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Original subtitles

Untertitel: Norddeutscher Rundfunk 2020

* Fröhliche Gitarren-Musik *

(Früher dachte ich, ich weiß alles und meine Oma ist dumm.

Aber ich wusste gar nichts.)

(Frau) Wie viele Tage?

(Frau) Fünf Tage die Woche. Vollzeit. Ich gratuliere.

Ich werde einen Babysitter brauchen. Ja, wirst du.

Kannst du mir helfen?

Ich? Nein!

Kann Romy nach der Schule herkommen?

Ich weiß nicht.

Dafür hab ich keine Zeit. Sie kann nach oben gehen.

Genau, und Freundinnen mitbringen, Unsinn machen. Nein.

Ich muss mehr arbeiten, Mama. Ich brauche das Geld.

* Seufzen *

* Heitere Gitarren-Musik *

(Stine Rasmussen. So heißt meine Oma.

Der Name kommt aus Dänemark. So wie meine Oma.)

He, Romy!

Schöne Grüße an Stine. Okay.

(Dies ist unsere Geschichte.

Die Geschichte von meiner Oma und mir.

* Türglöckchen-Klingeln *

Du bist aber früh da.

(stöhnt) Zieh dir die Schuhe aus und geh nach oben. Schnell.

(Kundin) Das ist schön geworden. Ja, oder?

Ich fixiere das mit Haarspray. Mhm. Nur ein bisschen.

Schließ die Tür wegen der Katze!

Sehr hübsch. Wirklich!

* Miauen *

Hey, Jens!

Musst du auch oben bleiben?

Romy?

* Miauen *

Das hab ich doch hier ...

Das mal fünf ist 20.

Gut. Mal sehen.

Das sollten doch aber ...

Ich verstehe das nicht.

Also das plus das und das und das.

Das müssten doch ... Das sollten doch 200 sein.

Noch mal: 20, 30, 40 ... 300.

Misch dich nicht ein.

(leise) Eins, zwei, ...

Nein, wirklich. Die 2 muss eine 3 sein. 300.

Klar, das weiß ich.

Ich kann selbst rechnen. Ich mache seit 100 Jahren die Kasse.

Du hast nicht aufgegessen.

Hallo, Mama. Hallo.

Hey, Schatz. Hallo. Ich hab noch Essen.

Romy, hol deiner Mama einen Teller.

Lass ruhig, Mama. Warum?

Ich, äh, ...

Ich hatte ein Brötchen und Romy muss ins Bett.

"Gute Nacht, Oma". Gute Nacht.

"Gute Nacht, OMA". (lustlos) Oma.

Bis morgen.

Wie war der Tag?

Ich will nicht zu Oma.

Kann ich nicht zu Papa? Der hat noch keine Wohnung.

Ich kann selbst auf mich aufpassen. Du bist erst zehn.

Schon zehn!

Zehnjährige können nicht so lange allein sein. Ich schon!

Wir diskutieren das nicht. Du gehst morgen zu Oma.

Ja?

Hierher. - Ich steh frei!

Spiel doch zu mir!

Hier, Romy, pass!

* Jubel * Guter Schuss! - Tess!

Kommst du?

Wie war dein Tag?

Bis morgen! Bis morgen!

Du bist ja immer noch hier!

Geh zu deiner Oma.

Morgen ist auch noch ein Tag. Wiedersehen, Frau Paulien.

* Hupen *

(Mann) Hallo! Hallo!

Bitte.

Bitte schön. Bis dann.

Guten Appetit. Danke. - Danke.

Schatz, John will nicht, dass du hier bist.

Eine Limo, bitte.

Was ist abgemacht? Nach der Schule ...

... (genervt) zu Oma. Ja.

Kannst du mir vielleicht was leihen?

Die geht auf mich. Margot!

(flüstert) Los, weg!

Bis heute Abend.

Hey! Was machst du?

Äh, Service.

Einen Euro, bitte.

Die Kasse speichert alles? Sie rechnet auch den Tagesumsatz aus.

Der steht auch drin? Ja. Wie praktisch!

Die Bedienungsanleitung können Sie sich in Ruhe durchlesen.

Ja? Ja. Schönen Tag. Auf Wiedersehen.

Wiedersehen.

Nein, Romy, nicht anfassen.

War die andere kaputt? Nein, nur alt.

Die benutze ich noch 20 Jahre. So lange wollen Sie arbeiten?

Ja. Warum nicht?

Weil du ziemlich alt bist?

Ich bin erst 69.

So, geh nach oben.

