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Meine Mutter hatte das zum Verkauf stehende Farmhaus
im Juni 1970 entdeckt.
Wir wohnten in einem Cape-Cod-Haus in Cumberland, Rhode Island.
Aber etwas fehlte. Da war noch mehr, was sich unsere Mutter wünschte.
Sie wollte raus aus der Vorstadt
und mit uns in die Natur ziehen.
Wir hatten keine Ahnung, was da auf uns zukam.
"Conjuring - Die Heimsuchung" ist der Horrorfilm des Sommers.
Andrea Perron lebte in den 1970er-Jahren
in besagtem Farmhaus, um das es in dem Film geht.
Angeblich basiert er auf einer wahren Geschichte,
aber ist sie wirklich wahr?
Hier ist das "Das verwunschene Haus", Rhode Island.
Die beste Methode, um einer Sache auf den Grund zu gehen,
ist immer noch, sie zu untersuchen.
Als der Film herauskam, sind die Leute so weit gegangen,
im Internet darüber zu diskutieren, ob man das Haus anzünden sollte,
weil es ein Ort des Bösen ist.
Also wollte ich dort mal hinfahren, um herauszufinden,
ob ich irgendetwas Ungewöhnliches in dem Haus vorfinde.
Als wir dort einzogen,
waren wir voller Hoffnung und Träume für die Zukunft.
Aber das, was in dem Farmhaus geschehen ist,
wird unsere Familie für den Rest unseres Lebens verfolgen.
DAS VERWUNSCHENE HAUS
Das katapultiert mich gerade 50 Jahre zurück.
Ganze 50 Jahre.
ANDREA PERRON WOHNTE 1971-1980 IM FARMHAUS
Wäre ich nicht selbst in dem Haus groß geworden,
würde ich niemals glauben, was sich hier abgespielt hat.
Ich wusste vom ersten Moment an,
dass dies kein Ort wie jeder andere war.
JANUAR 1971
Der Tag unseres Einzugs war unvergesslich.
Wir hatten Mr. Kenyon abgeholt.
Er war der Eigentümer der Farm.
Ich war auf dem Weg ins Haus,
da legte er seine Hand auf meinen Arm.
Er sagte: "Roger,
lassen Sie Ihren Kindern und Ihrer Frau zuliebe
nachts das Licht in diesem Haus brennen."
Ich wusste nicht, worauf er hinauswollte.
Ich stimmte ihm zu und sagte: "Klar, kein Problem."
Die ersten paar Monate in dem Haus
waren ziemlich freudlos und karg.
Mein Dad war nicht oft zu Hause.
Der Erwerb dieses Hauses
hatte ihre gesamten finanziellen Mittel verschlungen.
Er musste also losziehen und Geld verdienen.
Ich war im Schmuckgeschäft tätig.
Ich war ungefähr zwei Tage die Woche unterwegs.
Upstate New York, New Jersey, Massachusetts.
Ich musste den ganzen Tag arbeiten,
oft auch bis spät in die Nacht.
In dem Haus war es nie ganz still.
Man hatte immer das Gefühl,
dass hier irgendetwas im Verborgenen vor sich ging.
Das hier war mein Zimmer.
Es war zehn Jahre lang mein Zimmer.
Hier haben sich immer alle versammelt.
In der Regel schlief mindestens eine verängstigte Schwester
nachts in meinem Bett.
Mitten in der Nacht stand Cindy plötzlich neben meinem Bett.
Sie war völlig aufgewühlt.
Ich fragte sie, was los sei, und sie sagte:
"Sag bloß, du hast das nicht gehört."
Sie sah mich an und sagte:
"Ich höre Stimmen an meinem Bett, und alle sagen dasselbe im Chor:
'Sieben tote Soldaten sind in der Wand begraben.
Sieben tote Soldaten sind in der Wand begraben.
Sieben tote Soldaten sind in der Wand begraben.'
Immer und immer wieder."
Sieben tote Soldaten sind in der Wand begraben.
Meine Schwestern kamen lieber zu mir als zu meiner Mutter,
denn sie machte immer den Eindruck, als würde etwas sie stark belasten.
Irgendetwas schien sie zutiefst zu beunruhigen,
aber sie teilte uns nicht mit, was das war.
Ich habe mich schon als kleines Kind für das Übernatürliche interessiert.
Im Jahr 1973 war ich 18 Jahre alt.
Ich war am Rhode Island College Mitglied der Organisation PIRO.
