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Zulu
*
* entspannte Musik, Möwenrufe *
♪ Baby. - ♪ Baby.
♪ I don't wanna do this.
♪ Baby.
♪ 'Cause you wanna leave me on this way going mad.
♪ When no one ever treat me kind.
♪ I'm trying to hold you, explain but why.
♪ 'Cause no one ever gone, leave me now.
* Entspannte Musik wird leiser. *
Schon wach? Gut geschlafen? - Ja.
Mhh ...
Wo ist Papa? - Der schläft noch.
Aber wenn du dich anziehst, darfst du ihn wecken. Einverstanden?
Komm schon, Papa. Du hast es versprochen.
Nein, ich hatte versprochen, wir lassen am Wochenende Drachen steigen.
Morgen? - Ich will aber heute.
Ach ... - Papa hat viel Arbeit.
Einer muss die Bösen verhaften. - Mama lässt sie wieder laufen.
* Schmunzeln *
Pass auf, Champion. Du übst schon mal und ich komm später dazu.
Versprochen? - Versprochen. Hoch und heilig.
Dann zeigen wir Mama, wie man Drachen steigen lässt, ja?
Okay.
* fernes Meeresrauschen *
Heute Abend was vor?
Ich zähl auf dich. - Ja. Mach deine Arbeit.
Ciao, ihr Süßen.
* ferne Insektenlaute *
Sekunde, Schatz.
Warte.
Siehst du?
* fernes Handyläuten *
Bleib in der Nähe, ja?
Ja, Olivier?
Es ist Samstag. Kann das denn nicht warten?
Okay, bleib dran.
Ich bin noch da, warte.
Okay.
Also ...
.. der Prozess beginnt am Mittwoch um halb zehn und ...
Nein, das ist nur die Vorverhandlung.
* düstere Musik *
Ja, das passt gut.
* düstere Musik *
Ich muss Schluss machen, Olivier. Ja, dir auch, bis Montag.
Arthur?
Arthur?
* Vogellaute *
Mach keinen Blödsinn.
Arthur?
Hör auf, du machst mir Angst.
Arthur?
Wo bist du?
* düstere Musik *
Arthur?
Arthur!
* Wind säuselt. *
Arthur!
Arthur ...
Arthur?
Wo bist du?
* Düstere Musik verklingt. *
* dynamische Musik *
*
* düsterer Streicherton *
* Kameraklicken *
* Kameraklicken *
* leises Stimmengewirr *
* Piepsen *
(Funk, fern:) "Verstanden." - Commissaire.
Madame.
Können wir reden? - Mhm.
Thomas, ich will das auch hören.
Was gibt's, Deville?
Wir haben hier alles abgesucht.
Keine verdächtigen Fahrzeuge, keine Zeugen.
Keine Anzeichen für einen Kampf.
Nichts. Das wirkt nicht wie eine Entführung.
Wie dann? Ein sechsjähriger Ausreißer?
Lass mich. Arthur weiß, er darf nie allein zum Strand oder in die Dünen.
Wir suchen morgen weiter. - Das ist doch nicht Ihr Ernst!
Wie können die ... - Sophie. Sophie, warte.
Nein. - Sophie.
Du kannst nichts dafür. - Nein!
* Schluchzen, Weinen *
* düstere Musik *
Es ist nicht deine Schuld.
Ich konnte ihn noch vom Wohnzimmer aus sehen.
Ich hab ihn doch gesehen.
Ich versteh's nicht. - Ich weiß.
Wir finden ihn.
Wir finden ihn wieder.
* Schluchzen *
* nachdenkliche Musik *
* Krächzen *
* andächtige, düstere Musik *
* leises Hecheln, ferner Ruf *
* fernes Hundebellen *
* Musik verklingt. *
Die Kripo hat jetzt den Fall übernommen.
Die haben mehr Möglichkeiten.
Größeren Handlungsspielraum.
Hörst du mir zu?
Ich muss mich anziehen.
Frau Anwältin. Wir warten.
Herr Vorsitzender, Frau Staatsanwältin.
Die Anschuldigungen gegen meinen Mandanten sind äußerst ...
.. schwerwiegend.
Obwohl sie sehr streng ist,
wäre die Anklageschrift gerechtfertigt ...
.. falls die Schuld erwiesen wäre.
Doch bis zum Beweis des Gegenteils ...
(leise:) Entschuldigen Sie mich.
* Geflüster, Schrittgeräusche *
* Tür wird geöffnet. * Ruhe bitte.
Ruhe bitte, die Sitzung ist vertagt.
* nachdenkliche Musik, Vogelrufe *
Ich werde nicht mehr als Anwältin arbeiten.
* fernes Hundebellen *
Ist gut.
Man denkt, dass man zu zweit stark genug ist,
um mit dem Verlust eines Kindes fertig zu werden.
Man teilt dasselbe Trauma.
Und glaubt, dass man den gleichen Schmerz teilt.
Denselben Verlust, dieselbe Leere.
Hm, manchmal zumindest.
Aber dann hat mich meine Frau verlassen.
Und ich konnte es nicht verhindern.
Ich habe grade erfahren, dass sie jemanden kennengelernt hat.
* nachdenkliche Musik *
Einen anderen, den sie jetzt wohl heiraten wird.
Ich freu mich für sie.
Aber mein Schmerz bleibt.
Dieselbe Leere.
Derselbe Verlust.
Ich muss mich dafür ... nicht mehr entschuldigen.
Vielen Dank, Alain.
Danke.
Möchte noch jemand sprechen?
Nächste Woche werd ich mit meiner neuen Arbeit anfangen.
Nervös? - Nein.
* leises Stimmengewirr *
Aber ich war ...
.. wohl heute Abend das letzte Mal hier.
Oh.
Mh ...
Glaubst du, dass du bereit dafür bist?
Hältst du es für einen Fehler?
Nicht doch, nein.
Nur ...
.. mh, die Gruppe ohne dich.
* Schmunzeln *
Du kannst mich jederzeit anrufen.
Du mich auch.
Stoßen wir an.
Worauf? - Ich weiß nicht.
* nachdenkliche Musik *
Äh ... unser nächstes Treffen?
Vielleicht woanders.
* ferne Sirenen, ferner Straßenlärm *
Lucie? Ich war grade auf 215.
Überprüfen Sie nachts mal die Drainage.
Na sicher. - Ja? Gute Nacht.
Wünsch ich Ihnen auch.
Hallo, Schatz? Ich bin in 20 Minuten zu Hause.
* Durchatmen *
Kein Problem, dass deine Schwester da ist.
Ich liebe dich auch. Bis nachher, Chérie.
* Piepsen, düstere Musik *
* mechanisches Klicken *
* düstere Musik *
* Ächzen *
* Ächzen *
* angestrengtes Atmen *
* dröhnende Musik *
* Schrittgeräusche *
* Vogelrufe *
Soll ich dich nicht doch mitnehmen?
Und meine Hand halten, bis ich im Büro bin?
Nein, ich krieg das hin.
Hals- und Beinbruch, ja?
* Schmunzeln *
* sich entfernende Schrittgeräusche *
* andächtige Musik *
* Sie stellt das Wasser ab. *
(* leises Kinderlachen *)
* Musik wird trauernder. *
* Meeresrauschen von draußen *
* Wasserrauschen *
* spannungsvolle Musik *
* Piepsen *
Hey!
Hau ab, du Arsch!
* spannungsvolle Musik *
* Schnaufen *
* Musik verklingt. *
* fernes Telefonklingeln *
* fernes Telefonklingeln *
Guten Morgen. - Hallo.
Ich grüße Sie, Capitaine.
Und freue mich auf die Zusammenarbeit.
Zwei Dinge, Cross:
Keine Förmlichkeiten und Absätze auch nicht.
Lieber Sneaker.
* fernes Telefonklingeln *
* Motorengeräusche, spannungsvolle Musik *
* Schniefen *
* Reifenquietschen *
* ferne Funkdurchsagen *
Guten Tag.
Ahhh ...
Gehen wir in mein Büro.
* Durchatmen *
Hey. Hör auf zu träumen. Los, komm wieder auf die Erde.
* belustigter Laut *
* Seufzen *
Amina, du weißt doch, dass mein Herz vergeben ist.
Oder etwa nicht? - Ja und ihres auch.
Die Zentrale will die Ermittlungen wohl einstellen.
Das heißt also, dass sie aufgeben.
Es tut mir leid. - Mir auch.
Ich hab hier angefangen, als ihr Kind verschwunden ist.
Wirkte nicht wie eine Entführung, keine Lösegeldforderung.
Ist ja schrecklich.
Mhm. Diese Unsicherheit, ob's ein Unfall war.
Oder was noch Schlimmeres. - Das ist wirklich übel.
Es ehrt dich, dass du beschlossen hast, dich den Guten anzuschließen.
Aber?
Dass du grade hierher kommst, das ...
.. nehme ich hin.
Aber zähneknirschend. - Solange du nichts vermischt.
Keine Sonderbehandlung. - Gibt's hier auch nicht.