Äh ...

Süße, komm nicht mehr zu mir. John gefällt das nicht.

* Klacken *

* Klirren * Was ist das?

Nichts.

Woher hast du das?

Romy?

Das hab ich vom Scheibenwaschen.

So viel?

Papa hat auch was gegeben.

Taschengeld.

(Frau) Romy!

Ist er immer noch nicht da? Nein.

Komm rein und warte hier. Das geht schon.

* Hupen *

Hey, Prinzessin!

Na, Liebling?

Nach vorne? Ja klar!

Wenn die Polizei kommt? Fahren wir schnell weg.

♪ Asiatische Flöten-Musik mit Gesang ♪

Bitte sehr! - Ja.

Danke schön.

Papa? * Auslöser * Kann ich nach der Schule zu dir?

Ja.

Zu mir?

Nicht jeden Tag. Nur ein- bis zweimal die Woche.

Ja.

Klar.

Aber Sandra ist auch da.

Engelchen.

Es ist ihr Haus.

Hier.

Ich brauch nichts.

Nimm es.

Grüß deine Mama. Ja.

Bis dann! Bis dann!

* Hupen *

Und? Wie war's?

Blöd.

(So fing es an.

Jeden Tag musste ich in den Salon voller alter Menschen.

Aber alte Menschen können einen überraschen.

Hab ich entdeckt.)

Hallo, Mädchen.

Hast du mal 'ne Zigarette?

(Mann) Wir sollten uns das noch mal zusammen ansehen, Stine.

Deine Abrechnung stimmt nicht.

Haben Sie Zigaretten? Hier wird nicht geraucht.

Nur eine. - Ein Tässchen Kaffee, Marie?

Setzen wir uns da hin. Eine Tasse und dann ...

Da rüber.

Frau van Donkhorst, schon wieder hier?

Haben Sie eine Zigarette? - Nein.

Schönen Tag, Marie! - Kommen Sie, Marie.

Wir gucken mal, ob wir eine Zigarette finden.

Jens?

Jens!

* Miauen *

Hey, Jens!

Hast du dich versteckt? * Schnurren *

("Allerliebste Stine,

ich schreibe auf Niederländisch, weil du üben musst.

Ich hoffe, bald nach Dänemark zu können.

Ich kann deine rosigen Wangen kaum erwarten.

Schickt du mir ein neues Foto? In Liebe, dein Henk)

* Hupen *

* Hupen *

* Melodisches Hupen *

Das will ich.

Was hast du für eins?

Das hier.

Es ist schon elf nach vier. Kann ich mit?

Oma will das nicht.

Schade. Mal sehen. Schneiden und Fönen ...

Das macht 16 Euro. Ja, in Ordnung.

Hier.

Es sollte ...

Ich brauche deine Hilfe. Ich komm damit nicht klar.

Mein Hund ist die ganze Zeit allein. Ja, natürlich.

Ähm ...

Ähm ...

Ich nehme es von hier.

16 Euro.

16, dann muss ich ...

Sie haben 20 gegeben.

Dann, ähm, ...

16 Euro, dann ...

Dann kriegen Sie ...

Ja, stimmt genau.

16. Das sind 17 und 18 und 19 ... Ja. ... und 20.

Richtig? Einen Lolli? Nein, natürlich nicht.

Also, bis nächste Woche. Schöne Grüße an Fritz

Achten Sie auf die Stufe!

Toll!

Wie klug du bist!

(lacht erleichtert) Vielen Dank!

Du bist eine große Hilfe.

Ich weiß es nicht.

(TV) * Gib mir das Messer *

(TV) * Schüsse *

He! Schalt sofort wieder um. Ich will das sehen.

Das ist gruselig. Du solltest eh im Bett liegen.

Und van Putten kommt.

Echt? Herr van Putten?

Er hilft mir bei der Abrechnung.

Wieso guckst du mich so an?

Vielleicht ist er in dich verliebt? In mich?

Nein, du spinnst doch.

Du musst wirklich ins Bett. Es ist schon spät. Na los.

Nein, gib die mir.

Ja, danke schön.

Ich schaue gleich nach dir.

* Ich bin auf dem Weg. - Wie viele seid ihr? - Drei. *

Hast du Zähne geputzt? Ja.

Ja? Zeig mal.

Sehr gut.

Wo ist das?

Das ist der Strand von Sundby in Dänemark.

Da in der Nähe stand unser Häuschen. Strandlökken syd.

* Sehnsuchtsvolle Klavier-Musik *

Ich hab mich als kleines Kind mal verlaufen.

