All language subtitles for 2018_Whatever Happens Next.deu

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Original subtitles

* Die Pferde schnaufen. *

* Flotte Musik setzt ein. *

Was machen Sie da?

Ah, neue Gießkannen, hä?

Was machen Sie da? Das ist mein Auto.

Das ist gut.

Dann können wir ja losfahren.

Was? Ich fahre mit.

Sie können sich doch nicht einfach in mein Auto setzen.

Das stimmt.

Entschuldigung.

Kann ich vielleicht mitfahren?

Sind Sie ein Tramper?

Ja.

Sozusagen.

Wo müssen Sie denn überhaupt hin?

Wo fahren Sie denn hin?

In die Innenstadt. Perfekt.

Also gut, ein Stück.

In die Stadt.

Sie sagen einfach stopp, ja?

Mache ich.

So.

Können Sie mir vielleicht noch ein bisschen Geld leihen?

Nur so ein paar Euro.

Na also ...

Na gut.

2.

3.

5. So?

7.

8.

Okay?

Danke.

Kann ich noch eine Zigarette haben, für den Weg?

(Mann) Sie war eine ganz praktische Frau.

Das war das Wunderbare.

Hat immer alles selber gemacht.

Ich mache das schon, hat sie gesagt, ich mache das schon.

Ich habe mich oft gewundert, woher sie die Kraft hat, die große Energie.

Hat sich durchgekämpft.

Nils, Nils, hör zu, bitte.

War nicht immer leicht, ihr Leben, das wisst ihr alle.

Gab schwere Zeiten. Der Unfall ...

Das war nicht leicht.

Aber sie hat das durchgestanden.

Solange du bei mir bist, hat sie zu mir gesagt.

Solange du bei mir bist, schaffe ich das.

Am Schluss war sie immer weniger da.

Meistens hat sie mich gar nicht erkannt.

Aber am Tag, an dem sie gestorben ist.

Da saß ich bei ihr und habe ihr vorgelesen.

Und da hat sie plötzlich den Kopf gedreht.

Und sie hat gesagt, Hans, jetzt ist genug.

Ich habe Aids.

Ein Japaner hat mich angesteckt.

Was?

Ein Japaner!

Danke. - Der war Gast bei meinem Mann.

Sah tadellos aus.

Schöner Anzug und immer die kleinen Verbeugungen.

Sehr höflich, wie alle Japaner.

Der hat mir einen Strauß Rosen mitgebracht.

Und er war sehr nervös, als er ihn überreicht hat.

Ist mir gleich aufgefallen. Er war ganz nervös.

Ja, ich nehme ihm den Strauße ab und steche mich an einem Dorn.

Und da schaue ich ihm ins Gesicht.

Und da sehe ich, dass der lächelt, ganz zufrieden lächelt.

Da war mir klar, warum.

Der hat den Dorn mit einem Aids-Virus präpariert.

Kaffee?

Furchtbar, furchtbar.

Der Kaffee?

Die ganze Angelegenheit. Was soll ich hier?

Es reicht doch, wenn ich auf meiner eigenen Beerdigung bin.

Wo wären Sie denn gerne, jetzt gerade?

In der Badewanne.

Oder im Kino, im Kino, mit Cary Grant.

Sollen wir zusammen ins Kino gehen?

Jetzt? Ja.

Ich kann nicht einfach ins Kino mit einem so jungen Chaoten.

Warum nicht?

Wir machen das heimlich. Das merkt hier gar keiner.

Ich gehe jetzt raus.

Und in 2 Minuten stehen Sie auf und kommen hinterher.

Sie tun so, als müssten Sie aufs Klo.

Ja, ja.

Wollen Sie doch nicht ins Kino?

Was soll ich denn im Kino?

Ich habe Aids.

Ein Japaner hat mich angesteckt.

Sehr, sehr höflicher Mann.

Ah ja?

Taucher?

Nein.

Aber wieso? Taucher ist doch klasse.

Nein.

Doch, Taucher ist klasse.

Nein. Doch.

Geht es vom Platz her? Ja, ist super, danke.

Sie waren aber nicht in der Kirche? Ich habe Sie gar nicht gesehen.

Nein, das habe ich nicht mehr geschafft.

Wie war es denn?

Ja.

Schön.

Sehr protestantisch.

Oh je! Gott ist eine Tankstelle.

