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Original subtitles

„EINIGE JAHRE ZUVOR“

271,37.

Meine Berechnung ergibt aber 250 Rubel.

Glaubst du etwa, ich betrüge?

Das hab ich nicht gesagt.

23. 60,20.

32,64 75,20.

53, 13. Also 271,37.

In Ordnung, dann gebe ich das hier zurück.

Dann stellen Sie es dahin zurück, wo Sie es herhaben.

Das tut mir schrecklich leid. Entschuldigen Sie bitte.

- Sie Arsch! - Hey, was machen Sie denn?

Idiot!

Ich bitte um Entschuldigung.

Ihre Entschuldigung brauche ich nicht. Lassen Sie meine Tasche los, verdammt.

Ihre Kleidung, was hat sie gekostet?

Tausend Dollar. Soviel hat meine Kleidung gekostet.

Ich hab kein Bargeld bei mir. Steigen Sie ein. Wir fahren zu einem Geldautomaten.

Ich gebe Ihnen 1.500.

Sie können sich Ihren Geldautomaten sonstwohin stecken.

- Hallo, liebe Nina. Regnet es draußen? - Ja!

Bist du verärgert?

Nein, alles gut.

Natürlich, alles ist gut. Alles gut. Sieh mal, hier.

- Es gab ein Erdbeben in Kamchatka. - Wo?

Nicht weit von Petropavlovsk. Ich muss meine Mutter anrufen.

Es gab mal einen chinesischen Kriegsherren. Liu Xia.

Nach seinem Tod bekam er den schönen Beinamen „Pimmel“.

Du weißt, das bedeutet „weise“. Das könnte man von mir auch sagen.

Sascha, was ist denn los?

Wir sind mit unserem Darlehen im Rückstand.

Und was können wir tun?

Also, im besten Fall zahlen wir auf den ausstehenden Betrag täglich Zinsen.

Im Schlechtesten verlieren wir die neue Wohnung und diese dazu.

Mein Gott, was für eine Katastrophe.

Warum hast du mich nicht daran erinnert?

Mein Kopf ist voll von der Arbeit, ich kann nicht immer an alles denken.

Sascha,

bitte entschuldige, du hast nichts gesagt.

Das habe ich nicht. Aber muss ich dir auch sagen, dass du dich anziehen sollst?

Oder dass du kochen sollst? Wir tragen beide die Verantwortung.

Entschuldige. Entschuldige bitte. Tut mir leid.

Nicht mehr weinen, ja?!

Ich mach es wieder gut, ja?

Der Kaiser Qin Shi Huang empfahl die Drachenstellung vor der Schlacht.

- Was ist mit deiner Doktorarbeit? - Die kann ein bisschen warten.

Mir gefällt es nicht, dass ich nichts beitrage.

Das haben wir doch so entschieden. Nina. Und nach unserer Abmachung

bringe ich das Geld ein und du sorgst für meine Bedürfnisse.

Um es mal gerade heraus zu sagen: Das hört sich zwar nicht so schön an,

aber wir sind uns doch einig, oder?

Ja schon, das tue ich aber, weil es mir gefällt.

Aber mir doch auch. Wirklich. Sonst hätte es darüber nie eine Abmachung gegeben.

Wir machen immerzu Verträge. Selbst, wenn er nicht niedergeschrieben ist

und kein Sterbenswörtchen darüber verloren wird, existiert er.

Ich frage einen vorbeigehenden Passanten,

wie ich zur „Straße der Deutschen Partisanen“ komme.

Ich gehe davon aus, dass er anhält und mir ein wenig seiner Zeit schenkt.

Wenn er nicht antwortet, bin ich verärgert.

Wieso bricht er einfach so das unausgesprochene Abkommen

zwischen freundlichen Menschen?

Also haben wir zwei einen Vertrag?

So idiotisch, wie es vielleicht klingt. Das haben wir.

Und was ist mit der Liebe?

Die Liebe bildet dabei den Kernpunkt des Vertrags.

Sascha, woher bekommen wir jetzt das Geld für diese Zinsen?

Ich arbeite als Stadtführer. Jetzt lenk nicht ab, magst du es?

Ja, ich mag es unheimlich gern mit dir.

Heute gehen wir ins Mariinsky Theater.

Ich will aber nicht.

Ich auch nicht, aber ich muss.

Dann geh doch allein hin.

Ich sollte mit meiner Gattin gehen.

Vielen Dank! Das klingt ja wirklich bezaubernd.

Man muss die Dinge beim Namen nennen. Reichst du mir bitte das Salz?

Hier, bitte!

Mist!

Tamara, bitte, warum tust du das?

Tue was? Salzstreuer in Suppen fallen lassen?

Warum bist du wütend?

Weil ich hier die Rolle der Gattin erfüllen muss, Sergei.

Eine Gattin ist ein glückliches Haustier,

das manchmal ausgeführt wird, damit es sehen kann, wie schön es draußen ist.

Wofür es dann dankbar sein darf.

Was schlägst du vor? Dass ich meine Arbeit kündige und abends vorm Fernseher sitze?

Nein, Sergei, ich schlage so etwas natürlich nicht vor.

Tamara, bitte ich brauche deine Hilfe.

Ein Klient ist heute da. Du solltest mitkommen.

Warum hast du mir das nicht früher gesagt?

Er hat sich spontan entschieden.

Ah, verstehe. Und was wird aufgeführt?

Natürlich Schwanensee.

Das stehe ich nicht noch einmal durch.

Ich doch auch nicht. Ich versuche nur, etwas Geld zu machen.

Und warum versuchst du Geld zu machen?

Was weiß ich, zum Teufel?

Als ich noch an der Universität von Shanghai dozierte...

Was für ein kluger und hübscher Mann.

- Und wie ist er im Bett? - Hör jetzt bitte auf.

Warum soll ich aufhören? Das ist das Wichtigste.

Nicht für mich.

Bist du frigide? Kommst du nicht?

Lara, Sex ist nicht das Wichtigste.

Stimmt, du hast recht. Geld ist wichtiger.

Aber von dem wirst du lange kein Geld sehen.

- Das ist auch nicht wichtig. - Was dann?

- Der Märchenprinz. - Auf einem weißen Pferd?

Larissa!

Ja. Und wann soll das sein? In zwei Stunden?

Dein Alexander ist aber nicht gerade ein Prinz. Dafür ist er viel zu rational.

Ich würde sogar behaupten, dass er kühl ist.

