All language subtitles for Hauntings S01E04 The Lady of the Lake 1080p x264-

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Original subtitles

Es war im September 2018.

Ich war mit meiner Freundin und meinem besten Freund

auf dem Weg zum State Park Tallulah Falls.

Es sah aus, als würde es einen schönen Sonnenaufgang geben.

Es lag eine komische Stimmung in der Luft.

Der Nebel hing tief. Es lag Feuchtigkeit in der Luft.

Wir fuhren über eine alte Straße. Alles war irgendwie unheimlich.

Wir fuhren auf die Browns Bridge zu.

Mit circa 65 Stundenkilometern.

Auf einmal sahen wir eine Gestalt, die Richtung Brücke lief.

Es war völlig surreal.

Ich habe noch nie jemanden so auf die Brücke zulaufen sehen,

in 20 Jahren nicht.

Wir mussten einfach umdrehen um nachzusehen, was das war.

Als wir zurück über die Brücke fuhren,

war die Gestalt weg.

Sie konnte nirgends hingegangen sein.

Die Straße ist zweispurig, es war stockduster.

Es gibt keine Lichter und keine Häuser in der Gegend.

Wir sind schnell umgedreht und hätten irgendwas sehen müssen.

Sie war wie vom Erdboden verschluckt.

Wir konnten es uns nicht erklären.

Ich kannte die Spukgeschichten über die Frau vom See.

Die Leute erzählten sich,

dass sie ein böser Geist ist, der keine Ruhe findet.

Sie soll seit den 50er-Jahren ihr Unwesen treiben

und in einem blauen Kleid am Ufer umherwandern.

Sie hat keine Hände, aber wenn sie dich erwischt,

zieht sie dich auf den Grund des Sees.

Jedes Jahr kommt es am Lake Lanier

zu sehr vielen Unglücken mit tödlichem Ausgang.

Nach diesem Erlebnis an dem Morgen habe ich mich schon gefragt,

ob die Geschichten wahr sind.

DIE FRAU VOM SEE

Ich war zwölf Jahre lang Sheriff von Hall County.

Sheriff in einem Seegebiet zu sein, hat so seine Tücken, gelinde gesagt,

Leute klauen Autos und versenken sie im See.

Oder sie stehlen Boote

und versenken sie im See, um den Diebstahl zu vertuschen.

Und immer wieder tauchen Spukgeschichten auf,

dass irgendwas übers Wasser gelaufen ist.

Natürlich gibt es keine Beweise und keine Zeugen.

Darum kann niemand genau sagen, was geschehen ist oder was es war.

Wenn Leute berichten, dass jemanden übers Wasser gelaufen ist,

dann ist für gewöhnlich Nebel im Spiel.

Ich habe schon häufig Nebel über dem See gesehen.

Ich habe gesehen, wie er entsteht.

Bei dem Anblick bekommt man schon ein mulmiges Gefühl.

Viele Menschen ertrinken hier.

Das meiste, was wir hatten, waren 20 Fälle in einem Jahr.

Die Menschen lesen oder hören von Ertrunkenen in den Nachrichten.

Sie kommen zu mir und fragen mich: "Wie ist das passiert?"

ZWEI MENSCHEN ERTRINKEN IM LAKE LANIER

Aber ich habe auch keine gesicherte Erklärung dafür.

Ich kenne Fälle, wo Menschen ohne ersichtlichen Grund ertrunken sind.

Kräftige, junge, sportliche Menschen gehen im Lake Lanier schwimmen

und ertrinken plötzlich.

Und oft heißt es dann: "Die Frau vom See hat sie sich geholt."

"Ja, sie hat sie sich geholt."

Der Mythos über die Frau vom See besagt,

dass sie aus dem Wasser aufsteigt und einen nach unten zieht.

Wenn man die Gesichter der Menschen gesehen hat,

die Leute haben ertrinken sehen,

würde man schwören, dass es wirklich stimmt.

Die Leute gehen einfach unter.

Ich habe Ehefrauen erlebt, die sagten:

"Mein Mann ging einfach unter, und ich konnte nichts tun.

Er hat mich angesehen und ist immer weiter gesunken."

Wie erklären Sie so etwas?

Man kann es nicht.

Laut der Polizei ist ein Mann Mitte 40

bei Little River ertrunken.

