Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
Untertitelung: BR 2018
Hauptsache, ich funktioniere als Geschäftspartnerin.
Das ist das, was dich interessiert.
Das stimmt doch überhaupt nicht.
Stopp! Verletze nicht meine Intimsphäre.
Auf drei Meter?
Sie kommen auch mit? - Ja.
Danke.
Darf ich Ihnen behilflich sein? - Nein.
Das reibt dich auf. Das ist doch auch für dich besser.
Das entscheide ich. Vielleicht warst du nie wirklich dafür.
Das hast du jetzt nicht gesagt. - Doch.
Ich hab deine negative Energie gespürt.
Du weißt ja nicht, was du sagst. - Ich weiß es genau.
Abfahrbereit wären wir jetzt. - Ja, ich komm gleich.
Ich bezweifle, ob du in dem Zustand
die Verantwortung für diese Reise übernehmen kannst. - Leck mich.
Meldet euch, wenn ihr da seid.
Wir sprechen später. Ich ruf dich an.
Gute Reise.
Das Scheißding, das verdammte!
Hey, was ist los da drinnen? Es ist total hell schon.
Ja, es liegt nicht an mir.
Na Gott sei Dank liegt's nicht an dir!
Wer hat gesagt, dass das Haus leer ist am Wochenende?
Ich ruf dich zurück. Jetzt tu weiter.
Ich hab nicht so gern Zuschauer bei der Arbeit.
Beruhig dich. Wir sollten nicht so viel reden vor denen.
Aber es liegt nicht an mir, okay?
Ja, es ist meine Schuld! Woher soll ich wissen,
dass die Putzfrau mit ihrem Typen eine Sexparty feiert?
Guten Morgen. Ich hoffe, die Stimmung ist gut.
Gleich geht's los. Ein bissel Geduld. Alles fit?
Das sind jetzt schon 300.000. - Ich sag ja, er ist gut im Geschäft.
* Schuss * Richy!
Bist du deppert?
Der hat auf mich geschossen, der Arsch!
Das wollte ich nicht. - Der ist wirklich hingeflogen.
Die ist einfach losgegangen. - Wie deppert kann man sein!
Komm, steig ein. Wir fahren. - Hey, was ...
Und du bist draußen. - Was? Was ist mit meinem Anteil?
Das ist mein Schmerzensgeld. Damit muss ich den Arzt zahlen. Privat.
Das zahlt nämlich keine Krankenkasse.
Das ... Das war nicht absichtlich, okay?
Hey! - Da, dein Anteil.
Hey!
Ihr Arschgesichter!
Ah, das brennt wie Sau! - Zeig mal.
Pass auf! Das hat aber nicht gut geklungen.
* Sie seufzt. *
Ist wieder totenstill da herinnen.
Ich hab dich gebeten, die Sprüche zu lassen.
Ich hab schon mitgekriegt, dass der Haussegen wieder schief hängt.
Guten Morgen ...
Guten Morgen, mein Name ist Irma Anders.
Ich freue mich, dass wir uns auf diese Reise begeben.
Wir lassen erst mal die Stadt hinter uns.
Ich melde mich wieder, wenn wir die Ampeln, Kreuzungen
und rechtwinkligen Kurven hinter uns gebracht haben. Vielen Dank.
Rechtwinklige Kurven. Das fällt nur einer Frau ein.
Aber ich verstehe, was du meinst. Ich versteh dich überhaupt gut.
Wo Autoschlüssel? Was?
* Man versteht sie kaum. *
Hose, Schlafzimmer.
* Sie flucht. *
Ah, fuck!
Servus, Langer. Du, der Arzt in Tirol,
der den Wiggerl wieder zusammengeflickt hat,
kannst du mir die Nummer schicken?
Nein, nix Schlimmes. Nur was eingefangen.
In Deutschland gibt's so viele Schwermetalle in der Luft.
Bitte. Wenn du mir die Nummer schickst, das wär lieb.
Und schnell, bitte. Das pressiert ein bissel.
Okay, gut. Super. Baba.
Möchten Sie?
Selbst gebacken. - Gitte, 11 Monate.
Die Kekse? - Die gefällt mir.
Das ist Magda, 14 Monate.
Sechs Monate.
Oh, die Phase der sinnleeren Depression.
Christa, ein Jahr. - Möchten Sie einen Keks?
Danke. - Immer noch Metralin?
Malexetin. - Oh, das ist aber heftig.
Schlaflosigkeit? Phase 2: kein Licht am Ende des Tunnels.
Und Sie?
Helmut. - Möchten Sie einen Keks?
Oh, danke. Sieben Jahre.
Sieben Jahre? - Ja.
Welche Phase ist das? Hoffnungslos verloren?
Na ja, auf die Dauer bezogen eher offene Perspektiven.
Da sollten Sie längst drin sein. - Danke, ich werd's versuchen.
Für uns ist es die zweite Reise.
Auf der ersten haben wir uns kennengelernt.
Da war ich erst im fünften Monat. - Ich im achten.
Bei mir sind's auch acht Monate.
Also für mich sind's acht Monate, seit ...
... mein Mann tödlich verunglückte. - So eine junge Witwe.
Das tut mir leid für Sie. - Danke.
Weinen Sie ruhig. Ich hab letztes Mal den halben Bus überschwemmt.
Harry, auch sechs Monate.
Aber es geht mir jetzt schon besser. - Schön.
Dann schauen Sie wieder in Fahrtrichtung, damit es so bleibt.
Wahnsinn. Das darfst du daheim niemandem erzählen.
Die lachen sich tot. - Was wird der Charly jetzt machen?
Was soll er schon machen? Die Polizei anrufen?
Der Koffer soll froh sein, dass du ihm nicht auch eine verpasst hast.
* Piepsen *
Jetzt leuchtet das Öl-Lamperl. Was ist da?
Was schaust du mich an? Schau vorne rein.
Ich weiß. Was können die Blumen dafür?
Aber ich durfte beim Begräbnis nur am Rand stehen.
Es war schwer genug, dich lebend teilen zu müssen.
Aber nicht mal als Toter gehörst du mir allein.
So, herzlich willkommen. Jetzt würd ich gern ein paar Worte sagen.
Sie alle haben einen schweren Verlust erlitten.
Sie alle fühlen sich in Ihrer gewohnten Umgebung unverstanden.
Deshalb sind Sie hier.
Hier sind Sie unter Ihresgleichen, unter trauernden Menschen.
Wir werden drei Tage durchs Gebirge wandern.
Sie sind nicht allein. Ich bin Trauertherapeutin
und für jedes Gespräch offen.
Keiner erwartet, dass Sie einige Monate,
nachdem Sie einen geliebten Menschen verloren haben, funktionieren.
Trauer braucht Zeit. Trauernde brauchen aber auch eine Perspektive.
Trauer sollte irgendwann enden. Dabei will ich Ihnen helfen.
Ich wünsche uns zwischendrin aber auch Spaß.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Gute Fahrt.
Entschuldigung. Wir müssten mal.
Ja. Äh, Rolf. - Kein Problem.
Da vorne kommt bald eine Tankstelle. - Okay, wunderbar. Danke.