Dazu, wenn er irgendwann seinen Doktor hat, wird er erstmal Abteilungsleiter.

Und welche Perspektiven erschließen sich ihm dann?

Larissa, entschuldige. Gehen wir, Nina, komm.

- Bis dann! - Ja, natürlich.

Erinnerst du dich, dass ich bei den Geschäften zwischen den Chinesen

und der Bank gedolmetscht habe? Heute findet der Vertragsabschluss statt.

Geh du hin. Du wirst es bestimmt ganz prima machen.

Übrigens ist es die Bank, von der wir das Darlehen haben.

Du triffst die Vorsitzenden. Weich sie ein bisschen auf.

Dir wird schon was einfallen. Hier ist der Brief.

Sie werden für den Vorstandsvorsitzenden übersetzen.

Entschuldigen Sie, kann ich Sie was fragen, wenn wir hier fertig sind?

Wir haben nämlich gerade dieses Schreiben von Ihrer Bank erhalten.

Es ist gar nicht gut, dass Sie anstelle Ihres Mannes zum Dolmetschen sind.

Gib ihr das nachher wieder.

Hoffen wir, dass Ihre Fähigkeiten nicht schlechter sind als Ihr Aussehen.

Treten Sie ein.

Darf ich vorstellen? Nina Sazonova. Deine Dolmetscherin.

Gennadij, ich bin nicht glücklich über diese Einwechslung.

Ich verbürge mich für sie.

- Kennst du sie etwa? - Sie wurde besten empfohlen.

- Das war leichtsinnig. - Tut mir leid, ich geh wieder.

Sie werden nirgendwo hingehen, Nina Sazonova.

Hoffen wir, dass Sie es hinbekommen.

Zwischen „hoffen“ und „werden“ besteht aber leider ein Unterschied.

Nicht böse gemeint.

Kommen Sie her. Mr. Liu versteht Russisch ziemlich gut.

Deshalb müssen Sie gut sein. Ich sollte erwähnen,

dass Kommandant Liu einmal Parteiführer einer der Provinzen war.

Seine Schwäche ist das Spielen. Er liebt Roulette.

Unser Privatclub erwartet den ehrenhaften Mr. Liu schon.

Die Herren der chinesischen Delegation warten.

Führe jetzt Mr. Liu herein bitte. Bereit machen.

Mr. Liu und die Herren der chinesischen Delegation.

Hallo! Wie viele?

23.

Im Souvenirladen gibt es einen Bonus für jeden.

Sag, hier gibt es die besten Puppen und Bernstein.

Und wenn du noch eine Bootstour hinkriegst...

Bootstour bei dieser Witterung?

Probier es, es sind ja keine Franzosen. Fürs Boot gibt es auch einen Bonus.

Kannst du noch zwei Gruppen?

Nein, nicht heute. Danke, bis dann.

20, Schwarz. Sie haben gewonnen.

- Gratuliere. - Für Sie.

- Vielen Dank. - Machen Sie Ihr Spiel.

Hier sind zwei Jetons. Je 100. Setzen Sie!

Nein, ich glaub, ich spiele besser nicht.

Gut, dann behalten Sie sie für sich.

Nichts geht mehr.

Gut, dann setze ich eben auf Zéro.

Nur Studenten und Offiziere setzen so.

Obwohl einmal was wirklich Verrücktes passiert ist.

- 18, Rot. - Anfang der 90er.

- Die Bank gewinnt. - Ich wurde hängen gelassen.

- Machen Sie Ihr Spiel. - Im Ausland.

Ich hatte Schulden und die zahlte man mit Rubel oder mit Blut.

So waren die Zeiten. Ich hatte noch 5.000 Mark.

Aber damit konnte ich nichts begleichen.

Ich war damals in Baden-Baden, wo Dostojewski gespielt hatte.

Ich geh ins Casino und setze alles auf Zéro.

Nichts geht mehr.

Wenn man gewinnt, bekommt man das 36-fache.

Ich sehe, wie sich das Rad dreht. Und weiterdreht und immer weiter.

Der Croupier ruft: „Zéro!“ Ich war gerettet.

- 17, Schwarz. - Interessant!

Machen Sie Ihr Spiel.

Sie machen einen Fehler.

Na und, die Jetons gehören nicht mir.

Nichts geht mehr.

Zéro gewinnt.

Keine schlechte Art zu starten.

Ich rate Ihnen, jetzt nicht mehr zu setzen.

Ich würde es an Ihrer Stelle umtauschen.

- Sie werden nicht wiedergewinnen. - Nichts geht mehr.

27, Rot.

Ich hab Sie ja gewarnt.

- Bitte sehr, Ihr Gewinn. - Dafür gewinnt jetzt Liu.

Den bekommen wir bis morgen früh nicht mehr vom Tisch.

- Machen Sie Ihr Spiel. - Und, mögen Sie Bowling?

Ich war noch nie bowlen.

Ich hab schon eine Bahn gebucht.

Wird mich denn Mr. Liu heute nicht mehr brauchen?

Ich glaub nicht. Mr. Liu ist ja tapfer.

- Und Sie? - Nicht mehr.

- Wie kann das gehen? - Ausgegangen.

Wie?

Wie ein Gasherd, wissen Sie?

Man dreht den Regler und die Flamme geht aus. Sie geht zurück in den Herd.

Sie machen Witze.

Mach ich nicht. Wollen wir loslegen?

- Na, so in etwa. - So kriege ich es aber nicht hin.

- Doch, werden Sie. - Nein, werde ich nicht.

- Probieren Sie es. - Das wird nicht klappen.

Das ist Ihre Kugel. Nicht die Finger. Sehen Sie? So! Die Finger hier hin.

Jetzt hoch damit,

schön Schwung holen und los!

Oh! Ich hab es geschafft.

Und jetzt allein.

Sie hat ein Auge auf dich geworfen.

Ja?

Na und ob. Lad sie zum Essen ein. Und dann ins Hotel.

Sie würde nicht mitgehen.

- Hast du sie gefragt? - Ich hab nicht mal dran gedacht.

Hast du keine Lust?

Auf jeden Fall.

Na, siehst du? Frag sie, ich glaub sie geht mit.

Du musst es nur sanft und freundlich machen. Wie bei einem Klienten.

Das Leben liegt dir zu Füßen. Nimm es dir. Wofür ist es sonst gut?

Du hast vollkommen recht.

Wozu hast du die höhere Schulbildung gemacht?

Wozu hast du die 90er wie ein Guerilla überlebt?

