All language subtitles for Liebe am Fjord - 4x02 Sog der Gezeiten.deu

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Original subtitles

Liebe am Fjord Sog der Gezeiten

als Agnes Wallem

als Luisa Storstein

als Kristian Storstein

Warum hast du mich nicht geweckt? Ich wollte dich ablösen.

Das wollte ich mir nicht antun.

Du siehst so hübsch aus, wenn du schläfst.

Ich fürchte, wir sind da.

Schade eigentlich.

Wir waren noch nie länger als einen Tag voneinander getrennt.

Noch ein Wort, und ich bleibe hier.

Und wenn du dich in die Schönheit der Provinz verliebst?

Dann musst du kommen und mich zurückerobern.

Versprochen.

Agnes!

Du kriegst den Auftrag.

Ich wette 100 Kronen, dass Sie Agnes Wallem sind.

Die Wette haben Sie gewonnen.

Mette Forsberg, die Pfarrerin von Fresvik.

Ach, Sie haben sich doch für mich eingesetzt.

Jedenfalls für Ihre Idee, ja.

Ich hoffe, dass Sie mit dem Rest von mir auch zufrieden sind.

Dann klappen Sie den Computer zu und gucken sich die Landschaft an.

Der erste Eindruck entscheidet, genau wie bei einem Menschen.

Früher nannte man die Fjorde die Arme des Meeres.

Das klingt schön.

Und da der Torsberg-Felsen mit seinem Wasserfall.

Dort opferte man früher den Göttern Odin, Thor oder Freya.

Was opferte man denn?

Im Regelfall einen Sack Korn oder ein paar Krüge Met.

Es gab Zeiten, da opferten sie Kinder.

Man muss verzweifelt sein, um sein Kind da hinabzustürzen.

Oder Angst vor den Göttern haben.

Um die Kinder zu retten, stürzten sich die Frauen selbst hinunter.

Das ist unser Fresvik!

Fast das Ende der Welt.

Oder der Anfang. Ja.

Oh, danke!

So, das ist Ihr Hotel.

Ach wie schön!

Danke.

Ich möchte mir die Stabkirche angucken. Wo muss ich lang?

Gehen Sie 10 Minuten hier lang.

Danke. Soll ich Sie begleiten?

Ich würde lieber alleine gehen.

Sagt man nicht, der erste Eindruck einer Landschaft entscheidet?

Das ist wie bei den Menschen. Schön, das muss ich mir merken.

Tschüs.

Das Mädchen summt den Hochzeitsmarsch.

Björn, wenn du deine geliebte Mia heiraten willst, dann sag ja!

Ja.

Hey!

Ich wollte dich nicht erschrecken. Spiel ruhig weiter!

Hey!

Ich wette 100 Kronen, dass Sie Agnes Wallem sind.

Ich bin Fritjolf, mir gehört das Hotelchen hier.

Freut mich. Sagen Sie mal ...

Warum will hier jeder mit mir wetten?

Wo nicht viel passiert, will man wenigstens auf etwas wetten.

So haben wir hier die letzten 10.000 Jahre rumgekriegt.

Ihre Sachen sind oben. Oh! Danke!

Für den Empfang ziehen Sie sich sicher noch um, oder?

Was für ein Empfang?

Im Kommunehaus. Die Bürgermeisterin will Sie der Gemeinde vorstellen.

Ich dachte, es ist nur ein erstes Treffen, um sich kennenzulernen.

Kennenlernen werden Sie dort einige Leute.

Ich kann Sie leider nicht begleiten, ich hab noch ein Date.

Schade eigentlich.

Ein netter Versuch, aber keine Chance.

Hi! Hi!

Da bist du ja wieder!

Und wer bist du?

Mia. Aha! Hallo Mia.

Ich bin Agnes.

Bist du auch eingeladen? Ja.

Dann komm mal mit, Agnes!

Musst du denn noch gar nicht schlafen?

Erst wenn Papa kommt. Und wo ist deine Mama?

Da, Mama ist die Bürgermeisterin.

Musik

Weißt du was? Ich muss noch mal ganz schnell weg.

Musik

Agnes?

Hey!

Wieso bist du hier?

Oben im Saal sind deine Frau Luisa und deine Tochter Mia.

Und jetzt stehst du auch noch vor mir.

Sag du mir, wieso ich hier bin.

Das weiß ich nicht. Dieser Empfang ist für eine Architektin.

Ich bin die Architektin, der Empfang ist für mich.

Das müsste sie doch wissen. Das muss sie sicher wissen.

Kristian, ich ...

Entschuldige, ich weiß nicht, was hier los ist.

Agnes! Agnes!

Du glaubst doch nicht, dass ich etwas damit zu tun habe?