Im Alter sind sie wie kleine Kinder. Dauernd brauchen sie ein Klo.
Kann der seine Tür nicht zumachen! * Rolf hupt. *
Die Ölwanne hat was abgekriegt vom depperten Grenzstein.
Wir verlieren Öl. - Das wird mein Tag.
Dem Auto rinnt das Öl aus, mir das Blut.
Was machst du jetzt? Du rufst aber nicht den Pannendienst an.
Wir brauchen ein anderes Auto.
Da ist gleich eine Tankstelle da vorne.
Ist das das Handy, was der Charly ausgeteilt hat? - Ja.
Was ... - Geborgte Sachen muss man zurückgeben.
Gestohlene darf man sich behalten.
Ich hab das Gefühl, dass die mich verfolgen.
Das ist normal. Wenn man schwanger ist, sieht man überall Schwangere.
Wenn man einen Gips hat, sieht man überall Gipsverbände.
Wahrscheinlich haben Sie recht. - Im Winter wird's besser.
Das war er.
Ja, cooler Typ.
Mein Johnny.
Oh! Ich brauch einen Kaffee.
Wollen Sie auch einen? - Gerne.
Ein idealer Platz zum Verrecken. - Richy, sag so was nicht.
Ich hol neues Verbandszeug. Okay? Ich komm gleich wieder.
Fuck!
Ist irgendwas?
Äh, verzeihen Sie. Aber es ...
Entschuldigung, ich war in Gedanken. - Kein Problem.
Jetzt holen wir uns die beste Erfindung des 21.Jh.
Coffee to go. - Das machen wir.
Am Zentralfriedhof ist mehr los als hier.
Wir nehmen den Bus? - Den Bus?
Na siehst du einen Zug? Den da.
Na los, nimm die Tasche.
Na komm, zieh an.
Sie sind hier falsch. - Steig ein, Schatzi, wir fahren.
Ich bin nicht Ihr Schatzi. - Bist du die Chefin hier?
Ja. - Dann sag ich dir was, Schatzi.
Steig ein, dann passiert nix. - Da sind alte Leute dabei.
Es gibt nix zum Verhandeln. Steig ein!
Hey, hey. - Bleib sitzen, fahr los.
Da fehlen noch ... - Fahr endlich!
Was machen Sie? Da fehlen noch ... - Ja, passt schon!
Fahr! - Ja.
Hey, halt! - Halt!
Halt! - Halt, stehen bleiben!
Das ist mir zuletzt in der Schule passiert.
Ja, jetzt haben wir einen Kaffee to stay.
Küss die Hand, die Damen, habe die Ehre, die Herren.
Wir fahren nur ein Stück mit, werden aber bald wieder aussteigen.
Wenn Sie alle brav sind, können Sie heute noch
wohlbehalten Ihre Lieben in den Arm schließen.
Blöd wäre nur, wenn die Polizei sich einmischt.
Weil die Herren vom Trachtenverein
schießen schnell mal, ehe sie verhandeln und denken.
Wenn jetzt alles klar ist, wünsche ich uns allen zusammen
eine gute Fahrt.
Was soll denn das? - Was meint der?
Ich glaube, es wäre für uns alle das Sicherste, wenn wir kooperieren.
Und keiner telefoniert! Ja?
Mein Kollege wird jetzt die Handys einsammeln.
Sie bekommen sie nach der Reise zurück.
Wo ist dein Handy? Dein Handy.
Wohin soll ich fahren? - Heim.
Nach Österreich.
Die kommen nicht mehr zurück.
Hat jemand die Nummer vom Reisebüro? - Ja, warte.
Viersterne-Hotel mit ... * Telefon *
... Wellness- und Spa-Bereich, bei dem Sie bei uns
diese Zusatzleistungen ...
Anders von Anders-Reisen. Wo genau sind Sie?
Auf einer Tankstelle außerhalb von München.
Tölzer Straße. - Tölzer Straße. Welche Nummer?
134. - Tölzer Straße 134.
Machen Sie sich keine Sorgen. Ich klär das und ruf Sie zurück.
Bitte, das ist ein ganz wichtiges Handy.
Das ist persönlich, unersetzbar.
Ich telefonier auch nicht damit. Bitte, ich versprech's.
Danke.
* Handyklingeln *
Das ist meins. Das ist sicher das Reisebüro.
Die wollen wissen, was los ist. - Was soll sein?
Na ja, wir haben Leute stehen lassen.
Die haben sicher angerufen. - Scheiße, fuck!
Warum sagt mir das keiner? - Hab ich doch.
Hältst du einmal deinen Schnabel und lässt mich nachdenken!
Schau, ob's hier irgendwo eine Nebenstrecke gibt.
Da, in sieben Kilometern rechts abbiegen.
In Achenkirchen über die Grenze.
* Mailbox *
Irma, spürst du dich noch?
"Irma, spürst du dich noch? Du hast die Hälfte der Gruppe vergessen?
Habt ihr nicht durchgezählt? Und der Rolf hat auch Tomaten auf den Augen.
Oder gafft der nur dich an? Oder ist das eine Trotzreaktion?
Ich kann nichts dafür, wenn es nicht so läuft, wie du es dir vorstellst.
Aber bitte geh ans Telefon."
Ist das dein Freund? - Das ist ihr Mann.
Auch nicht der Sensibelste, oder?
Der weiß nicht zu schätzen, was er an ihr hat.
Eine begehrte Frau, die Irma. Wird er die Polizei anrufen?
Solang er denkt, es ist meine Schuld, nicht.
Ich denk, auf solche Sprach- Nachrichten können wir verzichten.
Hau sie raus.
Ja, Peter Anders noch mal, von Anders-Reisen.
Wir holen Sie und bringen Sie hinterher.
Aber unser ganzes Gepäck ist im Bus. Wie kann so was passieren?
Seit wann ist der Bus weg? - Seit 15 bis 20 Minuten vielleicht.
Wir waren nur kurz auf dem Klo. - Ich komm persönlich vorbei.
Und Sie bestellen sich was zu essen und zu trinken, auf Firmenkosten.
Okay. Danke.
Ja, tschüss.
Wir dürfen uns zu essen nehmen.
Der Chef kommt gleich höchstpersönlich vorbei, zahlt alles,
wird dem Bus hinterherfahren, ihn aufhalten.
Wir werden mit einem anderen Bus nachgebracht
und steigen dann in unseren Bus um.
Warum hast du nicht gesagt, was Herbert gesehen hat? - Was?
Dass die Reiseleiterin mit fremden Männern gesprochen hat.
Weil ich nicht weiß, was das bedeutet.
Jetzt essen wir erst mal was. Der ist in 15 Minuten da.
* Martinshorn *
Scheiße.
Die Polizei! - Was? Fuck!
Aber die sind wegen was anderem da. Da vorn ist was passiert.
Alle ganz ruhig sitzen bleiben. Bleibt ruhig sitzen.
Macht keine Sperenzchen.
Hey, hey. Was machst du da?
Warum machst du das?
Weil ich nicht gerne Geisel bin.
Hey, schau mal.
Ich bin nicht so gut in Fremdwörtern.
Aber kooperieren heißt was anderes.
