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(bedrohliches Brummen)
(pulsierende Beats)
(House-Musik setzt ein und steigert sich)
(sehr lauter, stampfender Electro-House)
(Jubel, Pfiffe)
Ah! (Kampflaute)
(Mann) Ich wehre mich doch nur. Ah!
(Big-Room-House)
(Lied: „Stay a While“ von Dimitri Vegas & Like Mike)
(hustet)
(entfernte Schreie)
(Dusche plätschert)
Ja... (lautmalerisch) Huhuhu.
(er seufzt)
- Gut geschlafen? - Mhm. Ja.
- Hast du Hunger? - Ein bisschen, ja.
Was heißt „Zwei B“?
Das ist ein Bleistift. Kauf nicht den falschen, ich brauch den.
Du brauchst echt all das?
Und noch Papier von „Canson“.
Ich kümmere mich darum.
(Schulglocke klingelt)
Los, schnell. Beeil dich, Sarah. Mach schon.
- Monsieur... - Ja?
Sarahs Schulgeld für letzten Monat steht noch aus.
- Ich überweise es diese Woche. - (seufzend) Diese Woche, aber wirklich.
- Schönen Tag noch, Monsieur. - Den wünsch ich Ihnen auch, Madame.
(Piep-Alarm)
(stöhnt)
(stöhnt und ächzt)
(sehr lauter Electro-House)
- (Mann) Komm her. - (Frau) Ah!
- (Mann) Dieser Anzug war teuer! - (sie schreit)
- Ah! Hey. - Gehen wir.
- Los! - Lass mich los, Mann. Ah! Fuck!
- Sie hat 'n Drink auf mich verschüttet. - (nüchtern) Beweg dich.
Ah! Fuck! Nimm deine scheiß Finger von mir!
- Beruhig dich. - Ich bin ruhig.
Diese Nutte schüttet 'n Drink auf meine Hose,
und du Wichser schleppst mich durch den halben Laden?
- Ruhig. - Fass mich nicht an!
Weißt du, wer ich bin?
Du Arsch wirst 'ne Menge Ärger kriegen. Für nichts.
Sie ist nur 'ne Schlampe. Wie du.
(Omar) Scheiße, Mann.
Lukas? Hey. Lukas? Verschwinde.
Die Bullen waren da.
Ich sagte, er griff die Kellnerin an.
Das war denen aber egal, du wurdest gefeuert.
Tut mir leid.
Hoffe, du kriegst keinen Ärger deswegen.
Was wirst du tun?
Muss Arbeit finden.
Ich hab da vielleicht was. Es gibt einen Stripclub in Ixelles.
Die sollen 'n Türsteher suchen. Ich könnte da was klarmachen.
(orientalische Musik)
(Autohupe)
(Staubsauger läuft)
(Mann gedämpft) Wir müssen Bier nachbestellen.
Ich schreib's dir auf, dann ruf an.
- (redet Flämisch) - Ich sprech kein Flämisch.
Komm mit.
Mittwoch bis Sonntag ist auf.
Achtung, es sind nackte Mädchen. Da drehen Gäste ganz leicht mal durch.
Rauchen und Alkohol sind verboten. Du wirst jeden Abend bezahlt.
Es ist einfach. Der Letzte, der noch steht, hat den Job.
(stark gedämpfte Kampflaute, Lukas ächzt und wimmert leise)
(hustet)
(Ächzen)
Er spricht kein Flämisch.
- Wie heißt du? - Lukas.
Du fängst am Freitag an.
(düstere Celloklänge)
Wer war das?
Ein Typ auf der Arbeit.
Tut es weh?
(zögert) 'n bisschen schon.
War's ein Schlag mit dem Ellbogen?
(er seufzt)
- Weißt du, was das Gute daran ist? - Nein?
Ich bleib heute Abend zu Hause.
- Das geht schwer. (ächzt) - Warte. Halt deine Hand so...
Jetzt ein klein wenig Druck.
Die nächste machst du allein. Vorsicht, Finger.
Sehr gut.
Alle rein. Gut so.
Vorsicht.
(stolz) Hm.
(sie summt fröhlich)
Bis heute Abend. Hallo!
Verzeihen Sie die Verspätung.
- Alles in Ordnung? - Ja, alles in Ordnung.