* Er öffnet und schließt eine Schublade. *
Hier. Dein Ausweis.
Und deine Waffe.
Jetzt bist du ein Bulle.
* nachdenkliche Musik *
Hört mal her.
Lieutenant Cross ist auf Probe hier. Im früheren Leben war sie Anwältin.
Sophie.
Okay. Um es kurz zu machen:
Cross ist mit Abstand die Beste ihres Jahrgangs,
die Beste seit Jahren.
Sie fängt heute hier an und ich erwarte von euch,
dass ihr ihr helft.
Aber nur weil sie mit unserem Chef schläft,
müsst ihr sie nicht schonen.
(schmunzelnd:) Aber eifersüchtig dürfen wir sein, oder?
Da du dich so freundlich anbietest, kümmerst du dich um die Neue.
* Tür wird geschlossen. *
Amina. Freut mich. - Ebenfalls.
Der kleine Wichtigtuer, das ist Fred Fontaine.
Freut mich wirklich sehr. Willkommen im Team.
Danke. - Du kannst dich setzen.
Fred zeigt dir, wie du ins Netz kommst.
Ja, sehr gern. - Okay.
Hm.
* nachdenklicher Laut *
Ist sehr mutig, von der Anwältin zur Polizistin zu wechseln.
Ich weiß nicht. - Warte, bis du dein Gehalt siehst.
* Lachen *
Das war ein Scherz.
* leises Stimmengewirr, Tippgeräusche *
(leise:) Nein, wir brauchen niemand mehr.
* leises Piepsen * Alles klar, danke.
Ist er verletzt? - Nein, dem Arschloch fehlt nichts.
Er ist nur bekifft.
Ich hab ihm eine verpasst, weil er abhauen wollte.
* fernes Hundebellen *
Geht es Ihnen gut, Monsieur?
Nicht wirklich, Chef.
Dürfte ich Sie bitten auszusteigen?
* düstere Musik *
Können Sie mal den Kofferraum öffnen?
Den Kofferraum.
Ja, und zwar jetzt.
* düstere Musik *
Klar.
* Musik wird spannungsvoller. *
* düstere Musik *
Läuft alles oder brauchen Sie Hilfe?
Für ein Passwort? Seh ich so alt aus?
So hab ich das nicht gemeint, ich wollte Sie nicht beleidigen.
Dann hör auf, mich zu siezen. - Okay.
Okay, sehr gut.
Wenn man in Ihrem Alter ist, in deinem Alter,
das Alter im Allgemeinen ist mir sowieso ziemlich ...
Da kannst du alle fragen.
Willst du einen Kaffee? - Nein, danke.
Lieber nicht? Gut, auch gut.
* Handyklingeln *
Dequesne?
Welche Kreuzung?
Okay, okay, wir kommen. Wir müssen los.
Okay.
Sophie, komm gleich mit.
* nachdenkliche Musik *
*
Was gibt's?
Ein Autounfall und eine Leiche im Kofferraum.
Der Typ hat ein mieses Karma.
Okay, wer ist der Fahrer? - Er hier.
Loïc Danvers.
* Schnauben *
Und wie erklärt er das? - Missverständnis, sagt er.
Na klar, er ist bei uns
wegen Drogen und unerlaubtem Waffenbesitz aktenkundig.
Und das Opfer, wer ist das? - Irgend so ein Typ.
Aber ohne Papiere.
Okay, kümmerst du dich um die Leiche, hm?
Wir verhören den Verdächtigen. - (leise:) Mhm.
* Räuspern *
Was denn?
Ich versteh schon.
Du willst sie gleich wieder vergraulen, hm?
Nein. - Na sicher.
Bei einer Praktikantin würd ich's nicht anders machen, klar?
Na, und, Loïc? Bist du jetzt auch ein Mörder?
Mit der zweiten Geige red ich nicht. Ich will mit Deville sprechen.
Sag schon, wer die Leiche im Kofferraum ist. Na?
Ich warte.
* ferne Funkdurchsage *
* Seufzen *
(leise:) Na dann.
* düstere Töne *
Darf ich mal?
Danke.
War er ein unzufriedener Kunde?
Oder ein Konkurrent, der zu gierig wurde?
* Kameraklicken *
Hey, Loïc.
Dir ist klar, der echte Täter türmt vielleicht, während du schweigst.
Wir wissen beide, du wirst reden. Wie wär's, wenn du das abkürzt?
* düstere Töne *
Und?
Um die 40, verheiratet, teurer Anzug, italienische Schuhe.
Ein wohlhabender Mann, der auf sich achtet.
Mhm. - Hier.
Manikürte Hände und ein Familiensiegelring.
Gar nicht übel. - Besser als gar nicht übel.
Wenn man's mit deiner ersten Leiche vergleicht.
Er musste ins Krankenhaus. - Nur gegen Flüssigkeitsverlust.
Ich hatte mich ein bisschen übergeben.
Bisschen? - Ein großes bisschen.
* Schmunzeln *
Fred, halt mal Gabriel auf dem Laufenden.
Mhm. - Ich seh Vermisstenanzeigen durch.
Äh, was mach ich?
Äh, die Akte Danvers ausdrucken.
Und auswendig lernen.
* Tür wird geschlossen. *
* Handschellen werden geöffnet. *
Fuck, Chef, bin ich froh dich zu sehen, echt.
Dann enttäusch mich nicht. - Das ist total irre.
Ich komm von Sport, ja?
Geh zum Kofferraum meiner Karre, um die Tasche reinzulegen.
Dann bamm, Riesenschock. Es liegt eine Leiche drin.
Du schließt dein Auto nicht ab, bei der Ware, die du rumschleppst?
Ich schwöre, ich schließ immer ab.
"Keine Ahnung, wie der reingekommen ist."
"Ich hab nichts damit zu tun." - Kennst du das Opfer?
Nie im Leben gesehen. - Gut, weiter.
So genau weiß ich das nicht mehr, ich war voll durch den Wind.
Wenn man die Leiche bei mir gefunden hätte ... Verstehst du?
Mh. - Die musste weg.
Und zwar sofort. - Wenn du meinst.
Und wie genau wolltest du das machen?
Ich dachte ...
.. an den Wertstoffhof. - Am helllichten Tag?
Natürlich, daran hatten wir nicht gedacht.
Wenn du noch einen Klappstuhl zu entsorgen hast,
machst du alles in einem. - Nein, ist schon gut.
Ja, ich konnte nicht klar denken.
"Ihr müsst mir glauben. Ich schwör, ich sag die Wahrheit."
"Bist du umgezogen?" - Nein, nein.
Wie kommst du auf die Umgebungsstraße?
Führt die in Richtung Wertstoffhof? - Also, nein.
Nein. - Nein.
* düstere Musik *
Ich musste damit rechnen, verfolgt zu werden.
Ich hab wohl nicht aufgepasst. - Gehen wir.
Okay, einverstanden, ist gut, Chef. Ich hab mich eventuell verfahren.
Der Stress, die Panik, ich weiß schon.
Chef, ich schwör's, ich hab ihn nicht umgelegt.
Lass dir was Besseres einfallen! - Fuck!
Und, hat er ausgepackt?
Ich denke, morgen ist er gesprächiger.
Wenn er nicht unschuldig ist. - Wie kommst du darauf?
Sein Täterprofil. Er wurde nur zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
Ohne Anwalt säße er längst im Knast.
Das Opfer würde eventuell noch leben.
Sonst was Neues?
Ja. Bastien Danglard, 45 Jahre, Chirurg.
Seit gestern Abend 23 Uhr 30 von seiner Frau als vermisst gemeldet.
Sein Handy war stumm geschaltet. - Er war also ein Chirurg.
Würde die Maniküre erklären.
Kümmert euch um Danvers: Handy, Einzelverbindungen, Kontakte,
Reisen, volles Programm. Wir fahren zu dem Chirurg.
Schick mir die Adresse per SMS. - Alles klar.
Los, worauf wartest du?
Danke fürs Mitnehmen.
Du hörst einfach zu.
Und lernst.
Da siehst du: Gabriel weiß, was man Praktikanten zumuten kann.
Mach die Handydaten.
* ferne Vogellaute *
Guten Tag. Eva Danglard? - Ja?
Capitaine Deville. Und Lieutenant Cross.
Ist was mit Bastien? - Dürfen wir eintreten?
Dann können wir reden.
Ja, bitte kommen Sie. - Danke.
Gibt's Neuigkeiten? Haben Sie meinen Mann gefunden?
Ich muss Ihnen ein paar Fragen stellen. - Ja.
Wann haben Sie ihn zuletzt gesehen?
Gestern Morgen, bevor er zum Krankenhaus gefahren ist.
Und seitdem nichts mehr gehört? - Doch.
Setzen Sie sich. - Vielen Dank.
Er hat gestern Abend aus dem Krankenhaus angerufen,
um zu sagen, er wird 20 Minuten später kommen.
Seitdem nichts mehr. - Um wie viel Uhr kam der Anruf?
22 Uhr 22, 17 Sekunden.
Ich weiß es auswendig, weil ich so oft auf mein Handy gestarrt habe.