"Organisation zur Erforschung parapsychologischer Phänomene."
Wir waren noch jung.
Wir waren im Highschool-Alter
und hatten das Thema einfach für uns entdeckt.
Ich hatte schon lange vor, so etwas wie PIRO zu machen.
Schon als Kind habe ich geglaubt,
dass es Dinge gibt, die außerhalb unserer Wahrnehmung liegen
wie zum Beispiel Geister, Ufos, solche Dinge.
Unser Hauptziel bei PIRO war es,
einen tatsächlichen Beweis für paranormale Aktivität zu finden,
für etwas Übernatürliches.
Als wir angefangen haben, war es schwer,
echte Fälle zu finden.
Ich wollte es irgendwie schaffen,
dass die Leute auf uns aufmerksam werden.
Vielleicht wusste ja keiner von uns.
Darum habe ich eine Anzeige in der Zeitung aufgegeben.
Ich schrieb: "Bei unerklärlichen Begebenheiten
und rätselhaften Ereignissen in Ihrem Haus kontaktieren Sie PIRO."
Schlimmstenfalls würde einfach keiner anrufen.
Die unverzüglichen Zuschriften haben uns erstaunt.
Carolyn Perron kam zu unserem Treffen.
Sie erzählte uns, was sich bei ihnen auf der Farm zugetragen hatte.
Wir dachten, entweder ist sie total verrückt,
oder wir müssen uns das unbedingt näher ansehen.
Das war früher das Zimmer meiner Eltern.
Ich habe es viel größer in Erinnerung,
als es jetzt gerade wirkt.
Eines Morgens wachte ich in den frühen Morgenstunden auf.
Ich hatte einen furchtbaren Traum gehabt.
Ich hatte einen Geist gesehen,
der sich über meine Mutter beugte und sich ihr immer weiter näherte.
Ich schloss meine Augen und hoffte inständig,
dass dieser furchtbare Traum endlich vorüber wäre.
Ungefähr eine halbe Stunde später bin ich die Treppe hinuntergegangen.
Ich fand meine Mutter vor,
die wie wahnsinnig etwas auf Papier kritzelte.
Zwei schwarze Löcher waren ihre Augenhöhlen.
Sie hatte sehr schmale Lippen
und spitze gelbe Zähne.
Als ich die Zeichnung meiner Mutter sah,
sagte ich zu ihr: "Ich habe sie gesehen."
Es war gar kein Traum.
Sie sagte: "Sag deinen Schwestern nichts davon.
Es würde ihnen nur Angst machen."
Ich bin ein ausgebildeter Ermittler
und war früher mal Kriminalbeamter.
JOE NICKELL, DR., IST EIN SKEPTISCHER DÄMONOLOGE.
Unsere Zeitschrift beschäftigt sich ernsthaft mit diesen Dingen.
Wir würden diese Fälle nicht abtun oder darüber spotten,
sie kleinreden oder sie einfach übergehen.
Nein, nein. Wir schauen sie uns ganz genau an.
Wir suchen aktiv nach Lösungen
und gehen der Sache auf den Grund.
Ich habe mir das Haus vom Keller bis zum Dachboden angesehen.
Meine Absicht ist es, alles zu erklären, was ich kann.
Zum Beispiel, dass Carolyn aufgewacht ist
und die Erscheinung einer alten Frau gesehen hat.
Dabei handelt es sich um eine bekannte Sinnestäuschung
namens Wachtraum.
Das Gehirn spielt einem andauernd Streiche.
Aber sie haben sich gegenseitig Futter gegeben.
Soweit ich weiß, war Roger so gut wie nie da.
Es gab in dem gesamten Haushalt keine skeptische Meinung.
Von daher müssen wir schon davon ausgehen,
dass eine Art Ansteckungseffekt vorlag,
sprich dass eine Person es zur anderen weitertrug.
Meine Mutter fühlte sich sehr einsam.
Sie wollte nicht,
dass wir mit den Geschehnissen irgendwie in Berührung kommen.
Sie wollte uns beschützen.
Meinen Vater ließen die Geschichten darüber,
was in unserem Haus geschah, kalt.
Er ist ein sehr pragmatischer Mann.
Für meinen Vater muss alles rational erklärbar sein.
Und das war es nicht.
Mein Vater wurde sehr missmutig und verschlossen.
Es war offensichtlich, dass ihn die Sache sehr beschäftigte.
Im Laufe der Monate zog sich Carolyn immer mehr in sich zurück.