(Schulglocke klingelt)
Polizei. Wir haben ein paar Fragen zu dem Vorfall im Nachtklub.
Würden Sie bitte mitkommen?
(Tür geht auf)
(er schnieft) Du sagst also, dass du ihn nicht geschlagen hast, hm?
Ist das richtig?
Weißt du... ich hab 'nen 16-jährigen Sohn.
Ich rede oft mit ihm.
Er kommt mit Theorien über Gerechtigkeit...
Die Welt, die Menschheit. Ich könnte ihm immer eine klatschen.
Damit er weiß, wie es sich anfühlt.
Und auch, um zu sehen, ob er danach dieselbe Meinung hat.
Der Vater des Typs, den du vermöbelt hast, ist Europaabgeordneter.
Er will, dass wir Nachforschungen anstellen.
Die Firma, wo du gearbeitet hast, weiß nichts von dir.
Du lebst mit deiner Tochter.
In der Schule ist sie unter falschem Nachnamen.
Wer bist du? Wieso versteckst du dich?
Bisher weiß ich nur Folgendes: Du heißt Lukas...
bist Rausschmeißer und hast fast 'nen Typen getötet.
- Was wollen Sie von mir? - Eines will ich nicht: dir Ärger machen.
Eventuelle frühere Dummheiten sind mir scheißegal.
Arbeite für mich.
Hilf mir, und ich kümmere mich um dein Problem.
Hey, ich arbeite nicht für die belgische Polizei.
Man ruft mich, wenn es irgendwo in Europa größere Probleme gibt.
Ich soll einen Flamen verfolgen, der hier ist, um Geschäfte zu machen.
Er hat wohl mit Falschgeld zu tun. 20 Länder wollen, dass wir ihn fassen.
Was hab ich damit zu tun?
Der Typ, von dem ich rede, heißt Jan Dekkers.
Du hast in seinem Stripclub angeheuert.
Halt nur die Augen offen und wenn du was siehst, ruf mich an.
Aber es interessiert mich nicht.
Ich sagte es doch schon... Man lässt mir Handlungsspielraum.
Ich kann dich vor der Justiz bewahren...
oder ich kann dich auch einlochen lassen:
Deine Tochter käme in eine Pflegefamilie,
und alles würde aktenkundig.
Das ist meine Nummer, präg sie dir ein.
Wenn du was siehst, ruf an.
(turbulente Musik, Kinder schreien)
(schleppender R'n'B-Beat)
(er spricht Flämisch)
(langsames R'n'B-Lied)
- Wo ist Jan? - Er hat zu tun.
(schleppender R'n'B-Beat)
(angetrunken) Denkst du,
ich warte hier die ganze Nacht auf Jan und trinke dabei nur Wasser?
Er schafft es heute nicht, es tut ihm leid.
Sag ihm, er kann sich ins Knie ficken.
Die Kleine, die dahinten sitzt... bring sie zurück in ihr Hotel.
Lass sie keine Sekunde aus den Augen.
Sorg dafür, dass sie sicher ankommt, okay?
Und dann kommst du zurück.
Wie heißt du?
Lukas.
Tust du alles, was sie dir sagen? Bist du ihr kleines Hündchen?
Ich bin Lisa.
Da du nicht fragst, sag ich's dir.
Wie du aussiehst, kannst du dich wohl besser prügeln...
als Konversation zu machen.
Schon gut, schon gut. War bloß 'n Scherz.
(leises Jazz-Piano)
(Aufzug-Signal)
Basta!
- Sie ist Italienerin. - (Zeroual) Sagt mir nichts.
- Wie alt ist sie? - 30, 35?
- Hängt im Klub rum und bezahlt nichts. - Etwa seine neue Geliebte?
- Hab keine Ahnung. - Okay, wir gehen der Sache nach.
- Gut, er fängt an, dir zu vertrauen. - Diese Leute trauen keinem.
Selbst der Teufel braucht Adjutanten. (legt auf)
(er seufzt leise)
(langsamer R'n'B)
(er pfeift kurz)
(Frau) Sachte. Fass mich nicht so fest an.
Sachte.
Hey. Was wollen Sie denn von mir?
Es war 'n guter Abend. Jan will dich sehen. Draußen.