Angler haben eine Wasserleiche

im Lake Lanier entdeckt.

Ermittlern zufolge ist das Todesopfer eine Frau.

Der Todesfall durch Ertrinken

am Lake Lanier wird untersucht.

Das letzte Mal, dass sie ihn lebend sah,

war bei seinem Besuch am Freitag.

Vielen ist nicht bewusst,

dass solche schlimmen Entdeckungen

am See schon zum Alltag gehören.

Viele Menschen ertrinken hier, durchschnittlich sieben pro Jahr.

In weniger tiefem Wasser kommen sie an die Oberfläche,

weil sich Gas in der Leiche bildet, das sie hoch treibt.

Aber im tiefen Wasser ist der Druck zu groß,

und sie bleiben unten.

Wenn man sie nicht findet, bleiben sie für immer dort.

Die Küstenlinie des Sees umfasst 586 Kilometer.

Ich kenne jede Biegung.

Es sind die Familien, die uns beauftragen,

ihre Angehörigen vom Grund des Sees zu bergen.

Das ist nichts für schwache Nerven.

Es nimmt einen mit.

Ziemlich.

Ich zähle nicht mit,

denn das ist keine Zahl, die ich unbedingt wissen will.

Letztes Jahr waren es vier.

Wir möchten niemanden auf dem Grund lassen.

Und es ist auch noch nie vorgekommen, dass wir jemanden dagelassen haben.

Es gibt Menschen, die noch vermisst werden.

Wahrscheinlich werden sie nie gefunden.

Soweit ich weiß, werden 28 Leute vermisst.

Andere sagen, es seien 34.

Alle kennen die Geschichte der Frau vom See.

Ich glaube, sie stammt aus den 50ern.

Zwei Frauen sind mit dem Auto von der Straße abgekommen

und im See ertrunken.

Eine hatte ein blaues Kleid an.

Seitdem heißt es, dass sie am See spukt.

Die Frau vom See ist die bekannteste Geistergeschichte in Hall County.

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit.

Die zwei Frauen waren Susie Roberts und Delia Parker Young.

Sie wurden zuletzt zusammen gesehen,

als sie im Jahr 1958 aus Richtung Dawson County

in Susie Roberts' Auto fuhren, die einen 1952er Ford hatte.

Susie war 38 Jahre alt.

Sie hat in einem Restaurant in Gainesville als Kellnerin gearbeitet.

Delia war 22 Jahre alt.

Sie hat in einer Militärakademie gearbeitet, die es hier gibt.

Beide hatten Kinder.

Sie hatten eine Art illegale Kneipe besucht,

die es damals hier gab.

Sie schlossen meistens gegen zwölf oder ein Uhr nachts, manchmal später.

Die Frauen waren auf dem Weg zurück nach Gainesville

und fuhren Richtung Hall County.

Aber sie kamen nie an.

Niemand wusste genau, welchen Weg sie genommen hatten

und was ihnen zugestoßen war.

Es gab Mutmaßungen,

dass sie von der Brücke abgekommen und in den See gestürzt waren.

Im Laufe der Zeit

schwand bei den Familien sicherlich immer mehr die Hoffnung,

dass man die beiden noch lebend finden würde.

Niemand wusste, welche Brücke.

Die Frauen waren in Dawsonville gewesen.

Es gibt drei Straßen, die von dort aus

nach Hall County führen.

Eine ist die Thompson Bridge Road. Das ist der Highway 60.

Es gibt die Browns Bridge Road.

Oder man nimmt den Dawsonville Highway, Highway 53.

Alle drei Straßen führen über Lake Lanier.

Der Dawsonville Highway sogar an zwei Stellen.

Ich war Reporter.

Ich habe 1957 bei der "Gainesville Times" angefangen.

Das war eine kleine Tageszeitung.

Es gab immer wieder Berichte darüber,

dass jemand die Frau vom See gesehen hatte.

Manche behaupteten,

vom Grund des Sees Stimmen zu hören.

Sachen wie: "Hilf mir. Hilf mir."

Bisweilen berichtete jemand,

eine gespenstische Gestalt auf der Brücke gesehen zu haben.

In diesen Spukgeschichten geht es oft um eine Frau mit einem blauen Kleid,

die keine Hände hat.