Wozu warst du bereit, dich zum Sklaven zu machen? Every Day!

- Chivas Regal ohne Eis. - Gern!

Ich nehme Wasser.

Was hast du außer Papieren und Flugzeugen schon erlebt?

Drei Dutzend gekaufte Nutten, an die du dich nicht mal erinnerst.

Und während du sie gefickt hast, dachtest du an AIDS oder Erpressung.

Ich kenne das, ich bin genauso.

Vorwärts Marsch, Sergei. Eine kleine Affäre als Glücksbringer.

Oh, bravo. Bravo!

Nina, haben Sie Lust was zu essen?

- Würde es lange gehen? - Nicht lang.

Was für ein wunderschöner Abend.

Wie aus einem Märchen.

Und Sie leben jeden Tag darin, oder?

Ich glaubte lange an den Weihnachtsmann.

Und als ich damit aufhörte, diente alles nur dem Zweck,

dieses Märchen wieder zurückzuholen.

Mit mir als Prinzen, auf einem stattlichen weißen Pferd

und nur Monster um mich herum.

- Und auf mich wartete eine... - Prinzessin.

Ein Königreich eigentlich, mit einer Prinzessin.

Aber je mehr ich arbeitete, desto ferner rückte das Märchen.

Prozente, Geschäfte, Aktienkurse,

Konkurrenz...

Ich wollte auch wie in einem Märchen leben.

Ich hatte es auch schon

versucht, mir geistig vorzustellen.

Stellen wir es uns gemeinsam vor.

Wie?

Sergei Andrejitsch, wir haben ein Schreiben von Ihrer Bank erhalten.

Es geht um das Darlehen...

Nina, ich möchte nicht den Eindruck haben,

dass wir wegen etwas Geschäftlichem hier sind.

Wollen wir

nach oben aufs Zimmer gehen und dort weiterreden?

Ist doch sagenhaft, wie leicht man einen so schönen Abend zerstören kann.

Nina! Ich wollte dich nicht beleidigen. Ich weiß nicht, wie man Frauen verführt.

Ich bin Amateur darin.

Es ist doch offensichtlich. Du gefällst mir nun mal sehr.

Dieser wundervolle Abend sollte ewig weitergehen.

Ein Märchen, das wahr wird. Verzeih mir.

- Du wolltest was besprechen. - Nein, nicht mehr, auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen. Aber nein!

Du hast meine Nummer.

Ich werde auf deinen Anruf warten. Du weißt, was ich mir wünsche.

Mein Angebot steht weiterhin.

- Wie ist es gelaufen? - Ganz gut. Ich hab 300 bekommen.

Das ist mit Bonus. Bei Vertragsabschluss zahlen sie immer etwas mehr.

Übrigens, Sascha, 7.000 Dollar hielt ich heute in meinen Händen.

- Wirklich? - Ich hab es nicht angenommen.

Wieso nicht?

Es war bloß eine milde Gabe von einem Wohlhabenden.

Hier, nimm, Lakai. Ich hab genug davon.

- Wer war der Wohlhabende? - Der Vorstandsvorsitzende.

Ein Bürgerlicher.

Überraschenderweise war er freundlich. Fast ein Poet. Bis er die Maske fallen ließ.

Warte mal, wieso hat er es dir gegeben?

Na ja, wir haben Roulette gespielt.

Ihr habt Roulette gespielt?

Sie haben ihren Hauptchinesen ausgeführt. Ich bekam zwei Jetons.

Und du hast das Geld dagelassen?

- Es gehörte mir ja sowieso nicht. - Na und, du hast gewonnen. Nina!

Du weißt, wie wir zurechtkommen müssen. 7.000 Dollar hätten uns...

Kümmert es dich nicht, dass ich meinen Doktor aufgebe und vor Chinesen buckele?

Ich kriege 200 beschissene Dollar für 12 Stunden harter Arbeit.

Und du nimmst keine 7.000 mit.

Sascha, hör mir mal zu, es wär verwerflich gewesen.

Ich hätte mich von da an verpflichtet gefühlt.

Und wem? Fühlst du dich nicht uns gegenüber verpflichtet? Uns gegenüber?

Hätte ich es auch nehmen sollen, wenn er versucht hätte, mit mir zu schlafen?

Was für ein Quatsch. Er und mit dir schlafen.

Na gut.

- Beim nächsten Mal nehme ich es an. - Es wird kein nächstes Mal geben.

Hast du über das Darlehen gesprochen?

Ich hatte es wieder und wieder versucht, aber es ging nicht.

Klar, du warst ja mit Roulette beschäftigt, wie könntest du?

Ich kann nicht permanent alles selber in die Hand nehmen.

Du musst einsehen, dass das Leben hart ist.

Das Leben ist rau und gnadenlos und es verlangt viel mehr Verantwortung

als du dir vorstellen kannst, Nina.

Ich fange an, zu begreifen.

Gut, Schwamm drüber.

Es ist teuer hier.

Meine Eltern können mich mit Kaffee versorgen.

Das ist blöderweise auch das Einzige. Du musst jetzt unbedingt das Geld auftreiben.

Na ja, ich kenne einen reichen Kerl.

Aber ich würde lieber sterben, als ihn zu fragen.

Und wen?

Einen Banker. Ich hatte letzten Mittwoch bei ihm einen Dolmetscher-Job.

Du redest, als würdest du ihn schon ewig kennen.

Ein Tag hat mir gereicht.

Hat er so einen starken Eindruck auf dich gemacht?

Wenn du es wissen willst: am Anfang.

Anstelle irgendeines Versagers steht da dieser Aristokrat.

Und dazu war er noch von Kerzen umgeben, der reinste Glamour.

Das schlimmste ist, wenn man anfängt, eine Person für eine andere zu halten.

Er kam mir vor wie Richard Gere aus „Pretty Woman“.

Und mit einem Mal fange ich an, das Spiel mitzuspielen.

Er hat Eindruck auf dich gemacht, so wie ich das sehe.

Ich bin eine verheiratete Frau.

Meine Pflicht ist nur, mich um meinen Mann zu kümmern.

Oh, dreh dich mal um, da ist Alexander auf einer seiner Bootstouren

mit einem ganzen Haufen Chinesen.

Weißt du, ich fühle mich echt schlecht.

Was ist das?

Genau dasselbe. Nur auf Chinesisch. Soll ich es übersetzen?

- Der Inhalt ist der gleiche? - Ich denke, schon.

Findest du, wir sollten wieder einen Übersetzer kommen lassen?

