All language subtitles for Die.Frau.des.Heimkehrers.2006.GERMAN.dTV

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Original subtitles

Wir sind da.

Kirchau.

Danke fürs Mitnehmen!

Eisfeld! Zurück ins Glied!

Sprechen uns nachher.

Zweite Gruppe einen Schritt vor!

Regt euch!

Lass das!

Da fehlt noch Zucker.

Haben wir schon lange nicht mehr.

Karlheinz!

Karlheinz!

Sebastian...

Sebastian!

Karlheinz.

Sebastian!

Die Eva sagte schon, du hast Fronturlaub.

Was ist das?

Mein Andenken an die Krim.

Ich muss so nicht zurück an die Front.

Sebastian! Dass ich dich als Ersten sehe!

Lass dich ansehen!

Die Eva wird dich rausfüttern müssen.

Sitz auf! Ich fahr dich heim.

Hüa, komm!

(Sprecher:) "Die Ostfront ist seit dem russischen Großangriff

in schwere Abwehrkämpfe verwickelt. Alle Dinge sind dort noch im Fluss.

Am Oberlauf der Berezina sowie westlich von Polock

finden harte Kämpfe gegen den bolschewistischen Feind statt.

Von der Stadt Sluzk werden starke Straßenkämpfe gemeldet."

Unsere holen Luft zum Gegenangriff.

Dann sei Gott den Russen gnädig!

Du glaubst immer noch an Wunder, Papa.

Unsere Soldaten...

Nicht, Papa! Bitte nicht!

Die arme Frau Reiber!

Man meint, so eine Frau könnte man trösten. Dafür gibt's keinen Trost.

Der Georg Reiber...

Bitte, Julius! Bitte hör auf!

...ist für das Vaterland gestorben.

Wie froh ich bin, dass wir eine Tochter haben!

Und einen Schwiegersohn, Mama.

Wenn der Krieg noch lange dauert,

müssen die auch an die Front.

Der wird nicht mehr lange dauern.

Fähnlein angetreten.

Wir grüßen unsern heldenhaften Unteroffizier Karlheinz Rombach.

Heil Hitler, Herr Unteroffizier!

Heil Hitler!

Rührt euch, Jungs!

Dass du da bist!

Wie froh ich bin, dass du endlich da bist!

Peter!

Papa!

Komm her, mein Sohn!

Papa, das kratzt!

Tut mir Leid!

Das macht nichts.

Ich glaube, den meisten geht es so.

Meinst du?

Wo man Tag und Nacht von nichts anderem träumt, da draußen...

Nicht nur da draußen.

Auch bei uns daheim.

(Die Alarmsirene heult.)

Geh da weg! Karlheinz!

Die fliegen auf Coburg zu.

Heute hätten sie uns wenigstens verschonen können.

Was ist mit Peter?

Meine Mutter kümmert sich um ihn.

Komm wieder ins Bett!

Heut passiert uns nichts.

(Draußen heulen die Luftschutzsirenen.)

Morgen!

Schlaf weiter!

Wie gut, dass wir nicht in den Keller gegangen sind!

Unvorsichtig war das schon.

Aber schön.

Wunderschön.

Ich hab was für dich.

Das habe ich aus einer Patronenhülse gehämmert.

Das Schwierigste war das Scharnier.

Und der Verschluss.

Das Bild habe ich immer bei mir getragen. Jetzt bleibt's bei dir.

Und du?

Ich nehme ein anderes mit.

Ist das schön!

Häng es mir um!

Gerne.

Da bleibt es.

Bis du wieder da bist.

(Leute singen:)

"Hoch soll er leben, dreimal hoch!"

Vielen Dank!

Ich danke euch allen!

Essen Sie nur! Wer weiß, wann es wieder so einen guten Kuchen gibt.

Wenn man nur auf die Lebens- mittelmarken angewiesen wäre.

Die Zeiten werden härter. Da müssen wir eben durch.

Bis zum bitteren Ende.

Ich an Ihrer Stelle wäre vorsichtiger, Herr Pfarrer.

Es ist nicht das erste Mal.

Der Herr Pfarrer sagt nur, was immer mehr Leute denken.

Solche Leute schwächen unsere Widerstandskraft.

Schwiegervater!

An der Front sieht das ganz anders aus.

Papa, kommst du mit?

Ich baue einen Staudamm.

Ein bisschen später.

Iss noch ein Stück von Mamas leckerem Kuchen!

Hilde, wie geht's dir?

Mir? Ich arbeite immer noch im Rathaus. Ich hab'n guten Chef.

Hast du's gehört, Bürgermeister?

Wenn mich deine Cousine so lobt...

Gefährlich!

Ich kann das alles nicht so begreifen.

Vor 3 Tagen noch an der Front...

Reden wir über was anderes, Karlheinz!

Spiel uns was Lustiges, Sebastian!

Sie gestatten?

Du spielst schön und kannst selber nicht tanzen. Schade!

Das wär eine Freude mit meinem Krüppelfuß.

Du bist geschickt. Das merkt man kaum.

Sag's lauter! Dann schicken sie mich wieder an die Front.

Gell!