Damals hatte es noch richtigen Nachrichtenwert,

wenn eine Leiche im See gefunden wurde.

So etwas landete meistens auf der Titelseite.

Hier ist ein Artikel über eine Frau, die sie tot aufgefunden haben.

Am 15. November 1959.

Das war ungefähr 18 Monate

nach dem Verschwinden der beiden Frauen.

Da wurde die Leiche einer Frau gefunden.

Von einem Angler.

Teilweise verwest.

STARK VERWEST

Und sie hatte ein blaues Kleid an.

Delia Young hatte bei dem Tanz ein blaues Kleid getragen.

Es hieß, dass die Hände der Leiche fehlten,

als sie an die Oberfläche geschwemmt wurde.

Ihre Leiche wurde geborgen.

Aber die Person konnte nie abschließend identifiziert werden.

Ein örtliches Bestattungsunternehmen

hat die Leiche bis 1970 aufbewahrt.

Niemand hat die Leiche beansprucht.

Irgendwann später haben sie die Leiche dann anonym bestattet.

BRÜCKENARBEITER FINDEN KNOCHEN IN AUTO

Jahrelang hörte man nichts in der Sache.

Bis 1990.

Es musste eine neue Brücke gebaut werden.

Die damaligen Brücken stammten noch aus dem Jahr 1956.

Sie waren in einem schlechten Zustand.

Sie ließen die alte Brücke stehen und bauten eine neue direkt daneben.

Ich erinnere mich noch an den Anruf. Ich war gerade auf Arbeit.

Die Bauarbeiter waren auf ein Auto gestoßen.

Ich habe dann als Erstes das Taucherteam kontaktiert.

Und dann bin ich selbst hingefahren.

Sie waren gerade dabei, das Auto an Land zu ziehen.

Ich sah gleich, dass es ein alter Ford war.

Es dauerte zwei, drei Stunden, um es vom Schlamm zu befreien.

Und dann fand man die Knochen.

Die Todesursache war Ertrinken.

Es muss ein entsetzlicher Tod gewesen sein.

Das Auto und das Nummernschild konnten identifiziert werden.

Spätestens da wusste ich, dass wir die Frau vom See gefunden hatten.

Der Fund des Autos und der Leiche darin war von großer Bedeutung.

Das ist sie.

Hier drin sind Zeitungsausschnitte und auch ein paar Fotos.

Auf einem sieht man, wie das Auto an Land gezogen wird.

Man sieht, dass der weiße Streifen auf den Rädern immer noch intakt war,

nachdem man sie vom Schlamm befreit hatte.

Das hier war zwei Tage, nachdem man das Auto im See gefunden hatte.

Man hatte festgestellt, dass es Susie Roberts gehörte.

RÄTSEL UM "FRAU VOM SEE" GELÖST DAS AUTO GEHÖRTE DER VERMISSTEN

Und die unidentifizierte Leiche, die man damals gefunden

und anonym bestattet hatte,

wurde als Delia Young identifiziert.

Daraufhin fand ein Gottesdienst für sie statt

und auch einer für Susie Roberts.

Ich dachte, die Menschen aus der Gemeinde,

die die Geschichte im Lauf der Jahre verfolgt hatten,

würden glauben, dass die Geschichte damit zu Ende ist.

Dass das Rätsel um die Frau vom See gelöst sei

und nun Ruhe einkehre.

Aber manche Geschichten sind nicht totzukriegen.

Der Lake Lanier gibt mir ein ungutes Gefühl.

Ich war seit dem Vorfall nicht mehr hier.

Ein Kumpel rief an und meinte, sein Freund hätte ein Haus am See.

Es war ziemlich heiß draußen, und ich hatte noch nichts vor,

also fuhren wir hin.

Es sollte ein entspannter Tag werden.

Wir waren Teenager und wollten Spaß haben.

Wenn ich daran denke, bekomme ich Gänsehaut.

Das ist echt nicht schön für mich.

Ich rede immer noch nicht gern darüber.

Um ein Haar wäre ich in dem See umgekommen.

Ich war noch nie Jetski gefahren.

Ich sauste über den See und dachte, ich habe alles unter Kontrolle.

Aber natürlich hatte ich das nicht.

Es passierte alles so schnell. Auf einmal fiel ich irgendwie runter.

