Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Czech
Danish
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
French
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
(Düstere Musik)
(Lautes Atmen)
(Düstere Musik)
(Lautes Atmen)
(Mädchen) Können wir uns je sicher sein, wer wir sind?
Wir sind nichts Unabänderliches, Festes.
Wir sind nicht so oder so.
Wir kommen mit einem Menschen in Berührung
und der schlägt in uns einen ganz bestimmten Ton an.
Und so sind wir dann.
(Lebhafte Musik)
Damals war ich 15, hatte zwei Klassen übersprungen
und saß mit Prada-Gläubigen fest, die mich nicht das Geringste angingen.
Ich wollte die Schule hinter mir lassen,
mich wichtigeren Dingen im Leben zuwenden.
Und dann kam er.
Schnell war klar, dass er zu den Wesen gehörte,
denen die Menschen gehorchen wie Wasser den Worten des Hexenmeisters.
Guten Morgen.
Morgen.
Willkommen im neuen Schuljahr.
Ich muss euch jetzt siezen. Außer ihr seid alle für "du".
Ich ziehe "Sie" vor.
Herr El Quamar, nehme ich an. Möchten Sie sich vorstellen?
Alev. Halb Iraner, halb Franzose.
Aufgewachsen in Deutschland, Österreich, Iran, den USA und Bosnien-Herzegowina.
18 Jahre, zehn Schulen. Hobbys:
Nachdenken, Atheismus, leichte Drogen. (Lachen)
Gute Eigenschaften: Keine. Schlechte:
- Auch keine. - Schön.
Bitte, setzen Sie sich.
Wir beschäftigen uns heute mit Musil. "Der Mann ohne Eigenschaften".
(Entspannte Musik)
Ada, ich kann Ihre Mutter nicht erreichen.
Drei Monate Schulgeld stehen aus.
Wir sind ein Privatunternehmen. Sie wissen...
Na, Madame Oberschlau.
Jetzt gibt's eine kleine Gehirnwäsche.
(Erstickte Schreie) Los.
Nimm 'ne Dusche. Damit du weißt, wo du hingehörst.
Verpiss dich von unserer Schule!
(Ada hustet)
Kommt, Jungs.
(Sie atmet stoßweise)
Sieh's mal so: Du nimmst das Leben zu ernst.
Sieh's mal so:
Dich braucht hier keiner.
- Du kannst es behalten. - Verpiss dich.
Ada. Ich suche seit einer Stunde meine Schlüssel. Warte.
Dein Stiefvater will uns hier raushaben. Er würde uns verhungern lassen.
Und er vögelt junge Soldatinnen. Ada. (Ada schließt ab)
Ach...
Ada, hast du mit deinem Stiefvater über das Schulgeld geredet?
(Musik beginnt) Ada!
(Sanfte Popmusik)
(Lautes Atmen)
Internationale Schulen funktionieren gleich.
- Egal, wo. - Wie bist du so viel rumgekommen?
Mein Vater arbeitet in der Sicherheitsbranche.
Wer ist dieses Mädchen?
Ada ist voll die Kampflesbe.
Die scheißt auf alles.
Du bist schnell.
- Vor was läufst du davon? - Was geht Sie das an?
(Schulglocke klingelt)
Wir müssen. Kommst du, Odetta?
Ich baue eine Leichtathletikgruppe auf. Bald sind Kreismeisterschaften.
Bis später.
Bereiten Sie sich auf eine Enttäuschung vor.
Es wird keiner kommen.
Machst du mit?
Alle militärischen Auseinandersetzungen
sind Eroberungskriege.
Ausnahmslos.
So auch der Irakkrieg. Die Politik handelt pragmatisch.
Ada.
Die USA hatten Angst. Sie glaubten sich im Unrecht.
Wer sich im Unrecht fühlt und trotzdem handelt, ist sehr gefährlich.
Eine interessante These, Ada.
Aber es gibt auf alles immer zwei Perspektiven.
Zwei Anschauungen.
Sind Sie verheiratet?
Lieben Sie Ihre Frau?
Gewiss, sehr sogar.
Dachten Sie je, Sie könnten sie hassen?
Nein.
Dann hören Sie auf mit dem Quatsch von den zwei Sichtweisen.