Der Rudolf war einer meiner besten Kameraden.

Wir haben alle geglaubt, wenn's einen nicht erwischt, dann ihn.

Und dann...

Da ist das Geschoss.

Da ist es schon zu spät.

Wie er dagelegen ist...

So verdreht...

Als wenn ein Kind eine Puppe weggeworfen hätte...

Wie bringe ich dich bloß auf andere Gedanken?

Lass uns noch einen Schluck Wein trinken!

Ich bin so froh über unseren Jungen und über dich.

Ihr wisst gar nicht, wie lieb ich euch habe.

Doch, Karlheinz! Das wissen wir.

Wir haben dich mindestens genauso lieb.

Dass mir keiner heult!

Pass auf dich auf!

Versprich mir das!

Hoch und heilig.

Der Krieg dauert nicht mehr lange.

Hoffen wir's!

Peter!

Den Staudamm bauen wir, wenn ich wieder da bin.

Ja, Papa...

(Eine Trillerpfeife schrillt.)

Abfahrt in 5 Minuten!

Karlheinz!

Hab ich es doch noch geschafft.

Sebastian...

Das hat meine Mutter für dich mitgegeben.

Fabelhaft! Ich danke dir!

Pass auf dich auf! - Mach ich.

Komm mal mit!

Du passt mir auf die Eva auf! Und den Peter.

Ich vertrau sie dir an.

Aber hast du vergessen... - Das ist 15 Jahre her.

Ich weiß, dass ich mich auf dich verlassen kann.

Der Peter ist noch ein Kind.

Mein Schwiegervater ist verbohrt.

Du musst es mir versprechen.

Ist gut, Karlheinz! Versprochen!

(Die Lok pfeift.)

Alle einsteigen! Der Zug fährt ab.

(Die Trillerpfeife schrillt.)

(Kanonen donnern in der Ferne.)

Dawajte!

Waffen runter!

Stojat! Nu tschto stoisch! Idi sjuda!

Meinst du, bei Papa ist jetzt auch Weihnachten?

Weihnachten ist überall auf der Welt, mein Schatz.

Ob die auch richtig feiern?

Das weiß ich nicht.

(Es läutet an der Tür.)

Ich mach auf. - Wo er jetzt wohl ist?

Frohe Weihnachten, Frau Kantor! Für Sie!

Besuch für euch.

Hallo!

Na? Hallo!

Das ist ein schöner Baum!

Den holte mein Vater vom Förster.

Beziehungen braucht man. Ich hab ein paar Geschenke.

Krieg ich auch eins?

Als ob ich dich vergessen könnte.

Was ist denn da drin?

Das erfährst du erst bei der Bescherung.

Und das ist für dich.

Danke!

Magst du mitkommen? Ich fahr mit dem Schlitten zum Wildfüttern.

Darf ich, Mama?

Mit dem Sebastian immer.

Na komm!

Schön machst du das, mein Kind!

Mama, mir ist so elend. Er fehlt mir so.

Diese Ungewissheit, dass man nichts von ihm hört.

(Der Wind pfeift heftig.)

(Gesprächsfetzen in russischer Sprache dringen leise herüber.)

Wie bist du bloß an das Wachs gekommen?

Jedes Mal in der Schreibstube hab ich ein wenig abgekratzt.

Wenn man wenigstens was von zu Hause hören würde.

Das kann lang dauern, bis dieser Scheiß-Krieg endlich vorbei ist.

Hoffentlich leben wir dann noch.

(Er spielt Mundharmonika.)

(Er spielt "Stille Nacht".)

(Die Kameraden singen mit.)

"... Alles schläft,

einsam wacht

nur das traute, hochheilige ..."

(Schüsse krachen.)

Was war das?

Das war sicher der Markus Kaiser.

Hat versucht, zu fliehen.

Wenn die dich erwischen, machen sie kurzen Prozess.

"Stille Nacht, heilige Nacht!

Alles schläft, einsam wacht

nur das traute, hochheilige Paar.

Holder Knabe im lockigen Haar,

schlaf in himmlischer Ruh ..."

Los, nach Hause!

Die Amerikaner kommen.

Wohin willst du, Julius?

Ich habe Befehl bekommen. - Befehl?

Von wem? - Von der Gauleitung.

Die Amerikaner zerstören jedes Dorf, das Widerstand leistet.

Es geht ums Vaterland.

Es geht ums nackte Überleben, der Krieg ist lange verloren.

Begreifst du das nicht? - Sollen wir uns kampflos ergeben?

Na also!

Du stürzt uns alle ins Unglück.

Volkssturmgruppe angetreten!

Danke!

Kommen Sie mal her, Ortsgruppenleiter!

Die aus Bergweiler

greifen die Amerikaner von der Koblerhöhe an.

Wenn ihr durch das Aichbachtal

bis zur Erlenhöhe vorrückt, nehmen wir sie in die Zange.

Die werfen wir zurück. Sollte man eine Panzersperre bauen?

Leute...

Wir können unser Vaterland nicht mehr verteidigen und nicht retten.

Deshalb befehl ich euch: Legt die Waffen nieder!

