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Zulu
Du siehst umwerfend aus.
Nun, du weißt ja, was du zu tun hast.
Mach bitte meinem Namen alle Ehre.
Bring sie ins Gemeindehaus.
Ich bitte euch, Freund oder Feind, lasst uns miteinander in Frieden sprechen.
Was führt dich hierher?
Ich wandele auf Erden und zwar Nacht für Nacht
und betrachte das Treiben der Menschen.
Dabei habe ich einen Mann erblickt, der engelsgleich ist.
Den will ich.
Es gibt einen wie ihn kein zweites Mal auf der Welt.
Unbefleckt, ein sehr aufrechter Mann und er fürchtet mich und verabscheut das Böse.
Ohne Furcht läuft bei dir überhaupt nichts, habe ich den Eindruck.
Doch das wahrhaft Böse hat diese Knaben noch niemals versucht.
Dein langer Arm beschützt ihn. Seine Arbeit, sein Leben, sein Heim.
Überlass ihn mir nur für eine Weile.
So betrachte denn alles, was er hat und ist, als in deiner Macht befindlich.
Jedoch verlange ich, dass du sein Leben verschonst.
Er wird mit Sicherheit seinen Anstand bewahren,
selbst wenn du mich herausforderst, von ihm zu lassen, ihn zu zerstören,
ganz ohne jedweden Grund.
Haut für Haut.
Nun ja, ganz sicher zeige ich ihm den Schmerz.
Der Mann wird weinen wie ein Baby.
Und er wird bluten.
Gestattest du mir diese Freiheiten, dann bin ich überzeugt,
dass er dich verfluchen wird
und ganz bestimmt von dir abfällt.
Versucher, er sei in deiner Hand.
Aber du verschonst sein Leben.
Wir kämpfen um die Seelen der Menschheit,
und zwar um eine Seele nach der anderen.
Ich verstehe es, wenn ich manchen womöglich zu jung scheinen mag,
um von dieser Kanzel das Wort Gottes zu predigen,
angemessen und verantwortungsbewusst.
Daher erinnere ich hiermit an den Apostel Paulus,
denn er vertraute auch einem jungen Mann namens Timotheus.
Was ich euch allen verspreche, ist, dass ich ein Mann des Wortes bin.
Und ich verspreche überdies, dass jedes Wort,
das ich predigen werde, sich auf die Bibel bezieht.
Ich bezweifele nicht, falls ich jemals doch das Wort Gottes aus den Augen verliere,
werdet ihr mich gewiss bald zur Ordnung rufen.
Ich erbitte eure Gunst und Geduld, wenn ich nach dem Willen Gottes
für mich den rechten Weg suche in diese wundervolle und gläubige Gemeinde.
Und nun erhebt euch bitte, da nun Mrs Jenkins für uns aus dem Gesangsbuch
Amazing Grace vorträgt.
Sehr schöne Predigt, Reverend. - Danke. Und hat es dir auch gefallen?
Ja, sehr, ich freue mich jetzt schon auf nächste Woche. - Wunderbar. Vielen Dank.
Schönen Abend. - Ihnen auch. - Danke.
Reverend, ich muss schon sagen, also Ihre erste Andacht war ein absoluter Erfolg.
Vielen Dank, Mrs Jenkins. Und ich möchte mir erlauben hinzuzufügen,
dass Ihr Orgelspiel eine wunderbare Bereicherung für den Gottesdienst war.
Sie sind mir vielleicht ein Herzchen. Wissen Sie was?
Sie schenken uns, was diese abgeschiedene, kleine Gemeinde
so dringend nötig hat, ein bisschen frischen Wind.
Danke. Wirklich überaus freundlich, wenngleich ich befürchte,
nicht alle hier denken wie Sie.
Das wird schon noch, mein Freund, Sie müssen sie bloß überzeugen.
Ein schnuckeliger junger Mann, wie Sie es sind.
Ihr Vorgänger hier ist in meinem Alter gewesen.
Ein absoluter Langweiler, wenn Sie mich fragen.
Gut, ich erwarte Sie dann am Dienstag zu Tee und Gebäck.
Solch eine wundervolle Einladung würde ich niemals ausschlagen.
Wir sehen uns, Reverend. - Gute Nacht, Mrs Jenkins.
Na, was haben Sie vergessen, Mrs Jenkins?
Hallo.
Kann ich Ihnen helfen?
Ich muss unbedingt den Reverend sprechen.
Das bin ich.
Aber kommen Sie doch rein, Sie holen sich ja den Tod.
Möchten Sie vielleicht einen Becher heißen Tee oder Kaffee?
Hier bitte, ziehen Sie das über, sonst holen Sie sich noch eine Erkältung.
Bitte, nehmen Sie Platz.
Danke. - Kein Problem.
Suchen Sie da drin Ihr Lieblingslied?
Ich habe nur ein bisschen geblättert.
Können Sie spielen?
Auf der Orgel? Nein. Nun...
Halbwegs den Flohwalzer, aber das war's auch schon.
Gefällt es Ihnen hier?
Ehrlich gesagt ist das mein erster Abend hier, aber mir gefällt es.
Also, was führt eine Frau wie Sie an einem Abend wie heute in die Kirche?
Ich will mit Ihnen sprechen.
Und wie kann ich helfen?
Wahrscheinlich überhaupt nicht.
Die Bürde, die ich zu trage habe, wiegt schwer.
Was wiegt denn so schwer?
Ehrlich, finden Sie mich schön, Reverend?
Wieso das?
Weil ich den Eindruck habe.
Und ehrlich gesagt verrät Sie Ihr Blick.
Haben Sie Interesse? - Die Versuchung begleitet uns doch ständig.
Aber das führt ja nun nicht zwangsläufig gleich zu... - Führt nicht zu was?
Na ja, zur Sünde.
Im Grunde hatte ich gehofft, Sie würden versuchen, mich zu missbrauchen.
Wie bitte?
Weil es mir meine Aufgabe erleichtert hätte. - Wovon reden Sie da?
Ich bin nur ein Bote, Reverend.
Sie sind ein guter Mensch,
aber manchmal werden auch die guten Menschen auf die Probe gestellt.
Oh Gott!
Gott, hilf mir! Was hast du nur getan?!
Du bist ein hübscher Kerl.
Der Schmerz schießt durch meinen Leib.
Fühlt sich fast an wie ein Kater,
nur, dass er in jeder einzelnen Faser des Körpers zu spüren ist.
Mir ist kalt und mir schwinden die Sinne.
Doch dann ist dieses Bild wieder da.
Gestern Abend. Das Mädchen.
Ihr Biss und ihr grauenvolles, blutiges Ende.
Das Feuer verschlang ihren blutigen Körper.
Die Flammen fraßen sie wie eine Blume aus Papier.
Aber es stinkt nicht. Überhaupt nicht.
Es riecht nicht nach totem, verbranntem Fleisch. Kein bisschen.
Nur den Geruch meines eigenen getrockneten Blutes habe ich in der Nase.
Und das schnürt mir die Luft ab.
War das alles nur ein Traum?
Ein böser Albtraum, ein Vorgeschmack auf die Hölle?
Nein, kann nicht sein.
Das Blut, der Biss, das ist passiert, alles wirklich passiert.
Und damit wird es zur furchtbaren Gewissheit.
Gestern Abend habe ich eine Frau umgebracht.
Eine Frau, die mich gebissen hat und die mir das Blut aus den Adern saugen wollte.
