All language subtitles for Der.kleine.Prinz.2015.German.720p.BluRay.x264-ENCOUNTERS.HI

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Original subtitles

(märchenhafte Musik)

(Mann) Als ich 6 Jahre alt war, las ich ein Buch über einen Urwald.

Darin hieß es, Königsboas verschlingen ihre Beute ganz, ohne sie zu zerbeißen.

(Kau- und Schlucklaute)

ich dachte viel darüber nach. Dann machte ich meine erste Zeichnung.

Ich habe die großen Leute gefragt, ob ihnen meine Zeichnung Angst mache.

Angst? Warum sollen wir vor einem Hut Angst haben?

Die großen Leute verstehen nie etwas von selbst.

Also machte ich noch eine Zeichnung.

Ich rate dir: Bleib beim Rechnen.

- Geschichte. - Und Grammatik.

Ich beherzigte ihren Rat und wurde erwachsen.

Ich vergaß, was es heißt, ein Kind zu sein.

Bis eines Tages ein kleines Wunder geschah.

(märchenhafte Musik)

Ich suchte immer jemanden, dem ich diese Geschichte erzählen kann.

Aber wahrscheinlich ist die Welt einfach zu erwachsen geworden.

(Radiosprecher) Guten Morgen.

Heute wurden Zahlen verwaltet, gezählt und erneut gezählt.

Rekorde wurden zu Papier gebracht und bei der Bank in Schubladen gesperrt

und sie wurden abgeschlossen.

- (Mädchen) Rücken gerade. - (Mutter) Gut zuhören.

(beide) Zuhören. Nicht so oft blinzeln.

Zuhören. (beide ziehen Luft ein) Unerwartetes Lob.

Annehmen und... Danke.

Lächeln, mein Schatz. Zeig deine Zähne.

Oh. Nicht zu viel.

Gut, okay. Und denk immer dran:

Wenn die Prüfer zu einer Aufnahme tendieren, stellen sie nur eine Frage.

- Die große Frage. - Bist du für die Werth-Akademie geeignet?

Ja, das bin ich.

Ich bin aus 3 Gründen geeignet...

(Vater schluchzt laut)

(Prüferin) 017?

Geh.

(Tür knallt ins Schloss)

(Papier raschelt)

(unheimliche Musik)

(die Prüfer) Hm...

(zustimmend) Mhm.

Wir haben deine Bewerbung geprüft. Gut.

- Danke. - (Mikrofon pfeift)

Wir haben deine Zeugnisse geprüft.

- (Mädchen) Dan... ke. - (Mikrofon pfeift)

Wir haben deinen Aufsatz "Die transformative Kraft der Zahl Null"

und die Fortsetzung "Die Null ist voll cool" gelesen.

Ja, wir haben, was wir brauchen.

Wir stellen dir nur eine Frage.

(denkt) Die große Frage.

(Mutter) Bist du für die Werth-Akademie geeignet?

Was willst du werden, wenn du mal groß bist?

Ja, das bin ich.

- Ich bin aus 3 Gründen geeignet. - Nein...

Erstens, wie Werth bin ich vernünftig.

Zweitens, wie Werth bin ich ernsthaft.

(zögernd) Drittens, wie Werth...

- ...habe ich ein unbeirrbares... - (Mutter hustet)

...Interesse an...

(verzweifelt) ...der...

Danke.

(Mutter) Schatz?

(Tür fällt ins Schloss)

Offenbar haben die die große Frage ausgetauscht.

- Tut mir leid, Mama. - Das muss es nicht.

- Jetzt kommt Plan B. - B?

Plan B war doch nicht machbar. Deswegen hatten wir doch Plan A.

Plan B ist der neue Plan A.

(Mutter) Immer nach vorne schauen.

(Reifen quietschen)

(Mutter) Gegend eingegrenzt.

Falls wir da ein bezahlbares Haus finden, müssen sie dich nehmen.

(Mutter) Erledigt...

erledigt, erledigt.

Umzugswagen: erledigt.

(Radio) Wichtig für den Mann von heute sind Bridge und Golf...

(Mutter) Geschafft! Du gehst auf die Werth-Akademie.

(Radio) Ob die Vulkane erloschen oder tätig sind, ist egal.

Man ist nie dort zufrieden, wo man ist. Sie verfolgen gar nichts...

(Mutter) Unser neues Zuhause. Erledigt.

(Radio) ...verzeichnet, auf allen Märkten.

(beide atmen tief durch)

(Vögel kreischen) (gruselige Musik)

(zögernd) Äh, ist es zu spät für einen Plan C?

Du musst dir immer wieder sagen:

Das Haus hat uns dieses Haus verschafft.

Und dir deine Zukunft ermöglicht.

(Tauben gurren)

Hm.

(Tauben kreischen)

Ähm, Mama?

(Taube kreischt)

Meinst du, ich bin wirklich für die Akademie geeignet?

Auf jeden Fall am Ende des Sommers. Ich habe einen Plan.

- (Uhr piepst) - Oh. Auf die Sekunde.

Ich nenne ihn deinen Lebensplan.

Lebensplan?

(Mutter jauchzt entzückt)

Lebensplan. Wir überlassen nichts dem Zufall.

Hier steht alles, von oben nach unten und links nach rechts.

Schauen wir es uns an.

Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag,

Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr deines Lebens!

Alles da. Klar?

Ah...

Eine Extraliste mit Geburtstagsgeschenken. Zu deinem 9. ein Mikroskop.

Perfekt für den Biologie-Unterricht.

- Ist bereits verpackt. - Wow.

Ja, wow.

Aber zunächst konzentrierst du dich hierauf.

Den ersten Tag in deiner neuen Schule. Wir haben 53 Tage Vorbereitungszeit.

Es klingt nach nicht viel, aber es sind 1.272 Stunden.

Oder 76.320 Minuten.

Da siehst du, wie viel du schaffen kannst.

Du wirst die Minuten, Stunden und Tage hiernach nutzen.

Denn mal ehrlich, am Ende wirst du ganz allein sein.

(traurig) Ganz allein.

Fehler wie beim Vorstellungsgespräch können wir uns nicht mehr leisten.

- Verstehe. - Aus dir wird eine wunderbare Erwachsene.

Danke, Mama.

Ich würde gerne bleiben, aber heute ist wieder Rechnungsprüfung.

Der Kelly-Umsatz ist problematisch.

Meier weiß das, und Schulze ist in Panik. Fisher will nichts davon wissen.

Schulze?

- Und ich muss... - ...die Kuh vom Eis holen.

- Geht das überhaupt? - Wenn jemand das kann, dann du.

Fahr ruhig, ich habe ja den Lebensplan.

Du bist meine Vizepräsidentin.

(Reifen quietschen)

(seufzt) Na dann.