Werft sie auf den Wagen!

Wir verschrotten sie.

Was?

Das ist Hochverrat! Dafür werden Sie hängen.

Waffe weg, Mann!

Das ist ein Befehl!

Du hast genau eine Minute Zeit, hier zu verschwinden.

Und die Waffen ab!

(Eine Explosion kracht.)

(Fanfaren ertönen.)

(Lautsprecher:) Der Lagerkommandant gibt bekannt:

Eben hat das faschistische Deutschland kapituliert.

Hitler hat feigen Selbstmord begangen.

Die Sowjetunion

und ihre Alliierten

haben einen historischen Sieg errungen.

(Marschmusik erklingt.)

Der Krieg ist aus.

Die schicken uns nach Hause.

Schön wär's.

Deutschland hat kapituliert, und die Kriegsgefangenen dürfen heim.

Sven, wir kommen nach Hause!

Wir machen Champagner auf!

Rabotaj, rabotaj!

Ist der Krieg jetzt aus, Opa? - Ja, ja.

Gott und allen Heiligen sei es gedankt!

Endlich! Jetzt kommt der Papa heim.

Jetzt kommt er bestimmt.

Ortsgruppenleiter Kantor!

Hier!

Julius Kantor. - Mitkommen!

Warum denn?

Nix warum. Mitkommen!

Nein... Julius!

Mama...

Schon gut, Kind. Er hat es sich selber zuzuschreiben.

Wenn er nur einmal auf mich gehört hätte.

Ich sagte schon von Anfang an, tritt nicht in die Partei ein!

Er hat ja einer der Ersten sein müssen.

Aber du hast immer zu ihm gehalten.

Er ist mein Mann.

Er hat Fehler gemacht. Er ist trotzdem mein Mann.

Du bist ganz schön tapfer.

Weißt du das? - Das sagst du?

Die noch tapferer sein muss als ich.

Hast du schon überlegt,

was wäre, wenn...

wenn Karlheinz nicht wiederkommt?

Was redest du denn da? Natürlich kommt er wieder.

Das spüre ich.

Hier drin spür ich das.

Er kommt ganz bestimmt. Er kommt.

Nein, der Name ist nicht dabei, Frau Rombach.

Aber das hat ja so kurz nach Kriegsende nichts zu bedeuten.

Wir nehmen jetzt das Foto in unsere Verschollenenliste auf.

Dann werden alle erreichbaren Heimkehrer nach Ihrem Mann befragt.

Haben Sie einen Rat, was ich sonst noch tun kann?

Im Augenblick?

Nichts außer Kameraden Ihres Mannes ausfindig zu machen.

Sie müssen Geduld haben.

Geduld ...!

Sehnsucht

mit "h" oder ohne?

Mit "h"!

Schreiben hat mich immer angestrengt.

Mich nicht.

Aber wenn nie eine Antwort kommt...

Trotzdem!

Ich will nicht aufhören, meiner Eva zu schreiben.

Monat für Monat!

Wenn ich aufhör, ihr zu schreiben, verliere ich die letzte Hoffnung.

Ich werde hier noch wahnsinnig!

Ich weiß nicht mal, ob Eva und mein Junge noch leben.

Das gehört zur Methode des Iwan.

Sie kassieren die ankommenden Briefe oder schicken deine Karte nicht weg.

Du kannst dir denken, was daheim los ist.

Was soll das heißen?

Unsre Frauen sind jung. Sie wollen auch leben.

Hör auf damit! Hör sofort auf damit!

Rombach!

Wojennoplennyj nomer odin dwa pjat sem Karlheinz Rombach!

Poschol so mnoj!

Was ist denn los?

Ty tschto ne ponjal, poschol so mnoj!

Dawaj, dawaj, dawaj!

Poshol nalewo!

Tuda, nam nawerch nuzhno.

Dawaj, dawaj!

Kuda idjosch?! Tuda idti nado!

Dwer otkroj, da tschto ty delajesch?

Dawaj, dawaj, dawaj!

Smorti, westschi widisch?

Widisch westschi? On dwer zakryl.

Mozhesch tscho-nibud sdelat? - Ich bin Schlosser.

Beri instrument, beri instrument!

Dawaj, dawaj!

Dawaj, otkrywaj!

Tschto ty delajesch, ty, knida?

Hey, plennyj, stojat!

A tschto takoje?

Ja s baboj...

Ihr verdammten Schweine!

Hallo, Sebastian!

Hallo, Eva!

Wieder nicht erwischt worden.

Was hast du da geladen?

Meterholz.

Ich nehm von jeder Beuge im Wald 2 Hölzer und gleiche sie wieder aus.

Das merkt keiner. - Das darfst du nicht laut sagen.

Aber dir schon. Heute Nacht säge ich das Holz.

Morgen hacke ich es klein.

Die verkaufe ich für Brennholz.

Was gibt's da zu sehen? - Nichts.

Nur eine Idee.

Willst du immer noch abhauen?

Und du? Willst du nicht mitkommen?

Das überlebt keiner.

Nuka bystrenko rabotat! Tscho stali, begom rabotat dawaj!

Wer sind denn Sie?