Darf ich?

Preisfrage: Wieso flieht jemand von seinem eigenen Empfang?

Vielleicht, weil er Kopfschmerzen hat?

Hier, großartig gegen Kopfschmerzen.

Danke.

Aber Kristian haben Sie schon kennengelernt.

Ja.

Glauben Sie an Schicksal?

Ich kenne einen Mann. Er ist glücklich.

Er hat alles, was man sich wünschen kann.

Eines Tages erwischt er seine Frau mit seinem Bruder im Bett.

Oh!

Und was hat er dann gemacht?

Er hat sich von der Frau getrennt.

Die Frau und der Bruder sind noch zusammen.

Alle drei leben seit 30 Jahren in einem Haus.

Sie sind dran.

Ich kenne eine Frau, auch ziemlich gut.

Auch sie war glücklich und hatte alles, was man sich wünscht.

Aber sie dachte, das kann noch nicht alles gewesen sein.

Sie hat sich getrennt.

Sie fand aber nichts Besseres und wollte den Mann zurück.

Doch er war schon vergeben, und seine neue Frau war schwanger.

Ich find meine Geschichte besser.

Aber meine Geschichte geht noch weiter.

An einem ganz anderen Ort, einem kleinen Ort am Fjord, ...

... da trifft sie ihre große Liebe wieder und seine Frau.

Und das Kind der beiden.

Und jetzt weiß die Frau nicht, was sie machen soll.

Ist die Frau wegen des Mannes an den Fjord gekommen?

Nein. Nein, das ist sie nicht.

Na also, dann ist es doch gar nicht so kompliziert.

Hi! Hi!

Ah!

Agnes!

Gott, das ist eine Ewigkeit her!

Hallo Luisa! Gut siehst du aus.

Und es ist acht Jahre her.

Die Einladung habe ich dir zu verdanken, oder?

Die hast du dir zu verdanken, dein Konzept war das beste.

Und dass es von mir kam, hat dir nichts ausgemacht?

Das ist doch alles ewig her. Wir sollten jetzt anfangen.

Frau Wallem wird ihren Entwurf, falls nötig, überarbeiten.

Deswegen haben wir sie zu uns eingeladen.

Und ich glaube und hoffe ... Moment, dazu muss ich was sagen.

Ich bin Sven Hagen.

Ich war ein kleiner Junge, als sie das Gemeindehaus gebaut haben.

Nach dem ersten großen Krieg.

Bevor wir anfingen, die Kriege zu nummerieren.

Heute steht es über 80 Jahre. Und wir waren stolz darauf.

Es war immer für alle gut.

Mir hat keiner erklärt, warum wir plötzlich ein neues brauchen.

Applaus

Eins will ich noch dazu sagen.

Wir haben erst vor 30 Jahren unser Haus renoviert.

Applaus

Ihr Lieben, ich weiß, Veränderung braucht Bereitschaft und Öffnung.

Gebt Frau Wallem eine Chance und hört ihr zu.

Eine kluge Frau hat einmal gesagt:

Der erste Eindruck einer neuen Landschaft ist entscheidend.

Wie bei einem Menschen. Von Ihnen haben wir einen Eindruck!

Ich möchte Ihnen einen offenen und lichten Raum schaffen.

Für gemeinschaftliches Erleben.

Ich kann Architektur nicht ohne ihre Umgebung denken.

Das ist Ihr altes Gemeindehaus.

Ich werde behutsam und respektvoll mit Ihrer Heimat umgehen.

Denn es ist Ihre Heimat und nicht meine.

Ich habe erst wenig von Ihrer Heimat gesehen.

Aber ich habe mich in das Wenige verliebt.

Also geben Sie mir eine Chance.

Applaus

Mädchen, Mädchen!

Vielleicht verliebst du dich einfach zu leicht.

Die Leute lachen.

Hey! Hey!

Du, ich höre dir zu.

Und was willst du hören?

Dass ich's dir hätte sagen müssen?

Dass es nicht gut ist, alte Wunden aufzureißen?

So was in der Art, ja.

Und was hätte das geändert?

Dass sie nicht denken müsste, ich hätte das Ganze angerührt.

Liebling, es gab sieben Entwürfe.

Die Ideen von Agnes waren mit Abstand die besten.

Was hätte ich machen sollen?

Sagen, es geht nicht, weil mein Mann mit der Frau zusammen war?

Und warum musste sie unbedingt herkommen?

Du kennst den Kirchengemeinderat.

Für den sind die Entwürfe wie Sciencefiction.

Aber jemand muss sie überzeugen, deshalb habe ich sie hergeholt.

Okay, ich hätte mit dir reden müssen.