Und wen?

Nina?

Es muss nicht Nina sein.

Hat es nicht geklappt? Oder etwa doch?

Du musst beharrlicher sein. Das Mädchen ist kompliziert.

Hol den wieder, den wir vorher hatten.

Wen bitte? Ihren Ehemann?

Ihr Ehemann?

Ich fürchte...

Dann irgendwen. Bestell einen.

Ich wollte dir nicht die Laune verderben.

Viktor, zeig mir den Überwachungsfilm vom Casino ab dem Zeitpunkt,

- als der Chinese gespielt hat. - Sofort.

Zeig mir das Mädchen. Das Gesicht bitte.

Ich wusste nicht, dass du so grausam sein kannst.

Hab mich gehen lassen. Außerdem muss ein Mann für sich einstehen.

Und für seine Frau.

Wenn jemand dir jemals wehtun sollte, würde ich...

Hallo! Das ist für die Karten.

- 14 Personen. - Danke sehr.

Bring sie ins Theater, damit sie schön zusammenbleiben.

Ich kann bis zum Ende der Saison weiterarbeiten.

Das ist klasse. Jeder braucht Geld. Ist doch in Ordnung. Bis dann!

- Volod, kannst du kurz... - Klar! Kann ich.

Sascha, ist es von der Bank?

Ja, die haben einen Fall draus gemacht. Scheiße.

Können wir nichts dagegen tun?

Du hättest was tun können. Du hättest es. Du warst bei der Bank.

Da hättest du was tun müssen, anstatt die ganze Zeit Roulette zu spielen.

Aber du sagtest, dass du da jemanden kennst.

Nina, wen soll ich da schon kennen? Sag mir das mal.

Zum Vorsitzenden, für den ich gedolmetscht habe,

werde ich nicht mehr durchgestellt.

Sie müssen sich geärgert haben, dass du gegangen bist.

Ich hab die Nummer des Vorsitzenden.

Dann ruf ihn an.

Das will ich nicht.

Nina, bist du völlig verrückt?

Ich hab gesagt, ich will das nicht. Ruf ihn selber an.

Nina!

Entschuldigen Sie, wer ist das?

Das ist unser Sponsor. Für die gesamte Ausstellung. Haben Sie ihn gesehen?

Er sieht aus wie Byron, oder? Man würde nicht denken, dass er Banker ist.

Sonst noch etwas?

Ach nein!

Kassation. 22 für mich.

Ich notiere es.

Papa, „Kassation“ kannst du nicht machen, es ist kein Nomen.

- Willst du deinen Vater belehren? - Es ist ein Nomen.

Ja? Guten Abend.

Schön, von dir zu hören.

Ich kann gerade nicht ungestört sprechen, ich melde mich bei dir.

Ist irgendwas?

- Nein, warum fragst du? - Ich kann es sehen.

Nein, es machte nicht den Anschein für mich.

Nina?

Entschuldige, ich konnte nicht sprechen.

Freut mich.

Lass uns morgen treffen.

Ich melde mich und sage, wann und wo.

In Ordnung, danke.

In zehn...

Oberhalb des Quiantang-Deltas...

Sascha, ich schalte das Telefon in der Bibliothek aus. Es wird nicht spät.

Aha!

- Schön, dich zu sehen. - Guten Tag.

Du bist erstaunlich pünktlich.

Wo gehen wir hin?

Wohin du willst. Ich werde dich schon nicht umbringen.

Vielleicht was essen?

Nina, ich habe eine Bitte.

Würdest du bitte lächeln?

- Reden wir über das Darlehen? - Sollten wir?

Sollten wir. Immerhin bist du deswegen gekommen.

In Ordnung. Wir waren mit den Raten im Verzug. Jetzt ist es vor Gericht.

- Ist es auf deinen Namen? - Meines Mannes.

- Habt Ihr denselben Namen? - Ja, Sazonov Alexander Valentinovic.

Moment.

Gennadij, such mal bitte Sazonov Alexander Valentinovic raus.

Gut, du erinnerst dich an sie.

Ich verstehe, sie haben ein Problem mit dem Darlehen.

Lass uns drei Monate Pause gewähren. Ohne Zinsen.

Und sieh mal, was wir tun können, um die Raten etwas zu senken.

Wunderbar, danke für deine Unterstützung.

Das mit dem Darlehen war ganz leicht.

Ja, alles ist ganz leicht.

Was darf ich Ihnen bringen?

Nina, was möchtest du haben?

- Bist du nervös? - Du bist derjenige, der nervös ist.

Das mag sein. Was möchtest du haben?

Ich will gar nichts haben.

Gar nichts?

Ich weiß es nicht.

Nina, hör mir zu.

Ich hab getan, was du wolltest.

Und ich verlange dafür keine Gegenleistung.

Wenn du mich nicht magst, kannst du ruhig aufstehen und gehen.

Glaub mir, das ändert nichts an der Sache mit dem Darlehen.

Gehen wir?

Ich will was trinken.

Was ist das?

La Bohème, von Puccini.

Will ich allein des Abends in Paris mich ergehen. Bewunderung ich errege.

Und meine Schönheit prüfen, und meine Schönheit preisen.

All die Leute, die mich sehen.

Ich bin in meinem Leben noch nie so glücklich gewesen.

Siehst du?

Du musst nicht gegen deine Instinkte ankämpfen.

Ich muss gehen.

Was ist passiert?

Gar nichts.

- Hallo. - Hallo.

Hab grad versucht, dich anzurufen.

Ach, Ich hab vergessen, das Telefon auf „laut“ zu stellen nach der Bibliothek.

Das ist schade, dann hättest du es früher erfahren. Hör zu!

Etwas vollkommen außergewöhnliches ist passiert.

Selbst die Banken verbocken es manchmal.

Wie auch immer. Ich dachte, mein Besuch bei der Bank gestern hätte nichts bewirkt.

Aber vor ungefähr vier Stunden rief das Kreditinstitut an.

Sie haben einen Weg gefunden, wie sie uns helfen können. Jetzt rate mal!

Weil wir bei ihnen als junge Familie eingestuft sind,

haben sie uns die Höhe der Raten gesenkt.

Kannst du das glauben? Und du sagtest, Gerechtigkeit existiere nicht.

Freust du dich nicht?

- Natürlich. - Geht es dir nicht gut?

Du siehst blass aus.

Ich leg mich mal besser hin.

Ihr esst immer dieses halbfertige Zeug aus dem Laden und das sind die Folgen.