(sie schnuppert)

(geheimnisvolle Musik)

(Tauben gurren)

(geheimnisvolle Musik)

Benzin.

(Knall) (sie kreischt)

(Knattern und Rattern)

(Magnete fallen klirrend zu Boden)

(sie keucht besorgt)

Oh! Nein, nein, nein, nein.

(Rascheln)

(Ächzen)

Immer dasselbe. Die blöden Bolzen. Das muss alles fest angezogen sein.

Huhu! Jemand zu Hause?

(Scheppern und Poltern)

Hoffentlich ist der Bolzen noch ganz.

Hätte ich mal besser aufgepasst.

So vermasselt man sich die einfachsten Dinge.

Immer dasselbe.

(sie schluckt verängstigt)

(panisch) Ah!

(Frau) Dass er wirklich ein Flugzeug da stehen hat!

- Der hat doch längst komplett abgehoben. - Zum Glück wohnen wir nicht neben ihm.

- (undeutlicher Funkspruch) - Verstanden.

(es läuft ein altes Chanson)

Ah! Hallihallo.

Wunderschönen guten Tag, Herr Polizist. Freunde!

(haucht heiser) Ich war gerade in eine Partie Bridge versunken.

Spielen Sie Bridge?

(Glas klirrt)

Sie haben versucht, Ihr Flugzeug zu starten. Schon wieder.

(verlegen) Äh...

Ja. Ja, allerdings.

Und es tut mir ganz schrecklich leid.

Ich fürchte, das Nachbarhaus hat größeren Schaden erlitten.

- Auf die Wache? - (zögernd) Lieber nicht.

Oh, Sekunde.

(lautes Scheppern) Es muss hier irgendwo sein!

(Polizist) Äh, was?

(Pilot ächzt)

- (stolz) Gefunden! - (Polizist seufzt) Ach, guter Mann...

(ruhige Musik)

(Auto fährt vor)

(Autotür klappt zu)

Hallo, bin wieder da. Mit Essen vom Chinesen.

- Mama? - Oh, hallo.

(unsicher) Hallo.

Äh... Woher hast du denn die Münzen?

Von dem alten Mann nebenan.

Eigentlich hat der Polizist sie mir "geschenkt".

Was?

Was für ein Verrückter startet ein Flugzeug in seinem Garten?

- Schatz, geht's dir gut? - (zustimmend) Mhm.

- Die Versicherung, Anzeige erstatten... - Erledigt. Kopie liegt vor.

- Fotodokumentation? - Von überall. Das Licht war schlecht.

Halb so wild.

(elektrisches Knistern)

Morgen holen wir die Handwerker und vergessen den alten Mann.

Schon vergessen.

(Radio) Nun das Wichtigste.

Blicken wir auf das Marktgeschehen

mit einer detaillierten Aufstellung der Zahlen des Tages.

Ich hatte noch etwas sehr Wichtiges erfahren.

Außer den großen Planeten wie der Erde und Jupiter...

(Schreibmaschinen klappern)

...gibt es noch Hunderte von anderen.

Wenn ein Astronom einen entdeckt, bekommt er eine Nummer.

3 und 2 ist 5, 5 und 7 ist 12.

12 und 3 ist 15.

15 und 7 ist 22, 22 und 6 ist 28.

26 und 5 ist 31.

Das macht also 501.622.731.

Er verändert sich nicht, er ist nicht vergänglich...

(märchenhafte Klänge)

(sie liest) "Es war einmal ein kleiner Prinz,

der wohnte auf einem Planeten, der kaum größer war als er selbst.

Und er brauchte einen Freund."

(Pilot) Du könntest einen gebrauchen!

Nein, hier bin ich! Hier oben!

Ja, hier. Hallo!

Tut mir leid, das ist nur der Anfang der Geschichte.

Ach, schon gut, die versteht eh keiner.

Na dann, bis später. Wir sehen uns. Vielleicht.

(Uhr piepst)

(Radio) Der schreckliche Lärm hallte überall wider.

Ich habe in einer Addition 4 Fehler gemacht. Das zweite Mal, vor 11 Jahren...

- Du könntest heute... - ...die Münzen zusammenrollen.

(sie gurgeln)

(sie summt vergnügt)

(überrascht) Hm?

Ah.

(Reifen quietschen)

(sie keucht angestrengt)

(dynamische Musik)

(Kessel pfeift)

- (Uhr piepst) - Huch.

(Uhr piepst)

(Knacken)

Au.

(geheimnisvolle Klänge)

(Meeresrauschen)

(sanfte Musik)

(Mädchen) "Es war einmal ein kleiner Prinz,

der wohnte auf einem Planeten, der kaum größer war als er selbst.

Und er brauchte einen Freund."

(liest) "Und so lebte ich allein, ohne jemanden zum Reden.

Also wurde ich Pilot und lernte fliegen."

(Flugzeugmotor brummt)

(Pilot) Ich flog fast um die ganze Welt.

Bis ich einmal einen Unfall in der Wüste Sahara hatte.

(Flugzeug knattert)

(Zischen)

(Wind pfeift)

(Klingeln und Klirren)

(Wind pfeift)

(ein Junge lacht)

(Junge) Bitte, zeichne mir ein Schaf.

Bitte, zeichne mir ein Schaf.

Zeichne mir ein Schaf.

(Pilot) Wenn das Geheimnis zu eindrucksvoll ist,

wagt man nicht, zu widerstehen.

Zeichnen? Ich kann nicht zeichnen.

Das macht nichts.

(Pilot) Das erste Schaf war zu kränklich.

(mäht)

Das zweite war auch nicht nach seinem Geschmack.

(Junge, lachend) Das ist kein Schaf. Das ist ein Widder, es hat Hörner.

- (Pilot) Und dieses war... - (Junge) Zu alt.

(mäht kläglich)

Ich will ein Schaf, das lange lebt.

(Pilot) Also zeichnete ich das.

Das Schaf, das du willst, steckt da drin.

So habe ich es mir gewünscht.

Meinst du, das Schaf braucht viel Gras?

Weil bei mir zu Hause alles ganz klein ist.

Das Gras wird ausreichen. Es ist ein sehr kleines Schaf.

Nicht so klein wie... Sieh nur, es ist eingeschlafen!

(märchenhafte Musik)

(spannende Musik)

(Chanson: "Boum!" von Charles Trenet)

Wow.

(Tauben gurren)

("Boum!" läuft weiter, Pilot summt vergnügt mit)

(zögerlich) Hallo?

Hallo? (nachdrücklich) Hallo!

Ah!

Ah!

Wa... Wa... Warte.

Warte.

(Mädchen, erstaunt) Oh.

Ja. Na, geht doch.

(Mädchen) Wow.

