All language subtitles for Deutsch_So klingen deine Texte flüssiger

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Original subtitles

“Ich heiße Clara.”

“Ich lebe in Deutschland.”

“Ich habe Germanistik studiert.”

“Ich bin Deutschlehrerin.”

Das hat jetzt alles ein bisschen roboterhaft und auch langweilig geklungen, oder?

Es ist nämlich weder für die schriftliche noch für die gesprochene Sprache schön,

jeden Satz mit dem gleichen Subjekt zu starten

und die Sätze immer gleich aufzubauen.

Damit dir das nicht passiert,

gebe ich dir ein paar wichtige Tipps, mit denen deine Sätze

nicht nur besser, sondern auch viel flüssiger klingen werden.

Legen wir los.

Wenn es um Texte geht, die gut und flüssig klingen sollen,

dann gibt es grob drei Punkte, die wir beachten müssen.

Der erste ist, dass wir nicht jeden Satz gleich starten und aufbauen.

Der zweite ist, dass wir übermäßige Wortwiederholungen auch in der Satzmitte vermeiden.

Und der dritte Punkt ist, dass wir nicht nur einen Hauptsatz nach dem anderen reihen,

sondern die Sätze sinnvoll miteinander verbinden.

Starten wir mit Punkt 1. Damit sich deine Sätze

nicht so monoton und langweilig anhören.

Ist es wichtig, wie ich vorhin erwähnt habe, diese

nicht immer mit dem Subjekt zu starten bzw. mit dem gleichen Wort.

Wenn du unterschiedliche Subjekte hast, kommst du vielleicht noch davon,

aber wenn deine Sätze immer genau gleich

anfangen, klingt das ganze irgendwann nicht mehr so schön.

Um dieses Problem zu lösen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Die erste Möglichkeit: Starte deinen Satz mit einer Angabe, die auf Position drei im Satz steht.

Zweite Möglichkeit: Benutze ein Adverb am Satzanfang, wenn möglich.

Dritte Möglichkeit: Verbinde die Sätze miteinander.

Wie sieht das Ganze aber jetzt in der Praxis aus?

Ein schlechter Beispielsatz wäre zum Beispiel: “Ich liebe meinen Beruf.

Ich bin schon seit elf Jahren Deutschlehrerin.”.

Anstatt den zweiten Satz auch mit “ich” zu beginnen,

kannst du einfach die Information auf Position drei nehmen und an den Satzanfang setzen.

Also: “Ich liebe meinen Beruf. Schon seit elf Jahren bin ich Deutschlehrerin.”.

Das klingt schon ein bisschen besser, auch wenn hier noch Möglichkeiten

zur Verfügung stehen, um diesen Satz noch schöner klingen zu lassen.

Dazu aber gleich mehr.

Wir lassen ihn jetzt erst einmal so stehen.

Du siehst, wir haben nur die Information von Position drei auf Position eins verschoben

und schon klingt die Aussage wesentlich flüssiger.

Die zweite Möglichkeit: Du kannst den Satz auch mit einem Adverb

starten. Zum Beispiel: “Ich liebe meinen Beruf.

Erfreulicherweise bin ich schon seit elf Jahren Deutschlehrerin.”.

Du kannst auch einen ganzen Satzteil voran schieben.

Zum Beispiel: “Ich liebe meinen Beruf.

Zu meiner großen Freude bin ich schon seit elf Jahren Deutschlehrerin.”.

Auch hier merken wir schon eine leichte Verbesserung des Satzes,

obwohl wir ihn noch ein Stückchen besser klingen lassen können.

Und um genau das zu schaffen, solltest du nicht nur einen Hauptsatz an den anderen reihen,

sondern vor allem Konnektoren verwenden.

Um also eine Aussage wirklich perfekt und flüssig klingen zu lassen,

musst du die Sätze unbedingt miteinander verbinden.

Und das geht, wie eben erwähnt, mit Konnektoren.