Was tut denn weh?

Mein Kopf.

Ich mach, dass es weggeht.

Sascha... Ich will jetzt nicht.

„STOLZ UND VORURTEIL“

- Hallo. - Hallo.

- Hast du noch lange gearbeitet? - Ja!

Du riechst aber eindeutig nach Frauenparfum.

Ich rieche nach gar nichts, ich habe geduscht.

Schon!

Es riecht aber billig.

Warst du bei einer Nutte?

Das ist Unfug.

Du Rindvieh.

Bastard, Schuft. Du bist ein verdammtes Rindvieh.

Sag deinem Sohn morgen, dass ich auf Geschäftsreise bin.

- Sag mal, bist du etwa schwanger? - Wieso?

Du siehst so aus. Oder bist du krank?

Vielleicht bin ich krank, vielleicht schwanger, ich weiß nicht.

Na dann mach einen Test, dann weißt du es. Und zu Hause? Ist da alles in Ordnung?

Alles in Ordnung, die Bank hat uns Aufschub gewährt.

Ist ja großartig. Hast du es geschafft?

Kann man so sagen.

Ah, das habe ich mir gedacht. Dein Prinz ist zu schlau, um etwas zu unternehmen.

Entschuldige.

Hallo?

Ich möchte dich sehen. Morgen um Vier. Dieselbe Suite wie letztens.

- Ich komme nicht. - Wieso?

Ich warte sowieso auf dich.

Ich wohne jetzt nämlich hier. Wirst du kommen, morgen um Vier?

Sergei, ruf mich nicht mehr an, ich werde nicht mehr kommen.

Du bist weder krank noch schwanger.

Du schiebst nur Panik wegen diesem blöden Darlehen. Morgen ist Mädchenabend.

Du solltest unbedingt kommen. Morgen im Studentenwohnheim.

Da kannst du den Kopf frei kriegen, entspannen, was trinken.

Ich mach schon. Hallo?

Hallo Lara.

Aber klar.

Wann sagst du? Um vier Uhr? Natürlich, ich geb sie dir. Mach es gut.

Für dich.

Lara!

Lara, ich bin nicht... Ich will aber nicht. Ich weiß nicht.

Okay, Lara. Ja, bis dann.

Du solltest hingehen.

- Ein bisschen rauskommen. - Keine Lust.

Ist doch nicht weit. Kleiner Spaziergang.

Zieh dich aber warm an. Ja?

Lass uns jeden Dienstag treffen.

Dienstags?

Ja, das wäre am besten für mich. Um Vier.

Klar, das wäre am besten für dich.

Dienstags um Vier.

Ich muss gehen.

Dann bis Dienstag?

Ich ruf dich an.

Ja bitte?

Was?

Sascha, ich muss wieder für eine Weile in die Bibliothek.

Was? Tut mir leid, ich kann dich ganz schlecht verstehen.

- Guten Tag. - Guten Tag.

Entschuldigung, hat der Gast in 307 den Schlüssel mitgenommen?

Wir haben eine Verabredung. Ich habe angerufen, aber ohne Erfolg.

Einen Moment.

Die Suite wurde heute Morgen wieder freigegeben.

Roman, ruf bitte im fünften Stock an.!

Also?

Lena war zu spät und meinte:

„Ich bin gerannt und gerannt, bis meine Beine am Brechen waren.“

Ich sah sie mir an und sagte: „Die sind aber gar nicht gebrochen.

Du hast sie nur etwas gebeugt.“

Wir haben uns alle kaputtgelacht. Ja...

Wie überaus ernst du bist, Alexander Valentinovic. Wie läuft die Doktorarbeit?

Prächtig.

Und die sportlichen Aktivitäten?

Bravo, bravo!

Nina, da hast du aber einen Fang gemacht.

Hallo!

An der Kreuzung Pionerskaja und Bolschoi. Es ist deutlich zu sehen.

Wer war das?

Die Prokopjeva und die Mädels. Welcher Tag ist heute?

Es ist dein Geburtstag.

Ich weiß, dass heute mein Geburtstag ist, aber welcher Wochentag ist es?

Heute ist Donnerstag, wieso?

Ich gehe jetzt mal und bringe die Teller.

Du hast bis morgen früh frei.

Ziehen Sie sich wieder an und warten Sie hier.

Ihre Frau ist völlig gesund. Kommen Sie.

Ihre Symptome zeugen nicht von schlechter Gesundheit.

Hier handelt es eher um Symptome einer schlechten Stimmung.

Seien Sie sanfter zu ihr. Oder seien Sie romantischer.

Und die Ursache finden Sie entweder innerhalb oder außerhalb der Familie.

Ich verschreibe ihr ein Beruhigungsmittel und einige Vitamine.

Es ist bestimmt kein Verbrechen, ihr Vitamine zu verschreiben.

Bist du wach?

Das sind die Pillen von deinem Arzt. Komm, trink.

Geht es dir schon etwas besser?

Ja, etwas.

Großartig. Das freut mich sehr.

Mit der Doktorarbeit komme ich gut voran. Ich bin schon fast fertig.

Weißt du, mir schwirrt im Kopf herum, sie in China zu verteidigen.

Warum auch nicht? Selbst für die ist das was Neues.

Wir könnten nach Shanghai. Wundervolles, subtropisches Klima. Das würdest du mögen.

Was sagst du? Einverstanden?

Der Arzt meinte, ich sollte etwas sanfter mit dir sein.

Du bist sanft zu mir.

Ich glaube, dass er was anderes damit meinte.

Na komm, wie damals, als wir uns kennengelernt haben, ja? Weißt du noch?

Sascha.

Sascha! Bitte mach das nicht.

Beim ersten Mal, weiß ich noch, wolltest du erst nicht. Aber ich blieb hartnäckig.

Der Mann ist Yang, die Sonne.

Die Frau ist Yin, der Mond.

Der Mann sollte hart sein.

Und dann vereinigen sie sich.

Lass mich in Ruhe, ich habe mit jemandem geschlafen.

Sag schon.

Nichts weiter.

Nun erzähl schon.

Erzähl es mir. Erzähl mir, wie es mit ihm ist.

Sag mir, wie es ist.

Du markierst das liebe Mädchen und bist eine Hure.

Wer?

Es tut mir so wahnsinnig leid.

Verschwinde.

Verschwinde!

Hallo?

Ja.

Was?

Entschuldige, aber ich weiß gerade nicht, wohin ich gehen soll.

Ich komme sofort.