Geh, gib ein bissel Gas. - Ich fahr so schnell es geht.
Der ist von 1978. Schneller geht der nicht.
Entschuldigung. Der Bus ist Teil des Sinns dieser Reise.
Wir haben uns mit Absicht mit einem alten Bus auf den Weg gemacht.
Der Weg ist das Ziel.
Den Spruch hab ich noch nie verstanden.
Ganz einfach. Der Weg ist das Leben, am Ende steht der Tod.
Also ist der Weg, also das Leben, wichtiger als das Ziel.
Aber wenn du auf dem Weg zur Toilette bist,
dann stimmt der Spruch schon nimmer.
Bist du so eine Psychotante? - Ich bin Therapeutin.
Na, das seh ich gleich. So eine hab ich im Gefängnis gehabt.
Das sind die gefährlichsten Weiber.
Und die schärfsten.
Ich kann jeden unserer Busse orten. Da ist er schon.
Der fährt nicht so schnell. - Können Sie keinen erreichen?
Das Handy der Reiseleiterin dürfte im Flugmodus sein.
Und der Busfahrer darf nicht telefonieren.
Aber mein Lebensmotto: Don't panic. Das macht's auch nicht besser.
Der Bus steht schon draußen.
Ich zahl das alles, dann steig ich aufs Gas.
Dann schnapp ich mir den Ausreißer. - Okay, vielen Dank.
Ah!
Burli, komm schnell mal her, bitte.
Komm, mach schnell.
Das tut so wahnsinnig weh. - Zeig mal.
Ist zufällig irgendwer ein Arzt?
Oder eine Krankenschwester? Irgendwas?
Mein Mann war Arzt. Ich hab assistiert. - Dann komm.
Da, auf der Seite ist die Verletzung.
Ist eine Schusswunde. - Wir müssen die Jacke ausziehen.
Ich kann nur mit einem Druckverband die Blutung stoppen.
Aber wenn die Leber verletzt ist, hilft das wenig.
Meine Leber ist hart im Nehmen vom Alk.
Sie müssten in ein Krankenhaus und operiert werden.
Vielleicht ist das echt besser. - Danke für den Tipp.
Sprich in ein Sackerl und stell mir's vor die Tür.
Ah! - Das kann jetzt schon wehtun.
Liebe Irma, ich habe nur eine Erklärung für dein Verhalten.
Nämlich, dass du im Bus eingeschlafen bist.
Kein Wunder, wenn man die halbe Nacht Dinge diskutiert,
für die es keine Erklärung gibt, und die andere Hälfte heult.
Wir haben es zweimal versucht, es hat zweimal nicht geklappt.
Vielleicht adoptieren wir einfach ein Kind.
Egal, der liebe Peter wird das Chaos hinter dir schon in Ordnung bringen.
Obwohl er genug Arbeit in der Firma hätte.
Ich weiß nicht, ob es dich interessiert,
aber ich fahre euch hinterher, weil wir uns überlegen müssen,
wie wir die Sache unseren Kunden erklären.
Ich hab was Starkes gegen Schmerzen. - Deoxiparin. Wie wirken die?
Die wirken immer. - Gib her, ich nehm alles.
Hauptsache, es tut weniger weh. Maximal zwei. Hier.
Was hat er? - Schusswunde.
Und wo wollen die hin? - Soweit ich weiß, nach Österreich.
Sie waren Sprechstundenhilfe. - Auch.
Ich war Assistentin in der Praxis meines Mannes.
Dann hab ich aufgehört. Ich wollte nicht für seinen Nachfolger arbeiten.
Das kann ich gut verstehen.
Mit Feuchttüchern geht's besser weg. - Danke, sehr aufmerksam.
Ich hab Sie gerade sehr bewundert, Christa. Darf ich Christa sagen?
Harry.
Helmut.
Sie waren so unerschrocken.
Ich hab nur versucht, die Blutung zu stoppen.
Wie schlimm ist es? - Ich weiß es nicht.
Aber es kann sein, dass er innerlich blutet.
Die Einschussstelle ist in der Nähe der Leber.
Du musst wach bleiben. Hey!
Hoffentlich hat mir die Alte kein Schlafpulver angedreht.
Auf die musst du aufpassen. Es gibt so viele schlechte Menschen.
Hey, du, mach das Radio an.
Vielleicht bleibst du dann eher wach.
* Musik: The Police - "Every Breath You Take" *
Hey, was machst du da? - Nix.
So, da vorne rechts. - Dann müssen wir über die Berge.
Jetzt kommen wir schon auf die kleineren Straßen.
Keine Ahnung, ob der Bus das schafft. - Wie weit ist es zur Grenze?
Circa 50 Kilometer. Komm, das geht schon.
Wir können mit der ganzen Partie eh nicht bis zur Ordination fahren.
Ruf den Doktor an und sag, er soll an der Grenze auf uns warten.
Scheiße! Was soll das denn jetzt? Verfahren die sich jetzt auch noch?
* Handy *
Servus. - Servus, Peter hier.
Die haben die Route verlassen.
Besser, du bringst die anderen ins Hotel.
Wir bringen das Gepäck hinterher. - Alles klar, machen wir.
Unsere erste Trauerreise ging auf die Zugspitze.
Eines Morgens sind wir aufgewacht, da waren die Wolken so tief ...
* Musik: The Police - "Every Breath You Take" *
Das ist nur das Lied.
Das war unseres, von meinem Mann und mir.
Was ist? - Ich fahr noch tanken.
Hast du Hunger? - Nach dir.
Ich geh einstweilen duschen. - Bis gleich.
Er hat gesagt: "Bis gleich." Verstehen Sie?
Bis gleich.
Und er ist einfach nicht mehr zurückgekommen.
Ich hab mich ins Bett gelegt ...
... und hab da auf ihn gewartet.
Und da lieg ich jetzt immer noch.
Als ich heute zum Bus gekommen bin, wollte ich erst gar nicht einsteigen.
Johnny wär nie im Leben in so einen Bus eingestiegen.
Das versteh ich gut. Mein Mann war genauso.
Aber jetzt klammer ich mich einfach an jeden Strohhalm, den ich kriege.
Ja.
Danke, dass Sie mir zugehört haben. Tut mir leid.
* Freiton *
* Handy klingelt. *
So, liebe Irma.
Ich erreiche dich auf beiden Handys nicht.
Und ich warte auf einen Anruf von dir.
Aber er kommt nicht, er kommt nicht, er kommt nicht.
Im Gegenteil. Es wird alles absurder.
Warum seid ihr von der kürzesten Route ins Hotel abgebogen?
Ich kenn mich nicht mehr aus. Aber ich hab euch bald eingeholt.
Und dann bin ich gespannt
auf deine umfangreiche und ausführliche Erklärung.
Alles Liebe, dein Peter.
Dein Dödel vom Dienst.
Dein Eimer, in den alle reinscheißen. Dein Klobesen.
Du hirnverbrannte, dämliche,
dusslige, dusslige, dusslige Kuh.
Da vorne muss ich anhalten. - Nein, bitte fahr weiter.
Der Motor wird heiß. Es geht zu viel bergauf.
Was ist? - Das Kühlwasser kocht. Schau.
