All language subtitles for Babylon Berlin S01E07 Episode 7 1080p Netflix WEB-DL DD5.1 x264-TrollHD.German

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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

Bisher bei "Babylon Berlin":

Sie schulden mir noch ein Protokoll. Vom 1. Mai.

Das ist in Arbeit.

Von Königs Filmen wurde immer nur genau eine einzige Kopie gezogen.

Du weißt, dass ich mich verbürgt habe,

dass wir dieses Problem vor den Wahlen lösen.

Bruno?

Ich brauch deine Hilfe.

Ich muss Krajewski finden.

Er ist der Schlüssel.

Wenn du was brauchst, schau mal, was ich hier für dich habe, wenn du dann redest.

Brauch was Stärkeres.

Ich dachte, das wär genau das Richtige für euch Flattermänner.

Übrigens, Kardakow war gestern Abend noch da.

Wo

Bei der Wohnung von der Sorokina.

Deinetwegen wurden sie alle umgebracht!

Sie sind alle tot!

In der Wormsstraße, da ist so 'n Kellerloch.

Darin ist die Zentrale der "Roten Festung".

Lassen Sie den Zug passieren! Der Zug fährt im Auftrag der Reichswehr.

Jemand muss die Frachtpapiere abzeichnen.

Das ist Generalmajor Seegers.

Es gibt einen Waggon, der eine andere Ladung transportiert.

Die können wir unmöglich hier untersuchen. Irgendwo wird man sie öffnen können.

Sie hätten das nötige Fachpersonal?

Waren Sie an der Front?

Tausendfach hab ich so was gesehen. Schaut sehr nach einem Gasangriff aus.

Gas!

Ist die Zeitung nass geworden? Bitte kurz bügeln.

Greta, den Kaffee bitte! Sofort, Frau Benda.

Danke schön.

Ja, danke.

Nein. Hier.

Greta, und dort...

...die Eier.

Und bitte fünf Minuten.

Herr Regierungsrat.

Gnädige Frau. Ja bitte?

Ich wollt mich noch mal bedanken für die Anstellung.

Äh, äh, ja.

Keine Ursache.

Und die Kinder?

Ich geh schnell.

Wir sollten morgens nicht auf sie warten, sondern umgekehrt.

Greta? Die Tür bitte.

Guten Morgen.

Schwarz mein Name, aus der Pathologie.

Ich muss den Herrn Regierungsrat in einer sehr dringenden Angelegenheit sprechen.

-Bitte. -Danke.

Ich spreche heute über das Phänomen der Kriegsneurosen.

Im Volksmund auch bekannt als Kriegszittern oder Flattermann.

Äußere Merkmale sind umfassender physischer Kontrollverlust,

muskuläre Spasmen in allen Extremitäten,

unkontrollierbare Zuckungen im Kopf- und Gesichtsbereich.

Die Symptome dieser ehemaligen Frontsoldaten,

denen das grausige Schicksal ihrer Generation

in ihre Körper eingeschrieben ist,

zeugen von verstörendsten Erfahrungen im Felde.

Der Körper bestraft die Seele

für all diese Zumutungen des Krieges mit einer Revolte.

Gemeinhin wird aber auch in Fachkreisen unterstellt,

dass es sich bei der Mehrzahl dieser Fälle um Simulanten handelt

oder um Feiglinge, die sich irgendeines medizinischen Randphänomens bedienen,

um sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu entziehen.

Dem gilt es hier aber entschieden entgegenzutreten.

Meine Studien in den letzten sieben Jahren belegen,

dass die Betroffenen wirklich unter Störungen der Psyche leiden.

Lassen Sie mich das ganz kurz an einem konkreten Beispiel darstellen.

Der Gefreite Krajewski, bei seiner Einlieferung 32 Jahre alt.

Wir wenden in meinem Institut

ein neues, von mir entwickeltes, dreistufiges Verfahren an.

Im ersten Schritt wird der Patient von uns mit Barbitursäurederivaten sediert

und mittels begleitender Suggestion in einen hypnotischen Zustand versetzt.

Hypnose.

In der Hypnose führen wir den Patienten zurück

an die Quelle seines Traumas.

An die Schrecken des Krieges.

Die Bilder der Erinnerung dringen dabei in die Tiefe dessen,

was wir das Unterbewusstsein nennen.

Wir? Wer ist "wir"?

Gibt's auch ein Oberbewusstes?

Im zweiten Schritt unserer Behandlung führen wir projektive Tests

nach der Methode Professor Rorschachs durch...