(sie kichern)

(Kichern steigert sich zu lautem Lachen)

(sie seufzt)

- Ich wollte Ihnen Ihre Zeichnung bringen. - Oh.

- Gefällt dir nicht? - Nein. Doch, sie gefällt mir.

- Ist nichts Besonderes. - Doch. Sie ist schön.

Die Geschichte habe ich sehr genau gelesen.

Und ich fand sie irgendwie schräg.

- Schräg? - Ich meine, ungewöhnlich.

Interessant. Ich komme mit ein paar Sachen nicht klar.

- Oh, du hast Fragen? - Ich will nicht unhöflich sein. Darf ich?

Unhöflich sein? Schieß ruhig los.

Gut, also erstens.

Was macht der Junge in der Wüste? Sehr komisch.

Niemand hält es da ohne Essen und Wasser aus.

Wo sind seine Eltern? Geht er zur Schule?

Wohnt er wirklich da oben?

In der Astronomie-AG war keine Rede von Kindern auf anderen Planeten.

Oder er kommt echt von einem Stern. Das ist aber unwahrscheinlich.

Kein Stern. Ein Asteroid.

- Asteroid B 612. - Oh. Asteroiden hatten wir noch nicht.

Und dass er sich ein Schaf gewünscht hat,

beweist doch, dass es ihn gibt, oder?

(Swing-Musik)

Warte, ich suche dir noch eine Zeichnung.

Wow.

Die Brandgefahr hier ist nicht gerade klein.

- Daran habe ich noch nie gedacht. - Woher haben Sie all das Zeug?

Im Laufe eines Lebens bleibt das eine oder andere Stück an einem hängen.

Dafür gibt es einen Namen. Äh...

- Sammeln? - Hamstern. So heißt es.

Das bin ich. Ein alter Hamsterer. Also...

Oh. Wie heißt du, kleiner Fuchs?

Er kann nicht antworten. Ich wollte ihm schon lange einen Mund nähen.

(Ächzen und Poltern)

- (Klirren) - Oh!

Äh, sind...

Sind Sie verletzt?

Nein, alles gut. Das passiert ab und zu. Geht gleich wieder.

Das letzte Mal habe ich hier 3 Tage gelegen.

- 3 Tage? - Ach, halb so wild.

Deshalb habe ich immer ein Sandwich in der Tasche. Magst du? Mortadella.

- Ich habe eine Mortadella-Intoleranz. - Ich glaube, es ist Mortadella.

Das wird eine klare Nacht heute.

Bald kommen die Sterne raus.

Wow.

Der kleine Prinz, der liebte Sonnenuntergänge sehr.

- An einem Tag hat er sich 44 angesehen. - Äh, was?

Auf seinem kleinen Planeten musste er nur etwas weiterrücken,

um den nächsten zu sehen.

Aha!

Aber so ein kleiner Planet hat auch Nachteile.

Er brauchte ein Schaf, das die Sprösslinge der Affenbrotbäume fraß.

- Affenbrotbäume? - Ja.

Das sind sehr gierige Bäume.

Jeden Tag mühte er sich ab, sie vom Wachsen abzuhalten.

Handelt man nämlich zu spät...

Eine Katastrophe!

Zum Glück gibt es auch gute Samenkörner.

Eines Tages wuchs aus einem Samen, keiner weiß woher,

eine neue Art von Spross.

Ich weiß, du wirst wunderbar. Ich weiß es genau.

- Oh, wie schön Sie sind. - (Rose) Ich bin kaum aufgewacht.

Verzeihung, ich bin ganz zerrauft.

Sie sind vollkommen.

- Nicht wahr? - Hm...

- Ich bin zugleich mit der Sonne geboren. - (Prinz lacht)

(Pilot) Und da erlebten sie ihren ersten gemeinsamen Sonnenaufgang.

Und ihren ersten Sonnenuntergang.

- (Rose) Es ist sehr kalt bei Ihnen. - Oh.

(Rose hustet)

(Rose) Denken Sie bitte an meine Bedürfnisse.

Bald begann die Rose, ihn mit ihrer Eitelkeit zu quälen.

Haben Sie zufällig einen Wandschirm?

Nachts muss ich unter Glas. Die Glasglocke... Meine Schönheit...

Das Bedauerliche war, dass sie einander liebten.

Doch sie waren zu jung, um zu wissen, wie man Hebt.

Voller Zweifel ging er fort.

(Rose) Aber ja, ich liebe dich.

Du hast nichts davon gewusst, das ist meine Schuld. Verzeih mir.

Er hat sie allein gelassen?

Aber wo ist er hin?

Nun, es war ihm noch nicht klar,

aber sein Fortgehen war der erste Schritt auf dem Weg zu ihr zurück.

- Wirklich? - Ja.

Sieh dir das an, die Sterne sind aufgegangen.

(märchenhafte Musik)

(Mädchen) Wow, sie sind so hell.

(Pilot) Ja, ganz viele. Wohin man schaut.

Und an einem guten Tag,

wenn ich genau hinhöre, kann ich ihn da oben lachen hören.

Äh...

- (Uhr piepst) - Oh nein! Ich muss gehen!

(sie schnauft angestrengt)

(Mutter) Schatz? Wo bist du?

Oh, hallo.

Auf deinem Tisch herrscht Chaos. Sind die Aufgaben erledigt?

- (zögernd) Äh, nicht so richtig. - Was hast du stattdessen gemacht?

Ich habe viel gelesen. Und mit jemandem Freundschaft geschlossen.

(skeptisch) Freundschaft?

Nein, nein, nein, nein.

(seufzt) Negativ. Hm.

Vielleicht...

- Äh... - (erfreut) Ja! Das geht.

Wenn du dich fleißig an den Plan hältst,

kannst du gern deine neue Freundin treffen.

Nächsten Sommer. Donnerstags. Von 13 bis 13:30 Uhr.

Einverstanden? Ich bin auf sie gespannt.

(liest) "Er befand sich in der Region

der Asteroiden 325, 326, 327,

328, 329,

330, 331..."

(Schnarchen)

Ah! Sieh da, ein Untertan. Komm näher.

Herr, worüber herrscht Ihr?

Über alles.

- Und die Sterne gehorchen Euch? - Gewiss.

Ich dulde keinen Ungehorsam.

Ich möchte einen Sonnenuntergang sehen. Das würde mich an meine Rose erinnern.

Könntet Ihr der Sonne befehlen, unterzugehen?

(König schnauft verlegen)

(räuspert sich) Deinen Sonnenuntergang werde ich befehlen.

Aber ich warte, bis die Bedingungen günstig sind.

- Wann wird das sein? - Ähm, das wird sein gegen...

Das wird heute Abend gegen 19:40 Uhr sein.

- (König räuspert sich) - Oh.

(Prinz) Guten Morgen.

- Du hast einen spaßigen Hut. - Was?

