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Original subtitles

Hallo, meine Lieben. Heute ist es soweit.

Ich beantworte eure Fragen.

Auf Instagram habe ich euch ja bei meinem letzten Post darum gebeten,

mir eure Fragen zu stellen, die ich hier in einem YouTube Video für euch beantworten werde.

Und heute ist es soweit.

Ihr habt ganz schön geliefert, würde ich sagen.

Ihr habt mir viele Fragen gestellt,

zum einen in den Kommentaren, zum anderen aber auch in meinen persönlichen Nachrichten.

Und das war ganz bunt gemischt wir hatten einmal Fragen zum Thema Deutsch,

also deutsche Grammatik, Worterklärungen usw.,

wir hatten aber auch ein paar sehr persönliche Fragen.

Davon habe ich mir natürlich auch ein paar ausgesucht, sodass wir eine bunte Mischung von allem haben.

Für alle, die neu hier auf meinem Kanal sind: Hallo, ich bin Clara, Deutschlehrerin und Prüferin

und seit 2020 habe ich auf

TikTok, Instagram und YouTube Kanäle, mit denen ich euch täglich

die deutsche Sprache, so einfach und mit so viel Spaß wie möglich, beibringen möchte.

Und ich habe auch noch eine Webseite mit Online-Deutschkursen, wo ihr euch Kurse

vom Niveau A1 bis B2 aussuchen könnt.

So, das zu meiner Person.

Jetzt werdet ihr mich sowieso besser kennenlernen.

Also, los gehts.

Wir starten direkt mit der

ersten Frage und zwar von alex....

Er möchte gerne wissen: “Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen ‘selbst’ und ‘selber’.”

Also, bei “selbst” und “selber” gibt es eigentlich keinen wirklichen Unterschied.

Die beiden haben exakt die gleiche Bedeutung.

“Ich mache das selbst.”, “Ich mache das selber.”

oder “Ich habe selbst keine Zeit.” oder “Ich habe selber keine Zeit.”.

Der einzige Unterschied ist, das “selbst” zur Standardsprache gehört,

während “selber” eher zur Alltagssprache gezählt wird.

Das war es eigentlich auch schon.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten.

So, jetzt geht es zur nächsten Frage.

Ich nehm noch ‘nen Schluck Kaffee.

Okay, tarek möchte von mir wissen:

“Warum haben Sie diesen Beruf als Deutschlehrerin gewählt?”.

Okay, die längere Geschichte ist: Meine Familie

und ich sind selbst nach Deutschland ausgewandert, als ich sechs Jahre alt war.

Also das heißt, ich war noch ein Kind. Und wir hatten keinerlei Deutschkenntnisse.

Das heißt, wir sind nach Deutschland gekommen und haben kein Wort Deutsch gesprochen.

Dementsprechend war der Start natürlich auch schwierig.

Denn die Konversation mit Anderen war kompliziert, wenn wir auf dem Amt waren, beim Arzt waren.

Also es waren ganz, ganz viele Probleme, die sich eben durch diese Sprachbarriere ergeben haben.

Oh, da fliegt gerade eine Schwalbe vorbei. Egal.

Was wir aber erlebt haben und wo wir einfach sagen müssen

oder ich sagen muss, dass wir unfassbar viel Glück hatten, waren die Menschen, die uns begegnet sind.

Also, wir haben auf unserem Weg hier in Deutschland oder als wir gerade nach Deutschland gekommen sind, relativ früh,

also nach ein paar Monaten, ganz wundervolle Menschen kennengelernt,

die uns geholfen haben, uns hier zu integrieren und die Sprache zu lernen,

die uns wirklich bei alltäglichen Sachen geholfen haben, die nichts dafür wollten.

Die haben es einfach nur so gemacht, weil sie uns mochten und weil sie uns unterstützen mussten, wollten, nicht mussten, wollten.

Und das hat sich für mich so eingeprägt, denn ich wusste schon als Kind, das ist nicht selbstverständlich.