Was ist denn da los?

Das ist schwer zu erklären.

Wenn es schwer ist, erzähl es mir nicht.

Ich muss da wirklich hinfahren.

Ich will nicht, aber ich muss.

Wem gehört das Auto?

Meiner Frau.

Was ist denn, mein Schatz?

Was ist denn?

Ich kaufe dir eine Wohnung, kein Problem. Nur für dich.

Nur für mich allein?

Das sehen wir dann.

- Hallo Lara! - Wie geht es?

Krass!

Und was bist du für ihn?

Genau wie es sein soll. Ein armes Mädchen aus der Pampa,

wo es nicht mal einen Fernseher gibt. Und jetzt sieh dir das einmal an.

Mitten in der Innenstadt in einer Zwei-Zimmer-Wohnung.

Da kann man sehen, was gutes Aussehen bewirkt.

Vielleicht die innere Schönheit.

Quatsch. Innerlich bin ich besser als äußerlich.

Aber die Jungs wollen mich nicht heiraten, sondern nur mit mir schlafen.

Übrigens, was ist denn mit deinem Kerl? Will er dich etwa heiraten?

Ich hab ihn nicht gefragt.

Ist auch in Ordnung. Das macht doch nichts. Es macht die Dinge nur noch bunter.

Lara, lass es sein.

Tut mir leid, ich hab gedacht, du bist jetzt etwas entspannter.

Aber dein Märchen und dein Prinz, dann hast du ja alles.

Lara, ich finde es schön so wie es ist.

Sascha, einige Strolche sitzen im Treppenhaus und betrinken sich.

Oh! Du bist ja auch am Trinken.

Frau Zina, das ist aber nicht dasselbe.

Sascha! Sascha! Du bringst sie ja um.

Was machst du denn? Hör auf!

Du bist ein Professor.

Nur die Existenz der Khitan-Auslegung der Buddhistischen Prinzipien

erklären die allgemein verbreitete Handhabung des Zongmi

und die Traditionen des Huayan.

Sascha, mein Junge.

Hast du was an den Kopf bekommen?

Nein.

Das war nur ein Auszug aus meiner Doktorarbeit.

Ich bin ein Idiot. Ein Idiot.

Nicht weinen, mein Junge. Sie war nicht die Richtige für dich.

Und noch ein Pfannkuchen. Den hab ich selbst gemacht.

Das glaub ich dir. Oberlecker.

Ja?

Hallo!

Ich wachte auf und du warst weg. Komm her.

Im Moment bin ich...

Du sagtest, du hättest Zeit am Sonntag.

Ich muss mit dem Hund raus.

Bring den Hund doch mit.

Ich muss dir etwas Wichtiges mitteilen.

Wichtige Geschäfte?

Komm, hilf mir mit dem Pfannkuchen.

Hier, nimm die Handschuhe. Hol das Blech raus und halte es mir hin.

Sie ist bestimmt jung.

Wer?

Es war doch klar, dass es früher oder später passieren würde.

Was mache ich jetzt mit dem Blech?

Stell es auf den Tisch.

Warum habe ich es gehalten?

Ich weiß es selber nicht.

Stell es auf den Tisch, sag deinem Sohn „Guten Appetit“

und geh zu deinen wichtigen Geschäften.

Ich geh nur mal eben mit dem Hund raus.

Umso besser.

Wie lange bist du verheiratet?

13 Jahre.

So lange schon?

- Es lief sehr gut. - Und was tust du dann hier?

Ich will nur wissen, welche Rolle ich eigentlich in deinem Leben für dich spiele.

Eine sehr Wichtige.

Eine sehr Wichtige.

Wann kommst du wieder?

Weiß nicht.

Wie wäre es mit morgen? Wenn es unmöglich ist, dann brauchst du es nicht.

Ich werde einfach auf dich warten.

Ich komme, wenn ich es kann.

Wollen wir in die Oper? La Bohème?

Es läuft noch nicht. Nächste Woche erst.

Das machen wir.

Wäre das denn in Ordnung für dich? Oder bist du nicht sicher?

Ich weiß nicht. Ich ruf dich an.

Letztens dachte ich, woher kommt dieses komische Ding namens „Liebe“?

Da sitzt eine fremde Person, sie sitzt dir nur so gegenüber.

Und nebenbei gesagt, nicht das schönste Exemplar der menschlichen Spezies.

Und zu deinem Entsetzen fühlst du, Gott bewahre, dass es jemals dazu kommt,

dass du nicht nur dein eigenes, sondern jedes Leben für sie hergeben würdest.

Ich habe gelesen, dass wenn du deine Lust unter Kontrolle kriegen willst,

dann stellst du dir einfach vor,

wie ein Engel auf der Toilette sitzt und ausgiebig scheißt.

Und schon bist du befreit von deiner Lust. Ich brauch mir das nicht vorzustellen.

Bei mir würde selbst das nicht helfen.

Wir sind damals aus der Stadt, um meiner Frau nicht zu begegnen.

Sie sagt: „Halt, ich muss schnell hintern Busch.“

Ich sag: „Wieso? Mach es doch hier hinter dem Wagen.“

„Aber, ich muss kein Pipi“, sagt sie. „Oh! Wenn du scheißen musst,

dann natürlich besser hinterm Busch.“ Dann holte ich mein Ding raus

und pisste an einen Baum gleich neben ihr. Ich guckte hinter den Baum,

um meine Lust unter Kontrolle zu kriegen, aber es passierte nichts dergleichen.

Rein gar nichts. Meine Lust ging nicht weg. Ich brachte sie nach Haus,

wusch sie eigenhändig und leckte sie am ganzen Körper ab.

Dann hob ich sie hoch und brachte sie ins Bett.

Ich drehte sie auf meine Lieblingsseite und fing an,

meine 18 Zentimeter in ihr zu versenken. Dann zog ich sie zu mir ran,

stieß sie weg und wieder ran, bis ich gekommen bin.

Ich dachte: „Das sollte jetzt geholfen haben?“

Nix da, das Gefühl war immer noch da.

Am nächsten Morgen wachte ich neben ihr auf und dachte nur:

Mein Gott, warum bin ich bloß kein Hermaphrodit?

Dann würde ich mich selber ficken.

Ich würde dann nicht mehr so unter dieser Folter leiden.

Ich weiß nicht, was mich mehr ärgert, die Tatsache,

dass es kein Gegenmittel gegen diese verrückte Liebe gibt,

oder dass dieses Mittel bei mir nicht wirkt.