(schnaubt)
Sch.
Was wollt ihr?
Wissen, wer du bist.
Der Rausschmeißer im Stripclub.
Du hast nur eine Nummer gespeichert...
(es läutet)
(Sarah) Hallo? Hallo, Papa?
Hallo?
(spricht Flämisch)
Starte den Wagen.
Woher kommst du?
Von hier.
Niemand kennt dich. Warum?
Ich war Bodyguard... im Ausland.
- Wo? - Südafrika.
Das ist schön. Wieso bist du zurückgekommen?
(schnell) Ich hab meine Frau verloren.
Da vorne rechts.
(stoppt Motor) Komm.
Du bist Bodyguard, oder?
(Jan redet Flämisch)
(elektrischer Türöffner)
(bedrohliches Dröhnen)
(Mann seufzt)
Er ist okay.
Hast du gute Nachrichten für mich?
Sie wollen keine Geschäfte mit dir machen.
Wieso?
Sie haben schon Geschäftspartner in den Niederlanden...
und trauen dir nicht.
(Jan) Hör zu... (schnieft)
Ich leite alles in die Wege... und du sagst,
ich kann die Ware nicht liefern wegen dem holländischen Wichser?
- Gib mir nicht die Schuld. - Und ob ich das tue.
Du hast gesagt, es gibt keine Probleme.
Die Holländer sind unsere verdammten scheiß Nachbarn.
Weißt du was? Frag sie, was sie wollen.
Ich werd es ihnen geben, egal was. Damit sie wissen, sie können mir trauen.
- Ich werd das in Ordnung bringen. - Ja... Das will ich dir auch raten.
Gehen wir.
(stoppt Motor)
Hier wohnst du, mein Freund?
- Ja. - Deine Tochter... Wie ist ihr Name?
- Sarah. - (leise) Ah.
Du lässt sie allein, wenn du arbeitest?
Ja.
- Ist besser, wenn du zu ihr gehst. - Mhm.
Äh... Warte.
Behalt den Wagen.
- Nein, ich brauch ihn nicht. - Ich fahr mit Geert zurück.
Ich sag dir, behalt ihn. Ist ein Geschenk...
Genieß die Zeit mit deiner Tochter.
(sanfte elektronische Musik)
Die wissen, wo ich wohne.
- Die beobachten mich. - Aber offenbar vertrauen sie dir.
Jan traf einen Mittelsmann:
Antiquitätenhändler mit Galerie in Ixelles.
- Er soll Kontakt zu Holländern machen. - Warum?
Keine Ahnung. Sie haben etwas, was er will.
- Und er will es dringend haben. - Versuch, mehr zu erfahren.
Wir wissen jetzt, die Italienerin ist Lisa Zaccherini.
Sie wurde wegen Falschgeldbesitzes verurteilt.
Deswegen hat Jan sie mitgebracht. Ich will, dass du sie im Blick behältst.
(Telefon klingelt)
- Hallo? - (Jan) Du fuhrst Lisa neulich ins Hotel.
- Ja. - Hol sie dort ab.
- Wann? - Jetzt.
Okay.
(Sarah) Das Reiten war super. Kann ich morgen wieder hin?
Ja, wenn es irgendwie geht...
(Sarah summt fröhlich)
- Ciao. - Bonjour!
- Wie heißt du? - Sarah.
Du bist sehr schön, Sarah. Und wohl netter als dein Vater.
- Wo fahren wir hin? - Fahr auf den Boulevard...
Ich sag dir dann, wie's weitergeht.
(spannungsvolle pulsierende Klänge)
- Es ist erledigt. - (Jan) Okay.
Ich schick dir gleich 'ne Adresse. Dort treffen wir uns.
Mit wem hast du telefoniert?
Ich bin gleich wieder da.
Geh rein, Geert wartet auf dich.
(Kuh muht)
(Kühe muhen)
Wir müssen was abholen.
- Das ist alles, was du wissen musst. - Wann?
- Jetzt. - (Sarah ruft) Papa!
Nein.
Whoa.
Sag ihm, er soll sie sofort zurückbringen.
Tu es doch... wenn du deine Tochter nicht wiedersehen willst.
Wenn ihr etwas zustößt, töte ich dich.