Sie sind bestimmt Frau Rombach, die Tochter von Frau Kantor, nicht wahr?

Ja, schon, aber...

Martha Toltschik.

Das ist Emil, mein Mann.

Wir kommen aus Pommern und wurden hier einquartiert.

Unten im kleinen Klassenzimmer.

Ihre Mutter hat mir erlaubt, dass ich hier ein bisschen was koche.

Was wird denn das?

Bratkartoffeln.

Die mach ich mit Kaffeesatz. Da werden sie schön knusprig.

Schmeckt nicht schlecht.

Es ist der 7. Transport, auf den ich schon warte.

Ich hab sie nicht mehr gezählt.

Mein Sohn war 18.

Da habe ich ihn zum letzten Mal gesehen.

Vielleicht ist er jetzt dabei.

Karlheinz!

Entschuldigung!

Das ist der Karli!

Karlheinz Rombach.

Ich sah ihn mit einem Spähtrupp.

Im März '44. - Ja, und?

Von denen ist keiner zurückgekommen.

(Sie sprechen Russisch.)

Dawaj zakurim tschto li po odnoj, derzhi sigaretku!

A nu wylezaj otsjuda!

Bitte nicht schießen!

Nicht schießen!

Ich hätte Sie fast einge- schlossen, Frau Rombach.

Sie beten jeden Tag für Ihren Mann.

Ja.

Bei den anderen wurde es seltener.

So als versickere der Glaube, dass das Gebet helfen könnte.

Aber Sie...

Ich weiß, dass er lebt und...

Ich bete jeden Tag dafür, dass er wieder heimkommt.

Wozmite!

Sie haben es beinahe geschafft.

Molodetz! Toller Kerl!

Bitte!

Sie wissen, was wir mit flüchtigen Kriegsgefangenen machen?

Hallo, Sebastian!

Wo wollt ihr denn hin?

Zur Werkstatt vom Papa. - Wollte nach dem Rechten sehen.

Du bist schon wieder gewachsen. - Ich musste die Hose auslassen.

Was ist das für ein Lastwagen?

Den hab ich gekauft. Erstklassiger Holzvergaser.

"All is possible", wie der Amerikaner sagt.

Alles ist möglich seit der Währungsreform.

Für die Bauern ist allerdings Schluss mit der Herrlichkeit.

Jetzt kommen keine Städter mehr und tauschen Tafelsilber gegen Eier.

Jetzt gibt es auch keine Lebensmittelkarten mehr.

Schluss mit Schwarzmarkt, Tauschgeschäften, Abwertung!

Magst du nachlegen?

Es wird schwer genug. Ich weiß nicht, wovon wir leben sollen.

Ja...

Vielleicht mach ich dir einen Vorschlag.

Peter!

Fasst du mal mit an? - Ja.

Was wird denn das?

Ich mach jetzt Personen- transporte in die Stadt.

Ins Kino...

Das Astoria hat wieder aufgemacht.

Wenn dein Vater zurückkommt, soll er alles so vorfinden wie früher.

Mit dem Hammer hat dein Papa früher die Hufeisen geschmiedet.

Wofür ist das?

Damit hat dein Papa begonnen, bevor er in den Krieg musste.

Das sollte eine Garderobe für unseren Flur werden.

Meinst du, ich kann so was auch lernen?

Natürlich.

Dein Vater würde sich sehr darüber freuen.

Vorne ist auch ein Platz frei.

Warum sagst du das nicht gleich?

Deine Cousine.

Die weiß, was sie will.

Sie kriegt es aber nicht.

(Sie singen den Schlager von den Capri-Fischern.)

(Im Radio spielt eine Bigband "In the mood".)

(Jemand klingelt heftig.)

Julius!!

Dass du wieder da bist!

Und keine Nachricht.

Ich wollte dich überraschen.

Wie oft hab ich in den drei Jahren am Fenster gestanden!

Immer in der Hoffnung, dass du zurückkehrst.

Ich dachte, wenn ich es stark genug wünsche, kann ich ihn herbeizwingen.

Vielleicht ist es ja heute gelungen.

War es sehr schlimm?

Nachdem ich gehört habe,

was man mit Menschen in KZs gemacht hat,

obwohl man das nicht alles glauben kann.

Doch, Julius, jedes Wort!

Ich bin froh, dass du wieder da bist.

Ohne den Zwölfender aus dem Wald hätte ich dich nicht rausbekommen.

Der Herr Kommandant ist Jäger.

Wie soll ich dir das alles danken?

Zumal er es dir nicht immer leicht gemacht hat als Ortsgruppenleiter.

Es gab Schlimmere.

Wie du z.B. den Volkssturm nach Hause geschickt hast.

Das vergess ich dir nie.

Bei keinem haben unsere Kinder in der Schule mehr gelernt als bei dir.

Ach, das ist vorbei.

Wer weiß, im Gemeindewald steht noch ein Sechzehnender?

(Sie singen: "Du bist die Rose vom Wörthersee ...")

Danke! - Ich bring dich nach Hause.

Und die Hilde? - Die wohnt um die Ecke.