Weißt du, wer mich nach Hause brachte?

Nein.

Derselbe Mann, der das Bild gemalt hat.

Dein Opa.

Opa Henk.

So ein lieber Mann.

Er ist aus den Niederlanden, oder?

Ja, aber er war jeden Sommer in Dänemark und zufällig in der Nähe.

* Türklingel *

Wer kann das sein?

Van Putten kommt doch. Van Putten?

Ich will ihn jetzt nicht sehen.

Soll er dir nicht bei der Abrechnung helfen?

Oder ...

Ach ja, die Abrechnung. Richtig.

Gut, dass mein Kopf festsitzt.

Sonst würde ich den auch vergessen.

Na, dann schlaf jetzt. Ja.

Und mach das Licht aus. Mach ich.

Gute Nacht. Gute Nacht.

Klar bin ich mir sicher! Du kannst nicht rechnen.

Ich bin doch nicht verrückt! Das sag ich auch nicht.

Aber wenn ich deine ganzen Einnahmen zusammenzähle,

müsste eigentlich genug Geld da sein.

Sehr gut. Nein, es ist aber nicht so.

Das Geld fehlt.

Du bist in den roten Zahlen. Hm.

Seltsam. Ja, wirklich seltsam.

* Klospülung *

Oma?

Oma?

Oma!

* Bellen * (Frau) Dino, bleib hier!

* Bellen *

* Bellen *

Oma?

* Bellen *

Dino, nicht so schnell!

* Bellen *

Romy, was ist los?

Oma ist weg.

Was sagst du? Oma ist weg. Ich versteh dich nicht. Sei still!

Oma ist weg. Sie kommt sicher gleich.

Geh schnell ins Bett. * Hupen *

* Reifenquietschen und Bellen *

* Lachen *

Herrlich, herrlich!

Eine tolle Fahrt, das ist so gut!

Stine! Häh?

Romy!

* Türglöckchen *

Wieso bist du nicht im Bett?

Hopp, nach oben!

Warum bist du überhaupt aufgestanden?

Ich musste auf die Toilette.

Danach kannst du doch wieder ins Bett.

Aber du warst weg. Du weißt, ich komme immer zurück.

Nein, das weiß ich nicht.

Tja,

Tut mir leid.

Ich hatte wirklich Angst.

Tja, Herr van Putten wollte eine Runde mit mir drehen.

Dann ...

Es ist ein bisschen merkwürdig, aber ...

Du hast mich vergessen.

Ja.

Das macht doch nichts. Doch, das macht es.

Ich weiß nicht, was los ist.

Mal fühlt es sich an als sei mein Kopf voll -

und auf einmal ist er leer.

Es tut mir leid.

Sag nichts deiner Mama,

sonst macht sie sich Sorgen, wir beide machen das doch gut.

Ja.

Jetzt schlaf gut!

(Ich weiß nicht warum,

aber von da an wurde alles anders.

Vielleicht, weil Oma nicht nur auf mich aufpasste,

sondern ich auch auf sie.

Und das war für mich ein ganz anderes Gefühl.)

* Fröhliche Gitarren-Musik *

♪ Lucinda Williams: "Can't Let Go" ♪

♪ Told my baby one more time Don't make me sit all alone and cry

Well it's over

I know it but I can't let go

I'm like a fish out of water A cat in a tree

You don't wanna talk to me

Well It's over

I know it ... ♪

Spielst du mit? Nein, ich geh zu Oma.

♪ He won't take me back when I come around

He says he's sorry then he push me out

I got a big chain around my neck

And I'm broken down like a train wreck

Well it's over

I know it but I can't let go

See I got a candle that burns so bright

In my window every night

Well it's over

I know it but I can't let go ♪

Siehst du? Gut gemacht.

♪ You don't like to see me standing around

Feel like I been shot didn't fall down

Well it's over

I know it but I can't let go

He won't take me back when I come around

He says he's sorry then he push me out

I got a big chain around my neck

And I'm broken down like a train wreck

Well it's over

I know it but I can't let go

It's over

I know it but I can't let go ♪

Wenn ich dich nicht hätte ...

(Verstellte Stimme) ... ein bisschen, dann setze ich dich ab.

Wir sind fast da, nur noch einen Meter.

Junges Fräulein, wir sind am Ziel.

Vielen Dank, mein Herr. Es war ein großes Vergnügen.

Das Vergnügen war meinerseits. Wie schön!

Weißt du, wer auch gut die Stimme verstellen kann? Sandra.

