauchzer)

Das finden Sie wohl witzig, was? - Ja.

Und? Wie finden Sie das?

Oh, ja! Auch witzig.

Wissen Sie, wie man das nennt?

Gefährdung des Straßenverkehrs.

(Polizistin) Richtig. Und?

Unerlaubtes Führen eines öffentlichen Verkehrsmittels.

Nicht zu vergessen: - Das Fahren auf zwei Rädern.

Das ist so...

... so ungesetzlich, da hat das Gesetz nicht einmal eine Regelung!

Keine Regelung! Jetzt kommen wir zur Schokoladenfabrik.

Oh ja. Da komme ich mit! - Hinsetzen!

Das ist Einbruch. - Richtig.

Weiter. - Lebensmittelgesetzverstoß.

Wirklich? - Wirklich.

Der hat doch die ganze Schokolade angesabbert.

So!

Und was haben Sie jetzt gegen diese Vorwürfe zu sagen?

Ja.

Was Sie da sagen ... das ist alles ...

... richtig!

Und ich hätte gerne ein Nichtraucher-Appartement

mit Balkon und Meerblick.

(hohe Stimme) Ich nehme an, das lässt sich einrichten.

Das ist bei uns Standard. (Blubbern, Glöckchen)

(Erschreckte Laute)

Wo bin ich hier? - Im Kölner Dom.

Nein.

Ein Gefängnis. Das ist doch ein Gefängnis!

Ja, jetzt fällt's mir auch auf.

Bitte sehr, hereinspaziert.

Ich bin unschuldig. - Natürlich.

Ich bin unschuldig! - Das sagen alle hier.

Guten Abend. Ich hoffe, ich störe nicht.

Wenn ich mich vielleicht vorstellen darf. Mein Name ist Taschenbier.

(Er knurrt.)

Sie können aber einfach... Danke.

Sie können einfach Bruno sagen. (Schrei, Knirschen)

Oder wenn es Ihnen lieber ist Taschenbier.

Bier?

Taschenbier.

Wir nennen dich Tasche, okay?

Dürfte ich bitte meine Hand..?

(Knirschen) (Er ächzt erleichtert.)

Was hast du denn angestellt, Tasche? - Nichts. Ich bin unschuldig.

(Er knurrt.)

Verarsch uns nicht, Tasche!

(Er stöhnt.)

Pack aus, Tasche! - Ja...

Ich bin zu schnell gefahren. - Keine Lügen!

Mein Chef. Ich habe meinen Chef nieder ... niedergeschlagen.

Du? - Mit meinen Fäusten.

Du hast zugeschlagen? - Willst du uns verarschen?

Ich kann ... dschu fong du. - Dschufongwas?

Kampfsportart. Nordchina.

(Spöttisches Gelächter)

Ja, südliches Nordchina. Hab ich auf der Volkshochschule gelernt.

Volkshochschule? - Ja.

Abendkurse. - Morgen kann er das ausprobieren.

Beim Hofgang.

Sein Dschufongdu. (Kampflaut)

Hofgang?

Beim Hammer-Paule.

Na dann...

Schlaf mal gut, Tasche.

Hammer-Paule?

(Gemurmel) (Tür quietscht.)

Hey, Tasche!

Du heißt doch Tasche, oder? - Taschenbier.

Bruno Taschenbier.

Dschufongdu?

Hab ich noch nie gehört.

Ist auch sehr unbekannt.

Kennt eigentlich niemand. - Aber du kannst das, wa?

Aufmachen! (Trommeln)

(brüllt) Lasst mich rein! (Gelächter)

(Taschenbier brüllt.)

(Erschreckter Laut)

(Leise Musik)

(erschrickt) Entschuldigung. (Er zischt.)

(Erschreckter Laut) Ups.

Den ersten Schlag hast du frei. - Das ist sehr entgegenkommend.

(Er knurrt.)

Hm?

(Knurren)

(brüllt) Ja!

(Schnelle Musik) (Menge brüllt) Paule! Paule! Paule!

(Er japst.)

(Menge) Paule! Paule! Paule!

(Helles Glöckchenklingeln)

(Paule-Rufe in Zeitlupe) (Hohe Glockenklänge)

(Menge) Paule! Paule! Paule!

(Kungfu-Schrei)

(Unverständliches Chinesisch)

Ja. Jetzt hau ich dir auf die Schnauze!

(Er knurrt.)

(Menge) Oh!

(Paule schreit.) Ho tschi wowo!

(Jubel und Beifall)

Ah! (Paule knurrt.)

(Paule knurrt.) Komischua, Nasenklammer!

(Schrei)

(Paule schreit.) So! Ha!

(Jubel und Beifall, Taschenbier lacht.)