Waren Sie allein hier?
Nein. Meine ältere Schwester Zoë war hier.
Ist Ihr Mann in letzter Zeit bedroht worden?
Nein, nicht dass ich wüsste. Wieso?
Hat er mit Drogen zu tun?
Nein, er ist Chirurg. - Na ja, viel Stress.
Er ... wäre nicht der Einzige. - Oh Gott.
Sagt Ihnen der Name Loïc Danvers was?
Nein, nichts.
Das ist er.
Sehen Sie genau hin. - Den hab ich noch nie gesehen.
Was ist los, Sie machen mir Angst. - Es ...
Trägt Ihr Mann einen Siegelring? * leise Musik *
Ja.
(gerührt:) Den hat er von seinem Vater.
Mit einem gefassten Stein?
Ja.
Ist das schlimm?
Es tut mir aufrichtig leid, Madame.
Der Mann, den wir gefunden haben, hat keine Papiere dabei.
Wir müssten Sie bitten, ihn zu identifizieren.
* düstere Musik *
* Schniefen *
Ist es kalt draußen? - Ja.
Werd ich einen Mantel brauchen?
(leise:) Wo sind jetzt meine Schlüssel?
(leise:) Was sollte das, verdammt?
Du solltest zuhören und lernen. - Warum ihr noch Hoffnung machen?
Wir haben ihn auf dem Foto erkannt.
Denkst du, ich mache das aus Sadismus?
In ihren jetzigen Zustand hat eine weitere Befragung keinen Sinn.
Ich wollte ihr nur ... - Sophie.
Du bist keine Sozialarbeiterin. Sondern Bulle.
Das Einzige, was wir für Sie tun können,
ist, den Mörder ihres Mannes zu finden.
Das ist alles.
* ernste Musik *
* Musik wird düsterer. *
Madame.
Kommen Sie.
Meine Kollegen werden sich um Sie kümmern.
Wie geht's, meine Schöne?
* Kusslaute *
Es geht. - Und Thomas?
Ein bisschen nervös. Ist mein erster Tag.
Ja, das hab ich gehört.
Nicht schlecht, Deville.
Sie bieten ihr ja richtig was. - Ja, ja.
Können Sie denn schon was sagen? - Schussverletzung.
Die Kugel ging in die Leber. Kaliber neun Millimeter vermutlich.
Uhrzeit?
Zwischen 20 und 24 Uhr gestern Abend.
Muss die Autopsie noch bestätigen.
Sie können mir gern dabei zusehen. - Das werd ich sicher nicht.
Gehen wir.
Wollt ihr uns am Wochenende zum Essen besuchen?
Wir wollten grillen, wenn das Wetter schön ist.
Aber gern. Rufst du Emma an?
Mach ich. - Ciao.
Du bist mit dem verrückten Germanen befreundet?
Im Ernst? Komischer Kerl, hm?
Du bist ja auch mit Dealern befreundet.
Ja.
Eine Grillparty mit einem Pathologen, das hat doch was.
* Lachen *
Wohl wahr.
* Nachrichtenton *
* Handyklingeln *
Ja, Amina?
* Kameraklicken *
Keine Anzeichen eines Kampfes.
Seine Schlüssel lagen am Boden, die Alarmanlage war aus.
Habt ihr die Patronenhülse? - Nein.
Weder Hülse noch Blutspuren.
Und die Überwachungskameras? Bringen die uns weiter?
Gut, hier stand das Auto des Chirurgen.
Kamera eins befindet sich hier, Kamera zwei war dort.
Ja, ja, ist immer das Gleiche. Verdammter toter Winkel.
Der Täter hat den Ort vorher ausgekundschaftet.
Okay. Danke.
Gut. Danvers wartet auf den Chirurgen, schießt auf ihn
und nimmt die Leiche mit. - Nachdem er aufgeräumt hat.
Bei einem Schuss in die Leber verliert man viel Blut,
es gab keine Spuren. Weggewischt?
Ich glaube, auf dem Boden lag eine Plane,
mit der er transportiert wurde. - Danvers wird oft nervös.
Er würde sich das nicht ausdenken. - Überlass das Blabla seinem Anwalt.
Die Leiche will er später entsorgen?
Ist gut, Sophie, danke. Genug für den ersten Tag.
Wir reden nur. - Grüble zu Hause weiter.
Mh ...
Entschuldige, Sie hat nicht unrecht. - Gut, was ist mit Danglards Handy?
Stumm. Seit dem letzten Telefonat mit seiner Frau.
Der Akku wurde wohl zerstört. - Dann bis morgen.
Was Neues von Danvers?
Sein Handy wurde nahe des Kinos geortet.
Es gibt eine Lücke. Von halb zehn bis etwa elf Uhr abends.
Das Kino ist nahe der Uniklinik, es passt.
Da haben wir was. Morgen machst du dem Labor Dampf.
Toxikologische Analyse, Herkunft der Plane,
Fingerabdrücke, alles.
Du fragst Loïc, wo er zwischen 22 und 23 Uhr war.
Hab ich schon. Er sagt, er war bei seiner Frau.
Wir haben sie für morgen vorgeladen. - Hervorragend. Bis dann.
* Schmunzeln *
Er war fies zu Sophie.
Du kannst es ja wiedergutmachen. * Lachen *
Ich wusste, das macht dich eifersüchtig.
* Meeresrauschen *
* Vogellaute *
Wie geht es dir?
Mh, muss ja.
Wie jedes Jahr um die Zeit.
Und dein neuer Job? Wie läuft's?
Läuft.
Uh. * Lachen *
Klingt begeistert.
Ich konnte dort das erste Mal seit Langem
wieder unbefangen lachen.
Das bedeutet nicht, du hast deinen Sohn vergessen.
Und das von dir?
Ich hab auch gute Momente.
Unsere Zeit in der Gesprächsgruppe ...
Dieser Spaziergang ...
Unsere Kinder sind uns nahe.
Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen,
dass wir nicht dauernd an sie denken.
Seit wann bist du so gelassen?
Das bewirkt wohl dein guter Einfluss.
Tatsächlich? - Mhm. Ich schwör's.
Ich denke, ich geh auch aus der Gruppe raus.
Meinetwegen? - Nicht nur, aber ... auch.
* nachdenkliche Musik *
Kommen Paare jemals über so was hinweg?
* Durchatmen *
Das ist eine Frage des Glaubens.
Des Vertrauens ... zum anderen.
Von beiden.
* Vogellaute *
* nachdenkliche Musik *
* Schrittgeräusche *
Los, erzähl. Von deinem ersten Tag.
Eigentlich ziemlich gut.
Amina dachte, ich breche bei meiner ersten Leiche zusammen.
Aber nein.
Und was noch?
* Sie stellt das Glas ab. *
Ich sollte besser nicht alles vermischen.
Das ist normal, das gehört dazu.
Hast du sie angewiesen, Arthur nicht zu erwähnen?
Nein. Nein, nein, ich ...
Möglich, dass ich mich falsch ausgedrückt habe.
Lieb gemeint, aber das hilft mir nicht.
Ich will keine Sonderbehandlung.
Für mich bist du was Besonderes.
* Schnauben *
Ich musste mich den ganzen Tag zwingen,
nicht runter zu gehen und zu sehen, wie's für dich läuft.
Ich geh nach oben.
Kommst du?
Nein, geh nur, ich komm später nach.
Mh ... - Okay.
* leise Schrittgeräusche *
* leise traurige Musik *
*
* nachdenkliche Musik *
* nachdenkliche Musik *
* leises Schrittgetrappel *
Wie schön, dich zu sehen.
Danke. Guten Tag.
Lieutenant Dequesne, Fontaine. - Guten Tag.
Schön, dass Sie da sind. Nehmen Sie Platz.
Ich hatte nicht wirklich eine Wahl. Aber wenn ich Loïc helfen kann.
Sein Papa fehlt ihm. Wann kann er denn gehen?
Wir müssen ein paar Dinge prüfen.
Zum Beispiel, wo Loïc vorgestern zwischen 22 und 23 Uhr war.
Vorgestern, ähm ...
Dienstag.
'tschuldigung, der Kleine zahnt, ich verlier das Zeitgefühl.
Äh, er ist zu Hause gewesen. Bei mir.
Kann das jemand bestätigen? - Tut mir leid. Der Zwerg war da.
Aber er sagt noch nichts. - Und was haben Sie gemacht?
Haben Sie was im Fernsehen angesehen?
Wir haben ausgenutzt, dass der Kleine geschlafen hat.
Was heißt das? - Wir haben uns geliebt.
Sex hatten wir, richtig heiß. Gibt's was Besseres?
Mh ...
* Amina räuspert sich. *
Ähm, gestern Morgen ist Loïc mit dem Auto weggefahren.
Wissen Sie, wohin?
Mh, keine Ahnung, ich hab noch geschlafen.
Geschlafen? - Ja.
Warten Sie am Empfang, bis das Protokoll angetippt ist,
dann können Sie unterschreiben.
Ich arbeite als Tänzerin und ich brauche meinen Mann.