Aber ich hatte sehr viel um die Ohren.

Klar. Alles klar.

Weil du so viel um die Ohren hast, stehe ich da wie ein Idiot.

Ist in Ordnung.

Ich denke, sie hat sich gerade selbständig gemacht.

Sie kann den Auftrag sicher gut gebrauchen.

Luisa, in welchem Zustand ist unsere Ehe?

Dass du keine Zeit hast, mit mir über so was zu reden.

Wir reden jetzt in diesem Moment.

Mia hat dich auch schon mal öfter gesehen.

Ach, darum geht's. Es geht um meinen Job.

Du musst dich einmal mehr um unser Kind kümmern.

Und schon sollen alle Mitleid haben.

Das stimmt gar nicht. Ach so, das stimmt nicht.

So viel zum Zustand unserer Ehe.

Jonas, tut mir leid, dass ich mich gestern nicht mehr gemeldet habe.

Ich musste noch den Kirchengemeinderat überzeugen.

(Jonas) Lass dich nicht verbiegen.

Du müsstest die Kirche mal sehen, das ist große Baukunst.

Ich will diesen Job. Und wenn ich ihn umsonst machen muss!

Ach so, ich wollte dich nicht ...

Ich dich auch.

Ja, tschüs!

Ich wette, Sie wünschen so ein schickes Espresso-Milch-Ding.

Und schon wieder ne Wette gewonnen.

Darf ich sonst noch was für Sie tun? Vielleicht ein Spicy Omelett?

Klingt verführerisch, aber haben Sie einen frischen Obstteller?

Selbst gepflückt. Sie sind ein Phänomen.

Darf ich Sie mit nach Hause nehmen?

Zweiter Versuch? Ich gebe nicht auf.

Guten Morgen! Guten Morgen!

Das ist ihr Arbeitstisch. Oh! Der steht da gut.

Einfach mal da hingestellt. So sind sie eben.

Haben Sie den Abend gut überlebt?

Sagen wir doch mal knapp. Hier vergeht die Zeit langsamer.

Sehen Sie's den Leuten nach, wenn Sie misstrauisch sind.

Das war massiver Widerstand.

An so was kann man wachsen. Sie schaffen das.

Ihr Wort in Gottes Ohr.

Bis gleich!

Hey, Agnes!

Guten Morgen, Kristian.

Weiß sie, dass wir uns kennen?

Glaube ich nicht. Es sei denn, Luisa hat was gesagt.

Hast du mit ihr gesprochen? Ja.

Du kannst dir sicher sein, dass ich mit ihr gesprochen habe.

Gut.

Und?

Ist lange her, he?

Ja.

Was machst du so? Ich baue immer noch Schiffe.

Wenn du Zeit hast, mein Büro ist unten am Hafen.

Wenn ich Zeit habe, finde ich dich.

Wenn du mich suchst, mein Büro ist da.

Gut.

Ach du Sch...

Scheiße!

Mein Chef ist tolerant, aber er legt Wert auf angemessene Wortwahl.

Okay, ist Mist angemessen? Besser.

Das ist schwerer Mist.

Ich koche Ihnen einen starken Kaffee.

Ich brauche eine starke Frau. Können Sie mir nicht helfen?

Tut mir leid, mein Rücken. Tut mir auch leid.

Vielleicht kann mir Fritjolf helfen.

Mein Schwager ist zum Großmarkt gefahren.

Fritjolf ist Ihr Schwager? Seit 30 Jahren.

Ach!

Das Leben geht seltsame Wege.

Ich habe gelernt, diese Wege zu respektieren.

Jemand klopft.

Ja?

Hey! Hey!

Du hast ja doch Zeit gefunden. Nur kurz.

Schick!

Probierst du sie immer noch in der Badewanne aus?

Ja, hier in der großen direkt vorm Haus.

Und schwimmen sie? Meine Statik stimmt.

Das sagen sie alle, und ups, ist ne Brücke eingestürzt.

Deswegen baue ich ja Schiffe.

Das machst du alles von hier aus? Ja, mit meinen Brieftauben.

Kaffee? Nein.

Ich brauche einen starken Mann. Hier, such dir einen aus.

Beweg dich!

Ole, äh ... Er kommt gleich wieder.

Sie sagt es.

Heimlicher Verehrer?

Ja, eure Pfarrerin. Ach!

Das ist gut.

Das ist richtig gut, dein neues Gemeindehaus.

Respekt! Die Statik sollte ich allerdings überprüfen.

Die Dächer habe ich ... Schön, dass du hier bist.

Finde ich auch.

Ich sollte jetzt mal gehen.

Gut.

Kommst du klar? Ja.

Bringst du den Eimer mit? Mhm.

Hey! Schon fertig?