(Paule schreit.)

(Er singt unverständliches Chinesisch.)

Dungfangdo! Kleinel splingendel Splinghase!

(Paule brüllt.) Jahoho!

(Kampflaute)

Ha! (Paule atmet schwer.)

(Kampfschreie)

Ding Dong! (Menge) Uh!

(Paule brüllt vor Schmerz.)

(Menge) Paule! Paule! Paule! (Taschenbier lacht hysterisch.)

(Paule brüllt.) (Taschenbier imitiert Affenschreie.)

Und hop! (Dumpfer Schlag)

(Menge) Oh!

(Lautes Poltern)

(Er lacht amüsiert.)

(Er seufzt erleichtert.)

(vereinzelte Rufe) Tasche! Tasche! Tasche!

(Menge, laut) Tasche! Tasche! Tasche!

(zornig) Bier! (Menge verstummt.)

Taschebier. - Taschenbier, mit "N", du Pfeife!

Taschenbier mit "N". Tasche-n-bier.

(Taschenbier und Menge) Tasche-n-bier, Tasche-n-bier.

Tasche-n-bier, Tasche-n-bier.

Tasche-n-bier, Tasche-n-bier.

Papa!

Taschenbier, Taschenbier. - Man soll mich nicht unterschätzen.

Hey, hey! - Taschenbier.

Hey, was soll denn das? Lasst mich los!

(schreit) Papa! Ich bin hier! Papa!

Papa! - Sams!

Passt mal auf!

Ich wünsche, dass ich aus diesem Gefängnis draußen bin.

(Gelächter) (Menge) Wir auch.

(Taschenbier lacht.) (Helles Glöckenklingeln)

(Menge verstummt.)

Wir sollten auch in die Volkshochschule.

In den Abendkurs.

(Helles Glöckchenklingeln)

(Beide jubeln und lachen.)

Oh Papa! Entschuldige, ich konnte dich nicht retten.

Das ist sogar gut. Sonst hätte ich das hier verpasst.

Hab ich was versäumt? - Und ob.

Da war der Hammer-Paule, so ein Muckimann.

Den hab ich in die Mangel genommen.

Ich habe keine Ahnung, wo sich mein Mann befindet.

Wir haben es aber gewusst. - Richtig.

Bis vor einer Stunde. - Richtig.

Da war er nämlich im Gefängnis. - Im Gefängnis?

Richtig. Woher wissen Sie denn das?

Von Ihrem Kollegen. Der hat es doch gerade gesagt.

Richtig. - Ach so, ja. Richtig.

Sie sagten, er war im Gefängnis. Wo ist er denn jetzt?

Sehen Sie, deswegen sind wir hier. Das wollten wir von Ihnen wissen.

(Beide lachen.)

(Leises Knallen)

He? Was macht die Polizei bei Mon? - Ist sein Procolytor entlaufen?

(Sie prusten vor Lachen.)

Vielleicht sind sie bei uns, weil sie mich suchen.

Ich sollte mir wünschen, dass ich nicht die Knastklamotten trage.

Ohoho!

Taschenbier.

Genau wünschen!

Ich wünsche, dass ich mein Lieblingsgewand trage.

(Helles Glöckchenklingeln)

Hallo. Das ist sehr freundlich,

dass Sie mir die Fotos mit meiner Telefonnummer bringen.

Ihnen wird der Humor noch vergehen. - Ja. Oh.

Darf ich kurz noch vorher mit meinem Anwalt sprechen? - Ja.

Herr Anwalt, würden Sie mir bitte Ihr Ohr schenken?

Anwalt? Wohl ein Anwalt von der Taucherschule.

(Gelächter)

Ich wünsche, dass sie mich freilassen,

dass alle Akten über mich verschwinden

und dass die beiden sich bei meiner Frau entschuldigen.

Sonst noch was? (Helles Glöckchenklingeln)

Bist du bescheuert, einem Unschuldigen Handschellen anzulegen?

Entschuldigen Sie mein unkorrektes Vorgehen.

Ich entschuldige mich auch bei Ihnen.

Auch für meinen Kollegen. - Ihr Mann ist unschuldig.

Er war nicht im Gefängnis? - Er war irgendwo, aber nicht dort.

Klar war ich im Gefängnis und es war toll!

Wegen unseres falschen Verhaltens sollte er sich ausruhen.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

Und die Sache mit dem Bus? Und die Fotos?

Welcher Bus, Frau Taschenbier? Welche Fotos? Also wir haben keine.

Wiedersehen. - Wiedersehen.

Ich habe die Fotos doch gerade gesehen: du im Bus.

Auf zwei Rädern. (Er imitiert Motor.)

Die alte Frau wusste das zu schätzen.