(lacht) Der ist zum Grüßen.

Jawohl. Zum Lüften, wenn man mir zujauchzt.

(kichert)

Schlag deine Hände zusammen, ja? Oh.

Danke, danke. Siehst du?

(lacht zufrieden) Sag, äh...

Bewunderst du mich wirklich sehr?

Bin ich nicht der Schönste, Bestangezogene, der Reichste...

und der Intelligenteste hier?

Aber du bist doch allein auf diesem Planeten.

Ja. (stöhnt)

Mach mir die Freude und bewundere mich trotzdem.

(kichert) Bitte.

(Mann) Ich besitze die Sterne,

ich Verwalte und zähle sie immer wieder.

Und was hast du davon?

Was ich davon habe? Das macht mich reich!

Und was hast du vom Reichsein?

Ich kann mir weitere Sterne kaufen.

Und was mir sonst noch so einfällt.

(Prinz) Die großen Leute sind wirklich sehr, sehr wunderlich.

(Mutter) Erledigt. Erledigt.

(zufrieden) Erledigt.

Erledigt, erledigt.

(zögernd) Erledigt.

(schnell und durcheinander) Erledigt, erledigt, erledigt...

(Mädchen) Die großen Leute sind wirklich sehr, sehr...

- ...sehr wunderlich. - Ich hatte viel mit Erwachsenen zu tun.

Ich betrachtete sie aus der Nähe. Das hat meine Meinung nicht geändert.

Ich weiß gar nicht, ob ich noch erwachsen werden will.

Erwachsen werden ist nicht das Problem, das Vergessen ist es.

- Ich will nie irgendwas vergessen. - Ah.

Ich bin auch erwachsen und habe den kleinen Prinzen nie vergessen.

(Swing-Musik)

- (sie lacht) - Ja!

Halt ihn gut fest.

Ja.

(traurige Musik)

(Sand knirscht)

Guten Abend.

- Guten Abend. - Was ist das für ein Planet?

Das ist die Erde. Das ist Afrika.

Wo sind die Menschen? Man ist einsam in der Wüste.

Man ist auch bei den Menschen einsam.

Du bist ein drolliges Tier. Nicht dicker als ein Finger.

(lacht) Aber ich bin mächtiger als der Finger eines Königs.

Du hast nicht einmal Füße. Du kannst nicht reisen.

Ich kann dich weiter weg bringen als jedes Schiff.

(Schlange zischt, Prinz ächzt)

Ich helfe dir, wenn du dich nach deinem Planeten sehnst.

Oh, ich glaube, ich habe dich verstanden.

Na also, geht doch. Probier mal den da links.

- (erschrickt) - Oh.

- Ich habe Angst. - Da kann man auch Angst kriegen.

Warum schicke ich wohl dich da rauf?

Fast geschafft. Gleich hast du ihn.

Streck deinen Arm aus.

- (ächzt) Ich hab ihn! - Na bitte, du hast ihn.

(sie schreit auf)

(Pilot) Oh.

Uff.

- Ui, da kann man doppelt Angst kriegen. - Au.

- Dreifach und vierfach. - Oh, wir werden amputieren müssen.

Was?

- Schon besser, oder? - Ja.

(er pustet)

(Pilot) Und so geschah es, nachdem der Prinz

lange über Sand, Felsen und Schnee gewandert war,

dass der Fuchs erschien.

(Fuchs atmet tief durch)

Hey, komm und spiel mit mir.

Ich kann nicht mit dir spielen. Ich bin noch nicht gezähmt.

- Was bedeutet das? - Zähmen heißt, sich vertraut machen.

Noch bist du für mich ein kleiner Junge, der hunderttausend kleinen Jungen gleicht.

Ich brauche dich nicht. Und du mich auch nicht.

Ich bin für dich nur ein Fuchs, der Hunderttausenden gleicht.

Wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen.

(sanfte Streichmusik)

(Uhr piepst)

(ihre Schritte entfernen sich)

(Vogelgezwitscher)

- Oh, hallo. - (sie lacht)

(fröhliche Musik)

(Lied: "Turn around" von Camille)

(sie knurrt)

("Turn around" läuft weiter)

Einmal hersehen. Sag "Cheese"!

(Fuchs) Du wirst für mich einzig sein in der Welt.

Ich werde für dich einzig sein in der Welt.

("Turn around" läuft weiter)

(sie atmet auf)

(Prinz kichert)

(Musik klingt aus)

- Wer seid ihr? - (alle) Wir sind Rosen.

- Rosen. - Rosen.

Meine Rose ist nur eine gewöhnliche Rose?

Aber sie hat mir erzählt, sie sei im ganzen Universum die einzige ihrer Art.

Sie ist keine gewöhnliche Rose, sie ist deine Rose.

Die Zeit, die du ihr gewidmet hast, macht deine Rose so wichtig.

Sie ist meine Rose.

Du musst zu ihr zurückkehren.

(Prinz) Oh nein, weinst du jetzt?

Dann hat dir mein Zähmen wohl nicht gutgetan.

Ich schenke dir ein Geheimnis.

Es ist ganz einfach. Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Die beiden sind nicht mehr zusammen?

Und ob sie das sind.

Der Fuchs sieht den kleinen Prinzen mit seinem Herzen.

Wenn du das kannst, bist du nie wieder allein.

Verstehe. Aber ich bin nicht allein, ich habe jetzt dich.

Habe ich ein Glück. Ich dachte, keiner will mehr meine Geschichte hören.

Aber dann kamst du. Gerade noch rechtzeitig.

(Propeller brummt) Moment.

Wieso "gerade noch rechtzeitig"?

Hm.

Na ja, jeder muss einmal Lebwohl sagen.

Früher oder später.

- Du willst fortgehen? - Na ja.

Was, wenn ich das alte Flugzeug wieder in Gang kriege?

Und was, wenn es Zeit wird... für meine Reise zum kleinen Prinzen?

(traurig) Aber... Aber er hat doch schon seine Rose.

Und ich brauche dich hier.

Hey. Hey.

Hast du Hunger?

Ich kenne einen Laden, da kriegt man gratis Pfannkuchen an seinem Geburtstag.

- Der ist erst in 2 Wochen. - Das wissen die doch nicht.

(Motor knattert)

Das ist fast wie Flugzeugfliegen.

- Das, das du zerbeult hast? - (lacht) Genau.

(Radio) Ein Haus, das 700.000...

(Senderwechsel zu Musik)

(Chanson: "Le Tour de France en Diligence" von Camille)

(Motor knattert und klappert)

(Chanson übertönt Motorenlärm)

(lautes Hupen)

(Reifen quietschen, Hupen)

(ungläubig) Was?

(er seufzt)

(Sirene heult)

(er seufzt ängstlich)

- Ruhe dahinten. - (Polizist) Rechts ranfahren.