(Schulglocke klingelt)
Warum läufst du mir nach?
Weil du schlagfertig bist und deine Würde bewahrst.
- Du bist auch nicht schlecht. - Ich bin Profi.
- Bescheiden bist du ja nicht. - Wozu soll Bescheidenheit gut sein?
Ich wohne im Internat. Kommst du mit?
Hm?
- (Alev) Warst du schon hier? - (Ada) Nein.
(Junge singt) ♪Also heuchle nicht
Wenn du's nicht willst Dann tue ich's nicht
Ich bin im Schönheitswahn So romantisch, dass man's hören kann
Un, deux, trois♪
Hey.
♪Wenn ich dich seh' Lass ich mich von meinen Trieben leiten
Kann mich nicht am Riemen reißen♪
(Musik: "Gallop" von Jeremy Jay)
Unsere glorreichen Vorgänger.
Die Machtzentrale von "Ernst Bloch". Ada ist das klügste Mädchen der Schule.
- Hi. - Nicht das, was ihr gewohnt seid.
Toni lebt in der Matrix. Keiner interessiert sich für ihn.
Und das ist Grüttel. Ein Siegertyp.
- Er gewinnt jedes Wettwichsen. - Interessant.
- Wie hast du abgeschnitten? - Ich bin impotent, kriege keinen hoch.
Das ist kein Witz.
Ada, was macht dich so klug?
Ich kann im richtigen Moment schweigen.
Ada.
- Sehr gut. - Alle lieben Grüttel.
Vor allem das Geld seines Vaters. Seine Eltern reisen herum.
Das ist die beste Zeit seines Lebens. Danach geht's bergab.
Es reicht.
Wir sind alle Amateure. Du und ich vielleicht etwas weniger.
- (Lehrer) Aufmachen! - Scheiße.
(Pochen an der Tür) Macht auf! Warum schließt ihr ab?
Hören Sie auf, uns sexuell zu belästigen.
Los, Leute. Auf geht's. (Kichern)
(Musik: "La Grande" von Laura Gibson)
Ada.
Komm.
Sex macht alle gleich.
Auch wenn man's im Verborgenen tut, es ist nichts Besonderes.
Was reizt dich denn?
- Ich bin ein Spieler, Kleines. - Spielst du mit mir oder gegen mich?
"Wirkliche Liebespaare sollten miteinander spielen."
- Musil. - Und was ist das für ein Spiel?
(Leise melancholische Musik)
(Leises Stöhnen)
Für dieses Spiel muss man stark sein.
(Leise melancholische Klaviermusik)
(Männerstimme, erregtes Stöhnen)
(Stöhnen) (Mann) Ja!
(Erregtes Schreien)
(Melancholische Klaviermusik)
Alev. Kann ich Sie sprechen?
Eine Klassenfahrt ist eine Chance, sich zu integrieren.
- Nutzen Sie sie. - Können Sie auch Klartext?
Halten Sie sich an die Regeln. Sonst fliegen Sie.
Mal sehen, wer eher fliegt.
Ts!
Ada.
Ada.
Du kannst mit mir und meiner Frau mitfahren.
(Lehrer) Nett von Höfi, dass ich dich mitnehmen darf.
Hm? Hast du deine Pillen dabei?
Die Berge werden dir guttun.
Ich will in die Masuren mit dir, Ferien machen.
Es war doch so schön dort. Wir könnten zusammen...
Hör auf, in der Vergangenheit zu leben.
Ich will nie wieder zurück nach Polen.
(Dumpfe, bedrückende Musik)
(Melancholische Geigenmusik)
Das Bedürfnis, an Gott zu glauben, manifestierte sich auch im Gipfelkreuz.
Auch, weil man symbolisch gesehen dort Gott nahe ist.
Gott ist eine Illusion, die längst zerplatzt ist.
Heutzutage ist jeder sein eigener Gott.
Verzeih, aber wie ein Gott siehst du nicht aus.
(Lachen) Mich interessiert der Teufel.
So, so.
Also, wollen wir weiter?
"Der Teufel ist der älteste Freund der Erkenntnis." Nietzsche.
Gott hat die Sünde erfunden,
weil sich Adam und Eva im Paradies langweilten.