Aber warum lässt mich das kalt?
Die Polizei... Ich muss dringend die Polizei anrufen.
Das war Notwehr. Das beweisen ja meine Wunden.
Augenblick.
Lieber noch mal gründlich nachdenken.
Die Flammen... Wieso hat es gebrannt?
Und wo ist ihre Leiche geblieben?
Ein Feuer, das heiß genug ist, Haut und Knochen komplett zu verbrennen,
hätte sicher auch die Kirche in Schutt und Asche gelegt.
Aber es gibt keine Brandspuren.
Alles scheint unbeschädigt.
Nichts, was auf ein Feuer hinweisen würde.
Was in Gottes Namen geht hier nur vor?
Denk nach.
Verdammt noch mal, versuch dich zu erinnern.
Armer kleiner Hiob?
WEITERER RAUBÜBERFALL IN DER KREISSTADT
"Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen, der Name des Herrn sei gelobt."
"In diesem allem sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider den Herrn."
Ein Mann von großer Tugendhaftigkeit.
Trotz der Versuchung durch das Böse ließ er niemals von Gott.
Ja, sicher, das ist ein Traum.
Ach wirklich?
Natürlich ein Traum.
Denn Träume strotzen nur so vor schwarzen Schatten.
Was geht hier eigentlich vor? - Hast du meine Nachricht bekommen?
Welche Nachricht? - Die im Gesangsbuch natürlich. - Ja, sicher.
Und? - Und was?
Was sagst du dazu?
Du meinst das Buch Hiob, oder? - Selbstverständlich.
Ich bin völlig verwirrt...
Du brauchst dich nicht zu fürchten, Reverend.
Du bist doch ein aufrechter Mann.
Dem werde gerecht.
Ich weiß wirklich nicht, was...
Dem werde gerecht.
Ich bin gleich bei Ihnen, ich...
Entschuldigung, ich habe völlig verschlafen.
Reverend, ich habe mir solche Sorgen um Sie gemacht.
Nur eine Minute.
Was geht hier eigentlich vor?
Bitte, kommen Sie herein. - Ach, Reverend.
Junge, Sie sehen ja schlimm aus.
Sie werden furchtbar lachen, mir geht's auch nicht gut. - Hat sie die Grippe erwischt?
Irgendwas in der Art.
Also, mein Junge, Sie sehen aus, als würden Sie dringend eine heiße Tasse Tee brauchen.
Na ja...
Oh Gott, oh Gott.
Sie haben ja noch nicht mal ausgepackt, Junge.
Die Kaffeemaschine schon. - Sie brauchen einen Tee, Reverend.
Haben Sie einen Kessel? - In einem der Kartons, glaube ich.
Ich habe aber keine Teebeutel.
Zum Glück bin ich auf dem Weg hierher noch kurz beim Kaufmann gewesen.
Nun setzen Sie sich erst mal, Junge, irgendwer muss sich ja kümmern.
Ein armseliger Stieltopf.
Der letzte Reverend war ein alter Geizknochen.
Bitte, vergeben Sie mir meine Offenheit. - Ist schon passiert.
Oh Junge, Sie hat es aber wirklich erwischt, was?
Ich habe mir wirklich große Sorgen um Sie gemacht. - Aber wieso?
Weil Sie mich besuchen wollten, Sie wollten doch Tee und Kekse.
Ich weiß, Sie sind ein vielbeschäftigter Mann, aber dass Sie sich nicht einmal mehr melden...
Tut mir leid, ich wollte heute Nachmittag vorbei kommen.
Ich wusste nicht, dass wir vormittags verabredet waren. - Aber natürlich.
Sie sind mir jederzeit willkommen, aber ich hatte Sie am Dienstag erwartet. - Wie bitte?
Freitagnachmittags gehe ich, so wie heute, immer in den Pub zum Domino-Spielen.
Ist alles in Ordnung?
Sie sehen so sonderbar aus.
Ich hole Ihnen rasch Ihren Tee.
Vielen Dank. - Trinken Sie nur tüchtig, dann sieht die Welt gleich viel freundlicher aus.
Was lesen Sie denn gerade so? - Bitte?
Im Buch Hiob lese ich.
Ein merkwürdiges Buch, finde ich. - Wie kommen Sie denn darauf?
Weil der arme Mann doch im Grunde bloß verlieren kann, oder?
Von der Warte aus habe ich das noch nie gesehen.
Dieses Buch hat mich immer schon durcheinander gebracht.
Ich meine, er ist ein verdammter Heiliger, oder? Entschuldigen Sie meine Wortwahl.
Ein grundehrlicher Knabe und Gott erlaubt dem Teufel, den armen Kerl zu versuchen.
Womöglich eine göttliche Prüfung. - Darauf können Sie wetten.
Aber reichlich unfair, wie ich finde.
Der arme Kerl hat alles verloren. Seine gesamte Familie.
Aber Gott hat seine Beharrlichkeit mit einer neuen Familie belohnt.
Ich bezweifle aber, dass das für seine erste Familie ein großer Trost war.
Das ist sicher ein Argument.
Und doch hat mich die Geschichte immer fasziniert.
Weil er erduldet, was ihm widerfährt. Alles zum Ruhme Gottes.
Keine Frage, das tut er.
Man fragt sich wirklich, worüber wir uns beklagen.
Wie schwer es der arme Hiob da hatte.
Man sagt ja, dass die Wege des Herrn unergründlich sind.
Das ist richtig, fürwahr.
Großer Gott, Ihr Tee ist ja schon alle, wollen Sie noch einen Becher?
Sehr gern, mich bereichert Ihre theologische Meinung.
Ich schneide Ihnen diese Zitrone hier in ganz kleine Scheiben, okay?
Das ist ein todsicheres Rezept gegen Husten.
Autsch! Das verdammte scheiß Küchenmesser!
Alles in Ordnung? - Ich habe mir in den verdammten Finger geschnitten.
Alles in Ordnung? - Alles bestens.
Nach "bestens" sieht das nicht aus, sind Sie ganz sicher?
Das Blut... - Wie bitte? Das bisschen Blut haut Sie aus den Socken?
Ja, genau. - Dann schauen Sie besser nicht rüber, denn es blutet wie Sau.
Verzeihen Sie die Wortwahl.
Ich fürchte, Sie haben kein Pflaster hier, oder doch? - Nein.
Dann werde ich mich wohl besser zu Haus darum kümmern.
Das Geschirrhandtuch packe ich auch gleich mit in die Wäsche.
Ist auch wirklich alles okay? - Absolut.
Na, dann will ich mal los. Die Einkäufe lasse ich Ihnen da.
Machen Sie's gut.
Was treibe ich da?
Was um Himmels Willen geschieht mit mir?
Hallo.
Hey! Ich rede mit Ihnen.
Entschuldigung, ich war ganz in Gedanken.
Alles okay? Sie sehen echt beschissen aus.
Na ja, ich habe mich wohl erkältet.
Sie müssen der neue Reverend sein.
Das ist richtig und Sie sind? - Der Großgrundbesitzer Harold Hicks.
Freut mich sehr, Mr Hicks.
Harold genügt mir völlig, Junge.
Woher wussten Sie, dass ich der Neue bin?
Diese neugierige alte Kuh, Mrs Jenkins, sitzt da drin und spielt Domino.
Die sagte, sie wären gerade ein bisschen blass um die Nase.