Rohrschach! Schnickschnack!

Mit deren Hilfe wir die Persönlichkeitsstörung genauer

lokalisieren und uns dann ganz langsam dem Bewusstsein des Patienten nähern.

Jetzt erst beginnt die dritte und entscheidende Phase unserer Behandlung.

Das Trauma des Patienten wird direkt angesprochen.

Bei vollstem Bewusstsein.

Eine Gesprächstherapie kann dann die Behandlung zum anhaltenden Erfolg führen.

Das ist doch Humbug.

Elektrizität, Kollege! Muskelspindeln! Schon mal gehört?

Aus meiner Warte hat sich das Problem längst gelöst.

indem die Betroffenen entweder gestorben

oder die Symptome im Laufe der Jahre zurückgegangen sind.

Hören Sie auf damit!

Aber die geschlossenen Anstalten sind prall gefüllt

mit diesen unglückseligen Kameraden.

Ich rede von tausend, zehntausend Männern.

Aber ist doch gut, wenn die alle weg sind.

Meine Herren!

Das Gehirn ist ein Organ, kein Poesiealbum.

Viele von denen sind Kriegshelden.

Helden

Weggewischt aus unserer Mitte,

systematisch entfernt aus unserem Alltag.

Weil sie uns an eine Katastrophe erinnern,

die von gewissen Kreisen hierzulande schon längst wieder verherrlicht wird.

Das sind die Schwächlinge! Die besudeln das Ansehen unserer Armee!

-Drückeberger sind das! -Hören Sie auf damit!

Dr. Schmidt, Sie sind eine Schande für unseren Berufsstand!

-Pseudowissenschaft! -Kollege, Sie sind untragbar!

Verwunderliche Methoden!

Unerhört.

...Baustellen, dazu Millionen von Besuchern.

Die Juden. Schreiberlinge. Und die Preise!

Und nur hässliche Weiber.

Das schlechte Essen.

Das schlechteste Essen überhaupt.

Das schalste Bier. Und die Armut. Ausschlag.

Und Krätze. Hab ich recht oder hab ich recht?

Ich fühl mich eigentlich ganz wohl hier.

♪ Du bist verrückt, mein Kind ♪

♪ Du musst nach Berlin, wo die Verrückten sind, da gehörst du hin ♪

Danke schön.

...vielleicht reißen wir ja 'n bisschen was auf.

Hochwürden, wie kann ich Ihnen behilflich sein?

Dr. Schmidt schickt mich.

Das ist ab jetzt die Medizin für den Patienten, der gerade da war.

Barbitursäurederivat.

Für den ersten Schritt des Verfahrens.

Achtung, fertig, los.

Also hat Kardakow nur so getan, als ob er Musiker ist?

Nee, das glaub ich nicht, aber gerade macht er hauptsächlich Revolution.

Licht aus, Messer raus!

So, hier.

Danke.

Wegen der schwarzen Lunge denkst du, das ist ein Eisenbahner?

Genau.

-Gut kombiniert, Toni. -Lass mal gucken.

Wo hast 'n du den Stempel her? Geliehen.

Sieht echt aus, oder?

Da steht: Polizei.

Guckt doch keiner so genau. Hauptsache amtlich.

Presse-Polizei Ritter.

Bemüh du dein schlaues Köpfchen für die Schule.

Du bist doof.

Zum Bahnhof?

Bei dir piept's wohl oder was.

Was denn?

Gib mir 'n bisschen was, ja? Ich kann nicht mehr.

Zuerst das Negativ und die Kopie. Alles.

Die machen das Gleiche mit mir wie mit König.

-König hat sich selbst erschossen. -Aber doch nicht freiwillig.

Wir kommen wieder, so lange kannst du nachdenken.

-Ich kann doch nicht mehr denken. Ja, ja.

Kessel AB-3221. Positiv auf Phosgen.

Gut, packen wir zusammen und gehen rüber zum 64er.

Guten Tag. -Tachchen.

Sie sehen aus wie jemand, der mir helfen kann.

Na dann. Helf ich Ihnen.

Sehen Sie? Sag ich doch. -Ja, ich auch. -Gut.

Dann kommt jetzt meine alles entscheidende Frage.

Na, los jetzt.

Wie viele Züge aus Russland kommen pro Woche an?

Zwei, drei würd ich sagen.

Wann kam der letzte?

Vor drei Tagen. Der, wo es gestern geknallt hat.

Geknallt.

Genau.

Pst, Werner.

