All language subtitles for Mord mit Aussicht 4x01 Hengasch, Liebernich (40).deu

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Original subtitles

* Drollige Blasmusik *

Gut.

Nächster Tagesordnungspunkt: Jahresbericht der Ortsvorstände.

Hat wer was Wichtiges?

Das wäre ich dann wohl. Heike, bitte.

Die Kreisverwaltung finanziert den Schulbus für zwei Jahre.

Wenn hier irgendwas wichtig ist,

dann ist das der Mobilfunkmast.

Wo soll der stehen? Ich will den hier nicht haben.

Ja, komm. Das klären wir noch.

Wichtig ist erst mal, dass wir anständig Handyempfang haben.

* Heike seufzt. *

* Ruhige idyllische Musik *

* Sie seufzt. *

Hallo.

Na endlich, die Ordnungshüter. - Wurde aber auch Zeit.

Jenny, Heino, zwei Große, ein Kurzer? Ja, Lydi, danke.

Von wegen Ordnung.

Ich habe mit denen aus Tötenich gesprochen.

Die wollen eine Revanche im Bierkistenquerstapeln.

Schweine. Nicht mal verlieren können die.

Die Tötenicher lassen das nicht auf sich sitzen.

Habe ich das gesagt? (alle) Ja.

Der Pokal bleibt hier.

Okay, also der Rekord steht bei?

56 Kisten.

Danke, Jenny.

* Drollige Blasmusik *

Heino? Du übernimmst.

Bis morgen brauchen wir 60 Kisten. Ich betone, 60.

Dann kann der "Stammtisch Holzböcke" trainieren.

Genau. Hier.

Eine Spende der Feuerwehr.

Für das leibliche Wohl der Mannschaft.

Wie sieht es mit Ihnen aus, Herr Pastor?

Äh, ja, ich spende die Kollekte von nächstem Sonntag.

Bis zum Dorffest schaffen wir das. Der Pott bleibt in Hengasch.

(alle) Der Pott in Hengasch bleibt in Hengasch.

Bleibt in Hengasch.

Lydia?

'n Abend. (Lydia) Ja?

Könnte ich bitte ein stilles Wasser haben?

Und haben Sie vielleicht eine Kleinigkeit zu essen?

Ein Käsebrot oder so? (Lydia) Küche ab 19 Uhr.

(leise) Ah. Danke.

* Sie seufzt. *

Die Polizeiwache ist zu.

Wissen Sie, wo ich die Beamten finde?

Haben wir uns verlaufen?

Sollen wir jemanden anrufen?

"Marie Gabler, Kriminalhauptkommissarin."

Oh, eine Kollegin.

Die neue Dienstgruppenleitung.

Da war dieses Fax.

Aus Köln.

Und ich frage noch, was steht drauf.

Ja. * Arthur lacht. *

* Beschwingte Blasmusik *

Marie Gabler

Heino Fuß

Jennifer Dickel

Heike Schäffer

Ja!

Ah, Fuß, Heino.

Heino, wie der Sänger?

Nein, Fuß. Fuß wie Hand.

Dickel, Kommissaranwärterin. Jennifer.

Dickel, wie...

Wie Dickel.

So.

Und bei ihr, Gabler wie Löffler. Ganz einfach.

Moment, ich räume das mal eben... So.

Haben Sie denn gut hergefunden?

Ja. Das war gar nicht so einfach.

Ja. Na ja.

Das ist der Ermittlungsstützpunkt für Hengasch

und die 32 Dörfer und Weiler der Umgebung.

32 Dörfer, Sie wissen gar nicht, wo einem der Kopf steht.

Ist das alles Ihr Zeug?

Äh, ja, Ausrüstung für mein Dienstpferd.

Sie lernt für die Reiterstaffel. Ah. Spannend.

Rund um die Uhr.

Die nehmen nur die Besten.

Da bleibt keine Zeit für Papierkram.

Sie sagen es. Ah, da ist ja das Fax.

* Er flüstert unverständlich. *

Wo ist denn die Dienstwohnung? Wieso?

Ich brauche dringend ein Bett.

* Drollige Musik *

So.

Wohnt hier jemand? Ja. Ich.

Ah.

Mit Frau und Tochter?

Otti, also Otmar, Sohn.

Die Puppen, die hat er von seiner Mutter.

Die wollte lieber ein Mädchen. Okay.

Ja, aber er spielt auch richtige Sachen.

Am Computer. Also mit Gewalt und so.

Und Ihre Frau?

Ja, die war auf einem Surfkurs auf Menorca.