Bist du deshalb nicht zur Schule gefahren?

Nein, Hilde!

Mir ist das Holz ausgegangen.

Ja dann...

Gute Nacht, Hilde!

Was ich dich noch fragen wollte, Eva:

Bei mir steht viel Arbeit an. Die Buchhaltung und so etwas.

Ich will die Personentransporte ausbauen.

Vielleicht kaufe ich einen Omnibus.

Du hast Mut, Sebastian.

Und da wollte ich dich fragen... Da kommst du auf andere Gedanken.

Wenn du 'ne Arbeit annehmen würdest.

Meinst du, ich könnte dann bei dir arbeiten?

Das Geld könntest du auch brauchen.

Ja, schon...

Trotzdem kommt es überraschend.

Überlege es dir, schlafe eine Nacht darüber!

Und rede mit deiner Mutter!

Mach ich, danke!

Gute Nacht, Sebastian!

Schlaf gut, Eva!

Gestern haben sie 24 Mann entlassen.

Von 25 Jahren Zwangsarbeit sind 3 vorbei.

Wenn ich nach Hause komme, da kennt mich keiner mehr.

Dawaj, dawaj!

Ich finde es anständig von Sebastian Teinert.

Ja, schon...

Man sollte bedenken, was die Leute sagen.

Die Leute, die Leute! Einem selbst muss es wichtig sein.

Es geht auch um Peter.

Wie soll Eva ihn durch- bringen ohne Karlheinz.

Magdalene!

Lass nur, Papa! Diesen Gedanken kann man nicht ewig verdrängen.

Mama hat Recht.

Ich muss zu Geld kommen.

Der Krieg hat so viel kaputtgemacht.

Wer hat ihn angefangen? - Das war eine Übermacht.

Wenn der Amerikaner stillgehalten hätte...

Ich bin schon still.

Ich gehe mal zu Munzinger, der hat vielleicht Arbeit.

Der war auch Parteigenosse.

Es kann ja nicht alles schlecht gewesen sein.

Wann lernst du endlich was?

Als du vom Internierungslager kamst, hielt ich dich für etwas gescheiter.

Bin ich schon.

Ich glaube, ich mach das. Ich sag dem Sebastian zu.

Was lächelst du so, Mama?

Ich freue mich, dass du wieder Anschluss findest.

Es geht um Arbeit.

Und der Peter versteht sich auch gut mit dem Sebastian.

Hat's dir gefallen?

Ja, wunderschön war es. Wie die Victoria tanzte!

Die roten Schuhe.

Wie froh ich bin, dass du für mich arbeitest!

Danke!

Wenn du mit mir zufrieden bist...

Das ist gar kein Ausdruck!

Den Schreibkram nicht mehr machen müssen, ist ein Himmels-Geschenk.

Die Anette Kielmeier bekommt jetzt Krieger-Witwen-Rente.

Hat sie ihren Mann für tot erklären lassen?

Es geht nicht anders.

Zwei Kameraden sagten aus, dass er wahrscheinlich gefallen sei.

Wahrscheinlich...

Du weißt doch, wie es ist.

Entschuldige! Ich hätte gar nicht davon anfangen sollen.

Nein, nein...

Lass nur!

Ich hab selber schon darüber nachgedacht.

Aber den eigenen Mann, das Liebste, was man hat,

selber für tot erklären, das ist, ich weiß nicht...

Das ist, als ob man ihn umbringen würde.

Und er kann sich gar nicht dagegen wehren.

War's schön gestern mit dem Sebastian?

Der Film hat mir gut gefallen.

Den Film hab ich weniger gemeint.

Ach, Mama...

Er wär' auch ein guter Vater für den Peter.

Hallo!

Guten Tag!

Ja, bitte?

Sind Sie Eva Rombach?

Ja, warum?

Elsenau. Sven Elsenau aus Cuxhafen.

Ja, und?

Warte... Elsenau, Sven.

Karlheinz erzählte von einem Kriegskameraden.

Der bin ich. Ist Karlheinz denn da?

Ob er da ist?

Bei uns munkelte man, er sei durchgekommen.

Wie? Durchgekommen?

Er ist aus dem Kriegsge- fangenen-Lager geflohen.

Er ist nie angekommen.

Dann hat der Iwan ihn doch erwischt.

Verflucht! Er war so ein feiner Kamerad!

Was haben die Russen gemacht, wenn sie einen erwischt haben?

Ersparen Sie mir die Antwort!

Eva...

Ist er fort?

Ein lieber Mensch!

Ich hab ein bisschen was zu essen gemacht.

Mama, der Karlheinz kommt nicht mehr.

(Von oben her rumort es.)

Weg! Weg! Weg!!!

Rombach!

Was hab ich wieder verbrochen? Was kann ich für den Einsturz?

Wsjo, Rombach,

u tebja lager-ende mozhesh echat domoj.

Domoj?

Nach Hause?

Derzhi, dokument!

Ich hab 25 Jahre.

Eto prikaz. Befehl.

Dawaj, poschol!

Krugom dawaj, towaristsch Rombach!

Tag, Hilde!

Tag!

Ich möchte zum Bürgermeister.