Ja, für heute. Warte mal!

Wirklich zauberhaft. Hast du auch Kinder?

Noch keins, aber wir arbeiten daran.

Hallo Agnes! Hallo Mia!

Hat der Papa unsichtbare Fische gefangen? Und so viele!

Jetzt komm!

Mein Papa hat in zwei Tagen Geburtstag.

Das weiß ich.

Mia singt.

Singt mal mit!

Mia und Agnes singen zusammen.

Mia und Agnes singen.

Hallo Maus!

Hi! Schön!

Hallo. Ich bin noch zwei Stunden im Büro.

Das geht nicht, ich habe noch eine Sitzung in der Kreisstadt.

Was, jetzt noch? Ja.

Ich kann diesen Job nicht mit halber Kraft machen.

Du bist auch Mutter und ganz nebenbei noch Ehefrau, oder?

Tut mir leid, es geht nicht anders.

Okay. Hey, Mia, Papa bringt dich nach Hause, Planänderung.

Läufst du schon mal zum Boot?

Bis gleich.

Ich stecke mitten in den Entwürfen für "Nilsson und Bröderop".

Ich gehe trotzdem mit ihr spielen und wollte heute für uns kochen.

Lad doch Agnes zum Essen ein.

Sag ihr, wie man den Gemeinderat überzeugt.

Es tut dir sicher gut, wenn eine Frau mal Zeit hat für dich.

Ja, vielleicht hast du sogar recht.

Dann mach's doch einfach.

Agnes, hast du Lust, heute Abend mit mir und Mia bei uns zu essen?

Ist gerade ein Stuhl frei geworden?

Kann man so sagen, ja.

Hey!

Hey! Da ...

Ja, da ... kann ich ja jetzt den Salat machen.

Mia, Viertelstunde!

Dein legendärer Salat mit Pilzen braucht zum Ablöschen Wermut.

Ja. Und du brauchst vier verschiedene Öle.

Eins, zwei, drei, ...

... vier.

Das weißt du noch?

Du, es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht vergessen.

Gibt's eigentlich einen Mann zu deinem Kinderwunsch?

Ja.

Jonas.

Und was macht der so?

Neurologe.

Wenn er sagt, ich nerve, sage ich: ist doch dein Fachgebiet.

Bist du glücklich? Ja.

Wir sind ziemlich glücklich.

Und wie lange schon? Fünf, sechs Jahre?

Sechs ...

... Monate. Aha!

Aha.

Luisa!

Luisa!

Luisa, was ist los? Soll ich deinen Mann holen?

Nein. Nein, Unsinn.

Was ist mit dir? Ich ...

Ich bin ... nur ein bisschen überarbeitet.

Wenn du was hast, ich bin da. Hörst du?

Wenn du dich mir anvertrauen möchtest, ich bin für dich da.

Ich bin krank, aber ich will nicht darüber reden.

So, Mäuschen, jetzt geht's ins Bett.

Das ist aber blöd.

Das ist nun mal so im Leben der Zwerge.

Das ist gemein. Ja.

Okay, das ist genauso gemein wie das hier.

So, sag Agnes gute Nacht, Mia!

Sag Agnes gute Nacht, Mia!

Gute Nacht! Gute Nacht.

Ihr erzähle ich die Geschichte von den Lulus und den Lalas.

Und dir erzähle ich dann, wie man den Gemeinderat umdreht.

Das wird mir helfen. Gut.

Wein ist in der Speisekammer, bedien dich.

Und jetzt ab durch die Mitte! Schlaf schön!

Die Lalas grübelten, was die Lulus mit "Guschunk mutbrungen" meinten.

Dabei ist das ja total einfach.

Also "Guschunk" heißt "Gaschank" heißt ...?

Geschenk. Genau. So einfach ist das.

Die Lulus duldeten kein A in ihrem Alphabet.

Und die Lalas duldeten kein U.

Also machten die Lalas, was sie für richtig hielten.

Sie packten ganz viele "Gaschanka" ein.

Am nächsten Abend riefen die Kinder der Lulus wild durcheinander:

"Uh, vulu Guschunku. Dunku, dunku, dunku!

Seit dieser Zeit verstanden sich die Lulus und die Lalas prächtig.

Und seitdem sprechen sie eine gemeinsame Sprache, nämlich?

Laulau. (Mia) Laulau.

Laulau, genau.

... die Lulus zu besuchen.

Und dann haben wir alle Vokale, die ins Alphabet gehören.

"Entschuldige, bin müde. Danke für die Einladung."

Handyklingeln

Handyklingeln

Guten Morgen. Morgen.

Findest du es spießig, wenn ich frage, wo du jetzt herkommst?