Ich habe eine Karte gekriegt, auf der stand,

ich wäre jetzt alleinerziehend.

Ja.

Und Sie? Haben Sie Kinder?

Auch allein, ohne erziehend.

Ah. So kann es gehen im Leben.

Ich will Sie hier nicht vertreiben.

Ich... suche mir eine Unterkunft.

* Drollige Musik *

Hier steht, wir sind ab jetzt Kriminalwache.

Genau. 365 Tage Bereitschaft.

Zuständig für Einbruch, Überfall und Mord.

Das haben wir gar nicht. Ich bin da, damit es funktioniert.

Als Erstes machen wir die Wache einsatzbereit.

Bis morgen, bitte. Äh, wo sollen wir hin mit den Sachen?

Zum Beispiel in den Schrank da?

Ich bin sicher, Sie schaffen das.

Also dann...

Was jetzt? Aufräumen?

Aufräumen...

Ich muss bis morgen 60 leere Bierkästen organisieren.

Die kommen von alleine, oder wie?

Kriminalhauptkommissarin.

Hohes Tier. Was macht die hier?

Egal was für ein Tier. Die muss weg.

Noch mal so eine wie die davor, das geht nicht.

Nee. - Wahrscheinlich strafversetzt.

Ja? Sie vermieten Zimmer?

Früher mal. Jetzt nicht mehr.

Kann man hier irgendwo übernachten?

Auf dem Campingplatz habe ich ein Haus.

Chalet Schwanenstein.

Ist aber ein Stück draußen.

Ja. Ist nur vorübergehend.

Wie weit laufe ich da? Zu Fuß?

(Mann) 20 Minuten.

Höchstens.

Mhm.

Vorrübergehend. Das kenne ich. Das hat drei Jahre gedauert.

Und wie ist es geendet?

Hat dich zur Witwe gemacht.

* Idyllische Musik *

* Ulkige Musik *

Ach du Scheiße.

* Ulkige Musik läuft weiter. *

Strafversetzt, hm...

* Gurgeln *

* Sie stöhnt. *

* Kauz ruft. *

* Kauz ruft. *

* Fröhliche Musik *

Tschö, Papa. Tschö mit ö, tschau mit au.

Moin, Monique. - Bonjour, mon amour.

Oh, du hast Chocolat an der Schnut. (Junge) Hi, Otti.

(Monique) Sie sind die Neue? Mhm.

Ich bin Monique. Ich fahre den Schulbus.

Bienvenue in Hengasch.

Das erste Lächeln hier. Marie Gabler.

Schon gehört. Sie stellen alles auf den Kopf.

Den Ruf habe ich schon? Machen Sie sich nichts daraus.

Mir ging es am Anfang genauso.

Man sieht sich.

30 Kisten. Genau.

Ich brauche die bis heute Abend.

Oh, danke, Udo. Du bist meine Rettung.

Ich bin in zehn Minuten bei dir.

Morgen. Na? Gut geschlafen? Nein.

Wo ist die Kollegin? Bei ihrem Pferd.

Und Sie? Wo wollen Sie hin? Frühstreife.

Wann kommen Sie zurück? Ich glaube nicht, dass ich zurückkomme.

32 Dörfer.

Ich begleite Sie.

Oh.

* Es läuft ein fröhlicher Schlager. *

Ich will Ihren Alltag sehen. Tun Sie so, als wäre ich nicht da.

Ich sitze hier und sage nichts. Mhm.

* Fröhlicher Schlager läuft weiter. *

* Fröhlicher Schlager läuft gedämpft weiter. *

Warum halten wir? Ich muss kurz zur Physio.

Ich habe Last mit dem Knie. Ist berufsbedingt. Dauert nicht lange.

* Hupen *

* Drollige Musik *

Hat länger gedauert.

Das habe ich gemerkt.

Ja, Schleimbeutel. So was zieht sich.

Zieht sich. Wie lange bleiben Sie uns eigentlich erhalten?

Ach, erst mal vorrübergehend. Ah.

Bis mein Auftrag hier erledigt ist.

Auftrag?

Einführung funktionierender Ordnungs- und Ermittlungsstrukturen

in der Kriminalwache Hengasch.

Ach doch so lange.

Mhm.

* Es läuft gedämpft ein schwungvoller Schlager. *

Ah, ein Falschparker.

Wenn da nicht ein Verwarnungsgeld drin ist.

Das haben wir gleich.

* Rhythmisch quietschendes Hupen *

Mehmet, Best Dönermann in Town.

Ach, gibt es noch einen anderen?

Einmal im Monat hat er so eine Aktion.