(Mädchen schreit)

(Musik verstummt)

- Hast du einen Führerschein? - Nein.

- Auch nicht für begleitetes Fahren? - Nein.

- Wie alt bist du? Tag, Herr Polizist. - Sie haben Ihren Wagen gestartet. Wieder.

- (betreten) Ja. - Guten Tag.

Darf ich Sie kurz unterbrechen?

Wussten Sie, dass heute mein Geburtstag ist?

(Reifen quietschen)

- Mama, ich kann alles... - Du wartest drinnen. Abmarsch.

Tut mir leid, dass ich Sie geholt habe. Die beiden waren unterwegs,

Pfannkuchen essen...

Oh nein. Nein, nein.

(Tür knallt ins Schloss)

Mein Herr Fuchs!

Laut dieser Tafel bist du im Bett

und schläfst. Gestern.

Deine "Freundin" hat nicht mal einen Führerschein,

weil er 4 Mal samt Zapfsäule von der Tankstelle gefahren ist.

- (prustet) - Du könntest tot sein!

- Ich kann das erklären. - Du meinst, du kannst lügen.

Du hast mich und den Polizisten belogen. Ach ja: Alles Gute zum Geburtstag.

- Du hast sogar den Lebensplan angelogen. - Das ist nur eine Tafel voller Magnete.

- Ist die dir wichtiger als ich? - Das stimmt nicht.

Die ist mir genauso wichtig wie du.

Das bist du. Das ist dein Leben. Und nur ich übernehme dafür Verantwortung.

Das ist nicht meine Version vom Leben. Wenn du öfter hier wärst, wüsstest du das.

Du weißt sehr wohl, warum ich so hart arbeiten muss.

Jetzt bist du genau wie er.

Immer arbeiten und dauernd zu tun. Wann verschwindest du für immer?

"Ich glaube, dass er zu seiner Flucht wilde Vögel benutzt hat."

- Das ist ja wohl... - Mama!

- Nein! - Schluss!

Genug von dem Unsinn. Noch 2 Wochen für das Wesentliche

Aber Mama!

(ruhige Musik)

(Lied: "Equation" von Camille)

("Equation" läuft weiter)

(Uhr piepst)

("Equation" läuft weiter)

(Grillen zirpen)

(Lied endet)

(Klebeband wird abgerissen)

(Wind pfeift)

Suchen wir einen Brunnen.

(geheimnisvolle Musik)

Die Sterne sind schön, weil sie an eine Blume erinnern, die man nicht sieht.

(Prinz) Es macht die Wüste schön, dass sie irgendwo einen Brunnen birgt.

(Pilot) Ich betrachtete im Mondlicht die blasse Stirn, die geschlossenen Augen,

die im Wind zitternde Haarsträhne.

Und ich sagte mir: Was ich da sehe, ist nur eine Hülle.

Das Eigentliche ist unsichtbar.

(Windhauch)

Bei Tagesanbruch entdeckten wir einen Brunnen.

(Prinz) Die Menschen bei dir zu Hause züchten Tausende von Rosen.

Und doch finden sie nicht, was sie suchen.

Dabei findet man das, was sie suchen, in einer einzigen Rose.

Oder ein bisschen Wasser.

(Prinz lacht ausgelassen)

(Prinz lacht weiter)

(Vogelgezwitscher)

(hustet) Immer mit der Ruhe.

- Suchen wir einen Brunnen. - Äh... Nein, hör zu.

Ich habe da einen großen Fehler gemacht neulich.

- Du darfst nicht mehr kommen. - Ist das letzte Mal.

- Was? - Komm, wir bringen dein Flugzeug in Gang.

(er seufzt)

Wenn ihr in der Wüste einen Brunnen gefunden habt,

finden wir auch deinen kleinen Prinzen.

Er kann uns bestimmt helfen.

Warte, warte, meine Kleine. Wir können nicht einfach losfliegen.

Stimmt, erst müssen wir die Tragfläche reparieren.

Nein, nein, nein. Tut mir leid, aber...

Wenn für mich der Moment kommt, diesen Ort zu verlassen,

dann muss ich allein gehen.

Aber... Ich bin auch ganz brav.

Ich mache mich im Flugzeug ganz klein. Geh nicht ohne mich.

(seufzt) Es ist wohl an der Zeit, dass ich dir das Ende der Geschichte erzähle.

(Pilot) An jenem Abend hatte ich mein Flugzeug repariert

und suchte den kleinen Prinzen.

Ich bin heute Nacht dort, warte auf mich. Lässt du mich auch nicht zu lange leiden?

(dramatische Musik)

(er hustet heftig)

- Hast du sie erschossen? - Nein, sie verschwand.

Und dann?

Irgendwie wusste er, dass mein Flugzeug repariert war.

(Prinz) Auch ich gehe heute nach Hause.

Das ist viel weiter. Es ist viel schwieriger.

Ich habe Angst.

Ich kann es nicht fassen, dass ich nie wieder dein Lachen höre.

Ich werde dir ein Geschenk machen.

Auf einem dieser Sterne werde ich leben.

Auf einem davon werde ich lachen.

Und so wird es, wenn du nachts zum Himmel schaust, sein,

als lachten alle Sterne.

Diese Nacht komm nicht.

Du hast ihn gehen lassen? Zu der Schlange?

Ich konnte nichts machen.

Es war Zeit für ein Lebwohl.

(Prinz) Du verstehst, es ist zu weit.

Ich kann diesen Leib da nicht mitnehmen.

Er wird da liegen, wie eine verlassene Hülle.

Man soll nicht traurig sein um solche alten Hüllen.

- Hier ist es. - Ich werde dich nicht verlassen.

(gefühlvolle Musik)

Aber...

(fassungslos) Aber...

Du hast gesagt, er ist da oben, oder?

- Bei seiner Rose. - Ja... Es ist, wie er gesagt hat.

Ich schaue in die Sterne und höre ihn lachen.

Aber du weißt es nicht sicher.

Es wäre mir ein großer Trost, wenn ich es sicher wüsste,

aber stattdessen glaube ich einfach, dass er da oben ist.

Soll ich das auch tun, wenn du gehst? Einfach in die Sterne schauen?

- Und mir einreden, du bist nicht fort? - Och, aber...

Wenn du mit dem Herzen siehst, werde ich immer bei dir sein.

Genauso wie der kleine Prinz immer bei seiner Rose sein wird.

Aber du weißt es nicht sicher.

Wenn er gar nicht bei seiner Rose ist! Wenn er erwachsen geworden und allein ist!

Wenn er sich verirrt und alles vergessen hat!

Warte, Kleines. Der kleine Prinz wird niemals vergessen.

- Er wird uns immer von da oben helfen. - Ich will seine Hilfe nicht.