Ich hätte gerne die Fotos gesehen. (Helles Glöckchenklingeln)

Was für Fotos?

Die Fotos mit dem Bus auf zwei Rädern lagen vor mir.

Dann kamen mein Mann und das Sams... - Ah!

Da ist es ja wieder, dieses Sams.

Als die Polizisten rausgingen, waren sie verschwunden.

Ihr Mann und dieses ... Sams? - Nein.

Die Bilder waren plötzlich weg.

Ah ja. - Das ist mir auch schon passiert.

Dass man sich nicht erinnern kann, passiert jedem.

Sie ... müssen mich für verrückt halten.

Keinesfalls, Frau Taschenbier.

Für verrückt? Nein. Das ist ein völlig ...

... unangebrachter Ausdruck. Eher ...

(Helles Glöckchenklingeln)

... eine besondere Wahrnehmung der Wirklichkeit.

(lacht und singt) Die Wirklichkeit.

Die Wirklichkeit gibt Anlass oft zur Heiterkeit.

Hm. Haben Sie den auch in blau?

Die sind im Abgang ... etwas milder.

(Kauen und Schmatzen)

Im Knast war toll.

Hammer-Paule so klein mit Hut.

(Er summt vor sich hin und kichert.)

Wenn Sie im Knast waren, wie sind Sie wieder rausgekommen?

Ganz einfach. Ich hab gesagt...

Oh!

Jetzt wäre ich beinahe reingefallen.

(kichernd) Sie, Sie, Sie!

Das darf ich Ihnen nicht sagen. Großes Geheimnis.

Wie geht's uns denn heute? Hm?

Schon Bäuerchen gemacht?

(kichernd) Oh!

Ah! Ich sehe schon, die Nerven, die Nerven.

Na?

Oh, das sieht ja aus wie auf der Müllhalde.

Kein Wunder, dass Sie taub sind.

Sind Sie Allgemeinmediziner oder HNO?

Ich bin doch kein Arzt. Ich spiele den Arzt nur.

Sie sind der Arzt. Haben Sie das vergessen?

Oh!

(Kauen und Schmatzen)

Ich sah nie einen so plötzlichen manischen Anfall.

Wer zuerst im Zimmer ist, den heile ich.

Fantastisch!

Ich meine, ganz schrecklich, schwerwiegend.

(singend) Hereinspaziert. Und nicht geniert!

Hop, hop, hop, hop!

Stören Sie ihn in diesen Phasen nicht. Lassen Sie ihn, wie er ist.

Hop! (Er jauchzt.)

Ja.

Ich fahre! - Nein, bitte...

Ist da ein Grund, warum ich nicht fahren sollte?

Nein, natürlich nicht.

Hast du dir schon mal überlegt, wie man sich als Rückwärtsgang fühlt?

Nein, ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht.

Das solltest du aber.

Wäre ich ein Rückwärtsgang, wäre ich betrübt.

Weil man mich so wenig benutzt. - Ah ja?

Ich will dem Rückwärtsgang was Gutes tun.

(Er lässt den Motor an.)

(Er kichert.)

(Rasante Musik)

Ich spüre, wie der sich freut, der Rückwärtsgang.

(Mara schreit.)

Oioi ohje!

(Mara schreit.) (Hupen)

(Mara schreit.) (Klirren)

(Mara schreit.) Oho! Aha, ja, ja. Alles klar.

(Beifall)

Aha, ha ha!

(Mara kreischt.)

(Braut kreischt.) (Taschenbier kichert.)

(Musik läuft weiter.)

(Mara kreischt lautstark.)

(Reifenquietschen)

Da! Das ist das Schöne an dieser Fahrweise,

dass man die anderen Wagen vor sich hat.

Zweifellos, mein Schatz. - Herr Oberstein.

(brüllt) Hallo, Herr Oberstein!

Herr Oberstein, huhu!

(abgehackt singend) Anne ... marie ...

... so schön ... wie nie.

Kackspecht! - Du, sei still!

(Papagei) Anne ... marie ... so schön ... wie nie.

Bist du ein kluger Vogel?

(gerührt) Ja, das bist du.

(Reifenquietschen)

Jaha!

Der Rückwärtsgang, der Rückwärtsgang,

den benutzt man nie zu lang.

Wie du meinst, Bruno. Wie du meinst.

(Leise Musik)

Eine Überraschung. Wir haben lange dafür geübt, Täubchen.

Ich liebe deine Überraschungen, Bärchen. Ja, die liebe ich.

Hier. - Mhm.

Was willst du mir denn sagen? (Papageienlaute)

Was willst du mir denn sagen?

Kackspecht!

Du, sei still! - Kackspecht!