Warum sollte jemand seine Freizeit opfern, um anderen Leuten einfach zu helfen, ohne irgendetwas dafür zu wollen.

Und das war für mich ein ganz, ganz tolles Erlebnis und ein ganz toller Einstieg hier in dieses Land.

Und für mich hat sich dann auch dieses Gefühl entwickelt,

das, was ich bekommen habe, dieses Gefühl von -

“Ich bin hier angekommen.” oder “Meine Familie ist angekommen und ist willkommen.” und

“Wir können uns hier unser zweites Zuhause aufbauen.” und “Wir haben Menschen, die uns unterstützen und die uns akzeptieren.” -

Dieses Gefühl wollte ich gerne auch anderen weitergeben, die die gleiche Geschichte haben, die

also, genauso wie wir, nach Deutschland ausgewandert sind und sich hier versuchen, ein zweites Zuhause aufzubauen.

Und später habe ich dann eben diese Möglichkeit, etwas zurückzugeben, darin gefunden, indem ich Deutsch unterrichte.

Ich hatte in meinen Klassen ganz viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen

und fand es großartig, Unterricht mit ihnen zu machen, sie kennenzulernen.

Wir haben viele Ausflüge gemacht.

Ich habe ihnen vieles über die Kultur hier in Deutschland beigebracht.

Und das, finde ich, ist einfach eine wichtige, wichtige Sache,

damit sich die Menschen, die hierher kommen, wohlfühlen und sich integrieren können.

Und ja, das ist für mich einfach ein ganz,

ganz elementarer Punkt, weil das spielt

für das Zusammenleben, das wir hier haben, eine ganz essenzielle Rolle.

Und ja, so bin ich eigentlich zu meinem Beruf gekommen. Mit der Zeit, also nach vielen Jahren,

die ich dann im Klassenraum unterrichtet habe, hat sich dann für mich noch ein weiterer Wunsch entwickelt,

wo ich gesagt habe “Mensch, ich würde gerne Menschen schon in ihrer Heimat erreichen.”,

also bevor sie noch nach Deutschland kommen, so dass sie die Möglichkeit haben, schon zu Hause Deutsch zu lernen,

wenn sie dann nach Deutschland kommen, dass sie dann schon zumindest mal die Grundlagen der deutschen Sprache können,

damit sie sich hier problemlos verständigen können, auch wenn nur auf einer grundlegenden Ebene.

Denn ich weiß, dass uns das am Anfang auch sehr geholfen hätte.

Also, wenn wir schon ein paar Grundlagen der deutschen Sprache gekannt hätten

und schon ein paar Wörter und Vokabeln gekannt hätten, hätte sich vieles für uns ein bisschen einfacher gestaltet.

Und das war der Grund dafür, weshalb ich meine Social Media Kanäle, ja, gemacht habe

und weshalb ich eben auch auf meiner Webseite Online-Deutschkurse anbiete,

so dass sie wirklich jeder zu jeder Zeit an egal welchem Ort machen kann.

So, vielen Dank für deine Frage, Tarek.

Okay, die nächste Frage kommt von evomarkis... -

Das ist ein sehr langer Name. Egal, du weißt wer du bist. -

Hat mir die Frage gestellt: “Is die Austrian and Belgium languages very similiar to

German? Do Germans understand a little when Austrians and

Belgium folks speak in their native languages? If I’m not wrong, Austria, Belgium and Germany’s histories are interwinned with each

other since ancient times.

Okay, auf Deutsch, was Evo fragen wollte war, ob das Deutsch in Österreich und in Belgien

genauso ist wie das Deutsch hier in Deutschland

und ob ich zum Beispiel Leute in Österreich und Belgien verstehe, wenn sie Deutsch sprechen.

Also, wenn jemand in Österreich und in Belgien Deutsch spricht, verstehe ich auf jeden Fall alles.

Also da gibt es natürlich ein paar Wörter, die vielleicht ein bisschen anders sind als hier zum Beispiel im Deutschen.