Damit sind wir auch schon bei Punkt 3: Verbinde die Sätze sinnvoll miteinander.

Also: “Ich liebe meinen Beruf und zu meiner großen Freude bin ich schon seit elf Jahren Deutschlehrerin.”.

Oder: “Ich liebe meinen Beruf so sehr,

dass ich schon seit elf Jahren Deutschlehrerin bin.”.

Je nachdem, was du mit dem folgenden Satz sagen möchtest,

gibt es eine große Auswahl an Konnektoren, die du einsetzen kannst.

Möchtest du, zum Beispiel, einen Grund ausdrücken,

so kannst du dafür “weil, denn” oder auch “da” verwenden.

Zum Beispiel: “Ich bin schon seit elf Jahren Deutschlehrerin,

weil/da ich meinen Beruf liebe.”.

Wenn wir eine Folge ausdrücken möchten, dann haben wir wiederum andere Konnektoren.

Dann können wir zum Beispiel “sodass” oder “so ..., dass” benutzen.

Zum Beispiel, wie vorhin erwähnt: “Ich liebe meinen Beruf

so sehr, dass ich niemals etwas anderes machen möchte.”.

Wenn wir wiederum eine Einschränkung beschreiben, dann passen die Konnektoren

“aber, allerdings, jedoch” oder “dennoch”.

Beispiel: “Ich liebe meinen Beruf,

allerdings ist er manchmal anstrengend und stressig.”.

Und wenn wir einen Kontrast bzw. eine unlogische Konsequenz

ausdrücken möchten, so benutzen wir den Konnektor “obwohl”:

“Ich liebe meinen Beruf, obwohl ich dadurch sehr wenig Freizeit habe.”.

Du siehst, je nachdem, was genau wir mit dem Satz ausdrücken möchten,

haben wir unterschiedliche Konnektoren zur Auswahl.

Das bedeutet natürlich auch, dass du diese gut beherrschen musst.

Wenn du möchtest, mache ich gerne einmal ein Video nur zum Thema “Konnektoren”.

Falls du Interesse daran hast, lass es mich unbedingt in den Kommentaren wissen.

Vorhin habe ich kurz angeschnitten, dass Sätze sich auch flüssiger anhören,

wenn wir am Satzanfang Adverbien benutzen, also zum Beispiel anstatt:

“Ich habe nicht so viel Freizeit. Ich arbeite sehr viel.”, schreiben

oder sagen wir dann: “Leider habe ich nicht

so viel Freizeit, weil ich sehr viel arbeite.”.

Hier habe ich nicht nur ein Adverb an den Satzanfang geschrieben, sondern die beiden Sätze auch miteinander

verbunden, indem ich einen Konnektor benutzt habe, nämlich “weil”.

Weitere dieser Adverbien sind auch “bedauerlicherweise”,

- das ist ähnlich wie “leider” -, “erfreulicherweise, glücklicherweise”.

Beide haben eine ähnliche Bedeutung und sind das Gegenteil von “bedauerlicherweise”.

Dann haben wir eine Gruppe von Adverbien, die beschreibt, dass man noch etwas hinzufügen möchte.

Diese wären dann “außerdem, zudem, des Weiteren, weiterhin”.

Wir haben auch Adverbien, die eine Folge ausdrücken: “daher, deswegen, deshalb, darum”.

Und wir haben Adverbien, die einen Kontrast ausdrücken,

wie zum Beispiel “trotzdem” oder in der Umgangssprache “nichtsdestotrotz”.

Und wir haben auch Adverbien,

die wir vor allem zum Schluss eines Textes benutzen, wie zum Beispiel

“abschließend” oder “zusammenfassend” oder “zum Schluss”.

Diese Adverbien benutzen wir tatsächlich häufiger in der geschriebenen Sprache,

denn hier geht es um eine Zusammenfassung von mehreren,

ich sage jetzt mal, Argumentationen, wie zum Beispiel in einem Essay.