Wirklich? Das hat der gesagt?

Leider ja.

Aber die Rede von Hans war sehr schön.

Ja, stimmt.

Sehr traurig.

Na, jetzt sitzt der da in diesem schrecklichen Haus.

Koste mal.

Möchtest du was?

Und Sie sind vom Kasseler Teil der Familie?

Äh, genau.

Wie geht es denn Georg?

Gut.

Echt?

Ich meine, trotz Scheidung und allem?

Doch, ja, ja.

Und reden die jetzt wieder miteinander?

Äh, nein.

Und die Kinder?

Die gehen zu ihm.

Wie, die gehen zu ihm?

Hat er mir erzählt.

Anscheinend kriegt er das Sorgerecht.

Georgs Kinder sind erwachsen. Die sind vor Jahren ausgezogen.

Sorgerecht? Ich glaube, es hackt.

Entschuldigung. Da habe ich mich wohl ...

Raus! Entschuldigung, ich ...

Bitte, Sie müssen jetzt aussteigen. Steigen Sie jetzt bitte aus.

Ja.

Komm da raus, jetzt! Ja, mache ich doch auch.

Es ist alles gut. Es ist alles gut, ja.

Er ist ...

Ich bin doch noch angeschnallt, Mann.

Hier sind Kinder im Auto!

Raus! Tschüs.

Ja! Mach es gut.

Gib das her.

So ein Arschloch. Entschuldigung.

Aua!

Och, Mann.

* gediegene Jazz-Musik *

* Das Musik-Stück klingt aus. *

* Er klingelt. *

Wie haben Sie sich denn kennengelernt?

Ja, das ist eine irre Geschichte.

Er hat einfach geklingelt.

Und er hat zu Sebastian gesagt, er hätte einen Termin mit mir.

Ich wusste nicht ... - Konntest du nicht.

Es tauchen hier dauernd unangemeldet Leute auf.

Jedenfalls kam ich dann nach Hause.

Und da saß plötzlich eine wildfremde Person auf der Couch.

Ich habe ihn gefragt, was er will.

Er sagt, er heißt Paul und würde gerne hier eine Weile wohnen.

Ist ja genug Platz hier.

Tja, das hat er tatsächlich gesagt.

Es ist genug Platz hier.

Und Sie haben ja gesagt? - Nein.

Ich dachte, er ist ein bisschen gestört, bipolar vielleicht.

Ein Onkel von mir hat das auch.

Der geht als Jesus durch die Fußgängerzone.

Kann man nichts machen.

Ja, auf jeden Fall, wir haben, ich habe Tee für ihn gemacht.

Und wir haben geredet.

Plötzlich war Abend und wir hatten die dritte Flasche Wein getrunken.

Und geredet und geredet.

Kein wunderbarer Typ.

Wie lange war er insgesamt hier?

4, 5 Wochen.

Eine lange Zeit.

Ja.

Ich bin sehr krank, Krebs.

Ist eine ziemliche Scheiße.

Ich hatte damals gerade meine erste Chemo angefangen.

Na ja, da bleibt nicht sehr viel Liebenswürdiges übrig.

Das war für Sebastian wohl ein bisschen viel.

Ich bin froh, dass Paul hier war.

Ohne ihn, ich weiß nicht, wie ich das geschafft hätte.

* Stimmengewirr, dumpfe Musik *

Hast du vielleicht eine Muschel?

Nein, tut mir leid.

Kriege ich ein Bier?

Hast du eine Muschel?

Ich will das Meer hören.

Hier.

Kriege ich jetzt ein Bier?

* Meeresrauschen *

Bist du Karl?

Ja.

Cool.

Hi.

Hi.

Ich mag euren neuen Song.

Ah, ja, danke.

Ich höre den die ganze Zeit. Ist Hammer, echt.

Das freut mich, danke.

Das ist so, das ist so richtig körperlich, weißt du?

So, das, das kriecht so richtig rein.

So, so ist das, so. Das geht so richtig rein.

Das ist schön, das ist echt gut.

Ich schaue mich mal um, ich habe meine Runde noch nicht gemacht.

Ja, alles klar.

* entspannte Musik *

Entschuldige.

Welches ist denn der Gastgeber hier?

Flo.

Und welcher ist Flo?

Der da.

Der Große?

Hm.

Ist der nett? Sieht nett aus.

Findest du?

Ist der nicht nett?