Sie ist wirklich nett.

Findest du?

Mama ist netter.

Mach's gut, Schätzchen. Tschüss.

Hallo. Hallo.

Und wie war es?

Wie immer.

Was habt ihr gemacht?

Ich geh in mein Zimmer. Okay.

* Türglocke *

Van Putten sagt, das was nicht stimmt.

Es ist zu wenig Geld auf dem Konto.

Da fehlt Geld.

Du hast dir nicht zufällig ein bisschen Geld ...

... geliehen?

Nein.

Ich hab genug Geld.

Ach ja, stimmt.

Was für eine idiotische Frage.

Natürlich warst du's nicht.

Van Putten irrt sich.

Ich habe alles zur Bank gebracht.

Hast du es woanders hingetan?

Vielleicht irgendwohin und du hast es vergessen?

Wohin denn?

Ach, das hab ich schon ganz lange gesucht.

Ah, guck doch mal!

Das war unser Haus.

Hier bin ich geboren.

In Strandlökken syd.

Das bin ich.

Und das ist meine Oma.

Das ist dann ja meine Ururgroßmutter.

Ja.

Und hier bin ich so gern geschwommen.

So schön.

Wasser auf nackter Haut.

Wieso nackt?

Alle Kinder sind nackt geschwommen. Eklig.

Was ist daran eklig? Alles.

So ein Unsinn!

Müssen wir nicht weitersuchen? Nein. Komm, setz dich zu mir.

Ach, wie schön!

Herrlich.

Guck, das ist Henk mit seinem Hund.

Oma.

Hej.

Na, ach.

Stimmt ja.

Du bist so gut.

Ja! Endlich.

2500 Euro?

Ja, zwischen dem Sofakissen.

So viel?

Was tust du denn hier? Ich hab frei.

Der Salon ist zu. Und wenn jemand eine Frisur will?

Dann haben sie Pech. Komm!

Bis morgen. Bis morgen.

Was ist das Allerallerliebste, was du gern hättest?

Sag mal.

Das darf ich eh nicht haben. Klar doch, du darfst alles haben.

♪ Beschwingte Gitarrenmelodie ♪

Und?

Wie findest du die?

Ihh.

Und die?

♪ Beschwingte Gitarrenmelodie ♪

Oma, wo gehst du hin?

Also hier wollte ich schon immer mal Gast sein.

Dürfen wir das?

Wer sollte es uns verbieten? Mama.

Mama ist bei der Arbeit und kann uns gar nichts verbieten.

Bitte.

Ähm, vielen Dank.

Da.

* Fröhlicher Aufschrei *

♪ Beschwingte Gitarrenmelodie ♪

Juhu!

Ja!

Ich dachte, du badest nur nackt.

Bist du verrückt, es ist ein Schwimmbad.

Diese Blasen fühlen sich so ...

Det er dejligt.

Was hast du gesagt?

Det er dejligt.

Ist das Dänisch?

Mmmh.

(Sie spricht dänisch)

Skol!

Konnte Opa auch Dänisch?

Henk?

Nein, nicht richtig.

Urlauberdänisch.

Vielleicht ein bisschen mehr, aber nicht richtig.

Ich hab sofort Niederländisch gelernt.

Wir waren so verliebt.

Ich musste schnell in die Niederlande kommen.

Hattest du nie Heimweh?

Eigentlich sollten wir mal zusammen dahin fahren. Ja.

* Türöffnen *

(Flüstert) Ich hab verschlafen.

(Flüstert) Wir schreiben eine Arbeit. Setz dich da drüben hin.

Guck mal, was Oma mir geschenkt hat.

Super!

Geschenkt?

Was kostet so ein Ding?

Weiß nicht, ist von Oma. Was ist von Oma?

Das hier. Hast du ihr das geschenkt?

Ich?

Ja, gestern.

Wir haben es zusammen gekauft.

Ach, was soll der Aufstand? Ich war gut drauf.

Sie ist zehn! Ich hab nicht mal so eins.

Ich kauf dir eins.

Das ist nicht das Problem. Gut, ich verstehe.

Was suchst du?

Ach, diese, solche ... zwei von diesen Dingern.

Du weißt schon, solche, solche ...

... diese Dinger.

Bist du etwas durcheinander?

Nein, warum?

Du bist irgendwie anders.

Anders als was?

Du schmeißt dein Geld aus dem Fenster.

Darf ich mit Romy nichts unternehmen? Doch.

Aber früher warst du nicht so.

Allein wegen deiner Scheidung ist es schön,

wenn sie auf andere Gedanken kommt.