Ich hasse den kleinen Prinzen. Ich hab den Sommer mit ihm verschwendet.

Hättest du mir die blöde Geschichte bloß nicht erzählt!

(Tür fällt ins Schloss)

(traurige Musik)

(Radio) Die Meldungen des Tages.

Wegen des Wetters kamen 32 Leute zu spät zur Arbeit.

Die Effizienz fiel demzufolge um 0,4 %.

(Mutter) Oh. Was...

Ach herrje.

Schatz, wohin...

(Mädchen) Nein.

Nein!

(traurige Klaviermusik)

Schatz, nein!

(schreit auf)

(Vater) Hey!

(sie keucht)

(Auto hupt)

Schatz, halt an! Was soll das denn?

Halt!

Du darfst nicht gehen! Bitte, ich brauche dich hier.

- Nein, hey, hey... - Bitte, lassen Sie mich zu ihm!

Was ist mit ihm? Wird er wieder gesund?

Also...

Nicht vergessen. Morgen ist ein wichtiger Tag.

(sie schnieft)

(es donnert)

(märchenhafte Musik)

Der Pilot braucht dich jetzt.

Ich werde dich finden.

(sie seufzt)

(ängstlich) Ah.

Ah... Ah...

Ah!

(schreit)

(es donnert laut)

(sie ächzt)

Wow.

(majestätische Musik)

(Donnergrollen)

Weißt du, wie man ein Flugzeug fliegt?

(zerknirscht) Das dachte ich mir schon.

Na gut, also...

(erstaunt) Oh! Ah...

Vielleicht... Ja, ich kann das. Hier, halt fest.

(Motor springt knatternd an)

(Klingeln)

(Lied: "Don't Let It Bother You" von Fats Waller)

(Platte springt)

(ängstlich) Oh.

(Scheinwerfer springt knatternd an)

(Quietschen)

(dramatische Musik)

(sie schreit auf)

(sie keucht)

Ich glaube, jetzt weiß ich, wie es geht.

Ah!

(triumphale Musik)

(sie jubelt)

Hab dich.

Wo sind die Sterne?

Was ist das?

Ein Stern?

Moment mal.

Das ist kein Stern.

(schnelle Klaviermusik)

Von dem Ort hat der Pilot nie was erzählt.

Hä? (sie schreit auf)

Kann das sein?

Er ist es! Er ist es!

Was macht der denn hier?

Schnall dich an.

(Schreibmaschinen klappern)

(Motor brummt)

Wir müssen eine Lücke finden.

Da vorn ist, glaube ich, eine.

(Mann schreit erschrocken auf)

Klarmachen zur Landung!

(Bremsen quietschen)

(erleichtert) Geschafft.

Ups.

(Flugzeug kommt quietschend zum Halt)

Das war gar nicht mal schlecht. Da!

Da oben!

(Sirene heult)

(Auto wendet quietschend und polternd)

(Polizist) Verlassen Sie das Fahrzeug!

Fahrzeug verlassen, habe ich gesagt.

Tut mir leid, ich kann das...

Hände dahin, wo ich sie sehen kann! (er stöhnt)

(schluckt laut)

- Zu schnell, unerlaubte Spurwechsel... - Was?

- Es war rot... - Ich suche einen Freund.

- Sachbeschädigung... - Den Freund eines Freundes.

Keine Blinker, die gibt es nicht mal.

Ich will ihn nur abholen.

Oh! Versuchte Entführung. Das kommt auch auf die Liste.

"Versuchte Entführung".

Hey, sind Sie nicht...

(lacht geschmeichelt)

Der eitle Mann.

Ungehorsam gegenüber einer uniformierten Person. Noch dazu...

mir.

Halt, warum sind Sie nicht auf Ihrem Planeten?

(erstaunt) Oh, Sie...

- Warum sind Sie so klein? - Weil ich ein Kind bin.

(Menge keucht)

Das ist schon mal gar nicht erlaubt.

- Und los. - Hey. Aua. Hey!

(Menge erschrickt)

- Nicht so schnell. - Ah!

Pst.

Danke.

(kichert erfreut) Danke. Nicht aufhören.

Wir müssen uns irgendwie verkleiden.

(sie ächzt angestrengt)

(Aufzugsignal)

(Mädchen) Entschuldigung. Verzeihung. Tut mir leid. Darf ich?

Ah, da sind meine Untertanen.

- Kommt näher. - Ist das nicht der König?

- 67. Stock. - (König) Gern.

- 22. Stock. - Ja.

- 14. Stock. - Gewiss.

- 142. Stock. - Selbstverständlich.

(Mädchen) Oh nein.

(mit tiefer Stimme) Oberster Stock, bitte.

(allgemeines Raunen) Was? Oberster Stock?

Äh... Wenn die Bedingungen dafür günstig sind, Eure Majestät.

Hm. Nun...

die Bedingungen sind günstig.

(König) Es ist vollbracht.

(sie ächzt)

(sanfte Musik)

Da ist er!

Kleiner Prinz! Kleiner Prinz!

Was?

- (sie schreit auf) - (Prinz) Aua!

- Tut mir leid. - Schon okay.

Au, mein Schienbein.

- Alles okay? - Ja, ich habe nur...

Ich habe nur eine kleine Pause gemacht.

- Ich hielt Sie für jemand anders. - Tatsächlich?

Das ist gut. Das ist gut.

Bitte verrate mich nicht. Pause ist vorbei! Siehst du, ich arbeite.

Arbeit, Arbeit, Arbeit. Kein Grund, mich zu verraten.

Das war er nicht.

Was machen wir jetzt?

"Herr Prinz"?

(erstaunt) Hä?

(zu sich) Kann das sein?

Entschuldigung. (lautes Knirschen)

(er schreit auf)

Oh, Mann. Verflixt.

(er stöhnt)

Sie haben da was verloren.

Mein Ausweis. Was für eine Katastrophe.

- Er ist es wirklich. - Kann ich...

- Was ist mit dir passiert? - Gib her.

- Das wird dem Piloten nicht gefallen. - Gib...

- Du bist doch ganz anders. - Gib jetzt her.

Danke.

- Das war doch so ein Clip... - (Uhr piepst)

Ich arbeite! Ich bin ein ernsthafter Mann.

- Warte, halt! - Nein, nein.

Du bist der kleine Prinz und hast Angst vor Affenbrotbäumen!

Nein, ich bin Herr Prinz. Ich habe Angst vor dem Geschäftsmann.

- Du kennst den Piloten. - Du stellst zu viele Fragen.

- Du reist mit wilden Vögeln. - Weg da.

Ich bin sehr beschäftigt.

Du hast einen Fuchs gezähmt, wie ihn.

- Ich hatte nie Haustiere. - Er war ja auch dein Freund.