Ich weiß nicht, ob der jetzt Zeit hat.

Frage ihn bitte!

Stimmt das?

Du warst im Kino.

In "Die roten Schuhe"?

Wer hat dir das erzählt?

Du ganz allein mit Sebastian?

Stell dir vor!

Na ja... du bist ja jetzt auch tagsüber öfter bei ihm.

Schließlich arbeite ich in seinem Büro.

Da wundert man sich.

Das bisschen, was da zu tun ist, könnte ich nach Feierabend machen.

Ja, dann solltest du dich bei ihm bewerben.

Hilde, kannst du einen Brief an den Kreiskommandanten aufnehmen?

Eva!

Dass du dich auch mal bei mir sehen lässt?

Oder besuchst du nur deine Cousine?

Nein, ich wollte zu dir, Anselm!

Dann nichts wie rein!

Den Brief diktiere ich später.

Du kannst dir denken, dass mir das nicht leicht fällt.

Das fällt keiner Frau leicht.

Man kommt sich vor, als wäre man Herr über Leben und Tod.

Seitdem sein Kamerad aus dem Gefangenenlager bei uns war.

Ich versteh dich gut.

Also, dann erklär ich dir die Formalitäten,

wenn man einen für tot erklären will.

Du kannst den Antrag gleich hier ausfüllen.

Ich gebe dann meine Stellungnahme dazu.

Und du holst die Aussage von diesem Sven Sowieso.

Sven Elsenau.

Und dann fordern wir noch die Stellungnahme der DRK-Suchstelle.

Ach, Anselm...

Ich möchte doch lieber warten.

He! He!!

Hallo!

Gibt's hier ein Dorf?

Postamt... Telefon!

Ne znaju ja nitschego.

Gorod, potschta...

Ja nithscego ne ponimaju.

Idi, idi otsjuda!

Kupplung loslassen!

Kupplung loslassen, Handbremse anziehen!

Hier, ganz fest anziehen!

Motor aus!

Jetzt machen wir das noch einmal trocken.

Kupplung treten!

Zweiter Gang...

Dritter Gang.

Vierter Gang. Und Leerlauf.

Ich glaub, ich lern das nie.

Natürlich lernst du das.

Was ist das? Hab ich Geburtstag?

Das neueste Modell. Ich sagte, inzwischen gibt es wieder alles.

Langsam werden wir ein moderner Betrieb.

Eva! - Ja?

Du hast gerade "wir" gesagt.

Das ist mir nur so rausgerutscht.

Es muss heißen: "dein Betrieb".

Nicht unbedingt.

Bitte?

Ich wollte dich schon die ganze Zeit fragen.

Glaubst du wirklich, dass der Karlheinz wiederkommt?

Warum fragst du das jetzt?

Das kannst du dir denken.

Ich hab dich schon immer...

Ich bin schon immer in dich verliebt gewesen.

Aber du hast dich in Karlheinz verliebt.

Meinen besten Freund.

Du hast es nie übel genommen.

So etwas kann man nicht übel nehmen.

Traurig sein kann man, unglücklich.

Aber übel nehmen...

Jetzt ist alles anders.

Du weißt so gut wie ich, dass Karlheinz nicht wiederkommt.

Wir könnten doch... wir beide.

Sebastian, bitte!

Es passt alles so gut zusammen.

Peter mag mich auch. Und ich ihn sowieso.

Wir können unseren Betrieb ausbauen.

Trotzdem, bitte!

Denk einfach darüber nach!

Ich würde alles für dich tun.

Nimmst du mich am Wochen- ende mit in die Stadt?

(Er singt:)

"Well, I don't care about lots of money,

I don't care about jars of honey.

I don't care, if it's raining outside,

I just keep wanting to hold you tight.

People say: don't count your chicken,

before they get to hatching!

I really don't want to wait, so I can make sure

It's you I'm catching."

Zwei Whisky on the rocks.

Du kennst dich aus!

Ja.

Worauf warten Sie denn?

Auf den Bus nach Kirchau.

Der nächste geht morgen früh um 6.

Da ging doch immer einer 20 nach 10.

Den gibt's schon lang nicht mehr.

"Two hearts together,

together as one,

sun in the springtime ..."

Geht's dir gut?

Ich will endlich wieder leben.

(Sänger:) "Love in the springtime is here.

Stroll in the moonlight,

fragrance in the air,

hands holding softly oh so near.

This special feeling so rare and so dear:

love in the springtime is here."

So gefällst du mir.

Ja?

Peter...

Wer sind Sie?

Erkennst du mich nicht?

Woher soll ich Sie kennen?

Papa ...??

Ja, ich bin dein Vater.

Das ist nicht möglich.

Das muss ich gleich Frau Mai..., im Wirtshaus sitzen sie auch noch.

Kommt Mama öfter spät nach Hause?

Nein.

Ich weiß nicht, ob ich je in meinem Leben so glücklich war.

Ich muss...

Ich bin ganz unruhig wegen Peter. Meine Eltern sind doch verreist.

Der schläft längst.

Lass uns ein bisschen reden!

Morgen, Sebastian.