"Ali Baba und die 40 Broiler".

Und die haben Sie alle gekauft? Nicht alle für mich.

Und wegen des Falschparkens?

Ach so, ja. Ich habe ihn kostenfrei verwarnt.

Ah. Man will ja Mensch bleiben.

Ja, genau. Mensch bleiben. So machen wir das hier.

Oh, schon halb. Wir müssen noch Otti einsammeln.

* Es läuft ein mitreißender Schlager. *

Moin. (alle) Moin.

Bin gleich wieder da.

Willst du Hähnchen, Otti? Nein.

Na? Heino, was ist mit den Kisten?

So, Hähnchen. Wir müssen trainieren.

Ich bringe die noch.

Ich war beim Uwe, habe mit dem gesprochen.

Du redest ja nicht viel.

Schon. Nur nicht mit Ihnen. Befehl von oben.

Von deinem Vater?

Von oben. Heike.

Bis morgen ist doch gut. Ah. Hm...

* Er ächzt. *

Ah, es gibt so Tage...

Und am Wochenende ist noch mehr los.

Ah.

* Mitreißender Schlager setzt wieder ein. *

* Unverständliche Gespräche *

(Otmar) Jetzt will ich doch ein Hähnchen. Och, Otti.

Ach.

Fließend Wasser. Beneidenswert.

Das gibt es im Schloss Schwanenstein nicht.

Anstellen lohnt nicht für so kurz.

Sie wollen mir die Laube ohne Wasser vermieten?

Wollen?

Ich sagte: "Lohnt nicht."

Ich zahle Miete. Tun Sie was.

Vor morgen geht da nix.

* Kauz ruft. * * Sie stöhnt. *

* Kauz ruft. * * Sie stöhnt. *

Klaus, ich bin es.

Klar weiß ich, wie spät es ist.

Warum sollst du schlafen, wenn ich nicht schlafen kann. Hörst du das?

* Kauz ruft. *

So geht das die ganze Nacht. Ich kriege kein Auge zu.

Das habe ich dir zu verdanken.

Ich weiß, was ich gemacht habe. Ich sage dir, was du machst.

Du lässt die Anzeige fallen, sonst...

Nein.

Das war doch jetzt keine Drohung.

Nein, so habe ich das nicht gemeint.

* Unheimliche Musik *

Moment. Ich rufe dich zurück.

Oh.

* Spannungsvolle Musik *

* Klopfen *

Frau Gabler? Ich versuche, Sie zu erreichen.

Das Handy war aus. Hier schläft ein Kind.

Und ich musste herlaufen.

Ich besorge Ihnen mal ein Fahrrad. Später, jetzt Wald am Campingplatz.

Ich glaube, dass dort eine Straftat verübt wurde.

Eine Straftat?

Ah. Bei uns im Wald?

Ich mache Kaffee. Wir müssen sofort zum Ereignisort.

(Otmar) Papa?

Ich warte unten. Schaffen Sie KA Dickel her.

(Otmar) Papa? Mhm.

Eine Leiche? Wo?

Am Wald. Angeblich.

Moment. Ich sitze vorne.

Und ich? Wir machen das so.

Ich fahre, und Jenny sitzt neben mir. Das ändern wir.

Hinten wird mir schlecht. Die Einsatzleitung sitzt vorne.

Frau Dickel fährt, und Herr Fuß sitzt hinten.

Gut. So machen wir das.

Oder ich fahre,

Jenny sitzt neben mir, dann können Sie nach hinten.

Wir machen es so, wie ich es sage.

Oh nein. Was ist das? Schokolade?

Der Mensch muss essen.

Essen: Ja.

Das Dienstfahrzeug vollschmieren: Nein. Vergessen Sie es.

Ich habe Otmar gesagt, er soll die Schokobrötchen woanders futtern.

Ich versaue mir dauernd die Uniform.

* Reifen quietschen. *

Boah.

Das nächste Mal fahren Sie, und ich gehe nach hinten.

Das war mein Vorschlag. Ja.

Echt. Da hat einer gebuddelt.

Sage ich doch. Also Sicherungsangriff.

Ereignisort weiträumig markieren.

Vorsicht, Dickel!

Keine Spuren vernichten oder beschädigen. Ja.

* Marie seufzt. *

Hier.

Was wird das denn?

Absperrband ist alle.

Was meinten Sie mit weiträumig?

Ich habe nur die eine Dose. Scheiße.

Ich habe was.

Vorsicht jetzt.

* Spannungsvolle Musik *

Ah.

Sage ich doch.

Hier lag jemand.