Das erste Pärchen auf Erden war ein Gangsterpärchen.
(Melancholische Klavierklänge)
Darf ich Sie was Persönliches fragen?
Warum haben Sie keine Kinder?
Ich halte es für falsch, in diese Welt Kinder zu setzen.
Du stehst auch unter dem Bann unserer Sphinx.
Des Menschen Eigenart ist immer sein Schicksal.
Ada, kommst du?
Na, geh schon zu den anderen.
(Piepen)
(Düstere Musik)
(Wind heult)
(Düstere Musik)
(Lautes Atmen)
(Melancholische Klavierklänge)
(Dumpfer Herzschlag)
(Melancholische Musik)
Hey!
(Dumpfer Herzschlag)
(Stöhnen)
(Düster-melancholische Musik)
Magdalena geht's wieder gut.
Sie hat ein Beruhigungsmittel bekommen. Du hast sie gerettet.
Danke, Ada. (Ada schlottert)
Ada.
(Sie schreit) Ada.
(Sie atmet stoßweise) Ada.
Ada... Du musst ins heiße Wasser. Du bist total unterkühlt.
Ruhig.
Ruhig. (Sie atmet stoßweise)
Ada, ich...
Hol meine Laufschuhe. (Sie hustet)
- Du schon wieder. - Frühstück für die Heldin.
Es war ein Reflex, Schneewittchen zu retten.
"Schneewittchen" gefällt mir.
Spar dir die Koketterie. Wie hat Smutek drauf reagiert?
- Er hätte mich nicht ausziehen müssen. - Smutek?
- Er hat was getan? - Mich gebadet.
Hör zu.
Du bist bereits mit dem Nichts in Berührung gekommen.
- Warum erzählst du mir das? - Ich sehne mich nach Seelenverwandten.
Mir kommen echt die Tränen.
Wer das Nichts in sich findet und Werte aus sich schöpft,
ist frei und ein Spieler.
Zusammen sind wir unschlagbar.
- (Mutter) Ist er nett? - (Ada) "Nett" passt nicht auf Alev.
(Mutter) Das Haar an der Wurzel packen.
Rechtwinklig zu Stirn. Ein Ruck. Schnelligkeit verhindert Schmerz.
- Er ist sehr schwer einzuschätzen. - So ist es am Anfang immer.
- Mama, du verstehst es nicht. - Du bist verliebt.
- Ich glaube nicht an die Liebe. - Nenn es, wie du willst.
First love is the deepest.
Glaub mir.
(Beschwingte Musik)
Aufgebrachte Eltern sagten zu mir, Schüler von uns seien Al-Qaida-Anhänger.
- So ein Unsinn. - Ada ist ein schwieriges...
aggressives Mädchen.
- Sie ist klug, hat eine eigene Meinung. - Meinung.
Ab sofort ist das Thema Irakkrieg im Unterricht tabu. Danke.
- Tatsache ist doch... - In dieser Sache sind Sie still.
- Herr Smutek. - Hm?
Lassen Sie die Hände von Ada.
- Glauben Sie, ich habe sie angefasst? - Passen Sie auf.
Sie hat meine Frau gerettet. Ich bin ihr nur dankbar.
Genau darum sage ich es Ihnen.
(Gemurmel)
Na, ihr Loser. Warum wart ihr nicht in der Schule?
- Odetta belauschte die Lehrerkonferenz. - Es ging um dich.
- Um mich? - Teuter will dich loswerden.
- Aber du hast auch Freunde. - Wer?
Smutek? Was hat er gesagt? Hat er Ada verteidigt?
- Ich weiß es nicht mehr so genau. - Es ist aber wichtig.
Du solltest doch auf Smutek achten. Du dummes Ding.
(Kichern) Verdammt überflüssige Show.
Höre ich da so was wie Angriffslust?
(Handy klingelt)
(Klingeln)
- Hallo? - Hallo, Kleinchen.
Ist Odetta weg?
Ja.
Hattet ihr Sex?
Eines meiner Körperteile ist doch permanenter Gravitation ausgesetzt.
- Hattet ihr Sex? - Kann sein, ich habe sie gefingert.
Hör zu.