Wojennoplennyj nomer odin dwa pjat sem Karlheinz Rombach!

Karlheinz...

Eva.

Ich dachte, ich seh ein Gespenst. So bleich und dünn, wie der ist.

Der Junge hat ihn gar nicht erkannt.

Und ausgerechnet heute ist die Frau nicht da.

Das ist alles so unwirklich.

Es ist, als ob die Welt um mich rum hinter einer Milchglasscheibe wäre.

Du brauchst Zeit, Karlheinz.

All die Jahre hab ich nur für diesen Augenblick gelebt.

Jetzt ist er auf einmal da.

Und du meinst,

der Himmel müsste runterkommen.

Und da kommt nichts runter.

Ach, Karlheinz!

Das Medaillon, ich...

Das Band ist gerissen, und ich habe noch kein neues gefunden.

Ich mach dir morgen früh gleich ein neues dran.

Du bist müde.

Leg dich hin!

Ich bring dir dein Bettzeug.

Du kannst in meinem Bett schlafen.

Danke, mein Junge!

(Er weint laut und bitter.)

Wo ist der Papa?

Der wäscht sich in der Küche.

(Jemand klingelt.)

Machst du mal auf?!

Ist deine Mutti denn gar nicht da?

Ach! Wie war das Wiedersehen?

Ich hab keine Zeit. - Zur Begrüßung!

Der Herr Bürgermeister! Frau Toltschik!

Eva! Eva!

Ich hab's nicht glauben können.

Glückwunsch, meine Liebe!

Danke, Anselm!

Es war nicht umsonst, dass Sie jeden Tag in der Kirche waren,

um für Ihren Mann zu beten.

Ich häng das gleich auf.

Schön, dass du wieder da bist. Das ganze Dorf freut sich mit.

Und heute Nachmittag wird gefeiert. Gott sei Dank ließen sie dich frei.

Das hast du ganz allein gemacht?

Sebastian hat mir geholfen.

Ach, der Sebastian.

Mich wundert, dass der sich noch gar nicht gemeldet hat.

Da muss doch was zu machen sein, Herr Bürgermeister.

Wir können Familie Rombach nicht den Platz wegnehmen.

Kommen Sie morgen mal aufs Rathaus!

Im Burgwall wird eine 3-Zimmer-Wohnung frei.

Emil, hast du gehört? Die schaust du gleich an.

Wie du meinst.

Ich hab Ihnen noch nicht zur Wieder- einstellung als Lehrer gratuliert.

Danke! Nach den Sommer- ferien geht's wieder los.

Haben Sie sich auch an der Unter- schriftenaktion für mich beteiligt?

Nein, das hab ich nicht.

Die hat es gar nicht bewirkt.

Der Sechzehnender bewirkte das, den der Kreiskommandant schießen durfte.

Dann weiß man wenigstens, was man als Lehrer wert ist.

Was sagst du zu deinem Sohn?

Den Staudamm hat er schön gemacht.

So viele Leute... Da ist ja die Hilde!

Hallo, Hilde! Schön, dich zu sehen!

Ganz meinerseits.

Hat dir der Bürgermeister erzählt, dass die Eva bei ihm gewesen ist?

Nein, warum?

Wenn man den Mann für tot erklären lassen will, muss man aufs Rathaus.

Was? Sie wollte mich...

Sie hat eben ein neues Leben beginnen wollen.

Was für ein neues Leben?

Hast du dich nicht gewundert, dass der Sebastian nicht da ist?

So, ihr Lieben, jetzt spiel ich erst einmal ein Willkommenslied.

(Die Musik übertönt das Gespräch.)

Karlheinz!

Karlheinz!

Da bist du ja.

Komm her!

Karlheinz, ich...

Du sollst herkommen!

Wenn du Hure es mit meinem besten Freund treiben kannst,

dann kannst du's auch mit deinem eigenen Mann!

Nein!!

Du wolltest mich für tot erklären lassen.

Du bist es.

Du bist tot.

Für mich existierst du nicht mehr.

Ich hab sie dir anvertraut.

Ich sagte zu dir: Pass auf sie auf!

Und was hast du gemacht? Du hast die Situation schamlos ausgenutzt.

Sie hat 5 Jahre auf dich gewartet. Dann hörte sie, dass du tot bist.

Du dachtest: Wunderbar! Endlich ist der Weg frei.

Frag die Leute! Keiner glaubte, dass du jemals wiederkommst.

Aber ich bin wiedergekommen!!!

Ja!!!

Und sie ist meine Frau!!!

Du warst mal mein allerbester Freund.

Aber du hast mich verraten.

Du hast mich hintergangen.

Karlheinz!

Frag doch die Leute!

Keiner glaubte, dass du jemals wiederkommst.

Ich bin wiedergekommen.

Ich bin wiedergekommen...

Wo ist denn der Papa?

Ich weiß es nicht, Peter.

Eva, du solltest eine Pause machen.

Warum? Ich bin nicht müde.

Du bist nicht mehr du selber.

So kann das doch nicht weitergehen.

Was denkt der sich eigentlich?

Was weiß er darüber, wie wir gekämpft haben all die Jahre?