Sonst kann sich niemand um das Baby kümmern, während ich arbeite.
Lassen Sie ihn frei? - Nehmen Sie sich einen Anwalt.
Sie können Prozesskostenhilfe beantragen.
Danke. - Marion.
Danke Ihnen. - Kommen Sie bitte.
Irgendwie rührend, hm? Also, mich hat sie berührt.
Ja, aber sie lügt. - Kann sein.
Ich fände es toll, wenn eine Frau mich mal so verteidigen würde.
Das hat mir imponiert. - Schreib du schön Protokoll.
Amina!
Jetzt haben wir seine Frau verhört. - Hat uns das weitergebracht?
Nein, würd ich jetzt nicht sagen.
Unschuldig, schuldig.
Ihr könnt so froh sein, dass ihr mich habt.
Wir fangen eigentlich um acht an.
Ich hab aber eine gute Entschuldigung.
Hm. Von deinen Eltern?
Was ist denn mit Danvers' Alibi?
Seine Frau bestätigt alles. Du hast sie knapp verpasst.
Amina glaubt, dass sie lügt. Nicht wahr?
Ich würde mit Danvers gern was versuchen.
Oah, davon würd ich dir abraten. Falls Deville ...
Warte, warte. - Nein.
Erzähl mal.
Danvers?
Lieutenant Cross möchte Ihnen ein paar Fragen stellen.
Eher eine Geschichte erzählen.
Ja, toll, hören Sie mal ... - Scht! Du hörst zu.
* Durchatmen *
Früher war ich Anwältin
und hab oft Leute wie Sie verteidigt, Monsieur Danvers.
Ein Fall ist mir in Erinnerung geblieben.
Eines Nachts bricht ein Mann in ein Haus ein, durchsucht alles,
und als er ins obere Stockwerk geht, findet er die Leiche einer Frau.
Durchgeschnittene Kehle.
"Mein Mandant hatte mit dem Mord nichts zu tun."
"Trotz meiner Ratschläge hat er beschlossen,
den Einbruch zu leugnen."
"Die Polizei hatte genug Beweise für zehn Verurteilungen."
Da er bei den Einbrüchen gelogen hatte,
glaubte ihm im Prozess niemand,
dass er nicht der Mörder der Frau war.
Am Ende bekam er lebenslänglich mit Sicherungsverwahrung.
So wird's Ihnen auch ergehen, wenn Sie weiter lügen.
Fuck!
Ich hab den Doktor nicht umgelegt.
Während Ihres Verhörs wurde die Identität des Opfers nie erwähnt.
Egal, ich hab den Typ nie zuvor gesehen.
Woher wissen Sie dann, dass er Arzt war?
* nachdenkliche Musik *
"Sie haben ihn gekannt."
Lebenslänglich, denken Sie nach, Loïc.
Okay.
Ich kannte den Quacksalber.
Ja.
Er war ein Kunde.
Kokain, ja.
Normal Speed, aber sonst immer viel Koks, ja.
"Immer bar bezahlt, keine Scherereien."
"Der war in Ordnung."
Aber ich schwör's ...
.. ich hab ihn nicht umgebracht.
Genau das hab ich mir gedacht. Nur ein kleiner Dealer.
Es erklärt nicht, wie die Leiche ... - Was läuft denn hier?
Es war meine Idee. - Ich übernehm die Verantwortung.
Ruhig, du kommst noch dran.
Wer hier wann vernommen wird, entscheide ich.
Hältst du dich für clever?
Er kannte den Arzt, er lag wohl nicht zufällig im Kofferraum.
Die Frau hat ihn bestätigt.
Schafft er kein Geld ran, steht sie auf der Straße und das Kind.
Das hat Frau Rechtsanwältin nicht bedacht.
Hauptsache, eine Solonummer abziehen und alte Fälle zitieren.
Das war alles frei erfunden. - Der Arsch denkt, du glaubst ihm.
Von dem erfahren wir nichts mehr.
Findet was Handfestes, verflucht!
Amina, in mein Büro. - Scheiße.
Ich hätte das nie erlauben sollen.
Dabei bricht er auch gern mal die Regeln.
Er ist der Chef. Aber Amina tut mir leid.
* Durchatmen *
Amina, was hast du mit Cross für ein Problem?
Ich weiß nicht, was du meinst.
Du bist viel zu intelligent,
um eine Anfängerin einen Kronzeugen verhören zu lassen.
Sie war früher Anwältin, sie kennt sich mit Verhören aus.
Sieht eher aus, als hättest du sie reinlegen wollen.
Echt, ich hab keine Ahnung, worauf du hinaus willst.
Du wirst es weit bringen.
Aber nicht allein.
Also regle dein Problem mit ihr.
Noch so eine Scheiße und es gibt einen Verweis, klar?
Darf ich wieder gehen? - Na los.
* Durchatmen *
* Handy vibriert. *
Danke für den Rückruf, Elise.
Hast du was rausgefunden?
* Türklopfen * Ja?
Ich hab von der Staatsanwaltschaft erfahren,
Eva Danglard hat vor zwei Jahren
ihren Mann wegen häuslicher Gewalt angezeigt.
Das recherchiert man vorher.
Oder hast du das vergessen? - Ich hab nichts vergessen.
Anonyme Anzeige, sie wurde dann eingestellt.
Wegen Verfahrensfehlern? - Aus Mangel an Beweisen.
Damit hätte die Witwe ein Tatmotiv.
Was, nach zwei Jahren? Bisschen spät, oder?
Vielleicht hat er wieder angefangen.
Sie hat es nicht mehr ertragen und ja, ihn ermordet
und Danvers bezahlt, die Leiche zu entsorgen.
Ihre Schwester hat bestätigt, sie waren zur Tatzeit zusammen.
Meiner Schwester würde ich auch ein Alibi geben.
Ach ja. Würdest du das? - Aufhören!
Das muss doch wirklich nicht sein.
* düstere Musik, leises Stimmengewirr *
Bastien war ein wunderbarer Mann, sensibel, aufmerksam.
Doch wenn er Koks nahm ...
".. flippte er aus."
"Ich wollte, dass er aufhört."
Eines Abends war es so ... so schlimm, dass er mich verprügelt hat.
Obwohl es mir das Herz gebrochen hat, hab ich ihn angezeigt.
Aber es hat nichts genützt. - Doch.
Bastien hat verstanden, wie ernst es mir war und damit aufgehört.
Ohne Wenn und Aber.
Na gut, aber ...
.. warum haben Sie uns nichts gesagt?
* Durchatmen, düstere Musik *
Das war ja schon so lange her.
Ich wusste noch nicht,
dass er tot war, als Sie mich befragt haben.
Ich hatte Angst ...
.. dass Sie aufhören, ihn zu suchen, wenn ich die Drogen erwähne.
Dann ist Danvers immer noch im Rennen.
* Nachrichtenton *
Das Labor.
Demnach hat der Arzt keine Drogen genommen.
Weder am Dienstag noch in den zwei Wochen davor.
Also kein Ärger mit seinem Dealer.
Die DNA-Untersuchung der Leiche? - Nichts.
Die Plane? - Nichts gefunden.
Scheiße. Ich sag dem Staatsanwalt, dass wir ihn laufen lassen.
(leise:) Das gibt's doch nicht. * Seufzen *
Also, alles zurück auf null. - Nein, warte.
Danvers wollte immerhin die Leiche verschwinden lassen.
Wir kriegen ihn wegen Beihilfe dran.
Beihilfe nach der Tat gibt's nicht.
Wir könnten ihm nur vorwerfen, die Leiche nicht gemeldet zu haben.
Die haben mich rausgelassen.
* fernes Hupen *
Ich komm vorbei.
Ich nehm mir ein Taxi. Nein, keine Sorge, alles cool.
* Motor wird gestartet. *
* erwartungsvolle Musik *
* andächtige Musik *
* erwartungsvolle Musik *
* fernes Meeresrauschen *
* leise gespannte Musik *
* neugierige Musik *
* lässige Clubmusik *
Hallo, ich suche Monsieur Guillaume. - Warte hier.
Hi, Julie. - Hallo.
* lässige Clubmusik *
*
Tag, Monsieur Guillaume.
Du legst neuerdings Kunden um?
Ich hab nichts damit zu tun. Sie kennen mich, Monsieur.
Sonst hätten mich die Bullen nicht laufen lassen.
Wer war's dann? - Ich hab mir das Hirn zermartert.
Wer immer mir das anhängen will, war kein Anfänger.
Zufall war's noch weniger.
Vielleicht die Konkurrenz. - Und die Polizei?
Die wissen, du hast den Arzt beliefert.
Ich bin kein Spitzel, Sie kennen mich.
Jemand will mich reinlegen. Das ist so was von klar.
Ich schwör's beim Grab meiner Mutter.
Ich hör mich um. Du machst erst mal Ferien.
* lässige Clubmusik *
Bestell, was du willst. Geht auf mich.
Danke, Monsieur Guillaume.
Du weißt, dass du hier nicht rauchen darfst.
Raus mit dir.