Es tut mir leid. Ich war heute nicht sehr nett zu dir.
Ada.
Wir sind anders als die anderen. Du gehörst zu mir.
Ada?
Ada!
(Steinchen fliegen gegen das Fenster) (Alev) Ada.
(Klappern)
Ada.
Kommst du runter?
Kommst du?
Hey.
Hey.
Es war ein bisschen viel die letzten Tage.
Odetta ist nur ein Werkzeug. Ich brauche Informanten.
- Bin ich dein Gegner? - Wie kommst du denn darauf?
- Für ein Spiel braucht man Gegner. - Wir spielen mit Smutek.
Und das Spiel heißt:
"Erkenne dich selbst."
Das klingt ja sehr gefährlich.
Erkenne dich selbst. Werde, der du bist. Glaub mir, das ist scary.
Und was ist das für ein Spiel?
Du vögelst Smutek, ich filme es und wir erpressen ihn.
Würdest du's tun?
Sagen wir, es würde mir nicht allzu viel ausmachen.
Darauf habe ich gehofft.
- Ich denke drüber nach. - Nicht zu lange.
Bald bist du 16.
Warum Smutek?
Was bringt die Erpressung?
Der Mensch lebt in einem selbst erzeugten Gefängnis.
Obwohl er gern anders leben möchte. So auch Smutek.
Wir machen ihn zum Gefangenen, geben ihm dich
und quälen ihn mit seiner Schwäche, bis er sich befreit.
- Wir zwingen ihn zu seinem Glück. - (Lachend) Du verstehst mich.
Wir beide gehören zusammen. Wir spielen ein bisschen Schicksal.
Wir werden Gestalter dieser Welt. Das Leben ist ein Spiel.
Und ein Mensch unsere Spielfigur.
(Düster-melancholische Musik)
(Klopfen)
Herr Höfling?
Es geht schon wieder, Ada. Bleib ruhig hier.
Was gibt es?
- Ist nicht so wichtig. - Los, raus damit.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich wandere auf einem schmalen Grat,
von dem es tausend Meter in die Tiefe geht.
Zwei Menschen,
die, jeder auf einer Linie, Hand in Hand durchs Leben laufen,
bilden zusammen einen Vierbeiner und stürzen nicht in den Abgrund.
Das ist die Antwort auf dein Problem.
Ada, ist das Leben nicht hundertmal zu kurz für Langeweile?
- Es gibt ein Problem. - Welches?
Smutek ist kein Mann, der ein Mädchen entjungfern will.
Du hattest noch nie Sex?
Ich besorge dir einen Deckhengst zwecks Defloration. Grüttel.
Nein. Du machst das.
- Ada, wie soll das gehen? - Denk dir was aus.
(Sanfte Popmusik)
Ja.
(Erregtes Stöhnen)
(Frau) Ah... ah ja.
Toni, raus.
(Ada atmet heftig)
(Leises Stöhnen)
(Sanfte melancholische Musik)
(Melancholische Cellomusik)
(Düstere Musik)
(Leise Klavierklänge)
(Gedämpftes Stimmengewirr)
(Dumpfe, düstere Musik)
(Ada, leise) Höfi ist seiner Frau in den Tod gefolgt.
Du lebst mehr in der Theorie als in der Praxis.
Aber sei jetzt stark.
(Melancholische Cellomusik)
Steht Freitag noch?
Jetzt erst recht.
(Pfiff) Los, los, los! Schneller, komm!
- Die Nächsten. - Fuck!
(Smutek) Stell sie wieder auf.
Fertig? (Pfiff)
Schneller beschleunigen! Da ist mehr drin.
Zwei Schritte, dann springen.
Du musst stärker abspringen.
Schneller, schneller!
(Düstere Klavierklänge)
(Düstere Klavierklänge)
Ada.
Was machst du hier?
- Ich muss mit dir reden. - Jetzt zieh dir erst mal was an.
Lass das.
Ada, bitte.
Schluss!
(Klaviermusik)
(Heftiges Atmen)
(Erregtes Atmen)
(Düstere Musik)
(Düstere Klavierklänge)
(Es klingelt)
- Hallo. Ich bin Patrizia. - Hallo.
- Alev. Freut mich. - Bitte.