Er glaubt, er ist was Besseres, nur weil er im Krieg war.

Weil er in der Gefangen- schaft so gelitten hat.

Muss man sich darauf was einbilden?

Hatten wir es denn nicht auch schwer?

Nicht ungerecht sein!

Wer ist hier ungerecht?

Ich fahre mit dem Rad.

Schulaufgaben fertig, Schatz?

Den Rest schaff ich heute Abend.

Peter!

Hallo, Papa! - Wie hast du mich gefunden?

Wo hättest du denn sonst sein sollen?

Warum bist du abgehauen?

Das verstehst du nicht.

Ich bin nicht blöd.

Ihr habt Streit gehabt.

Warum verträgst du dich nicht wieder mit ihr?

Das ist alles nicht so einfach.

Ohne Transformator geht hier nichts.

Vielleicht hat Sebastian einen.

Der wäre der Letzte, den ich fragen würde.

Sebastian!

Wie sieht's aus?

Hast du einen Transformator?

Wozu denn das?

Für meinen Papa, zum Starkstrom umwandeln.

Du kannst das Essen ganz einstellen, Eva.

Ich weiß, wo der Papa ist.

Du kannst es dir auch denken.

Aber ich werd ihm nicht nachlaufen.

Du musst auch nicht laufen.

Sebastian leiht uns seinen Laster.

Du kannst jetzt auch fahren.

Was soll das heißen?

Wir können dem Papa gleich den Transformator bringen.

Peter hat mit mir geredet.

Ich heize noch den Kessel ein.

Wer sagt denn, dass ich fahren will?

Ich bin dazu wohl nicht der richtige Ratgeber für dich.

Aber wie Peter bei mir war, dachte ich, es ist besser so.

Du weißt ja nicht, was der Karlheinz mir angetan hat.

Ich kann mir vorstellen, wie es in ihm aussieht.

Jetzt, wo er das zwischen uns weiß.

Ich weiß nicht mehr, was richtig ist.

Woher soll man das auch wissen, in dieser Zeit?

Verstehen kann ich ihn auch.

Fahr zu ihm! Den Transfor- mator hab ich aufgeladen.

Danke, Sebastian!

Du hast mir nicht gesagt, warum Papa abgehauen ist.

Das hat nichts mit dir zu tun.

Mit dir?

Ja, mit mir.

Und mit dem Sebastian. - Ach so!

Dir ist Papa doch lieber?

Jedenfalls sind wir eine Familie.

Du kannst Lastwagen fahren?

Frauen haben vieles lernen müssen, solange die Männer im Krieg waren.

Papa!

Wir haben den Transformator mitgebracht.

Wo habt ihr den her?

Der Sebastian leiht ihn dir.

Dann könnt ihr ihn gleich wieder mitnehmen.

Du wartest hier!

Du meinst, du kannst deine Frau vergewaltigen und beleidigt sein?

Dass ich so über dich hergefallen bin, tut mir sehr Leid. Aber...

Aber was?

Haben wir vielleicht die Verhältnisse geschaffen?

Bin ich schuld an diesem Krieg?

Und an all dem Unglück?

Andere Frauen sind ihren Männern auch treu geblieben.

Woher weißt du das?

Bitte?

Ich hab lange, sehr lange und standhaft gehofft...

Länger und standhafter als viele.

Ich hab deinen Sohn geschützt und großgezogen.

Und niemand kann mir nachsagen, ich hätte das nicht gut gemacht.

Oder wehleidig rumgeheult.

Als alle sagten, dass du nicht mehr kommst...

Ich bin aber gekommen!!

Daran hat schon lange keiner mehr geglaubt.

Sehr lange.

Jeder sagte: Eva, sei vernünftig, denk an die Zukunft und dein Kind!

Sieh zu, wie du überlebst!

Dann ist der Sven Elsenau gekommen.

Der Sven?

Der hat mir die letzte Hoffnung genommen, dass du überlebt hast.

Dann hast du mich für tot erklären lassen.

Ich hab's mir überlegt.

Das geb ich zu.

Du hast es getan.

Du warst beim Bürgermeister.

Ja.

Im letzten Moment habe ich's doch nicht getan.

Freilich... als der Sven kam

und gesagt hat, dass da keine Hoffnung mehr ist,

da hab ich von dir Abschied genommen.

Ganz für mich allein.

Du glaubst gar nicht, wie schwer das war...

Unendlich schwer.

Und wie lang ich davor mit mir gerungen habe.

Meinst du, ich wusste nicht, dass ich mich schuldig machen könnte?

Aber du hättest es trotzdem getan.

Ja.

Ein paar Tage, bevor du zurückkamst, entschloss ich mich dazu.

Dann ist ja alles klar.

Wenn du meinst.

Mach's gut, Karlheinz!

(Der Junge schreit.)

Mama!!

Was machst du da?

Mama!!!

Um Gotteswillen!

Da hätte sonst was passieren können!!

Da haben wir schon ganz andere Sachen gemeistert.

Komm, mein Schatz, steig ein!

Kommst du nicht mit, Papa?

Vielleicht später...

Irgendwann einmal.

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