Wieso sollte Eifersucht spießig sein?

Maria und ich waren nach der Sitzung noch was trinken.

Ich hab zu viel erwischt und bei ihr übernachtet.

Und ihr Telefon war kaputt und dein Akku leer, oder?

Ich wollte dich nicht wecken.

Und Agnes war doch zum Abendessen da.

Klar, Agnes war ja zum Essen da. Und, wie war's?

Oder ist die Frage zu spießig? Es war nett.

Siehst du, ist dein Leben doch nicht so freudlos.

Und wie fand sie Mia?

Du, sie mag sie.

Luisa, äh ...

Seit ein paar Monaten läuft es eigenartig zwischen uns, oder?

Das war das vierte Mal, dass du erst morgens nach Hause kommst.

Richtig eigenartig wird es erst jetzt.

Du holst Agnes her. Sie kommt zu uns, und du bist über Nacht weg.

Wenn du mir was zu sagen hast, dann sag's jetzt bitte.

Das klingt ja recht dramatisch. Oh Gott! Ich fasse es nicht!

Ich will verdammt noch mal wissen, was mit dir los ist.

Du bist dabei, unsere Familie kaputt zu machen.

Du darfst Mama nicht anbrüllen. Süße!

Ja, da hast du recht.

Süße, Erwachsene streiten sich manchmal. Das ist wichtig für sie.

Was hat die Mama denn?

Die Mama hat gerade ganz viel Arbeit.

Und da müssen wir beide für sie da sein.

Kriegen wir das hin? Kriegen wir das hin? Ja, ja, ja!

Los, Frühstück! Und dann ab in die Schule.

Bitte sehr. Danke schön.

Sie hatten gar nicht gesagt,

dass die Frau in Ihrer Geschichte die Pfarrerin ist.

Bei solchen Geschichten muss man selbst auch etwas herausfinden.

Mette war und ist meine große Liebe.

Aber sie liebt nun mal meinen Bruder.

Sie können doch nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen sein.

Haben Sie nie versucht, sie zurückzugewinnen?

Natürlich war da Brüllen, Verzweiflung, Tränen.

Alles, was dazugehört.

Aber irgendwann musste ich mein Schicksal annehmen.

Ich habe akzeptiert, dass die Dinge sind, wie sie sind.

Es vergeht kein Tag, an dem mein Herz nicht bei Mette Forsberg ist.

Ganz schön kitschig, was?

Gar nicht. Ah.

Sie haben da was am Mund.

An wen habe ich gerade gedacht? Ja, ich auch an dich.

Ganz sicher? Wieso, was meinst du denn?

Ich meine, dass du nie da bist, Agnes Wallem.

Natürlich bin ich da, ich bin hier.

Bist du sicher? Nein, bin ich nicht.

Ich erzähle dir alles, wenn ich zu Hause bin. Ich liebe dich.

Ich dich auch. Tschüs.

Das hier sind heidnische Figuren.

Sie waren Schutzsymbole gegen böse Geister.

Die Wikinger bauten die Stabkirchen in Form eines Schiffes.

In der Zeit des Übergangs vom Götterglauben zum Christentum.

Es ist ein umgedrehtes Schiff.

Nicht zu verwechseln mit dem Schiff aus der "Edda", dem Naglfar.

Das in der Unterwelt aus den Nägeln der Toten gebaut wurde.

Um irgendwann der Welt den Untergang zu bringen.

Manchmal glaube ich, es ist bald fertig.

Dann erinnert mich mein Chef daran, das Gute in den Menschen zu sehen.

Ich habe gelesen, dass man hier Felszeichnungen gefunden hat.

Die könnte ich in die neue Fassade integrieren.

Richtig, die waren Jahrhunderte lang verschüttet.

Aha. Wie komme ich dahin?

Kristian kennt den Weg.

Soll ich nicht besser mitkommen? Find ich schon.

Wenn du weitergehst, fällst du in drei Kilometern vom Opferfelsen.

Ich sollte doch rechts von den Steinen gehen.

Ich sagte, die Steine bleiben rechts liegen.

Die liegen doch schön rechts.

Warum bist du jetzt doch hier, Kristian Storstein?

Weil einem hier viel passieren kann, Agnes Wallem.

Danke. Und zu zweit passiert einem nichts, was?

Du bist und bleibst ein Dickkopf.

Wir waren einfach zu jung, oder?

Unglaublich! Wie alt können die sein?

Die stammen aus der Zeit vor den Wikingern.

Etwa vor 4000 Jahren, als die letzten Eismassen abschmolzen.

4000 Jahre!

Woran haben diese Menschen geglaubt?

Woran glauben wir denn?

Motorengeräusch

Agnes?

Hey!