Wer bist denn du?

Paul.

Ich bin ein Freund von einem Freund von einem Freund.

* Er summt vor sich hin. *

Morgen.

Morgen.

Ist Flo auch schon wach?

Nein.

Soll ich den wecken?

Frühstück ist fertig.

Okay.

Ja.

Hey, ich glaube, da ist dein Vater in der Küche.

Fuck, ich muss los!

Wer ist da?

Dein Vater.

Oh nein!

Willst du nicht noch Frühstück? Auf keinen Fall.

Wer sind Sie?

Paul.

Aha. Was machen Sie in meiner Küche?

Frühstück?

Im Ernst, was machen Sie hier?

Ich dachte, nach so einer Party ...

Ich kenne Sie nicht. Ich dich ja auch nicht.

Macht doch nix.

Alter, verpiss dich!

Hey, entspann dich.

Wir frühstücken zusammen und dann haue ich wieder ab.

Hier.

Setzen!

Waren Sie auf der Party?

Hm.

Mit wem?

Alleine.

Ich habe die Musik gehört und bin rein.

Machen Sie sowas öfter?

Schon, ja.

Nicht falsch verstehen, aber sind Sie ein Penner oder sowas?

Penner?

Okay, Obdachloser, Landstreicher, Punk, sowas?

Das sind die Optionen?

Leider ja.

Aha, okay.

Hier, kannst du haben.

Wohin fährst du?

Nach Lodz.

Wudsch!

Bitte?

Wudsch!

Oder eben nach Wudsch. Ja.

Was machst denn du da?

Erasmus-Semester, ich habe mich aus Versehen dafür eingetragen.

Das war auch voll nett.

Da war ich mit so einer Seniorenreisegruppe in Ulm.

Wir haben lauter Kirchen angeschaut.

Die waren wie so Pinguine.

Hm? Ah ja, haben wir auch.

Wie lange bist du schon unterwegs?

Fast 4 Monate.

Und wieso?

Also, ich meine, war das schon immer der Plan?

Nein, gar nicht.

Das ist irgendwie passiert.

Wie passiert?

Ich bin zur Arbeit gefahren und irgendwann vom Rad gestiegen.

Losgelaufen.

Ey, ich biege da ab, ja?

Ich biege da ab und wir fahren über Land nach Lodz.

Huuuh!

Wuuhuuu!

Wuhuu! Fuck!

Freedom!

Alles klar, weiß ich Bescheid. Danke dir.

Ja, tschau.

So eine Scheiße!

Was denn?

Ich habe kein ADAC.

Fuck, ey.

Gibt es hier irgendwo Bretter?

Was willst du mit Brettern?

Weiß nicht, ich habe keine Ahnung von sowas.

Kann man da nicht was mit Hebelwirkung machen?

* Der Vogel kreischt laut. *

* Der Vogel beruhigt sich. *

* Telefonklingeln *

Hallo, Frau Zeise. Hier ist Ulrich Klinger.

Passt es gerade?

"Haben Sie was gehört?"

Ja.

Also vor einem Monat war er noch in Hamburg.

Und hat bei einem Kunstsammler gelebt.

"Ja, und davor ist eine Lücke."

"Ich weiß nur, dass er in Berlin war."

"Er hat da offenbar eine Zeit lang auf der Straße ..."

"Na ja, er war sozusagen obdachlos."

Verstehen Sie das alles?

Nicht wirklich.

Nein.

"Ist das psychisch?"

Ja, vielleicht.

"Sie glauben nicht?"

Nein.

Es sieht nicht so aus, soweit ich das beurteilen kann.

Das ist schlimm.

Aber ich hatte fast gehofft, dass Sie mir sagen, er ist krank.

Er hat eine Psychose oder was auch immer.

Natürlich, das ist schwer, wenn man so gar nichts weiß.

Ich ...

Ich kann Ihnen leider wenig Hoffnung machen.

So, wie sich das alles darstellt.

* Der Motor eines Traktors läuft. *

Also Berlin geht gar nicht.

Ja, dann halt Kiel.

Kiel? Wieso nicht?

Kiel ist der Ober-Horror. Wieso?

Ich war mal da.

Und das ist die schlimmste Stadt der Welt.

Ja, ist ja gut.

Was studierst denn du eigentlich?

Was tippst du?

Kulturwissenschaft.

Scheiße.