Dich und deinen Boss.
Okay?
- Den Typen sollen wir holen. - Warum sollen wir das tun?
Die Holländer verhandeln nur, wenn sie den kriegen.
Der beste Crack-Koch Europas. Hat früher für die gearbeitet.
- Er hat sich selbstständig gemacht. - Was ist der Plan?
Was meinst du damit? Wir gehen rein und holen ihn raus.
- Wie viele sind drin? - Keine Ahnung.
Du willst also rein, den Typ rausholen und auf alles schießen, was sich bewegt?
Weißt du was Besseres?
Warte hier.
(pulsierende Klänge, maschinelles Rattern)
(gedämpftes Bellen)
(Mann) Ja, ich mach die Lieferung fertig.
(Mann 2) Wir sollten das nur noch überprüfen.
(Mann 3) Wir müssen unbedingt noch mal hin.
(spannungsvolle pulsierende Klänge)
(Klänge steigern sich)
(stumme Szene, nur Musik)
Hey!
(Schuss)
Nein, ah.
(Mann) Waffe weg!
(ängstlich) Schon gut. Nicht schießen.
(Mann fern) Passt auf, er ist bewaffnet.
(Mann 2) Kümmere dich um ihn. Wo sind die hin?
Beeilt euch, beeilt euch!
Fuck!
(Schuss)
- Wo ist meine Tochter? - Bleib ruhig. Sie ist in Sicherheit.
Es ist schön hier bei dir.
Ich wohn hier eigentlich nicht.
- Arbeitest du mit Papa? - Du bist aber neugierig.
Was machst du dann?
Und was macht dein Papa?
Er war, ähm... ein Wachmann, hat Leute beschützt.
- Ein Bodyguard? - Ja, richtig.
Er beschützte Mamas Papa, als wir in Südafrika wohnten.
- So lernten sich die beiden kennen. - Wow.
Und wo ist deine Mama?
Als wir in Afrika waren, hatte sie einen Unfall.
Einen Unfall?
Leute töteten sie, um ihr Auto zu nehmen.
Das tut mir leid.
Das muss es nicht.
(es klopft)
- Wo ist sie? - Es geht ihr gut.
Guck mal, was wir gemacht haben.
Pack zusammen, wir gehen.
Beeil dich.
Du zwingst mich geradezu, herzukommen.
Du rufst nicht an, gehst nicht ans Telefon. Was war los?
Sie holten sich meine Tochter und zwangen mich, was zu tun.
- Und was? - Wir haben jemand für Jan entführt.
Wen? Aus welchem Grund?
Er braucht ihn für die Holländer, um mit denen zu verhandeln.
- Um was geht es da? - Ich weiß nicht.
- Dann bring's in Erfahrung. - Nein. Ich hör auf.
Die haben meine Tochter entführt, das geht zu weit.
Okay.
Ich weiß, was du in Südafrika getan hast.
Weißt du, was das bedeutet?
Wenn du nicht weitermachst, schick ich dich zurück.
Hey, hast du verstanden?
Gut so. Das ist kein guter Moment, wir brauchen dich.
Und deine Tochter auch.
Ah. Du bist wieder da.
Weißt du...
Es tut mir leid wegen neulich.
Personal kriegt man zurzeit kaum.
Ich wusste, du machst deinen Job gut.
Das ist ein Kompliment.
Ich traue dir.
Fass nie wieder meine Tochter an.
Versprochen.
Für die Unannehmlichkeiten.
- Ich will noch nicht aufhören. - Ah.
Wir haben von Mittwoch bis Sonntag auf.
Ich will mehr.
Morgen tauschen wir den Crack-Koch ein.
Kriegst du das hin zusammen mit Geert?
Ja.
(romantische Pianomusik im Hintergrund)
(Wagen nähert sich)
Du kannst gehen.
(Pianomusik spielt weiter)
Es ist okay.
- Ihr wisst nicht, was ihr tut. - Halt's Maul.
Ihr kommt hier nicht lebend raus.
Die bringen erst mich um... und dann euch.
(Reifenquietschen)
- (Mann) Ist okay. - (wimmernd) Nein. Nein.
Nein.
Nein!
- (Mann) Erschieß ihn! Schieß! - (Schüsse)
(Geert) Fahr! Los, los, los!