Im Haus lief sie die ganze Zeit im durchsichtigen Slip durch die Gegend.

Und wenn schon, hatte ich nicht schon genug Slips gesehen?

Und alles darunter auch? Natürlich habe ich das.

Aber sobald mein lüsterner Blick auf sie fällt, bin ich verloren.

Oder etwa nicht? Hab ich recht?

Bei mir ist das nicht so.

Dann hast du verdammtes Glück.

Bitte!

Mach das Licht an, Alexander.

Ist nicht nötig.

Was machst du, Alexander Valentinovic? Nicht!

Was machst du denn da?

Das kriegst du jetzt nicht hin, Alexander Valentinovic.

Ohne sie kriege ich überhaupt nichts hin.

Herr Andrejitsch, die Dolmetscherin ruft an.

Sie sagt, sie brauche nur zwei Minuten.

Bin nicht hier.

Schon so arg?

Arbeiten wir?

Aber natürlich, Sergei.

Wie sieht es aus, alles klar?

Alles normal. Da ist nur eine Frau. Soll ich sie auffordern zu verschwinden?

Nein. Das ist seine. Lass sie in Ruhe.

- Hallo! - Hallo!

Warum bist du hier draußen?

Sie wollten mich nicht ins Gebäude lassen. Ich hab keine ID-Karte.

Ist irgendwas passiert?

Nein! Ich hatte bloß versucht, dich zu erreichen.

Ich wollte mit dir reden, wollte deine Stimme hören.

Was wolltest du hören?

Deine Stimme.

Ich fühlte mich ganz schlecht, aber jetzt geht es wieder.

Ich hab für morgen zwei Karten für „La Bohème“ für uns besorgt.

Oh, nein. Morgen kann ich nicht.

Schade!

Aber ich komme übermorgen. Versprochen!

Sazonova! Ich muss mit dir sprechen.

Vielleicht besser woanders.

Wo denn? In deiner gesponserten Sugarbaby-Wohnung?

Sascha, worüber willst du sprechen?

Wegen dir bin ich jetzt die Lachnummer der gesamten Fakultät.

Wenn du mich jetzt zusammenschreist, bleibst du es auch.

Jedermann lacht, wenn du in meiner Vorlesung bist, merkst du das denn nicht?

Ich kann das so nicht, das ist nicht fair.

Sascha, was willst du denn jetzt?

Ich bitte dich. Ich bitte dich, geh weg, verschwinde aus meinem Leben.

Hilf mir, es tut mir weh.

In Ordnung, ich denk drüber nach. Bitte beruhig dich und geh nach Hause.

Warte!

Du weißt, dass ich dich umbringen kann.

- Tor! - Ja!

- Hast du Ronaldo gesehen? - Tor! Hast du gesehen? Tor!

Tor! Tor!

Hallo?

Hallo!

Hallo!

Hallo!

Darf ich reinkommen?

Warum bist du gekommen?

Wiedergutmachung.

Du musst zurückkommen, Nina.

Du musst einfach. Er ist nicht gut für dich.

Sascha, vielleicht ist er nicht gut für mich.

Vielleicht ist er viel schlimmer als du es bist,

aber ich liebe ihn.

Und es gibt nichts, was ich dagegen machen könnte.

Und mich hast du nicht geliebt?

Dann hast du mich belogen.

Ich habe es aber für Liebe gehalten. Ich wusste nicht, was Liebe ist.

Du wusstest nicht, was Liebe ist?

Das wusstest du nicht?

Wie ist das?

In der Lotusposition? Der Drache?

- Und der Schwan! - Sascha, lass mich in Ruhe!

Sascha, lass mich in Ruhe, hab ich gesagt.

Du bist meine Frau. Du bist meine Frau!

- Sascha! - Ich fühle auch Liebe.

Nur ist meine einfacher als deine.

Sascha!

Hallo?

Du musst unbedingt etwas unternehmen.

Ich kann so wirklich nicht mehr weiterleben.

Sergei, ich bin kein Mensch für einmal die Woche.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, ihn jeden Tag in der Uni sehen zu müssen...

Das ist jetzt einfach unmöglich geworden.

Am besten wäre es, wenn ich arbeiten würde.

Arbeiten?

Ja, arbeiten.

Wo denn?

- Vielleicht in einem Reisebüro. - Und die Universität?

Es ist nur noch ein Jahr. Ich kann die Sprache schon sehr gut.

Soll ich dir ein Reisebüro kaufen?

Kauf mir eins.

Wirst du es schaffen?

Na und ob du es schaffen wirst. Du Sturkopf.

Und was deinen Mann betrifft, das regle ich.

Vergiss meinen Mann.

Da gibt es etwas Wichtigeres.

Während er hier gewesen ist, war ich fast krank vor Angst.

Ich bin schwanger, Sergei.

Wir beide werden ein Kind zusammen haben.

Noch ein Gewicht auf deinen beiden starken Schultern.

Freust du dich nicht?

Mein Gott, was rede ich da bloß?

Du bist so still.

Ich überlege.

Ich werde das Kind behalten.

Es wird mein Kind sein.

Nur meins, wenn du es nicht haben willst.

Ist gut.

Es wird eine gute Kindheit haben. Das verspreche ich dir.

Das ist alles?

Willst du noch mehr?

Hoppla!

Was?

Der Prinz ging gewichen, der Banker ist erschienen.

Du kannst mir glauben, auf ihn ist mehr Verlass.

Sergei, Schatz. Ich bin in der Küche.

Und?

Sie erwartet ein Kind.

Was sagst du dazu?

Ich will nicht, dass sich was ändert.

Warum nicht?

Es wird sich schon irgendwie einrenken.

Das ist mir egal. Hier wird sich nichts mehr einrenken.

Ich will hier bei meinem Sohn bleiben.

Wer hindert dich daran, bei ihm zu bleiben?

Ich nehme an, dass es ihm an nichts mangeln wird.

Aber dort wird ein neues Baby sein. Ein Baby.

Und es wird dich brauchen.

- Tamara! - Was ist?

Verdirb jetzt nicht diesen historischen Moment.

Leb wohl!

...einfach ins Internat geschickt.

- Das ist doch nicht das Schlechteste. - Wirklich?

- Da ist er unter jungen Leuten. - Ja, stimmt.

Entschuldigung, ist Ihr Name Sasonov?

Ja, wieso?

Ich wollte keine Zigarette von Ihnen.

Hör zu! Du weißt, wer uns beauftragt hat.