Sie rauchte mehr, trank Kaffee
und nahm immer mehr ab.
Sie behauptete, dass man ihr nach dem Leben trachtete.
Und zwar ginge das von den Geistern aus.
Sie behauptete, dass sie in das Leben der Geister eindringen würde.
Carolyn war nicht mehr dieselbe.
Ich habe sie immer mal wieder vom Haus weggeholt.
Wir haben Waldspaziergänge gemacht.
Sie sollte einfach mal auf andere Gedanken kommen.
Aber wenn wir zurück ins Haus kamen, fing alles wieder von vorn an.
Die Waldspaziergänge brachten nichts.
Ich wollte ihr glauben.
Aber ich konnte es nicht.
Das war einfach nicht rational zu erklären.
Meine Mutter wollte meinem Vater beweisen,
dass das alles wirklich geschah.
Sie spürte deutlich ein weibliches Wesen in dem Haus,
das sie dort nicht haben wollte.
Sie wollte herausfinden, um wen es sich dabei handeln könnte.
Sie fuhr in die Stadt
und hat den ganzen Tag Nachforschungen angestellt.
Meine Mutter fand heraus,
dass zuvor acht Generationen einer Großfamilie dort gewohnt hatten
und einige im Haus gestorben sind.
DAS HAUS DER ARNOLDS, 1885
Außerdem entdeckte sie,
dass es in der Stadt jede Menge merkwürdige Todesfälle gegeben hatte.
Selbstmord durch Gift, Selbstmord durch Erhängen,
Selbstmord durch Kehlschnitt,
versehentlich ertrunken, versehentlich getötet,
in Flammen umgekommen, tot aufgefunden, tot umgefallen,
sonstige Todesumstände.
Eine endlose Liste über alle Jahrhunderte hinweg.
"Erhängt aufgefunden von einem Landarbeiter.
Kehle mit Rasiermesser durchschnitten.
Erfroren am 17. Dezember."
Meine Mutter durchforstete Archive und Unterlagen
auf der Suche nach jemandem,
der etwas mit dieser Farm zu tun gehabt hatte.
Bathsheba Sherman gehörte nicht
zu den Familien Arnold oder Richardson.
Wir haben erst von ihr erfahren, als der Stadthistoriker von damals
meiner Mutter von der Legende um Bathsheba Sherman erzählte.
Der Historiker erzählte ihr,
dass Bathsheba eine böse Frau gewesen war.
Außerdem hat er ihr erzählt,
dass sie schwere Verluste erfahren hatte
und dass sie darüber alt und bitter und gemein geworden war.
Angeblich ist ein Kleinkind in ihrer Obhut gestorben.
Die Dorfbewohner haben sie beschuldigt,
das Kind getötet zu haben.
Und im Nu rankten sich Gerüchte darum, dass sie eine Hexe sei,
die ihre Seele verkauft hätte
und das Leben des Kindes dem Teufel geschenkt hätte
im Tausch gegen ewige Jugend und Schönheit.
Der Verdacht blieb an ihr haften,
obwohl die Vorwürfe wahrscheinlich unbegründet waren.
Sie hat ein langes und trauriges Leben geführt.
Sie hat drei ihrer vier Kinder vor dem vierten Lebensjahr begraben.
Sie liegen hier neben hier.
NICHT UM DAS KINDLEIN SOLLST DU WEINEN
DENN SELIG RUHT ES IN DEN ARMEN SEINES ERLÖSERS
Carolyn wollte, dass wir zum Haus kommen.
Sie wollte uns überzeugen, dass es die Mühe wert war,
sich das mal selbst anzusehen.
Ich war etwas nervös vor dem Besuch,
weil ich nicht wusste, was uns erwartet.
In dieser Gegend von Rhode Island war ich noch nie gewesen.
Für mich lag es mitten im Nirgendwo.
Allein es zu finden, war schwer.
Carolyn war froh darüber, nicht mehr allein damit zu sein.
Sie hat mir erzählt, wie sehr es sie verletzte,
dass Roger ihr keinen Glauben schenkte.
Ich glaube, aus diesem Grund wandte sie sich an uns.
Sie wollte ihm beweisen,
dass das alles wirklich geschah und sie nicht verrückt war.
Zuerst hat sie uns alle aus der Familie vorgestellt.
Und vor Einbruch der Dunkelheit
ging sie mit uns zum Friedhof in Harrisville,
wo das Grab von Bathsheba Sherman lag.