Wenn wir so weiterfahren, riskieren wir einen Kolbenfresser.
Das ist eine alte Oma. Die ist undicht, also der Kühler.
Das Kühlwasser wird zu heiß. Wir verlieren zu viel Wasser.
Hast du immer nur so traurige Geschichten auf Lager?
Das heißt, wir brauchen Wasser. - Ja, da vorne ist eine Tankstelle.
Du schaust überhaupt nicht gut aus.
Sollten wir uns nicht nach einer anderen Fahrgelegenheit umschauen?
Wo? Auf Ebay, oder was?
Außerdem dürfen wir unseren wichtigsten Trumpf nicht verlieren.
Im Moment weiß keiner, wo wir sind.
Und wenn wir die jetzt irgendwo rauslassen?
Die watscheln wie die Enten auf die nächste Polizeistation.
Ich bin nicht fit genug für ein Rennen mit der Polizei.
Kann ich gleich was nachfüllen? - Nein, an einem ruhigeren Platz.
Ich muss auf die Toilette. - Das geht jetzt nicht.
Wie meinen Sie das? Ich muss auf die Toilette.
Ihr bleibt jetzt sitzen. - Setz dich hin.
Tun Sie, was er sagt. - Ich komm doch wieder.
Du sollst dich hinsetzen. Wir sagen, wann ihr auf die Toilette dürft.
Setz dich hin. Ich meine es ernst. - Ich meine es auch ernst.
Ich werde mich ganz sicher nicht in eine Wiese hocken.
Da draußen ist eine Toilette. Mit Waschbecken.
Die werde ich benutzen. Dann komm ich zurück.
Du glaubst auch, du bist die Königin von England.
Ich glaube nicht, dass Sie auf mich schießen werden
und ihr Leben noch mehr ruinieren, das werden Sie nicht tun.
Gut, ich mache Ihnen einen Vorschlag.
Sie lassen mich hier vorne nicht raus, okay.
Ich steige hinten aus.
So verlieren wir beide nicht das Gesicht.
Was? Hey.
Hey, stehen bleiben! Stehen bleiben!
Lassen Sie sie auf die Toilette. - Was hast du jetzt?
Ich hab nichts zu verlieren. - Sag mal ...
Spinnt ihr jetzt alle? - Machen Sie bitte die Tür auf.
Mach die Tür auf. Und du geh ihr nach.
Was ist mit denen bitte?
Ihr glaubt auch, das ist ein Spielzeugrevolver.
Aber die ist echt. Und ich hab auch nimmer viel zu verlieren.
Also setzt euch hin.
Null Respekt, die Geiseln heutzutage.
Das wünscht sich meine Frau von mir: Mut.
Sie meint, dass ich nur so tue,
als ob ich noch nicht wieder auf zwei Beinen stehen könnte.
Sie hat ja recht. Vielleicht schaff ich es eines Tages.
Vielleicht schaffen Sie es auch.
Bis dahin müssen Sie schon am Leben bleiben.
Sie aber auch.
Jetzt komm, steig ein.
Mir ist so schlecht. - Hier wird jemandem schlecht.
Halten Sie an. - Nein.
Niemand hält an, wenn wir es nicht sagen. Fahr weiter.
Da kommt frische Luft raus. Besser? Ja?
Ja.
Was ist? Die Kurven? - Ja.
Wenn wir weg sind, seid ihr raus aus dem Gebirge.
Aber besser geht's mir dann trotzdem nicht.
Nicht? Warum? - Mein Mann ist tot.
Scheiße. - Ja.
Krebs? - Motorrad.
Oh. - Deshalb bin ich ja hier.
Das ist eine Trauerreise. - Trauerreise?
Kommt ihr alle von einem Begräbnis? - Ja, irgendwie schon.
Also jeder von einem anderen.
Okay.
Tut mir leid wegen Ihrem Mann. - Danke.
Das ist eine Trauerreise. - Was?
Eine Trauerreise.
Was soll denn das bitte sein?
Bei jedem hier ist in letzter Zeit jemand verstorben.
Die sind alle da zum Trauern. - Das haben wir gebraucht.
Deswegen sind die alle so "ich scheiß mir nix".
Das ist für Menschen, die jemanden verloren haben
und sich schwertun, ins Leben zurückzufinden.
Es gibt verschiedene Trauerphasen, zum Beispiel Phase 2:
Kein Licht am Ende des Tunnels.
Wenn ich den Löffel abgeb, kannst du mitreisen mit den Trauer-Zombies.
Red nicht so, sag das nicht.
Das wird schon wieder. Der Schurl flickt dich zusammen.
Ich mach mir nur Sorgen um die Zeit. Es geht alles so langsam.
Du wirst auch immer blasser. Wie ein Zombie.
Aber hast du schon mal einen Zombie lachen gesehen?
Na siehst du. - Da vorne könnte ich anhalten.
Ja, bleiben wir kurz stehen.
(Radio) "Der bayerische Künstler Herbert Schnitzer
hat heute eine Überraschung erlebt.
Unbekannte haben in seinem Landhaus den Tresor aufgebrochen."
Burli, komm schnell.
"... waren ohne das Wissen des Hausherrn in seinem Landhaus.
Die Haushaltshilfe beschreibt die Täter als schlank.
Beide waren maskiert und bewaffnet
und sprachen kein eindeutiges Deutsch."
Das muss ich mir sagen lassen von einer Tschuschin?
"Das eine ist das Auto der Haushaltshilfe.
Das andere wurde vor dem Überfall gestohlen.
Von den beiden Tätern fehlt jede Spur.
Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise ..."
Macht weiter dahinten. - Zwei, drei Liter noch.
Was machst du da? Hm?
Was hast du in der Tasche? Was hast du jetzt gemacht?
Schatzi, was ... * Signalton *
Die hat irgendwas mit dem Handy gemacht.
Na so was, die Madam meldet sich.
"Der Bus ist entführt worden.
Die Entführer wollen über den Achenpass.
Ruf die Polizei."
Was? So eine Scheiße.
Hallo? Ja, ist da der Notruf?
Don't panic.
Oh!
Schalt das Handy aus. Wirf es auf den Rücksitz.
Wo kommen Sie denn her?
Jetzt fahr weiter. - Ja, ja, ja.
Hast du ein Taschentuch?
Wenn sie was verschickt hat, hat sie es wieder gelöscht.
Was hast du geschrieben? - Er soll sich keine Sorgen machen.
Und die Handyortung ist an.
Dann schmeiß es weg.
Warte, ich hab eine bessere Idee. Da kommt ein Traktor.
So, und schön alle winken.
Es schaut so aus, als ob der Bus immer langsamer wird.
Gib Gas.
Es ist ganz einfach. Du willst den Bus, ich will den Bus.
Also bilden wir ein Team, bis wir den Bus erwischt haben.
Dann geht jeder seiner Wege, und alles wird gut.
Und jetzt zu dir, Schatzi.
Das kann man nicht Kooperation nennen, was du gemacht hast.
Warum bist du so geschissen zu uns?
Wir wollten nur, dass ihr einen kleinen Umweg fahrt.
Ich hab auch meine Probleme.
Ich trag die Verantwortung für diese fünf Leute.