Wäre besser, wenn Sie sich vor der neugierigen alten Kuh vorsehen würden,
die steckt ihre Nase überall rein, und Mann, die Frau kann vielleicht quatschen.
Damit werde ich schon klarkommen. War mir ein Vergnügen.
Kann ich Ihnen einen kleinen Schluck anbieten? Geht natürlich aufs Haus.
Vielleicht ein andermal. Ich brauch jetzt erst mal frische Luft. - Sicher.
Und... Wenn Sie in Richtung Norden wandern, dann landen Sie mitten in der Natur.
Südwärts, da geht's in Richtung Kreisstadt und...
Nur mein persönlicher Rat:
Wenn Sie ein bisschen Ruhe und Frieden suchen,
dann wandern Sie einfach nach Norden, okay? - Danke.
War mir ein Vergnügen. - Mir auch.
Und das mit dem kleinen Schluck holen wir später mal nach, Reverend.
Mein Glaube an dich ist ungebrochen, Herr,
aber du wirst mir helfen müssen.
Ist das eine Prüfung?
Und wenn es so ist, Herr, dann bitte ich dich
schenk mir Weisheit und Stärke, um sie zu bestehen.
Tu es. Es gibt keinen anderen Weg.
Du musst es hinter dich bringen.
Hallo.
Hallo? Wer ist da?
Ich höre Ihren Atem.
Kommen Sie, es ist spät: reden Sie oder lassen Sie mich weiter schlafen.
Ich bin es...
Der Reverend.
Und welcher, mein Sohn? Ich kenne da ja so manchen.
Der Neue.
Aus der Dorfgemeinde. - Ach so, der neue Kollege.
Sie wissen aber schon, wie spät es ist, oder?
Ja, ich weiß. Tut mir leid, ich...
Halb so schlimm, was haben Sie auf dem Herzen, mein Sohn?
Da war dieser Hund...
Ein Hund? - Ja.
Ich habe einen Hund gebissen.
Der Hund hat sie gebissen, oder?
Nein, nicht wirklich, er hat zwar angegriffen, aber ich habe ihn umgebracht.
Umgebracht? - Ja, genau.
Das ist doch nur allzu verständlich, wenn das Tier Sie angegriffen hat.
Aber das ist ja nicht alles. - Wo liegt dann das Problem?
Ich meine...
Hier passieren wirklich merkwürdige Dinge.
Das ist nicht normal.
Mein Sohn, genau aus diesem Grund habe ich Sie dort hingeschickt:
Diese kleinen Dorfgemeinden brauchen etwas frischen Wind.
Ich vertraue voll auf dich, mein Sohn. Vertrau du mir. Und dem werde gerecht.
Dem werde gerecht.
Sind Sie noch dran?
Ich bin noch dran.
Und geht's Ihnen besser, mein Sohn?
Viel besser. Und danke fürs Zuhören.
Aber das ist doch selbstverständlich, mein Sohn. Also dann: Gute Nacht.
Gute Nacht.
Wo wollen Sie denn hin? - Ich will in die Stadt.
Springen Sie rein, ich nehme Sie mit. - Nicht nötig, ich warte auch gern auf den Bus.
Na los, steigen Sie ein, ich muss auch in die Stadt.
Wenn Sie Pech haben, warten Sie den ganzen Tag auf den Bus. Der kommt nie pünktlich.
Ich muss sagen, dass Sie ziemlich schweigsam für einen Reverend sind.
Da sollten Sie mich mal am Sonntag hören.
Was dagegen, wenn ich weiter rauche? - Gewiss nicht, ist doch Ihr Wagen.
Also für einen Reverend finde ich Sie ausgesprochen jung.
Ja, offenbar entspreche ich nicht so ganz den üblichen Erwartungen.
Vergessen wir diesen Smalltalk-Scheiß, darf ich offen sein? - Und das bedeutet?
Ein Gespräch von Mann zu Mann. - Ja, natürlich.
Diese Gemeinde...
Ich war schon hier, da liefen Sie noch als Quark um den Tannenbaum.
Und ich weiß gern Bescheid über die Menschen,
die beschließen, in mein Dorf zu ziehen.
Wie Sie merken, betone ich dabei das "mein".
Ja, das merk ich. - Gut.
Doch die Kreisstadt ist voller
Drogenabhängiger, Abartiger, Huren und Mistkerle.
Beschissener kleiner Möchtegern-Gangster. So ein Kroppzeug treibt sich da rum.
Können Sie mir folgen? - Soweit schon.
Unser kleines Dorf ist ein hübsches kleines Dorf
und ein Ort, wo man prima leben kann.
Respektabel. Und wieso?
Wieso was?
Wieso bleibt ein kleines Dorf, das ja nur ein paar Meilen
von diesen Widerwärtigkeiten entfernt liegt, trotz allem so friedlich?
Ich habe keine Ahnung.
Weil niemand im Dorf Scheiße bauen will.
Wieso das? - Wieso was?
Wieso baut im Dorf niemand Scheiße? - Weil mir dieses scheiß Dorf gehört
und mit mir legt sich niemand an. Habe ich mich klar genug ausgedrückt?
Glasklar.
Ich klopfe mir ungern selbst auf die Schulter,
doch die Stadt, die miesen Geschäfte, das ist, wie es ist,
aber das Dorf, das hübsche, kleine Dorf ist mein Eigentum.
Und die Menschen sollen das wissen.
Ich will diesen Status Quo.
Den Status Quo.
Ich verstehe. - Gut.
Dann verstehen wir uns also, Mr Reverend?
Absolut. - Wo soll ich Sie denn absetzen?
Ich müsste in ein Internet-Café. - Ein was?
Ein Internet-Café. - Was, ein verschissenes Internet-Café?
Ihr Wichser, seid ihr überhaupt noch Menschen, Mann?
Was habt ihr gegen einen ehrlichen Handschlag?
Auf mein Wort kannst du bauen, hier ist meine Hand und mein Herz schlägt für dich.
Was habt ihr daraus gemacht? Eure E-Mails, Facebook, soziale Netzwerke.
Heißt das, Sie kennen kein Internet-Café?
Ich kenne so was, klar...
Mein Name ist Harold Hicks. Selbstverständlich besitze ich eins.
Bis dann. - Ciao.
Hallo.
Hi. - Und was hast du für Wünsche?
Ein Cappuccino und ein Computer, das wäre echt klasse.
Oh Mann, du bist ja ein Geistlicher. - Ja, genau.
So ein Jammer. Such dir den besten Computer aus, Kaffee kommt gleich.
Danke.
Na dann.
Vampirismus.
Alles über Vampire.
Dein Cappuccino. - Ja, danke.
Ich bin völlig verwirrt.
Vampir-Clubs in der Nähe.
Vampire und alles, was Gruftis so mögen.
Alles erledigt? - Ja, alles klar, danke. Was kriegst du?
Das wären dann 8,40, bitte.
Das hier sind Zehn, stimmt so. - Sehr freundlich. - Mit Vergnügen. Mach's gut.
Hey, du weißt nicht zufällig, wo Murphys Bar ist, oder?
Doch, klar, gleich um die Ecke. - Super. Danke.
So ein Jammer. - Ich bin kein Priester, sondern Pastor.
Dann gibt's noch Hoffnung? - Hoffnung gibt's immer. Wir sehen uns in der Kirche.
Hi. Ich möchte eine Flasche Bier, bitte.
Ziemlich kalt geworden, nicht wahr?
Gut was los heute, was?