Wussten Sie, dass Ada sich für Sie die Augenbrauen zupft?
Nein.
Ihr Vater ist Araber?
Franzose. Meine Mutter hat iranische Wurzeln.
Bitte.
- Vielen Dank. - Auf die Männer.
- Prost. - Prost.
Alev. Kommst du?
Bleibt doch noch. Es wird gerade gemütlich.
- Danke für die Gastfreundschaft. - Sehr gerne.
(Düstere Klavierklänge)
(Lachend) Toni ist ein Genie.
(Lachen) Du siehst toll aus.
(Heftiges Atmen)
Ich liebe deinen Geruch.
Warum machen wir das?
Aus Nächstenliebe.
Smutek hat die Chance zur Wiedergeburt.
Er wird sich von seinem verlogenen Leben befreien.
Wir machen Smutekchen zu einem Helden.
- Oder er zerbricht daran. - Ohne Schmerz keine Veränderung.
Das wussten schon die Griechen. Komm, Grüttel wartet auf uns.
André.
André, ich brauche dich.
Ich dachte schon, wir müssen allein trinken.
Ahoi, Matrose.
Hallo.
(Musik: "Under The No Sky" von Super 700)
Geil!
(Lachen und Jauchzen)
- Hey! - Ah!
(Unverständlicher Dialog)
Wäre ich Schriftsteller, würde ich eine Heldin wie dich erschaffen.
Liebst du mich?
Wir wären ein tolles Paar, wenn wir an die Liebe glauben würden.
Huh!
(Gewitterdonner)
(Computer-Signal)
Mh...
Die Aufsätze zu Musils Roman sind sehr unterschiedlich ausgefallen.
- Ada wie immer sehr gut. - Klar.
- Alev gab nichts ab. - Mich langweilt moderne Literatur.
(Gelächter)
Keine Action, keine Spannung.
Die Sinnlosigkeit des Lebens lähmt die Helden.
(Gelächter)
Sie holen den Aufsatz nach. Das ist ja wohl möglich.
- Welches Thema schlagen Sie vor? - Ich habe da was vorbereitet.
(Schulglocke klingelt)
Was wollt ihr von mir?
Spiel mit uns.
Wer sexuelle Handlungen an Schutzbefohlenen unter 16 vornimmt,
erhält eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren.
Du bist unser Gefangener und tust, was wir sagen.
Also, schlaf mit ihr.
- Ich mache nicht mit. - Kein Problem.
Mit nur einem Passwort kann dich jeder auf der Homepage der Schule sehen.
Ich kann das nicht.
(Klopfen) (Toni) Hallo?
Hallo?
(Klopfen)
- Toni, was ist? - Yo, Alev.
Äh, was macht ihr?
(Pulsierende Musik)
Ada, du bist großartig. Willst du auch eine?
- Was ist das? - Probier einfach.
Willkommen, ihr Monster, Hexen, Geister,
Nerds, Bands, Freaks und all die anderen Motherfuckers!
Findet euer Herz und vergesst eure Köpfe.
Lasst die Spiele beginnen!
Toni, un... deux... trois!
(Laute Rockmusik)
Uh!
(Musik: "Stop Saying No" von Thee Attacks)
(Langsame, verzerrte Musik)
(Klavierklänge)
(Leicht verzerrte Klaviermusik)
(Sanfte Gitarrenmusik)
(Schuss)
Ada,
ich brauche 'nen Neuanfang.
(Sanfte Musik)
(Haarschneider brummt)
(Erregtes Atmen)
(Ada stöhnt leise)
Ich rechne mit Ihnen. Denken Sie an die Vertragsverlängerung.
Ada.
Ihr Schulgeld steht noch immer aus.
Sie haben eine Frist von einer Woche. Dann ziehe ich Konsequenzen.
Danke.
Wir müssen die nächste Stufe für Smutek einläuten.
Wie immer um 16 Uhr?
Wir schüchtern ihn ein bisschen ein.
Das ist heute keine so gute Idee.
Wir dürfen nicht aufgeben. Smutek ist auf dem richtigen Weg.
Vertrau mir. Du wirst deinen Spaß haben. Oder hast du etwa Angst?
Angst wovor?
Okay.