(entrüstet) Oh! Eine schöne Überraschung!

Arschkuh!

(Papageien lachen.)

Was fällt euch eigentlich ... ein?

Die RFM 1 kann inzwischen nicht nur Kinderschirme.

Nein! Sie kann alles!

Sie kann Herrenschirme,

Sonnenschirme, Regenschirme,

Minitaschenfaltklappschirme und nicht zu vergessen,

der nordafrikanische sich selbst entfaltende Flachbildschirm.

Die machen wir jetzt alle gleichzeitig.

(Taschenbier triumphiert.) Genauestens genau!

(trällernd) Ja! Ja! Ja!

(Sams erschrickt.) (Klingeln)

Seit wir hier den Garten haben, wird es nur noch schlimmer mit ihm.

Er trainierte die Papageien, mich zu beschimpfen.

Das ist unvorstellbar.

Wenn ich's dir sage.

Nun will er einen Kakadu kaufen,

damit sie zu dritt über mich herziehen.

Wir haben wohl beide momentan

etwas Schwierigkeiten mit unseren Männern.

Ich will dir nicht zu nahe treten.

Aber ich habe schon lange den Eindruck,

dass dein Mann nicht mehr Herr seiner Sinne ist.

Es war nur die mangelnde Beschäftigung, sagt der Arzt.

Ach!

Er ist schon in ärztlicher Behandlung? Interessant.

(singt) Schubidu dumdidei, dumdidei, dumdidei.

(Temporeiche Musik) (Sams lacht.)

(Helles Glöckchenklingeln)

(Maschine stampft.) (Sams kichert.)

Was ist denn hier los?

Na, du hast alle Knöpfe gedrückt und zwar gleichzeitig!

Was? Gleichzeitig?

Aus! Aus!

(Maschine ächzt.)

(Alarmton) Deckung!

Sams! Deckung!

(Stampfen und Zischen)

(Schreie)

Mach dir keine Gedanken. Bruno ist völlig normal.

Er hat ja seine Maschine.

Seit er eine sinnvolle Arbeit hat, sind seine Probleme wie verflogen.

(Laute Explosion) (Erschreckte Aufschreie)

(Friedliche Musik)

Sind seine Probleme wie verflogen? Ja, das sind sie.

Was ist denn passiert? - Es hat Buff gemacht.

Und übermorgen ist der Termin bei Oberstein.

(Sie hustet und seufzt.)

(Motor läuft an.)

(Klingeln) Hm?

(Melancholische Musik)

(Sie schluchzt.)

Ist es wegen Papa?

Nein, nein.

Es ist nichts.

Warum weinst du dann?

Musst du denn nie weinen?

Samse können nicht weinen.

Das ist ja ganz schrecklich.

Warum?

Weinen hilft ...

... wenn etwas sehr wehtut.

Papa ist nicht verrückt, Mama Taschenbier.

Aber es wird schlimmer. Von Tag zu Tag. Ich erkenne ihn kaum wieder.

Soll ich dir helfen?

Das ist so lieb von dir, Sams, aber ...

... ich fürchte, da kann nur ein Arzt helfen.

Ein Sams ist besser als jeder Arzt.

(Sie schnäuzt sich.)

(Traurige Musik)

(Es atmet laut aus.)

(Hohe Glockenklänge) Smas. Smas.

(lang) Smas!

(Rauschen)

(Schnarchen)

(Es schnarcht.)

(Leise Musik)

Vorsicht. Ja. Ja.

Bitte Vorsicht mit der Hauptsteuerung.

Können wir noch helfen? - Danke.

Ich muss erst mal hier die Wände streichen.

(Helles Glöckchenklingeln)

(kichernd) Ah!

(brüllt) Wo ist mein Buch?

Beim Blau des Himmels und der Punkte!

Wo ist mein Buch?

(Es knurrt böse.)

Samsregel 418...

Zehn Sonnen...

Das sind zehn Jahre,

zehn Tage, zehn Minuten.

Der Mensch wird zum ... Sams.

Irgendwo hier drin steht die Lösung.

(Er gähnt laut.)

(Er brüllt lautstark.)

Wer war das?

Natürlich bin ich zu spät.

Wenn ich die Typen erwische!

Wie das ausschaut! Die können was erleben.

Du musst nicht nervös sein. Du bist sehr überzeugend.

Erzähl Oberstein nur nichts von dem Arzt und so.

Aber jeder geht zum Arzt.

(Helles Glöckchenklingeln)

Ha!

Ja! Ja!

Hop!

Hey! Ich habe ...

... eine geniale Idee. Genial!

Bitte, Papa, stell nicht schon wieder was an. Denk an Mama!

Kolossal! Kannibal!