* Tür wird geschlossen. *
* dumpfe Clubmusik von drinnen *
* düstere Musik *
* Musik wird spannungsvoller. *
* Musik wird leiser. *
* Waffenklicken *
* düstere Musik *
* Schuss mit Schalldämpfer, Ächzen *
* gurgelnde Laute *
* Flaschenklirren *
* angestrengte Laute *
* lässige Clubmusik *
Spitze. Mach es genau so heute Abend und gut.
Toll.
* düstere Töne, ferne Sirenen *
* unheilvolle Musik *
* Erschrecken *
* hektisches Atmen *
* Kameraklicken *
Eine der Angestellten hat ihn gefunden. Keine Zeugen.
Eine einzige Kugel, keine Hülse. - Wie bei Danglard.
Was bedeuten würde, Danvers hat den Arzt nicht umgebracht.
Entschuldigung? - Mh. Ja?
Danvers' Frau wartet drinnen. - Mhm.
Sie fragt nach ihrem Mann. - Na gut, gehen wir.
* Seufzen *
* leises Stimmengewirr *
* Babylaute *
Madame.
Was ist los? Warum kann ich Loïc nicht sehen?
Woher wussten Sie, dass er hier war? - Er sagte, er wolle etwas klären.
Er wollte was klären? Mit wem? - Hat er mir nicht erzählt.
Finden Sie nicht, das ist der falsche Ort für ein Kind?
Er sollte auf ihn aufpassen. Was soll ich tun? Ich muss arbeiten.
Sie sind doch Tänzerin. - Ich arbeite hier.
Was? Habt ihr Loïc wieder festgenommen, oder was?
Wir haben leider keine guten Nachrichten.
Was ist denn? - Sophie?
Nimmst du mal den Kleinen bitte?
Kommen Sie, Madame.
Na, du?
So, du Süßer.
Ganz lieb, ja? Bis gleich.
* beruhigendes Zureden *
Alles wird gut.
* Babylaute * Ja, ist ja gut.
Deine Mami kommt gleich wieder, alles wird gut.
Nein ... * düstere Musik *
Nein! Das ist doch nicht möglich. - Sch ...
Du bist ein ganz tapferer Junge. - Nein. Wie kann das sein?
Bleib ganz ruhig. - Das ist nicht wahr! Nein!
* Schluchzen *
Wir haben den Besitzer des Clubs eingesammelt.
Er heißt Guillaume. - Thierry Guillaume.
Mhm. - Gabriel will ihn verhören.
* düstere Musik *
Thierry, hören Sie auf! Hören Sie auf, mich zu verarschen!
Jeder weiß, Ihr Laden fungiert nur als Tarnung
für Ihre miesen Drogengeschäfte.
Unser toter Freund Danvers hat für Sie als Dealer gearbeitet.
Glauben Sie mir, damit hab ich nichts mehr am Hut.
Und Danvers, seine Frau arbeitet für mich.
Daher ist er mir natürlich bekannt.
Und er? Seine Frau arbeitet nicht für Sie?
* Durchatmen *
Lassen Sie sich Zeit, ich hab's nicht eilig.
* düstere Musik *
Kenn ich nicht. - Mhm.
Einer von Danvers' Kunden.
Er lag tot im Kofferraum.
Danvers' Frau sagt, Sie beide hatten was zu regeln.
"Was war das?"
"Woher soll ich das wissen?" - "Schluss jetzt."
"Ich werd Ihnen mal sagen, wie ich es sehe."
Danvers will dem Chirurgen was verkaufen.
Es gibt Streit, er tötet ihn. Aber das ist nicht irgendein Loser.
Das ist nicht gut fürs Geschäft, wenn das bekannt wird.
Also wird Loïc als abschreckendes Beispiel umgelegt.
Ich habe eine Vergangenheit, das leugne ich nicht.
Doch meine Unschuld wurde bewiesen, ich halte mich an die Regeln.
"Oh, nein, nein, nichts wurde bewiesen."
"Du bist nur dank eines Verfahrensfehlers davongekommen."
Ich hatte eine tolle Anwältin.
* nachdenkliche Musik *
* Tür fällt zu. *
* Durchatmen *
* nachdenkliche Musik *
Kaffee? - Nein, danke.
Fred? - Bloß nicht.
Ich bekomm sonst wieder kein Auge zu.
Sag mal, wegen diesem Guillaume. - Mhm.
Ich an seiner Stelle hätte Danvers
nie in meinem eigenen Club umgelegt, oder?
Das könnte vor Gericht ein Argument für die Verteidigung sein,
verstehst du? - Es gibt keine Schmauchspuren.
Weder an ihm, seiner Kleidung oder den Händen.
Er ist nicht sauber. Heute Nacht bleibt er hier.
In diesem Sinne: gute Nacht.
Alles okay? Wo warst du? - Ein kleiner Durchhänger.
Ich gehe.
Bis morgen.
Bis morgen. - Bis morgen.
Scheint der Abend der kleinen Durchhänger zu sein, oder?
Er erwischt jeden. Bei mir ist es genau anders rum.
Ich steh voll unter Adrenalin. Ich bin nicht müde.
Was soll ich sagen?
Dank einer wundersamen Fügung hab ich zu Hause zwei kühle Bierchen,
und die warten da nur auf eins:
Dass zwei Menschen, die sich nahestehen, sie hervorholen,
sie zärtlich öffnen und den Moment gemeinsam genießen.
Dann trink auf mein Wohl, Fred. - Mhm.
Ja, aber weißt du? Das hab ich mir schon gedacht.
Mhm. - (lachend:) Ich kenn dich doch.
Bis morgen. - Alles klar.
Aber glaub mir: Eines Tages wirst du meinem Charme erliegen, Amina.
Und soll ich dir noch was sagen?
Auf diesen Tag bin ich vorbereitet. * Er lacht. *
Ja, lach ruhig, du wirst schon sehen.
* Er lacht. *
* Tür wird geöffnet und geschlossen. *
* Schlüsselklirren *
Du bist noch wach?
Ich hab gewartet.
* nachdenkliche Musik, fernes Meeresrauschen *
* Vogellaute *
* ferne Hupe *
* nachdenkliche Musik *
* Musik wird düsterer. *
(* fernes Kinderlachen *)
(* Kinderlaute *)
* Tür wird geöffnet. *
Madame Cross, guten Tag. * Tür wird geschlossen. *
Verzeihung, Lieutenant Cross. Was kann ich für Sie tun?
Eine Aussage, die nicht zu den Akten gefügt wurde.
Man hat meinen Sohn eine Woche nach der Entführung gesehen.
Sie meinen, nach dem Verschwinden. - Das ist das Aktenzeichen.
Wieso wurde die Spur nicht weiterverfolgt?
Ich weiß nicht. Was steht im Protokoll?
Es gibt keines.
Das heißt wohl, dass die Aussage wertlos war.
Bei so was erhalten wir alle möglichen Hinweise.
Die Akten erwähnen die Aufzeichnung eines Telefonats.
Kann ich es anhören?
Sie sind nicht mehr bei der Staatsanwaltschaft.
Es gibt Regeln. Ich darf Ihnen da gar nicht helfen.
Aber wenn diese Zeugenaussage wertlos ist?
Mhhh ...
* Schrittgeräusche *
Also weiß Ihre Frau nicht, dass Sie hier sind?
Wollen Sie es Ihr denn später erzählen?
* leise Musik *
Das weiß ich noch nicht.
Ich hab in ihrer Akte gelesen,
Ihre Frau ist seit Kurzem bei der Kripo.
Wie geht's Ihnen damit?
Als sie sagte, sie will die Polizeischule besuchen ...
.. hielt ich's für einen Scherz.
Aber dann dachte ich mir ...
.. vielleicht ist das gut.
So was wie ein Neuanfang.
Aber?
Nichts.
Es hat nicht viel geändert.
* düstere Musik *
Mein Sohn fehlt mir, wissen Sie?
Er fehlt mir wirklich sehr.
* Durchatmen *
Aber man muss weitermachen, um nicht verrückt zu werden.
Haben Sie den Eindruck, Ihre Frau kann mit der Sache nicht abschließen?
Sie durchwühlt immer noch Ermittlungsakten.
Sie weigert sich, Arthurs Zimmer auszuräumen.
Und würden Sie ihr gern helfen?
* düstere Musik *
Seit einer Weile frag ich mich ...
.. ob es eine gute Idee wäre, noch mal ein Kind zu bekommen.
Haben Sie ihr das gesagt?
Dann würd ich sie verlieren.
* fernes Hupen *
* ferne Mofageräusche *
(Aufzeichnung, Frau:) "Vermissten- stelle, Loriol am Apparat."
(Mann:) "Guten Tag, ich heiße Charles Petit."
"Ich habe grade die Vermisstenanzeige gesehen,
mit dem kleinen Jungen, Arthur Leclercq."
"Ja, Monsieur?"
"Ich hab den Kleinen nahe dem Strand gesehen,
am Tag des Verschwindens, mit 'nem Kerl."
"Hat der Kleine sich gewehrt oder geschrien?"
(lachend:) "Äh, nein."