Hey!

Du zuerst. Nein du.

Wenn Mia damals nicht unterwegs gewesen wäre ...

Wärst du dann zu mir zurückgekommen?

Wenn ich dich um Verzeihung gebeten hätte.

Ich weiß nicht.

Ich weiß nicht, was gewesen wäre, wenn.

Was ist jetzt?

Jetzt?

Ich kann's mir nicht mehr anders vorstellen.

Luisa macht's mir schwer. Oft denke ich, sie hat jemanden.

Aber ...

"Ich sehne mich nach dir."

Hey! Hey!

Wir haben getan, was wir getan haben.

Aber ich liebe meine Frau, und ich liebe meine Tochter.

Ich werde die beiden niemals verlassen.

Das ist gut.

Es ist vorbei. Es ist seit acht Jahren vorbei.

Wir können die Zeit nicht zurückdrehen.

Hey!

Also ... Wir werden vernünftig sein.

Okay.

Wir werden uns benehmen wie erwachsene Menschen.

Du lebst dein Leben, und ich lebe meins.

Okay, wir schaffen das. Wir schaffen das.

Wir haben Mia versprochen, am Wochenende nach Bergen zu fahren.

Wenn wir zurückkommen, bist du sicher nicht mehr hier.

Aber ich möchte dich gerne noch einmal sehen.

Mach's uns doch nicht so schwer.

Heute Abend um neun am Hafen.

Zisch ab!

Hi! Hi!

Überraschung! Ich wollte dich erschrecken, entschuldige.

Mein Gott! Hallo Schatz!

Hi!

Was machst du hier?

Du sehnst dich nach mir, und da bin ich.

Keine gute Idee, he? Oh doch, Entschuldigung!

Doch, es ist eine wunderbare Idee. Bloß, dass ...

Bloß ... Komm, gib's mir! Ich halte dich von der Arbeit ab.

Du willst endlich mal Ruhe von mir. Nein.

Nein.

Bloß, dass ich Hunger habe. Ich habe Riesenhunger.

Vielleicht kriegen wir noch was bei Fritjolf.

Vielleicht kriegen wir was bei Fritjolf. Wer immer das ist.

Das ist hier um die Ecke, der Naeroyfjord.

Auf der rechten Seite sehen Sie Felsen und Bäume.

Nicht witzig, oder?

Nee.

Du machst es einem nicht leicht. Entschuldigung.

Ich muss mal.

Handyklingeln

Ich habe viele Fehler, aber ich bin kein Idiot.

Was ist los mit dir?

Ich habe zwei Menschen aus meiner Vergangenheit wieder getroffen.

Okay.

Kristian Storstein und seine Frau.

Ja, du hast mir ja von ihm erzählt.

Ich mochte nie, wie du dabei geschaut hast.

Aber ich dachte, es geht mich nichts an.

Geht es mich jetzt was an?

Es ist schwer, ihn zu sehen und seine Frau und ihre Tochter.

Du denkst, das ist die Familie, die du dir immer gewünscht hast.

Kann sein.

Ja.

Jonas, so was ist normal. Ich war 12 Jahre mit ihm zusammen.

Das heißt, du liebst ihn noch? Ich ...

Ich glaube nein. Du glaubst nein?

Natürlich ist da noch was.

Aber wenn ich jemanden liebe, dann bist du das.

Morgen.

Guten Morgen.

Es ist besser, wenn ich wieder fahre, oder?

Was?

Nein.

Ich will, dass du bleibst.

Was kriege ich, wenn ich bleibe?

Du darfst als erster duschen.

Du bekommst frische Brötchen und einen Kuss.

Einverstanden.

Hey!

Hey!

Nilsson und Bröderop ist fertig.

Japp! Handtuch!

Danke.

Machst du mir bitte einen Kaffee?

Ja, Dr. Nerhus?

Nein, ich habe mich gegen die OP entschieden.

Weil es keinen Sinn mehr hat.

Was ist denn passiert?

Die Edda hat mich geschubst, und ich bin hingefallen.

Der Arzt sagt, es ist nur eine Schramme.

Aber eine große.

Er meint, zu Hause ausruhen wäre besser.

Komm, wir fahren nach Hause.

Das gibt bestimmt eine Narbe. Die behalte ich für immer.

Das glaube ich nicht. Das wird ganz hässlich.

Und dann kriege ich keinen Mann ab.

Süße, du wirst jeden Mann kriegen, den du haben willst.

Das weiß ich ganz bestimmt.

Musst du nicht ins Büro? Nein.

Papa, guck mal, was Edda gemacht hat.

Hey! Wie ist das denn passiert? Nur eine kleine Schramme.

Eine große!

Das ist die größte Schramme von der ganzen Welt.