Das ist auch nicht das Richtige, ich brauche so ein Ding ...

Für das hier ... Au!

Ach, ein Topflappen.

Ja.

Gut! Danke.

So.

(Kinowerbung) * One man, who can make the difference *

Wow, fett!

Hat Oma mir geschenkt.

Mama meinte, ich soll es zurückgeben.

Mhm.

Ein bisschen viel für ein kleines Mädchen.

Deine Oma ist verrückt. Selber verrückt.

Sie ist lieb.

Lieb?!

Ich bin für sie eine Hilfe.

Also ich finde deine ... Psst. Der Film fängt an.

♪ Ruhige Filmmusik ♪

* Quietschen *

Romy.

Komm her, Schätzchen.

Ich hab was für dich.

Was ich in meiner Hand habe, gehört nur Opa Henk und mir.

Und sonst niemandem.

Doch jetzt würde ich's gern dir geben.

Das ist der Schlüssel für den Salon.

Wenn ich nicht mehr da bin,

möchte ich gern, dass dir dieser Friseursalon gehört.

♪ Getragene Musik ♪

Willst du das?

Und wir nennen ihn: Romys Salon.

Ist das gut?

Weiß Mama das?

Nein.

Das sagen wir ihr auch nicht.

Komm, lass uns üben. Ja.

♪ Ruhige Klaviermusik ♪

♪ Ruhige Musik ♪

(Ich habe mich sehr über den Schlüssel gefreut.

Ich hoffte, dass Oma und ich noch lange zusammen arbeiten würden.

Aber damals wusste ich noch nicht, was ich jetzt weiß.)

Ich hatte einen Termin um halb vier.

Sie können sich schon hinsetzen. Gut, danke schön.

Oma?

Hallo, wer ist da?

Ist irgendwas, Oma?

Soll ich Mama anrufen?

Ich wollte mich nur ausruhen.

Ich wollte mich ausruhen.

Aber Frau Tinberge ist hier.

Mhm.

Komm jetzt, du musst runtergehen. Ja.

Ich helfe dir.

♪ Ruhige Gitarrenmusik ♪

♪ Ruhige Gitarrenmusik ♪

Kaffee?

Ja, sehr gern.

Oma?

Oma?

Kommst du?

Ja.

Ja, natürlich komme ich.

Du musst dich noch umziehen.

Beeil dich bitte.

Ja.

* Handyklingeln *

Hallo Papa. Hallo Kleine, wollen wir spontan was unternehmen?

Jetzt? Ja, genau.

Nein, ich kann nicht. Warum denn?

Es geht nicht. Schade.

Ich bin bei Oma. Tschüss.

So, bitte schön. Danke.

* Telefonklingeln *

Hallo, hier spricht Romy.

Hallo.

Ja, das geht.

Ich hab morgen einen Termin um 11 Uhr frei.

Oder am Donnerstag.

Petra? Ja.

Ich hab es eingetragen.

Auf Wiederhören.

Was machst du hier? Ich hab doch keine Zeit.

Ich wollte dich besuchen.

Und diese blöden Haare könnten mal einen Schnitt vertragen.

* Piepen *

Hej, wo ist Oma?

Die kommt gleich.

* Piepen *

Hej.

Ach, seht mal, wen wir da haben.

Seht mal, wen wir da haben.

Oh, Henk, mein Schatz!

Äh.

Ich bin es - Willem.

Aber sag ruhig Henk zu mir.

Ich hab dich so vermisst.

Ja.

So geht das nicht weiter. Da stimmt was nicht.

Ich weiß, aber ... Deine Mutter muss sich untersuchen lassen.

Was ist denn?

Nichts.

Nichts.

Romy, weißt du, in letzter Zeit stimmt was nicht mit Oma.

Ihr geht's aber super.

Nein, Romy, lass uns kurz alleine.

Das ist nichts für dich.

Sie ist doch meine Oma.

Ja. Ja, sie ist deine Oma.

* Seufzer * Na, super.

Hier ist ein Apfel. Das sehe ich.

Ein Schlüssel.

Und ein Hammer. Ja.

Können Sie mir zeigen, auf welcher Karte der Apfel ist? Da.

Natürlich hier, wo sonst?

Ich bin doch kein Kind! Mama!

(Arzt) Ich denke, es wäre sinnvoll, weitere Untersuchungen zu machen.

Was denkst du, was ich habe?

Ich hoffe, ich bin nicht dement.

Dement?

Ja, wie Marie, die oft im Salon ist und Zigaretten will.