Ja. Und zwar eine Frau.

Erste Einschätzung.

Ein echter Mord. Krass.

So richtig echt.

* Marie seufzt. *

Hatte ich nicht darum gebeten, die Sachen wegzuräumen?

Was Sie nicht wissen: Dürfen wir gar nicht.

Der Schrank gehört dem Schiedsamt. Die tagen hier.

Früher. Jetzt tagen wir hier.

Kaffee? Nein, danke.

Das muss erst mal... Wer macht denn hier sauber?

Ähm, da ist die Heike, also Frau Schäffer, für zuständig.

Eigentlich. Ihre Arbeitszeit geht für Otti drauf.

Sie nutzen die Putzfrau als Tagesmutter?

Putzfrau sagen Sie nicht, hört sie nicht so gern.

Gut. Das später.

Kollege Fuß, Sie waren skeptisch.

Was spricht gegen unsere Vermutung, dass da eine Leiche lag?

Äh, ja, also...

Otti und ich, wir haben mal ein totes Meerschwein beerdigt.

Der Hund vom Gerwig hat es ausgebuddelt.

Aha. Das hat wahnsinnig gestunken.

Was Sie nicht sagen. Weiter.

Na ja, und an der Grube, da hat gar nichts gemüffelt.

Also kein Aasgeruch oder so.

Gute Hypothese, Herr Kollege.

Die bringt uns nämlich inwieweit weiter? Frau Dickel?

Ähm...

Dass sie frisch war.

Die Tat hat sich längstens drei bis fünf Tage zuvor ereignet. Krass.

Dann kann der Täter also nicht weit sein.

Was sagt uns das für unser Geoprofil?

* Tür fällt zu. * So.

Aufgeräumt ist, ich besorge Mittag.

Was soll ich zum Spinat machen? Ja...

Fleisch.

Ich störe ungern, wir haben was Wichtiges zu besprechen.

Otmar braucht eine warme Mahlzeit. Ist wichtig. Heike?

Wir haben eine Frauenleiche.

Eine Leiche? Wo?

Äh, verschwunden. Wie wäre es mit Fischstäbchen?

Fisch gibt es freitags.

Wenn es sein muss, wasche ich Ihre Sachen.

Ist ja schlecht ganz ohne Wasser.

Haben Sie keine Wechselwäsche?

Gut, dann mache ich Frikadellen.

Hypothese: Der oder die Täter

könnten erfahren haben, dass ich am Versteck wohne,

und haben es für nicht sicher gehalten.

Ich komme nicht mit. Was folgern Sie, Fuß?

Sie müssen langsamer sprechen.

Erstens, der Täter kommt aus der Nähe.

Zweitens, er verwahrt die Leiche und muss sie erneut loswerden.

Das verschafft uns ein Zeitfenster, um...

(Mann) So.

Wenn ich mal fragen darf...

Zielonka, Kriminalhauptkommissar a.D.

Und amtierender Schiedsamtvorsitzender.

Hier tagt gleich der Arbeitskreis. Äh, Hennes?

Ja? Wir haben eine Frauenleiche.

Das weiß ich. So ein Quatsch.

Leichen werden nicht ausgegraben. Sie stören.

Und hier tagt heute kein Arbeitskreis. Und ob.

Der tagt hier seit 30 Jahren.

Nicht an meinem Schreibtisch. Das ist meiner.

Jetzt nicht mehr, Herr... Zielonka.

Z-i-e-l-o-n-ka.

Und wer hier stört, das prüft gerade die Bezirksregierung.

Das habe ich alles schon veranlasst.

Fuß? Die Holzböcke können nicht trainieren.

Es fehlen noch 30 Bierkisten. Udo hat sich schon beschwert.

Warum hast du sie nicht abgeholt? Jetzt sind sie weg.

Deadline heute Abend.

Da ist Training.

Wir brauchen die Vermisstenmeldungen.

Ich will wissen, wen wir suchen.

Und, Fuß, gibt es hier im Dorf so etwas wie ein Labor?

Im Prinzip schon.

Aber ich darf da nicht hin.

(Bechermann) Durchmesser ungefähr 0,1 Millimeter.

Runder Querschnitt an der...

Diese Schuppendichte, das...

Das Haar gehörte mit Sicherheit einer Asiatin.

Und dieser hier? Ist zwar künstlich, aber die Lackierung?

Könnte aus einem asiatischen Nagelstudio stammen.

Das hilft mir sehr.

Gibt es denn hier in der Nähe irgendwo eine asiatische Community?

Nicht dass ich wüsste.