-Madamchen hier ist...

Von der Presse.

-Wie man's nimmt.

"Berliner Illustrierte".

Ach, guck mal. Liest meine Olle auch immer.

-Ja.

Guti.

Ich hab gehört, einer der Waggons ist hochgegangen?

Ach, hör bloß auf. Das hat noch gefehlt.

Dank dir, Fuxe. Hast du noch Feuer?

Danke.

Irgend so ein Eierkopf hat die Luke gelüftet, und pss!

Leck mir am Kessel, das hat ganz schön gepfiffen.

Auf jeden Fall hat es ein paar unserer Jungs umgenietet.

Und seitdem... Sehen Sie ja.

Und drinnen?

Na, da drin sind irgendwelche Spezis von der Nyssen AG am Untersuchen.

Und wer sind die Mantelträger?

Das sind alles Russen.

Geheimdienst oder was weiß ich.

Seitdem das Ding hochgeflogen ist, sind die da.

War ja auch ein Sowjet

Fräulein.

Sie sind ja 'ne Marke. Deswegen steh ich doch hier.

Dass da keiner reinguckt.

Was

Das kann doch nicht wahr sein.

Wie konnte das passieren?

Sind Sie sicher, dass die Russen nicht beteiligt waren?

Ja, ich hab's gelesen, ein Chemieunfall.

Gut.

Einverstanden.

Machen wir das.

Gut.

Die sollen die Waggons untersuchen und wenn...

Die sollen die Waggons untersuchen,

und wenn sie etwas finden, was sie haben möchten, dann bitte.

Ja, ich beruhige mich. Ja.

Einverstanden. Ausgezeichnet, Wegener.

Ausgezeichnet. Ja.

Auf Wiederhören, Wegener.

Guten Morgen.

Und nach 17 Uhr, was passiert da so für gewöhnlich mit Ihrem Leben?

Nichts Besonderes.

Das lässt sich ändern.

Ich überleg's mir.

Wer wagt, gewinnt.

Ich werd ganz scharf drüber nachdenken.

Vorsicht, Fräulein! Das Bübchen ist gefährlich!

Trägt nicht umsonst seinen Spitznamen!

Und zwar?

Reinstecke Fuchs.

Jetzt komm mal.

Nette Jungs.

Wir zwei, das wär's gewesen.

Ja, wirklich schade.

Na dann...

Absitzen!

Verteilt euch.

Zack, zack, zack.

Bewegt euch!

Tempo, Tempo, Tempo.

-Das Tor öffnen. -Ja, aber...

Macht das Tor auf!

Moment, Zutritt verboten.

Durchsuchen!

Alle Mann durchsuchen!

Alle aufreihen!

Die beiden durchsuchen.

Los, zack, zack!

Alle vom Tisch aufstehen, zügig!

Bewegt euch, hier in einer Reihe antreten!

Alle durchsuchen!

Los, Waffen her!

Was soll das?

Sie sind hier in der Verantwortung, nehme ich an?

Wie kommen Sie darauf?

Benda, Polizei Berlin, Abteilung 1.

Linke Tasche: mein Diplomatenausweis.

Alle entwaffnen.

Das sind jetzt alle.

Sind die registriert?

Gut.

Dann können Sie die morgen gegen Vorlage einer Besitzkarte

im Präsidium abholen lassen.

So, meine Herren, schön, dass Sie uns hier die Arbeit abnehmen.

Dann zeigen Sie mal die Analysen. Was ist in den Waggons?

Rath.

Ich bin's.

Ich bin am Anhalter Güterbahnhof. Es wäre besser, Sie kommen her.

Ich hab Ihnen gesagt, ich hau Sie nicht noch mal raus.

-Nee, es geht um was anderes.

Ich bin auf 'ne Spur gestoßen. Der tote Russe.

Was?

Ja, das wär's dann vorläufig, Herr Trochin.

Ob das eine innersowjetische Angelegenheit ist, werden wir beide gemeinsam erleben.

Die Angelegenheit wird sicherlich intern... Wie sagen die Deutschen?

...einige Wellen schlagen.

Das wird sich nicht verhindern lassen.

...keine besonderen Vorkommnisse.

Ich erwarte einen Bericht.

Herr Regierungsrat? Die Chemiker haben Stichproben gemacht.

Bisher allerdings nur von drei Waggons.

Lassen Sie uns rein!

Wie kommen Sie hierher?

Erzähl ich Ihnen später.

Wie viele Waggons sind das?

Insgesamt 13. -Halt.