Nö.
Ist der Filmclub da?
Ja, klar. Die ganzen durchgeknallten Spinner sind nebenan.
Durch die Tür.
Prost.
Am Arsch hängt der Hammer.
ENDE
FILMPRODUKTION VON BORIS VON WINKLESNIDER
Und Licht an.
Fein, fein.
Wir haben heute Abend hier einen Vertreter der Kirche zu Gast, Freunde.
Und, wollen Sie den Laden dicht machen, Reverend?
Blödsinn, ich mag nur solch alte Filme.
Okay. Also danke fürs Kommen, Freunde.
Nächste Woche habe ich wieder einen kleinen scheußlichen Film für euch.
Was genau, weiß ich noch nicht, aber überlasst das nur mir.
Wir sehen uns nächste Woche, bis dann, macht's gut.
Und bringt nächste Woche ruhig ein paar Freunde mit, ja?
Ja, sicher. - Na klar.
Bis dann.
Guter Film.
So was gefällt Ihnen, richtig? - Ja, ich steh auf die alten Klassiker.
Was?
Es geschieht nicht oft, dass sich ein Reverend hier in der Gegend rumtreibt.
Insbesondere in Grufti-Filmclubs. Ich mein ja bloß.
Ich weiß, was Sie meinen, aber ich bin kein stinknormaler Reverend.
Ja, das sieht man.
Wollen wir zwei noch kurz was trinken, sozusagen als post mortem?
Ich muss arbeiten gehen.
Wieso wollen Sie mir was spendieren?
Wer hat denn hier gesagt, ich spendiere Ihnen was?
War bloß ein Witz.
Kommen Sie schon, ich bin ganz neu hier und kenne noch keine Leute.
Ja, auch ein Reverend ist mal einsam.
Okay, dann nehme ich einen kurzen Absacker. - Das ist ein Wort.
Danke. - Was ist?
Na ja, die Blicke, die wir ernten.
Was ist denn so spannend?
Na ja, Sie wissen schon.
Ein Geistlicher sitzt in der Bar und trinkt mit einer...
Sie wissen doch, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene.
Kann's mir denken.
Na gut, wenn Sie denken, ich bin auf der Jagd, haben Sie Recht.
Also im Ernst, ich frage mich wirklich, warum einer wie Sie mit mir was trinken will.
Mit einer wie mir.
Mit einer wie Ihnen. Und das heißt?
Ich meine, ein Reverend sitzt hier mit einer Nutte.
Ich schätze, Sie suchen nach Erleichterung, richtig?
Falls ich nach Erleichterung suche, dann allenfalls nur im Gespräch.
Du hast keinen Grund, dich mir gegenüber zu rechtfertigen.
Ich mache mein Ding und du machst deins.
Ehrlich? - Ehrlich.
Ich sage auch: falls du einen Ausweg suchst,
gibt es durchaus Menschen, die dir gerne helfen, aber das ist deine Baustelle.
Du musst danach fragen.
Das ist ja so einfach.
Nein, das nicht, aber möglich.
Ja, vielleicht.
Quatschen wir nicht über mich und mein Leben, das absolut langweilig ist.
Aber Sie sind offenbar eine Art Rätselbuch.
Ich fürchte ja, da überschätzen Sie mich.
Ach, wirklich? - Ja, wirklich.
Ich bin mir da gar nicht sicher.
Sie sind der erste Reverend, den ich treffe, der nicht mindestens hundert ist.
Hundert Jahre, bei Gott, ich bin viel jünger.
Sage ich doch, ein Rätselbuch.
Unter hundert zu sein, macht mich zum Rätselbuch?
Erstens das und zweitens: du sitzt hier in einem Laden,
bei dem sich die härtesten Schläger mindestens zwei Mal überlegen,
ob sie da reingehen.
Aber das war mir nicht wirklich klar.
Ich bin ganz neu hier, wie du ja weißt.
Okay, das lass ich mal gelten.
Oh Scheiße.
Was geht hier denn ab, Tracy?
Wir trinken nur einen Absacker, mehr nicht. - Sieh mal an, gut, ein Reverend.
Und? Will er poppen? - Nein, wir unterhalten uns einfach nur.
So eine Art Beichte? - Genau.
Wofür bezahle ich dich, du Fotze, dass der dir die Beichte abnimmt?
Was soll das? - Sie sollten sich erst mal beruhigen.
Wir haben nur was getrunken, es ist nichts Schlimmes passiert.
Nichts Schlimmes passiert, ist das wahr?
Nein, was das angeht, liegen Sie völlig falsch.
Sie verquatscht sich hier drin mit Ihnen, Reverend, anstatt brav da draußen
Schwänze zu lutschen und mir mein verdammtes Geld ranzuschaffen.
Es sei denn, dass Sie für diesen Verlust aufkommen möchten, ja? - Hör auf, Prince.
Er hat Recht, es ist doch gar nichts passiert. Lass ihn, bitte tu ihm nicht weh.
Hey! Das ist doch nicht nötig, dass... - Verpiss dich!
Hallo?! Immer mit der Ruhe, Prince, mach mir ja meinen Laden nicht platt.
Halt die Fresse, Elvis, sonst mache ich dich platt.
Hey, Fotze.
Los, Fotze, komm schon wir gehen.
Bleib ja liegen, du schwarze Sau.
Du da! Ich gebe dir zehn Sekunden.
Und dann bist du aus meiner Kneipe verschwunden, klar?
Dir hat doch wohl echt einer ins Gehirn geschissen.
Was sollte das? - Prince, ganz cool bleiben, ja?
Du wolltest mich da drin blamieren, was soll das?
Nein, nein. - Niemand blamiert mich. Gnade dir Gott, du blamierst mich.
Und wenn doch, reiß ich dir die verfluchte Haut vom Leib, ja?
Ist ja gut.
Hör zu, ich verzeihe dir, Tracy.
Du weißt, warum ich dich ausschimpfe. Weißt du, warum? - Nein. Warum?
Ich muss auf dich aufpassen. Nur deswegen.
Du bist doch mein Mädchen. Mein Mädchen.
Du bist mein Mädchen.
Ich habe dir ein Geschenk mitgebracht.
Mach die Augen zu, mach deine Augen zu. - Was?
Verdammt, halt die Fresse und mach die Augen zu.
Hier, bitte.
Ein Geschenk, nur für dich. - Pack das weg, was machst du denn da?
Ich hab Tracy was mitgebracht! - Brüll nicht so. Was soll denn das?
Probier mal.
Saugute Qualität. Pass auf.
Prince, knallst du dir den Scheiß schon den ganzen Abend rein?
Verflucht gutes Zeug. Wow!
Komm her, komm her.
Komm her, probier mal.
Komm schon. Mach schon. Mach schon, mir zuliebe, ja?
Prince, ich versuche gerade von der Scheiße loszukommen. - Red keinen Scheiß.
Tu's einfach für mich, - Ich will aber nicht. - Los, du Fotze, du tust das für mich.
Komm mach.
Na gut.
Scheiße.
Ist gut, oder?
Siehst du, wie gut ich mich um dich kümmere? Komm her. - Ja.
Ich pass auf dich auf, Babe. - Ja, Baby, du passt auf mich auf.
Okay.
Weißt du, du hast noch einen Job heute Abend, kapiert? - Okay.
Du musst noch zu...
Du siehst verflucht geil aus, nicht zu fassen.
Du musst dich noch um Big Bazza kümmern.