Du bist blöd.

Ja.

Du warst die ganze Nacht weg.

Ja.

Ich wollte mit Agnes reden über damals, über jetzt, über uns.

Und?

Sie ist nicht gekommen.

Hey!

Kristian, ich ...

Was ist der Unterschied zwischen Arzt und Architekt?

Der Arzt begräbt seine Fehler.

Und der Architekt pflanzt Efeu drum herum.

Jemand klopft.

Hey! Was war los? Ich habe die halbe Nacht auf dich gewartet.

Das ist mein Freund Jonas Tjersdal.

Das ist Kristian Storstein.

Hey!

Würden Sie uns bitte alleine lassen?

Agnes und ich haben etwas zu besprechen.

Kein Problem. Man sieht sich.

Ganz sicher.

Und? Hast du mir noch irgendwas zu sagen?

Die Wahrheit ist, dass ...

... dass er noch mal mit mir reden wollte.

Vor acht Jahren ging alles so schnell.

Und jetzt sehen wir uns hier wieder.

So überraschend kann das nicht gewesen sein.

Du fährst ans Ende der Welt, und genau da wohnt dein Exfreund.

Was willst du mir hier verkaufen?

Entschuldige, seine Frau hat mich eingeladen.

Sie ist hier die Bürgermeisterin und vergibt die Aufträge.

Und sie holt die Frau, die vorher mit ihrem Mann zusammen war.

Und die wieder prompt mit ihm schläft, ja? Oder?

Wo willst du hin? Ihm ein paar aufs Maul hauen.

Bleib hier, das kannst du nicht machen!

Weil nur du die schlimmen Dinge tun darfst?

Weil dir zwei Tage gereicht haben, um mich zu vergessen. Und uns.

Das hab ich nicht.

Das hast du.

Luisa!

Glaubst du nicht, die beiden sind füreinander bestimmt?

Luisa.

Sie haben sich mal sehr geliebt.

Ich weiß nicht, ob Kristian sich je für mich entschieden hat.

Natürlich hat er das. Er ist dein Mann, er liebt dich. Mit Agnes ...

Vielleicht ist er nur bei mir geblieben, weil ich schwanger war.

Was redest du?

Wir feiern heute Kristians Geburtstag. Ihr kommt doch?

(Jonas) Ich werde wahrscheinlich morgen Abend wieder zurück sein.

Ich komme mit der Fähre. Das weiß ich noch nicht.

Hallo Luisa. Hallo.

Ja, ich kümmere mich darum.

Wir feiern heute Kristians Geburtstag. Überraschungsparty.

Ah. Kommst du auch?

Das wäre bestimmt sehr schön. Aber mein Freund Jonas ist gekommen ...

Ich bin übrigens dieser Jonas. Hallo.

Luisa.

Wir kommen natürlich sehr gerne.

Nicht schummeln!

Wie soll ich denn schummeln? Ich sehe nichts.

Aber ich höre doch was, he?

Augen auf!

(Sie singen) "Happy birthday to you, happy birthday to you.

Happy birthday, lieber Kristian, happy birthday to you."

Die kann ich nicht ausblasen. Alles Gute!

Ähm, danke.

Danke euch allen, ich bin jetzt doch ein bisschen überrascht.

Ich wünsche uns ein schönes Fest.

Danke vor allem an meine Frau Luisa.

Guck mal, wer da kommt!

Alles Gute zum Geburtstag.

Danke. Hier.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

Ich wünsche dir alles, alles Liebe.

Die sind für deine Frau.

Schön, danke!

Kommt, wir sitzen da drüben.

Ich gehe malen.

Guck mal, das habe ich für Agnes gemalt.

Oh, schön! Komm, wir bringen es ihr rüber.

Komm!

Für dich, Tante Agnes. Das ist aber süß von dir, danke.

Lies mal!

"Für Agnes ...

... ich hab dich lieb."

Ich dich auch.

Popmusik

Oh!

Ich hole noch einen. Ich trinke nichts mehr.

Es tut mir leid. Ich wusste nicht, dass er kommt.

So was passiert manchmal.

Später konnte ich dir nicht Bescheid sagen.

Es spielt keine Rolle mehr. Doch.

Jonas weiß von uns, ich musste es ihm nicht einmal sagen.

Gut, ich rede mit Jonas. Untersteh dich!

Ich denke, ihr habt besprochen, was zu besprechen war.

Nicht nötig.

Luisa ...

Ich bin so müde.

Bitte bleib hier! Ich will nicht, dass du gehst.

Es ist vorbei mit ihm.

Für mich sieht das ganz anders aus.

Klär erst mal, was du willst und wen du willst.