Glaubst du, ich habe Zeit für Freunde?

Ich arbeite.

(Poltern) Nein!

(mit Hall) Das war mein letzter Besen.

Dafür werde ich gefeuert. Das war meine letzte Chance.

Das ist so ungerecht, ich mache doch nur meine Arbeit.

- Da ist noch ein Besen. - Oh, danke.

- Ich muss an die Arbeit. - Warte!

- Du verlangsamst mich. - Du hattest eine Rose.

(seufzt genervt) Eine was?

Eine Rose.

Eine wunderschöne, ganz besondere, die einzigartig ist auf der Welt.

Ich habe echt genug von dem Unsinn.

- Ich muss arbeiten. Danke. - Du hast alles vergessen!

- Ich hab zu tun mit den wichtigen Dingen. - Du bist wie alle Erwachsenen!

Gib her! (er schreit auf)

(er wimmert und seufzt mutlos)

- Ups. - Warum hast du das getan?

Warum hast du... (er fängt an zu weinen)

Schon gut, ich muss nicht weinen. (schnieft)

Ich bin ein erwachsener Mann.

Ja. Mein Besen ist gekippt, ich muss doch nicht weinen. (schluchzt)

Ich muss doch jetzt nicht weinen!

(er niest)

(er weint und schnieft)

Putzen?

(schnäuzt sich laut)

Moment mal, warum bist du so kurz?

- Bist du total alt? - Was?

Nein, ich bin ein Kind.

- Was du auch sein müsstest. - Du bist ein Kind?

Kinder sind wirklich sehr, sehr wunderlich.

Das ist nicht gut.

Ich kenne jemanden, der helfen kann.

(Motoren brummen)

Und... du bist dir sicher?

(Tür quietscht)

(Fuchs knurrt)

Der Herr Prinz. Was für eine freudige Überraschung.

(Prinz lacht verlegen)

- Dieses Kind braucht Ihre Hilfe. - Ah, tut es das?

Für gewöhnlich erlauben wir hier keine kleinen Hunde.

Aber für dich machen wir eine Ausnahme. (er lacht)

Entzückend. Kommt rein.

Kommt rein.

(Prinz) Und, wie geht's? Das Dächer-Säubern gefällt mir sehr.

(Mann) Wunderbar.

(Rattern)

- Alles nicht Besondere... - Muss besonders gemacht werden.

Sehr gut, Herr Prinz. (Maschine knirscht laut)

Es ist grandios, was der Geschäftsmann hier geschaffen hat.

Man könnte es sogar als Kunstwerk bezeichnen.

Aber damit läge man natürlich falsch.

Grundgrundfalsch.

- Nichts ist so belanglos wie das. - Mein Flugzeug!

Das hier ist viel wichtiger. Etwas viel Besondereres.

Nein, warten Sie!

- Du hast gesagt, du hilfst mir. - Tu ich doch. So haben die mir geholfen.

- (sie schreit auf) - Herr Prinz.

Sie haben wohl endlich etwas...

- (Fuchs knurrt) - Du kleine Ratte!

Sie sagen ihm, wie besonders ich bin?

Das sage ich dem Geschäftsmann gewiss.

Der Geschäftsmann hat mir von diesem Kindheitsbeweis erzählt.

Bitte, die sind wichtig!

Nein, hier steht nichts Besonderes drin.

Es ist Zeit,

dass du erwachsen wirst.

(bedrohliche Klänge)

Wie passt alles Besondere in ein Buch?

Es ist unglaublich konzentriert. Und einzeilig gedruckt.

Muss ich das jetzt immer wieder lesen, bis ich alt bin?

Keineswegs.

Wir beschleunigen den Prozess des Erwachsenwerdens.

(Rattern)

Nicht wahr, Herr Prinz? Schon gut.

Man beachte diesen leeren Blick.

Sie haben alles vergessen. (lacht böse)

(bedrohliche Musik)

(Prinz) Om.

(sie schreit auf)

(Mann) Jetzt piekt es kurz.

Bleib ganz ruhig.

Hier unterschreiben.

- Mit der Erklärung befreist du uns... - Hilfe!

...von jeglicher Haftung während der Verbesonderung.

(Mädchen) Ich will dir helfen!

(Mann) Du wirst eine wunderbare Erwachsene.

(märchenhafte Musik)

Liegen lassen!

Liegen lassen, habe ich gesagt!

Verhalten Sie sich altersgemäß, Herr Prinz.

Sie sind ein Absolvent meiner Schule.

Halt!

Was erlaubst du dir? (keucht)

(er ächzt)

(er räuspert sich) Zurück an deine Schulbank, bitte.

(er schreit auf) Au!

Wow.

(besorgt) Das war nicht sehr schlau. Der Geschäftsmann wird enttäuscht sein.

Danke. Aber wieso?

Ich wusste nie, was das ist.

Und woher ich es habe. Aber vielleicht ist es ja wichtig.

- Dein Schaf! - Mein Schaf? (lacht)

Verstehe ich nicht.

Der Pilot schenkte es dir. Es sollte die Affenbrotbäume fressen.

- So eine Katastrophe. - Katastrophe, genau.

Der Pilot hat die für dich gezeichnet. Er braucht dich ganz dringend.

Mich? Er braucht mich?

(Pilot) Erwachsen werden ist nicht das Problem, das Vergessen ist es.

Ich habe eine Idee. Wir müssen nur... Mein Flugzeug!

(Quietschen)

Da ist es!

Es ist noch heil!

(Maschine knarrt laut)

- (Warnsirene) - Ah! Beeilung!

(Kugel klirrt auf Metall)

(Maschinenführer summt)

(lautes Ächzen)

Juhu! Gerettet!

(Warnsirene)

Oh nein!

(sie keucht)

Wo muss ich drücken?

Oh nein. Nein!

(Warnsirene, Schaltpult piepst)

(triumphale Musik)

Ja!

Auf dem nächsten Berg können wir es abfangen!

Warte, wo ist Herr Prinz?

(Sterne klingeln und klirren)

An die kann ich mich erinnern.

(Mädchen) Die Sterne. Was machen die alle hier?

- (kleiner Prinz) Die Sterne sind schön. - (Herr Prinz) Die Sterne sind schön.

(beide) Weil sie an eine Blume erinnern, die man nicht sieht.

Hä? Weil sie an eine Blume erinnern, die man nicht sieht?

- Deine Rose. - (erstaunt) Ich habe eine Rose.

(Geschäftsmann) Du hast meine Sammlung gefunden.

501.622.731 Sterne.

Sie? Sie waren das? Sie sollten sie doch bloß zählen.

Besitzen. Sag es mit mir. "Besitzen".

Ich besitze die Sterne.

(eitler Mann kichert) Danke, danke.