Nein, Mann, sag mal, bist du bescheuert?
Mit dem treib ich's im Leben nie mehr. Hast du versprochen.
Sogar du hast gesagt, über diesen kranken Wichser
muss ich nie wieder rüber, also vergiss es.
Nun mach nicht so ein Wind, ja?
Ja?
Wir brauchen aber doch die Kohle, weißt du? Komm schon.
Die hier wären sonst die reinste Verschwendung. - Mann, Prince.
Die Geschäfte laufen beschissen. - Prince, er tut mir nur weh. - Ich weiß.
Der Kerl ist ein Schwein. Ich will nicht.
Du weißt doch, was er letztes Mal mit mir gemacht hat. Das tat schweineweh.
Jetzt ist aber gut. Komm her.
Ist besser? Besser?
Hör mal... - Prince, ich bitte dich. - Hör zu.
Ich will's mit dem Schwein nicht noch mal treiben. - Ich sag ihm, er soll sich zurückhalten.
Der soll sich zurückhalten?
Okay, okay.
Also, hör mir mal zu. Du steigst in den Wagen zu Bazza
und da machst du ein paar ganz spezielle Dinge mit ihm und dann
wird er beim nächsten Mal tüchtig zur Kasse gebeten, okay? Gut.
In den Wagen. - Nein.
Los, steig ein. - Nein.
Steig in den verfluchten Wagen.
Bitte nicht. - Willst du mich etwa blamieren, oder was?
Das hat doch damit überhaupt nichts zu tun. Das würde ich niemals, das weißt du genau...
Du kleine, miese, versaute Fotze.
Gebe ich dir ein Dach überm Kopf? Ja, mach ich.
Kümmere ich mich drum, dass es dir immer super geht? Klar.
Weißt du, wie viele von den anderen Schlampen glücklich wären,
wenn ich auf sie aufpassen würde? - Ja, das weiß ich.
Steig in den verfluchten Wagen. Und wenn er dir die Seele aus dem Leib vögeln will,
erlaubst du ihm das. Vielleicht fickt er dich auch in die Nase, den Arsch, völlig scheißegal.
Du wirst dich bei ihm bedanken, hast du kapiert?
Hast du kapiert? - Ja. - Ob du kapiert hast? - Ja.
Okay, braves Kind. Tür auf. Los steig in den Wagen.
Los rein, Baby, steig in das verschissene Auto!
Bazza, mach was draus. Los, rein da, Baby. Steig ein.
Die Finger.
Hör mal. Also die Kleine hat irgendwie miese Laune,
hat wahrscheinlich ihre Tage oder so eine Scheiße, okay?
Du musst sie hart rannehmen, aber das Gesicht lässt du bitte heil. Viel Spaß.
Bis später dann. Macht's gut.
Du wärst besser in der Bar geblieben.
Denn jetzt muss ich dich aufschlitzen.
Du mieser kleiner Wichser.
Die Lust zu Töten durchströmt meine Adern
und zum ersten Mal im Leben fühle ich mich wirklich lebendig.
Mit jedem Schlag spüre ich, wie in seinem Gesicht ein weiterer Knochen zerbricht.
Ich bin sicher, das hier ist Gottes Werk.
Ich ermüde nicht. Und mein Durst wird größer.
Wie mein Verlangen nach dieser köstlichen Frucht.
Der erste Biss lässt mich das Paradies auf Erden erleben.
Ich genieße den süßen Geschmack,
während ich mich voller Gier meinem Festmahl widme.
Dieser Mann wird nicht wiederkehren, mich niemals mehr heimsuchen.
Es gibt nur einen Ort, der für ihn der richtige ist:
Die Hölle.
Nun, es freut mich, in ein paar neue Gesichter zu blicken.
Ich hatte schon fast das Gefühl, dass der neue Reverend im Dorf nicht willkommen ist.
Und meine erste Woche ist ziemlich bizarr gewesen.
Warum auch immer, ständig stoße ich auf den Kummer, den der alte Hiob ertragen musste.
Keine Sorge, ich habe nicht vor, Hiobs Probleme
mit meinem Umzug ins Dorf zu vergleichen.
Aber im Ernst: Hiob ist ein aufrechter Mann.
Ein Mann, der felsenfest auf seinen Glauben vertraut
und seine Taten zeugen von der Unerschütterlichkeit dieses Glaubens.
Alles in allem ein ziemlich feiner Kerl, wie ich finde. Aber was geschieht?
Wieso hat Gott dem Erzfeind erlaubt, ihn so unfassbar hart ranzunehmen?
War das eine Prüfung?
Also für mich ist das ein befremdliches Buch, weil der arme Mann so viel erdulden muss.
Doch kein einziges Mal stellt er sich die Frage,
ob Gott das Vertrauen auch wirklich wert ist.
Da kam ich ins Grübeln. Gefährlich, ich weiß.
Ich dachte über verschiedene Lebenswege nach.
Denn jeder von uns erlebt Situationen, die unseren Glauben erschüttern,
die uns in die Knie zwingen und dann fragen wir: wo ist Gott?
Und wissen Sie was? Manchmal weiß ich das selbst nicht.
Es gibt Zeiten, da passieren Dinge, die machen keinen Sinn,
weder für mich noch für meinen Glauben.
Dann lese ich im Buch Hiob. Und aus dem schöpfe ich Kraft.
Das macht mir Mut.
Denn natürlich gibt es Dinge, die wir nicht verstehen.
Leid und Elend, was oberflächlich betrachtet,
schlimm genug wäre, meinen Glauben zu gefährden.
Doch ich weiß, durch meinen Glauben werden mir Prüfungen auferlegt,
die vielleicht sinnlos scheinen, die vielleicht sogar schmerzhaft sind.
Aber ich glaube daran, jede Prüfung hilft mir, den Namen Gottes zu preisen.
Und auch, wenn uns manches im Leben nicht so recht passt,
wir müssen klarkommen mit dem, was wir vorfinden, um Gottes Namen zu preisen.
Danke.
Schön, dass Sie da waren.
Vielen Dank.
Danke, Reverend - Ich danke Ihnen.
Eine so wunderbare Predigt, Reverend.
Herzlichen Dank, Mrs Jenkins. - Hiob. - Genau. - Überwältigend.
Das hier ist mein Neffe Ryan. - Hallo - Freut mich sehr, Ryan.
Er bleibt eine Weile bei mir, meine Schwester ist leider sehr krank. - Das tut mir sehr leid.
Gut, dann will ich mich mal ums Essen kümmern. Lammbraten.
Haben Sie Hunger? - Nein, danke, aber vielleicht nächste Woche.
Ja, nächste Woche. Das würde mich freuen.
Machen Sie's gut. - Kommst du, Ryan?
Kann ich Ihnen helfen, Officer? - Darf ich reinkommen?
Ja, sicher, im Haus Gottes ist jeder willkommen.
Chief Inspector Rodin. - Und ich bin... - Ich wette, Sie sind der Reverend.
Möchte Sie vielleicht eine Tasse Tee?
Nein, vielen Dank, ich wollte nur kurz mal reinschauen. - Was kann ich für Sie tun?
Nichts, es sei denn, Sie kennen den Aufenthaltsort
eines mittelgroßen Schäferhundes. - Bitte?
Auf einer Farm wird ein Hund vermisst. Verdammt lästiger Fall.
Ein amoklaufender Hund, das fehlt mir grade noch.