"Er hat ein Eis gegessen."
"Es gibt doch eine Belohnung, oder?"
* düstere Musik *
(Frau:) "Sprechen wir vom gleichen Jungen?"
"Neun bis zehn Jahre alt, grünes T-Shirt?"
"Äh, ja. Ja, sicher."
"Wissen Sie, was Sie eine Falschaussage kosten kann?"
* Besetztton *
* verzweifelte Laute *
* düstere Musik *
* verzweifelte Laute * Verdammt!
Danke dir. - Na klar.
* Papierrascheln *
'tschuldigung. Ich mach's gern etwas spannend.
Hmm ...
Für mich handelt es sich um ein und denselben Mörder.
Warum? Gibt's schon ballistische Daten?
Ich hab die beiden Kugeln ins Labor geschickt.
Ich zweifle nicht, dass sie aus derselben Waffe stammen.
Was macht Sie da so sicher?
Die Einschussstelle,
die Schussentfernung, der Eintrittswinkel.
Und das Aussehen der Wunde. - Okay.
Danglard.
Danvers.
Hm. - Verblüffend, oder?
Also, Danglard bekam eine Kugel in die Leber.
Und Danvers auch? - Hmm.
Irre.
* Stimmengewirr *
Könnte aber auch Zufall sein. - Schön wär's.
Danvers wurde auch in die Leber geschossen.
* Seufzen *
Irgendwas Neues? - Nichts Handfestes.
Alle mal herhören. Der Staatsanwalt hat angerufen.
Zwei Dinge: Wir lassen Thierry Guillaume wieder laufen.
Was nicht heißt, er ist unschuldig, wir haben nur zu wenig in der Hand.
Das andere ist wichtiger:
Offiziell gibt's zwischen den Morden keine Verbindung.
Man befürchtet sonst eine Panik.
Zwei isolierte Morde wirken weniger bedrohlich
als ein möglicher Serienkiller.
Ich brauche Antworten, und zwar ziemlich schnell.
Vielen Dank.
* Handyklingeln *
Ja, Alain?
Ja, wo denn? In der Galerie?
Hast du eine Adresse?
Ich komme in einer Viertelstunde. Bis gleich.
* leises Stimmengewirr *
Schon wieder ein Date mit einer deiner Quellen?
Mittagspause.
Du hast gehört, was der Chef gesagt hat?
* nachdenkliche Musik, Stimmengewirr *
* ferne Vogelrufe *
* Tür fällt zu. *
* nachdenkliche Musik *
Ich habe geträumt, ich war bei meiner Tochter, als sie den Unfall hatte.
Sie ist in meinen Armen gestorben.
Ich sagte, sie solle keine Angst haben.
Ich sei da.
* fernes Meeresrauschen *
Was hat deine Tochter glücklich gemacht?
Arthur liebt alles, was fliegt. Alles.
Kennst du diese chinesischen Laternen mit der Kerze?
Er hat so gestrahlt, dass er seine hat fliegen lassen.
Daran halte ich mich fest, wenn's mir schlecht geht.
Lola ...
* gerührte Laute *
.. hat tanzen geliebt.
Ballett und Oper.
Ihr erstes Tutu ...
.. sie hat eine Woche damit geschlafen.
Ach ... es tut mir leid, dass ich dich hergelockt habe,
um mir beim Heulen zuzusehen. - Jetzt bist du mal dran.
Ich hatte ja einen Vorsprung.
Und du?
(seufzend:) Mal so, mal so.
Ich dachte, ich hätte eine Spur, aber ... es war nichts.
Du suchst ihn weiter. - Ja, natürlich.
Entweder das, oder ich grüble darüber nach.
* nachdenkliche Musik *
Wenn ich nicht ans Telefon gegangen wäre,
um dieses dumme Gespräch mit dem Kollegen zu führen ...
Du hast dir nichts vorzuwerfen.
Die Verantwortlichen müssen bestraft werden.
* düstere Musik *
Danke.
* Stimmengewirr *
Darf ich dich allein lassen? - Aber willst du nichts essen?
Die Ermittlung, ich muss was überprüfen.
Bitte entschuldige.
* Tippgeräusche *
"Neuer Sieg für Sophie Cross."
"Thierry Guillaume wegen Verfahrensfehler freigesprochen."
* düstere Musik *
Oh Mann.
Wollen Sie nicht, dass der Verantwortliche bestraft wird?
Doch, aber ich hab nicht viel zu sagen.
Lucie, ich verlange nicht, dass Sie die Schweigepflicht brechen.
Sie sollen mir nur von ihm erzählen.
Ich mochte ihn.
Er war für seine Patienten immer erreichbar.
Ein sehr guter Chirurg.
Aber? - Kein Aber.
Eine Sache war seltsam.
Vor der Uniklinik war Ihr Mann
Leiter der Chirurgie in einer Privatklinik.
So was kann im Berufsleben schon mal vorkommen.
Umgekehrt schon.
Aber von der Privatklinik in den öffentlichen Dienst gehen,
war ein Rückschritt. Warum diese Entscheidung?
Er brauchte Abwechslung. Und wollte auch weniger arbeiten.
Den Krankenschwestern der Uniklinik zufolge
war er aber ständig erreichbar.
Es war trotzdem nicht dieselbe Verantwortung.
* düstere Musik *
Manchmal laufen Dinge nicht so, wie sie sollen.
War es so etwas?
Madame Danglard, wenn Sie etwas wissen, sagen Sie es jetzt.
* düstere Musik *
Ein Mädchen ist auf seinem OP-Tisch gestorben.
Sie sagten, durch seine Schuld.
Hatte er Drogen genommen? - Ja.
Es war sein freier Tag.
Der diensthabende Chirurg war überfordert.
Ich hab ihn angefleht, nicht zu gehen.
Wissen Sie den Namen des Mädchens? - Nein.
Die ... Direktion hat alles geregelt.
* Surren *
* erwartungsvolle Musik *
* Türklopfen *
Gabriel? - Ja?
Ich wollte dich wegen Sophie sprechen.
Ich hab rausgefunden, dass sie Thierry Guillaume verteidigt hat.
Wo ist sie?
Keine Ahnung, sie ist nicht da. * Räuspern *
Ist was? * Seufzen *
Hm? Was ist denn los?
Amina, was hast du dem Chef da gegeben?
Nicht jetzt, Fred.
Was, wenn Danglard nicht nur Opfer war, sondern auch Täter?
Was meinst das?
An einer Privatklinik hat er vor zwei Jahren
eine Patientin verloren, weil er zugedröhnt war.
Woher weißt du das? - Ich hab Danglards Frau besucht.
Hätten die Eltern das rausgekriegt, hätten sie ihn verklagt.
Die Klinikleitung hat's vertuscht, er musste dort aufhören.
Im Affekt kann ich mir Mord aus Rache an ihm vorstellen.
Aber zwei Jahre später?
Der Schmerz verschwindet nicht, er bleibt dir.
Na ja, tut mir leid.
* nachdenkliche Musik *
Angenommen, du hättest wegen Danglard recht,
was ist mit Danvers?
Er hat ihn mit Koks versorgt. - Er ist mitverantwortlich.
Der Mörder will ihm den Mord an Danglard zuschieben.
Aber kaum lassen wir Danvers frei, da wird er umgebracht.
Dann hab ich noch Alexander, den Pathologen befragt.
Eine Kugel in der Leber ist tödlich, aber nicht sofort. Es dauert etwas.
Der Mistkerl wollte, dass sie leiden.
Oder er wollte sie noch mal mit ihrer Tat konfrontieren.
Okay, hast du den Namen dieses Mädchens?
Nur das Datum, leider.
Damals hat Danglard in der Dubois-Klinik gearbeitet.
Lieutenant Cross? Los, in mein Büro, sofort.
* düstere Musik, ratloser Laut *
Was ist jetzt schon wieder passiert? - Ich hab Mist gebaut.
Setz dich bitte.
Das dürfte derselbe Thierry Guillaume sein,
der die Nacht in Untersuchungshaft verbracht hat, oder?
Wieso hat du Gabriel nicht in Kenntnis gesetzt?
Weil es nicht relevant war?
Ich weiß, warum du nichts gesagt hast.
Verarsch mich nicht noch. - Wir werden hier nicht ausfallend.
Verzeihung, Commissaire.
Ich mag's nur nicht, wenn Leute immer ihre Solonummern durchziehen.
Ich hab was. Ich hab außer den Drogen
keine Verbindung von Danglard, Danvers und Guillaume gefunden.
Wann kam die Erleuchtung?
In der zweistündigen Mittagspause? - Ich hatte einen Verdacht.
Ich brauchte Zeit, ihm nachzugehen. Die Drogen sind der Auslöser.
Das Motiv des Täters dürfte Rache sein.
Sicher. Kriegt Guillaumes Anwalt spitz,
dass du ihn mal verteidigt hast,
erklärt er das Verfahren für ungültig.
Eins hat mit dem anderen nichts ... - Für mich schon. Und dann?
* Seufzen *
Ich kann dieses Risiko nicht eingehen.