Wirklich?

Ja, leider.

Wieso leider?

Weil das ein absolut sinnloses Studium ist.

Musst es ja nicht machen.

Mir fällt nichts anderes ein. Und die Leute sind nett.

Aha.

Was heißt aha?

Aha heißt aha.

Ich weiß, dass das die schlimmste Antwort der Welt ist.

Davor habe ich Lehramt studiert. War auch scheiße.

Aha.

Fick dich.

War schön, die Fahrt.

Vielen Dank.

Viel Glück.

Willst du noch eine Kippe?

Nein, ich höre auf.

Ich kann dir noch eine Stulle schmieren.

* Er spricht Polnisch. *

* Jemand pfeift. *

Hi.

Hi.

* Der auf der Bank spricht mit seinem Kumpel. *

* Er redet auf ihn ein. *

Oh, sorry, I'm leaving, okay?

No!

Just relax. Okay.

And help my friend. Okay.

Understand, yes? Okay.

Shoes!

No, sorry, please, no, I need them.

I need the shoes, I need them ...

* lakonische Musik *

* Die Musik endet. *

Hallo?

Hallo!

Hey, wake up!

Hallo!

* Polnisch *

Was?

Ja.

* Polnisch *

I don't speak Polish.

You can visit him now.

You know his family?

No.

The wife?

No.

Do you like to stay with your friend tonight?

I can get you ...

* Polnisch *

Yes.

Okay.

Thank you, thank you very much.

Okay.

* Die medizinischen Geräte piepen regelmäßig. *

* Autos rauschen vorbei, Züge rattern. *

Hallo.

* Polnisch *

* Eine Sirene ertönt. *

Na ja, ich habe ihm angeboten, dass er erst mal hier pennen kann.

Aber er wollte nicht.

Was?

Ich frage mich, warum du ihn mitgenommen hast.

Was hast du davon? Na ja, nichts.

Er ist ein witziger Typ. Ich mochte den.

Und er mochte dich? Ja.

Glaube schon, ja.

Ich habe mich verarschen lassen? Ja.

Leider ja.

Ich verfolge ihn schon lange.

Eigentlich immer die gleiche Geschichte.

Paul ist plötzlich da.

Er ist charmant, bleibt eine Weile. Nimmt sich, was er will.

Und wenn er keine Lust mehr hat, dann haut er wieder ab.

Hast du eine Ahnung, wo er hin wollte?

Nein. Hat er nichts erwähnt?

Ich telefoniere fast jeden Tag mit seiner Frau.

Die weiß nichts von ihrem Mann, seit er verschwunden ist.

Für sie ist das ganz schön brutal.

Also, wenn du irgendetwas weißt?

Er will nach Kiel.

Nach Kiel?

Ja.

Wozu?

Keine Ahnung, er will da jemanden treffen, nächste Woche.

Weißt du, wen? Nein.

Aha. Und wo?

Ja, was weiß ich?

Your friend has a ...

Hirn-Infarkt.

Hm.

He will die.

Okay.

You stay?

Yes.

Okay.

* regelmäßiges Piepen der Apparate *

* lautes Zischen *

* Der Junge singt einen Ton. *

* regelmäßiger Alarm-Ton *

* Der Alarm wird abgestellt. *

* gefühlvolle Klavier-Musik *

* Die Musik klingt aus. *

* lautes Geräusch *

"Frau Zeise ..."

Hallo?

Hallo. Ich höre Sie nicht.

Was ist denn bei Ihnen los?

"Hallo?"

"Sind Sie noch da?"

Ich glaube, ich weiß, wo Paul ist.

"Wirklich?"

Ja.

Er ist offenbar auf dem Weg nach Kiel.

"Es wäre gut, wenn Sie kommen."

Natürlich, klar.

Ja, danke.

Immer wieder gern.

Hast du vielleicht noch eine Zigarette?

Na sag mal.

Latte, Cappuccino, Espresso, Crema? Nein, normalen Filterkaffee.

Filterkaffee. M, L, XL?

Äh, mittel.

Für mich auch. Wo habt denn ihr Zucker?

Das kann man sonst nicht trinken. Zucker, gleich hier vorne.

Macht dann 6,20 Euro.

Danke.

Weißt du, wie lange eine Katze ohne Nahrung überleben kann?

Nein, keine Ahnung.

Aber schätze doch mal. Was schätzt du denn?