(schreit) Genial!

Ah!

Konkurrenz belebt das Geschäft.

Ich brauche für die Verhandlung mit Oberstein

einen anderen, der auch in meine Firma einsteigen will.

Aber da will niemand einsteigen. - Genauestens genau. Und deshalb ...

... wünsche ich, dass Anton und Annemarie Mon

als arabische Scheichs den Preis in die Höhe treiben.

(singend) Sind die Mons arabisiert,

wird Obersteinchen abkassiert. - Papa!

Mama muss was dagegen tun. - Was dagegen tun, ja?

Papa, bitte!

Du musst wieder normal werden. Bitte!

Du, ich wünsche, dass du zwei Stunden lang ...

... da stehen bleibst, dich nicht rühren kannst und schweigst.

(Er kichert gehässig.)

Mmh!

(Sams ist nicht zu hören.) (Taschenbier kichert.)

(Helles Glöckchenklingeln)

Will ich arabisch sprechen? Ja, das will ich.

Salem aleikum.

Hadal balna.

Akzentfrei, Bärchen.

Völlig akzentfrei.

(Es trommelt lautstark.)

(Leise Swing-Musik, Trommeln ist hörbar.)

(Sie stellt die Musik lauter.)

(Es schnaubt wütend.)

(Heitere Musik)

(Klirren)

(Klirren)

Jetzt reicht's!

(Arabische Klänge)

Es ist erniedrigend, Bärchen. Erniedrigend.

Der Papagei darf reiten und ich, ich muss laufen!

Erstens: Das ist kein Papagei, Täubchen, das ist ein Falke.

Und zweitens: Eine Frau reitet nicht auf einem Kamel, Täubchen.

Das ist bei uns in Arabien Sitte. - Das ist eine dummdreiste Ausrede!

Will ich Klagen über unsere Sitten hören? Nein, will ich nicht.

Hatt, hatt! Hott, hott! Hott, hott! (Kamel brummt.)

(Sehr lautes Trommeln)

Spinnst du, Sams?

(Lautlose Szene)

Ich habe heute keinen Sinn für deine Spiele.

(Sie schreit.)

Also gut.

Aber nur ein ganz kurzes Spiel.

Fernglas. Brille.

(Kussgeräusche) Küssen?

Liebe.

Papap. Papa!

Äh, du siehst nichts?

Du siehst...

Verrückt! Papa ist verrückt.

Oh mein Gott, nicht schon wieder!

Ich? Was ich? Ich soll gehen? Wohin soll ich gehen?

Hoch? Ich soll hochgehen? Äh...

Ein ... äh ... Schirm. Mit einem Regenschirm?

Ich soll mit einem Regenschirm hochgehen? Oben? Oben.

Oben sehr Stein. Oben Stein. Oberstein!

Mein Gott, die sind im Laden. Und was jetzt?

(Maschine rattert.)

(Maschine klingelt und zischt.)

Der Schirmerfinder sagt voll Stolz:

Der Schirmgriff ist aus Ebenholz.

Erstaunlich hohes Produktionsniveau.

Ja, erstaunlich hohes Produktionsbüro.

Ich kann mir durchaus eine Beteiligung vorstellen.

(Klopfen) Ah!

Da kommen ja auch schon meine arabischen Geschäftsfreunde.

(lachend) Salam aleikum.

Aleikum salam.

Darf ich vorstellen? Seine Königliche Hoheit

Prinz Asif bin Badr bin Hosni Al-Salam ...

... bin Thabit Jallal. Oder so ähnlich.

Quasad Abu Dhabi Dubai? Ennam, Wadi tibi!

Seine Königliche Hoheit will wissen, was Sie geboten haben.

Sie können Arabisch? - Ja, natürlich. Sie nicht?

Was soll das eigentlich hier?

Seine Hoheit will in mein Geschäft einsteigen.

Aber ich gebe Ihnen die Chance, ein Gegenangebot zu machen.

(flötend) Aus alter Verbundenheit.

(Fahrradklingel)

Was ist denn nun Ihr Angebot?

Ich will nicht in einen Bieterwettstreit einsteigen.

Einsteigen ist besser als aussteigen. - Maskat!

Maskat? - Maskat!

(lachend) Maskat.

Seine Königliche Hoheit bietet für die Hälfte der Firma

inklusive Geschäftsführergehalt, Sozialleistung

und drei Tafeln Schokolade mit Nuss

ein Beteiligungshonorar von 30.000.

Er hat doch nur ein Wort gesagt.

Deutsch ist eben die sehr viel blumigere Sprache.

Aha.

Ich biete 31.000.

Inklusive Schokolade mit Nuss?

So ein Unsinn. Meinetwegen auch fünf Tafeln mit Doppelnuss.