Was glaubst du denn? Die machen dich hier verrückt.

Du schläfst mit deinem Exfreund, seine Tochter himmelt dich an.

Und seine Frau freut sich darüber. Bitte.

Luisa?

Komm hoch!

Oje!

Es wird alles gut. Geht's?

Okay, pass auf, ich ...

Ich hole Kristian. Nein!

Ich will nicht, dass Kristian es weiß.

Dass er was nicht weiß?

Luisa, was ist hier los?

Luisa, sag mir, was hier los ist! Was ist hier los?

Ich bin todkrank, ich werde sterben.

Ich war bei zwei Spezialisten.

Kristian dachte schon, ich habe einen anderen.

Was hätte ich ihm sagen sollen?

Er sollte nicht aus Mitleid bei mir bleiben.

Ich will, dass er glücklich ist, mit dir.

Mit der Frau, die er immer noch liebt.

Luisa, was sagst du denn da?

Ihr wärt noch zusammen, wenn ich nicht gewesen wäre.

Das kannst du nicht wissen. Niemand weiß das.

Luisa, ich habe ihn damals verlassen.

Aber du willst ihn doch jetzt zurück.

Ich habe gesehen, wie er zu dir gekommen ist in dieser Nacht.

Du hast ihm aufgemacht.

Luisa, das ist verrückt.

Das ... Das kannst du doch nicht machen.

So was darf man mit Menschen nicht machen.

Das ...

Das ist ...

Das ist die Mailbox von Kristian Storstein.

Hinterlassen Sie eine Nachricht.

Kristian, ich bin mit der nächsten Fähre hier weg.

Ich muss dich sprechen, jetzt! Okay.

Was ist los? Warum willst du fahren?

Wir klären das alles. Kristian, deine Frau ist krank.

Todkrank. Sie hat das alles geplant.

Sie hat gesehen, wie du in der Nacht zu mir gekommen bist.

Sie hat es gewollt. Sie wollte, dass wir wieder zusammenkommen.

Ich fahre nach Hause.

Gott sei Dank!

Luisa?

Luisa?

Luisa?

Luisa!

Luisa?

Oh Gott! Luisa Storstein.

Leider kann ich Ihren Anruf nicht entgegennehmen.

"Universitätshospital ... Bergen"

"Sehr geehrte Frau Storstein.

Als Ihr Arzt rate ich Ihnen, Ihre Entscheidung zu überdenken.

Eine Knochenmarkstransplantation ist möglich.

Sie ist zwar keine Garantie, aber sie erhöht die Heilungschancen."

Heilungschancen ...

Handyklingeln

Moment!

Kristian! Sie ist nicht zu Hause.

Und sie geht auch nicht ans Handy.

Das ist alles meine Schuld, ich hab sie alleine gelassen.

Vielleicht ist ... Oh mein Gott! Kristian?

Kristian? Stopp!

Stopp!

Danke schön!

Komm!

Oh mein Gott!

Luisa! Komm nicht näher.

Luisa!

Luisa, was machst du denn da?

Gut, pass auf! Hör mir einfach nur zu, ja?

Kristian ist gleich hier. Er ist dein Mann, und er liebt dich.

Er liebt dich, und du liebst ihn. So war es immer.

Und so wird es immer sein. Nein, Luisa.

So ist es nicht mehr, weil wir uns nicht mehr lieben.

Wir haben uns noch gern, aber Liebe, das seid ihr.

Das bist du und Kristian und Mia.

Bitte! Es tut mir so leid, dass du das durchmachen musst.

Macht euch keine Vorwürfe.

Und habt keine Angst vor meinem Tod, ich mache euch nur Platz.

Nein, Luisa!

Luisa! Du darfst nicht aufgeben, Luisa, bitte!

Die Liebe will, dass wir an sie glauben.

Komm her!

Nein! Komm her!

Ich bin da, ich bin doch da!

Es tut so weh, wenn man weiß, dass man stirbt.

Ich liebe dich doch.

Hey, komm!

Wir schaffen das.

Lieber Gott oder Odin oder Thor oder Chef oder wer auch immer.

Bitte, bitte lass es gut werden für die drei.

Die drei sind nicht allein.

Und Sie sind auch nicht allein.

Auch in schweren Zeiten ist jemand da, der uns begleitet.

Gut zu wissen.

Das ist fantastisch zu wissen.

Und vergessen Sie mir Ihren Entwurf nicht.

Wo will denn die Agnes hin?

Die fährt nach Hause. Sie kommt uns sicher mal wieder besuchen.

Jonas, ich bin's. Ich möchte gerne nach Hause kommen.

Wenn es gut ist für dich, würde ich sehr gerne nach Hause kommen.

Untertitel Udo Will

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