Und plötzlich schwamm ich im Wasser.

Ich war mitten im See. Weit und breit war niemand zu sehen.

Ich hätte schwören können,

dass ich ein Kreischen oder ein Jaulen gehört habe.

So ein Geräusch hatte ich noch nie gehört.

Ich hatte das Gefühl, als ob mich etwas gepackt hätte.

Irgendetwas zog an mir.

Irgendeine Kraft zog mich nach unten.

Ich hatte das Gefühl zu ertrinken.

Ohne Schwimmweste wäre ich untergegangen.

Ich war total panisch und wollte nur noch aus dem Wasser raus.

Nie wieder.

Ich verstehe es als Warnung: Geh nie wieder dahin.

Der See ist verflucht.

Es geht gar nicht anders.

Die Feuerwehr von Hall County barg die Leiche...

Der Mann ertrank dabei,

als er einen Freund retten wollte.

Er ist dieses Jahr der neunte Tote.

Gegen 19:30 Uhr wurden Wildhüter

von Georgias Umweltbehörde

zur Rettung einer Person vor dem Ertrinken

nach Little River gerufen.

Am 4. Juli ist wieder einmal eine Person im Lake Lanier ertrunken.

Ich warne seit Jahren davor, in den See zu gehen.

Mein jüngerer Bruder Mansir wäre mit 16 Jahren

einmal fast im Lake Lanier ertrunken.

Er ist nicht der Typ, der sich so etwas ausdenken würde.

Er meinte, ich soll die Menschen

über die sozialen Medien warnen.

Ich habe "Todesfälle Lake Lanier" gegoogelt,

und da stand, es ist einer der Seen mit den meisten Toten in den USA.

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso Leute immer noch dahin fahren.

Dort sterben ständig Menschen.

Hey, kommt euch diese Szene bekannt vor?

Es sieht aus wie ein herrlicher Sommertag,

wo sich Menschen am Lake Lanier treffen und trinken.

Aber die Wahrheit über Lake Lanier

ist dunkler und brutaler, als ihr denken würdet.

Trotz der Geschichte gehen die Leute immer noch zu einem See,

an dem es spukt.

Das ist doch Irrsinn.

Mein erstes Video dazu hat Millionen Klicks bekommen.

Das hier hat drei Millionen Klicks.

In den Kommentaren schreiben viele Leute über ihre Erlebnisse.

Viele haben Angehörige, die dort ertrunken sind.

Sie beschreiben ähnliche Dinge wie mein Bruder Mansir.

Da ist was Übernatürliches im Spiel. Ich finde, es liegt auf der Hand.

Die Leute ertrinken nicht, weil sie nicht schwimmen können.

Die Leute ertrinken auch nicht einfach so.

Sie ertrinken, weil es an dem See spukt.

Unter dem See gibt es einen Friedhof und ganze Häuser.

Die US Army hat den See erschaffen und dafür eine Stadt überflutet.

Die Stadt war viel kleiner,

als ich noch Kind war.

Viele ältere Menschen in der Gegend kennen die Geschichte des Sees.

Aber sie werden immer weniger.

Und dann gibt es die ganzen Zugezogenen.

Sie wissen oft nicht viel darüber, wie der See entstanden ist.

Wieso er entstanden ist.

Lake Lanier ist ein künstlicher See.

Die Bundesregierung hat die Gebiete am Fluss erworben.

Viele standen der Erschaffung des Sees kritisch gegenüber.

Das war sehr viel Land,

dass seit mehreren Generationen einigen Familien gehörte.

Sie sträubten sich, ihr Land um jeden Preis aufzugeben.

Viel davon wurde vor Gericht verhandelt.

Es mussten viele Bäume gefällt und Gebäude abgerissen werden.

Man hat unter anderem Scheunen abgerissen

und auch Häuser von Menschen.

Es war seltsam, dabei zuzusehen, wie aus dem Fluss ein See wurde.

Das ganze Gebiet um das Ufer herum wurde geflutet,

ganze Maisfelder und Baumwollplantagen.

Die wenigsten Leute wissen, was unter dem Wasser liegt.

Sie glauben, da liegt Sand,

dabei waren es landwirtschaftliche Flächen.

Sie haben nicht die leiseste Ahnung.

Das war mal das Haus der Falts.