Ich glaub in Österreich sagt man anstatt “Fahrrad” “Velo”, aber das sind Sachen,

die keine Schwierigkeiten oder keine Verständnisschwierigkeiten bereiten.

In Belgien ist es ja noch so, dass man da als Amtssprache

Französisch, Flämisch und eben auch Deutsch hat.

Aber das Deutsch in Belgien verstehe ich auch.

Also diese Sprachunterschiede

sind jetzt nicht so wesentlich, dass man sagen würde, da gibt es große, große Verständnisschwierigkeiten.

Wenn es um das Schweizerdeutsch geht, ist das schon ein bisschen schwieriger.

Da gibt es ganz viele unterschiedliche Wörter und dazu werde ich auch noch

demnächst ein Video für euch machen, das auf jeden Fall sehr, sehr spannend sein wird.

Und da werdet ihr auch sehen, wie das Schweizerdeutsch zum Hochdeutsch ist.

Aber ja, österreichisches Deutsch und belgisches Deutsch verstehe ich auf jeden Fall.

So, dann geht es zur nächsten Frage.

Sharif... möchte gerne wissen:

“Wie alt bist du und wie viele Kinder hast du?”

Fragt man eine Frau nach dem Alter?

Ich glaube nicht.

Aber gut, ich beantworte es.

Also, ich bin 38 Jahre alt und ich habe keine Kinder.

Weiter geht's.

Die nächste Frage ist von denis....

Sie möchte wissen:

“Warum sagt man ‘vielen Dank’, aber ‘viel Erfolg’,

wenn beide Nomen maskulin sind und im Akkusativ stehen? Liebe Grüße.”.

Das ist eine ganz tolle Frage.

Ich beantworte sie dir einmal in einer Kurzversion.

Also, wenn wir “viel” auf ein Nomen im Singular beziehen,

ich spreche jetzt nicht vom Plural, sondern im Singular, dann wird es in der Regel nicht flektiert.

Bedeutet, es bekommt keine Endung.

“Viel” kann man als Adjektiv sehen.

Normalerweise bekommt ein Adjektiv, wenn es vor dem Nomen steht, eine Endung.

Das ist bei “viel” jedoch nicht der Fall.

Also, wir sagen dann “viel Erfolg”,

“viel Spaß”, “viel Freude”.

Wenn wir jedoch “vielen Dank” sagen,

dann handelt es sich hier einfach nur um eine Ausnahme.

Also, festhalten: “Viel” ist grundsätzlich nicht flektierbar,

wenn es im Singular ist und daher bleibt es in seiner Basisform.

Also, “viel Erfolg”, “viel Spaß”, “viel Freude”, “viel ...”.

Was haben wir noch? “Viel Gesundheit”, “viel Glück”.

Und so weiter und so fort.

Ja, also “vielen Dank” ist einfach nur eine Ausnahme.

Nächste Frage.

Mickolo... möchte gerne wissen: “Hast du Tattoos?

Planst du eins zu machen, wenn du sie natürlich magst und keine hast?”.

Ich hab tatsächlich keine Tattoos.

Und der Grund dafür ist ganz einfach. Ich habe einfach Angst,

dass ich mir ein Tattoo stechen lasse

und ich es nach zwei Jahren nicht mehr sehen kann.

Ich langweile mich ganz, ganz schnell bei solchen Sachen und denke mir so:

“Das würde mir jetzt aber besser gefallen.” oder “Ich würde jetzt lieber das machen.” oder ... .

Ja, also Tattoos wären, glaube ich, einfach nicht das Richtige für mich,

einfach weil ich mich schnell an ihnen satt sehen würde.

Deshalb traue ich mich noch nicht so ganz, ein Tattoo zu stechen, obwohl ich eins habe, das ich echt ganz schön finden würde.

Das wäre hier so was.

Aber ...

Ne, ich glaube, ich mache es nicht.

Ich mache es nicht. Und außerdem habe ich manche Tattoos gesehen, die mit der Zeit

nicht mehr so schöne Konturen hatten, sondern dann eher so bläulich verwischt sind.