Sie haben vielleicht auf jemanden geschossen.
Das hätten sie gesagt im Radio. - Sie sind ein Verbrecher.
Verbrecher? Wir sind vielleicht kleine Gelegenheitsdiebe.
Aber du glaubst, du bist die Durchblickerin oder Richterin.
Sie haben einen unschuldigen Künstler bestohlen.
Einen unschuldigen Künstler bestohlen?
Das ist ein Kapitalistenkünstler.
Der hat sogar eine Strafe abgesessen wegen Steuerhinterziehung.
Jetzt kann ich's ja verraten: Wir sind eigentlich
eine geheime Sondereinsatztruppe vom Ministerium für Umverteilung.
Aber ehrlich: Der schüttet Farbe auf eine Leinwand
und verkauft das für so viel Geld.
An Leute, die ihr Geld geerbt haben oder mit linken Sachen machen.
Weil mit ehrlicher Arbeit kannst du heutzutage nimmer reich werden.
Sie haben ein vereinfachtes Weltbild.
Und ich hab kein Interesse, mit Ihnen über Kunst zu diskutieren.
Ich bin vielleicht wirklich so deppert,
wie die Psychotussi glaubt, aber er nicht.
Der hat nämlich sogar mal studiert. Auf der Universität.
Wie hat das geheißen? - Willst du meine Versicherungsnummer auch noch?
Ist doch eh wurscht. Er hat nämlich eh nicht fertigstudiert, der Depp.
Ich würd gern über Kunst diskutieren.
Das vom Herrn Schnitzer war vielleicht mal Kunst in den 60ern.
Prima, dass wir uns in diesem Punkt einig sind.
Saß er nicht im Gefängnis für seine radikale Ästhetik?
Das müsste Ihnen gefallen. - Ja.
Damals hat er konservative Arschlöcher provoziert.
Aber heute verkauft er diesen Arschlöchern seine Bilder.
Und die kaufen sie nicht, weil sie ihnen gefallen. Das ist Prestige.
Hab ich zu viel versprochen? Der kennt sich aus, der Burli.
Der Schnitzer ist eigentlich nur ein Lebenskünstler, oder?
Das, was der macht, ist keine Kunst. - Nein.
Bluten ist auch keine Kunst, wenn man angeschossen ist.
Und du schau nicht wie ein Autobus! Fahr endlich!
Ganz unrecht haben die ja nicht.
Das ist ein hilfloser Versuch der Rechtfertigung eines Verbrechens.
Aber nicht unsympathisch.
Also ehrlich: Mir gefallen seine Bilder überhaupt nicht.
Meine Isolde konnte mit dem modernen Dekonstruktivismus
auch überhaupt nichts anfangen.
Sie hatte am liebsten diese ganz naturalistischen Blumenstillleben.
* Musik *
Soll ich die Scampi mit Tomaten machen oder mit Zitrone?
Die Tomaten müssen weg.
Du hast recht.
* Die Musik geht aus. *
Ich rede noch sehr oft mit ihr, als ob sie noch da wär.
Will ich mir aber abgewöhnen. - Warum? Wenn's hilft.
Ich will mehr mit Menschen sprechen, die noch da sind.
Vielleicht könnten wir zusammen
in die Phase "neue Perspektiven" eintreten.
Ich denke, das sollte erst mal jeder für sich allein machen.
Focaccia mit Rosmarin und Oliven.
Kommen Sie, probieren Sie.
Mh, das ist ja gut!
Selbst gemacht? - Ja.
Ich vertrag keine Tomaten. - Das ist schade.
Prost.
Wollen Sie auch einen Schluck?
Geht's dir immer so schlecht, wenn du einen Motorradfahrer siehst?
Zwei Jahre hat er gespart, damit er sich genau den Tod leisten konnte.
Na ja, aber so darfst du es auch nicht sehen ...
Ja, ich weiß.
Sie sagen die ganze Zeit Du zu mir.
Muss man da nicht davor was trinken? - Bruderschaft trinken.
Ja.
Und danach darf ich dann Du sagen? - Ja.
Oder wollen Sie nicht, dass so eine Heulsuse wie ich Sie duzt?
Also als Erstes beim Arm einhängen.
Ja, so? Und dann?
Jetzt trinken? - Ja.
Und jetzt? - So.
Tom. - Miriam.
Hallo. Dann küsst man sich.
Schon greift das Helsinki-Syndrom um sich.
Wenn die Geisel Sympathie für den Geiselnehmer hat,
heißt das nicht Stockholm-Syndrom?
(andere Aussprache) Stockholm-Syndrom.
Nach einer Geiselnahme in einer Bank dort.
Ist ja eigentlich egal.
Schade ist nur, dass die Geiselnehmer nie Frauen sind.
* Knall *
Scheiße, halt mal. - Was war das?
Hey, da ist überall Rauch!
Ich glaub, jetzt hat's den Schlauch endgültig zerrissen.
Was? - Ich halt da an.
Da hat's den Schlauch zerrissen. Da verlieren wir Wasser.
Kannst du das irgendwie richten? - Ja, ich hab einen Reserveschlauch.
Aber der Motor muss erst abkühlen. Das dauert eine halbe Stunde.
Scheißdreck! Komm.
Okay, bitte reg dich nicht auf. Das Gute ist, er kann's reparieren.
Das Schlechte ist: Das dauert eine halbe Stunde.
Ist scheiße, aber aufregen hilft nix.
Warum soll ich mich aufregen?
Warum sollte das Kühlwasser nicht ausrinnen?
Heute ist der Tag des Ausrinnens.
Alles, was kann, rinnt aus. - Dann fang ich jetzt an?
Ja, aber nicht auf der Straße. Such dir da vorne eine Deckung.
Okay, pass auf: Nur noch da vorne um die Kurve.
Was?
Das gibt's doch nicht. - Steig aus.
Da ist es. - Was gibt's?
Das gehört mir. - Steig ein, komm.
Fuck, die haben uns reingelegt.
Gib mir dein Handy.
Was? Sie schreibt Achenpass. Den Grenzübergang kenn ich gar nicht.
Das ist der Achenpass. Sehr klein. Hier. Da wollen die rüber.
Das sind eh nur mehr 20 Kilometer. Fahr los.
Entschuldigung. Hätten Sie was dagegen,
wenn wir unser Therapieprogramm absolvieren? - Nein.
Sie haben nichts dagegen? - Doch, ich hab was dagegen.
Warum sollte ich gerade dir was erlauben?
Es geht ja nicht um mich. Es geht darum, die Leute abzulenken.
Was ist das für ein Programm?
Für Menschen in Ausnahmesituationen. Das gibt Halt.
Davon könnten Sie auch profitieren.
Wenn Sie es erlauben, haben Sie ab jetzt meine volle Unterstützung.
Wir machen uns das Gefühl des Verlustes bewusst.
Diese Leere, die mit Trauer gefüllt ist.
Hier haben wir einen leeren Platz.
Da können Sie Ihren toten Lebensmenschen draufsetzen.
Sie haben sie mitgebracht.
Ich fühle, wie sie neben Ihnen im Bus Platz genommen haben.