Let's go.
Das ist anormal.
- Was seid ihr für Menschen? - Was ist anormal?
- Sex? - Menschen zum Sex zu zwingen.
Die Hälfte aller sexuellen Kontakte erfolgt nicht einvernehmlich.
Halt die Klappe.
Was verstehst du schon von Liebe?
(Lebhafte Musik)
- Herr Teuter. Haben Sie einen Moment? - Odetta. Ja, natürlich.
Da ist etwas, das Sie interessieren könnte.
(Lebhaft-dramatische Musik)
(Dramatische Musik)
(Erregtes Atmen)
(Dramatische Musik)
So. Ich habe eine Überraschung für euch.
Macht!
(Stöhnen von drinnen)
(Beide ächzen)
- Was machen Sie hier? - Trainieren.
- Ich frage nicht Sie. Wozu die Kamera? - Autoreflexive Observation.
- Zeigen Sie mir die Bilder. - Gleich machen wir Lauftraining.
- Jetzt das letzte Training. - Da passt nicht viel drauf.
Die Aufnahmen sind gelöscht.
Eine bessere Ausrüstung wäre toll.
Vergessen Sie's.
(Alev beginnt zu lachen)
Das Perverse ist: Alles, was ich tue, ist falsch.
Aber das mit dir, das... fühlt sich richtig an.
Du suchst einen Verbündeten.
Das ist alles.
Ihr zwei habt euch ja viel zu erzählen.
Ada, kommst du?
Ich brauche Geld. 5000 Euro, am besten sofort.
Sonst fliege ich von der Schule. Glaub nicht, dass mir das Spaß macht.
(Pulsierende Musik)
(Dumpfe, düstere Musik)
Endlich, Kleinchen.
Ich dachte schon, du kommst nicht mehr.
Ich habe was für dich.
Warum gehen wir nicht einfach weg?
Sobald das Spiel vorbei ist, gehen wir weg.
- Ich will nicht mehr. - Hast du dich verliebt?
Hast du etwa Mitgefühl mit diesem Langweiler?
- Es reicht. - Hey.
Unser kleines Spiel wird gerade erst interessant.
Mensch, Ada. Es war klar, dass Smutek sich verliebt.
Wir müssen hart sein.
Ein Held ist nur so stark wie seine Antagonisten.
Smutek braucht uns. Niemand verändert sich ohne Zwang.
Okay.
Ich muss los. Ich habe noch was zu erledigen.
(Düstere, verzerrte Musik)
Mama.
Hey.
- Steh auf, Mama. - (Lallt) Aufst...
Komm.
(Ächzen)
(Traurige Musik)
Ada, ich kann jetzt nicht.
- Magdalena kommt gleich. - Wo ist das Geld?
Hast du's?
- Verlass deine Frau. - Wie bitte?
Schmeiß sie raus, dann ziehe ich ein.
Hör auf!
Alev liebt dich nicht.
(Brüllt) Blödsinn!
(Eine Tür wird aufgeschlossen)
Hallo. Es war schön in der Stadt. Du hättest mitkommen sollen.
- Ich koche dein Lieblingsessen. - Ja?
Ja.
Diesmal solltest du's aber essen.
(Düstere Musik)
- Wir sprechen uns in der Schule. - Was ist hier los?
"Sein Zimmer wirkte auf ihn wie eine Leere, vor der er Angst hatte.
Er verglich sich mit einer Mücke, eingeschlossen in einen Bernstein.
So starr war ihm zumute.
Und doch liebte er dieses Gefängnis
mit einer von der Erschöpfung aufgedrungenen Liebe."
Entschuldigung.
Das war aus den Tagebüchern von Musil.
Danke, Julia.
Du warst bei Smutek?
Wie war's ohne mich?
- Ich hatte meinen ersten Orgasmus. - Das muss ja toll gewesen sein.
- Smutek will mit mir abhauen. - So leicht machen wir's ihm nicht.
Das ist Flucht. Er muss durch den Death-Prozess.
- Was ist das? - Wenn alle Egosysteme versagen.
- Dann müssen wir in unsere Unterwelt. - Wir?
Ada, noch ist Smutek kein Held.
Diese Phase ist entscheidend. Versau sie nicht.