Und das ist für mich ganz schlimm.

Also daher weiß ich nicht, keine Ahnung.

Ich sag niemals nie.

Man weiß es nicht, aber momentan plane ich keine Tattoos zu haben, obwohl ich sie bei anderen übrigens sehr schön finde.

Also, es gibt ganz, ganz tolle Tattoos, die mich wahnsinnig beeindrucken.

Und ich bin ja selber Künstlerin.

Und wenn ich dann Tattoos aus einem künstlerischen Aspekt betrachte,

bin ich manchmal wirklich mehr als baff.

Deshalb, wenn ihr Tattoos habt, super für euch!

Ich trau mich nicht.

Okay, die nächste Frage.

Fitxfree... möchte wissen: “Bist du Single?”.

Schon wieder so eine Frage.

Bist du Single?

Okay, hier lüfte ich das Geheimnis.

Nein, ich bin kein Single. Ich bin verheiratet.

Aber ich zeige meinen Mann nicht vor der Kamera, weil ich einfach seine Privatsphäre respektiere.

Und schließlich geht es ja hier auch nicht immer um mein Privatleben auf den Kanälen, sondern um die deutsche Sprache.

Aber ich bin verheiratet. Tatsächlich.

Die nächste Frage:

“Was haben Sie studiert?”

Ich habe Englisch, Deutsch und Italienisch

studiert, also Sprach- und Literaturwissenschaften.

Das waren meine Fächer.

Und, was ich total vergessen habe, ich musste, weil ich Sprachen studiert habe,

an der Uni auch noch mein Latinum nachholen.

Und das war die Hölle.

Aber ja, es ist vorbei. Es hat geklappt.

Studium ist absolviert, schon seit längerem und daher ... Ich würde es tatsächlich auch noch mal studieren.

Allerdings würde ich jetzt noch ein betriebswirtschaftliches Studium hinten dranhängen.

Also, ich würde glaube ich noch einen Bachelor in dem Bereich machen,

einfach weil ich finde, dass das im Leben immer weiterhilft.

So, dann kommen wir zur nächsten Frage von vanillalatte...:

“Tell us your skincare routine Clara, please.”

Okay, sie möchte wissen, wie meine Hautpflege

Routine ist. Also, was ich für Cremes und so was benutze, gehe ich mal davon aus.

Okay, starten wir mit dem Morgen. Also, am Morgen

reinige ich mein Gesicht mit einem Reinigungsgel.

Ganz normal.

Dann benutze ich ein Serum

und das ist meistens ein Vitamin C Serum.

Also, ich benutze zum Beispiel das hier.

Das ist übrigens keine Werbung, aber ich weiß, dass viele dann fragen werden.

Das ist jetzt das Vitamin C Serum, das ich benutze, das wirklich super ist.

Das ist das einzige, was meine Haut nicht irritiert

und es ist großartig und auch noch die Creme von der gleichen Marke.

Und im Sommer benutze ich noch eine Sonnencreme

mit Sonnenschutzfaktor 50, im Winter allerdings nicht.

Im Winter benutze ich nicht so gerne Sonnencreme.

Genau, aber das sind so die Produkte, die ich am Morgen benutze. Und am Abend, weil ich mich oft schminke,

vor allem, wenn ich vor der Kamera stehe, benutze ich noch eine Reinigungsmilch,

mit der ich das Make-up entferne und im Anschluss ein Reinigungsgel.

Und ich benutze am Abend immer zwei Sachen. Entweder ein Serum,

es ist ein Kupfer-Peptid-Serum und eine Feuchtigkeitscreme, also eine ganz normale

oder, wenn meine Haut mal nicht so schön ist und ich etwas mehr Stress hatte und

Pickel bekomme,

dann benutze ich auch eine Vitamin A Creme, die ich von meinem Hautarzt verschrieben bekommen habe.

Das sind meine Produkte. Ziemlich einfach.

Die sind, muss ich auch sagen, gar nicht so billig.