Mehr als 2 Tage, das schon, oder?

Ich habe das mal gegoogelt.

Da stand nichts über Norwegische Waldkatzen, nur über normale.

Die überleben das ziemlich leicht.

Aber Norwegische Waldkatzen sind ja so extrem gezüchtet.

Oder? Deine Katze?

Nein, die ist in Kiel.

Nein, ich meine, ob die Katze dir gehört?

Nein, die ist von Freunden von meiner Mutter.

Ich kann bei denen wohnen und muss die Katze füttern.

Jetzt bin ich viel zu spät und weiß nicht, ob die noch lebt.

Scheiß Katze.

Gib mal bitte.

Ich bin Nele.

Paul.

Aha.

Wohin fährst du?

Keine Ahnung.

Ich habe kein Auto.

Wie bist du dann hier hergekommen? Getrampt oder was?

Hm.

Bist du pervers?

Was?

Wenn du nicht pervers bist, nehme ich dich mit.

Ich bin nicht pervers. Sicher?

Guckst so, als wärst du nicht sicher.

Ich bin mir sicher.

Sowas muss man vorher klären.

Ja, absolut.

Mitfahren heißt nicht ficken.

Habe ich verstanden. Gut.

Ach, Scheiße.

Was ist?

Ich habe mich in was reingesetzt. Wirklich?

Ja, mein Arsch ist total nass.

Na, steh halt auf.

Ich kann nicht.

Wie, du kannst nicht?

Nachher ist das Hundescheiße.

Welcher Hund kackt denn auf eine Bank?

Keine Ahnung, ein Rottweiler oder eine Dogge.

Wenn, dann kacken Vögel auf Bänke. Vielleicht ist es Schwanen-Scheiße.

Jetzt steh halt auf!

Oh, Mann.

Und sag, was ist es?

Ketchup!

Nein, oder?

Doch, und eine Pommes.

Iiih!

Du hast ein Menü am Arsch.

Och, Scheiße.

Oh, Mann! Ach, komm.

Hast du kein Gepäck? Nein, das ist weg.

Wie weg? Verloren oder was?

So in der Art.

Scheiße.

Hose aus!

Das ist schon fast weg.

Ist überhaupt nicht weg. Hose aus!

Hier.

Danke.

Mann, das war doch toll von mir, oder?

Findest du nicht, dass das toll von mir war?

Der war wirklich ganz klein, mit Glatze und allem.

Und sein Bauch, der hing über den Gürtel drüber.

Ja, habe ich verstanden.

Wie ein Stück Teig.

Und ich habe den trotzdem geliebt, echt geliebt.

Das ist doch wahnsinnig demokratisch von mir, oder?

Hast du vielleicht noch ein Croissant oder so?

Hm, guck mal im Seitenfach von der Tür.

Da ist vielleicht noch Salat drin.

Das war ein Witz.

Okay.

Ist kalt?

Was ist das eigentlich für ein hässlicher Anzug?

Habe ich geerbt.

Ich glaube dir kein Wort.

Ich habe den geliehen.

Du lügst.

Ich mag Lügner.

Mann, diese scheiß Katze!

Die stirbt bestimmt.

Die stirbt genau jetzt.

Was mache ich denn dann?

* Sie miaut und röchelt. *

Wollen wir baden?

Ich nicht.

Bist du schwul?

Nein.

Bist du sicher?

Ja.

Warum willst du dann nicht baden?

Könnte doch sein, dass ich nackt bade.

Badest du nackt?

Bist du bescheuert?

Wollen wir mal los?

Was ist denn jetzt mit dir los?

Bin müde.

Kann ich bitte ein Foto von dir machen?

Bitte. Nein.

Bitte, bitte. Das sieht so schön aus.

Hoffentlich lebt die.

Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich lebt die.

Kannst du bitte aufschließen? Ich kann das nicht.

Lebt die?

Jetzt sag doch mal was.

Die ist tot, oder? Scheiße.

Miau!

Geil, oder?

Ich weiß ja nicht, was du vorhast.

Aber kannst hier wohnen, wenn du willst.

Willst du?

Gerne.

Hast du eigentlich Geld?

73 Cent und 18 Zloty.

Echt? Verdammt.

Ich dachte, du bist vielleicht so heimlich reich.

So ein Edel-Penner oder so was.

Nein.

Shit!