-Kein Zutritt. Ich bin vom Verein.

Trotzdem. Sperrzone. Tut mir leid.

Rath?

Rath!

Herr Regierungsrat.

Was machen Sie denn hier? -Wir sind einer Spur gefolgt.

Der Lokführer dieses Zuges ist höchstwahrscheinlich ermordet worden.

Seine Leiche trieb in der Spree. -Im Landwehrkanal. Ah ja?

Wer ist das?

Das ist Fräulein Ritter. Stenotypistin.

Herr Regierungsrat? Könnten Sie einmal bitte kurz?

Ich will Genaueres wissen. Fahren Sie mit mir?

Ja, gut.

Alle Proben wurden positiv auf Phosgen getestet.

Das reicht uns.

-Riegeln Sie den Lokschuppen ab. -Nein.

Kommen Sie.

Früher Abend -Halb sieben müsste klappen.

Gut.

Saftpresse.

Was ich Ihnen jetzt sage, obliegt strengster Geheimhaltung.

In dem Lokschuppen da lagert 13-mal schwerer Landesverrat

wegen illegaler Einfuhr von Kampfstoffen.

Schmuggel aus der Sowjetunion. Nimmt seit Jahren zu.

Was genau wird da geschmuggelt?

Anfangs konventionelle Waffen, kleine Stückzahlen zuerst,

dann immer groberes Besteck.

Flakgeschosse, Panzer, schwerstes Geschütz. Und jetzt: Giftgas.

Das ist wirklich neu.

Wer führt das denn alles ein?

Haben Sie schon mal was von der "Schwarzen Reichswehr" gehört?

Nur Gerüchte.

Geheimes Militär.

Irreguläre Kampfverbände.

Sie benutzen bei ihren getarnten Waffenlieferungen

ein Netz von Strohmännern.

Mindestens zwei Dutzend, immer andere.

Aber dahinter steckt immer die Schwarze Reichswehr.

Nur weisen Sie das mal einer Truppe nach, die offiziell gar nicht existiert.

Na, die Leiche des Eisenbahners existiert jedenfalls.

Vielleicht ist das eine Fährte, die uns weiterhilft.

Der Fall kann von größter Bedeutung für uns sein.

Bleiben Sie dran.

Ich brauche jeden Hinweis, der mir hilft, den Kreis der Verdächtigen einzugrenzen.

Wer hat die Lieferung aus Russland bestellt?

Alfred Nyssen.

-Ja.

Ja, eine ihrer Marionetten, nehme ich an. Den sehen wir uns als Nächstes etwas genauer an.

Das Ziel dieser Leute ist nichts Geringeres

als die Zerschlagung unserer Demokratie.

Und?

Wie gesagt, der Fall Willi Schulze hat Vorrang.

Ihr zwei klappert die Nachbarn ab, Norbert, du gehst mal in die Rote Katze.

Ach, und im Eldorado zockt 'ne neue Mannschaft.

Da werden wir mal den Johannes einschleusen.

Alle Klarheiten beseitigt? Ab, ihr Sittenfiffis.

Ah, du kommst goldrichtig, Freund. Heute Abend schon was vor?

Wir machen 'ne kleine Feier.

Ich will dir jemand vorstellen, Ehrengast.

Um sieben geht's los.

-Das ist nett, Bruno, aber... -Ja, nix da.

Musst mal unter Leute. Kriegst mir noch 'n Koller hier.

Da sind Sie ja endlich. Na, wir sind verabredet.

Können Sie kurz?

Danke. Hat Herr Wolter Ihnen gar nicht gesagt, dass Sie mich mitnehmen dürfen?

Danke.

Na dann.

Wormsstraße, Köpenick.

Wo bleibt der denn?

Was ist denn jetzt, kommt da noch einer?

-Ich weiß auch nicht. Eigentlich... -Ich brauch den Tisch.

Ach, da ist er ja.

Stefan.

Charlotte, was machst du denn hier so allein?

Auf dich warten. Wir haben nämlich noch was vor. Hast du Zeit?

Wir beide?

Jep. Zahlen!

Kleiner Ausflug nach Köpenick.

Meine Herren, entschuldigt.

Major Scheer bat mich für seine Demonstration um absolute Dunkelheit.

Mauser K 97. Offiziell verboten.

Kameraden, Hauptmann Wolter und ich haben die Ehre,

euch heute Abend den Prototyp des Zieldrei vorzustellen.

Warum Dunkelheit?