(Waffe klickt)
(schwere, treibende Klänge)
(atmet ängstlich)
(spannungsvolle Musik)
(Reifenquietschen, Pistole klickt)
(ein Fahrzeug nähert sich)
(Lisa schreit)
(Lisa wimmert)
(stumme Szene, nur pulsierende Klänge)
Hey.
Geh rein.
Hm? Geh.
- Was ist passiert? - Der Typ, den wir gebracht haben...
hat versucht, zu entkommen, dann haben die angefangen zu schießen.
Geert hat zurückgeschossen.
Scheiße.
Sarah. Komm, schnell!
- Auf Wiedersehen! - Wiedersehen!
(Sarah summt heiter im Hintergrund)
Ich bin's.
- Warst du im Parkhaus dabei? - Die wollten einen Tausch.
- Was wollten die tauschen? - Ein Wasserzeichen.
Das heißt, die schicken 'ne neue Ladung.
Die wechseln den Standort, wir kommen nicht ran.
- Haben die Zweifel an dir? - (Sarah summt vor sich hin)
Nein. Ich riskier für die mein Leben.
Okay. Das heißt, wir machen weiter. (legt auf)
Pack ruhig die Buntstifte ein.
Wirst du lange weg sein?
Ich weiß nicht.
Hey. Gar nicht übel hier, oder? Omar ist super nett...
Und du verstehst dich gut mit Moussa. Hm?
Hör zu, ich muss ein paar Dinge erledigen und...
Ich verspreche dir, ich hole dich wieder, ja?
Papa?
Hast du Angst?
Ein wenig.
Ich hab keine Angst um dich.
- Das ist alles, was du brauchst? - Ja.
Du kannst auf mich zählen, Bruder. Hey!
Ich mach das allein.
Du malst echt schöne Bilder. Du hast Talent.
Als ich dich das erste Mal sah, hast du halb so alte Typen verprügelt.
Weißt du, was ich dachte?
„Der Kerl ist entweder total abgefuckt...
oder der überlebt alles, weil er sich allem anpassen kann.“
Was meinst du?
Ich weiß nicht. Etwas von beidem.
Die zwei passen zusammen.
Verstehst du jetzt, was du zu tun hast? Mit Lisa?
- Das geht mich nichts an. - Oh, doch.
Nachdem, was du für mich getan hast. Ob's dir gefällt oder nicht.
Wir drucken schon bald Banknoten. Und da brauch ich dich.
Du wirst dich gut um Lisa kümmern.
Sie ist...
zerbrechlich.
Besonders nachdem, was passiert ist.
Wenn sie die Nerven verliert... kann ich keinen einzigen Schein drucken.
Ohne sie bin ich tot. Verstehst du, was ich meine?
(Piepsignal)
Ich wohnte in der Nähe von Crotone. Kennst du das?
Es ist in Süditalien. Eine arme Gegend.
Aber es liegt am Meer.
Ich war oft in der Druckerei meines Vaters.
Sie war sein Ein und Alles.
Als er starb, saßen meine Mutter und ich in der Scheiße.
Und da ich Geld brauchte,
hab ich angefangen, Falschgeld zu drucken.
Am Anfang, um Vaters Schulden abzubezahlen.
Aber dann machte ich weiter.
Weißt du, was das bedeutet? Das heißt lebenslänglich.
Hier bei uns Falschgeld zu drucken, ist schlimmer, als ein Kind zu töten.
- Hätten wir Geert helfen können? - Nein.
Wenn man in so was verstrickt ist, endet es immer böse.
Das gilt auch für dich.
Was ist deiner Frau passiert?
Ein Carjacking, das schiefgelaufen ist. Sie haben sie getötet.
Und hat man die Täter gefunden?
Die Polizei nicht.
Aber ich.
(Vibrationsalarm)
Kannst du mich fahren?
(Lukas' Kampflaute im Hintergrund)
Nichts, der Container war leer.
Jan wird abhauen. Er weiß, wir suchen ihn.
- Wir haben noch eine Chance. - Welche?
Jan muss sich beeilen, um liefern zu können. Und...
Ich glaube, dass er schon kassiert hat.
Du denkst, er überfällt eine Bank, um flüssig zu werden?