Deshalb sitzen Sie alle allein auf einem Zweiersitz.
Haben Sie keine Angst, das zuzugeben.
Das ist ein Entgegenkommen von uns. Tote fahren immer gratis mit.
Es ist schön, Sie lächeln zu sehen.
Zefix-Halleluja!
Erzählen Sie mir nicht, dass Sie Ihre Toten nicht sehen.
Ich würde gerne, dass Sie Ihren Mann da hinsetzen
und ihm etwas sagen, was Sie ihm noch sagen wollten.
Das geht mir fast zu schnell. - Sie haben Zeit.
Wir haben alle Zeit der Welt.
Manchmal, wenn ich diesen Verlustschmerz vergesse,
dann fühl ich so eine Leichtigkeit in mir.
Und dann kann es passieren, dass so ein Gedanke aufkommt:
Ach, gleich kommt mein Mann nach Hause.
Und dann kippe ich plötzlich in ein Loch und ...
... und ich fühl mich so schwer, dass ich da lange Zeit nicht rauskomme.
Ludwig.
Ich möchte mich bei dir bedanken.
Für die schöne Zeit, die ich mit dir verbringen durfte.
Und obwohl ich durch deine Krankheit
Zeit hatte, mich an den Gedanken zu gewöhnen, dass du gehen wirst ...
... suche ich dich.
Und so dumm das klingen mag: Ich warte noch immer auf dich.
Ich wünsche mir, dass ich irgendwann wie aus einem Traum aufwache,
und du bist da.
Es macht keinen Sinn, wenn du nicht da bist.
So eine Trauerreise würd ich nicht mal als Toter aushalten.
Herr Klein, wer ist es bei Ihnen?
Ihre Frau?
Ja. - Haben Sie heute schon an Sie gedacht?
Äh, klar. Ich denke jeden Tag an meine Emily.
Meine Emily ist ganz plötzlich von mir gegangen.
Aber bevor sie gegangen ist, hat sie mich angeschaut.
Und ich habe den Blick verstanden.
Sie hat gesagt, ich soll versuchen, weiterzuleben.
"Vielleicht findest du wieder jemanden",
hat sie ein paar Mal gesagt.
Das war ein sehr kluger Rat Ihrer verstorbenen Frau.
Ja, aber es ist nicht leicht, sich wieder für jemanden zu öffnen.
Ich muss oft an die schönen Momente denken, die wir miteinander hatten.
Würdest du eigentlich lieber anders heißen?
Es gibt keine neuen Witze zu meinem Namen.
Das seh ich anders.
Kommt dir bestimmt komisch vor. - Nein, warum? Wenn's hilft.
Warum hast du nix gesagt?
Jeder kann, keiner muss.
Vielleicht red ich lieber mit dir. - Vielleicht.
Ja, vielleicht.
Vielleicht wär's einfacher,
wenn wir uns auf einem Konzert kennengelernt hätten.
Vielleicht kann man sich das weniger aussuchen, als man denkt.
Ich weiß es doch von mir selbst, Christa.
Es ist ein großes Schritt, wenn man anfängt,
sich wieder für andere zu öffnen.
Und dann kommt jemand wie Sie.
Und plötzlich könnte es ganz einfach sein.
Jetzt steigern Sie sich aber nicht gar so rein.
Hey. Krieg ich auch einen Schluck?
Wo haben Sie den her?
Von den Damen, die wir an der Raststätte stehen lassen haben.
Ah, danke.
Sie können auch was gebrauchen. - Das ist keine gute Idee.
Quatsch. Nehmen Sie auch einen Schluck.
Oder haben Sie keinen Grund? Man hat Ihre Tränen heute gesehen.
Alkohol ist ein schlechter Trauerbegleiter.
Ein Schluck geht immer. Meine Erna hat immer gesagt ...
Ich dachte, Ihre Frau hieß Emily.
Äh, ja, also ...
Nein, meine Frau hieß Erna. - Sind Sie Bigamist?
Nein, was glauben Sie?
Was ist eigentlich los mit Ihnen?
Wissen Sie: Sie alle haben wenigstens jemanden,
für den Sie trauern können.
Sie haben gar keine Frau.
Erna hat mich schon vor 25 Jahren sitzen gelassen.
Sie ist gar nicht gestorben?
Wahrscheinlich denkt er, dass Witwen leichte Beute sind.
Was, Beute? Das hab ich nie ... - Das ist das Letzte.
Wir sind hier, um zu trauern. Verstehen Sie das? Trauern.
Wir wollen nicht angebaggert werden. - Hilde.
Und Ihre Trauer über Ihre angebliche Emily:
Hinterlistig, aber gut gespielt,
Könnten Sie weniger aggressiv sein?
Aber ich bin aggressiv. Ich bin sogar scheiße-aggressiv!
Und ich kann Ihnen sagen, warum. Weil meine Trauer ist auch voll Wut.
Schlimm genug, dass mein Mann gegangen ist.
Aber auch noch zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt!
Hilde. Was ist passiert? Öffnen Sie Ihrer Wut ein Ventil.
Mein Mann Gregor, und ich sage bewusst Mann
und nicht Ex-Mann, obwohl er sich hat scheiden lassen,
um seine jüngere Sekretärin zu heiraten ...
Und ich habe ihn gewarnt: "Die ist nur hinter deinem Geld her."
Nach zwei Jahren ist er dann heimlich zu mir zurückgekehrt.
Ich habe sie sehr gerne mit meinem Mann betrogen.
Er wollte es ihr sagen, wollte sich scheiden lassen.
Er wollte zu mir zurückkehren.
Und an dem Tag ist er dann gestorben.
Versteht das jemand?
Er stirbt, und sie steht als Witwe am offenen Grab.
Und ich am Rand.
Allein, als sitzen gelassene Ex.
Die Trauer um meine Emily war nicht gespielt.
Sie war mein Hund.
Aber Hunde sind vielleicht eh die besseren Menschen.
Das hätte er vorher sagen können. - So geht's zu bei den Trauerreisen.
Bist du immer mit Psychopathen unterwegs?
Normale Reisende steigen nicht in den alten Bus. Der Schlauch ist dicht.
So, alle einsteigen, wir fahren weiter.
Ist was? - Na ja, ich hätte eine Bitte.
Das wär wichtig für mich und meine Beziehung.
Kann ich meine Frau anrufen? - Aber wir haben ihr Smartphone.
Ja, egal. Ich hab mich so scheiße benommen.
Dann wär wenigstens eine gute Nachricht auf der Mailbox.
Was geht mich euer privater Scheiß an?
Aber bitte, von mir aus. - Danke.
* Mailbox *
Hey, Blondie, hi.
Ja, Mensch, was für ein Tag! Ich bin schon völlig fertig.
Ich fahr euch noch hinterher. Ich denk immer an die letzten Tage.
Ich denke, wir finden eine gute Lösung.
Wenn du stark genug bist, versuchen wir es noch mal.
Ich unterstütze dich in allem.
Ich war auch überfordert die letzten Tage.
Es tut mir leid. Ich freu mich, wenn wir uns gleich sehen.
Also, tschau, Bussi. Mach's gut.
Bis später, tschüss.
Eure Beziehung ist auch im Eimer, oder?