Sie war die mutmaßliche Hexe,
die Carolyn nach ihren Erkundigungen verdächtigte,
durch ihr Haus zu spuken.
Die Mädchen zeigten mir ihre Zimmer im Obergeschoss.
Sie zeigten mir das große Schlafzimmer
und erzählten mir, wie sehr sie sich fürchteten.
Neben mir war ein Fenster, das man nicht schließen konnte.
Ich sagte zu ihnen: "Warum wendet ihr euch nicht an Jesus,
wenn ihr so große Angst habt?"
Und im Bruchteil einer Sekunde krachte das Fenster laut zu.
Eine der Schwestern, Nancy, hatte auf einmal das Gefühl,
dass ihr jemand auf die linke Kopfseite schlägt.
Ihr Kopf knallte zurück, ihre Haare flogen,
sie schrie und begann zu weinen.
Ich behielt die Fassung und sagte: "Habt keine Angst.
Das Ding hat mehr Angst vor Jesus als ihr vor ihm."
Wir sind dann nicht mehr sehr lang geblieben.
Ich war überzeugt, dass ein böser Geist in dem Haus wohnt
und der Familie etwas Böses will.
Eine Woche später behauptete Carolyn, dass wieder Sachen vorgefallen seien
und dass die Aktivitäten mehr geworden wären.
Die Lage spitzte sich zu, als sie mich eines Tages anrief
und mir verzweifelt versuchte zu erklären,
was in der Nacht zuvor vorgefallen war.
Sie war wach geworden,
und als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten,
sah sie eine Silhouette vor ihrem Bett, und eine Stimme sang:
"Ich vertreibe dich mit glühenden Besen,
bis du vom Wahnsinn bist besessen,
doch du kommst nicht fort, denn du bist schon tot."
Ich sagte: "Carolyn, ich rufe gleich Ed und Lorraine Warren an."
Ich hatte ihr von ihnen erzählt und dass ich sie anrufe,
wenn es nicht mehr anders ginge.
Also rief ich Lorraine Warren an. Sie ging sofort ans Telefon.
Sie sagte: "Donna, gib uns zwei Tage, dann sind wir dort."
In den 1970er-Jahren zählten Ed und Lorraine Warren
zu den weltweit bekanntesten Jägern von Geistern und paranormalen Dingen.
Nennen Sie es von mir aus Teufel oder Gespenst oder Dämon.
Hier drin ist etwas, das über genug Intelligenz verfügt,
um der Familie physischen und psychischen Schaden zuzufügen.
Wir waren froh,
unsere Freunde und Experten ins Boot geholt zu haben.
Wir glaubten die Familie in guten Händen zu wissen.
OKTOBER 1973
Kurz vor Halloween 1973
standen Mr. und Mrs. Warren an unserer Küchentür.
Sie stellten sich vor als Ermittler im Bereich des Paranormalen.
Sie erzählten meiner Mutter, dass PIRO sie geschickt hat.
Meine Mutter fand Mrs. Warren sympathisch.
Aber mein Vater wollte nicht, dass die Warrens sich einmischten.
Er mochte sie nicht.
Er traute ihnen nicht.
Gegen Lorraine Warren hatte ich nichts.
Aber ihm traute ich nicht über den Weg.
Er klang immer so, als würde er mit gespaltener Zunge sprechen.
Ich fand das alles einfach nicht glaubwürdig.
Ed Warren wollte mich davon überzeugen,
dass es im Haus spukte.
Sie wirkten auf mich,
als würden sie mir irgendeinen Schutz verkaufen wollen.
Ich dachte, die würden uns mehr schaden als helfen.
Ich hatte nicht das Bedürfnis, sie in mein Haus zu lassen.
Zu meiner Frau waren sie viel herzlicher als zu mir.
Mrs. Warren spürte ganz deutlich,
dass ein Geist im Haus sein Unwesen trieb,
der von meiner Mutter Besitz ergreifen wollte.
Sie ging hinüber zu unserem alten schwarzen Ofen in der Küche
und sagte:
"Ich spüre eine bösartige Kraft in diesem Haus.
Ihr Name ist Bathsheba."
Das machte meine Mutter sprachlos.
Wahrscheinlich haben Sie noch nie ein Haus gesehen
wie das von Ed und Lorraine Warren in Monroe, Connecticut.
Aber Sie haben wahrscheinlich auch noch nie Menschen getroffen,
die von sich behaupten, echte Geisterjäger zu sein.