Mhhh ...
Du weißt, ich muss dafür sorgen, dass die Regeln eingehalten werden.
Wir werden dich hier abziehen.
Du kriegst deinen Posten wieder, wenn der Fall abgeschlossen ist.
* nachdenkliche Musik *
* Tür wird geöffnet und geschlossen. *
Das war das einzig Richtige.
Danke für die Unterstützung, Commissaire.
* Tür wird geöffnet und geschlossen. *
* Seufzen *
Mach nicht so ein Gesicht.
Ich hab Mist gebaut. Der Fall war mir wichtig.
Ich wollte das mit Guillaume für mich behalten.
Dazu will ich nichts sagen, Sophie, weil's darum nicht geht.
Worum denn dann? - Nur weil ein Richter vergisst,
einen Durchsuchungsbeschluss zu unterschreiben,
konntest du dafür sorgen,
dass so ein Dealer freigesprochen wird? Echt jetzt?
Da bin ich nicht stolz drauf. - Ich bin auch nicht stolz auf mich.
Tut mir leid, ich weiß nicht, was in mich gefahren ist.
Wenn man mit der Frau des Chefs arbeiten muss.
Aber ich hätte dir die Möglichkeit lassen sollen,
ihm das mit Guillaume zu erklären.
Wurde er schon wieder entlassen? - Ja, aber erst kürzlich.
Wieso? Glaubst du, er ist in Gefahr?
Jetzt seid ihr am Start.
Okay. Aber das ist eine heiße Spur mit Danglard und dem toten Mädchen.
Danke.
Ja ... Mich mochte sie zuerst auch nicht so.
Beweg endlich deinen Hintern, Fred.
Jetzt kann sie nicht mehr ohne mich leben. Komme schon.
* nachdenkliche Musik *
* leises Stimmengewirr *
* Vogelgezwitscher *
Tony, es ist okay.
Alles sauber.
Geh nach Hause. - Okay, schönen Abend.
* düstere Musik *
*
Wer sind ...
Halt, warten Sie, warten Sie.
Ich habe Geld, ja. Ich habe ganz viel Geld.
* Ächzen *
* düstere Musik *
Gabriel? Wir waren in der Dubois-Klinik.
Die scheinen ein Schweigegelübde abgelegt zu haben.
Wir haben den Staatsanwalt angerufen, der den Richter.
Wir kriegen keinen Durchsuchungsbeschluss.
Du kriegst leichter ein Rendezvous mit Beyoncé,
als dort eine Akte sehen zu dürfen. - Sehr witzig.
* Seufzen *
Und wenn Cross nun daneben liegt? - Es klingt plausibel.
Und es ist nicht so, dass wir andere Spuren hätten.
Mhm.
Hm?
Okay, dann werd ich mich ein bisschen umhören.
Geht, kommt morgen ausgeschlafen wieder.
Ihr seid ja völlig durch. - Seh ich auch so.
Also, bis morgen. - Ja, ciao.
Du auch. - Ja.
Äh, Gabriel, hör mal. - Was?
Ich hab gedacht, jetzt, wo wir jeden Mann brauchen,
fehlt uns Sophie. - Das sagst ausgerechnet du.
Nein, ich mein nur ... - Amina, geht jetzt.
Mh, okay. Bis morgen. - Ja, bis morgen.
* Türklingel *
Hey. - Hallo. Alles klar?
Ja. Siehst toll aus. - Danke.
Hallo.
* Räuspern * Ach, äh, nur um euch vorzuwarnen:
Sophie wurde von dem Fall abgezogen.
Sollen wir lieber gehen? - Nein, nicht doch.
Vielleicht kommt sie so auf andere Gedanken.
Voilà. - Wow, vielen Dank.
Ja, guten Abend, Herr Richter, Capitaine Deville.
Ich weiß, es ist spät, aber ...
Tut mir leid, wenn ich so hartnäckig bin, es ist nur ...
Weil es uns an Beweisen fehlt, brauche ich Ihre Hilfe,
ohne die ich an gewisse Infos ... Ich verstehe.
Gute Nacht. Ich grüße Beyoncé von Ihnen.
* leise Musik *
Hey, Shaquis!
Wie geht's, mein Alter?
Ja. Hör mal, du musst mir einen Gefallen tun.
Ich brauche so viel wie möglich über Christian Durand,
Direktor der Klinik Dubois.
Ja? Ja.
Du, ich zähl auf dich. Genau.
Das Gesicht von Gabriel,
als er gemerkt hat, wie gut wir uns kennen.
Weißt du, dass er dich den verrückten Germanen nennt?
Ehrlich? - Find ich genial.
Grad von ihm find ich das lustig.
Ja, er kommt manchmal ein wenig ruppig rüber.
Er ist aber ein guter Bulle. - Ah.
Dann gelten für ihn andere Regeln? - Ach, Liebling.
Nein, als Anfängerin will ich lernen.
Du sagst, man darf Regeln brechen, wenn man Ergebnisse erzielt.
Oder gilt das nur für Männer und Vorgesetzte?
* entspannte Radiomusik *
Wollen wir das später klären? - Was erwartest du?
Wir haben starke Frauen geheiratet.
Wie wär's, wenn du nachschenken würdest?
Klar. - Morgen ein Tennis-Doppel?
Habt ihr Lust? - Zeit hab ich reichlich.
Ich kann nicht.
Eine Besprechung mit der Chefetage.
Am Samstag?
Am Samstag. Ist ein Ausnahmefall.
Ich will uns nicht die Stimmung vermiesen,
aber wenn die Mordserie weitergeht, muss ich morgen auch arbeiten.
Nicht so schlimm. Spielen eben wir beide.
Ja. - Warte, ich mach schon.
Thomas, hilf mir.
* Geschirrklirren, Seufzen *
* entspanntes Atmen *
* Handyvibrieren *
Shaquis. Ja, warte.
* düstere Musik *
*
Erinnerst du dich noch an die Vase von deiner Tante?
Die du aus Versehen kaputt gemacht hast?
Ich hab sie eigentlich aus Wut an die Wand geschmissen.
Es war eine Woche später.
Um mich herum waren lauter Polizisten.
Trotzdem kam ich mir völlig hilflos vor.
Es hat mich zerfressen.
Und eines Abends ...
.. wollte ich gegen einen Baum fahren und Schluss machen.
Weil es so weh tat.
Es war unerträglich.
Dann hab ich an dich gedacht.
Also hab ich es nicht getan.
Aber zu Hause hab ich ... die blöde Vase zerschlagen.
Soll ich nicht mehr nach Arthur suchen?
Drei Jahre jetzt.
Ja, und?
Arthur wird mir immer fehlen.
Aber du fehlst mir auch.
Du bist da, aber ...
.. dann auch wieder nicht.
Ich möchte meine Frau wiederhaben.
* nachdenkliche Musik *
Und ich wünsch mir unseren Sohn zurück.
Weiter nach ihm zu suchen, hält mich am Leben.
Ich liebe dich.
Ich dich auch.
Schlafen wir.
* nachdenkliche Musik *
* Durchatmen *
Stehst du morgen später auf?
Ich glaub nicht.
Ich muss es ihr wohl sagen.
Was?
Meiner Tante. Das mit der Vase.
Nur zu, ich werd alles abstreiten.
* nachdenkliche Musik *
Monsieur, Sie dürfen nicht einfach so zu Doktor Durand ...
Kriminalpolizei, Capitaine Deville.
Schon gut. Gehen Sie nur, Aline.
Was kann ich für Sie tun, Capitaine?
Ich ermittle im Mordfall Bastien Danglard.
Ein furchtbares Drama. - Mh.
Er hat hier gearbeitet,
bis ein Mädchen auf seinem Tisch gestorben ist.
Es gibt immer ein Risiko. Komplikationen kommen vor.
Vor allem, wenn der operierende Chirurg mit Koks zugedröhnt ist.
Ich weiß nicht, was man Ihnen erzählt hat,
aber ich hab viel zu tun. Wenn Sie also ...
Ich brauchte die Akte des Mädchens. * Kichern *
Sie wissen, das ist unmöglich.
Gut, wenn Sie die Akte nicht rausrücken,
komm ich am Montag wieder mit einem Durchsuchungsbeschluss,
Bullen, Sirenengeheul.
Dann wird es hier ein bisschen unruhig.
Dann bis Montag. - Okay, kein Problem.
Und viel Erfolg mit Ihrem Durchsuchungsbeschluss.
Mh. Ihrem Sohn wünsch ich auch viel Erfolg.
Bei den Prüfungen.
Wie heißt er noch gleich? Jean-Philippe, nicht wahr?
Studiert im fünften Jahr Medizin.
Und mit einem Vater wie Ihnen hätte er alle Möglichkeiten.
Nur der Vorwurf wegen sexueller Nötigung könnte im Weg stehen.
Frei erfunden. Das Mädchen wollte sich an ihm rächen.
Aber ich könnte den Fall jederzeit wiederaufnehmen.
* düstere Musik *
Wir wissen, dass Ihr Sohn ein beschissener Perverser ist.