Was für ein Leidensweg.

Wenn es das ist: Spritze rein und das war's.

Was meinst du?

Nichts, vergiss es.

Was ist los?

Oma muss wohl ins Krankenhaus. Sie wird untersucht.

♪ Ruhige Klaviermusik ♪

Und?

Was sagt der Arzt?

Die können nichts dagegen tun, oder?

Es gibt keine Medizin dagegen.

Was ist es denn?

Was hast du Oma?

Was war das? Alzheimer.

Nein.

Doch. Du hast Alzheimer.

Du bist dement, Mama.

Für immer? Mhm.

Warum?

Weil es so nicht mehr geht.

Was geht nicht mehr?

Na, das hier.

Der Salon, alles.

Ich finde schon.

Mit Romys Hilfe klappt das gut.

Mama? Ich hab den Schlüssel.

Ich kann doch immer aufmachen.

Nein, Romy.

Nur, weil ich angeblich krank bin? Mama!

Du bist wirklich krank.

Ich kann Oma doch helfen.

Hör zu, du kannst hier wohnen bleiben und Romy kann herkommen,

aber der Salon wird geschlossen.

En, to, tre.

Hej, da bist du ja. Ja.

Du Süße.

Hast du geöffnet?

Natürlich. Wieso sollte ich nicht geöffnet haben?

Weil Mama sagt, dass du schließen musst.

Das ist aber Unsinn.

Fire, fem, seks.

Sex? Ja, seks.

Syve, otte, ni, ti.

Warum so viele Flaschen Shampoo? Hab ich bestellt.

So viele? Ja, so viele.

Hallo.

Haben Sie geöffnet? Natürlich haben wir geöffnet.

Hallo Frau Rassmussen.

Ineke Op't Veld von der Tagespflege.

Tagespflege?

Was wollen Sie? Ich habe niemanden bestellt.

Wir haben vereinbart, dass ich komme. Sie können gehen.

Meine Enkelin hilft mir.

Ist das so? Ja, so ist das.

Wiedersehen.

Nein. Mama, du musst diese Frau reinlassen.

Doch, wirklich. Wir haben sie bestellt.

Sie kann dir im Haushalt helfen oder so.

Nein. Der Salon bleibt geschlossen und du musst die Frau reinlassen.

Gute Nacht, Mama.

Oma muss lernen, Hilfe von anderen anzunehmen.

Von mir.

Auch von dir, ja.

Oma, ich bin da!

Gut, fang mit den Spitzen an.

So? Ja.

Schön, oder?

Gut so.

Ja.

Soll ich uns einen Tee machen? Gern.

So.

Sehr gut.

Du hast schon ganz schön viele drin. Ja.

Was wollte ich noch mal machen? Tee kochen.

Ach, ja.

Hej, wo ist denn der Tee?

* Piepen *

* Piepen *

* Piepen *

* Sirene *

♪ Getragene Klaviermusik ♪

♪ Getragene Klaviermusik ♪

(Oma konnte nicht mehr alleine wohnen.

Sie war zu verwirrt.

Ich wollte, dass sie bei uns wohnt.

Sie hätte mein Zimmer haben können, aber Mama sagte, das geht nicht.)

Schön, nicht Mama? Ja, schön.

Komm.

Jetzt wohnst du hier, Mama.

Hej, das hab ich auch.

Das ist dein Bild. Da will ich wohnen.

In Sundby.

Das geht aber nicht, Mama.

Wie findest du es?

Moment, schlafen wir etwa alle in diesem Bettchen?

Mama, das ist nicht für uns. Das ist dein neues Zuhause. Nein.

Das mache ich nicht, nein.

Kommt, wir gehen. Wo ist meine Jacke? * Klopfen *

Hallo.

Angenehm. Mein Name ist George.

Hallo. Hallo.

Schöne Haare.

Äh.

Meine Mutter war Friseurin. Ich bin Friseurin.

Ich bin Friseurin.

Die sind wirklich schön. Sehr schön.

Gut, Mama. Wir gehen jetzt.

Komm, Romy. Sag Oma auf Wiedersehen.

Wiedersehen.

Äh, nein, gnädige Frau. Sie bleiben bei uns.

♪ Getragene Klaviermusik ♪

♪ Getragene Klaviermusik ♪

Warum darf Jens da nicht wohnen?

Was weiß ich. Regeln.

Aber Oma ist doch nicht so durcheinander wie die anderen da.

Es geht nicht anders. Ich kann nicht auf sie aufpassen.