Aber ich finde, wenn es um Hautpflege geht, dann lieber hohe Qualität,

auch wenn es ein hoher Preis ist.

Ich würde mehr Geld für Hautpflege als für Make-up ausgeben.

Das steht auf jeden Fall schon mal fest.

Die nächste Frage: “Kannst du einen Beispielsatz

mit dem Satz ‘im wahrsten Sinne des Wortes’ sagen?

Ich weiß nicht, wie man das benutzt.”

“Im wahrsten Sinne des Wortes” bedeutet “genau so, wie ich es sage”.

Wenn wir diesen Ausdruck benutzen, dann bedeutet das nicht immer “genau das”.

Es bedeutet oft einfach nur “ich möchte etwas noch mehr betonen und noch mehr bestärken”.

Wenn ich dir einen Beispielsatz geben würde, dann:

“Das Essen im Restaurant war so teuer, dass ich beim Rausgehen,

im wahrsten Sinne des Wortes, 0€ in meinem Portemonnaie hatte.”

Oder “Ich habe einen Horrorfilm gesehen und er hat mir so viel Angst gemacht,

dass ich mir, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Hemd gemacht habe.”.

Du siehst, ich habe mir nicht wirklich ins Hemd gemacht,

aber ich möchte damit betonen, dass es wirklich schlimm war.

Also ich möchte das, was ich vorher in dem Satz gesagt habe,

noch einmal bestärken, mit einem anderen Ausdruck,

indem ich “im wahrsten Sinne des Wortes” davor setze.

Noch ein Beispiel wäre: “Die Luft in den Bergen ist so frisch,

dass mir beim Einatmen, im wahrsten Sinne des Wortes, schwindlig geworden ist.”

Solche Redewendungen oder solche Ausdrücke sind nicht immer

ganz einfach zu erklären, da man sie oft im Kontext hören muss.

Also, wenn ich dir das grob zusammenfassen kann, bedeutet das einfach nur,

dass ich einen Satz, den ich vorher schon mal gesagt habe,

aber wenn ich diesen noch mal neu formuliere, möchte ich ihn noch mehr bestärken.

Und dann benutze ich “im wahrsten Sinne des Wortes”.

Okay, die nächste Frage ist: “Kannst du kochen?”

Ja, ich kann kochen.

Tatsächlich. Wieso? Hast du mir das nicht zugetraut?

Also ja, ich kann kochen.

Ich koche gerne traditionell, vor allen Dingen zu den Feiertagen.

Also in Rumänien gibt es zum Beispiel traditionelle Gerichte

wie “Sarmale” oder “Ciorbă de perișoare”.

Ich liebe diese Gerichte.

Und ja, zu bestimmten Feiertagen kochen wir die auch.

Wenn es jetzt allerdings um meinen Alltag geht, muss es relativ schnell gehen,

weil ich doch sehr viel zu tun habe und sehr viel arbeite.

Da mache ich dann schnelle Gerichte, Gemüse, Reis,

also alles Mögliche, was innerhalb von 30 Minuten fertig zu stellen ist.

Was ich allerdings nicht kann, ist backen.

Also ich bin nicht besonders gut im Backen, tatsächlich.

Ich mag Kuchen ganz gerne, aber zubereiten, da habe ich leider kein Talent für.

Sie möchte gerne wissen: “Was ist der Unterschied

zwischen ‘zahlen’ und ‘bezahlen’?”

Also dazu habe ich glaube ich einmal ein Reel gedreht

bzw. ein TikTok und darin habe ich das Thema schon erklärt.

Aber hier einmal die Kurzerklärung. Also “zahlen” und “bezahlen” sind eigentlich austauschbar.

Ich kann entweder im Café sagen: “Ich möchte gern zahlen.” oder “Ich möchte gern bezahlen.”.

Ich kann eine Rechnung zahlen oder bezahlen. Ich kann die Summe zahlen oder bezahlen.