Aber gut, wenn er sich nichts vorzuwerfen hat.
Augenblick.
* düstere Musik, Vogelgezwitscher *
*
* Motor wird gestartet. *
(Angenommen, du hättest bei Danglard recht,
was ist mit Danvers?)
(Er hat den Chirurgen mit Koks versorgt.)
(Also ist er mitverantwortlich.)
(Der Mörder will ihm den Mord an Danglard unterschieben.)
(Kaum lassen wir Danvers frei, wird er umgebracht.)
* Handyklingeln *
Entschuldigung.
Ja, hallo? - "Ich hab's."
Die Leiche im Kofferraum war eine Warnung an Danvers.
Der Täter will alle bestrafen,
die am Tod seiner Tochter schuldig sind.
Vorher macht er ihnen Angst.
Erst der Tote im Wagen von Danvers,
dann Danvers' Leiche im Hof des Nachtclubs.
Das dritte Opfer ist wohl Guillaume.
Sophie, hör mal ... - "Nein, hör zu."
Schick eine Streife zu Guillaume. Du kriegst eine SMS mit der Adresse.
Nei- ... hallo?
Verflucht.
* leise spannungsvolle Musik *
Verzeihung, ähm, wo waren wir? - Bei den Journalisten.
Geht's weiter? - Äh, was?
* spannungsvolle Musik *
* Seufzen *
Ha!
* geschockte Laute *
* düstere Musik *
* angespanntes Atmen *
Suchst du das hier?
(leise:) Alain.
Und damit fällt die Maske.
Tja, der gute Alain,
der sich stundenlang dein Gejammer angehört hat.
Keine Dummheiten!
* Sophie fällt zu Boden. *
Ja, Amina?
Die Kleine, die Danglard operiert hat, hieß Noémie Breton.
Noémie Breton. - Mhm.
Sie hatte eine akute Blinddarmentzündung,
die zu einer Blutvergiftung führte. Wegen diesem Arsch.
Die Eltern? Fred, komm.
Die Mutter hat vor einem Jahr Selbstmord begangen.
Der Vater lebt noch. Ich fahr jetzt hin.
* Sirene *
Schatz?
Die Streife zu Guillaume ist unterwegs.
* fernes Meeresrauschen *
Sophie?
* düstere Musik *
* Waffe wird entsichert. *
* fernes Meeresrauschen *
* düstere Musik *
Nein, verdammt!
Ja, Commissaire.
Er hat wohl seit dem ersten Mord seine Post nicht mehr geholt.
Das ganze Team ist alarmiert. Wir finden ihn schon.
Ein Anruf, ich lege auf.
Ja, Amina?
Die Streife ist bei Guillaume, aber er ist nicht da.
Klar. Er liegt tot in der Badewanne des Chefs.
Eine Kugel in der Leber. - Scheiße.
Sophie ist verschwunden. - (beide:) "Was?"
Wenn Guillaume dort liegt dann ... - .. ist Sophie das nächste Opfer.
Die Streife soll die Nachbarn befragen
und die Videoaufzeichnung holen.
Alain Breton hat sicher ein Auto.
Warte, Breton heißt Alain?
Den Typ wollte Sophie gestern in der Mittagspause treffen.
Verflucht. Fred? - Ja.
Geh Sophies Anrufliste durch. Ich ruf den Richter an.
"Warte noch." - Was?
Sie hat eine Galerie erwähnt.
Vielleicht ist Alain Breton Kunsthändler.
Okay, mal sehen.
Die Galerie, die am nächsten ist, heißt "Huite"
und ist am Boulevard de la Mèr. - Ich fahr hin.
Amina, du koordinierst alles vom Revier aus.
Das Einsatzkommando soll sich bereithalten. - Okay.
Commissaire, wir haben eine Adresse.
* leises Schnaufen *
* angestrengtes Atmen *
* hauchende Laute *
* Seufzen *
* Räuspern *
Lola.
Der tödliche Unfall.
Deine Frau, die wieder heiratet.
Nichts davon ist wahr. - Genau.
Nur das mit dem Tanzen.
Das konnte ich dir da schon ja ruhig erzählen.
* düstere Musik *
Woher wusstest du das?
Das mit dem Chirurgen. - Hab's den Bullen nachgemacht.
Ich hab stundenlang vor Danglards Haus auf der Lauer gelegen.
Bis er mich zu seinem Dealer geführt hat.
Seine Frau hat gesagt, er hätte mit den Drogen aufgehört.
Und mit Danvers lief's genauso. Ich bin ihm immer gefolgt.
In die übelsten Gegenden.
Hab mir immer wieder in dem Club die Mädchen angesehen.
Hab mich sogar mit ihm angefreundet.
Und dann hat er mir alles über seinen Chef erzählt.
Thierry Guillaume, hm?
Die Drecksau.
Das wusstest du.
Aber egal, Hauptsache, der Richter hat vergessen,
den Durchsuchungsbeschluss zu unterschreiben.
Das bedeutet, der Scheißkerl würde ohne dich im Gefängnis sitzen.
Nicht wahr?
Das mit deinem Kleinen war in allen Zeitungen.
Ich hab ...
.. sogar kurz überlegt, dich zu verschonen.
Aber du bist die Schuldigste von allen.
Ich hab dich von deinem Haus bis zur Polizeischule verfolgt.
In der Therapiestunde kam das Highlight, der Königsweg.
In der Gesprächsgruppe konnte ich meine traurige Geschichte erzählen.
Ich wusste, es würde dein Mitgefühl wecken.
Geweint hast du.
* düstere Musik *
Keine Frage, als Anwältin, da bist du eine Granate.
Als Bulle versagst du.
All dieses Psychogequatsche, wo sie ihren beschissenen Kaffee trinken.
Und du schöpfst keinen Verdacht.
Hm? Hast du geglaubt, ich empfinde was für dich?
Deine Hand auf der meinen.
Erst gestern noch.
Aber ein Blick.
(seufzend:) Deshalb hab ich dir gesagt,
dass die Verantwortlichen bestraft werden müssen!
Denn sonst ... wären wir immer noch nicht weiter.
Also wirst du mich töten?
Und wer kommt als Nächstes?
Die Witwe des Chirurgen, die die Operation nicht verhindert hat?
Die Frau von Danvers, die wusste, dass er dealt?
Der Richter, der nicht unterschrieben hat?
* Quietschen *
Was würde deine Tochter Lola davon halten?
Ihr Name war Noémie!
Und du redest besser nicht von ihr. - Ich weiß, was du fühlst.
Aber der Weg, den du eingeschlagen hast,
der beleidigt deine Tochter.
Du beschmutzt ihr Andenken. - Was sagst du da?
Woran man sich erinnern wird, ist nicht Noémie.
Sondern das Monster, das du warst.
Was soll denn das jetzt werden? Eine Moralpredigt vielleicht?
Du bist hier, um deine Vergehen zuzugeben.
* Bremsenquietschen *
* düstere Musik *
Auf die Knie. - So wie die anderen?
War das der Grund für den Schuss in die Leber?
Damit sie dich noch um Vergebung bitten können?
Auf die Knie.
(leise:) Halt. Ich werd vorgehen.
Könnte deine Tochter nur sehen, was aus dir geworden ist.
* düstere Musik *
Auf die Knie!
Waffe runter!
Runter mit der Waffe, los!
* Er flüstert etwas sehr leise. *
* Musik wird spannungsvoller. *
* Luftschnappen, Ächzen *
* überwältigte Laute *
Er ist tot.
* erleichterte Laute *
* lautes Atmen, sanfte Musik *
(leise:) Wird schon.
Keine Sorge, nur ein Kratzer an der Augenbraue.
Sie hat einen Dickschädel.
Amina, du weißt, wir wären ohne dich zu spät gekommen.
Thomas hat erzählt, was ihr gemacht habt.
Danke.
Hm. Du hast uns ja auf die Spur gebracht.
Ja, genau. - Mh.
Danke.
Äh, Cross. Bis Montag, und zwar um acht.
* leises Stimmengewirr *
* Durchatmen *
Okay, macht ihr mal hier weiter. - Alles klar.
Und noch was: Wir nehmen den Fall Jean-Philippe Durand wieder auf.
Das ist der Sohn von dem Arzt aus der Klinik.
Ein Riesenarschloch, ich erklär's euch später.
Okay. - Ciao.
* Motor wird gestartet. *
Das hat sie gut gemacht. - Ja, das hat sie.
Du aber auch.
Lass dieses Rumgeschleime, Fred. Das ist sinnlos.
Ja, aber ...
Ich hab doch nicht geschleimt.
* nachdenkliche Musik *
Gut. Das Labor hat saubergemacht.
Montag bestell ich eine neue Badewanne.
Wir hatten Glück heute.
Ich mach uns einen Tee. - Ja.
Ich seh nach, ob abgeschlossen ist. - Thomas?
Ja?
Ich liebe dich.
* fernes Meeresrauschen *
* Wasserplätschern *
* Nachrichtenton *
* nachdenkliche Musik *
* lautes Atmen *
* lebhafte Musik *
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