Hier sind ein paar richtig geile Hemden.

Hier.

Gehört jetzt alles uns.

Hallo! Und?

Hier.

Oh! - Selbstgemacht.

Ist ja toll. Vielen Dank.

Ich parke mal eben.

Soll ich Sie mitnehmen? - Ist vielleicht besser.

Ja, nicht, dass ich mich verfahre.

Eben, sonst muss ich Sie auch noch suchen.

Hm.

Und deine Frau?

Die war toll.

Die ist toll.

Wenn du noch einmal toll sagst ...

Nein.

Das fehlt mir alles nicht.

Weiß die, wo du bist?

Nein.

Du bist schon auch ein Arschloch.

Bist du glücklich, Paulchen?

Keine Ahnung.

Ist ja auch eine bescheuerte Frage.

Ob man glücklich ist?

Man wird ja traurig.

Aber nur, weil man immer denkt, dass man doch glücklich sein könnte.

Und das nur nicht ist, weil man irgendwas falsch macht.

Wollen wir los?

Ich würde gern zahlen.

Die Dame zahlt?

Ich gehe mal kurz auf die Toilette.

Bis gleich, Liebling.

Er war mal mein Mathelehrer.

Nach der Schule sind wir in den Wald gefahren.

26 Euro, bitte.

Und dann hat er mich zu Hause abgesetzt.

Und dann hatte ich immer lauter kleine Blätter in den Haaren.

Und diese gekringelten Dinger, die an Bäumen wachsen.

Danke.

Stimmt so.

* Jemand klopft. *

Ja.

Störe ich?

Nein, gar nicht.

Wollen Sie was trinken?

Also, wir haben hier ein Bier.

Oder Wein, oder Saft.

Gerne ein Bier.

Sie sehen irgendwie anders aus.

Wie denn?

Weicher?

Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, da fand ich Sie ...

... ein bisschen spröde.

Spröde? - Hm.

Dann danke.

Das war ein Kompliment, oder? - Ja, das sollte ein Kompliment sein.

Glauben Sie wirklich, dass wir ihn finden?

Ich hoffe. Ja.

Was sage ich denn dann?

Wenn wir ihn finden? - Hm.

Ich überlege die ganze Zeit, was ich dann sage.

Na.

Schwein!

Bisschen viel Aufwand, nur, um jemanden zu beschimpfen.

* Die Zimmertür schließt sich langsam. *

Hast du die Schlüssel?

Ja, warte mal.

Was machst du denn da?

Jetzt komm.

Und was, wenn die wiederkommt? Die kommt nicht so schnell.

Woher willst du das wissen? Das sieht man.

Pft!

Klar sieht man das.

Woher hast du das mit der Handtasche?

Weiß nicht.

Das war doch nicht spontan.

Klar war das spontan.

Das ist ja das Geile an mir.

Findest du mich schön?

Ja.

Im Ernst, du findest mich hässlich.

Stimmt ja auch, bin ich ja auch. Hässlich, hässlich, hässlich.

Jetzt sag mal was!

Erzähl mal von dir.

Ich kann dir meine 3 größten Ängste sagen.

Habe ich mir neulich überlegt.

Okay.

Erstens, dass ich sterbe.

Zweitens, dass alles, was ich sage und was ich bin.

Dass das eigentlich von niemandem verstanden wird.

Drittens?

Drittens, dass ich nie reinfinde in irgendwas Normales.

Dass ich das nicht hinbekomme.

Weil ich es nicht aushalte.

Weil ich dann immer woanders bin.

Ich bin dann immer nicht da.

Das habe ich nicht verstanden?

Was?

Wo bist du nicht?

Du dummer alter Mann.

Du riechst eklig.

Oh, Mann.

* Jemand schließt auf.*

Scheiße!

Entschuldigung, können wir mal bitte?

Guten Abend.

Gut geschlafen?

Tun Sie nur so oder lesen Sie wirklich?

Ich tue so.

Das ist sehr nett von Ihnen.

Wir bleiben einfach hier wohnen.

Okay.

Du kannst ja was arbeiten, am Hafen, auf einem Krabbenkutter.

Oder als Gärtner.

Gärtner finde ich gut.

Aber wir ficken nicht!

Kann ich Sie kurz mal was fragen?

Klar.

Wir sind auf der Suche nach einem Freund.