Ein attraktives Angebot! Maskat Akaba!

Ähm ... Runsal nefud.

Runsal nefud? (Wütende Schnalzlaute)

(Unverständliches Arabisch)

Das kann ich Ihnen nicht übersetzen.

(Wütender Laut)

Mit dem können Sie keine Geschäfte machen.

Wali Tibi.

Seine Königliche Hoheit bietet 40.000.

Wali Tibi Akaba!

Rifa Dschibal At taraf?

Was sagt er? - Seine Königliche Hoheit sagt:

Sind wir hier beim Teppichhändler? Nein, das sind wir nicht.

45.000. Das ist mein letztes Wort.

Ein gutes Wort!

(Helles Glöckchenklingeln)

Herr Oberstein.

(Helles Glöckchenklingeln)

Mara.

Anton?

Wie siehst du denn aus?

Bin ich etwas verwirrt?

Ja, das bin ich.

(erstaunt) Annemarie! - Schön wie nie.

Bist du das?

Herr Taschenbier!

Darf ich vorstellen, das sind Herr und Frau Mon.

So eine Unverschämtheit von Ihnen!

Mich dermaßen verschaukeln zu wollen.

Investoren aus Arabien...

Tauchen Sie in meiner Fabrik auf, lasse ich Sie

vom Hausmeister rauswerfen. - Kackspecht!

Bitte erlauben Sie mir zu erklären. - Es ist mir egal!

Wir sind getrennte Leute!

(Donnergrollen)

Was habe ich denn nur gemacht?

Wie konnte das nur geschehen?

Ich weiß noch nicht mal, wie ich den Dachdecker bezahlen soll.

Dachdecker deck dacher decker dech dacker dack.

(Sie kichert.) Bitte?

Bitter bitt bitter bitt bitt bitter bitt bitt.

Deine gute Laune hast du nicht verloren.

Ist die Laune eine gute,

zieht die Pute keine Schnute.

Ist die Laune aber schlecht,

ärgert sich erst recht der Specht. (Donner)

(Sie kichert.)

Welcher Specht? - Da ist mir ja jeder recht.

(Sie jubelt.)

Mara! Was ist denn los?

(Sie kichert.) Lies, las, los!

Mara! (Sie kichert.)

(Helles Glöckchenklingeln)

Oh je. Jetzt beginnt es auch bei ihr.

Mara, was soll denn das? (Sie lacht übertrieben.)

Die Mama wird gerade hier ein Sams wie Papa Taschenbier.

Was? Ein Sams? - Ja!

Ich bin ein Sams. Bams Wams!

(Sie lacht hysterisch.) Wir müssen nur ein wenig warten.

Dann ist sie wieder normal. Und dann kann ich euch alles erklären.

(verzweifelt) Dieses Buch ist klüger als alle Lebewesen.

Dieses Buch enthält alles, was wir wissen müssen und...

(jammernd) Ohne dieses Buch bin ich kein Übersams mehr.

(Minisams) Äh ... ich hätte da mal 'ne Frage.

Kannst du mal aufhören mit deinen ewigen Fragen?

Ich wollte nur fragen,

wo dieses lustige Sams ist, das bei den Taschenbiers war?

Oh!

(Wütende Schreie)

Dieses nichtsnutzige, aufmüpfige,

dieses durchtriebene, aufsässige, hinterlistige

Rotz-Rüsselnase von einem Sams! (Es schreit vor Schmerz.)

Und ich habe wirklich die Teller geworfen?

Ja, als du ein Sams warst.

Ich habe wirklich die Pizzas bestellt?

Ja, als du ein Sams warst. - Und ich war im Knast?

Ja.

Als du ein Sams warst.

Das ist ja schrecklich.

Was können wir denn tun? - Irgendwo da drin steht die Lösung.

Ich hab's! Du hast doch neue Wunschpunkte.

Wir wünschen, dass die Verwandlung aufhört.

Ein Wunschpunkt kann keine Samsregel besiegen.

Samsregel Nummer eins.

Bruno könnte wünschen, dass das Dach...

Nein, wir haben keine Punkte mehr.

Ich hab da mal 'ne Frage.

Meinetwegen.

Wir haben doch alle so viele Wunschpunkte.

Reichen die nicht aus, dass du dich zu den Taschenbiers wünschen kannst?

(Es lacht.) Ja, natürlich.

(Es lacht erleichtert.) Ich wünsche mich zu Taschenbiers.

(Überraschte Laute)

Äh. Ich hab da noch ne Frage.

Wie kommt das Übersams denn jetzt wieder zurück ohne Punkte?

Es gibt da eine Geheimregel.