Ed und Lorraine Warren waren ein berüchtigtes Gespann.
Sie standen gern im Scheinwerferlicht und mochten Geld.
Sie hatten allerhand Tricks parat.
Ed, wie können Sie mir helfen?
Es ist unsere Aufgabe,
das fragliche Phänomen vor Ort genau in Augenschein zu nehmen.
Wir dokumentieren, fotografieren, machen Tonaufnahmen.
Damit wenden wir uns an die zuständige Stelle,
was meistens der religiöse Glaube der betreffenden Familie ist.
Sie tauchten bei den Perrons auf und erzählten Carolyn,
dass Bathshebas Geist in ihrem Haus ihr Unwesen treibt.
Das hat Carolyn davon überzeugt,
dass sie wirklich irgendwelche Dämonenexperten sein mussten
mit magischen Fähigkeiten.
Woher konnte sie das nur wissen?
Nun, natürlich hatte sie diese Information von irgendwem bekommen.
Ich bin jedes Mal fast verzweifelt,
wenn sie bei einer neuen Familie aufkreuzten.
Man fragt sich, was die da nur treiben.
Geht es ihnen um Gott und Liebe? Darum, was Jesus dazu sagen würde?
Nein, es hat nichts mit Jesus zu tun.
Sie stehen für eine Art von mittelalterlicher Dämonenlehre,
die wirklich ins Mittelalter gehört.
Schließlich überzeugten die Warrens Carolyn,
wozu wahrscheinlich nicht viel nötig war,
eine Séance abzuhalten.
Die Warrens schlugen hier mit einem Priester auf,
einem Medium, Kameraleuten und einem Tonspezialisten.
Es waren fünf oder sechs Leute.
Lorraine wollte, dass ich mit meinen Schwestern nach oben gehe.
Aber da blieben wir nicht.
Cindy und ich schlichen uns die Treppe runter.
Auf dem Tisch brannten Kerzen.
Sie hatten ein großes altes Tonbandgerät mitgebracht.
Die Tür stand nur so einen Spalt weit offen.
Das Licht war aus. Es gab nur die Kerzen.
Sie konnten nicht sehen,
dass wir an der Tür standen und alles mitbekamen.
Ich kam die Veranda hinauf und ging durch die Haustür.
Als ich das Wohnzimmer betrat, stand da ein Haufen Leute.
Ich sah Lorraine und ihren Mann.
Ich sagte: "Was ist denn hier los?"
Meine Frau meinte: "Wir machen hier eine Séance."
Und ich sagte: "Nicht in diesem Haus, mein Schatz."
Ed saß am Tisch. Lorraine stand.
Meine Frau saß auf einem Stuhl.
Ich habe den Raum nicht betreten. Ich blieb in der Tür stehen.
Ich sagte: "Nein, das gefällt mir ganz und gar nicht."
Meine Frau sagte: "Bitte, du musst nicht daran teilhaben.
Du kannst im Wohnzimmer bleiben."
Also gewährte ich ihnen, mit der Sache anzufangen.
Innerhalb weniger Sekunden, weniger Momente
fiel der Kopf meiner Mutter zu ihrer Brust hinab,
und sie fing an, vor Schmerzen zu schreien.
Sie fing an, in einer Sprache zu sprechen,
die ich nicht verstand.
Ich hatte keine Ahnung, was ich davon halten sollte.
Und nur wenige Sekunden später
war ihr ganzer Körper verbogen.
Ihre Knie waren an ihrem Kinn.
Sie stand zur Hälfte auf dem Stuhl.
Ihre Arme hielt sie irgendwie so.
Es wirkte, als würde irgendwas an ihren Armen ziehen.
Plötzlich hob der Stuhl vom Boden ab und kam direkt auf mich zu.
Ich traute meinen Augen nicht.
Plötzlich kam der Stuhl ins Zimmer und auf mich zu geflogen
und landete direkt vor meinen Füßen.
Ihr Kopf prallte auf dem Boden auf.
Da bemerkte ich, dass meine Töchter das gesehen hatten.
Ich war entsetzt.
Ich wollte nicht, dass die Kinder ihre Mutter so sehen.
Als ihr Kopf aufprallte, war es,
als ob...
Wir alle dachten, dass sie gerade gestorben war.
Ich hielt ihre Hand und ihren Kopf. Ich hielt alles.
Und, du liebe Zeit...
Plötzlich kam Mr. Warren auch noch dazu.