- Lassen Sie das Mädchen da raus. - Nein, ich kann sie nicht laufen lassen.
Ich rede mit ihr.
Okay, gut.
Figlio di puttana. Du hast uns verpfiffen.
- Warum hast du das getan? - Für Sarah, die haben mich in der Hand.
- Red keinen Scheiß. - Das ist die Wahrheit.
Sie lassen dich frei, damit du druckst.
Die haben nichts gegen mich in der Hand!
(leiser) Sie wissen alles, was du tust. Die lassen nicht locker.
- Traust du denen etwa? - Ich hab keine Wahl.
Ich wollte dich schützen.
Nein... nein. Du hast nur versucht, dich zu schützen.
Dich und deine Familie. Mich hast du dafür geopfert.
(schluchzt und weint)
(leise) Willst du wie Geert enden?
Willst du das? Ganz ehrlich?
- Ich weiß nicht. - Sieh mich an.
Lisa.
Wir werden es schaffen.
Wir werden es schaffen.
- Okay? - Okay.
Was willst du hier?
Ich wollte dich sprechen.
- Wir haben ein großes Problem. - Wie groß?
So groß wie 'ne Polizeirazzia.
Sie haben Lisa.
Keine Sorge, ich habe mit dem Anwalt geredet,
sie haben nichts gegen sie in der Hand.
- Also haben wir kein Problem. - Doch... haben wir.
Wir haben mächtigen Druck.
- Heißt das, du willst aufhören? - Ich kann nicht.
Wir müssen das Geld drucken. Die, für die ich arbeite, haben bezahlt.
Komm... Fahren wir 'ne Runde.
(schließt ab)
Du bist verrückt.
Die Polizei war bei mir und verhaftete das Mädchen, das für mich arbeitet.
Was hat das Ganze mit mir zu tun? Ich hab keinen verpfiffen.
Es waren diese Holländer, mit denen du gearbeitet hast.
Nein, das würden die nie tun.
Ich seh das so...
Die Transaktion lief schief,
und die Holländer wollten sich an mir rächen.
Wenn sie das wollten, hätten sie keine Bullen geschickt.
Warte, warte! Warte...
Vielleicht war es ja auch die Kleine.
- Nein. - Wieso bist du dir da so sicher?
Sie wusste, wir würden das Zeug woanders hinschaffen.
Vielleicht war er's?
Dieser Gentleman dort... hat sich für mich die Hände schmutzig gemacht.
Siehst du? Sobald es Zweifel gibt... ist es vorbei.
(Sarah) Gehen wir weit weg?
- Ich weiß nicht. - Wann kommst du zurück?
Bald, Sarah.
Versprochen.
Sarah?
Ich hab dich lieb, Papa.
(melancholische Musik)
(Tür wird geöffnet und geschlossen)
(rhythmisches Stampfen im Hintergrund)
Komm schon, Lisa. Reiß dich zusammen.
- Gib mir meine Blüten. - Fuck.
(schnelles rhythmisches Stampfen)
- Das ist okay. - Das ist okay?
Hey!
Ich danke dir.
Mach weiter.
Bring die ins Auto.
Kauf was Schönes für deine Tochter.
(Beamter) Polizei!
(Polizist 2) Keine Bewegung, Waffe runter.
Auf die Knie. Auf die Knie, sag ich. Wird's bald!
Ruhig.
(Zeroual) Macht schon, packt alles zusammen.
(Polizist lacht) Heute ist Zahltag.
(Polizist 2) Scheiße, tolles Gefühl.
(Zeroual) Worauf wartet ihr?
- (gehässiges Lachen) - (Zeroual) Los, nichts wie weg hier.
(Schritte)
Du bist immer noch nicht tot?
(ruft laut) Nico!
Nico...
Nico!
Nico. Verdammt.
Nico!
(ächzt leise)
(schnelle Schritte)
Scheiße.
- (Polizist) Verdammte Scheiße. Scheiße. - (Polizist 2) Hey. Hey!
(Fahrzeug nähert sich)
(pulsierende Klänge)
(ächzt schmerzvoll)
(es läutet)
(Sarah) Hallo? Papa?
- Geht's dir gut? - (gehaucht) Ja.
(schwach) Ich komm jetzt.
(Motor startet)
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