Weiß auch nicht ganz genau. Es ist ganz geheim.

Es hat irgendwas ... mit Mittwoch zu tun.

(Helles Glöckchenklingeln)

(Donner)

Das Buch.

(Es schnuppert.)

Was für ein wunderbarer Geruch.

(Es schreit laut.)

Die Menschen leben in der Dunkelheit.

Und was ist, wenn wir die Lösung nicht hier in diesem Buch finden?

Dann muss ich euch verlassen.

Was? Auf keinen Fall!

Das kommt nicht in Frage. - Wenn ich bei euch bleibe,

dann werdet ihr für immer ...

... zu Samsen.

Uiuiuiuiui.

(Elektrisches Zischen) Oh.

Die Sicherung ist raus.

(flüstert) Wir haben Besuch. Das kann ich riechen.

(Klirren) Aua!

Oh! Sonnenaufgang.

Da bist du ja. - Hm?

Schön, dich zu sehen. - Ich freue mich ebenso wie du.

(Es schnuppert.) Ah!

Ah! Hier!

Die Menschen nennen das "Würste".

Äh. Typisch Chef. Alles bestimmen wollen,

aber keine Ahnung haben. - Bitte?

Essen. Man kann die Würste essen.

(kichernd) Mmh!

Langsam verstehe ich, dass du gerne hier bist.

Ha! Tatsächlich?

Übrigens, einige von uns sind der Meinung,

dass du das Sams-Regel-Buch gestohlen hast.

Ich habe es doch nur geliehen.

Willst du mich nicht deinen Menschen vorstellen?

Damit ich mir ein besseres Bild machen kann.

Ich bin mir sicher, wir finden eine Lösung.

Nun, wenn Sie weiter ...

... langweilige eintönige ...

... und normale Menschen bleiben wollen,

muss das Sams auf der Stelle mit mir zurück.

Das kommt gar nicht in Frage. - Das Sams gehört zur Familie.

Nun ich sehe mit einer gewissen Rührung,

wie sehr Ihnen das Sams ans Herz gewachsen ist.

Das rührt auch ein Übersams. Durchaus.

Es gäbe da auch eine andere Lösung.

Na? Eben.

Da ich hier glücklicherweise unter Fachleuten bin,

wird Ihnen der Begriff "Gatsmas" etwas sagen. - Mhm.

Wenn ich es richtig sehe, haben wir heute Mittwoch.

Im Gegensatz zu Gatsmas - neue Punkte, Vollmond und so weiter -,

handelt es sich in unserem Fall

um den Verbleib eines Samses und den Mittwoch.

Ich verstehe. - Ich nicht.

Damit das Sams gefahrlos bleiben kann,

müssen wir alle um Mitternacht aufs Dach.

Alle! Und wir müssen das Wort ...

... "Hcowttim" sagen. - Hä?

Das ist Mittwoch rückwärts gesprochen.

Dann darf das Sams bleiben.

Und warum zeigt dieser Pfeil denn nach oben?

Ach! Ich wäre nicht das Übersams, wenn ich nicht fähig wäre,

die Zeichnungen richtig zu deuten.

Von zentraler Bedeutung ist die richtige Aussprache des Wortes.

Hcowttim. Hcowttim.

Das wollen wir jetzt einmal üben.

Bitte, jetzt Sie.

Hcowttim.

Das Anfangs-"H" ist kaum zu hören.

Hcowttim. - Sehr gut.

Und jetzt alle! - (alle) Hcowttim.

Hcowttim.

Hcowttim.

Sie sind sehr begabt. (Lachen)

Ich habe keine Bedenken,

dass unsere Aktion gelingt. (Fieses Lachen)

(Beschwingte Musik)

Warum müssen wir dieses Buch hier hochschleppen?

Das Buch muss mit. Sonst klappt das nicht.

Geben Sie her. (Kirchturmuhr schlägt.)

Ich helfe Ihnen. (Taschenbier stöhnt.)

Komm, Papa, es ist gleich Mitternacht.

Nun macht schon! (Er japst.)

Bitte Ruhe jetzt! - Soll ich Ihnen das Buch halten?

Zählen Sie lieber!

(alle) Acht ... neun ...

... zehn ...

... elf ...

... zwölf.

(alle) Hcowttim!

Kann das Sams jetzt bleiben?

Von wegen bleiben!

(Es lacht gemein.)

Wie dumm ihr doch seid, ihr Menschen.

Du böses, hinterhältiges,

gemeines Übersams!

Du hast uns reingelegt. (Böses Lachen)

Ich darf mich verabschieden.

Alle Taschenbiere werden Sams. (Fieses Lachen)

(Hohe Glockenklänge)

(entfernt) Alle Taschenbiere werden Sams.