Wenn es jedoch um Menschen geht und deren Dienstleistung, wenn es zum Beispiel um einen Maler geht

oder um einen Handwerker oder um einen Klempner, dann können wir “zahlen” nicht benutzen.

Also, ich kann nicht sagen: “Ich zahle einen Maler.” oder “Ich zahle einen Handwerker.”.

Da müssen wir dann “bezahlen” benutzen und da funktioniert auch wirklich nur “bezahlen”.

“Ich bezahle den Maler.”, “Ich bezahle den Handwerker.”, “Ich bezahle den Klempner.”

Ich werde euch aber auf jeden Fall das Video noch einmal unten

in der Beschreibung verlinken, damit ihr es euch anschauen könnt.

Nächste Frage.

Eine Frage von osama...:

“Manchmal, aber immer fühle ich mich enttäuscht

beim Deutschlernen, weil hören sehr, sehr schwierig ist.

Was soll ich machen?”

Lieber Osama, dieses Problem haben auf jeden Fall viele, viele Deutschlerner.

Viele haben nämlich das Gefühl “Hey, ich kann super lesen, ich kann super schreiben,

ich verstehe die Grammatik, aber wenn ich auf der Straße bin, verstehe ich kein Wort.

Und wenn ich am Telefon bin, schon mal gar nicht.”.

Und das liegt einfach daran, wenn ihr zum Beispiel einen Deutschkurs besucht habt, da habt ihr Lehrer,

die darauf achten, dass sie deutlich und langsam sprechen, damit auch

wirklich jeder im Raum versteht, was sie sagen.

Wenn man jedoch auf der Straße ist, sieht das ganz anders aus.

Nicht nur die Sprechgeschwindigkeit verändert sich,

sondern auch die Wörter werden teilweise anders ausgesprochen.

Also, wenn wir im Unterricht “ich habe” lernen, dann sagen wir auf der Straße “ich hab” oder

wenn ich im Unterricht sage “klappt es”,

dann sagen wir auf der Straße “klappts” und anstatt “einen”, sagen wir “nen”.

Ja, also da gibt es schon auf jeden Fall in der Aussprache Unterschiede. Was man machen kann ...

meine Empfehlung ist natürlich, deinen Hörmuskel zu trainieren, in dem du Radio hörst,

in dem du Hörbücher hörst, in dem du Podcasts hörst.

Vor allen Dingen Interviews im Podcast, denn das sind wirklich

authentische Sprechsituationen.

Also, wir haben da Leute, denen eine Frage gestellt wird

und die Antworten auf eine natürliche Art und Weise und das auch in der Umgangssprache.

Und da siehst du auch, dass die Sprechgeschwindigkeit sich ändert.

Und du siehst vielleicht auch, dass diese Person einen Dialekt spricht.

Und du siehst auch, dass da manchmal Gedankenbrüche sind und diese interviewte Person

plötzlich einen anderen Satz anhängt, der vielleicht gar nicht zum ersten passt.

Und das fordert dich ein bisschen heraus.

Das heißt also, trainiere jeden Tag deinen Hörmuskel

mit solchen Audio-Lektionen, sag ich jetzt einfach mal. Das andere, was ich euch sehr ans Herz lege.

Und ich weiß, dass es für viele schwierig ist, denn die meisten machen es. Nämlich aus dem Haus zu gehen,

Kopfhörer aufzusetzen und marschieren.

Bitte macht das nicht. Wenn ihr Schwierigkeiten mit dem Hören habt bzw. mit dem Hörverstehen.

Nehmt die Kopfhörer raus, geht auf die Straße und hört zu.

Was sagen die Leute in eurem Umfeld?

Es wird schwierig, denn man hört Straßenbahnlärm, Autolärm,

man hört mal einen Hund bellen, man hört viele Menschen durcheinander sprechen. Aber genau das ist es, was ihr braucht,

damit ihr euch wirklich an diese Situation gewöhnt und damit ihr auch bestimmte Wörter einmal hört.