Jetzt sind wir gleich an der Grenze.
Denk einfach ans Geld. Wir haben das Geld, verstehst du?
Ich schau mir das mal an.
Scheiße! Das schaut wirklich nicht gut aus.
Soll ich einen neuen Verband machen? - Nein, wir sind eh bald da.
Hast du den Doktor verständigt? - Ja, sicher.
Der ist auf dem Weg zur Grenze und kann dich gleich versorgen.
Na, ein Schnäpschen? - Schau mal hinter.
Die lösen ihre Probleme auch ohne dich.
Was ist mit denen? Die saufen jetzt wieder weiter?
Alkohol löst gar nix außer Fettflecken.
Bitte schau nach, was dahinten los ist. - Ja.
Auch einen Schluck? - Nein, danke.
Ich nehm noch einen. - Alle behandeln einen so vorsichtig.
Mich hat noch nie jemand vorsichtig behandelt.
Auf die Ex.
Auf Isolde.
Auf Gregor!
Wenn Sie auf alle einzeln trinken, könnte das zu viel werden.
Ich würde vorschlagen, wir trinken einmal auf alle Verstorbenen.
Die Flasche ist eh gleich leer.
Auf Emily.
Haben Sie ein Foto von Emily? - Ja.
Als Trauerprofi, tut man sich dann eigentlich leichter,
wenn's einen selber erwischt mit der Trauer?
Ich bin kein Therapeut, aber dass dich was drückt,
das merk ich schon die ganze Fahrt lang.
Hast du Ärger mit deinem Alten?
Also Probleme mit dem Lebensgefährten?
Es täte dir gut, wenn du mal ein bissel runterkommen würdest.
Auch andere Mütter haben attraktive Söhne.
Süß. Die sieht ja noch so jung aus. - Da ist sie eben nur ...
Hey! - Hey, Moment mal.
Also, ist das ein Hauptberuf? - Was?
Räuber.
Wird das jetzt ein Verhör?
Ich sag der Polizei nichts, was dir schadet.
Sagt man doch so im Therapeutenjargon.
Ventil aufmachen. Hab ich heute gelernt.
Ich freu mich, dass Sie was mitnehmen konnten.
Wozu soll das gut sein, Ihnen das zu erzählen?
Weil ich's eh bald nur in der Hölle erzählen kann.
Und da kommst du sicher nicht hin.
Ich hab vor Kurzem zum zweiten Mal ein Baby verloren.
Seitdem schau ich auf mein Leben, wer oder was schuld ist.
Wenn ich es erzähle, heißt es: "Hoffentlich vor der 12. Woche."
ALs ob ich erst ab der 13. Woche das Recht hätte,
traurig zu sein über ein verlorenes Baby.
Mein Mann war nur traurig,
dass meine Brüste wieder abgeschwollen sind.
Aber das darfst du einem Mann nicht übel nehmen. Das ist seine Natur.
Ist das so? - Ja sicher.
Mein Baby hatte nur 90 Gramm.
In Deutschland darf man erst ab 500 Gramm beerdigen.
Alles andere kommt in Sammelgräber.
Die dahinten haben wenigstens ein Grab.
Ja, das ist schlimm. Aber meine Mum hätte sich gefreut.
Die hat alles nach meinem Halbbruder abgetrieben.
Am Sterbebett hat sie gesagt, dass es ihr leidtut,
dass sie nicht früher damit angefangen hat.
Ja, gut, sie war auch angefressen, weil wir beide
von einem kurzen Gefängnisaufenthalt zurückgekommen sind.
Servus. Stehen Sie schon länger da? - Wen geht das was an?
Ist hier ein Reisebus, so ein Oldtimer, durchgekommen?
Mit so einer Schrift: Anders-Reisen. - Nicht dass ich wüsste.
Ich hab keinen gesehen.
Du bist Arzt?
Wartest du vielleicht auf einen Privatpatienten.
Mit einer speziellen Verletzung?
Volltreffer. Das heißt, die sind noch irgendwo hinter uns.
Dreh um, wir fahren zurück.
Du, Frau Therapeutin, wie heißt du? - Ich heiße Irma.
Kannst du mir einen Gefallen machen? - Ja.
Hast du einen Zettel und einen Kugelschreiber?
Da schau, ein Haberer vom Richy,
also ein Freund vom Richy, ist vor 20 Jahren nach Thailand abgehauen.
Und er hat diese Strandbar aufgebaut.
Und der ist zum Millionär geworden. - Mit der Hütte?
Ja. - Das kannst du mir nicht erzählen.
Zeitmillionär, Lebenszeitmillionär.
Na ja, jetzt ist er halt alt und nimmt sich ein gemütliches Zimmer
in einer Pensionisten-Residenz und würd uns die Strandbar verkaufen.
Schreib: Alles, was mir gehört, soll ihm gehören.
Datum, Unterschrift, passt schon.
Ja, schreib bei "ihm" Halbbruder in Klammern.
Ich glaub nicht, dass das geht: ein Testament ohne Namen.
Ja? Blöd.
Okay.
Ich hab in der SMS an meinen Mann geschrieben,
er soll die Polizei verständigen. - Echt?
Genau so hab ich dich eingeschätzt. - Wieso?
Deutsche Korrektheit bis zum Abwinken.
Ordnung ist ein Haltegriff im Chaos.
Und Sie sollten dringend in ein Krankenhaus.
Der Doktor wartet eh an der Grenze auf mich.
Hören Sie zu: Sie können mir Ihren Namen ruhig sagen.
Ich werde diesen Zettel Ihrem Bruder geben
und nicht der Polizei, vertrauen Sie mir.
Okay, gut, ich heiße Richard Niedermeier.
Mit "ai" oder mit "ei"? - Mit Ei, so wie man's sagt.
Und das hier, wird das da dann deine Hängematte?
Ja, das ist meine, ja. - Ja?
Einen Tag in der Hängematte, einen Tag surfen
und einen Tag arbeiten.
Kennt ihr beiden euch so gut, dass es klappt?
Sicher. - Also, ich weiß nicht.
Ich finde, ihr seid verschieden.
Das ist mein Bruder, Halbbruder. Aber wir sagen, wir sind Brüder.
Gleiche Mama? - Ja, gleiche Mama.
Verschiedene Papas, aber beides Arschlöcher.
Okay, den Rest mach ich später. - Burli.
Ja.
Was ist denn? - Ich werd das wahrscheinlich nimmer schaffen.
Was heißt das? - Wir sind gleich an der Grenze.
Hast du das gehört? Nur noch ein Stück. Wir sind gleich daheim.
Hey, bitte. Bitte komm schnell her. Bitte.
Hey, Richy, hallo. Hey! Hey!
Schau mal. Da, schau. Was ist denn mit ihm jetzt?
Da ist nur wenig Puls. - Kann man was machen?
Er darf nicht ohnmächtig werden. - Nicht ohnmächtig werden.
Du darfst nicht einschlafen.
Es ist nimmer weit. Bleib wach. Fahr ein bissel schneller!
Es ist nimmer weit. Denk an Thailand. Thailand, Mann!
Das gehört dir bald allein, obwohl du nur gefahren bist.