Er schnappte sich mein Hemd am Rücken und zog daran.
Er sagte: "Roger, stehen Sie auf, ich kümmere mich um sie."
Ich sagte: "Nein, nein, nein, ich helfe ihr schon."
Er hörte nicht auf, an mir zu ziehen,
und dann sagte ich: "Sofort aufhören, sonst..."
Und dann habe ich ihm ins Gesicht geschlagen.
Das tut mir bis heute leid.
Dann hat mein Vater alle angeschrien, dass sie es nie wieder wagen sollten,
einen Fuß auf sein Grundstück zu setzen.
Sie war bewusstlos.
Wir standen um sie herum, und dann öffnete sie die Augen und sah uns an.
Eine größere Erleichterung habe ich nie wieder gespürt.
- Vielen Dank. - Guten Appetit.
Ich denke fast jeden Tag an das, was in dem Farmhaus passiert ist.
Das hat mich nachhaltig beeinflusst.
Wir fanden den Fall faszinierend.
Und wir machten uns ernsthafte Sorgen um Carolyn Perron und ihre Familie.
Ich glaube, viele Sachen hätten besser laufen können.
Die Séance war völlig überflüssig.
Wir hatten Lorraine und Ed erzählt, dass Carolyn glaubte,
eine Hexe namens Bathsheba würde im Haus spuken.
Als Lorraine gegenüber Carolyn den Namen Bathsheba erwähnte,
gewann sie natürlich sofort ihr Vertrauen.
In dieser Nacht kam alles zusammen. Die Situation spitzte sich zu.
Und das zum Schaden von Carolyn.
Mein Name ist Nickell.
Darum ist der berühmte amerikanische Nickel aus Holz meine Visitenkarte.
Mein Vater war ein talentierter Amateurzauberer,
den es sehr gefreut hätte, wenn ich Profizauberer geworden wäre.
Das Ganze geht so:
Er wirkt fest.
Aber in Wahrheit ist er aus Gummi.
Wenn ich ihn so nehme und leicht drücke...
Nein, er ist nicht da. Er ist hier drüben.
Ich glaube, Zauberer haben einen besonderen Hang dazu,
die Welt durch das Auge der Illusionen zu betrachten.
Das ist immerhin ihr Beruf.
Meine Arbeit im Bereich des Paranormalen
ist auch damit verbunden.
Egal, worum es geht,
ob um einen Geist oder eine fliegende Untertasse,
wir müssen verstehen, wo uns unser Gehirn einen Streich spielt
oder wo ein komischer Zufall dahinter steckt.
Ein Zauberer denkt sich:
"Aha! Das erklärt, was du gesehen hast."
So in der Art.
Ich muss sagen, dass wir nie viel im Haus gemacht haben.
Wir gingen nicht raus.
Wir verfielen in eine leichte Depression.
Sie verfiel in eine schwere Depression.
Sie war nicht mehr da.
Die Beziehung meiner Eltern ist an diesem Haus zerbrochen.
Nichts war mehr, wie es war. Alles war anders.
CAROLYN ERHOLTE SICH LAMGSAM VON DEN EREIGNISSEN BEI DER SÉANCE.
DIE FAMILIE WOHNTE NOCH WEITERE SECHS JAHRE IN DEM FARMHAUS.
Nach diesem Abend
habe ich mehr Zeit zu Hause bei meiner Familie verbracht.
Wir hatten sehr, sehr viele Erlebnisse mit Geistern.
Kurz nach der Séance bekam ich selbst ein Bild vom Leben
mit den Geistern, so wie meine Familie.
In dem Haus lebten wir unter den Toten.
Wir hatten uns an das Leben miteinander gewöhnt.
Wir lebten gemeinsam mit den Geistern in dem Haus.
Als wir von hier fortgingen, sagte meine Mom:
"Wir verlassen die Farm, aber die Farm wird uns nie verlassen."
NACH DEM WEGZUG VON DER FARM
LIESSEN SICH CAROLYN UND ROGER SCHEIDEN.
CAROLYN LEBT MIT IHRER FAMILIE
IM US-BUNDESSTAAT GEORGIA.
DIE WARRENS VERKAUFTEN IHRE AKTE ÜBER DIE PERRONS,
AUF DER DER FILM "CONJURING - DIE HEIMSUCHUNG" VON 2013 BASIERT.
DER FILM SPIELTE 318 MILLIONEN DOLLAR EIN.
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