Fremde würden hier normalerweise auffallen.

Ah, tatsächlich?

Ah, im Waldhaus arbeitet eine Asiatin.

Was ist das? Ein Bordell, ein paar Kilometer von hier.

Ich bin da regelmäßig.

Für Untersuchungen.

Vielen Dank, Herr... Doktor.

* Reifen quietschen. *

So, und jetzt halten Sie sich mal an die Verkehrsregeln.

Wie jetzt? Fuß vom Gas.

* Motor brummt leiser. *

Aber... so kommen wir nie an.

So handeln Sie sich kein Fahrverbot ein,

falls Sie in eine Polizeikontrolle geraten.

Polizeikontrolle?

Da hatte ich Glück. Ich habe hier noch nie eine gesehen.

Woran das wohl liegen mag.

Das Waldhaus.

Endlich komme ich da mal rein. Heino nimmt mich nie mit.

Ich nehme Sie auch nicht mit. Was? Wieso?

Besser so.

* Anheimelnde Musik *

Werner. Jenny.

Hallo, Tom. Hi.

Ingo. Marco.

Es gab eine Asiatin. Die ist weg. Verschwunden.

Wohin? Die Spur führt zum Pascha-Grill.

Verdacht auf Sexualdelikt.

Missbraucht, getötet und dann verscharrt.

Jennifer Dickel ermittelt.

* Gefühlvolle asiatische Musik *

* Türkische Musik *

Du hast gesagt, Bierkisten. Das sind Bierkisten.

Ja, aber das sind 24er 0,3.

Die kann ich nicht gebrauchen.

Ich brauche 20er 0,5.

Wenn ich die nicht bringe, dann...

Fuß? Sie hier?

Die Vermisstenlisten?

Ja, sicher, aber...

Zwischendurch braucht der Mensch auch mal eine... Stärkung.

Willkommen bei Mehmet. Möchten Sie Tee? Später.

Okay.

Ist was nicht in Ordnung?

Sie beliefern das Waldhaus Amore, richtig?

Richtig.

Da hat eine junge Frau gearbeitet, Weiwei.

Nicht gearbeitet, nur geweint. Hatte Heimweh. Wollte nach Hause.

Im Waldhaus heißt es, Sie hätten ihr geholfen?

Ja, die konnten nichts mit ihr anfangen.

Sagt die Chefin zu mir:

"Was soll ich machen? Sie isst nicht mal deinen Kebab."

Ich habe sie mit zu mir in den Laden genommen.

Als Aushilfe. Hier hat ihr alles geschmeckt.

Ab "Kebab" bin ich nicht mitgekommen.

Dann gibt es dafür sicher Zeugen.

Ich habe sie versteckt. Ihr Visum war abgelaufen.

Die hat hier im Gang gepennt.

Dann hat sie hier niemand gesehen außer Ihnen?

Nee, nee, lieber nicht.

Wissen Sie, die Leute hier... Huhu.

Was ist denn überhaupt? Die Weiwei ist tot.

Ich habe vor einer halben Stunde mit ihr telefoniert.

Die ist in Thailand.

Die hat ausgeholfen, bis sie das Geld fürs Flugticket hatte.

Sie ist nach Hause.

Ich denke, wir setzen das Gespräch besser auf dem Revier fort.

Nein, wirklich. Weiwei lebt.

Guckt doch hier.

Och, da ist sie doch, die Weiwei.

Nicht so voreilig, Fuß. Das ist irgendeine Asiatin.

"Hallo, lieber Mehmet, hier deine Weiwei. Huhu."

Das kann überall aufgenommen worden sein.

"Alles super gelaufen. Bin endlich wieder zu Hause in Thailand."

Okay. Das lässt keinen Rückschluss auf den Zeitpunkt der Aufnahme zu.

"Und heute ist dein Vierzigster: Happy Birthday.

Ich wünsche dir ganz viel Gluck, Gluck, Gluck."

Tja, ich sage mal:

lieber 40 und würzig, als 20 und ranzig.

* Handy vibriert. * Oh, Entschuldigung.

Kriminalwache Hengasch, Fuß am Apparat.

Oh. Ja.

Ja, ja, danke. Ich komme sofort.

Ich muss nach Hause. Bei mir brennt der Baum.

Tja, also... Danke, Herr... Yigitcan Özdenizmen.

Ah. Sagen Sie Mehmet.

Ja. Jetzt einen Tee?

Wir machen morgen weiter.

Fahren Sie den Wagen zurück zur Wache.

Ist es nicht toll, dass Weiwei lebt und gesund ist?