Aber ich. Nein, du auch nicht.

Du gehst in die Schule.

Was ist denn wichtiger? Oma oder die Schule?

Oma?

Jens?

Jens.

Jens!

Jens?

Hallo Oma.

Margot. Äh, Romy!

Was machst du?

Ich geh nach Hause.

Aber das ist doch oben.

* Schreie * Sofort raus! Raus!

Die ist ja unfreundlich.

Meine Güte.

Siehst du.

Hier wohnst du.

Nein, hier wohne ich nicht.

Guck!

Mama.

Margot.

Ja, ja. Wohnt sie hier?

* Klopfen *

Hallo.

Damit Oma sich wie zu Hause fühlt.

Sehr gut.

Wer sind Sie?

Ich bin George. Ich kümmere mich um sie.

Sie sind ein schöner Mann, George.

Ich finde Sie auch sehr schön. Vielen Dank.

Ich wollte Sie zum Essen holen.

Kriegt man hier auch Essen? Natürlich, jeden Tag.

Nein.

Nein, das ist nicht wahr. Das ist einfach nicht wahr, oder?

Tja, Stine kommt leider nicht zurück.

Das geht nicht. Ich kann nicht zwei Wohnungen bezahlen.

Ich bin froh, ihre zu verkaufen. Wir könnten zusammen da wohnen.

Nein, Romy. Doch!

Wenn wir das wollten, könnten wir, aber dir ist alles zu lästig.

Es ist deine Schuld, dass sie sich unwohl fühlt. Nimm das zurück!

* Türknallen *

Jens darf da nicht wohnen.

Das ist doof. Deshalb geht's ihr schlechter.

Das ist ja das Schlimme an der Krankheit.

Weißt du, Romy ... Papa, könnten wir nach Dänemark mit Oma?

Ähm, ja.

Vielleicht, wenn ich mal frei hab.

Weißt du, wenn Papa mal so wird wie Oma Stine,

musst du einen schönen Platz für mich finden, nur nicht bei dir zu Hause.

Ja? Das wär nicht gut.

Hallo. Hallo.

Hallo Romy. Ich bin Sandra.

Möchtest du was essen? Nein, danke.

Ich dachte, ihr solltet euch mal kennenlernen.

Wir haben gerade über Oma Stine gesprochen.

Nicht, Romy?

Ich will nach Hause.

Oma?

Oma!

Hej, du.

Hej.

Jeg elsker dig.

Was machst du da?

Denmark.

Sådan en smuk strand.

Sådan en smuk strand.

Bist du traurig?

Nein.

Nein, Schätzchen.

Warum sollte ich traurig sein? Es gibt keinen Grund dafür.

Wirklich nicht.

Überhaupt keinen.

Virkelig ingenting.

Ingenting.

Ingenting.

♪ Leises Summen ♪

♪ Sie singen auf dänisch ♪

(Ich wusste, wo Oma sein wollte.

An dem Ort auf dem Gemälde.

Das hat sie selbst gesagt.)

Romy?

Romy, ich muss los. Nimm dein Schulbrot mit.

Wollen wir nach der Schule was unternehmen, Romy?

Ich muss jetzt los. Bis später. Bis dann.

* Miauen * Tut mir leid, Jens. Du darfst nicht mit.

Hallo.

Guten Tag, Romy.

Musst du nicht zur Schule?

Studientag. Ah.

Deine Oma wird sich bestimmt freuen.

Komm, wir gehen.

Wohin?

Wo geht es hin?

Wir wollen kurz raus.

In den Garten. Okay.

Zum Mittag seid ihr wieder hier, ja?

Ja. Viel Spaß.

(Höhnisch) Viel Spaß.

Schleimer.

♪ Ruhige Musik ♪

Vielleicht mit diesem?

Nein, da sitzt niemand drin.

Äh, ich hab eine Frage.

'ne Frage?

Ich äh würd gern nach Dänemark.

Dänemark?

Ich fahre nur nach Hamburg.

Äh, Hamburg ist okay.

Warten Sie.

Ja, er kann uns mitnehmen.

* Motor *

* Handysummen *

Hat Romy dir gesagt, wann sie den Arzttermin hat?

Nein.

* Hupen *

♪ Ruhiger Folk ♪

♪ Judy Blank:"Don't Think Twice" ♪

♪ Ruhiger Folk ♪

♪ Judy Blank:"Don't Think Twice" ♪

Hamburg.

Ja.

♪ Judy Blank:"Don't Think Twice" ♪

♪ Ruhiger Folk ♪

♪ Ruhiger Folk ♪

Oma!