Es besteht aus Granit.

Der Farmer wollte ein Haus bauen, das einen Tornado überstehen kann.

Mit dem Sonar kann man immer noch die Zimmer sehen.

Man sieht die Umrisse des Hauses.

Wir haben hier ein Foto aus den 20er-Jahren,

als das Haus gerade gebaut worden war.

Das sind seine Überreste.

Mit dem Sonar sieht man hier eine Gruppe an Bäumen.

Die Bäume, die man am Ufer sieht,

stehen auch unter dem Wasser.

Ab einer Tiefe von zehn Metern findet man also ausgewachsene Bäume.

Die Blätter sind mittlerweile nicht mehr dran,

aber die Äste sind noch da.

Menschen, die ertrinken,

bleiben oft in den Ästen der Bäume hängen.

Das ist der gefährlichste See, den ich kenne.

So etwas gibt es nicht zweimal.

Das sind die Überreste der hölzernen Brücke.

Ich habe mal rangezoomt.

Da ist das Straßenbett. Und da traf die Brücke auf Land.

Man sieht, dass die Straßen scheinbar Richtung Oscarville führten.

Das war eine der Hauptstraßen in die Stadt.

Von Oscarville ist nichts übrig bis auf ein paar Betonbrocken.

Die Gebäude wurden abgerissen, bevor der See geflutet wurde.

Es war nichts mehr übrig.

Ich habe mich eingehend mit der Geschichte des Sees beschäftigt,

mit seiner Entstehung und der brutalen Vorgeschichte dazu.

Mir ist klar, warum es am See spukt.

Oscarville war eine blühende schwarze Gemeinde aus Farmern,

die dieses Land am Ende des 19. Jahrhunderts erworben hatten.

Sie hatten Kirchen und sogar Schulen.

Das war eine der ersten schwarzen Gemeinden,

die selbst über sich bestimmen konnten.

Im Jahr 1912 wurde die 18 Jahre alte Mae Crow

vergewaltigt und zusammengeschlagen.

Man beschuldigte ein paar schwarze Jungen der Tat.

Sie wurden brutal zusammengeschlagen.

Dann wurden sie auf einen Todesmarsch geschickt

und vor Hunderten Menschen gehängt.

ÖFFENTLICHE HÄNGUNG

MOB WEICHT VOR DEM SCHLIMMEN ANBLICK NICHT ZURÜCK

Es gab 1.100 schwarze Einwohner in Forsyth County.

Nach diesem Vorfall wurden ausnahmslos alle

gewaltsam vertrieben.

Sie haben sie vertrieben und ihr Land in Besitz genommen, schamlos.

OKTOBER 1957

In den 1950er-Jahren wurde im Zuge der Flutung von Lake Lanier

dieses Land an die Regierung verkauft.

Land, das ihnen nicht rechtmäßig gehörte.

Das alles, um Lake Lanier zu erschaffen.

Ein See, an dem sich Leute betrinken und schwimmen gehen.

Ich glaube an eine übernatürliche Kraft dort,

weil unter dem See Leichen liegen, die man nicht umgebettet hat.

Oscarville hatte einen Friedhof.

Man hat einige Gräber umgebettet, aber wohl nicht alle.

Dort gab es Gräber von Ureinwohnern von vor der Kolonialzeit,

von schwarzen Sklaven aus der Zeit vor dem Sezessionskrieg

und aus der Zeit des Bürgerkriegs.

Viele Menschen, die grausam umgekommen sind,

denen man schweres Unrecht zugefügt hatte,

und deren Gräber wurden geflutet.

Ich glaube, der See ist verflucht.

Viele reden von der Frau vom See,

die als einzelne Person dort herumspuken soll.

Aber ich glaube, dass es mehrere Geister sind.

Sie wollen Gerechtigkeit.

Sie wollen, dass die Leute nicht mehr auf ihren Gräbern schwimmen.

Sie sehnen sich seit Jahren danach.

Wenn den Geistern keine Gerechtigkeit widerfährt,

werden weiterhin Menschen ertrinken und Geister sehen.

Die paranormalen Aktivitäten werden weitergehen.

Am See spukt es nicht. Das ist ein lächerlicher Glaube.

Aber es ist nun einmal ein großer See

mit einer Küstenlinie von 586 Kilometern

und zehn Millionen Besuchern jährlich.