So was von langweilig. Ich wollte mich auch nur kurz vorstellen.
Haben Sie Probleme, bin ich der Mann, der sie löst.
Denn das ist mein Dorf.
Was ist daran so witzig?
Gar nichts. - Und warum grinsen Sie so?
Jemand anders hat mir das neulich auch schon erklärt.
Was denn?
Nun ja, Mr Hicks, der hat gesagt, das hier sei sein Dorf.
Hat er das?
Ich will Ihnen einen Rat geben.
Haben Sie ein Problem, kommen Sie besser zu mir.
Mr Hicks und ich sind recht verschieden.
Hi. - Hi.
Alles okay?
Nein, überhaupt nicht.
Darf ich mit rein? - Ja, klar.
Du wolltest keinen Zucker, richtig?
Ja, das stimmt.
Noch mehr Süßes vertrage ich nicht.
Du müsstest mal auspacken.
Dafür hatte ich bisher überhaupt keine Zeit.
Aber ich muss mich wohl bald darum kümmern.
Was ist denn passiert?
Ich möchte dir helfen, Tracy.
Keiner kann mir helfen.
Vielleicht hast du Recht, aber einen Versuch wäre es ganz sicher wert.
Na ja, Prince... Mein...
Dein Beschützer.
Alles okay, du kannst ganz offen sprechen.
Okay.
Prince ist verschwunden.
Verschwunden?
Gestern Abend war er noch da. - Ja, und dann war er weg.
Wieso glaubst du, dass er verschwunden ist? Das ist erst ein paar Stunden her.
Glaub mir, der ist verschwunden. Er musste einen dringenden Job machen.
Wann immer es gilt, Kohle zu machen, ist er nicht weit.
Darf ich mal was fragen?
Ja, klar. - Was kümmert es dich?
Er sorgt sich um mich... - Nein, tut er nicht.
Was weißt du denn schon?
Du bist bloß ein verschissener Reverend. Du musst dieses scheiß Leben nicht leben.
Tut mir leid.
Tut mir echt leid. - Ist schon gut.
Ich habe den Eindruck, du hast große Schmerzen.
Warum sagst du mir nicht, was passiert ist?
Was ist passiert?
Darf ich rauchen?
Danke.
Was hat dir der Bastard angetan?
Dasselbe wie alle.
Er hat mich gefickt.
Nur dass dieser Mann es gerne ein bisschen heftiger mag.
Dieser Kerl...
...zeigt seine sadistische Seite erst, nachdem er gekommen ist.
Hier.
Wer ist das gewesen, Tracy?
Was spielt das schon für eine Rolle?
Ich schlage vor, du nimmst erst mal ein Bad und anschließend legst du dich in mein Bett.
Keine Sorge. Hier bei mir bist du sicher.
Ich danke dir.
Aber erst sagst du mir, wer das war.
Der Mann heißt Bazza.
Er hat einen Schrottplatz am Stadtrand.
Auf dem Gelände steht ein Wohnwagen, in dem haust er.
Aber bitte, ruf nicht die Polizei.
Ich rufe bestimmt nicht die Polizei.
Verfluchte Scheiße, Mann!
Nun wirst du erleben, was Schmerzen sind, Kleiner.
Denn ich werde dir verdammt noch mal richtig wehtun.
So, und nun stirbst du, du Arschloch!
Lass dich nicht erwischen.
Wo sind wir hier?
Ganz am Anfang.
Was soll das heißen?
Du weißt doch ganz genau, was das heißt.
Und dieser Apfel?
Welcher Apfel?
Das hier wird nur gefährlich, wenn du Furcht empfindest.
Aber der Apfel?
Es ist doch nicht alles so, wie es scheint, Reverend.
Du bist nackt.
War mir noch gar nicht aufgefallen.
Was hat das hier zu bedeuten?
Deine Gabe ist vielleicht eine Gnade, oder vielleicht ein Fluch.
Wie auch immer. Was immer es auch sei,
es ist eine Aufgabe, die dir übertragen wurde.
Deiner Verantwortung wirst du allerdings nie gerecht mit einem getrübten Urteilsvermögen.
Getrübtes Urteilsvermögen? - Genau.
Dir hat das heute Nacht viel mehr gefallen, als es womöglich geplant war.
Ein Urteilsspruch ist nichts Persönliches.
Guten Morgen.
Na, du Schlafmütze? - Guten Morgen.
Ich war schon duschen, ist das okay?
Ja, sicher, fühl dich wie zu Haus.
Wie spät ist es? - Kurz vor acht.
Willst du Frühstück?
Gerne. - Okay.
Hier, dein Toast. - Danke.
Oh Mann, bin ich müde.
Hast du schlecht geschlafen?
Ich habe bloß einen Haufen wirres Zeug geträumt, das ist alles.
Wie hast du geschlafen?
So gut wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
Sehr gut.
Aber...
Was aber?
Prince.
Der ist weg.
Komm, setz dich her.
Was willst du mir damit sagen?
Isst du den Toast ohne Butter?
Vergiss den blöden Toast. Was bedeutet, er ist weg?
Entschuldige.
Als du geschlafen hast, war ich unterwegs.
Wo?
Ich war in der Stadt.
Oh Gott, wieso das?
Ich habe ein paar Fragen gestellt.
Und das heißt?
Nun weiß ich, was mit Prince passiert ist.
Er ist weg.
Was bedeutet, er ist weg? - Hör zu: ich habe keine Ahnung
wo und wieso du an einen Kerl wie Prince geraten bist,
aber er hat sich offenbar Feinde gemacht.
Und von wem weißt du das? - Das ist kein großes Geheimnis.
Aber wichtig ist doch nur, dass er weg ist und dass er niemals zurückkommt.
Ist das wahr?
Hundertprozentig.
Ich danke dir sehr.
Ich habe doch nur ein paar Fragen gestellt. - Nein.
Was du auch getan hast,
mir geht's unendlich viel besser, seit wir uns begegnet sind.
Und... Aber ich weiß nicht, wie ich dir... Ich weiß noch nicht mal, was ich sagen soll.
Iss erst mal deinen Toast.
Gentlemen.
Eine Mörderparty, wenn ich mich fragt.
Oh Mann, so ein Witzbold.
Und? - Und was?
Und was geht hier ab, Mann, wo ist Big Bazza?
Zur Hölle, woher soll ich das wissen? - Moment mal, Inspector.
Sie und Ihre Leute, Ihr seid für den Landkreis verantwortlich, ja?
Und Sie arbeiten in der Stadt, Detective, also was suchen Sie hier?
Ich bin hier, weil Big Bazza mein bester Informant ist, klar?
Und ich muss unbedingt mit ihm sprechen.
Aber ich komm her, der Schrottplatz im Arsch, Big Bazza weg
und Sie und Ihre Leute haben den Finger im Arsch
und wissen nicht, was hier vorgeht. - Sie müssen entschuldigen,
was auch immer Bazz in der Stadt so treibt, das interessiert mich nicht.
Und was das Chaos angeht, das sehe ich auch gerade zum ersten Mal.
Wenn das alles war, verabschiede ich mich jetzt.
Ich schicke einen Beamten vorbei, der ein Protokoll macht.
Wissen Sie was? Sie und Ihre Männer sind bloß ein Witz.
Sie haben doch hier überhaupt nichts unter Kontrolle.
Sie stehen da in Ihrer Uniform rum wie ein verschissener Briefträger!