Früher waren sie kleine, goldene Objekte der Nacht.

Sie stifteten faule Leute zum Träumen an.

Jetzt wurden die Sterne endlich zu etwas... Besonderem.

Hey, woher haben Sie das?

Oh, sie ist neugierig. (spöttisch) Wie ein kleines Kind.

- (Maschine knattert) - Oh nein!

- Genug, es reicht. - Danke...

Es reicht!

- (eitler Mann kichert) - Es reicht.

Was wollen Sie denn nur mit den ganzen Sternen?

Keine Sorge, meine Kleine. Ich benutze sie zu einem guten Zweck.

(Warnsignal)

Da, siehst du?

Das nicht Besondere wurde zu etwas Höchstbesonderem.

So wie es bei allen Dingen sein muss.

Ab ins Klassenzimmer. Und keine Störung.

- Aufhören! Lassen Sie mich los! - Nicht zappeln.

- Mach doch irgendwas! - Du kommst nicht davon.

- (Prinz) Warten Sie. - Warten?

Ich habe dir 371 Stellen verschafft. Gefeuert wurdest du davon 370 Mal.

Es wird Zeit, dass du wieder arbeitest, kleiner Versager.

Nein! Bitte, bitte.

Halt!

- Fingerweg von ihr. - Was? "Halt"?

Ähm... Ich bin kein Versager.

- Ich bin der kleine Prinz. - Was?

(lacht) Er denkt, er sei klein und ein Prinz!

(spöttisches Lachen)

(Geschäftsmann) Wunderbar.

Und was bin ich? Eine Hummel.

Was sind Sie? Eine Ente?

Hoffnungslos.

Ich bin nicht hoffnungslos, ich bin hoffnungsvoll.

Genau, ich bin voller Hoffnung.

(Prinz) Und ich liebe eine Rose.

Und sie liebt mich. Und sie wartet auf mich.

Ich will nicht mehr für Sie arbeiten.

Und, ähm...

Ich kündige.

(verstummen plötzlich)

(Mädchen und Prinz lachen)

Ich kündige!

(dramatische Musik) Auf den Berg!

Wann vergisst du endlich, ein Kind zu sein?

- Niemals! - Aua!

Tut mir leid, Herr Prinz.

Ist meine Schuld, mein Gesicht war im Weg.

- (Geschäftsmann keucht) - Oh!

- (Mädchen schreit) - (Prinz) Oh!

Ich habe Angst.

(Prinz) Gleich, gleich. Ich komme schon, Achtung.

- (Mädchen) Festhalten! - Oh!

(Prinz schreit ängstlich)

- Bin gleich wieder da. - Wo willst du hin?

Warum machst du das?

Das ist nicht gut.

(Prinz lacht beruhigt) Gut.

(Mädchen) Ich werde erwachsen, aber nie so ein Erwachsener sein wie ihr!

Wow.

- Ah! - Oh nein.

(sie schreit)

- Ah! - Hab dich!

(Prinz) Dich hab ich auch.

(magische Musik)

(Sterne klingeln)

Wundervoll.

(feierliche Musik)

(weint) Das ist sehr, sehr schlecht fürs Geschäft.

(er schnieft)

Das war fantastisch! (lacht glücklich)

Die Sterne sind wieder da.

Ich hatte vergessen, wie schön sie sind.

- Da, Asteroid Nummer 325! - Du erinnerst dich wieder.

Und 326.

Und 327, und 328!

(Mädchen) Es funktioniert!

Und da, B 612.

Die Affenbrotbäume.

(Mädchen) Deine Rose.

Sie ist da! Festhalten.

Willst du etwa landen?

(ängstlich) Nein, nein, halt, nein!

Umdrehen! Ah!

(Prinz schreit ängstlich)

(Propeller knarrt)

Was passiert jetzt?

(mutlos) Ah, wir stürzen ab.

Ah!

- Wo willst du denn hin? - Sitzen bleiben.

(Prinz) Ach, herrje.

(Prinz schreit)

Puh. (er seufzt erleichtert)

(dumpfer Aufprall) (er stöhnt)

Gehen wir.

(gefühlvolle Musik)

Hier, ich habe sie gefunden!

Sieh doch.

(Prinz) Meine Rose.

Sie ist es.

(Prinz) Oh nein.

(Mädchen) Oh nein.

(trockene Blätter rascheln)

Nein, das darf nicht sein.

Es tut mir so leid.

Ihr zwei gehört doch zusammen.

(sie schluchzt)

Ich werde ihn auch verlieren.

Und erwachsen werden.

Und ihn einfach vergessen. (schluchzt)

Alles vergessen. Für immer.

Ich will ihn nicht verlieren.

Nicht weinen.

Wie kann man denn da nicht weinen?

(hoffnungsvolle Musik)

Ich kann sie sehen.

(Prinz) Sie war keine gewöhnliche Rose.

Sie war die einzige ihrer Art im ganzen Universum.

Ich erinnere mich an sie.

Ich erinnere mich an alles. Sie ist nicht fort.

Sie ist noch hier.

Es ist ganz einfach. Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Er wird immer bei mir sein.

Jetzt verstehe ich es.

(Mädchen lacht)

Sag dem Piloten, dass ich mich an ihn erinnere!

- Mache ich! - Vergiss es nicht!

Nichts von all dem werde ich je vergessen, versprochen!

(gefühlvolle Musik)

(Uhr piepst)

- Schatz? - Ja?

- Wir sind spät dran. - Was?

- Sind wir nicht. - Wir müssen vorher zum Krankenhaus.

(Mutter flüstert) 122... 123... 124.

(seufzt) Also dann.

(Tür quietscht)

Du bist hier.

Es tut mir leid.

Es tut mir so leid, was ich gesagt habe.

Ich kann mich gar nicht erinnern.

- Das ist lieb von dir. - Nein, ich...

- Ich erinnere mich nicht mal an dich. - Äh...

Reingelegt. Oder?

(lacht)

Ich möchte dir gerne etwas zeigen.

Hast du das gemacht?

Meine ganzen Zeichnungen, alle geordnet.

(gerührt) Das ist so wunderbar.

(sie schluchzt)

Oh, meine Kleine.

Man weint ein bisschen schneller, wenn man sich hat zahmen lassen.

Du wirst mal eine wunderbare Erwachsene.

(flüstert) Danke.

Haben Sie das gesehen?

(Mutter) Es ist wunderbar.

Da, siehst du, das ist der Fuchs.

- Tatsächlich. - Mein Fuchs.

(ruhige Musik)

(majestätische Musik)

Mama!

(sanfte Musik)

(Prinz und Pilot lachen vergnügt)

(gefühlvolle Musik)

Ihr glaubt vielleicht, das ist ein Hut.

Ist es aber nicht.

(Lied: "Turn around" von Camille)

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