Alev macht weiter, bis dein Leben zerstört ist.
- Geh nach Polen oder sonst wohin. - Komm mit mir.
Nein.
Ada, ich...
Sag's nicht.
Es ist nicht wahr. Und selbst wenn's wahr wäre...
(Melancholische Musik)
Lies. Er schickt uns eine Räumungsklage.
Ada.
Er will uns aus dem Haus schmeißen. Ada, du musst mit ihm reden.
Ada.
Ada, ich... ich weiß ja, du brauchst das Schulgeld.
Du sollst auch weiter dorthin gehen. Wir müssen zusammenhalten.
Ich liebe dich. Ada...
Was ist denn in dich gefahren?
Du liebst alles und jeden. Mich sicher nicht.
Klärt euren Dreck selbst.
(Lebhafte Musik)
- Ich muss mit dir reden. - Ada.
Was machst du denn hier? Du störst.
- Was fühlst du für mich? - Ada, bitte.
Ich weiß gar nichts mehr. Ich brauche dich!
- (Frau) Was ist hier los? - Adas großer Auftritt!
Ada, komm.
Kleinchen, was ist los? So kenne ich dich gar nicht.
Solange es uns beide gibt,
kann uns nichts passieren.
Schön gesagt.
Aber ich glaube nicht an die romantische Liebe.
Du bist auch viel zu klug dafür.
Es war doch von Anfang an klar, dass alles nur ein Spiel ist.
"Erkenne dich selbst."
You remember?
Na? Hat's endlich klick gemacht?
Okay, Alev.
Du hast gewonnen.
(Monotone Musik)
(Düster-traurige Musik)
(Computerstimme) Point of no return.
Es gibt kein Zurück.
Point of no return. (Ada brüllt)
Ah!
Ada?
Ada?
Ada!
Ada?
Was machst du denn da?
Was ist passiert? Komm mal her.
Ada.
(Weinen)
Entschuldige die Verspätung.
Na, Smutekchen?
Wie sehe ich aus?
Rauchen ist hier verboten.
Wo ist sie?
(Düstere Musik)
Erzähl mir von deinem Schneewittchen. Hast du es ihr gebeichtet?
- Sehr unterhaltsam bist du nicht. - Was ist mit Ada?
(Düster-monotone Musik)
Okay, Smutekchen. Nett war's.
Was soll das heißen?
Das Spiel ist aus.
(Alev) Mach dich nicht lächerlich.
Sieh den Tatsachen ins Gesicht.
Es ist vorbei. Ich brauche dich nicht mehr.
Ich hab Ada da, wo ich sie haben wollte. Sie tut alles für mich.
Ada und ich gehen weg von hier.
Geh zu deinem Schneewittchen
und leb dein verlogenes Leben weiter, als wäre nie etwas geschehen.
(Monotone Musik)
Sieh mal an, was alles in dir steckt.
Alev hat sie dir gegeben, Alev hat sie dir genommen.
(Schrei)
(Dumpfe, düstere Musik)
(Smutek) Ah!
Ah!
(Düster-melancholische Geigenmusik)
Ada, wir haben's geschafft.
Smutek hat sich befreit. Wir haben das Spiel gewonnen.
(Lautes Atmen)
Ada.
Hey.
Die Sache wäre fast außer Kontrolle geraten.
Das kann man so sagen, ja.
Ada, ich war eifersüchtig.
Und Odetta?
Es gab keine andere Göttin neben dir.
Ich hole Wasser.
Da bist du ja.
Du siehst wundervoll aus.
Vielen Dank.
Komm.
Ich warte hier draußen.
(Die Reporter reden durcheinander)
(Stimmengewirr) (Mann) Was erwarten Sie vom Prozess?
(Mann) Wir geben keine Interviews. Keine Interviews. Haben Sie Verständnis!
(Die Reporter reden durcheinander)
- Herr Smutek! - Was ist wirklich geschehen?
Herr El Quamar,
Sie können sich Herrn Smuteks Verhalten nicht erklären, richtig?
Ja. Der Gewaltausbruch kam urplötzlich.
(Frau) Danke.
Herr Smutek, Sie haben Herrn El Quamars Ausführungen zur Kenntnis genommen?