Dann ist alles klar.

Wir stellen den Tresen für die Mitarbeiter hier hin.

Aber wir wollten ihn ursprünglich hierhin stellen.

Vertrauen Sie mir, so wird es besser sein. Sie sind nicht der Fachmann.

Da haben Sie recht. Aber in diesen Räumen werde ich arbeiten.

Deshalb nichts für ungut, aber wir machen es wie besprochen, okay?

Wie Sie wünschen.

Hühnersuppe ist gut für deine Gesundheit.

Egal, ein Jahr ist schon verschwendet.

Mach dir keinen Kopf. Nächstes Jahr laden sie dich nach Harvard ein.

Was gibt es Neues von der Uni?

Nichts weiter. Nur dass Nina jetzt mit ihrem reichen Typen zusammengezogen ist.

- Sie haben mich dahin eingeladen. - Und wohin?

Irgendwo beim Englischen Kai, in der Nähe des Standesamts.

Aber ich habe abgesagt.

Sie weiß, dass ich jetzt mit dir zusammen bin.

Außerdem wird mir das Ganze sowieso zu französisch.

Glaubst du, sie interessiert das?

Ihre Beziehung zu diesem Typen ist schon ziemlich komisch.

Ehrlich, er ist viel älter als sie.

Ach übrigens, ihr Bauch ist schon ganz schön groß geworden.

Tut mir leid, du willst das wahrscheinlich überhaupt nicht hören.

Macht überhaupt nichts. Das macht wirklich nichts.

Laralein. Da ist etwas am Anbrennen.

Das macht nichts, Frau Zina. Er mag es gern gut durch. Ich liebe dich.

Juri!

Bitte.

Sascha, nicht!

Nicht schießen!

Nicht schießen!

Was willst du? Was machst du da?

Er hat mir alles genommen. Alles!

Beruhige dich. Beruhige dich. Beruhig dich.

Beruhige dich. Beruhige dich.

Was willst du denn damit bewirken? Sascha.

Du kannst nichts mehr daran ändern.

Sascha. Sascha.

Sascha, lass es fallen.

Ich bitte dich.

Lass das Messer fallen.

Nina, wie geht es dir? Möchtest du Wasser?

Nein, ich möchte gar nichts.

Sergei, es ist besser für dich.

Du hast in letzter Zeit einen kleinen Bauch bekommen.

Zina, sag mal, wo kauft Igor den Broccoli?

Das kann ich leider nicht sagen. Wieso denn?

Er schmeckt komisch. Sag ihm bitte, er soll herkommen.

Sofort.

Wir müssen um sechs Uhr für das Stadtfest an der Rezeption sein.

Wir?

Ich sollte mit meiner Gattin gehen.

Arkadi Lwowitsch, ich werde am Meeting nicht teilnehmen, arbeitet es selbst aus.

- Wie lange wird es gehen? - Eine Stunde, wie immer.

Du hast es gehört. Die Unterlagen sind auf meinem Schreibtisch.

Ich komme später, wenn ich es schaffe.

Vielen Dank. Dann also um halb sechs auf der Kammeni.

Danke!

Wie alt war er?

Ungefähr drei. Das Ganze hatte er sich etwas anders vorgestellt.

Na ja, wir warten ab, aber im Moment wirkt unser Kleiner nicht so draufgängerisch.

- Das kommt schon noch. - Glaubst du?

So wie der Vater. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Oh, sag das nicht!

Grüß dich.

Oh, wunderbar.

Dolmetscht du hier?

Eingeladen. Ich bin Professor. Dr. phil. und Sprachkoryphäe.

Gratuliere!

Danke!

Weißt du, mit wem sie da spricht?

Ja!

Und das stört dich nicht?

Nein, gar nicht.

Sergei!

Entschuldige.

Das ist Sergei. Und das Alexander.

Ihr habt euch schon mal gesehen, du wirst dich vielleicht nicht erinnern.

- Ich erinnere mich kein bisschen. - Ich erinnere mich auch nicht mehr.

- Ihr entschuldigt? - Klar!

Ja?

Ich hab gehört, Lara und du habt geheiratet.

Das haben wir nie hinbekommen.

Das wird wohl seine Bedeutung haben.

Ich muss verschwinden, etwas Geschäftliches. Bleibst du noch?

Ich plaudere noch mit Sascha, wenn es dich nicht stört.

Nein, überhaupt nicht. Wann kommst du dann?

Nicht später als zehn.

- Auf Wiedersehen. - Alles Gute!

Und liebst du ihn?

Ich denke, ja.

Und er liebt dich auch?

Nein. Lieben tut er mich nicht.

Und wie lebt Ihr so?

Mit gegenseitigem Respekt.

Nina...

Ich würde alles dafür tun,

um mit dir zusammen zu sein.

Und Larissa?

Das ist nicht von Bedeutung. Ich will dich!

Kein Problem. Gehen wir.

Hast du ein Auto?

Ja?

Dann nimmst du deinen Wagen und ich meinen.

Besser, wenn man uns nicht zusammen sieht.

Hast du ihn gemacht?

Weißt du noch?

Wie könnte ich das vergessen?

Zeig mir dein Zeugnis.

Warum, ich habe nur Bestnoten in allen Fächern.

Du kommst nach mir. Komm her!

Okay, ich muss jetzt gehen.

Weißt du...

Ich liebe dich immer noch wie damals.

Liebe ist Unfug.

Sie ist eine Krankheit.

Ich bin jemand anderes geworden, Sascha. Ich bestimme mein Leben selbst.

Ich entscheide, was gut ist und was schlecht.

Ich bin unabhängig.

Es ist mein Körper. Und ich mache damit, was ich für richtig halte.

Und es ist meine Seele

Sie wird nie jemand anderem gehören.

Das Wichtigste dabei ist der Vertrag.

Ich habe ihn einmal gebrochen.

Und was waren die Folgen?

Drei zerstörte Leben.

Aber warum zerstört?

Jeder ist auf seine Art

ein glücklicher Mensch.

Auf seine vollkommen eigene Art.

Also einverstanden, Sascha?

Wir werden den Vertrag nicht wieder brechen.

Ich muss jetzt gehen.

Ach, ich hab das Zimmer schon bezahlt.

- Can I help you, Miss? - No, it's okay.

Ich hab den Fuß verstaucht.

Wie heißen Sie?

Petya.

Es schmerzt, Petya.

Es schmerzt.

Wohin, Frau Alexandrova?

Ins Büro.

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