Nun, dieses Modell ist eine absolute Weltneuheit.

Durch Puderlegierung der Absehfäden mit radioaktivem Radium, ist es gelungen,

ein funktionstüchtiges Zielfernrohr für die Dunkelheit zu entwickeln.

Womit erstmals...

...auch der Einsatz des Scharfschützen...

...bei Dunkelheit möglich ist.

Was ich am Bahnhof verstanden hab, war:

In dem Zug, also in den Waggons, war Giftgas, keine Pestizide.

Und Giftgas, das ist verboten.

Deshalb hat der Benda den Zug beschlagnahmt.

Dieser Eisenbahner, der tot im Landwehrkanal gefunden wurde...

Guten Abend. Guten Abend.

...der hat den Zug nach Berlin gebracht.

Der gehört zu dieser Organisation.

Die nennen sich Rote Festung.

Komisch, sieht so verlassen aus hier.

Woher weißt du das alles? -Hab ich ermittelt.

Ach so.

Was machst du denn da? Hier ist doch sowieso keiner.

Guck mal, der Kitt ist nicht trocken.

-Ah.

Hier ist der Schlüssel.

Wir können da nicht rein. -Doch.

So sauber wie bei der Auslieferung.

Keine Ahnung.

Wolter?

Den Hinweisgeber einbuchten, der ihm die Zeit gestohlen hat, dann Abendessen.

Was würde der machen? -Schweigen.

Dann so die Augenbrauen...

Nee, im Ernst jetzt.

Charlotte?

Zieh mal den Hebel hier.

'n Walzenkönig.

Blätter, die noch in der Presse hängen, nennt man Walzenkönig.

Aha.

Was steht drauf?

Von der Eisenbahn. AB-3221.

Istanbul.

Istanbul?

Was will die Rote Festung mit Giftgas in Istanbul?

Och! Schön, dass ihr da seid. -Hier, Kartoffelsalat.

Gut, komm rein.

Gereon. Die Männer sind schon oben bei Scheers. Genau hier drüber.

-Ah ja. -Bis später.

Danke.

Die Eisenbahnlinie von Ypern nach Comines.

Am 5. Mai 1918 um 08:45 Uhr,

die zweite Offensive der 30. Infanterie-Division unter General Heisen.

Schwere Artillerie auf der Gegenseite.

Die Briten antworten mit Sperrfeuer.

Handgranatenwerfer-Trupps.

Lediglich das Kampfbataillon 31 erreicht die Hügelkuppe.

Das Kommando hat Oberst Seegers.

Unsere Männer im Kreuzfeuer, zwischen Zwarteleen und Zillebeke.

Der feindliche Ring wird gesprengt.

Die Höhe ist eingenommen und wird dem Oberbefehlshaber der Division übergeben.

Um genau 19:51 Uhr.

Kameraden.

Heute gedenken wir den vielen Gefallenen unserer Einheit.

Rahn,

Müller, Zangert,

Widemann, Fischer,

Behnke, Michaelis, Kohn.

Gefallen für Deutschland.

Ehre ihrem Andenken. Winkelmann, Hase,

Röhler, Kuhnert,

von Dülmenau, Rosen.

Das Deutsche Heer:

Im Felde unbesiegt.

Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.

♪ Ich hatt' einen Kameraden ♪

♪ Einen bessren findst du nicht ♪

♪ Die Trommel schlug zum Streite ♪

♪ Er ging an meiner Seite ♪

♪ Im gleichen Schritt und Tritt ♪

♪ Im gleichen Schritt und Tritt ♪

♪ Eine Kugel kam geflogen ♪

♪ Gilt sie mir oder gilt sie dir? ♪

♪ Ihn hat es weggerissen ♪

♪ Er liegt zu meinen Füßen ♪

♪ Als wär's ein Stück von mir ♪

♪ Als wär's ein Stück von mir ♪

Rückzug!

Rückzug!

Gereon.

Gereon.

♪ Er liegt zu meinen Füßen ♪

♪ Als wär's ein Stück von mir ♪

♪ Als wär's ein Stück von mir ♪

So, Kameraden.

Wenn ich euch jetzt nach unten bitten dürfte?

Emmi hat mit den Damen ihre Schnittchen vorbereitet.

Komm.

Arndt. Arndt, hast du ganz prima gemacht.

Der Vater hat's mit einstudiert.

Ja. Aber du hast es vorgetragen.

Mit Würde und dem Tage angemessen.

Rühren.

Die Nyssen AG ist einer der größten Stahlproduzenten des Reichs.