Sie ist nicht bei dir?

Beruhige dich! Ganz ruhig. Ich komme sofort.

Romy ist weg.

(Mailbox) * Sie haben drei Nachrichten: *

(Mutter) * Romy, wo bist du? Ruf mich zurück. *

* Romy, hier ist Papa. Wir machen uns große Sorgen. *

* Romy, hier ist Mama. Ruf mich an. *

* Funkgespräch im Hintergrund *

Bitte.

(Er spricht dänisch)

* Lachen *

Komm!

Komm!

(Er spricht dänisch)

Entschuldigung.

* Lachen *

Willkommen in Dänemark.

Ich bin Dänin.

Oma!

* Möwengekreische *

* Schiffshorn *

* Schiffshorn *

Guck mal, Hotdogs.

Lass uns doch einen essen.

(Sie sprechen dänisch)

(Sie spricht dänisch)

Stine?

Stine!

Inga Svenssen.

Inga Svenssen.

Inga Svenssen.

Inga Svenssen!

Oh, Inga Svenssen.

Inga Svenssen.

(Sie sprechen dänisch)

Entschuldigung.

Inga Svenssen.

(Sie spricht dänisch)

Inga Svenssen.

Inga!

♪ Fröhliche Gitarrenmusik ♪

(Ich hatte es gewusst:

Es war viel besser für Oma in Dänemark zu sein.

Es war gut, dass wir das gemacht haben.

Wirklich gut.)

♪ Ruhige Musik ♪

Kannst du noch, Oma? Ja.

Erkennst du das hier?

Strandlökken syd.

(Strandlökken 16.

Oma wusste genau, wohin wir gehen mussten.

Sie war früher so oft hier.)

Ach.

♪ Getragenes Klavier und Meeresrauschen ♪

Oma, was machst du da?

Komm! Nein, Oma.

Na, geh du.

Los. Dürfen wir das?

Ja.

Drücken.

Oma.

Komm.

♪ Getragene Klavier-Akkorde ♪

Komm.

Mormor?

Morfar?

Hello?

Hello?

Jeg er her!

Hello?

Stine er her!

Hier ist niemand.

Hvor er jeg?

Jeg vil hjem.

Oma ...

Ga vaek!

Vaek! Forsvind!

* Stine schreit und weint * Jeg vil hjem.

* Handyklingeln *

Romy?

Mama!

Romy, wo bist du?

Was soll ich machen? (Vater) Was sagt sie?

Ist Oma bei dir? Ja.

Es geht ihr nicht gut. Wo seid ihr?

In Dänemark. In Dänemark?

Dänemark? In Sundby. In Sundby sind sie.

Okay, Romy, ihr bleibt, wo ihr seid.

Ja, aber kommt ihr bitte schnell? Ja, Papa und ich holen euch.

* Stine weint. *

Ist das Oma? Ja.

Es geht ihr wirklich nicht gut.

* Stine weint. * Gibt sie mir mal bitte.

Hey, Mama. Ist alles in Ordnung?

(weint) Ja.

Beruhige dich, Mama. Wir kommen sofort zu euch.

Margot?

Mama?

Sch, sch, sch.

Sch, sch, sch.

♪ Traurige Klavier-Akkorde ♪

Leg dich mal hin.

Jetzt schlaf schön.

Wenn du wieder aufwachst, ist Mama da.

Meine Mama?

Meine Mama.

Margot.

Nein, Oma. Bleib mal liegen.

Bleib schön liegen.

Komm.

Hm?

* Meeresrauschen *

* Möwenschreie *

Oma!

Oma!

♪ Friedliche Gitarren-Musik ♪

Das war herrlich!

Herrlich, herrlich.

Einfach herrlich!

So. Ist alles okay, Schatz? Ja.

Ist dir warm genug?

Ich hab gedacht, es geht Oma hier besser.

Eine großartige Idee.

Supergute Idee, Schatz.

So schön!

Ich geh mal ein bisschen schwimmen.

Nein! Hm?

Oma, komm.

Wir gehen nicht schwimmen. Wir gehen was essen. Gut.

♪ Friedliche Gitarren-Musik ♪

(Oma wird nie wieder gesund werden.

Und keiner von uns weiß, wie es mit ihr weitergeht.

Aber wir sorgen dafür, dass Oma eine schöne Zeit hat.

Zusammen schaffen wir das. Das weiß ich jetzt.

Darüber bin ich froh.)

Copyright Untertitel: NDR 2020

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