Sag das jetzt ja nicht. Kämpf!
Es wird mir jetzt so kalt. - Ihm wird kalt.
Ein Zeichen für hohen Blutverlust. - Jetzt wird's ernst.
Ihr müsst aufgeben, wenn er überleben soll. Tom.
Das tut jetzt immer mehr weh.
Ja, okay, scheiß drauf. Was machen wir?
Wir müssen anhalten, ihn hinlegen und einen Notarzt rufen.
Moment, Moment, stopp, stopp.
Da sind sie.
Gib Gas. - Ja.
Ja, hallo. Wir haben einen Schwerverletzten, eine Schusswunde.
Wo ich bin? Ja, das ist eine gute Frage.
Irgendwo in der Nähe der österreichischen Grenze.
Das ist die Staatsstraße ... - Einen Moment.
Staatsstraße ... - 2834.
Staatsstraße 2834.
Scheiße, jetzt wird mir so kalt.
Ja.
Bleib wach, nicht einschlafen. Die Rettung kommt gleich.
Ich war noch nie zu retten.
Komm, red mit mir. Oder magst du einen Tschick rauchen?
Ich glaub, für mich kannst du einen Holzpyjama bestellen.
Was ist ein Holzpyjama? - Ich nehme an, ein Sarg.
Ach ...
Aus Fichte. Die ist schön leicht. Da schwitzt man nicht so im Sommer.
So viele liebe Leut'.
Kommt du auch zu meinem Begräbnis? - Sie sollten Ihre Kräfte sparen.
Solang er Sprüche macht, lebt er. - Tut mir leid,
dass ich dich mit reingezogen hab. - Sag das nicht.
Fahr langsamer, fahr langsamer. Bleib stehen.
Du machst jetzt, was ich dir sag.
Mach ich doch sowieso die ganze Zeit.
Dann steig aus. - Ja.
Leise zumachen, die Tür.
Schön langsam geht mir der Schmäh aus.
Don't panic, keine Panik. - Peter, was machst du hier?
Bleib stehen, bitte. Hinterm Bus steht ein Mann.
Er will wissen, wo die Pistole ist.
Sicher der Charly, das Arschloch.
Auf dich haben wir gewartet, Charly. - Keine Namen, ihr Arschlöcher!
Es ist sowieso vorbei. Rettung und Polizei sind unterwegs.
Was? Was soll das?
Her mit der Waffe.
Schau, wie's dem Richy geht wegen dir, du Trottel.
Das war keine Absicht, das weißt du. - Ja, davor war aber auch nix, oder?
Aber ihr habt mich sitzen lassen, voll absichtlich.
Mit dem Scheiß wolltet ihr mich abspeisen, obwohl das mein Coup war!
Wo ist die Tasche? - Im Bus.
Du, bring mir die Tasche.
Sofort!
Ihr wart nicht fair. Ich hab das Ding aufgestellt.
Und verschissen hast es auch du. - Ja, genau.
Nein, es ist so hektisch geworden, weil du so lang gebraucht hast.
Bei Sonnenaufgang ist das Scheißding immer noch nicht offen gewesen!
* Polizeisirene *
Wo bleibt die Tasche?
Da, Mahlzeit.
Richy.
Richy? Hey, Richy.
Lass mal.
Kein Puls mehr. - Reanimieren?
Dazu bräuchte er Blut in den Adern.
Er ist gegangen. Es tut mir leid. - Nein.
Atmen, atmen.
Schön atmen.
Wir haben nicht viel Zeit für Trauer. Die Polizei sucht zwei Räuber.
Der eine ist auf der Flucht und der andere ist tot.
Er war nur der Fahrer. Ich bin dafür, dass er abhaut.
Im Gefängnis kommt er nur in schlechte Gesellschaft.
Wer hat was dagegen? - Nein.
Der soll's jetzt sagen oder für immer schweigen.
Okay, gut.
Komm, ich übernehm das.
Lauf, komm, lauf!
Es tut mir leid, keine Eile mehr. Sie sind zu spät.
Scheiße, scheiße, scheiße.
Halt!
Was haben Sie in der Tasche?
Äh ...
Weiterfahren.
Fahren Sie. - Äh ...
Der war so fertig mit den Nerven, dass ich gesagt hab: Ich riskier's.
Gut gemacht. - Wenn Sie ihn schnappen,
das sind meine Lieblingsschuhe in der Tasche.
Vielleicht kriegen Sie die wieder.
Ja, wir versuchen's.
Was für ein Tag!
(Mailbox) "Und ich warte auf einen Anruf von dir. Aber er kommt nicht."
Wir bräuchten eine Personenbeschreibung.
Wer kann uns dazu etwas sagen? - Er wurde Charly genannt.
Auch ein Österreicher.
"Alles Liebe! Dein Peter!"
Wir brauchen noch Ihre Personalien.
Ich hab alle Personalien.
Können die Leute ins Hotel fahren? Die haben genug mitgemacht.
Darf ich mal für dich kochen? - Ich überleg's mir.
Ich wollte keinen mehr sterben sehen.
Aber jetzt überleg ich, ob ich mir nicht doch einen neuen Hund zulege.
Ich hasse Hunde.
Okay.
Äh, ich meine nicht Hunde im Allgemeinen.
Manche finde ich sogar ganz ... sympathisch.
Was würdest du sagen, wenn ich frag, ob du mit mir was trinken gehst?
Na frag doch.
Ich meine, in eine bestimmte Bar an einem Strand.
Bei jeder Trauerreise wünsche ich mir, dass die Trauernden
ein bisschen von ihrem Schmerz und Verlustgefühl zurücklassen können.
Deswegen jetzt eine letzte Übung.
Wir haben hier eine wunderschöne Wiese. Rutschen Sie ans Fenster.
So, atmen Sie ein, atmen Sie aus.
Rufen Sie Ihren Verstorbenen in Erinnerung.
In einer typischen Haltung, wie er da liegen, sitzen oder stehen würde.
Wenn Sie das Bild haben, möchte ich, dass Sie sich verabschieden.
* Musik: The Police - "Every Breath You Take" *
Ihre Verstorbenen werden ein wichtiger Bestandteil bleiben.
Nur, dass sie jetzt gehen dürfen.
Jetzt kommen wir zurück zu den praktischen Dingen.
Ich bedanke mich sehr bei Ihnen für diese besondere Reise.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.
Heute Abend gibt es im Hotel "all you can eat".
Du warst mir die liebste Begleiterin. Schade, dass du aufhörst.
Ich kann doch nicht mit Peter zusammenbleiben,
dass du Spaß bei der Arbeit hast.
Aber dein Kinderwunsch, ist der noch aktuell?
Ist das ein Angebot? - Ich mag Kinder.
Was hast du gehabt für ein Motorrad?
Wenn du überlebt hättest, würdest du noch mal aufsteigen? - Garantiert.
Das war ja hauptsächlich Pech.
Bei mir war's auch hauptsächlich Pech.
Ich könnte jetzt genauso gut in Thailand in der Hängematte liegen.
Würdest du sonst was anders machen?
Nein.
Außer: Vielleicht würde ich mal so eine schöne Busreise machen.
*Ticken*
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.