Also, ich habe ein Beispiel, und zwar habe ich mehrere Monate lang in München gearbeitet

an einer Sprachschule und ich bin jeden Morgen mit der U-Bahn zur Schule gefahren.

Und das Witzige war, es gab eine Durchsage in der U-Bahn und ich habe sie jeden Tag gehört

und jeden Tag habe ich mich gefragt “Was sagt diese Person?

Ich verstehe es nicht.”.

Das ging die erste Woche so, die zweite Woche so, die dritte Woche

und dann in der vierten Woche saß ich da, habe auf mein Handy geschaut und dann kam wieder diese Durchsage

und die hat sich so angehört, wie ungefähr wie “zurücktreten”, so was in die Richtung.

Und dann ist mir ein Licht aufgegangen.

Plötzlich habe ich es verstanden.

Die Person hat gesagt: “Bitte zurücktreten.”.

Hätte ich jetzt die ganze Zeit meine Kopfhörer aufgehabt, hätte ich das gar nicht gehört.

Ich weiß natürlich, dass ein Dialekt noch mal was ganz anderes ist für eine Person,

die sowieso schon Deutsch spricht, als für eine Person, die gerade Deutsch lernt.

Aber ich will nur sagen, mein Gehör hat sich nicht an den bayerischen Dialekt gewöhnt

und das hat eine Zeit gebraucht, bis ich da rein kam und bis ich alles flüssig verstanden habe.

Also selbst als Muttersprachler ist es manchmal schwierig,

wenn man an verschiedenen Orten ist und Dialekte hört und man muss sich einfach daran gewöhnen.

Und das kann man nicht, wenn man die Ohren zu hat.

Das kann man nur, wenn man zuhört, also wenn man rausgeht

keine Kopfhörer, keine Musik hören, den Leuten auf der Straße zuhören.

So, und wir kommen jetzt auch zu den letzten Fragen.

Also, neben Deutsch spreche ich Italienisch, Englisch, ein bisschen Französisch,

was ich noch aus der Schulzeit kann und Rumänisch, weil ich dort (in Rumänien) geboren bin.

In Zukunft würde ich sehr, sehr gerne auch noch Spanisch lernen, weil ich einfach glaube,

dass ich aufgrund von Italienisch und Rumänisch Spanisch auch recht schnell lernen würde.

Aber ich würde auch sehr, sehr gerne als eine Herausforderung

noch mal eine Sprache lernen, die so ganz anders ist, die auch ein ganz anderes Schreibsystem hat.

So was wie zum Beispiel Japanisch oder Koreanisch

oder Chinesisch oder Persisch oder so was in die Richtung.

Also, das wäre für mich noch mal eine schöne Herausforderung und ich hoffe,

dass ich in Zukunft auch die Zeit dafür finde, noch mal eine weitere Sprache hinzuzufügen.

Und dann haben wir noch die letzte Frage, die mir gleich zwei Personen gestellt haben, und zwar: “What is your inspiration?”

oder “Woher kommt die Inspiration für Ihre Comedy-Reels?

Und ich möchte dir sagen, dass du die beste Lehrerin bist.”

Oh, das ist sehr, sehr, sehr lieb. Vielen, vielen Dank!

Ja, meine Inspiration. Meine Inspiration

kommt vor allen Dingen von euch.

Also, eure Nachrichten und eure Fragen

in den Kommentaren inspirieren mich immer wieder bestimmte Themen

in meinen Videos zu bearbeiten.

Also, ihr habt immer ganz, ganz tolle Fragen.

Es sind entweder Fragen zur Grammatik oder Fragen zu bestimmten Wörtern.

Und ich finde, das ist für mich wirklich die beste Quelle,

um Videos zu drehen, weil sie einfach aus dem wahren Leben sind.

Manchmal schildert ihr mir auch bestimmte Situationen, wo ihr sagt: “Clara, in dieser und dieser Situation hat die Person das gesagt.

Was bedeutet das?

Ich habe es nicht verstanden.” und dann habe ich die Möglichkeit, das in einem Reel für euch zu erklären.