Was wissen Sie schon von unseren Problemen?
Fick dich! - Insbesondere mit lustigen Kleinstadt-Arschlöchern,
die rumfurzen wie die Großen! Ich mach mich dann auf den Weg! Ciao, ciao!
Und es ist echt kein Problem, wenn ich bleibe? - Nein, gar nicht.
Es ist ja auch gar nicht für lange, ich muss bloß mal wissen, wie's weitergeht.
Das verstehe ich.
Die Nachbarn werden quatschen. - Dann lass sie doch quatschen.
Du willst abhauen, Tracy?
Ja, raus aus der Drecksbude. - Ich muss noch arbeiten.
Wer war denn das?
Eine wirklich böse Frau.
Gegen das Weib ist Bazza ein Heiliger.
Wenn wir zu Hause sind, werde ich erst mal ein klein bisschen umräumen.
Ich freu mich schon drauf.
Ryan. - Hallo Reverend. Alles klar? - Alles klar.
Und wie läuft's? - An sich ganz prima, danke.
Ich dachte, du würdest jetzt bei deiner Tante wohnen.
Schon, aber ich habe gerade meine Mum besucht.
Wie geht es ihr? - Nicht so gut.
Das tut mir sehr leid. Wenn du glaubst, dass ich dir irgendwie...
Mann, wo bleibst du, Ryan? Bist du jetzt was Besseres geworden?
Quatsch, meine Mum, die ist krank.
Da kann man nichts machen, na los, steig schon ein,
wir suchen uns wen, den wir abzocken können.
Du musst da nicht einsteigen, Ryan.
Komm mit uns zurück ins Dorf, wir nehmen den Bus.
Ich warte, Ryan.
Nun komm schon, oder bist du ein Weichei geworden?
Quatsch, fahr schon los.
So ein Jammer.
Mr Hicks. - Ich habe Sie doch gebeten, mich Harold zu nennen - Okay.
Harold, was kann ich für Sie tun?
Mir ist da ein Gerücht zu Ohren gekommen.
Ach ja? Und worum geht es?
Dass Sie offenbar Damenbesuch haben.
Das ist richtig.
Tracy, die Schlampe?
Das klingt gemein.
Nun hören Sie mir mal zu, Mr Reverend.
Ich misch mich ungern in anderer Leute Angelegenheiten, aber...
Ihre kleine Schlampen-Freundin da drin, Tracy, sie ist die Angestellte
eines Mannes, der für mich arbeitet, klar?
Und was sagt mir das?
Kommen Sie schon.
Und nun tun Sie bloß nicht so, als wären dumm.
Sie sind ihm doch in meiner Bar ein bisschen an die Wäsche gegangen.
Das ist leider ein bisschen anders gewesen.
Wie auch immer, das spielt keine Rolle. Was aber absolut auffällig ist,
nachdem es mit ihm dieses kleine Problem gab,
verschwand der Kerl am folgenden Tag und
die kleine Schlampe, seine Mitarbeiterin...
Nein, meine Mitarbeiterin taucht hier bei Ihnen auf.
Finden Sie das nicht ziemlich putzig?
Hören Sie, Mr Hicks:
Ich habe keine Ahnung, was Mr Prince widerfuhr, und was Tracy angeht,
Sie hat die Freiheit, zu kommen und zu gehen, wann sie will,
sie schuldet niemandem Rechenschaft. Und zwar weder mir, noch Prince
und nicht einmal Ihnen.
Nun hören Sie mir gefälligst mal zu, Mann.
Sie bewegen sich hier auf verdammt dünnem Eis, kapiert?
Die Geschäfte, die hier so laufen, gehen nur mich was an, verdammt.
Okay?
Und nun sind Sie ein ganz braver Reverend
und konzentrieren sich auf Ihre scheiß Kapelle. Okay?
Junge, das wird schon.
Bye-bye.
Überall nur faule Geschäfte, die zum Himmel stinken.
Und ebenso stinken all jene, die sich damit befassen.
Mein Geschäft ist das Werk Gottes.
Egal ob ich predige oder meinen Durst stille.
Nein, lass das! - Du dreckige kleine Nutte! - Nimm deine schmierigen Wichsfinger weg!
Verpiss dich, du Sau! Hau ab!
Hab keine Ahnung. - Was soll das heißen, du hast keine Ahnung.
Wo ist Big Bazza? - Also ich weiß gar nichts. - Wo ist Prince?
Wo zum Teufel sind die alle geblieben? - Lass mich gefälligst in Ruhe, ja?
Was soll das? Scheiße.
Mach schon, rück endlich die scheiß Knete raus. - Nein!
Tu mir nichts! - Wenn du heil bleiben willst, lass endlich rüberwachsen - Hier.
Was willst du von mir?
Bitte, lass mich in Ruhe, tu mir nichts, bitte nicht. Hör auf.
Mein Gott, steh mir bei.
Bittest du um Vergebung für deine Sünden? - Klar, bitte ich um Vergebung.
Scheiße, ich bereue echt alles, Mann! - Ich bete für deine Seele, dass du es tust.
Super. - Mein Sohn, ich vergebe dir. - Ist das wahr?
Gott sei Dank. - Komm her.
Komm her. - Gott sei Dank.
Nachts das Festmahl und die Predigt am Tag.
Aber die Predigt kann die Botschaft offenbar nicht jedem vermitteln.
Weil nämlich die Geschichten darin in der Lage sind, mir die Augen zu öffnen.
Um die Dinge aus einem ganz anderen Blickwinkel wahrzunehmen. Ein Beispiel.
Was willst du?
Es gibt viele bedeutungsvolle Passagen in diesem Buch
und eine ganz besondere Geschichte habe ich da vor allem im Sinn.
Mag sein, dass Sie es auch so sehen. - Weil es manche Menschen
leider Gottes nur
auf diese Weise begreifen.
Lass mich in Ruhe!
Ich brauche Hilfe! Ich bin Polizeibeamter!
Lass mich in Ruhe!
Hau ja ab, du Freak!
Hast du gar keine Ahnung, wer ich bin?!
Morgen, Pastor. - Guten Morgen. - Was macht die Kunst? - Alles klar soweit.
Vorsicht, schwer. - Für mich?
Ist Ihnen zufällig Ryan über'n Weg gelaufen? - Nein.
Ich war neulich mit ihm verabredet, aber der Junge ist nicht aufgetaucht.
Also von mir haben Sie das aber nicht, okay?
Hicks hat ihm einen Job bei diesem illegalen Boxkampf besorgt.
Boxkampf. - Ja, die boxen ohne Genehmigung in der alten Scheune.
Und ohne Boxhandschuh, ist doch Scheiße, Mann, überhaupt nicht gut.
Der Ryan von Mrs Jenkins? - Das ist der Bengel, genau der.
Inspector!
Hallo, wo drückt denn der Schuh, Reverend?
Ich hoffe, Sie können mir eine kurze Frage beantworten. - Ich höre.
Ich frage mich, wieso Sie, der örtliche Polizeichef,
in Bezug auf den größten Gangster hier mit Blindheit geschlagen sind?
Und wen meinen Sie damit? - Kommen Sie.
Jeder weiß, Hicks ist ein linker Hund, und Sie tun gar nichts.
Absolut gar nichts. - Wissen Sie, was für ein Fass Sie da aufmachen, Reverend?
Nein, Sie haben überhaupt keine Ahnung.
Ich schlage vor, Sie stecken Ihre Nase nicht in seine Geschäfte.