Es ist nie toll, wenn ein Mörder frei herumläuft.

(Zielonka) So.

Danke, Lydia.

So, das war es, Heino. Bist raus.

Sagt wer? Lydia Aubach, Hauptsponsor.

Wir wollen einen Rekord halten. Wie soll das gehen ohne Kisten?

Als Teamchef warst du zuständig.

Halbe Hähnchen bringen es da auch nicht mehr.

Leute, bitte... (Zielonka) Der Werner übernimmt jetzt.

Der Werner? Ja.

Kommt, Leute. Ihr wisst doch, was bei mir los ist.

Man muss sich entscheiden, wo man hingehört.

(Zielonka) Der Herr Kommissar tut Wichtigeres.

Der klärt jetzt Morde auf.

Ist doch jetzt Mist, Mensch.

'n Abend. 'n Abend.

(Lydia) Küche ist schon geschlossen.

Ausgezeichnet.

Das spart mir den Gang zur Toilette.

Na, planen Sie, wie Sie mich vergraulen können?

Ja, ich muss dann auch mal los.

(Zielonka) So wichtig sind Sie nicht.

Wir haben auch andere Themen. Ja?

Wie hier die Frauen verschwinden?

Im Gegenteil. Unser Paul... hat eine gefunden.

Der ist verliebt. Der heiratet.

Ganz klar ist das ja noch nicht.

Lilli wollte mich erst mal besuchen und gucken, wie alles so ist.

Paul, bei der musst du punkten. - Ja.

So eine Chance kriegst du nicht noch mal. Ran an den Speck.

Sehen Sie, Lilli, das sind die wichtigen Themen.

Außerdem, was Sie sich da mit Ihrer Frauenleiche zusammenreimen,

typische Großstadtfantasie.

So was machen unsere Jungs nicht.

Hengascher sind Ehrenmänner.

Wenn wir Fremde sehen wollen, fahren wir in Urlaub.

Oder ins Waldhaus. Schönen Abend.

* Kauz ruft. *

Lass mich doch einfach schlafen, nur eine Nacht!

Bitte!

Danke.

* Kauz ruft. *

* Bedächtige Orgelmusik *

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ich hoffe, es ist was Ernstes um die Uhrzeit.

* Unverständliches Flüstern *

Du hast was mit ihr gemacht? * Unverständliches Flüstern *

Wie oft? * Unverständliches Flüstern *

Wie lange? * Unverständliches Flüstern *

Und dann? * Unverständliches Flüstern *

Gütiger Himmel. * Unverständliches Flüstern *

Nein, dafür wirst du in der Hölle schmoren.

* Unverständliches Flüstern *

Nein, das mache ich nicht.

Du gehst zur Polizei und legst ein Geständnis ab.

Dann wird Gott dir verzeihen.

Und... ich vielleicht auch.

Ah. Morgen. Was ist denn hier los?

Ich dachte, wenn wir die Tische zusammenstellen, ist mehr Team.

Dachten Sie? Wache einsatzbereit machen, wollten Sie doch.

Ja, das schon, aber das war vor der Ermittlung.

Die war bisher erfolglos. Also alles auf Anfang.

* Jenny seufzt. * Kommando zurück.

Nicht die Tische, der Mordfall.

Ich habe nachgedacht.

Wann schlafen Sie eigentlich? Am liebsten nachts.

Aber auf dem Campingplatz lärmt die ganze Nacht so ein Vogel rum.

Eine Eule oder so. Eulen haben wir nicht.

Sie ruft die ganze Nacht. Wie?

Wie wie? Ja, macht sie Huhu?

Oder Hu, hu, mit Pause?

Nein, ohne Pause. Huhu.

Dann ist es ein Kauz. Keine Eule.

Ja. Wie gesagt, Eulen haben wir nicht.

Die Weiwei-Spur ist zwar ausermittelt.

Aber wir suchen noch nach einer Asiatin.

Vielleicht eine Urlaubsbekanntschaft.

Kennen Sie einen mit Asienkontakten?

Regelmäßig oder gelegentlich?

Jemand, der überhaupt schon mal in Asien war?

Nein. Der Kirchenchor war auf den Philippinen.

Das waren nur Frauen.

Wir suchen einen Mann. Nur Frauen.

Und Pastor Puttermann und Paul Schönfelder als Organisator.

Okay. Uns läuft die Zeit davon.

Ich nehme den Pastor. Sie den anderen, Fuß.

Und was mache ich?

Mehr Team war eine gute Idee. Weitermachen.

* Bedächtige Orgelmusik *

Drei Wochen Philippinen. Ganz schöner Aufwand.