Ich kann euch sicher ab und zu besuchen.

Du willst uns nur trösten.

Du darfst doch nie wieder zu uns zurück.

Ich lasse es nicht zu, dass du uns verlässt.

Wir sind doch eine Familie.

Ich muss jetzt gehen.

Versteht ihr?

Ich muss!

(Traurige Musik)

(Es seufzt.)

Falls du unterwegs Hunger bekommst.

(Schluchzen)

Ich muss jetzt gehen.

Wir werden dich nie vergessen. - Du wirst uns fehlen.

Du wirst uns sehr fehlen. (Sie schluchzt.)

Smas.

Smas.

Smas.

(Sie schluchzen.)

(Lautes Weinen)

(Wohlige Kauen)

Entschuldigung. Ich habe da mal 'ne Frage.

Aber nicht mit vollem Mund.

Wie nennt man das, was das Sams da mitgebracht hat?

Das sind Knackwürste. So was weiß man doch.

Und so was essen die Menschen? - Ja.

Die wachsen im Keller und können da gepflückt werden.

Wachsen die bei den Taschenbiers auch im Keller?

(Es schluchzt.)

Hast du die Würste von deinem Papa?

Nein.

Von meiner Mama.

(Es schluchzt.)

(Traurige Musik)

Bruno?

Ja.

Wollen wir das Zimmer nicht so lassen, wie es war?

Meinst du?

Wir sollten uns daran gewöhnen, dass es nicht mehr bei uns ist.

(Es schluchzt.)

(Traurige Musik läuft weiter.)

(Es weint bitterlich.)

Äh ... Entschuldigung.

Ich hab da mal 'ne Frage. Ähm.

Was ist das?

Eine Träne. Na und?

Und was ist eine Träne?

Nichts! Setz dich hin!

Eine Träne?

Das Sams ... weint.

(Schluchzen)

Samsregel ... 510.

Samsregel 510.

Ich kenne keine Samsregel 510.

Samsregel ... 510!

(alle) Samsregel 510!

Was ist das für eine Regel? - Samsregel Nummer 510.

Wenn ein Sams jemals weint,

hat es einen Wunsch frei.

Ich weiß nicht, was du meinst.

(alle) Wenn ein Sams jemals weint,

hat es einen Wunsch frei.

Ich habe einen Wunsch frei.

Ich habe einen Wunsch frei!

Ich habe einen Wunsch frei!

(alle) Ich habe einen Wunsch frei! Ich habe einen Wunsch frei!

Ich habe einen Wunsch frei! Ich habe einen Wunsch frei!

Ich habe einen Wunsch frei! (Lautstarker Jubel)

(Schluchzen)

(Helles Glöckchenklingeln)

Ihr müsst nicht mehr weinen! (beide Taschenbiers) Sams!

Ja! Das Sams bleibt jetzt für immer hier!

Bei der Familie Taschenbier!

(Freudiges Lachen)

Und du gehst nie mehr weg? - Was ist denn passiert?

Großes Sams-Geheimnis. - Und wir werden keine Samse?

Nein, ihr dürft jetzt so bleiben, wie ihr seid.

Du hast neue Punkte im Gesicht. Wo hast du die her?

Samsregel 510. Das war im Wunsch mit inbegriffen.

Da wüsste ich was.

Völlig blödsinnig.

Völlig blödsinnig. Wieso gebe ich Ihnen das ganze wunderbare Geld?

Gegen meinen Willen.

Sogar mehr als die angeblichen Araber geboten haben.

Ich muss ... ich muss völlig verrückt sein!

Völlig verrückt.

Bruno! Bruno!

Danke ... - Anton.

... für die Einladung. - Annemarie.

Bruno? - Ja?

Entschuldigt mich. - Darf ich, Papa?

Nein, nein, nein.

Das ... machen wir!

Achtung!

Hiermit ...

... erkläre ich die Schirmmanufaktur ...

... Taschenbier und Co ... Oberstein ...

... feierlich ...

... für eröffnet! (Jubel und Applaus)

Und jetzt ein Foto.

Ein Foto. - Ein Foto.

(Heitere Musik)

Sie betreiben also dieses Geschäft mit Herrn Taschenbier?

Ehrlich gesagt:

Ich muss völlig verrückt gewesen sein. Verrückt.

Interessant.

Könnte es sein, dass Sie gerne Pizza essen?

Hm? - Pizza con Wurstel?

In großen Mengen? (Räuspern)

Wenn Sie Fragen haben, hier meine Karte.

Hm? Hm?

Sams! Kommst du, Sams?

Ups. Also!

Wer bist du eigentlich? - Ich? Ich bin das Sams.

Ich bin das Sams im Glück!

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