Also, man hat Pro-Argumente und Kontra-Argumente und zum Schluss kommt man zu einem Resümee.

Da würde man sagen: “Abschließend kann ich festhalten ...”, zum Beispiel.

Natürlich gibt es von diesen Adverbien noch viele weitere.

Das hier ist aber eine kleine Liste der wichtigsten.

Damit du auch einmal sieht, wie das in einem Text klingt,

habe ich hier ein Beispiel für dich, in dem ich Adverbien benutze,

Also: “Bedauerlicherweise/Leider habe ich nicht

so viel Freizeit, weil ich sehr viel arbeite.

Ich kümmere mich um viele Sachen.

Glücklicherweise macht mir meine Beschäftigung aber Spaß,

sodass sie mir nicht wie Arbeit vorkommt.

Außerdem/Zudem lerne ich selber immer wieder neue Sachen.

Des Weiteren freut es mich auch immer, mit netten Schülern im Austausch zu stehen.

Daher möchte ich auch mit niemandem tauschen.

Trotzdem wünsche ich mir manchmal auch ein bisschen mehr Zeit für meine Hobbys.”.

Aber ohne diese Methode, also ohne die Adverbien, würde der Text so klingen:

“Ich habe nicht so viel Freizeit.

Ich arbeite sehr viel. Ich kümmere mich um viele Sachen.

Mir macht meine Beschäftigung aber Spaß.

Sie kommt mir nicht wie Arbeit vor.

Ich lerne selber immer wieder neue Sachen.

Es freut mich auch immer, mit netten Schülern im Austausch zu stehen.

Ich möchte mit niemandem tauschen.

Ich wünsche mir manchmal auch ein bisschen mehr Zeit für meine Hobbys.”.

Ich glaube, der Unterschied ist hier ziemlich deutlich geworden, oder?

Der erste Text liest sich viel flüssiger und wirkt auch interessanter als der zweite.

Also, Konnektoren und Adverbien benutzen.

Ganz wichtiger Tipp. Was wir noch vermeiden müssen, wenn sich unsere Sätze flüssig anhören sollen,

sind nicht nur Wortwiederholung am Satzanfang, sondern auch in der Mitte.

Also nicht:

“Ich habe an der Universität studiert und an der Universität habe ich verschiedene Kurse belegt.

An der Universität zu studieren hat mir viel Spaß gemacht

und an der Universität habe ich auch viele nette Menschen kennengelernt.”.

Das erste Mal können wir “Universität” natürlich stehen lassen,

aber, wenn wir das gleiche Wort im Satz immer und immer wiederholen

und auch in den folgenden Sätzen, dann ist das stilistisch nicht besonders schön.

Daher können wir diese Wiederholungen vermeiden, indem wir, zum Beispiel, ein Synonym dafür benutzen

oder es auch einfach durch Demonstrativpronomen ersetzen.

Zum Beispiel:

“Ich habe an der Universität studiert

und an dieser habe ich verschiedene Kurse belegt.

In Köln zu studieren hat mir viel Spaß gemacht

und dort habe ich auch viele nette Menschen kennengelernt.”.

Du siehst, der Text klingt gleich schon viel flüssiger.

Ich habe sowohl Synonyme als auch Demonstrativpronomen verwendet.

Manchmal gibt es aber keine Synonyme für bestimmte Worte,

dann müssen wir das Ganze ein wenig umschreiben.

In meinem Beispiel habe ich nämlich, anstatt noch einmal

die Universität zu erwähnen, den Namen der Universitätsstadt genommen, also “Köln”.

Hier muss man dann einfach mal selber schauen, was passen könnte.

Wenn wir zum Beispiel Orte beschreiben, können wir auch Lokaladverbien benutzen, wie zum Beispiel

“dort” oder “da” oder je nach Kontext sogar Direktionsadverbien,

wie “dahin” oder “dorthin” usw..

Hier muss man einfach schauen, welches Wort man für den sich wiederholenden Begriff einsetzen könnte.