Auf Einladung des Bistums.

Insel Guimaras, Manila,

und als Highlight das Chorkonzert in der Barockkirche von Vigan.

Es steht alles da drin.

Mich interessiert, was da nicht drinsteht.

Sie waren als Chorleiter dabei.

Ich und Gemeindevorstand Schönfelder.

Der hat das alles organisiert. Also auch im Vorfeld.

Hatten Sie Kontakt zur Bevölkerung?

Ist wohl unvermeidlich bei Gruppenreisen.

Nein, ich meine,

Sie hatten doch zwischendrin Zeit zur freien Verfügung.

Für sich allein.

Worauf wollen Sie hinaus?

Manila soll sehr reizvoll sein.

Voller Leben. Vor allem nachts.

Ich lebe im Zölibat.

Mit Seele und Leib. Auch auf Reisen.

Ich war die ganze Zeit mit meinen Chordamen

oder den Priesterkollegen zusammen.

Das können Sie gerne überprüfen.

Ist sonst noch was?

(Schönfelder) Heino. Na?

Paul.

Brauchst du Hilfe? Immer.

Ich habe mal eine Frage.

Na, hast du wieder Raupen im Kirschbaum?

Philippinen. Ja?

Da warst du doch. Ja, sicher.

Die haben auch Kirschbäume, du. Das sind Kaventsmänner.

Und wie war es da sonst so?

Die Landschaft, das Meer, das ist schon ein Träumchen.

Aber kochen können die nicht.

Immer nur Fisch und Reis. Reis und Fisch, du.

Praktisch keine Kartoffeln.

Für mich wäre das nichts. Nee, da sagst du was.

Und dann die Hitze, ne? Nee, nee, zu Hause ist besser.

Was machst du denn da? Ja, haha.

Fundament ausgießen. Für einen Pavillon.

Das wird der Hit, du. Rosenranken.

Blumen, Blumen, überall Blumen.

Können wir einen Skat kloppen. Von wegen. Der ist für Lilli.

Wenn die da ist, muss der fertig sein.

Sag mal, in Asien?

Ja?

Hattest du da irgendwie...

Asienkontakte?

Asienkontakte?

Ach, meinst du Weiber? Nee. Wie denn?

Ich war dauernd unter Aufsicht.

Ach ja. Klar.

Dauernd.

Der Pastor war angeblich durchgehend bei der Gruppe.

Paul sagt dasselbe.

Trotzdem lügt er. Paul ist eine ehrliche Haut.

Sonst ließen die anderen den mit ihren Frauen nicht alleine.

Dickel, Seite sieben oben.

Ah: "Der Trip wurde von Gemeindevorstand Schönfelder

durch eine vorbereitende Reise vor Ort aufs Beste organisiert."

Sehen Sie, er war zweimal da.

Ich frage ihn noch mal.

Es war sowieso alles durcheinander mit den Säcken.

Was für Säcke? Trockenbeton.

Für einen Gartenpavillon für die neue Frau.

Beton für einen Pavillon?

Ja, erst mal nur für das Fundament.

Das gießt er mit Beton aus?

Ja, weil der ein Profi ist. Wie der die Grube ausgehoben hat.

Von Hand. Aber akkurat.

Dickel, Sie fahren.

Geht das auch schneller?

Ich halte mich an die Regeln. Wollten Sie so.

Was jetzt? Normal oder so, wie Sie das wollen?

Normal. Fahren Sie normal. Echt. Bei Ihnen weiß man nie.

* Motor heult auf. *

* Sanfte Musik mit asiatischen Anklängen *

* Sanfte Musik endet. *

* Hämmerndes Klopfen *

* Spannungsvolle Musik *

Halt! Sofort aufhören.

Nein, lasst mich! Lasst mich.

Lasst mich!

Lasst mich doch.

Yumi!

Yumi.

(weinend) Nein.

Yumi, meine Yumi.

* Schönfelder schluchzt. *

(schluchzend) Meine Yumi.

* Drollige Musik *

Das ist also...

Yumi. Das ist... meine Yumi.

Die hat jetzt zwei Jahre bei mir gewohnt.

Und wir beide, wir waren...

Wie süß, beim Picknick.

Scheint ja eine harmonische Beziehung gewesen zu sein. Mhm.

Wie kommt Yumi dann in die Grube?

In Manila habe ich eine Neue kennengelernt.

Also eine echte.

Lilli.

Und wie ich die gesehen habe, da wusste ich,

so eine Frau trifft man nur einmal im Leben.

Und ein Frauentyp warst du ja nie. Nee.