Wir werden einen Sturm entfachen.

Alfred Nyssen hat diese Fracht persönlich geordert.

Dafür hat er sich vor dem Gesetz zu verantworten.

Die Beweislage scheint mir erdrückend.

Diese Leute hassen die Sozialdemokratie, sie hassen die Juden.

Wir beide sind ihre persönlichen Feinde, Karl.

Mit der Festsetzung von Nyssen haben wir die Möglichkeit,

für die Stärkung der Republik zu kämpfen.

Gut, ich bin einverstanden.

Bereit für den Sturm?

Ja, das ist die Chance, auf die wir gewartet haben.

Ich wünsche gutes Gelingen.

Gute Nacht, dem Präsidenten.

Herr Regierungsrat?

Ich muss Ihnen nicht sagen, dass alles, was Ihnen in diesem Haus zu Gehör kommt,

strengster Geheimhaltung unterliegt. Nein, das weiß ich.

Das betrifft auch unsere Besucher, wer hier ein

Jawohl. Die gnädige Frau hat mir alles erklärt.

Sehr gut.

Sebald? Benda hier. Leiten Sie die Verhaftung von Alfred Nyssen in die Wege.

Das meine ich eben.

Du bist so schön, Lieschen. Ich bin so froh, dass sie wieder ausgeht.

Ich geh doch aus.

Du bist eine schöne Frau und viel zu jung, um zu Hause zu sitzen.

Emmi, bitte.

Dieses Kleid steht dir bestens. Finden Sie nicht, Herr Rath?

-Doch, doch.

Der Kommissar sieht auch, dass es dir gut steht.

-Machen mir gar nicht den Eindruck. -Das täte mir leid.

-Man sieht Sie auch kaum noch zu Hause. -Tja, die Arbeit.

Ich hatte schon befürchtet, Sie wären auf der Flucht.

So schnell, wie Sie morgens immer raus sind.

Entschuldigt. Ich wollte dir jemanden vorstellen, der einen Rath aus Köln kennt.

Da gibt's einige Raths.

Und von der 22. Infanterie, Heeresgruppe West?

Ach? Entschuldigen Sie mich bitte. Emmi

Er ist noch ungebunden. Ich hab ihn neulich gefragt.

-Ja.

Genauso können wir es machen. Kommissar Rath.

-Unser Kollege aus Köln. -Ah, Seegers, freut mich.

Guten Abend. Der Hauptmann sagte mir gerade, dass Sie einen Rath kannten?

Mir ist ein Rath in Emerdingen über den Weg gelaufen, bei der Stabsbildung.

Kann sein.

Fideler Kerl. Konnte aus dem Stand auf jeden Tisch springen,

das hat er auch gemacht.

-Das ist mein Bruder. Charmant, witzig.

Wenn er einen Raum betrat, vergingen kaum zwei Minuten,

dann sprachen alle mit ihm oder über ihn.

Er wurde neidlos bewundert.

Und die Frauenzimmer, soweit vorhanden, sind ihm reihenweise nachgelaufen.

Ich weiß, wovon Sie sprechen.

Wo steckt Ihr Bruder jetzt?

Rückzug!

Sind Sie taub? Rückzug!

Mein Bruder lebt noch!

Gereon?

Gereon!

Gereon!

Danke, Gereon.

Danke.

Du!

Aufstehen! Los!

Kommt her, da sind noch zwei!

Nicht bewegen! Aufstehen!

Aufstehen!

Komm her, du dreckiger Deutscher!

Komm, hab ich gesagt!

Nein! Anno!

Ich wurde gefangen genommen.

Und war gezwungen, Anno zurückzulassen.

Gefangenschaft? -Drei Monate.

Und keine Spur von Ihrem Bruder?

Dutzende Suchanträge, Kriegsfürsorge, Rotes Kreuz, überall.

Er hält im Verborgenen die Stellung.

In die wir zurückkehren werden, sobald wir uns wiederholen, was uns gehört.

Alfred Nyssen?

Kommen Sie mit.

♪ Zu Asche, zu Staub ♪

♪ Dem Licht geraubt ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

♪ Wunder warten bis zuletzt ♪

♪ Ozean der Zeit ♪

♪ Ewiges Gesetz ♪

♪ Zu Asche, zu Staub ♪

♪ Zu Asche ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

♪ Zu Asche, zu Staub ♪

♪ Dem Licht geraubt ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

♪ Wunder warten ♪

♪ Doch noch nicht jetzt ♪

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