Mit dem Mann sollten Sie sich besser nicht anlegen.
Was ist bloß los, Inspector?
Lassen Sie sich schmieren?
Ich nehme keinen Penny an von diesem Mann.
Aber da bin ich der Einzige.
Ich bin nicht blöd.
Klar weiß ich, dass Hicks ein elender Bastard ist,
aber ohne Beweise kann ich nichts machen. - Ach, Beweise.
Ein illegaler Boxkampf, heute Abend.
Wissen Sie darüber Bescheid? Hicks steckt dahinter.
Und woher wissen Sie davon?
Ich habe Ohren.
Sie wissen das, oder?
Sie wissen Bescheid und wollen nichts unternehmen?
Sie stellen sich tot? - Das ist gar nicht so leicht. - Wirklich nicht?
Er wird durch ein paar ziemlich einflussreiche Leute unterstützt.
Soweit ich weiß, geht's heute Abend nicht nur ums Boxen.
Da fliegen auch ein paar Geschäftsfreunde ein, aber ich kann nichts tun.
Es sei denn, ich erwische ihn auf frischer Tat.
Andernfalls sind mir die Hände gebunden.
Ich schlage vor, Sie halten sich zurück.
Und glauben Sie mir, auch, wenn es schwer fällt.
Er kann nichts dagegen tun.
Bringen wir es also zu Ende.
Na gut, nur keine Sorge.
Dann treffen wir uns ja doch noch persönlich.
Harold Hicks, wie ich vermute.
Ja, genau der bin ich.
Der legendäre Wikinger ist endlich angekommen. - Ja.
Die Kohle hast du doch mit, oder?
Hab ich, wenn du die Ware dabei hast? - Sehr gut. Klar.
Aber bevor der geschäftliche Teil kommt, lassen wir's krachen.
Lassen wir es krachen. Richtig krachen, okay.
Sag mal, mein Freund, warum steigst du bei der Kohle,
die wir zusammen verdient haben, immer noch für so dämliche Kämpfe selbst in den Ring?
Dabei geht's mir bloß um die Psychologie eines Boxkampfs.
Harry, wen hast du für mich gefunden?
Ich heiße Harold, Harold Hicks, nicht Harry.
Und ich habe dir höchstpersönlich einen Kerl rausgepickt, der nennt sich der Barbar.
Der Wahnsinn. - Und offen gesagt, hoffe ich, dass...
Ich hoffe, wir können unser kleines Geschäft noch abschließen,
wenn er mit dir fertig ist. - Klar.
Und ich muss sagen, Mr Wikinger, deine Stiefel finde ich wirklich höchst amüsant.
Bei so einem Kampf spricht wirklich so manches dafür.
Ja, habe ich befürchtet.
Die bescheuerten Skandinavier. Na kommt, Freunde. Viel Glück.
Das wirst du brauchen.
Komm her!
Komm her, du Muskelkasper! Komm schon!
Was ist denn nun kaputt, Hicks?
War das etwa zu viel Gewalt für dich?
Na schön, nehmt die Knarren runter. Runter mit den Knarren.
Hey, lass das. Lass es, ja?
Alle Mann herhören: Raus! Los! Sofort! - Habt ihr gehört?!
Sofort! Los! Raus! - Na los, bewegt euch!
Und ihr bleibt hier, bis ich mit diesem Scheiß-Wikinger klar bin.
Habt ihr verstanden? Okay? Ihr bleibt.
Noch eine Jacke. Los!
Du machst ein kleines Nickerchen, Ryan.
Machen wir also Geschäfte!
Harry. Wetteinsatz?
Ich habe echt genug davon wir sehen uns dann im Pub.
Ryan! Warte! - Bitte tu mir nichts. Lauf nicht weg.
Ich kann dir alles erklären! - Ich will weg hier! Bitte!
Ruhig. - Bitte tu mir nichts! Ich will einfach nur weg hier!
Oh, nein Ryan!
Das Blut eines Unschuldigen klebt nun an meinen Händen.
Dieser Schmerz, diese Qual sind die Schuld eines einzigen Mannes.
Doch der wird niemandem mehr weh tun.
Reverend, Reverend.
Ich habe ja gesagt, kommen Sie mir nicht in die Quere,
aber Sie wollten nicht hören.
Und ich kenne noch nicht mal Ihren Namen.
Schade.
Ich tue Buße!
Und nun die andere Wange, Reverend?
Ja?
Mein Durst ist gestillt.
Aber dieser Mann hier muss sterben.
Heute Nacht fleißig gewesen?
Seit wann sitzen Sie da?
Etwa seit einer halben Minute, Sie haben... Na ja, die Tür war unverschlossen.
Sie waren schwer beschäftigt? - Wie bitte?
Sie waren schwer beschäftigt.
Und womit? - Soweit ich weiß mit dem Wort Gottes natürlich.
Nun gucken Sie nicht so verwundert, das war erstklassige Arbeit. - Ach ja?
Sicher doch.
Die Kirche ist voll gewesen, so erzählte man mir.
Sagt wer?
Inspector Rodin. Ein guter Freund von mir, der Inspector.
Und dann sagte er noch, Sie hätten wohl eine gewisse Passion
für die Dorfbewohner entwickelt.
Ja, wohl wahr.
Ich war verantwortlich für Ihre Wahl.
Persönlich. Ich hatte, was Sie betrifft, so ein Gefühl.
Und nun ist sie immer voll, die Kirche, nach ein paar Monaten nur.
Ich wusste, dass diese Aufgabe zu Ihnen passt.
Vielen Dank.
Und nun warten neue Aufgaben.
Ich verstehe nicht ganz? - Die Arbeit hier ist getan.
Ich will, dass Sie in der Stadt weitermachen. - Aber ich...
Es ist vorüber.
Wir sehen uns dann in der Stadt.
Ich höre, die Polizei ist überall massiv im Einsatz.
Offenbar ist da so ein Barbesitzer ermordet worden.
Ich sprach ganz kurz mit Inspector Rodin, der sagte mir,
dass in einem spektakulären Mordfall, wie dem hier,
ohne die Tatwaffe der Täter kaum zu fassen sein dürfte.
Hinterlassen Sie alles sauber und ordentlich, Reverend.
Sie haben einen fantastischen Job gemacht.
Und haben Sie auch weiterhin ein Auge auf alles.
Gute Nacht.
Im Abschiednehmen war ich noch nie wirklich gut.
Ein paar Menschen konnte ich helfen und die brauchen mich nun nicht mehr.
Ab heute stehen sie auf eigenen Füßen.
Tracy wird erst mal eine Weile bei Mrs Jenkins wohnen. Das ist gut für beide.
Ich habe erzählt, dass mich Ryan gebeten hat, Ihnen zu sagen,
dass er gern kreuz und quer durch die Welt reisen würde.
Und dass sie, was ihn betrifft, unbesorgt sein können.
Gott behüte dich, Kleiner. Und viel Spaß im Paradies.
Mein Durst ist gestillt. Und ich habe mich nicht vom Glauben abgewendet, genau wie Hiob.
Meine Aufgabe ist erfüllt.
Lass los! - Hilfe! - Lass die scheiß Tasche los!
Was soll das, das ist meine Tasche! Hey!
Haben Sie das gesehen?! Haltet den Dieb, der hat mich beklaut!
Das ist meine Tasche!
Na ja, vielleicht doch noch nicht ganz.
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