Und jetzt heiratet ihr? Krass.

Lilli ist sich noch nicht sicher.

Sie möchte sich erst alles angucken,

ob es ihr gefällt und ob ich es auch ernst meine.

Deswegen mussten Sie Yumi doch nicht gleich entsorgen.

Doch. Doch.

Ich habe mich entschieden.

Aber... einfach wegschmeißen.

Wo bleibt da Pietät und Takt?

Wo bleibt da ein Ort für Trauer?

Also habe ich sie beim Campingplatz beerdigt.

Da war sie so gerne.

Da gibt es Fotos.

* Marie räuspert sich. * - Entschuldigung.

Was Sie Beerdigung nennen,

heißt im Strafgesetzbuch "Unerlaubter Umgang mit Abfällen".

Das kann bis zu fünf Jahre geben.

So hat mir das Arthur Brandt erklärt.

Äh, Arthur Brandt ist bei der Feuerwehr.

Der weiß was von Umwelt. Ja, der meinte, Yumi wäre...

Sondermüll.

Und wenn Sie da jetzt wohnen am Campingplatz,

sollte ich sie wohl besser wegschaffen.

Weil ich vielleicht sonst in den Knast käme,

wenn Sie das rauskriegen.

Ihr Freund wusste von Yumi.

Ja, schöner Freund.

Spaß haben konnte er mit ihr.

Aber helfen beim Ausbuddeln und Umbetten,

da hört die Freundschaft auf.

Da hat er mich im Stich gelassen.

Der Pastor genauso, nicht?

Ich habe gebettelt im Beichtstuhl,

dass ich sie auf dem Friedhof beisetzen kann.

Aber nichts. Der hat mich behandelt wie einen Triebtäter.

Ich dachte, in der Not halten hier alle zusammen.

Ja, tun wir ja auch. Meistens.

Deshalb die Sache mit dem Pavillon.

Ja, sicher. Da hätte ich sie bei mir gehabt. Zu Hause.

Unter den Rosen.

Nee, komm. Guck mich nicht so an, Paul.

Ich bin nun mal der Arm des Gesetzes.

Jetzt bleiben Sie auf dem Teppich, Fuß.

Meinen Sie, Ihr Sohn würde seine Puppen in den Müll schmeißen?

Ich habe meine beerdigt, wie ich Terminator gekriegt habe.

Terminator? Mein Pferd, Termi.

Aber wie kann denn jemand Abfall sein,

mit dem man jahrelang das Bett geteilt hat?

Tja.

Da sage ich wohl... Vorläufige Festnahme.

Mensch bleiben.

So machen Sie das doch hier.

Viel Glück mit Lilli.

Mhm. * Er räuspert sich. *

Wie soll man verstehen, warum sie uns die aufs Auge gedrückt haben?

Da ist sie.

* Drollige Blasmusik *

Was denkt die sich eigentlich?

Kreuzt hier einfach auf, und sofort ist Mord und Totschlag.

(Puttermann) Immerhin ist was vorgefallen beim Schönfelder.

(Arthur) Gar nichts ist vorgefallen.

Und so bleibt das auch. Hengasch hält zusammen.

Wenn ich es euch sage. Die ganze Woche dieselbe Hose.

Ich habe ihr angeboten, zu waschen.

Wenigstens die Schlüpper. Aber na ja.

Dafür hat sie sich Paul gegenüber fair verhalten.

Der kriegt keine Anzeige. Warum auch?

Der hat mit einer Puppe gelebt. Was ist dabei?

Ja. Jeder Jeck ist anders.

Können wir bitte drei Bier haben?

Lydia, gib der Dame doch mal einen aus auf meinen Deckel.

Kann sie die Blamage runterspülen. Nicht nötig.

Ich gebe einen Einstand für meine Kollegen.

(alle) Oh. Echt jetzt, haltet die Klappe.

Wenn es ein Mensch gewesen wäre, hätten wir den Mörder geschnappt.

Heino, sag ihr, dass wir so was nicht machen, ja?

Hengascher sind Ehrenmänner.

* Gedämpfte Perkussionsmusik *

Sie und Sie kommen jetzt mit.

Wohin? - Wieso?

Sie sind doch Ehrenmänner. Die lassen keinen Freund im Stich.

* Dissonantes Flirren *

Tja, also...

Vom Staub bist du genommen.

Zum Staub kehrst du zurück.

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube.

(Schönfelder) Zu Asche.

Thermoplastisches Elastomer. Handbemalt.

Sauteuer, das Zeug.

* Drollige Blasmusik *

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