Übrigens, wenn du zum Beispiel sieben Sätze hast

und ein Wort sich im ersten und zum Beispiel

dritten Satz wiederholt, dann zählen wir das nicht zu den Wortwiederholungen.

Wortwiederholungen sind wirklich nur Wörter, die sich innerhalb eines Satzes wiederholen oder

in jedem Satz, der folgt, oder sogar im zweiten Satz, der folgt, wiederholen.

Ich geb dir einmal ein Beispiel.

Hier wäre ein Beispiel für eine Wortwiederholung:

“Wenn ich nicht arbeite, dann arbeite ich an meinen Bildern.

Das Arbeiten mit Farbe und Pinsel macht mir Spaß.

Es fühlt sich nicht wie arbeiten an.”.

Du siehst, wir haben hier ganz schön oft das Wort “arbeiten” benutzt

und das ist natürlich ein bisschen übertrieben.

Aber es zeigt dir deutlich, was ich mit Wortwiederholungen meine.

Und hier ein Beispiel, wo wir kein Problem damit haben, dass sich das Wort wiederholt,

weil eine gewisse Zeitspanne oder Distanz dazwischen ist.

Beispiel: “Wenn ich nicht arbeite, dann beschäftige ich mich mit meinen Bildern.

Das Malen mit Farbe und Pinsel macht mir Spaß.

Es fühlt sich nicht wie Arbeit an.”. Das Wort “arbeiten”

erscheint hier nur im ersten und im letzten Satz.

Dazwischen ist noch ein ganzer Satz, in dem der Begriff nicht ein einziges Mal auftaucht,

also sich nicht wiederholt.

Der Text liest sich daher immer noch flüssig und wir sprechen nicht von einer Wortwiederholung.

Ich hoffe, ich konnte dir anhand dieses Beispiels deutlich machen, was der Unterschied ist.

Fassen wir nun aber noch einmal die wichtigsten Tipps zusammen,

mit denen du deine Texte von A1 auf B2 hochstufen kannst

bzw. mit denen du deine Texte schön und flüssig klingen lässt.

Erstens: Vermeide Wortwiederholungen am Anfang, so wie sich immer wiederholende Satzstrukturen.

Stattdessen tausche im Satz Position eins und drei, damit du Variation reinbringst.

Benutze auch Adverbien wie “leider, glücklicherweise, außerdem, weiterhin, daher”

usw. und verbinde die Sätze sinnvoll mit Konnektoren.

Zweitens: Vermeide Wiederholungen in der Mitte des Satzes

und in mehreren aufeinanderfolgenden Sätzen.

Stattdessen suche nach Synonymen. Versuche zu umschreiben,

falls kein Synonym vorhanden ist, oder benutze Demonstrativpronomen,

wie zum Beispiel “diese, dieser” etc..

Wie immer hoffe ich, dass dir dieses Video geholfen hat.

Schreibe gerne auch in die Kommentare, ob ich im nächsten Video mehr auf das Thema “Konnektoren”

oder vielleicht sogar “Adverbien am Satzanfang” eingehen soll.

Ich würde mich, wie immer, sehr freuen, wenn du dieses Video likest, meinen Kanal abonnierst

und auch die Benachrichtigungen aktivierst,

damit du keines meiner Videos mehr verpasst.

Übrigens: Wenn du bessere Texte schreiben möchtest bzw. daran arbeiten möchtest,

bessere Texte zu schreiben, dann kannst du auch einen meiner Deutschkurse besuchen.

Ich biete dir nämlich in meinen Deutschkursen die Möglichkeit, Hausaufgaben zu machen,

die mein Team und ich für dich korrigieren und dir

wertvolle Grammatikregeln und Tipps mit an die Hand geben.

Wenn du also Interesse hast, unter dem Video findest du den Link zu meinen Kursen.

Ich würde mich freuen, dich auch dort zu begrüßen.

Bis zum nächsten Mal. :)

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