Ich hoffe, da ist nichts passiert, oder so.

Der untere, haben Sie den gesehen?

Ihn jetzt?

Nein.

Kennen Sie den?

Das ist ja mal ein Hübscher.

Nein, leider nicht.

Sicher?

Wenn ich den schon mal gesehen hätte, würde ich mich dran erinnern.

Nix?

Das bringt doch alles nichts.

Ich fahre morgen wieder.

Ehrlich, ich war ein Jahr in der Psychiatrie.

Geschlossen, Hardcore.

Hm.

Mann, jetzt glaubst du mir das nicht.

Nein.

Mann, ich bin Borderline und depressiv und alles.

Ich habe wirklich extrem viele Störungen.

Hast du mal eine Zigarette?

Echt jetzt. Ich bin total kaputt.

Ich werde in Zukunft für dich anrauchen.

Super.

Damit dein Leben endlich etwas leichter wird.

Mann, meine Unterhose kneift.

Kennst du das?

Das gibt es bei Männern bestimmt dauernd, dass da was kneift, oder?

Da kann sich ja viel mehr einklemmen.

5 Euro.

Ich will die nicht.

6 Euro.

Ich ziehe die Mütze nicht an.

10 Euro.

Okay, 13.

13, und einen Kuss von einem von uns beiden.

Wenn das die alle im Leben haben, alle, mit dem ganzen Scheiß.

Ist doch wahnsinnig abstrakt, oder?

Nein.

Wie, nein?

Dazu kann man doch nicht einfach nein sagen.

Stell dir mal vor, das bist du.

Stell dir vor, du sitzt da komplett alleine in diesem China-Albtraum.

Und bist beleidigt, weil dich niemand liebt.

Der sieht doch nett aus.

Aber davon rede ich gar nicht. Ich finde, der sieht total nett aus.

Das meine ich doch gar nicht.

Ich meine, jeder Mensch ist eine Welt, das meine ich.

Wieso lachst du jetzt?

Ja, weil das Kitsch ist.

I know.

Das ist totaler Kitsch.

Kann ich ja nichts für. Ist ja trotzdem so.

Es ist schwer, verschüttetes Wasser wieder zu sammeln.

Bei mir steht: Trag am Montag die Farbe Grün.

Es wird dir Glück bringen.

Erzählen Sie mal was von sich.

Von mir? - Ja.

Ich weiß gar nicht, wer Sie sind.

Puh!

Also ...

Ich lebe allein.

Und arbeite viel.

Fast immer eigentlich.

Ich weiß auch nicht, ich habe keine Hobbys oder so.

Und fahre auch kaum weg.

Früher bin ich öfter weggefahren.

Also richtig weg.

Nach Marokko, nach Indien.

Wirklich, Sie waren in Indien?

Ja, ja, im Ashram. - Nein!

Doch, ja, bei Osho.

Wirklich?

Ich war ein richtiger Hippie. - Und dann?

Wie wird man vom Hippie zum Privatdetektiv?

Weiß ich auch nicht so richtig.

Na ja, ich habe mich so langsam dahin gelebt.

Ist gleich fertig.

Du musst stillhalten.

Halt still jetzt.

Ist das schön grad.

Findest du schön?

Das ist schön, schön, schön, schön!

So ist okay, glaube ich.

Das ist genau gut.

Du?

Wenn wir hier raus müssen.

Kommst du dann mit?

Wir können dein Auto nehmen und fahren nach Dänemark.

Oder wir fahren nach Italien.

Vielleicht fahren wir auch nach Dänemark.

Dänemark ist super.

Kommst du mit?

Schlaf gut, Paul.

Das wäre doch voll schön, oder? Nehmen wir dein Auto und dann ...

Morgen, Paul.

Gut geschlafen?

Geht so.

Und du?

Geht so.

Mich haben gerade die Freunde von meiner Mutter angerufen.

Die kommen heute wieder.

Du musst gehen.

Bleibst du hier?

Wollen wir noch aufräumen?

* Geld fällt aus der Hose. *

Mach es gut, ja?

Ja. Tschüs.

Gute Mütze.

Danke.

Steht dir.

Habe dich erst gar nicht erkannt.

Kenne ich Sie?

Nein.

Was mache ich denn jetzt?

Können Sie mir vielleicht ein bisschen Geld leihen?

Nur so ein paar Euro.

Viel Glück.

Ja.

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