- Ja. - Wollen Sie sich dazu äußern?
Herr Smutek,
Paragraf 225 des Strafgesetzbuchs sieht für die Misshandlung Schutzbefohlener
bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe vor.
Sind Ihnen die strafrechtlichen Folgen Ihrer Tat wirklich klar?
Ja.
(Richterin) Eine Zeugin in diesem Fall möchte ihre Aussage revidieren.
Rufen Sie Ada Fischer herein.
Frau Fischer bitte.
Frau Fischer, dem Gericht liegt Ihre schriftliche Aussage vor.
Sie möchten aber Ergänzungen vornehmen.
Ja.
Zwischen mir und Herrn Smutek gab es eine sexuelle Beziehung.
Hat Herr Smutek Sie zu sexuellen Handlungen verführt,
gedrängt oder genötigt?
Nein.
Wie kam es dann dazu?
Es war kurz nachdem unser Geschichtslehrer, Herr Höfling,
vom obersten Stockwerk unserer Schule sprang.
Es ging mir sehr schlecht.
Warum wandten Sie sich an Herrn Smutek?
Ich...
Ich war...
verliebt... in Herrn Smutek.
- Wie hat Herr Smutek reagiert? - Er hat sich gewehrt.
Irgendwann gab er den Widerstand auf.
Er war sehr erregt.
Muss ich das, was geschah, detailliert beschreiben?
- Was geschah dann? - Plötzlich sah ich Herrn El Quamar.
Er hat alles gefilmt und zwang uns dann immer wieder,
vor seiner Kamera Sex zu haben.
Herr Smutek, können Sie die Aussage der Zeugin bestätigen?
Ja.
Warum griffen Sie Herrn El Quamar an?
Ich hab's...
aus Liebe getan.
Ich möchte die Glaubwürdigkeit der Zeugin nicht anzweifeln.
Sie hätten aufgrund der Tatvorwürfe allen Grund dazu.
Wir müssen Menschen zu ihrem Glück zwingen.
Ich erteile hier das Wort. Setzen Sie sich.
Ich habe zwei traurigen Menschen zur Freiheit verholfen.
Wovon sprechen Sie?
Ist im Kleinen nicht erlaubt, was im Großen oft passiert?
Werden die USA verurteilt, weil sie dem Irak Freiheit bringen wollen?
- Obwohl Tausende sterben? - Schluss jetzt. Es reicht.
Ihr Größenwahn ist unerträglich.
Falls Sie das Leben mit einer Bühne verwechseln: Dies ist die Realität.
Und da gibt es Regeln.
Die Grenze der Freiheit ist die Unversehrtheit des anderen.
(Melancholische Geigenmusik)
Ada, warte!
Chapeau.
Du warst großartig.
Danke.
War schön, von dir besiegt zu werden.
- Ich habe dich besiegt? - I lost to see you win.
Das weißt du doch.
Je sais.
Das wollte ich noch mal aus deinem Mund hören.
Wir wären ein tolles Paar gewesen.
Spieler bleibt Spieler.
Die Heldin geht den eigenen Weg.
Es ist vorbei.
Stimmt es, dass wir uns jetzt zum letzten Mal sehen?
Ja.
An meinem 40. Geburtstag suche ich dich.
Wenn du allein bist, gehörst du mir.
(Er lacht)
(Entspannte, sanfte Musik)
(Mann) Here across the entrance
to the Temple of Apollo, the home of the oracle,
the words "Get to know yourself" were carved into the stone.
Über dem Eingang des Apollontempels, dem Sitz des Orakels,
standen die Worte: "Erkenne dich selbst."
(Der Reiseleiter spricht französisch)
(Entspannte Musik)
Alev bekam sechs Monate Jugendstrafe auf Bewährung
wegen Erpressung, Nötigung und sexuellen Missbrauchs.
Smuteks Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
Jeder lebt in einem Mythos.
Nur wenn uns etwas aus der Bahn wirft, wenn alles verloren scheint,
sind wir bereit, ihn zu überprüfen.
Wenn das Glück kommt,
dann immer unerwartet.
(Entspannte Musik)
Copyright © EUROTAPE 2014 Untertitel: J. Möck u. a.
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.