Es ist ganz normal, dass es da zu Unfällen kommt.

Die Leute geraten in Panik und können nicht gut schwimmen.

So sieht es aus.

Sie überschätzen sich als Schwimmer.

Oft ist also Übermut im Spiel. Viele tragen keine Schwimmweste.

Die meisten können sich nur ein paar Minuten über Wasser halten.

Dann sind sie schon erschöpft, und dann...

rächt sich das Schicksal auf grausame Weise.

An dieser Stelle ist eine Person ertrunken.

Eine Gruppe ist ohne Schwimmweste mitten auf dem See schwimmen gegangen

und geriet in Not.

Ein vorbeifahrendes Boot kam herbei und sah die Notlage.

Der Mann konnte zwei Personen retten, aber die dritte ist leider ertrunken.

Er lag 86 Tage auf dem Grund des Sees.

Wir finden ihn in 34 Metern Tiefe, zwischen Baumästen gefangen.

Das war hart.

Es ist nie leicht.

Die Leiche eines ertrunkenen Menschen zu finden, macht keinen Spaß.

Wir bergen die Leiche und bringen der Familie somit ein wenig Trost.

Sie können dem Menschen ein richtiges Begräbnis geben.

Man kriegt die Bilder nicht mehr aus dem Kopf.

Das vergisst man nie.

Aber die Familien können abschließen.

Und... das ist es doch, worauf es ankommt.

Ich habe Mitleid mit den Familien, die ihre Angehörigen verloren haben.

Darum warne ich die Menschen, nicht in den See zu gehen.

Böse Geister machen keinen Unterschied.

Das ist leider so bei Rache. Manchmal ist sie blind.

Mein Bruder hätte sterben können, aber zum Glück hat er überlebt.

Hätte er nicht überlebt, wäre wohl einfach

ein weiterer Zeitungsartikel über ihn erschienen.

"16-Jähriger ertrinkt im Lake Lanier."

Dann würde ich darüber Videos in den sozialen Medien machen.

Von dem, was er erzählt, war es eine Nahtoderfahrung.

Es sitzt ihm immer noch in den Knochen.

Die Geschichte des Sees hat mich echt getroffen.

Ich dachte: "Krass, und in diesem See bist du geschwommen."

Als ich davon gehört habe, war mir alles klar.

Mit dem See stimmt was nicht.

Der ist auf jeden Fall verflucht.

Es kann nicht sein, dass hier so viele ertrinken.

Es muss hier einfach spuken. Hier gibt's viele negative Energie.

Es hätte mich erwischen können.

Es ist mir egal, was andere glauben,

aber ich glaube, Gott hat mich an dem Tag gerettet.

Er wollte mich noch nicht gehen lassen.

Ich hätte sterben können, aber ich lebe.

Ich habe schätzungsweise 15 Leichen aus dem See geborgen.

Es gibt einen Fall, den ich nicht vergesse.

Es war ein junger und sportlicher Mann.

Er ist in einer Bucht hin und her geschwommen.

In der Mitte in der Bucht ging er plötzlich unter.

Ohne ersichtlichen Grund.

Ich habe keine Erklärung dafür.

Er ist einfach so gesunken.

Die Leiche, die 1959 unter der Dawsonville Bridge gefunden wurde,

war meiner Meinung nach nicht Parker Young.

Ich glaube es nicht.

Es lag einfach zu viel Zeit dazwischen.

Es waren ungefähr anderthalb Jahre seitdem vergangen.

Nicht in diesem See.

Ich will nicht eklig klingen, aber hier fressen dich die Welse.

Eine Leiche, die im See versinkt,

wird von Welsen oder Schildkröten gefressen, oder von beiden.

Die Leiche, die unter dem Dawsonville Highway lag, war nicht Parker Young.

Mein Gefühl sagt mir, dass sie immer noch in dem See ist.

Die Frau vom See ist immer noch da unten.

BIS HEUTE GIBT ES IMMER WIEDER BERICHTE

ÜBER SICHTUNGEN DER FRAU VOM SEE.

WÄHREND DER LETZTEN FÜNF JAHRE

SIND SCHÄTZUNGSWEISE 31 MENSCHEN IM LAKE LANIER ERTRUNKEN.

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