Die andere Inspiration ist ... ich habe ja selbst Fremdsprachen gelernt

und ich habe selbst Situationen erlebt, wo ich gedacht habe:

“Ah, ich weiß, wie ich das hier in dieser Situation in meiner Muttersprache ausdrücken würde.

Aber ich weiß nicht, was ich auf Italienisch dazu sagen soll.”, zum Beispiel.

Und diese Situationen habe ich auch noch im Hinterkopf und benutze sie auch eben

für die Kurzvideos, in denen ich euch bestimmte Sachen auf Deutsch erkläre.

Und die andere Sache ist auch aus der Erfahrung als Lehrerin, also während meiner Zeit,

als ich noch in Kursen und Klassen unterrichtet habe, haben sich so viele lustige Situationen ergeben

und so viele lustige Missverständnisse, dass ich darüber ein komplettes Buch schreiben könnte.

Also, da gab es zum Beispiel einmal diese Situation in der Klasse,

wo zwei Damen sich aus meinem Kurs unterhalten haben und die eine hat gesagt: “Du,

ich habe mich gestern mit deinem Mann getroffen.” und die andere: “Oh, schön.”.

Und ich habe dann daneben gesessen und gedacht so: “Uff, Gott sei Dank ist das nicht eskaliert.”.

Wenn man das einer Muttersprachlerin gesagt hätte, dann hätte das zu Missverständnissen geführt.

Denn “sich mit jemandem treffen” bedeutet, “sich mit jemandem vorher verabredet haben”,

während “jemanden treffen” bedeutet, dass man sich zufällig getroffen hat.

Das sind zum Beispiel so Situationen, die mir immer wieder einfallen

und wo ich dann auch meine Inspiration herhole für die Videos.

In jedem Fall hoffe ich aber natürlich, dass sie euch helfen und natürlich euch auch unterhalten.

Denn, wie ich immer sage, das Lernen muss ja schließlich Spaß machen.

Und das ist für mich ganz, ganz elementar.

Jedes Mal habe ich das im Hinterkopf,

wenn ich also Videos für euch drehe und wenn es euch hilft und ihr dann auch noch mit einem Lächeln aus dem Haus geht,

nachdem ihr das Video gesehen habt, dann habe ich mein Ziel auf jeden Fall erreicht.

So, meine Lieben, dann sind wir jetzt auch schon am Ende dieses Q&A’s.

Es war sehr spannend.

Es war sehr interessant eure Fragen zu lesen und ich hoffe sehr,

dass ich euch einen kleinen Einblick in mein Leben geben konnte und eure fachbezogenen Fragen,

auch wenn es nur kurz war, so beantworten konnte, dass ihr das verstanden habt und was damit anfangen könnt.

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr in die Kommentare schreibt, welches Video ich als nächstes drehen soll.

So viel zum Thema Inspiration.

Also welche Fragen habt ihr?

Wo habt ihr noch Schwierigkeiten in der deutschen Sprache?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen und ich versuche dann ein Video so bald wie möglich dazu zu drehen.

Ich danke euch, dass ihr bis zum Schluss zugeschaut habt.

Ich danke euch für die Fragen.

Ich danke euch auch, dass ihr mir folgt und täglich meine Videos schaut.

Ich weiß es sehr, sehr zu schätzen und freue mich natürlich über jede Interaktion mit euch.

So, euch wünsche ich jetzt aber auf jeden Fall einen schönen Tag. Mein Kaffee

wartet hier noch auf mich, genauso wie mein Schreibtisch, wo ich noch ein bisschen arbeiten werde.

Aber, wie gesagt, das ganze macht auch Spaß.

Wenn euch dieses Video gefallen hat und ihr auch in Zukunft mit mir Deutsch lernen möchtet, dann liket es doch

bitte, abonniert meinen Kanal und aktiviert

auch die Benachrichtigungen, damit ihr keines meiner Videos mehr verpasst.

Ich freue mich. Bis zum nächsten Mal! :)

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